Macquarie European Rail GmbHLiquidiert

60306 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 82991
Vorher
"Ad acta" 1022. Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
21.9.2017
Branche
Vermietung von SchienenfahrzeugenBetrieb von Verkehrswegen für SchienenfahrzeugeVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Gegenstand
Der Erwerb, das Halten, die Verwaltung, und die An- und Vermietung, einschließlich des operativen Leasings, ausschließlich des Finanzierungsleasings, und der Verkauf von rollendem Eisenbahnmaterial und sonstigen Gegenständen jeder Art, die zur Verwendung im Eisenbahnwesen bestimmt sind, insbesondere in Europa. Die Gesellschaft tätigt keine Geschäfte, die in den Anwendungsbereich von § 1 KWG fallen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Cord von Lewinski
seit 8.9.2023
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Macquarie Transportation Finance Australia Pty LimitedAUS
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Macquarie European Rail Holdings Pty Ltd
Australia
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Macquarie European Rail GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2020 bis zum 31.03.2021

Bilanz zum 31. März 2021

Aktiva

31.03.2021 31.03.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 267.524.019,48
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 566.953,13
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 92.647.102,18 63.463.456,65
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.641.252,13 95.288.354,31 3.197.699,07
II. Guthaben bei Kreditinstituten 2.395.776,06 2.092.203,98
97.684.130,37 336.844.332,31

Passiva

31.03.2021 31.03.2020
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 4.480.914,81 3.708.751,67
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 25.820.695,00 965.575,00
2. sonstige Rückstellungen 70.800,00 25.891.495,00 30.958.759,48
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 2.165,80
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 0,00 (EUR 2.165,80)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 66.485.245,63 298.207.042,77
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 66.485.245,63 (EUR 298.207.042,77)
3. sonstige Verbindlichkeiten 801.474,93 67.286.720,56 1.293.453,33
- davon aus Steuern EUR 31.015,00 (EUR 0,00)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 801.474,93 (EUR 1.293.453,33)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 1.683.584,26
97.684.130,37 336.844.332,31

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.04.2020 bis 31.03.2021

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 1.549.216,92 28.353.064,21
2. sonstige betriebliche Erträge 93.509.081,42 42.367,50
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 70.645,26 (EUR 0,00)
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 278.327,06 595.289,49
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.295,88 286.622,94 57.544,90
- davon für Altersversorgung EUR 3.221,64 (EUR 0,00)
4. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 922.960,66 15.102.992,34
5. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.665.850,36 8.794.120,11
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (EUR 6.151,44)
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.255.958,25 894.810,61
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.255.958,25 (EUR 894.809,73)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.101.465,74 6.039.398,64
- davon an verbundene Unternehmen EUR 2.097.174,74 (EUR 6.037.572,81)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 26.554.476,65 87.895,39-
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern EUR 0,00 (EUR 129.716,59)
9. Ergebnis nach Steuern 60.782.880,24 1.211.207,77-
10. sonstige Steuern 10.717,10 6.033,76-
11. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 60.772.163,14 1.205.174,01-
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.708.751,67 4.913.925,68
13. Ausschüttung 60.000.000,00 0,00
14. Bilanzgewinn 4.480.914,81 3.708.751,67

Anhang für 2021

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Da die Gesellschaft im Berichtsjahr erstmalig die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB erfüllt, treten die Rechtsfolgen gemäß § 267 Abs. 4 HGB noch nicht ein. Es gelten weiterhin die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden bei der Erstellung des Anhangs, nicht jedoch bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Bilanz des Geschäftjahres wurde unter Berücksichtigung einer teilweisen Ergebnisverwendung aufgestellt. Anstelle eines Gewinnvortrags und eines Jahresüberschusses, weist die Gesellschaft nunmehr einen Bilanzgewinn gem. § 268 Abs. 1 HGB aus. Um eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen zu gewährleisten, wurden im Vorjahr Anpassungen bei der Darstellung des Eigenkapitals vorgenommen.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Macquarie European Rail GmbH mit Sitz in Düsseldorf im Handelsregister des Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer HRB 82991 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, unverändert zum Vorjahr, maßgebend.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, bis zum Tag der Veräußerung, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Das Bankguthaben wird zum Nominalwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 25.000 wird zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Sachanlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Hierbei handelt es sich um Lokomotiven, Wagons und Passagierzüge, die im Rahmen des operativen Leasings vermietet wurden.

