REMONDIS Mecklenburg GmbHLiquidiert

19288 Ludwigslust, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Schwerin HRB 12288
Vorher
AVA Abfallbehandlungs- und Verwertungsanlagen Südsachsen GmbHTES Transport Entsorgung Service GmbH
Eingetragen
25.4.2000
Branche
Energetische Verwertung von AbfällenBeseitigung von anderen Umweltverschmutzungen und sonstige Tätigkeiten in der AbfallbewirtschaftungSonstige Verwertung von Abfällen
Gegenstand
der Transport, die Sortierung, Verwertung/Vermarktung und Beseitigung von Abfällen sowie die Umsetzung von Entsorgungsdienstleistungen auf dem Gebiet der Straßenreinigung, der kommunalen Haus- und Gewerbeabfall- als auch der Industrieabfallentsorgung. Dies beinhaltet auch die Bewirtschaftung von Anlagen und Betrieben in den genannten Bereichen.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

REMONDIS Mecklenburg GmbH

Möllenhagen

Jahresabschluss zum 31.12.2009

Lagebericht

A. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die Gesellschaft REMONDIS Mecklenburg GmbH mit Sitz in Möllenhagen ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der REMONDIS GmbH & Co. KG, Region Nord. Sie erbringt mit ihren vier Standorten Ludwigslust, Kobrow, Malchin und Möllenhagen in den Landkreisen Nordwestmecklenburg, Ludwigslust, Parchim, Müritz und Demmin Transport- und Entsorgungsdienstleistungen sowohl auf dem Gebiet der kommunalen Hausmüll-, Biomüll- und Sperrmüllabfuhr, der Straßenreinigung und des Winterdienstes, als auch der Gewerbe- und Industrieabfallentsorgung und der Erfassung von Leichtverpackungen, Papier und Glas.

Die erfassten Mengenströme werden von der Gesellschaft sortiert, umgeschlagen und in Verwertungs- bzw. Beseitigungsanlagen in der Region weiterverarbeitet. Die Gesellschaft kann dabei auf die Sortier-, Kompostierungs- und Verwertungskapazitäten der REMONDIS-Gruppe zurückgreifen.

Insgesamt ist das Geschäftsjahr besser verlaufen als das Vorjahr. Hierfür sind in erster Linie die bereits im Jahr 2008 initiierten und in 2009 fortgeführten Umstrukturierungen verantwortlich. In zweiter Linie konnte die Gesellschaft von gesunkenen Faktorpreisen in den Bereichen Kraftstoffe, Fremdkapital, Subunternehmerleistungen und Sekundärrohstoffen profitieren.

Die bereits zum Ende des Jahres 2008 spürbaren Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise beschäftigten die Gesellschaft auch während des Jahres 2009. Neben dem saisonbedingten Rückgang im Bereich der Industrie- und Gewerbekunden, konnte in den ersten Monaten des Berichtsjahres ein deutlicher Rückgang beim Auftragseingang beobachtet werden. Gleichzeitig gestaltete sich die Vermarktung der gesammelten Sekundärrohstoffe schwierig und war durch einen deutlichen Preisverfall gekennzeichnet. Im Verlauf des Jahres stabilisierten sich die Vermarktungspreise insbesondere für Altpapier auf niedrigem Niveau, verharren aber noch immer ca. 50 % unter den Spitzenwerten aus 2008.

Als Gegenmaßnahme zur Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Rethmann-Gruppe ein Programm zur Senkung der Kosten aufgelegt. Durch die Einsparung von Personal- und Sachkosten sowie die Schonung der Liquidität durch die Verschiebung geplanter Investitionen wurden bei der Berichtsgesellschaft zusätzlich Kosten in Höhe von 205 T€ eingespart.

Die Vertragslaufzeit des Haus- und Sperrmüllvertrages für den Landkreis Demmin lief im Berichtsjahr 2009 aus und konnte in der Ausschreibung nicht wieder gewonnen werden. Die dadurch verringerte Auslastung der Betriebsstätte Malchin wird durch erhöhte Aufgabenteilung mit dem Standort Möllenhagen sowie einer verstärkten Akquise von Neukunden und dem Ausbau der Vertragsbeziehungen mit Bestandskunden teilweise kompensiert.

Für den Landkreis Ludwigslust wurden für die Zeit ab 2010 die Haus- und Sperrmüllaufträge sowie der Papiersammelauftrag neu ausgeschrieben. Die Berichtsgesellschaft erhielt den Zuschlag für die Papiersammlung und wird als Subunternehmerin einen Teil des Haus- und Sperrmüllsammelgebiets entsorgen. Der Sammelauftrag für Pappe, Papier und Kartonage (PPK) für 2010 wird sowohl das kommunale Bring- als auch das gewerbliche Holsystem umfassen. Die im Vorjahr von der Berichtsgesellschaft aufgestellten Papiertonnen werden dem Landkreis Ludwigslust zum 01.01.2010 zur Verfügung gestellt.

