Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 5147
Eingetragen
18.9.1980
Branche
Herstellung von Futtermitteln für NutztiereGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Gegenstand
Fortführung des unter der Firma Xaver Scheule betriebenen Handelsgeschäfts und damit Herstellung und Vertrieb von Futtermitteln, insbesondere von Futtermitteln unter den Warenzeichen Lexa von chem.- pharmazeutischen und chem. technischen Produkten. Die Gesellschaft betreibt keine genehmigungs- oder erlaubnispflichtigen Geschäfte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sönke Dr. Landgraf
seit 17.2.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Scheule Holding GmbH & Co. KG
Germany
300000
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Xaver Scheule GmbH

Kirchheim/Schwaben

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Xaver Scheule GmbH hat ihren Sitz in Kirchheim/Schwaben. Als familien- und inhabergeführtes Unternehmen widmen wir uns seit 100 Jahren der Entwicklung und Produktion von Futtermitteln auf höchstem Niveau, sowohl im Nutztier- als auch im Pferdebereich. Wir produzieren so weit wie möglich nachhaltig in Deutschland an unserem Standort in Kirchheim. Dazu gehört auch eine möglichst regionale Rohstoffbeschaffung.

Das 1922 gegründete Unternehmen für die Herstellung und den Vertrieb von Tierheil- und Tierpflegeprodukten entwickelte sich über die Bereiche Jungtierspezialitäten, Mineral- und Ergänzungsfuttermittel, die Markteinführung der Sparte Pferdefutter-Spezialitäten (1998) und Übernahme der Produktpalette von Atcom Horse (2008) zu einem der namhaftesten Hersteller von hochwertigen Futtermitteln für den Agrar- und Pferdebereich.

Wir produzieren im Jahr rund 18.000 Tonnen Futtermittel. Die Verteilung auf die verschiedenen Produktgruppen Mineralfutter u. Ergänzungsfuttermittel für den Agrarbereich/Pferdebereich ist im Wesentlichen gleichgeblieben.

Wir sind ISO zertifiziert. Geprüfte Entwicklung, Produktion und Vertrieb nach den Richtlinien des Qualitätsmanagementsystems ISO 9001:2015 mit integrierten HACCP-Grundsätzen. Aufgrund der kontinuierlichen und regelmäßigen Überprüfung unseres Unternehmens durch unabhängige Stellen (TÜV, ABCERT AG, QAL, Intertek) garantieren die Zertifikate QS, A-Futter, AMA-Gütesiegel, Pastus+, Bio-Konformität, VLOG-Standard, außerdem eine gleichbleibende Spitzenqualität. Im Rahmen der ISO 9001:2015 wurden verschiedene Prozessabläufe neu strukturiert, um gesetzlich vorgegebene Pflichten noch besser zu dokumentieren und zu einer noch besseren Produktsicherheit zu gelangen.

2. Forschung und Entwicklung

Der Fokus der Produktentwicklung lag auch im Jahr 2023 auf der Produktion qualitativ hochwertiger und effizienter Futtermittel mit dem Ziel ökonomisch und ökologisch sinnvolle Lösungen für die Verwender anbieten zu können.

Dabei werden im Agrarbereich auch die verschiedenen Produktionssysteme und Qualitäts-Labels weiter berücksichtigt.

Ziel der Produktentwicklung im Pferdebereich ist es, auch in Zukunft individuelle Produkte für Pferde aller Rassen und Leistungsklassen zu bieten und die Angebotspalette der "Problemlöser" weiterzuentwickeln. Für 2023 lag ein weiterer Fokus im Bereich der Agrarproduktion. Zielsetzung in diesem Bereich war eine Optimierung der Futtermittel-Zusammensetzung in Bezug auf Futtereffizienz und Nachhaltigkeit.

Für alle Bereiche ist es auch weiterhin das Ziel, funktionelle Ergänzungsfutter für das Tierwohl zu entwickeln.

Im Wesentlichen sind zwei Mitarbeiter anteilig damit betraut. Wir schätzen den Aufwand für Forschung und Entwicklung auf rd. T€ 70 pro Jahr.

