Celerio Finanzbeteiligungen GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans Gohmann seit 19.3.2020 | Prokura |
Björn Baltes seit 19.3.2020 | Prokura |
Matthias Dr. Koch seit 28.6.2019 | Geschäftsführer |
Karl Dietrich Wellsow seit 23.11.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VEKA AktiengesellschaftSendenhorstKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen Die VEKA-Gruppe ist ein international ausgerichteter Konzern mit Gesellschaften in Europa, Amerika und Asien, die zum Teil regional oder funktional in Teilkonzernstrukturen organisiert sind. Die deutsche Konzernmuttergesellschaft, VEKA AG, ist in Sendenhorst (Nordrhein-Westfalen) ansässig. Wesentlicher Geschäftszweck ist die Produktion und der Vertrieb von Fensterprofilen, Platten und PVC-Compound. Angepasst an die jeweiligen Marktstrukturen ist der Konzern in allen wichtigen Märkten mit eigenen Produktionskapazitäten oder reinen Vertriebsgesellschaften vertreten. Über nationale Grenzen hinweg gibt es ein strategisches Zusammenwirken der Gesellschaften in einem koordinierten Produktionsverbund. Eine stark ausgeprägte regionale Diversifizierung ist die Basis der Konzern-Absatzstrategie, die sich sowohl auf etablierte als auch auf zukunftsorientierte, entwicklungsfähige neue Märkte mit hohem Wachstumspotential stützt. Die Hauptabsatzmärkte des Konzerns liegen in Europa und Nordamerika. Mit der in den europäischen Märkten operierenden GEALAN-Gruppe verfolgt der Konzern neben der internationalen Ausrichtung auch eine Markendiversifizierungsstrategie, die es ermöglicht ein größeres Marktspektrum abzudecken. Der Geschäftsbereich Profile bildet das umfangreichste Geschäftsfeld der VEKA Gruppe und umfasst die Herstellung und den Vertrieb von hochwertigen Fenster-, Rollladen- und Spezialprofilen aus PVC-Compound. Vertriebspolitisches Ziel ist die Markt- und Qualitätsführerschaft in allen wesentlichen Märkten. Die Produkt- und Sortimentsgestaltung ist konzeptionell auf Nachhaltigkeit, Innovationskraft und die Erreichung höchstmöglicher Qualitätsstandards ausgerichtet. Mit einer herausragenden Produktvielfalt und Sortimentstiefe sowie durch das kompromisslose Streben nach einer Optimierung aller Produktions-, Logistik- und Innovationsprozesse, sollen neben einem uneingeschränkten Qualitätsversprechen auch ein außergewöhnliches Leistungsspektrum und äußerst kurze Lieferzeiten erreicht werden. Die an individuellen Kundenwünschen orientierte, partnerschaftliche Vertriebsstrategie in Kombination mit einem umfangreichen Angebot begleitender Serviceleistungen bietet ein branchenbezogenes Alleinstellungsmerkmal, wodurch ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil entsteht und eine bestmögliche Kundenbindung erreicht werden kann. Der Geschäftsbereich Platten umfasst die Herstellung und den Vertrieb von kompakten und geschäumten PVC-Platten, die insbesondere im Werbebereich, im Bausektor, im Fahrzeugbau und in der Kunststoff-Formtechnik eingesetzt werden. Die weltweiten Vertriebsaktivitäten werden zentral von der Konzernmuttergesellschaft, der VEKA AG, gesteuert. Die vorrangige Aufgabe des Geschäftsbereiches Compound besteht in der Versorgung der produzierenden Einheiten des Konzerns mit PVC-Compound für die Profil- und Plattenproduktion. Der Geschäftsbereich Compound beinhaltet ebenfalls die Recycling-Aktivitäten der VEKA Umwelttechnik GmbH und deren Tochtergesellschaften in Frankreich und England. Der Geschäftsbereich Outdoor Living Products (OLP) umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Terrassendielen (VEKAdeck), Terrassengeländern (VEKArail) und Zäunen (VEKAfence) aus PVC, die hauptsächlich im privaten Bereich eingesetzt werden. Neben Aktivitäten in Großbritannien erfolgt die Herstellung im Wesentlichen bei den amerikanischen Gesellschaften, welche den gesamten nord- und mittelamerikanischen Kontinent bedienen. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Situation Die Weltwirtschaft stand im Jahr 2021 auch weiter unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. Dennoch hat sich das wirtschaftliche Wachstum, vor allem durch die Entwicklung und den Einsatz von wirksamen Impfstoffen positiv entwickelt. Im zweiten Halbjahr wurde das zunächst starke Wachstum durch die neu aufgetretenen Varianten des Corona-Virus, Delta und Omikron, belastet. Dies führte zu globalen Lieferkettenproblemen, Logistik- und Materialengpässen sowie zu einem starken Anstieg von Rohstoffpreisen. Vor allem aufgrund der starken Nachfrage nach langlebigen Konsumgütern kamen viele Hersteller von Vorprodukten an ihre Kapazitätsgrenzen. Die wirtschaftliche Entwicklung im Hinblick auf Produktion und Beschäftigung in den jeweiligen Ländern verlief sehr heterogen. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist laut Einschätzung von Commerzbank Research um 6,2 % gewachsen. In Europa erlebte die Wirtschaft im ersten Halbjahr zunächst einen Aufschwung. Dies ist vor allem auf die Verbesserung der pandemischen Lage, einhergehend mit Lockerungen der bestehenden Corona-Restriktionen, zurückzuführen. Im zweiten Halbjahr wirkte sich eine erneute Corona-Welle negativ auf das Wachstum aus. Auch blieben die europäischen Unternehmen nicht von Lieferengpässen bei der Beschaffung von Rohstoffen verschont. Zudem sorgten gestiegene Energie- und Rohstoffpreise für einen Kostendruck in der Industrie und führten zu steigenden Inflationsraten. Laut Eurostat stieg das BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU um 5,3 %. Der Konjunkturverlauf in Deutschland war ebenfalls von diesen Schwankungen gekennzeichnet. Die deutsche Wirtschaft war trotz guter Auftragslage von den Lieferproblemen sowie den gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten am Weltmarkt betroffen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg laut Commerzbank Research in 2021 um 2,9 %. Die Wirtschaftsdynamik in den USA schwächte sich im dritten Quartal 2021 ab. Angestiegene Corona-Infektionszahlen, Produktionsengpässe und das Auslaufen der staatlichen Finanzimpulse haben hierzu geführt. Im vierten Quartal nahm das Wachstum nach Abebben der Delta-Welle wieder zu, die Volkswirtschaft litt aber unter einem starken Anstieg der Inflation und der Angst vor steigenden Kreditzinsen. Die US-amerikanische Wirtschaftsleistung stieg in 2021 um 5,7 %. Die wirtschaftliche Entwicklung in den Schwellenländern war überwiegend positiv. Die Wirtschaftsleistung in China ist trotz der strengen Corona-In-fektionsschutzmaßnahmen gestiegen. Der BIP-Zuwachs lag bei 8,1 %. Auch die indische Wirtschaft erholte sich von dem starken Konjunktureinbruch im Vorjahr und erreichte ein höheres Niveau als vor dem Ausbruch von COVID-19. Die Länder Südamerikas haben sehr stark unter den Folgen der Pandemie und den stark gestiegenen Erzeugerpreisen gelitten. Durch den zunehmenden Handel, einer starken wirtschaftspolitischen Förderung und privaten Investitionen hat sich die Wirtschaft wieder erholt. Das Wirtschaftswachstum in Russland war 2021 insgesamt positiv. Dies wurde vor allem durch gestiegene Rohölpreise begünstigt. Branchensituation Die Nachfrage nach Kunststofffenstern entwickelte sich im Jahr 2021 trotz der anhaltenden Corona-Pandemie positiv. Es gab jedoch regional unterschiedliche Entwicklungen. Die weiterhin expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und unattraktive Anlagealternativen begünstigten den Immobilien-Neubau und die energetische Sanierung. Auch die staatlichen Konjunkturhilfen wirkten sich positiv aus. In Deutschland konnte der Fenstermarkt weiterhin von den anhaltend guten Bedingungen für private und infrastrukturelle Bauinvestitionen profitieren. Laut einer Studie der führenden Branchenverbände erhöhte sich der Fensterabsatz in Deutschland um 2,3 %. Der Fensterabsatz im Wohnbau profitierte im Jahr 2021 vom steigenden Bedarf. Beim Nichtwohnbau stagnierte das Volumen auf dem Vorjahresniveau. Zu schaffen machte der Branche die Materialknappheit und die eingeschränkte Verfügbarkeit von Montagekapazitäten. Auch der europäische Markt entwickelte sich positiv. Der Absatz von Fenstern konnte aufgrund einer starken Nachfrage im Wohnbau in nahezu allen Ländern Europas zulegen. Trotz der internationalen Sanktionen und der geringeren Kaufkraft der Mittelschicht, entwickelte sich der russische Markt ebenfalls positiv. Die Produktion von Kunststofffenstern in 2021 konnte gegenüber 2020 zulegen. Hauptgrund hierfür sind vor allem staatliche Investitionen in den Wohnungsmarkt. Auch in der Ukraine kam es zu Zuwächsen im Fenstermarkt. In den USA wurde das Wachstum in der Fenster- und Türenindustrie durch die anhaltende Stärke des Neubaumarktes sowie durch einen Ausbau der Renovierungstätigkeiten angetrieben. Ein weiterer Grund für den Anstieg ist die Ausweitung der Bauausgaben im gewerblichen Bereich. Das Marktforschungsunternehmen Freedonia Group erwartet einen Zuwachs von 25 % gegenüber dem Vorjahr. Der NAHB-Hausmarktindex erreichte im Dezember den höchsten Stand des Jahres 2021. Die Märkte Südamerikas entwickelten sich im zweiten Jahr der Corona-Pandemie leicht positiv. Die anhaltenden Währungsturbulenzen und die hohe Inflation in Argentinien wirkten sich dagegen negativ aus. Im Jahr 2021 gab es keine Veränderungen in der Konzernstruktur. Veränderungen der Konzernstruktur b) Geschäftsverlauf Umsatzentwicklung und sonstige bedeutsame Leistungsindikatoren Die VEKA Gruppe erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Konzernumsatz von 1.539,2 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg um 396,8 Mio. € (34,7 %) gegenüber dem Vorjahreswert.
