Sparkasse Donnersberg

Rockenhausen

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kaiserslautern HRA 11374
Eingetragen
1.3.2000
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Die Sparkasse ist ein Kreditinstitut und betreibt Bankgeschäfte. Sie hat als kommunales Wirtschaftsunternehmen die Aufgabe, vorrangig im Gebiet ihres Gewährträgers, die Versorgung mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen zu sichern. Sie erbringt ihre Leistungen für die Bevölkerung, die Wirtschaft, den Mittelstand und die öffentliche Hand und fördert die Vermögensbildung breiter Bevölkerungsschichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Roth
seit 2.7.2012
Vorstandsmitglied
Günther Bolinius
seit 22.9.2005
Vorsitzender des Vorstands

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sparkasse Donnersberg

Rockenhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

der Sparkasse Donnersberg
Sitz Rockenhausen
eingetragen beim
Amtsgericht Kaiserslautern
Handelsregister-Nr. HRA 11374

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2022
EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 7.560.210,37 9.625
b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 4.728.155,72 12.158
12.288.366,09 21.782
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung
bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen
sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen
0,00 0
b) Wechsel 0,00 0
0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 151.288.334,85 98.977
b) andere Forderungen 111.504.826,52 131.251
262.793.161,37 230.227
4. Forderungen an Kunden 920.123.886,92 949.072
darunter:
durch
Grundpfand-
rechte gesichert
476.468.756,73 EUR (466.777)
Kommunal-
kredite
72.346.858,65 EUR (85.133)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter:
beleihbar
bei der
Deutschen
Bundesbank
0,00 EUR (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0
darunter:
beleihbar
bei der
Deutschen
Bundesbank
0,00 EUR (0)
0,00 0
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 15.544.275,38 9.463
darunter:
beleihbar
bei der
Deutschen
Bundesbank
15.544.275,38 EUR (9.463)
bb) von anderen Emittenten 181.287.803,12 198.448
darunter:
beleihbar
bei der
Deutschen
Bundesbank
90.332.418,40 EUR (61.587)
196.832.078,50 207.911
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 0
Nennbetrag 0,00 EUR (0)
196.832.078,50 207.911
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 88.856.179,00 87.941
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen 8.078.912,46 8.079
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 EUR (0)
an Finanz-
dienstleistungs-
instituten
488.956,61 EUR (489)
an Wertpapier-
instituten
0,00 EUR (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.419.514,06 3.420
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 EUR (0)
an Finanz-
dienstleistungs-
instituten
0,00 EUR (0)
an Wertpapier-
instituten
0,00 EUR (0)
9. Treuhandvermögen 5.497.651,83 6.100
darunter:
Treuhandkredite
5.497.651,83 EUR (6.100)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand
einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch
0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
69.416,86 91
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0
69.416,86 91
12. Sachanlagen 9.221.309,39 9.355
13. Sonstige Vermögensgegenstände 8.460.029,82 22.201
14. Rechnungsabgrenzungsposten 66.506,31 49
15. Aktive latente Steuern 7.819.576,23 7.780
Summe der Aktiva 1.523.526.588,84 1.554.008

Passivseite

31.12.2022
EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 1.052.660,65 258
b) mit vereinbarter Laufzeit
oder Kündigungsfrist
326.279.870,44 399.364
327.332.531,09 399.622
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist
von drei Monaten
115.894.349,37 159.227
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist
von mehr als drei Monaten
20.883.731,40 5.832
136.778.080,77 165.060
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 585.374.635,32 673.409
bb) mit vereinbarter Laufzeit
oder Kündigungsfrist
301.967.767,20 154.466
887.342.402,52 827.876
1.024.120.483,29 992.935
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 5.029.786,66 5.015
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0
darunter:
Geldmarkt-
papiere
0,00 EUR (0)
5.029.786,66 5.015
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 5.497.651,83 6.100
darunter:
Treuhand-
kredite
5.497.651,83 EUR (6.100)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.067.740,62 602
6. Rechnungsabgrenzungsposten 44.993,57 59
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen
11.359.205,00 11.953
b) Steuerrückstellungen 365.024,72 45
c) andere Rückstellungen 6.984.549,68 7.897
18.708.779,40 19.896
8. (weggefallen)
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 17.606.270,16 17.607
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter:
vor Ablauf von
zwei Jahren fällig
0,00 EUR (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 36.000.000,00 36.000
12. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 0,00 0
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Gewinnrücklagen
ca) Sicherheitsrücklage 86.272.645,28 74.950
86.272.645,28 74.950
d) Bilanzgewinn 1.845.706,94 1.223
88.118.352,22 76.173
Summe der Passiva 1.523.526.588,84 1.554.008
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus
weitergegebenen abgerechneten Wechseln
0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften
und Gewährleistungsverträgen
16.004.326,29 14.608
c) Haftung aus der Bestellung von
Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten
0,00 0
16.004.326,29 14.608
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus
unechten Pensionsgeschäften
0,00 0
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 62.537.115,69 74.537
62.537.115,69 74.537

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1.1.-31.12.2022
EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 30.328.546,94 19.715
darunter:
abgesetzte
negative Zinsen
0,00 EUR (73)
aus der Abzinsung
von Rückstellungen
42.915,97 EUR (14)
b) festverzinslichen Wertpapieren
und Schuldbuchforderungen
4.805.184,15 2.596
darunter:
abgesetzte
negative Zinsen
0,00 EUR (0)
35.133.731,09 22.311
2. Zinsaufwendungen 12.156.309,36 4.986
darunter:
abgesetzte
positive Zinsen
39.991,10 EUR (609)
aus der Aufzinsung
von Rückstellungen
170.602,58 EUR (399)
22.977.421,73 17.325
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 2.117.896,96 2.658
b) Beteiligungen 680.105,22 274
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 1.747.289,61 154
4.545.291,79 3.087
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen
0,00 0
5. Provisionserträge 9.005.417,45 9.089
6. Provisionsaufwendungen 837.808,85 873
8.167.608,60 8.216
7. Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 2.369.944,05 3.795
darunter:
aus der
Fremdwährungs-
umrechnung
41.819,35 EUR (69)
aus der Abzinsung
von Rückstellungen
0,00 EUR (0)
9. (weggefallen)
38.060.266,17 32.423
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 10.606.802,28 10.523
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung
3.299.901,16 3.517
darunter:
für Alters-
versorgung
1.147.144,17 EUR (1.432)
13.906.703,44 14.040
b) andere Verwaltungsaufwendungen 6.251.740,57 6.570
20.158.444,01 20.610
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
673.798,97 782
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 521.278,22 583
darunter:
aus der
Fremdwährungs-
umrechnung
10.929,01 EUR (0)
aus der Aufzinsung
von Rückstellungen
0,00 EUR (0)
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen
und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen
zu Rückstellungen im Kreditgeschäft
2.005.629,95 2.310
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten
Wertpapieren sowie aus der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft
0,00 0
2.005.629,95 2.310
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und
wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere
0,00 2.857
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Wertpapieren
69.790,00 0
69.790,00 2.857
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. Zuführungen zum oder Entnahmen aus dem
Fonds für allgemeine Bankrisiken
0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 14.770.905,02 5.280
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 0
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.756.252,38 1.393
darunter: Veränderung der Steuerabgrenzung
nach
§ 274 HGB
39.958,17 EUR (94)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht
unter Posten 12 ausgewiesen
68.945,70 64
2.825.198,08 1.457
25. Jahresüberschuss 11.945.706,94 3.823
26. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
11.945.706,94 3.823
27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus der Sicherheitsrücklage 0,00 0
b) aus anderen Rücklagen 0,00 0
0,00 0
11.945.706,94 3.823
28. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die Sicherheitsrücklage 10.100.000,00 2.600
b) in andere Rücklagen 0,00 0
10.100.000,00 2.600
29. Bilanzgewinn 1.845.706,94 1.223

A N H A N G

A. ALLGEMEINE ANGABEN:


Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern.


Bei der Fristengliederung nach den Vorschriften der §§ 8 und 9 RechKredV blieben anteilige Zinsen unberücksichtigt (§ 11 Satz 3 RechKredV).


Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach § 340i Abs. 1 HGB wurde verzichtet, da die Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN:


Forderungen an Kunden und Kreditinstitute haben wir grundsätzlich mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Bei der Auszahlung von Darlehen einbehaltene Disagien werden auf deren Laufzeit bzw. Festzinsbindungsdauer verteilt. Von Dritten erworbene Schuldscheindarlehen wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt; sie wurden gegebenenfalls auf den niedrigeren Marktpreis abgeschrieben. Von einer Vereinnahmung von Zinserträgen wird - ungeachtet des Rechtsanspruches - dann abgesehen, wenn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Realisierung der Zinserträge nicht zu erwarten ist. Für akute Ausfallrisiken haben wir bei Forderungen in Höhe des zu erwartenden Ausfalls Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Außerdem haben wir auf Grundlage der zur internen Risikosteuerung verwendeten Methoden Pauschalwertberichtigungen für den latent ausfallgefährdeten Forderungsbestand sowie Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen gebildet. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen erfolgte gemäß den Vorgaben des IDW RS BFA 7 in Höhe des 12-Monats Expected Loss im Sinne der Bewertungsvereinfachung. Der Ausweis der Pauschalwertberichtigungen erfolgt als Risikovorsorge zu den Forderungen an Kunden (Aktivposten 4) und den Forderungen an Kreditinstitute (Aktivposten 3). Die für Eventualverbindlichkeiten sowie unwiderrufliche Kreditzusagen ermittelten Pauschalwertberichtigungen werden an den Unterstrichpositionen abgesetzt und als Risikovorsorge/pauschale Rückstellungen in den anderen Rückstellungen (Passivposten 7c) ausgewiesen. Für widerrufliche Kreditzusagen erfolgt der Ausweis als Risikovorsorge/pauschale Rückstellungen in den anderen Rückstellungen (Passivposten 7c).


Für die besonderen Risiken des Geschäftszweiges der Kreditinstitute bestehen Vorsorgereserven.

Wertpapiere (Anlagebuch)


Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung (gemildertes Niederstwertprinzip) vorgenommen.


Der niedrigere beizulegende Wert wurde grundsätzlich aus dem jeweiligen Börsen- oder Marktpreis am Bilanzstichtag abgeleitet.


Für die Ermittlung des Bewertungskurses haben wir die festverzinslichen Wertpapiere daraufhin untersucht, ob zum Bilanzstichtag ein aktiver Markt vorliegt. Für die Abgrenzung, ob ein aktiver Markt vorliegt, haben wir die Kriterien zugrunde gelegt, die in der MiFiD II (Markets in Financial Instruments Directive-Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai 2014) für die Abgrenzung eines liquiden von einem illiquiden Markt festgelegt wurden. Auf Basis der Abgrenzungskriterien liegen für die festverzinslichen Wertpapiere nahezu vollständig nicht aktive Märkte vor.


In den Fällen, in denen wir nicht von einem aktiven Markt ausgehen konnten (insgesamt 179,7 Mio. Euro Nominalvolumen der festverzinslichen Wertpapiere), haben wir die Bewertung anhand von Kursen des Kursinformationsanbieters Refinitiv vorgenommen, denen unter Verwendung laufzeit- und risikoadäquater Zinssätze ein Discounted Cashflow-Modell zugrunde liegt.


Aufgrund neuer regulatorischer Anforderungen, welche zum Zeitpunkt des Erwerbs bestimmter, dem Anlagevermögen zugeordneter Wertpapiere noch nicht bekannt waren, wurden Wertpapiere des Anlagevermögens, die ursprünglich dauerhaft dem Geschäftsbetrieb dienen sollten, mit einem Buchwert in Höhe von 37,8 Mio. Euro verkauft, um Konzentrationsrisiken zu vermindern. Dabei wurden Kursverluste in Höhe von 2,1 Mio. Euro realisiert.


Für die besonderen Risiken des Geschäftszweiges der Kreditinstitute bestehen Vorsorgereserven.


Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Bei einer Beteiligung waren in der Vergangenheit wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorzunehmen.


Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer bilanziert. Vermögensgegenstände von geringem Wert, deren Anschaffungskosten 250 Euro nicht übersteigen, wurden aus Vereinfachungsgründen sofort als Sachaufwand erfasst. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als 250 Euro bis 800 Euro wurden in Anlehnung an die steuerlichen Regelungen im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.


Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene kapitalgedeckte Rentenversicherungen in Höhe von 3,9 Mio. Euro wurden zu ihrem beizulegenden Wert bewertet.


Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Unterschied zwischen Erfüllungs- und niedrigerem Ausgabebetrag wurde unter den Rechnungsabgrenzungen ausgewiesen.


Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach dem modifizierten Teilwertverfahren ermittelt. Die Rückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,83 %. Für die Berechnungen wurde für das Jahr 2024 der bekannte Tarifabschluss für die Anwärter und Ruhgehaltsbezieher berücksichtigt; dies gilt ebenso für die übrigen Rentner und Witwen mit dem Unterschied, dass deren Erhöhung erst Ende des Jahres 2024 beziehungsweise am Jahresanfang 2025 erfolgt. Für die Anwartschaften wurde als langfristiger Trend für die Zeit ab dem Jahr 2025 eine Dynamik von 3 % berücksichtigt. Die anrechenbare gesetzliche Rente wurde bei dieser Personengruppe mit einer Erhöhung von 2 % dynamisiert. Bei den Pensionären wurde ein langfristiger Rententrend ab dem Jahr 2025 von 2,5 % eingerechnet. Die zugrunde gelegten biometrischen Daten ergeben sich aus den HEUBECK Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck. Aufgrund einer gesetzlichen Neuregelung wird für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen seit 2016 ein Durchschnittszinssatz angewendet, dem ein zehnjähriger Betrachtungszeitraum zugrunde liegt. Gegenüber dem vorher zugrunde gelegten siebenjährigen Betrachtungszeitraum ergibt sich ein um 124 Tsd. Euro niedrigerer Ausweis der Pensionsrückstellungen; dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.


Für Beihilfeverpflichtungen gegenüber den berechtigten Mitarbeitern und Pensionären wurden Rückstellungen, die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wurden, gebildet.


Für eventuelle Zinsansprüche von Kunden aus Prämiensparverträgen haben wir in unserem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 Rückstellungen gebildet. Dabei haben wir im Rahmen einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung unter Berücksichtigung bisheriger und erwarteter Kundenreaktionen für bereits beendete Verträge die Wahrscheinlichkeit beurteilt, dass Ansprüche geltend gemacht werden, sowie für noch laufende Verträge die voraussichtlichen Belastungen aus Nachberechnungsansprüchen der Kunden am Ende der Vertragslaufzeit geschätzt. Bei der Bewertung dieser Rückstellung haben wir einen Referenzzinssatz für langfristige Spareinlagen zugrunde gelegt, der die vom BGH vorgegebenen Rahmenbedingungen berücksichtigt.


Soweit im Übrigen Rückstellungen erforderlich waren, wurden sie in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Soweit erforderlich wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Ursprungslaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Für diese (langfristigen) Rückstellungen wurde die Abzinsung im letzten Laufzeitjahr eingestellt. Rückstellungen mit einer Ursprungslaufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes und der Restlaufzeit wurden in den Posten 1 und 2 der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.


Nach IDW RS BFA 3 n. F. sind die zinsbezogenen Instrumente des Bankbuchs (Zinsbuch) einer verlustfreien Bewertung zu unterziehen. Zu diesem Zweck werden die zinsbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden sowie derivative Finanzinstrumente, insbesondere Zins-Swaps, des Bankbuchs einem Saldierungsbereich zugeordnet. Für diesen ist unter Berücksichtigung von voraussichtlich zur Bewirtschaftung des Bankbuchs erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und Verwaltungskosten) zu prüfen, ob aus den noch zu erwartenden Zahlungsströmen bis zur vollständigen Abwicklung des Bestands ein Verlust droht. Die Sparkasse wendet die barwertige Berechnungsmethode an. Der Barwert ergibt sich aus den zum Abschlussstichtag abgezinsten Zahlungsströmen des Bankbuchs. Betrags- und Laufzeitinkongruenzen sind mittels fiktiver Geschäfte zu schließen. Auf der Passivseite ist dabei der angenommene individuelle Refinanzierungsaufschlag der Sparkasse zu berücksichtigen. Die künftigen für die vollständige Abwicklung des Bankbuchs benötigten Verwaltungskosten wurden aus statistischen Daten abgeleitet. Der ermittelte Verwaltungskostensatz wurde auch für den Einbezug sogenannter Overheadkosten berücksichtigt. Weiterhin wurden Gebühren und Provisionserträge, die direkt aus den Zinsprodukten resultieren, im Rahmen der verlustfreien Ermittlung des Bankbuchs berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich kein Verpflichtungsüberschuss.


