Goethe Biotechnology GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
AREA Commercial Finance Group S.A. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Langer & Partner Gesellschaft für Investitionsgüterleasing mbHKelkheim/TsJahresabschluss zum 31. Dezember 2010Lagebericht1. Geschäft und Rahmenbedingungen Die LANGER & PARTNER Gesellschaft für Investitionsgüterleasing mbH (im Folgenden kurz "LANGER & PARTNER" oder "Gesellschaft") bietet Finanzierung von mobilen Wirtschaftsgüter aus den Bereichen Informations- und Telekommunikationstechnologie, Medizintechnik, Pflegeheim- und Krankenhausausstattung sowie Werkzeug- und Druckmaschinen an. Seit dem Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2009 am 25. Dezember 2008 steht die Gesellschaft unter dem Anwendungsbereich des Kreditwesengesetzes (KWG) und unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bzw. Bundesbank. Die BaFin hat der LANGER & PARTNER die BAK-Nr. 122020 zugewiesen. 1.1 Geschäftsverlauf in 2010 1.1.1 Gesellschaftsrechtlicher Rahmen, Konzernzugehörigkeiten Die LANGER & PARTNER ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der VANTARGIS Leasing GmbH, deren Muttergesellschaft die OCF Beratungsgesellschaft mbH, die wiederum die Tochtergesellschaft der VANTARGIS AG, München, ist. An der VANTARGIS AG halten die GCI Industrie AG, München, direkt und über die GCI BridgeCapital AG, München indirekt insgesamt 37,55% der Stimmrechte, die Wallberg Beteiligungs GmbH, Oberhaching hält 37,55 %, und die Leighton S.A., Luxembourg, 24,90%. 1.1.2 Wichtige gesellschaftsrechtliche Vorgänge Es hat keine gesellschaftsrechtlichen Veränderungen im Wirtschaftsjahr 2010 bei LANGER & PARTNER gegeben. 1.1.3 Sonstige wichtige Vorgänge Mit der Fidor Bank AG wurden am 03. August 2010 ein Rahmenvertrag über den Ankauf von Leasing- und Mietkaufforderungen und ein Forfaitierungsrahmenvertrag für Leasing- und Mietkaufverträge über ein Maximalankaufbetrag in Höhe von € 100 Mio. geschlossen, das von LANGER & PARTNER, Vantargis Leasing GmbH sowie Vantargis Factoring GmbH genutzt werden kann. Im Dezember 2010 hat LANGER & PARTNER einen kapitalmarktorientierten Rahmenforfaitierungsvertrag mit Taunus Funding B.V., Amsterdam, Niederlande abgeschlossen. Der Rahmenforfaitierungsvertrag sieht den revolvierenden und regresslosen Verkauf von Leasing- Mietkauf und Factoringforderungen bis zu einem Volumen von zunächst € 75 Mio. vor. Der Rahmenforfaitierungsvertrag kann von der LANGER & PARTNER, der Vantargis Leasing GmbH sowie der Vantargis Factoring GmbH genutzt werden. 1.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1.2.1 Gesamtwirtschaft Die Krise in der Finanzwirtschaft wirkt sich seit dem Jahr 2008 auf die Weltwirtschaft und die deutsche Konjunktur aus. Im Jahr 2009 stürzte die deutsche Wirtschaftsleistung mit einem Rückgang in Höhe von 4,7% auf das niedrigste Niveau seit dem zweiten Weltkrieg. Im Jahr 2010 erlebte Europa eine Liquiditätskrise. Am 23. April 2010 bat Griechenland die Europäische Währungsunion und den Internationalen Währungsfonds (IWF) um Hilfe. Nachdem bekannt wurde, dass auch weitere Euro-Staaten Hilfe benötigen, wurde von der Europäischen Union im Mai des Jahres ein 750-Milliarden-Euro-Rettungsschirm gespannt. Zu diesem Zeitpunkt hat die Euro-Währung bereits 20 % innerhalb eines halben Jahres an Wert verloren. Die Europäische Zentralbank (EZB) kaufte Anleihen notleidender Staaten auf, um die extreme Unsicherheit auf den Finanzmärkten zu vertreiben. Um den Euro sicherer zu machen, beschlossen die EU-Staaten eine besser abgestimmte Wirtschaftspolitik, schnellere und härtere Strafen für Schuldenmacher und ein ständiges Sicherheitsnetz für notleidende Staaten. Durch massive Unterstützungen von Notenbanken und Regierungen konnten das Finanzsystem stabilisiert werden, so dass sich die Liquiditätssituation auf den Finanzmärkten verbesserte. Im Jahr 2010 stand die Weltwirtschaft dann im Zeichen der konjunkturellen Erholung; der Welthandel stieg um 11,4 % und das Bruttoinlandsprodukt wuchs um 3,5 %. Insbesondere führte eine starke Exportnachfrage hauptsächlich in der Automobilindustrie zu dem Wachstum. Für das laufende Jahr 2011 wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,5 % erwartet. 