Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 19834
Vorher
LIMO Holding GmbH
Eingetragen
10.8.2006
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Gegenstand
Die Forschung und Entwicklung sowie die industrielle Fertigung und der Vertrieb von Produkten auf dem Gebiet der Mikrooptik, insbesondere das Halten, der Erwerb, die Errichtung und die Eingehung von Beteiligungen an den Unternehmen der LIMO-Gruppe und an anderen Unternehmen auf dem Gebiet der Mikrooptik und Lasersysteme.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Walter Bogs
seit 19.3.2024
Geschäftsführer
Ye YiPing
seit 8.3.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Focuslight (HK) Investment Management Co., Ltd.HKG
52.40%
Focuslight (HK) Investment Management Co., Ltd.HKG
25.00%
Focuslight (HK) Investment Management Co., Ltd.HKG
22.60%

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Focuslight (HK) Investment Management Co., Ltd.
HKG
52.40%
Focuslight (HK) Investment Management Co., Ltd.
HKG
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LIMO GmbH

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäftszweck

Die LIMO GmbH entwickelt, produziert und vermarktet optische Komponenten für den Weltmarkt. LIMO ist ein Unternehmen der Branche Photonik und beschäftigt sich seit nunmehr 30 Jahren mit der Formung von Licht, sowie dessen Nutzung für kundenspezifische Applikationen.

Die LIMO GmbH ist seit ihrer Gründung im Jahr 1992 einer der weltweit führenden Hersteller von Optik- und Strahlformungslösungen und Pionier zukunftsweisender photonischer Fertigungsverfahren. Das Unternehmen entwickelt und produziert hochpräzise Mikrooptiken für die Strahlformung von Hochleistungsdiodenlasern, DUV (Deep-Ultraviolett-Verfahren) Lithografie Optiken und optische Komponenten für Laserquellen für die innovative und effiziente Lasermaterialbearbeitung mit linienförmigen und rechteckigen Laserstrahlprofilen. Der Hauptsitz der LIMO GmbH befindet sich in Dortmund. Seit März 2017 ist die LIMO GmbH Teil der chinesischen Focuslight-Gruppe.

Die Produkte des Unternehmens gliedern sich dabei in zwei wesentliche Kategorien:

1.1. Optische Komponenten

LIMO hat in den letzten 30 Jahren eine einzigartige Technologie perfektioniert, um hochpräzise Optiken in Form von Wafern mit jeweils mehreren Hundert bis Tausend einzelnen Optiken oder optischen Arrays aus Glas herzustellen. In nachfolgenden Schritten werden diese weiter veredelt und letztlich vereinzelt. Dies ist die Basis einer kosteneffizienten Fertigung von hochpräzisen Optiken, die zum Teil auch in kundenspezifischen Baugruppen montiert werden. Dem Material und der Form sind dabei kaum Grenzen gesetzt, wodurch auch außergewöhnlichen Ansprüchen, z.B. in der Mikro-Elektronikfertigung, entsprochen werden kann.

1.2. Baugruppen zur Lichtformung

Hierbei werden die von LIMO entwickelten und produzierten optischen Komponenten miteinander kombiniert und durch mechanische Elemente zueinander ausgerichtet und positioniert. Die resultierende optische Funktion wird eng mit den Kunden abgestimmt, um eine ideale Anbindung des prozessoptimierten Laserstrahls zu gewährleisten. Die Basis zum Verständnis kundenspezifischer Anwendungen sowie die Verifizierung von Lösungen bildet ein hauseigenes Optiklabor, in dem die optischen Eigenschaften der Produkte charakterisiert, optimiert und für die Kunden qualifiziert werden.

2. Allgemeine Marktlage

Nach letzten Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF, World Economic Outlook 10-2023) wuchs die Weltwirtschaft, gemessen am realen Bruttosozialprodukt, 2023 um 3,3%. Gegenüber dem Vorjahr (2022: 3,5%) ist so deutlich, ein leichter Rückgang der globalen Wachstumsdynamik.

Die Schwellen- und Entwicklungsländer Asiens wiesen im Jahr 2023 mit 4,0% einen vergleichbaren Abschwung des realen Bruttosozialprodukts auf (2022: 4,1%). Die Volksrepublik China hatte eine höhere Wachstumsrate von 5,0% des realen Bruttosozialprodukts (2022: 3,0%).

Im EUR Raum ergab sich im Berichtszeitraum ein geringes Wachstum des realen Bruttosozialprodukts von 0,7% (2022: 3,3%). Etwas stabiler war das Wachstum in den USA mit 2,1% (2022: 2,1%)

In Deutschland rutschte das Bruttosozialprodukt in den negativen Bereich mit -0,5% (2022: 1,8%) als einziges Land im EURO Gebiet.

Es ist noch keine Umkehr des Abwärtstrends der globalen Wirtschaftsleistungen in 2023 erkennbar. Die Steigerung der Verbraucherkosten im EURO Gebiet sind im 4. Quartal wieder zurückgegangen und werden den Konsum aber voraussichtlich erst wieder in 2024 beleben.

Die für die LIMO GmbH relevanten Industriezweige der Lasertechnik weichen von der im Jahr 2023 bereits stagnierenden weltwirtschaftlichen Entwicklung, wie auch von der Entwicklung des Maschinen- und Anlagenbaus, wie bereits im Vorjahr 2022, erneut positiver ab. Laut Optech Consulting, einem spezialisierten Beratungs- und Marktforschungsunternehmen der Laser- und Photonik Industrie, nahm, auf Basis von Marktdaten (Stand November2023), der Weltmarkt für Lasersysteme zur Materialbearbeitung im Jahr 2023 in USD-Werten um 8% zu. Der relevante Markt für Industrielle Laser und Lasersysteme erreicht laut Optech Consulting damit im Jahr 2023 neue Rekordhöhen.

