Wepa CS Group GmbHLiquidiert

Europaallee 44, 50226 Frechen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 65342
Vorher
VICTORGROUP GmbH
Eingetragen
3.3.2009
Branche
Herstellung von Haushalts-, Hygiene- und Toilettenartikeln aus Zellstoff, Papier und PappeGroßhandel mit Wasch-, Putz- und ReinigungsmittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
der Handel mit haushaltsnahen Konsumgütern, insbesondere, Aluminium, Folienprodukten, feuchte und trockene Reinigungsprodukte und Papier; Die Gesellschaft ist berechtigt, auch andere Erzeugnisse herzustellen, zu verarbeiten, zu erwerben und/oder zu vertreiben sowie Dienstleistungen jeder Art auszuführen.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Carsten Deichmann
seit 22.12.2020
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

VICTORGROUP GmbH

Köln

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018

AKTIVA

31.12.2018
Vorjahr
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.979,50   43.929,00
2. Geleistete Anzahlungen 155.773,28   187.995,21
  207.752,78   231.924,21
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.201.270,00   1.321.540,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 286.866,06   286.757,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.690,50   372.548,25
  1.746.826,56   1.980.845,77
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00   23.135,29
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.021.690,24   2.092.352,47
3. Genossenschaftsanteile 5.720,00   5.720,00
  1.027.410,24   2.121.207,76
    2.981.989,58 4.333.977,74
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.725.729,19   3.036.742,14
2. Unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Waren 7.085.346,79   3.812.062,58
3. Geleistete Anzahlungen 138.790,18   0,00
  9.949.866,16   6.848.804,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.122.218,04   6.571.721,81
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00   91.550,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.987.034,63   731.138,60
  6.109.252,67   7.394.410,41
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 99.971,94   1.075.327,30
    16.159.090,77 15.318.542,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten   78.188,04 49.753,76
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung   44.109,90 64.315,67
E. Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag   6.135.056,43 5.593.956,52
    25.398.434,72 25.360.546,12

PASSIVA

     
  31.12.2018
Vorjahr
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital      
1. Gezeichnetes Kapital 100.000,00   100.000,00
2. Eigene Anteile -13.050,00   -13.050,00
Eingezahltes Kapital 86.950,00   86.950,00
II. Kapitalrücklage 2.420.000,00   1.420.000,00
III. Gewinnrücklagen      
Andere Rücklagen 13.050,00   13.050,00
IV. Konzernbilanzverlust -8.655.056,43   -7.113.956,52
V. Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag 6.135.056,43   5.593.956,52
    0,00 0,00
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 144.131,00   0,00
2. Sonstige Rückstellungen 274.596,07   1.156.470,01
    418.727,07 1.156.470,01
C. Verbindlichkeiten      
1. Mezzanine-Kapital 3.887.095,83   3.887.095,83
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.468.770,17   1.761.673,31
3. Erhaltene Anzahlungen 710.227,63   0,00
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.852.600,15   15.198.614,93
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.061.013,87   3.356.692,04
    24.979.707,65 24.204.076,11
    25.398.434,72 25.360.546,12

Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2018

2018 Vorjahr
1. Umsatzerlöse 129.890.658,74   132.346.904,42
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 14.159,88   -104.064,23
3. Sonstige betriebliche Erträge 332.731,19   655.223,38
davon aus Währungsumrechnung: € 117.625,73 (Vj.: € 162.328,54)      
    130.237.549,81 132.898.063,57
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -114.664.311,02   -115.887.699,47
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00   -3.718,40
  -114.664.311,02   -115.891.417,87
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -2.575.930,04   -3.078.146,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -481.873,19   -557.627,69
davon für Altersversorgung: € -18.906,37 (Vj.: € -10.162,45)      
  -3.057.803,23   -3.635.773,89
6. Abschreibungen      
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -308.454,38   -1.350.008,04
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens -228.631,90   0,00
  -537.086,28   -1.350.008,04
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.292.904,35   -15.497.969,90
davon aus Währungsumrechnung: € -170.202,18 (Vj.: € -382.336,85)      
    -130.552.104,88 -136.375.169,70
8. Erträge aus Beteiligungen 143,00   111,32
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00   6.922,42
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 35.308,21   29.872,07
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens -23.135,29   -1.922.032,64
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.064.689,24   -662.834,63
    -1.052.373,32 -2.547.961,46
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -74,04 24.639,90
14. Ergebnis nach Steuern   -1.367.002,43 -6.000.427,69
15. Sonstige Steuern   -15.606,88 -39.891,04
16. Konzernjahresfehlbetrag   -1.382.609,31 -6.040.318,73
17. Konzernverlustvortrag   -7.272.447,12 -1.073.637,79
18. Konzernbilanzverlust   -8.655.056,43 -7.113.956,52

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018

VICTORGROUP GmbH, Frechen

I. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der VICTORGROUP GmbH (VGP) wurde auf der Grundlage der Konzernrechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Der Konzernabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und gibt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zutreffend wieder.

Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Sämtliche Fristigkeitsmerkmale sind ebenfalls Bestandteil des Anhangs.

Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag der Muttergesellschaft aufgestellt (31. Dezember 2018). Alle einbezogenen Gesellschaften haben ebenfalls diesen Stichtag für den Jahresabschluss.

Im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses wenden wir grundsätzlich die vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC) herausgegebenen Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) an. Hiervon ausgenommen haben wir auf die Anwendung des folgenden DRS verzichtet:

DRS 18: Latente Steuern (Tz. 67: Überleitungsrechnung)

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma VICTORGROUP GmbH mit Sitz in Köln, Geschäftssitz Frechen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 65342 eingetragen.

Vorjahreskonzernabschluss/Abweichungen von der Bilanzierungsstetigkeit

Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 wurden die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.668 und die Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 1.510 zu hoch ausgewiesen. Die Umsatzerlöse und Materialaufwendungen des laufenden Geschäftsjahres 2018 wurden in der benannten Höhe korrigiert/erhöht. Der Vorjahresabschluss wurde nicht angepasst.

Der sich hieraus ergebende Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 158 wurde in Übereinstimmung mit IDW RS HFA 6 (Änderung von Jahres- und Konzernabschlüssen) im aktuellen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 in laufender Rechnung korrigiert.

Die folgende Übersicht zeigt zur Herstellung der Vergleichbarkeit die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres:

2018
TEUR
2017 (inkl. Korrektur)
TEUR
2017 (wie veröffentlicht)
TEUR
Umsatzerlöse 129.890 130.679 132.347
Materialaufwendungen -114.664 -114.381 -115.891
Konzernjahresfehlbetrag -1.383 -6.198 -6.040

Der Konzern-Verlustvortrag zum 01. Januar 2018 wurde in Höhe des entsprechenden Ergebniseffektes (TEUR -158) angepasst. Insofern ist der Bilanzzusammenhang in Höhe des benannten Betrages nicht gegeben.

Eine Anpassung der Vorjahreswerte aus diesem Sachverhalt im Hinblick auf die Bilanzposten (Vorratsvermögen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, erhaltene Anzahlungen) ist nicht erfolgt.

Neben dem oben beschriebenen Sachverhalt wurden die in der Folge aufgeführten Sachverhalte im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 im Vergleich zur Bilanzierung im Vorjahr abweichend dargestellt:

Der in den Vorjahren unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Sicherheitseinbehalt der Factorer wird im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 unter dem Posten "sonstige Vermögensgegenstände" ausgewiesen. Eine Anpassung der Vorjahreswerte ist nicht erfolgt.

Die in den Vorjahren unter den Rückstellungen für Konditionsabgrenzungen erfassten Verpflichtungen gegenüber Kunden der Konzerngesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2018 entgegen der Vorgehensweise im Vorjahr unmittelbar mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen saldiert. Der Betrag beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 890 (VJ TEUR 700). Eine Anpassung der Vorjahreswerte ist nicht erfolgt.

Das Vorratsvermögen sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren aufgrund der Nichtbeachtung der INCOTERMS einer Rohstofflieferung aus Asien in Höhe von TEUR 844 unterdotiert. Eine Anpassung der Vorjahreswerte ist nicht erfolgt.

Im Posten der erhaltenen Anzahlungen werden im Geschäftsjahr 2018 die aufgrund der vertraglichen Gestaltung bereits eingegangenen Gelder der Factorer abgegrenzt, da die zugehörigen Umsätze erst im neuen Geschäftsjahr gelegt wurden. Im Vorjahr wurden die Zahlungen von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgesetzt (siehe oben). Eine Anpassung der Vorjahreswerte ist nicht erfolgt.

