Diehl Advanced Mobility GmbH
Liebenwalder Ausbau 13, 16792 Zehdenick, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Martin Dr. Hör seit 25.6.2025 | Prokura |
Andreas Christian Kaltenbach seit 21.1.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Diehl Advanced Mobility GmbHZehdenickJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Jahr 20231. Grundlagen des UnternehmensDie Diehl Advanced Mobility GmbH (DAM) ist dem Teilkonzern Metall der Diehl-Gruppe zugeordnet. Ihr einziger Standort befindet sich in Zehdenick, an dem die DAM vor allem Strom- und Spannungsübertragungssysteme im Bereich der Elektromobilität entwickelt und produziert. Weiterhin entwickelt, produziert und vertreibt die DAM Stanzteile, kunststoffumspritzte Stanzgitter und montierte Baugruppen vor allem für die Automobilindustrie. 2. WirtschaftsberichtKonjunkturelle Rahmenbedingungen Der Rückgang der Wirtschaftsleistung 2023 in Deutschland betrug preis- und kalenderbereinigt 0,3 % gegenüber einem Wirtschaftswachstum im Vorjahr von 1,8 %. Ein rückläufiges Bild ergibt sich auch für den Euroraum insgesamt. Nach 3,4 % im Vorjahr hat sich dieses Jahr das Wachstum auf 0,5 % reduziert. Die großen Volkswirtschaften Frankreich, Italien und Spanien konnten allerdings im Vergleich zu Deutschland noch leicht positive Wachstumsraten erwirtschaften. Das Wachstum im Euroraum war deutlich gedämpft, was auf die schwache Stimmung der Verbraucher, die anhaltenden Auswirkungen der hohen Energiepreise und die Schwäche des zinssensiblen verarbeitenden Gewerbes und der Unternehmensinvestitionen zurückzuführen ist. Positiver präsentiert sich die Entwicklung der USA. Hier gab es einen Aufschwung durch höhere staatliche und private Ausgaben sowie eine Expansion auf Angebotsseite, die sich in einer höheren Erwerbsbeteiligung, Lösung von Lieferkettenproblemen aus der Pandemiezeit und einer Verkürzung der Lieferzeiten niederschlug. Nach einem Anstieg von 1,9 % im Jahr 2022 hat sich das Wirtschaftswachstum im Kalenderjahr 2023 auf 2,5 % erhöht. Die Tendenz auf dem südamerikanischen Markt ist, ähnlich wie im Euroraum, eher abnehmend. Mexiko erreichte nach einem Wirtschaftswachstum im Vorjahr in Höhe von 3,9 % in diesem Jahr nur noch einen Zuwachs von 3,4 %. Dagegen konnte Brasilien das Wachstum von 3,0 % leicht auf 3,1 % erhöhen. Die asiatische Wirtschaft ist 2023 nach einem Plus von 4,5 % im Vorjahr auf ein Wachstum von 5,4 % gekommen. Das Wirtschaftswachstum in China stieg von 3,0 % auf 5,2 % in 2023. Insgesamt konnte die globale Weltwirtschaft in 2023 um 3,1 % (VJ: 3,5 %) wachsen. In den kommenden beiden Jahren wird mit in etwa gleichbleibenden globalen Wachstumsraten von 3,1 % in 2024 und 3,2 % in 2025 gerechnet. Die Prognose liegt unter dem historischen Durchschnitt. Verantwortlich dafür ist der Anstieg der Zentralbankzinsen zur Bekämpfung der Inflation, die Rücknahme von staatlichen Unterstützungen aufgrund hoher Staatsverschuldung und der daraus resultierenden Wirtschaftsbelastung und das geringe Produktivitätswachstum. Für 2024 und 2025 werden in Deutschland Wachstumsraten von 0,5 % bzw. 1,6 % erwartet. Der Euroraum insgesamt wird mit 0,9 % und 1,7 % eine ähnliche Tendenz zeigen. Die USA plant Wachstumsraten von 2,1 % und 1,7 %. Für die asiatische Wirtschaft wird mit einem deutlich höheren Niveau gerechnet, sodass in den beiden Folgejahren Wachstumsraten von 5,2 % und 4,8 % prognostiziert werden. (Quelle: Internationaler Währungsfonds - World Economic Outlook Update vom 30. Januar 2024) Entwicklung der Branche Die wichtigsten Branchen der DAM GmbH sind die Automobil- und die Elektroindustrie. Die internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Die deutlich verbesserte Fahrzeug-verfügbarkeit wirkte sich positiv auf die PKW-Absätze aus, hinzukamen die schwachen Vorjahreswerte, die zu einem positiven Basiseffekt für 2023 geführt haben. Nach dem Verband der Automobilindustrie (VDA) waren die internationalen Automärkte von ausschließlich positiven Dynamiken geprägt. Insbesondere der chinesische Markt konnte einen neuen Rekord verzeichnen, nie wurden in China in einem Jahr mehr PKW verkauft (25,8 Mio.). Der chinesische PKW-Markt widersetzte sich damit dem Trend einer an Dynamik verlierenden chinesischen Gesamtwirtschaft und war eine wichtige Stütze der ansonsten zuletzt schwächelnden Konjunktur. Auch auf dem europäischen PKW-Markt wurden 14 Prozent mehr Neuzulassungen als noch im Vorjahr gemessen. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend: Der europäische PKW-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19 Prozent) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Insbesondere in Europa kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. In den wichtigsten internationalen Regionen entwickelten sich die Neuzulassungen wie folgt: China +11,0 %, USA +12,4 % und Westeuropa (EU14+EFTA+UK) +13,9 %. Der deutsche Automobilmarkt hingegen ging um -23% zurück, maßgeblich aufgrund des schwachen deutschen Marktes und infolge eines Ende 2022 wirksamen Sondereffektes (Änderungen bei der Förderung von E-Autos). (Quelle: www.vda.de, Internationale Automobilmärkte 2023) Für die Elektroindustrie liegen für das Jahr 2023 zum Abschlusstag nur Prognosedaten vor. Die Rückgänge in den Vorjahren auf Grund der Corona Pandemie konnten im abgelaufenen Jahr übertroffen werden. Danach liegen die Wachstumsraten in China bei +11 %, in den USA bei +7 % und in Europa bei +9 %. Für den deutschen Markt liegen bereits vorläufige IST Daten vor, demnach konnte der deutsche Branchenumsatz um 9% zulegen. Für 2024 geht der Zentralverband Elektrotechnik-und Elektronikindustrie (ZVEI) von weiterem, allerdings gegenüber 2023 moderaterem, Wachstum der Produktion in Deutschland aus. (Quelle:https://www.zvei.org/fileadmin/user_upload/Presse_und_Medien/Publikationen/2023/August/Welt-Elektromarkt-2023/ZVEI-Weltmarkt-Elektro-und-Digitalindustrie-Ausblick-bis-2024.pdf 3. Geschäftsverlauf3 . 1 Ertragslage Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die DAM sind insbesondere die Steuerungsgrößen Umsatzentwicklung und Jahresergebnis vor Steuern. Der erreichte Umsatz lag über den Erwartungen des Vorjahres, somit konnte eine deutliche Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Die erwarteten positiven Ergebnisse aus der Umsatzsteigerung konnten aufgrund der Veränderung des Produktmix und der deutlich erhöhten Aufwände für die Inbetriebnahme der neuen Fertigungsanlagen nicht erzielt werden. Im Geschäftsjahr 2023 wurde erwartungsgemäß der Umsatz vom Vorjahr deutlich übertroffen (98,8 Mio. € in 2022 und 114,2 Mio. € in 2023). Der Umsatz 2023 verteilt sich im Gegensatz zum Vorjahr nun zu 91,8 % auf Artikelumsätze und nur zu 8,2 % auf Werkzeuge, Entwicklungsumsätze und Schrotterlöse. Das Jahresergebnis vor Ertragssteuern verringert sich gegenüber dem Vorjahr auf -1,3 Mio. €. Die Auftragslage zum Jahresende entsprach den Erwartungen und stand strukturell im Einklang mit der Planung für 2024. 3.2 Finanzlage Die Eigenkapitalquote ist in 2023 auf 10,1 % gesunken gegenüber 10,8 % in 2022. Die DAM nimmt am Cash Pool der Diehl-Gruppe teil, d.h. Guthaben werden täglich an die Diehl Stiftung & Co. KG abgeführt und erforderliche kurzfristige und langfristige Darlehen werden ebenfalls darüber beschafft. Die Finanzierung der Gesellschaft ist über die Einbindung in die Diehl-Gruppe gesichert. 3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr von 112,2 Mio. € auf 115,6 Mio. € erhöht. Auf der Aktivseite führen Zugänge im Sachanlagevermögen von 23,8 Mio. € (Schwerpunkt sind Zugänge der Anlagen für die neuen Fertigungslinien der Elektromobilität) zu dieser Erhöhung und gleichen den Abbau der Vorräte in Höhe von 1,0 Mio. € aus. Auf der Passivseite ergibt sich eine Verringerung des Eigenkapitals um -0,3 Mio. €. Des Weiteren erfolgte eine Verringerung der Verbindlichkeiten um -12,3 Mio. €. Hintergrund ist der Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um -9,6 Mio. € (in Form von Darlehen zur Finanzierung der Investitionen), sowie eines Rückganges der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Fremden und sonstige Verbindlichkeiten um -0,9 Mio. € und der Erhöhung der Rückstellungen um 3,5 Mio. €. Außerdem hat sich der passive Rechnungsabgrenzungsposten um 12,6 Mio. € erhöht. 