1.2.2 Branchenentwicklung Mit einem Anteil von 20,8 % an den gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungsinvestitionen ist Leasing die wesentliche Investitionsalternative zu der Bankenfinanzierung in Deutschland. Die Leasingbranche verzeichnete im Jahr 2010 ein Wachstum im Leasing-Neugeschäft mit Mobilien. Für Deutschland meldete der Bundesverband deutscher Leasinggesellschaften für das Gesamtjahr 2010 einen Volumenzuwachs um 2,5 % auf 41 Mrd. € und dennoch -trotz Wachstum- erst auf dem Niveau von dem Jahr 2004. Eine Darstellung der Entwicklung der LANGER & PARTNER im Branchenvergleich ist nicht aussagekräftig, da die Gesellschaft eng mit der Kirchlichen Finanzdienst GmbH, ein Tochterunternehmen der Evangelischen Kreditgenossenschaft eG zusammenarbeitet und die Kunden sich daher ausschließlich aus dem kirchlichen Umfeld erschließen. 1.3 Vertrieb und Kundenstruktur Die Gewinnung und die Betreuung von Leasingkunden erfolgt durch die Mitarbeiter der Kirchlichen Finanzdienst GmbH. Die Kunden sind gemeinnützige Sozialeinrichtungen, insbesondere kirchlicher und diakonischer sowie caritativer Träger. Der Kooperationspartner Kirchlichen Finanzdienst GmbH wiederum arbeitet eng mit Ricoh Deutschland GmbH zusammen, die im Jahr 2009 die Infotec Deutschland GmbH übernommen haben. Ricoh Deutschland GmbH ist ein wesentlicher Lieferant von Kopierern bei kirchlichen Institutionen. 1.4 Personal Die LANGER & PARTNER hat keine eigenen Beschäftigten. Die Mitarbeiter der Vantargis Leasing GmbH und der OCF bearbeiten sowohl die Finanzierungsverträge als auch die übrigen anfallenden Aufgaben der LANGER & PARTNER in Form der Personalgestellung. 2. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 2.1 Ertragslage 2.1.1 Umsatz Die Umsatzerlöse der LANGER & PARTNER GmbH im Geschäftsjahr 2010 bestehen aus fälligen und gezahlten Leasingraten in Höhe von T€ 2.543 (im Vorjahr: T€ 2.289). 2.1.2 Ergebnis Die Aufwendungen aus dem Leasinggeschäft von T€ 313 (im Vorjahr T€ 139) bestehen aus Anlagenabgängen zu Buchwerten von Leasingvermögen. Die Abschreibungen auf Gegenstände des Vermietvermögens sind um T€ 289 im Vergleich zum Vorjahr auf T€ 1.932 gesunken (im Vorjahr: T€ 2.221) und machen 76 % der Umsatzerlöse (im Vorjahr: 97 %) aus. Im Geschäftsjahr 2010 wurde ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von T€ 199 (im Vorjahr T€ - 255) erwirtschaftet. Das positive Ergebnis der LANGER & PARTNER in Höhe von T€ 199 wird durch den seit dem Jahr 1999 bestehenden Ergebnisabführungsvertrag an die Vantargis Leasing GmbH abgeführt. 2.2 Neugeschäft In dem Geschäftsjahr 2010 hat die LANGER & PARTNER ein Neugeschäftsvolumen generiert, das gemessen an den Anschaffungskosten der Leasinggegenstände T€ 572 (Vorjahr T€ 3.016) entspricht. Wobei das Neugeschäftsvolumen durch die Gewinnung von Neukunden und Neuinvestitionen der Bestandskunden erzielt werden konnte. Der Bestand an Leasing- und Mietkaufverträgen zum 31. Dezember 2010 erreichte 554 Stück. 2.3 Vermögens- und Finanzlage 2.3.1 Vermögenslage Das Eigenkapital der LANGER & PARTNER betrug zum 31. Dezember 2010 unverändert gegenüber dem Vorjahr T€ 102. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist gekennzeichnet durch einen hohen Anteil des Vermietvermögens in Höhe von 90 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 85 %). Der Substanzwert der LANGER & PARTNER GmbH weist zum 31. Dezember 2010 einen Wert in Höhe von T€ 731 (Vorjahr T€ 815) aus. Die Ermittlung erfolgt in Anlehnung an ein vom Bundesverband Deutscher Leasingunternehmen e.V., Berlin (BDL), vorgeschlagenes Berechnungsschema für Mobilienleasing-Gesellschaften. 