Das Sachanlagevermögen wurde im Berichtsjahr von der Gesellschaft veräußert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt TEUR 95.288 (VJ: EUR 67.228) setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 92.647; VJ: TEUR 63.463) sowie aus sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 2.641; VJ: TEUR 3.198) zusammen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus Erstattungsansprüchen aus den Vorauszahlungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer (TEUR 2.342; VJ: TEUR 2.342) sowie aus Umsatzsteuer (TEUR 197; VJ: TEUR 553) zusammen.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entwickelt sich zum Bilanzstichtag wie folgt:

Geschäftsjahr Vorjahr
Jahresüberschuss 60.772.163,14 -1.205.174,01
Gewinnvortrag Vorjahr 3.708.751,67 4.913.925,68
Ausschüttung 2021 -60.000.000,00 0,00
Bilanzgewinn 4.480.914,81 3.708.751,67

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen im Wert von insgesamt TEUR 71 (VJ: TEUR 30.959) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für die Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 35; VJ: TEUR 40), für Steuerberatungskosten (TEUR 28; VJ: TEUR 19) sowie für Kosten der Jahresabschlusserstellung (TEUR 8; VJ: TEUR 8).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 67.287 (VJ: TEUR 299.503) setzen sich aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 66.485; VJ: TEUR 298.207) und aus sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 801; VJ: TEUR 1.293) zusammen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251 HGB und 268 Abs. 7 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.549 (VJ: TEUR 28.353) resultieren aus der Vermietung der als Anlagevermögen gehaltenen Lokomotiven, Wagons und Passagierzüge während des Geschäftsjahres bis zum Zeitpunkt der Veräußerung des Sachanlagevermögens.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 93.509 (VJ: TEUR 42) resultieren im Wesentlichen aus der Veräußerung des Sachanlagevermögens (TEUR 61.399; VJ TEUR 0) sowie aus der Auflösung der Verbindlichkeitsrückstellungen (TEUR 30.950; VJ: TEUR 0), die in Zusammenhang mit der Wartung und der Instandhaltung des Betriebsvermögens standen. Zudem wurden im Geschäftsjahr bereits im Vorjahr berücksichtigte Konzernweiterbelastungen in Höhe von TEUR 1.008 ertragswirksam korrigiert. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten weiterhin Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 71; VJ: TEUR 0) sowie andere sonstige Erträge (TEUR 81; VJ: TEUR 42)

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.666 (VJ: TEUR 8.794) handelt es sich im Wesentlichen um Leistungen, die von verbundenen Unternehmen gegenüber der Gesellschaft erbracht wurden im Bereich der Unternehmensführung (TEUR 3.200; VJ: TEUR 5.138) sowie der Übernahme von betrieblichen Aufgaben (TEUR 203; VJ: TEUR 378), um Aufwendungen für Wartungen und Reparaturen (TEUR 2.336; VJ: TEUR 1.440) und um weitere sonstige Aufwendungen (TEUR 927; VJ: TEUR 1.838).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Bei den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.101 (VJ: TEUR 6.039) handelt es sich um Zinszahlungen an verbundene Unternehmen für erhaltene Darlehen.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

Markus Philipp Bellaire, Geschäftsführer, München (bis 28. Februar 2022);

Rogier Henri van den Broek, Geschäftsführer, Strassen / Luxemburg (bis 23. April 2020* );

Timothy Sebastian Durham, Geschäftsführer, London / Großbritannien (bis 23. April 2020* );

Stephen Wesley Cook, Geschäftsführer, Sai Ying Pun / Hongkong (ab 23. April 2020* bis 30. September 2021);

Andrew Thomas Byatt, Geschäftsführer, London / Großbritannien (ab 23. April 2020* );

Cord von Lewinski, Geschäftsführer, Frankfurt am Main (ab 1. März 2022).

