IAM Components GmbHLiquidiert
Ernst-Thälmann-Straße 27, 08499 Reichenbach im Vogtland, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Helmuth Rauscher seit 22.1.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IAM Components GmbHMylauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013Bilanz zum 31. Dezember 2013Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 31. Dezember 2013
Entwicklung des Anlagevermögens 2013
Anhang für 2013Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer nach der linearen Methode pro rata temporis abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungszeiten betragen bei Gebäuden 25 und 50 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 5 bis 20 Jahre und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 12 Jahre. Die Abschreibung der Anlagegüter erfolgt entsprechend der geschätzten Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs-/Herstellungskosten über EUR 150,00 bis zu einem Wert von EUR 1.000,00 werden im Pool bewertet und über einen Zeitraum von 5 Jahren gleichmäßig abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet und beinhalten Material- und Lohneinzelkosten sowie die notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wurden durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verbindlichkeit notwendig ist. Soweit die zugrunde liegende Verpflichtung eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr hat, wurde die Rückstellung mit dem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die ausgewiesenen Posten haben analog dem Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 1.500 und ist voll eingezahlt. Daneben besteht eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 1.500 und eine Gewinnrücklage von TEUR 5 aus der Umstellung auf die Regelungen des BilMoG. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen folgende Positionen:
Das Sicherungskapital für die Erfüllung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen beträgt TEUR 61 und wurde in Höhe der Erfüllungsbeträge verrechnet. Der Zeitwert (entspricht den Anschaffungskosten) des Sicherungskapitals entspricht dem verrechneten Wert. Die Rückstellung für die Tarifunfähigkeit CGZP (Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen) berücksichtigt die vorliegende Rechtsprechung und deckt die Haftungsrisiken der Gesellschaft bei Ausfall der Leiharbeitsfirmen ab. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 29 TEUR aus Lieferung und Leistung. Verbindlichkeitenspiegel (in TEUR)
Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen/außerbilanzielle Geschäfte Haftungsverhältnisse liegen nicht vor. Die Gesellschaft hat diverse Mietverträge für Technische Anlagen und Maschinen sowie Kraftfahrzeuge abgeschlossen, deren Kündigungstermine zwischen 2014 und 2016 liegen. Im Berichtsjahr wurden rund TEUR 41 (Vj. TEUR 41) für Miet- bzw. Leasingraten von Technischen Anlagen und Maschinen sowie Kraftfahrzeugen aufgewendet. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge wie folgt:
Das Bestellobligo für Investitionen beträgt zum 31. Dezember 2013 TEUR 482. Weitere finanzielle Verpflichtungen bzw. außerbilanzielle Geschäfte liegen nicht vor. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die Produktbereiche:
