Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 158444
Eingetragen
25.8.2005
Branche
Erbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.Betrieb von SportanlagenHerstellung von Sportgeräten
Gegenstand
Ideelle und materielle Förderung des Leistungssports einschließlich Durchführung von Leistungssportveranstaltungen in allen Schneesportarten der Gegenwart und Zukunft und in den ihrer Ausübung dienenden weiteren Formen ganzjähriger sportlicher Betätigung sowie Betreiben von Stützpunkten und Leistungszentren. Die Gesellschaft ist an die Regelungen enthalten in der Sport-, Finanz- sowie Rechts- und Schiedsordnung des Deutschen Skiverbandes e.V. (DSV) gebunden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Schlütter
seit 20.5.2025
Geschäftsführer
Wolfgang Maier
seit 7.2.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Deutscher Skiverband e.V.
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Deutscher Skiverband e.V.
Germany
500.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DSV Leistungssport GmbH

Planegg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2023 bis zum 30.04.2024

Lagebericht

Geschäftsverlauf und Lage

Wie in den Vorjahren ist die professionelle Ausbildung und Betreuung von Athletinnen und Athleten für den internationalen Wettkampfsport als zentrale Aufgabe der Gesellschaft zu nennen. Eine Aufgabe, die in Anbetracht schwieriger Rahmenbedingungen immer herausfordernder wird.

Denn noch immer leidet die Wirtschaft und damit einhergehend die Sport-, Medien- und Sponsorenlandschaft unter den Nachwehen der "Corona"- und "Energie-Krisen". Noch immer sorgt der russische Angriffskrieg in der Ukraine, neben all dem menschlichen Leid, für ein deutlich spürbares Maß an Verunsicherung in zahlreichen Geschäfts- und Betätigungsfeldern der Gesellschaft.

Deshalb galt das Hauptaugenmerk im abgelaufenen Wirtschaftsjahr vor allem der Stabilisierung des Geschäftsbetriebs der DSV Leistungssport GmbH.

Verbandsübergreifend lautete die Zielvorgabe, in möglichst allen olympischen Disziplinen im Damen- und Herrenbereich erstklassige Ergebnisse zu erzielen. Damit wurde die für "Olympia 2026" beschlossene Neuausrichtung und Weichenstellung aus dem Jahr 2022 planmäßig und konsequent fortgeführt.

Mit den Skiflug-Weltmeisterschaften am Kulm (AUT) und der Biathlon-WM im tschechischen Nove Mesto standen im Verlauf des zurückliegenden Winters klar definierte Saisonhöhepunkte für die Skisprung-Herren und die Biathlon-Teams im Kalender. Für alle weiteren Disziplinen innerhalb des DSV war die Saison 2023/24 ein so genanntes "Zwischenjahr" mit einer oftmals individuellen Schwerpunktsetzung innerhalb der Weltcupserie.

Aufgrund witterungsbedingter Absagen und Ausfälle von Weltcupveranstaltungen musste die bestehende Jahresplanung allerdings mehrfach und teilweise kurzfristig angepasst werden, was sowohl sportlich als auch wirtschaftlich ein hohes Maß an Flexibilität und Budgetdisziplin von den Verantwortlichen erforderte.

Dank umsichtiger Planung und Kontrolle sowie der vorsorglichen Versicherung von Risikosegmenten wurden die Schwierigkeiten zwar verhältnismäßig gut bewältigt. Allerdings konnten die angepassten Ziele im wirtschaftlichen Sektor schlussendlich nicht ganz erreicht werden.

Als Resümee bleibt dennoch festzuhalten, dass die Aufgaben in der Saison 2023/24 gemeistert werden konnten. Das betrifft vor allem

- die Erfüllung der sportlichen Ziele im Spitzenbereich

- die Erfüllung der sportlichen Ziele im Nachwuchsbereich

- die Erfüllung der angepassten Planung im wirtschaftlichen Bereich.

Aufbauend auf den sportlichen Erfolgen bildeten die einzelnen Werbeverträge die wirtschaftliche Basis der GmbH. Hier sind insbesondere folgende mittel- und langfristigen Verträge zu nennen:

• Lizenz für nationale und internationale Fernsehrechte

• Sponsoring und Teampartnerschaften (Adidas, Audi, Bogner, DKB, Viessmann, Würth, Tectake, TQ Systems, Eurotrade/Interwetten, Pistenbully, Ziener, VR-Perfekt, Plan International, Personalshop, E3DC)

• Vermarktung der Disziplinweltcups mit verschiedenen Agenturen

Die Ertragslage der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr maßgeblich von Einnahmen aus Fernsehrechten (TEUR 17.319; Vorjahr: TEUR 15.899) und Werberechten (TEUR 7.223; Vorjahr: TEUR 8.590) sowie Sponsorengeldern (TEUR 8.800; Vorjahr: TEUR 8.707) geprägt.