Die Zertifizierungen im Bereich QS / ISO 9001:2015 mit integrierten HACCP-Grundsätzen / A-Futter / VLOG, Bio und weitere werden fortgesetzt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Rückgang der Viehbestände setzte sich im vergangenen Jahr fort, wenn auch in geringerem Ausmaß als im Vorjahr. Aufgrund der nach wie vor bestehenden Export-Restriktionen und der Unsicherheiten in der Tierhaltung kam es vor allem im Schweinesektor zu einem weiteren Rückgang. Hinzu kamen Volatilitäten auf den Rohstoffmärkten, ausgelöst durch schwierige Vegetationsbedingungen und anhaltenden Importdruck. Dennoch scheint sich der Rückgang in der Mischfutterproduktion langsam zu stabilisieren.

Im Vergleich zum dramatischen Produktionsrückgang von rund sechs Prozent im Kalenderjahr 2022 fällt der Rückgang des Mischfutterproduktionsvolumens 2023 mit rund zwei Prozent geringer aus.

Nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) schrumpfte die Produktion auf rund 21,7 Mio. Tonnen, was einem Minus von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Der Blick auf die Futtermittelproduktion nach Tierarten zeigt, dass der Rückgang weiterhin vor allem den Schweinebereich betrifft. Insgesamt wurden 2023 rund 8 Millionen Tonnen Schweinefutter produziert und damit rund 5,8 Prozent bzw. 499.119 Tonnen weniger als im Vorjahr. Diese Entwicklung folgt damit parallel den weiterhin sinkenden Tierbeständen.

Die Sparte Rinderfutter konnte sich im vergangenen Jahr leicht erholen. Insgesamt wurden gut 6,5 Mio. Tonnen produziert, was einem Zuwachs von rund 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Blick auf die Rinderbestände in Deutschland zeigt, dass die Zahl der in Deutschland gehaltenen Rinder dennoch sinkt.

Parallel zur sich stabilisierenden Entwicklung in der Mischfutterproduktion entwickelte sich auch die Mineralfutterproduktion im Kalenderjahr 2023 und konnte nur noch ein leichtes Minus von 0,1 Prozent verzeichnen. Insgesamt wurden 586.820 Tonnen produziert und damit 595 Tonnen Mineralfutter für Nutztiere (ohne Mineralfutter für Kälber) weniger als im Vorjahr.

Trotz der stabilen Gesamtentwicklung kann sich die Schweinefuttersparte in der Mineralfutterproduktion nicht den Entwicklungen in der Tierhaltung entziehen. Laut offiziellen Angaben der BLE sank die Produktion um 4,9 Prozent von 169.798 Tonnen auf 161.495 Tonnen. Für das wichtigste Mineralfuttersegment, den Rinderbereich, ermittelten die Bonner Statistiker insgesamt einen leichten Zuwachs um 6.761 Tonnen (+1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Ähnlich wie im Rinderbereich weist die Produktion von Mineralfutter für Mast und Nutzgeflügel einen leichten Aufwärtstrend auf. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Produktion um neun Prozent bzw. 1.048 Tonnen.

(Deutscher Verband Tiernahrung e. V. (DVT) Jahresbericht 2023/2024)

2. Geschäftsverlauf und Lage

Der Gesamtumsatz konnte mit T€ 19.418 im Vergleich zum Vorjahr (T€ 19.275) leicht gesteigert werden (ca. 0,7 %). Das Rohergebnis ist um T€ 226 auf T€ 7.072 gestiegen.

Die Lagerbestände haben sich im Jahr 2023 um T€ 237 auf T€ 2.201 reduziert. Neben stichtagsbezogenen Schwankungen wurde der Lagerbestand zur Gewährleistung von Produktions- und Lieferfähigkeit optimiert. Dies war notwendig, da bisherige Logistikprozesse und auch die Rohstoffverfügbarkeiten sich wesentlich geändert haben. Diese Entwicklung wird sich tendenziell für 2024 fortsetzen.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr
T€
Vorjahr
T€
Veränderung
T€
Veränderung
%
Betriebsergebnis 297 406 -109 -27
Finanzergebnis * 19 -79 98 124
Beteiligungsergebnis 0 0 0 0
Steuerergebnis 98 79 19 24
Jahresergebnis 218 249 -31 -12

* Die signifikante Veränderung des Finanzergebnisses ist auf einen einmaligen Sondereffekt in 2022 zurückzuführen. Im Wesentlichen handelte es sich hier um Abschreibungen auf Finanzanlagen. Dies betraf die Beteiligung an der JoSeCo GmbH, die in 2022 aufgrund nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit vollständig abgeschrieben wurde.

