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AP Pflegedienste GmbH
Sinninger Straße 44, 48282 Emsdetten, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karina Schlunz Baggeroer seit 12.1.2026 | Prokura |
Bernd Wesseling seit 1.3.2024 | Prokura |
Gunnar Sander seit 28.11.2014 | Geschäftsführer |
Michael Kamp seit 28.11.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 49.00% | |
G***** S***** | 0.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AP Pflegedienste GmbHEmsdettenJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht 31.12.2023Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen Allgemeine Entwicklung der Pflegebranche Die AP Pflegedienste GmbH mit Sitz in Emsdetten betreibt mehrere Einrichtungen der stationären Pflege, des betreuten Wohnens, ambulante Wohngruppen, Tagespflege und der ambulanten Pflege an verschiedenen Standorten in Nordrhein-Westfalen - hier vor allem im Münsterland und im nördlichen Ruhrgebiet - die die gesamte Bandbreite der Dienstleistungen im Bereich der Pflege und Betreuung für ältere Menschen mit Hilfebedarf in allen Pflegegraden anbietet. Diese beinhaltet i.d.R. eine dauerhafte Pflege, aber auch Kurzzeit- oder Verhinderungspflege, in stationären Einrichtungen, aber auch häusliche Unterstützung in den eigenen vier Wänden. Neben dem klassischen Pflegeangebot werden gezielt weitere Schwerpunkte in der Versorgung und Betreuung von Menschen mit einem besonderen und komplexen Hilfebedarf gesetzt. Die letzten Jahre sind geprägt durch die Herausforderungen aus der Corona-Pandemie und den nachfolgenden wirtschaftlichen Hürden aus Inflation und steigenden Kostendruck. Vor diesem Hintergrund stand das Jahr 2023 mehr im Fokus einer Konsolidierung und Stabilisierung der bestehenden Betriebe, das Wachstum durch neue Projekte ist dabei eher untergeordnet. Bundesweit erfasste die Pflegebranche eine nie dagewesene Insolvenz- und Schließungswelle. Diverse private Großträger, aber auch Marktteilnehmer aus dem Wohlfahrtsbereich mussten ihre Standorte aus wirtschaftlichen Gründen schließen oder in ein Insolvenzverfahren geben. Es ist auch in den Folgejahren mit einem herausfordernden Umfeld zu rechnen, in dem Standorte geschlossen werden oder Betreiber einen finanzkräftigen Nachfolger suchen. Für die kommenden Jahre ist wieder mit moderatem Wachstum aus eigenen Projekten und Übernahmen von bestehenden Betrieben zu rechnen. Auch zukünftig werden die so genannten neuen Wohnformen aus ambulanten Wohngemeinschaften in Verbindung mit Betreutem Wohnen verstärkt bei der AP Pflegedienste GmbH Berücksichtigung finden. Im Jahr 2023 wurden keine neuen Standorte eröffnet bzw. übernommen. Die Auslastung der Tagespflegen ist seit den coronabedingten Schließungen weiterhin branchenweit eine Herausforderung. Mehrere Standorte bei der AP Pflegedienste GmbH erreichen nicht die wirtschaftlich notwendige Auslastung von 80%. Die Gesellschaft AP Rosengarten GmbH, Emsdetten, ist aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 13. Juni 2023 auf die AP Pflegedienste GmbH durch Aufnahme verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte unter Fortführung der Buchwerte der übertragenen Gesellschaft zum 1. Januar 2023. Durch die Verschmelzung hat sich die Anzahl der zum 31. Dezember 2023 beschäftigten Mitarbeiter der Firma auf insgesamt 553 erhöht, davon 54 Auszubildende für die Altenpflege. Insgesamt konnten die Ziele für das Jahr 2023 nicht erreicht werden. Die Umsätze konnten insgesamt erhöht werden, insbesondere durch die tariflichen Anpassungen in den Entgelten. Bei den Kosten mussten entsprechende Steigerungen hingenommen werden. Die Steigerungen der Personalkosten wurden, leider wie in den Vorjahren, nicht zu 100 % durch die Leistungsvereinbarungen mit den Kostenträgern finanziert. Dies bleibt weiterhin eine große Herausforderung für alle Anbieter in der Altenpflege. Insgesamt ergibt sich dadurch ein negatives Jahresergebnis. Die allgemeine Auslastung der Standorte ist im Berichtszeitraum 2023, wie in den Vorjahren, gut bis sehr gut und