Großhandel mit Tabakwaren
A.S.I. Wirtschaftsberatung AG
Von-Steuben-Straße 20, 48143 Münster, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Günther seit 13.1.2026 | Vorstandsmitglied |
Oliver Weber seit 15.1.2021 | Prokura |
Klaus Ostholt seit 5.5.2020 | Vorstandsmitglied |
Jürgen Moll seit 24.1.2013 | Vorstandsmitglied |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
A.S.I. Wirtschaftsberatung AGMünsterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die A.S.I. Wirtschaftsberatung AG, Münster Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der A.S.I. Wirtschaftsberatung AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der A.S.I. Wirtschaftsberatung AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 14. Mai 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Thomas Volkmer, Wirtschaftsprüfer Elke Stümper, Wirtschaftsprüferin BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
PASSIVA
Münster, 31. März 2024 Jürgen Moll Klaus Ostholt GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Amtsgericht MünsterHRB 14044ANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2023I. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Die A.S.I. Wirtschaftsberatung AG ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss der A.S.I. Wirtschaftsberatung AG ist nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Größenabgängige Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen. Der Abschluss ist in EURO aufgestellt. Im Einzelnen werden folgende Grundsätze angewendet: 1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Abschreibungen werden entsprechend der im Einklang mit steuerlichen Vorschriften festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer für die einzelnen Positionen des Anlagevermögens wie folgt vorgenommen:
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert, ggf. vermindert um erforderliche Einzelwertberichtigungen, angesetzt. 3. Wertpapiere des Umlaufvermögens Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Börsenwert oder beizulegenden Wert angesetzt. Das Wertaufholungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB wird beachtet. 4. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Laufende Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand werden mit den Nominalbeträgen angesetzt. 5. Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den Nominalbeträgen angesetzt. 6. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Für ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungen in dem Umfang gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen werden entsprechend ihrer Laufzeit mit dem von der Bundesbank veröffentlichten Zinssatz unter Anwendung des § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. II. ANGABEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens zu historischen Anschaffungskosten sowie die Entwicklung der aufgelaufenen Abschreibungen sind dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Per 31.12.2023 werden Anzahlungen auf die in 2024 projektierte Bürosanierungs- und Umbaumaßnahme in Höhe von 27,5 TEUR unter den Sachanlagen ausgewiesen. 2. Forderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 135) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 3. Wertpapiere des Umlaufvermögens Bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens waren Abschreibungen auf den niedrigeren Kurswert per 31.12.2023 in Höhe von TEUR 17 erforderlich. Die Zuschreibungen im Sinne des § 253 Abs. 5 HGB betrugen TEUR 149.
Der Zeitwert entspricht dem Börsenwert zum 31.12.2023. 4. Grundkapital Das Grundkapital beträgt EUR 1.000.000,00. Es ist eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien. Die Aktien lauten auf Namen. 5. Kapitalrücklage
6. Bilanzgewinn
7. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Provisionsstorni TEUR 200, Tantiemen an Mitarbeiter TEUR 250, ausstehende Provisionen aus Bestandspflege TEUR 2.600, Urlaubsansprüche TEUR 75, Prozessrisiken TEUR 35, die Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen TEUR 30 sowie die Rückstellung für das Beteiligungsmodell TEUR 1.328. Mit Wirkung zum 31.12.2022 ist die Gothaer Finanzholding AG den Pensionszusagen der A.S.I. durch Schuldbeitritt beigetreten und hat dafür die Pensionsrückstellungen der A.S.I. übernommen. Aus dieser Vereinbarung ergeben sich jährliche Erstattungsansprüche. Per 31.12.2023 betrug die nunmehr bei der Gothaer Finanzholding AG passivierte Pensionsrückstellung 2.196.847,00 €, hieraus resultierte für A.S.I. ein Personalaufwand in Höhe von 104.636,78 €, bestehend aus dem Erstattungsbetrag gegenüber der Gothaer Finanzholding AG in Höhe von 95.581,78 € sowie aus einem Zinswechselertrag in Höhe von 9.055,00 €. 8. Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben Verbindlichkeiten von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 111) eine Laufzeit von einem bis fünf Jahren. Die im Vorjahr bilanzierten Verbindlichkeiten wurden im Hinblick darauf, dass diese zwischenzeitlich verjährt wurden, ergebniswirksam ausgebucht. Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit mehr als fünf Jahren bestehen nicht. 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Hierin sind im Wesentlichen der Zinswechselanteil aus der Abzinsung der im Rahmen des Schuldbeitritts abgetretenen Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Zinserträge in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 19) aus der Abzinsung der sonstigen Rückstellungen enthalten. 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Hierin enthalten sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 58) für die Pensionsrückstellung sowie TEUR 34 für Stornoreservekonten. 11. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
In den Übrigen sind im Wesentlichen Aufwendungen für nicht abzugsfähige Vorsteuern in Höhe von TEUR 316 sowie verauslagte Kosten in Höhe von 58 TEUR enthalten. III. SONSTIGE ANGABEN 1. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß § 251 und § 268 Abs. 7 HGB bestanden nicht. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus dem Mietverhältnis der Zentrale für die Von-Steuben-Straße und weiteren 34 Mietverhältnissen an diversen Standorten für die Geschäftsstellen. Die Verpflichtungen belaufen sich derzeit inklusive Nebenkosten auf rd. TEUR 1.460 p.a. 3. Angaben zum Aufsichtsrat und Vorstand Mitglieder des Aufsichtsrates: Oliver Brüß, Vorsitzender, Mitglied des Vorstandes der Gothaer Versicherungsbank VVaG, der Gothaer Finanzholding AG, der Gothaer Krankenversicherung AG, der Gothaer Allgemeine Versicherung AG und der Gothaer Lebensversicherung AG Michael Kurtenbach, stellv. Vorsitzender, Vorsitzender des Vorstandes der Gothaer Lebensversicherung AG, Mitglied des Vorstandes der Gothaer Versicherungsbank VVaG, der Gothaer Finanzholding AG, der Gothaer Krankenversicherung AG und der Gothaer Allgemeine Versicherung AG Dr. Sylvia Eichelberg, Vorsitzende des Vorstandes der Gothaer Krankenversicherung AG, Mitglied des Vorstandes der Gothaer Versicherungsbank VVaG und der Gothaer Finanzholding AG Vorstand sind die Herren: Jürgen Moll, Bankkaufmann Klaus Ostholt, Versicherungskaufmann Auf die Angabe der Bezüge der Vorstände wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer Es waren im Jahr 2023 durchschnittlich 60 fest angestellte Mitarbeiter beschäftigt, davon 36 in Vollzeit und 24 in Teilzeit. 5. Mindestbesteuerung In Deutschland findet erstmalig für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen, das sog. Mindeststeuergesetz (MinStG) Anwendung. Zur Implementierung der vorgenannten Regelungen hat der Gothaer Konzern in 2023 eine Projektgruppe gegründet. Dabei wurde im Rahmen einer Betroffenheitsanalyse festgestellt, dass nach derzeitigem Stand der Gothaer Konzern mit seinen Geschäftseinheiten eine Unternehmensgruppe bzw. Mindeststeuergruppe bildet und damit grundsätzlich in den Anwendungsbereich des MinStG fällt. Die A.S.I. Wirtschaftsberatung AG stellt eine Geschäftseinheit der Unternehmensgruppe bzw. Mindeststeuergruppe dar. Jedoch ist sie keine Gruppenträgerin iSd. MinStG und schuldet daher auch keine etwaige Mindeststeuer, die erstmalig für das Geschäftsjahr 2024 entstehen könnte. Zur erstmaligen Abgabe eines Mindesteuer-Berichts für das Geschäftsjahr 2024 wird die Gesellschaft aller Voraussicht die Gruppenträgerin beauftragen. 6. Konzern- und Beteiligungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag werden 100 % des Kapitals von der Gothaer Finanzholding AG, Köln, gehalten. Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen gemäß § 271 Abs. 2 HGB und ein mittelbares Tochterunternehmen der Gothaer Versicherungsbank VVaG. Die Gothaer Versicherungsbank VVaG, Köln, stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Der Jahresabschluss unseres Unternehmens wird gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Gewinnverwendung Der Jahresüberschuss beträgt EUR 745.273,10. Durch den Gewinnvortrag in Höhe von EUR 0,00 ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von EUR 745.273,10. Die Hauptversammlung kann über den Bilanzgewinn von EUR 745.273,10 beschließen. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
Münster, den 31. März 2024 Jürgen Moll Klaus Ostholt Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Erläuterung Zur besseren Lesbarkeit wird in diesem Bericht auf eine geschlechterspezifische Schreibweise verzichtet und an den entsprechenden Stellen die männliche Form verwendet. Selbstverständlich sind mit diesen Formulierungen alle Geschlechter eingeschlossen. A. Darstellung des Geschäftsverlaufs Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in 2023 um 0,3 % ggü. dem Vorjahr zurück. Die deutsche Versicherungswirtschaft konnte nach den Angaben des GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.) bei den gesamten Beitragseinnahmen einen Zuwachs von 0,6 % auf 224,7 Mrd. Euro erzielen. Bedingt durch ein wie schon im Vorjahr 2022 stark rückläufiges Einmalbeitragsgeschäft (-13,1 %, 2022: -20,6 %) gingen die gebuchten Brutto-Beiträge in der Lebensversicherung (ohne Pensionskassen und Pensionsfonds) um 4,0 % auf 89,0 Mrd. Euro zurück. Die Höhe der laufenden Beiträge blieb ggü. dem Vorjahr nahezu unverändert. Die Anzahl der Verträge im Neugeschäft bei der Riester-Rente brach um weitere 68,9 % auf nur noch ca. 39 Tsd. Stück ein. Vor 2 Jahren lag die Anzahl neuer Riester- Verträge noch bei 311,4 Tsd. Stück. Bei den Basisrenten konnte dagegen ein Zuwachs von 14,0 % erreicht werden. Für die Sparte Schaden- und Unfallversicherung kann für 2023 ein Beitragsanstieg von ca. 6,7 % auf 84,5 Mrd. Euro erwartet werden (Hochrechnung für 2023 auf Basis der Daten Ende Q3 2023). Die Leistungen stiegen über alle Versicherungszweige um vorauss. 12,7 %, so dass sich die Schaden- Kosten-Quote von 94,6 % auf 98 % verschlechterte. In der privaten Krankenversicherung haben sich die Beitragseinnahmen um 2,3 % auf 48,2 Mrd. Euro erhöht. Bei den ausgezahlten Versicherungsleistungen war aber auch ein Anstieg von 9,1 % auf 36,4 Mrd. Euro zu verzeichnen, wobei der Leistungsanstieg in der Pflegeversicherung mit 14,5 % sehr deutlich zunahm. Der Bestand an Verträgen in der Vollversicherung blieb unverändert (8,7 Mio.), während er in den Zusatzversicherungen um 2,5 % auf 30,0 Mio. anstieg. 1) Laut BVI (Bundesverband Investment und Asset Management e.V.) stieg das verwaltete Vermögen nach dem Rückgang in 2022 (-11,8 %) wieder an und zwar von 3.804 Mrd. Euro um 9,0 % auf 4.149 Mrd. Euro. Das Nettovermögen der offenen Publikumsfonds erhöhte sich um 7,9 % auf 1.382 Mrd. Euro. Per Saldo flossen den offenen Publikumsfonds 12,912 Mrd. Euro zu. Während hingegen Mischfonds im Jahr 2022 noch einen Zufluss von 12,535 Mrd. Euro verzeichnen konnten, wurden diesem Anlageschwerpunkt in 2023 15,480 Mrd. Euro entzogen. Besonders stark ging das Nettomittelaufkommen bei geschlossenen Publikumsfonds zurück, nämlich von 285,4 Mio. Euro (2022) um ca. 68 % auf nur noch 91,4 Mio. Euro. 2) Nach Angaben des ZIA (Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.) sind die Mieten in 2023 mit +4,8 % weiter gestiegen. Die Zahl der Baugenehmigungen dürfte in Zukunft sogar noch stärker sinken, weil sich der Neubau von Wohnimmobilien aufgrund des aktuellen Niveaus von Zinsen, Baulandpreisen und Baukosten nicht mehr rechnet. Die Kostenmieten liegen dafür sehr weit entfernt von den Neubaumieten. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen sind bundesweit deutlich um 6,7 % auf durchschnittlich 3.100 Euro/qm gesunken. Der Markt Pflegeimmobilien und Servicewohnen für Senioren ist wegen des demografischen Wandels nachfrageseitig weiterhin sehr stabil. Der stetig steigenden Zahl von Haushalten mit älteren Menschen sowie von Pflegebedürftigen steht ein nach wie vor unzureichendes Angebot an Gesundheits- und Pflegeimmobilien gegenüber. Folglich sind die Spitzenrenditen nach einem Anstieg auf 4,3 % in 2022 nun in 2023 auf 5,1 % angewachsen. Die verschlechterten Rahmenbedingungen dürften für eine weitere Vergrößerung der Versorgungslücke, mithin für eine weitere Erhöhung der Spitzenrenditen sorgen. 3)