2.3.2 Finanzlage und Finanzierungsbasis Die Geschäftsführung überwacht und steuert täglich die Liquidität der LANGER & PARTNER; die Bewahrung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft hat eine hohe Priorität im Geschäftsbetrieb. Zum 31. Dezember 2010 betrug die vorhandende Liquidität T€ 309 (Vorjahr: T€ 877). Zusätzlich sind im Rahmen der ABCP-Refinanzierung von Leasingforderungen T€ 9 (Vorjahr: T€ 51) als Einbehalte auf vertraglich vereinbarten Konten der LBBW verzinslich hinterlegt; der Ausweis der Einbehalte in der Bilanz erfolgt unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Die Leasingforderungen der LANGER & PARTNER GmbH werden im Wesentlichen an die Evangelische Kreditgenossenschaft eG, Kassel, in Form der offenen Abtretung veräußert. Im geringen Umfang werden Leasingverträge im Rahmen eines Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP)-Programms refinanziert. Unmittelbarer Finanzierungspartner ist hier die Weinberg Funding Limited, eine von der Landesbank Baden-Württemberg betreute Zweckgesellschaft. Für das Geschäftsjahr 2010 erfolgt neben der Nutzung der bestehenden Linien eine Erweiterung sowie Diversifizierung über zusätzliche Refinanzierungspartner. Hierzu wurden mit der Fidor Bank AG am 03. August 2010 ein Rahmenvertrag über den Ankauf von Leasing- und Mietkaufforderungen und ein Forfaitierungsrahmenvertrag für Leasing- und Mietkaufverträge abgeschlossen. Ohne verbindliche Ankaufsverpflichtung von Seiten der Fidor Bank AG wurde ein Maximalankaufbetrag in Höhe von € 100 Mio. vereinbart. Die erste Inanspruchnahme erfolgte am 03. August 2010. Zum 31. Dezember 2010 waren € 0,4 Mio. in Anspruch genommen. Die LANGER & PARTNER übernimmt weiterhin die Betreuung der verkauften Forderungen. Für Forderungen übernimmt der Verkäufer im Rahmenvertrag über den Ankauf von Leasing- und Mietkaufforderungen eine Garantie für Zahlungsausfälle in Höhe von maximal 1,5% der ausstehenden Forderungen. Der Auszahlungsbetrag des Kaufpreises für Handelsforderungen berechnete sich aus dem jeweiligen Nominalbetrag der Forderungen abzüglich einer Bonitätsreserve. Die Bank ist berechtigt diesen Abschlag zur Deckung von Verlusten zu verwenden. Ein Zinsänderungsrisiko besteht bei dieser Refinanzierung nicht. Auch für das Geschäftsjahr 2011 erfolgt eine zusätzliche Erweiterung sowie Diversifizierung der Refinanzierungslinien indem Taunus Funding B.V., Amsterdam, als Refinanzierungspartner gewonnen werden konnte. Am 17. Dezember 2010 wurde ein Forderungskaufvertrag abgeschlossen, wonach bei Taunus Funding B.V. Kreditlinien bis zu maximal T€ 60.000 für die Refinanzierung von Leasingverträgen durch LANGER & PARTNER sowie der Muttergesellschaft Vantargis Leasing zur Verfügung stehen. Taunus Funding B.V. versichert die Leasing- und Mietkaufforderungen, schließt Swaps zur Zinsabsicherung ab und refinanziert sich durch kapitalmarktfähige Senior Loan Agreements. LANGER & PARTNER betreibt das Servicing der verkauften Forderungen und haftet lediglich mit marktüblichen Selbstbehalten. Die erste Inanspruchnahme durch die gesellschaftsrechtlich verbundenen Forderungsverkäufer Vantargis Leasing und Vantargis Factoring erfolgte im 1. Quartal 2011 3. Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1 Chancen Für unser Geschäft und unseren Zielmarkt den deutschen Mittelstand sehen wir in dem aktuellen Marktumfeld die Chance, Leasing- und über verbundene Unternehmen Factoringfinanzierung als alternative Finanzierungquelle dem Mittelstand noch stärker heranzutragen, weil sich für die Unternehmer die Liquiditätsbeschaffung bei Banken erschwert oder weil Unternehmen die bestehende Liquidität und die bestehenden Refinanzierungslinien bei Banken aufrechterhalten wollen. Nach Gesprächen mit dem Kooperationspartner Kirchlichen Finanzdienst GmbH und mit Ricoh Deutschland GmbH Ende 2010 wird nach einem schwachen Geschäftsjahr 2010 in 2011 mit einem steigenden Neugeschäft im Objektsegment "Bürokommunikation" gerechnet, da die anfänglichen Reibungsverluste durch die Übernahme des ehemaligen Lieferanten Infotec Deutschland GmbH durch Ricoh Deutschland GmbH in diesem Bereich behoben sind. Darüber hinaus sieht LANGER & PARTNER auch für die weitere Zukunft gute Wachstumsmöglichkeiten und Ertragschancen; dies ist begründet in • dem starken Gesellschafterrückhalt, der sich nicht nur in der Kapitalausstattung, sondern auch in einem verlässlichen Netzwerk dokumentiert, • der Intensivierung der Vertriebsaktivitäten, von bestehenden Kooperationen und Gewinnung neuer Geschäftspartner. 