Sofidel Germany Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Ernst Gleitz seit 24.11.2025 | Prokura |
Nicolò Stefani seit 23.6.2025 | Geschäftsführer |
Domenico D'Angelo seit 2.9.2020 | Prokura |
Edoardo Giovanni Casco seit 2.9.2020 | Prokura |
Lorenzo Bianchi seit 22.7.2019 | Geschäftsführer |
Luigi Lazzareschi seit 29.10.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sofidel S.p.A. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sofidel Germany GmbHSchmalkaldenJahresabschluss zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sofidel Germany GmbHPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Sofidel Germany GmbH, Schmalkalden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sofidel Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 18. März 2024 EY
GmbH & Co. KG
Bilz, Wirtschaftsprüfer Pilawa, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist unter der Firma Sofidel Germany GmbH mit Sitz in Schmalkalden im Handelsregister von Jena unter HRB Nr. 300252 eingetragen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Für entgeltlich erworbene Rechte werden Nutzungsdauern von 5 bzw. 6 Jahre zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für die Nutzungsdauer der einzelnen Wirtschaftsgüter werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt.
Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen und pauschalierend jeweils 20 Prozent p. a. im Zugangsjahr und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Zeitwerten angesetzt. Die Ersatzteile werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Zeitwerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten (und angemessenen Gewinn) vorgenommen. Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Gesellschaft hat Verpflichtungen aus Altersteilzeit und Lebensarbeitszeitkonten zu bilanzieren. Die Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB (7-Jahresdurchschnitt) abgezinst. Dabei werden die passiven Überhänge aus der Verrechnung von entsprechenden Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die Vermögensgegenstände sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern auf Grund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeSämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 88.732 (Vj. TEUR 142.013) sind Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 80.504 enthalten, die im Wesentlichen aus dem Cash-Management (Sonstiger Vermögensgegenstand) resultieren. Forderungen gegen weitere verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 8.228 aus Lieferungen und Leistungen. Die Restlaufzeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen beträgt, wie im Vorjahr, bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von TEUR 3.731 (Vj. TEUR 5.060). Es handelt sich dabei insbesondere um Erstattungsansprüche nach den gesetzlichen Regelungen zur Energiepreisbremse (TEUR 769), Strom- und Energiesteuererstattungen (TEUR 944) und Vorsteuerforderungen (TEUR 1.407). Aktive latente SteuernDie aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 223 entstehen auf Grund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen in den Sachanlagen und sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,2 % (Gewerbesteuer 13,4 % und Körperschaftsteuer 15,8 %) zugrunde gelegt. Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
EigenkapitalGemäß § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB besteht aus der Aktivierung latenter Steuern in Höhe von TEUR 223 eine Ausschüttungssperre. Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagenDie Investitionszuschüsse betreffen Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". Sie werden entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegegenstände aufgelöst. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 5.315 (Vj. TEUR 6.132). Die Investitionszulagen wurden gemäß Investitionszulagengesetz gewährt. Sie werden in gleichbleibenden Beträgen der Nutzungsdauer der geförderten Anlagengegenstände entsprechend aufgelöst. Der Sonderposten für Investitionszulage beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 4.516 (Vj. TEUR 5.164). SteuerrückstellungenDie Steuerrückstellungen beinhalten die zu erwartenden Steuernachzahlungen aus Ertragsteuern für noch nicht veranlagte Besteuerungszeiträume. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Kundenboni (TEUR 10.535), Personalrückstellungen (TEUR 1.971) sowie Lieferantenverbindlichkeiten. Zum 31. Dezember 2023 hat die Gesellschaft für im Rahmen des Vergütungsmodells abgeschlossene Verpflichtungen aus Altersteilzeit und Lebensarbeitszeitkonten eine Rückstellung zu bilanzieren. Die Berechnung der Rückstellung erfolgte unter Beachtung von § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit einem laufzeitadäquaten Diskontierungszinssatz zwischen 0,99 % p. a. bis 1,80 % p. a. (Vorjahr 0,43 % p. a. bis 1,54 % p. a.). Es wurden die Gehaltszahlungen zu Grunde gelegt. Der Barwert der Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeit und Lebensarbeitszeitkonten beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 783. Der zum Bilanzstichtag bestehende Rückstellungsbetrag wurde mit dem hierfür eingerichteten insolvenzgesicherten Wertsicherungskonto in Höhe von TEUR 494 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet und in Höhe von TEUR 289 ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert des Wertsicherungskontos entspricht dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung zum 31. Dezember 2023. Die nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechneten Aufwendungen und Erträge aus Verpflichtungen der Altersteilzeit- sowie Lebensarbeitszeitkonten und dem Deckungsvermögen betreffen Personal- sowie sonstige Aufwendungen in Höhe von TEUR 407 und Erträge aus dem Zeitwertanstieg des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 3. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 26.574 (Vj. TEUR 30.277). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 2.720 (Vj. TEUR 0) eine Laufzeit über einem Jahr und unter fünf Jahren. Sämtliche anderen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung der Sonderposten für Investitionszuschüsse und -zulagen in Höhe von TEUR 1.465 und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 950) enthalten. Darüber hinaus sind periodenfremde Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung hauptsächlich aus Kompensationsleistungen für indirekte CO 2 -Kosten in Höhe von TEUR 3.843 enthalten. MaterialaufwandDie Materialaufwendungen und bezogenen Leistungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 644. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 83. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer Aufwand aus Steuern in Höhe von TEUR 10.538 entfällt in Höhe von TEUR 487 auf latente Steuern und mit TEUR 10.068 auf Ertragsteuern des Geschäftsjahres. Dem gegenüber steht ein Ertrag von TEUR 17 aus Steuern für Vorjahre. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen des Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen (Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz - MinBestRL-UmsG) auf die Gesellschaft analysiert. Aufgrund der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erwartet die Geschäftsführung keine wesentlichen Auswirkungen auf die latenten Ertragsteuern. HaftungsverhältnisseIm Zusammenhang mit der Bestellung von Sicherheiten für Bankverbindlichkeiten verbundener Unternehmen in Höhe von TEUR 85.000 wurde eine Buchgrundschuld bestellt. Diese Verpflichtung war nicht zu passivieren, da die zu Grunde liegenden Verbindlichkeiten durch die verbundenen Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist. Außerbilanzielle GeschäfteAußerbilanzielle Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären, existieren nicht. Sonstige finanzielle VerpflichtungenAus relevanten Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von TEUR 2.156 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Die Gesellschaft zieht aus den Miet- und Leasingverhältnissen für Betriebs- und Geschäftsausstattung die Finanzierungsvorteile, muss jedoch den Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen können. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen Januar 2024 und Dezember 2029. Das Bestellobligo aus Investitionen zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 16.594. Sonstige AngabenGeschäftsführungHerr Luigi Lazzareschi, Kaufmann, Capannori, Italien Herr Edilio Stefani, Kaufmann, Montecarlo, Lucca, Italien Herr Lorenzo Bianchi, Kaufmann, Lucca, Italien Die Geschäftsführer erhielten im Geschäftsjahr 2023 von der Gesellschaft keine Bezüge. MitarbeiterDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
KonzernverhältnisseDie Gesellschaft gehört zum Konzern der Sofidel Germany Holding GmbH, Schmalkalden, (kleinster Konsolidierungskreis), die nach § 291 Abs. 1 Satz 1 HGB in Verbindung mit § 291 Abs. 2 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss aufzustellen, befreit ist. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Sofidel S.p.A., Porcari/Italien, einbezogen, der den größten Kreis von Unternehmen umfasst. Die Offenlegung erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. PrüfungsgebührenDas Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt für die Abschlussprüfung TEUR 98 (einschließlich Reisekosten und Auslagen) und TEUR 2 für sonstige Leistungen. NachtragsberichtNach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 25.859.862,61 auf neue Rechnung vorzutragen.