Die folgende Übersicht zeigt zur Herstellung der Vergleichbarkeit die Auswirkungen aus den aufgeführten Sachverhalten auf die Konzernbilanz:

31.12.2018
TEUR
31.12.2017 (inkl. Korrektur)
TEUR
31.12.2017 (wie veröffentlicht)
TEUR
Vorräte 9.950 9.203 6.849
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.122 1.659 6.572
Sonstige Vermögensgegenstände 4.987 4.898 731
Konzerneigenkapital -6.135 -5.752 -5.594
Sonstige Rückstellungen 274 456 1.156
Erhaltene Anzahlungen 710 1.622 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.853 16.043 15.199

II. Angaben zum Konsolidierungskreis

Der Kreis der vollkonsolidierten Gesellschaften setzt sich seit dem 31. März 2011 aus insgesamt vier inländischen Unternehmen zusammen.

Folgende Tochterunternehmen sind neben der VGP als Mutterunternehmen im Geschäftsjahr 2018 konsolidiert worden:

Name des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital
VICTOR Güthoff & Partner GmbH (VIC) Frechen 100%
Forti-Folien GmbH (FOR) Neuruppin 100%
Ruppiner Papier- und Folienwerke GmbH (RUP) Neuruppin 100%

Die VICTORGROUP Consumer Products Inc. mit Sitz in Chesterfield USA als 100%ige Tochtergesellschaft der VICTORGROUP wurde zum 13. Dezember 2018 liquidiert.

Weiterhin besteht eine Minderheitsbeteiligung in Höhe von 24,75 % an der Viaregia Sp.Z.o.o, Otmuchow/Polen. Diese Minderheitsbeteiligung gehört wegen untergeordneter Bedeutung nicht zum Konsolidierungskreis.

III. Konsolidierungsgrundsätze

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der inländischen Tochterunternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der VGP geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Konsolidierung.

Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß § 301 Abs. 1 HGB sowie unter Beachtung des DRS 4 nach der Neubewertungsmethode durchgeführt.

Zeitpunkt der Erstkonsolidierung

Zeitpunkt der Verrechnung des konsolidierungspflichtigen Kapitals im Sinne des § 301 Abs. 2 HGB ist grundsätzlich der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss. Dieser Zeitpunkt war der 31. März 2011.

Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstandene aktivische Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert und innerhalb von sieben Jahren abgeschrieben. Der Nutzungsdauer von sieben Jahren liegt die Tatsache zugrunde, dass es sich bei den Unternehmen, bei deren Erstkonsolidierung die aktivischen Unterschiedsbeträge entstanden sind, um seit Jahren gut am Markt etablierte Unternehmen handelt.

Der durch die Kapitalkonsolidierung der VGP mit dem VIC-Teilkonzern entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig mit TEUR 10 über sieben Jahre abgeschrieben (ursprünglicher Wert am 31. März 2011 TEUR 70, der Restbuchwert am 31. Dezember 2018 beträgt TEUR 0).

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung der RUP bei der VIC belief sich auf TEUR 746. Dieser Betrag wurde seit Dezember 2008 mit TEUR 107 p. a. planmäßig über sieben Jahre abgeschrieben. Der Restbuchwert zum 31. Dezember 2018 beträgt TEUR 0.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der FOR und VIC in 2008 wurde der daraus resultierende Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 33 in die Kapitalrücklage eingestellt.

Schuldenkonsolidierung

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert.

Bei den Pflichtangaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind die Positionen gegenüber einbezogenen Unternehmen eliminiert.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung / Zwischenergebniseliminierung

Konzerninterne Umsätze werden mit den entsprechenden konzerninternen Aufwendungen verrechnet.

Aufwendungen und Erträge aus sonstigen Geschäftsvorfällen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden ebenfalls aufgerechnet.

Eine Zwischenergebniseliminierung war nicht vorzunehmen.

IV. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die für den Konzernabschluss geltenden Vorschriften des § 298 HGB wurden beachtet.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Den linearen Abschreibungen werden grundsätzlich folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Markennamen: 8 Jahre
Software: 5 Jahre
Lizenzen: 3 Jahre
Technische Anlagen: 5 - 13 Jahre
Betriebsvorrichtungen: 5 - 20 Jahre
Übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung: 7 - 10 Jahre

Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden planmäßig nach Maßgabe der steuerlich zulässigen Sätze linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert von EUR 250,01 bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Posten sind mit den Anschaffungskosten angesetzt worden.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen, unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips, bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte an die Gesellschafter in vollem Umfang sicherungsübereignet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind nicht vorhanden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind, soweit sie nicht im Zuge des Factoring als Sicherheit dienen, an den Mehrheitsgesellschafter sicherungsübereignet.

Die flüssigen Mittel wurden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden unter Berücksichtigung von § 250 HGB für wesentliche Posten gebildet. Die Bilanzierung erfolgt zum Nennwert.

Die Eigenkapitalpositionen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen werden nach der Projected Unit Credit-Methode unter Verwendung der "HEUBECK-RICHTTAFELN 2018" ermittelt. Die Pensionsverpflichtungen werden als vergleichbar langfristig fällige Verpflichtungen im Sinne des § 253 Abs. 1 HGB angesehen. Sie wurden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz (10-Jahres-Mittelwert bei einer pauschalierten Restlaufzeit von 15 Jahren) in Höhe von 3,29 % bzw. 2,40 % (10- bzw. 7-jährige Durchschnittsbildung) (VJ 3,77 %) unter Berücksichtigung eines Rententrends von 0,0 % (VJ 0,0 %) abgezinst, der sich aufgrund der jeweiligen angenommenen Restlaufzeit ergibt. Hierzu bestehende kongruente Rückdeckungsversicherungen, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, wurden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Pensionsverpflichtungen und kongruente Rückdeckungsversicherungen wurden verrechnet, der im Saldo verbleibende Betrag als Aktivüberhang unter dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Es wurde ohne Gehaltstrend und Fluktuation gerechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände liegen zum Bilanzstichtag nicht vor. Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden nach § 256a HGB zum Höchstwertprinzip angesetzt.

V. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird nach den Grundsätzen des DRS 21 erstellt und ist als eigener Bestandteil des Konzernabschlusses in einer eigenen Anlage dargestellt.

Die Gliederung erfolgt nach der indirekten Methode. Dabei wird die Kapitalflussrechnung nach Zahlungsströmen aus Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde dahingehend angepasst, als in den Finanzmittelfonds entgegen des Ausweises im Vorjahresabschluss auch die kurzfristigen und jederzeit fälligen Kontokorrentverbindlichkeiten der Gruppengesellschaften einbezogen wurden. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.

VI. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagenspiegel in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt.

Geschäfts- oder Firmenwert

Die aktiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und werden seitdem planmäßig über die Nutzungsdauer abgeschrieben (zu den Firmenwerten aus der Kapitalkonsolidierung siehe vorstehende Ausführungen).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalteten Steuerforderungen in Höhe von TEUR 970 (VJ TEUR 113).

Eigenkapital

Ausgewiesen wird das gezeichnete Kapital der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 100 (VJ TEUR 100) abzüglich der eigenen Anteile TEUR 13 (VJ TEUR 13) sowie die aus Zuzahlungen der Gesellschaft in den Vorjahren und im Berichtsjahr gebildete Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 2.420 (VJ TEUR 1.420). Die Kapitalrücklage wurde durch Gesellschafterbeschluss vom 11. Januar 2018 per Einlage der Gesellschafter Ursula Weck Beteiligungsgesellschaft mbH um TEUR 100 und HPO Beteiligungs GmbH um TEUR 900 erhöht.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen sind durch versicherungsmathematische Berechnungen nach dem Teilwertverfahren gemäß § 253 Abs. 1 HGB ermittelt. Bezüglich des Rententrends wurden 0 % zugrunde gelegt, ein Gehaltstrend wurde nicht berücksichtigt.

Die zugrunde gelegte Sterbetafel entspricht der "HEUBECK-RICHTTAFELN 2018". Für die Berechnung des Barwerts einer abgekürzten Leibrente wurde bei der VIC ein Zinssatz von 3,29 % und bei der VGP von 0,88 % angewendet. Bei der VIC wurden die Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 219 sowie TEUR 109 mit der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 283 saldiert, der resultierende Aktivwert beläuft sich somit auf TEUR 44. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (TEUR 9) wurden mit Erträgen aus dem Deckungsvermögen (TEUR 9) verrechnet.