4.2 Risiken und Risikomanagement 4.2.1 Grundlage Die Risikoüberwachung und Risikosteuerung der LANGER & PARTNER sind in das Risikomanagement der Vantargis Leasing GmbH und Vantargis AG integriert. Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken strukturiert zu erfassen, zu bewerten, zu dokumentieren und offenzulegen. Es soll Mitarbeiter und Geschäftsleitung in die Lage versetzen, mit Risiken verantwortungsvoll umzugehen sowie Chancen gezielt zu nutzen. Die Methoden des Risikomanagements werden fortlaufend weiterentwickelt. Wichtige Bestandteile sind schriftlich dokumentiert. Die Aufbauorganisation folgt dem Grundsatz der Funktionstrennung nach Markt sowie Marktfolge wodurch klare Verantwortungsbereiche geschaffen werden. Zwischen Geschäftsführung und Risikomanagement gibt es einen regelmäßigen Informationsaustausch. Die Aufgaben einer übergeordneten prozessunabhängigen Kontrollstelle (Interne Revision) werden derzeit von der Geschäftsführung wahrgenommen. Zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche sind angemessene geschäfts- und kundenbezogene Sicherungssysteme und Kontrollen zur Verhinderung der Geldwäsche, der Terrorismusfinanzierung sowie des Betruges geschaffen. Zur Schaffung und Erhaltung der internen Sicherungsmaßnahmen wurde ein Geldwäschebeauftragter bestellt. 4.2.2 Risikostrategie Vor dem Hintergrund der heftigen gesamtwirtschaftlichen Rezession in Europa hat sich die Gesellschaft im Jahr 2010 sehr restriktiv auf das Geschäft mit niedrigen Risiken konzentriert. Auch das Geschäftsjahr 2011 steht im Zeichen von Risikobegrenzung und Ausweitung im Neugeschäft. Zudem schließt die Gesellschaft im Wesentlichen nur solche Verträge ab, die von der Kirchlichen Finanzdienst GmbH vermittelt und die von der Evangelischen Kreditgenossenschaft eG in Form der Forfaitierung refinanziert werden. Das Bonitätsrisiko trägt die Kreditgenossenschaft. 4.2.3 Risiken Das Geschäft der LANGER & PARTNER GmbH unterliegt folgenden Risikokategorien: - Adressenausfallrisiko - Marktpreisrisiko - Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiko - Operationelle Risiko Das Adressenausfallrisiko bzw. Bonitätsrisiko ist das Verlustrisiko infolge der Zahlungsunfähigkeit eines Leasingnehmers oder der Debitoren unserer Factoringkunden. Das Adressenausfallrisiko wird innerhalb der Vantargis Gruppe durch ein zentrales Risikomanagement im Rahmen eines internen Kreditprüfungsprozess adressiert, der sowohl eine umfangreiche Bonitätsprüfung in mehreren Detaillierungsgraden einschließt abhängig von den einzugehenden Finanzierungsvolumina pro Adresse als auch eine Einschätzung der Werthaltigkeit der zugrunde liegenden Sicherheiten. Bei der Refinanzierung von Leasingverträgen durch Forfaitierung an die Evangelische Kreditgenossenschaft eG wird das Adressausfallrisiko vollständig auf den Forderungskäufer übertragen. Im Rahmen der Refinanzierung über das ABCP Programm werden Risiken aus dem Leasinggeschäft durch eine Kreditversicherung abgedeckt, wobei ein sogenanntes First Loss Piece als Selbstbeteiligung durch die LANGER & PARTNER zu tragen ist. Dieses First Loss Piece ist bereits als Barreserve bei dem Refinanzierer hinterlegt, wodurch bei Inanspruchnahme kein existenzgefährdender Liquiditätsverlust entsteht. Als Marktpreisrisiko wird das Risiko von negativen ökonomischen Marktwertveränderungen bezeichnet, die durch Veränderungen von Marktparametern entstehen und damit Auswirkungen auf die Ertragslage haben. Bei LANGER & PARTNER resultieren diese im Wesentlichen aus den Zinsänderungsrisiken des Leasingportfolios, das im Rahmen des ABCP Programms refinanziert wird. Das Risiko des Zinsänderungsrisikos zwischen dem 1-Monats Euribor und der längeren Laufzeit der Leasingverträge von bis zu 60 Monaten wird mit Zinsswaps abgesichert. Hier besteht die externe Auflage seitens