Humboldt-Innovation GmbH

Ziegelstraße 30, 10117 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 97288
Eingetragen
15.6.2005
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieForschung und Entwicklung im Bereich Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie im Bereich Sprach-, Kultur- und KunstwissenschaftenVermittlungstätigkeiten für Erziehung und Unterricht
Gegenstand
Förderung der Zusammenarbeit und des Wissens- und Technologietransfers zwischen dem Hochschulbereich der Humboldt-Universität und Dritten. Dazu gehören u. a. auch Verwertung von Knowhow und Übernahme sowie Anbieten von Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Volker Hofmann
seit 27.1.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Humboldt-Universität zu Berlin
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Humboldt-Universität zu Berlin
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Humboldt-Innovation GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ Zzum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 166,00 1
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 18.667,00 25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 224.319,91 165
242.986,91 (190)
III. Finanzanlagen Beteiligungen 18.750,00 19
261.902,91 (210)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 278.114,93 307
2. Unfertige Leistungen 30.553,85 106
3. Geleistete Anzahlungen 255.862,90 43
564.531,68 (456)
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 558.149,83 945
2. Forderungen gegen Gesellschafter 58.055,30 47
3. Sonstige Vermögensgegenstände 109.126,59 115
725.331,72 (1.107)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.252.922,27 3.514
6.542.785,67 (5.077)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 52.606,26 74
6.857.294,84 5.361
Treuhandvermögen 157.049,35 110

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 30.000,00 30
III. Andere Gewinnrücklagen 1.175.027,28 1.175
IV. Gewinnvortrag 1.095.036,43 720
V. Jahresüberschuss 1.385.696,47 375
3.710.760,18 (2.325)
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 354.526,75 48
2. Sonstige Rückstellungen 758.140,25 630
1.112.667,00 (678)
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 540.642,92 368
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 572.525,68 535
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 548.786,87 1.252
4. Sonstige Verbindlichkeiten 371.912,19 203
- davon aus Steuern: € 168.510,87 (Vorjahr: T€ 187) 2.033.867,66 (2.358)
6.857.294,84 5.361
Treuhandverbindlichkeiten 157.049,35 110

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2023

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 9.609.731,34 6.735
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -75.768,61 -15
3. Sonstige betriebliche Erträge 319.875,21 152
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -844.086,62 -756
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.334.544,51 -1.050
-2.178.631,13 (-1.806)
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.282.106,67 -2.665
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -648.865,10 -506
- davon für Altersversorgung: € 1.271,07 (Vorjahr: T€ 1) -3.930.971,77 (-3.171)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -138.900,47 -131
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.842.270,43 -1.271
8. Erträge aus Beteiligungen 125.000,00 44
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33.772,13 1
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2,27 -11
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -536.137,53 -152
12. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 1.385.696,47 375

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Humboldt-Innovation GmbH, Berlin (HIl) wird beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Handelsregisternummer HRB 97288 geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden.

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB. Gemäß § 14 des Gesellschaftsvertrags sind bei der Aufstellung des Jahresabschlusses der Humboldt-Innovation GmbH zum 31. Dezember 2023 die Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften beachtet worden.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schuldposten entspricht den handelsrechtlichen Vorschriften.

Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und wird linear entsprechend seiner voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die betriebsbedingten Nutzungsdauern liegen für immaterielle Vermögensgegenstände zwischen 3 und 5 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 5 und 15 Jahren sowie bei der Betriebsund Geschäftsausstattung zwischen 3 und 23 Jahren.

Im Berichtsjahr wurden geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten. Berücksichtigt sind die gemäß § 255 Abs. 2 Satz zu erfassenden Kosten sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Die Bewertung der Waren erfolgt im Durchschnittsverfahren zu Anschaffungskosten, vermindert um erforderliche Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert ausgewiesen. Wertberichtigungen sind nicht erforderlich.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei den Kreditinstituten sind mit den Nennbeträgen angesetzt.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden geleistete Zahlungen zum Nennbetrag abgegrenzt, die Aufwand für Folgejahre darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Die Gesellschaft führt für die Humboldt-Universität zu Berlin ein Bankkonto, auf das Teilnehmergebühren für Veranstaltungen der Universität eingezahlt werden. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Guthaben EUR 157.049,35. Es wird als Treuhandvermögen und als Treuhandverbindlichkeiten unterhalb der Bilanz ausgewiesen.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anhang beigefügten Anlagenspiegel. Die Gesellschaft hält Geschäftsanteile an der nanoflour GmbH, Berlin, und an der Quantiox GmbH, Berlin, von jeweils unter 20 %, die zum Bilanzstichtag unter den Beteiligungen ausgewiesen werden.