Im Abschluss der VGP erfolgt der Ausweis im Vorjahr noch unter den sonstigen Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel davon mit einer Restlaufzeit (in Klammer: Vorjahreswerte)
Gesamtbetrag
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten aus Mezzanine Kapital 3.887 0 3.887 0
  (3.887) (0) (3.887) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.469 1.305 164 0
  (1.761) (1.476) (285) (0)
Erhaltene Anzahlungen 710 710 0 0
  (0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.853 16.853 0 0
  (15.199) (15.199) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.061 1.406 655 0
  (3.357) (3.077) (280) (0)
davon gegenüber Gesellschaftern: 500 125 375 0
  (0) (0) (0) (0)
davon aus Steuern: 68 68 0 0
  (103) (103) (0) (0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0 0 0 0
  (2) (2) (0) (0)
  24.980 20.274 4.706 0
  (24.204) (19.752) (4.452) (0)

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr beträgt T€ 24.980 (Vj.: 24.204). Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: Negativerklärung freies Umlaufvermögen.

Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Mezzanine-Kapital

Mit der NRW.Bank Mittelstandfonds GmbH & Co. KG existiert ein Beteiligungsvertrag über ein ausgereichtes Mezzanine-Kapital in Höhe von TEUR 2.500 vom 28. März 2011. Die Auszahlung des Mezzanine-Kapitals erfolgte am 11. April 2011.

- Ausgabebetrag: EUR 2.500.000,00
- Laufzeit: 5 Jahre
- Gläubiger Rang: Nachrang im Insolvenzfall
- Tilgung: zum 13. April 2016 TEUR 250 und zum 28. Juni 2016 TEUR 150
- Zins: Zinsen sind oberhalb eines fixen Sockels erfolgsabhängig (mit CAP nach oben)

Der Sockel-Zinssatz gilt für die gesamte Laufzeit der stillen Beteiligung.

Die Mezzaninegebervereinbarung wurde in 2018 zu folgenden veränderten Bedingungen prolongiert:

- Valuta zum Stichtag : EUR 2.100.000,00
- Laufzeit: bis zum 31. Dezember 2023
- Tilgung: quartalsweise Tilgung beginnend zum 31. März 2021 und endend am 31. Dezember 2023. Tilgungsbeträge der einzelnen Jahre: 2021 TEUR 550, 2022 TEUR 775 und 2023 TEUR 775
- Zins: Reduzierung des Sockelbetrages auf 3 % p.a. und Verzicht auf gewinnabhängige Entgelte bis 31. Dezember 2020

Ferner gibt es einen Darlehensvertrag mit der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) über Mittel aus dem Brandenburg-Kredit Mezzanine-Programm in Höhe von TEUR 2.000. Die Auszahlung erfolgte am 3. Juni 2011 in Höhe von TEUR 1.379 und am 12. Oktober 2011 in Höhe der restlichen TEUR 621. Aufgrund der doppelten Berücksichtigung einer Investition aus dem Jahre 2011 in zwei verschiedenen Förderanträgen kam es in 2012 zu einer teilweisen Rückforderung der Darlehenssumme in Höhe von insgesamt TEUR 213, so dass dieses Darlehen aktuell mit einem Wert von TEUR 1.787 passiviert ist.

- Betrag: Ursprünglich EUR 2.000.000,00, aktuell EUR 1.187.095,83
- Laufzeit: 10 Jahre
- Gläubiger-Rang : Nachrang im Insolvenzfall
- Tilgung: 5 Jahre fix, ab dem 30. Juni 2016 Tilgung von jeweils EUR 100.000,00 zum Ende eines jeden Quartals
- Zins : Fixer Zinssatz während der gesamten Laufzeit des Vertrages

Die Darlehensvereinbarung wurde in 2018 zu folgenden veränderten Bedingungen prolongiert:

- Valuta zum Stichtag: EUR 1.187.095,83
- Laufzeit: bis zum 31. Dezember 2023
- Tilgung: quartalsweise Tilgung beginnend zum 31. März 2021 und endend am 31. Dezember 2023. Tilgungsbeträge der einzelnen Jahre: 2021 TEUR 400, 2022 TEUR 400 und 2023 TEUR 387
- Zins: Reduzierung des Zinssatzes auf 3 % p.a.

Zinsen in Höhe von TEUR 33 sind bis zum 31. Dezember 2020 gestundet.

Darüber hinaus wurden am 12./14. Juli 2010 zwei Beteiligungsverträge mit der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Berlin-Brandenburg GmbH über Stille Beteiligungen zur Stärkung der Eigenkapitalbasis in Höhe von je TEUR 500 geschlossen. Die Auszahlung der Beträge erfolgte am 19. Juli 2010.

Die vertraglichen Modalitäten sehen im Wesentlichen folgendes vor:

- Betrag: EUR 500.000,00 je Vertrag, insgesamt EUR 1.000.000,00
- Laufzeit: 10 Jahre
- Gläubiger-Rang: Nachrang im Insolvenzfall
- Tilgung: 5 Jahre fix, ab dem 6. Jahr Tilgung von jeweils 20 % der Beteiligungssumme
- Zins: Zinsen sind oberhalb eines fixen Sockels erfolgsabhängig (mit Cap nach oben)

Der Sockel-Zinssatz gilt für die gesamte Laufzeit der Stillen Beteiligung.

Die Darlehensvereinbarungen wurden in 2018 zu folgenden veränderten Bedingungen prolongiert:

- Valuta zum Stichtag: EUR 600.000,00
- Laufzeit: bis zum 30. Juni 2023
- Tilgung: jährliche Tilgung beginnend zum 30. Juni 2021 und endend am 30. Juni 2023. Tilgungsbeträge der einzelnen Jahre: 2021 TEUR 200, 2022 TEUR 200 und 2023 TEUR 200
- Zins: Reduzierung des Sockelbetrages auf 3 % p. a. und Verzicht auf gewinnabhängige Entgelte bis 31. Dezember 2020

Das Mezzanie-Kapital stellt bilanzrechtliches Fremdkapital dar und wird aus diesem Grund auf der Passivseite unter den Verbindlichkeiten unter "Mezzanine-Kapital" ausgewiesen. Aufgrund der in Teilen eigenkapitalähnlichen Charakteristika wird das Mezzanie-Kapital bei der Berechnung des "wirtschaftlichen Eigenkapitals" berücksichtigt.

Das "wirtschaftliche Eigenkapital" ermittelt sich wie folgt:

Gezeichnetes Kapital: EUR 86.950,00
Kapitalrücklage: EUR 2.420.000,00
Gewinnrücklagen: EUR 13.050,00
Verlustvortrag: EUR -7.272.447,12
Konzernjahresfehlbetrag: EUR -1.382.609,31
Mezzanine-Kapital: EUR 3.887.095,83
Darlehen Gesellschafter: EUR 500.000,00
Wirtschaftliches Eigenkapital: EUR -1.747.960,60

VII. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich regional wie folgt zusammen:

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2018
TEUR
% 2017
TEUR
%
Umsatzerlöse        
- nach Regionen        
Inland 77.358 59,6 75.434 57,0
EU 50.590 38,9 54.874 41,5
Drittland 1.943 1,5 2.039 1,5
  129.891 100,0 132.347 100,0

Steuerertrag (Veränderung latenter Steuern)

Der Konzern weist einen Jahresfehlbetrag von TEUR 1.383 aus. Die rechnerische Steuerlast ist somit EUR 0,00. Da auch die tatsächliche Steuerlast EUR 0,00 beträgt, konnte auf eine steuerliche Überleitungsrechnung verzichtet werden.

Periodenfremde Erträge/Aufwendungen

Periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 233 (inklusive Ergebniseffekt aus der Anpassung des Vorjahresabschlusses) (VJ TEUR 26) stehen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 42 (VJ TEUR 67) gegenüber. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge resultieren im Wesentlichen aus Klärung alter Debitorenposten.

Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung

Der Konzernabschluss enthält Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung aus Abschreibungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens, Wertberichtigungen auf Forderungen und Forderungsverluste, Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 677 (VJ TEUR 4.583).

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Der Ausweis betrifft die außerplanmäßige Abschreibung der Beteiligung VICTORGROUP Consumer Products Inc., auf Grund der Liquidation der Gesellschaft. Der Vorjahresausweis betraf die Abschreibung auf die Anteile an der Viaregia Sp.Z.o.o. wegen voraussichtlich dauerhafter Wertminderung.

VIII. Sonstige Angaben

Ausschüttungsgesperrte Beträge bei Konzernunternehmen

Durch die Verwendung des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes bei Bewertung der Pensionsverpflichtungen ergibt sich eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 und 3 HGB in Höhe von TEUR 40.