Insgesamt wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 49.442 (Vorjahr: TEUR 47.689) erzielt.

Der Materialaufwand lag mit TEUR 29.198 (Vorjahr: TEUR 29.428) auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich leicht auf TEUR 10.836 (Vorjahr: TEUR 10.200). Unter Einbezug aller Aufwendungen und Erträge errechnet sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR 119 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR 604).

Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber der Eröffnungsbilanz von 43,7% auf 42,52 % zum Wirtschaftsjahresende verringert.

Der Finanzmittelbestand in Höhe von TEUR 799 hat sich gegenüber TEUR 2.135 zu Jahresbeginn stark reduziert.

Sportlicher Ausblick

Die Saison 2023/24 war für den internationalen Skisport ein so genanntes "Zwischenjahr", in dem der Fokus vor allem auf den jeweiligen Weltcupveranstaltungen lag. Nur im Biathlon und im Skifliegen fanden turnusgemäß Weltmeisterschaften statt, bei denen die DSV-Athleten die von der Sportführung formulierten Zielvorgaben mit insgesamt fünf Medaillen erfüllen konnten.

In den Disziplinen, in denen im zurückliegenden Jahr keine Großveranstaltungen stattfanden, knüpften unsere Athletinnen und Athleten, zumeist an die sehr guten Leistungen des Vorjahres an. Mit 14 Weltcupsiegen und insgesamt 90 Top-3 Platzierungen steht für den DSV einmal mehr ein hervorragendes Gesamtergebnis im langfristigen Jahresvergleich zu Buche.

Besonders hervorzuheben ist dabei die Entwicklung im Bereich Langlauf mit insgesamt 15 Top-3 und 46 Top-10 Platzierungen. Insbesondere die Damen scheinen sich nun endgültig in der Weltspitze etabliert zu haben und können der einstigen Übermacht aus Skandinavien inzwischen durchaus Paroli bieten.

Einzig die Nordischen Kombinierinnen und Kombinierer blieben insgesamt betrachtet bei den erzielten Podiumsplatzierungen etwas hinter den Erwartungen zurück. Gleichzeitig spiegelt die signifikant gestiegene Anzahl an Anschlussergebnissen zwischen Platz 4 und Platz 10 auch in dieser nordischen Kerndisziplin das nach wie vor große Leistungspotential wider.

Neben den guten Leistungen im absoluten Spitzenbereich ist das Abschneiden der DSV-Nachwuchssportler bei den jeweiligen Juniorenweltmeisterschaften hervorzuheben. Denn mit insgesamt 21 Medaillen erzielte der Deutsche Skiverband zum zweiten Mal in Folge das beste Gesamtergebnis in seiner Geschichte. Ein eindrucksvoller Nachweis über das potentielle Leistungsreservoir für die kommende Zehnjahres-Periode!

Mit Blick auf die sportlichen Herausforderungen in den kommenden zwei Jahren sind demzufolge nur relativ geringe Anpassungen in den vorhandenen Strukturen und Planungen der unterschiedlichen Disziplinen notwendig.

Nichtsdestotrotz gilt es weiterhin und mit vollem Einsatz das Leistungsniveau in den jeweiligen Sportarten hoch zu halten und dort, wo die erbrachten Leistungen teilweise noch nicht den Anforderungen und Zielvorgaben entsprechen, die beschlossenen Optimierungsmaßnahmen umzusetzen.

Um dauerhaft über möglichst alle Disziplinen hinweg erfolgreich zu bleiben, wurden die bestehenden Kooperationen mit den Instituten des Deutschen Sports (Institut für Angewandte Trainingswissenschaft, "IAT" und Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten, "FES") fortgeführt. Gleichzeitig investiert der DSV eigenes KnowHow und zusätzliche Gelder, um in enger Zusammenarbeit mit seinen Ausrüstern und über die DSV Technologie GmbH auch im Materialbereich seine Spitzenstellung im weltweiten Vergleich halten zu können.

Weiterer Schwerpunkt im Rahmen der verbandsübergreifenden sportlichen Aufgaben ist und bleibt die Nachwuchsentwicklung.

Diese wird kontinuierlich und nach neuesten Erkenntnissen über die Sportdirektoren und Stützpunktleiter vorangetrieben und optimiert. Dauerhaftes Ziel ist es, die jungen Athletinnen und Athleten des DSV mit den entsprechenden Trainingsumfängen und -inhalten perspektivisch für spätere internationale Spitzenleistungen vorzubereiten.