Die quantitative Ermittlung von nicht-passivierten mittelbaren Pensionsverpflichtungen erfolgt nach einer auf Basis der Rechtsauffassung des IDW entwickelten Methodik. Sparkassen haben ihren Arbeitnehmern Leistungen der betrieblichen Altersversorgung nach Maßgabe des "Tarifvertrags über die zusätzliche Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes - Altersvorsorge-TV-Kommunal (ATV-K)" zugesagt. Um den anspruchsberechtigten Mitarbeitern die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung gemäß ATV-K zu verschaffen, ist die Sparkasse Mitglied in der Bayerischen Versorgungskammer, Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden, München, (ZKdbG). Die ZKdbG finanziert die Versorgungsverpflichtungen im Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren (Hybridfinanzierung). Hierbei werden im Rahmen eines Abschnittdeckungsverfahrens ein Umlagesatz und ein Zusatzbeitrag bezogen auf die zusatzversorgungspflichtigen Entgelte der versicherten Beschäftigten ermittelt. Aus den Zusatzbeiträgen wird gemäß § 64 der ZVK-Satzung innerhalb des Vermögens der Zusatzversorgungskasse (ZVK) ein separater Kapitalstock aufgebaut. Insgesamt betrug im Geschäftsjahr 2023 der Finanzierungssatz (Umlagesatz und Zusatzbeitrag) 7,75 % der umlagepflichtigen Gehälter. Der Umlagesatz bleibt in 2024 unverändert bei 3,75 %.


Der Rechtsanspruch der versorgungspflichtigen Mitarbeiter zur Erfüllung des Leistungsanspruchs gemäß ATV-K richtet sich gegen die ZVK, während die Verpflichtung der Sparkasse ausschließlich darin besteht, der ZVK im Rahmen des mit ihr begründeten Mitgliedschaftsverhältnisses die erforderlichen, satzungsmäßig geforderten Finanzierungsmittel zur Verfügung zu stellen. Die Gesamtaufwendungen für die Zusatzversicherung bei versorgungspflichtigen Entgelten von 9,2 Mio. Euro betrugen im Geschäftsjahr 2023 0,7 Mio. Euro.


Nach der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) in der Stellungnahme zur Rechnungslegung IDW RS HFA 30 n. F. vertretenen Rechtsauffassung begründet die Durchführung der betrieblichen Altersversorgung bei einem externen Versorgungsträger wie der ZVK handelsrechtlich eine mittelbare Versorgungsverpflichtung. Die ZVK hat im Auftrag der Sparkasse den nach Rechtsauffassung des IDW (vgl. IDW RS HFA 30 n. F.) zu ermittelten Barwert der auf die Sparkasse im umlagefinanzierten Abrechnungsverband entfallenden Leistungsverpflichtung zum 31.12.2023 ermittelt. Unabhängig davon, dass es sich bei dem Kassenvermögen um Kollektivvermögen aller Mitglieder des umlagefinanzierten Abrechnungsverbands handelt, ist es gemäß IDW RS HFA 30 n. F. für Zwecke der Angaben im Anhang nach Art. 28 Abs. 2 EGHGB anteilig in Abzug zu bringen. Auf dieser Basis beläuft sich der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB anzugebende Betrag auf 11,7 Mio. Euro.


Der Barwert der auf die Sparkasse entfallenden Leistungsverpflichtungen wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung einer gemäß Satzung der ZVK unterstellten jährlichen Rentensteigerung von 1 % und unter Anwendung der HEUBECK Richttafeln 2005G (modifiziert) ermittelt. Als Diskontierungszinssatz wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB i. V. m. der Rückstellungsabzinsungsverordnung der auf Basis der vergangenen zehn Jahre ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz von 1,82 % verwendet, der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Da es sich nicht um ein endgehaltbezogenes Versorgungssystem handelt, sind erwartete Gehaltssteigerungen nicht zu berücksichtigen. Die Daten zum Versichertenbestand der Versorgungseinrichtung per 31.12.2023 liegen derzeit noch nicht vor, sodass auf den Versichertenbestand per 31.12.2022 abgestellt wurde.


Der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB anzugebende Betrag bezieht sich auf die Einstandspflicht der Sparkasse gemäß § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG, bei der die Sparkasse für die Erfüllung der zugesagten Leistung einzustehen hat (Subsidiärhaftung), sofern die ZVK die vereinbarten Leistungen nicht erbringt. Hierfür liegen gemäß der Einschätzung des verantwortlichen Aktuars im Aktuar-Gutachten 2023 für die Sparkasse keine Anhaltspunkte vor. Vielmehr bestätigt der verantwortliche Aktuar der ZVK in diesem Gutachten die Angemessenheit der rechnungsmäßigen Annahmen zur Ermittlung des Finanzierungssatzes und bestätigt auf Basis des versicherungsmathematischen Äquivalenzprinzips die dauernde Erfüllbarkeit der Leistungsverpflichtungen der ZVK.


Es besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.


Strukturierte Produkte (Forward-Darlehen, Schuldscheindarlehen und Wertpapiere mit Sonderausstattungen) werden unter Berücksichtigung der Stellungnahme zur Rechnungslegung des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW RS HFA 22) grundsätzlich einheitlich (ohne Abspaltung der Nebenrechte) bilanziert.


Die Sparkasse ist an "Sparkassen-Kreditbasket-Transaktionen" beteiligt. Die Abwicklung dieser strukturierten Produkte erfolgt über Credit Linked Notes, deren Bestandteile entsprechend der Stellungnahme IDW RS BFA 1, einzeln bilanziert und bewertet wurden. Dazu wurden die Originatoren-Credit Linked Notes (O-CLN) aufgespalten in variabel verzinsliche Inhaberschuldverschreibungen und Credit Default Swaps (CDS), bei denen die Sparkasse Sicherungsnehmer ist. Die Investoren-Credit Linked Notes (I-CLN) wurden aufgespalten in variabel verzinsliche Wertpapiere und Credit Default Swaps (CDS), bei denen die Sparkasse Sicherungsgeber ist.


Die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro erfolgte mit dem Euro-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank; bei einer Währung wurde zur Bewertung der gestellte Mittelkurs der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Frankfurt am Main und Erfurt, herangezogen. Die Sortenbestände wurden zu den Euro-Verkaufskursen der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Frankfurt am Main und Erfurt, bewertet.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR JAHRESBILANZ

AKTIVSEITE

3. FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE 31.12.2023 Vorjahr
Tsd. Euro Tsd. Euro
In dieser Position sind enthalten:
• Forderungen an die eigene Girozentrale 10.277
Die Unterposition b) - andere Forderungen - gliedert
sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
• bis drei Monate 0
• mehr als drei Monate bis ein Jahr 0
• mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 60.000
• mehr als fünf Jahre 49.986
4. FORDERUNGEN AN KUNDEN
In dieser Position sind enthalten:
• Forderungen an verbundene Unternehmen 3.387 1.812
• Forderungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
1.717 1.716
• nachrangige Forderungen 939 995
darunter: an verbundene Unternehmen 939 995
Die Position gliedert sich nach Restlaufzeiten
wie folgt:
• bis drei Monate 22.832
• mehr als drei Monate bis ein Jahr 62.533
• mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 256.916
• mehr als fünf Jahre 551.446
• mit unbestimmter Laufzeit 25.835
5. SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND
ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE
Von den in dieser Position enthaltenen Wertpapieren
sind
• börsennotiert 152.714
• nicht börsennotiert 44.118
Von den in dieser Position enthaltenen Wertpapieren
werden im Folgejahr fällig:
11.904
Nicht mit dem Niederstwert bewertet wurden Wertpapiere mit Buchwerten
von insgesamt 133.414 Tsd. Euro und beizulegenden Zeitwerten von
insgesamt 123.842 Tsd. Euro. Nach unserer Auffassung dürfte die Wert-
minderung voraussichtlich nicht von Dauer sein, weil keine Zweifel an einer
vollständigen Wertaufholung und Einlösung zum Nennbetrag bestehen.
6. AKTIEN UND ANDERE NICHT
FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE
Von den in dieser Position enthaltenen
Wertpapieren sind
• börsennotiert ---
• nicht börsennotiert 88.856
Die Sparkasse hält alle Anteile an einem Spezial-Sondervermögen, das über-
wiegend in Immobilienfonds und in Rentenwerten investiert ist. Der
Buchwert von 88,2 Mio. Euro entspricht dem Marktwert (Rücknahmepreis)
abzüglich der hierfür gebildeten Vorsorgereserven. Die in 2023 erfolgten
Ausschüttungen belaufen sich auf 2,1 Mio. Euro.
9. TREUHANDVERMÖGEN
Das ausgewiesene Treuhandvermögen stellt in voller Höhe Forderungen an
Kunden (Aktivposten 4.) dar.
12.SACHANLAGEN
In dieser Position sind enthalten:
• im Rahmen der eigenen Tätigkeit
genutzte Grundstücke und Gebäude
4.476
• Betriebs- und Geschäftsausstattung 824

15. AKTIVE LATENTE STEUERN


Aufgrund abweichender Ansatz- und Bewertungsvorschriften zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen zum 31.12.2023 Steuerlatenzen. Dabei wird der Gesamtbetrag der künftigen Steuerbelastungen in Höhe von 489 Tsd. Euro durch absehbare Steuerentlastungen überdeckt. Die Steuerentlastungen resultieren mit 8.309 Tsd. Euro aus bilanziellen Ansatzunterschieden. Die Ermittlung der Differenzen erfolgte unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 29,34 % (Körperschaft- und Gewerbesteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag). Der Saldo in Höhe von 7.820 Tsd. Euro unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB.

MEHRERE POSITIONEN DER AKTIVSEITE BETREFFENDE ANGABEN


Von den auf der Aktivseite ausgewiesenen Vermögensgegenständen lauten insgesamt 3.199 Tsd. Euro auf Fremdwährung.

Anlagenspiegel

Entwicklung des
Anlagevermögens
(Angaben in Tsd. Euro)
Immaterielle
Anlagewerte
Sachanlagen
Entwicklung der
Anschaffungs-/
Herstellungskosten
Stand am 1.01. des
Geschäftsjahres
798 20.889
Zugänge 3 515
Abgänge 143 344
Umbuchungen 0 0
Stand am 31.12. des
Geschäftsjahres
658 21.060
Entwicklung der
kumulierten
Abschreibungen
Stand am 1.01. des
Geschäftsjahres
707 11.534
Abschreibungen im
Geschäftsjahr
25 648
Zuschreibungen im
Geschäftsjahr
0 0
Änderung der
gesamten
Abschreibungen
Im
Zusammenhang
mit Zugängen
0 0
Im
Zusammenhang
mit Abgängen
143 344
Im
Zusammenhang
mit Umbuchungen
0 0
Stand am 31.12. des
Geschäftsjahres
589 11.839
Buchwerte Stand am 1.01. des
Geschäftsjahres
91 9.355
Stand am 31.12. des
Geschäftsjahres
69 9.221
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in Tsd. Euro)
Schuldverschreibungen
und andere
festverzinsliche
Wertpapiere
Aktien und
andere nicht
festverzinsliche
Wertpapiere
Beteiligungen Anteile an
verbundenen
Unternehmen
Entwicklung der
Anschaffungs-/
Herstellungskosten
210.554 0 12.780 3.420
-30.550 0 -4.701 0
Entwicklung der
kumulierten
Abschreibungen
Veränderungssaldo
(§ 34 Abs. 3 RechKredV)
Buchwerte (ohne anteilige Zinsen) 206.294 0 8.079 3.420
180.004 0 8.079 3.420

PASSIVSEITE

1. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN 31.12.2023
Tsd. Euro
Vorjahr
Tsd. Euro
In dieser Position sind enthalten:
• Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen Girozentrale
97.486
Die Unterposition b) - mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist - gliedert
sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
• bis drei Monate 37.710
• mehr als drei Monate bis ein Jahr 57.822
• mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 90.913
• mehr als fünf Jahre 137.568
Der Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögensgegenstände für die
in dieser Position enthaltenen Verbindlichkeiten beläuft sich auf insgesamt
77.851 Tsd. Euro.
2. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KUNDEN
In dieser Position sind enthalten:
• Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
5.805 5.243
• Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
1.894 69
Die Unterposition a) ab) - Spareinlagen mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungs-
frist von mehr als drei Monaten - gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
• bis drei Monate 2.608
• mehr als drei Monate bis ein Jahr 17.909
• mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 367
• mehr als fünf Jahre 0
Die Unterposition b) bb) - andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder
Kündigungsfrist - gliedert sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
• bis drei Monate 72.746
• mehr als drei Monate bis ein Jahr 85.327
• mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 118.178
• mehr als fünf Jahre 24.792

3. VERBRIEFTE VERBINDLICHKEITEN


Von den in Unterposition a) enthaltenen Schuldverschreibungen werden in dem auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr 5.000 Tsd. Euro fällig.

4. TREUHANDVERBINDLICHKEITEN


Bei den Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Passivposten 1.).

6. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN


In dieser Position ist der Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag und niedrigerem Auszahlungsbetrag von Forderungen in Höhe von 24 Tsd. Euro (Vorjahr: 30 Tsd. Euro) enthalten.

9. NACHRANGIGE VERBINDLICHKEITEN


Für die in dieser Position ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von 386 Tsd. Euro angefallen.


Sämtliche Mittelaufnahmen übersteigen jeweils 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten und setzen sich wie folgt zusammen:

Betrag
Tsd. Euro
Zinssatz
%
Fälligkeit

Vorzeitige
Rückzahlungsverpflichtung
2.500 2,060 30.03.2026 ja
2.500 2,140 30.11.2026 ja
2.500 2,320 10.11.2027 ja
2.500 2,400 25.07.2028 ja
2.500 2,775 26.09.2028 nein
5.000 1,880 24.11.2031 nein


Die Bedingungen der im Passivposten "Nachrangige Verbindlichkeiten" enthaltenen Mittelaufnahmen entsprechen dem Artikel 63 der Capital Requirements Regulation (CRR). Die Umwandlung in Kapital oder eine andere Schuldform ist in keinem Fall vereinbart oder vorgesehen.


Im Bilanzausweis sind 106 Tsd. Euro anteilige Zinsen enthalten.

MEHRERE POSITIONEN DER PASSIVSEITE BETREFFENDE ANGABEN


Von den auf der Passivseite ausgewiesenen Verbindlichkeiten lauten insgesamt 3.026 Tsd. Euro auf Fremdwährung.

PASSIVSEITE UNTER DEM STRICH

1. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN 31.12.2023
Tsd. Euro
In dieser Position sind enthalten:
• Haftungsverhältnisse gegenüber
verbundenen Unternehmen
230


Soweit aus den hier ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag mit einer Inanspruchnahme zu rechnen war, wurden entsprechende Rückstellungen gebildet (Passivposten 7.c). Für die übrigen Eventualverbindlichkeiten lagen keine Anhaltspunkte für drohende Inanspruchnahme vor.

2. ANDERE VERPFLICHTUNGEN


Soweit aus den hier ausgewiesenen anderen Verpflichtungen am Bilanzstichtag mit einer Inanspruchnahme zu rechnen war, wurden entsprechende Rückstellungen gebildet (Passivposten 7.c). Für die übrigen anderen Verpflichtungen lagen keine Anhaltspunkte für drohende Inanspruchnahmen vor.

MEHRERE POSITIONEN DER AKTIV- UND PASSIVSEITE BETREFFENDE ANGABEN


Die einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 und § 268 Abs. 8 HGB unterliegenden Beträge belaufen sich auf insgesamt 7.943 Tsd. Euro. Aufgrund bereits in Vorjahren erfolgter Gewinnthesaurierungen resultiert daraus keine Ausschüttungssperre für den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG:

25. JAHRESÜBERSCHUSS


Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses sieht vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 vollständig der Sicherheitsrücklage zuzuführen.

