Stammdaten

Register
Amtsgericht Bamberg HRB 4735
Eingetragen
21.11.2002
Branche
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen GrundstoffenGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von pharmazeutischen Präparaten sowie branchenähnlicher und zugehöriger Artikel

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Burghardt Nestmann
seit 21.11.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Burghardt Nestmann
96199 Zapfendorf
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nestmann Pharma GmbH

Zapfendorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Nestmann Pharma GmbH, Zapfendorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und Vertrieb von pharmazeutischen Präparaten sowie von Nahrungsergänzungsmitteln.

Die pharmazeutische Industrie in Deutschland stellte 2023 pharmazeutische Erzeugnisse im Wert von 37,60 Mrd. Euro her.

Die Produktion ist seit 2020, nach einem auf Sondereffekte einer massiven kurzzeitigen Produktionsverlagerung und deren Rückabwicklung in 2018 und 2019 zurückzuführenden Rückgang, wieder gewachsen. Der positive Trend der letzten Jahre hat sich nun abgeschwächt. Die Produktion ist in 2023 lediglich um 0,5 % gegenüber 2022 gestiegen. Die inländische Produktion hängt maßgeblich von den Preisen, den Arzneimittelimporten sowie der Exportnachfrage ab.

Die Beschäftigtenzahlen der amtlichen Statistik zeigen, dass im Jahr 2023 insgesamt 132.660 Personen in Unternehmen beschäftigt waren, die pharmazeutische Erzeugnisse herstellen. Obwohl in 2023 das Bruttoinlandsproduktes -0,3 % zurückgegangen ist, blieb der deutsche Gesamtarbeitsmarkt stabil. Dies kann zum einen auf einen Überhang der Erwerbstätigkeit aus dem Vorjahr zurückgeführt werden. Außerdem neigen derzeit die Unternehmen aufgrund der demografischen Herausforderungen dazu, Fachkräfte zu halten, obwohl sie vielleicht nicht vollumfänglich ausgelastet sind.

Aus der Bundesrepublik Deutschland wurden im Jahr 2023 Pharmazeutika im Wert von 113,1 Mrd. Euro ausgeführt. Dies entspricht einem Rückgang von 7,2 % gegenüber dem Vorjahr. Zur gleichen Zeit wurden pharmazeutische Erzeugnisse im Wert von 74,3 Mrd. Euro in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. In 2023 sanken die Importe um 10,9 % gegenüber 2022. USA, Schweiz und Irland waren im letzten Jahr die Hauptlieferanten pharmazeutischer Erzeugnisse nach Deutschland.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz konnte in diesem Jahr knapp nicht an das Vorjahresergebnis anschließen und ist um 8,59% niedriger ausgefallen. Der Material- bzw. Wareneinsatz hat sich wieder etwas im Gegensatz zum Vorjahr normalisiert (24,78 %), dennoch herrschen weiterhin ansteigende Einkaufspreise im Markt. Das Jahresergebnis hat sich zwar deutlich verbessert (+ 75,01%), liegt aber dennoch auch im Jahr 2023 im negativen Bereich.

Sortiment

Unsere Sortimentspalette hat sich im abgelaufenen Jahr gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Die in den letzten drei Jahren vorgenommene Neugewichtung der einzelnen Segmente - mit besonderen Augenmerk auf die Sparte Nahrungsergänzungsmittel - wurde fortgeführt.

Beschaffung

Das Geschäftsjahr war geprägt von steigenden Einkaufspreisen im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe inkl. Frachtraten und sonstigen Bezugsnebenkosten. Der Import aus dem asiatischen und europäischen Raum wurde weiter aufrechterhalten bzw. leicht gesteigert. Die Preisvolatilität im Beschaffungssektor hat deutlich zugenommen, teilweise werden unangekündigte Preissteigerungen vorgenommen, die Marge sinkt dann enorm und der Anstieg kann, wenn überhaupt, nur zeitverzögert weitergegeben werden.