1) Quelle: GDV Verband, Jahresmedienkonferenz
25.01.2024
Geschäftsentwicklung Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 um 4,9 % auf 26,620 Mio. Euro zurückgegangen. Aus dem eigentlichen Vermittlungsgeschäft (Provisions- und Honorarerlöse) wurden Erlöse von 24,995 Mio. Euro generiert, die übrigen 1,623 Mio. Euro (ohne a.o. Erlöse) stammen aus der Weiterberechnung von Kosten, die wir zugunsten unserer Handelsvertreter und Geschäftsstellen zunächst verauslagt hatten. Des Weiteren wurden sonstige betriebliche Erträge i.H.v. 970 Tsd. Euro (Vorj.: 76 Tsd. Euro) erzielt. Der starke Anstieg resultiert aus der Auflösung nicht benötigter Rückstellungen und Wertberichtigungen (537 Tsd. Euro), der Wertaufholung von im Umlaufvermögen gehaltenen Wertpapieren (149 Tsd. Euro) sowie Erträgen aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (121 Tsd. Euro). Darüber hinaus konnten beim Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens Erträge von 38 Tsd. Euro erzielt werden. Der Rückgang der Umsatzerlöse aus dem eigentlichen Vermittlungsgeschäft ist ausschließlich auf die Erlösminderung um 25,0 % in der Sparte Finanzdienstleistungen zurückzuführen. Die Vermittlung von Geldanlagen in Form von offenen Investmentvermögen, von Kapitalanlageimmobilien und von Finanzierungen litt marktbedingt unter dem dauerhaft hohen Zinsniveau. Die Erlöse aus der Vermittlung von Versicherungen haben sich leicht positiv entwickelt und sind um 2,4 % gestiegen. Die Abschlussprovisionserlöse in der Sparte Lebens-/Rentenversicherung gingen gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % zurück. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass das vermittelte Antragsvolumen (bewertete Beitragssumme) von langlaufenden Altersvorsorgeverträgen (ohne Basis-Rentenversicherung und betriebliche Altersversorgung) um 7,9 % gesunken ist. Besonders erfreulich war dagegen die Entwicklung in der betrieblichen Altersversorgung. Hier konnte das vermittelte Antragsvolumen ggü. dem Vorjahr um 43,2 % gesteigert werden. Auch bei den vermittelten Beitragssummen von biometrischen Tarifen gelang ein Zuwachs um 13,7 %. Der Anteil der Produkte, die ausschließlich eine Absicherung biometrischer Risiken (i.w. SBU und Risikolebensversicherung) darstellen, ist an der gesamten Bewertungssumme der Sparte Lebens-/Rentenversicherung auf 28,3 % angewachsen (Vorjahr: 27,4 %). Die Nachfrage nach staatlich geförderten Basis-Rentenversicherungen (sog. Rürup-Rente) hat deutlich angezogen. Ihr Anteil am Gesamtgeschäft Lebens-/Rentenversicherung stieg von 14,8 % auf 19,4 %. Die Provisionserlöse in der Sparte Krankenversicherung sind gegenüber dem Vorjahr um 5,8 % gestiegen. Das Neugeschäft wird mit einem sehr wesentlichen Anteil von 74,1 % von der Vermittlung von Krankenvollversicherungen getragen. Im Bereich der Schaden-/Unfallversicherung konnten wir im vergangenen Jahr bei den Erlösen ein Plus von 7,1 % erzielen und liegen mit dieser Steigerung über dem Marktdurchschnitt. Der Gesamtbereich "Finanzdienstleistungen" musste einen Umsatzrückgang um 2,01 Mio. Euro von 8,03 Mio. Euro auf 6,025 Mio. Euro hinnehmen, was einem Minus von 25,0 % entspricht. Der deutlichste Umsatzrückgang ergab sich mit -60,6 % bei der Vermittlung von Kapitalanlageimmobilien. Die Ergebnisrechnung hatte sich für viele Kapitalanleger durch das durchgängig hohe Zinsniveau erheblich verschlechtert. Der Anstieg des Zinsniveaus wirkte sich auch bei den Erlösen aus der Vermittlung von Finanzierungen aus, die um 38,8 % gesunken sind. Besonders im Bereich der privaten Immobilienfinanzierung für selbstgenutztes Wohneigentum war der Rückgang am stärksten zu beobachten. Das hohe Zinsniveau hat auch dazu geführt, dass alternative Anlagemöglichkeiten zu offenen Investmentvermögen wieder attraktiv erschienen. So warben viele Kreditinstitute erstmals seit vielen Jahren mit Festgeldzinsen über 3 % p.a. Demzufolge nahmen bei uns die Erlöse