Kreiswerke Heinsberg GmbH
Selbe AdresseBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karl Heinrich - genannt Karl-Heinz - Robertz seit 5.9.2013 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WestEnergie GmbH (vormals: WestEnergie und Verkehr GmbH)GeilenkirchenJahresabschluss zum 31. Dezember 2014Bilanz zum 31.12.2014AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2014
Anhang zum 31.12.2014Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der WestEnergie und Verkehr GmbH wird nach den handelsrechtlichen Vorschriften für GmbH sowie der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz wurde aufgrund der Besonderheiten eines Versorgungsunternehmens gem. § 265 Abs. 5 HGB um die Posten Wärmeerzeugungsanlagen, Stromerzeugungsanlagen und Verteilungsanlagen (Strom, Gas, Nahwärme) erweitert. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden die mit arabischen Zahlen versehenen Posten in der Bilanz zusammengefasst ausgewiesen und im Anhang aufgegliedert (§ 265 Abs. 7 HGB). Der Jahresabschluss 2014 der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Kreiswerke Heinsberg GmbH, Geilenkirchen, einbezogen. Die west verzichtet aufgrund dessen auf die Erstellung eines eigenen Konzernabschusses. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagengitter ersichtlich. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Alle gesetzlich geforderten Vermerke zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen im Anhang. Darüber hinaus werden nach den Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes (§ 6b Abs. 3 EnWG) interne Segment-Bilanzen und Segment-Gewinn- und Verlustrechnungen für die Bereiche Stromverteilung und Gasverteilung sowie für die sonstigen Aktivitäten erstellt. Durch eine geschäftsbereichsweise Vermögens- und Ergebnistrennung erfolgt eine genaue Zuordnung der Zahlungsflüsse und der Verzinsung. Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden weitgehend direkt zugeordnet. Nicht direkt zurechenbare Buchungsumsätze werden mittels sachgerechter und für Dritte nachvollziehbarer Schlüssel den Aktivitäten zugerechnet. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Gegenstände des Anlagevermögens sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Eigene Leistungen sind entsprechend der steuerlichen Aktivierungspflicht in den Wertansatz einbezogen. Abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens sind um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Die Abschreibungen werden nach den steuerlich zulässigen Höchstsätzen vorgenommen. Die so genannten geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr entsprechend den steuerlichen Vorschriften abgeschrieben. Im Umlaufvermögen sind Vorräte zu Anschaffungskosten bewertet und Forderungen zum Nennwert bilanziert. Erkennbaren Risiken wird durch Wertberichtigungen bzw. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Bei der Position der Sonderposten handelt es sich im Wesentlichen um von Kunden für Netz- und Leitungsanschlüsse gezahlte Zuschüsse, die entsprechend der Abschreibungsdauer der aktivierten Wirtschaftsgüter zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst werden. Vom Pächter der Strom- und Gasverteilnetze seit Pachtbeginn vereinnahmte und weitergeleitete Anschlusskostenbeiträge und Baukostenzuschüsse werden seit dem Geschäftsjahr 2014 als passiver Rechnungsabgrenzungsposten (in den Vorjahren Sonderposten) ausgewiesen. Alle bis zum 31. Dezember 2002 vereinnahmten Anschlusskostenbeiträge und Baukostenzuschüsse sowie diejenigen, die das verpachtete Strom- und Gasnetz betreffen, werden als Rechnungsabgrenzungsposten passiviert und ratierlich über einen Zeitraum von 20 Jahren ergebniswirksam aufgelöst. Ebenfalls werden hier sonstige Kapitalzuschüsse für Busse und Wartehallen sowie für die Bahnlinie Lindern-Heinsberg ausgewiesen. Der Wert des Deckungsvermögens für Altersteilzeit (ATZ) übersteigt die Rückstellung für ATZ um T€ 699. Dieser Mehrbetrag wurde als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen basieren auf versicherungsmathematische Berechnungen nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUK-Methode). Den Berechnungen liegen folgende Annahmen für die Bewertung zu Grunde: Rechnungszins 4,54 % p. a., Gehaltstrend 2,75 % p. a., Rententrend 1,75 % p. a. und die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck. Bei den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt. Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag bilanziert, ausgenommen ist eine Rentenverpflichtung, die zum versicherungsmathematisch errechneten Barwert passiviert ist. Wie im Vorjahr erstellte die west, wie auch die NEW AG, einen vorgezogenen Jahresabschluss (Fast-Close). Die Bilanzierung der Bilanzposten und der Aufwendungen und Erträge musste unter Berücksichtigung von Schätzverfahren durchgeführt werden, weil zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung wesentliche Informationen, insbesondere aus dem Buchungsmonat Dezember nicht vollständig vorlagen. Die angewandten Schätzverfahren greifen in erster Linie auf Ist-Werte zurück. Insbesondere bei folgenden Posten werden Schätzverfahren angewendet: Anlagevermögen und Rückstellungen. Aufgrund von Unterschieden in der Bewertung von Finanzanlagen und Rückstellungen bestehen aktive latente Steuern. Der anzuwendende Steuersatz beträgt 30 %. Auf eine Aktivierung der latenten Steuern wurde verzichtet. Angaben zur Bilanz Soweit nachfolgend nicht gesondert vermerkt, werden in der Segmentbilanz die Posten den Aktivitäten - bis auf geringfügige Beträge - jeweils direkt zugeordnet. Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagengitter dargestellt. Die WestEnergie und Verkehr GmbH hält folgende Anteile an verbundenen Unternehmen:
Die Beteiligung beinhaltet den nominalen Anteil an der beka GmbH in Höhe von 7 T€. Als sonstige Ausleihungen sind unter anderem Wohnungsbaudarlehen in Höhe von 38,1 T€ (2013: 44,8 T€) ausgewiesen. Weiterhin wurden unter den sonstigen Ausleihungen Finanzierungszuschüsse (53 T€) für drei Nahwärmeprojekte, die gemeinsam mit der Wärme-, Energie- und Prozesstechnik GmbH (WEP), Hückelhoven, durchgeführt werden, bilanziert. Die Finanzierungszuschüsse werden entsprechend ihrer vertraglichen Laufzeit aufgelöst. Die Vorräte in Höhe von 274 T€ beinhalten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Diese sind zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungswerten, unter Beachtung des Niederstwertprinzips, zu niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag bewertet. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als 1 Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Altersteilzeit, Personalaufwendungen (lfd. Jahr), Jubiläumszuwendungen, AVV-Abrechnungen, Umlagebeiträge Versicherungsverband und Aufbewahrungspflichten für Geschäftsunterlagen. Durch die Änderungen lt. BilMoG wurde das Deckungsvermögen für Altersteilzeit in Höhe von 1.411 T€ mit den Rückstellungen für Altersteilzeit bis zu deren Höhe von 712 T€ saldiert. Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 998 T€ (2013: 1.178 T€) durch Bürgschaften gesichert. Die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Rentenschuld von 329 T€ (2013: 338 T€) ist durch ein Grundpfandrecht in Höhe von 256 T€ (2013: 256 T€) gesichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Konzessionsabgaben in Höhe von 720 T€ (2013: 3.789 T€). Sonstige nennenswerte finanzielle Verpflichtungen außerhalb des laufenden Geschäftsbetriebes, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung und angabepflichtig gemäß § 285 Abs. 3 HGB sind, bestanden nicht. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den Umsatzerlösen in Höhe von 50.976 T€ (2013: 50.714 T€) ist das Pachtentgelt für die Versorgungssparte in Höhe von 20.859 T€ (2013: 20.157 T€) enthalten. Von den restlichen Umsatzerlösen entfallen auf die Versorgungssparte 9.836 T€ (2013: 10.168 T€) und auf den Bereich Verkehr 20.281 T€ (2013: 20.389 T€). Die an die Kommunen gezahlte und von dem Netzbetreiber erstattete Konzessionsabgabe von 7.558 T€ (2013: 7.787 T€) wurde sowohl in den Umsatzerlösen als auch in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. In den Sonstigen betrieblichen Erträgen ist der Ausgleich des Verlustes der Verkehrssparte in Höhe von 4.968 T€ (2013: 4.747 T€) durch die Kreiswerke Heinsberg GmbH enthalten. Weiterhin sind Erträge aus Betriebsgrundstücken in Höhe von 562 T€ enthalten, welche geprägt sind durch das Pachtentgelt der Rurtalbahn GmbH für die Schienenstrecke Lindern - Heinsberg in Höhe von 443 T€. Durch die Verpachtung der Versorgungssparte fällt der Anteil der Verkehrssparte am Materialaufwand mit 18.344 T€ (2013: 18.063 T€) hoch aus. Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung betragen 317 T€ (2013: 486 T€). Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen 1.022 T€ auf Ausgleichszahlungen AVV und 198 T€ auf Versicherungsprämien. Von den Erträgen aus Beteiligungen wurden 408 T€ von verbundenen Unternehmen erzielt. Sonstige Angaben Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 148 (Vorjahr 154) Mitarbeiter/-innen beschäftigt. Die west gewährt ihren Arbeitnehmern Leistungen der betrieblichen Altersversorgung. Für einen Teil der Mitarbeiter werden Pensionsrückstellungen gebildet; die übrigen Mitarbeiter sind bei der Rheinischen Zusatzversorgungskasse (RZVK), Köln, versichert. Das Anstaltsvermögen der RZVK und das Umlageverfahren in seiner jetzigen Struktur reichen nach derzeitigem Kenntnisstand nicht aus, die bei den beteiligten Arbeitgebern bestehenden Versorgungsverpflichtungen vollständig abzudecken. Die umlagepflichtigen Löhne und Gehälter betrugen 2014 rd. 5.277 T€ bei einem Umlagesatz von 4,25 % seit 01.01.2000. Zusätzlich wurde die west mit einem Sanierungsgeld belastet, das sich ab 01.01.2010 auf 3,5 % erhöhte. Die weitere Entwicklung des Umlagesatzes ist derzeit nicht absehbar. Aufgrund der demographischen Entwicklung ist in Zukunft auch von steigenden Umlagesätzen auszugehen. Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Konzernanhang der KWH. Für die Mitglieder des Aufsichtsrates, des Beirates und der Gesellschafterversammlung wurden laut Aufstellung insgesamt 90.060,- € Bezüge aufgewendet.
Dem Aufsichtsrat der west gehörten in 2014 die folgenden Mitglieder an:
Der Gesellschafterversammlung der west gehörten in 2014 die folgenden Mitglieder an:
Zum 31.Dezember 2014 gehörten der Geschäftsführung folgende Mitglieder an: Dipl.-Ing. Karl-Heinz Robertz Dipl.-Ing. Udo Winkens
Geilenkirchen, 20.02.2015 WestEnergie und Verkehr GmbH Karl-Heinz Robertz Udo Winkens Anlage zum Anhang
Lagebericht zum 31.12.2014Rechtliche und wirtschaftliche Grundlage Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Versorgungsleistungen in den Bereichen Energie, Wärme, Wasser (Versorgungssparte) und Verkehrsleistungen (Verkehrssparte) sowie hiermit im Zusammenhang stehende Dienste. Geschäftsentwicklung Gesamtunternehmen Im Geschäftsjahr 2014 erzielte die west einen Jahresüberschuss von rund 11,0 Mio€. Verpachtungssparte Nach der Verpachtung der Energiesparte der west an die NEW zum 01.01.2008 wird das Ergebnis aus der Verpachtung in der Verpachtungssparte gezeigt. Gemäß Pachtvertrag wird von der NEW ein EBT von 16 Mio€ garantiert. Verkehrssparte Der Verkehrsbetrieb konnte die 2005 begonnenen umfangreichen Umstrukturierungs- und Konsolidierungsprozesse erfolgreich fortführen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, insbesondere die Wettbewerbsorientierung des Verkehrsbetriebes weiter zu fördern, die Wirtschaftlichkeit zu steigern und einen möglichen Verlustausgleich durch den Aufgabenträger zu senken. Als maßgebliche Prozesse sind hier zu nennen: Personalreduktion und Rationalisierung in der Fahrzeugdisposition, Optimierung der Fahrdienste durch Leistungstausch mit Fremdunternehmern, Energiesparmaßnahmen, Einsatz eines Call-Centers für die Disposition und Fahrplanauskünfte, Ausstattung der Busse mit Videoüberwachung. Die Beförderungsentgelte