* eingetragen im Handelsregister am 29. Juni 2020

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung hat während des Geschäftsjahres 2020/2021 keine Bezüge erhalten.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer i.S.d. § 285 Satz 1 Nr. 7 HGB beträgt 0 (Vorjahr 4 Mitarbeiter).

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das Honorar des Abschlussprüfers betrug im Geschäftsjahr 2021 TEUR 35 und entfiel ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernverhältnisse

Das oberste Mutterunternehmen und die beherrschende Partei der Gesellschaft ist die Macquarie Group Limited, Australien.

Die Macquarie Financial Holdings Pty Limited, Sydney, Australien, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen.

Der Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von Macquarie Group Limited, Sydney, Australien, erstellt.

Kopien der Konzernabschlüsse der Macquarie Group Limited, Sydney, Australien, sowie der Macquarie Financial Holdings Pty Limited, Sydney, Australien, sind in den Geschäftsräumen Level 6, 50 Martin Place, Sydney, New South Wales, 2000, Australien, erhältlich.

Nachtragsbericht

Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Krise werden aus heutiger Sicht keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft erwartet. Weitere Erläuterungen in diesem Zusammenhang sind dem Lagebericht zu entnehmen.

Die Auswirkungen des Russland/Ukraine-Konflikts auf die Weltwirtschaft sind zur Zeit nicht vollumfänglich abschätzbar. Die Gesellschaft hat derzeit keine unmittelbaren Geschäftsbeziehungen zu beiden Ländern. Auswirkungen, die sich mittelbar ergeben könnten, werden fortlaufend analysiert, um im Bedarfsfall entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Auf den Jahresabschluss 2021 hat der Konflikt keinen Einfluss.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr eine Vorabausschüttung in Höhe von EUR 60.000.000 vorgenommen. Die Geschäftsführung schlägt vor, den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 4.480.914,81 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Düsseldorf, 31. März 2022

Geschäftsführung

gez.: Byatt

gez.: von Lewinski

Hinweis: Der Jahresabschluss der Macquarie European Rail GmbH zum 31. März 2021 wurde auf der Gesellschafterversammlung am 31. März 2022 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. März 2021

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.04.2020 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.03.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 304.022.917,59 0,00 304.022.917,59 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 304.022.917,59 0,00 304.022.917,59 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 304.022.917,59 0,00 304.022.917,59 0,00 0,00
Abschreibungen
Stand 01.04.2020 Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen Stand 31.03.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 36.498.898,11 922.960,66 37.421.858,77 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 36.498.898,11 922.960,66 37.421.858,77 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 36.498.898,11 922.960,66 37.421.858,77 0,00 0,00
Zuschreibungen Buchwerte
Geschäftsjahr Stand 31.03.2021 Stand 31.03.2020
EUR EUR EUR
Anlagevermögen
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 267.524.019,48
Summe Sachanlagen 0,00 0,00 267.524.019,48
Summe Anlagevermögen 0,00 0,00 267.524.019,48

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020/2021

Unternehmenszweck

Der Zweck des Unternehmens ist der Erwerb, die Bestandspflege, Verwaltung, das Leasing und die Vermietung, einschließlich des operativen Leasings, ausgenommen Finanzierungsleasing, und der Verkauf von Schienenfahrzeugen und anderen Objekten, die für die Nutzung im Eisenbahnsektor vorgesehen sind, besonders in Europa.

Berichterstattung zur aktuellen Geschäftstätigkeit

Die Haupttätigkeit des Unternehmens war das Leasing von Wirtschaftsgütern im Schienengüter- und Schienenpersonenverkehr im Vereinigten Königreich und Kontinentaleuropa. Die Wirtschaftsgüter wurden im Vereinigten Königreich und Nordeuropa eingesetzt.