liegt oberhalb des Branchendurchschnitts (90 %). Die Personalsituation ist im Vergleich zum Vorjahr erneut schwieriger geworden. Zwar konnten an nahezu allen Standorten freie Stellen nachbesetzt werden, wenn auch nicht immer zeitnah. Die AP Pflegedienste GmbH versucht daher weiterhin, durch eine gute Ausbildungsquote, große Anstrengungen bei Fort- und Weiterbildung, einem wertschätzenden Umgang mit Mitarbeitern und eine Erhöhung der finanziellen Anreize dem Personalproblem und der Anerkennung des Pflegeberufes Rechnung zu tragen. Im stationären Sektor wurde in 2023 im Wesentlichen sogar über den genehmigten Stellenschlüssel hinaus Personal vorgehalten. Das ist sowohl der gewünschten Qualitätssicherung, aber auch eines immer noch sehr hohen Krankenstands seit der Corona-Pandemie geschuldet. Die im Stellenplan vorgesehenen Kräfte werden durch hohe Fehlzeiten überschritten und führen zu deutlichen Mehrkosten. Trotz allem musste auch 2023 zeitweise auf deutlich teurere Leiharbeitskräfte zurückgegriffen werden, die sich neben den höheren Kosten auch nicht immer in vollem Umfang mit dem Unternehmen und seinen Vorstellungen von guter Pflege identifizieren. Die Tarifpflicht brachte im Jahr 2023 noch einmal einen deutlichen Kostendruck mit sich, der leider nicht vollumfänglich durch die Pflegesatzverhandlungen zeitgerecht kompensiert werden konnte. Hier gibt es erneut große Probleme mit der Anerkennung der Kosten sowie einem zeitnahen Abschluss. Investitionen Die Einrichtungen werden durch die AP Pflegedienste GmbH gepachtet. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 254 T€ in das eigene Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Weiterhin wird laufend in den Ausbau der Digitalisierung investiert, aber auch die ein oder andere Ersatzinvestition wird nach Laufzeit von 10 Jahren an den Standorten fällig. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzstruktur der AP Pflegedienste GmbH bietet insgesamt weiter ein solides Bild. Die Bilanzsumme verringert sich im Vergleich zum Vorjahr um 12,07% (799 T€). Nominell sinkt das Eigenkapital von 2.695 T€ um 1.110 T€ auf 1.585 T€. Die Geschäftsleitung strebt zukünftig wieder eine Stärkung der Eigenkapitalausstattung an. Die Eigenkapitalquote beträgt 27,2 % nach 40,7 % im Vorjahr. Die sich bereits im Jahr 2022 angedeuteten Minderauslastungen an drei Standorten haben sich im Jahr 2023 weiter zugespitzt, so dass zur Finanzierung des 13. Gehalts ein mittelfristiges Liquiditätsdarlehen in Höhe von 500 T€ aufgenommen wurde. Das Darlehen ist endfällig am 30.11.2026. Die Gesellschaft war auch in 2023 stets in der Lage, ihren Liquiditätsverpflichtungen nachzukommen. Der Liquiditätsgrad II beträgt 131,2 % (Vorjahr: 90,6 %). Ertragslage Die Umsatzerlöse der Gesellschaft erhöhten sich bei einer grundsätzlich guten Auslastung aller Einrichtungen noch einmal um 9.501 T€ (38,09 %) im Vergleich zum Vorjahr. Dies wurde unter anderem durch eine nachhaltige und konsequente Nachverhandlung der Pflegesätze erreicht, allerdings weiterhin nicht im gleichen Maße wie die Tarifstrukturen es notwendig gemacht hätten. Von den Aufwendungen erhöhten sich neben den Materialaufwendungen (im Rohertrag enthalten) insbesondere die Personalaufwendungen (+ 39,38 %). Die übrigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Abschreibungen) erhöhten sich insgesamt im angemessenen Verhältnis zur Gesamtleistung. Seit 2022 setzt die AP Pflegedienste GmbH Lohnstrukturen konsequent um, um wettbewerbsfähig bleiben zu können. Da die gestiegenen Personal- und Sachkosten erst zeitversetzt refinanziert werden konnten, erzielt die Gesellschaft ein negatives Ergebnis (1.111 T€). Diese Liquiditätsverschiebungen sind ein zentrales Problem in der Finanzierung der Pflegebranche. Es führt zum Teil zur massiven Rückrechnungen bei Bewohnern und Patienten über einen Zeitraum von 6-10 Monaten. Das Unternehmen steuert mit einem Finanz-, Leistungs- und Wirtschaftscontrolling die betriebliche Entwicklung. Hierzu zählen Jahres- und Monatssollplanungen (u.a. Budgets) und