Die Optiken der LIMO GmbH finden Absatz in SE (Single Emitter) Pumpdioden für Faserlaser und Festkörperlaser, sowie in Homogenisierungseinheiten für Lithographiesysteme. Auch im Jahr 2023 konnte die Anzahl der verkauften Einheiten aufgrund höherer Abnahmemengen bestehender Kunden sowie durch die Gewinnung neuer Kunden gesteigert werden, insbesondere im Absatzmarkt China sowie durch das weiterhin starke Geschäftsvolumen im Bereich Lithografie. Der Preisdruck in den wesentlichen Volumenmärkten blieb allerdings weiterhin spürbar bestehen, sodass zwar mehr Optiken abgesetzt werden konnten, was sich jedoch nicht in Bezug auf den Umsatz widerspiegelte.

3. Forschung und Entwicklung

Zusätzlich zu den aktuellen Kernmärkten Mikrooptiken für Diodenlaser und Lithographie konzentriert sich die Entwicklung von LIMO auf neue strategische Märkte für Optiken wie LIDAR (Light Detecting And Ranging, in Analogie zum RADAR (RADAR ist die Abkürzung für radio detection and ranging oder frei übersetzt "funkgestützte Ortung und Abstandsmessung") Verfahren bzw. Geräte zur Rückstrahlortung von Objekten, Laserbeleuchtung, neue Herstellungsverfahren für Displays, linienförmige Laserquellen für die selektive Oberflächenwärmebehandlung und additive Fertigung.

Darüber hinaus unterstützt die Entwicklung der LIMO GmbH als interner Dienstleister konzernweite Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

Aufgrund der zunehmenden Vernetzung innerhalb der Focuslight Gruppe können zunehmend neue Kundenapplikationen identifiziert und in kürzeren Zyklen entwickelt werden.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 1,58 Mio. EUR oder 10,1 % in Prozent vom Umsatz für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten aufgewendet (Vorjahr Mio. EUR 1,79 Mio. oder 7,9 % vom Umsatz). Die Per Ende 2023 waren im Bereich Forschung und Entwicklung 14 Mitarbeiter (Vollzeit äquivalent) beschäftigt (Vorjahr 14).

Das Unternehmen betreibt keine Grundlagenforschung. Im Rahmen eines systematischen Projektcontrollings und standardisierten Berichtswesens werden monatlich der Projektstatus und -fortschritt bewertet.

4. Kundenstruktur

Ein überwiegender Anteil des Umsatzes wird mit nur wenigen Kunden erzielt. Dies sind im Wesentlichen langjährige Bestandskunden aus den unterschiedlichsten Branchen, wie z.B. Elektroindustrie (u.a. Displayfertigung, Unterhaltungs-Elektronik), Lithografie (Halbleiterfertigung) und Maschinen- u. Anlagenbau (Laserstrahlquellen für die metallverarbeitende Industrie). Darüber hinaus konnten auch im Jahr 2023 erneut weitere Neukunden gewonnen werden. Im Rahmen der bestehenden Wachstumsstrategie richtet sich der Fokus dabei gezielt auf die Ausweitung des Kundenstamms mit hohem Volumenpotenzial. Hinsichtlich der regionalen Umsatzverteilung stellen China als einzelnes Land bzw. die Region Asien gefolgt von Deutschland / Europa die Hauptabsatzmärkte dar.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Unternehmenssteuerung dienen als finanzielle Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss. Die unterschiedlichen Führungsgremien (Konzernleitung, Leitung BU-LO Business Unit Laser Optics mit operativer Geschäftsverantwortung, Bereichsleiter, Geschäftsleitung) besprechen in unterschiedlichen Gremien und in unterschiedlichen Frequenzen den Status der finanziellen Leistungsindikatoren. Dabei werden im Rahmen der operativen Geschäftsverantwortung seitens der BU-LO Maßnahmen definiert, um etwaigen Abweichungen gegenüber den Zielsetzungen frühzeitig entgegenzuwirken.

6. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die LIMO GmbH einen Umsatz von 15,67 Mio. EUR und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um -30,91% zum Vorjahreswert (22,68 Mio. EUR) gesunken. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 von 16 Mio. bis 18 Mio. wurde damit leicht verfehlt. Gründe dafür sind der anhaltende Preisdruck, sowie das geringe ausgefallene Wachstum Chinas. Zusätzlich sind der stete wettbewerbsbedingte Preisdruck in den wesentlichen Volumenmärkten sowie ein geringerer Durchschnittspreis aufgrund höherer Auftragsvolumina bei Kundenaufträgen und der Produktmix weitere Einflussgrößen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge fielen mit 378 TEUR gegenüber dem Vorjahr (584 TEUR) etwas niedriger aus. Wesentliche Größen sind Erträge aus Auflösung von Rückstellungen (241 TEUR), sowie Verrechnung von Kfz-Sachbezügen (78 TEUR) und Erträge aus Währungsumrechnung (52 TEUR).