Die Wirtschaftsgüter des Unternehmens für den Schienengüter- und Schienenpersonenverkehr wurden am 23. April 2020 verkauft. Die gesetzlichen Vertreter des Unternehmens prüfen derzeit die möglichen Optionen für die Zukunft des Unternehmens, einschließlich einer mittelfristigen Liquidation.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse aus dem operativen Leasing für das am 31. März 2021 geendete Geschäftsjahr betrugen 1.549.217 €, was eine durch den Verkauf von Sachanlagen bedingte Senkung von 95 Prozent im Vergleich zu dem Einkommen aus dem operativen Leasing in Höhe von 28.353.064 € im vorherigen Geschäftsjahr darstellt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge für das am 31. März 2021 geendete Geschäftsjahr betrugen 93.509.081 €, was hauptsächlich durch den Verkauf von Sachanlagen bedingt ist und eine Steigerung von 220.609 Prozent im Vergleich zu den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 42.368 € im vorherigen Geschäftsjahr darstellt.

Die Personalkosten für das am 31. März 2021 geendete Geschäftsjahr betrugen 286.623 €, was eine Senkung von 56 Prozent im Vergleich zu den Personalkosten von 652.834 € im vorherigen Geschäftsjahr darstellt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Unternehmen in dem am 31. März 2021 endenden Geschäftsjahr keine Mitarbeiter beschäftigt, während es im vorangegangenen Geschäftsjahr 4 Mitarbeiter waren.

Die Abschreibungen für das am 31. März 2021 geendete Geschäftsjahr betrug 922.961 €, was eine durch den Verkauf von Sachanlagen bedingte Senkung von 94 Prozent im Vergleich zu den Abschreibungen von 15.102.992 € im vorherigen Geschäftsjahr darstellt.

Der Nettozinsaufwand für das am 31. März 2021 geendete Geschäftsjahr betrug 154.493 €, was eine Senkung von 103 Prozent im Vergleich zum Nettozinsaufwand von 5.144.586 € im vorherigen Geschäftsjahr darstellt. Der Grund hierfür war im Wesentlichen die Rückzahlung von konzerninternen Darlehen im Laufe des Jahres.

Der Jahresüberschuss für das am 31. März 2021 geendete Geschäftsjahr betrug 60.772.163 €, im Vergleich zum Jahresfehlbetrag von 1.205.174 € im vorherigen Geschäftsjahr.

Finanzlage

Die liquiden Mittel für das am 31. März 2021 geendete Geschäftsjahr betrugen 2.395.776 €, was eine Erhöhung von 15 Prozent im Vergleich zu den liquiden Mitteln in Höhe von 2.092.204 im vorherigen Geschäftsjahr darstellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen der Macquarie Gruppe für das am 31. März 2021 geendete Geschäftsjahr betrugen 92.647.102 €, was eine Steigerung von 46 Prozent im Vergleich zu den Forderungen gegen verbundene Unternehmen der Macquarie Gruppe in Höhe von 63.463.457 € im vorherigen Geschäftsjahr darstellt. Der Hauptgrund dafür war die Erhöhung der Mittel aus anderen Unternehmen der Macquarie-Gruppe.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Macquarie Gruppe für das am 31. März 2021 geendete Geschäftsjahr betrugen 66.485.246 €, was eine Senkung von 78 Prozent im Vergleich zu den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Macquarie Gruppe in Höhe von 298.207.043 € im vorherigen Geschäftsjahr darstellt. Der Grund hierfür war im Wesentlichen die Rückzahlung von konzerninternen Darlehen im Laufe des Jahres.

Vermögenslage

Infolge der Veräußerung der Güter- und Schienenpersonenverkehrsanlagen der Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr beliefen sich die Sachanlagen zum 31. März 2021 auf 0 €, was einer Verringerung um 100 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr entspricht.

Die gebildeten Steuerrückstellungen in Höhe von 25.820.695 € stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Abgang von Sachanlagevermögen. Die Veränderung gegenüber dem Betrag von 965.575 € im Vorjahr entspricht einer Erhöhung von 2.574 Prozent.