Investitionen

Die im Geschäftsjahr 2012-2013 durchgeführte Investition in ein neues Firmengebäude war hinsichtlich der Firmenentwicklung u.a. Berücksichtigung der Anforderungen durch die Zertifizierung nach dem GMP-Verfahren, dringend notwendig. Unter guter Herstellungspraxis (engl. Good Manufacturing Practice, Abk. GMP) versteht man Richtlinien zur Qualitätssicherung der Produktionsabläufe und -umgebung in der Produktion von Arzneimitteln und Wirkstoffen. Seit dem Jahr 2021 sind keine wesentlichen und nennenswerten Investitionen mehr vorgenommen worden und sind auch nicht bis auf Weiteres geplant.

Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die kleineren und standardmäßigen Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr erforderten keine Neuaufnahme von Bankkrediten.

Umweltschutz

Bei der Abfallentsorgung wird schon seit Jahren auf die Trennung der anfallenden Abfälle in Wert- und Reststoffe geachtet. Aus Umweltgründen bestehen keine Schadensersatzansprüche gegen die Unternehmung.

B. Darstellung der Lage

Ertragslage

Die Ertragslage ist derzeit gekennzeichnet von vorgenommenen Preisanpassungen und dennoch ansteigenden Einkaufpreisen inkl. der Beschaffungsnebenkosten. Die Materialaufwandsquote ist auf 24,78% gesunken (VJ: 30,84%), das Rohergebnis dadurch auf 79,4 % (VJ: 70,4 %) angestiegen.

Die Personalkosten sowie die Anzahl unserer Mitarbeiter unterlagen gegenüber dem Vorjahr marginalen Schwankungen (+4,30%).

In einigen Teilen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen mussten wir, trotz konsequenten Controllings, leichte Steigerungen hinnehmen, was zum einen größtenteils der Preissteigerungen im Allgemeinen geschuldet ist. In der Gesamtsumme sind die Ausgaben für die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aber gestiegen. (+9,12%).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat leicht abgenommen. Diese Entwicklung ist auf der Passivseite vor allem dem Jahresergebnis geschuldet. Auf der Aktivseite erfolgte eine Umschichtung von Wertanlagen vom Umlauf- in das Anlagevermögen. Erhebliche Minderungen im Forderungsbestand (- 32,49%) und vor allem wesentlich niedrigeren Steuererstattungsansprüche sind hier ebenfalls zu nennen.

Der Finanzmittelstand (flüssige Mittel) ist im Geschäftsjahr 2023 erneut leicht gesunken (- 9,28%), was an einem Invest in Finanzanlagen begründet ist.

Die Finanzlage darf für Branchenverhältnisse dennoch als äußerst geordnet bezeichnet werden. Die Eigenkapitalquote ist mit 89% für sich sprechend.

C. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Risikopolitik der Berichtsfirma wird dabei durch die Maxime bestimmt, Chancen zu künftigen Erfolgen zu nutzen, wenn die damit verbundenen Risiken kontrollierbar erscheinen und ein adäquater Mehrwert geschaffen werden kann.

Risiken

Während die Industrie von multiplen Krisen - einer schwächelnden Weltwirtschaft, Inflation, Rohstoffpreissprüngen, Lieferengpässen sowie den Auswirkungen des Russland-Ukrainekriegs, der Energiekrise und des Fachkräftemangels - betroffen ist, steigt die Regulierungsdichte in der Branche. Für Unternehmen am Standort Deutschland wird es immer schwieriger, die jährlich wachsende Zahl an Aufgaben und Ausgaben zu refinanzieren.

Im Jahr 2022 stiegen die Erzeugerpreise um 32,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an - ein Negativ-Rekordwert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1949. Die Prognosen des ifo-Instituts lassen jedoch auf eine nachlassende Inflation für das Jahr 2024 hoffen. Die gestiegenen Kosten für die Arzneimittelproduktion kann die Industrie allerdings aufgrund einer Vielzahl an neuen und politisch regulierten Preismechanismen nicht kompensieren.

Die aktuellen Auswertungen des Verbandes der Chemischen Industrie bescheinigen der pharmazeutischen Industrie den Spitzenplatz bei der Forschungsintensität:

Mit Re-Investitionen von rund 16 % vom Branchenumsatz in Forschung und Entwicklung (F&E) toppt die Branche den Fahrzeugbau und die Elektroindustrie deutlich.

Chance

Die Erhebung, Aufbereitung und Verwertung von Gesundheits- bzw. Krankheitsdaten ist wesentlicher Bestandteil moderner Medizin und insbesondere Arbeitsgrundlage der forschenden Pharma-Unternehmen.