Knapp 74,7 % der vertriebenen Produkte wurden in den europäischen Märkten abgesetzt. Auf Nord- und Südamerika entfielen 22,0 % des Konzernumsatzes (Vorjahr: 20,6 %). Die Konzernaktivitäten in Asien erhöhten sich leicht auf einen Anteil von 3,1 % (Vorjahr: 2,9 %). Mit 21,1 % des Konzernumsatzes bildet Nordamerika den größten Einzelmarkt, gefolgt von Deutschland (17,6 %) und Polen (12,0 %). In 2021 erzielte der VEKA Konzern ein gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. € gemindertes EBIT von 91,3 Mio. €. Das EBITDA verbesserte sich um 3,7 % auf nunmehr 161,6 Mio. € (Vorjahr: 155,8 Mio. €). Damit wurde das im Vorjahr gesetzte Ziel deutlich übertroffen. Cashflow-Rechnung Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein operativer Cashflow von 45,6 Mio. € erwirtschaftet (Vorjahr: 153,2 Mio. €). Unter Berücksichtigung der Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit (82,6 Mio. €) ergab sich ein negativer Free Cashflow von 37,0 Mio. €. Gesamtaussage Den Geschäftsverlauf des Jahres 2021 mit einem Konzernjahresüberschuss von 60,5 Mio. € beurteilen wir insgesamt als zufriedenstellend. c) Ertragslage Umsätze der Geschäftsbereiche Die VEKA Gruppe erzielte im Geschäftsbereich Profile einen Nettoumsatz von 1.333,4 Mio. €. Das entspricht einer Steigerung um 33,1 % gegenüber dem Vorjahreswert von 1.002,0 Mio. €. Ein Teil dieses Wachstums ist auf notwendige Absatzpreisanpassungen zurückzuführen. Die europäischen Märkte präsentierten sich trotz der Pandemie sehr positiv. Die Umsätze konnten in allen Ländern gesteigert werden. Nennenswerte Zuwächse gab es in Deutschland (+18,2 %), Polen (+22,7 %), Italien (99,7 %), Frankreich (35,5 %) und Großbritannien (43,2 %).
Die Konzerngesellschaften in Nordamerika befinden sich weiter auf Expansionskurs. Sie konnten ihre Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr um 44,1 % steigern. Trotz der verschärften wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen in Südamerika konnten die Umsätze dort um insgesamt 41,7 % gesteigert werden. Auch in den asiatischen Märkten kam es zu Umsatzsteigerungen. Vor allem die indischen Gesellschaften konnten ihre Umsätze weiter erhöhen. Das Volumen stieg um 75,5 % an. Währenddessen kam es in China, vor allem durch die verschärften Lockdown Regelungen, zu Umsatzrückgängen. Im mittleren Osten konnten die Umsätze leicht gesteigert werden. Der auf die asiatischen Märkte entfallende Anteil am Konzernumsatz blieb aber weiter auf einem untergeordneten Niveau. Im Geschäftsbereich Platten entwickelten sich die Umsätze wieder positiv nach leicht rückläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2020. In dem für die VEKA Gruppe wichtigen englischen Markt konnten die Umsätze weiter ausgebaut werden. Positiv entwickelten sich zudem der italienische, der französische und der polnische Absatzmarkt.
Der Umsatz des Geschäftsbereiches erhöhte sich um insgesamt 40,4 % auf 45,5 Mio. € (Vorjahr: 32,4 Mio. €). Während das Umsatzvolumen auf dem deutschen Markt um 2,2 Mio. € auf 8,2 Mio. € gesteigert werden konnte, betrug der Zuwachs in den ausländischen Märkten 10,9 Mio. €. Die Umsatzentwicklung des Geschäftsbereiches Compound ist in hohem Maße von der äußerst volatilen Rohstoffpreisentwicklung abhängig. Im Geschäftsjahr 2021 konnte ein Außenumsatz von 51,5 Mio. € (Vorjahr: 36,7 Mio. €) erzielt werden. Der Anteil der Recycling-Aktivitäten am Gesamtumsatz des Geschäftsbereiches reduzierte sich auf 53,0 % (Vorjahr: 66,2 %).
Im Geschäftsbereich Outdoor Living Products (OLP) entwickelten sich die Umsätze weiterhin positiv. In dem für den Geschäftsbereich zentralen amerikanischen Markt konnten die Umsätze weiter ausgebaut werden. Positiv entwickelte sich auch der englische Absatzmarkt.
Der Umsatz des Geschäftsbereiches erhöhte sich um 40,8 % auf 81,5 Mio. € (Vorjahr: 57,9 Mio. €). Ergebnisentwicklung Im Geschäftsjahr 2021 erzielte der VEKA Konzern ein Ergebnis vor Ertragssteuern und sonstigen Steuern von 90,2 Mio. €. Verglichen mit dem Vorjahr ist dies eine Steigerung um 2,4 %. In Relation zur Gesamtleistung ergab sich eine Rendite von 5,7 % (Vorjahr: 7,7 %). Die Eigenkapitalrendite verminderte sich auf 15,9 % (Vorjahr: 17,6 %). Vermindert um den Steueraufwand ergab sich ein Konzernjahresüberschuss von 60,5 Mio. € (Vorjahr: 62,9 Mio. €). Die Konzernumsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 34,7 % auf 1.539,2 Mio. € erhöht. Unter Berücksichtigung der aktivierten Eigenleistungen (6,7 Mio. €) und einer positiven Bestandsveränderung (27,2 Mio. €) ergab sich eine um 37,2 % gestiegene Gesamtleistung von 1.573,1 Mio. € (Vorjahr: 1.146,5 Mio. €). Über das gesamte Jahr 2021 wurden die Entwicklungen auf dem Rohstoffmarkt durch die gestiegene Nachfrage bei eingeschränkter Verfügbarkeit beeinflusst. Rohöl- und Energiepreise erhöhten sich nach einem moderaten Start im Laufe des Jahres erheblich. Des Weiteren kam es zu Einschränkungen der Rohstoffverfügbarkeit aufgrund von Produktionsausfällen der Lieferanten und zu Engpässen in der Logistik. Dies führte in Kombination mit einem gestiegenen Bedarf dazu, dass sich die Beschaffungskosten für PVC, dem Kernrohstoff für die Kunststoffprofil- und Plattenproduktion, deutlich über Vorjahresniveau bewegten. Beim Erwerb von Aluminium-Halbzeugen und Stahl kam es, ebenso wie beim Bezug von Kunststoffhalbzeugen, zu starken Preissteigerungen. In Relation zur Gesamtleistung sind die Materialaufwendungen auf 58,4 % gestiegen (Vorjahr: 49,1 %), da die Kostensteigerungen nicht in entsprechendem Maße weitergegeben wurden. Die Personalkostenquote des Konzerns reduzierte sich auf 19,2 % (Vorjahr: 23,2 %). Der durchschnittliche Personalbestand des Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr um 391 Mitarbeiter auf 6.508 Mitarbeiter erhöht. Personalzuwächse gab es unter anderem bei der VEKA AG. Hier stieg die Zahl der Beschäftigten um insgesamt 56 Personen. Auch bei der polnischen Gesellschaft (122 Personen) und den amerikanischen Gesellschaften (134 Personen) kam es zu einem Personalaufbau. Dem stehen Personalreduzierungen bei der englischen Gesellschaft von 19 Mitarbeitern gegenüber.