Die Gesellschaft hält 25 % der Geschäftsanteile an der ZPHU - Zentrum für Psychotherapie am Institut für Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin GmbH, Berlin. Das Stammkapital dieser Gesellschaft beträgt TEUR 25, der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 weist ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.362 und einen Jahresüberschuss für 2021 in Höhe von TEUR 297 aus.

Im Berichtsjahr 2020 kam eine weitere Beteiligung in Höhe von 25 % an der neu gegründeten Humboldt- Tech Bridge GmbH hinzu. Das Stammkapital dieser Gesellschaft beträgt TEUR 25. Laut Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 erwirtschaftete die Humboldt-Tech Bridge GmbH Umsatzerlöse in Höhe von 4 TEUR und schloss das Jahr 2022 mit 8 TEUR Verlust.

Die Forderungen gegen Gesellschafter ergeben sich insgesamt aus dem Leistungsverkehr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände Kautionen haben in Höhe von TEUR 91 (Vj.: TEUR 89) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Der Jahresüberschuss 2022 wurde gemäß Gesellschafterbeschluss vom 17. Januar 2024 auf neue Rechnung vorgetragen.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Ausstehende Mitarbeitervergütungen 108 94
Lizenzgebühren 161 144
Ausstehender Urlaub/Überstunden 95 66
Ungewisse Rückzahlungsverpflichtungen 26 26
Jahresabschlusskosten 29 13
Archivierung 5 5
Ausstehende Eingangsrechnungen (HU) 316 272
Übrige 18 10
758 630

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ergeben sich insgesamt aus dem Leistungsverkehr.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt in TEUR:

2023 % 2022 %
TEUR TEUR
Forschungsservice 3.857 40,1 2.925 43,4
Vermarktung 1.567 16,3 1.384 20,6
Veranstaltungsservice 394 4,1 470 6,9
Beratung & Weiterbildung 3.672 38,2 1.837 27,3
Gründungsservice 120 1,3 119 1,8
9.610 100,0 6.735 100,0

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 1 (Vj.: TEUR 11) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 14 (Vj: TEUR 12) enthalten.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 264 TEUR aus Mietverträgen, mit einer Kündigungsfrist von 3 bis 6 Monaten zum 30.04. bis 31.07. jeden Jahres und einem befristeten Mietverhältnis bis zum 31.03.2025, sowie einem Miet- und Lizenzvertrag mit Laufzeitende 31.12.2026.

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren 134 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer; i. Vj. 130 Arbeitnehmer) beschäftigt, die sich auf die Unternehmensbereiche wie folgt verteilen.

2023 2022
Kernteam 45 38
Projektangestellte 89 92
134 130

Geschäftsführung und Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch Herrn Volker Hofmann, Diplom-Kaufmann, Berlin.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Dem Aufsichtsrat gehörten seit dem 23.11.2021 an:

Herr Prof. Dr. Christoph Schneider (Humboldt-Universität zu Berlin, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Vizepräsident für Forschung)

Herr Prof. Dr. Joachim Gassen, stellvertretender Vorsitzender (Humboldt-Universität zu Berlin, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät - Institut für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung)

Frau Prof. Dr. Verena Haffner (Humboldt-Universität zu Berlin, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Prüfungsausschuss Informatik)

Frau Dr. Petra König (Projektträger Jülich, Leiterin Gründungs-, Transfer- und Innovationsförderung, Geschäftsstelle Berlin)

Herr Volker Schmidt (Berliner Glas KGaA, CTO)

Der Aufsichtsrat nimmt seine Tätigkeit ehrenamtlich wahr und erhielt im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge. Auslagen werden von der Gesellschaft erstattet.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 16 und entfällt insgesamt auf Abschlussprüfungsleistungen, auf Steuerberaterleistungen entfielen TEUR 4 und auf die Steuererklärungen TEUR 6.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Die weiterhin weltweit herrschenden Unsicherheiten, wie der Krieg in der Ukraine, die Lage in Israel und die neue US Präsidentschaft, einhergehend mit einem ohnehin schwachen Wirtschaftswachstum sind ernstzunehmende Herausforderungen für die Kunden der HI und damit auch für die GmbH. Auch die kommenden öffentlichen Sparmaßnahmen werden sich auf die Auftragslage der HI auswirken. Das Aus der aktuellen Regierungskoalition und damit einhergehender potentieller Haushaltssperren sind ebenfalls eine Herausforderung.