Der Rohertrag des Unternehmens, definiert als Summe der Umsatzerlöse, Veränderungen des Bestands fertiger und unfertiger Erzeugnisse, aktivierte Eigenleistung und Materialaufwand, verringert sich gegenüber dem Vorjahr (EUR 17,90 Mio.) auf EUR 12,98 Millionen. Dies entspricht einer Senkung von 27,47%. Hauptausschlaggebend hierfür war im Vergleich zum Vorjahr die Verringerung des Umsatzes.

Die Materialquote, Materialaufwand abzüglich der Bestandsveränderung im Verhältnis zu Umsatzerlösen, hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4,08 Prozentpunkte auf 17,47% (Vorjahr 21,55%) vermindert, was durch die große Anzahl an Optiken aus preiswerteren optischen Gläsern begründet werden kann.

Der Personalaufwand im Jahr 2023 verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 168 TEUR, bzw. um 1,92%. Der Rückgang ist bedingt durch die Kurzarbeit im Halbjahr 2 im produktiven Bereich. In Prozent vom Rohertrag stieg der Personalaufwand aufgrund der gesunkenen Umsätze um 17,2 Prozentpunkte von 48,9% im Vorjahr auf 66,1% im Jahr 2023.

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeit äquivalent) betrug im Berichtszeitraum 144 Mitarbeiter (Vorjahr 149 Mitarbeiter), ein Minus von 3,7% gegenüber dem Vorjahr. Per Ende 2023 beschäftigte die LIMO GmbH 133,03 Mitarbeiter (Vollzeit äquivalent), darauf entfielen 0,0 Auszubildende und 0,0 Praktikanten. Die Anzahl der Mitarbeiter sank damit gegenüber Ende 2022 um 23 Mitarbeiter oder um 15%.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen erhöhten sich investitionsbedingt gegenüber dem Vorjahr um 19,24%. Der überwiegende Anteil der Abschreibungen bezieht sich dabei wie bisher auf Abschreibungen auf Sachanlagen und diesbezüglich überwiegend auf Technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 3,82 Mio. EUR sind um 13,38 % gegenüber dem Vorjahreswert von 4,41 Mio. EUR gesunken. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich die Dienstleistungen, Buchführungskosten und die Aufwendungen für Reparatur und Instandhaltung von Maschinen sowie Wartungskosten für Hard- und Software gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten, Abschluss- und Prüfungskosten und Mietleasing bewegliche Wirtschaftsgüter liegen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022. Der Aufwand für Gas, Strom, Wasser sowie Reisekosten der Arbeitnehmer ist insgesamt um 154 TEUR gestiegen.

Der Zinsaufwand reduzierte sich im Berichtszeitraum um 34,41% von 116 TEUR auf 76 TEUR. Bei den bestehenden Darlehen handelt es sich ausschließlich um konzerninterne Darlehen von verbundenen Unternehmen.

Das Jahresergebnis 2023 vor Steuern beträgt -505,60 TEUR (im Vorjahr 4.033 TEUR).

Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich somit auf -514,66 TEUR (im Vorjahr TEUR 2.968). Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 von -364,60 TEUR wurde demnach aufgrund der genannten Effekte verfehlt.

7. Investitionen

Die Investitionen des Jahres 2023 in Höhe von ca. 1,45 Mio. EUR erfolgten gezielt mehrheitlich in Technische Anlagen und Maschinen (1,175 Mio. EUR) und geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (94 TEUR) und dienen, mit Bezug auf die im Jahr 2022 erzielten sowie darüber hinaus auch weiterhin zu erwartenden signifikant höheren Absatzmengen, der Kapazitätsausweitung, der Reduzierung von Engpassfaktoren bzw. der Reduzierung der Durchlaufzeiten, bzw. damit auch der weiteren Steigerung der Produktivität, wie aber auch der Entwicklung neuer Fertigungstechnologien. Die verbleibenden Investitionen in Höhe von 184 TEUR beziehen sich auf die Bereiche andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Lizenzen sowie Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken.

8. Finanz- und Vermögenslage

Das Finanzmanagement ist darauf gerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zu vereinnahmen. Es besteht ein proaktives Forderungsmanagement und systematisches Mahnwesen sowie in enger Abstimmung mit der Konzernfunktion Finanzen eine vorausschauende Liquiditätsplanung.

Zahlungsverpflichtungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr stets erfüllt. Die konzerninternen Darlehensverbindlichkeiten sind zu marktüblichen Konditionen fest verzinst und unterliegen unterschiedlichen Laufzeiten und Fälligkeiten. Dabei wurde das von der Muttergesellschaft ausgegebene Darlehen bis Mai 2025 prolongiert. Die Darlehensverbindlichkeiten per Ende 2023 gegenüber verbundenen Unternehmen betragen nunmehr 0,71 Mio. EUR (Vorjahr 4,32 Mio. EUR).

Im Vergleich zum Vorjahr vermindert sich die Bilanzsumme zum Jahresende um 2,51 Mio. EUR auf 17.327 TEUR (Vorjahr 19.835 TEUR).

Die Bilanzstruktur der Aktiva zum Jahresende im Vergleich zum Vorjahr hat sich ebenfalls verändert.

Wesentliche Effekte hieraus auf die Vermögens- und Ertragslage waren eine Reduzierung des Anlagevermögens insgesamt um 213 TEUR auf 10,9 Mio. EUR, aufgrund von planmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen. Bei den technischen Anlagen und Maschinen handelt es sich allerdings um eine Erhöhung der Investitionen um 346 TEUR zum Vorjahr.

Die Vorräte erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 13,1% oder um 274 TEUR.