der Verbundtarife des Aachener Verkehrsverbundes (AVV) wurden entsprechend der Beschlüsse der AVV-Gremien zum 01.04.2014 um durchschnittlich 3,3 % erhöht. Das Fahrleistungsangebot auf der Linie verringerte sich im Berichtsjahr um 0,6 %. Die Fremdvergabequote beträgt 51,2 % (2013: 51,7 %) der Gesamt-Brutto-Wagen-km. Die eigenen Verkehrsleistungen werden überwiegend vom Tochterunternehmen Kreisverkehrsgesellschaft Heinsberg mbH (KVH) ausgeführt. Die KVH erbringt die Leistungen mit eigenem Fahrpersonal und mit Fahrern der west. Darüber hinaus stellt die west der KVH entgeltlich den gesamten Fahrzeugpark zur Verfügung und erbringt die Betriebsführung sowie die Geschäftsbesorgung. Die KVH erzielte einen Jahresüberschuss von 408 T€, der aufgrund der vertraglichen Ergebnisabführung der west (Verkehrssparte) zufließt. In der Verkehrssparte hält die west neben der Beteiligung KVH eine Beteiligung an der West-Gleis-GmbH (WGG). Die WGG betreibt das Zufahrtsgleis (5,4 km) von der Abzweigung der DB-Bahnstrecke Rheydt - Dalheim bis in den Gewerbe- und Industriepark Wegberg-Wildenrath (Bahn-Prüfcenter). Für das Geschäftsjahr 2014 schließt die WGG mit einem voraussichtlichen Jahresüberschuss von rd. 8 T€ (2013: Jahresfehlbetrag von 9 T€) ab. Die Investitionen im Personenverkehr beliefen sich auf insgesamt 3,5 Mio€ und erfolgten im Wesentlichen zur Reaktivierung der Schienenstrecke Lindern - Heinsberg (1,8 Mio€) und zur Ersatzbeschaffung von Bussen (3 Gelenk- und 2 Standardbusse für 1,4 Mio€). Der Güterumschlag wurde aufgrund nötiger Investitionsmaßnahmen und der damit einher gehenden Unwirtschaftlichkeit im Berichtsjahr eingestellt. Im Zuge dessen wurde das Anschlussgleis in Geilenkirchen still gelegt. Die Vergütung der Fremdunternehmer wurde um 0,67 % erhöht. Nach einer intensiven Analyse konnten die Overheadkosten nachhaltig reduziert werden. Risikomanagement Bereits seit vielen Jahren hat die west in ihre bestehende Organisationsstruktur ein gut funktionierendes Risikomanagement integriert. Ziel des Risikomanagement ist es, auftretende Risiken durch geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen zu begrenzen. Durch regelmäßige Kommunikation mit allen Entscheidungsträgern werden Gefahren, die die Ziele des Unternehmens negativ beeinflussen könnten frühzeitig erkannt und in Risiken mit hohem (rot), mittlerem (gelb) und niedrigem (grün) Gefährdungspotential eingestuft. Durch die Einführung dieses Ampel-Warnsystems können Risiken zwar nicht ausge-schlossen, aber frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Besonders Hervorzuheben ist ein Risiko mit hohem Gefährdungspotential (rote Ampel). Hierbei handelt es sich um die Verpachtung der Energienetze an die NEW AG. Sollten sich nach Auslaufen des Pachtvertrages die Erlöse aus der Energiesparte verringern, so hätte dies eine Verringerung des Defizitausgleichs in der Verkehrssparte der west zur Folge. Es handelt sich hierbei um ein mittelfristig zu sehendes Risiko und um diesem Risiko rechtzeitig entgegenwirken zu können wurden bereits entsprechende Entscheidungen für eine Neugestaltung der Gesellschafterstrukturen im Kreis Heinsberg getroffen, die sowohl die Direktvergabe der Verkehrsleistungen an die west als auch die Möglichkeit des steuerlichen Querverbundes nachhaltig sichern: Die Kreiswerke Heinsberg und die WestEnergie und Verkehr GmbH werden ab dem 01.01.2015 in die NEW-Kommunalholding integriert. Ein Risiko mit mittlerem Gefährdungspotential (gelbe Ampel) ist die Reaktivierung der Bahnlinie zwischen Lindern und Heinsberg. Eine Verringerung der geplanten Investitionszuschüsse bzw. des geplanten Pachtzinses würde sich negativ auf das Unternehmen auswirken. Weitere Faktoren, die sich negativ auf eine nachhaltige Erlössicherung auswirken könnten, sind Risiken, die sich auf Grund des sich ändernden Rechtsrahmens auf europäischer, Bundes- und Landesebene ergeben (Veränderungen in der Gesetzgebung wie z. B. EU-Richtlinie, PBefG, ÖPNV-Gesetz NRW, Veränderungen rechtlicher