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 82 (Vj. TEUR 25) sowie Erträge aus der Weiterberechnung von Betriebskosten an die MAHLE Industrial Thermal Systems Reichenbach GmbH in Höhe von TEUR 350 (Vj. TEUR 350). Die periodenfremden Erträge (TEUR 34) betreffen im Wesentlichen die Erstattung der Energiesteuer für 2012. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem weiterberechnete Kosten der MAHLE Industrial Thermal Systems Reichenbach GmbH in Höhe von TEUR 647 (Vj. TEUR 659), Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 321 (Vj. TEUR 447), Aufwendungen für Leiharbeiter in Höhe von TEUR 565 (Vj. TEUR 562), Verwaltungskosten TEUR 158 (Vj. TEUR 435), Ausgangsfrachten in Höhe von TEUR 115 (Vj. TEUR 170) sowie Mieten in Höhe von TEUR 118 (Vj. TEUR 129). Periodenfremde Aufwendungen sind im Berichtsjahr nicht entstanden. Steuern vom Einkommen und Ertrag Aufgrund des Verlustausweises geht die Gesellschaft davon aus, dass keine Steuern vom Einkommen und Ertrag fällig werden. Sonstige AngabenKonzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird nach dem in 2010 erfolgten Eigentümerwechsel unter Anwendung der Befreiungsvorschrift des § 296 HGB nicht in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft MAHLE Industrial Thermal Systems GmbH & Co. KG, Stuttgart, einbezogen. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern der IAM Components GmbH (vormals: Behr Industry Motorcycle Components GmbH) sind bestellt:
Bezüge der Organmitglieder IAM Components GmbH (vormals: Behr Industry Motorcycle Components GmbH) Die Geschäftsführer erhalten von der Gesellschaft keine Bezüge. Mitarbeiter Zahl der während des Geschäftsjahres durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter:
Mylau, 26. Mai 2014 Geschäftsführung Angaben zur Prüfung und Feststellung: Der vorliegende Jahresabschluss wurde noch nicht von einem Abschlussprüfer geprüft und ist noch nicht festgestellt. Lagebericht zum 31.12.20131. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft 2. Absatzentwicklung und Auftragslage 3. Produktion und Beschaffung 4. Investitionen / Finanzierung 5. Entwicklung und Konstruktion 6. Soziale Verhältnisse und Leistungen 7. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 8. Vorgänge von besonderer Bedeutung 9. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung sowie Ausblick 10. Nachtragsbericht 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Die Neuzulassungen für Motorräder sind nach den statistischen Zahlen des europäischen Verbands ACEM in 2013 im europäischen Markt um weitere 11 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Allerdings ist der europäische Markt nicht einheitlich. Während in Deutschland (+1,5 %), UK (+0,5 %) leichte Zuwächse und in Österreich (+4,6 %), Litauen (+7,6 %), Estland (+ 11,3 %), Luxemburg (+31 %) deutliche Zuwächse zu verzeichnen waren, sind in Spanien (- 6,9 %), Frankreich (- 13,4 %) Italien (- 25,8 %) starke Verringerungen zu verzeichnen. Ursachen sind insbesondere die sinkende Kaufkraft, höhere Arbeitslosigkeit insbesondere in Südeuropa und fehlende Marktanreize. Speziell für den Absatzmarkt Deutschland betont der Verband ACEM (in Kooperation mit dem IVM) in seinen Auswertungen "Neuzulassungen im Jahresvergleich 2012 zu 2013" weiterhin, dass der Anteil der Kraftroller um 20 %, der Anteil der Leichtkraftroller um 12,3% gesunken ist. Einen Aufwärtstrend erlebten jedoch die Marktsegmente Krafträder (2,65%) und Leichtkrafträder (30,78 %). Kumuliert konnte jedoch ein Anstieg der Neuzulassungen in Deutschland registriert werden. Die Hauptkunden der IAM (BMW, KTM, TRIUMPH) waren in der Top 50-Hitliste mehrfach vertreten, ein Trend, der sich seit Jahren kontinuierlich fortsetzt. Einen rasanten Anstieg erlebte das Marktsegment TOURER/LUXUSTOURER. Innerhalb eines Jahres gab es hier einen Zuwachs von ca. 33 %. Als Premiumanbieter hat sich die IAM bereits seit Jahren einen guten Namen in diesem Segment gemacht. Ebenfalls einen Anstieg erlebten die Marktsegmente ENDURO und SPORT. Auch dieses Marktsegment hat und wird die IAM mit ihren Speichenrädern und Gussrädern weiterhin erfolgreich bedienen können. Desweiteren kann ein positiver Aufwärtstrend aller namhaften Motorradhersteller verzeichnet werden, bei denen die IAM maßgeblich als Lieferant beteiligt ist. Den größten Zuwachs verzeichnete hierbei KTM mit knapp 13 %, der Marktanteil betrug damit knapp über 7 %. Den größten Marktanteil in Deutschland verzeichnete nach wie vor BMW mit 16 %. 