CCL Label Marburg GmbH

Im Rudert 1, 35043 Marburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Marburg HRB 6765
Vorher
Syrinx Invest GmbH
Eingetragen
10.5.2016
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und PappeVerlegen von Zeitschriften
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Druckerzeugnissen aller Art sowie von verwandten Erzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Lee Pretsell
seit 23.9.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CCL Label A/SDNK
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CCL Label Marburg GmbH

Marburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

der CCL Label Marburg GmbH

1. Grundlagen

Die CCL Label Marburg GmbH mit Sitz in Marburg, Hessen, ist ein Unternehmen der in Kanada ansässigen CCL Industries Inc. in Toronto. Die CCL Industries Inc. ist ein global agierendes Unternehmen der Verpackungsbranche, das in die Geschäftssegmente "CCL Label", "Avery", "Checkpoint" und "Innovia" gegliedert ist. Zur CCL-Gruppe gehören über 204 Werke mit mehr als 25.100 Mitarbeitern in 43 Ländern auf sechs Kontinenten.

Der Geschäftsbereich "CCL Label" ist die weltweit größte Gruppe weiterverarbeitender Unternehmen, die selbstklebende Etiketten produzieren und vertreiben für Kunden in den Segmenten Kosmetik, Food and Beverage, Tabacco sowie Pharmazie. Auch Sicherheits- und Informationsetiketten für Behörden und global tätige Kunden in den Bereichen Konsumverpackungen, Gesundheitswesen, Chemieindustrie, langlebige Gebrauchsgüter, Elektrogeräte und Automobilindustrie werden hergestellt.

CCL Label Marburg GmbH ist im Marktbereich Healthcare tätig und produziert hauptsächlich für Kunden aus der Pharmaindustrie Packungsbeilagen und Etiketten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Allgemeine Entwicklungen von Branche und Gesamtwirtschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Auch in 2023 ist unser Hauptabsatzmarkt die Pharmaindustrie.

Mit einem konkreten Aktionsplan soll Deutschland als Forschungs- und Produktionsstandort für die Pharmabranche wieder attraktiver werden. Das ist Ziel der Pharmastrategie der Bundesregierung, die das Bundeskabinett am 13.12.2023 verabschiedet hat. Damit werden die Rahmenbedingungen für die Herstellung und Entwicklung von Arzneimitteln verbessert, die Digitalisierung im Gesundheitswesen vorangetrieben, Anreize für die Ansiedlung von Produktionsstätten in Deutschland gesetzt und Innovationsprojekte der Pharmaindustrie gefördert. Getragen wird die Pharmastrategie vom Bundesministerium für Gesundheit, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung.

2.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung bei CCL Marburg

In 2023 profitierte der Standort von der Marktposition und stabilen Finanzlage des Gesamtkonzerns. Dadurch konnten auch in Krisensituationen alle notwendigen Materialien beschafft und somit die Bedarfe der Kunden konstant beliefert werden. Dadurch konnte CCL Label Marburg in 2023 starke und profitable Umsatzzuwächse verzeichnen.

Es ist uns auch gelungen, die Geschäftsbeziehungen mit unseren wichtigen Bestandskunden weiter auszubauen. Dies führte dazu, dass wir trotz aller Einschränkungen wie Energiekrise, Inflation, Rohstoffknappheit oder Ukraine Krieg gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Anstieg der Umsatzsituation verzeichnen konnten.

2.3. Geschäftsergebnis

Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss von T€ 3.677 (Vorjahr: T€ 2.881) erzielt. Das gesetzte Ziel, den Gewinn des Vorjahres zu übertreffen, konnte somit deutlich überschritten werden. Insbesondere der Umsatz mit Packungsbeilagen wurde weiter ausgebaut. Eine starke Belastung für das Ergebnis waren tariflich bedingte Steigerungen der Lohn- und Gehaltskosten.

2.4. Produktion und Beschaffung

Durch die Erweiterung der Produktionsfläche im November 2021 konnten auch im Jahr 2023 weitere Neuinvestitionen in den Maschinenpark getätigt werden. Hierdurch ist es uns gelungen, die Produktionsabläufe weiter zu verschlanken und effizienter zu strukturieren. Die bedeutendste Neuinvestition ist die Anschaffung einer digitalen Druckmaschine im Dezember 2023, durch die wir eine zusätzliche Kapazität von 28% im Packungsbeilagenbereich erwarten.