Schmalkalden, 15. März 2024 gez. Luigi Lazzareschi gez. Edilio Stefani gez. Lorenzo Bianchi Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäfts- und RahmenbedingungenDie Sofidel Germany GmbH (kurz: Sofidel Germany) gehört zur Sofidel-Gruppe der Sofidel S.p.A. mit Sitz in Porcari/Italien, die gemessen an der Produktionskapazität zu den weltweit führenden Produzenten von Tissue- und Recyclingpapier zählt. Die Produktionstätigkeit und der Vertrieb von Tissue-Produkten der Sofidel Germany sind in die Geschäftsbereiche Brand (Markenprodukte der Sofidel Germany), Private Label (Eigenmarken der großen Einzelhandelsketten) und Away From Home (Gewerbekunden aus verschiedenen Sektoren), unterteilt. Dabei erfolgt die Produktion von Erzeugnissen sowohl aus Zellstoff als auch aus Deinking- und Recyclingpapier. Die Sofidel Germany ist in die Sofidel-Gruppe integriert. Produktionsstätten des Unternehmens bestehen am Standort Schmalkalden und Arneburg. In Köln besteht eine Niederlassung, die insbesondere für den Vertrieb der Markenprodukte zuständig ist. Der Absatz der Erzeugnisse aus Deinking- und Recyclingpapier sowie aus Zellstoff erfolgt im Wesentlichen an deutsche Kunden, die im Geschäftsjahr 2023 einen Anteil von 81 % (Vj. 80 %) ausmachten. Das Jahr 2023 war für Sofidel Germany weiterhin ein Jahr der Herausforderungen und Chancen. Die anhaltende Energiekrise und die schwankenden Rohstoffpreise haben gezeigt, wie wichtig robuste Beziehungen zu den Stakeholdern sind, die es dem Unternehmen ermöglichen, Schwierigkeiten proaktiv anzugehen und die Produktionseffizienz zu optimieren. Die Sofidel-Gruppe hat im Jahr 2023 in Deutschland durch die Übernahme der Marken Hakle, Dick & Durstig, Servus sowie Hakle Feucht weiter in ihre nachhaltige Wachstumsstrategie investiert. Die Akquisition stärkt die Marktposition von Sofidel Germany in den Bereichen Toilettenpapier sowie Küchentücher und markiert den Einstieg in die Kategorie der feuchten Toilettenpapiere. Der Markt für Hygienepapierprodukte stellte sich im Jahr 2023 trotz der Entwicklungen auf den Energie- und Rohstoffmärkten robust dar. Die Produktions- und Absatzmengen in Europa lagen leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Wettbewerbssituation bleibt unverändert herausfordernd. Bedeutende finanzielle Kennzahlen für die Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und Ergebnis nach Steuern sowie der Cashflow aus der operativen Tätigkeit. Die Absatzmengen des Vorjahres konnten leicht gesteigert werden. Die Preisentwicklungen bei Zellstoff, Altpapier, Strom und Erdgas, waren von einem sehr hohen Niveau im Vorjahr rückläufig und hatten einen erheblichen Einfluss auf die Produktionskosten der Gesellschaft. Inmitten schwieriger Marktbedingungen konnten die Preise für Fertigerzeugnisse an den Trend der Einkaufspreise angeglichen werden. Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz stellen einen grundlegenden Wert der Sofidel Germany dar. Die Politik bezüglich der Gesundheit und der Sicherheit am Arbeitsplatz stützt sich dabei auf die Sicherheitsgrundsätze der Sofidel-Gruppe, um Unfälle und Beeinträchtigungen der Gesundheit der Mitarbeiter zu vermeiden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Sofidel Germany ein Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem gemäß ISO 45001 eingeführt, mit dem sie sich verpflichtet, die Sicherheit ihrer Mitarbeiter und anderer Interessengruppen, die mit dem Unternehmen interagieren, zu gewährleisten. Die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz wird u. a. durch Untersuchungen des Betriebsarztes, Sicherheitsschulungen, die Bereitstellung persönlicher Schutzausrüstung, die Erstellung von Gefährdungsanalysen sowie Weiterentwicklungen der Notfall- und Notfallmaßnahmenpläne unterstützt. Durch die Führung betriebsinterner Statistiken werden im Bereich Gesundheit und Sicherheit verschiedene Daten erhoben. Daraus abgeleitete Analysen bilden die Grundlage für Arbeitsschutzverbesserungsmaßnahmen. In Bezug auf Umweltaspekte legte die Sofidel Germany weiter den Schwerpunkt auf die Optimierung der Produktionsprozesse zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Emissionen je produzierter Mengeneinheit. Die Erhebung verschiedener Kennzahlen im Energiebereich ermöglichen das Monitoring und die Analyse der Verbrauchsentwicklungen, so dass mögliche