Die Einführung des Holsystems führte in 2009 zu einer besseren Sortierquote in den Privathaushalten und ermöglichte damit einen höheren Rückfluss von PPK-Mengen in den Wertstoffkreislauf.

Durch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise waren die Erlöse aus der Papiervermarktung zeitweise um bis zu 90% zurückgegangen. Jedoch geht die REMONDIS-Gruppe, insbesondere vor dem Hintergrund einer global steigenden Rohstoffnachfrage, von mittel- bis langfristig steigenden Preisen aus.

Die Normalisierung der Papierpreise auf niedrigem Niveau im laufenden Jahr unterstreicht diese Erwartung.

Hinsichtlich der bestehenden Verträge mit der DSD GmbH wurden aufgrund des erneuten Lizenzmengenrückganges und der Wettbewerbssituation unter den dualen Systemen die Entgelte rückwirkend für 2008 gekürzt. Die DSD GmbH wurde auch in 2009 an den Verkaufserlösen für Papier in Form einer Rückvergütung beteiligt. Bezogen auf das Geschäftsjahr 2009 wurden Rückstellungen, sowohl für eine Inanspruchnahme durch die Systembetreiber der dualen Systeme, als auch für Vertragsgebiete, die die Gesellschaft in Subunternehmerschaft leistet, gebildet.

Für den Vertragsbestand im Bereich Duale Systeme gab es für die Berichtsgesellschaft für das laufende Jahr keine Veränderungen. Im Zuge der Neuausschreibung von Sammelaufträgen für Glas übernimmt die Gesellschaft ab 2010 die Vertragsgebiete Landkreis Müritz und Landkreis Parchim. Im Bereich LVP-Sammlung hat die Gesellschaft den Entsorgungsauftrag für den Landkreis Müritz verloren, wird jedoch die Leistungen als Subunternehmerin des neuen Vertragshalters ab 2010 fortführen. Die LVP-Sammlung in den Landkreisen Ludwigslust und Parchim, die von der Berichtsgesellschaft bis Ende 2009 als Subunternehmerin durchgeführt wurde, konnte nicht verlängert werden.

Am 4. Juli 2008 kam es zu einem Brand in der Sortierhalle in Ludwigslust, bei dem die Halle und Teile der Sortiertechnik zerstört wurden. Deshalb mussten Sortier- und Verpressarbeiten zeitweise ausgelagert werden. Die Schadensregulierung erfolgte im Jahr 2008 durch die zuständige Versicherung. Die Instandsetzung der Sortierhalle und die Reparatur und Inbetriebnahme der Ballenpresse wurde im Juli 2009 abgeschlossen. Dadurch können jetzt wieder neue Vermarktungswege für Ballenpapier und -folie erschlossen, als auch zusätzliche Erlöse für das Verpressen von Drittmengen erzielt werden.

Die Auslastung der Kapazitäten der Gesellschaft wurde im Berichtsjahr durch den Abbau von Personal und die Abstimmung der Tourenpläne verbessert.

Die Investitionen des Jahres 2009 fanden vor allem unter dem Gesichtspunkt der Geschäftsausweitung und der Effizienzsteigerung statt.

Wurden noch in 2008 Zugänge zu Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von 1.481 T€ ausgewiesen, von denen allein 485 T€ auf Behälter, im Bereich geringwertiger Wirtschaftsgüter zuzuordnen waren, mussten im Jahr 2009 nur noch Zugänge zu Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von 577 T€ verbucht werden, wovon etwa 170 T€ auf die Anschaffung von Glascontainern für das neu zu entsorgende Vertragsgebiet im Landkreis Parchim entfallen.

Die Modernisierung des Fahrzeug- und Behälterbestands, die im Jahr 2008 begonnen wurde, ist nun abgeschlossen. Dies wird auch dadurch bestätigt, dass im Berichtsjahr nur noch 6 Altfahrzeuge im Wert von 113,6 T€ verkauft wurden, während es im Vorjahr noch nötig war, 14 Fahrzeuge auszutauschen.