In der zweiten Jahreshälfte sind die Rohstoffpreise für Papier und Folie leicht gesunken. Die Preise für Farben sind stabil geblieben. Dadurch konnten wir die Materialquote, bezogen auf die betriebliche Leistung, um rund 1,9% senken. Der Aufwand für bezogene Leistungen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr und betrifft zum größten Teil Aufträge, die wir auf Grund der hohen Auslastung in 2023 an verbundene Unternehmen abgegeben haben.

Wir arbeiten konsequent an der Standardisierung und Optimierung von Produktionsprozessen, welches auch in den nächsten Jahren klar im Fokus steht. Hierdurch soll die Effizienz weiter gesteigert und ausgebaut werden. Unterschiedliche Maschinentypen und die Materialvielfalt werden in den kommenden Jahren weiter sukzessive reduziert.

2.5. Qualitätsmanagement

Das Thema Qualitätssicherung ist für die Produktion von Produkten für die Pharma-Industrie ein entscheidender Faktor. Bereits in 2020 wurde unser Qualitätssystem an das europäische System mit einem einheitlichen Qualitätshandbuch angepasst. Des Weiteren sind wir in einer Matrix gemeinsam mit verschiedenen CCL Standorten nach der DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Außerdem ist unser System stark angelehnt an die internationalen GMP-Leitfäden und der PS9000, um die Kundenanforderungen umzusetzen. Weitere Standorte von CCL in Europa sollten in der Matrix-Zertifizierung folgen und somit ergibt sich für den Kunden ein Partner, welcher in mehreren Ländern nach den gleichen Qualitätsstandards produziert und liefert. Ein absoluter Pluspunkt für unsere Großkunden, welche ebenfalls mit ihren Werken in ganz Europa verteilt sind. Auch in 2023 wurden unsere Mitarbeiter regelmäßig in den Bereichen Qualität, GMP, Pharmazeutischen Risiken und Fehlerbewusstsein geschult. Außerdem wurde eine FSC-Zertifizierung für alle Healthcare-Standorte angestrebt. In diesem Zuge hat auch der Standort Marburg das FSC Zertifikat Ende 2023 erhalten.

2.6. Personal

Die Zahl der Beschäftigten belief sich auf durchschnittlich 198 (Vorjahr: 193) Mitarbeiter. Dazu kommen zum Geschäftsjahresende 7 (Vorjahr: 4) Auszubildende. Auch in 2023 wurde großen Wert auf die Weiterbildung des bestehenden Personals gelegt. Nicht nur technische Ausbildungen wurden angeboten, ein Schwerpunkt lag auch darin, die Nachwuchsführungskräfte im Bereich der Führung von Teams und Abteilungen aus- und weiterzubilden. Weitere Projekte sind in diesem Bereich geplant.

Gerade für die unternehmensspezifischen Produktionsprozesse werden hochqualifizierte Mitarbeiter gebraucht. Die besondere Fokussierung auf die Aus- und Weiterbildung im Unternehmen ist dem demografischen Wandel geschuldet. Gesonderte Ausbildungsprojekte zusammen mit Schulen, IHK, der Arbeitsagentur sowie die Präsenz auf Azubi-Messen sind für das kommende Jahr weiterhin geplant.

Generell besteht seitens der Mitarbeiter eine enge Bindung an CCL Marburg, die zu einer verhältnismäßig geringen Fluktuation führt.

3. Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
Anlagevermögen 23.027 69,0% 21.274 73,2%
Vorräte 1.601 4,8% 1.933 6,6%
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.244 15,7% 5.097 17,5%
Flüssige Mittel 3.451 10,4% 715 2,5%
Umlaufvermögen 10.296 30,9% 7.745 26,6%
Aktive Rechnungsabgrenzung 37 0,1% 50 0,2%
AKTIVA 33.360 100,0% 29.069 100,0%
Eigenkapital 9.062 27,2% 5.385 18,5%
Rückstellungen 4.215 12,6% 2.497 8,6%
Verbindlichkeiten 19.804 59,4% 21.063 72,5%
Fremdkapital 24.019 72,0% 23.560 81,1%
Sonderposten für Investitionszuschüsse 279 0,8% 124 0,4%
PASSIVA 33.360 100,0% 29.069 100,0%