Sowie eine Reduzierung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 2.248 TEUR, aufgrund einer Überzahlung, der Focuslight (DG) Microoptics Co. Ltd, zum Jahresende.

Der Anteil der liquiden Mittel in Höhe von 2,27 Mio. EUR (Vorjahr 2,0 Mio. EUR) an der Bilanzsumme zum Bilanzstichtag, erhöhte sich zum Vorjahresvergleich von 10,1% auf 13,1%.

Aufgrund des negativen Jahresergebnisses nach Steuern in Höhe von -515 TEUR (Vorjahr 2,97 Mio. EUR) ergibt sich im laufenden Jahr zum 31.12.2023 ein positives Eigenkapital von 8.211 TEUR (Vorjahr 8.726 TEUR). Auch aufgrund der geringeren Bilanzsumme konnte weiterhin eine positive Eigenkapitalquote in Prozent der Bilanzsumme von 47,4% (Vorjahr 44,0%) erzielt werden.

Die Rückstellungen reduzierten sich in Summe gegenüber dem Vorjahr um 2.889 TEUR, wobei der Großteil auf die Reduzierung der sonstigen Rückstellungen um insgesamt 2.661 TEUR zurückzuführen ist. Dabei sind insbesondere die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen aus konzerninterne Shared Service Leistungen um 2.493 TEUR gesunken, während die Rückstellungen für Personalkosten um 107 TEUR und die Rückstellungen für Gewährleistungen um 59 TEUR gesunken sind.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 588 TEUR. Die Verminderung der Darlehensverbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf die Tilgung von Darlehen in Höhe von 3,62 Mio. Euro zurückzuführen. Die Verbindlichkeit im Inter-Company Bereich ist wegen der Shared Service Leistungen zum 31.12.2022 und 31.12.2023 um 2,95 Mio. Euro. gestiegen.

9. Gesamtbeurteilung der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr

Der Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2023 blieb sowohl in Bezug auf Umsatz sowie Jahresergebnis hinter den Erwartungen zurück. Grund dafür war, wie bereits beschrieben, das geringere Wirtschaftswachstum in China und der Preisverfall für hochvolumige Produkte.

Neben der Finanzierung von kapazitäts- und produktivitätsorientierten Investitionen wurde die Eigenkapitalbasis gegenüber dem Vorjahr erneut gestärkt sowie eine ausreichende finanzwirtschaftliche Liquidität bei gleichzeitiger Verringerung der Fremdfinanzierung sichergestellt.

10. Risikomanagement

Aufgrund der zunehmenden weltwirtschaftlichen und branchenspezifischen Dynamik wird die LIMO GmbH mit einer Vielzahl an Chancen und Risiken konfrontiert. Diese sich im Hinblick auf operative Geschäftstätigkeit ergebenden Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und vorausschauend zu steuern, sind die existenziellen Voraussetzungen, um einen nachhaltigen Erfolg des Unternehmens zu erreichen. Daher sind ihre kontinuierliche Identifizierung, Bewertung und Steuerung zentraler Bestandteil der Führungs-, Planungs- und Controlling-Prozesse. Das Risikomanagement stützt sich u. a. auch auf das Internal Control System, das auch zahlreiche Elemente der Risikoidentifizierung und -steuerung enthält. Darüber hinaus wird zur Risikosteuerung auf die Organisations-, Berichts- und Führungsstrukturen des Unternehmens sowie des Focuslight Konzerns zurückgegriffen. Die Identifikation von Chancen und Risiken sowie die Einleitung von Maßnahmen zur Steuerung erfolgt in regelmäßig stattfindenden Sitzungen des operativ verantwortlichen Business Unit Managements, der Konzernleitung, wie auch der Unternehmensleitung. Darüber hinaus werden Meetings mit den Führungskräften im Unternehmen abgehalten, in denen Chancen und Risiken kommuniziert und analysiert sowie Maßnahmen besprochen und eingeleitet werden.