In Reaktion auf die veränderte Ertragslage musste die Anzahl der Mitarbeiter im Berichtsjahr verringert werden. Dadurch kommt es im Bereich Personal zu einer Veränderung der Anzahl der Beschäftigten. Zum 31.12.2009 wurden 107 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 126). Dabei reduzierte sich die Anzahl der Angestellten um 3 auf 18, die Anzahl der gewerblich Beschäftigten nahm um 16 auf 84 ab. Die Anzahl der geringfügig Beschäftigten blieb unverändert bei 5.

B. Ertragslage

Die Gesellschaft hat im Wirtschaftsjahr 2009 einen Fehlbetrag von 469 T€ erwirtschaftet und damit das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 956 T€ verbessert.

Im Berichtsjahr ergibt sich ein Jahresumsatz lt. GuV von 10.892 T€ (Vorjahr: 12.115 T€). Wesentlich für den Rückgang des Umsatzes waren die im Jahresdurchschnitt niedrigeren Markterlöse im Sekundärrohstoffbereich, sowie die vermehrte Nutzung von nahegelegenen Verwertungsanlagen, die zu niedrigeren Erlösen im Streckentransport führte. Die Finanz- und Wirtschaftskrise führte aufgrund der spezifischen Wirtschaftsstruktur der Region Mecklenburg-Vorpommern nur bei einem Teil der Gewerbekunden zu Umsatzeinbußen.

Der Gesamtumsatz wurde zu 58,0% im Bereich Logistik (Vorjahr 54,0%), zu 26,0% über die Aufbereitung, Sortierung und Verwertung von Materialien (Vorjahr 31%), zu 8,0% aus der Vermarktung von Sekundärrohstoffen (Vorjahr 11%) und zu 8,0% über sonstige Aktivitäten (Vorjahr 4%) erzielt.

Der Umsatz mit verbundenen Unternehmen der Rethmann-Gruppe betrug 4.582 T€, wovon 70% einen Landkreisvertrag betreffen, bei dem die REMONDIS Mecklenburg nicht selbst Vertragshalterin ist.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten im Vorjahr als größten Einzelposten die Versicherungsentschädigung für den Brand der Sortierhalle.

Parallel zu dem um 1.223 T€ gesunkenen Umsatz konnte auch der Aufwand reduziert werden. Wesentliche Einsparungen wurden bei den Verwertungskosten in Höhe von 799 T€ erzielt. Ursächlich hierfür sind zum einen die verbesserte Stofftrennung und -erfassung im Bereich der Abfallsammlung durch neue Behältersysteme. Zum anderen profitiert die Gesellschaft von günstigeren Verwertungskosten durch eine Ausweitung der Müllverbrennungskapazitäten seitens der Anlagenbetreiber. Aufgrund niedrigerer Dieselpreise im Jahr 2009 sank der Aufwand für Kraftstoffe um 373 T€. Durch geringere Investitionen im Jahr 2009 verminderten sich die Abschreibungen von T€ 359 auf T€ 1.105.

Im Laufe des Geschäftsjahres musste die Anzahl der Beschäftigten reduziert werden. Dadurch sank der Personalaufwand um 247 T€.

Durch Optimierung im Fahrzeugbestand und eine verbesserte Tourenplanung konnten 151 T€ Aufwand für Mieten und Leasing von Fremdfahrzeugen gespart werden. Weitere 71 T€ Pachtzahlungen entfielen durch die Schließung der Niederlassung Kuhstorf zum Ende 2008.

Die Finanzierungskosten waren durch die niedrigen Zinsen und das gute Rating der Rethmann-Gruppe deutlich niedriger als im Vorjahr. Verbunden mit dem Abbau der Finanzverbindlichkeiten verringerte sich die Zinslast um 71 T€.

Durch die Verschmelzung der Tochtergesellschaft USM GmbH auf die REMONDIS Mecklenburg GmbH war das Vorjahr mit einem außerordentlichen Aufwand für den Verschmelzungsverlust in Höhe von 371 T€ belastet.

Die Rentabilität der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

  2009 2008
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in T€ 712 -734
Wertschöpfung in T€ 7.593 8.186
Cashflow-Wertschöpfungsquote in % 9,38% -8,97%

C. Finanzlage

Für die Finanzierung des Geschäfts standen im Berichtsjahr ausreichend Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit zur Verfügung. Entsprechend des angewandten Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 2 ergibt sich ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 712 T€. Der Finanzmittelfonds weist einen Wert von -232 T€ aus (Vorjahr: 498 T€).

Die Netto-Finanzverbindlichkeiten betragen das dreifache des EBITDA 2009:

  2009 2008
Netto-Finanzschulden in T€ 2.232 2.502
EBITDA in T€ 732 15
Netto-Finanzschulden zu EBITDA in % 304,92% 16.680,00%

Die Investitionen des Jahres 2009 von 577 T€ gingen zu 100% in den Erwerb von Sachanlagen. Größere Anlageninvestitionen wurden nicht getätigt.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit nach Berücksichtigung der Erlöse aus Anlagenabgängen lag bei -441 T€ (Vorjahr: -1.357 T€).