Im Anlagevermögen haben wir Zugänge von 4,4 Mio. Euro gehabt. Dies betraf im Wesentlichen die Anschaffung von modernen Maschinen im Produktionsbetrieb. Die Vorräte haben sich im Berichtsjahr auf ca. 57 % (Vorjahr: 76 %) des erzielten durchschnittlichen Monatsumsatzes reduziert. Die durchschnittliche Laufzeit der Forderungen hat sich im Berichtsjahr um 6 Tage auf 55 Tage (Vorjahr: 61 Tage) vermindert. Ursächlich hierfür ist ein kontinuierliches Mahnwesen. Von den Verbindlichkeiten betreffen T€ 15.012 (Vorjahr: T€ 16.379) verbundene Unternehmen, davon entfallen T€ 14.879 auf Finanzierungsdarlehen. Auf Grund der positiven Ertrags- und Liquiditätslage im Jahr 2023 konnten wir die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Syrinx Holding Germany GmbH um 0,7 Mio. Euro reduzieren. Die Finanzierungsdarlehen wurden mit T€ 14.879 (Vorjahr: T€ 15.579) von der alleinigen Gesellschafterin gewährt.

4. Finanzlage

Das Eigenkapital beläuft sich auf 27,2 % der Bilanzsumme. Die Liquidität ist durch die Zugehörigkeit zur CCL-Gruppe jederzeit sichergestellt.

5. Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung 2023 2022
T€ % T€ %
Umsatz 33.821 30.648
Bestandsveränderung -30 269
betriebliche Leistung 33.791 100,0% 30.917 100,0%
Materialaufwand 10.909 32,3% 10.565 34,2%
Personalaufwand 11.552 34,2% 10.938 35,4%
Sonstige betriebliche Aufwendungen
vermindert um sonstige betriebliche Erträge 3.394 10,0% 3.094 10,0%
EBITDA 7.936 23,5% 6.320 20,5%
Abschreibungen 2.009 5,9% 1.862 6,0%
EBIT 5.927 17,5% 4.458 14,4%
Finanzergebnis -757 -2,2% -324 -1,0%
Steueraufwand 1.493 4,4% 1.253 4,1%
Jahresergebnis 3.677 10,9% 2.881 9,3%

Im Berichtsjahr sind die Umsätze deutlich angestiegen. Der Materialaufwand, bezogen auf die Gesamtleistung des Geschäftsjahres, reduzierte sich auf 32,3 % (Vorjahr: 34,2 %). Der Personalaufwand konnte ebenfalls auf 34,2 % reduziert werden (Vorjahr: 35,4 %).

Insgesamt wurde ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von T€ 5.927 (Vorjahr: T€ 4.458) ausgewiesen.

6. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen

und Risiken

Das unternehmerische Handeln im nationalen und internationalen Umfeld setzt CCL Marburg einer Vielzahl von Risiken aus. Der Erfolg des Unternehmens wird wesentlich durch das frühzeitige Erkennen dieser Risiken und einem bewussten Umgang mit ihnen beeinflusst.

Wesentliche Datengrundlage des CCL Marburg Risikomanagements ist das monatliche Berichtswesen, das detailliert sämtliche Umsatzpositionen, Aufwandsarten und Vermögens- und Finanzierungskomponenten quantitativ und qualitativ darstellt. Die einzelnen Positionen werden mit der Planung und dem Vorjahr abgeglichen und einem Soll-Ist bzw. Ist-Vorjahres-Vergleich unterzogen. Etwaige Abweichungen werden analysiert und kommentiert und auch im Benchmark mit anderen CCL-Standorten Weltweit betrachtet. Dadurch wird eine regelmäßige und frühzeitige Information über maßgebliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinflussen, gewährleistet. Die Risikoüberwachung und -steuerung wird bei CCL Marburg grundsätzlich auf Geschäftsführungs- und Managementebene ausgeübt und zusätzlich mit dem Konzern-Management intensiv besprochen. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos ab.