2. Absatzentwicklung und Auftragslage Die IAM verzeichnete in 2013 im Vergleich zum Kalenderjahr 2012 einen Umsatzrückgang auf TEUR 12.706, der auf den Rückgang des Absatzes von Verkleidungsteilen an den Kunden BMW, durch auslaufende Projekte ohne Anschluss und die Einstellung der Fertigung von allgemeinen Blechkomponenten für die Unternehmensgruppe Mahle Industry zurückzuführen ist. Im Einzelnen trugen die Produktgruppen Blechteilefertigung (TEUR - 1.153), Felge (TEUR - 217), Räder (+ TEUR 518 ), Gussrad (- TEUR 1.998), Gusskomponenten (TEUR - 800) sowie Werkzeuge und Sonstige Erlöse (TEUR - 654) zur Umsatzentwicklung bei. Damit lag der Umsatz mit TEUR 753 unter dem Planumsatz für 2013. Der prozentuale Anteil der Kunden am Umsatz zeigt BMW Motorrad mit über 69 % an der Spitze gefolgt von KTM mit 17 %, Triumph mit 9 % sowie Weiteren mit 5 %. In 2014 wird die IAM Components GmbH (vormals: Behr Industry Motorcycle Components GmbH) wieder wachsende Umsätze mit TEUR 13.000 - 14.000 verzeichnen. Im Jahr 2015 soll der Umsatz leicht über dem Niveau von 2014 liegen. In 2016 und 2017 ist jeweils ein Umsatzanstieg zu erwarten, sofern sich das Einkaufsverhalten der OEM's nicht verändert. Diese Wachstumsplanung leitet sich aus Anfragen und technischen Einbindung der IAM in Nachfolge- und Neuprojekte der Kunden mit Serienstart im Zeitraum 2014 bis 2017 ab. Weiterhin wird darauf abgestellt, dass die eigenen Produktentwicklungen des Unternehmens ab 2015 am Aftermarket erfolgreich platziert werden können. Diese Rückkehr zur Wachstumsentwicklung wurde durch die Fokussierung auf ertragsstarke Produkte wie z. B. Tubeless-Felgen und Kompletträder sowie durch intensive Marktbearbeitung in 2013 eingeleitet. So wurde erreicht, dass sich IAM als europäischer Lieferant für neue Fahrzeugprojekte mit Anlauf im Berichtsjahr und in Folgejahren qualifizieren konnte. Dies wurde in 2013 wirksam durch erste Serien an den deutschen Hauptkunden BMW Motorrad (Gussräder), den österreichischen Kunden KTM (Felgen) und den britischen Neukunden Triumph (Speichenräder). Im Ausblick auf kurzfristige Serienanläufe 2013 und 2014 konnte sich die IAM bereits für weitere Fahrzeugprojekte bei BMW (Speichenräder) und Triumph (Speichenräder) qualifizieren. 3. Produktion und Beschaffung Durch die flexiblen Fertigungskapazitäten konnten die Kundenaufträge termingerecht bedient werden. Zusätzliche Bedarfe, insbesondere des Kunden BMW bei Sondermodellen und bei Ersatzteilvorhaltung für auslaufende Serien, wurden durch zusätzliche Schichten gefertigt und ausgeliefert. Neben der kontinuierlichen Serienfertigung auf vergleichbarem Niveau zum Vorjahr wurde das Produktionsjahr geprägt durch die Prozesseinführung, Qualifizierung und den Serienanlauf der Neuprojekte BMW, KTM und Triumph. Die Bezugspreise bei Aluminium für die Felgenprofile sind im Periodenvergleich deutlich gesunken. Die entsprechende Berücksichtigung in den Teilepreisen erfolgte auf Basis der mit den Kunden und Lieferanten vereinbarten Gleitklauseln für Materialpreise. Die Energiekosten sind mit TEUR 25 gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen. 4. Investitionen / Finanzierung Bei den Investitionen im Berichtsjahr handelte es sich hauptsächlich um Ersatz- und Ergänzungsmaßnahmen. Die Investitionen wurden aus Eigenmitteln finanziert. Für die Folgejahre sind zur Sicherstellung der technischen und wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit der IAM Investitionen in die traditionellen Technologien sowie angestrebte Innovationen geplant. 