Die maßgeblichen strategischen und strukturellen Richtlinien für die Entwicklung der Spitzenteams werden von den beiden Sportvorständen des Verbandes vorgegeben. Den Sportvorständen unterstellt sind die jeweiligen Sportdirektoren, Bundestrainer und Disziplintrainer Weltcup, die für das Erreichen der sportlichen Ziele innerhalb der Weltcup-Teams verantwortlich sind.

Um die erfolgreiche Personalentwicklung in diesem hoch spezialisierten Bereich fortsetzen zu können, legt der DSV ein besonderes Augenmerk auf die Qualität seiner Traineraus- und Trainerfortbildung. Die seit vielen Jahren bestehende DSV-Trainerschule erhält in diesem Zusammenhang eine zusätzliche strategische Gewichtung. Vor allem wenn es darum geht, die neuesten sportwissenschaftlichen Erkenntnisse an die nächste Trainergeneration zu vermitteln. Konsequenterweise werden hierfür seit einigen Jahren die besten Trainer in die Ausbildung eingebunden. Neue Stellenbeschreibungen und Zielvorgaben für die angestellten Trainer runden den Prozess der Qualitätssteigerung im Personalbereich ab.

Zusammenfassend kann die derzeitige sportliche Gesamtsituation des DSV über alle Disziplinen hinweg positiv bewertet werden. Die Ergebnisse der zurückliegenden Saison und die ersten Rückmeldungen und Leistungskontrollen aus dem laufenden Trainingsbetrieb geben hinreichend Anlass, mit großer Zuversicht auf den anstehenden Winter 2024/25 mit den Weltmeisterschaften in den Disziplinen Alpin, Skicross und Freeski sowie im Bereich Nordisch und Biathlon und das langfristige Ziel "Olympia 2026" zu blicken.

Nichtsdestotrotz gilt es weiterhin und mit vollem Einsatz das Leistungsniveau in den jeweiligen Sportarten hoch zu halten und dort, wo die erbrachten Leistungen teilweise noch nicht den Anforderungen und Zielvorgaben entsprechen, die beschlossenen Optimierungsmaßnahmen umzusetzen.

Wie in den Vorjahren wurden unmittelbar nach der Weltcupsaison in allen Disziplinen die hierfür notwendigen Analysen in der Cheftrainerklausur und in den jeweiligen Klausuren der Disziplinen vorgenommen. Diese dienten als Grundlage für die Neuaufstellung der Kader- und Trainerteams und eine verbesserte Abstimmung der Trainingsinhalte.

Finanzieller Ausblick

Die Vermarktung der Medien-Rechte für die deutschen Weltcupveranstaltungen ist nach wie vor der wirtschaftliche Lebensnerv für das Finanzierungskonzept des Deutschen Skiverbandes.

Mit der Agentur Infront wurde bereits vor einigen Jahren ein langfristiger Vertrag zur Vermarktung der internationalen TV-Rechte bis 2030/31 vereinbart.

Bei den nationalen Rechten machte die Agentur SportA (die off. Rechteagentur von ARD und ZDF) von ihrem vertraglichen vereinbarten Optionsrecht Gebrauch und verlängerte den aktuellen Vertrag um ein weiteres Jahr bis 2025/26 zu verbesserten Konditionen für die Gesellschaft. Derzeit befinden sich beide Parteien im intensiven Austausch über die Inhalte und Konditionen für eine Verlängerung über den aktuellen Olympiazyklus hinaus.

SportA und DSV haben aber bereits ihr grundsätzliches Interesse signalisiert, die erfolgreiche Kooperation und damit einhergehend das Konzept der langen Wintersporttage auf ARD und ZDF fortsetzen zu wollen. Damit hätte der DSV erneut die erwünschte mehrjährige Planungssicherheit für beide TV-Rechtepakete.

Inwiefern bzw. ab welchem Zeitpunkt die seit drei Jahren angedachte Zentralisierung der internationalen Medienrechte seitens FIS zur Umsetzung kommt, lässt sich Stand heute noch immer nicht abschätzen. Obwohl sich alle führenden Skinationen, darunter auch Deutschland, grundsätzlich darüber einig sind, dass eine solche Zentralvermarktung sinnvoll wäre, konnte bislang noch immer keine Einigung mit dem Weltverband FIS erzielt werden. Weder strukturell, noch inhaltlich oder wirtschaftlich.