10.1. Markt- und branchenspezifische Chancen und Risiken

Durch die bedarfsorientierte, konsequente kunden- und branchenorientierte Weiterentwicklung bewährter Produkte, die Neuentwicklung von innovativen Produkten und Applikationen sowie die konzernweite, strategische Fokussierung auf die Anwendungsbereiche Advanced Manufacturing, Health, Automotive, Research und Consumer Electronics, können weitere Marktpotenziale entstehen, deren Ausschöpfung das Unternehmen als wesentliche Frontend orientierte Betriebseinheit, eingebettet in die Konzern und Business Unit Organisation LO Laser Optics, zielgerichtet angeht. Zur Realisierung dieser Chancen wird die Marktpräsenz und Marktdurchdringung insbesondere in den Wachstumsmärkten kontinuierlich verbessert und weiter ausgebaut. LIMO, bzw. verantwortet durch die Shared Service Konzernfunktion Global Sales, betreibt ein spezifisches Monitoring der Absatzmärkte und hat dabei neben Europa insbesondere die strategisch bedeutenden Regional-Märkte China und den US-Markt im Fokus. Mit der Ablösung der LIMO eigenen Sales Funktion durch den konzernweiten Shared Service Global Sales im Jahr 2019 kommt u.a. ein konzernzentrales CRM-System (Customer Relations Management) zur Anwendung. Dem strategischen Ziel zur Erreichung und Sicherstellung eines nachhaltigen Wachstums durch Internationalisierung wird dadurch Rechnung getragen. In den globalen Märkten, insbesondere in China, werden unverändert mittel- bis langfristig hohe Wachstumsraten für Mikrooptiken erwartet, ebenso weltweit in den Produktbereichen Light Detection and Ranging ("LIDAR"), Medical und Consumer Electronics. Insbesondere hinsichtlich der mit der Russland/Ukraine Krise verbundenen Unwägbarkeiten, der aktuell hohen Inflation und den damit verbundenen volkswirtschaftlichen Rezessionstendenzen, den weiter anhaltenden Unsicherheiten in den weltweiten Lieferketten sowie den steigenden Energiekosten liegen Risiken, die sich auch auf die LIMO GmbH in Form von reduzierten Absatzsteigerungserwartungen bis hin zu stagnierenden oder im schlimmsten Fall auch rückläufigen Absatzmengen sowie damit auch auf die Ertragslage auswirken kann. Hierbei ist aber zu berücksichtigen, dass sich die LIMO GmbH in der Branche Mikrooptik für Laseranwendungen und Lasersysteme bewegt, die weiterhin als eine vergleichsweise stark ausgeprägte Wachstumsbranche gilt. Zu erwartende Risiken von Kostensteigerungen (z. B. Löhne und Gehälter, Energie, Material- und Dienstleistungsbezügen) müssen seitens der LIMO GmbH primär mittels Produktivitätsverbesserung so weit wie möglich aufgefangen werden, da die Weitergabe von Kostensteigerungen über den Absatzpreis wettbewerbsbedingt begrenzt ist.

10.2. Leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken

Das Unternehmen verfügt über wesentliche Patente und Know-How, die Alleinstellungsmerkmale am Markt sichern. Die Zugehörigkeit zur in China ansässigen Focuslight Gruppe und die damit verbundene vertikale Produkt-Integration erleichtert LIMO die Erschließung neuer Märkte in zweierlei Hinsicht: zum einen der vereinfachte, direkte Zugang zu dem größten Wachstumsmarkt China/Asien, zum anderen die sich aus der vertikalen Integration von Produkten zur Photonenerzeugung (Lichtquelle) der Focuslight und den Mikrooptiken der LIMO zur Photonensteuerung (Lichtsteuerung) ergebenden Marktchancen, kunden- und branchenorientierte Photonen-Anwendungsapplikationen als Systemlösungen anbieten zu können. Leistungswirtschaftliche Risiken liegen u. a. darin, dass es nicht gelingt, Produktivitätsverbesserungen in Größenordnungen zu erzielen, die geeignet sind, den Preisdruck am Absatzmarkt zu kompensieren. Die konsequente Überprüfung und Optimierung der betrieblichen Prozesse und Abläufe zielen auf die permanente Verbesserung der Produktivität, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Um dem weiter anhaltenden Preisdruck der Kunden entgegenzuwirken, hat LIMO gezielte fertigungstechnologische Maßnahmen der Produktivitätssteigerung eingeleitet und erfolgswirksam umgesetzt. Auch durch die Aufteilung und Fokussierung auf die Backend-Fertigung durch die Schwestergesellschaft in China und die Fokussierung der LIMO auf die Frontend-Fertigung werden weiterhin zukünftig positive Effekte erwartet. Durch die Nutzung von Synergieeffekten im Focuslight Konzern aufgrund von Bündelungswirkungen im Rahmen des konzernweiten Shared Service werden kontinuierlich Chancen zur Senkung der Beschaffungskosten und der operativen Kosten angestrebt. Der Export-Anteil in Länder außerhalb des Euro-Raumes wird überwiegend in der Währung EUR ausgeführt, ein Fremdwährungs- und damit ein Wechselkursrisiko ist damit begrenzt.

Nicht zuletzt aufgrund des im Dezember 2021 vollzogenen Börsengangs (Aufnahme und Kotierung im "Technologie Star Board" der Börse in Shanghai) der chinesischen Konzernmuttergesellschaft der LIMO GmbH, der Focuslight Technologies Inc., erhoffen sich sowohl die Konzernmuttergesellschaft als auch die LIMO GmbH eine verbunden mit dem Börsengang stärker exponierte Präsenz, sowie zusätzliche Effekte im Hinblick auf den weiteren Ausbau der internationalen Geschäftstätigkeit gerade auch mit potenziellen Großkunden und Großprojekten.

Im Januar 2022 wurde die Markenstrategie der Focuslight Gruppe neu aufgestellt. Zukünftig wird konzernweit einheitlich ausschließlich auf die Marke "Focuslight" umgestellt. Die bisherige Verwendung der Marke "LIMO" wurde eingestellt und wird nicht weiter aktiv für Marketingzwecke verwendet. Auch mit dieser Vereinheitlichung und Fokussierung der konzernweiten Markenstrategie sind positive Erwartungen hinsichtlich des weiteren Ausbaus der internationalen Marktpräsenz und der Geschäftstätigkeit verbunden.

Als Teil eines chinesischen Unternehmens hat die LIMO GmbH ein zusätzliches Risiko, dass Kunden durch das angespannte wirtschaftliche Verhältnis zwischen den USA und China die Stückzahlen eventuell reduzieren oder die Belieferung durch LIMO einstellen könnten. Speziell die sichere Kommunikation und der Austausch von technischen Daten vom Kunden, aber auch zum Kunden, wird bereits auf Wunsch von den typischen Cloud Dienstleistern entkoppelt und kann als Teil der Sicherung der gemeinsamen Interessen mit den Kunden zusammen auditiert werden. Diese Maßnahme reduziert zusätzlich auch das Risiko, dass Kunden unkontrolliert Daten für marktbeeinflussende Patente oder Veröffentlichungen ohne die Freigabe der LIMO GmbH verwenden können.