Diese Auswirkungen auf die Geschäftsbereiche der Humboldt Innovation sind allerdings noch nicht klar prognostizierbar. Durch kontinuierliche Analysen und Anpassungen, beispielsweise bei den Lieferanten, werden diese Risiken minimiert. Genauso wird mit den öffentlichen Mittelgebern verhandelt, um bestehende Verpflichtungen zu sichern.

 

Berlin, 06. November 2024

gez. Volker Hofmann
Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
(Anlagenspiegel)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand Stand
1.1.2023 Zugänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.236,08 0,00 46.236,08
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 208.833,80 0,00 208.833,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 417.782,10 190.720,47 608.502,57
626.615,90 190.720,47 817.336,37
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 18.750,00 0,00 18.750,00
691.601,98 190.720,47 882.322,45
Kumulierte Abschreibungen
Stand Stand
1.1.2023 Zugänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.077,08 993,00 46.070,08
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 183.413,80 6.753,00 190.166,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 253.028,19 131.154,47 384.182,66
436.441,99 137.907,47 574.349,46
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
481.519,07 138.900,47 620.419,54
Buchwerte
Stand Stand
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 166,00 1.159,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 18.667,00 25.420,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 224.319,91 164.753,91
242.986,91 190.173,91
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 18.750,00 18.750,00
261.902,91 210.082,91

Lagebericht zum Jahresabschluss 2023

A) Unternehmen und Rahmenbedingungen

Die Humboldt-Innovation GmbH (HI) ist die privatwirtschaftlich organisierte Wissens- und Technologietransfergesellschaft der Humboldt-Universität zu Berlin (HU). Sie wurde am 25. Mai 2005 gegründet und ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der HU.

Die HI ist gegenwärtig in fünf Geschäftsfeldern tätig. Das Management von wissenschaftlichen Forschungsprojekten und Dienstleistungen bilden das Geschäftsfeld Forschungsservice. Das Geschäftsfeld Gründungsservice umfasst die Förderung von wissens- und technologiebasierten Ausgründungen in allen Entwicklungsphasen. Merchandising und Vermarktung von u.a. Archivbeständen für die HU sowie das Museum für Naturkunde (MfN) erfolgen im Geschäftsfeld Vermarktung. Das Geschäftsfeld Beratung & Weiterbildung bietet maßgeschneiderte Weiterbildungsangebote sowie Beratung rund um das Thema Wissens- und Technologietransfer. Zudem wird in einer Pilotphase das Geschäftsfeld Veranstaltungsservice getestet.

Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen durch Erlöse aus ihrem operativen Geschäft; sie wurde im Berichtsjahr weder durch die Humboldt Universität noch durch öffentliche Mittel des Bundes oder des Landes direkt grundfinanziert. Die HI arbeitet eng mit dem Servicezentrum Forschung der HU zusammen.

B) Geschäftsverlauf im Berichtsjahr 2023

Nach der Überwindung der Pandemie, konnte 2023 einen sehr starken Geschäftsverlauf verzeichnen. Alle Geschäftsbereiche konnten einen positiven Deckungsbeitrag zum Gesamtergebnis beitragen. Insbesondere der Aufbau und Betrieb von gründungsfördernden Strukturen im Bereich der künstlichen Intelligenz und der Quantentechnologien konnten erheblich zum Ergebnis des Geschäftsbereichs Beratung und dem Gesamtergebnis beitragen. Das Unternehmen konnte 2023 mit einem positiven Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 1.922 TEUR abschließen.

Der Geschäftsbereich Vermarktung, mit den beiden Ladengeschäften HumboldtStore und Museumsshop, lag im Umsatz in Höhe von 1.566 TEUR und Deckungsbeitrag von 200 TEUR 10 TEUR über dem Vorjahr. Einzeln betrachtet schloss der HumboldtStore mit einem Umsatz in Höhe von 249 TEUR ab, der Museumsshop mit 1.317 TEUR. Die Erholung ist auf das Auslaufen der Pandemie, sowie eine gestiegene Kauflaune der Kunden zurückzuführen.