6.1. Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt bei den einzelnen Konzernunternehmen der CCL Industries Inc. durch lokale Buchhaltungssysteme. Die lokalen Abschlüsse sowie die Abschlüsse für Konzernabschlusszwecke werden durch Meldung der einzelnen Konzernunternehmen an die Zentrale übermittelt.

Die gemeldeten Abschlüsse werden erfasst und gespeichert, sodass alle relevanten Informationen in einer umfangreichen Datenbank verfügbar sind. Mit Hilfe dieses Informationssystems wird anhand der einzelnen Abschlüsse und nachfolgender Konsolidierungsvorgänge der Konzernabschluss erstellt. Ferner sind in diesem Informationssystem systemintegrierte Kontrollen und Validierungen implementiert.

6.2. Absatzrisiken

Das CCL Label Geschäft ist geographisch und produktseitig breit aufgestellt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Absatz- oder Umsatzzahlen dieser oder aller von CCL Marburg bearbeiteten Teilsegmente gleichzeitig einbrechen, wird weiterhin als gering eingeschätzt. Die Vergangenheit hat aber auch bei CCL Marburg - wie in vielen anderen breit aufgestellten Unternehmen - insbesondere durch die Corona-Pandemie, gezeigt, dass man durch einen massiven Konjunktureinbruch die Grenzen der Belastbarkeit erreichen kann.

In den einzelnen Teilsegmenten besteht ein spezifisches Risikopotenzial. Einflussfaktoren können sein: Eine kundenseitige Marktkonzentration, politische Vorgaben oder, wie es in 2022 noch der Fall war, eine weltweite Pandemie, welche das generelle Konsum- und Konjunkturklima unberechenbar macht. Langfristig könnte auch die Digitalisierung von Patienteninformationen statt gedruckter Packungsbeilagen eine Rolle spielen. Hier sehen wir allerdings ein geringes Risiko für Medikamente, jedoch ein größeres Risiko für medizinische Geräte.

6.3. Beschaffungsrisiken

Diese Risikoklasse betrifft die Verfügbarkeit von zu beziehenden Waren und Dienstleistungen. Durch unser laufendes Lieferantenkontrollverfahren wird eine gleichbleibend hohe Qualität sichergestellt. Auch die finanzielle Stabilität wichtiger Lieferanten und die anhaltende Konzentration bei der Herstellung stehen im Fokus. Ebenfalls können Streiks bei unseren Lieferanten zu Verzögerungen in der Produktion führen.

In 2023 profitierte der Standort von der Marktposition und stabilen Finanzlage des Gesamtkonzerns. Weitere Risiken im Herstellungsprozess sind die schwer vorhersehbaren Energiekosten (EEG). Hier konnten wir durch langfristige Lieferantenverträge günstige Preise erzielen. Unsere Risikotragfähigkeit wird einerseits, sofern durch unsere Kundenvorgaben möglich, durch den Auf- und Ausbau von Zweitlieferanten aller kritischen Rohstoffe, andererseits durch gezielte Redundanz zwischen den Standorten in der Rohstoffbeschaffung verbessert.

6.4. Ausfallrisiken

Generell wirkt die stabile Kundenstruktur einer Unsicherheit bezüglich der individuellen Ausfallrisiken entgegen. Nennenswerte Forderungsausfälle hatten wir im Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen. Maßnahmen zur Minimierung der Ausfallrisiken sind angepasste Zahlungsbedingungen, stringente Einhaltung von Limits und monatliche Einzeldurchsicht von fälligen Forderungen.

6.5. Personalrisiken

CCL Marburg ist auf hochqualifizierte Mitarbeiter angewiesen und konkurriert mit zahlreichen Unternehmen um entsprechend geschulten Personals. Um diese Mitarbeiter zu finden, bedienen wir uns verschiedenen neuen Plattformen und Medien. Indem wir andererseits zunehmend in breit aufgestellten Prozessen denken und arbeiten, reduzieren wir die Abhängigkeit von Know-how Trägern, deren Ausfall erhebliche Probleme verursachen könnte (Austrittsrisiko). Auch können kurzfristige Auftragsschwankungen durch den vorrübergehenden Einsatz von Leiharbeitern aufgefangen werden. Hiervon brauchten wir in 2023 keinen Gebrauch machen, da wir angemessen Mitarbeiter rekrutieren und fest einstellen konnten.