3.4 Investitionen Die Investitionen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 23,8 Mio. € (Vorjahr: 24,5 Mio. €). Davon entfällt der größte Anteil auf Technische Anlagen und Prüfsysteme, sowie Anlagen im Bau und dem Bau einer weiteren Fertigungshalle. 3.5 Forschung und Entwicklung Die Entwicklungsabteilung des Unternehmens arbeitete auch im Jahr 2023 vor allem an der Weiterentwicklung von Strom- und Spannungsübertragungssystemen im Bereich der Elektromobilität. Unter anderem wurden weitere Fertigungsanlagen für Zellkontaktiersysteme sowohl für Hybrid- als auch reine E-Fahrzeuge in Betrieb genommen. Die Kosten der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten betrugen 5,9 Mio. € (Vorjahr 5,1 Mio. €) und damit 4,0% vom Umsatz. 3.6 Produktion und Beschaffung Aufgrund der von Jahresbeginn an guten Marktnachfrage entsprach die Auslastung in allen Quartalen nahezu einer Optimalauslastung, Die hohe Nachfrage konnte nur durch zusätzliche Leiharbeitskräfte und Sonderschichten bearbeitet werden. In der Kunststofftechnik sowie in der Montagetechnik wurde der Anlagenausbau für neuen Produkte fortgesetzt. Der Anlagenausbau und Inbetriebnahmen nahmen sehr viele Kapazitäten ein, die auch über Wochenendschichten abgedeckt werden mussten. Die Flexibilität wurde u.a. durch den Aufbau von Leiharbeitskräften angepasst. Im Bereich der Beschaffung waren alle Bereiche von signifikanten Preissteigerungen betroffen. Hierzu zählen Edelmetall, Vormaterial auf Kupferbasis, Umarbeitungen, Papier, Nichtedelmetalle und Kunststoffe. 3.7 Personal- und Sozialbereich Die DAM beschäftigte zum Jahresende des Berichtsjahres 662 Mitarbeiter und damit 106 Mitarbeiter mehr als zum 31.12.2022. Die Anzahl der Auszubildenden ist mit 16 zum Jahresende um einen gestiegen im Vergleich zum Vorjahr. Für die Gesellschaft wird das Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen in den oberen Managementebenen zu erhöhen und aktiv die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen zu fördern. Mit verschiedenen Maßnahmen arbeiten wir konsequent daran eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch in Führungspositionen zu ermöglichen, was wir als Voraussetzung zur langfristigen Zielerreichung sehen. Unsere strategische Personalplanung baut zunächst darauf auf, durch geeignete Rekrutierungen und interne Förderungsmaßnahmen den Frauenanteil in den vorgelagerten Managementebenen zu erhöhen, um mittelfristig mehr interne weibliche Kandidaten für obere Managementebenen gewinnen zu können. Wir planen deshalb bis zum 30.06.2027 mit einer Erhöhung des Frauenanteils in der Leitungsebene 1 auf 20 % und auf Leitungsebene 2 auf 30 % entsprechend § 36 GmbHG. Sollten bis zum 30.06.2027 Abgänge in oder eine Erweiterung der Geschäftsführung erfolgen, wird alles daran gesetzt von der zunächst unveränderten Zielgröße von 0 % abzugehen und den Frauenanteil zu erhöhen. Die festzulegende Zielgröße der §§ 52 (2) und 36 GmbHG beträgt bis 30.06.2027 (mit Ausnahme von Leitungsebene 1: 20 % und Leitungsebene 2: 30 %) 0 %. 3.8 Gesamtaussage Es konnten die im Vorjahr formulierten hohen Erwartungen in Bezug auf Umsatz übertroffen werden. Beim Ergebnis führten die deutlich erhöhten Aufwände bei der Inbetriebnahme der neuen Fertigungslinien, als auch die Nichterreichung der Qualitätsziele zu einer Verfehlung des Ergebniszieles. Auch unter Berücksichtigung aller Umstände ist keine zufriedenstellende Entwicklung erzielt worden. 4. Risiko- und ChancenberichtRisikobericht Risiken Wesentliche Bruttorisiken der DAM entfallen auf den Bereich externer und operativer Risiken. Unter den externen Risiken sind im Wesentlichen Risiken aus Kundenverlusten und dem Beschaffungsmarkt enthalten. Die operativen Risiken liegen im Wesentlichen in der Überführung laufender Entwicklungsprojekte in vollwertige Geschäftsfelder. Bei den genannten Bruttorisiken handelt es sich um nicht quantifizierbare Risikofelder. a) Kundenstruktur Die DAM liefert schwerpunktmäßig an die Automobilindustrie, vor allem an einen bedeutenden deutschen OEM. Ein hoher Anteil am Umsatz wird dabei mit einem deutschen Automobilhersteller und einem großen Zulieferer gemacht. Die DAM sichert bestehende Lieferbeziehungen mit ihren Hauptkunden insbesondere durch den Abschluss von umfassenden Rahmenverträgen