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über im Jahr 2008 aufgenommene Darlehen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.000 T€ sowie dem Cash-Pool der Unternehmensgruppe. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -1.000 T€ (Vorjahr: 3.000 T€).

Zur Sicherstellung der Liquidität des REMONDIS-Konzerns wurden mit einer Vielzahl von Banken Finanzierungsrahmen ausgehandelt. Diese sind zu einem Großteil revolvierend ausgestaltet und zum Jahresende zu einem geringen Grad ausgeschöpft.

Innerhalb des Konzernverbundes wurde die Finanzierung durch den Ausbau des Cash-Managements und durch Erweiterung der angeschlossenen verbundenen Unternehmen optimiert.

D. Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 18,6 % bzw. 916 T€ auf 4.006 T€ (Vorjahr: 4.922 T€). Die Veränderung ist im Wesentlichen auf eine Verringerung der Verbindlichkeiten und die Zurückhaltung bei Ersatzinvestitionen im Fuhrpark zurückzuführen.

Auf der Aktivseite der Bilanz nahm das Anlagevermögen um 30,7% bzw. 619 T€ ab. Den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen von 1.105 T€ standen dabei Zugänge zum Anlagevermögen in Höhe von 577 T€ gegenüber. Durch Veräußerung von Vermögensgegenständen gingen 85 T€ Buchwerte ab.

Der Rückgang des Umlaufvermögens (-35 % bzw. 766 T€) resultierte im Wesentlichen aus der Veränderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (-53 % bzw. 517 T€) sowie der Reduzierung der sonstigen Vermögensgegenstände auf 15 T€ (-95 % bzw. 319 T€). Im Vorjahr enthielt der Posten Sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen Finanzbehörden in Höhe von 323 T€.

Durch den erneuten Verlust im Geschäftsjahr 2009 erhöht sich die Position Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag um 469 T€ auf 1.212 T€.

Auf der Passivseite der Bilanz wurde im Vorjahr ein Sonderposten in Höhe von 197 T€ gebildet, der als Rücklage für Ersatzbeschaffung im Rahmen des Brandschadens der Sortierhalle diente. In 2009 wurde dieser Sonderposten in voller Höhe in Anspruch genommen.

Die Rückstellungen lagen mit 890 T€ um 20 % bzw. 152 T€ über dem Vorjahresniveau von 738 T€. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg im Bereich der sonstigen Rückstellungen, sowie der Personalrückstellungen. Die Summe der Verbindlichkeiten sank um 871 T€ gegenüber dem Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten 2.000 T€ Darlehen an die Berichtsgesellschaft, sowie 240 T€ an Verbindlichkeiten gegenüber dem Cashpool. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen 236 T€ auf Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsabrechnung des Monats Dezember 2009 sowie eine Umsatzsteuerverbindlichkeit.

E. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht bekannt.

F. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Zur Erfassung der wesentlichen Risiken und Chancen und zum Umgang mit diesen nutzen wir wirksame Steuerungs- und Kontrollinstrumente. Zudem ist unsere Gesellschaft in das konzernweite formalisierte und dokumentierte Risikofrüherkennungssystem der Rethmann AG & Co. KG einbezogen.

Zusätzlich zum Ad-hoc-Reporting werden halbjährlich die zum vorhergehenden Halbjahr aufgetretenen Änderungen in das Risikomanagement eingearbeitet, dokumentiert und über das entsprechende Berichtswesen kommuniziert.

Die Berichtsgesellschaft ist in das monatliche Ergebnisreporting und die jährliche Budgetierung, inklusive Mittelfristplanung, eingebunden. Im Rahmen dieser regelmäßigen Prozesse wird die Ergebnis- und Liquiditätssituation der Gesellschaften überwacht, einem Planabgleich unterzogen und eine verbesserte Früherkennung von Fehlentwicklungen ermöglicht.

Um dem im Rahmen der Finanz- und Wirtschaftskrise stark gestiegenen Risiko des Forderungsausfalls durch Zahlungsunfähigkeit von Kunden zu begegnen, hat die REMONDIS GmbH & Co. KG, Region Nord, die die kaufmännische Geschäftsbesorgung für die Berichtsgesellschaft durchführt, im ersten Halbjahr 2009 umfassende Maßnahmen zur Beschleunigung der Rechnungslegung sowie des Mahn- und Inkassoverfahrens umgesetzt. Darüber hinaus wurde bei der Akquisition von Neukunden verstärkt auf deren Bonität geachtet und vorwiegend die Zahlungsarten Vorkasse oder Bankeinzug vereinbart.