Für das kommende Geschäftsjahr sollen wieder Auszubildende im Bereich Druck und Druckweiterverarbeitung sowie im kaufmännischen Bereich eingestellt werden. Auch in diesem Bereich nutzen wir für die Suche neue Plattformen wie Social-Media und andere Medien. In 2024 stehen wieder diverse Veranstaltungen (Ausbildungsmessen) rund um die Ausbildung an.

Generell ist die Rekrutierung von Auszubildenden im Bereich Druckverarbeitende Industrie sehr schwierig, da Interesse von Schulabgängern eher gering ist gegenüber handwerklichen Ausbildungen.

6.6. IT-Risiken

Die Risiken im IT-Bereich gliedern sich in Systemausfallrisiken, mangelhafte Systemverfügbarkeit und Angriffe von außen. Die zentralen EDV-Systeme in Marburg werden sowohl durch eigene Mitarbeiter als auch teils von externen Spezialisten in bestimmten Bereichen mit gepflegt. Die Datensicherung durch VEEAM-SW läuft seit Einführung ohne Probleme.

Des Weiteren wurde in 2022 ein neues Patch-Management über unsere Sicherheitssoftware Panda eingeführt. Sämtliche Systeme (Clients und Server) werden dadurch mit den nötigen sicherheitsrelevanten Updates versorgt.

Bereits in 2021 wurde ein weiteres Sicherheitssystem, RAPID7, durch die Zentrale in Kanada eingeführt. Hierbei handelt es sich um einen Software-Managed-Service für das Schwachstellen-Management. Alle PC's und Server sind mit diesem Service/Agent ausgestattet.

Alle relevanten Mitarbeiter werden regelmäßig durch Schulungen wie. z.B. zum Thema Cyber-Kriminalität intensiv geschult.

7.0. Chancen

Die ständige Verbesserung unserer Produktqualität sowie die Flexibilität bei Kundenwünschen sehen wir weiterhin als echte Chance. Nur eine permanente Weiterentwicklung unserer Erzeugnisse eröffnet neue Möglichkeiten. Auch die ständige Verbesserung der pharmazeutischen Produkte und der damit verbundene Erfolg der Hersteller - unserer Kunden - bietet Chancen für CCL Marburg.

Die intensivere Zusammenarbeit mit anderen CCL-Standorten und das Anstreben von internationalen strategischen Partnerschaften ergeben mehr Möglichkeiten für den Standort Marburg.

Weitere Investitionen in die Automatisierung der Anlagen sehen wir weiterhin als Grundlage, um am Standort Deutschland als solides Unternehmen am Markt agieren zu können.

7.1. Erweitertes Absatzpotenzial

Unsere globalen Kunden streben unverändert in Richtung einer Konsolidierung der Lieferantenbasis. Dies hat für CCL und deren globale Ausrichtung einen sehr positiven Effekt - Produktverlagerungen von globalen Kunden in Richtung der deutschen Produktion sind ansteigend. Diese Zusammenarbeit werden wir weiter ausbauen und das Geschäft nachhaltig für die CCL Marburg GmbH sichern.

Im Produktbereich Label streben wir einen deutlichen Ausbau der Kundenbasis an. Ziel ist es, dass wir unsere globalen Leaflet-Großkunden für den Bereich Label qualifizieren möchten. Ebenso möchten wir die Reaktivierung von verlorenen, sowie die Gewinnung neuer Kunden in den Fokus stellen.

Die aktuelle Projekt- und Ausschreibungspipeline stimmt uns zuversichtlich, dass wir die sehr pro-aktiven Ziele erreichen können.

8.0. Wirtschaftsprognose

Das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) geht für 2024 von einem Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent aus. 2025 soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dann um 1,2 Prozent zulegen. Das Jahr 2023 hat sich letztlich etwas besser entwickelt, als das IfW noch im Herbst prognostiziert hatte. Die Wirtschaftsleistung ist in 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 Prozent zurück gegangen. Die Inflation soll 2023 im Durchschnitt bei 5,9 Prozent liegen und dann 2024 auf 2,3 Prozent und 2025 auf 1,8 Prozent fallen.