Abgleiche mit den Ist-Zahlen. Neben den rein monetären Summen wird auf Kennzahlenbasis die Effizienz der Bereiche geprüft. Dazu unterstützen neben dem Controlling- Modul der Buchhaltungssoftware auch die operativ genutzten Softwarelösungen mit den darin enthaltenen Controlling- Funktionen (Auslastungszahlen, Ausschöpfung, Personalmix etc.). Anhand etablierter und neu entwickelter Instrumente werden regelmäßige Analysen über die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Standorte sowie des Gesamtunternehmens vorgenommen. Das Controlling wurde im Jahr 2023 weiter ausgebaut, auch im Bereich des innerbetrieblichen Erlösabgleichs konnten verbesserte Werte generiert werden. Durch unser konjunkturunabhängiges, planbares Geschäftsmodell richten wir unsere Unternehmenssteuerung anhand der Erträge und dem Betriebsergebnis der Gesellschaft aus. Die Umsatzerlöse konnten um 9.501 T€ (+ 38,09 %) gesteigert werden. Trotzdem hat sich das Betriebsergebnis auf Grund der hohen Personalaufwendungen um 723 T€ verschlechtert. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren (Auslastung, Entwicklung der Erlöse und des Personalaufwands sowie die Leistungsindikatoren zur Finanz- und Liquiditätslage) sind in den Ausführungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie der allgemeinen Entwicklung (Anzahl der Vollkräfte) dargestellt. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vor dem Hintergrund der Tarifpflicht sowie der Mindestlohnanpassung stellt sich das Unternehmen auch für 2024 auf weitere, deutliche Steigerungen der Personalkosten ein. Die geplante Auszahlung einer steuer- und sozialabgabenfreien Inflationsausgleichsabgabe bis zu 3.000 € je Mitarbeiter ist angedacht, jedoch tun sich die Kostenträger bisher schwer, diese in die Entgelte einzuberechnen. Es ist auch hier mit einer Verschiebung der Einnahmen über einen zukünftigen Zeitrahmen zu rechnen. Die steigenden Sach- und Energiekosten werden durch einen konsequenten Einkauf und langfristigen Verträgen abgefedert. Zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten aus Corona-Erstattungen oder Rettungsschirme im Energiebereich stehen nicht mehr zur Verfügung. Im Jahr 2024 wurde am Standort Oelde ein Wohngruppenangebot mit betreutem Wohnen von der Caritas übernommen. Die Einrichtung war zu dem Zeitpunkt schlecht belegt und hat in den Vorjahren deutlich Verluste eingefahren. Die AP Pflegedienste GmbH erwartet für 2025 eine Vollauslastung und einen kleinen operativen Überschuss. An den Standorten in Dortmund-Lanstrop und in Menden befinden sich Pachtobjekte in Bau, die voraussichtlich im April 2025 den Betrieb aufnehmen können. Darüber hinaus gab es nach Abschluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die zu berichten wäre. Prognosebericht (Voraussichtliche Entwicklung) Die Geschäftsführung der AP Pflegedienste GmbH ist mit dem Ergebnis - gerade auf Grund der widrigen Umstände - zufrieden. Die Ergebnisse konnten trotz Ausbau der Personalstrukturen allein durch Ertragssteigerungen erreicht werden. Damit konnte den Unternehmenszielen und -leitbild Rechnung getragen und die wertvollste Ressource Mensch stabil gehalten werden. Ein leichtes Wachstum an neuen Standorten wird auch für das kommende Jahr angestrebt. Die qualitative und wirtschaftliche Entwicklung der Bestandseinrichtungen soll in den nächsten Jahren weiterhin einen höheren Vorrang bekommen, um auch eine Konsolidierung auf allen Ebenen zu realisieren. Insgesamt ist auch für 2024 noch von einem negativen Ergebnis auszugehen. Das Jahr 2024 war erneut geprägt von nicht planbaren Faktoren. Die Verhandlungspartner verzögern weiterhin die Umsetzung zeitnaher Vergütungsverhandlungen, so dass zwischen Verhandlungsaufforderung und Verhandlungsabschluss teilweise bis zu neun Monate liegen. Zwar wird in der Regel eine rückwirkende Laufzeit zugesichert, eine praktische Einbringung der neuen Pflegesätze ist auf Grund der kürzer werdenden Verweildauern dann jedoch nur bedingt möglich. Für neue Pflegesatzverhandlungen wird geprüft, inwieweit die