Außerbilanzielle Geschäfte

Leasing Zweck Leasing von KFZ
  Risiken Abflüsse liquider Mittel über die Vertragslaufzeit
  Vorteile Geringe Kapitalbindung
Immobilienverträge Zweck Anmietung von Geschäftsflächen
  Risiken Abflüsse liquider Mittel über die Vertragslaufzeit
  Vorteile Geringe Kapitalbindung

Die Vorteile aus den betreffenden Leasingverträgen/Mietverträgen bestehen in der geringen Kapitalbindung bei gleichbleibenden Nutzungsmöglichkeiten. Ein weiterer Vorteil der Leasingverträge/Mietverträge besteht im fehlenden Vermarktungsrisiko am Ende der Leasingzeit. Risiken sehen wir in diesen Vertragsgestaltungen aus den tatsächlichen und potentiellen Abflüssen liquider Mittel über die Vertragslaufzeit. Zu den finanziellen Auswirkungen verweisen wir auf die Ausführungen zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Die VICTOR Güthoff & Partner GmbH hat Factoring-Verträge über den Ankauf von Kundenforderungen abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag belief sich die Summe der verkauften offenen Posten auf EUR 29,3 Mio. Risiken aus den außerbilanziellen Geschäften ergeben sich für die Gesellschaft nicht, da das Delkredererisiko in voller Höhe auf Seiten des Factors liegt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus längerfristigen Leasingverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 504.

Darüber hinaus existieren Verpflichtungen in geschäftsüblichem Rahmen (z. B. Mietverträge).

Haftungsverhältnisse

Innerhalb der VGP gibt es bei einigen Verträgen Schuldbeitritte oder Mietverpflichtungen anderer der Gruppe zugehöriger Unternehmen. Hierzu gehören:

- Selbstschuldnerische Bürgschaft der VICTOR Güthoff & Partner GmbH über TEUR 233 gegenüber einem Mezzanine-Geber der Ruppiner Papier- und Folienwerke GmbH.

- Rückzahlungsgarantie der VICTOR Güthoff & Partner GmbH gegenüber den Mezzanine-Gebern der Ruppiner Papier- und Folienwerke GmbH bzw. der Forti-Folien GmbH über Mezzanine Kapital in Höhe von je TEUR 300.

- Zudem haftet die Ruppiner Papier- und Folien GmbH in Höhe von TEUR 1.000 für eine gemeinsame Kontokorrentlinie der VICTOR Güthoff & Partner GmbH und der Forti Folien GmbH. Die Laufzeit dieser Kontokorrentlinie ist unbefristet.

- Mitgarantenstellung der VICTOR Güthoff & Partner GmbH gegenüber einem Gesellschafter der Muttergesellschaft für ein begebenes Darlehen in Höhe von TEUR 500.

- Zahlungsverpflichtung der VICTOR Güthoff & Partner GmH gegenüber einem Kreditinstitut der Forti-Folien GmbH für ein begebenes Darlehen in Höhe von TEUR 285 (Valuta per 31. Dezember 2018).

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird aufgrund der stabilen Liquiditätslage bzw. Vereinbarungen mit den Darlehensgebern zum heutigen Zeitpunkt nicht gerechnet.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer des Mutterunternehmens waren bestellt:

Ursula Weck, Horrem (bis 30. Januar 2019)

Geschäftsführung Bereiche Vertrieb, Marketing und Einkauf

Bernhard Josef Groß, Lucca/Italien (ab 5. Juni 2018)

Geschäftsführung für die Bereiche Restrukturierung, Strategie und Organisation

Davut Durak, Dortmund (ab 10. Januar 2019)

Geschäftsführung für die Bereiche Finanzen, IT, Einkauf und Administration

Die Tätigkeit der Geschäftsführer wird hauptberuflich ausgeübt.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die jährlichen Bezüge TEUR 42. Im Geschäftsjahr ausbezahlt wurden TEUR 42. Die für diese Personengruppe gebildete Rückstellung für laufende Pensionen beläuft sich auf TEUR 144.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt beschäftigten wir 65 Arbeitnehmer (VJ 73) und 2 Geschäftsführer.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Mit Wirkung zum 30. Januar 2019 legte die geschäftsführende Gesellschafterin Frau Ursula Weck die Geschäftsführung der Muttergesellschaft nieder. Herr Herr Davut Durak wurde zum 10. Januar 2019 als Geschäftsführer bestellt.

Laut Gesellschafterbeschluss von Anfang Mai 2019 soll die Ruppiner Papier und Folienwerke GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2019 auf die VICTOR Güthoff und Partner GmbH verschmolzen werden.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 44.

Inanspruchnahme der Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB

Die folgenden Tochterunternehmen wurden in den Konzernabschluss der VICTORGROUP GmbH einbezogen und werden Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 HGB in Anspruch nehmen:

Forti-Folien GmbH, Neuruppin

Ruppiner Papier- und Folienwerke GmbH, Neuruppin

IX. Angaben über die Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis des Mutterunternehmens des Geschäftsjahres 2018 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Frechen, den 19. Juli 2019

Bernhard Josef Groß, Geschäftsführer

Davut Durak, Geschäftsführer

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2018
Zugänge
Abgänge
Stand am 31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 687.355,56 28.830,51 12.359,41 703.826,66
2. Geschäfts- oder Firmenwert 815.363,41 0,00 0,00 815.363,41
3. Geleistete Anzahlungen 187.995,21 0,00 32.221,93 155.773,28
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.690.714,18 28.830,51 44.581,34 1.674.963,35
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.086.533,98 0,00 0,00 2.086.533,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.502.633,69 49.512,05 0,00 1.552.145,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 910.726,69 9.203,11 0,00 919.929,80
Summe Sachanlagen 4.499.894,36 58.715,16 0,00 4.558.609,52
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23.135,29 0,00 0,00 23.135,29
2. Beteiligungen 1.922.032,64 0,00 0,00 1.922.032,64
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit 0,00     0,00
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.092.352,47 0,00 1.070.662,23 1.021.690,24
4. Genossenschaftsanteile 5.720,00 0,00 0,00 5.720,00
Summe Finanzanlagen 4.043.240,40 0,00 1.070.662,23 2.972.578,17
Summe 10.233.848,94 87.545,67 1.115.243,57 9.206.151,04
Abschreibungen
Stand am 01.01.2018
Zugänge
Abgänge
Stand am 31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 643.426,56 15.720,01 7.299,41 651.847,16
2. Geschäfts- oder Firmenwert 815.363,41 0,00 0,00 815.363,41
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.458.789,97 15.720,01 7.299,41 1.467.210,57
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 764.993,98 120.270,00 0,00 885.263,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.215.876,17 49.403,51 0,00 1.265.279,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 538.178,44 123.060,86 0,00 661.239,30
Summe Sachanlagen 2.519.048,59 292.734,37 0,00 2.811.782,96
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 23.135,29 0,00 23.135,29
2. Beteiligungen 1.922.032,64 0,00 0,00 1.922.032,64
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1.922.032,64 23.135,29 0,00 1.945.167,93
Summe 5.899.871,20 331.589,67 7.299,41 6.224.161,46
Buchwerte
31.12.2018
31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.979,50 43.929,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 155.773,28 187.995,21
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 207.752,78 231.924,21
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.201.270,00 1.321.540,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 286.866,06 286.757,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.690,50 372.548,25
Summe Sachanlagen 1.746.826,56 1.980.845,77
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 23.135,29
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.021.690,24 2.092.352,47
4. Genossenschaftsanteile 5.720,00 5.720,00
Summe Finanzanlagen 1.027.410,24 2.121.207,76
Summe 2.981.989,58 4.333.977,74

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018

VICTORGROUP GmbH, Frechen

1. Grundlagen des Konzerns

Die VICTORGROUP GmbH, Frechen, (VGP) als alleinige Gesellschafterin der VICTOR Güthoff & Partner GmbH, Frechen, (VIC) wurde am 9. November 2008 gegründet. Durch notariellen Vertrag vom 11. Januar 2018 wurde im Rahmen eines Verkaufsvorgangs 69,56 % der Anteile an der VICTORGROUP GmbH an die HPO Beteiligungs GmbH, Arnsberg veräußert. Die Ursula Weck Beteiligungsgesellschaft mbH hält an der VGP weitere 17,39 %. 13,05 % der Anteile werden durch die Gesellschaft selbst gehalten.