Die Aufschlüsselung der Genome (Genomsequenzierung) und der Einsatz von diagnostischen Tests (Biomarker Identifikation; Molekulardiagnostik) durch Big Data-Anwendungen ermöglichen bislang ungekannte Fortschritte in der Forschung und damit auch bessere klinische Studien.

Mit dem Siegeszug des Internets, der Entschlüsselung des menschlichen Genoms und der ökonomisch-technische Globalisierung eröffnen sich der modernen Medizin neue Chancen, aber auch Herausforderungen, die es im Interesse von Patienten, Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft zu meistern gilt.

Ein weiteres Element in den Gesprächen rund um Pharma stammt von Patienten, die Ratschläge von medizinischen Produkten online bzw. auf Social Media teilen.

Es gibt einen starken Anstieg der Empfehlungen seit 2020, die online geteilt werden, und wenn dieser Trend bestehen bleibt, dann werden Verbraucher zukünftig weiter diese Ratschläge und Empfehlungen teilen.

Neben klassischen Bewertungsseiten sind Nischenforen bei Verbrauchern beliebt, die auf der Suche nach Empfehlungen von anderen sind, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Noch nie war es so einfach, medizinische Informationen zu teilen und Social Media zu monitoren. Für Marken im Pharmabereich und Gesundheitswesen ist diese wichtig, wenn sie auf dem Laufenden bleiben möchten, wie Verbraucher denken und fühlen.

Prognosebericht

Die deutsche Pharmaindustrie erwartet nach einem Umsatz- und Produktionsrückgang 2023 wieder bessere Zeiten. Die Branche dürfte nach dem Ende des Booms um Coronaimpfstoffe bei der Produktion an die Vor-Pandemiejahre anknüpfen und sich von der Flaute der deutschen Industrie abkoppeln, teilte der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) heute mit.

Im vergangenen Jahr hat der rekordhohe Krankenstand in Deutschland die Pharmaindustrie gestützt. Der Umsatz der Branche fiel zwar zum Vorjahr um 4,3 Prozent. Jedoch hätten sich die Erlöse im Inland nach der Coronasonderkonjunktur lediglich normalisiert. Gegen Jahresende habe der Umsatz angezogen, hieß es, "nicht zuletzt wohl auch aufgrund eines höheren Bedarfs infolge des hohen Krankenstands".

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hatte zuletzt von einem Rekordkrankenstand in Deutschland gesprochen. Beschäftigte fehlten 2023 nach Angaben der DAK-Gesundheit im Schnitt 20 Tage im Job. Grund waren demnach vor allem Atemwegserkrankungen wie Erkältungen, Bronchitis und Grippe.

Für dieses Jahr rechnet der vfa damit, dass der Umsatz der Pharmabranche um 2,0 Prozent wächst und 2025 um 1,8 Prozent. "Der Aufwärtstrend setzt sich fort", sagte vfa-Chefvolkswirt Claus Michelsen.

Die Produktion soll ferner nach einem Minus von 3,5% im vergangenen Jahr 2024 um 2,1 Prozent wachsen. 2025 soll es dann um 1,7 Prozent nach oben gehen. Auch der Beschäftigungsaufbau werde sich fortsetzen, während das Abflauen der Inflation wieder mehr Investitionen ermögliche.

Die Gutachter gehen davon aus, dass eine langsame Erholung in den kommenden Quartalen einsetzen wird. Einigkeit herrscht darüber, dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland an den Trend vor der COVID-19-Pandemie nicht mehr anknüpfen wird.

Die aktuelle Schwächephase hat nicht nur konjunkturelle Ursachen. Die Institute kommen zu dem Schluss, dass die Dekarbonisierung, der demografische Wandel und wohl auch der stärkere Wettbewerb mit Unternehmen aus China strukturelle Anpassungsprozesse in Deutschland ausgelöst haben und das diese die langfristigen Wachstumsaussichten für die deutsche Wirtschaft dämpfen.

Mit einer schwungvollen Erholung im Prognosezeitraum ist nicht zu rechnen, da die strukturellen Anpassungsprozesse andauern und die konjunkturellen Hemmnisse sich nur allmählich auflösen dürften.