Der Bereich Gründungsservice, inklusive der Erträge aus Beteiligungen, lag sowohl bei den Umsatzerlösen von TEUR 245 als auch beim Deckungsbeitrag in Höhe von 226 TEUR erheblich über Plan und konnte so zum Gesamtergebnis erneut einen wesentlichen Beitrag leisten. Ein wesentlicher Grund hierfür waren Umsatzerlöse aus Dienstleistungen für das EXIST Förderprogramm sowie Dividendeneinnahmen aus einer Beteilung.

Der Geschäftsbereich Beratung lag sowohl im Deckungsbeitrag in Höhe von 913 TEUR als auch im Umsatz in Höhe von 3.512 TEUR auf seinem bisher höchstem Niveau. Dazu tragen erheblich zwei durch die HI für Bund und Land umgesetzte Startup Programme im Bereich der künstlichen Intelligenz und der Quantentechnologien bei.

Der Bereich Weiterbildung konnte seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr auf 160 TEUR und den Deckungsbeitrag auf 69 TEUR wesentlich erhöhen.

Der Veranstaltungsservice schloss mit einem Deckungsbeitrag in Höhe von 24 TEUR und Umsätzen in Höhe von 394 TEUR ab und damit etwas schwächer als im Vorjahr.

C) Darstellung der Lage der Gesellschaft

I. Konjunkturelle Lage

Deutschland fiel im Berichtsjahr 2023 in eine Rezession. Die Veränderung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) gegenüber dem Vorjahr betrug -0,3 % 1, so Berechnungen des Statistischen Bundesamtes.

Die Berliner Wirtschaft konnte im Berichtsjahr 2023 demgegenüber sich weiter erholen. Die Veränderung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) gegenüber dem Vorjahr betrug 1,6 %, so Berechnungen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg 2.

Nach wie vor trägt die Berliner Gründerszene zur wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt bei, dies spiegelt sich auch in den Ausgründungszahlen der Hochschulen wider. Diese wiederum vergeben Forschungsaufträge an die Humboldt Universität, welche über die Humboldt-Innovation abgewickelt werden.

II. Ertragslage

Die Gesellschaft erwirtschaftete 2023 ein Ergebnis vor Steuern von 1.922 TEUR. 2022 belief sich das Ergebnis vor Steuern noch auf 528 TEUR. Die Umsatzerlöse belaufen sich insgesamt auf 9.610 TEUR und liegen damit 43% über dem Vorjahresniveau.

Im Geschäftsfeld Forschungsservice wurden 2023 insgesamt Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 2.463 TEUR eingeworben, was unter dem Vorjahresniveau lag. Der Auftragseingang 2023 lag damit aber über Plan und im notwendigen durchschnittlichen Mittel.

Insgesamt konnte durch das Geschäftsfeld Forschungsservice im Berichtsjahr ein Deckungsbeitrag in Höhe von 795 TEUR (VJ 374 TEUR) erwirtschaftet werden.

Die Umsatzerlöse der dem Bereich Vermarktung zugeordneten Ladengeschäfte HumboldtStore und Museumsshop lagen 2023 bei 249 TEUR (VJ 179 TEUR) bzw. bei 1.317 TEUR (VJ 1.205 TEUR). Der HumboldtStore lag damit rund 40 % über dem Vorjahresergebnis, der Museumsshop rund 9 %. Insgesamt wurde ein Deckungsbeitrag von 200 TEUR (VJ 190 TEUR) erwirtschaftet.

Im Geschäftsbereich Beratung trugen vor allem zwei von der HI für den Bund und das Land umgesetzte Startup Programme in den Bereichen künstliche Intelligenz und Quantentechnologien zum Umsatz und Ergebnis bei. Insgesamt generierte der Geschäftsbereich Umsatzerlöse in Höhe von 3.512 TEUR bei einem Deckungsbeitrag von rund 913 TEUR.

2023 wurden im Geschäftsfeld Gründungsservice Erlöse in Höhe von rund 245 TEUR erzielt. Neben Serviceleistungen für die HU Startups tragen Dienstleistungen im EXIST Förderprogramm sowie von der privaten und öffentlichen Hand finanzierte Sponsoringprojekte zu den Erlösen bei. Zusätzlich zählen die Erträge aus Beteiligungen an HU Ausgründungen. Der Deckungsbeitrag belief sich auf 226 TEUR.