Die VICTOR Güthoff & Partner GmbH, Frechen, ist weiterhin alleinige Gesellschafterin der Forti-Folien GmbH, Neuruppin (FOR) und der Ruppiner Papier- und Folienwerke GmbH, Neuruppin (RUP). Mit diesen Gesellschaften bestehen unverändert zu den Vorjahren Ergebnisabführungsverträge. Die RUP hat bereits im Geschäftsjahr 2017 Ihren Produktionsbetrieb eingestellt und befindet sich derzeit in der Abwicklung.

Die VIC ist seit über 25 Jahren kompetenter Ansprechpartner in den Bereichen Folien und Verpackungen, Tischdekoration, Feuchttücher sowie Hygienepapiere. Das Produktportfolio umfasst mehr als 1.200 Artikel mit dem Schwerpunkt der Eigenmarke, die an den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) verkauft oder für den LEH produziert werden. Die VIC unterscheidet sich deutlich vom Wettbewerb durch den Portfolio-Gedanken, durch schlanke Strukturen und Prozesse und der daraus resultierenden Flexibilität. Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen hat die Gesellschaft eine ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. Die Flexibilität der Gesellschaften ermöglicht es, schnell auf neue Trends und gesetzliche Maßnahmen reagieren zu können.

Die VICTORGROUP Consumer Products Inc. (VIC USA) mit Sitz in Chesterfield/USA, als 100%ige Tochtergesellschaft der VGP wurde zum 13. Dezember 2018 liquidiert.

Weiterhin besteht eine Minderheitsbeteiligung in Höhe von 24,75 % an der Viaregia Sp. Z.o.o. (VIA). Diese Minderheitsbeteiligung gehört nicht zum Konsolidierungskreis.

Die VICTOR-Gruppe, bestehend aus den oben benannten Gesellschaften, befindet sich derzeit in einer Ertrags- und Liquiditätskrise, die wesentlich durch die inzwischen stillgelegte Tochtergesellschaft RUP mitverursacht wurde. Der Konzern ist zudem bilanziell überschuldet. Die Restrukturierung der VICTOR-Gruppe befindet sich noch in der Umsetzung. Die grundsätzliche Sanierungsfähigkeit der Gruppe wurde im Rahmen eines Gutachtens nach dem Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW), "Anforderungen an Sanierungskonzepte" (IDW S6), das Anfang 2018 erstellt und im Dezember 2018 aktualisiert und fortgeschrieben wurde, bestätigt. Eckpunkte des Sanierungskonzept sind die Sicherung der Liquiditätsausstattung der Konzerngesellschaften durch Neuverhandlungen mit den Kapitalgebern, auch und insbesondere im Hinblick auf mittelfristige Tilgungsaussetzungen, und neuen Factoringvereinbarungen sowie die Wiederherstellung der Ertragskraft der VICTOR-Gruppe durch Umsatzausweitungen. Insgesamt wurde durch das S6-Gutachten eine positive Fortführungs- und Fortbestehensprognose attestiert, wodurch auch die potentiellen Konsequenzen einer bilanziellen Überschuldung beseitigt sind.

2. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in 2018 in einem soliden Aufschwung. Für das Kalenderjahr 2018 konnte ein Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1,4% (VJ 2,2%) verzeichnet werden. Für das Jahr 2019 wird mit einem Anstieg des BIP in Höhe von 0,6% gerechnet[1]. Die wesentlichen Impulse hierfür kamen von einer soliden binnenwirtschaftlichen Nachfrage, insbesondere getrieben durch die privaten Konsumausgaben und den Bruttoinvestitionen[2].

Der Aufschwung in Europa steht aktuell auf breiter Basis. Neben der Warenproduktion sind auch die Bauwirtschaft und der Handel an dieser Entwicklung beteiligt. Die EU (28 Länder) verzeichnete für 2018 ein reales Wachstum des BIP von 2,4% (VJ 2,4%)[3].

Im Jahr 2018 konnte der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) in Europa ein Wachstum in Höhe von 2,6% gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Die Top 10 Händler vereinen 35,2% des europäischen LEH-Marktes. Dabei bilden die deutschen Händler die prägende Kraft unter den Top 10 Europas.[4] Ein weiter ansteigendes Wachstum in unserem Kundensegment kann somit erwartet werden, da wir von weiterem Wachstumspotential in der Zukunft ausgehen. Insbesondere ein steigendes Umweltbewusstsein der Verbraucher führt zu einer wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen Produkten. Gleichzeitig erwarten wir aber auch ansteigenden Preisdruck in einigen Absatzsegmenten, da der Wettbewerbsdruck weiter zunimmt.

3. Geschäftsverlauf

Die VICTOR-Gruppe hat bei im Vorjahresvergleich um TEUR 2.456 rückläufigen Außenumsatzerlösen ein Rohertrag (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen abzgl. Materialaufwendungen) von TEUR 15.241 (VJ TEUR 16.352) erzielt. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2017 durch fehlerhafte Periodenabgrenzungen in Höhe von TEUR 1.668 positiv beeinflusst waren, die Materialaufwendungen waren entsprechend um TEUR 1.510 zu hoch ausgewiesen. Per Saldo ist der Rohertrag des Geschäftsjahres 2018 mit TEUR 158 positiv beeinflusst. Wir verweisen diesbezüglich auf die Ausführungen im Konzernanhang unter "I. Allgemeine Angaben/Vorjahreskonzernabschluss/Abweichungen von der Bilanzierungs-stetigkeit". Ohne diesen Effekt hätte sich eine Verminderung der Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich von TEUR 788 ergeben.

Der Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 ist erneut durch einen wechselhaften Umsatzverlauf zu charakterisieren, parallel hierzu spürt die VICTOR-Gruppe weiterhin eine erhöhte Wettbewerbsintensität und einen volatilen Rohstoffmarkt. Die VICTOR-Gruppe konnte im Geschäftsjahr mit ihren Top 5 Kunden ein Umsatzwachstum in Höhe von 1,45% realisieren. In der umsatzstärksten Produktgruppe der VICTOR-Gruppe konnte noch ein Wachstum in Höhe von 0,78% verzeichnet werden.

Die kumulierten sonstigen Aufwendungen (Personalaufwand, Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens, sonstiger betrieblicher Aufwand sowie Ertrag, Steuern) im Konzern sind mit TEUR 15.555 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.249 deutlich rückläufig.

Unter Einbezug des negativen Zinsergebnisses, welches im Vergleich zu 2017 deutlich verschlechtert ist, hat sich ein Konzernjahresfehlbetrag von TEUR -1.383 (VJ TEUR -6.040) ergeben. Der Vorjahreskonzernabschluss war erheblich geprägt durch die eingeleiteten Restrukturierungsaktivitäten auch und insbesondere bei der RUP und hieraus resultierender negativer Auswirkungen auf das Konzernergebnis. So haben sich unter Einbezug von notwendigen Abschreibungen auf Finanzanlagen bei der VIC in Höhe von TEUR 1.922 im Vorjahr nicht operative Sondereffekte in Höhe von kumuliert TEUR 4.719 (2018: TEUR 683) ergeben. Unter Vernachlässigung der benannten, im Vorjahr hauptsächlich restrukturierungsbedingten Sondereffekte sowie des Effektes aus der fehlerhaften Periodenabgrenzung hätte sich in 2018 ein operatives Jahresergebnis von TEUR -700 ergeben, das im Vorjahresvergleich um TEUR 779 verbessert ist.

4. Vermögens- Finanz- und Ertragslage

4.1 Ertragslage

Der Rückgang der Umsatzerlöse um 1,9% auf TEUR 129.891 betrifft neben dem Entfall der Außenumsatzerlöse der RUP durch die Stilllegung des Geschäftsbetriebs, hauptsächlich die VIC. Der rückläufige Umsatzverlauf in 2018 resultiert im Wesentlichen aus einem schwierigen 1. Quartal 2018 das durch Lieferverzögerungen der Lieferanten geprägt war. Darüber hinaus wirkten sich verzögerte Neueinlistungen von Kunden im 4. Quartal 2018 ebenfalls belastend auf den Umsatzverlauf aus.

Die Rohertragsmarge ist um 0,7%-Punkte auf 11,7% zurückgegangen. Diese Abweichung resultiert aus einem im Vorperiodenvergleich veränderten Produktmix und aus erhöhten Rohstoffpreisen.

Die Personalkosten haben sich von TEUR 3.636 auf TEUR 3.058 vermindert. Dies resultiert hauptsächlich aus dem zu 2017 um acht Mitarbeiter rückläufigen durchschnittlichen Personalbestand in 2018. Der durchschnittliche Aufwand pro Mitarbeiter ist hierbei durch die veränderte Zusammensetzung des Personalbestands um 5,5% auf TEUR 47 zurückgegangen.