5. Entwicklung und Konstruktion Bei den neuen Serienprojekten sowie der Bearbeitung von Kundenanfragen konnten die Projektteams der IAM ihre Erfahrung in fertigungsgerechter Konstruktion sowie qualitativer Herstellung von Felgen, Speichen- und Gussrädern erfolgreich zur Geltung bringen. Hierbei wurden jeweils die wachsenden Anforderungen an Konstruktion und Qualitätssystem des Lieferanten durch den OEM-Kunden deutlich, was sich in der gemeinsamen Projektbearbeitung und auch in der Steuerung komplexer internationaler Lieferantenstrukturen wiederspiegelt. Die Entwicklung setzte Schwerpunkte bei den Produkten Speichenräder der Eigenmarke SAXESS, die eine künftige Alternative für Kunden aus Serie und Aftermarkt bei der Ausstattung von Motorrädern bieten werden. Hierbei handelte es sich vorrangig um eigene, auch patentierte technische Varianten für Straßen- und Sportfahrzeuge, die sich durch ein reduziertes Gewicht, Materialqualität, Sicherheit und Wartungsfreundlichkeit auszeichnen. Weiterhin konnten Technologien zur mehrfarbigen Gestaltung von Felgen entwickelt werden, die das Produkt insbesondere für den Endkunden deutlich aufwerten. 6. Soziale Verhältnisse und Leistungen Am 28.02.2013 wurde zwischen den Tarifvertragsparteien ein Ergänzungstarifvertrag mit rückwirkender Gültigkeit zum 01.01.2012 abgeschlossen. Die im Ergänzungstarifvertrag vereinbarten Inhalte wurden von beiden Vertrags-parteien eingehalten. 7. Vermögens- Finanz- und Ertragslage Das Vermögen der IAM Components GmbH (vormals: Behr Industry Motorcycle Components GmbH setzt sich aus 9,9 % (VJ: 10,7 %) Anlagevermögen und 90,1 % (VJ: 89,3 %) Umlaufvermögen zusammen. Die wesentlichen Positionen sind mit 36,8 % (VJ: 29,0 %) die Vorräte und mit 24,4 % (VJ: 23,7 %) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten. Die deutliche Reduzierung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ist i.W. auf den Ausgleich der Forderung aus der Verlustübernahme 2012 durch den Gesellschafter zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2013 42,7 % (VJ: 45,1 %). Die Rückstellungen betragen 36,1 % (VJ: 31,4 %), die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen einschließlich Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3,1 % (VJ: 6,0 %), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15,1 % (VJ: 15,6 %) des Gesamtkapitals. Die Liquiditätssituation war im Geschäftsjahr 2013 gut. Der leicht negative Cashflow aus der operativen Tätigkeit (TEUR - 163) wurde zum Teil durch Zuflüsse aus der Investitionstätigkeit (TEUR 58) kompensiert. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Liquiditäts-engpässe sind derzeit nicht erkennbar. Das Unternehmen finanziert sich aus eigenen Mitteln. Das Finanzmanagement ist auf die Ziele Sicherung der Liquidität, Wirtschaftlichkeit und Risikobegrenzung ausgerichtet. Bei Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 12.706 (VJ: TEUR 17.010) wird ein Jahresergebnis von TEUR - 1.051 (VJ: TEUR 0 nach Verlustausgleich durch den Gesellschafter in Höhe von TEUR 777) ausgewiesen. Dies entspricht einer Umsatzrendite von - 8,3 % (VJ: - 4,6 %). 8. Vorgänge von besonderer Bedeutung Ende des ersten Quartales 2013 schied Herr Diplom-Kaufmann Thomas Eck als Interim Manager aus der Geschäftsleitung aus. Aufgrund der weiterhin negativen Ergebnisentwicklung und der Verlustplanung für das Berichtsjahr wurden frühzeitig in 2013 Kostensenkungen identifiziert und umgesetzt. Konzepte zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch Innovationen/Investitionen wurden erarbeitet. Diese dienen als Grundlage für die strategische und technisch-wirtschaftliche Ausrichtung der IAM. Parallel wurde ein Programm zur kontinuierlichen Verbesserung eingeführt, das die Mitarbeiter durch ihre Vorschläge zu den Themen Geschwindigkeit, Qualität und Ordnung sowie der Optimierung der Arbeitsmittel am eigenen Arbeitsplatz als Prozesseigner und Multiplikatoren selbst tragen und prozessorientiert alle Unternehmensbereiche einbezieht. 9. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung sowie Ausblick Die im Kundenportfolio befindlichen Premiumanbieter im Motorradmarkt BMW, KTM und Triumph konnten Ihren Fahrzeugabsatz im letzten Jahr gegenüber dem Vorjahr steigern bzw. halten. Anbieter wie Yamaha und Suzuki verzeichnen weiterhin fallende Absätze. Die Konzentration von IAM Components GmbH (vormals: Behr Industry Motorcycle Components GmbH) auf die Premiumanbieter sowie der intensive Kontakt zu den Entwicklungsabteilungen dieser Unternehmen bietet eine interessante Perspektive für IAM. Der technologische Trend geht weiterhin in Richtung Produkt mit höherer Präzision und Innovation. Bei Realisierung von entsprechenden Fertigungskonzepten und gleichbleibend intensiver Pflege der Kontakte zu den Entwicklungsabteilungen der Kunden hat IAM Components GmbH (vormals: Behr Industry Motorcycle Components GmbH) reale Wachstumschancen. Durch die Stärkung der eigenen Entwicklungs-tätigkeit ist ebenfalls Wachstum realisierbar. Die geographische Lage der IAM Components GmbH (vormals: Behr Industry Motorcycle Components GmbH) im Vogtland bietet hierzu in vergleichsweise direkter Nähe zu den großen Entwicklungszentren und Montagewerken der europäischen Motorradhersteller und Händlernetze sowie deren Kundenmärkte sehr gute Voraussetzungen. In die Zukunftsplanung wurde der Hauptkunde BMW Motorrad eng eingebunden und über die technischen Entwicklungsansätze in der Felgen- und Radfertigung sowie bei der Qualitätssteuerung des Gussradprogramms informiert. Das Verhältnis zum Hauptkunden BMW konnte nachhaltig verbessert und auf eine stabile Grundlage gestellt werden. Dies drückt sich konkret in der Beauftragung neuer Projekte aus. Zu einer nachhaltigen Entwicklung ist es ohne Alternative, die Wirtschaftlichkeit der IAM Components GmbH zu stärken. Hierzu und als Reaktion auf die wachsenden Anforderungen an Engineering und Qualität, wurden geeignete technische und organisatorische Entwicklungsschritte im Unternehmen ermittelt, die zur Entscheidung anstehen. Die Situation im Hinblick auf Mitbewerber hat sich nicht verändert, der nachhaltige Druck asiatischer Lieferanten in den Europäischen Markt ist spürbar. Die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2014 geht bei steigenden Gesamterlösen von einem weiterhin negativen Ergebnis aus. Aufgrund von Sondereffekten wird davon ausgegangen, dass der Verlust leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2013 liegt. Durch weitere Umsatzerhöhung und die Effekte aus den eingeleiteten Maßnahmen zur Ergebnis-verbesserung wird für 2015 eine Verbesserung der Ergebnissituation erwartet. Für das Geschäftsjahr 2016 ist die Erreichung eines leicht positiven Ergebnisses angestrebt. Trotz der Verluste in den nächsten Jahren wird der Fortbestand des Unternehmens durch den neuen Gesellschafter gesichert. 10. Nachtragsbericht Mit Vertrag vom 07.01.2014 wurden die Gesellschafteranteile durch die MAHLE Industrial Thermal Systems Reichenbach GmbH an die Platin 979. GmbH (zukünftig: saxess Holding GmbH) verkauft. Aufgrund der anhaltend schlechten wirtschaftlichen Situation wurden bereits seit November 2012 Verkaufsgespräche mit möglichen Investoren geführt, wobei Anfang 2013 bereits ein entsprechender LOI mit einem potentiellen Käufer unterzeichnet war. Die Ergebnisse der laufenden Verkaufsverhandlungen wurden der Möglichkeit einer Betriebsstilllegung gegenübergestellt. Da die Veräußerung bereits vor Bilanzstichtag absehbar war und wie geplant zum 07.01.2014 umgesetzt wurde, ist die Möglichkeit der Betriebsstilllegung nicht weiter verfolgt worden
Mylau, 26. Mai 2014 gez. Pierre Gumprich |
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