Die Kosten im Personalbereich sind mit T€ 3.197 um T€ 109 bei nahezu gleichbleibender Mitarbeiterzahl gestiegen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen sind im Wesentlichen auf Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um T€ 234 auf T€ 3.349 erhöht. Wobei sich hier die Raumkosten um T€ 13 aufgrund der Vergrößerung der Lagerfläche und einer Anpassung des Mietzinses erhöht haben. Die Reparatur- und Instandhaltungskosten verringerten sich um T€ 85. Die Fahrzeugkosten haben sich anders als im Vorjahr nur geringfügig um T€ 2 erhöht, während sich die Werbe- und Reisekosten um 59 T€ erhöhten als Ausdruck von erhöhten Aktivitäten zur Neukundengewinnung und die Kosten der Warenabgabe um T€ 87 zugenommen haben.

b) Finanzlage

Die Eigenkapitalquote hat sich in 2023 auf 80 % erhöht, nach 72 % im Vorjahr. Maßgeblich hierfür verantwortlich ist der Rückgang der Bilanzsumme um T€ 379 auf T€ 5.748 bei gleichzeitig gestiegenem Eigenkapital, insbesondere durch einen deutlichen Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr.

Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um T€ 83 verringert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um T€ 349 verringert. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um T€ 4 erhöht.

Die Liquiditätsausstattung ist positiv zu bewerten. Die Liquidität 2. Grades liegt bei 230 und damit deutlich über 100. Bedarf an einer Neuaufnahme von Fremdfinanzierung in Form von Bankdarlehen bestand im Geschäftsjahr nicht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf T€ 838.

Der Jahresüberschuss dient vorrangig der finanziellen Stärkung des Unternehmens und wird mit dem Gewinnvortrag aus den Vorjahren auf neue Rechnung vorgetragen.

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Aktiva Geschäftsjahr
T€
Vorjahr
T€
Veränderung
T€
Veränderung
%
Anlagevermögen 1.526 1.678 -152 -9,07
kurzfristige Vermögenswerte 3.591 3.905 -314 -8,04
liquide Mittel 581 519 62 11,95
Passiva
Eigenkapital 4.604 4.386 218 4,97
kurzfristige Verbindlichkeiten 856 1.368 -512 -37,43
langfristige Verbindlichkeiten 288 373 -85 -22,79
Bilanzsumme 5.748 6.127 -379 -6,19

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr auch im Rahmen der Ersatzinvestitionen (Digitalisierung - neue Internetpräsenz / Shop) investiert.

3. Unternehmensinterne Steuerungssysteme

Bei den unternehmensinternen Steuerungssystemen liegt unser Fokus weiter auf:

• Management- und Qualitätssysteme ISO (mit HACCP) / QS

• Deckungsbeiträge

• Materialquote

• Cash Flow

• Mitarbeiterqualifikation

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir auch weiterhin als gut ein.

Der Umsatz konnte leicht gesteigert werden. Die Entwicklung im Rohertrag ist weiterhin erfreulich.

Unser Finanzmanagement ist weiter darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Skonto- / bzw. Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Durch Bonitätsprüfungen für Neukunden und einer zusätzlichen Absicherung möglicher Forderungsausfälle durch eine Kreditversicherung schätzen wir das Risiko von Forderungsausfällen als gering ein. Die betriebswirtschaftliche Auswirkung eines Forderungsausfalls ist aus unserer Sicht aufgrund der geringen Umsatzabhängigkeit von einzelnen Kunden gering.

III. Zweigniederlassungsbericht

Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Kirchheim unverändert über eine Niederlassung in Linz / Österreich.

Im Gesamtumsatz ist der Umsatz der Niederlassung in Österreich mit T€ 400 enthalten, was einen Zuwachs um T€ 6 bedeutet. Auch hier zeichnet sich weiterhin eine positive Entwicklung ab.

IV. Prognosebericht

Der Hauptabsatzmarkt des Unternehmens ist im gesamten Bundesgebiet Deutschland. Derzeit sind die Tierhalter und Landwirte durch fehlende Planungssicherheit und steigende Auflagen verunsichert. Auch durch starke Schwankungen bei Rohstoff- und Absatzpreisen ist eine Prognose schwierig abzugeben. Bei einer stabilen Kostenstruktur erwarten wir für 2024 jedoch eine stabile bis positive Entwicklung.

Der derzeitige Exportanteil beträgt gleichbleibend ca. 10 % des Gesamtumsatzes. Der Umsatz über unsere Niederlassung in Linz, sowie über unseren Vertriebspartner in der Schweiz konnte leicht gesteigert werden. Für 2024 erwarten wir eine ähnliche Entwicklung im Export.