E. SONSTIGE ANGABEN

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen


Hier werden die Anteile an folgenden Unternehmen ausgewiesen:

Name, Sitz Höhe des
Kapitalanteils
Eigenkapital Jahresergebnis
% Tsd. Euro Tsd. Euro
Sparkassenverband Rheinland-Pfalz,
Mainz
2,0 - -
Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe
mbH & Co. KG, Neuhardenberg
0,1 3.285.298
(31.12.2022)
+ 2.830
(2022)
Deutsche Sparkassen Leasing
AG & Co. KG, Bad Homburg v. d. Höhe
0,1 697.090
(30.09.2022)
+ 51.994
(2021/2022)
VBG Versicherungsbeteiligungsgesellschaft
mbH & Co. KG, München
0,2 1.330.461
(30.06.2023)
+ 12.898
(2022/2023)
VBG Versicherungsbeteiligungsverwaltungs-
gesellschaft mbH, München
0,2 56
(30.06.2023)
+ 5
(2022/2023)
Donnersberger konzepte GmbH,
Rockenhausen
100,0 1.746
(31.12.2022)
+ 116
(2022)
Donnersberger projekte GmbH & Co. KG,
Rockenhausen
100,0 3.443
(31.12.2022)
+ 1.631
(2022)


Angaben gemäß § 340a Abs. 4 Nr. 1 HGB


Ein Vorstandsmitglied der Sparkasse ist Mitglied des Aufsichtsrates der Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG, München.

Derivative Finanzinstrumente


Die Sparkasse hat Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten abgeschlossen. Von den am Bilanzstichtag 2023 noch nicht abgewickelten Geschäfte entfallen nominal 136,0 Mio. Euro auf Zinsswapgeschäfte.


Diese Zinsswapgeschäfte in Höhe von nom. 136,0 Mio. Euro mit einem Zeitwert zum Jahresende von insgesamt + 9,9 Mio. Euro dienen ausschließlich zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos auf Gesamtbankebene. Für diese Zinsswapgeschäfte wurde der jeweilige Zeitwert als Barwert künftiger Zahlungsströme auf Basis der Marktzinsmethode unter Heranziehung der Swap-Zinskurven zum 31.12.2023 ermittelt. Da auch unter Einbeziehung dieser Zinsswapgeschäfte der Barwert unseres Zinsbuchs am Bilanzstichtag den Buchwert des Zinsbuchs überstieg, war die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste nicht erforderlich.

Strukturierte Produkte


Die Sparkasse hat sich an Sparkassen-Kreditbasket-Transaktionen beteiligt. Zum Jahresende hat die Sparkasse eine Investoren-Credit Linked Note (I-CLN) mit einem Buchwert von 4,9 Mio. Euro und fünf Originatoren-Credit Linked Notes (O-CLN) mit einem Buchwert von 5,0 Mio. Euro im Bestand. Die Originatoren-Credit Linked Notes (O-CLN) werden in Inhaberschuldverschreibungen und in Credit Default Swaps (CDS) aufgeteilt; bei der Investoren-Credit Linked Note (I-CLN) erfolgt ebenfalls eine Aufteilung in ein verzinsliches Wertpapier und in einen Credit Default Swap (CDS), sie sind dem Anlagevermögen zugeordnet. Die Zeitwerte der CDS betragen insgesamt - 9 Tsd. Euro zum Jahresende. Die CDS der Investorenseite wurden als gestellte Kreditsicherheit behandelt und das damit übernommene Adressenausfallrisiko als Eventualverbindlichkeit ausgewiesen. Für die übernommene Eventualverbindlickeit wurde Vorsorge in Form von Rückstellungen in Höhe von 14 Tsd. Euro getroffen.


Die Sparkasse hat variabel verzinsliche Schuldverschreibungen (sog. Floater) mit einem Buchwert von 45,0 Mio. Euro in ihrem Bestand, die mit einer Zinsunter- und -obergrenze (sog. Floor und Cap, Nebenrechte) ausgestattet sind. Die Nebenrechte wurden zusammen mit dem Grundgeschäft bilanziert.


Die Sparkasse hat festverzinsliche Schuldverschreibungen mit einem Buchwert von 7,5 Mio. Euro in ihrem Bestand, die mit mehrfachen Kündigungsrechten des Schuldners (Nebenrechte) ausgestattet sind. Die Nebenrechte wurden zusammen mit den Grundgeschäften bilanziert.


Die Sparkasse hat eine festverzinsliche Schuldverschreibung mit einem Buchwert von 10,0 Mio. Euro in ihrem Bestand, die mit einem Kündigungsrecht des Schuldners (Nebenrecht) ausgestattet ist. Im letzten Jahr vor Fälligkeit kann die feste auf eine variable Verzinsung umgestellt werden. Die Nebenrechte wurden zusammen mit dem Grundgeschäft bilanziert.


Die Sparkasse hat variabel verzinsliche Schuldscheindarlehen (sog. Floater) mit einem Buchwert von 25,0 Mio. Euro in ihrem Bestand, die mit einer Zinsuntergrenze (sog. Floor, Nebenrecht) ausgestattet sind. Das Nebenrecht wurde zusammen mit dem Grundgeschäft bilanziert.


Die Sparkasse hat fest- und variabel verzinsliche Schuldscheindarlehen mit einem Buchwert von 8,0 Mio. Euro in ihrem Bestand, die mit einem Kündigungsrecht des Schuldners (Nebenrecht) ausgestattet sind. Das Nebenrecht wurde zusammen mit dem Grundgeschäft bilanziert.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte


Neben der Mitgliedschaft im Stützungsfonds der rheinland-pfälzischen Sparkassen sind wir Mitglied des Sicherungssystems der Deutschen Sparkassenorganisation, wobei das System der freiwilligen Institutssicherung beibehalten wurde. Zusätzlich erfüllt das Sicherungssystem auch die Anforderungen des Einlagensicherungsgesetzes. Aus diesen Verpflichtungen ist über die laufenden jährlichen Beitragsverpflichtungen hinaus derzeit kein akutes Risiko einer wesentlichen Inanspruchnahme erkennbar.

Organe der Sparkasse

Verwaltungsrat
Vorsitzender Stellvertretender Vorsitzender
Guth, Rainer, Landrat Erfurt, Wolfgang, Polizeipräsident i. R.

Mitglieder gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 2 SpkG


Baade, Stefan, selbständiger Landwirt Beck, Rita, Hausfrau Boffo, Manfred, Geschäftsführer einer Fachhandels-GmbH Frey, Bernd, Bürgermeister Fuhrmann, Gerd, Verwaltungsfachwirt i. R.
Hartmüller, Klaus, Hauptkommissar i. R.
Jacob, Rudolf, Bürgermeister Ritzmann, Christian, geschäftsführender Gesellschafter einer landwirtschaftlichen GmbH & Co. KG Stumpf, Christoph, Feuerwehrmann

Mitglieder gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 3 SpkG


Christmann, Gerhard, Kundenberater Medialer Vertrieb Hanauer, Gerd, Firmenkundenberater Jung, Rüdiger, Leiter Referat Compliance Kaufhold, Klaus, Leiter Ressort Interne Revision Leber, Susanne, Sachbearbeiterin Interne Revision

Vorstand


Vorsitzender Bolinius, Günther


Weiteres Vorstandmitglied Roth, Matthias

Gesamtbezüge der Mitglieder des Verwaltungsrates


Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Verwaltungsrates betrugen im Geschäftsjahr 50 Tsd. Euro.

Pensionsrückstellungen für frühere Vorstandsmitglieder


An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene wurden im Geschäftsjahr Versorgungsbezüge in Höhe von 429 Tsd. Euro gezahlt; die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis beliefen sich Ende 2023 auf 5.630 Tsd. Euro.

Kreditgewährungen an Vorstand und Verwaltungsrat


Am 31.12.2023 hatte die Sparkasse an Mitglieder des Vorstandes Kredite in Höhe von 508 Tsd. Euro und an Mitglieder des Verwaltungsrates in Höhe von 1.451 Tsd. Euro ausgereicht.

Abschlussprüferhonorare


Für Abschlussprüfungsleistungen fielen im Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen in Höhe von 261 Tsd. Euro an. Außerdem sind Aufwendungen für andere Bestätigungsleistungen in Höhe von insgesamt 34 Tsd. Euro entstanden.

Mitarbeiter/-innen

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt: Anzahl
Vollzeitkräfte 102
Teilzeit- und Ultimokräfte 88
190
Auszubildende 10
Insgesamt 200

 

Rockenhausen, 22. März 2024

Sparkasse Donnersberg Der Vorstand

Bolinius Roth

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG

zum 31. Dezember 2023

("Länderspezifische Berichterstattung")


Die Sparkasse Donnersberg hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Sparkasse in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Sparkasse Donnersberg besteht im Wesentlichen darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.


Die Sparkasse Donnersberg definiert den Umsatz als Saldo aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/ -aufwand des Handelsbestands (Erträge/Aufwendungen saldiert) und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 38.060 Tsd. Euro.


Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt zum Jahresende 149.


Der Gewinn vor Steuern beträgt 14.771 Tsd. Euro.


Die Steuern auf den Gewinn betragen 2.756 Tsd. Euro. Die Steuern betreffen sowohl laufende als auch latente Steuern.


Die Sparkasse Donnersberg hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sparkasse Donnersberg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der Sparkasse Donnersberg bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sparkasse Donnersberg für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkasse zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Sparkasse unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchstabe f) EU-APrVO i. V. m. § 340k Abs. 3 Satz 2 HGB, dass alle von uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses


Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.


Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:


Bewertung von größeren, risikobehafteten Kreditengagements von Firmenkunden mit höheren Blankoanteilen


Unsere nachfolgende Beschreibung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt aufgebaut:


a) Sachverhalt und Problemstellung


b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse


c) Verweis auf weitergehende Informationen


Bewertung von größeren, risikobehafteten Kreditengagements von Firmenkunden mit höheren Blankoanteilen


a) Im Jahresabschluss der Sparkasse werden zum 31.12.2023 unter dem Aktivposten 4 Forderungen an Kunden ausgewiesen, die rd. 60 % der Bilanzsumme ausmachen. Die Bewertung der Forderungen an Kunden hat deshalb wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss, insbesondere auf die Ertragslage. Das im Vergleich zum Privatkundengeschäft weniger granulare Firmenkundenkreditgeschäft gehört zu den Kerngeschäftsfeldern der Sparkasse. Für die Bewertung derartiger Kreditforderungen mit größeren Blankoanteilen im Rahmen der Rechnungslegung ist neben der Sicherheitenbewertung die zukunftsorientierte Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse der jeweiligen kreditnehmenden Kunden von besonderer Bedeutung.


b) Die relevanten Kreditprozesse (einschließlich Forderungsbewertungsprozess) sowie die Aufbau- und Ablauforganisation (einschließlich interner Kontrollen) der Krediterst- und -weiterbearbeitung haben wir anhand der schriftlich fixierten Organisationsrichtlinien der Sparkasse im Rahmen einer zeitlich vorgezogenen Prüfung der organisatorischen Pflichten und der Risikolage beurteilt. Darüber hinaus haben wir im Rahmen dieser Prüfung eine ebenfalls vorgezogene, risikoorientierte Einzelfallprüfung, die sich auf die Kreditengagements mit höheren Kreditvolumina, höheren Blankoanteilen, bedeutenden Überziehungen sowie schwächeren Ratings erstreckte und auf solche in der Intensiv- und Sanierungsbearbeitung, durchgeführt und dabei insbesondere die wirtschaftlichen Verhältnisse der jeweiligen Kreditnehmer anhand der der Sparkasse dazu vorliegenden Unterlagen beurteilt sowie die Werthaltigkeit der Sicherheiten und der Kreditforderungen bzw. den Risikovorsorgebedarf untersucht. Bei unserer Prüfung haben wir keine Erkenntnisse gewonnen, die auf nicht vertretbare Bonitätseinschätzungen und Sicherheitenbewertungen der Sparkasse für Zwecke der Forderungsbewertung hindeuten.


c) Weitere Informationen zu den Beständen und zu dem Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft sind im Jahresabschluss (Aktivposten 4 und Posten 13 der Gewinn- und Verlustrechnung) sowie in dem Anhang enthalten (Abschnitt B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Abschnitt C. Erläuterungen zur Jahresbilanz, Aktivposten 4). Darüber hinaus verweisen wir auf die Darstellungen und Erläuterungen im Lagebericht (Abschnitte 2.4. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs, 2.5. Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage, 4.2.1.1 Adressenrisiko im Kundengeschäft, 5.2.2. Geschäftsentwicklung und 5.2.4. Ertrags- und Vermögenslage).

Verantwortung des Vorstands und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.


Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-AprVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Sparkasse abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Sparkasse ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Sparkasse.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.


Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.


Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Art. 10 EU-APrVO


Die Prüfungsstelle des Sparkassenverbands Rheinland-Pfalz ist gemäß § 19 Abs. 2 Satz 1 Sparkassengesetz Rheinland-Pfalz gesetzlicher Abschlussprüfer der Sparkasse. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem Prüfungsbericht nach Artikel 11 EU-APrVO in Einklang stehen.


Wir haben die folgenden Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die Sparkasse bzw. für die von ihr beherrschten Unternehmen erbracht:

Prüfung gemäß § 89 des Wertpapierhandelsgesetzes

Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 der

Donnersberger konzepte GmbH, Rockenhausen

Donnersberger projekte GmbH & Co. KG, Rockenhausen

Prüfung gemäß § 16j Abs. 2 Satz 3 des Gesetzes über die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (FinDAG).

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer


Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Dr. Jürgen Kuhlmann.

 

Mainz, den 23.05.2024

Sparkassenverband Rheinland-Pfalz
- Prüfungsstelle -

(Dr. Kuhlmann)
Wirtschaftsprüfer

Lagebericht 2023

1. Grundlagen der Geschäftstätigkeit der Sparkasse


Die Sparkasse Donnersberg ist gemäß § 1 Abs. 1 Sparkassengesetz für Rheinland-Pfalz eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie ist Mitglied des Sparkassenverbands Rheinland-Pfalz (SVRP), Mainz, und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV), Berlin, angeschlossen. Sie ist beim Amtsgericht Kaiserslautern unter der Nummer A 11374 im Handelsregister eingetragen.


Träger der Sparkasse ist der Donnersbergkreis. Ausleihbezirk der Sparkasse sind das Gebiet des Trägers sowie die angrenzenden Kreise. Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat.


Die Sparkasse ist Mitglied im Sparkassenverband Rheinland-Pfalz und über dessen Sparkassenstützungsfonds dem Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das institutsbezogene Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe als Einlagensicherungssystem nach dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) amtlich anerkannt. Das Sicherungssystem stellt im Entschädigungsfall sicher, dass den Kunden der Sparkassen der gesetzliche Anspruch auf Auszahlung ihrer Einlagen gemäß dem EinSiG erfüllt werden kann ("gesetzliche Einlagensicherung"). Darüber hinaus ist es das Ziel des Sicherungssystems, einen Entschädigungsfall zu vermeiden und die Sparkassen selbst zu schützen, insbesondere deren Liquidität und Solvenz zu gewährleisten ("diskretionäre Institutssicherung"). Die Mitgliederversammlung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) hat einen gemeinsamen Beschluss zur Weiterentwicklung des gemeinsamen Sicherungssystems gefasst. Mit ihrer Entscheidung kommt die Gruppe entsprechenden Feststellungen der Aufsichtsbehörden nach. Kern der Einigung ist u. a. ein zusätzlicher Sicherungsfonds, der von den Instituten ab 2025 zu befüllen ist und zusätzlich zu den bestehenden Sicherungsmitteln zur Verfügung stehen soll. Damit soll ermöglicht werden, im Falle einer Krise noch schneller handlungsfähig zu sein.


Die Sparkasse bietet als selbstständiges regionales Wirtschaftsunternehmen zusammen mit ihren Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe Privatkunden, Unternehmen und Kommunen Finanzdienstleistungen und -produkte an, soweit das Sparkassengesetz oder die Satzung keine Einschränkungen vorsehen. Der im Sparkassengesetz für Rheinland-Pfalz verankerte öffentliche Auftrag verpflichtet die Sparkasse, mit ihrer Geschäftstätigkeit in ihrem Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken ihre Leistungen für die Bevölkerung, die Wirtschaft und den Mittelstand und die öffentliche Hand nach wirtschaftlichen Grundsätzen und den Anforderungen des Marktes zu erbringen.


Die Gesamtzahl der Beschäftigten hat sich bis zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr leicht um rund 2 % auf 225 verringert, von denen 100 vollzeitbeschäftigt, 84 teilzeitbeschäftigt sowie 13 in Ausbildung sind. Des Weiteren gibt es 28 passiv Beschäftige wegen Elternzeit und ATZ-Freistellungsphase.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen im Jahr 2023

Volkswirtschaftliches Umfeld


Die Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft verschlechterten sich im Jahr 2023 erneut. Die geopolitische Lage verschärfte sich: zu dem fortdauernden Krieg in der Ukraine kamen die Terroranschläge auf Israel, und auch die Beziehungen zwischen China und den westlichen Staaten verschlechterten sich weiter.