für das geplante Artikelsortiment des Folgejahres ab. Aufgrund der vorliegenden Kundenstruktur wird nach wie vor daran gearbeitet, durch neue Projekte mit Großkunden eine breitere Streuung zu erreichen. Die Umsätze im Bereich Elektromobilität tragen bereits zu einer breiteren Streuung des Umsatzes bei. Dementsprechend wird für die Gesellschaft das Kundenportfolio-Risiko noch als moderat eingeschätzt. b) Beschaffungsmarkt Die DAM verarbeitet in größerem Umfang Kupfer. Aufgrund des volatilen Marktes mit starken Schwankungen in den Marktpreisen besteht die Gefahr, dass es zu Preiserhöhungen kommt, die nicht an die Kunden weitergegeben werden können. Diesem Risiko wird dadurch begegnet, dass zeitgleich mit den Preisverhandlungen bei den wichtigsten Kunden Kurssicherungsgeschäfte für Kupfer und Zinn abgeschlossen werden. Die bestehenden Kurssicherungsgeschäfte decken hinsichtlich der für 2024 erwarteten Beschaffungsmenge für Kupfer und Zinn jeweils ca. 25 % ab und werden nach Auslaufen in Absprache mit den Kunden neu durchgeführt. Zusätzlich gibt es bei weiteren Kunden Preisgleitklauseln, über die die quartalsweisen Materialpreisänderungen verrechnet werden. Das Beschaffungsrisiko wird für die Gesellschaft ebenfalls als moderat eingeschätzt. c) Arbeitsmarkt und Personalentwicklung Das Risiko in Bezug auf den Arbeitsmarkt und die Personalentwicklung zeigte sich im gesamten Geschäftsjahr 2023. Nach wie vor ist das Angebot auf dem Arbeitsmarkt angespannt, was die Besetzung einzelner Stellen erschwert. Aufgrund des Fachkräftemangels in Deutschland allgemein und in der Region Berlin/Brandenburg im Besonderen besteht das Risiko, dass nicht alle offenen Stellen rechtzeitig bzw. mit ausreichend qualifiziertem Personal besetzt werden können. Darüber hinaus besteht für die DAM das Risiko, die notwendige interne Weiterqualifizierung neuer Mitarbeiter nicht zügig genug umzusetzen. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch verstärkte Personalmarketingmaßnahmen sowie intensivierte interne Qualifizierung. Für 2024 gehen wir noch von einem sehr moderaten Aufbau der Beschäftigtenzahl aus, so dass das Risiko des Fachkräftemangels aktuell als mittel einzuschätzen ist. d) Cyber- und Informationssicherheit Aufgrund wachsender Compliance Anforderungen, der verstärkten Cyber-Kriminalität und der Informationssicherheit kommt dem Schutz von Daten und Informationen in der Diehl Gruppe eine wesentliche Bedeutung zu. Das zentrale CISO-Office stellt in enger Zusammenarbeit mit den IT-Spezialisten in allen Bereichen sicher, dass die Sicherheit der digitalen Anwendungen und Systeme im Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt wird. Trotz aller getroffener Maßnahmen besteht indes noch ein geringes verbleibendes Risiko der missbräuchlichen Verwendung von Daten oder einer vorübergehenden Geschäftsunterbrechung mit möglichen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis vor Steuern. e) Neue Geschäftsfelder Die Entwicklung neuer Geschäftsfelder durch die Gesellschaft konzentriert sich weiterhin schwerpunktmäßig auf den Bereich Elektromobilität. Die laufenden Entwicklungsprojekte binden wesentliche personelle und materielle Ressourcen und sollen mittelfristig in eine serienreife Produktion überführt werden. Die Umsetzung der automatisierten Serienfertigung für das erste Projekt läuft stabil. In 2019 ist es gelungen weitere Aufträge im Bereich der Elektromobilität zu gewinnen, die in Q3/2021 in die Serienproduktion überführt wurden. In den Jahren 2019 bis 2022 sind für dieses Projekt auch Umsätze für verschiedene Musterstufen, sowie Werkzeuge, R&D-Leistungen und erste Serienumsätze in 2021 erzielt worden. In 2022 sind alle Produkte dieses Projektes in die Serienproduktion übergeben worden. In 2023 wurden die letzten 50% der Fertigungslinien für diese Produkte aufgebaut und in Betrieb genommen. Gleichzeitig beinhaltet der erfolgreiche Abschluss dieser Entwicklungsprojekte eine wesentliche Chance für die wirtschaftliche Entwicklung der DAM. Dieser in 2019 gewonnene Auftrag wurde in 2020 und 2021 um das 2,5-fache erhöht und in 2022 noch einmal verdoppelt. Dennoch ist die Industrialisierung der Fertigung im Bereich