Das Abschreibungsvolumen erhöhte sich um 6 Mio. € auf 70,2 Mio. €. Hierin sind nötige außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände einer Tochtergesellschaft in Höhe von 8,1 Mio. € aufgrund einer zum aktuellen Kenntnisstand negativen Fortführungsprognose enthalten. In Relation zur Gesamtleistung ergab sich eine gegenüber dem Vorjahr um 1,1 % gesunkene Abschreibungsquote von 4,5 %. Im Vergleich zum Vorjahr sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns um 18,0 % auf 213,4 Mio. € gestiegen. Insbesondere gestiegene Fracht- und Verpackungsaufwendungen waren hierfür ursächlich. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung beinhaltet ein negatives Finanzergebnis von 1,1 Mio. € (Vorjahr: -3,4 Mio. €). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert vornehmlich aus niedrigeren Zinslasten für Darlehen. Der Steueraufwand des Jahres - bestehend aus Ertragsteuern und sonstigen Steuern - betrug 29,7 Mio. € (Vorjahr: 25,2 Mio. €). Die auf das Ergebnis vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern bezogene Steuerquote erhöhte sich von 28,6 % auf 32,9 %.
d) Finanzlage Kapitalstruktur Das Konzerneigenkapital hat sich in 2021 um 13,5 % auf 569,1 Mio. € erhöht (Vorjahr: 501,3 Mio. €). Der aus dem erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss von 60,5 Mio. € resultierende Kapitalzuwachs verminderte sich um eine Dividendenzahlung an die Anteilseigner von 3,0 Mio. € sowie eine Ausschüttung an konzernfremde Gesellschafter von 0,8 Mio. €. Aus der Einbeziehung der in Fremdwährung bilanzierenden Konzerngesellschaften ergab sich eine im Vergleich zum Vorjahr um knapp 11 Mio. € verbesserte Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung. Diese ist insbesondere auf einen verbesserten Euro-Dollar-Kurs zurückzuführen.
Die Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 9,6 Mio. € auf 53,8 Mio. €. Die Konzernverbindlichkeiten erhöhten sich im Jahr 2021 um 67,5 Mio. € auf 184,0 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen der immensen Ausweitung des Geschäftsumfangs und der damit einhergehenden Lagerausweitung sowie einer angepassten Lagerhaltungsstrategie geschuldet. Um das stark gewachsene Working Capital zu finanzieren sind vor allem kurzfristige Banklinien (+ 45,3 Mio. €) in Anspruch genommen worden. Darüber hinaus haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 24,6 Mio. € erhöht. Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme stieg auf 22,8 % (Vorjahr: 17,6). Die Konzerneigenkapitalquote reduzierte sich aufgrund der deutlich erhöhten Bilanzsumme um 5,2 % auf 70,5 %. Diese komfortable Kapitalstruktur ermöglicht weiterhin Investitionen in die technologische und kapazitative Weiterentwicklung des Konzerns und unterstützt bei der Bewältigung von vielfältigen Risiken. Der dynamische Verschuldungsgrad, ermittelt aus der Beziehung der Netto-Bankverbindlichkeiten (8,2 Mio. €) zum EBITDA (161,6 Mio. €), stieg auf einen Wert von 0,05 (Vorjahr: -0,22). Unter Berücksichtigung der neben den Bankschulden existierenden zinstragenden sonstigen Verbindlichkeiten von 2,0 Mio. € ergibt sich ein dynamischer Verschuldungsgrad von 0,06 (Vorjahr: -0,21). Alle Vermögensteile der VEKA Gruppe sind fristenkongruent finanziert. Die Finanzierung des Anlagevermögens erfolgte ausnahmslos durch Mittel, die dem Unternehmen langfristig zur Verfügung stehen. Das Anlagevermögen des Konzerns ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Die Anlagendeckung beträgt 169 % (Vorjahr: 161 %). Investitionen Die Investitionen in das Sachanlagevermögen und das immaterielle Vermögen des Konzerns betrugen 79,7 Mio. € (Vorjahr: 56,0 Mio. €). Auf die Gesellschaften der GEALAN-Gruppe entfiel dabei ein Investitionsvolumen von 19,0 Mio. €. Das Investitionsvolumen des nordamerikanischen Teilkonzerns betrug 13,2 Mio. €. Der größte Teil dieser Anlagenzugänge entfiel auf die Anschaffung neuer Extrusionswerkzeuge und die Erweiterung des Maschinenparks. Auf die Muttergesellschaft VEKA AG entfielen Investitionen von 14,5 Mio. €. Weitere Schwerpunkte der Investitionstätigkeit bildeten außerdem die Konzernstandorte in Chile (6,8 Mio. €) und in Polen (6,8 Mio. €). In der VEKA Gruppe wurden in den letzten 5 Jahren rund 367,9 Mio. € in das Sachanlagevermögen und das immaterielle Vermögen investiert. Dem steht ein Abschreibungsvolumen im gleichen Zeitraum von knapp 313,8 Mio. € gegenüber.
Liquidität Die Liquiditätssituation der VEKA Gruppe ist weiterhin außerordentlich komfortabel. Die Liquiditätsversorgung des Konzerns wird durch die im Rahmen des Konsortialkredites langfristig zur Verfügung gestellten, flexibel ausnutzbaren Kreditlinien gesichert. Mit diesen ausreichend dimensionierten Kreditlinien werden auch extreme saisonale Schwankungen des Working Capital aufgefangen und sie bieten darüber hinaus genügend finanzielle Beweglichkeit für eine wachstumsorientierte Geschäftsentwicklung. Die nachfolgende Kapitalflussrechnung verdeutlicht, dass der erwirtschaftete Finanzmittelzufluss und die zugeführten Fremdmittel zur Finanzierung der Investitionen und der Ausschüttung einer Dividende eingesetzt wurden.
e) Vermögenslage Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 145,5 Mio. € auf 807,7 Mio. €. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 25,5 Mio. € auf 337,6 Mio. €. Die Vermögensstruktur zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen leicht gesunkenen Anlagevermögensanteil. Im Bereich der Bewertung von Gegenständen des Sachanlagevermögens wird unverändert die lineare Abschreibungsmethode angewandt.
Das Umlaufvermögen stieg um 119,8 Mio. € auf 461,2 Mio. € (Vorjahr: 341,4 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen auf eine Zunahme der Vorräte (+ 92,9 Mio. €) zurückzuführen. Angesichts der starken Absatzsteigerung sind sowohl die Rohstoffbestände als auch die Bestände an Fertigerzeugnissen und Handelswaren erheblich aufgestockt worden. Neben der physischen Erhöhung der Bestandsmengen waren in Folge der gestiegenen Einstandspreise auch Bewertungseffekte hierfür ausschlaggebend. Aufgrund des signifikanten Umsatzwachstums kam es überdies auch zu einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+ 23,3 Mio. €). Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme erhöhte sich auf 57,1 %. Die liquiden Mittel aus Kassen- und Bankguthaben verminderten sich um 5,1 Mio. € auf 50,3 Mio. €. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sowie die aktiven latenten Steuern entsprechen dem Niveau des Vorjahres. Von dem Wahlrecht zur Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern wurde Gebrauch gemacht. 3. Risikobericht, Prognose- und Chancenbericht Die Auswirkungen aus dem am 24. Februar 2022 begonnenen Konflikt in der Ukraine und den damit einhergehenden Sanktionen sind derzeit nicht abschätzbar. Daher sind die aufgestellten Prognosen mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Wir verweisen hierzu auch auf unsere Ausführungen im Nachtragsbericht. Strategie und Organisation des Risikomanagementsystems Effektives Risiko- und Chancenmanagement ist ein wichtiger Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit, um nachhaltig profitabel zu wachsen und durch effizienten Kapitaleinsatz finanzielle Mittel zu schonen. Unternehmerisches Handeln ist stets zukunftsorientiert und daher mit Risiken behaftet. Vor diesem Hintergrund ist unsere Risikopolitik darauf ausgerichtet, einerseits die sich ergebenden Chancen zeitnah in einer den Unternehmenswert steigernden Weise zu realisieren, andererseits Risiken aktiv mittels Gegenmaßnahmen zu reduzieren, um insbesondere bestandsgefährdende Risiken zu vermeiden. Unser Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung unserer Geschäftsstrategien, wobei unsere Risikopolitik der übergeordneten Verantwortung des Vorstandes obliegt. Als wichtigste operative Funktionen im Rahmen des Risikomanagements sind das Qualitätsmanagement, Compliance-Management, CSR-Management, Kosten- und Beteiligungscontrolling, eine deckungsbeitragsorientierte Kostenträgerrechnung und die hiermit verzahnte Kosten- und Planungsrechnung zu nennen. Zur systematischen, umfassenden und nachhaltigen Steuerung von Compliance-Risiken haben wir ein Compliance-Management-System etabliert, das wichtige präventive Bestandteile kontinuierlich weiterentwickelt, Elemente neugestaltet beziehungsweise verstärkt und angemessene Reaktionen auf mögliche oder tatsächliche Risiken gewährleistet. Der Chief Compliance Officer berichtet dem Vorstand und dem Aufsichtsrat. Daneben wurden Datenschutz-, Exportkontroll-, Umweltschutz-, Brandschutz-, Arbeitssicherheits-, Geldwäsche- und Ladungssicherheitsbeauftragte ernannt, welche die Risiken in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen monitoren und Maßnahmen zu deren Reduzierung oder Vermeidung einleiten. Zur transparenten Darstellung eines ökologischen, nachhaltigen Umganges mit Ressourcen und ethisch verantwortungsbewusstem Handeln in allen Unternehmensbereichen wurde eine CSR-Stabsstelle eingerichtet, welche den konzeptionellen Rahmen für die Definition von CSR-Standards schafft und auch deren Einhaltung überwachen soll. Hierzu wird in Anlehnung an die EU-Taxonomie ein gruppenweites CSR-Berichtswesen implementiert, in welchem sämtliche Aspekte unternehmerischer Aktivität, hinsichtlich ihrer ökologischen und sozialen Relevanz, gemeldet und ausgewertet werden. Neben der kompromisslosen Umsetzung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft wird auch auf Konzepte zur Einsparung von Energie, die Innovationskraft des Unternehmens und das gesellschaftliche Engagement hingewiesen. Darüber hinaus wird darauf geachtet, dass die auf ethischen Grundsätzen basierende Unternehmenskultur sowie die daraus resultierenden Leitlinien präsent sind und in allen Ebenen gewahrt werden. a) Risikobericht Marktorientierte Risiken Beschaffungsmarkt Unserer mittel- und langfristigen Ergebnisplanung liegt eine erwartete Entwicklung der Herstellungskosten unserer Produkte zugrunde. In diesem Zusammenhang besteht die Möglichkeit, dass Maßnahmen zur Optimierung der Herstellungskosten im Bereich von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Energie, Personaleinsatz und Automatisierung sowie in der Zusammenarbeit mit externen Partnern nicht wie geplant umgesetzt werden können. Die Einkaufspreise für Rohstoffe und andere Vormaterialien können je nach Marktsituation erheblich schwanken und unsere Kostenstrukturen belasten. Ebenso können Lieferanten ausfallen oder Transportwege für Rohmaterial eingeschränkt sein, was wiederum unsere Produktion und die Einhaltung unserer vertraglichen Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden gefährden kann. Dem Risiko begegnen wir sowohl durch ein kontinuierliches Monitoring unserer Märkte und Lieferanten als auch durch ein adäquates Vertragsmanagement sowie eine gezielte Steuerung der Aktivitäten in Bezug auf Umfang, Zeitpunkt und Frequenz der einzelnen Einkäufe. Darüber hinaus resultiert aus den über Jahre aufgebauten, vertrauensvollen Lieferantenbeziehungen ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit. Die Priorität im Energie-Management liegt in einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen sowie dem energetisch optimierten und effizienten Einsatz von Produktionsmitteln. Dem Risiko steigender Energiepreise begegnen wir durch eine strukturierte Energiebeschaffung. Durch möglichst langfristige Vereinbarungen soll eine stabile Kostenbasis und damit größtmögliche Kalkulationssicherheit erreicht werden. Absatzmarkt Nahezu alle Absatzmärkte sind durch einen ausgeprägten Wettbewerb gekennzeichnet. Dem begegnet die VEKA Gruppe im Wesentlichen mit der konsequenten Fortsetzung der leistungsorientierten Vertriebsstrategie. Hohe Produktqualität, effiziente Logistik, ein umfassendes Serviceangebot sowie das zu marktgerechten Preisen angebotene umfangreiche Produktsortiment fördern die Kundenbindung. Wir überwachen und analysieren kontinuierlich Markt- und Branchendaten, um ungünstige Entwicklungen des Wettbewerbsumfelds besser voraussehen zu können, anstatt lediglich auf sie reagieren zu müssen. Operative Risiken Forderungsausfallrisiken Ein detailliertes Monitoring unserer Kundenbeziehungen, ein aktives Forderungsmanagement sowie der selektive Einsatz von Warenkreditversicherungen wirken Risiken durch Forderungsausfälle entgegen. Das Forderungsmanagement wird in den Konzerneinheiten kontinuierlich verbessert und gehört strategisch zu den zentralen Management-Aufgaben. Politische Risiken Als ein Unternehmen mit globalem Geschäft sind wir unterschiedlichen produkt- und länderbezogenen Regelungen, Gesetzen und Richtlinien ausgesetzt, die unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse beeinflussen. Daher beobachten wir die politische und regulatorische Lage in allen unseren wichtigen Märkten, um so potenzielle Störungen zu antizipieren mit dem Ziel, unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse schnell an geänderte Rahmenbedingungen anzupassen. Gleichwohl können sich Änderungen von Regelungen, Gesetzen und Richtlinien nachteilig auf unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse sowie auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen im Ukraine Konflikt. Finanzrisiken Das Hedging von Zins- und Währungsänderungsrisiken erfolgt durch den Einsatz von marktgängigen, zum Teil derivativen Finanzinstrumenten, wobei diese nur in Kopplung mit entsprechenden Grundgeschäften zur Anwendung kommen. Zur Sicherung eines überdurchschnittlichen Bonitätsratings und den damit verbundenen günstigen Finanzierungsbedingungen wird im Dialog mit den Bankinstituten gezielt eine Verbesserung der wesentlichen Finanzkennzahlen angestrebt. Finanzierungsrisiken, die sich aus einer unangemessenen Abhängigkeit von Kreditinstituten ergeben würden, sollen durch die Stärkung der Innenfinanzierungskraft und einer langfristig auf Entschuldung angelegten Finanzierungsstrategie vermieden werden. Die beschriebenen Grundsätze zur Absicherung von Finanzierungsrisiken sind bei der Modellierung der Finanzierungsstruktur im Rahmen eines Konsortialkreditvertrages umgesetzt worden. Die Finanzierungsstruktur beinhaltet neben dem Erhalt bisheriger Gruppenfinanzierungselemente einen flexiblen Kreditrahmen für den Finanzmittelbedarf und gewährleistet in Abhängigkeit von der Erreichung sogenannter Financial Covenants die Finanzierungssicherheit des Konzerns. Als einzuhaltende Finanzkennzahl wurde der dynamische Verschuldungsgrad definiert. Dieser drückt das Verhältnis der konsolidierten Netto-Finanzverbindlichkeiten zum konsolidierten EBITDA der VEKA Gruppe aus. Risiken, die zu einer Verletzung der Finanzkennzahl führen könnten, sieht die VEKA Gruppe nach aktuellem Kenntnisstand selbst im Falle sich verschlechternder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen nicht. Die marktbedingten Zinsänderungsrisiken bezüglich der mittelfristigen Bestandteile des Konsortialkredites sind durch klassische derivative Finanzinstrumente weitgehend abgesichert worden. Qualitätsrisiken Die zur Erreichung der Unternehmensziele unabdingbare Erhaltung des hohen Qualitätsstandards wird mit Hilfe eines umfassenden und aufwendigen Qualitätssicherungskonzeptes erreicht. Dazu gehören nicht nur ständige Kontrollen der Beschaffenheit von Rohstoffen und Fertigerzeugnissen, sondern auch die Definition von Regeln für die elementaren Abläufe in der Prozesskette. Die Einhaltung der Standards wird durch interne und externe Audits nach DIN ISO 9001 überprüft. Gesamtaussage zur Risikosituation Durch das Risikomanagement ist die VEKA Gruppe in der Lage, die gesetzlichen Bestimmungen zur Kontrolle und Transparenz zu erfüllen. Im Hinblick auf die Corona-Pandemie und die jüngsten Entwicklungen des Konfliktes in der Ukraine bestehen operative Risiken. Aufgrund der soliden finanziellen Aufstellung ist die VEKA Gruppe in der Lage, auch gesamtwirtschaftliche Krisensituationen zu überstehen. Das Gesamtrisiko des Konzerns, welches sich aus der wahrscheinlichkeitsgewichteten Aggregation der erfassten Risiken ergibt, führt zu der Einschätzung, dass wir nach aktuellem Kenntnisstand keinen bestandsgefährdenden Risikoszenarien ausgesetzt sind. Wir sind überzeugt, die sich aus den oben genannten Risiken ergebenden Herausforderungen auch zukünftig erfolgreich zu meistern. Die VEKA Gruppe beobachtet die weitere Entwicklung aufmerksam und ist weiterhin vorbereitet, alle notwendigen Maßnahmen zeitnah zu ergreifen. b) Prognose und Chancenbericht Gesamtwirtschaftliche Situation Die Entwicklung der Weltwirtschaft unterliegt auch für das Jahr 2022 einer beträchtlichen Unsicherheit. In Folge des Konfliktes in der Ukraine und der damit einhergehenden Sanktionen ist davon auszugehen, dass sich die Probleme in der Rohstoffversorgung verschärfen werden und die globale Wachstumsentwicklung durch höhere Energie- und Rohstoffpreise belastet wird. Aufgrund der chinesischen Null-Covid-Strategie ist weiterhin von Störungen in den Lieferketten auszugehen. Es wird regionale Unterschiede hinsichtlich der Entwicklung des Wachstums geben. Der IWF rechnet in seiner Prognose aus April 2022 mit einem Wachstum von 3,6 %. Für die Eurozone prognostiziert der IWF ein Wachstum von 2,8 %. Es ist davon auszugehen, dass die Lieferkettenprobleme auch in diesem Jahr die Konjunktur hemmen werden. Ebenso werden sich steigende Energiepreise negativ auswirken. In Deutschland ist auch im Jahr 2022 wieder mit einem positiven Wirtschaftswachstum