Die Prognose zur Entwicklung der weltweiten Produktion, die der Internationale Währungsfonds (IWF) zum Jahresbeginn 2023 veröffentlicht hatte (+2,9 %), wurde mit 3,1 % leicht übertroffen, u. a. aufgrund der dynamischeren wirtschaftlichen Entwicklung in den USA und in mehreren Schwellenländern. Der Welthandel nahm jedoch lediglich um 0,4 % zu, statt wie prognostiziert um 2,4 % zuzulegen, was die deutsche Exportwirtschaft deutlich belastete.


Deutschland verzeichnete im Jahr 2023 einen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte um 0,3 % (arbeitstäglich bereinigt: -0,1 %), die Prognosen hatten zwischen -0,7 % bis +0,3 % gelegen. Der BIP-Rückgang um 0,3 % war insbesondere auf die Entwicklung der Konsumausgaben zurückzuführen. Die staatlichen Konsumausgaben wurden um 1,5 % verringert und reduzierten das BIP damit um 0,3 Prozentpunkte. Die privaten Konsumausgaben legten nominal um 5,6 % zu, gingen jedoch bedingt durch die hohe Inflation real um 0,7 % zurück, was das gesamtwirtschaftliche Wachstum um 0,4 Prozentpunkte verminderte.


Der Außenhandel, der sich in den Vorjahren erholt hatte, entwickelte sich im Jahr 2023 rückläufig. Da die Importe mit einem Minus von 3,4 % jedoch stärker zurückgingen als die Exporte (-2,2 %), erhöhte der Außenbeitrag das gesamtwirtschaftliche Wachstum um 0,6 Prozentpunkte.


Die sinkende Investitionstätigkeit reduzierte das BIP-Wachstum im Jahr 2023 um 0,1 Prozentpunkte. Während sich sowohl die Bauinvestitionen wie auch die Investitionen in sonstige Anlagen reduzierten, konnten die Ausrüstungsinvestitionen als einzige Verwendungskomponente des BIP 2023 real zulegen (+3,0 %). Hierbei ist jedoch ein Sondereffekt zu beachten, da der staatliche Umweltbonus für gewerblich genutzte Elektrofahrzeuge zu einem deutlichen Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen geführt hat.


Während der Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine in 2022 zu rasant steigenden Energiepreisen und einer hohen Versorgungsunsicherheit geführt hatte, standen in 2023 die negativen Folgeeffekte im Mittelpunkt, allen voran die Zinswende als Reaktion auf die hohe Inflation. Die Energiepreise blieben jedoch - trotz des deutlichen Rückgangs im Vergleich zu den Höchstständen im Jahr 2022 - hoch und belasteten insbesondere die energieintensiven Industriezweige. Von Produktionsproblemen aufgrund von Materialengpässen berichteten im Jahresdurchschnitt noch rund ein Drittel der Unternehmen.


Die nominal verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte nahmen in 2023 deutlich um 6,1 % zu. Da jedoch die Verbraucherpreise fast im gleichen Maße stiegen, blieben die real verfügbaren Einkommen im Vergleich zum Vorjahr beinahe unverändert. Die im Vorjahr deutlich rückläufige Sparquote erhöhte sich im Jahr 2023 von 11,1 % auf 11,4 %. Damit lag die Sparquote leicht über dem Niveau vor dem Ausbruch der Pandemie (Jahresdurchschnitt 2017 - 2019: 10,9 %).


Erste Folgen der konjunkturellen Schwächephase für den deutschen Arbeitsmarkt hatten sich bereits im Jahresverlauf 2022 gezeigt und verstärkten sich im abgelaufenen Jahr. So nahm die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2023 um 191.000 (+8 %) auf 2.609.000 Personen zu. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,3 % im Jahr 2022 auf 5,7 % im vergangenen Jahr. Die Arbeitslosenquote in Rheinland-Pfalz beträgt im Dezember 2023 5,0 %; im Donnersbergkreis liegt sie mit 5,2 % auf dem Vorjahresniveau.


Die Zahl der Erwerbstätigen stieg dagegen um ca. 333.000 auf 45,93 Mio., noch nie waren mehr Menschen in Deutschland erwerbstätig. Allerdings fiel der Zuwachs mit +0,7 % nicht mehr so deutlich aus wie in den Vorjahren und schwächte sich im Jahresverlauf ab. Der größte Teil des Anstiegs entfiel auf die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, die von Juni 2022 bis Juni 2023 um 264.000 Personen zunahm.


Der Arbeitsmarkt hatte sich in den vergangenen Jahren auch deshalb als so robust erwiesen, weil die befürchtete Zunahme der Unternehmensinsolvenzen als Folge der Corona-Pandemie ausgeblieben war. Verschiedene Sonderregelungen im Insolvenzrecht, aber auch staatliche Stützungsmaßnahmen sowie die starke Ausweitung des Kurzarbeitergeldes hatten dafür gesorgt, dass trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage wenige Unternehmen in der Hochphase der Pandemie Insolvenz anmelden mussten. Mit dem schrittweisen Auslaufen dieser Maßnahmen und den wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine endete der langjährige Trend sinkender Unternehmensinsolvenzen in 2022 (+3,8 %).


Im Jahr 2023 schlugen sich die weitere Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage, die hohen Kostensteigerungen der vergangenen Jahre und die Belastung aufgrund des deutlichen Zinsanstiegs dann deutlich in den Insolvenzzahlen nieder. Die Zahl stieg um 23,5 % auf geschätzte 18.100 Unternehmensinsolvenzen, lag damit jedoch immer noch knapp unter dem Niveau von 2019 (18.830) und weit entfernt von den Insolvenzzahlen früherer Jahre (z.B. 2013: 26.120).


Alle Wirtschaftssektoren verzeichneten zweistellige Zuwächse der Insolvenzzahlen. Den stärksten Anstieg gab es im Verarbeitenden Gewerbe (+30,2 %) und im Handel (+26 %). Die Zahl der Insolvenzen im Baubereich stieg zwar weniger stark (+20,8 %), das Insolvenzrisiko ist in diesem Bereich jedoch allgemein am höchsten. Durch den Bauboom der vergangenen Jahre hatte sich der Abstand zu den anderen Wirtschaftsbereichen verringert, er ist aber in den vergangenen zwei Jahren wieder stärker gestiegen. Im Jahr 2022 lag die Insolvenzquote im Baugewerbe bei 81 (Zahl der Insolvenzen je 10.000 Unternehmen), gefolgt vom Handel mit einer Quote von 62.


Die Verbraucherpreise sind in Deutschland im Gesamtjahr 2023 um 5,9 % gestiegen. Bis auf das Vorjahr, in dem die Inflationsrate 6,9 % betragen hatte, war dies der stärkste Anstieg seit 1981. Dazu trug erneut die Preisentwicklung bei der Haushaltsenergie bei, die sich um durchschnittlich 14 % verteuerte, wobei sich die Preise der einzelnen Haushaltsenergieprodukte sehr unterschiedlich entwickelten. Auch die Nahrungsmittelpreise legten erneut zweistellig zu (+12,4 %) und lagen damit im Jahresdurchschnitt 2023 gut 30 % über dem Basisjahr 2020.


Der Blick auf die Inflationsentwicklung im Jahresverlauf zeigt einen fast durchgängigen Rückgang. Der Anstieg der Inflationsrate zum Jahresende ist auf einen statistischen Basiseffekt zurückzuführen, da der Staat die Abschlagszahlungen der privaten Haushalte für Gas und Fernwärme im Dezember 2022 übernommen hatte, was nun wegfiel.


Die Situation im Wohnungsbau hat sich 2023 angesichts stark gestiegener Zinsen und der Kostensteigerungen durch die Inflation weiter eingetrübt. Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen sank im Vergleich zum Vorjahr um 94.100 (-26,6 %) auf 260.100 und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 2012. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe sind im Gesamtjahr 2023 um 4,4 % (real) gesunken, haben sich jedoch zuletzt stabilisiert.


Die Baukonjunktur wurde eine Zeitlang noch durch die hohen Auftragsbestände der vorangegangenen Boomphase gestützt, allerdings wurden viele bereits geplante Bauprojekte zwischenzeitlich storniert. In Summe nahmen die bereits 2022 um 1,8 % rückläufigen Bauinvestitionen im Jahr 2023 nochmals stärker ab (-2,7 %).


Auch die Preise für Wohnimmobilien haben erst mit zeitlicher Verzögerung reagiert und sind seit dem 4. Quartal 2022 im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresquartal rückläufig. Der Rückgang hat sich seitdem in jedem Quartal verstärkt und erreichte im 3. Quartal 2023 ein Minus von 10,2 %. Dies ist der stärkste Rückgang gegenüber einem Vorjahresquartal seit dem Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000. Dennoch ist das Preisniveau durch den rasanten Anstieg der vorangegangenen Jahre immer noch hoch. Gemessen am Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamtes lagen die Häuserpreise im 3. Quartal 2023 knapp 60 % über dem Wert vor zehn Jahren. Dies stellt - in Kombination mit dem deutlich gestiegenen Zinsniveau - viele Interessenten vor unüberwindbare Hürden beim Erwerb von Wohneigentum.


Der im Jahr 2022 von den großen Notenbanken weltweit eingeleitete Kurswechsel in der Geldpolitik wurde 2023 fortgesetzt. Die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leitzins seit dem Frühjahr 2022 von annähernd Null auf ein Niveau von fast 5,5 % geführt. Im Jahresverlauf 2023 erhöhte die Fed die Zinsen von einer Bandbreite von 4,25 % bis 4,5 % zu Jahresbeginn bis auf 5,25 % bis 5,50 % zur Jahresmitte. Im weiteren Jahresverlauf blieben die Leitzinsen unverändert. Die EZB, die später die Zinswende vollzogen hatte, erhöhte den Hauptrefinanzierungssatz von 2,5 % zu Jahresbeginn 2023 bis in den Herbst hinein auf 4,5 % (ab dem 20. September 2023). Die Verzinsung der Einlagefazilität wurde im gleichen Zeitraum von 2 % auf 4 % angehoben. Die Erhöhung im September war die zehnte Zinserhöhung in Folge seit der Zinswende im Sommer 2022. Bei den Sitzungen im Oktober und Dezember 2023 ließ der EZB-Rat die Leitzinsen unverändert.

2.2. Branchenumfeld und Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2023


Die im Jahr 2022 eingeleitete Zinswende der Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich im Berichtsjahr 2023 sowohl auf der Aktiv- wie auch auf der Passivseite deutlich auf das Geschäft der Kreditinstitute ausgewirkt. Wie von der EZB intendiert, ging die Kreditnachfrage deutlich zurück, was zum einen auf das gestiegene Zinsniveau zurückzuführen war, zum anderen aber auch durch die rückläufigen Anlageinvestitionen und die aktuelle Situation am Immobilienmarkt bedingt war.


Im Aktivgeschäft verzeichneten die Kreditinstitute nach Angaben der Deutschen Bundesbank nur noch eine leichte Zunahme der Kredite an inländische Nichtbanken um 1,0 % von Dezember 2022 bis Dezember 2023, nach einem Anstieg um 6,5 % im Jahr 2022. Am Jahresende 2023 lag der Bestand an Unternehmenskrediten 1,1 % über dem Wert des entsprechenden Vorjahres. Bei den Krediten an wirtschaftlich unselbstständige und sonstige Privatpersonen verzeichneten die Kreditinstitute ein Plus von 0,7 %.


Die Kreditnachfrage privater Haushalte zum Erwerb von Wohneigentum entwickelte sich - nach dem Einbruch um gut 60 % im Jahresverlauf 2022 - weiterhin schwach.


Über mehrere Jahre hinweg hatten Niedrig- bzw. Negativzinsen und der Mangel an sicheren Anlagealternativen zu einem starken Anstieg der Sichteinlagen geführt. Der Anteil der Sichteinlagen an den Gesamteinlagen der Banken erreichte gegen Ende 2021 beinahe 70 Prozent. Im Zuge des steigenden Zinsniveaus wandten sich die Anleger im Jahr 2023 wieder stärker der aktiven Geldanlage zu. In der Folge kam es zu erheblichen Umschichtungen von Sichteinlagen zu Termingeldern und verzinsten Anlageprodukten, die sich im laufenden Jahr fortsetzen dürften.


In Summe nahmen die Einlagen von Nichtbanken bei Kreditinstituten im Inland im Jahr 2023 um 2,0 % zu (2022: +4,1 %). Während die täglich fälligen Bankguthaben um 6,6 % zurückgingen (im Jahr 2022 hatte es noch ein Plus von 2,4 % gegeben), gab es deutliche Steigerungen bei Termineinlagen (+25,9 %) sowie bei Sparbriefen, die sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als vervierfachten.


Nachdem die langandauernde Niedrigzinsphase die Ertragskraft der Kreditinstitute deutlich belastet hatte, führte die Zinswende der EZB zu einem spürbaren Anstieg der zentralen Ertragsquelle "Zinsüberschuss" und machte sich 2023 positiv in der Ertragslage der Banken bemerkbar. Wie die Deutsche Bundesbank in ihrer Analyse der Ertragslage der deutschen Kreditinstitute hervorhebt, wird sich der Wertberichtigungsbedarf auf festverzinsliche Wertpapiere im Jahr 2023 voraussichtlich verringern, demgegenüber werden die Kreditinstitute voraussichtlich eine höhere Kreditvorsorge zu bilden haben.


Die aufsichtsrechtlichen Regulierungsmaßnahmen wurden im Jahr 2023 fortgesetzt. Die endgültige Neufassung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (7. MaRisk-Novelle) hat die BaFin im Juni 2023 veröffentlicht. Mit dieser Novelle wurden die Anforderungen der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) an die Kreditvergabe und Überwachung in ein deutsches Rundschreiben überführt. Weitere Ergänzungen und Anpassungen betrafen insbesondere die Regelungen zur Handhabung des Immobiliengeschäfts sowie Anforderungen an das Management von Nachhaltigkeitsrisiken. Soweit die Änderungen der MaRisk klarstellenden Charakter hatten, trat die neue Fassung mit ihrer Veröffentlichung in Kraft. Neue Anforderungen sind ab dem 1. Januar 2024 einzuhalten. Dies bezieht sich insbesondere auf die Regelungen zu den Immobiliengeschäften.


Ab Februar 2023 waren die bereits im Verlauf des Jahres 2022 von der BaFin angeordneten erhöhten Eigenkapitalanforderungen zu erfüllen. Dies betraf zum einen die Anhebung des antizyklischen Kapitalpuffers von null auf 0,75 % der risikogewichteten Aktiva mit dem Ziel, die Widerstandsfähigkeit des deutschen Bankensystems präventiv zu stärken. Zum anderen wurde ein sektoraler Systemrisikopuffer von 2,0 % der risikogewichteten Aktiva auf mit Wohnimmobilien besicherte Kredite eingeführt. Dieser soll zusätzlich den spezifischen Risiken am Immobilienmarkt entgegenwirken.


Insgesamt müssen sich die Kreditinstitute auf eine Fortsetzung der Regulierungspolitik der letzten Jahre sowie mittelfristig auf weiter erhöhte Eigenmittelanforderungen einstellen. So wurde beispielsweise am 15.02.2024 bereits die 8. MaRisk-Novelle von der BaFin zur Konsultation gestellt.