Elektromobilität mit einem im Vergleich zur übrigen Produktion erhöhten Risiko behaftet. Chancen a) Marktbezogene Chancen Schwerpunktmäßig ist die DAM in Wachstumsmärkten tätig. Dabei bestehen grundsätzlich gute Wachstumsperspektiven für die DAM in Verbindung mit den vorhandenen diversen Serien für die Elektromobilität. b) Prozessoptimierung Die DAM ist integraler Bestandteil des Teilkonzerns Metall. Aufgrund der Herauslösung aus dem Geschäftsfeld der Diehl Metal Applications können die Kernprozesse schlanker optimiert werden und genau dem Geschäftsmodel der DAM angepasst werden. c) Einkaufspreise Durch Intensivierung der Verhandlungen mit bestehenden sowie mit neuen Lieferanten arbeitet die DAM nach wie vor daran, ihre Einkaufspreise sowohl für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe als auch für bezogene Leistungen zu verringern. Diese Strategie hat sich bereits in den letzten Jahren bewährt und wird in 2024 fortgeführt. 5. Prognosebericht5 .1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach den Aufholeffekten der Konjunktur in 2021 und 2022 nach der Corona Pandemie konnte Deutschland 2023 nur noch eine Wirtschaftsleistung von -0,3 % gegenüber dem Vorjahr erwirtschaften. Das Wirtschaftswachstum im Euroraum zeigt ein ähnlich rückläufiges Bild mit einem Wachstum von nur noch 0,5 %. Wächst damit aber erneut stärker als die deutsche Volkswirtschaft. In den kommenden beiden Jahren rechnet der internationale Währungsfonds mit gleichbleibenden niedrigen Wachstumsraten unter dem historischen Durchschnitt. Verantwortlich für diese Abschwächung sind die steigenden Zentralbankzinsen zur Inflations-Bekämpfung, die Rücknahme von staatlichen Unterstützungen aufgrund hoher Staatsverschuldung sowie das geringe Produktivitätswachstum. Auf Grund der unterschiedlich starken Ausprägung der genannten Effekte werden sich die weltweiten Märkte weiterhin unterschiedlich entwickeln. Für 2024 wird in Deutschland eine Wachstumsrate von 0,5 % erwartet, im Euroraum sogar von 0,9 %. Die USA sollen mit 2,1 % Wachstumsrate darüber liegen. Das stärkste Wachstum aber wird in Asien mit einer prognostizierten Wachstumsrate von 5,2 % in 2024 erwartet. (Quelle: Internationaler Währungsfonds - World Economic Outlook Update vom 30. Januar 2024) Trotz der geringen Wachstumserwartungen für 2024 wird insgesamt mit einer steigenden Nachfrage nach den Produkten der DAM gerechnet. Insbesondere der anhaltende Trend zur stärkeren E-Mobilität und der damit notwendige Einsatz von Zellkontaktierungssystemen, wirkt sich hier positiv aus. Die abgegebenen Prognosen stehen dabei unter der Annahme, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht weiter verschlechtern. Die konjunkturellen Risiken ergeben sich aus der möglichen weiteren Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Entwicklung durch eine weitere Eskalation des Konflikts in der Ukraine und weiter steigende Inflationsraten. Auf Basis dieser Rahmenbedingungen wird für die DAM eine weiterhin leicht steigende Nachfrage erwartet. Auf Grund der steigenden Materialpreise ist die Verbesserung der Effizienz weiterhin entscheidend für die Ergebnisentwicklung. Für 2024 wird vor allem für das Kernprodukt eine weitere deutliche Umsatzsteigerung erwartet. Im Jahr 2024 wird ein Ergebniswachstum gegenüber 2023 erwartet. 5 .2 Erwartete Entwicklung Die DAM wird sich weiterhin auf die Kernaktivitäten sowie auf die Abarbeitung der Aufträge und die Inbetriebnahme der Serienfertigung für die Produktreihe konzentrieren. Der Bereich "Elektromobilität" wird in diesem Zusammenhang weiterhin gefördert. Für 2024 erwartet die DAM ein deutliches Umsatzwachstum, bei rückläufiger Umsatzverteilung in den Bereichen Stanzteile und montierte Baugruppen, der Bereich "Elektromobilität" wird deutliche Steigerung erwartet. Es wird für das Jahr 2024 ein höheres Jahresergebnis als in 2023 erwartet unter der Voraussetzung, dass die geplanten Entwicklungsleistungen und Aufwände der Inbetriebnahme im geplanten Rahmen erfolgen. In den Folgejahren sollen die Entwicklungen zu deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerungen in diesem Bereich führen. Im Zusammenhang mit dem weiteren Aufbau des Bereichs "Elektromobilität" stehen zusätzliche Investitionen in den nächsten Jahren an. Die Mittelfristplanung sieht vor, dass die notwendige Finanzierung der Gesellschaft weiterhin durch konzerninterne Darlehen und durch den Cash Pool der Diehl-Gruppe sichergestellt werden. Gesamtaussage Insgesamt gehen wir von einer positiven Entwicklung der Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr 2024 aus. Für den Umsatz erwarten wir eine deutliche Steigerung gegenüber 2023. Das Jahresergebnis wird unter der gleichen Voraussetzung der Aktivierung von Entwicklungsleistungen gegenüber 2023 deutlich steigen. Die möglichen Auswirkungen der oben beschriebenen Risiken stufen wir insgesamt als gering ein.
Diehl Advanced Mobility GmbH Zehdenick, 04. März 2024 Boris Biere Andreas Kaltenbach Bilanz zum 31. Dezember 2023
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 EUR
Anhang der Diehl Advanced Mobility GmbH, Sitz Zehdenick, Sitz des Registergerichts, Amtsgericht Neuruppin HRB 6921 Anhang Geschäftsjahr 2023(1) Allgemeine Erläuterungen Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes, sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Euro (€) angegeben. (2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen. Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Als Nutzungsdauer werden grundsätzlich von 1 bis 5 Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum, z. B. auf Grund der Laufzeit von Nutzungsrechten, ergibt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear. Bei Mehrschichtbetrieb werden entsprechend erhöhte Abschreibungen vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungszeiten betragen bei Gebäude von 10 bis 30 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen von 3 bis 15 Jahre und bei anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung von 3 bis 15 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Außerordentlichen Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert. Umlaufvermögen Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten angesetzt. Sie enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten für Material und Fertigungslöhne auch anteilige Gemeinkosten, aber keine Verwaltungs- und Vertriebskosten. Unfertige Leistungen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt bzw. retrograd verlustfrei bewertet. Eine Aktivierung von auftragsbezogenen Entwicklungskosten als unfertige Leistungen erfolgt, soweit ein hinreichend sicherer Vergütungsanspruch oder vergleichbare Zusagen Dritter bestehen und ihre Werthaltigkeit aufgrund künftiger Deckungsbeiträge nachgewiesen werden kann. Steuerlich nicht aktivierungspflichtige Kosten werden nicht angesetzt. Bei der Bewertung von Metallvorräten nach dem Niederstwertprinzip finden, soweit entsprechende Verkaufskontrakte zum Bilanzstichtag bereits vorliegen, die für den Metallanteil vertraglich vereinbarten Absatzpreise Berücksichtigung. Geleistete und erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Abwertung für Lagerbestands- und Verwertbarkeitsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Soweit im Zeitpunkt der Bilanzerstellung Abwertungserfordernisse wegen im Erlös nicht voll gedeckter Selbstkosten erkennbar sind, werden zur verlustfreien Bewertung entsprechende Abschläge vorgenommen. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Daneben werden bei Forderungen erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen in angemessenem Umfang berücksichtigt. Als Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. Aktive und passive latente Steuern Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 36 T€ ergeben sich aufgrund der Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz sofern sich die Differenzen in Zukunft ausgleichen, aus den Bereichen Hard-, Software und Forderung gegenüber Mitarbeiter aus Gleitzeit. Die Bewertung erfolgt mit dem konzerneinheitlichen Steuersatz in Höhe von 30 %. Die passiven latenten Steuern in Höhe von 73 T€ resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Bewertungsansätzen in der Handels- und Steuerbilanz, dem nur steuerlich zulässigen Ansatz von Rücklagen (z.B. § 6b EStG), steuerlichen Sonderabschreibungen sowie nicht realisierten Kursgewinnen.
