DB Verwaltungsgesellschaft WBN mbHLiquidiert

09111 Chemnitz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 23120
Vorher
LK Einhundertsechsundvierzigste Vermögensverwaltungs GmbHWBN Waggonbau Niesky GmbHDB Waggonbau Niesky GmbH
Eingetragen
15.11.2004
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Verwaltung eigenen Vermögens sowie die Betreuung der nachlaufenden Angelegenheiten aus der früheren operativen Tätigkeit der Gesellschaft.

Historie

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Management

NameRolle
Silke Schmidt
seit 16.1.2020
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Bundesrepublik Deutschland (Bundeseisenbahnvermögen)
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.525.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

DB Verwaltungsgesellschaft WBN mbH

Niesky

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

LAGEBERICHT

Angaben zur Unternehmensführung und zur Gesellschaft

Rahmenbedingungen

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Mitarbeiter

Nachhaltigkeit

Strategie

Weitere Informationen

Nachtragsbericht

Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Angaben zur Unternehmensführung und zur Gesellschaft

Die DB Verwaltungsgesellschaft WBN mbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht. Die Geschäftsführerin führt die Gesellschaft nach den Weisungen der Gesellschafterversammlung und im Rahmen von Gesetz, Satzung und Gesellschaftervertrag.

DieDB Verwaltungsgesellschaft WBN mbH (im Folgenden kurz "DB Verwaltungsgesellschaft WBN" oder "Gesellschaft"; vormals firmierend als "DB Waggonbau Niesky GmbH") ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft derDB FahrzeuginstandhaltungGmbH. Die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG und innerhalb des Deutsche Bahn Konzerns (DB-Konzern) dem Vorstandressort Personenverkehr zugeordnet. Die Organisationsstruktur des DB Konzerns besteht im Wesentlichen aus acht Geschäftsfeldern, die von der konzernleitenden Managementholding DB AG geführt werden. Die Anteile der DB AG befinden sich vollständig im Besitz der Bundesrepublik Deutschland.

Die Geschäftsfelder DB Fernverkehr, DB Regio und DB Arriva werden durch das Vorstandsressort Personenverkehr geführt. Die Geschäftsfelder DB Cargo und DB Schenker sind dem Vorstandsressort Finanzen, Güterverkehr & Logistik zugeordnet. Die Geschäftsfelder DB Netze Fahrweg, DB Netze Personenbahnhöfe und DB Netze Energie werden durch das Vorstandsressort Infrastruktur geführt.

Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung eigenen Vermögens sowie die Betreuung der nachlaufenden Angelegenheiten aus der früheren operativen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft.

Während des Berichtsjahres 2018 ist kein operatives Geschäft angefallen.

Rückblick:

Der Vorstand der Deutschen Bahn AG hat in seiner Sitzung am 29.04.2014 dem Verkauf des Geschäftsbetriebes der DB Waggonbau Niesky GmbH zugestimmt. Alle Anlagen und sonstigen Produktionsmittel (gesamter Geschäftsbetrieb) wurden auf eine neue Tochtergesellschaft der DB Waggonbau Niesky GmbH übertragen, die unter WBN Waggonbau Niesky GmbH firmiert. Anschließend wurden alle Geschäftsanteile der DB Waggonbau Niesky GmbH an der WBN Waggonbau Niesky GmbH an einen konzernexternen Investor verkauft. Alle Anlagen und sonstigen Produktionsmittel (gesamter Geschäftsbetrieb) der DB Waggonbau Niesky GmbH wurden in die WBN Waggonbau Niesky GmbH übergeleitet. Der Rechtsmantel der DB Waggonbau Niesky GmbH - jetzt DB Verwaltungsgesellschaft WBN mbH - verbleibt bei der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH. Die Transaktion wurde am 09. Juli 2014 abgeschlossen.

Durch den Jahresverlust von -13 T€ wird am Bilanzstichtag ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von -26.241 T€ ausgewiesen. Zur Vermeidung eines insolvenzauslösenden Tatbestandes ist die DB AG unwiderruflich und unbefristet mit ihren gegenwärtigen und künftigen Forderungen gegen die DB Verwaltungsgesellschaft WBN aus dem Cash Pooling hinter alle gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller anderen Gläubiger der Gesellschaft zurückgetreten (Rangrücktritt). Dies gilt insbesondere für künftige bestehende Forderungen aus einer etwaigen Erweiterung der Kreditlinie für das Cash Pooling. Der von der DB AG gewährte Verfügungsrahmen für die DB Verwaltungsgesellschaft WBN aus der Rahmenvereinbarung über Cash Pooling beträgt 26,5 Mio. €.