zu rechnen. Allerdings korrigierte der IWF in seiner jüngsten Prognose die Erwartungen als Folge des Konfliktes in der Ukraine deutlich nach unten. Dämpfend wirken vor allem die hohen Energiepreise und eine steigende Inflation. Das BIP-Wachstum für Deutschland wird laut dem IWF nunmehr bei 2,1 % liegen anstatt der zuvor angenommenen 3,8 %. Es wird davon ausgegangen, dass die US-Wirtschaft sich im Jahr 2022 weiter erholen wird. Die Commerzbank prognostiziert einen Anstieg des BIP von 3,3 %. Die wirtschaftliche Entwicklung hängt insbesondere davon ab, wie stark die Erhöhungen der Verbraucherpreise auf dem realen Konsum lasten. Aufgrund der starken Inflation wird es zu Zinserhöhungen seitens der US-Notenbank kommen, die sich dämpfend auf das Wachstum auswirken werden. Für die Schwellenländer gehen wir für 2022 von einem Wachstum aus. Chinas Wirtschaft dürfte wegen der Probleme im Immobiliensektor, der hohen Unternehmensverschuldung und der strikten Corona-Politik langsamer zulegen. Der IWF rechnet mit einem Wachstum von 4,4 %. Die indische Wirtschaft sollte sich von der Corona-Pandemie weiter erholen. Es wird von einem Wachstum von 7,9 % ausgegangen. Russlands Wirtschaft dürfte laut des IWF infolge des Konfliktes und der vom Westen verhängten Sanktionen um 8,5 % einbrechen. Für die Ukraine wird dieses Jahr mit einer Rezession von mindestens zehn Prozent gerechnet. Branchensituation Die Branche erwartet für das Jahr 2022 weiterhin ein stabiles Wachstum. Diese Entwicklung ist ebenso wie die gesamtwirtschaftliche Prognose mit Unsicherheiten behaftet. Die Nachfrage in den wichtigsten Märkten wird weiterhin vom privaten Wohnungsbau und der energetischen Sanierung abhängen. Geopolitische Konflikte, steigende Zinsen und weiter anziehende Baukosten infolge der hohen Rohstoffpreise können sich dämpfend auf die Branche auswirken. In Deutschland wird aufgrund der positiven Bedingungen in der Bauwirtschaft für das Geschäftsjahr 2022 sowohl in der Extrusionsbranche als auch im verarbeitenden Handwerk mit steigenden Umsätzen gerechnet. Im Bereich Neubau wird mit einem gedämpften Absatzzuwachs gerechnet. Grund hierfür ist unsere Erwartungshaltung einer abklingenden Nachfrage. Dagegen werden die erwarteten Energiekostensteigerungen die Realisierung von Modernisierungsvorhaben begünstigen. Es wird erwartet, dass der Anteil des Modernisierungsgeschäftes am gesamten Fenstermarkt zunehmen wird. Für Europa wird mit einer stabilen Entwicklung der Baubranche gerechnet. Diese wird regional unterschiedlich stark ausfallen. Der US-Markt für Fenster und Türen wird sich in 2022 weiter positiv entwickeln. Laut der Freedonia Group, einem Marktforschungsunternehmen in Ohio, wird erwartet, dass die Nachfrage nach Fenstern und Türen um 5 % steigen wird. Das Wachstum wird vor allem durch den Neubaumarkt sowie durch ein robustes Renovierungsgeschäft angetrieben. In den südamerikanischen Märkten wird es voraussichtlich zu einer stabilen Branchenentwicklung kommen. Chancenbericht Das Marktumfeld wird im Geschäftsjahr 2022 für die VEKA Gruppe weiter herausfordernd bleiben. Die Märkte werden sich aufgrund der hohen Inflation, Lieferkettenproblemen und den Auswirkungen des Konfliktes in der Ukraine volatil präsentieren. Mit der Umsetzung der Maßnahmen, die sich aus der VEKA Strategie 2025 ableiten, werden wir den Herausforderungen der Zukunft begegnen, um unsere Ziele zu erreichen. Wir beschäftigen uns dazu intensiv mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, den relevanten Kostengrößen sowie maßgeblichen Erfolgsfaktoren. Regelmäßig identifizieren, analysieren und nutzen wir Chancen in allen Unternehmensbereichen. Wir treiben Innovation voran, um nachhaltige Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln und gleichzeitig unsere eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Hierdurch wird unsere Marke in den etablierten, sowie in den Wachstumsmärkten gestärkt. Für positive Impulse wird weiterhin auch die unter dem Markennamen VEKA SPECTRAL vertriebene neue Oberflächentechnologie sorgen. Durch die stetige Erweiterung des Farbsortimentes dieser zukunftsweisenden Entwicklung hat eine weitere positive Differenzierung vom Wettbewerb stattgefunden. Auch in der Baubranche wird die Digitalisierung ein immer wichtigerer Baustein. Die Digital Building Solutions GmbH ist in der VEKA Gruppe ein wichtiger Baustein zur Umsetzung und Vermarktung dieser digitalen Lösungen und Service-Angebote. Das Unternehmen agiert konzernübergreifend und bietet seine Leistungen und Produkte in allen wichtigen Märkten an. Verbesserte Produkteigenschaften und neue Anwendungsmöglichkeiten werden im Geschäftsbereich Platten weiter für einen stabilen Umsatz sorgen. Vor allem durch den Einsatz im medizinischen Bereich sollten in den Vereinigten Staaten Umsatzsteigerungen zu erzielen sein. Da das Plattengeschäft sehr exportabhängig ist, sind wir vor allem beim britischen Pfund und beim US-Dollar Währungseffekten ausgesetzt. Geschäftentwicklung und Prognosebericht Die Unternehmensplanung der VEKA-Gruppe ist grundsätzlich an den strategischen Zielen ausgerichtet und umfasst unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gleichermaßen unternehmerische Gestaltungsmaßnahmen. Sie bildet die Basis einer realistischen Ergebniseinschätzung, berücksichtigt aber gleichzeitig langfristige Aspekte hinsichtlich Investitionen sowie der Sicherstellung bilanzieller Solidität und finanzieller Stabilität. Unser Geschäft unterliegt einer Vielzahl externer Faktoren, auf deren Entwicklung wir keinen Einfluss haben. Dazu gehören geopolitische, regulative und makroökonomische Faktoren. Basierend auf einer soliden Finanzstruktur und eines guten Ertragspotentials werden wir auch weiterhin den Fokus darauf legen für unsere Kunden ein zukunftsgerechtes Produkt- und Dienstleistungsportfolio vorzuhalten. In den vergangenen Jahren haben wir eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet, die sich positiv auf unsere Kostenstruktur ausgewirkt haben. Diese Strukturen werden wir auch weiter an die sich ändernden Marktverhältnisse anpassen. Wegen der steigenden Umsatzanteile, die außerhalb des Euroraumes erzielt werden, vergrößert sich die Hebelwirkung von Devisenkursveränderungen. In den Umsatzprojektionen wurden Devisen-Plankurse angewendet, die sich an der Konsensmeinung führender Finanzinstitute orientieren. Währungseinflüsse und deren Auswirkungen sind aufgrund der kaum vorhersehbaren geldpolitischen Maßnahmen der jeweiligen Zentralbanken schwer planbar. Wir erwarten, dass sich die Volatilität an den globalen Devisenmärkten im Geschäftsjahr 2022 fortsetzen wird. Zur Gewährleistung der Zahlungsfähigkeit erfolgt die Steuerung und permanente Überwachung der Liquiditätssituation im Rahmen einer gruppenweiten Kapitalbedarfsplanung. Das Ergebnis ist dabei jedoch stark abhängig von der weiteren Entwicklung der Beschaffungskosten. Wir erwarten für das Jahr 2022 anhaltende Belastungen aus höheren Preisen für Rohstoffe und durch hohe Energiekosten. Diese wollen wir durch Preisanpassungen bei unseren Produkten und Dienstleistungen kompensieren. Die Einschätzung der Geschäftsentwicklung bezüglich des nächsten Jahres basiert auf den oben geschilderten Annahmen. Dabei gehen wir davon aus, dass die geopolitischen Konflikte neben den beschriebenen Effekten keine darüber hinaus gehenden negativen Auswirkungen auf die operative Geschäftsentwicklung haben werden. Etwaige, auch konsolidierungsbedingte, Sondereffekte aus dem Ukraine Konflikt könnten die nachfolgenden Ergebnisgrößen signifikant belasten, wobei sich die derzeitige komfortable Kapitalstruktur nach aktuellem Kenntnisstand auch in diesem Fall robust darstellen würde. Für das Geschäftsjahr 2022 geht die VEKA Gruppe von einem Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres aus. Unter Zugrundelegung der genannten Umsätze erwarten wir ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 155,0 Mio. € und ein EBIT von rund 84,0 Mio. €. Die geplanten Investitionen in das Sachanlagevermögen und in die immateriellen Vermögenswerte belaufen sich auf 109,0 Mio. €. Bei der Umsetzung des Investitionsplanes werden wir die unterjährige Ergebnisentwicklung sowie die erwartete gesamtwirtschaftliche Entwicklung berücksichtigen, um gegebenenfalls kurzfristig gegensteuern zu können. Infolge der erwarteten Geschäftsentwicklung rechnen wir mit einer moderaten Erhöhung der Mitarbeiterzahlen und ansteigenden Personalaufwendungen. Für das Jahr 2022 sieht der Vorstand die VEKA Gruppe im Wettbewerbsumfeld gut positioniert, um die eigene Marktposition mit innovativen und hochwertigen Produkten sowie engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verteidigen und weiter ausbauen zu können.