Der Geschäftsbereich Veranstaltungsservice verzeichnete Umsatzerlöse in Höhe von 394 TEUR, bei einem Deckungsbeitrag von 24 TEUR.

1 https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirt-schaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-In-landsprodukt/Tabellen/bip-bubbles.html

2https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/wirt-schaft/volkswirtschaft/gesamtrechnungen

Die Verzinsung von liquiden Mitteln in kurz- und inzwischen auch mittelfristigen Geldanlagen konnte erheblich auf 34 TEUR gesteigert werden, dank des gestiegenen Durchschnittszinssatzes.

III. Finanzlage

Die Gesellschaft hat ein Stammkapital von 25.000 EUR sowie eine Kapitalrücklage in Höhe von 30.000 EUR. Im Berichtszeitraum wurden keine Darlehen aufgenommen oder andere Finanzierungsinstrumente in Anspruch genommen. Thesaurierte Gewinne aus den Vorjahren, vor Berücksichtigung des Jahresüberschusses 2023, werden vorgetragen und belaufen sich zum 31.12.2023 auf 2.270 TEUR.

Die liquiden Mittel der Gesellschaft (Kasse und Bankkonten) schließen zum Ende des Berichtsjahres 2023 mit einem Bestand von 5.253 TEUR ab. Dazu kommen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 725 TEUR sowie Vorräte in Höhe von 565 TEUR, so dass sich eine Gesamtsumme der liquiden Mittel und der kurzfristig in Höhe von 6.543 TEUR ergibt. liquidierbaren Vermögensgegenstände.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist vor allem auf die Restmittel aus Forschungsprojekten zurückzuführen, welche hauptsächlich für die Initiierung und Umsetzung neuer Forschung genutzt werden.

IV. Vermögenslage

Die HI hat auch 2023 keine externe Kreditfinanzierung in Anspruch genommen. Die Bilanzsumme der HI weist 2023 ein der Gesellschaft 6.857 TEUR aus. Davon sind 558 TEUR Forderungen aus laufenden Projekten (Lieferung und Leistungen). Das kurzfristige Vermögen beläuft sich auf 6.543 TEUR. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 3.147 Gesamtvermögen von TEUR und sind durch das kurzfristige Vermögen abgedeckt.

V. Einschätzung der Lage

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft im Berichtsjahr kann als stabil dargestellt werden. Maßnahmen zur Effizienzsteigerungen der Geschäftsbereiche wurden weiter umgesetzt.

D) Prognosebericht

Zwischen Abschlussstichtag des Geschäftsjahres 2023 und Erstellung des vorliegenden Lageberichts im Oktober 2024 erfolgte Aktivitäten werden nachfolgend kurz dargestellt.

Der Höhepunkt der Inflation scheint überwunden zu sein, allerdings schwächelt die deutsche Wirtschaft im allgemeinen, einhergehend mit einem schwachen Konsumklima. Entsprechend bestehen in den kommenden Jahren große Herausforderungen für die Wirtschaft allgemein und die Humboldt-Innovation im Konkreten.

Die beiden Stores konnten ihre Umsätze stabilisieren, allerdings auf einem etwas niedrigerem Niveau. Eine gewisse gefallene Kauflaune ist zu verzeichnen.

Im Bereich Veranstaltungsservice kann eine Steigerung der betreuten wissenschaftlichen Veranstaltungen verzeichnet werden, genauso wie von Externen beauftragten Event Formate. Demgegenüber ist die Zahl der Vermietungen gefallen.

Der Geschäftsbereich Weiterbildung liegt bei seinen Umsätze über Plan. Aktuell wird weiterhin gemeinsam mit der Universität an einer Weiterbildungsstrategie gearbeitet, die den Bereich für die Zukunft aufstellen wird.

Die Bereiche Forschungsservice, Gründungsservice und Beratung liegen im oder über Plan und können so einen wichtigen Beitrag zu den Fixkosten der GmbH leisten. Hier zeigt sich der Vorteil des diversifizierten Geschäftsmodells der Humboldt-Innovation.

Grundsätzlich wird weiterhin vermehrt in die digitale Infrastruktur investiert sowie die Geschäftsmodelle auf Umsätze im Digitalbereich optimiert. Dies soll auch der Herausforderung des Fachkräftemangels entgegenwirken.

E) Bericht zu Chancen und Risiken

I. Markt und Kunden

Die aktuelle gesamtwirtschaftliche Lage stellt ein Risiko für die HI im allgemeinen und für alle Geschäftsbereiche dar.