des ABCP Programms, dass mindesten 90% des ausstehenden Barwert des Leasingportfolios abzusichern sind. Das Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiko ist das Risiko, das die Gesellschaft nicht mehr in der Lage wäre, Ihre Zahlungsverpflichtungen termingerecht zu erfüllen oder am Markt zu angemessenen Konditionen Refinanzierungsmittel aufzunehmen. Per 31. Dezember 2010 und aktuell besitzt die Gesellschaft ausreichend Liquidität auch im Fall des kompletten Ausfalls von Neugeschäft ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der Forfaitierungsvertrag mit der Evangelischen Kreditgenossenschaft eG läuft auf unbestimmte Frist und ist aktuell auch ungekündigt. Zudem hat die LANGER & PARTNER freie Refinanzierungslinien. Das Operationelle Risiko wird verstanden als die Gefahr von Verlusten, die infolge einer Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Die wesentlichen internen Verfahren sind durch die Standardsoftware "Leasysoft" automatisiert. Diese Software wird durch "Updates" laufend auf den aktuellen Stand gebracht. Die Integration von Finanzbuchhaltung, Vertragsverwaltung sowie Refinanzierung in der Software gewährleistet einen homogenen und einheitlichen Datenhaushalt. Die Erfassungen von vertragsrelevanten Unterlagen unterlaufen dem 4-Augen-Prinzip und zusätzlicher Abstimmung durch die Finanzbuchhaltung. Die Gefahr von manuellen Fehlern im Datenhaushalt durch das Führen von Excel-basierten Nebenbüchern ist somit minimiert bzw. sogar ausgeschlossen. Die Prozesse und Systeme wurden von mehreren Banken geprüft und für angemessen eingestuft. 4.2.4 Risikotragfähigkeit Unter Risikotragfähigkeit verstehen wir die Fähigkeit der Gesellschaft, dass eingegangene Risiken über die Risikodeckungspotentiale laufend abgedeckt sind. Als wesentliche Risiken gelten die Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken und operationelle Risiken. Die Risikotragfähigkeit der LANGER & PARTNER wird maßgeblich von seiner Fähigkeit bestimmt, Vermögens-oder Ergebniseinbußen aufgrund von Eintreten von Adressenausfällen ohne Bestandsgefährdung und ohne schwerwiegende Entwicklungsbeeinträchtigung auf unser Geschäft auszugleichen. Die hierzu notwendige Risikodeckungsmasse setzt sich im Wesentlichen aus dem bilanziellen Eigenkapital in Höhe von T€ 102 bzw. Substanzwert in Höhe von T€ 731 zum 31. Dezember 2010 zusammen. Die bilanzielle Risikovorsorge in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bzw. Rückstellungen wird im Rahmen der laufenden Buchführung in Zusammenarbeit mit der Vertragsverwaltung und Mahnwesen nach Abstimmung mit dem verantwortlichen Geschäftsführer gebildet. Die Risikotragfähigkeitsrechnung erfolgt GuV-orientiert. Schwankungen der Marktpreise an den Zins-Finanzmärkten können sich signifikant auf die Liquidität und den Gewinn auswirken. Im Rahmen unserer laufenden Überwachung von Zinspositionen steuern wir dieses Risiko aktiv. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt ausschließlich zur Steuerung offener Risikopositionen und nicht zu spekulativen Zwecken. Das Management der Liquidität umfasst die tägliche Überwachung der Zahlungseingänge und -ausgänge. Das operationelle Risiko in Form von Verlusten im Zusammenhang mit vertraglichen Vereinbarungen, Mitarbeitern, EDV-Technologie, Einbruch von Kundenbeziehungen und Kooperationen, Projekten und externen Einflüssen wird über regelmäßige Kommunikation und Befragungen der Mitarbeiter gesteuert. 5. Prognose Für das Jahr 2011 wird in Deutschland mit einem moderaten Wirtschaftswachstum von 2,5 % gerechnet. Dennoch bleibt das Finanzsystem angespannt und der Zugang zu neuen Finanzmitteln dem Mittelstand erschwert. Vor dem Hintergrund der zu beobachtenden wachsenden Nachfrage und der Möglichkeit Leasing als Finanzierungsquelle noch deutlicher zu präsentieren, besteht Optimismus, auch im Jahr 2011 ein positives Ergebnis zu erreichen. Die Planung 2011 sieht daher eine Erhöhung des Neugeschäftsumsatzes sowie die Erzielung eines positiven operativen Ergebnisses für das Jahr 2011 und auch für das Jahr 2012 vor.