Bei der Berichtsgesellschaft bestehen Hinweise auf zwei Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf die Unternehmensfortführung haben könnten:

Zum einen handelt es sich dabei um das Risiko des Eintritts einer Zahlungsunfähigkeit. Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Finanzierung erfolgt zum Großteil über konzerninterne Darlehen, die keine konkrete Laufzeitvereinbarung ausweisen und damit jederzeit fällig gestellt werden könnten. Dieses Risiko wird für die Berichtsgesellschaft dadurch minimiert, dass der Konzern bereits seit Jahren über einen ausreichenden und revolvierenden Finanzierungsrahmen verfügt und die Gesellschaften innerhalb des Konzerns zur wechselseitigen Finanzierung angehalten sind und auch in Zukunft sein werden. Damit ist für die Berichtsgesellschaft die Möglichkeit zu einer kurzfristigen Umschuldung innerhalb des Konzerns sicher gestellt.

Vorsorglich hat der Gesellschafter REMONDIS GmbH & Co. KG, Region Nord am 25.03.2009 eine Patronatserklärung in Höhe von 1,8 Mio. € zugunsten der Berichtsgesellschaft abgegeben. Weitere Maßnahmen zur Minimierung des Risikos, wie beispielsweise Gesellschafterdarlehen mit Rangrücktritt oder die Ausweitung der Patronatserklärung, wird der Gesellschafter auf Basis der Entwicklung des Geschäftsjahrs 2010 prüfen.

Aktuell profitiert der Konzern von den im Rahmen der Finanz- und Wirtschaftskrise, auf ein historisches Tief gefallenen Leitzinsen. Dieser Vorteil der günstigeren Refinanzierung kommt auch der Berichtsgesellschaft zugute. Es ist davon auszugehen, dass diese Situation 2010 noch anhalten wird.

Zum anderen ist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet und wies einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 1.212 T€ aus (Vorjahr 743 T€). Die Planung für 2010 weist, aufgrund von geplanten Einmaleffekten durch Sanierungsmaßnahmen, einen Fehlbetrag aus. Ab 2011 wird davon ausgegangen, dass die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von mehr als 100 T€ ausweist. Es wird deshalb davon ausgegangen, dass die bilanzielle Überschuldung bis 2013 fortbestehen wird. Aufgrund der Änderung des § 19 Abs. 2 der Insolvenzordnung wird die bestehende Überschuldung ab dem Jahr 2014 eine Insolvenzantragspflicht zur Folge haben.

Aufgrund des starken Wettbewerbs in der Entsorgungsbranche wurden in der jüngeren Vergangenheit kommunale Entsorgungsverträge auf einem niedrigen Preisniveau vergeben. Nicht zuletzt aufgrund der einsetzenden Finanz- und Wirtschaftskrise, in deren Folge die Preise für Sekundärrohstoffe deutlich gefallen sind, sieht die Geschäftsführung die Chance einer Stabilisierung auf einem höheren Preisniveau. Diese Ansicht hat sich bei der Neuvergabe des Haus- und Sperrmüllvertrages im Landkreis Ludwigslust gefestigt. Im Gegenzug konnte sich die Gesellschaft jedoch mit Ihrem Angebot bei der Neuvergabe des Haus- und Sperrmüllvertrages im Landkreis Demmin nicht durchsetzen.

Ebenfalls aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise ist bei den Angebotspreisen im Rahmen der europaweiten Ausschreibungen der Verträge mit den dualen Systemen von einer Stabilisierung auszugehen. Dennoch besteht grundsätzlich bei der Neuausschreibung dieser Verträge weiterhin das Risiko des Verlusts von Entsorgungsgebieten. Für das Geschäftsjahr 2010 ergeben sich Veränderungen bei den Glassammelverträgen in den Landkreisen Müritz und Parchim, in denen die Verträge direkt nicht gewonnen werden konnten, aber die Gesellschaft als Subunternehmerin des neuen Vertragshalters weiterhin die Leistung erbringen wird.

Die seit dem 05. April 2008 in Kraft getretene 5. Novelle der Verpackungsverordnung, deren Ziel es ist, die bis zu den privaten Haushalten gelangenden Verkaufsverpackungen zukünftig verpflichtend durch duale Systeme entsorgen zu lassen, betrifft insbesondere die Sortieranlagen. Da die Berichtsgesellschaft ausschließlich die Sammlungslogistik durchführt, hat sie aus der Gesetzesänderung keine Risiken zu befürchten.