2.3. Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren


Folgende Kennzahlen stellen unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar:

Kennzahlen
Betriebsergebnis vor Bewertung 1
Cost-Income-Ratio 2
Risikoaufwandsquote im Kreditgeschäft 3
Stärkung Kernkapital 4
Eigenkapitalrentabilität nach Steuern 5

1 Betriebsergebnis vor Bewertung = Zins- und Provisionsüberschuss zuzüglich Saldo der sonstigen ordentlichen Erträge und Aufwendungen und abzüglich der Verwaltungsaufwendungen gemäß Abgrenzung des Betriebsvergleichs (bereinigt um neutrale und aperiodische Positionen)
2 Cost-Income-Ratio = Verwaltungsaufwand in Relation zum Zins- und Provisionsüberschuss zuzüglich Saldo der sonstigen ordentlichen Erträge und Aufwendungen gemäß Abgrenzung des Betriebsvergleichs (bereinigt um neutrale und aperiodische Positionen)
3 Risikoaufwandsquote im Kreditgeschäft = Bewertungsergebnis Kreditgeschäft in Relation zum Betriebsergebnis vor Bewertung
4 Stärkung Kernkapital = Zuführung zu den Reserven nach § 340g HGB und zur Sicherheitsrücklage
5 Eigenkapitalrentabilität nach Steuern = Ergebnis nach Ertragsteuern bezogen auf das wirtschaftliche Eigenkapital (einschließlich versteuerter Vorsorgereserven) zu Beginn des Geschäftsjahres

2.4. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs



Bestand
Anteil in %
der
Bilanzsumme
2023 2022 Veränderung Veränderung
Mio.
Euro
Mio.
Euro
Mio.
Euro
% %
Bilanzsumme 1.523,5 1.554,0 -30,5 -2,0 100,0
DBS 1 1.541,8 1.567,1 -25,3 -1,6
Geschäftsvolumen 2 1.539,5 1.568,6 -29,1 -1,9
Barreserve 12,3 21,8 -9,5 -43,6 0,8
Forderungen an Kreditinstitute 262,8 230,2 +32,6 +14,2 17,2
Forderungen an Kunden 920,1 949,1 -29,0 -3,1 60,4
Wertpapieranlagen 285,7 295,9 -10,2 -3,4 18,8
Beteiligungen / Anteile an
verbundenen Unternehmen
11,5 11,5 0,0 0,0 0,8
Sachanlagen 9,2 9,4 -0,2 -2,1 0,6
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
327,3 399,6 -72,3 -18,1 21,5
Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden
1.024,1 992,9 +31,2 +3,1 67,2
Rückstellungen 18,7 19,9 -1,2 -6,0 1,2
Eigenkapital 88,1 76,2 +11,9 +15,6 5,8

1 DBS = Durchschnittsbilanzsumme
2 Geschäftsvolumen = Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten

2.4.1. Bilanzsumme und Geschäftsvolumen


Bilanzsumme und Geschäftsvolumen sind gegenüber dem Vorjahr leicht um 2,0 % bzw. 1,9 % gefallen.


Grund für die leichte Reduzierung der Bilanzsumme ist insbesondere der Rückgang der Kundenkredite und der eigenen Wertpapieranlagen sowie der Rückgang der Verbindlichkeiten an Kreditinstitute. Wir hatten einen leichten Anstieg der Bilanzsumme um 0,3 % erwartet.

2.4.2. Aktivgeschäft

2.4.2.1. Barreserve


Der Rückgang der Barreserve ist vor allem auf die Nutzung der Einlagefazilität zu Lasten des laufenden Kontos bei der Deutschen Bundesbank zurückzuführen, welche bei den Forderungen an Kreditinstituten berücksichtigt wird.

2.4.2.2. Forderungen an Kreditinstitute


Der Anstieg der Forderungen an Kreditinstitute resultiert aus der zuvor genannten Umschichtung. Des Weiteren wurden freie liquide Mittel aus Verkäufen von festverzinslichen Wertpapieren sowie fälligen Schuldscheindarlehen in die Einlagenfazilität umgeschichtet.


Der Bestand setzt sich hauptsächlich aus der Einlagefazilität bei der Deutschen Bundesbank sowie bei Kreditinstituten unterhaltenen längerfristigen Geldanlagen und Schuldscheindarlehen zusammen.

2.4.2.3. Forderungen an Kunden


In Folge der Zinsentwicklung im Jahr 2023 war eine deutliche Reduzierung der Kreditnachfrage zu beobachten. Die Kredite an Privatkunden und die Kredite an die öffentlichen Haushalte reduzierten sich. Lediglich bei den Weiterleitungsdarlehen verzeichneten wir einen Zuwachs.


Bei den gewerblichen Kreditkunden nahmen langfristige Forderungen ab und kurzfristige Finanzierungen stiegen dagegen an und konnten die Abnahme dadurch schmälern.


Die Darlehenszusagen beliefen sich im Jahr 2023 insgesamt auf 113,8 Mio. Euro und fielen damit um 30,0 % geringer aus als im Vorjahr. Insbesondere die Darlehenszusagen zur Finanzierung des Wohnungsbaus reduzierten sich um 48,3 % auf 49,2 Mio. Euro.


Entgegen dem im Vorjahr prognostizierten Wachstum der Kundenforderungen von 1,4 % ist der Forderungsbestand um 3,1 % gefallen.

2.4.2.4. Wertpapieranlagen


Die festverzinslichen Wertpapiere reduzierten sich um 11,1 Mio. Euro. Auf die Bestände von Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren erfolgten Zuschreibungen in Höhe von 0,9 Mio. Euro.

2.4.2.5. Beteiligungen


Bei den Beteiligungen gab es 2023 keine Veränderungen.

2.4.2.6. Sachanlagen


In der Vergangenheit war die Sparkasse Erbbauberechtigte bei einem von ihr genutzten Grundstück. Im Jahr 2023 wurde der Erbbaurechtsvertrag beendet und das Grundstück erworben.

2.4.3. Passivgeschäft

2.4.3.1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten


Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden deutlich abgebaut. Der Zuwachs an Weiterleitungsdarlehen hat nur teilweise den Rückgang bei den Termingeldern und Sparkassenbriefen sowie den Auslauf des Offenmarktgeschäftes kompensiert.

2.4.3.2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden


Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,1 %. Die Kunden bevorzugten vornehmlich Anlageformen wie Termingelder und Sparkassenbriefe. In diese Produktgruppen fanden viele Umschichtungen zu Lasten der kurzfristigen Einlagen statt.


Im Vorjahr wurde ein Wachstum der Kundeneinlagen in Höhe von 4,8 % geplant, dies wurde somit zu einem Gutteil erreicht.

2.4.4. Dienstleistungsgeschäft


Der Provisionsüberschuss des Geschäftsjahres 2023 lag um 0,1 Mio. Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

Zahlungsverkehr


Der Bestand an Girokonten erhöhte sich um 0,9 % gegenüber 2022; die vermittelten Kreditkarten verzeichneten einen Zuwachs von 3,6 % auf 5.627.

Vermittlung von Wertpapieren


In 2023 lag der Schwerpunkt bei den festverzinslichen Wertpapieren. Gegenüber dem Vorjahr steigerten sich deren Anteil an den Umsätzen erheblich; die Anteile bezüglich der Aktien und Publikumsfonds nahmen dagegen ab. In der Summe nahmen die Wertpapierumsätze (Käufe, Verkäufe und Einlösungen) gegenüber dem Vorjahr um 30,5 % zu und erreichten einen Wert von 167,9 Mio. Euro.

Immobilienvermittlung


Die Nachfrage nach Immobilien konzentrierte sich vollständig auf wohnwirtschaftlich genutzte Objekte. Es wurden knapp über dem Niveau des Vorjahres insgesamt 28 Objekte (Vorjahr: 24 Objekte) durch unseren Kooperationspartner, die LBS Immobilien GmbH, vermittelt.

Vermittlung von Bausparverträgen und Versicherungen


Im Geschäftsjahr wurden insgesamt 393 Bausparverträge mit einer durchschnittlichen Bausparsumme von 78 Tsd. Euro und einem Volumen von 30,5 Mio. Euro abgeschlossen, was eine Veränderung beim Volumen von -20,3 % bedeutet.


An Lebensversicherungen konnten 199 Verträge mit einer Gesamtbeitragssumme von 4,6 Mio. Euro vermittelt werden; damit erhöhte sich die Anzahl der vermittelten Verträge gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtbeitragssumme steigerte sich um 24,3 %.

2.4.5. Derivate


Der Bestand an Zinsswapgeschäften zur Zinsbuchsteuerung reduzierte sich um nominal 30 Mio. Euro auf 136,0 Mio. Euro. Hinsichtlich der zum Jahresende bestehenden derivativen Geschäfte wird auf die Darstellung im Anhang verwiesen.

2.5. Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage

2.5.1. Vermögenslage


Die Vermögenslage unserer Sparkasse ist gekennzeichnet durch einen Anteil der Forderungen an Kunden (einschließlich der Schuldscheindarlehen von Unternehmen) an der Bilanzsumme in Höhe von 60,4 % (Vorjahr: 61,1 %).


Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden an der Bilanzsumme verzeichnete mit 67,2 % einen Anstieg gegenüber dem Vorjahresanteil von 63,9 %. Dagegen reduzierte sich der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 25,7 % auf 21,5 %.


Sämtliche Vermögensgegenstände und Rückstellungen werden vorsichtig bewertet. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Einzelheiten sind dem Anhang zum Jahresabschluss zu entnehmen. Für besondere Risiken des Geschäftszweigs der Kreditinstitute wurde zusätzlich Vorsorge getroffen.


Die zum Jahresende ausgewiesene Sicherheitsrücklage erhöhte sich durch die Zuführung des Bilanzgewinns 2022 und aufgrund der Vorwegzuführung zur Sicherheitsrücklage in 2023. Insgesamt weist die Sparkasse inklusive des Bilanzgewinns 2023 vor Gewinnverwendung ein Eigenkapital von 88,1 Mio. Euro (Vorjahr 76,2 Mio. Euro) aus. Neben der Sicherheitsrücklage verfügt die Sparkasse über weitere aufsichtsrechtliche Eigenkapitalbestandteile. So besteht der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB unverändert in Höhe von 36,0 Mio. Euro.


Die Eigenkapitalanforderungen der CRR wurden jederzeit eingehalten. Die Gesamtkapitalquote gemäß Art. 92 CRR (Verhältnis der angerechneten Eigenmittel bezogen auf die anrechnungspflichtigen Positionen) übertrifft am 31. Dezember 2023 mit 16,78 % (Vorjahr 16,03 %) die aufsichtlichen Mindestanforderungen von 8,0 % gemäß CRR (zuzüglich SREP-Zuschlag sowie Kapitalerhaltungs- und antizyklischem Kapitalpuffer). Seit dem 1. Februar 2022 beträgt der antizyklische Kapitalpuffer 0,75 % der risikogewichteten Positionswerte. Zudem gilt ein Systemrisikopuffer von 2,00% für den Wohnimmobiliensektor. Die Quoten sind seit dem 1. Februar 2023 zu beachten. Die anrechnungspflichtigen Positionen zum 31. Dezember 2023 betragen 751,0 Mio. Euro und die aufsichtlich anerkannten Eigenmittel 126,0 Mio. Euro.


Auch die harte Kernkapitalquote und die Kernkapitalquote übersteigen die aufsichtlich vorgeschriebenen Werte. Die Kernkapitalquote beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 14,90 % der anrechnungspflichtigen Positionen nach CRR.


Die für 2023 geplante Steigerung der Gesamtkapitalquote konnte übertroffen werden; die Eigenmittel entwickelten sich mit einem Zuwachs von 11,9 Mio. Euro deutlich positiver als geplant.


Die Verschuldungsquote (Verhältnis des Kernkapitals zur Summe der bilanziellen und außerbilanziellen Positionen) beträgt am 31.12.2023 8,4 % und liegt damit über der aufsichtlichen Mindestanforderung von 3,0 %.


Zum Bilanzstichtag verfügt die Sparkasse über eine ausreichende Eigenmittelbasis. Auf Grundlage unserer Kapitalplanung bis zum Jahr 2028 vom 31. Dezember 2023 ist auch weiterhin eine Erfüllung der aufsichtlichen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung als Basis für die Umsetzung unserer Geschäftsstrategie zu erwarten.

2.5.2. Finanzlage


Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund einer angemessenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Die Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR) lag mit 113,9 % bis 232,5 % oberhalb des Mindestwerts von 100,0 %. Die LCR-Quote lag zu 31. Dezember 2023 bei 220,9 %. Die strukturelle Liquiditätsquote Net Stable Funding Ratio (NSFR) lag in einer Bandbreite von 111,7 % bis 125,9 %; damit wurde die aufsichtliche Mindestquote von 100 % eingehalten. Zum 31. Dezember 2023 lag die NSFR-Quote bei 125,9 %. Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden Guthaben bei der Deutschen Bundesbank geführt. Eine Dispositionslinie besteht bei der Deutschen Bundesbank. Die von der Landesbank Baden-Württemberg angebotenen kurzfristigen Refinanzierungsmöglichkeiten haben wir vereinzelt in Anspruch genommen.


Die Zahlungsfähigkeit ist nach unserer Finanzplanung auch für das Jahr 2024 gewährleistet.

2.5.3. Ertragslage


Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Gewinn- und Verlustrechnung laut Jahresabschluss sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Die Erträge und Aufwendungen sind nicht um periodenfremde und außergewöhnliche Posten bereinigt.

2023 2022 Veränderung Veränderung
Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro %
Zinsüberschuss 27,5 20,4 +7,1 +34,8
Provisionsüberschuss 8,2 8,2 0,0 0,0
Nettoergebnis des Handelsbestands 0,0 0,0 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 2,4 3,8 -1,4 -36,8
Personalaufwand 13,9 14,0 -0,1 -0,7
Anderer Verwaltungsaufwand 6,3 6,6 -0,3 -4,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1,2 1,4 -0,2 -14,3
Ergebnis vor Bewertung und Risikovorsorge +16,7 +10,4 +6,3 +60,6
Aufwand aus Bewertung und Risikovorsorge -1,9 -5,2 +3,3 +63,5
Zuführungen Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,0 0,0 0,0 0,0
Ergebnis vor Steuern +14,7 +5,3 +9,5 +177,4
Steueraufwand 2,8 1,5 +1,3 +86,7
Jahresüberschuss +11,9 +3,8 +8,1 +213,2


Zinsüberschuss: GuV-Posten Nr. 1 bis 4 Provisionsüberschuss: GuV-Posten Nr. 5 und 6 Sonstige betriebliche Erträge: GuV-Posten Nr. 8 und 20 Sonstige betriebliche Aufwendungen: GuV-Posten Nr. 11, 12, 17 und 21 Aufwand aus Bewertung und Risikovorsorge: GuV-Posten Nr. 13 bis 16


Zur Analyse der Ertragslage wird für interne Zwecke und für den überbetrieblichen Vergleich der bundeseinheitliche Betriebsvergleich der Sparkassenorganisation eingesetzt, in dem eine detaillierte Aufspaltung und Analyse des Ergebnisses unserer Sparkasse in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme erfolgt. Zur Ermittlung eines Betriebsergebnisses vor Bewertung werden die Erträge und Aufwendungen um periodenfremde und außergewöhnliche Posten bereinigt, die in der internen Darstellung dem neutralen Ergebnis zugerechnet werden. Nach Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses ergibt sich das Betriebsergebnis nach Bewertung. Unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses und der Steuern verbleibt der Jahresüberschuss.


Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren haben sich im Jahr 2023 wie folgt entwickelt:


Das Betriebsergebnis vor Bewertung auf Basis von Betriebsvergleichswerten beträgt 16,0 Mio. Euro oder 1,04 % (Vorjahr 0,56 %) der durchschnittlichen Bilanzsumme des Jahres 2023; es lag damit unter dem Durchschnitt der rheinland-pfälzischen Sparkassen. Der im Vorjahreslagebericht prognostizierte Wert von 14,1 Mio. Euro bzw. 0,90 % der durchschnittlichen Bilanzsumme wurde übertroffen.


Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich von 69,6 % auf 56,0 %. Im Vorjahreslagebericht wurde ein Wert von 59,8 % prognostiziert.


Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern (bezogen auf das wirtschaftliche Eigenkapital einschließlich versteuerter Vorsorgereserven zum Jahresbeginn) lag mit 9,9 % über unseren Erwartungen.


Unter Berücksichtigung der vorgesehenen Gewinnverwendung erfolgt eine Stärkung des Kernkapitals um 11,9 Mio. Euro; geplant war eine Zuführung in Höhe von 7,4 Mio. Euro.


Der Zinsüberschuss erhöhte sich um 36,6 % auf 27,6 Mio. Euro. Der Anstieg der Zinsaufwendungen wurde deutlich durch Zinserträge und die Entwicklung des Ergebnisses aus Zinsswapgeschäften überkompensiert. Im Geschäftsjahr hat sich der Zinsüberschuss günstiger entwickelt als erwartet.


Der Provisionsüberschuss erreichte nicht das erwartete Niveau von 8,6 Mio. Euro. Er lag jedoch mit 8,1 Mio. Euro um 1,2 % unter dem Vorjahreswert. Entgegen unseren Erwartungen konnten die Erträge sowohl im Verbundgeschäft als auch im Giroverkehr nicht gesteigert werden.