Rahmenbedingungen

Wirtschaftliches Umfeld

Der Erfolg unserer Aktivitäten wird auch durch die konjunkturelle Entwicklung in unserem Heimatmarkt Deutschland beeinflusst. Eine weiterhin solide steigende Beschäftigung und höhere Realeinkommen trotz anziehender Inflation bedeuteten im Berichtsjahr ein grundsätzlich positives Umfeld für den deutschen Schienenpersonenverkehr. Neben Impulsen aus der insgesamt kräftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung profitierte der deutsche Schienengüterverkehr 2018 unter anderem von dem Wegfall der Einschränkung im Zusammenhang mit der mehrwöchigen Sperrung der Rheintalbahn im Vorjahr. Belastend wirkte sich hingegen der deutliche Rückgang bei den Kohletransporten aus.

Entwicklung auf den relevanten Märkten

Die Gesellschaften des DB-Konzerns, die Servicefunktionen haben und vor allem konzerninterne Dienstleistungen anbieten, generieren durchschnittlich rund 90 % ihres Umsatzes mit Gesellschaften des DB-Konzerns und sind daher im Wesentlichen von der Entwicklung der Gesellschaften im Schienenpersonen- und -Güterverkehr sowie der Infrastrukturbereiche des DB- Konzerns abhängig. Insgesamt bleibt die Wettbewerbssituation dieser Gesellschaften des DB-Konzerns angespannt.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Mit Wirkung zum 09. Juli 2014 wurde der Geschäftsbetrieb an einen konzernexternen Investor veräußert und damit die operative Geschäftstätigkeit eingestellt. Im Jahr 2018 wurden lediglich Sachverhalte bilanziert, die der Abwicklung der Gesellschaft dienten bzw. zur Aufrechterhaltung des Rechtsmantels notwendig waren.

Umsatzentwicklung

Im Jahr 2018 wurde kein Umsatz getätigt. Der Geschäftsbetrieb ist eingestellt.

Ergebnisentwicklung

Im Geschäftsjahr wurde keine Leistung erbracht.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von -13 T€ hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 50 T€ verbessert. Damit ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von -26.241 T€.

Abweichungen von der prognostizierten Ertragslage

Die Entwicklung der Gesellschaft im Berichtsjahr entspricht im Wesentlichen der im Lagebericht zum Geschäftsjahr 2017 abgegebenen Prognose für die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Finanzlage

Durch die Einbindung in den DB-Konzern kann die DB Verwaltungsgesellschaft WBN die Refinanzierungsmöglichkeiten des DB-Konzerns nutzen. Das Finanzmanagement-System des DB-Konzerns ist im Konzernlagebericht des DB-Konzerns ausführlich beschrieben.

Das Treasury-Zentrum für den DB-Konzern ist in der DB AG angesiedelt. Hierdurch wird sichergestellt, dass alle DB-Konzerngesellschaften zu optimalen Bedingungen Finanzmittel aufnehmen und anlegen können. Vor der DB-konzernexternen Beschaffung von Finanzmitteln wird ein Finanzmittelausgleich innerhalb des DB-Konzerns vorgenommen. Mit diesem Konzept sichert der DB-Konzern einen bereichsübergreifenden Risiko- und Ressourcenverbund. Für den DB-Konzern sowie die DB Verwaltungsgesellschaft WBNliegen die Vorteile in der Bündelung von Know-how, der Realisierung von Synergieeffekten sowie in der Minimierung der Refinanzierungskosten.

Die Kreditwürdigkeit des DB-Konzerns wird von den Rating-Agenturen S&P Global Ratings (S&P) und Moody's laufend überprüft. Beide Agenturen haben im Berichtsjahr Updates zu den Einschätzungen der DB AG veröffentlicht und die Rating-Einstufungen und den Ausblick unverändert gelassen (S&P: AA-, Ausblick stabil; Moody's: Aa1, Ausblick stabil). Details zu den Rating-Einstufungen der DB AG sind online verfügbar.