Der Sekundärrohstoffmarkt wird, trotz der derzeit erschwerten Absatzmarktsituation, für REMONDIS an Bedeutung gewinnen. Wir erwarten auf lange Sicht weiterhin eine wachsende Nachfrage nach Rohstoffen und ein damit verbundenes steigendes

Preisniveau für Sekundärrohstoffe. Für das Geschäftsjahr 2010 geht die Berichtsgesellschaft von im Verhältnis zum Berichtsjahr leicht steigenden Umsätzen in diesem Marktsegment aus.

Ende 2009 wurde die "Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen für die Abfallwirtschaft einschließlich Straßenreinigung und Winterdienst" im Bundesanzeiger veröffentlicht. Somit gilt für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die bei Unternehmen der Abfallwirtschaft beschäftigt sind, ab dem 1. Januar 2010 ein Mindestlohn von 8,02 € pro Stunde. Eine Anpassung der Vergütung war nur bei einem sehr kleinen Teil der Arbeitsverhältnisse notwendig, so dass ab 01.01.2010 sämtliche Mitarbeiter den gesetzlichen Mindestlohn erhalten und die wirtschaftlichen Auswirkungen seiner Einführung für die Berichtsgesellschaft sehr gering sind.

Die Mittelfristplanung der REMONDIS Mecklenburg GmbH zeigt für 2010 noch sinkende Umsätze bei gleichzeitiger Durchführung von Sanierungsmaßnahmen, die zu einmaligen Aufwand führen. Die Gesellschaft sieht durch die Finanz- und Wirtschaftskrise potenzielle Gefahren in einem weiteren Rückgang der Abfallmengen bei Industrie- und Gewerbekunden. Durch die eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen in 2010 zur Reduzierung von Kosten, in Kombination mit den sich auf niedrigem Niveau stabilisierten Rohstoffpreisen, wird bereits ab dem Jahr 2011 wieder mit einem positivem Jahresüberschuss gerechnet.

Die geplanten Sachanlageinvestitionen können aus dem laufenden Cash-Flow finanziert werden. Investitionen in Finanzanlagen oder Geschäftsausweitungen sind im Rahmen der Mittelfristplanung nicht vorgesehen.

 

Möllenhagen, den 22. April 2010

Die Geschäftsführung

Gez. Matthias Hartung

gez. Jan Schäfer-Rörig

Bilanz

Aktiva

  31.12.2009
Euro
31.12.2008
Euro
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 112,00 304,00
II. Sachanlagen 1.393.611,76 2.011.893,06
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 160.380,78 144.525,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.231.997,91 1.996.856,30
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.163,73 25.751,92
C. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.211.694,21 742.709,18
Summe 4.005.960,39 4.922.039,67

Passiva

   
  31.12.2009
Euro
31.12.2008
Euro
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Verlustvortrag -842.709,18 582.400,56
III. Jahresfehlbetrag -468.985,03 -1.425.109,74
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.211.694,21 742.709,18
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 197.000,00
C. Rückstellungen 890.238,91 738.464,83
D. Verbindlichkeiten 3.115.721,48 3.986.574,84
Summe 4.005.960,39 4.922.039,67

Gewinn- und Verlustrechnung

  2009
2008
1. Rohergebnis 7.584.781,25 8.201.193,11
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -2.789.836,41 -2.953.663,66
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -565.591,65 -648.201,09
- davon für Altersversorgung € 2.072,54; Vorjahr € 18.375,79    
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.105.085,47 -1.463.807,89
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.424.826,55 -4.133.345,17
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.255,39 7.450,27
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -39.414,06 -113.613,05
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -335.717,50 -1.103.987,48
8. Außerordentliches Ergebnis 0,00 -371.154,98
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -60.963,90 130.220,69
8. Sonstige Steuern -72.303,63 -80.187,97
Jahresfehlbetrag -468.985,03 -1.425.109,74

Anhang

I. GRUNDLAGEN

Die REMONDIS Mecklenburg GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Beachtung des HGB, der weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften, des Gesellschaftsvertrages sowie der Rethmann-Bilanzierungsrichtlinien aufgestellt.

II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEIS-METHODEN

Im Rahmen der Aufstellung des Anhangs werden für das Berichtsjahr 2009 die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB in Anspruch genommen.