aus der Vermittlung von offenen Investmentvermögen um 28,3 % ab. Die Umsätze aus der Vermittlung von geschlossenen Investmentvermögen sanken um 38,3 %, machten aber auch nur 141 Tsd. Euro aus und bleiben damit geschäftlich eine Randerscheinung. Eine besondere Umsatzentwicklung war im Bereich der Vermittlung von Bausparverträgen zu verzeichnen. Aufgrund eines starken Anstiegs des vermittelten Volumens Ende 2022, als die vermittelte Bausparsumme mit 34,24 Mio. Euro ggü. 2021 fast verfünfzehnfacht wurde, stiegen die nachlaufenden Erlöse in diesem Bereich um 288,0 % auf 291 Tsd. Euro. Insgesamt ergibt sich damit bei den Erlösen aus der eigentlichen Vermittlungstätigkeit ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 26,330 Mio. Euro um 5,1 % auf 24,995 Mio. Euro. Nach Abzug der Kosten für den selbstständigen Vertrieb sind die operativen Roherlöse um 4,2 % von 8,027 Mio. Euro auf 7,686 Mio. Euro leicht gesunken. Die Kosten der Zentrale sind mit 6,754 Mio. Euro fast gleichgeblieben (Vorj.: 6,674 Mio. Euro). Das operative Betriebsergebnis vor Steuern aus Sicht der internen Kostenrechnung stellte sich auf 932 Tsd. Euro ein nach 1,353 Mio. Euro im Vorjahr. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresüberschuss beträgt 745 Tsd. Euro nach 8 Tsd. Euro im Vorjahr. Personal- und Sozialbereich Das Unternehmen beschäftigte im Jahresdurchschnitt 60,75 fest angestellte Mitarbeiter und 3,75 geringfügig Beschäftigte. Die Zahl der selbstständigen Berater belief sich im Jahresdurchschnitt auf 121. Im Laufe des Jahres 2023 konnten wir 13 Berater für die Geschäftsstellen neu hinzugewinnen. Da uns gleichzeitig 16 Berater wieder verlassen haben, wovon vier Berater altersbedingt ausgeschieden sind, ist die Anzahl der für A.S.I. tätigen Berater vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 netto um drei gesunken. Die Fluktuationsrate betrug bezogen auf den Beraterstand zum Januar 2023 13,1 % und ist gegenüber dem Vorjahr (11,9 %) leicht gestiegen. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Das Geschäftsjahr 2023 war stark geprägt vom anhaltenden Krieg in der Ukraine, dem Aufflammen des Konflikts im Nahen Osten durch den Terroranschlag der Hamas im Oktober in Israel, einer Rekordinflation, unter der der private Konsum litt, und massiven Einbrüchen auf dem Immobilienmarkt. Somit blieb das geopolitische und gesamtwirtschaftliche Umfeld schwierig und volatil, was sich auch belastend auf unsere Geschäftsaktivitäten insbesondere im Finanzdienstleistungsbereich auswirkte. Der Arbeitsmarkt blieb trotz der nachlassenden Wirtschaftsleistung erstaunlich stabil. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes lag die Arbeitslosenquote in 2023 bei 5,7 % (Vorj.: 5,4 %). Der Arbeitsmarkt für Akademiker hat sich zwar stärker eingetrübt: hier stieg die Anzahl der Arbeitslosen um 19 % ggü. ca. 8 % bei den Arbeitslosen insgesamt. Dennoch kann bei einer Arbeitslosenquote bei den Akademikern von 2,5 % von Vollbeschäftigung gesprochen werden. Das erschwert es uns weiterhin, unsere Beratungskapazitäten mit dieser Zielgruppe auszubauen. Die Herausforderung war und ist es zunehmender, zum einen die voraussichtlich aus Altersgründen ausscheidenden Berater durch markterfahrene Berater zu ersetzen. Dies ist uns in 2023 für die vier ausgeschiedenen Berater auch gelungen. Zum anderen wollen wir zum Ausbau unserer Beratungskapazitäten an ausgewählten Standorten neue Berater, die schon über eine gewisse Berufs- und Beratungserfahrung verfügen, gewinnen. Zur Unterstützung dieser Entwicklung haben wir das Vergütungssystem zu Beginn des Jahres 2023 erheblich ausgeweitet, um somit noch attraktiver für wechselwillige Berater zu sein. In regulatorischer Hinsicht musste in 2023 in den Bereichen der IDD (Versicherungsvermittlung) oder der MiFID (Finanzanlagenvermittlung) ausnahmsweise keine weitere EU-Verordnung umgesetzt werden. Allerdings hat die EU-Kommissarin McGuinness im Mai 2023 ihren offiziellen Entwurf einer EU- Kleinanlagerstrategie (Retail Investment Strategy - RIS) vorgestellt. Im Vorfeld dessen verfolgte sie den Plan eines grundlegenden Provisionsverbotes bei der Vermittlung von Finanzprodukten in Europa. Im weiteren Verlauf der politischen Beratungen sollte das Provisionsverbot