Im Rahmen der DB-Konzernfinanzierung hat die DB Verwaltungsgesellschaft WBN per 31. Dezember 2018 eine zugesagte DB-konzerninterne Kreditlinien in Höhe von 26,5   Mio. €. Diese wurden zum Bilanzstichtag mit 26,2 Mio. € in Anspruch genommen. Die Finanzierungskonditionen im Rahmen der DB-Konzernfinanzierung haben sich für die DB Verwaltungsgesellschaft WBN im Berichtsjahr nicht wesentlich verändert. Nur durch diese Refinanzierungsmöglichkeiten und die in diesem Zusammenhang während des Geschäftsjahres 2016 von 25,5 Mio. € auf 26,5 Mio. € erweiterte Kreditlinie konnte die Liquidität der DB Verwaltungsgesellschaft WBN im Geschäftsjahr 2018 und danach sichergestellt werden.

Bilanzstruktur

Im Geschäftsjahr hat sich die Bilanzsumme um 17 T€ auf 26.253 T€ erhöht.

Durch die Veräußerung aller für den operativen Geschäftsbetrieb erforderlichen Vermögenswerte und Schuldposten im Jahr 2014 stehen dem zum 31. Dezember 2018 ausgewiesenen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag vor allem die vom Rangrücktritt erfassten Verbindlichkeiten aus dem Cash Pooling der DB AG gegenüber.

Es werden zum Bilanzstichtag keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Durch den Jahresverlust von -13 T€ wird am Bilanzstichtag ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 26.241 ausgewiesen.

Die Eigenkapitalquote beträgt unverändert 0,0 %. Damit beträgt der Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital ebenfalls unverändert 100,0 %.

Bilanzstruktur
in % der Bilanzsumme
31.12.2018 31.12.201 7
Aktiva
Anlagevermögen 0,0 0,0
Umlaufvermögen 0,0 0,0
nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 100,0 100,0
100,0 100,0
Passiva
Eigenkapital 0,0 0,0
Sonderposten 0,0 0,0
Rückstellungen 0,1 0,1
Verbindlichkeiten 99,9 99,9
Zinspflichtige Verbindlichkeiten (99,9) (99,9)
100,0 100,0
Bilanzsumme in T€ 26.253 26.236

Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter der DB Verwaltungsgesellschaft WBN mbH belief sich zum 31. Dezember 2018 auf null.

Nachhaltigkeit

Mit der Strategie DB2020 hat der DB-Konzern einen rahmengebenden Ansatz geschaffen, der die Dimensionen Ökonomie, Soziales und Ökologie miteinander in Einklang bringt, um nachhaltigen Unternehmenserfolg und gesellschaftliche Akzeptanz sicherzustellen.

Der dreidimensionale Ansatz der Nachhaltigkeit ist nicht nur über die strukturelle Organisation und das DB-Konzernzielsystem sowie die Geschäftsfeldzielsysteme, sondern auch über das Leitbild und in den Konzernrichtlinien im DB-Konzern verankert. Das Leitbild des DB Konzerns (>Wir gestalten Fortschritt und Zukunft<) beschreibt seinen Gestaltungsanspruch, übergeordnete Ziele und Wege zu deren Erreichung. Das Leitbild gibt den Mitarbeitern im DB-Konzern Orientierung für ihr unternehmerisches Handeln und bildet die Basis für die DB-konzernübergreifende Zusammenarbeit und Identifikation. Gleichzeitig steht es für die strategische Ausrichtung des DB-Konzerns. Die Strategie DB2020+ mit dem verstärkten Fokus auf Qualität bildet den Kern des Leitbilds. Richtschnur ist dabei der Nachhaltigkeitsansatz als strategischer Rahmen, mit der Zielsetzung, den Einklang der Dimensionen Ökonomie, Soziales und Ökologie zu erreichen.

Ergänzende Informationen zum Thema Nachhaltigkeit sind online verfügbar. Dort wird umfassend dargestellt, welche Beiträge zu einer nachhaltigen Gesellschaft der DB-Konzern als wichtiger Anbieter von Mobilitäts- und Logistikdienstleistungen sowie als einer der größten Arbeitgeber, Ausbilder und Auftraggeber Deutschlands leistet.

Zum Thema Nachhaltigkeit wird zudem im Konzernlagebericht des DB-Konzerns ausführlich

Stellung genommen. Von den Erläuterungen zu § 289 Abs. 3 HGB (Nachhaltigkeitsbericht) wird

in diesem Bericht daher abgesehen.