Für das Jahr 2024 sind Investitionen in die Modernisierung der technischen Anlagen, sowie die Erweiterung der Büro- und Sozialräume vorgesehen.

Insgesamt erwarten wir für 2024 bei leicht gestiegenem Umsatz, trotz des höheren Energie- und Rohstoffpreisniveaus, ein Betriebsergebnis, das leicht über den Werten des Jahres 2023 liegen wird. Die Turbulenzen auf den Rohstoffmärkten haben sich weiter beruhigt und man kann von einer - wenn auch teilweisen bzw. temporären - Beruhigung sprechen.

Diese Tatsache hat positive Auswirkungen auf die Materialquote und die Deckungsbeiträge, die sich wieder stabiler und weniger volatil verhalten. Das hat auch eine positive Wirkung auf den Cash Flow und die Liquidität, die durch ein im Unternehmen integriertes Frühwarnsystem ständig überwacht wird.

V. Chancen- und Risikobericht

Nicht alle Entwicklungen sind im Vorfeld abzusehen bzw. nicht oder nur begrenzt durch das Unternehmen beeinflussbar. Ein erheblicher Teil der Rahmenbedingungen im Agrarbereich wird durch EU-Regulierungen vorangetrieben und beeinflusst, so dass eine ständige Bewertung der bestehenden Risiken eine wesentliche Aufgabe ist.

Der Deutsche Verband Tiernahrung e.V. (DVT) geht davon aus, dass die prognostizierte Entwicklung des Mischfuttermarktes stark von den künftigen politischen Prozessen abhängt. Einzelpolitische Regelungen zu Themen wie Umwelt und Tierhaltung und nicht zuletzt strengere Qualitätskriterien oder ein Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz tragen dazu bei, die Lasten für die Agrar- und Ernährungsbranche weiter zu erhöhen. Die jüngsten Krisen in der Welt zeigen, wie wichtig eine gesicherte Versorgung ist. Für eine international erfolgreiche Agrar- und Ernährungswirtschaft muss die Regierung in Deutschland faire Wettbewerbsbedingungen sicherstellen, unternehmerisches Handeln mit stabilen und verlässlichen Rahmenbedingungen fördern und für Zukunftsperspektiven sorgen. Zugleich dürfen wir nicht durch einseitige Lieferbeziehungen erpressbar werden.

Die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und im Nahen Osten halten weiterhin an. In Europa sorgten die Bauernproteste als Folge der Debatte zum Umbau der Tierhaltung für Ausnahmezustände. Zeitgleich nahm die Neumodellierung der Gentechnik-Regularien in der Europäischen Union an Fahrt auf. Kriege und geopolitische Spannungen hielten im vergangenen Jahr weiterhin an und gefährdeten die internationalen Warenströme mit Agrarrohstoffen. Die schlimmsten Befürchtungen, dass nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine internationale Versorgungsengpässe entstehen würden, trafen nicht ein, führten aber zeitweise zu Spekulationen und Verunsicherung.

Studien belegen, dass deutlich weniger Nutztiere gehalten werden als in den letzten Jahrzehnten. Die Landwirte haben Ihre Tierhaltung an die geänderte Nachfrage und die neuen Kostenstrukturen angepasst. Die Anzahl der Tiere wird in Deutschland sinken, weltweit aber steigen.

Der Umsatz der deutschen Pferdewirtschaft liegt bei geschätzten 7 Milliarden Euro. Darunter fallen 39 Prozent (2,7 Mrd. Euro) der Ausgaben auf den Bereich der Pferdehaltung, 61 Prozent (4,3 Mrd. Euro) auf den Bereich Einzelhandel und Dienstleistungen. Mehr als 10.000 Firmen, Handwerksbetriebe und Dienstleistungsunternehmen in Deutschland haben direkt oder indirekt das Pferd als Haupt-Geschäftsgegenstand (Quelle: Website der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN)). Die künftige Entwicklung der Nettoeinkommen der privaten Haushalte wird mitentscheidend sein für den Bestand an Pferden und damit dem Wirtschaftsfaktor Pferd in Deutschland.

Auch im Krisenjahr 2024 ist davon auszugehen, dass sich die Mischfutterproduktion weiter rückläufig entwickeln wird. Zum einen bleiben viele politische Planungsunsicherheiten aus dem Vorjahr bestehen, zum anderen ist zu erwarten, dass die Tierzahlen - insbesondere bei der Schweinehaltung - weiter zurückgehen. Es fehlt weiterhin ein praktikables und verlässliches Investitionskonzept zum Umbau der Tierhaltung, während die Ansprüche an die Tierhaltung weiter steigen und die Kosten in die Höhe treiben. Parallel befinden sich die Nachfrage der Konsumenten nach Fleisch weiterhin in der Rückentwicklung.