dann nur noch für unabhängige Vermittler von Versicherungsanlageprodukten gelten. Dies hätte zu einem massiven Nachteil gegenüber den gebundenen Vermittlern geführt und das Geschäftsmodell ungebundener Makler in Frage gestellt. Nach aktuellem Stand soll es das Provisionsverbot nur noch für das reine Ausführungsgeschäft ("Execution only") geben. Allerdings gibt es auch dagegen deutliche Widerstände. Ob es vor den im Juni anstehenden Europawahlen zu einem Beschluss kommt, ist fraglich. Allerdings sind diese Bestrebungen seitens der europäischen Kommission weiter genau zu beobachten. Am 2. Juli 2023 ist in Deutschland das Hinweisgeberschutzgesetz in Kraft getreten. Für Unternehmen zwischen 50 und 249 Mitarbeitende galt eine Übergangsfrist bis zum 17. Dezember 2023. Wir haben im Oktober 2023 in Zusammenarbeit mit einer Anwaltskanzlei ein Hinweisgebersystem eingerichtet und unsere Mitarbeitenden entsprechend informiert. Nach Angaben der Kanzlei, die als interne Meldestelle fungiert, hat es seitdem keine Meldungen über etwaige Verstöße gegeben. Im Laufe des Jahres haben wir die für 2024 geplanten Umbau- und Renovierungsmaßnahmen für die Räumlichkeiten der Zentrale in Münster konkretisiert, ausgeschrieben und beauftragt. Nach der mittlerweile 15jährigen Nutzung müssen die Räume umfänglich renoviert und hinsichtlich Energieeffizienz sowie Datentechnik auf den neuesten Stand gebracht werden. Für die langfristige Verlängerung des Mietvertrages um weitere 10 Jahre erhalten wir von der Vermieterin einen nicht unerheblichen Zuschuss zu den Renovierungskosten. Die Arbeiten werden bei laufendem Betrieb in vier Bauabschnitte aufgeteilt und ca. 8-9 Monate in Anspruch nehmen. Wie in den Vorjahren auch haben wir uns im Jahr 2023 erneut dem Assekurata-Rating gestellt. Die Bestnote "Exzellent" wurde zum 13. Mal in Serie bestätigt. B. Darstellung der Lage Für das Jahr 2023 ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 745.273,10 Euro. Zu der positiven Entwicklung ggü. dem Vorjahresüberschuss von 7.742,61 Euro hat beigetragen, dass anders als in 2022, als Wertpapierabschreibungen und realisierte Kursverluste mit ca. 755 Tsd. Euro das Ergebnis maßgeblich belastet haben, diesmal Wertaufholungen von ca. 149 Tsd. Euro verbucht werden konnten. Darüber hinaus haben wir nicht mehr benötigte Rückstellungen und sowohl Einzelwertberichtigungen auf Forderungen als auch Rückstellungen für Verbindlichkeiten, die nach Ablauf der verlängerten Verjährungsfrist von 10 Jahren weder eingetrieben werden können noch beglichen werden müssen, ergebniswirksam aufgelöst. Die Gesellschaft konnte ihre Zahlungsverpflichtungen im Berichtsjahr jederzeit uneingeschränkt erfüllen. Liquiditätsengpässe sind nicht aufgetreten und aktuell ebenfalls nicht erkennbar. C. Risikomanagement Bei den Risiken wurden vor allen Dingen vertriebs-, rechts- und operationale Risiken identifiziert. Die Sicherstellung ausreichender Beratungskapazitäten stellt gleichzeitig die größte Herausforderung für die Bestandsfestigkeit und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens dar. Vor allem muss es gelingen, die in den nächsten Jahren aus Altersgründen ausscheidenden Berater zu ersetzen und es nicht allein aufgrund der demografischen Entwicklung im Unternehmen zu einem Beraterabbau kommt. Dazu wurden die Berater identifiziert, die das Regelrentenalter erreichen. Diese Anzahl beläuft sich für die Jahre 2024 - 2026 auf 11. Bezogen auf den Beraterstand Ende 2023 beträgt der Anteil somit 9,1 %. Ob die Berater in dem Zeitraum tatsächlich aufhören, steht auf einem anderen Blatt und hängt sehr stark von deren persönlicher Planung ab. Auf jeden Fall ist dies in der Beraterplanung, die wiederum unmittelbare Auswirkung auf die Umsatzplanung hat, berücksichtigt. Dazu gehört auch, dass den Handelsvertretern ein Ausgleichsanspruch nach § 89 b HGB zusteht und diese Liquiditätsabflüsse in der Kostenplanung der nächsten Jahre einkalkuliert wurden. Für Storno- und Rechtsrisiken sind ausreichend Rückstellungen gebildet. Aufgrund einer genaueren Darstellung der Stornobelastungen in den Vorjahren sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass die Höhe der dafür in der Vergangenheit vorgehaltenen Rückstellungen nicht vollständig benötigt