Das Nettovermögen zum 31. März 2021 beläuft sich auf 4.505.915 €, ein Anstieg um 21 Prozent gegenüber dem Nettovermögen von 3.733.752 € im vorangegangenen Geschäftsjahr.

Die Eigenkapitalquote für das am 31. März 2021 geendete Geschäftsjahr betrug 4,6 %, was eine Erhöhung von 316 Prozent im Vergleich zur Eigenkapitalquote von 1,1 % im vorherigen Geschäftsjahr darstellt.

Bericht zu Prognosen, Chancen und Risiken

Die Güter- und Personenverkehrsanlagen der Gesellschaft wurden am 23. April 2020 für 328.000.000 € und mit einem Gewinn von 61.398.941 € verkauft. Nach der Veräußerung von Vermögenswerten hat die Gesellschaft keine geschäftlichen Aktivitäten verfolgt und die gesetzlichen Vertreter haben keine Entscheidungen hinsichtlich weiterer geschäftlicher Aktivitäten getroffen. Nach dem Verkauf des Sachanlagevermögens prüfen die gesetzlichen Vertreter die möglichen Optionen für die Zukunft der Gesellschaft, einschließlich einer mittelfristigen Liquidation. Da die Sachanlagen im Berichtszeitraum veräußert wurden, werden für das Geschäftsjahr 2022 keine Umsatzerlöse erwartet. Es wird ein Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sowie ein deutlich geringerer Gewinn für das Geschäftsjahr erwartet.

Hauptrisiken und Unsicherheiten

Aus Sicht der Gesellschaft sind die Hauptrisiken und -unsicherheiten in den Hauptrisiken der Macquarie Gruppe integriert und werden zentral durch die Macquarie Gruppe gesteuert. Bei den Risiken handelt es sich im Wesentlichen um Kredit-, Liquiditäts-, Zins-, Markt- und Wechselkursrisiken.

Finanzrisikomanagement

Risiken sind ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmen der Macquarie Gruppe. Das Unternehmen ist einer Vielzahl an Risiken ausgesetzt, zu denen die Auswirkungen des Kreditrisikos, das Liquiditätsrisiko, Betriebsrisiko und Zinsrisiko gehören. Zusätzliche Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, beinhalten das rechtliche Risiko, Konformitätsrisiko und Dokumentationsrisiko. Die Verantwortung für die Steuerung dieser Risiken liegt bei den einzelnen Unternehmen, die sie entstehen lassen. Es ist die Verantwortung der Risikomanagementgruppe ("RMG"), eine angemessene Bewertung und Steuerung dieser Risiken sicherzustellen.

Als letztendlich indirekte Tochtergesellschaft der MGL verwaltet das Unternehmen Risiken innerhalb des Rahmens der allgemeinen Strategie- und Risikomanagementstruktur der Macquarie Gruppe. Die RMG ist unabhängig von allen anderen Bereichen der Macquarie Gruppe und untersteht direkt dem Geschäftsführer und dem Vorstand von MGL. Der Leiter der RMG ist Mitglied des Lenkungsausschusses von MGL. Die Kompetenz der RMG ist für alle wesentlichen Entscheidungen zur Risikoübernahme erforderlich. Die RMG identifiziert, beziffert und bewertet alle wesentlichen Risiken und setzt vernünftige Grenzen fest. Gegebenenfalls werden diese Grenzen vom Lenkungsausschuss und dem Vorstand der MGL genehmigt. Die Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, werden auf einer global verbundenen Grundlage für ganz MGL gesteuert, einschließlich aller Tochterunternehmenan allen Standorten. Die interne Herangehensweise von Macquarie an Risiken stellt sicher, dass Risiken in Tochtergesellschaften den gleichen strengen Entscheidungen zur Risikoübernahme unterliegen.

Kreditrisiko

Kreditinanspruchnahmen, Genehmigungen und Grenzen werden durch den Kreditrahmen der Macquarie Gruppe gesteuert, der von der RMG festgelegt wurde.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko einer Firma, bei der Erfüllung ihrer Pflichten hinsichtlich finanzieller Verbindlichkeiten auf Schwierigkeiten zu stoßen. Die Direktoren haben das von der Macquarie Gruppe genutzte Risikomodell übernommen, das von der RMG genehmigt wurde. Dieses Modell ist in die Risikomanagementsysteme der Macquarie Gruppe integriert, damit das Unternehmen das Risiko wirksam steuern kann.