Das mehrfach wiederholte Versprechen des Weltverbandes, dass bei einer Zentralisierung der internationalen TV-Rechte jede Nation im Vergleich zum jeweils aktuellen Vertrag deutlich bessergestellt sei, erscheint vor diesem Hintergrund nur bedingt glaubhaft und gar beruhigend. Dementsprechend sorgfältig prüft die Gesellschaft in den intensiv geführten Diskussionen die jeweils möglichen Chancen und Risiken, um schlussendlich die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Neben den wirtschaftlichen Aspekten spielen dabei auch zahlreiche weitere Fragestellungen eine Rolle, die mittel- und unmittelbar Einfluss auf das "Produkt" und generell auf den gesamten Skisport haben.

Deutlich übersichtlicher ist derweil die Situation bei der Eventvermarktung: Für die Alpin- und Skisprungweltcups sowie für die Vermarktung der Vierschanzentournee laufen die entsprechenden Lizenzverträge noch bis zur Saison 2025/26. Für beide Vermarktungs-Kooperationen gab es bereits erste Sondierungs- bzw. Vertragsgespräche.

Relativ ähnlich ist die Situation bei den Partnerschaften mit den Haupt- und Teamsponsoren. Auch hier laufen die Verträge noch bis Mitte 2026. Und auch hier gab es bereits die ersten Abstimmungsgespräche. Vermutlich wird aber erst im Verlaufe des nächsten Weltcupwinters abzusehen sein, welche Kooperationen und vor allem zu welchen Bedingungen verlängert werden. Analog der zurückliegenden Vertragsperioden bleibt es das Bestreben der Gesellschaft, möglichst viele Partnerschaften über einen längeren Zeitraum gemeinsam entwickeln zu können.

Eine dieser langjährigen Kooperationen geht allerdings mit Ende des kommenden Weltcupwinters 2024/25 zu Ende: Nach über 20-jähriger Zusammenarbeit wird der Vertrag mit Premiumpartner Würth nicht mehr verlängert und die Summe bereits für das Jahr 2024/25 um 500T€ verringert. Entsprechend intensiv wird derzeit an der Neukonzeption und an der Vermarktung der ab 2025 verfügbaren Sponsoring-Pakete gearbeitet.

Bereits final ausverhandelt indessen ist die Verlängerung der bis 2023/24 laufenden Lizenzvereinbarung mit Infront zur Vermarktung der Biathlon-Weltcups in Oberhof und Ruhpolding. Der entsprechende Vertragsentwurf wird aktuell seitens der Gesellschaft geprüft.

Als weiterer wichtiger Baustein im wirtschaftlichen und sportlichen Gesamtkonzept des DSV bleibt der so genannte DSV-Skipool zu nennen. Hier werden zum einen zusätzliche Lizenzeinahmen durch die Vergabe von Logo-, Titel- und Bildrechten erwirtschaftet. Zum anderen akquiriert der DSV über seine Ausrüsterverträge das Material und die Sachleistungen, die für den Hochleistungssport in den unterschiedlichen Disziplinen notwendig sind.

Die meisten, der im Skipool gebündelten Verträge wurden im Verlauf der vergangenen Monate verlängert, so dass hier bis einschließlich 2026 keine gravierenden Veränderungen anstehen und Planungssicherheit besteht. Allerdings ist gerade auch in diesem Bereich derzeit nicht absehbar, wie sich die schwachen Konjunkturzahlen mittelfristig auf die Sportartikel- und Skibranche auswirken werden.

Kaum verändern wird sich in den kommenden Jahren vermutlich das anteilige Verhältnis der Sponsoreneinnahmen. Auch wenn bei den so genannten "Neuen Disziplinen" und bei den Nachwuchsteams inzwischen einige Erlöse generiert werden, sind die allermeisten Einnahmen der Gesellschaft unmittelbar mit den traditionellen olympischen Disziplinen verknüpft.

Dank der seit Januar 2019 wirksamen Förderung der öffentlichen Hand hat der Deutsche Skiverband darüber hinaus die Möglichkeit, einige weitere disziplinübergreifenden Strukturen und sportartspezifische Projekte zu finanzieren, die für die Gesamtkonzeption des Verbandes teilweise extrem wertvoll und wichtig sind.

Gemäß der, vom Aufsichtsrat genehmigten Haushaltsplanung vom 11.10.2023, wird ein Umsatzrückgang um etwa Mio. EUR 1,0 erwartet und ist das Ergebnis für das Wirtschaftsjahr 2024/25 in der DSVL mit einem Defizit von ca. 250T€ beziffert. Nach aktuellem Stand und der Reduktion von Würth für das Wirtschaftsjahr 2024/25 beträgt bei einem erwarteten Rückgang das Defizit ca. 750T€, das es durch weiteren Sponsoreneinnahmen und Kostenreduktionen zu verbessern gilt.