Der Verwaltungsaufwand, bestehend aus Personalaufwand und den anderen Verwaltungsaufwendungen, ist günstiger als unsere Planung (21,0 Mio. Euro) ausgefallen. Der Personalaufwand ist mit 13,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert; die anderen Verwaltungsaufwendungen blieben mit 6,8 Mio. Euro ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres.


Der Saldo aus Abschreibungen und Wertberichtigungen, nach Verrechnung mit Erträgen, (Bewertung und Risikovorsorge) belief sich im Jahr 2023 auf -1,9 Mio. Euro (Vorjahr -3,5 Mio. Euro). Im Wertpapiergeschäft fiel das Bewertungsergebnis mit -1,1 Mio. Euro deutlich günstiger aus als im Vorjahr. Im Kreditgeschäft stellte sich gegenüber dem Vorjahr ein deutlich ungünstigeres Ergebnis mit -0,8 Mio. Euro ein. Prognostiziert waren für das Kreditgeschäft -1,5 Mio. Euro und für das Wertpapiergeschäft -1,5 Mio. Euro. Die geplante negative Risikoaufwandsquote im Kreditgeschäft von -10,9 % ist mit -5 % deutlich besser ausgefallen.


Der Sonderposten nach § 340g HGB blieb unverändert.


Vor dem Hintergrund des intensiven Wettbewerbs und der Marktentwicklungen mit den verbundenen anhaltenden Unsicherheiten ist der Vorstand mit der Entwicklung der Ertragslage im Jahr 2023 insgesamt sehr zufrieden.


Die gemäß § 26a Absatz 1 Satz 4 KWG offen zu legende Kapitalrendite, berechnet als Quotient aus Nettogewinn (Jahresüberschuss) und Bilanzsumme des Vorjahres, betrug im Geschäftsjahr 2023 0,77 %.

2.6 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage


Vor dem Hintergrund der konjunkturellen Rahmenbedingungen bewerten wir die Geschäftsentwicklung als sehr erfreulich, so dass wiederum eine deutliche Stärkung unseres wirtschaftlichen Eigenkapitals möglich war.

3. Nachtragsbericht


Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 haben sich nicht ergeben.

4. Risikobericht

4.1. Risikomanagementsystem


Zur Sicherstellung der langfristigen Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf Basis der eigenen Substanz und Ertragskraft setzt die Sparkasse ein Risikotragfähigkeitskonzept mit einer regelmäßigen Berechnung der Risikotragfähigkeit (ökonomische Perspektive) und einer Kapitalplanung (normative Perspektive) ein. Die Risikotragfähigkeit wird ergänzt um Stresstests, und es erfolgt eine prozessuale Verknüpfung mit den Strategien, der Risikoinventur und der Risikoberichterstattung. Erstmals zum 31. März 2023 wurden damit fristgerecht die Anforderungen der am 24. Mai 2018 veröffentlichten aufsichtlichen Leitlinien an bankinterne Risikotragfähigkeitskonzepte umgesetzt.


In der Geschäftsstrategie werden die Ziele der Sparkasse für jede wesentliche Geschäftstätigkeit sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele dargestellt. Die Risikostrategie umfasst die Ziele der Risikosteuerung der wesentlichen Geschäftsaktivitäten sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele.


Ziel der Risikoinventur ist es, mindestens jährlich systematisch Risiken zu identifizieren, um deren Wesentlichkeit beurteilen zu können. Zudem werden regelmäßig quantitative und qualitative Analysen zur Bestimmung von Risiko- und Ertragskonzentrationen vorgenommen. Auf der Grundlage der zuletzt durchgeführten Risikoinventur wurden folgende Risiken in der ökonomischen und der normativen Perspektive als wesentlich eingestuft:

Risikoart Risikokategorie
Adressenrisiko Kundengeschäft
Eigengeschäft
Marktpreisrisiko Zinsänderungsrisiko
Spreadrisiko
Immobilienrisiko
Liquiditätsrisiko Zahlungsunfähigkeitsrisiko
Operationelles Risiko


Für die frühzeitige Identifizierung von wesentlichen Risiken sowie von risikoartenübergreifenden Effekten wurden Indikatoren abgeleitet, die auf quantitativen oder qualitativen Merkmalen basieren.


Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive ist die Gewährleistung des Gläubigerschutzes. Die Sparkasse ermittelte zum 31. Dezember 2023 ein ökonomisches Risikodeckungspotenzial von 142,2 Mio. Euro. Das daraus abgeleitete Gesamtlimit von 117,0 Mio. Euro wurde auf die wesentlichen Risiken verteilt und so bemessen, dass eine angemessene Steuerung der Risiken ermöglicht wird. Die wesentlichen Risiken werden vierteljährlich ermittelt und den Limiten gegenübergestellt. Die bereitgestellten Limite reichten sowohl unterjährig als auch zum Bilanzstichtag aus, um die wesentlichen Risiken abzudecken.


Zur Berechnung des gesamtinstitutsbezogenen Risikos wurden für alle wesentlichen Risiken das Konfidenzniveau auf 99,9 % und der Risikobetrachtungshorizont auf ein Jahr rollierend festgelegt. Die Sparkasse berücksichtigt innerhalb des Adressenrisikos zwischen dem Kunden- und dem Eigengeschäft und innerhalb des Marktpreisrisikos zwischen den Risikofaktoren Zinsen und Spreads, risikomindernde Diversifikationseffekte.


Das auf der Grundlage des Gesamtlimits eingerichtete Limitsystem stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Risikoart Risikokategorie Limit Limitauslastung
Mio. Euro Mio. Euro %
Adressenrisiko Kundengeschäft 9,5 6,3 66,81
Eigengeschäft 15,0 2,2 14,67
Marktpreisrisiko Zinsänderungsrisiko 20,0 11,8 58,79
Spreadrisiko 50,0 34,5 69,08
Immobilienrisiko 12,5 10,7 85,48
Operationelles Risiko 10,0 5,1 51,07
Risikotragfähigkeitslimit/Gesamtrisiko 117,0 70,6 60,37


Es besteht ein freier Risikopuffer von 25,2 Mio. Euro.


Die zuständigen Abteilungen steuern die Risiken im Rahmen der bestehenden organisatorischen Regelungen und der Limitvorgaben des Vorstands.


Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive ist die Fortführung der Sparkasse. Hierzu besteht ein zukunftsgerichteter Kapitalplanungsprozess bis zum Jahr 2028. Um einen Kapitalbedarf rechtzeitig identifizieren zu können, wurden Annahmen über die künftige Ergebnisentwicklung für das Planszenario sowie für ein adverses Szenario getroffen.


In der normativen Perspektive sind alle regulatorischen und aufsichtlichen Anforderungen sowie die darauf basierenden internen Anforderungen zu berücksichtigen. Relevante Steuerungsgrößen sind die Kernkapitalanforderung, die Gesamtkapitalanforderung (SREP-Gesamtkapitalanforderung, die kombinierte Pufferanforderung und die Eigenmittelempfehlung) sowie die Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals, die Höchstverschuldungsgrenze und die Großkreditgrenze.


Für den betrachteten Zeitraum von 5 Jahren können die aufsichtlichen Anforderungen im Planszenario vollständig erfüllt werden. Gleiches gilt im Falle der Betrachtung adverser Entwicklungen, in dem jedoch nur die harten Mindestkapitalanforderungen zwingend einzuhalten sind.


Die der Risikotragfähigkeit zu Grunde liegenden Annahmen sowie die Angemessenheit der Methoden und Verfahren werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst (Validierung).


Die Sparkasse setzt zur Steuerung der Zinsänderungsrisiken derivative Finanzinstrumente (Swapgeschäfte) ein. Sie wurden in die verlustfreie Bewertung des Bankbuches einbezogen. Daneben ist die Sparkasse an einer Kreditbasket-Transaktion der Sparkassen-Finanzgruppe beteiligt. Die hieraus resultierenden Kreditderivate werden sowohl in der Position des Sicherungsnehmers als auch als Sicherungsgeber gehalten. Dabei handelt es sich um in emittierte Credit Linked Notes eingebettete Credit Default Swaps.


Stresstests werden ergänzend zur Risikotragfähigkeit durchgeführt. Ziel ist die Abbildung außergewöhnlicher aber plausibel möglicher Ereignisse über Szenario- und Sensitivitätsanalysen. Als Ergebnis dieser Simulationen ist festzuhalten, dass auch bei den risikoartenübergreifenden Stressszenarien die Risikotragfähigkeit gegeben ist.


Die turnusmäßige Risikoberichterstattung an den Vorstand umfasst den Gesamtrisikobericht. Die Berichte enthalten neben quantitativen Informationen auch eine qualitative Beurteilung zu wesentlichen Positionen und Risiken. Auf besondere Risiken für die Geschäftsentwicklung und dafür geplante Maßnahmen wird gesondert eingegangen. Der Verwaltungsrat wird vierteljährlich über die Risikosituation informiert. Neben der turnusmäßigen Berichterstattung ist auch geregelt, in welchen Fällen eine Ad-hoc-Berichterstattung zu erfolgen hat.


Der Sicherung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit von Steuerungs- und Überwachungssystemen (Interne Kontrollverfahren) dienen neben eingerichteten Funktionstrennungen bei Zuständigkeiten und Arbeitsprozessen auch die Tätigkeiten der Risikocontrolling-Funktion, der Compliance-Funktion und der Internen Revision.


Die Risikocontrolling-Funktion, die aufbauorganisatorisch von Bereichen, die Geschäfte initiieren oder abschließen, getrennt ist, hat die Aufgabe, die wesentlichen Risiken zu identifizieren, zu beurteilen, zu überwachen und darüber zu berichten. Der Risikocontrolling-Funktion obliegt die Methodenauswahl, die Überprüfung der Angemessenheit der eingesetzten Methoden und Verfahren und die Errichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und -controllingprozesse. Zusätzlich verantwortet sie die Umsetzung der aufsichtlichen und gesetzlichen Anforderungen, die Erstellung der Risikotragfähigkeitsberechnung und die laufende Überwachung der Einhaltung von Limiten. Sie unterstützt den Vorstand in allen risikopolitischen Fragen und ist an der Erstellung und Umsetzung der Risikostrategie maßgeblich beteiligt. Die Risikocontrolling-Funktion wird im Wesentlichen durch die Mitarbeiter der Abteilung Unternehmenssteuerung / Compliance wahrgenommen.


Die Compliance-Funktion wirkt auf die Implementierung wirksamer Verfahren zur Einhaltung der für die Sparkasse wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben und entsprechender Kontrollen hin. Ferner hat sie den Vorstand hinsichtlich der Einhaltung dieser rechtlichen Regelungen und Vorgaben zu unterstützen und zu beraten.


Die Interne Revision prüft und beurteilt risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und des internen Kontrollsystems im Besonderen sowie die Ordnungsmäßigkeit grundsätzlich aller Aktivitäten und Prozesse. Sie ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und ihm gegenüber berichtspflichtig.


Verfahren zur Aufnahme von Geschäftsaktivitäten in neuen Produkten oder auf neuen Märkten (Neu Produkt-Prozess) sind festgelegt. Zur Einschätzung der Wesentlichkeit geplanter Veränderungen in der Aufbau- und Ablauforganisation sowie den IT-Systemen bestehen Definitionen und Regelungen.

4.2 Strukturelle Darstellung der wesentlichen Risiken

4.2.1 Adressenrisiko


Unter dem Adressenrisiko wird ein Verlust in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position verstanden, der durch eine Bonitätsverschlechterung einschließlich des Ausfalls eines Schuldners bedingt ist. Dabei wird das Adressenrisiko in das Ausfall- sowie das Migrationsrisiko eines Schuldners unterteilt.


Das Ausfallrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes, welcher aus einem drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines Schuldners entsteht.


Das Migrationsrisiko bezeichnet die Gefahr eines Verlustes, der sich dadurch ergibt, dass sich die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners verändert hat.


Das Länderrisiko umfasst neben dem bonitätsinduzierten Länderrisiko auch das politische Risiko, z. B. aus einem Transferstopp. Das Länderrisiko im Sinne eines Ausfalls oder einer Bonitätsveränderung eines Schuldners ist Teil des Adressenrisikos im Kunden- und Eigengeschäft. Der Schuldner kann ein ausländischer öffentlicher Haushalt oder ein sonstiger Schuldner sein, der seinen Sitz im Ausland und somit in einem anderen Rechtsraum hat.

4.2.1.1 Adressenrisiko im Kundengeschäft


Das Adressenrisiko im Kundengeschäft umfasst einerseits die Gefahr eines Verlustes durch einen drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines originären Kredites sowie von Eventualverbindlichkeiten wie beispielsweise Avale (Ausfallrisiko). Andererseits umfasst es auch die Gefahr, dass Sicherheiten teilweise oder ganz an Wert verlieren und deshalb zur Absicherung der Kredite nicht ausreichen oder überhaupt nicht beitragen können (Sicherheitenverwertungs- und -einbringungsrisiko).


Teil des Adressenrisikos im Kundengeschäft ist auch die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Ratingklasse) des Kreditnehmers ändert und damit ein möglicherweise höherer Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko).


Die Steuerung des Adressenrisikos im Kundengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikos der Engagements.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Trennung zwischen Markt (1. Votum) und Marktfolge (2. Votum) bis in die Geschäftsverteilung des Vorstands

regelmäßige Bonitätsbeurteilung und Beurteilung des Kapitaldienstes auf Basis aktueller Unterlagen

Einsatz standardisierter Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoringverfahren) in Kombination mit bonitätsabhängiger Preisgestaltung und bonitätsabhängigen Kompetenzen

interne, bonitätsabhängige Richtwerte für Kreditobergrenzen, die unterhalb der Großkreditgrenzen des KWG liegen, dienen der Vermeidung von Risikokonzentrationen im Kundenkreditportfolio. Einzelfälle, die diese Obergrenze überschreiten, unterliegen einer verstärkten Beobachtung

regelmäßige Überprüfung von Sicherheiten

Einsatz eines Risikofrüherkennungsverfahrens, das gewährleistet, dass bei Auftreten von signifikanten Bonitätsverschlechterungen frühzeitig risikobegrenzende Maßnahmen eingeleitet werden können

festgelegte Verfahren zur Überleitung von Kreditengagements in die Intensivbetreuung oder Sanierungsbetreuung

Berechnung des Adressenrisikos für die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive mit dem Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"

Kreditportfolioüberwachung auf Gesamthausebene mittels regelmäßigem Reporting


Das Kreditgeschäft der Sparkasse gliedert sich in zwei große Gruppen: Das Firmenkunden- und das Privatkundenkreditgeschäft.

Kreditgeschäft der
Sparkasse
Kreditvolumen
(Inanspruchnahme vor
Abzug von Wertberichtigungen)
31.12.2023
Mio. Euro
31.12.2022
Mio. Euro
Firmenkundenkredite 330,2 330,7
Privatkundenkredite 422,8 438,9
Weiterleitungsdarlehen 77,9 71,1
Kommunalkredite 55,3 69,5
Gesamt 886,2 910,2


Tabelle: Kreditgeschäft der Sparkasse


Die regionale Wirtschaftsstruktur spiegelt sich auch im Kreditgeschäft der Sparkasse wider. Schwerpunkte bilden mit 26,9 % die Ausleihungen an Dienstleistungsunternehmen.


Die Risikostrategie ist ausgerichtet auf Kreditnehmer mit guten Bonitäten bzw. geringeren Ausfallwahrscheinlichkeiten. Dies wird durch die Neugeschäftsplanung unterstützt. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich im Kundengeschäft folgende Ratingklassenstruktur:

Ratingklasse Anzahl in % Volumen in %
1 bis 9 93,17 89,61
10 bis 15 5,61 8,46
16 bis 18 1,22 1,93


Das Länderrisiko ist für die Sparkasse von untergeordneter Bedeutung.


Insgesamt sind wir der Auffassung, dass unser Kreditportfolio sowohl nach Branchen und Größenklassen als auch nach Ratinggruppen gut diversifiziert ist.


Zur Absicherung von Adressenausfallrisiken hat die Sparkasse 3 Einzelkreditnehmer mit einem Kreditvolumen von insgesamt 4,0 Mio. Euro in die Sparkassen-Kreditbaskets (über die Emission von Originatoren-Credit Linked Notes) eingebracht.


