Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 24008
Eingetragen
18.4.2008
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Waren ohne ausgeprägten Schwerpunkt
Gegenstand
die Entwicklung und der Betrieb einer Internetbasierten Handelsplattform sowie der Vertrieb von verschiedenen Produkten und Services. Erlaubnispflichtige Tätigkeiten gehören nicht zum Gegenstand des Unternehmens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Maik Erler
seit 17.3.2023
Prokura
David Dimitrov
seit 23.1.2017
Geschäftsführer
Andreas Bobek
seit 17.12.2012
Geschäftsführer
Michael Petersen
seit 18.4.2008
Geschäftsführer
Jörg Meinel
seit 18.4.2008
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

labelfarm GmbH

Leipzig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der labelfarm GmbH

I. Grundlagen des Unternehmens

I.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die labelfarm GmbH ist als Dachgesellschaft der smow-Gruppe Teil eines der größten Handelshäuser der Premium-Einrichtungsbranche. labelfarm betreibt unter der Marke smow einen Onlineshop für private und gewerbliche Kunden, der gleichzeitig Präsentationsfläche für das Privat- und Firmenkundengeschäft unserer Partner und Tochtergesellschaften mit ihren Ladengeschäften an vielen deutschen Standorten ist. Durch die einzigartige Verknüpfung verschiedener Anspracheorte für Kunden (Onlineshop,Katalog, Ladengeschäfte für B2C und B2B) hat die smow-Gruppe kaum gleich ausgerichtete Wettbewerber in Deutschland. Allerdings gibt es für jeden Kanal eine Vielzahl von professionellen spezialisierten Wettbewerbern.

I.2 Bericht über Zweigniederlassungen

Zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres wurden mit den Filialstandorten Mainz und Nürnberg erste Zweigniederlassungen eröffnet. In 2023 konnten die Filialstandorten Mainz und Nürnberg ihren Umsatz um 53% auf 2.641 TEUR steigern.

II. Wirtschaftsbericht

II.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

In 2023 ergab sich nach Angaben des BVDM ein negatives Wachstum im Möbel- und Küchenhandel von 3,6%. Als Gründe dafür nennt der BVDM die deutlich erhöhten Herstellerkosten, die der Handel an die Kunden weiterreichen musste. Die Konsument:innen reagieren wiederrum mit einer großen Konsumzurückhaltung, die sich zum einen aus den hohen Preisen und zum andern aus der Sättigung der Corona-Jahre ergab. Diesen Konsumverzicht bekam der Möbel- und Küchenmarkt 2023, spätestens ab der zweiten Jahreshälfte, deutlich zu spüren. Zudem machte der Branche der stockende Wohnungsbau deutlich zu schaffen.

II.2 Geschäftsverlauf

II.3 Lage

II.3.1 Ertragslage

Das im Geschäftsjahr 2023 erzielte Jahresergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr von 33 TEUR auf -723 TEUR, hauptsächlich bedingt durch geringere Umsatzvolumina. Die wesentlichen Erfolgsgrößen, die für die Unternehmensentwicklung von Bedeutung sind, fasst folgende Tabelle zusammen:

scroll
01.01. bis 01.01. bis Änderung ggü.
31.12.2023 31.12.2022 d. Vorjahr
in
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 17.222 100,0 19.468 100,0 -2.246 -11,5
Gesamtleistung 17.222 100,0 19.468 100,0 -2.246 -11,5
Sonstige betriebliche Erträge 93 0,5 56 0,3 37 65,5
Finanzerträge 227 1,3 544 2,8 -317 -58,3
Erträge gesamt 17.542 101,9 20.068 103,1 -2.526 -12,6
Materialaufwand 10.649 61,8 12.368 63,5 -1.719 -13,9
Personalaufwand 3.146 18,3 3.094 15,9 52 1,7
Abschreibungen 183 1,1 196 1,0 -13 -6,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.112 23,9 4.378 22,5 -266 -6,1
Finanzaufwand 240 1,4 65 0,3 175 272,7
EE-Steuern -66 -0,4 -69 -0,4 3 3,5
sonstige Steuern 2 0,0 2 0,0 0 0,0
Aufwendungen gesamt 18.266 106,1 20.034 102,9 -1.768 -8,8
Jahresergebnis -724 -4,2 34 0,2 -758 -2.229,4