Die Summe der Abschreibungen ist um TEUR 2.712 auf TEUR 560 gesunken. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Vorjahresabschreibungen erheblich durch Sondereffekte aus Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 1.922 (2018: TEUR 23) sowie außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 653 (2018: Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens TEUR 229) geprägt war. Letztere resultieren aus der Aufgabe des Geschäftsbetriebes bei der RUP.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit TEUR 12.293 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um TEUR 3.205 rückläufig. Werden hieraus die nicht operativen Aufwendungen aus Kursdifferenzen, Wertberichtigungen auf Forderungen und Forderungsverluste sowie Verluste aus Anlagenabgängen von TEUR 596 (VJ TEUR 2.390) eliminiert, welche im Vorjahr erheblich durch die Restrukturierung der RUP beeinflusst waren, ergibt sich eine Verminderung dieses Postens von TEUR 1.410. Dieser Rückgang betrifft im Wesentlichen stilllegungsbedingt entfallene Mietleasingkosten bei der RUP. Hauptsächlich enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Ausgangsfracht- und Verpackungskosten in Höhe von TEUR 7.198 (VJ TEUR 7.013), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 1.170 (VJ TEUR 890), Factoringgebühren in Höhe von TEUR 547 (VJ TEUR 363) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusammen. Die im Vergleich zum Vorjahr höheren Rechts- und Beratungskosten resultieren aus den Restrukturierungsaktivitäten.

Die Summe für Zinsen und ähnliche Aufwendungen belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 1.064. Die Aufwendungen setzen sich aus den Factoring- und den Kontokorrentzinsen in Höhe von TEUR 716 und Zinsen an die Mezzaninegeber in Höhe von TEUR 128 zusammen. Der Anstieg ist begründet durch deutlich erhöhte Factoringzinsen aus der Neustrukturierung der Finanzierung. Die operative Ertragskraft der VICTOR-Gruppe wird durch das operative EBITDA (operatives Konzernjahresergebnis vor Sondereffekten (s.o.) und Steuern, Beteiligungsergebnis und Abschreibungen) dargestellt und ist mit TEUR 638 im Vorjahresvergleich um TEUR 819 verbessert. Die Zielsetzung, bereits in 2018 wieder ein deutlich verbessertes operatives EBITDA zu erwirtschaften, konnte damit trotz des rückläufigen Rohergebnisses, dessen Rückgang durch Einsparungen im Bereich der Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen insgesamt überkompensiert wurde auf Basis der genannten Entwicklungen realisiert werden. Auch das operative Konzernjahresergebnis konnte trotz erhöhter Finanzierungskosten entsprechend gesteigert werden, ist jedoch mit TEUR -700 nach wie vor negativ.

4.2 Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR -2.136 (VJ TEUR 2.227) war in 2018, neben dem Konzernjahresfehlbetrag, geprägt durch Mittelabflüsse im Bereich des kurzfristigen Aktiva, die die kumulierten Mittelbindungen im Bereich der kurzfristigen Passiva insgesamt deutlich überkompensiert haben. Der Ausweis der Ertragsteuern und der Zinsaufwendungen/-erträge unter dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gemäß DRS 21 führte zu einer positiven Beeinflussung dieses Cashflows von TEUR 1.029 im Berichtsjahr (Vorjahr: TEUR 626). Der Vorjahrescashflow war zudem positiv durch die erheblichen nicht zahlungswirksamen Abschreibungen beeinflusst. Bei einem leicht negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit und kumulierten Mittelzuflüssen aus der Finanzierungstätigkeit aus der Tilgung eines Darlehens an ein Beteiligungsunternehmen sowie Eigenkapitalzuführungen und Einzahlungen von Darlehen von Gesellschaftern hat sich ein kumulierter Mittelabfluss im Geschäftsjahr 2018 von TEUR 1.049 ergeben.

Die Liquidität des Konzerns war im Geschäftsjahr durch ausreichende Kontokorrentkreditlinien gesichert. Als Betriebsmittelkreditlinie stehen der VICTOR-Gruppe regelmäßig TEUR 2.200 zur Verfügung, wovon TEUR 250 bis zum 31. Dezember 2019 befristet sind. Zum Stichtag 31. Dezember 2018 waren die Linien mit insgesamt TEUR 1.183 ausgenutzt, sodass der Konzern unter Einbezug der liquiden Mittel ( Finanzmittelfonds) zu diesem Zeitpunkt über eine freie Liquidität von TEUR 1.117 verfügt.

Darüber hinaus verfügt die VICTOR-Gruppe über einen Factoringrahmen in Höhe von ca. EUR 40 Mio.

Sämtliche Mezzanine-Geber haben sich mit Stundungsvereinbarung vom 07. März 2018 als Sanierungsbeitrag bereit erklärt, neben einer Reduktion des ursprünglich vereinbarten Zinssatzes die Tilgung der begebenen Mezzaninedarlehen in Höhe von kumuliert TEUR 3.887 bis 31. März respektive 30. Juni 2020 auszusetzen.

4.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme (ohne den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag) hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 504 auf TEUR 19.263 vermindert. Wesentlich verantwortlich für diese Entwicklung zeigen sich aktivisch tilgungsbedingt rückläufige Ausleihungen an ein Beteiligungsunternehmen und rückläufige liquide Mittel. Bezüglich der Veränderungen des sonstigen Umlaufvermögens verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernanhang unter "I. Allgemeine Angaben/Vorjahreskonzernabschluss/Abweichungen von der Bilanzierungsstetigkeit".

Die Passivseite ist ebenfalls geprägt durch die im Anhang erläuterten Abweichungen von der Bilanzierungsstetigkeit. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten ist bei Mittelzuführungen aus Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 500 auf Mittelabflüsse aus der Tilgung eines weiteren Darlehens in Höhe von TEUR 1.105 zurückzuführen.

Das bilanzielle Konzern-Eigenkapital ist aufgrund der schlechten Ergebnissituation mit TEUR 6.135 (VJ TEUR 5.594) deutlich negativ. Bezüglich der bilanziellen Überschuldung verweisen wir auf die Ausführungen unter "1. Grundlagen des Konzerns". Langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.887 aus begebenem Mezzanine-Kapital sowie den Gesellschafterdarlehen von TEUR 500 sind als wirtschaftliches Eigenkapital zu betrachten. Unter Einbezug dieser Komponenten ergibt sich ein wirtschaftliches Eigenkapital des Konzerns von TEUR -1.748 (VJ TEUR -1.707). Bezüglich der Zusammensetzung des wirtschaftlichen Eigenkapitals wird auf den Konzernanhang verwiesen.

5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung des Konzerns die Liquiditäts- und Cash-Flow-Entwicklung sowie das EBITDA herangezogen. Umsätze, die Warenbewegungen und die Liquidität werden arbeitstäglich verfolgt. Es wurde ein Berichtswesen aufgebaut, das einen monatlichen Überblick zur Unternehmensentwicklung erlaubt. Zur Steuerung des Vertriebes wurde ein permanenter Forecast implementiert. Die Deckungsbeiträge pro Kunden und Artikel stehen im Fokus und werden permanent analysiert. Als zentrales Steuerungsinstrument für das operative Geschäft der VICTOR-Gruppe wird der Deckungsbeitrag I (Umsatzerlöse plus sonstige betriebliche Erträge minus Materialaufwand plus Bestandveränderung minus Kosten der Warenabgabe) und das EBITDA herangezogen.

Als wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind Kunden- und Lieferantenbeziehungen, Produktqualität, Produktivitätsdaten, Arbeitnehmerbelange, Personaldaten, Umweltaspekte sowie Produktfortentwicklungen zentrale Bestandteile der Unternehmenssteuerung.

6. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

6.1 Allgemeiner Teil

Das Risikomanagement bei der VICTOR-Gruppe ist ein wichtiger Bestandteil aller Entscheidungen. Grundlage dafür sind insbesondere die Managementstruktur, sowie Planungs-, Berichts- und Informationssysteme. Ein Kernstück des Risikomanagements der VICTOR-Gruppe ist ein internes Berichtswesen, das ein entsprechendes Controlling aller wirtschaftlich relevanten Eckdaten ermöglicht und das bei Bedarf an aktuelle Herausforderungen angepasst wird. Für die Geschäftsleitung stellt ein unternehmensweites Berichts- und Kontrollsystem eine zeitnahe und sachgerechte Informationsbasis sicher. Darüber hinaus werden Chancen und Risiken aktualisiert, analysiert und bewertet.