Risikovorsorgemaßnahmen sind für alle Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass es voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, alle fälligen Zins- und Tilgungszahlungen gemäß den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen zu vereinnahmen. Bei der Bemessung der Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen Realisationswerte der gestellten Sicherheiten berücksichtigt. Für latente Risiken im Forderungsbestand wurden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Der Vorstand wird vierteljährlich über die Entwicklung der Strukturmerkmale des Kreditportfolios, die Einhaltung der Limite und die Entwicklung der notwendigen Vorsorgemaßnahmen für Einzelrisiken schriftlich unterrichtet. Eine ad-hoc-Berichterstattung ergänzt bei Bedarf das standardisierte Verfahren.

Entwicklung der Risikovorsorge:

Art der Risikovorsorge Anfangsbestand
per 01.01.2023
Zuführung Auflösung Verbrauch Endbestand
per 31.12.2023
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
Einzelwertberichtigungen 6.204 1.428 707 2 6.923
Rückstellungen 800 16 148 11 657
Pauschalwertberichtigungen 1.647 232 1 0 1.878
Gesamt 8.651 1.676 856 13 9.458


Das Verfahren für die Bildung der Pauschalwertberichtigung ist im Anhang erläutert.

4.2.1.2 Adressenrisiko im Eigengeschäft


Das Adressenrisiko im Eigengeschäft umfasst die Gefahr eines Verlustes, der aus einem drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines Emittenten oder eines Kontrahenten (Ausfallrisiko) resultieren kann.


Ebenso besteht die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners ändert und damit ein möglicherweise höherer Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko). Dabei unterteilt sich das Kontrahentenrisiko in ein Wiedereindeckungs- , ein Vorleistungs- und ein Erfüllungsrisiko.


Zudem gibt es im Eigengeschäft das Risiko, dass die tatsächlichen Restwerte der Emissionen bei Ausfall von den prognostizierten Werten abweichen.


Ferner beinhalten Aktien eine Adressenrisikokomponente. Diese besteht in der Gefahr einer negativen Wertveränderung aufgrund von Bonitätsverschlechterung oder Ausfall des Aktienemittenten.


Die Steuerung des Adressenrisikos des Eigengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der Branchen sowie des Risikos der Engagements.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Festlegung von Limiten je Partner (Emittenten- und Kontrahentenlimite)

Regelmäßige Bonitätsbeurteilung der Vertragspartner anhand von externen Ratingeinstufungen sowie eigenen Analysen

Berechnung des Adressenrisikos für die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive mit dem Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"


Die Eigengeschäfte umfassen zum Bilanzstichtag ein Volumen von 601,7 Mio. Euro. Wesentliche Positionen sind dabei Schuldverschreibungen und Anleihen (196,8 Mio. Euro), erworbene Schuldscheine von Kreditinstituten und Unternehmen (139,8 Mio. Euro) Wertpapierspezialfonds (88,2 Mio. Euro) und sonstige Investmentfonds (0,6 Mio. Euro) sowie sonstige Forderungen an Kreditinstitute einschließlich Deutsche Bundesbank (176,3 Mio. Euro).


Der überwiegende Teil der Eigenanlagen liegt im Investment-Grade-Bereich. Der nicht geratete Bestand beträgt 75,1 Mio. Euro und verteilt sich auf Immobilienfonds und Investoren-Credit Linked Notes bezüglich der Sparkassen-Kredit-Transaktionen. Der Bestand der Eigenanlagen außerhalb des Investment-Grade-Bereichs beläuft sich auf 8,0 Mio. Euro.


Gewisse betragsmäßige Konzentrationen bestehen hinsichtlich der Forderungen an Landesbanken, die zum Jahresende rund 238,3 Mio. Euro ergaben. Diese Konzentration ergibt sich als Folge der Zugehörigkeit zur Sparkassenorganisation. Eine Risikokonzentration wird aufgrund des Finanzverbunds von der Sparkasse jedoch verneint.

4.2.2 Marktpreisrisiko


Das Marktpreisrisiko wird definiert als Verlust in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Risikofaktoren ergibt.


Die Steuerung des Marktpreisrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der festgelegten Limite und der vereinbarten Anlagerichtlinien für Spezialfonds . Der Anlageausschuss hat die Aufgabe, den Vorstand bei der Umsetzung der Strategie zu unterstützen.

4.2.2.1 Zinsänderungsrisiko


Das Zinsänderungsrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung der risikolosen Zinskurve ergibt. In einer periodischen Sicht bzw. in der normativen Perspektive können sich Veränderungen im Zinsüberschuss, im Bewertungsergebnis Wertpapiere sowie einer Bildung bzw. Veränderung einer Drohverlustrückstellung im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs gemäß IDW RS BFA 3 n. F. ergeben. Schwankungen im Zinskonditionsbeitrag sind in die Betrachtung des Zinsänderungsrisikos in der normativen Perspektive integriert.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Zinsszenarien mittels der IT-Anwendung "Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus", Betrachtung des laufenden Geschäftsjahres und der fünf Folgejahre bei der Bestimmung der Auswirkungen auf das handelsrechtliche Ergebnis

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der SR entwickelten IT-Anwendung "MPR"

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip

Ermittlung des Zinsrisikokoeffizienten und des Frühwarnindikators gemäß 25a Abs. 2 KWG auf Basis des BaFin-Rundschreibens 6/2019 vom 6. August 2019


Zur Steuerung und Absicherung von Zinsänderungsrisiken wurden neben bilanzwirksamen Instrumenten in Form langfristiger Refinanzierungen auch derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps eingesetzt (vgl. Angaben im Anhang zum Jahresabschluss).


Die Auswirkungen eines Zinsschocks um + bzw. -200 Basispunkte auf den Barwert der zinstragenden Geschäfte des Anlagebuchs stellen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Zinsänderungsrisiken
Barwertveränderung
+200 Basispunkte -200 Basispunkte
Tsd. Euro -8.220,36 11.371,37
in %
der Eigenmittel
6,52 9,02


Konzentrationen bestehen bei der Sparkasse in keinem wesentlichen Ausmaß.


Der erneut starke Zinsanstieg im Jahr 2023 führte zu deutlich gesunkenen Bar- und Marktwerten zinstragender Geschäfte, die in die Bewertung des Zinsbuchs gemäß IDW RS BFA 3 n. F. eingehen. Weitere Zinsanstiege erhöhen das Risiko eines Verpflichtungsüberschusses und damit das Risiko zur Bildung einer Drohverlustrückstellung in künftigen Jahresabschlüssen.

4.2.2.2 Spreadrisiko


Das Spreadrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Spreads bei gleichbleibendem Rating ergibt. Dabei wird unter einem Spread die Differenz zu einer risikolosen Zinskurve verstanden. Der Spread ist unabhängig von der zu Grunde liegenden Zinskurve zu sehen, d. h. ein Spread in einer anderen Währung wird analog einem Spread in Euro behandelt.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Spreadszenarien innerhalb der IT-Anwendung "MPR"

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "MPR"

Berücksichtigung von Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip

4.2.2.3 Immobilienrisiko


Das Immobilienrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Marktwerten aus Immobilien ergibt. Immobilieninvestitionen umfassen sowohl Direktinvestitionen (Renditeobjekte, Rettungserwerb) als auch indirekte Investitionen (Immobilienfonds, Beteiligungen in Immobiliengesellschaften).


In der normativen Perspektive umfasst das Immobilienrisiko darüber hinaus das Mietertragsrisiko aus eigenen, fremdgenutzten Immobilien.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Periodische Ermittlung und normative Perspektive: Berechnungen auf Basis verschiedener Szenarien

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung "caballito"


Anlagen in Immobilienfonds verteilen sich auf 13 Fonds mit einem Volumen von 70,2 Mio. Euro. Davon entfallen 4,8 Mio. Euro auf einen Immobilienfonds, welcher ausschließlich in Hotelobjekte investiert ist. Immobilien im Eigenbestand werden in einem überschaubaren Umfang gehalten.


Erhöhte Risiken sind aus den Anlagen derzeit nicht erkennbar.

4.2.3 Liquiditätsrisiko


Das Liquiditätsrisiko setzt sich aus dem Zahlungsunfähigkeits- und dem Refinanzierungskostenrisiko zusammen. Das Liquiditätsrisiko umfasst in beiden Bestandteilen auch das Marktliquiditätsrisiko. Dieses ist das Risiko, dass aufgrund von Marktstörungen oder unzulänglicher Markttiefe Finanztitel an den Finanzmärkten nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt oder nicht zu fairen Preisen gehandelt werden können.


Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko stellt die Gefahr dar, Zahlungsverpflichtungen nicht in voller Höhe oder nicht fristgerecht nachzukommen.


Das Refinanzierungskostenrisiko bildet die Gefahr ab, dass die Refinanzierungskosten über der in der Planung angesetzten Höhe liegen. Dies kann auf der Schwankung des institutseigenen Spreads sowie aus der unerwarteten Veränderung der Refinanzierungsstruktur beruhen.


Das Refinanzierungskostenrisiko in der ökonomischen Perspektive ergibt sich aus der negativen Veränderung des Liquiditätsbeitrages aufgrund von marktbedingten Spreadschwankungen.


In der normativen Perspektive wird die GuV-Auswirkung des Refinanzierungskostenrisikos in Form höherer Zinsaufwendungen abgebildet. Aufgrund des Einflusses von Bilanzbeständen und der Zinsentwicklung wird das Refinanzierungskostenrisiko zusammen mit dem Zinsänderungsrisiko betrachtet.


Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der LCR

Regelmäßige Ermittlung und Überwachung der strukturellen Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio, NSFR)

Regelmäßige Ermittlung der Survival Period und Festlegung einer Risikotoleranz

Diversifikation der Vermögens- und Kapitalstruktur

Regelmäßige Erstellung von Liquiditätsübersichten auf Basis einer hausinternen Liquiditätsplanung, in der die erwarteten Mittelzuflüsse den erwarteten Mittelabflüssen gegenübergestellt werden

Tägliche Disposition der laufenden Konten

Liquiditätsverbund mit Verbundpartnern der Sparkassenorganisation

Definition eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses sowie eines Notfallplans

Erstellung einer Refinanzierungsplanung

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der SR entwickelten IT-Anwendung "RKR"

Regelmäßige Überwachung der Fundingkonzentration zur Ermittlung und Begrenzung des Anteils einzelner Kontrahenten an der Gesamtrefinanzierung


Unplanmäßige Entwicklungen, wie z. B. vorzeitige Kündigungen sowie Zahlungsunfähigkeit von Geschäftspartnern, werden dadurch berücksichtigt, dass im Rahmen der Risiko- und Stressszenarien sowohl ein Abfluss von Kundeneinlagen als auch eine erhöhte Inanspruchnahme offener Kreditlinien simuliert wird.


Die Survival Period der Sparkasse beträgt zum 31. Dezember 2023 länger als 6 Monate im kombinierten Szenario (markt- und institutsinduziert).


Konzentrationen bestehen beim Liquiditätsrisiko in folgendem Bereich: Hoher Anteil der täglich fälligen Kundeneinlagen an den gesamten Kundenverbindlichkeiten.


Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben.

4.2.4 Operationelles Risiko


Das operationelle Risiko bedeutet die Gefahr eines Verlustes durch Schäden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder in Folge externer Einflüsse eintreten.


Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie.


Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:

Jährliche Schätzung von operationellen Risiken auf Basis der szenariobezogenen Schätzung von risikorelevanten Verlustpotenzialen aus der IT-Anwendung "OpRisk-Szenarien"

systematische Sammlung und Analyse eingetretener Schadensfälle in einer Schadensfalldatenbank

Periodische Steuerung und normative Perspektive: Abbildung im Plan- und adversen Szenario

Ökonomische Perspektive: Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis IT-Anwendung "OpRisk-Schätzverfahren"

Erstellung von Notfallplänen, insbesondere im Bereich der IT


Konzentrationen bestehen bei den operationellen Risiken in folgenden Bereichen:


Aufgrund der ausschließlichen Nutzung von IT-Anwendungen des Sparkassenverbunds bzw. der S-Rating und Risikosysteme GmbH bestehen hohe Abhängigkeiten im Falle eines Ausfalls der IT.

4.3 Gesamtbeurteilung der Risikolage


Unser Haus verfügt über ein dem Umfang der Geschäftstätigkeit entsprechendes System zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der vorhandenen Risiken gemäß § 25a KWG. Mit den eingerichteten Risikosteuerungs- und -controllingprozessen können die wesentlichen Risiken frühzeitig identifiziert und gesteuert sowie relevante Informationen an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden.


In 2023 bewegten sich die Risiken innerhalb der vom Vorstand vorgegebenen Limite. Limitanpassungen ergaben sich zum 07.12.2023 im Rahmen der Erstellung der neuen Risikostrategie. Das Risikotragfähigkeitslimit (ökonomische Perspektive) war am Bilanzstichtag mit 60,37 % ausgelastet. Die Mindestanforderungen an die Einhaltung aufsichtlicher Kenngrößen der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit wurden sowohl im Planszenario als auch unter der Berücksichtigung adverser Entwicklungen vollständig erfüllt. Demnach war und ist die Risikotragfähigkeit derzeit gegeben. Die durchgeführten Stresstests zeigen, dass auch außergewöhnliche Ereignisse durch das vorhandene Risikodeckungspotenzial abgedeckt werden können.


Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sind nicht erkennbar. Risiken der künftigen Entwicklung bestehen durch die Regulatorik und in weiteren starken Zinsanstiegen (u. a. Drohverlustrückstellung gemäß IDW RS BFA 3 n. F.).


Die Sparkasse nimmt am Risikomonitoring des Verbands teil. Die Erhebung erfolgt dreimal jährlich. Dabei werden die wichtigsten Risikomesszahlen auf Verbandsebene ausgewertet und die Entwicklungen beobachtet.


Insgesamt beurteilen wir unsere Risikolage als ausgewogen.

5. Chancen- und Prognosebericht

5.1. Chancenbericht


Unser "Chancenmanagement" ist in den jährlichen Strategieüberprüfungsprozess integriert.


Chancen sehen wir vor allem in einer besser als erwartet laufenden Konjunktur. Dies würde zu einer stärkeren Kreditnachfrage und einem Anstieg des Zinsüberschusses führen.


Chancen erwarten wir aus unseren Investitionen in zukunftsweisende Informationstechnologien.


Chancen wollen wir nutzen, indem wir neben der Filialpräsenz in der Fläche und der flächendeckend angebotenen SB-Technik die digitalen Vertriebskanäle weiter ausbauen.


Darüber hinaus sehen wir durch eine weitere Intensivierung der Arbeitsteilung mit unseren Verbundpartnern in der Sparkassenorganisation die Möglichkeit, dem Wettbewerbs- und Rentabilitätsdruck zu begegnen.

5.2. Prognosebericht

5.2.1. Rahmenbedingungen


Die geopolitischen Aussichten für das Jahr 2024 sind erneut von großer Unsicherheit geprägt. Der Krieg in der Ukraine dauert an, ebenso im Nahen Osten, dazu kommen die Angriffe auf die internationale Schifffahrt im Roten Meer. In 76 Ländern, die für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung stehen, finden im Jahr 2024 Wahlen statt. Als größte Volkswirtschaft der Welt kommt der Präsidentschaftswahl in den USA eine besondere Bedeutung zu, auch an den internationalen Kapitalmärkten.


Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit einem ähnlichen Wachstum der Weltwirtschaft wie im vergangenen Jahr. Die Organisation hat ihre Prognose für die Weltproduktion (BIP) um 0,2 Prozentpunkte auf 3,1 % angehoben und erwartet einen Anstieg des Welthandels um 3,3 % (2023: +0,4 %). Im Folgejahr erwartet der IWF eine BIP-Wachstumsrate von 3,2 % und eine weitere Zunahme des Welthandels um 3,6 %.


Für Deutschland fallen die Prognosen weniger gut aus. Die großen deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute hatten in ihren jüngsten Prognosen von Dezember 2023 eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,5 % bis +0,9 % im Jahr 2024 und um 1,0 % bis 1,4 % im Jahr 2025 erwartet. Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für das Jahr 2024 gegenüber ihrer Herbstprognose deutlich reduziert auf nunmehr 0,2 % für das laufende und 1,0 % für das kommende Jahr.


Die instabile geopolitische Lage hat nicht nur negative Auswirkungen auf die Außenwirtschaft, sondern durch die Verunsicherung der Verbraucher ebenso auf den inländischen Konsum und die langfristigen Investitionsentscheidungen von Unternehmen. Belastend wirken weiterhin die Auswirkungen der vorangegangenen geldpolitischen Straffung, die Unternehmensinvestitionen verteuern und in besonderem Maße den Immobilienmarkt stark belasten. Auch der extreme Anstieg der Verbraucherpreise in den vergangenen Jahren dürfte das Konsumverhalten zunächst noch negativ beeinflussen.