Bei der Kalkulation und Budgetplanung für das kommende Wirtschaftsjahr fanden die Erfahrungswerte der drei zurückliegenden Winter natürlich Berücksichtigung.

Ziel der Geschäftsführung ist es, das Wirtschaftsjahr 2024/2025 über den Gesamtverband mit einer Schwarz Null abzuschließen.

Chancen und Risiken

Trotz gravierender Veränderungen der Medien- und Sponsorenlandschaft und entgegen der teilweise unsachlichen Diskussionen zur Zukunft des Wintersports war der Deutsche Skiverband in der Lage, die Wertigkeit des Produktes "Skisport" auf sehr gutem Niveau zu halten bzw. teilweise sogar zu erhöhen.

Damit konnte sich der DSV als einer der wenigen deutschen Spitzendachverbände in den vergangenen Jahren in der Fußball-Monokultur behaupten. Die breite Angebotspalette, mit der der Deutsche Skiverband sowohl im Konzept der langen Wintersporttage von ARD und ZDF als auch bei den digitalen und Print-Medien punkten kann, ist dabei nach wie vor das größte und wichtigste Pfund für die gesamte Entwicklung und Vermarktung des Verbandes.

Das setzt aber voraus, dass es dem DSV auch in Zukunft gelingt, seine sportlichen Erfolge auf einem vergleichbaren Niveau wie in den zurückliegenden Jahren zu halten. Nur dann wird der Skisport seine derzeit hohe Wertigkeit behalten können.

Andererseits lebt der Ski- und Wintersport nicht nur in Deutschland, sondern auch international betrachtet von einer relativ alten und traditionellen Fangemeinde. Von daher ist es zwingend notwendig, jüngere und vermarktungsrelevante Zielgruppen zu erschließen.

Vor diesem Hintergrund müssen weiterhin alle Anstrengungen unternommen werden, um die Planungssicherheit sowie Attraktivität der deutschen Weltcupveranstaltungen zu erhöhen.

Dazu gehört, dass der DSV mit glaubhaften Nachhaltigkeitskonzepten seinen Beitrag leistet, um auch zukünftig eine möglichst hohe Akzeptanz für sein breitgefächertes Engagement und die unterschiedlichen DSV-Events zu erhalten. Zumal das Interesse der Fans in direkter Konsequenz natürlich auch das Engagement von Partnern und Sponsoren beeinflusst.

Die Erfahrung zeigt, dass Wirtschaftsunternehmen und Sponsoren nur dann dauerhaft den Skisport als werbliche Kommunikationsplattform nutzen, wenn über den sportlichen Erfolg (vornehmlich der deutschen Athletinnen und Athleten) das entsprechende Zuschauerinteresse beziehungsweise kontinuierlich gute Medienwerte und Reichweiten, analog wie digital, generiert werden.

Entsprechend hängt der wirtschaftliche Erfolg des Verbandes in absehbarer Zukunft weiterhin ganz wesentlich von den sportlichen Ergebnissen bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und Weltcups ab. Wenn auch nicht mehr so unmittelbar wie noch vor einigen Jahren.

Denn trotz der hervorragenden sportlichen Bilanzen und Medienwerte stehen bei den Vertragsgesprächen mit bestehenden und potentiellen Partnern zunehmend die derzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Vordergrund.

Die flächendeckenden Budgetkürzungen und Einsparmaßnahmen in nahezu allen Wirtschaftsbranchen betreffen natürlich auch die unterschiedlichen Sponsoring-Strategien und Engagements. Insofern bleibt abzuwarten, ob sich die Vermarktungserfolge in den kommenden Jahren dauerhaft auf dem derzeitigen Niveau halten oder steigern lassen, wie es angesichts kontinuierlich steigender Ausgaben eigentlich notwendig wäre.

In Konsequenz müssen seitens der Gesellschaft und des gesamten DSV alle Anstrengungen unternommen werden, um als (Werbe)Partner über die gesamte Sponsoren-Pyramide (vom Premiumpartner bis hin zum einfachen Lieferanten) wettbewerbsfähig und attraktiv zu bleiben.

Hierfür sind auch zukünftig Investitionen notwendig. Vor allem für den Ausbau und die konsequente Weiterentwicklung der verbandseigenen Digital-Präsenzen und Kommunikationskanäle. Denn diese, mit großem personellem und finanziellem Aufwand betriebenen Strukturen, bilden neben der "klassischen" Vermarktung das Grundgerüst für zusätzliche bzw. höhere Einnahmen aus der digitalen Vermarktung inklusive Ticketing und Merchandising.

Ähnlich große Herausforderungen ergeben sich für den DSV und seine Organisationskomitees aufgrund der fortschreitenden Klimaveränderungen.