Grundlage des Risikomanagement-Systems der VICTOR-Gruppe ist die Identifikation und Bewertung unterschiedlichster Risikoarten und Risikoquellen. Die Identifikation und Bewertung von Risiken erfolgt mit Hilfe von Berichts- und Controlling-Instrumenten. Abweichungen von langfristigen Vorgaben werden im Rahmen der Jahresplanung und des monatlichen Berichtswesens festgestellt und analysiert. Das monatliche Berichtswesen dient als Entscheidungshilfe für mögliche kurzfristige und flexible Korrekturmaßnahmen.

Für mögliche Haftungsrisiken und Schadensfälle sind überwiegend Versicherungen abgeschlossen. Damit ist sichergestellt, dass sich die im Unternehmen verbleibenden Risiken in Grenzen halten und dass Schadensfälle keine existenzbedrohenden Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

6.2 Risikobericht

Der Fokus beim Risikomanagement liegt auf branchenspezifischen Risiken, der angemessenen Liquiditätsausstattung sowie der Finanzierung.

6.2.1 Potentiell bestandsgefährdende Risiken

Der Konzern ist wie erwähnt bilanziell überschuldet und befindet sich derzeit in einer Sanierungsphase. Damit bestehen grundsätzlich Anhaltspunkte für eine Bestandsgefährdung. Bezüglich der Fortführungsfähigkeit des Konzerns verweisen wir auf die Ausführungen unter "1. Grundlagen des Konzerns".

Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft sieht auf dieser Basis aktuell keine Hinweise auf eine Bestandsgefährdung des Konzerns.

6.2.2 Risiken aus Kundenabhängigkeiten

Der Konzern generiert ca. 80% ihres Umsatzvolumens mit fünf Hauptkundenkategorien. Die Zusammensetzung dieser Hauptkundenkategorien ist eine interne Zusammensetzung und entspricht nicht unbedingt der tatsächlichen rechtlichen Stellung der einzelnen Konzerngesellschaften. Des Weiteren werden die einzelnen Kunden in der Regel mit mehr als einem Produkt beliefert. Für die entsprechenden Produkte werden von Kundenseite einzelne Ausschreibungen vorgenommen. Aufgrund der Ausschreibungssystematik und der langjährigen und vertrauensvollen Zusammenarbeit schätzt die Geschäftsführung das Risiko einen Kunden vollständig zu verlieren als eher unwahrscheinlich ein.

6.2.3 Risiken der Ertragslage

Veränderungen des Konsumverhaltens, insbesondere sich ändernde Ansprüche des Kunden, stellen bedeutende Risiken dar. Um diese Veränderungen so früh wie möglich berücksichtigten zu können, wird der Vertrieb - der im permanenten Kundenkontakt steht - bei allen wesentlichen Sortimentsentscheidungen beteiligt.

Um attraktive und zeitgemäße Sortimente zu gewährleisten, unterhält die VICTOR-Gruppe Geschäftsbeziehungen zu einer Vielzahl ausgewählter Lieferanten und Hersteller. Durch langfristig ausgerichtete Lieferverträge und kontinuierliche Marktbeobachtungen werden Beschaffungsrisiken reduziert.

Der zunehmende Wettbewerb macht ein intensives Kostenmanagement erforderlich. Alle Aktivitäten werden einer regelmäßigen Bewertung unterzogen, um frühzeitig Trends zu erkennen und entsprechend auf diese reagieren zu können.

Neben dem für ein Handelsunternehmen üblichen Absatzrisiko bestehen darüber hinaus zurzeit Risiken auf der Beschaffungsseite aufgrund einer anhaltenden Konsolidierungswelle und Finanzierungsrisiken auf der Lieferantenseite, die sich auf die Ertragslage wesentlich auswirken könnten.

6.2.4 Risiken der Finanzierungs- und Liquiditätslage

Forderungsausfälle sind als unwesentlich zu betrachten. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über das Factoring oder über die eingeräumten Betriebsmittellinien. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, sind entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen worden. Darüber hinaus sind erkennbare Risiken im Zusammenhang mit bestehenden Verpflichtungen durch gebildete Rückstellung abgesichert.

Aufgrund der hohen Fremdkapitalausstattung sind insbesondere Risiken zu adressieren, die sich auf die Finanzlage der Gesellschaft auswirken könnten. Das Unternehmen überwacht aufgrund dessen die täglichen Zahlungsströme und insbesondere von und zu den Factoringegebern.

6.2.5 Informationstechnologische Risiken

Die zunehmende Integration der IT-Systeme in die Geschäftsprozesse, von der elektronischen Bestellung bis hin zur Verkaufsabwicklung, erhöht die Anforderungen an die IT. Darüber hinaus wird im Geschäftsjahr 2019 ein Update des aktuellen ERP-Systems durchgeführt. Die Abhängigkeit von der Verfügbarkeit, der Qualität der Daten und eines reibungslosen Starts der aktuellen IT-Projekte stellt ein wachsendes Risikopotenzial dar.

6.2.6 Weitere Risiken

Die Entwicklung der Gesellschaft könnte durch den Einfluss externer Faktoren, beispielsweise aus den Bereichen "Umweltschutz" und Arbeitssicherheit gefährdet werden. Umfassender Umweltschutz, hohe Sicherheitsstandards, Energiemanagement und Nachhaltigkeit haben für unser Unternehmen eine hohe Priorität. Aus diesem Grunde sind wir in der Unternehmensgruppe nach ISO 9001:2008 (Qualitätsmanagement), ISO 14001:2009 (Umweltmanagement), ISO 50001:2011 (Energiemanagement) sowie ISO 18001:2007 (Arbeitsschutz- und Gesundheitsschutz-Management) zertifiziert.

Die Beschaffung von Rohmaterialen außerhalb des Euroraums kann zu Währungsrisiken führen. Der Konzern versucht diesem Risiko durch Vertragsabschlüsse in EUR und durch die Minimierung von Beschaffungen in Fremdwährung entgegen zu wirken. Des Weiteren werden die Volatilitäten der Währungen im Rahmen der Angebotsabgaben weitestgehend berücksichtigt.

Aufgrund der hohen Fremdkapitalausstattung des Konzerns können Zinsrisken einen erheblichen Einfluss auf die Ertragskraft der einzelnen Konzerngesellschaften haben. Die Bonitätseinschätzung der Finanzierer spiegelt sich in der im Vergleich zum Marktumfeld hohen Zinslast der Gruppe wider. Das generelle Zinsumfeld war in den vergangenen Jahren auf einem stabilen niedrigen Niveau. Mit einer wesentlichen Veränderung des Zinsumfeldes wirkt aktuell nicht gerechnet. Die Risiken für die Unternehmensgruppe aus einer Veränderung des Zinsniveaus sind somit in der Planung berücksichtigt.

6.3 Chancenbericht

Das Chancenmanagement der VICTOR-Gruppe umfasst den systematischen Umgang mit Chancen und Potenzialen im Unternehmen. Es werden Chancen aus relevanten Markttrends systematisch aufbereitet und ganzheitlich diskutiert. Die hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen durch.

6.4 Gesamtaussage

Die VICTOR-Gruppe ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt. Unternehmerisches Handeln bedeutet stets, Chancen zu nutzen und die damit verbundenen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu kontrollieren. Das Risikomanagement ist darauf ausgerichtet, Gefahren für Vermögen, Ertrag oder Liquidität frühestmöglich zu erkennen, um angemessene und wirksame Maßnahmen zur Risikobewältigung oder -vermeidung zu treffen.

Wesentliche Ziele des Finanzmanagements sind die jederzeitige Liquidität der operativen Geschäftstätigkeit sicherzustellen und Risiken zu begrenzen.

Risiken der künftigen Entwicklung sieht man weiterhin in einem intensiven Wettbewerbsumfeld. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität im Zusammenhang mit einer bevorstehenden Refinanzierung sieht man sich für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet.

Die zukünftige Entwicklung der VICTOR-Gruppe wird wesentlich davon abhängig sein, dass die Sanierungsbemühungen weiterhin planmäßig voranschreiten und die Ertrags- und Liquiditätsplanung wie vorgesehen eintritt. Zudem wird die zukünftige Entwicklung davon abhängig sein, dass die derzeitigen Finanzierungspartner der Gruppe weiterhin mit ihrem Engagement in unveränderter Höhe zur Verfügung stehen. Hinweise, dass sich hier Änderungen ergeben könnten, haben sich nicht ergeben.