Zinsrisiko

Das Unternehmen hat sowohl verzinsliche Vermögenswerte als auch verzinsliche Verbindlichkeiten. Zu den verzinslichen Vermögenswerten gehören Forderungen an andere Unternehmen der Macquarie-Gruppe, die mit einem variablen Zinssatz verzinst werden. Zu den verzinslichen Verbindlichkeiten gehören Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmen der Macquarie Gruppe, die ebenfalls variabel verzinst werden.

Marktrisiko

Die Gesellschaft war durch ihre Leasingaktivitäten einem Marktrisiko ausgesetzt, das sich aus den Veränderungen des Marktwerts des rollenden Materials ergab. Die gesetzlichen Vertreter haben das von der Macquarie Group verwendete und von der RMG genehmigte Risikomodell übernommen. Dieses Modell ist in die Risikomanagementsysteme der Macquarie Group integriert, um der Gesellschaft ein effektives Management dieses Risikos zu ermöglichen.

Fremdwährungsrisiko

Die Gesellschaft ist Fremdwährungsrisiken ausgesetzt, die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmen der Macquarie Group und externen Parteien umfassen, die auf nicht-funktionale Währungen lauten. Alle wesentlichen nicht-funktionalen Währungsrisiken werden durch ein konzernweites Verfahren zur Minimierung des Risikos auf Ebene der einzelnen Unternehmen gesteuert.

Nachtragsbericht

COVID-19, eine durch ein neues Virus verursachte Atemwegserkrankung, wurde von der Weltgesundheitsorganisation im März 2020 zur weltweiten Pandemie erklärt. COVID-19 und die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus haben seitdem erhebliche Auswirkungen auf die die globale Wirtschaft und die Aktien-, Schulden- und Rohstoffmärkte.

Es wird weiterhin ein robuster Risikomanagementrahmen angewandt und RMG überwacht weiterhin die Auswirkungen von COVID-19 auf das Risikoprofil des Unternehmens. Nicht-finanzielle Risiken, die sich aus den globalen Bewegungseinschränkungen und der Fernarbeit unserer Mitarbeiter, Geschäftspartner, Kunden und Lieferanten ergeben, werden durch die rechtzeitige Anwendung des Risikomanagementrahmens des Unternehmens identifiziert, bewertet, verwaltet und geregelt.

Als Reaktion auf COVID-19 hat das Unternehmen eine Überprüfung der Kredite an andere verbundene Unternehmen und der sonstigen Engagements in finanziellen Vermögenswerten sowie der ECL für jedes dieser Risiken vorgenommen. Bei der Überprüfung wurden die makroökonomischen Aussichten und das Risiko bei Ausfall zum Berichtszeitpunkt berücksichtigt. Die ECL-Methode, die SICR-Schwellenwerte und die Definition des Ausfalls blieben gegenüber den Vorperioden unverändert.

In Bezug auf COVID-19 gab es im Geschäftsjahr 2021 keine wesentlichen Auswirkungen und es werden keine erwartet.

Die Auswirkungen des Russland/Ukraine-Konflikts auf die Weltwirtschaft können derzeit nicht vollständig abgeschätzt werden. Das Unternehmen hat derzeit keine direkten Geschäftsbeziehungen zu beiden Ländern. Auswirkungen, die sich indirekt ergeben könnten, werden laufend analysiert, um bei Bedarf entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Der Konflikt hat keinen Einfluss auf den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021.

 

Düsseldorf, 31. März 2022

Geschäftsführung

gez.: A. Byatt

gez.: C. Lewinski

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Macquarie European Rail GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Macquarie European Rail GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Macquarie European Rail GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 31. März 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fatih Agirman, Wirtschaftsprüfer

ppa. Joanna Spassova, Wirtschaftsprüferin

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