daraus resultierenden, nicht einbringbaren Forderungen anerkannt und im Pflegesatz verhandelt werden können. Weiterhin haben die Tarifanpassungen und die unklare Anerkennung der Inflationsausgleichprämie, für Tarif-Anlehner, für Schwierigkeiten in der Planungssicherheit gesorgt. Ebenso ist die Bearbeitungszeit der Sozialhilfeträger sehr langwierig. Hier sind Prüfzeiträume bis zur Genehmigung von Kostenübernahmen bei Bewohnern und Patienten von 9-12 Monaten keine Seltenheit. In diesem Zusammenhang bauen sich insbesondere an den Standorten mit hohen Sozialhilfeempfänger-Anteil weiter hohe offene Forderungen auf, die zu einem Liquiditätsengpass führen können. Es erfolgt im Vergleich zu den Vorjahren eine schnellere Bearbeitung in der Zentralverwaltung, umlaufend die jeweiligen Verfahrensstände bei den Sozialämtern anzumahnen. Das Thema wird auch branchenweit in den Fachmedien diskutiert. Chancen und Risiken Ein weiterhin wachsender Markt mit Zuwachsraten von 3-5 % p.a. eröffnet die Möglichkeit zur weiteren Expansion. Erstmals wurde jedoch im Markt ein Rückgang an stationären Plätzen verzeichnet. Gebremst wird diese Entwicklung zusätzlich im Wesentlichen durch die weiterhin sehr angespannte Lage am Arbeitsmarkt. Politische Programme zur Fachkraftgewinnung im In- und Ausland sollen für eine Verbesserung der Angebotssituation von Pflegekräften sorgen. Eigene Qualifizierungsstrategien und Initiativen verbessern die Situation aber etwas. Dies bleibt weiter abzuwarten. Die Unternehmensleitung versucht, durch umfangreiche Maßnahmen neues Personal zu finden und langfristig an das Unternehmen zu binden. Hierzu wurde zentral der Bereich Personalrecruiting ausgebaut. Durch ein flexibles und handlungsfähiges Qualitätsmanagement sowie flexible Teamstrukturen konnte zeitnah auf die sich ständig ändernden Anforderungen reagiert und gravierende Krisen innerhalb der Einrichtungen abgewehrt werden. Das Thema "Digitalisierung" bleibt auch weiterhin ein wichtiges Aufgabenfeld bei der AP Pflegedienste GmbH. So sind in 2024 diverse Pilotprojekte initiiert, um betriebliche Abläufe besser und effizienter zu gestalten. Beispielhaft sei hier aufgeführt die Testung von Spracheingabesystemen in der Dokumentation, Kommunikationsplattform zum Austausch mit Angehörigen oder digitale Betreuungsassistenzsysteme. Für 2024 ist auch der Abschluss eines Vertrages zur Implementation eines Daten-Management-Systems vorgesehen, welches unter anderem einen elektronischen Rechnungsverarbeitungsprozess beinhaltet. Die Vorgabe zur E-Rechnung wird ebenfalls zeitnah erwartet. Unklar ist, welche mittelfristigen Auswirkungen die noch immer vorherrschende Krise, auf die Mitarbeitenden haben wird. Das Unternehmen versucht mit Kompensationsstrategien und Angeboten hier entgegenzuwirken. Ergänzend hierzu werden die Lohnstrukturen im Rahmen der Tarifstrukturen erneut angepasst und gesteigert. Die dazu notwendige Refinanzierung wird ganzjährlich mit in die Pflegesatzverhandlungen integriert, ggf. wird auf gesetzlichen Möglichkeiten der außerordentlichen Verhandlungen zurückgegriffen. Gleiches gilt für die inflationsbedingten Betriebskosten. Inwieweit sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen und deren Umsetzung zeitnah in der Praxis, durch entsprechende Pflegesatzsteigerungen, insbesondere in der Höhe des effektiven Refinanzierungsbedarfes abfangen lassen, bleibt abzuwarten. Die gebildeten Rücklagen sollen die potenziellen Effekte abfedern. Die neue Personalbemessung (PeBem) im stationären Sektor befindet sich weiterhin in Prüfung mit den Heimaufsichten. Eine Umsetzung wird sicherlich noch zwei Jahre in Anspruch nehmen, da insbesondere die Besetzung von einjährig Qualifizierten schwierig sein wird. Diese sind bisher am Arbeitsmarkt kaum verfügbar. Hierzu sind bereits umfangreiche Projekte initiiert worden, um sich auf die neue Struktur und die dazugehörigen organisatorischen Anpassungen einstellen zu können. Die Ergebnis- und Liquiditätslage der Gesellschaft kann in den folgenden Jahren 2024 und 2025 als gesichert betrachtet werden, auch bei einem erneut negativen Ergebnis im Jahr 2024. Weitere Maßnahmen wie die Optimierung der Wirtschaftlichkeit, unter Berücksichtigung der qualitativen und bewohnerorientierten Ansprüche, bleibt eine fixe Zielsetzung der Unternehmensführung und der Leitungskräfte.