II.3.2 Vermögenslage

Die Vermögenslage stellt sich zum 31.12.2023 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

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Bilanz zum Bilanz zum Änderung ggü. dem Vj.
in
31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR % TEUR %
Langfristig gebundenes Vermögen
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, Lizenzen 2 0,0 2 0,0 0 0,0
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 26 0,2 28 0,3 -2 -7,1
Technische Anlagen und Maschinen 8 0,1 10 0,1 -2 -20,0
Betriebs- und Geschäftsausstattung 776 5,7 825 9,1 -49 -5,9
Finanzanlagen
Anteile, Ausleihungen 5.562 41,1 1.691 18,6 3.871 228,9
Beteiligungen 6 0,0 6 0,1 0 0,0
Umlaufvermögen
Mittel-/langfristige Forderungen
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0,0 326 3,6 -326 -100,0
Summe mittel-/langfristig gebundenes Vermögen 6.380 47,2 2.888 31,8 3.492 120,9
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Umlaufvermögen
Vorräte 3.828 28,3 3.864 42,6 -36 -0,9
Kurzfristige Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 221 1,6 255 2,8 -34 -13,3
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 1.634 12,1 921 10,1 713 77,4
Forderungen gegenüber beteiligten Unternehmen 15 0,1 0 0,0 15 -
Sonstige Vermögensgegenstände 1.067 7,9 688 7,6 379 55,1
Liquide Mittel 322 2,4 390 4,3 -68 -17,4
Summe kurzfristig gebundenes Vermögen 7.087 52,4 6.118 67,4 969 15,8
Rechnungsabgrenzungsposten 53 0,4 69 0,8 -16 -23,2
Summe Aktiva 13.520 100,0 9.076 100,0 4.444 49,0
Rundungsbedingte Differenz -0,2 0,9

(Die Tabelle enthält rundungsbedingte Differenzen)

Die Erhöhung der Finanzanlagen resultierte im Wesentlichen aus der Akquisition der Richard Lampert GmbH & Co KG.

Die Veränderung der Kapitalstruktur ergibt sich wie folgt:

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Bilanz zum Bilanz zum Änderung ggü.
31.12.2023 31.12.2022 dem Vorjahr
in
TEUR % TEUR % TEUR %
Mittel-/langfristig verfügbares Kapital
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 28 0,2 28 0,3 0 0,0
eigene Anteile -1 0,0 -1 0,0 0 0,0
Kapitalrücklage 13 0,1 13 0,1 0 0,0
Gewinnvortrag 5.106 37,8 5.073 55,9 33 0,7
Jahresüberschuss -723 -5,3 33 0,4 -756 -2.290,9
Fremdkapital
Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.400 10,4 0 0,0 1.400 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.640 19,5 557 6,1 2.083 374,0
Sonstige Verbindlichkeiten 328 2,4 332 3,7 -4 -1,2
Summe mittel-/langfristig verfügbares Kapital 8.791 65,0 6.035 66,5 2.756 45,7
Kurzfristig verfügbares Kapital
Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 119 0,9 97 1,1 22 22,7
Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 914 6,8 698 7,7 216 30,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 688 5,1 607 6,7 81 13,3
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.932 14,3 606 6,7 1.326 218,8
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2 0,0 0 0,0 2 -
Gesellschafterverbindlichkeiten 290 2,1 120 1,3 170 141,7
Sonstige Verbindlichkeiten 783 5,8 912 10,0 -129 -14,1
Summe kurzfristig verfügbares Kapital 4.728 35,0 3.040 33,5 1.688 55,5
Summe Passiva 13.520 100,0 9.076 100,0 4.444 49,0
Rundungsbedingte Differenz 0,8 0,9

(Die Tabelle enthält rundungsbedingte Differenzen)

II.3.3 Finanzlage

Im Rahmen unseres Finanzmanagements wird vorrangig darauf geachtet, sämtliche Zahlungsverpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsverkehr sowie gegenüber den finanzierenden Banken termingerecht nachkommen zu können.