Das Gliederungsschema gemäß § 266 HGB wurde um folgende Positionen erweitert:

- den gesonderten Ausweis der EDV-Software innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens;

- der Fuhrpark wird im Anlagevermögen gesondert aufgestellt;

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Bilanzierung und Bewertung im Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen, da die Verbindlichkeiten der Gesellschaft durch eine Patronatserklärung der REMONDIS GmbH & Co. KG, Region Nord gesichert sind und die Gesellschaft für die Zukunft keine Verluste plant.

Folgende Abweichungen von in Vorperioden praktizierten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr vorgenommen:

- Für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 wurde die degressive Abschreibung gem. § 7 Abs. 2 EStG für angeschaffte oder hergestellte bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wieder eingeführt. Dieser Gesetzesänderung ist die Gesellschaft gefolgt. Es ergeben sich hierdurch höhere Abschreibungsbeträge von 650 €.

- Die Aufwendungen für Bindedraht in Höhe von 13.500 € wurden in 2009 erstmals im Materialaufwand berücksichtigt. Bis 2008 erfolgte der Ausweis unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Die Vorjahreswerte 2008 wurden in der Darstellung 2009 nicht angepasst.

Aktiva:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter 150 €. Diese werden den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden - soweit steuerlich zulässig - degressiv vorgenommen. Sofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen. Auf die Zugänge zum beweglichen Anlagevermögen wird die "Pro rata temporis"-Regelung angewandt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB.

Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht.

Der Zugang an Geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 150 € wird direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Als Ausnahme sind die Behälter bis 150 € zu nennen, die weiterhin aktiviert und im selben Jahr voll abgeschrieben werden. Hierbei wird im Anlagengitter weiterhin der Totalabgang nach Ablauf von 5 Jahren unterstellt.

Überschreiten die Nettoanschaffungskosten den Betrag von 150 €, nicht aber den Betrag von 1.000 €, wird für selbständig nutzbare Vermögensgegenstände eine neue Gruppenbewertung vorgenommen. Danach wird für diese Vermögensgegenstände ein Sammelposten gebildet, welcher im Jahr der Bildung und in den folgenden 4 Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschläge Rechnung getragen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen aktiviert.

Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die steuerlich aktivierungspflichtigen Bestandteile.

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin eine Pauschalwertberichtigung des Forderungsbestandes (ohne Umsatzsteuer) vorgenommen. Langfristige Steuererstattungsansprüche i.S.d. § 37 KStG sind zum Barwert angesetzt.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten.

Passiva:

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Bei der Bildung der Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen:

Das Anlagengitter gemäß § 268 Abs. 2 HGB ist dem Anhang beigefügt.

Im Berichtsjahr wurden weder außerplanmäßige Abschreibungen noch Zuschreibungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Sämtliche Forderungen des Umlaufvermögens haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Davon betreffen 42 TEUR die Gesellschafterin.

Eigenkapital:

Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt 100.000 €. Der Ausweis des negativen Eigenkapitals in Höhe von insgesamt 1.212 T€ erfolgt als nicht gedeckter Fehlbetrag auf der Aktivseite.

Sonderposten:

Der Sonderposten mit Rücklageanteil für Ersatzbeschaffung betraf im Vorjahr die Versicherungserstattung nach dem Brand in der Sortierhalle und wurde nach der gesetzlichen Vorschrift R 6.6 EStR gebildet und im laufenden Jahr 2009 in voller Höhe in Anspruch genommen.

Rückstellungen:

Die sonstigen Rückstellungen wurden vor allem für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Unterlassene Instandhaltung und Ausstehende Eingangsrechnungen gebildet.

Verbindlichkeiten:

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor.

    Restlaufzeiten  
  Gesamt
T€
Bis zu 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
mehr als5 Jahre
T€
Restlaufzeit
bis zu einem Jahr 31.12 2008
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 444,6 444,6 0,0 0,0 561,2
Verbindlichkeiten gegen- über verbundenen Unternehmen 2.435,0 2.435,0 0,0 0,0 3.267,5
Sonstige Verbindlichkeiten 236,1 236,1 0,0 0,0 157,9
- davon aus Steuern 78,5 78,5 0,0 0,0 24,8
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,0 0,0 0,0 0,0 2,4
  3.115,7 3.115,7. 0,0 0,0 3.986,6

Es besteht eine Patronatserklärung der REMONDIS GmbH & Co. KG, Region Nord bis zu einer Höhe von T€ 1.800.

IV ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Sonstige betriebliche Erträge:

Im Geschäftsjahr sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 41,8 angefallen.

Es befinden sich Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von € 103.742,60 in den sonstigen betrieblichen Erträgen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag:

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen für Vorperioden in Höhe von T€ 61,3 enthalten.