Die Corona Virus Pandemie hat für die LIMO GmbH nicht zu nennenswert negativen Einflüssen auf den Geschäftsplan 2023 geführt. Auch zurzeit liegen keine signifikanten Einschränkungen in Bezug auf die Belegschaft und Lieferketten zur Aufrechterhaltung der Produktion und Lieferfähigkeit vor. Von Seiten der Kunden gibt es aktuell ebenso keine einschränkenden oder absatzgefährdenden Mitteilungen. Es wurden und werden kontinuierlich in enger Abstimmung mit der Konzernmutter, der Belegschaftsvertretung und dem Managementteam frühzeitig vorausschauende und konservative Maßnahmen erarbeitet und kurzfristig umgesetzt, um Gefährdungsrisiken für die Belegschaft so weit wie möglich zu minimieren und insbesondere auch die Fähigkeit der Produktions- und Lieferbereitschaft präventiv und konservativ abzusichern.

In Hinsicht auf die aktuelle Russland/Ukraine-Krise verzeichnet die LIMO GmbH aktuell keine nennenswerten Einflüsse auf Kunden- oder Lieferantenseite, welche die aktuellen wirtschaftlichen Erwartungen wesentlich beeinflussen. Auch der Nahostkonflikt hat keine signifikanten Auswirkungen auf die vorhandenen Kunden oder Lieferanten in diesem Wirtschaftsraum, da sie über verschiedene Entwicklungs- und Fertigungsstandorte auch außerhalb der konfliktnahen Gebiete verfügen.

Aufgrund der extrem hohen Volatilität und den damit verbundenen Unwägbarkeiten für den weiteren Verlauf der Russlands/Ukraine-Krise und allen daraus resultierenden kurz- bis mittelfristigen Risiken, inklusive der weltwirtschaftlichen Eintrübung und weltweiten Rezessionstendenzen, können wirtschaftlich bedeutendere Einflüsse allerdings auch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Der durch die Russland/Ukraine-Krise indirekt ebenfalls ausgelöste starke Anstieg der Inflation wird sich auch auf die Kostenstruktur der LIMO GmbH auswirken. Auch hier unternimmt die LIMO GmbH, in enger Abstimmung mit der Leitung der Business Unit LO und der Konzernleitung Maßnahmen, um zum Beispiel durch gezielte Kosteneinsparungen und weiteren Produktivitätsverbesserungen den Inflationseinflüssen so weit wie möglich zu entgegnen.

11. Prognosebericht

Laut aktueller Einschätzung des IWF Internationalen Währungsfonds (Oktober 2023) "hat sich die Weltkonjunktur auf breiter Front weiter verlangsamt aber stabilisiert, und die Inflation zeigt erste Tendenzen der Normalisierung. Aufgrund der Lebenshaltungskostenkrise, der Verschärfung der finanziellen Bedingungen in den meisten Regionen und des Russland/Ukraine Kriegs sieht der IWF die Aussichten als nach wie vor belastet. Das globale Wachstum wird sich voraussichtlich nach letzten Berechnungen des IWF von 3,3 Prozent im Jahr 2023 auf 2,9 Prozent im Jahr 2024 nur noch leicht abschwächen. Die Laser Branche konnte in 2023 mit den handgeführten Faserlaser ein neues Marksegment von den konventionellen Schweißtechnologien in China übernehmen, wodurch die Stückzahlen sich in 2023 auf einem niedrigen Preisniveau stabilisieren werden. Durch die strikten Sicherheitsvorschriften im Umgang mit Laserquellen, werden die handgeführten Faserlaser in Europa und den USA verzögert in den Markt gelangen. Jedoch unterstützen die Anwendungsvorteile und der wartungsfreie Betrieb der Laserquellen einen Trend weg von den traditionellen Schweißverfahren hin zu den Laserverfahren, wodurch der globale Bedarf an Faserlasern und deren Komponenten auch in 2024 steigen wird.

Bedingt durch die volkswirtschaftliche Rezession sowie dem geringer ausgefallenen Wachstums Chinas, erwartet die LIMO GmbH für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz auf einem Niveau zwischen 16 Mio. und 17 Mio. Euro sowie einen geringen Jahresüberschuss in Höhe von 132 TEUR und demnach kein Jahresfehlbetrag wie im aktuellen Geschäftsjahr.

Für das Geschäftsjahr 2025 wird sich die volkswirtschaftliche Rezession voraussichtlich fortsetzen. Die Umsatzerwartung wird voraussichtlich etwa nur um 6% höher als die Erwartung des Geschäftsjahres 2024 ausfallen.

Als Instrumente der Gegensteuerung wird die LIMO GmbH Kostensenkungsprogramme, die bereits umgesetzt wurden, durchführen. Bedingt und unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Forecasts (Vertrieb) wird das voraussichtliche Jahresergebnis der LIMO GmbH leicht positiv valutieren.