Rahmenbedingungen bei der Direktvergabe). So werden die Verkehrsunternehmen auch in Zukunft weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen gegenüberstehen und wirtschaftlichem Druck ausgesetzt sein. Diese Risiken sind jedoch unkalkulierbar und nicht beeinflussbar. Um einer negativen wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens vorzubeugen und wettbewerbsfähig zu bleiben, hält die west weiter an ihrem Restrukturierungsprogramm fest. Vermögenslage Die Gesellschaft weist bei einer Bilanzsumme von 112 Mio€ (2013: 107 Mio€) eine Eigenkapitalquote von 26,8 % (2013: 28,0 %) aus. Für die Ermittlung der Eigenkapitalquote wurde der Jahresüberschuss den Verbindlichkeiten zugerechnet, weil er zur Ausschüttung vorgesehen ist. Die Zahlungsfähigkeit wird im Rahmen des Konzernfinanzausgleichs sichergestellt. Personal und Soziales Die west beschäftigte am Ende des Berichtsjahres 149 Mitarbeiter/innen (kurz Mitarbeiter). Bei 8 Abgängen und 10 Neueinstellungen stieg der Personalbestand um 2 Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr. 12 junge Menschen sind als Auszubildende in den Ausbildungsberufen Kfz-Mechatroniker, Fachkraft im Fahrbetrieb und Industriekauffrau beschäftigt. Ebenfalls wurde wieder zahlreichen Praktikanten im kaufmännischen und technischen Bereich die Gelegenheit gegeben, erste Einblicke in das Berufsleben zu bekommen. Im Berichtsjahr feierten 2 Mitarbeiter das 40-jährige und 8 Mitarbeiter das 25-jährige Dienstjubiläum. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Das operative Geschäft der west konzentriert sich auf den Verkehrsbetrieb. Der eingeschlagene Restrukturierungskurs wird gemeinsam mit der Belegschaft und externen Beratern konsequent und kontinuierlich fortgesetzt. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung werden identifiziert und in einem Restrukturierungsplan verbindlich festgelegt. Darüber hinaus wurde zum 01.11.2011 zwischen der west sowie dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen und der Gewerkschaft dbb tarifunion eine Beschäftigungssicherungsvereinbarung mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2019 abgeschlossen. Auf der Grundlage dieser Beschäftigungssicherungsvereinbarung wurde vom Kreis Heinsberg als Aufgabenträger und Mitgesellschafter eine Bestandserklärung für die west bis zum 31. Dezember 2019 abgegeben. Durch die Fahrpreisanhebung zum 1. Januar 2015 werden die Beförderungserlöse steigen. Das Fahrpersonal und der Fahrzeugbestand wurden reduziert. Hierdurch konnten die Kosten gesenkt werden. Trotz der genannten Fahrpreiserhöhungen in 2015 wird der prognostizierte Verlust 2015 das Niveau des Jahres 2014 übertreffen. Investitionen und Finanzierung Wesentliche Grundlage für die weitere Geschäftsentwicklung in 2015 sind die geplanten Investitionsmaßnahmen in Höhe von insgesamt 13,6 Mio€. Von diesen 13,6 Mio€ betreffen 9,7 Mio€ die Energiesparte und 3,9 Mio€ die Verkehrssparte. Zur Finanzierung dieser Investitionen stehen voraussichtlich 3,8 Mio€ aus Investitionszuschüssen zur Verfügung. Darüber hinaus werden Finanzmittel aus der laufenden Geschäftstätigkeit verwendet. Personal Die Zahl der Beschäftigten wird in 2015 abnehmen.
Geilenkirchen, 20.02.2015 WestEnergie und Verkehr GmbH Karl-Heinz Robertz Udo Winkens Bestätigungsvermerk zum 31.12.2014Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 20. Februar 2015 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der WestEnergie und Verkehr GmbH, Geilenkirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Gesellschaft sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt."
Heinsberg, 20. Februar 2015 HS-Regio
Wirtschaftsprüfung GmbH
Moers, Wirtschaftsprüfer ppa Kremers, Wirtschaftsprüfer Ergebnisverwendungsbeschluss zum 31.12.2014Die Gesellschafterversammlung hat am 17. April 2015 beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von € 10.997.734,91 in voller Höhe an die Gesellschafter auszuschütten. |
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