Bei der internen Entwicklung ist nach derzeitigem Stand der Buchhaltung 12/2024 mit einem Umsatzzuwachs von ca. 0,90 % zu rechnen. Der Rohertrag nahm sogar um 6,36% zu, was sich wiederum auf das Betriebsergebnis positiv niederschlägt (+147,29%).

Wie in den Vorjahren auch setzt man verstärkt auf das Online Geschäft, um den Trend mit zu erfassen bzw. dem stationären Verkaufshandel entgegenzuwirken. Dies stellt aber einen langfristigen Prozess dar, um erkennbare und bemerkenswerte Erfolge zu registrieren. Die Entwicklung des Umsatzes ist im aktuellen Jahr 2024 wieder zunehmend, so das man sagen kann, dass man hier erste Erfolge erzielen konnte. Weiterhin findet bei den Kunden eine Diversifizierung der Produkte statt, das bedeutet, dass nicht mehr alle Produkte aus dem "Nestmann-Sortiment" beim Kunden abgerufen werden, sondern eben nur noch vereinzelte. Deshalb findet auch eine Art "Kundenbereinigung" statt, da sonst der Aufwand für den Vertrieb enorm steigen würde. Eine Überprüfung der bisherigen Vertriebsstruktur findet intern statt und Optimierungen hinsichtlich Einzugsgebiet, Häufigkeit der Besuche und Mindestabnahmemengen gehen in die Umsetzung.

Das Betriebsergebnis 2023 ist erfreulicher als im Jahr 2022 und ist deutlich gestiegen, die Preisanpassungen der Produkte machen sich nur zögerlich, aber immerhin weiterhin bemerkbar, was sich auch im Jahr 2024 fortsetzt.

 

Zapfendorf, den 03.03.2025

gez. Burghardt Nestmann

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.030.088,85 3.001.282,36
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.541,00 12.392,00
II. Sachanlagen 2.042.784,87 2.127.683,45
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.352.400,87 1.364.127,45
2. technische Anlagen und Maschinen 510.475,00 600.305,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 179.909,00 163.251,00
III. Finanzanlagen 2.976.762,98 861.206,91
B. Umlaufvermögen 4.279.285,45 6.590.712,29
I. Vorräte 1.281.422,39 1.139.814,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 878.555,69 1.301.292,97
1. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 98.887,13
2. sonstige Vermögensgegenstände 878.555,69 1.202.405,84
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 14.500,00 0,00
III. Wertpapiere 0,00 1.813.418,55
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.119.307,37 2.336.186,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.979,94 2.611,87
Summe Aktiva 9.312.354,24 9.594.606,52

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.263.200,21 8.329.306,63
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
II. Bilanzgewinn 8.113.200,21 8.179.306,63
davon Gewinnvortrag 8.179.306,63 8.443.885,19
B. Rückstellungen 101.557,13 97.841,92
C. Verbindlichkeiten 947.596,90 1.167.457,97
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 805.730,08 890.896,88
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 805.730,08 890.896,88
2. sonstige Verbindlichkeiten 141.866,82 276.561,09
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 141.866,82 276.561,09
Summe Passiva 9.312.354,24 9.594.606,52

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.720.461,70 3.608.149,63
2. Personalaufwand 2.603.428,74 2.496.089,63
a) Löhne und Gehälter 2.104.228,48 2.088.310,46
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 499.200,26 407.779,17
davon für Altersversorgung 3.731,53 2.505,62
3. Abschreibungen 169.999,06 163.583,10
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 169.999,06 163.583,10
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.027.526,19 941.620,60
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 9.285,14 661,51
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4,36 4,29
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 36.780,29 12.715,74
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 262.178,87
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.685,23 15.998,47
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1,38 -242,38
10. Ergebnis nach Steuern -59.391,49 -258.358,63
11. sonstige Steuern 6.714,93 6.219,93
12. Jahresfehlbetrag 66.106,42 264.578,56
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.179.306,63 8.443.885,19
14. Bilanzgewinn 8.113.200,21 8.179.306,63

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Nestmann Pharma GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Zapfendorf
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Bamberg
Register-Nr.: HRB 4735