Strategie

Die DB Verwaltungsgesellschaft WBN verbleibt als Rechtsmantel bei der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH. Die Gesellschaft dient zur Abwicklung der verbleibenden Geschäftstätigkeiten.

Nachtragsbericht

Nach Schluss des Berichtszeitraums sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die DB Verwaltungsgesellschaft WBN eingetreten.

Chancen- und Risikobericht

Die DB Verwaltungsgesellschaft WBN ist nicht mehr operativ tätig. Die Geschäftspolitik des DB-Konzerns zielt sowohl auf die Wahrnehmung von Chancen als auch im Rahmen des Risikomanagements auf eine aktive Steuerung identifizierter Risiken. Die hierfür notwendige Informationsaufbereitung erfolgt bei der DB Verwaltungsgesellschaft WBNim integrierten Risikomanagementsystem, das an den gesetzlichen Anforderungen ausgerichtet ist. Dieses System wird kontinuierlich weiterentwickelt.

Chancen aus eigenen Maßnahmen

Die DB Verwaltungsgesellschaft WBN ist bis auf weiteres nicht mehr operativ tätig.

Wesentliche Risiken und Maßnahmen zu ihrer Begrenzung

Mit Datum vom 9. Mai 2019 sind zum nachstehenden, in den Vorjahren umfangreich erläuterten Sachverhalt, die aufhebenden Steuerbescheide eingegangen. Für das Geschäftsjahr 2008 resultiert gemäß Steuerbescheid vom 9.Mai 2019 eine Steuererstattung in Höhe von 294.409,86 Euro. Für die Folgejahre rechnet die Geschäftsführung mit weiteren Steuererstattungen.

Der nachfolgende Text dient der historischen Beschreibung. Die Risiken der DB Verwaltungsgesellschaft WBN mbHlagen vor allem im steuerlichen Bereich :

Steuerliche Risiken bestehen hinsichtlich einer drohenden Steuerbelastung auf den im Geschäftsjahr 2008 angefallenen Sanierungsgewinnen in Höhe von 151.641 T€, für die die Gesellschaft keine Rückstellung gebildet hat.

An dieser Auffassung hält die Geschäftsführung trotz der am 4. Januar 2011 bzw. 8. September 2011 ergangenen Steuerbescheide für den Veranlagungszeitraum 2008 fest, aus denen sich Steuernachzahlungen für die DB Verwaltungsgesellschaft WBN mbH in Höhe von 45.758 T€ ergeben und die bis zum 30. Juni 2018 bzw. bis zur endgültigen Klärung des steuerlichen Sachverhaltes gestundet sind.

Der Erlass dieser Bescheide wird vom Finanzamt mit der Überlagerung des Sachverhalts mit der im Rahmen des Bürgerentlastungsgesetzes erfolgten Neuregelung des § 8 c KStG begründet. Danach muss ein vorhandener steuerlicher Verlustvortrag nach einem Beteiligungserwerb nicht untergehen, wenn der Beteiligungserwerb zum Zwecke der Sanierung erfolgt. Die Neuregelung des § 8 c KStG wurde jedoch durch die Entscheidung der Europäischen Kommission vom 26. Januar 2011 als Verstoß gegen die europäischen Beihilferegelungen gewertet. Deutschland hat gegen diese Entscheidung am 7. April 2011 Nichtigkeitsklage beim Europäischen Gerichtshof eingereicht. Mit Beschluss des Europäischen Gerichtshofs vom 18. Dezember 2012 wurde die Klage aus formalen Gründen abgewiesen. Die Bundesrepublik Deutschland ist jedoch mehreren zu § 8 c KStG erhobenen Privatklagen von Unternehmen beigetreten, die noch vor der 8. Kammer des Europäischen Gerichtshofs verhandelt werden. Da die Klageeinreichung keine aufschiebende Wirkung hat, musste der Beschluss der Europäischen Kommission zunächst umgesetzt werden. Sollten die genannten Klagen erfolgreich sein, könnte die Sanierungsklausel wieder Anwendung finden. Falls dieser Fall eintritt, würde der Sanierungsgewinn von 151.641 T€ vollständig mit höheren Verlustvorträgen verrechnet werden. Eine abweichende Steuerfestsetzung aus sachlichen Billigkeitsgründen für den Veranlagungszeitraum 2008, die vom Finanzamt Görlitz und der Gemeinde Niesky 2008 in der Weise zugesagt wurde, dass der entstandene Sanierungsgewinn nicht zu einer Steuerbelastung der DB Verwaltungsgesellschaft WBN mbH führen soll, wäre dann nicht mehr erforderlich. Anderenfalls geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich das Finanzamt Görlitz und die Gemeinde Niesky an die im Jahr 2008 erfolgten Zusagen hält und eine Steuerfreiheit auf den Sanierungsgewinn im Rahmen einer abweichenden Steuerfestsetzung aus Billigkeitsgründen gewährleistet ist.