Energieeinsparpotentiale ermittelt werden können. Das Energiemanagementsystem der Sofidel Germany ist nach ISO 50001 zertifiziert. Die Sofidel Germany betreibt darüber hinaus ein Umweltmanagementsystem, das der ISO 14001 entspricht und das Ziel verfolgt, die Risiken zu begrenzen und eine kontinuierliche Verbesserung anzustreben. Den Maßstab für das integrierte Managementsystem der Sofidel Germany bilden die ISO 14001 (Umweltmanagementsystem), die ISO 50001 (Energiemanagementsystem) und ISO 45001 (Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem) sowie weitere damit im Zusammenhang stehende bindende Verpflichtungen. Im Rahmen des integrierten Managementsystems werden Prozesse und Abläufe unter der Prämisse der Einhaltung der relevanten Gesetze, Vorschriften und des Kundennutzens gestaltet. Die Schwachstellen werden analysiert, um Korrekturmaßnahmen zur Verbesserung durchführen zu können. Die Zertifizierungen der Gesellschaft werden durch regelmäßig durchgeführte Audits bestätigt. Forschung und Entwicklung werden in der Sofidel-Gruppe von verschiedenen Abteilungen und Gesellschaften betrieben. Durch unsere Arbeit im deutschen Markt berichten wir über neue Anforderungen aus dem Markt sowie landesspezifische Veränderungen, damit diese in der Forschung und Produktentwicklung in Kooperation zwischen Vertrieb, Konzernzentrale und Produktionseinheit berücksichtigt werden können. Für weitere Informationen im Sinne einer nichtfinanziellen Erklärung verweisen wir auf die Berichterstattung der Konzernobergesellschaft Sofidel S.p.A., Porcari/Italien im Konzernlagebericht. II. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4 HGBDie Sofidel-Gruppe setzt sich seit vielen Jahren für die Stärkung der Gleichstellung der Geschlechter ein, indem sie sich an der im Jahr 2009 vorgelegten Initiative der Charta der Chancengleichheit beteiligt und seit 2020 die UN Global Compact Strategie "Women's Empowerment Principles (WEPs)" unterstützt. Im Einklang mit dem Engagement der Sofidel-Gruppe für die Gleichstellung der Geschlechter und gemäß § 36 GmbHG hat sich die Unternehmensleitung bis 2027 ein Mindestziel für den Frauenanteil von 30 % in der Führungsebene unterhalb des Top-Managements gesetzt. Hierbei handelt es sich um die Führungskräfte die direkt an die Geschäftsführung berichten. Eine zweite einheitliche Ebene von Führungskräften, die zueinander gleichberechtigt sind, ergibt sich auf Grund der Unternehmensstruktur nicht. Die Zielgröße bis zum Jahr 2027 für die Geschäftsführung bleibt unverändert bei 0 %. Die Erreichung des proportionalen Ziels kann in Zukunft durch von der Gesellschaft unabhängige, externe Faktoren beeinflusst werden. Die Bemühungen der Unternehmensleitung, die Gleichstellung der Geschlechter in der Organisation zu fördern, ist durch den erheblichen Mangel an Bewerberinnen auf freie Stellen beeinträchtigt. III. ErtragslageDer Umsatz für das Geschäftsjahr 2023 betrug TEUR 435.917 (Vj. TEUR 357.747). Die leicht gestiegenen Absatzmengen im Fertigproduktebereich im Vergleich zum Vorjahr und die Akquisition der Hakle-Marken sowie das Preisniveau haben sich positiv auf die Entwicklung der Umsatzerlöse ausgewirkt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen von TEUR 6.764 (Vj. TEUR 4.679) sind hauptsächlich periodenfremde Erträge aus Kompensationsleistungen für indirekte CO 2 -Kosten in Höhe von TEUR 3.843 (Vj. TEUR 2.088), Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen und -zulagen mit TEUR 1.465 (Vj. TEUR 1.498) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 950) enthalten. Der Materialaufwand beträgt rund 62 % (Vj. 66 %) der Gesamtumsatzerlöse einschließlich der Bestandsveränderung. Die Quote hat sich auf Grund der beschriebenen Entwicklungen auf dem Beschaffungs- und Absatzmarkt gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 785 (Vj. 763) Mitarbeiter. Der Personalaufwand hat sich aufgrund der Mitarbeiterzahl, Tariferhöhungen und personalbezogenen Rückstellungen auf TEUR 46.093 (Vj. TEUR 41.752) erhöht und beträgt rund 10 % (Vj. 11 %) der Gesamtleistung. Die gestiegene Gesamtleistung führt zur prozentualen Abnahme gegenüber dem Vorjahr. Die Gesellschaft ist stets bestrebt, die Mitarbeiter entsprechend den Anforderungen des Arbeitsplatzes fortzubilden. Die Abschreibungen belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR 12.365 (Vj. TEUR 12.075) und beinhalten vorwiegend Abschreibungen auf Bauten, Produktionsmaschinen und immaterielle Vermögensgegenstände. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 81.553 (Vj. TEUR 67.257) und enthalten vorwiegend Kosten für Transportdienstleistungen, Werbung & Marketing, Beratung, Instandhaltung, Entsorgung, Miete & Leasing sowie Nutzungsgebühren. Der Anstieg resultiert insbesondere aus den gestiegenen Absatzmengen, der Übernahme des Geschäfts mit Hakle-Markenprodukten sowie der allgemeinen Preisentwicklung auf dem Beschaffungsmarkt im Vergleich zum Vorjahr. Das Finanzergebnis beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR 2.245 und hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR -49) wegen der deutlich höheren Marktzinsen stark verbessert. Die Aufwendungen aus Ertragsteuern (TEUR 10.538) betreffen vor allem Ertragsteueraufwand des Geschäftsjahres und Aufwand aus latenten Steuern. Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein positives Jahresergebnis von TEUR 25.860 ausgewiesen. IV. FinanzlageDie Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 sichergestellt. Zur Optimierung der Liquiditätsverwaltung besteht seit 2012 ein Cashpooling, an dem die beiden deutschen Gesellschaften der Sofidel-Gruppe beteiligt sind. Cashpoolleader ist die Sofidel Germany Holding GmbH. Im Geschäftsjahr wurde aus der laufenden Geschäftstätigkeit ein negativer operativer Cashflow in Höhe von EUR 37,6 Mio. durch die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erwirtschaftet. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist in Höhe von EUR 11,1 Mio. positiv. Auf Grund der Neuanschaffungen im Anlagevermögen kam es zu Auszahlungen von EUR 14,0 Mio., denen Einzahlungen aus der Rückzahlung eines mittelfristigen Darlehens an die Sofidel S.p.A. in Höhe von EUR 25,0 Mio. und Einzahlungen aus Anlagenverkäufen in Höhe von EUR 0,1 Mio. gegenüberstehen. Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt EUR 26,9 Mio. und resultiert aus der Veränderung des Cashpoolkontos. Insgesamt ist der Finanzmittelfonds mit TEUR 419 nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. V. VermögenslageDas Anlagevermögen beinhaltet hauptsächlich technische Anlagen und Maschinen (TEUR 38.899) sowie Gebäude, Außenanlagen und Grundstücke (TEUR 37.730). Die technischen Anlagen und Maschinen enthalten im Wesentlichen die Papiermaschinen und die Weiterverarbeitungsanlagen. Die Investitionen im Geschäftsjahr 2023 betrugen TEUR 16.939 und betreffen hauptsächlich die technischen Anlagen und Maschinen sowie immaterielle Vermögensgegenstände. Die Vorräte setzen sich aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (TEUR 29.039), unfertigen Erzeugnissen/Mutterrollen (TEUR 7.768), fertigen Erzeugnissen und Waren (TEUR 22.830) zusammen. Die Forderungen betreffen mit TEUR 90.709 Lieferungen und Leistungen an Dritte und mit TEUR 88.732 verbundene Unternehmen. Der deutliche Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steht im Zusammenhang mit der Beendigung der Absatzfinanzierung. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen hauptsächlich Forderungen gegen die Muttergesellschaft Sofidel Germany Holding GmbH aus Cash-Management und Zinsen (TEUR 80.504). Zusätzlich sind gegen andere verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 8.228) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von TEUR 3.731. Es handelt sich dabei insbesondere um Erstattungsansprüche nach den gesetzlichen Regelungen zur Energiepreisbremse (EWPBG und StromPBG), Strom- und Energiesteuererstattungen sowie Vorsteuerforderungen. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 226.344 (rd. 67 % der Bilanzsumme) aus. Das Eigenkapital ist um TEUR 25.860 gestiegen. Die Veränderung resultiert aus dem Jahresergebnis. Die Steuerrückstellungen sind auf konstantem Niveau. Die sonstigen Rückstellungen wurden in betriebsgewöhnlichem Umfang für ungewisse Verbindlichkeiten, für Umsatzboni 2023 der Kunden und für Personalkosten gebildet. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten betragen TEUR 48.083, während sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 26.574 belaufen. Die sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 9.258) setzen sich hauptsächlich aus den Beträgen zusammen, die Lieferantendarlehen, Personalverpflichtungen sowie Umsatzsteuerverbindlichkeiten betreffen. VI. GesamtaussageIm Geschäftsjahr 2023 konnte sich das Unternehmen inmitten schwieriger Marktbedingungen behaupten und Marktanteile leicht ausbauen. Die Prognose des Vorjahres bezüglich der Entwicklung der Umsatzerlöse und des Jahresergebnisses konnte übertroffen werden. Ursächlich waren die gestiegenen Absatzmengen und die Übernahme der Hakle-Markenprodukte. Der operative Cashflow hat sich entgegen der Prognose auf Grund der Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich verschlechtert. Die Geschäftsentwicklung wird als positiv beurteilt. Das Umsatzniveau stellt einen guten Ausgangspunkt für die Zukunft dar. VII. Chancen- und RisikoberichtChancen für die Sofidel Germany ergeben sich aus der Ausweitung des Marktanteils der Sofidel-Gruppe in Deutschland und den deutschsprachigen Nachbarländern durch den Ausbau der bestehenden Kundenbeziehungen und die Akquisition von Neukunden. Während die Auswirkungen der Inflation, wenn auch rückläufig, weiterhin die Kaufkraft großer Teile der Verbraucher belasten, sprechen die makroökonomischen Prognosen für 2024 von einer Verlangsamung des Wachstums der Wirtschaft. Besorgniserregend ist auch das Risiko einer weiteren Verschärfung des geopolitischen Szenarios - im Zusammenhang mit der langwierigen russischen Invasion in der Ukraine, den Entwicklungen in der israelisch-palästinensischen Krise und den möglichen Auswirkungen der anhaltenden Krise am Roten Meer auf den Welthandel -, die sich auf die Rohstoffpreise und ganz allgemein auf die Kostenstruktur auswirken könnte. In diesem internationalen Kontext ist das Jahr 2024 nach wie vor von Komplexität und Instabilität geprägt, die mit großer Aufmerksamkeit verfolgt werden müssen. Die Sofidel Germany ist neben den allgemeinen Absatzschwankungen (Verlust von Kunden oder Absatzmengen) keinen weiteren Risiken am Absatzmarkt ausgesetzt. Es bestehen zwar grundsätzlich Währungsrisiken, diese sind bei der Sofidel Germany aber der Höhe nach unbedeutend. Es sind keine wesentlichen Gefahrenpotentiale bezüglich Zahlungsausfällen zu erkennen, da die Kundschaft aus solventen Kunden besteht und Kreditausfallversicherungen abgeschlossen werden. Das Unternehmen beobachtet stetig die Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten, um auf die zukünftigen Lagen rechtzeitig Einfluss nehmen zu können. Beschaffungsrisiken im Bereich der Rohstoffe werden derzeit nicht gesehen. Lieferengpässe, die sich aus Problemen im Einkauf ergeben könnten, sind nahezu auszuschließen. In Abstimmung mit der Konzernobergesellschaft werden zur Begrenzung von Preisänderungsrisiken auf den Beschaffungsmärkten selektiv Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, die sich an der Bedarfsplanung orientieren. Das Risikomanagement basiert auf dem periodischen Berichtswesen, das Soll-Ist-Vergleiche sowie wesentliche Kennzahlen beinhaltet. Das lokale Controlling ist stark in das Konzerncontrolling eingebunden. Im Rahmen der Beurteilung der Gesamtrisikolage kommen wir zu dem Ergebnis, dass keine bestandsgefährdenden Risiken bestehen. VIII. PrognoseberichtIm aktuellen wirtschaftlichen und sozialen Kontext ist die Haltung des Unternehmens gegenüber der Zukunft weiterhin von Vorsicht und Verantwortung geprägt. Obwohl es nach wie vor schwierig ist, zukünftige Entwicklungen vorherzusagen, geht das Management davon aus, dass die mittelfristigen Aussichten für Sofidel Germany weiterhin positiv sind. Angesichts der Bestrebungen der Sofidel-Gruppe, ihre bestehenden Marktanteile am Brand-, Private Label- und AFH-Geschäft in Deutschland weiter auszubauen, sind weitere Absatz- und Umsatzsteigerungen unverändert das strategische Ziel. Die Entwicklungen im Berichtsjahr lagen bei den Umsatzerlösen und Ergebnis nach Steuern über den Erwartungen. Für das Geschäftsjahr 2024 wird eine leichte Abschwächung in Bezug auf die Umsatzerlöse erwartet. Weiterhin wird erwartet, dass im Jahr 2024 wieder ein positives Ergebnis nach Steuern, allerdings deutlich unter dem Niveau des Jahres 2023 erzielt wird. Der operative Cashflow soll sich im Vergleich zu 2023 deutlich verbessern. Im Rahmen des Cashflow aus der Investitionstätigkeit werden deutlich höhere Auszahlungen für Investitionen geplant.
Schmalkalden, 15. März 2024 gez. Luigi Lazzareschi gez. Edilio Stefani gez. Lorenzo Bianchi |
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