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 1.000,00 wurden im Jahr des Zugangs (ab 2023) in den Sammelposten eingestellt und abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die auf die DWS Fonds vorgenommene Teilwertabschreibung in 2022 wurde aufgrund der Wertentwicklung in 2023 wieder eine Wertaufholung bis zu den historischen Anschaffungskosten vorgenommen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten zum Erfüllungsbetrag gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Im Wesentlichen sind die Beträge für Personal EUR 63.457,13 (Vj. EUR 50.241,92), Erfüllung der Aufbewahrungspflichten EUR 6.600,00 (Vj. EUR 6.600,00) und für Abschluss- und Prüfungen EUR 31.500,00 (Vj. EUR 41.000,00)

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die im Jahresabschluss enthaltenen Vermögensgegenstände, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlusstag umgerechnet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand statt. Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von Euro 1.000,00 wurden im Jahr des Zugangs (ab 2023) in den Sammelposten eingestellt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

In den Anschaffungs- und Herstellungskosten der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind keine Zinsen für Fremdkapital enthalten.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 65.810,74 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 65.810,74 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.693.131,68 30.618,69 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.684.716,41 0,00 2.031,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 762.360,59 52.634,79 40.704,79
Summe Sachanlagen 5.140.208,68 83.253,48 42.736,29
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 860.990,70 2.115.549,68 0,00
2. Genossenschaftsanteile 216,21 6,39 0,00
Summe Finanzanlagen 861.206,91 2.115.556,07 0,00
Summe Anlagevermögen 6.067.226,33 2.198.809,55 42.736,29
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 65.810,74
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 65.810,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.723.750,37
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.682.684,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 774.290,59
Summe Sachanlagen 0,00 5.180.725,87
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 2.976.540,38
2. Genossenschaftsanteile 0,00 222,60
Summe Finanzanlagen 0,00 2.976.762,98
Summe Anlagevermögen 0,00 8.223.299,59
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.418,74 1.851,00 0,00 0,00 55.269,74
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 53.418,74 1.851,00 0,00 0,00 55.269,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.329.004,23 42.345,27 0,00 0,00 1.371.349,50
2. technische Anlagen und Maschinen 1.084.411,41 89.829,00 2.030,50 0,00 1.172.209,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 599.109,59 35.973,79 40.701,79 0,00 594.381,59
Summe Sachanlagen 3.012.525,23 168.148,06 42.732,29 0,00 3.137.941,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.065.943,97 169.999,06 42.732,29 0,00 3.193.210,74
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 10.541,00 12.392,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 10.541,00 12.392,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.352.400,87 1.364.127,45
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 510.475,00 600.305,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 179.909,00 163.251,00
Summe Sachanlagen 0,00 2.042.784,87 2.127.683,45
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 2.976.540,38 860.990,70
2. Genossenschaftsanteile 0,00 222,60 216,21
Summe Finanzanlagen 0,00 2.976.762,98 861.206,91
Summe Anlagevermögen 0,00 5.030.088,85 3.001.282,36

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden.

Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen: Steuererstattungen in Höhe von EUR 129.393,66

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 14.500,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 947.596,90 EUR (Vorjahr: 1.167.457,97 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 805.730,08 (Vorjahr: EUR 890.896,88).

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten 36.375,60 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese resultieren ausschließlich aus Leasingverbindlichkeiten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 59,00 Arbeitnehmer (Vj. 55,00).

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Burghardt Nestmann ausgeübter Beruf: Apotheker

Forderungen gegenüber Geschäftsführer in Höhe von 0,00 EUR (Zinssatz 2,00 %). Der Rückzahlungsbetrag im Veranlagungszeitraum beträgt 41.000,00 EUR.

Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresfehlbetrag beträgt 66.106,42 EUR.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags aus dem Vorjahr ergibt sich ein Betrag von 8.113.200,21 EUR, der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden 8.113.200,21 EUR vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Zapfendorf, 03.03.2025

gez. Herr GGf Burghardt Nestmann

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Herr GGf Burghardt Nestmann

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.05.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Nestmann Pharma GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Nestmann Pharma GmbH, Zapfendorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nestmann Pharma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vetreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertereter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bayreuth, 6. Mai 2025

UNION AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Hubert E. Grünbaum, Wirtschaftsprüfer

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