 

Dortmund, 31. Oktober 2024

LIMO GmbH

gez. Frau Yiping Ye, Geschäftsführerin

gez. Herr Dirk Bogs, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 10.930.135,27 11.143.267,28
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 169.156,38 68.849,87
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 129.561,51
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 39.594,87 68.849,87
II. Sachanlagen 10.760.978,89 11.074.417,41
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.036.275,02 4.211.427,57
2. technische Anlagen und Maschinen 6.129.664,35 5.783.261,54
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 118.658,45 145.455,11
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 476.381,07 934.273,19
B. Umlaufvermögen 6.332.696,62 8.663.712,96
I. Vorräte 2.369.655,44 2.095.389,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.690.444,49 4.527.169,92
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 250.774,22 2.498.392,80
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.439.670,27 2.028.777,12
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.272.596,69 2.041.153,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten 64.534,27 27.950,39
Aktiva 17.327.366,16 19.834.930,63

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.210.893,54 8.725.554,25
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 165.722,93 165.722,93
III. Gewinnvortrag 8.459.831,32 5.491.369,92
IV. Jahresfehlbetrag 514.660,71 -2.968.461,40
B. Rückstellungen 1.505.015,63 4.394.224,43
C. Verbindlichkeiten 7.303.920,49 6.424.391,45
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.164.199,08 5.576.343,74
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.139.721,41 848.047,71
D. Passive latente Steuern 307.536,50 290.760,50
Passiva 17.327.366,16 19.834.930,63

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.361.661,91 18.485.090,92
2. Personalaufwand 8.579.797,51 8.747.712,11
a) Löhne und Gehälter 6.928.865,88 7.357.137,88
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.650.931,63 1.390.574,23
davon für Altersversorgung 9.350,37 11.568,60
3. Abschreibungen 1.404.417,40 1.177.768,38
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.404.417,40 1.177.768,38
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.822.025,39 4.410.836,92
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 92.988,75 139.633,52
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.156,79 39,97
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 76.180,32 116.139,75
davon an verbundene Unternehmen 76.050,65 109.245,12
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.058,79 1.039.687,66
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 16.776,00 16.776,00
8. Ergebnis nach Steuern -514.660,71 2.992.986,07
9. sonstige Steuern 24.524,67
10. Jahresfehlbetrag 514.660,71 -2.968.461,40

Anhang

A. Grundlagen

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der LIMO GmbH, Dortmund (Amtsgericht Dortmund, HRB 19834), die Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewendet worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Abschreibungsmethoden berücksichtigen alle erkennbaren Risiken; sie sind im Einzelnen bei der Erläuterung der Bilanzpositionen dargestellt. Von der Bekanntgabe des Gesamthonorars für die Abschlussprüfung wird gem. § 288 Abs. 2 HGB abgesehen. Einer Offenlegung gem. § 288 Abs. 2 HGB wird gegen schriftliche Aufforderung nachgekommen. Von den übrigen Aufstellungserleichterungen nach § 288 Abs. 2 wird teilweise Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt, da für die LIMO GmbH eine positive Fortführungsprognose angenommen wird.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

I. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie der Wertberichtigung aller Positionen des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden, soweit entgeltlich erworben, zu den Anschaffungskosten aktiviert und in längstens 20 Jahren linear abgeschrieben.

Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, einschließlich der Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige (pro rata temporis) lineare Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten der ausführenden Abteilungen.

Geleistete Anzahlungen werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten (d. h. dem Nennbetrag) bewertet. Wenn die in den Anzahlungen enthaltene Vorsteuer abzugsfähig ist, entspricht der beizulegende Wert dem Nettobetrag der Anzahlung.

Anlagevermögen Abschreibungsdauer
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3-20 Jahre
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33 Jahre
2. Technische Anlagen und Maschinen 5-15 Jahre
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10 Jahre

2. Vorräte

Die Bestandsermittlung erfolgte durch körperliche Aufnahme zum Abschlussstichtag.

In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren zu den Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten unter Berücksichtigung des FIFO-Prinzips angesetzt. Erzeugnisse sind zu den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten Materialeinzelkosten, Fertigungslöhne und angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, zusammen. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagedauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen und dem allgemeinen Ausfallrisiko bei den Debitoren durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Fremdwährungsumrechnung der zum Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgte zum Devisenkassamittelkurs per 31. Dezember 2023.

Sämtliche Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 251 (Vorjahr TEUR 2.498) und entfallen wie im Vorjahr ausschließlich auf Lieferungen und Leistungen.

4. Liquide Mittel

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgte zum Nennwert; die Bewertung der Fremdwährungsguthaben erfolgte mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Abgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

6. Eigenkapital

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Das Stammkapital ist gegenüber dem Vorjahr unverändert

Die Kapitalrücklage ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 beträgt EUR 514.660,71.

7. Sonstige Rückstellungen

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe und/oder Fälligkeit unsicher sind. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Die Rückstellungen sind mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert.

Steuerrückstellungen wurden für veranlagte Steuern, wie Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer gebildet. Die Passivierung erfolgt in der Höhe, in der eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich, Rückstellungen für die Gewährleistung, sowie Rückstellungen für die Shared Service Kosten für das 4. Quartal 2023, in Höhe von TEUR 276. Des Weiteren wurden Rückstellungen für Jahresabschlussprüfkosten/ Steuerberaterkosten in Höhe von TEUR 95 gebildet. Für ausstehende Rechnungen wurden im Berichtsjahr TEUR 76 zurückgestellt.

8. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Insgesamt belaufen sich die Verbindlichkeiten auf TEUR 7.304 (Vorjahr: TEUR 6.424), davon entfallen TEUR 268 auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 545). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. TEUR 6.164 (Vorjahr: TEUR 5.576) entfallen TEUR 5.447 auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 1.244) und TEUR 718 auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Darlehen (Vorjahr: TEUR 4.332).