V ERGÄNZENDE ANGABEN

Arbeitnehmerzahlen:

Im Jahr 2009 waren durchschnittlich beschäftigt:

Angestellte 20
gewerbliche Mitarbeiter 94
Aushilfen 5
Summe 119

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Als sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB sind nach Art und Betrag zu nennen:

    Restlaufzeiten
  Gesamt
bis zu 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
mehr als 5 Jahre
- aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 45.410,40 45.410,40 0,00 0,00
davon mit verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
- aus Wartungsverträgen 29.800,00 29.800,00 0,00 0,00
davon mit verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  75.210,40 75.210,40 0,00 0,00

VI. BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN

Mitgliedschaft im Konzern:

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der REMONDIS AG & Co. KG mit Sitz in Lünen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie in den Konzernabschluss der Rethmann AG & Co. KG mit Sitz in Selm, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Rethmann AG & Co. KG ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen.

VII ANGABEN ZU GESELLSCHAFTSORGANEN

Der Geschäftsführung der Berichtsgesellschaft gehörten im Berichtsjahr an:

Jan Schäfer-Rörig

Geschäftsführer von verschiedenen Gesellschaften in der REMONDIS-Gruppe Ueckermünde

Matthias Hartung

Geschäftsführer von verschiedenen Gesellschaften in der REMONDIS-Gruppe Melsdorf

Den Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans wurden im Berichtsjahr keine Bezüge seitens der REMONDIS Mecklenburg GmbH gezahlt.

REMONDIS Mecklenburg GmbH

 

Möllenhagen, den 22. April 2010

Die Geschäftsführung

gez. Matthias Hartung

gez. Jan Schäfer-Rörig

Entwicklung des Anlagevermögens 2009

REMONDIS Mecklenburg GmbH, Möllenhagen

  Anschaffungs-/ Herstellungskosten kumulierte
Abschreibungen
Stand am
31.12.2009
EUR
  Stand am
01.01.09
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände EDV-Software 578,10 0,00 0,00 466,10
  578,10 0,00 0,00 466,10
II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten 1.942.418,19 75.140,86 0,00 1.730.868,29
2. technische Anlagen und Maschinen 650.912,28 21.326,71 311.453,71 253.324,28
3. Fuhrpark 3.161.056,07 161.089,99 181.012,27 2.538.428,79
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.480.205,54 319.733,83 230.539,46 1.172.644,91
  7.234.592,08 577.291,39 723.005,44 5.695.266,27
Summe Anlagevermögen 7.235.170,18 577.291,39 723.005,44 5.695.732,37
  Buchwerte Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
  Stand am
31.12.09
EUR
Stand am
31.12.08
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände EDV-Software 112,00 304,00 192,00
  112,00 304,00 192,00
II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten 286.690,76 221.773,06 10.223,16
2. technische Anlagen und Maschinen 107.461,00 170.001,00 81.825,71
3. Fuhrpark 602.705,00 1.321.206,00 796.733,99
4. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 396.755,00 298.913,00 216.110,61
  1.393.611,76 2.011.893,06 1.104.893,47
Summe Anlagevermögen 1.393.723,76 2.012.197,06 1.105.085,47

Bestätigungsvermerk

IV. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 23. April 2010 den folgenden uneingeschränkten und mit einem hinweisenden Zusatz versehenen Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der REMONDIS Mecklenburg GmbH, Möllenhagen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Pflichtgemäß weisen wir darauf hin, dass der Fortbestand der Gesellschaft durch Risiken bedroht ist, die im Abschnitt F. des Lageberichts dargestellt sind. Hinsichtlich der vorliegenden handelsbilanziellen Überschuldung besteht wegen der gesetzlich bestimmten Rückänderung des durch das Finanzmarkstabilisierungsgesetz geänderten § 19 Abs. 2 InsO zum 1. Januar 2014 das Risiko einer Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne. Daneben besteht das Risiko des Eintritts der Zahlungsunfähigkeit, sofern im Falle deutlich geringerer eingehender künftiger Einzahlungsüberschüsse nicht ausreichend finanzielle Mittel vom Gesellschafter zur Verfügung gestellt werden."

 

Recklinghausen, den 23. April 2010

Vestische Treuhand
Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Andreas Focke, Wirtschaftsprüfer

gez. Rolf Lautenschütz, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Gesellschafterbeschluss vom 02. Juni 2010

zum Jahresabschluss 31. Dezember 2009 über die Verwendung des Ergebnisses

Die Gesellschafter haben am 02. Juni 2010 beschlossen, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres vom 01. Januar bis 31. Dezember 2009 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Melsdorf, den 02. Juni 2010

gez. Thomas Templin

gez. Wolfgang Steen

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