Aufgrund der sich durch einen für die zukünftigen Jahre nicht hinreichend sicher einschätzbaren Kostenumfang für Entwicklungskosten und die damit einhergehende Unsicherheit für die Ergebnisplanung der kommenden Jahre, ist eine belastbare Ermittlung der nutzbaren steuerlichen Verlustvorträge für die nächsten fünf Jahre nicht hinreichend konkretisiert. Ein Ansatz aktiver latenter Steuern ist vor diesem Hintergrund zum 31. Dezember 2023 aus
Passiva Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und alle erkennbaren Risiken der Gesellschaft. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich künftiger Preis- und Kostensteigerungen) angesetzt. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen modifizierten Teilwertverfahren bewertet. Bei der Bewertung werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung bestimmter Parameter berücksichtigt. Als Lohn- und Gehaltstrend wird eine Steigerung von 3,3 % für 2023 und 2,15 % p.a. für alle zukünftige Jahre verwendet. Die Abzinsung erfolgt entsprechend dem von der Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegten Zinssatz von 1,83 %. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten, enthält Einzahlungen aus privaten Zuschüssen für Investitionen im Anlagevermögen, die Erträge nach dem Bilanzstichtag darstellen. Erläuterungen zur Bilanz(3) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen im Geschäftsjahr sind in der Anlage I zum Anhang dargestellt. (4) Vorräte Unter den unfertigen Erzeugnissen/unfertigen Leistungen sind auftragsbezogene Entwicklungskosten in Höhe von 8.020 T€ enthalten. (5) Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten ausschließlich kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 51 T€, davon 29 T€ gegen Gesellschafter. (6) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, für Gewährleistungen, für Urlaubsrückstände und Gleitzeitüberhänge sowie Rückstellung für Beiträge zur Berufsgenossenschaft aus Auftragsbeständen für die ersten Monate von 2024. (7) Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten und die Aufgliederung der einzelnen Posten nach ihrer Restlaufzeit sind in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.736 T€. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von 1.387 T€ (Vorjahr 3.856 T€) enthalten. (8) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter Gegenüber Gesellschaftern bestehen Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von 28.205 T€ für Investitionen, diese sind enthalten in Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 49.775 T€. (9) Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der PRAP in Höhe von 39.918 T€ resultiert aus Einzahlungen privater Zuschüsse für Investitionen im Anlagevermögen, die Erträge nach dem Bilanzstichtag darstellen. Grundsätzlich erfolgt eine ratierliche Auflösung des Passiven Rechnungsabgrenzungsposten korrespondierend zur Entwicklung des Anlagevermögens. Innerhalb des Geschäftsjahres 2023 wurde der die Anschaffungs- und Herstellungskosten übersteigende Anteil des privaten Zuschusses für Investitionen im Anlagevermögen direkt erfolgswirksam aufgelöst. (10) Derivative Finanzinstrumente Für seine Geschäftstätigkeit setzt das Unternehmen Terminkontrakte ein, um die Risiken im Zusammenhang mit Metallpreisschwankungen zu bewältigen, die sich zwischen dem Abschlussstichtag und dem Erfüllungstag ergeben. Das Nominalvolumen und die Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:
Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Der Marktwert von Warentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Terminwertes für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts im Vergleich zum kontrahierten Terminwert (Mark-to-Market Methode). Der Betrag ist durch Bewertungseinheiten gedeckt. (11) Bewertungseinheiten Die Metallpreisrisiken aus Metallbeschaffungs- und Metallabsatzverträgen (schwebende Geschäfte) resultieren aus der Veränderung der Preise für Primärmetalle, Schrotte und erstellte Halbzeuge zwischen Kontrahierungs- und Erfüllungszeitpunkt. Ein- und Verkaufskontrakte, die nicht durch physische Gegengeschäfte abgesichert sind, sind mit entsprechenden Börsenpositionen zu sichern. Zur Absicherung der Metallpreisrisiken (schwebende Geschäfte) werden Rohstofftermingeschäfte (Futures und Forwards) abgeschlossen. Im Rahmen der Bewertung werden Portfoliohedges gebildet. Die in den Bewertungseinheiten zusammengefassten Geschäfte unterliegen demselben Risiko. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der Zukunft für das jeweils gesicherte Risiko vollständig ausgleichen. Die gegenläufigen Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts werden im Jahresabschluss durch Anwendung der Einfrierungsmethode nicht ausgewiesen. Die prospektive Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag mittels der Critical-Terms-Match-Methode festgestellt. Dabei wird sichergestellt, dass die wertbestimmenden Faktoren (Nominalwert, Laufzeit, Währung) bei Grundgeschäft und Sicherungsinstrument übereinstimmen. Die einzelnen Hedge-Beziehungen werden daher jeweils über die gesamte Sicherungsperiode als wirksam eingestuft. Gleiches gilt für die rückwirkende Ermittlung der bisherigen Wirksamkeit, auch hier wird mittels Critical Terms Match nachgewiesen, dass alle wertbestimmenden Faktoren zwischen dem abgesicherten Teil der Grundgeschäfte und dem absichernden Teil der Sicherungsinstrumente übereinstimmen. In diesen Fällen kann keine bilanziell relevante Unwirksamkeit bezogen auf die Bewertungseinheiten entstehen. Grund- und Sicherungsgeschäfte werden mit den folgenden Mengen und Marktwerten (Terminwert zum Bilanzstichtag im Vergleich zum kontrahierten Terminwert) in die Bewertungseinheiten einbezogen.