Kelkheim (Taunus), den 05. April 2011 gez. Dr. Marcus Münch gez. Patrick Weber BilanzAktivseite
1. Eventualverbindlichkeiten
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
AnhangA. Allgemeine Angaben und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeine Angaben LANGER & PARTNER Gesellschaft für Investitionsgüterleasing mbH, Kelkheim (kurz: "Gesellschaft" oder "LANGER & PARTNER"), ist ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG. Die BaFin hat LANGER & PARTNER mit Schreiben vom 04. Februar 2009 die BAK-Nr. 122020 zugewiesen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die handelsrechtlichen Anforderungen aus den §§ 340 ff. HGB unter Berücksichtigung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung-RechKredV) wurde angewandt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 besteht aus der Bilanz, der Gewinn und Verlustrechnung sowie Anhang und gemäß § 289 HGB einem Lagebericht. Der Ausweis der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nicht mehr nach § 275 HGB sondern nach den gemäß § 2 RechKredV vorgeschriebenen Formblättern. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden an die durch das Bilanzierungsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geänderten Vorschriften zur Rechnungslegung angepasst. Gemäß Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB erfolgte im Berichtsjahr keine rückwirkende Anpassung der Vorjahreszahlen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Aufstellung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in vollen Euro. Vermögensgegenstände und Schulden sind nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB und ergänzend nach denjenigen der §§ 340 ff. HGB bewertet. Die im Berichtsjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben mit Ausnahme der Anpassung aufgrund der geänderten Vorschriften durch das BilMoG keine Veränderungen gegenüber denen des Vorjahres erfahren. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Forderungen an Kreditinstitute werden mit dem Nennwert bilanziert zuzüglich anteilig abgegrenzter Zinsen. Forderungen an Kunden werden mit dem Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen, allgemeine Kreditrisiken durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % berücksichtigt. Leasingforderungen werden jeweils im Monat ihrer Fälligkeit als realisiert angesehen. Das Leasingvermögen ist mit den historischen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen auf vermietete Leasinggegenstände werden linear über die Grundmietzeit auf den Wert des vertraglich vereinbarten Andienungsrechts vorgenommen. Geringwertige Gegenstände des Leasingvermögens mit Einzelanschaffungskosten von bis zu € 410 wurden im Zugangsjahr 2010 voll abgeschrieben (T€ 5). Für Leasinggegenstände mit Einzelanschaffungskosten zwischen € 150 und € 1.000 wurden in den Jahren 2008 und 2009 ein jährlicher Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wurde. Die Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Soweit es sich um Leasinggegenstände handelt, werden diese nach Beendigung des Leasingvertrages mit dem Restbuchwert bzw. niedrigeren Zweitwert ausgewiesen. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Höhe der Rückstellung für Risikovorsorge wird auf Basis historischer Ausfallquoten ermittelt, welche die Ausfälle der Vergangenheit widerspiegeln und jährlich auf ihre Angemessenheit überprüft werden. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Abgrenzungen aus verkauften Leasingforderungen sowie die Abgrenzungen der einmalig bei Vertragsabschluss fälligen Sonderzahlungen. Die verkauften Leasingforderungen sind mit ihrem Barwert, unter Zugrundelegung des Refinanzierungszinses, bilanziert und werden linear über die Laufzeit der Refinanzierung aufgelöst. Die in den verkauften Leasingforderungen enthaltenen, vertraglich vereinbarten Werte der Andienungsrechte werden über die Laufzeit der Refinanzierung mit dem Refinanzierungszinssatzes auf ihren Nominalbetrag aufgezinst. Vermögensgegenstände und schwebende Geschäfte zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus dem Eintritt vergleichbarer Risiken mit Finanzinstrumenten werden zusammengefasst (Bewertungseinheit). B. Erläuterungen zur Bilanz 1. Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute betragen T€ 309 (Vorjahr T€ 877) aus laufenden Geschäftskonten. Die Fristigkeit der Forderungen gliedern sich wie folgt:
In den Forderungen an Kreditinstituten sind unverändert zum vorherigen Geschäftsjahr keine Forderungen in fremder Währung enthalten. 2. Forderungen an Kunden Bei den Forderungen an Kunden handelt es sich insbesondere um einbehaltene Abschläge auf die ausbezahlten Kaufpreise der in das ABCP-Programm verkauften Forderungen (T€ 9; Vorjahr T€ 51) sowie ausstehende Leasingforderungen (T€ 158; Vorjahr T€ 30). Die Forderungen an Kunden sind um Wertberichtigungen in Höhe von T€ 6 (Vorjahr T€ 3) gekürzt. In den Forderungen an Kunden sind unverändert zum Vorjahr keine Forderungen in fremder Währung enthalten. Die Fristigkeiten der Forderungen an Kunden gliedern sich wie folgt:
3. Leasingvermögen und Sachanlagen Unter dem Leasingvermögen werden Objekte aus laufenden Leasingverträgen ausgewiesen. Unter den Sachanlagen werden ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen. Das Leasingvermögen dient in Höhe von T€ 4.914 (Vorjahr T€ 6.766) zum Bilanzstichtag als Sicherheit für verkaufte Leasingforderungen.
4. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen Forderungen gegenüber dem Gesellschafter Vantargis Leasing GmbH in Höhe von T€ 129 (Vorjahr T€ 0). Der Posten enthält keine Vermögensgegenstände in fremder Währung. 5. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von T€ 154 (Vorjahr T€ 157) handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 134 (Vorjahr T€ 110) sowie an den Refinanzierungspartner Weinberg Funding Ltd. abzuführende Raten für den Monat Dezember 2010 in Höhe von T€ 11 (Vorjahr T€ 38). In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind unverändert zum vorherigen Geschäftsjahr keine Fremdwährungsverbindlichkeiten enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarten Laufzeit oder Kündigungsfrist weisen folgende Restlaufzeit auf:
6. Sonstige Verbindlichkeiten Der Posten beinhaltet ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber der übergeordneten Muttergesellschaft OCF Beratungsgesellschaft mbH in Höhe von T€ 121 (Vorjahr T€ 0), welche die unverzinslichen Salden aus laufenden Verrechnungen betreffen. Die ausgewiesenen Beträge sind innerhalb der nächsten 3 Monate fällig. In dem Posten sind unverändert zum vorherigen Geschäftsjahr keine Fremdwährungsverbindlichkeiten enthalten. 7. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten betrifft mit T€ 5.445 (Vorjahr T€ 7.332) die Abgrenzung aus verkauften und noch nicht realisierten Leasingforderungen. Die Abgrenzungen werden über die Laufzeit der Leasingverträge linear erfolgswirksam aufgelöst. 8. Rückstellungen In den anderen Rückstellungen sind insbesondere Jahresabschlusskosten in Höhe T€ 21 (Vorjahr T€ 12) sowie in Höhe von T€ 2 (Vorjahr T€ 9) für drohende Verluste aus Zinssicherungsgeschäften ausgewiesen. 9. Eigenkapital Das Eigenkapital besteht aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von T€ 102 (Vorjahr T€ 102). C. Erläuterungen zu Gewinn und Verlustrechnung 1. Leasingerlöse Die Leasingerlöse zeigen die vereinnahmten Leasingraten sowie die Erlöse aus dem Verkauf des Leasingvermögens . Die nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über die Zusammensetzung der Leasingerlöse:
2. Aufwendungen aus dem Leasinggeschäft Die Leasingaufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Abgänge durch den Verkauf des Leasingvermögens zum Restbuchwert in Höhe von T€ 313 (Vorjahr T€ 139). 3. Zinserträge Die Zinserträge bestehen aus Erträgen aus derivativen Finanzinstrumenten T€ 21 sowie aus der Kapitalverwaltung verbundener Unternehmen T€ 3 (Vorjahr T€ 3) sowie sonstige Zinsen (T€ 4, Vorjahr T€ 1). 4. Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendung bestehen aus Aufzinsung verkaufter Restwerte T€ 26 (Vorjahr T€ 19) sowie übrige Zinsen von T€ 1 (Vorjahr T€ 3). 5. Provisionsaufwendungen Die Provisionsaufwendungen beinhalten an Vermittler geleistete Provisionszahlungen von T€ 62 (Vorjahr T€ 125) sowie Provisionsaufwendungen im Zusammenhang mit dem ABCP-Programm T€ 5 (Vorjahr T€ 1). 6. Sonstige betriebliche Erträge Die Sonstigen betrieblichen Erträge weisen erhaltene Skonti T€ 1 (Vorjahr T€ 3) aus. 7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen Die Verwaltungsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Abschreibung betreffen im Geschäftsjahr ausschließlich Leasingvermögen. 9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft Im Vergleich zu Vorjahr hat sich keine Veränderung der pauschalen Wertberichtigung wegen des gleichbleibenden Forderungsvolumens ergeben. D. Sonstige Angaben 1. Mitglieder der Geschäftsführung Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer waren im Berichtsjahr: Herr Dr. Marcus Münch, Hohenbrunn, und Herr Patrick Weber, Albershausen, (beide Geschäftsführer der Vantargis Leasing GmbH), Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Geschäftsführervergütung wird unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2. Anzahl der Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr keine Arbeitnehmer. LANGER & PARTNER arbeitet in Personalunion mit der Vantargis Leasing GmbH, Kelkheim, und der OCF Beratungsgesellschaft mbH, Kelkheim, und nimmt deren Mitarbeiter in Anspruch. 3. Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft nutzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung gegen Zinsrisiken. Der beizulegende Marktwert des Finanzinstruments Interest-Rate-Settlement-Agreements (kurz "IRSA") ist anhand von Referenzkursen und einem marktüblichen Berechnungsmodell ermittelt worden. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps sind durch Bankbestätigung der Landesbank Baden-Württemberg zum 31. Dezember 2010 nachgewiesen. Die Bewertung erfolgt auf Basis der marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Diskontierungsmethode für unbedingte Geschäfte). Die derivativen Finanzinvestments aus dem IRSA und die abgeschlossenen Zinsswaps werden bilanziell zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Soweit der negative Zeitwert aus dem Zinsswap den positiven Zeitwert aus dem IRSA übersteigt, wird entsprechend dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip eine Rückstellung gebildet. Die derivativen Finanzinstrumente gliedern sich wie folgt:
4. Angaben zum Konzernabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 der LANGER & PARTNER Gesellschaft für Investitionsgüterleasing mbH wird in den befreienden Konzernabschluss der Vantargis AG, München, einbezogen. Die Vantargis AG ist beim Amtsgericht München im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 166 166 eingetragen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Die Vantargis AG erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen. Auf die Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese im Konzernabschluss der Vantargis AG enthalten sind. 5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat sich in dem Forderungskaufvertrag und Dienstleistungsvertrag mit Weinberg Funding Limited, Jersey, vom 4. Juli 2007, geändert am 6. Mai 2008, am 8. Juli 2009 und am 07. Juli 2010, im Rahmen einer Garantie verpflichtet, für Verpflichtungen der Muttergesellschaft Vantargis Leasing GmbH aus diesen Verträgen einzustehen: - Die Haftung für die Existenz (Veritätshaftung) sowie die Weiterleitung der Zahlungseingänge der im Rahmen der vorstehend genannten Verträge verkauften Forderungen besteht in Höhe des noch ausstehenden Nominalbetrages der über das ABCP-Programm finanzierten Forderungen und beträgt zum 31. Dezember 2010 T€ 139.121 (Vorjahr: T€ 186.981). - Die Haftung der Gesellschaft sowie der Vantargis Leasing GmbH besteht für die möglichen zukünftigen Verwaltungskosten des Vertragsbestandes, den zukünftigen laufenden Kosten des ABCP-Programmes sowie für mögliche Haftungsansprüche im Rahmen des ABCP-Programmes. Hierfür wurde von den Gesellschaften eine Barreserve (Dilution Reserve) in Höhe von insgesamt T€ 1.987 (Vorjahr: T€ 3.126) beim Forderungskäufer Weinberg Ltd. hinterlegt. - Die Haftung im Zusammenhang mit dem möglichen Bonitätsrisiko der Gesellschaft sowie bei Vantargis Leasing GmbH besteht in Höhe von 3 % des Barwertes (First Loss Piece) des jeweils verkauften Forderungsbestandes und beträgt zum 31. Dezember 2010 insgesamt T€ 3.973 (Vorjahr: T€ 5.717). Die Gesellschaften haben hierfür im Rahmen des ABCP-Programmes eine Barreserve (Default Reserve) in Höhe von insgesamt T€ 3.973 (Vorjahr: T€ 5.717) beim Forderungsverkäufer Weinberg Ltd. hinterlegt. - Die zukünftig im Rahmen des ABCP-Programmes zu erstattenden Kosten und Gebühren werden zum 31. Dezember 2010 auf insgesamt T€ 3.571 (Vorjahr: T€ 3.390) geschätzt. Mit der Fidor Bank AG wurden am 03. August 2010 ein Rahmenvertrag über den Ankauf von Leasing- und Mietkaufforderungen und ein Forfaitierungsrahmenvertrag für Leasing- und Mietkaufverträge abgeschlossen. LANGER & PARTNER übernimmt gegenüber der Bank für Zahlungsausfälle zum Bilanzstichtag eine Garantie (T€ 2). 6. Gewinnverwendung Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags vom 15. November 1999 mit der Vantargis Leasing GmbH, Kelkheim, wird der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2010 in voller Höhe an die Vantargis Leasing GmbH abgeführt.
Kelkheim/Ts., den 28. Februar 2011 Geschäftsführer gez. Dr. Marcus Münch gez. Patrick Weber Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LANGER & PARTNER Gesellschaft für Investitionsgüterleasing mbH, Kelkheim/Taunus, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 20. April 2011 Susat
& Partner OHG
Dr. Kusterer, Wirtschaftsprüfer Mauermeier, Wirtschaftsprüfer Zusätzliche AngabenDer Jahresabschluss der Langer & Partner Gesellschaft für Investitionsgüterleasing mbH, Kelkheim/Ts., ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 16. Mai 2011 festgestellt worden. |
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