Sendenhorst, 31. Mai 2022 VEKA Aktiengesellschaft gezeichnet durch: Andreas Hartleif Elke Hartleif Pascal Heitmar Dr. Werner Schuler Josef L. Beckhoff Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktivseite
Passivseite
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. December 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Der Konzernabschluss der VEKA Aktiengesellschaft (VEKA AG) mit Sitz in Sendenhorst (Amtsgericht Münster, HRB 8282) für das Geschäftsjahr 2021 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz, in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, sind insgesamt im Konzernanhang. Die Zuordnung der Vermögens- und Schuldposten und der Aufwendungen und Erträge zu den einzelnen Posten des Konzernabschlusses ist mit der des Vorjahres identisch. Die Vorjahresbeträge der Konzernbilanz sowie der Konzerngewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Werten des Vorjahres. II. Angaben zum Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der VEKA AG die im Folgenden aufgeführten inländischen und ausländischen verbundenen Unternehmen einbezogen worden, an denen die VEKA AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist. Zum Konsolidierungskreis gehören (Vollkonsolidierung):
* Die Beteiligung der VEKA AG an der NCL VEKA
Limited umfasst 50 % der Anteile zzgl. einer Aktie.
Für die VEKA Umwelttechnik GmbH und die Digital Building Solutions GmbH wird die Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Die nachfolgend aufgeführten Unternehmen, die zu 100 % von der VEKA plc. gehalten werden, wurden nicht mit in den Konsolidierungskreis aufgenommen, da diese derzeit über keinen aktiven Geschäftsbetrieb und über kein anderweitiges Vermögen verfügen (§ 296 Abs. 2 S. 1 HGB):
Die Digital Building Solutions GmbH hält 49 % der Anteile (= Stimmrechte) an der Syscon GmbH mit Sitz in Sömmerda, Deutschland. Wie bereits im Vorjahr wurde wegen der untergeordneten Bedeutung für die VFE-Lage des Konzerns auf die Einbeziehung der Syscon GmbH in den Konzernabschluss sowie auf den Ausweis unter einem gesonderten Posten gem. § 311 Abs. 1 S. 1 HGB nach § 311 Abs. 2 HGB verzichtet. Sowohl der Unterschied zwischen Buchwert und anteiligem Eigenkapital als auch das anteilige erzielte Ergebnis des assoziierten Unternehmens sind im Verhältnis zum Konzern von untergeordneter Bedeutung. Des Weiteren ist mit keinen signifikanten Gewinnausschüttungen zu rechnen. Weitergehende Angaben gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB werden gemäß § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB nicht gemacht. III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht der Stichtag des Einzelabschlusses dem Stichtag des Konzernabschlusses. Die Abschlüsse wurden zunächst nach den jeweils geltenden nationalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Soweit Abweichungen von den Bilanzierungsvorschriften des HGB bestanden, wurden entsprechende Anpassungen an die von der VEKA AG angewandten Vorschriften, die diese in ihren Konzernrichtlinien dokumentiert hat, vorgenommen. Die Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie die Erträge und Aufwendungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden unter Anwendung folgender Maßnahmen zum Konzernabschluss zusammengefasst: Die Kapitalkonsolidierung wird bei den Tochtergesellschaften, die bereits vor dem 01.01.2010 im Konsolidierungskreis der VEKA AG enthalten waren, nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte der Muttergesellschaft mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss durchgeführt (Art. 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB). Die Kapitalkonsolidierung für Tochtergesellschaften, die nach dem 01.01.2010 in den Konsolidierungskreis der VEKA AG aufgenommen wurden, erfolgte nach der Neubewertungsmethode auf der Grundlage der für den Erwerbszeitpunkt zum Zeitwert ermittelten Wertansätze der Vermögensgegenstände und Schulden. Der sich ergebende aktivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der GEALAN-Gruppe wurde bei erstmaliger Einbeziehung gemäß § 301 Abs. 3 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und unter Berücksichtigung der erwarteten Unternehmens- und Marktentwicklung bei vorsichtiger Schätzung über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Außerdem wird der im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung der im Geschäftsjahr 2017 erworbenen NCL VEKA Limited aus der Kapitalkonsolidierung resultierende aktivische Unterschiedsbetrag ebenfalls gemäß § 301 Abs. 3 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und unter Berücksichtigung der erwarteten Unternehmens- und Marktentwicklung bei vorsichtiger Schätzung über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gem. § 303 Abs. 1 HGB konsolidiert. Aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierende Zwischenergebnisse sind nach Maßgabe des § 304 Abs. 1 HGB eliminiert worden. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung gem. § 305 Abs. 1 HGB wurden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung die Erlöse aus Innenumsätzen sowie andere konzerninterne Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet bzw. in die Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen umgegliedert. IV. Währungsumrechnung Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten aller ausländischen Tochterunternehmen von der jeweiligen Landeswährung in Euro nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB. Dabei werden alle Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zu den Vorjahren entstehenden Differenzen aus der Umrechnung von Bilanzposten werden erfolgsneutral in den Eigenkapitalposten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen für den Zeitraum vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 umgerechnet. Die sich bei der Umrechnung zu Jahresdurchschnittskursen und Kursen zum Bilanzstichtag ergebende Differenz wird mit dem Eigenkapitalposten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" verrechnet. Währungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden ergebniswirksam erfasst und unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. V. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Vermögensgegenstände und Schulden werden im Konzernabschluss - bei konzerngleichen Sachverhalten - einheitlich bewertet. Grundsätzlich werden die im Jahresabschluss der VEKA AG angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auch im Konzernabschluss angewandt. Abweichend von den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wird im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit § 308 Abs. 1 S. 2 HGB bei der Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Die aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden ab dem Zeitpunkt der Erfüllung der Ansatzkriterien zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) nach 255 Abs. 2a HGB aktiviert und vermindert um lineare Abschreibungen bei Nutzungsdauern von 3 bis 5 Jahren ausgewiesen. Die Herstellungskosten werden nach § 255 Abs. 2a in Verbindung mit § 255 Abs. 2 HGB ermittelt, wobei von dem Wahlrecht des § 255 Abs. 2 S. 3 HGB Gebrauch gemacht wird. Von dem Wahlrecht des § 255 Abs. 3 S. 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Diese werden in der Regel über eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. In Einzelfällen erfolgt die Abschreibung über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren. Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, aktiviert. Die Herstellungskosten werden nach § 255 Abs. 2 HGB ermittelt, wobei von dem Wahlrecht des § 255 Abs. 2 S. 3 HGB Gebrauch gemacht wird. Von dem Wahlrecht des § 255 Abs. 3 S. 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Den Abschreibungen auf Produktions- und Verwaltungsgebäude sind Nutzungsdauern von 25 bis 40 Jahren zugrunde gelegt. Das bewegliche Anlagevermögen wird entsprechend seiner Nutzungsdauer (Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 5 bis 8 Jahre, Fuhrpark: 6 bis 9 Jahre, Profilwerkzeuge: 3 Jahre, Betriebsvorrichtungen: 10 Jahre) abgeschrieben. Für selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter mit einem Einzelwert von mindestens 250 € und nicht mehr als 1.000 € wird ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wird. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert bewertet. Soweit Abschreibungen erforderlich waren, wurden diese vorgenommen. Das Vorratsvermögen der Konzerngesellschaften wird grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 1 und 2 HGB unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. In Ausnahmefällen werden bei gleichartigen Vermögensgegenständen des Vorratsvermögens Bewertungsvereinfachungsverfahren gemäß § 240 Abs. 4 HGB sowie § 256 Satz 1 HGB angewendet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten nach der Methode der Einzelfeststellung bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind. Die Herstellungskosten umfassen die Kosten nach § 255 Abs. 2 S. 2 und 3 HGB. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Berücksichtigung der Eindringlichkeit und unter Beachtung der bestehenden Ausfallversicherungen vorsichtig bewertet. Für erkennbare Risiken sind angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet worden. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung des nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestandes, welcher nicht durch Kreditversicherungen abgedeckt ist, Rechnung getragen. Die Wertberichtigungen sind aktivisch abgesetzt. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt worden. Soweit hier Risiken erkennbar waren, sind ebenfalls Wertberichtigungen vorgenommen worden. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern, die gemäß § 274 Abs. 1 S. 1 HGB eine Saldogröße aus aktiven und passiven latenten Steuern darstellen, betreffen zeitliche Bewertungsunterschiede zwischen den steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie Differenzen aufgrund erfolgswirksamer Bewertungsanpassungen und ergebniswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen. Die aktiven latenten Steuern beinhalten ferner Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben. Bei der Bildung der Pensionsrückstellungen wurde § 253 Abs. 2 S. 1 HGB beachtet, wobei auf den Rechnungszinsfuß aus der Rechtsverordnung der Deutschen Bundesbank zurückgegriffen wurde. Hierbei wurde vom Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht, den Zinssatz für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren anzuwenden. Die Steuerrückstellungen beinhalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Sie werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, der auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen, die sich an den jeweiligen gesamtwirtschaftlichen oder branchenspezifischen Schätzungen orientieren, umfasst. Eventuelle Rückgriffsansprüche werden mit den Rückstellungen nicht verrechnet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen die laufzeitadäquaten Marktzinssätze des § 253 Abs. 2 S. 1 HGB zugrunde. Lediglich eine Personalrückstellung wurde mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB, der sich bei einer angenommenden Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst. In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit enthalten. Für Mitarbeiter, die bereits in Altersteilzeit sind oder bereits Verträge abgeschlossen haben, sind die Aufstockungsleistungen in voller Höhe sowie das Arbeitsentgelt in der Freistellungsphase ratierlich zurückgestellt worden. Die Höhe der Rückstellung für Garantie- und Gewährleistungen bemisst sich nach dem gewichteten Aufwand der zurückliegenden Geschäftsjahre für die Bearbeitung von Garantie- und Gewährleistungsfällen. Die sonstigen Personalrückstellungen basieren auf den vertraglichen, gesetzlichen und sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften. Abweichend von den zuvor dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden aufgrund einer zum aktuellen Kenntnisstand negativen Fortführungsprognose bei einer Tochtergesellschaft die diese betreffenden Vermögensgegenstände und Schulden zu Liquidationswerten unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bilanziert. Hieraus resultierten Wertminderungen auf das Anlagevermögen in Höhe von 2.622 T€ und auf das Umlaufvermögen von 5.462 T€. VI. Angaben zur Konzernbilanz (1) Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Konzernanlagenspiegel:
Die einzelnen Positionen entwickelten sich wie folgt:
Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt 825 T€ (Vorjahr: 704 T€). (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr bestehen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 918 T€ (Vorjahr: 1.513 T€) sowie bei sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 464 T€ (Vorjahr: 1.014 T€). (3) Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern ergeben sich aus der Saldierung erwarteter Steuerentlastungen und erwarteter Steuerbelastungen. Die Bewertungsdifferenzen beruhen sowohl bei den aktiven als auch bei den passiven latenten Steuern im Wesentlichen auf Differenzen bei den Wertansätzen der Sachanlagen, der Forderungen sowie der sonstigen Rückstellungen in der Handelsbilanz gegenüber der Steuerbilanz. Ebenfalls wurden auf steuerliche Verlustvorträge aktive latente Steuern gebildet. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen. Die angewandten Ertragsteuersätze der einzelnen Länder variieren wie im Vorjahr zwischen 16 % und 34 %. Die Entwicklung der in der Konzernbilanz als Aktivüberhang ausgewiesenen Steuerlatenzen stellt sich im Bereichtszeitraum wie folgt dar:
Bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern wurden steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 7.072 T€ (Vorjahr: 8.481 T€) berücksichtigt. (4) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB einer Sozialplanverpflichtung mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtung dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Die Abzinsung der Verpflichtung erfolgt gem. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um in Euro hinterlegte liquide Mittel, deren Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (= Anschaffungskosten) erfolgt.