Emsdetten, den 16. Dezember 2024 Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangA.1. Angaben zur Gesellschaft
A.2. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Firma AP Pflegedienste GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Zudem wurden die Rechnungslegungsgrundsätze des GmbH-Gesetzes (GmbHG) beachtet. Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. HGB werden teilweise in Anspruch genommen. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang angegeben. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Die Gesellschaft AP Rosengarten GmbH, Emsdetten, ist aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 13. Juni 2023 auf die AP Pflegedienste GmbH durch Aufnahme verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte unter Fortführung der Buchwerte der übertragenen Gesellschaft zum 1. Januar 2023 (Verschmelzungsstichtag). Aufgrund der Verschmelzung sind nicht alle Bilanz- und GuV-Positionen mit denen des Vorjahres vergleichbar. Die Auswirkungen sind unter den Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung im Einzelnen dargestellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Wertansätze in der Bilanz entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften. Die Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256 HGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB vorgenommen. Im Einzelnen werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aus den Positionen der Bilanz weiter dargestellt bzw. ergeben sich aus den nachfolgenden Erläuterungen. Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich unverändert angewandt. Für die Gewinn- und die Verlustrechnung wurde das bisher angewendete Gesamtkostenverfahren beibehalten. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer richtet sich im Regelfall nach den amtlichen steuerlichen AfA-Tabellen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Jahr des Zugangs abgeschrieben und im Anlagennachweis in die Abgänge einbezogen. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Zukauf eines Unternehmens wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und wird über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert. Sofern die Gründe für die Wertminderung zwischenzeitlich ganz oder teilweise entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Konkrete Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr sind wurden zu 50 % einzelwertberichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zu Nominalbeträgen angesetzt. Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu ihren Nominalbeträgen angesetzt. Die übrigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung der jeweiligen Risiken und möglichen Verpflichtungen erforderlich sein wird. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Erläuterungen zur Bilanz Aufgrund der Verschmelzung ist die Bilanz zum Bilanzstichtag mit dem Vorjahr nicht vergleichbar. Die Verschmelzung der Gesellschaft AP Rosengarten GmbH, Emsdetten, mit Wirkung zum 1. Januar 2023 erfolgte unter Fortführung der Buchwerte der übertragenen Gesellschaft. Die Buchwerte der vorgenannten Gesellschaft in der Schlussbilanz gemäß § 17 Abs. 2 UmwG lassen sich zum 31. Dezember 2022 im Wesentlichen wie folgt zusammenfassen:
Anlagevermögen Zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagennachweis als Bestandteil dieses Anhangs. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben insgesamt eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr vollständig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Zum 31. Dezember 2023 wird ein positives Eigenkapital von T€ 1.585 (Vorjahr: T€ 2.695) ausgewiesen. Steuerrückstellungen Für das Geschäftsjahr und das Vorjahr betragen die Steuerrückstellungen insgesamt T€ 6 (Vorjahr: T€ 6). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 1.151 (Vorjahr: T€ 545) betreffen insbesondere Rückstellungen für nicht in Anspruch genommenen Urlaub und Überstunden T€ 914 (Vorjahr: T€ 248) sowie Rückstellungen aus möglichen Rückzahlungsverpflichtungen der Erstattungen in Folge der Corona-Pandemie mit T€ 110 (Vorjahr: T€ 171). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Fristigkeiten:
Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG, § 264 c Abs. 1 HGB) Gegenüber Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
D. Erläuterungen zur Gewinn -und Verlustrechnung Aufgrund der Verschmelzung ist auch die Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtsjahres mit dem Vorjahr nicht vergleichbar. Die übertragende Gesellschaft AP Rosengarten GmbH, Emsdetten, weist entsprechend des Jahresabschlusses 2022 der Gesellschaft für den Vergleichszeitraum vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 folgende wesentliche kumulierte Erträge und Aufwendungen aus:
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 54 aus der Verschmelzung des Tochterunternehmens auf die Gesellschaft enthalten. Die Ertragseinbußen und außergewöhnlichen Mehrbelastungen im Rahmen der Corona-Pandemie konnten durch Anträge nach §150 Abs. 2 SGB XI in Höhe von T€ 121 (Vorjahr: T€ 1.706) ausgeglichen werden. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 196 (Vorjahr: T€ 55) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 94 (Vorjahr: T€ 27) enthalten. E. Sonstige Angaben Arbeitnehmerzahl Die Gesellschaft beschäftigt in 2023 Arbeitnehmer, die im Wesentlichen in den jeweiligen Pflegeeinrichtungen und in den ambulanten Diensten tätig sind, die wie folgt zu untergliedern sind:
Geschäftsführung Zur Geschäftsführung und Vertretung sind die Geschäftsführer Herr Dipl.-Kfm. Gunnar Sander (geb. 26.07.1972, Emsdetten) und Herr Michael Kamp (geb. 18.03.1963, Emsdetten) (ex. Krankenpfleger) bestellt. Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus eingegangenen Mietverpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 161.649 (Vorjahr: T€ 136.045) (§ 285 S. 1 Nr. 3 HGB) mit einer Kündigungsfrist von 20 Jahren, sowie aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 189 (Vorjahr: T€ 247). Der Wertpapierbestand wurde für Darlehnsverbindlichkeiten verpfändet (§ 285 1b HGB). Zum 31.12.2023 beläuft sich der Wert auf T€ 398 (Vorjahr: T€ 659). Mit einer Inanspruchnahme kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausgegangen werden, da der Schuldner bisher seinen Verpflichtungen uneingeschränkt nachgekommen ist. Beteiligungsverhältnisse
* Zum Zeitpunkt der Erstellung und der Prüfung des Jahresabschlusses der AP Pflegedienste GmbH lag noch kein aufgestellter Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Amicus GmbH vor. Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag des Berichtszeitraumes wird mit dem bestehenden Gewinnvortrag verrechnet. Abschlusshonorar Für das Geschäftsjahr beträgt das Honorar des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfung T€ 29. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, ausgenommen der bestehenden Auswirkungen infolge der Ukraine Krise, haben sich nicht ergeben. Die finanziellen Auswirkungen sind derzeit nicht absehbar. Ergänzend verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.
Emsdetten, den 16. Dezember 2024 Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die AP Pflegedienste GmbH, Emsdetten Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AP Pflegdienste GmbH, Emsdetten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AP Pflegedienste GmbH, Emsdetten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, am 16. Dezember 2024 CURACON
GmbH
Schwarz, Wirtschaftsprüfer Averbeck, Wirtschaftsprüfer ErgebnisverwendungsbeschlussDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 19.12.2024 festgestellt. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von - 1.110.518,18 € wird mit dem Gewinnvortrag verrechnet. |
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