Positiv für die Konjunktur im Jahr 2024 ist zu vermerken, dass sich die Energiepreise wieder etwas normalisiert haben. Auch die Beschaffungssituation in der Industrie hat sich deutlich entspannt. Allerdings drohen hier aufgrund der verschlechterten Sicherheitslage auf dem Seeweg erneut Schwierigkeiten. Für die exportstarke deutsche Wirtschaft würde sich zudem die - beispielsweise vom IWF - prognostizierte Belebung des Welthandels positiv auswirken. Im Inland dürften sich der Anstieg der Tariflöhne und im Zeitverlauf die nachlassende Inflation positiv auf den privaten Konsum auswirken.


Vor diesem Hintergrund entwickelte sich der ifo-Geschäftsklimaindex nach einer gewissen Stabilisierung im Herbst 2023 zu Jahresbeginn 2024 nur schwach. Während die Dienstleistungsunternehmen sich mehrheitlich eher positiv zu ihrer aktuellen Geschäftslage äußerten, beurteilten die Unternehmen aller anderen Sektoren sowohl ihre aktuelle Lage wie auch die Aussichten negativ. Die Erwartungen im Bausektor sind im Februar 2024 auf den niedrigsten Stand seit 1991 gesunken.


Die Auftragslage im Verarbeitenden Gewerbe zeigt ein gemischtes Bild. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lagen die Auftragseingänge im Gesamtjahr 2023 5,9 % niedriger als im Vorjahr. Dennoch befindet sich der Auftragsbestand auf einem hohen Niveau und die Unternehmen verfügen immer noch über ein Auftragspolster von mehr als einem halben Jahr (7 Monate).


Die rückläufige Zahl der Baugenehmigungen und weitere Faktoren sprechen dafür, dass die Bauindustrie im Jahr 2024 einen weiteren Rückgang verzeichnen wird. Die großen Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren einen Rückgang der realen Bauinvestitionen um -0,6 % bis -2,5 %. Die Aussichten in den einzelnen Baubereichen fallen dabei recht unterschiedlich aus. Während es beim Wohnungsbau erste Anzeichen für ein Erreichen der Talsohle gibt, bleibt die Lage im Bereich der Gewerbe- und insbesondere der Büroimmobilien schwierig.


Die Verbraucher schauen zu Jahresbeginn skeptisch in die Zukunft. Das GfK-Konsumklima, das kurzzeitig zum Jahresende 2023 eine leichte Erholung verzeichnete, ist erneut gesunken, und zwar um 4,3 Punkte auf -29,7. Laut der GfK-Umfrage in der ersten Januarhälfte sind die Verbraucher sowohl pessimistischer hinsichtlich der Entwicklung ihrer Einkommenssituation als auch in Bezug auf die allgemeine Konjunkturlage. Infolgedessen neigen sie vermehrt dazu, zu sparen, und zögern bei größeren Anschaffungen.


Die schwierige Konjunkturlage schlägt sich bislang lediglich teilweise in einer steigenden Arbeitslosigkeit bzw. einer rückläufigen Nachfrage nach Arbeitskräften nieder. Auch im Jahr 2024 dürfte der deutsche Arbeitsmarkt vergleichsweise stabil bleiben. Für das Gesamtjahr 2024 erwarten die großen deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute mehrheitlich einen leichten Anstieg der Arbeitslosenquote auf 5,8 % bis 5,9 % und eine weitere Zunahme der Zahl der Erwerbstätigen auf über 46 Millionen (+0,1 % bis +0,2 %).


Nach den außergewöhnlichen Anstiegen der Inflationsrate in Deutschland in 2022 (+6,9 %) und 2023 (+5,9 %) lassen die aktuellen Daten zur Preisentwicklung erwarten, dass der Höhepunkt der Inflation überschritten ist. Den Prognosen der großen Wirtschaftsforschungsinstitute zufolge wird der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland 2024 mit +2,2 % bis +3,0 % nur etwa halb so hoch ausfallen wie im Vorjahr und im Folgejahr mit +1,8 % bis +2,3 % wieder weitgehend der 2 %-EZB-Zielmarke entsprechen.


Der Anstieg der Unternehmensinsolvenzen wird sich im laufenden Jahr voraussichtlich weiter fortsetzen. Der IWH-Insolvenztrend blieb zu Jahresbeginn auf hohem Niveau: 40 % über dem Wert vor einem Jahr und 20 % über dem Wert der Vor-Corona-Jahre 2016 bis 2019. Neben dem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld dürften die Staatshilfen während der Corona-Pandemie dafür ursächlich sein, die zunächst viele Insolvenzen verhindert hatten. Nachdem der Insolvenztrend im Baugewerbe bereits im vergangenen Jahr klar aufwärtsgerichtet war und die Entwicklung der Baugenehmigungen als Konjunkturindikator auf eine weitere Verschlechterung der Baukonjunktur hinweist, ist ein weiterer Anstieg in diesem Wirtschaftsbereich wahrscheinlich.


Auch zu Jahresbeginn 2024 bleiben alle Einschätzungen zu den wirtschaftlichen Aussichten mit einer hohen Unsicherheit behaftet. Risiken bestehen insbesondere bzgl. des weiteren Verlaufs des Krieges in der Ukraine und im Nahen Osten und dem Ausgang wichtiger Wahlen in diesem Jahr. Zudem ist es noch ungewiss, ob die Inflation wirklich nachhaltig auf ein stabilitätskonformes Niveau sinkt und im Zuge dessen, die Frage, wann die EZB die erneute geldpolitische Wende vollziehen wird. Der künftige Zinsverlauf ist wiederum ein wichtiger Faktor für die weitere Entwicklung am Immobilienmarkt. Darüber hinaus steht die deutsche Wirtschaft unverändert vor strukturellen Herausforderungen. Der Fachkräftemangel in der deutschen Wirtschaft hat sich unverändert ausgeweitet, die Lieferketten sind weiterhin fragil und die Zukunft insbesondere energieintensiver Industrien in Deutschland ist vor dem Hintergrund der Klimakrise ungewiss.


Nachdem die Notenbanken in 2023 weltweit zunächst ihren restriktiven Kurs fortgeführt hatten und in den vergangenen Monaten das Leitzinsniveau stabil gehalten haben, deuten sich nunmehr erste Tendenzen für Zinssenkungen der Zentralbanken im Jahr 2024 an. Im bisherigen Jahr 2024 haben sich die Zinsen am Geldmarkt wenig verändert. Am Kapitalmarkt war bei den zehnjährigen Bundesanleihen wieder ein Anstieg der Renditen festzustellen Die Renditen der 10-Jährigen Bundesanleihen lagen zum Jahresbeginn bei 2,10 % und bis zum 25.03.2024 bei 2,34 %.


Die Deutsche Bundesbank geht davon aus, dass sich der Anstieg der Margen im Einlagen- und Kreditgeschäft der deutschen Kreditinstitute so nicht fortsetzen wird. Es ist demnach zu erwarten, dass der zunehmende Wettbewerb im Einlagengeschäft, das schwache Kreditneugeschäft sowie eine Zunahme von Kreditausfällen die Ertragslage der nächsten Jahre belasten werden. Darüber hinaus geht die Bundesbank von steigenden Verwaltungsaufwendungen durch notwendige Investitionen (u. a. zur Verhinderung von Cyberkriminalität und zur verstärkten Digitalisierung) aus.


Für das stark zinsabhängige Geschäftsmodell der Sparkassen wird im laufenden Jahr aufgrund der Erwartung sinkender Marktzinsen mit leicht rückläufigen Zinsüberschüssen gerechnet. Gleichzeitig werden die Verwaltungsaufwendungen durch das Inkrafttreten des letzten Tarifabschlusses sowie der weiterhin hohen Inflation erneut ansteigen, wenn auch nicht so stark wie im Jahr 2023. Die Kreditnachfrage wird voraussichtlich weiter verhalten ausfallen, während auf der Einlagenseite weitere Umschichtungen von den Sichteinlagen hin zu Termingeldern und Eigenemissionen zu erwarten sind.


Eine Einschätzung zur Entwicklung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft unterliegt den gleichen Unsicherheiten wie die Prognose zur Wirtschaftsentwicklung. Vor dem Hintergrund der angespannten wirtschaftlichen Gesamtsituation kann es zu einem Anstieg der Risikovorsorge im Kreditgeschäft kommen.


Die nachfolgenden Einschätzungen haben Prognosecharakter. Sie stellen unsere Einschätzungen der wahrscheinlichsten künftigen Entwicklung auf Basis der uns zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen dar. Da Prognosen mit Unsicherheit behaftet sind bzw. sich durch die Veränderungen der zugrundeliegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können, ist es möglich, dass die tatsächlichen künftigen Ergebnisse gegebenenfalls deutlich von den zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts getroffenen Erwartungen über die voraussichtlichen Entwicklungen abweichen.


Der Prognosezeitraum umfasst das auf den Bilanzstichtag folgende Geschäftsjahr.


Als Risiken im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Sparkasse negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.


Als Chancen im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Sparkasse positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.

5.2.2. Geschäftsentwicklung


Abgeleitet aus der Bestandsentwicklung des Jahres 2023 rechnen wir mit einem in etwa gleichbleibenden Bestand für unser Kundenkreditgeschäft.


Im Einlagengeschäft setzt sich der über Konditionen geführte Wettbewerb fort. Vor dem Hintergrund der erwarteten konjunkturellen Entwicklung erwarten wir für 2024 einen in etwa konstanten Bestand der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden.


Bei der Bilanzsumme erwarten wir aufgrund der vorgenannten Entwicklungen im Kredit- und Einlagengeschäft für das Folgejahr einen in etwa gleichbleibenden Bestand.


Im Dienstleistungsgeschäft gehen wir für 2024 aufgrund der sich rückläufigen konjunkturellen Voraussetzungen von sich verschlechternden Rahmenbedingungen und in etwa gleichbleibenden Zielen in den Vermittlungen aus.

5.2.3. Finanzlage


Aufgrund unserer Finanzplanung gehen wir davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Zahlungsfähigkeit gewährleistet ist und die bankaufsichtlichen Anforderungen eingehalten werden können.


Für das Jahr 2024 sind keine größeren Investitionen geplant.

5.2.4. Ertrags- und Vermögenslage


Auf Basis von Betriebsvergleichszahlen rechnen wir aufgrund der weiterhin flachen Zinsstrukturkurve in Verbindung mit dem geringeren Zinsniveau mit einem um 3,1 Mio. Euro sinkenden Zinsüberschuss.


Beim Provisionsüberschuss gehen wir für das nächste Jahr von einem Anstieg um 0,6 Mio. Euro aus, wofür insbesondere die höheren Erträge aus dem Giroverkehr verantwortlich sind.


Trotz unseres stringenten Kostenmanagements wird der Verwaltungsaufwand leicht um bis zu 4,6 % steigen. Die tendenziell steigenden Personalkosten wollen wir durch ein stringentes Personalmanagement in Grenzen halten. Zur Reduzierung der Sachkosten ist die Sparkasse bestrebt Kostensteigerungen in unterschiedlichen Bereichen zu begrenzen.


Insgesamt ergibt sich unter Berücksichtigung der vorgestellten Annahmen für das Jahr 2024 ein sinkendes Betriebsergebnis vor Bewertung von ca. 12,2 Mio. Euro bzw. rund 0,80 % der jahresdurchschnittlichen Bilanzsumme von ca. 1.536,7 Mio. Euro.


Das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft ist aufgrund der konjunkturellen Entwicklung nur mit großen Unsicherheiten zu prognostizieren. Bei der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft erwarten wir - nach den geringen Zuführungen zu den Risikovorsorgemaßnahmen im Vorjahr und wegen einer weiterhin verstärkt risikoorientierten Kreditgeschäftspolitik - ein insgesamt gestiegenes negatives Bewertungsergebnis.


Die erwartete Risikoaufwandsquote im Kreditgeschäft liegt 2024 bei - 18,1 %.


Aus den eigenen festverzinslichen Wertpapieren sowie den weiteren Eigenanlagen in Spezialfonds (einschließlich Immobilienfonds) rechnen wir aufgrund einer konservativen Anlagepolitik und der nach wie vor hohen Unsicherheiten an den Kapitalmärkten mit einem per Saldo in etwa gleichbleibenden Bewertungsergebnis.


Das sonstige Bewertungsergebnis ist von untergeordneter Bedeutung.


Für das Jahr 2024 erwarten wir eine Eigenkapitalrentabilität nach Steuern von 4,9 %. Bei der CIR erwarten wir für 2024 ein Verhältnis von 63,5 % einen höheren Wert gegenüber 2023.


Die prognostizierte Entwicklung der Ertragslage ermöglicht eine weitere Stärkung des Kernkapitals und damit der Eigenmittel von rund 5,9 Mio. Euro.


Die intern festgelegte Mindest-Gesamtkapitalquote in Höhe von 13,66 %, die dem aktuell vorgeschriebenen Mindestwert nach der CRR von 8,0 % zuzüglich des Kapitalerhaltungspuffers und des SREP-Zuschlags von 2,5 Prozentpunkten bzw. 1,0 Prozentpunkten (gem. Bescheid vom 05.01.2024), des antizyklischen Kapitalpuffers von 0,75 % sowie des den Kapitalerhaltungspuffer übersteigenden Anteil der Eigenmittelzielkennziffer von 1,0 % liegt, wird nach der aktuellen Kapitalplanung mit einem für 2024 geplanten Wert von 16,84 % überschritten. Hierbei wurde auch der neu eingeführte sektorale Systemrisikopuffer in Höhe von zwei Prozent für Risikopositionen von mit Wohnimmobilien besicherten Krediten mit 0,41 % berücksichtigt.


Insbesondere bei einer konjunkturellen Abschwächung könnten sich gleichwohl weitere Belastungen für die künftige Ergebnis- und Kapitalentwicklung ergeben.


Des Weiteren können sich aufgrund regulatorischer Verschärfungen für die Finanzwirtschaft (Vereinheitlichung der Einlagensicherung, Basel III-Regelungen, Meldewesen) weitere Belastungen ergeben, die sich auf die Ergebnis- und Kapitalentwicklung der Sparkasse negativ auswirken können.

5.3. Gesamtaussage


Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 lässt insgesamt erkennen, dass das hinsichtlich Wettbewerbssituation und konjunktureller Lage schwieriger werdende Umfeld auch an der Sparkasse nicht spurlos vorübergeht.


Bei der prognostizierten Entwicklung der Ertragslage sollte eine weitere Stärkung der Eigenmittel gesichert sein.


Unsere Perspektiven für das Geschäftsjahr 2024 beurteilen wir in Bezug auf die aufgezeigten Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung der von uns erwarteten Entwicklung der Rahmenbedingungen und unserer bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zusammengefasst als günstig.


Aufgrund unserer Finanzplanung gehen wir daher davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Risikotragfähigkeit und die Einhaltung aller bankaufsichtsrechtlichen Kennziffern durchgängig gewährleistet sind.


Rockenhausen, am 25. März 2024

Sparkasse Donnersberg
Vorstand
Bolinius Roth

Bericht des Verwaltungsrates


Der Verwaltungsrat erfüllte im Jahre 2023 die ihm aufgrund der sparkassenrechtlichen Bestimmungen obliegenden Aufgaben. Er wurde durch den Vorstand in den turnusmäßigen Sitzungen über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftlichen Verhältnisse der Sparkasse sowie über alle besonderen Vorgänge umfassend unterrichtet.


Der Vorstand hat dem Verwaltungsrat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht für das Jahr 2023 vorgelegt. Die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Rheinland-Pfalz hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.


In seiner Sitzung vom 18. Juni 2024 hat der Verwaltungsrat von dem Ergebnis Kenntnis genommen, den Jahresabschluss festgestellt, den Lagebericht gebilligt und dem Vorstand Entlastung erteilt.


Die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von 11.946 Tsd. Euro erfolgte entsprechend § 20 SpkG durch Beschluss des Verwaltungsrates. Der Jahresüberschuss unter Berücksichtigung der Vorwegzuführung in Höhe von 10.100 Tsd. Euro wird in voller Höhe der Sicherheitsrücklage zugeführt.

 

Rockenhausen, den 18. Juni 2024

Der Vorsitzende des Verwaltungsrates
Rainer Guth
Landrat

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