Die liquiden Mittel betrugen 322 TEUR zum Jahresende im Vergleich zu 390 TEUR im Vorjahr. Die Verringerung der liquiden Mittel ist im Wesentlichen auf das verminderte Ergebnis zurückzuführen.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben.

II.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden Umsatz und Liquidität verwendet. Nichtfinanzielle Indikatoren sind Bestellungen sowie Auftragseingang in Euro.

II.5 Gesamtaussage

Durch die rückläufigen Online Umsätze verschlechterte sich die Ertragslage des Unternehmens. Hinzukommt, dass durch die Unterstützung der smow Stores Mehraufwendungen in IT und Verwaltung entstehen, die noch nicht vollständig umgelegt sind. In der labelfarm Gruppe wurde ein gesamt positives Ergebnis erwirtschaftet.

Die Geschäftsführung schätzt die wirtschaftliche Lage zum Ende des Geschäftsjahres insgesamt als zufriedenstellend ein.

III. Nachtragsbericht

Mit Wirkung zum 1.1.2023 wurde die Richard Lampert GmbH & Co KG übernommen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

IV. Prognosebericht

Allgemein wird weiterhin ein schwieriges Marktumfeld erwartet. Die Nachfragedämpfung durch vorgezogene Kaufentscheidungen in der Pandemie schwächt sich zwar ab, Unsicherheiten aus dem andauernden Ukraine Konflikt sowie bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland in Verbindung mit rückläufiger Bautätigkeit werden voraussichtlich weiterhin zu verhaltener Kaufneigung führen. Der Inflationsdruck wird voraussichtlich abnehmen und zu stabileren Preisen führen.

V. Chancen- und Risikobericht

V.1 Risikobericht

Beschaffungsrisiken ergeben sich hinsichtlich der Lieferketten. Die Abhängigkeit von Fernost ist relativ gering, da die meisten Produkte in Europa gefertigt werden. Zu den Herstellern bestehen langfristige Lieferbeziehungen.

Markt- und Absatzrisiken. Im Hochpreissegment ist die Nachfrage nicht sonderlich konjunkturabhängig. Im Projektgeschäft ergeben sich Abhängigkeiten zum Bauvolumen und Büroflächenmarkt. Trotz rückläufiger Fertigstellungen sahen wir eine lebhafte Nachfrage. Es ist davon auszugehen, dass die Anpassung der Unternehmen an die hybriden Arbeitskonzepte eine Sonderkonjunktur bewirken. Im Privatkundenbereich ergaben sich Sondereffekte durch die Corona Pandemie. Reisebeschränkungen führten zur Umverteilung von Budgets. Dieser Effekt könnte sich nach Aufhebung der Beschränkungen umkehren.

Zahlungsausfall stellt ein Risiko von geringer bis mittlerer Bedeutung dar. Der größte Teil der Umsätze erfolgt per Vorkasse. Verkäufe auf Rechnung werden an einen Factoring Anbieter übergeben.

Weitere Risiken ergeben sich im Bereich Datenschutz und IT-Sicherheit. Die Daten der Plattform werden täglich an zwei räumlich getrennten Orten gesichert. Die Mitarbeiter wurden über Stresstests sensibilisiert für den Umgang mit potentiell gefährlichen Inhalten.