7. Prognose und Ausblick

Die im Rahmen des Sanierungskonzepts erarbeiteten Handlungsvorgaben befinden sich weiterhin plankonform in der Umsetzung. Zur weiteren Restrukturierung der VICTOR-Gruppe und zur Bereinigung des Bilanzbildes bei der VIC wurde mit Datum vom 08. Mai 2019 die Verschmelzung der RUP auf die VIC zum 01. Januar 2019 beschlossen.

Die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres 2019 verliefen zufriedenstellend und überplangemäß. So konnte bis Ende Juni 2019 bei im Vorjahresvergleich leicht rückläufigen Umsatzerlösen und verbesserter Margenentwicklung ein EBIT von TEUR 799 erzielt werden. Die Liquiditätsausstattung des Konzerns zum Datum der Unterzeichnung dieses Lageberichts ist zufriedenstellend. So steht dem Konzern per 16. Juli 2019 unter Berücksichtigung der Kontokorrentlinien eine freie Liquidität von TEUR 1.163 zur Verfügung.

Die VICTOR-Gruppe arbeitet intensiv an der Optimierung der Fokus-Sortimente. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Themen "Nachhaltigkeit", "Servietten", "Feuchte Tücher" und "Inkontinenzprodukte". Die VIC erwartet in den folgenden Geschäftsjahren eine positive Umsatzentwicklung, unter Berücksichtigung des Wettbewerbsumfeldes, jedoch mit einer leicht sinkenden Margenentwicklung.

Die Geschäftsführung geht für die VIC und die VICTOR-Gruppe für 2019 und 2020 von einem leicht steigenden Umsatzverlauf aus. Für 2019 sind auf Basis des Forecasts ein EBITDA deutlich über dem des Geschäftsjahres 2018 sowie ein nahezu ausgeglichenes Jahresergebnis vorgesehen. Die monatliche Liquiditätsplanung der VICTOR-Gruppe sieht für das laufende Geschäftsjahr 2019 auf Basis der gewährten Kontokorrentlinien jeweils freie Liquiditätsreserven vor.

Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft geht auf Basis der Entwicklung der ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres davon aus, dass die budgetierten Planergebnisse eintreten werden, und ist insofern trotz der erheblichen bilanziellen Überschuldung von dem Fortbestand des Konzerns überzeugt. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass, sollten sich wesentliche Abweichungen von den derzeitigen Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsplanungen ergeben, der Bestand der VICTOR-Gruppe gefährdet sein kann.

Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft erwartet ab 2020 durch den Ausbau von Bestandskunden, der sukzessiven Gewinnung von Neukunden und der Weiterentwicklung von neuen Produktbereichen eine Rückkehr in eine positive Ertragsstruktur.

 

Frechen, den 19. Juli 2019

Bernhard Josef Groß, Geschäftsführer

Davut Durak, Geschäftsführer

[1] Statista: Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland von 2007 bis 2018 und Prognose des ifo-Instituts bis 2020 (preis-, saison- und kalenderbereinigt, gegenüber Vorjahr)

[2] Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 018 vom 15. Januar 2019

[3] Statistisches Bundesamt: Europa - Wirtschaft und Finanzen vom 30. Januar 2019 und vom 21. März 2019

[4] Lebensmittelzeitung Ausgabe 16 vom 18. April 2019: "Deutsche Händler prägen Europa"

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2018

2018
T€
Vorjahr
T€
Konzernjahresfehlbetrag -1.382.609 -6.040.319
+ Abschreibungen auf Gegenstände des immateriellen und des    
Sachanlagevermögens 308.454 1.350.008
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Finanzanlagevermögens 23.135 1.922.033
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens 228.632 0
+/- Nicht zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds aus Fehlerkorrektur (IDW RS HFA 6) -158.491 0
- Abnahme der Rückstellungen -737.743 -273.412
-/+ Gewinn/Verlust aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 37.282 1.137.412
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. -2.052.764 3.039.068
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 568.535 465.992
- Zinserträge -35.308 -36.906
+ Zinsaufwendungen 1.064.689 669.868
- Sonstige Beteiligungserträge -143 -7.034
+ Ertragssteueraufwand 74 -24.640
-/+ Ertragssteuerzahlungen -74 24.640
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -2.136.331 2.226.711
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -28.831 -72.032
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -58.715 -390.479
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -255.527
+ Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 566.634
+ Erhaltene Zinsen 35.308 36.906
+ Erhaltene Dividenden 143 7.034
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -52.094 -107.465
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 1.000.000 0
+ Einzahlungen aus der Tilgung von Ausleihungen 1.070.662 0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten von Gesellschaftern 500.000 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -367.046 -1.271.330
- Gezahlte Zinsen -1.064.689 -669.868
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.138.927 -1.941.198
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -1.049.498 178.048
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -33.950 -211.998
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode -1.083.448 -33.950
31.12.2018
T€
31.12.2017
T€
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes    
Liquide Mittel 99.972 1.075.327
Kontokorrentverbindlichkeiten -1.183.420 -1.109.277
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -1.083.448 -33.950

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2018

Mutterunternehmen
Gesellschaftskapital
Gezeichnetes Kapital
T€
Eigene Anteile
T€
Summe
T€
Kapitalrücklage
T€
Gewinnrücklage
T€
Konzern-Bilanzverlust
T€
Stand 01.01.2017 100.000 -13.050 86.950 1.420.000 13.050 -1.073.638
Konzernjahresfehlbetrag 2017 0 0 0 0 0 -6.040.319
Stand 31.12.2017 100.000 -13.050 86.950 1.420.000 13.050 -7.113.957
Einlagen/Entnahmen der Gesellschafter 0 0 0 1.000.000 0 0
Anpassung Verlustvortrag aus Fehlerkorrektur (IDW RS HFA 6) 0 0 0 0 0 -158.491
Konzernjahresfehlbetrag 2018 0 0 0 0 0 -1.382.609
Stand 31.12.2018 100.000 -13.050 86.950 2.420.000 13.050 -8.655.056
Konzerneigenkapital
T€
Stand 01.01.2017 446.362
Konzernjahresfehlbetrag 2017 -6.040.319
Stand 31.12.2017 -5.593.957
Einlagen/Entnahmen der Gesellschafter 1.000.000
Anpassung Verlustvortrag aus Fehlerkorrektur (IDW RS HFA 6) -158.491
Konzernjahresfehlbetrag 2018 -1.382.609
Stand 31.12.2018 -6.135.056

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VICTORGROUP GmbH, Frechen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der VICTORGROUP GmbH, Frechen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der VICTORGROUP GmbH, Frechen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Die VICTOR-Gruppe befindet sich derzeit in einer Ertrags- und Liquiditätskrise, die wesentlich durch die inzwischen stillgelegte Tochtergesellschaft RUP mitverursacht wurde. Der Konzern ist zudem durch die negative Ergebnisentwicklung des vergangenen und des Berichtjahres mit T€ 6.135 bilanziell überschuldet.

Wir weisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter der Muttergesellschaft im Konzernlagebericht hin. Diese gehen auf Basis der Entwicklung der ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres 2019 davon aus, dass die budgetierten Planergebnisse 2019 und 2020 eintreten werden und sind insofern trotz der erheblichen bilanziellen Überschuldung von dem Fortbestand des Konzerns überzeugt. Sie sehen auf Basis der im Zusammenhang mit dem erstellten S6-Gutachten eingeleiteten Maßnahmen keine Hinweise auf eine aktuell wesentliche Bestandsgefährdung des Konzerns.

Nichtsdestotrotz weisen die gesetzlichen Vertreter der Muttergesellschaft darauf hin, dass die zukünftige Entwicklung der VICTOR-Gruppe wesentlich davon abhängig sein wird, dass die Sanierungsbemühungen weiterhin planmäßig voranschreiten und die Ertrags- und Liquiditätsplanung wie vorgesehen eintritt. Zudem wird die zukünftige Entwicklung davon abhängig sein, dass die derzeitigen Finanzierungspartner der Gruppe weiterhin mit ihrem Engagement in unveränderter Höhe zur Verfügung stehen. Hinweise, dass sich hier Änderungen ergeben könnten, haben sich auskunftsgemäß nicht ergeben.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Konzernanhang im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Abweichungen von der Bilanzierungsstetigkeit im Vergleich zum Vorjahreskonzernabschluss.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss ist diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern des Mutterunternehmens angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern des Mutterunternehmens angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern des Mutterunternehmens dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern des Mutterunternehmens zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

- Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, den 26. Juli 2019

HLB AUDITTEAM DORTMUND AG
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Schubert, Wirtschaftsprüfer

Peil, Wirtschaftsprüfer

Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 der VICTORGROUP GmbH, Frechen, wurde am 12. September 2019 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

12 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.