Neuentwicklung 2019:

Nach mündlicher Mitteilung des Finanzamtes Görlitz im Januar 2019 wird die Veranlagung des Jahres 2008 so geändert werden, dass keine Nachzahlung bestehen bleibt.

Der verbleibende Verlustvortrag von rd. 6 Mio. € zum 31. Dezember 2008 wird bestehen bleiben und mit den gezahlten Steuern 2009-2011 größtenteils verrechnet werden können.

Die Erstattungsbeträge sind derzeit auf Grund der fehlenden Vorlage der vorläufigen Berechnung des Finanzamtes Görlitz noch nicht bekannt.

Bewertung der derzeitigen Risikoposition

Im Berichtsjahr lagen die Risiko-Schwerpunkte der DB Verwaltungsgesellschaft WBN unverändert imBereich der Steuern.

Prognosebericht

Konjunkturelle Aussichten

In Deutschland wird das Wirtschaftswachstum 2019 voraussichtlich etwa auf dem Niveau des Vorjahres bleiben. Die Beschäftigung sollte auf hohem Niveau weiter zunehmen, allerdings nur noch leicht. Die Anlageninvestitionen sollten weiter kräftig steigen. Der Außenbeitrag wird allerdings sinken, da die Importe voraussichtlich stärker wachsen als die Exporte.

Entwicklung wesentlicher Rahmenbedingungen

Aus den Rahmenbedingungen erwarten wir für das Jahr 2019 keine wesentlichen Auswirkungen auf unser Geschäft.

Voraussichtliche Entwicklung der DB Verwaltungsgesellschaft WBN mbH im Geschäftsjahr 2019

Aus heutiger Sicht verwaltet die Gesellschaft im Jahr 2019 weiterhin die Restgeschäfte aus dem Verkauf im Jahr 2014.

Durch die Einstellung der operativen Geschäftstätigkeit rechnet die WBN für das Geschäftsjahr 2019 nicht mehr mit hohen Aufwendungen. Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend genannten Vorbehalten.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der DB Verwaltungsgesellschaft WBNbeziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen.

Die DB Verwaltungsgesellschaft WBN übernimmt keine Verpflichtung, die hierin enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

 

Niesky, den 24.06.2019

Silke Schmidt
Geschäftsführerin

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018 31.12.2017
  Anhangpos. T€ % T€ %
A. Umlaufvermögen          
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2) 12 0,0 8 0,0
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und
Schecks
  0 0,0 0 0,0
    12 0,0 8 0,0
B. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   26.241 100 26.228 100,0
    26.253 100,0 26.236 100,0

Passiva

31.12.2018 31.12.2017
  Anhangpos. T€ % T€ %
A. Eigenkapital          
Gezeichnetes Kapital (3) 1.525 5,8 1.525 5,8
Kapitalrücklage (4) 8.575 32,7 8.575 32,7
Gewinnrücklage (5) 228 0,9 228 0,9
Verlustvortrag/Gewinnvortrag   -36.556 -139,2 -36.493 -139,1
Jahresfehlbetrag   -13 -0,1 -63 -0,2
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   26.241 100,0 26.228 100,0
    0 0,0 0 0,1
B. Rückstellungen (6) 17 0,1 20 0,1
C. Verbindlichkeiten (7) 26.236 99,9 26.216 99,9
    26.253 100,0 26.236 100,1

Gewinn- und Verlustrechnung
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

    2018 2017
  Anhang-pos. T€ T€
Sonstige betriebliche Aufwendungen (8) -13 -62
Zinsergebnis (9) 0 -1
Ergebnis nach Steuern/ Jahresfehlbetrag   -13 -63