In den vergangenen Jahren konnte die schnee- und witterungsbedingte Ausfallquote für deutsche Weltcupevents zwar signifikant reduziert werden. Dennoch muss weiterhin kontinuierlich in den Bereich "Schneemanagement" investiert werden, um das Ausfallrisiko der DSV-Veranstaltungen zu minimieren. Und zwar nicht nur für den absoluten Spitzenbereich, sondern insbesondere auch zur Absicherung von Trainingsmaßnahmen bis hinunter in den Kinder- und Jugendbereich.

Dass sich diese Anstrengungen lohnen, zeigt ein Blick auf die aktuellen Kader: Denn in nahezu allen Mannschaften konnten in den zurückliegenden Jahren junge Athletinnen und Athleten an die absolute Weltspitze herangeführt werden.

Damit verfügt der DSV nach derzeitigem Stand auch in den kommenden Jahren in allen Disziplinen über Leistungsträger, die kurz- und mittelfristig den sportlichen und damit einhergehend auch die Basis für den angestrebten wirtschaftlichen Erfolg absichern.

Deutlich unberechenbarer ist hingegen die Entwicklung beim internationalen Skiverband FIS. Die seit nunmehr drei Jahren andauernden Diskussionen und Rechtsstreitigkeiten rund um eine mögliche Zentralisierung der internationalen Medienrechte, sowie das schwierige Verhältnis des Weltverbandes zu den meisten Mitgliedernationen sorgt nicht nur in Deutschland, sondern weltweit für große Verunsicherung.

Nach wie vor ist leider nicht erkennbar, welche Strategie der Weltverband hier tatsächlich verfolgt. Und trotz zahlreicher Vermittlungsversuche ist noch immer keine zufriedenstellende Lösung in Sicht.

Damit einhergehend sind bereits immens hohe Personal-, Anwalts- und Beratungskosten aufgelaufen, die in den mittelfristigen Haushaltplanungen in diesem Umfang nicht absehbar waren.

Andererseits sind diese Aufwendungen aber zwingend notwendig, um im engen Schulterschluss mit den meisten führenden Skinationen, die Interessen der nationalen Verbände und damit auch die des Deutschen Skiverbandes und der Gesellschaft zu schützen.

Bilanz

Aktiva

30.4.2024
EUR
30.4.2023
EUR
A. Anlagevermögen 685.929,00 1.137.856,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 122.894,00 139.467,00
II. Sachanlagen 563.035,00 638.389,00
1. technische Anlagen und Maschinen 317.166,00 395.135,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 245.869,00 243.254,00
III. Finanzanlagen 0,00 360.000,00
1. Beteiligungen 0,00 360.000,00
B. Umlaufvermögen 10.109.506,64 9.712.915,58
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.310.529,65 7.578.412,45
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.164,60 534.460,36
2. sonstige Vermögensgegenstände 9.283.365,05 7.043.952,09
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 798.976,99 2.134.503,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 383.853,59 308.784,40
Summe Aktiva 11.179.289,23 11.159.555,98

Passiva

30.4.2024
EUR
30.4.2023
EUR
A. Eigenkapital 4.754.139,18 4.873.649,46
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 2.068.260,00 2.068.260,00
III. Gewinnrücklagen 750.000,00 750.000,00
IV. Bilanzgewinn 1.435.879,18 1.555.389,46
davon Gewinnvortrag 1.555.389,46 2.159.728,52
B. Rückstellungen 389.483,50 1.180.248,25
C. Verbindlichkeiten 4.863.166,53 4.576.491,58
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.946.202,07 1.489.915,02
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.946.202,07 1.489.915,02
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.916.964,46 3.086.576,56
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.916.964,46 3.086.576,56
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.172.500,02 529.166,69
Summe Passiva 11.179.289,23 11.159.555,98

Gewinn- und Verlustrechnung

1.5.2023 - 30.4.2024
EUR
1.5.2022 - 30.4.2023
EUR
1. Rohergebnis 20.516.109,44 18.827.817,16
2. Personalaufwand 9.503.339,30 8.981.829,30
a) Löhne und Gehälter 7.911.033,53 7.525.628,11
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.592.305,77 1.456.201,19
davon für Altersversorgung 45.548,26 41.688,44
3. Abschreibungen 225.555,05 244.884,07
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 225.555,05 244.884,07
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.836.463,32 10.200.445,39
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 203,42 23,70
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 70.499,57 5.021,16
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -34,10
8. Ergebnis nach Steuern -119.510,28 -604.339,06
9. Jahresfehlbetrag 119.510,28 604.339,06
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.555.389,46 2.159.728,52
11. Bilanzgewinn 1.435.879,18 1.555.389,46

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft läuft vom 01. Mai bis 30. April.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: DSV Leistungssport GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Planegg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht München
Register-Nr.: HRB 158444

Der Jahresabschluss der DSV Leistungssport GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederungsschemata der §§ 266, 275 HGB erstellt, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung wie bisher das Gesamtkostenverfahren Anwendung gefunden hat.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung wurden die gesetzlichen Bilanzierungsgebote und -verbote ausnahmslos beachtet.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge enthalten.

Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite und Aufwendungen sind nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern betragen 20 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen ein bis 19 Jahre.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.

Das Anlagevermögen ist in einem Bestandsnachweis ordnungsgemäß entwickelt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Ausfallrisiken werden durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Im Geschäftsjahr gab es keine Einzelwertberichtigungen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden debitorische Kreditoren ausgewiesen.

Die liquiden Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden entsprechend dem Aufwandsverlauf verteilt.

Das Stammkapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und wird unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften ausgewiesen.

Die Pensionsrückstellungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert des Wertpapiervermögens angesetzt, da sich die Altersvorsorgeverpflichtungen nach dem beizulegendem Zeitwert dieser Wertpapiere bestimmen. Da es sich um Deckungsvermögen handelt, werden die Wertpapiere gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Altersvorsorgeverpflichtungen verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert und sind so bemessen, dass allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen wurde. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen i. H. der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Im Berichtsjahr lagen keine Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr vor. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden kreditorische Debitoren ausgewiesen.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden entsprechend ihrem Ertragsverlauf verteilt.

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt mit der vertraglichen Leistungserbringung.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Die Zusammensetzung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag ist aus nachfolgender Übersicht ersichtlich:

Art der Forderung zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
30.04.2024 TEuro kleiner 1 Jahr
TEuro
größer 1 Jahr
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 8.787,5 8.787,5 0,0
Vorjahr: 6.377,1 6.377,1 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 27,2 27,2 0,0
Vorjahr: 534,5 534,5 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 495,8 495,8 0,0
Vorjahr: 666,9 666,9 0,0
Summe 9.310,5 9.310,5 0,0
Vorjahr: 7.578,50 7.578,50 0,0

In den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen debitorische Kreditoren in Höhe von 335.210,47 (Vorjahr: 448.313,02) ausgewiesen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmer betreffen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 27.164,60 (Vorjahr: EUR 534.460,36).

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

In diesem Posten sind ausschließlich Beträge enthalten, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Stammkapital

Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt unverändert zum Vorjahr EUR 500.000,00 und ist vollständig einbezahlt.

Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen in Höhe von EUR 210.886,76 wurden aufgrund § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit dem anzusetzenden Aktivposten in gleicher Höhe saldiert. Die Anpassung des Depots erfolgt jeweils zum Bilanzstichtag.

Die Anschaffungskosten betragen EUR 210.886,76.

Sonstige Rückstellungen

Dieser Posten enhält Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von EUR 46.983,50 - im Wesentlichen Beträge für im Geschäftsjahr entstandene Gehalts-, Resturlaub- und Überstundenansprüche der Mitarbeiter (Vorjahr: EUR 44.067,70) - und für Jahresabschlusskosten in Höhe von EUR 48.000,00 (Vorjahr: EUR 54.900,00).

Die Rückstellung für Abschluss - und Prüfungskosten umfasst die internen und externen Kosten zur Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses. Berücksichtigt wurden Personal- und Sachaufwendungen, die im nachfolgenden Geschäftsjahr für das abgeschlossene Geschäftsjahr angefallen sind.

Die Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub oder Mehrarbeitsstunden wurde auf Grundlage einer personenbezogenen Auswertung unter Bestimmung des Gesamtaufwands des Arbeitgebers zur Erfüllung seiner Verpflichtung aus dem Arbeitsverhältnis bewertet.

Bei den übrigen sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 294.500,00 handelt es sich Rückstellungen für Preisgelder, für Rückzahlungs- und Prozessrisiken sowie für Ausgleichsabgabe und Nachlaufkosten (Vorjahr: EUR 1.081.280,55).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten und die Angaben von Art und Form von Sicherheiten der einzelnen Posten der Verbindlichkeiten sind der folgenden Übersicht zu entnehmen:

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
30.04.2024 TEuro kleiner 1 Jahr
TEuro
größer 1 Jahr
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 707,8 707,8 0,0
Vorjahr: 2.543,3 2.543,3 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 1.946,2 1.946,2 0,0
Vorjahr: 1.489,9 1.489,9 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 2.209,2 2.209,2 0,0
Vorjahr: 543,3 543,3 0,0
Summe 4.863,2 4.863,2 0,0
Vorjahr: 4.576,5 4.756,5 0,0