Das Ziel unseres Unternehmens ist weiterhin unsere beiden Standbeine (Agrar- und Pferdefuttermittel) auszubauen, um Schwankungen in den einzelnen Bereichen besser ausgleichen zu können und dadurch das Unternehmen zukunftssicher zu machen. Weitere Chancen sehen wir nach wie vor in der Produktion von Futtermitteln speziell, um das Tierwohl zu fördern, was wir in den nächsten Jahren weiter konsequent ausbauen möchten.

 

Kirchheim, den 12.12.2024

Dr. sc. agr. Sönke Landgraf (Dipl.-Ing. agr

HANDELSBILANZ

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.525.865,67 1.678.102,67
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 48.708,00 45.782,00
II. Sachanlagen 842.184,53 997.347,53
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 171.157,00 185.728,00
2. technische Anlagen und Maschinen 471.928,02 595.979,02
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 199.099,51 215.640,51
III. Finanzanlagen 634.973,14 634.973,14
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 634.973,14 634.973,14
B. Umlaufvermögen 4.172.020,64 4.424.512,58
I. Vorräte 2.200.831,87 2.438.277,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.389.690,32 1.466.979,54
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 837.776,70 654.112,50
2. sonstige Vermögensgegenstände 551.913,62 812.867,04
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 581.498,45 519.255,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 50.570,28 24.402,66
Aktiva 5.748.456,59 6.127.017,91

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.603.523,76 4.385.556,59
I. Gezeichnetes Kapital 153.387,56 153.387,56
II. Bilanzgewinn 4.450.136,20 4.232.169,03
B. Rückstellungen 438.105,00 506.240,33
C. Verbindlichkeiten 706.827,83 1.235.220,99
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 228.046,46 311.026,57
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 101.199,49
3. sonstige Verbindlichkeiten 478.781,37 822.994,93
Passiva 5.748.456,59 6.127.017,91

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.072.371,35 6.846.312,58
2. Personalaufwand 3.197.243,35 3.088.440,96
a) Löhne und Gehälter 2.552.696,87 2.496.221,50
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 644.546,48 592.219,46
davon für Altersversorgung 5.188,20 34.459,46
3. Abschreibungen 228.492,13 235.750,19
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 228.492,13 235.750,19
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.349.248,92 3.115.204,40
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28.090,07 6.939,15
davon aus verbundenen Unternehmen 23.332,90
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 78.000,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.314,52 8.232,27
davon an verbundene Unternehmen 1.115,63 872,70
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 2.499,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 95.519,77 76.179,37
9. Ergebnis nach Steuern 220.642,73 251.444,54
10. sonstige Steuern 2.675,56 2.921,65
11. Jahresüberschuss 217.967,17 248.522,89
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.232.169,03 3.983.646,14
13. Bilanzgewinn 4.450.136,20 4.232.169,03

Anhang

Allgemeine Angaben

Die Xaver Scheule GmbH hat ihren Sitz in Kirchheim/Schwaben. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Memmingen unter HRB 5147 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB). Der Bilanzierung und Bewertung liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes zugrunde.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei den Abschreibungen auf das bewegliche Anlagevermögen wird grundsätzlich die lineare Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angewandt.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder mit dem ihnen am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennbetrag. Für risikobehaftete Forderungen werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bestehen pauschale Abschläge.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich im Falle von Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und im Falle sonstiger Rückstellungen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus nachfolgender Darstellung:

Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 232.095,27 12.616,00 0,00 0,00 244.711,27
2. geleistete Anzahlungen 0,00 15.000,00 0,00 0,00 15.000,00
232.095,27 27.616,00 0,00 0,00 259.711,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 304.873,81 0,00 0,00 0,00 304.873,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.410.712,08 0,00 0,00 0,00 2.410.712,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 724.684,16 48.639,13 0,00 0,00 773.323,29
Summe Sachanlagen 3.440.270,05 48.639,13 0,00 0,00 3.488.909,18
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 634.973,14 0,00 0,00 0,00 634.973,14
2. Beteiligungen 112.500,00 0,00 112.500,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 747.473,14 0,00 112.500,00 0,00 634.973,14
Summe Anlagevermögen 4.419.838,46 76.255,13 112.500,00 0,00 4.383.593,59
Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zuführungen Abgänge Stand am 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 186.313,27 24.690,00 0,00 211.003,27
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
186.313,27 24.690,00 0,00 211.003,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 119.145,81 14.571,00 0,00 133.716,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.814.733,06 124.051,00 0,00 1.938.784,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 509.043,65 65.180,13 0,00 574.223,78
Summe Sachanlagen 2.442.922,52 203.802,13 0,00 2.646.724,65
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 112.500,00 0,00 112.500,00 0,00
Summe Finanzanlagen 112.500,00 0,00 112.500,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.741.735,79 228.492,13 112.500,00 2.857.727,92
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.708,00 45.782,00
2. geleistete Anzahlungen 15.000,00 0,00
48.708,00 45.782,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 171.157,00 185.728,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 471.928,02 595.979,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 199.099,51 215.640,51
Summe Sachanlagen 842.184,53 997.347,53
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 634.973,14 634.973,14
2. Beteiligungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 634.973,14 634.973,14
Summe Anlagevermögen 1.525.865,67 1.678.102,67

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 3). Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 826 (Vorjahr: T€ 654).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von T€ 979 (Vorjahr: T€ 866) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Pensionsrückstellungen

Die Bewertung erfolgt nach der Anwartschaftsbarwert-Methode mit folgenden Annahmen:

Rechnungszinssatz p.a. 1,82 %, Anwartschaftstrend 0,00 %, Rententrend p.a. 2,00 %, Fluktuation p.a. 0,00 %. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Klaus Heubeck verwendet.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Jahre (1,74 %) ein Unterschiedsbetrag von T€ 1. Dieser Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen von T€ 295 enthalten im Wesentlichen Urlaubsrückstellungen (T€ 104), Gewährleistungsrückstellungen (T€ 95) und Überstundenrückstellungen (T€ 48).

Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit 31.12.2023
TEUR
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
davon Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
TEUR
davon Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 228,1 82,6 95,5 50,0 (*)
(Vj. T€ 311,0) (Vj. T€ 83,0) (Vj. T€ 148,3) (Vj. T€ 79,8)
aus Lieferungen und Leistungen ** 345,2 345,2
(Vj. T€ 693,9) (Vj. T€ 693,9)
gegenüber verbundenen Unternehmen 0,0 0,0
(Vj. T€ 101,2) (Vj. T€ 101,2)
Sonstige * 133,5 133,5
(Vj. T€ 129,1) (Vj. T€ 129,1)
* davon aus Steuern 27,1
(Vj. T€ 20,7)
* davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit 10,1
(Vj. T€ 8,9)
Summe 706,8 561,3 95,5 50,0
(Vj. T€ 1.235,2) (Vj. T€ 1.007,2) (Vj. T€ 148,3) (Vj. T€ 79,8)

(*) besichert durch Forderungsabtretung und Sicherungsübereignung von Maschinen und Rohstoffen

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Personalaufwand sind Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von T€ 5 (VJ. T€ 34) enthalten.

In den Zinserträgen sind solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 23 (Vj.T€ 0) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1 (Vj. T€ 1) sowie Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 2 (Vj. T€ 0) enthalten.

Sonstige Pflichtangaben

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
Eigenkapital
ATCOM Horse GmbH 100,00% 90.627,80 831.714,45

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für 2024 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 292 aus Miet- und Leasingverpflichtungen.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden 70 Arbeitnehmer beschäftigt.

Vollzeit Teilzeit
männlich 31 4
weiblich 21 14
Gesamt 52 18

Die Geschäftsführung und die Auszubildenden sind nicht berücksichtigt.

Mitglieder der Geschäftsführung

Geschäftsführer während des abgelaufenen Geschäftsjahres war Herr Dr. sc. agr. Sönke Landgraf (Dipl.-Ing. agr).

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Gesamtbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses

Der Gesellschafter hat beschlossen, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von € 217.967,17 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Kirchheim, den 18. Dezember 2024

Dr. sc. agr. Sönke Landgraf, Dipl.-Ing. agr

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Xaver Scheule GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Xaver Scheule GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Xaver Scheule GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, 18. Dezember 2024

O&P
GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Richlich, Wirtschaftsprüfer

Stefan Biechele, Wirtschaftsprüfer

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Wir weisen darauf hin, dass aufgrund der Inaspruchnahme von Offenlegungserleichterungen der Jahresabschluss gegebenenfalls nur teilweise offengelegt wird.

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