Anhang für
das Geschäftsjahr 2018

Die Gesellschaft unterliegt dem deutschen Handelsrecht. Sie ist eine Kleinstkapitalgesellschaft, die den Jahresabschluss nach den Vorschriften einer großen Kapitalgesellschaft aufstellt, und wie folgt im Handelsregister eingetragen:

Firmenname: DB Verwaltungsgesellschaft WBN mbH
Firmensitz: Niesky
Registergericht: Amtsgericht Dresden
Handelsregister-Nummer:HRB 23120

Der Jahresabschluss der DB Verwaltungsgesellschaft WBN mbH, Niesky (im Folgenden: "DB Verwaltungsgesellschaft WBN" oder "Gesellschaft") ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des GmbH Gesetzes in der jeweils aktuell gültigen Fassung sowie der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind gesetzlich vorgesehene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zusammengefasst.

Der Anhang enthält die erforderlichen Einzelangaben und Erläuterungen.

Voranzustellen ist, dass die DB Verwaltungsgesellschaft WBN aus der DB Waggonbau Niesky GmbH, Niesky hervorgegangen ist. Der Geschäftsbetrieb der DB Waggonbau Niesky GmbH wurde nach einem Vorstandsbeschluss vom 29. April 2014 an einen konzernexternen Investor verkauft. Die Verkaufstransaktion wurde zum 9. Juli 2014 abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2015 wurde der Geschäftsbetrieb eingestellt. Alle anfallenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind reine Abwicklungs- bzw. Fixkosten. Aus genannten Gründen wurde der Jahresabschluss unter Abkehr vom Grundsatz der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2018 bilanziell überschuldet. Zur Vermeidung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung hat die DB AG, Berlin, gegenüber der Gesellschaft eine Erklärung abgegeben, wonach diese unwiderruflich und unbefristet mit ihren gegenwärtigen und künftigen Forderungen gegen die DB Verwaltungsgesellschaft WBN aus dem Cash Pooling hinter alle gegenwärtigen und künftigen Forderungen aller anderen Gläubiger der DB Verwaltungsgesellschaft zurücktritt (Rangrücktritt).

Nachführend aufgeführte Bilanz- und Bewertungsmethoden stellen die theoretische Abbildung im Konzern Deutsche Bahn AG dar, welche unter regulären Geschäftsbedingungen Anwendung finden würden.

(1) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Erkennbaren insolvenz- oder bonitätsbedingten Risiken wird durch Einzel- bzw. pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Pauschalwertberichtigungen werden in Höhe von 1% des Nettoforderungsbetrages gebildet.

Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken Rechnung. Steuerrückstellungen auf den im Geschäftsjahr 2008 entstandenen Sanierungsgewinn (T€ 151.641) werden unverändert zum Vorjahr nicht gebildet, weil die Geschäftsführung davon ausgeht, dass sich das Finanzamt Görlitz und die Gemeinde Niesky an die in 2008 erfolgten Zusagen hält und eine Steuerfreiheit auf den Sanierungsgewinn im Rahmen einer abweichenden Steuerfestsetzung aus Billigkeitsgründen gewährleistet ist. Hinsichtlich weiterer Erläuterungen wird auf den Lagebericht, Abschnitt Chancen- und Risikobericht verwiesen.

Soweit Aufwendungen wahrscheinliche aber ihrem Eintrittszeitpunkt nach unbestimmte Verpflichtungen gegenüber Dritten darstellen, werden sie bei den sonstigen Rückstellungen bilanziert.

Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen werden auf Vollkostenbasis ermittelt. Risiken für nicht abgeschlossene Schadensfälle und Prozesse werden grundsätzlich erst ab einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 50% erfasst.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst. Aufwendungen und Erträge aus Änderungen des Abzinsungssatzes und Zinseffekte geänderter Schätzungen der Restlaufzeit werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Die DB Verwaltungsgesellschaft WBN hat unter Beachtung der Vorschriften des § 274 HGB keine latenten Steuern bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz

(2) Forderungen

Die Forderungen weisen zum 31. Dezember 2018 einen Bestand von 12 T€ aus; diese Forderung resultiert aus Umsatzsteuer.

(3) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 1.525 T€. Die Anteile werden von der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH, Frankfurt am Main, gehalten.