wird und ein Teilbetrag von 350 Tsd. Euro aufgelöst werden konnte. Darüber hinaus besteht für alle Beratungsbereiche eine ausreichende Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für das Haftungsrisiko der Falschberatung. Um den Vertriebsrisiken zu begegnen, entwickeln wir die Diversifizierung unseres Leistungs- und Produktangebotes ständig weiter. Nachdem zuletzt im Jahr 2019 eine intensive Prüfung des Risikomanagements durch das Gruppenrisikomanagement der Gothaer Finanzholding AG mit dem Ergebnis stattgefunden hat, dass das Risikomanagement funktionsfähig und bedarfsgerecht aufgestellt ist, wurde die Liste der möglichen Risiken und deren Beurteilung in 2023 aktualisiert und mit dem Gruppenrisikomanagement abgestimmt. Aktuell lassen sich keine für das Unternehmen existenzbedrohenden Risiken feststellen. D. Bericht nach § 312 Aktiengesetz über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen Unsere Gesellschaft hat nach den Umständen, die ihr jeweils in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit der Gothaer Versicherungsbank VVaG oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, eine angemessene Gegenleistung erhalten. E. Ausblick Im 1. Quartal 2024 ergab sich gegenüber dem Vorjahresquartal eine Umsatzsteigerung um 0,81 Mio. Euro von 5,751 Mio. Euro auf 6,561 Mio. (+ 14,1 %). Umsatzzuwächse sind in allen Sparten zu verzeichnen. Auf der Kostenseite werden wir im Laufe des Jahres Einmaleffekte zu verarbeiten haben. Diese beziehen sich
Das makroökonomische Umfeld in Deutschland wird zwar herausfordernd bleiben. Der Sachverständigenrat Wirtschaft erwartet für 2024 nur noch ein Wachstum des BIP von + 0,7 %. Die Inflationsrate wird im Jahresmittel auf 2,6 % geschätzt. Sie dürfte damit deutlich niedriger ausfallen als im Jahresdurchschnitt 2023 mit 6,1 %. Die anhaltend straffe Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) trägt zur Dämpfung des außenwirtschaftlichen Umfelds Deutschlands bei. Hier könnte es aber zur Jahresmitte hin erste Zinssenkungen geben, die wiederum positive Impulse für die inländische Nachfrage und zinssensible Bereiche wie die Bauwirtschaft geben könnten. Für die deutsche Versicherungswirtschaft erwartet der GDV vor dem Hintergrund steigender Nominallöhne und nachlassender Inflation ein Beitragswachstum von 3,8 %. Im Finanzierungssektor hat sich die Lage für Kreditnehmer wieder etwas gebessert. Aktuell werden im Durchschnitt für Baufinanzierungen mit 10-jähriger Zinsbindung etwa 3,5 % p.a. verlangt. Seit dem Zinspeak im November 2023 bedeutet das einen Rückgang um 0,7 %-Punkte. Mit einer möglichen Zinssenkung der EZB im Juni würde auch der Druck auf die Kreditzinsen abnehmen, so dass Finanzierungen sowohl für selbstgenutzte Immobilien als auch für Kapitalanlageimmobilien wieder erschwinglicher werden könnten. Ein zurückgehendes Zinsniveau könnte auch das Investmentgeschäft wieder beleben. Hier zeigen sich im 1. Quartal 2024 bereits positive Entwicklungen: das Antragsgeschäft mit offenen Investmentvermögen auf Basis das Anlagevolumens nahm ggü. dem Vorjahresquartal um 41,8 % zu. Der Markt für Wohnimmobilien zur Kapitalanlage ist angesichts der niedrigeren Zinsen etwas attraktiver geworden. Nach dem starken Preisrückgang in 2023 ist dieser zum Jahresende 2023 gestoppt worden. Nach einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. sind die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im 4. Quartal 2023 wieder um 0,8 % gestiegen. Im Gegenzug sind die Neuvertragsmieten in den Jahren 2022 und 2023 im bundesweiten Durchschnitt um 8,7 % stark gestiegen, was den Markt für Kapitalanleger im Zusammenspiel mit geringeren Finanzierungskosten interessant macht. Knapper Wohnraum und immer weniger Neubauten erhöhen zudem den Druck auf den Mietmarkt. Insgesamt sind wir auch aufgrund eines starken ersten Quartals optimistisch, das gesetzte Ziel bei den Erlösen aus der eigentlichen Vermittlungstätigkeit von 27,5 Mio. Euro zu erreichen, auch wenn die geopolitischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten und die damit verbundenen Risiken unverändert hoch sind. Aufgrund der zuvor beschriebenen Einmaleffekte auf der Kostenseite rechnen wir mit einem deutlich geringeren Jahresergebnis als im Vorjahr.