Die sonstigen Verbindlichkeiten i. H. v. TEUR 871 (Vorjahr: TEUR 304) beinhalten kreditorische Debitoren von verbundenen Unternehmen i. H. v. TEUR 788.

Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 6.586 (Vorjahr: TEUR 2.285) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der restliche Betrag der Verbindlichkeiten beinhaltet Verbindlichkeiten aus Darlehen und hat in Höhe von TEUR 639 (Vorjahr: TEUR 4.139) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

9. Passive Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Sachanlagen ermittelt. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 32,80 %. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine passive latente Steuer von TEUR 308 (Vorjahr: TEUR 291). Im Laufe des Geschäftsjahrs erfolgte eine Erhöhung um TEUR 17.

10. Währungsumrechnung

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in fremder Währung werden mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Entstehende Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge für die Auflösung von Rückstellungen i. H. v. TEUR 241 (Vorjahr: TEUR 146). Andere periodenfremde Erträge sind wie in den Vorjahren nicht angefallen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung i. H. v. TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 48) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen i. H. v. TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 11) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i. H. v. TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 54).

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen i.H. v. TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 116), beinhalten TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 109) Zinsen an verbundenen Unternehmen. Es gab im Berichtsjahr Zinserträge in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 0), davon keine Zinserträge von verbundenen Unternehmen.

C. Sonstige Angaben

1. Beschäftigte

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 150 (Vorjahr: 154) Mitarbeiter beschäftigt.

Diese sind in den nachfolgenden Gruppen einzuteilen:

58 (Vorjahr: 66) Angestellte

92 (Vorjahr: 88) Gewerbliche Mitarbeiter

2. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023/ 2024:

Frau Yiping Ye, Master of Antwerp University, CFO von Focuslight, Xi'an/China (ab Juni 2022)

Frau Weidong Xu, Dipl.-Ing., Geschäftsführerin, Castrop-Rauxel (bis März 2024)

Herr Dirk Bogs, Geschäftsführer, Menden (ab März 2024)

Die Geschäftsführerin Frau Yiping Ye hat im Jahre 2023 keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Frau Weidong Xu erhielt im Berichtsjahr 2023 als einzige Geschäftsführerin, Bezüge von der Gesellschaft. Herr Dirk Bogs erhält Geschäftsführerbezüge ab März 2024.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Haftungsverhältnisse

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 bestehen keine Haftungsverhältnisse.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)

Die Gesellschaft hat Miet- und Leasingverträge abgeschlossen, die zu einer Belastung von insgesamt TEUR 684 (Vorjahr: TEUR 517) in zukünftigen Geschäftsjahren (> 5 Jahre) führen werden. Davon sind TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 177) innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind, wie im Vorjahr, nicht enthalten.

5. Konsolidierungskreis

Focuslight Technologies Inc., Xi ́an, China stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis und kleinsten Kreis, von Unternehmen auf.

Der Konzernabschluss wurde bei der Shanghai stock exchange offengelegt.

http://www.sse.com.cn/assortment/stock/list/info/company/index.shtml?COMPANY_CODE=688167&tabActive=1

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 von EUR 514.660,71 auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ergaben sich nicht.

Anlagen zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand am 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.346.598,87 127.158,01 0,00 176.850,97 1.296.905,91
1.346.598,87 127.158,01 0,00 176.850,97 1.296.905,91
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken 4.380.804,09 26.717,80 0,00 4.260,53 4.853.261,36
Technische Anlagen und Maschinen 18.187.775,11 1.175.322,14 294.809,38 136.136,04 19.521.770,59
Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung 1.179.384,71 29.992,71 0,00 47.528,72 1.161.848,70
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 934.273,19 93.825,22 -294.809,38 256.907,96 476.381,07
25.132.237,10 1.325.857,87 0,00 444.833,25 26.013.261,72
26.478.835,97 1.453.015,88 0,00 621.684,22 27.310.167,63
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand am 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.277.749,00 26.790,00 0,00 176.789,47 1.127.749,53
1.277.749,00 26.790,00 0,00 176.789,47 1.127.749,53
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken 619.376,52 198.856,82 0,00 1.247,00 816.986,34
Technische Anlagen und Maschinen 12.404.513,57 1.123.720,71 0,00 136.128,04 13.392.106,24
Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung 1.033.929,60 55.049,87 0,00 45.789,22 1.043.190,25
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
14.057.819,69 1.377.627,40 0,00 183.164,26 15.252.282,83
15.335.568,69 1.404.417,40 0,00 359.953,73 16.380.032,36
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
Stand am 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 169.156,38 68.849,87
169.156,38 68.849,87
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken 4.036.275,02 4.211.427,57
Technische Anlagen und Maschinen 6.129.664,35 5.783.261,54
Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung 118.658,45 145.455,11
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 476.381,07 934.273,19
10.760.978,89 11.074.417,41
10.930.135,27 11.143.267,28

sonstige Berichtsbestandteile

 

Dortmund, 31.10. 2024

LIMO GmbH

gez. Dirk Bogs, Geschäftsführer: LIMO GmbH

gez. Yiping Ye, Geschäftsführerin: LIMO GmbH

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die LIMO GmbH, Dortmund

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LIMO GmbH, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LIMO GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 31. Oktober 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Böhm, Wirtschaftsprüferin

ppa. David Schubert, Wirtschaftsprüfer

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