( 4 ) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage weist per 31. Dezember 2018, unverändert zum Vorjahr, einen Betrag in Höhe von 8.575 T€ aus. Sie resultiert aus geleisteten Einlagen der Gesellschafterin.

(5 ) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen betreffen andere Gewinnrücklagen und weisen per 31. Dezember 2018 einen Betrag in Höhe von unverändert 228 T€ aus.

(6) Rückstellungen

in T€ 2018 2017
Steuerrückstellungen - -
Sonstige Rückstellung - Einzelposten -
Verpflichtungen aus Beratungs- und Prüfungsleistungen
17 20
Insgesamt 17 20

Bei der Deutsche Bahn AG, Berlin, ist zentral eine Rückstellung für Archivierungskosten gebildet.

(7) Verbindlichkeiten

in T€ 2018 davon mit Restlaufzeit 2017
bis
1 Jahr
1 bis 5
Jahre
Über
5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
- (-) (-) (-) 25
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
26.236 26.236 (-) (-) 26.191
Sonstige Verbindlichkeiten - (-) (-) (-) -
davon aus Steuern (-) (-) (-) (-) (-)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (-) (-) (-) (-) (-)
Insgesamt 26.236 26.236 (-) (-) 26.216
davon zinspflichtig (26.236) (26.236) (-) (-) (26.191)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling in Höhe von 26.236 T€ (im Vorjahr: 26.191 T€), gegenüber der DB ML AG. Diese Verbindlichkeiten sind von einer Rangrücktrittserklärung des Darlehensgebers erfasst. Hinsichtlich weiterer Erläuterungen wird auf den Lagebericht verwiesen.

(8) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die DB Verwaltungsgesellschaft WBN weist zum Bilanzstichtag keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus, der Wert ist 0 € (im Vorjahr: 0 €).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in T€ 2018 2017
Zuführung zu Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten -
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 13 61
Gebühren und Beiträge - 1
Sonstige bezogene Dienstleistungen - -
davon bezogene IT-Leistungen (-) (-)
davon Sonstige Serviceleistungen (-) (-)
Aufwendungen aus Schadenersatz - -
Übrige Aufwendungen - -
davon sonst. bezogene Ware zur Weiterberechnung (-) (-)
davon Aufwendungen für Umlagen und Managementverträge (-) (-)
davon sonstiger personalbezogener Aufwand (-) (-)
davon Währungskursverluste (-) (-)
davon Sonstige übrige Aufwendungen (-) (-)
Insgesamt 13 62
davon periodenfremd (-) (-)

(10 ) Zinsergebnis

in T€ 2018 2017
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - -
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen - -1
davon an verbundene Unternehmen (-) (-1)
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen (-) (-)
Insgesamt - -1

Sonstige Angaben

( 11 ) Konzernzugehörigkeit

Die DB Verwaltungsgesellschaft WBN ist Tochterunternehmen der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH und wird in den für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufgestellten Konzernabschluss der DB AG, Berlin, als oberstes Mutterunternehmen einbezogen, der entsprechend den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird.

Entsprechend der Befreiungsregelung des § 291 HGB wurde kein Teilkonzernabschluss erstellt.

Der Konzernabschluss der DB AG wird beim Bundesanzeiger bekannt gemacht und ist unter www.bundesanzeiger.de erhältlich. Der Teilkonzernabschluss der DB ML AG wird nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht.

(12) Mitglieder und Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2018 an

 

Silke Schmidt, Geschäftsführerin (seit 18.07.2014), Chemnitz

Die Bezüge der Geschäftsführer werden im Rahmen der Managementverträge durch die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbHin Form von Pauschalen in Rechnung gestellt und sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Somit entfallen die Angaben nach § 285 Nr.9 HGB.

Die DB Verwaltungsgesellschaft WBN beschäftigt keine Mitarbeiter.

( 13 ) Honorare des Abschlussprüfers

Auf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers der Gesellschaft wurde verzichtet, da diese Angaben im Konzernabschluss der DB AG enthalten sind.

(14 ) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gemäß § 285 Nr. 33 HGB lagen nicht vor.

(15) Ergebnisverwendung

Die DB Verwaltungsgesellschaft WBN schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresverlust von 13 T€ ab. Die Geschäftsführung empfiehlt, den Jahresverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Niesky, den 24.06.2019

Silke Schmidt
Geschäftsführerin

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde am 13. August 2019 festgestellt.

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