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ein in Anspruch genommenes Darlehen der Stiftung Sicherheit im Skisport in Höhe von insgesamt EUR 1.500.000,00 (Vorjahr: 0,00).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind kreditorische Debitoren in Höhe von EUR 46.009,73 (Vorjahr: 49.393,14) enthalten.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden in Höhe von EUR 1.946.202,07 (Vorjahr: EUR 1.489.915,02) ausgewiesen und haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.209.182,03 (Vorjahr: EUR 543.253,67) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten Steuern in Höhe von EUR 438.372,44 (Vorjahr: EUR 479.832,34) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 8.060,09 (Vorjahr: EUR 6.740,69).

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten und die Angaben von Art und Form von Sicherheiten der einzelnen Posten der Verbindlichkeiten sind der folgenden Übersicht zu entnehmen:

Sicherheiten für vorstehende Verbindlichkeiten bestehen nicht.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

In diesem Posten sind ausschließlich Beträge enthalten, die Ertrag nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Versicherungserstattungen in Höhe von EUR 58.056,81 (Vorjahr: EUR 119.948,86), Erstattete Vorsteuer anderer Länder in Höhe von EUR 83.071,27 (Vorjahr: EUR 16.242,05), Erträge aus der Verrechnung sonstiger Sachbezüge Kfz in Höhe von EUR 39.653,15 (Vorjahr: EUR 55.862,69), Erträge aus der Verrechnung sonstiger Sachbezüge in Höhe von EUR 5.331,03 (Vorjahr: 1.982,45) und periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 1.905,89 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Zuwendungen und Spenden in Höhe von EUR 95.000,00 (Vorjahr: 115.150,00) und periodenfremde Aufwendenungen in Höhe von EUR 22.743,30 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 160 (Vorjahr: 154).

Die Mitarbeiter teilen sich wie folgt auf:

2023/2024 2022/2023
Vollzeit 118 116
Teilzeit 17 17
Aushilfen 25 21

Angaben über die Mitglieder der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Hubert Schwarz

Wolfgang Maier

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9 HGB wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch gemacht.

Namen des Aufsichtsrats (ehrenamtlich)

Aufgrund der Satzung der Firma DSV Leistungssport GmbH vom 13. Mai 2005 hat die Gesellschaft einen Aufsichtsrat. Er bestand zum 30.04.2023 aus folgenden Mitgliedern:

Dr. Frank Steinle Präsident am Oberlandesgericht Stuttgart Vorsitzender
Heiko Krause Präsident Skiverband Sachsen stellv. Vorsitzender
Dr. Werner Weigelt Präsident Hessischer Skiverband
Siegfried Passreiter Vorsitzender Fachgruppe Wintersport
Dr. Werner Weigelt Präsident Hessischer Skiverband
Miriam Vogt Vizepräsidentin DSV
Jochen Müller Schuldirektor

Im Wirtschaftsjahr 2023/2024 fand eine Sitzung des Aufsichtsrates statt.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die DSV Leistungssport GmbH war an der Firma FIS Nordische Ski WM 2021 Oberstdorf/Allgäu GmbH mit Sitz in Oberstdorf zu 45 % beteiligt. Die Gesellschaft wurde liquidiert und die Stammeinlage in Höhe von EUR 360.000 an die DSV Leistungssport GmbH zurückgezahlt.

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag ergeben sich neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende Haftungsverhältnisse im Sinne des § 268 Absatz 7 in Verbindung mit § 251 HGB:

Die DSV Leistungssport GmbH ist gegenüber der Stiftung Sicherheit im Skisport eine Bürgschaft in Höhe von EUR 1.000.000,00 eingegangen. Aktuell valutiert das an die DSV Technologie und Service GmbH ausgereichte Darlehen mit EUR 500.000. Das Darlehen sowie die Bürgschaft haben eine Laufzeit bis 30.04.2026. Mit einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft wird aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse des DSV Technologie und Service GmbH nicht gerechnet.

Der von der neo Kreitinger Hofmann + partners Steuerberatungsgesellschaft mbH & Co. KG erstellte Jahresabschluss zum 30.04.2024 bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, wird nachstehend von den Geschäftsführern der DSV Leistungssport GmbH unterzeichnet.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

gez. Hubert Schwarz

gez. Wolfgang Maier

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DSV Leistungssport GmbH, Planegg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DSV Leistungssport GmbH, Planegg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DSV Leistungssport GmbH, Planegg, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig , anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist , und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 9. September 2024

Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dirk Bäßler, Wirtschaftsprüfer

Markus Kraus, Wirtschaftsprüfer

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