Für die Portfolio-Bewertungseinheiten sind die Wertänderungen der schwebenden Absatzgeschäfte über einen Zeitraum von bis zu 12 Monaten gesichert. (12) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die gesamten sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 26.236 T€ (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 8.342 T€) verteilen sich wie folgt:
Sie betreffen im Wesentlichen Sicherungsgeschäfte zum Kauf von Kupfer und Zinn mit Abnahmeverpflichtung in Höhe von 631 T€ (vgl. Warentermingeschäfte) sowie ausgelöste Materialbestellungen, Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von 25.605 T€. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(13) Umsatzerlöse Die Erlöse werden überwiegend im Inland und zu etwa 22,4 % im Ausland mit Schwerpunkt Asien erzielt. Der Umsatz 2023 verteilt sich mit 91,4 % auf Artikelumsätze sowie mit 8,2 % auf Werkzeuge, Schrotterlöse, R&D Umsätze und sonstiges. (14) Außerplanmäßige Abschreibungen Es wurde in 2023 eine außerplanmäßige Abschreibung für eine Fertigungslinie in Höhe von 1,2 Mio. € durchgeführt. Korrespondierend erfolgte eine Auflösung des anteiligen PRAP. (1 5 ) Sonstige Steuern In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern in Höhe von 33 T€ enthalten. (1 6 ) Abzinsung und Aufzinsung der Rückstellungen In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus Abzinsung von Rückstellungen enthalten in Höhe von 6 T€ (Vorjahr 5 T€). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 2 T€ (Vorjahr 2 T€). (1 7 ) Steuern vom Einkommen und Ertrag Bis zum Abschlussstichtag wurde das Mindeststeuergesetz entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") erlassen. Das Mindeststeuergesetz wird zum 01.01.2024 anwendbar. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen dieses Steuergesetzes auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen Auswirkungen. (1 8 ) Periodenfremde Erträge Es sind periodenfremde Erträge in von 3 T€ in 2023 entstanden. (1 9 ) Ergebnisverwendung Im Rahmen einer Vereinbarung zur Verlustübernahme mit der Konzernobergesellschaft Diehl Stiftung & Co. KG hat diese den Jahresverlust von 1,3 Mio. € ausgeglichen. Sonstige Angaben( 20 ) Mitarbeiter
( 21 ) Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Diehl Verwaltungs-Stiftung, Nürnberg, für den größten Kreis von Unternehmen und in den Konzernabschluss der Diehl Stiftung & Co. KG, Nürnberg, für den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Die Konzernabschlüsse werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger bekannt gemacht. ( 22 ) Angaben zu den Organmitgliedern der Gesellschaft Mitglieder der Geschäftsführung:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wurde unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. ( 23 ) Honorare der Abschlussprüfer Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese Angaben im Konzernabschluss der Diehl Stiftung & Co. KG, Nürnberg, erfolgen. (2 4 ) Angaben gemäß § 268 Abs. 8 HGB Der Gesamtbetrag im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB beträgt 36 T€ und resultiert ausschließlich aus bilanzierten aktiven latenten Steuern. ( 2 5 ) Nachtragsbericht Zwischen dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 und dem Datum, an dem der Jahresabschluss 2023 aufgestellt wurde, sind bei der Gesellschaft keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens gehabt hätten.
Zehdenick, 04. März 2024 Diehl Advanced Mobility GmbH Boris Biere Andreas Kaltenbach Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 EUR
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Diehl Advanced Mobility GmbH, Zehdenick Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Diehl Advanced Mobility GmbH, Zehdenick, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Diehl Advanced Mobility GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 16. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thorsten Dzulko, Wirtschaftsprüfer ppa. Thomas Arthur Lang, Wirtschaftsprüfer
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