V.2 Chancenbericht

Die Arbeitswelt, respektive die der Büroarbeitsplätze wird sich auch nach Bewältigung der Corona-Pandemie stark verändern. Nach einem Anstieg des Remote Working bzw. hohen Homeoffice anteilen, versuchen die Unternehmend zunehmend wieder die Präsenzquote zu erhöhen. Ein attraktives Arbeitsumfeld ist hierfür eine wesentliche Voraussetzung. Wir gehen davon aus, dass dauerhaft Büroarbeit und Homeoffice nebeneinander existieren wird mit entsprechenden Anforderungen an die flexible Arbeitsgestaltung. Hieraus ergeben sich Marktchancen im B2B Projektgeschäft, die über die lokalen Projektteams der Stores genutzt werden.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Sonstige Ausleihungen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten. Kreditlinien bei Banken bestehen nicht.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Leipzig, den 3. Juli 2024

gez. Petersen

gez. Meinel

gez. Bobeck

gez. Dimitrov

Bilanz

Aktiva

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31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.380.652,39 2.562.486,66
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.663,50 1.663,50
II. Sachanlagen 810.505,00 863.314,00
III. Finanzanlagen 5.568.483,89 1.697.509,16
B. Umlaufvermögen 7.086.385,55 6.444.025,16
I. Vorräte 3.828.271,20 3.863.636,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.935.719,82 2.190.634,99
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 322.394,53 389.754,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 52.767,22 69.383,39
Summe Aktiva 13.519.805,16 9.075.895,21

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.423.145,80 5.146.445,56
I. ausgegebenes Kapital 27.332,00 27.332,00
1. Gezeichnetes Kapital 27.833,00 27.833,00
2. eigene Anteile -501,00 -501,00
II. Kapitalrücklage 13.466,00 13.466,00
III. Gewinnvortrag 5.105.647,56 5.073.146,43
IV. Jahresfehlbetrag 723.299,76 -32.501,13
B. Rückstellungen 119.100,00 97.400,00
C. Verbindlichkeiten 8.977.396,36 3.831.762,65
D. Passive latente Steuern 163,00 287,00
Summe Passiva 13.519.805,16 9.075.895,21

Gewinn- und Verlustrechnung

scroll
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.666.325,00 7.155.663,44
2. Personalaufwand 3.145.509,67 3.094.447,95
a) Löhne und Gehälter 2.599.762,69 2.567.346,82
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 545.746,98 527.101,13
davon für Altersversorgung 38.814,38 27.928,93
3. Abschreibungen 182.900,33 196.322,29
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 182.900,33 196.322,29
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.112.082,46 4.378.455,66
5. Erträge aus Beteiligungen 199.967,54 511.988,30
davon aus verbundenen Unternehmen 294.500,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.000,28 31.867,48
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 240.414,43 64.541,82
davon an verbundene Unternehmen 178.057,64
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -66.268,31 -68.703,63
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 124,00 123,00
9. Ergebnis nach Steuern -721.345,76 34.455,13
10. sonstige Steuern 1.954,00 1.954,00
11. Jahresfehlbetrag 723.299,76 -32.501,13

Anhang

Anhang zum 31.12.2023

der labelfarm GmbH

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

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Firmenname laut Registergericht: labelfarm GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Leipzig
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Leipzig
Register-Nr.: 24008

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden entsprechend den Vorschriften der §§ 238 bis 278 des Handelsgesetzbuches und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages angewandt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

- unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen zum Barwert

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag betreffen, ist ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

b. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

3. Angaben zur Bilanz

a. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

b. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

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Art der Forderung zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR kleiner 1 Jahr
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 220,8 220,8 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 1.633,7 1.633,7 0,0
gegenüber beteiligten Unternehmen 14,7 14,7 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 1.066,5 1.066,5 0,0
Summe 2.935,7 2.935,7 0,0

c. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind mit ihrem wahrscheinlichen Wert, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu erwarten ist, passiviert. Sie sind dem Grunde nach erforderlich und in ihrer Höhe ausreichend bemessen. Die bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung gewonnenen Erkenntnisse sind dabei berücksichtigt.