Laut statistischem Bundesamt wuchs die deutsche Wirtschaft nur mit 0,3% im zweiten Quartal. Die erhoffte Erholung 2024 erfolgte nicht. Laut der ifo Konjunkturprognose soll das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr stagnieren und im kommenden Jahr um 0,9% steigen.

Vor allem der Geschäftsbereich Vermarktung leidet direkt unter einem schlechten Konsumklima. Aber auch die weiteren Geschäftsbereiche sind davon, teils indirekter, betroffen.

Sollte die deutsche Wirtschaft weiterhin schwächeln, werden auch die anderen Geschäftsbereiche deutlicher in Mitleidenschaft gezogen, insbesondere der Bereich Auftragsforschung. Hier könnten Unternehmen an Forschung und Entwicklung sparen, wovon auch Auftragsforschungsprojekte betroffen wären.

Genauso könnten Einsparungen der öffentlichen Haushalte dazu führen, dass weniger Aufträge an die HI vergeben werden.

Chancen bestehen in der großen Nachfrage nach Angeboten in den Bereichen Innovation und Talente. Der wachsende Fachkräftemangel steigert die Nachfrage an Talenten und Lösungen aus Wissenschaftseinrichtungen. Die Geschäftsbereiche der Humboldt-Innovation zielen genau auf diese Nachfrage.

II. Strukturelle Aspekte

Die aktuellen Krisen werden durch das diversifizierte Geschäftsportfolio der GmbH abgepuffert.

Die Aufgrund der Pandemie beschleunigte Digitalisierung bietet auch für die HI eine Chance, genauso wie die zügigere Umsetzung nach Nachhaltigkeitsmaßnahmen, beispielsweise bei der Einsparung von Energie.

Die HI nutzt weiterhin die Überschüsse aus der Auftragsforschung und den wissenschaftlichen Dienstleistungen zur Unterstützung der Forschenden bei der Projektakquise und Projektumsetzung, mit entsprechender Auswirkung auf das HI Ergebnis. Die entstandenen Überschüsse in Höhe von 1.933 TEUR stehen in diesem Rahmen für Forschungsmarketing und unter der genannten Zweckbestimmung zur Verfügung.

Die Gesellschaft will weiter ihre Eigenkapitalgquote erhöhen. Daher ist es aus Sicht der Gesellschaft wünschenswert, den Jahresüberschuss in der Gesellschaft zu belassen und das Eigenkapital zu erhöhen. Bisher folgen der Aufsichtsrat, die Gesellschaft und die Haushaltskommission der HU dieser Empfehlung.

Die Geschäftsmodelle der HI sind sehr auf projekt- und personalbasierend. Entsprechend skalierbar ist die Unternehmens- und Kostenstruktur, wodurch eine Anpassung an unterschiedliche Wirtschaftslagen erleichtert wird.

III. Operative Aspekte

Das Prozesshandbuch wird stetig weiterentwickelt. Ein besonderer Fokus lag 2023 auf Sicherheitsaspekten.

IV. Finanzanlagen:

Die liquiden Mittel wurden 2023 wieder als Tages- bzw. Festgelder in kleineren Tranchen angelegt. Eine sinnvolle Gelder Zinssätze der Finanzinstitute wird kontinuierlich geprüft Umschichtung der hinsichtlich angebotener und wenn sinnvoll vorgenommen.

F) Ausblick

2024 und 2025 sind weiterhin gekennzeichnet von vielen Krisen und einer schwächelnden Wirtschaft. Die Sicherung/ Stärkung der Umsätze sowie die Senkung von Kosten bleiben deshalb im Fokus.

 

Berlin, den 01. November 2024

gez. Volker Hofmann
Geschäftsführer
Humboldt-Innovation GmbH

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größBenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Humboldt-Innovation GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Humboldt-Innovation GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Humboldt-Innovation GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordanungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Berlin, 22. November 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Ralf Bierent
Wirtschaftsprüfer

 

gez. Jacqueline Kotynski
Wirtschaftsprüfer

Humboldt-Innovation GmbH, Berlin
HRB 97288

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 10. Dezember 2024 festgestellt.

Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterversammlung der Humboldt-Innovation GmbH hat am 10. Dezember 2024 beschlossen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen, sofern der akademische Senat der Humboldt-Universität zu Berlin der Empfehlung zustimmt.

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