(5) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital des Mutterunternehmens beträgt 80.000 T€. Es ist eingeteilt in 10,0 Mio. (Vorjahr: 10,0 Mio.) Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien). Der rechnerische Wert je Aktie beträgt 8 €. Die Aufgliederung und Entwicklung des Konzerneigenkapitals ergibt sich aus dem Konzerneigenkapitalspiegel (Anlage 1.5). (6) Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 655 T€ (Vorjahr: 677 T€) wurde bei der VEKA AG das Teilwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Der Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 20 T€. (7) sonstige Rückstellungen Zur Absicherung der Verpflichtungen aus Altersteilzeit existieren als Deckungsvermögen Wertpapiere mit einem beizulegenden Wert von 848 T€ (Vorjahr: 866 T€). Dieser Wert entspricht dem Kurswert der Wertpapiere zum 31. Dezember 2021. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von 2.130 T€ (Vorjahr: 1.794 T€) sind mit dem Deckungsvermögen verrechnet worden. Nach Verrechnung mit dem Deckungsvermögen beläuft sich der Erfüllungsbetrag aus den Verpflichtungen auf 1.282 T€ (Vorjahr: 928 T€). Aus dem Deckungsvermögen ergab sich ein Zinsertrag von 0 T€ (Vorjahr: 8 T€), der mit dem Zinsaufwand aus der Abzinsung der Verpflichtung von 1 T€ (Vorjahr: 3 T€) saldiert wurde. (8) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf:
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zudem pfandrechtliche Sicherungen durch den Waren- und Forderungsbestand in Höhe von 17.236 T€. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Halbfabrikaten und Waren. (9) Haftungsverhältnisse Folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag:
Sonstige Sicherheiten und Pfandrechte für die Haftungsverhältnisse wurden nicht bestellt. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus den Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. (10) sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen bestanden aus Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 17.131 T€ sowie aus zeitlich unbefristeten Mietverträgen in Höhe von 2.356 T€ pro Jahr. VII. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. (1) Gliederung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten Die Umsatzerlöse nach geographischen Märkten gliedern sich wie folgt:
(2) sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 6.568 T€ (Vorjahr: 6.960 T€) enthalten. (3) Materialaufwand Der Materialaufwand setzt sich aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von 857.977 T€ (Vorjahr: 517.659 T€) sowie aus Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 60.111 T€ (Vorjahr: 45.177 T€) zusammen. (4) Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich aus Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von 246.540 T€ (Vorjahr: 215.437 T€) sowie aus Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von 55.076 T€ (Vorjahr: 50.621 T€) zusammen. Davon betreffen 5.929 T€ (Vorjahr: 5.795 T€) Aufwendungen für die Alterversorgung. (5) Abschreibungen Die Abschreibungen betreffen planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 61.976 T€ (Vorjahr: 64.275 T€) sowie außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Abs. 3 S. 5 HGB in Höhe von 2.622 T€ (Vorjahr: 1 T€). Weiterhin betreffen die Abschreibungen solche auf das Umlaufvermögen in Höhe von 5.644 T€ (Vorjahr: 0 T€). Die außerplanmäßigen Abschreibungen sind als solche von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung einzustufen. (6) sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 6.197 T€ (Vorjahr: 10.595 T€) enthalten. (7) Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens In den Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 185 T€ (Vorjahr: 0 T€) enthalten. (8) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus Abzinsungen nach § 253 Abs. 2 HGB in Höhe von 60 T€ (Vorjahr: 61 T€) enthalten. (9) Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Aufzinsungen nach § 253 Abs. 2 HGB in Höhe von 62 T€ (Vorjahr: 79 T€) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 3 T€) enthalten. (10) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen aus der Veränderung der latenten Steuern in Höhe von 586 T€ (Vorjahr: 221 T€) enthalten. VIII. Ergänzende Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung (DRS 21) Die Form der Darstellung sowie die Gliederung der Konzernkapitalflussrechnung wurden im Abschlussjahr beibehalten. Der Finanzmittelfonds entspricht den Bilanzpositionen "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" abzüglich der jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Wesentliche zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge sowie Geschäftsvorfälle sind im Geschäftsjahr 2021 nicht erfolgt. Auf den gesonderten Ausweis der Erträge aus Beteiligungen und der Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens wurde aufgrund der unwesentlichen Höhe der Beträge verzichtet. IX. Sonstige Angaben (1) Anzahl der Arbeitnehmer Die Zahl der Beschäftigten im Konzern betrug im Jahresdurchschnitt:
(2) Aufsichtsrat und Vorstand Dem Aufsichtsrat der VEKA AG gehören an:
Der Aufsichtsrat erhielt im Jahr 2021 Bezüge in Höhe von 30 T€ (Vorjahr: 30 T€). Dem Vorstand der VEKA AG gehören an:
Im Geschäftsjahr 2021 erhielt der Vorstand der VEKA Aktiengesellschaft Gesamtbezüge in Höhe von 3.228 T€ (Vorjahr: 3.033 T€). An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene wurden Pensionen in Höhe von 77 T€ (Vorjahr: 77 T€) gezahlt. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes und deren Hinterbliebene beträgt 655 T€ (Vorjahr: 677 T€). (3) Nachtragsbericht Die VEKA Gruppe ist mit Tochtergesellschaften in Russland und der Ukraine vertreten. Das Ausmaß wirtschaftlicher, bilanzieller und finanzieller Auswirkungen aus dem am 24. Februar 2022 begonnenen Konflikt in der Ukraine und den damit einhergehenden Sanktionen lässt sich derzeit nicht abschätzen. Neben erhöhten Energie- und Beschaffungskosten für Rohstoffe könnte aus dem Konflikt auch ein konsolidierungsbedingter deutlich negativer Ergebniseffekt resultieren. Aufgrund bestehender Währungsdifferenzen würde sich dieser allerdings nur in reduzierterem Umfang auf die solide Kapitalstruktur auswirken. Auf den Risikobericht, Prognose- und Chancenbericht im Konzernlagebericht wird verwiesen (Anlage 1.6). (4) Konzernabschluss Die VEKA AG, Sendenhorst, ist ein Tochterunternehmen der Laumann Stiftung & Co. KG, Sendenhorst, und wird in deren Konzernabschluss (kleinster und größter Kreis von Unternehmen) einbezogen. Die VEKA AG ist deshalb verbunden mit allen Konzernunternehmen der Laumann Stiftung & Co. KG. Der Konzernabschluss der Laumann Stiftung & Co. KG wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. (5) derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Zinssatzänderungs- und Währungsrisiken im Zusammenhang mit den Kreditverbindlichkeiten wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps sowie Zinscaps eingesetzt. Die im Bestand befindlichen Zinscaps wurden ausschließlich mit Kreditinstituten abgeschlossen und dienen der Absicherung des Zinsänderungsrisikos aus der variablen Verzinsung von Darlehen. Die Berechnungen des Marktwertes dieser Zinssicherungsgeschäfte wird durch die Kreditinstitute zur Verfügung gestellt. Die Marktwerte ergeben sich aus der Bewertung der ausstehenden Positionen zu Marktpreisen (in der Regel: Mark-to-market-Methode), ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus dem Grundgeschäft. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente:
Prämien aus dem Kauf von Zinscaps werden als sonstige Vermögensgegenstände erfasst und über die Laufzeit der Zinscaps unter Maßgabe ihres Marktwertes erfolgswirksam aufgelöst. Dabei wurde das strenge Niederstwertprinzip des Umlaufvermögens beachtet. Zum 31. Dezember 2021 wurden somit Cap-Prämien in Höhe von 69 T€ aktiviert. (6) Bewertungseinheiten Zum Bilanzstichtag hat die VEKA AG das Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten im Zusammenhang mit Zinsswaps ausgeübt. Zinsswaps (Sicherungsgeschäfte) mit einem Volumen von 2.207 T€ (Marktwert ./. 35 T€) wurden mit Kreditverbindlichkeiten (Grundgeschäfte) im Volumen von 2.207 T€ zu Bewertungseinheiten (Micro-Hedge) unter Anwendung der Einfrierungsmethode zusammengefasst, um das Zinsrisiko abzusichern. Nominalbeträge, Zinsperioden und zugrunde liegende Zinssätze für die zum Abschlusszeitpunkt der Zinsswaps noch nicht fixierten Zinsberechnungsperioden stimmen bei diesen Geschäften mit den Konditionen der jeweiligen Finanzierungen überein. Die Sicherungsgeschäfte haben eine maximale Laufzeit bis Ende 2022. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten wird mit der critical-term-match-Methode gemessen. Es wird ein Wertausgleich von 100 % erwartet. (7) Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das in 2021 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrug im Geschäftsjahr 557 T€ und gliederte sich wie folgt:
Die Kosten für die Abschlussprüfung und die Steuerberatung beinhalten auch die Kosten für die Abschlussprüfung und steuerliche Beratung für in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen. (8) GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand hat im Jahresabschluss der Muttergesellschaft vorgeschlagen, einen Betrag in Höhe von 3.000 T€ an die Aktionärin auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Sendenhorst, 31. Mai 2022 gez. Herr Dipl.-Kfm. Andreas Hartleif, Vorsitzender, Vorstand für Konzernplanung gez. Frau Dipl.-Betriebswirtin Elke Hartleif, Vorstand für Personal gez. Herr Dipl.-Kfm. Pascal Heitmar, Vorstand Finanzen gez. Herr Dipl.-Ing. Dr. Werner Schuler, Vorstand für Technik gez. Herr Dipl.-Kfm. Josef Beckhoff, Vorstand für Vertrieb Konzernkapitalflussrechnung der VEKA Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2021
Konzerneigenkapitalspiegel der VEKA AG für das Geschäftsjahr 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die VEKA Aktiengesellschaft, Sendenhorst Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der VEKA Aktiengesellschaft, Sendenhorst, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der VEKA Aktiengesellschaft, Sendenhorst, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wirerörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, 31. Mai 2022 Dr.
Beermann WP Partner GmbH
gez. Sebastian Drees M.A., Wirtschaftsprüfer gez. Dipl.-Kfm. Benedikt Geise, Wirtschaftsprüfer Gewinnverwendungsbeschluss des MutterunternehmensDer Vorstand und der Aufsichtsrat haben vorgeschlagen, einen Teilbetrag in Höhe von 3.000.000,00 EUR des Bilanzgewinns in Höhe von 97.411.488,99 EUR, welcher sich aus einem Gewinnvortrag in Höhe von 72.983.904,99 EUR und einem Jahresüberschuss des Jahres 2021 in Höhe von 24.427.584,00 EUR zusammensetzt, an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Restbetrag in Höhe von 94.411.488,99 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob dem Vorschlag des Vorstandes und des Aufsichtsrates widersprochen wird oder eine Stimmenthaltung gegeben ist, wurde ein Widerspruch nicht erhoben. Eine Stimmenthaltung erfolgte ebenfalls nicht. Damit ist über die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2021 einstimmig ohne Stimmenthaltung vorschlagsgemäß beschlossen worden. Die Ausschüttung an die Aktionärin soll zum 04.10.2022 erfolgen. Diesen Beschluss verkündete der Vorsitzende.
Sendenhorst, den 24. August 2022 Dr. Andreas W. Hillebrand, Vorsitzender des Aufsichtsrates Bericht des Aufsichtsrates gemäß § 171 Abs.2 AktG für das Geschäftsjahr 2021Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2021 intensiv mit der Lage und der Weiterentwicklung der Gesellschaft und ihrer Beteiligungen befasst. Seine nach Gesetz und Satzung bestehenden Aufgaben und Rechte hat er dabei uneingeschränkt und mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Aufsichtsratstätigkeit, Sitzungen Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung regelmäßig überwacht sowie die strategische Entwicklung der Gesellschaft und wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Er wurde vom Vorstand regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich jeweils zeitnah und umfassend unterrichtet. Im Mittelpunkt standen hierbei die Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie die Rentabilität des Konzerns. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und anhand vorgelegter Unterlagen geprüft. Darüber hinaus berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat aus sonstigen wichtigen Anlässen. So waren neben verschiedenen Akquisitionsmöglichkeiten auch erneut die besondere Corona-Situation und die daraus resultierenden Folgen wie Lieferengpässe Gegenstand des Austausches zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Anhand der Berichte des Vorstands sowie diesbezüglicher Nachfrage, Beratung und Diskussion sind die Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Leitung der Gesellschaft durch den Vorstand, die Leistungsfähigkeit des Risikomanagements, des Compliance-Managements und der Unternehmensorganisation sowie deren Wirtschaftlichkeit vom Aufsichtsrat geprüft und als gegeben erachtet worden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates stand auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und wurde über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage sowie wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. Der Vorstand informierte den Vorsitzenden des Aufsichtsrats zeitnah über aktuelle Entwicklungen und bedeutsame Einzelsachverhalte. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets frühzeitig eingebunden. Soweit zu Einzelmaßnahmen des Vorstands nach Gesetz oder Satzung die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, hat der Aufsichtsrat darüber Beschluss gefasst. Im Geschäftsjahr 2021 fanden 5 Aufsichtsratssitzungen statt (am 25.02., 27.05., 24.08., 30.08. und 09.12.2021), einmal davon (am 30.08.2021) rein im Wege der Telefon-/ Videokonferenz, einmal (am 24.08.2021) als reine Präsenzveranstaltung und dreimal Corona-bedingt (am 25.02., 27.05., und 09.12.2021) teilweise als Videokonferenz. Der Aufsichtsrat hat stets in seiner Gesamtheit beraten und entschieden. Die Aufsichtsratsmitglieder waren bei allen Sitzungen des Aufsichtsrates vollzählig anwesend und den Aufsichtsratsvorsitz hatte stets Herr Dr. Andreas W. Hillebrand inne. Interessenkonflikte, die eine Stimmenthaltung von Aufsichtsratsmitgliedern bei einer Beschlussfassung erfordert hätten, gab es keine. Beschlussfassungen des Aufsichtsrates haben im Wesentlichen die Gegenstände betroffen, bei denen nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für den Vorstand bzw. bei Geschäften und Maßnahmen von grundlegender Bedeutung Zustimmungserfordernisse zugunsten des Aufsichtsrates bestanden. So beschloss der Aufsichtsrat u.a. die Verlängerung der Vorstandsmandate von Frau und Herrn Hartleif und erteilte seine Zustimmung zu verschiedenen potentiellen Akquisitionsvorhaben sowie zu einem logistischen Projekt. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 und der Vorbereitung der Hauptversammlung 2021. Jahres- und Konzernabschluss 2021 Der vom Vorstand aufgestellte, fristgerecht vorgelegte Jahresabschluss und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021, seine Lageberichte für die Gesellschaft und den Konzern für das Geschäftsjahr 2021 wurden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Beermann WP Partner GmbH aus Münster unter Einbeziehung der Buchführung entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Den Prüfungsauftrag hatte namens des Aufsichtsrates dessen Vorsitzender entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 24.08.2021 vergeben. Für das Geschäftsjahr 2021 lagen der Jahres- und der Konzernabschluss, der Lagebericht und der Konzernlagebericht sowie die entsprechenden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vor. Diese Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 21.06.2022 mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer durchgesprochen und erörtert, der dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung auch persönlich berichtete. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfungen keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2021 durch Beschluss vom 21.06.2022 und den Konzernabschluss 2021 durch Beschluss vom selben Tage gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt. In der Sitzung des Aufsichtsrates am 21.06.2022 haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrats der Empfehlung des Vorstandes angeschlossen, der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 3.000.000 € vorzuschlagen. Hierbei wurde insbesondere die Lage der Gesellschaft, namentlich ihre Finanzierungs- und Kapitalstruktur, diskutiert und geprüft. Zudem war der vom Vorstand vorgelegte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gem. § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2021 Gegenstand der eigenständigen Prüfung durch den Aufsichtsrat. Der Abhängigkeitsbericht wurde auch vom Abschlussprüfer geprüft und mit folgendem Vermerk versehen: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Der entsprechende Prüfungsbericht lag dem Aufsichtsrat ebenfalls vor. Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts. Das Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeitenden für den geleisteten hohen Einsatz und ihre Arbeit im Geschäftsjahr 2021.
Sendenhorst, 21.06.2022 Der Aufsichtsrat Dr. Andreas W. Hillebrand, Vorsitzender des Aufsichtsrates |
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