Folgende, ihrer Höhe nach ungewisse Verbindlichkeiten, wurden zurückgestellt:

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Art der Rückstellung Stand zum Stand zum Änderung ggü.
31.12.2023 31.12.2022 d. Vorjahr
in
TEUR TEUR TEUR %
Sonstige Rückstellungen 119,1 97,4 21,7 22,3
Gewährleistung 66,1 52,7 13,4 25,4
Abschluss- und Prüfungskosten 10,0 10,0 0,0 0,0
sonstige Rückstellungen 43,0 34,7 8,3 23,9
Rückstellungen gesamt 119,1 97,4 21,7 22,3

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Urlaub und Überstunden sowie Tantiemen.

d. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert; Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

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Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR kleiner 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 1.400,0 93,3 373,3 933,4
erhaltene Anzahlungen 914,0 914,0 0,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 687,9 687,9 0,0 0,0
gegenüber verbunden Unternehmen 4.572,2 1.932,2 2.640,0 0,0
gegenüber beteiligten Unternehmen 2,1 2,1 0,0 0,0
gegenüber Gesellschaftern 290,0 290,0 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 1.111,3 1.111,3 0,0 0,0
Summe 8.977,4 5.030,7 3.013,3 933,4

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt Euro 1.400.000,00.

e. Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf Euro 290.000,00 (Vorjahr: Euro 120.000,00).

f. Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf Abweichungen von Wertansätzen im Anlagevermögen zwischen Handels- und Steuerbilanz aus einer Betriebsprüfung. Die Ermittlung der Steuerberechnung ist auf Basis der individuellen Ertragssteuersätze für Körperschafts- und Gewerbesteuer vorgenommen worden.

g. Rechnungsabgrenzungsposten

Einnahmen bzw. Ausgaben vor dem Bilanzstichtag sind als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

h. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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Art der finanziellen Verpflichtung zum 31.12.2023 Laufzeit bis monatliche Nettobelastung
EUR
Finanzielle Verpflichtung
TEUR
gegenüber Kreditinstituten
Mieten 03/2030 24.250,80 1.819
Leasing KfZ 06/2025 499,99 9

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

a. Erläuterung der periodenfremden Erträge

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von Euro 28.263,78 enthalten. Diese betreffen die Erträge aus der Überzahlung von Mieten und Betriebskosten.

b. Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 11.185,68 enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen die Aufwendungen für Mieten und Betriebskosten.

5. Sonstige Angaben

a. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 62 , davon 51 Vollzeit- und 11 Teilzeitkräfte.

b. Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

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Michael Petersen Diplom-Kaufmann
Jörg Meinel Diplom-Ingenieur
Andreas Bobeck Diplom-Ingenieur
David Dimitrov Diplom-Kaufmann

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

Auf die Angabe der Geschäftsführervergütungen ist unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet worden.

c. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

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Firmenname / Sitz Anteilshöhe
%
Jahresergebnis
Euro
Eigenkapital
Euro
smow S GmbH, Stuttgart 75,00 269.997,19 1.106.023,68
smow K GmbH, Köln 75,00 84.130,32 639.615,21
smow F GmbH, Frankfurt am Main 75,00 -360.557,67 -552.011,67
smow B GmbH, Belin 75,01 570.545,12 1.507.722,86
smow D GmbH, Düsseldorf 75,00 -478.041,39 -648.509,27
smow M GmbH, München 54,61 348.076,76 1.337.163,10
smow HH GmbH, Hamburg 75,00 183.522,01 911.378,80
smow GmbH, Zossen 100,00 447.036,44 2.631.455,33
tnpx GmbH, Berlin 25,00 61.234,08 282.804,97
Richard Lampert GmbH & Co. KG, Stuttgart 100,00 176.468,43 4.191.654,73
Richard Lampert Verwaltungs GmbH, Stuttgart 100,00 3.954,88 29.463,69

d. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Ende 2022 erfolgte die Akquisition der Richard Lampert GmbH & Co KG mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1.1.2023.

Im Übrigen sind nach Ablauf des Geschäftsjahres keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten. Zu den Folgen der Corona-Pandemie und anderer externer Einflüsse wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

e. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag von Euro 723.299,76 wird zusammen mit dem Ergebnisvortrag von Euro 5.105.647,56 auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Leipzig, den 3. Juli 2024

gez. Petersen

gez. Meinel

gez. Bobeck

gez. Dimitrov

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die labelfarm GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der labelfarm GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der labelfarm GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 20. Dezember 2024

Röber Hess Pimme GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Pimme, Wirtschaftsprüfer

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