Münster, 31. März 2023 Jürgen Moll Klaus Ostholt Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat entsprechend der ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben die Geschäftsführung des Vorstandes fortlaufend überwacht. Er wurde vom Vorstand über die Entwicklung und Lage des Unternehmens sowie über die Risikosituation regelmäßig schriftlich und in zwei Sitzungen mündlich unterrichtet. Gegenstand der Berichterstattung waren regelmäßig die Umsatz-, Kapitalanlage-, Personal- und Sachkostenentwicklung sowie die Unternehmensplanung. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat ausführlich über alle relevanten Fragen der Strategie und der Geschäftsentwicklung informiert. Der Aufsichtsrat hat sich eingehend mit der strategischen und operativen Unternehmensplanung sowie der mittelfristigen Unternehmensentwicklung befasst und sich zu den aktuellen und anstehenden wesentlichen Projekten und Vorhaben vom Vorstand berichten lassen und diese umfassend behandelt. Zentrale Themen bei der Berichterstattung des Vorstandes und der Beratung des Aufsichtsrates waren die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung, das Kundenverhalten beim Neugeschäft, die Angemessenheit der Eigenkapitalausstattung, ferner die Entwicklung des Beraterbestandes sowie Maßnahmen zur Personalgewinnung. Die von der Prüfungsgesellschaft vorgenommenen Prüfungen haben ergeben, dass das Rechnungswesen, der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der gemäß § 312 AktG vom Vorstand erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Die Prüfungsgesellschaft hat uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt, wobei der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zu dem Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen folgenden Wortlaut hat: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Die Prüfung des Lageberichtes, des Jahresabschlusses und des Vorschlages über die Gewinnverwendung durch den Aufsichtsrat haben keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Auch gegen die Erklärung des Vorstandes am Schluss des Berichtes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben. Zu den Berichten der Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, vom 14.05.2024 hat der Aufsichtsrat keine besonderen Bemerkungen zu machen. Die Abschlussprüfer haben an der Bilanz-Aufsichtsratssitzung teilgenommen und haben über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat billigt die Berichte des Vorstandes und den Jahresabschluss 2023, der damit gemäß§ 172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat hat den Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung geprüft und empfiehlt der Hauptversammlung, den Vorschlag entsprechend zu beschließen. Abschließend möchte der Aufsichtsrat dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank und Anerkennung für ihre wertvollen Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr aussprechen.
Köln, 18. Juni 2024 Der Aufsichtsrat Oliver Brüß, Vorsitzender AUSZUG aus der NIEDERSCHRIFT 1/24 über die Bilanz-Aufsichtsratssitzung der A.S.I. Wirtschaftsberatung AG am 18. Juni 2024 in KölnTOP 2 Geschäftsbericht 2023 d) Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 gemäß § 172 AktG Der Aufsichtsrat stellte einstimmig den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 20223 gemäß § 172 AktG fest. AUSZUG aus der NIEDERSCHRIFT über die ordentliche Hauptversammlung am 18. Juni 2024 in KölnTOP 2 Gewinnverwendung Der Jahresüberschuss beträgt 745.273,10 EUR. Durch den Gewinnvortrag in Höhe von 0,00 EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 745.273,10 EUR. Entsprechend dem Vorschlag des Vorstandes und des Aufsichtsrates beschließt die Hauptversammlung einstimmig, den Bilanzgewinn in Höhe von 745.273,10 EUR an die Aktionärin auszuschütten. |
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