Um alle Kundenwünsche schnell und effizient bedienen und weiteres Wachstum generieren zu können, sind weiterhin Investitionen auf hohem Niveau erforderlich bei gleichzeitiger konsequenter Kostenkontrolle. Dies haben wir im letzten Geschäftsjahr mit Unterstützung des CCL-Konzerns umgesetzt. Auch in 2024 sind weitere Investitionen in den Maschinenpark geplant, um die Standardisierung und Effizienzsteigerung weiter voranzutreiben.

Unter sorgfältiger Abwägung aller Einflussfaktoren sind wir für das Geschäftsjahr 2024, trotz aller Krisen und hohen Belastungen optimistisch, das gute Ergebnis aus dem Vorjahr halten zu können.

Wir werden weiterhin konsequent daran arbeiten die Synergien innerhalb der CCL Gruppe zu nutzen.

 

Marburg, den 14. Februar 2024

CCL Label Marburg GmbH

Bernhard W. Bischof, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 23.026.544,34 21.273.994,83
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.900.790,00 3.279.790,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2.849.071,00 3.220.689,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 51.719,00 59.101,00
II. Sachanlagen 20.123.254,34 17.991.704,83
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.301.736,81 8.504.963,81
2. technische Anlagen und Maschinen 10.603.813,00 7.712.955,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 392.510,01 292.373,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 825.194,52 1.481.413,02
III. Finanzanlagen 2.500,00 2.500,00
1. sonstige Finanzanlagen 2.500,00 2.500,00
B. Umlaufvermögen 10.297.040,10 7.745.224,61
I. Vorräte 1.601.344,00 1.932.877,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.244.854,14 5.097.042,38
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.613.671,60 4.971.933,63
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 106.682,70 49.648,96
3. sonstige Vermögensgegenstände 524.499,84 75.459,79
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.450.841,96 715.305,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten 36.765,97 49.825,27
Bilanzsumme, Summe Aktiva 33.360.350,41 29.069.044,71

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 9.061.935,11 5.384.516,02
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.000.000,00 2.000.000,00
III. Gewinnvortrag 3.359.516,02 478.907,38
IV. Jahresüberschuss 3.677.419,09 2.880.608,64
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 278.879,61 124.572,27
C. Rückstellungen 4.215.066,45 2.496.667,04
D. Verbindlichkeiten 19.804.469,24 21.063.289,38
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 1.260.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.481.239,62 3.087.199,29
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.012.210,98 16.379.412,79
4. sonstige Verbindlichkeiten 311.018,64 336.677,30
Bilanzsumme, Summe Passiva 33.360.350,41 29.069.044,71

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 23.108.170,73 20.528.679,81
2. Personalaufwand 11.551.575,76 10.938.080,45
a) Löhne und Gehälter 9.736.450,36 9.197.252,81
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.815.125,40 1.740.827,64
3. Abschreibungen 2.008.701,50 1.862.414,04
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.008.701,50 1.862.414,04
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.621.400,90 3.271.462,43
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 137,50 151,50
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 756.603,38 323.649,84
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.482.987,68 1.243.706,59
8. Ergebnis nach Steuern 3.687.039,01 2.889.517,96
9. sonstige Steuern 9.619,92 8.909,32
Jahresüberschuss 3.677.419,09 2.880.608,64

Anhang 2023

CCL Label Marburg GmbH, Marburg

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Sitz der Gesellschaft ist Marburg. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Marburg unter der Nummer HRB 6765 eingetragen.

2. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert.

4. Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Der Geschäfts- und Firmenwert wird aufgrund langjähriger Kundenbeziehungen und einer langen traditionsreichen Firmengeschichte über 15 Jahre abgeschrieben. Erworbene geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über € 250,00 bis € 800,00 sofort abgeschrieben und im Zugangsjahr sofort als Anlagenabgang gebucht.

5. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten bewertet bzw. zu den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten. Materialien mit längerer Lagerdauer wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

6. Die fertigen- und unfertigen Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten oder ggf. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben Material- und Fertigungsgemeinkosten auch Verwaltungsgemeinkosten einbezogen.

7. Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Bankguthaben werden grundsätzlich mit dem Nominalwert angesetzt. Uneinbringliche Forderungen wurden wertberichtigt bzw. abgeschrieben. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen.

8. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

9. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag.

10. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Projected Unit Credit Methode unter Berücksichtigung eines Rententrends von 2,5 % p.a. bewertet. Die Pensionsrückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 2 HGB unter Ansatz eines Rechnungszinssatzes von 1,83 % per 31. Dezember 2023, durchschnittlicher Marktzins aus den vergangenen zehn Jahren, und unter Anwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Der nach § 253 Abs. 6 S.1 HGB anzugebende Unterschiedsbetrag beträgt T€ 1.

11. Die übrigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

12. Die Bewertung des Anlagevermögens und der Pensionsrückstellungen führt zu Differenzen zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz. Für die daraus resultierenden aktiven latenten Steuern wurde das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen.

13. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

14. Es wurde ein Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen gebildet. Die Förderungen werden nach IDW (HFA 1/1984, Abschnitt 2.d 1) anteilig über die Nutzungsdauer der Anlagegüter und der Leasingdauer der Autos aufgelöst.

15. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

16. Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel (Blatt 6 und 7) verwiesen.

17. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (T€ 1.127), für Berufsgenossenschaft (T€ 95), für ausstehende Leistungen (T€ 70), für Abschlusskosten (T€ 37) und sonstige Rückstellungen (T€ 98).

18. Verbindlichkeitenspiegel 2023

Gesamt Restlaufzeit
T€ bis 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.481 4.481 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.012 0 0 15.012
Sonstige Verbindlichkeiten 311 311 0 0
19.804 4.792 0 15.012

19. Verbindlichkeitenspiegel Vorjahr

Gesamt Restlaufzeit
T€ bis 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.260 1.260 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.087 3.087 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.379 0 0 16.379
Sonstige Verbindlichkeiten 337 337 0 0
21.063 4.684 0 16.379

Zur Absicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat unsere Muttergesellschaft eine Bürgschaft in gleicher Höhe übernommen.

20. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 14.879 Finanzierungsdarlehen, davon T€ 14.079 (Vorjahr: T€ 15.579) vom Gesellschafter.

21. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten von T€ 308 (Vorjahr: T€ 334) enthalten.

IV. Nicht aus der Bilanz ersichtliche Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

22. Zum Bilanzstichtag waren sonstige finanzielle Verpflichtungen für Leasingverpflichtungen in Höhe von jährlich T€ 141 (Vorjahr: T€ 118) vorhanden. Zum Bilanzstichtag bestanden Bestellobligos in Höhe von T€ 398.

V. Sonstige Angaben

23. Mutterunternehmen

Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Syrinx Holding Germany GmbH, Holzkirchen. Der Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch den größten Kreis von Unternehmen wird von der CCL Industries Inc., Willowdale/Kanada, aufgestellt. Der Konzernabschluss ist bei CCL Industries Inc. Investor Relations Department, Willowdale/Kanada, als Download unter www.cclind.com verfügbar und wird von der Syrinx Holding Germany GmbH in englischer Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht.

24. Geschäftsführer

• Herr Franz Andrusch, Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH) (bis 31.03.2023)

• Herr Bernhard Wilhelm Bischof, Dipl.-Betriebswirt (ab 01.04.2023)

• Herr Lee Pretsell, Master of Science

Die Geschäftsführer Herr Bernhard Wilhelm Bischof und Herr Lee Pretsell sind einzelvertretungsberechtigt.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

25. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich198 (Vorjahr: 193) Arbeitnehmer beschäftigt. Darüber hinaus waren durchschnittlich 7 (Vorjahr: 4) Auszubildende beschäftigt.

26. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschussbetrag von € 3.677.419,09 mit dem Gewinnvortrag von € 3.359.516,02 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Marburg, den 14. Februar 2024

Bernhard W. Bischof

Lee Pretsell

Anlagespiegel

Entwicklung der Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugang
Umbuchungen
Abgang
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- und Firmenwert 5.574.270,66 0,00 0,00 0,00 5.574.270,66
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 418.860,90 19.221,32 0,00 0,00 438.082,22
5.993.131,56 19.221,32 0,00 0,00 6.012.352,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 9.440.685,04 63.199,24 0,00 0,00 9.503.884,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.493.188,34 4.129.871,52 0,00 159.200,00 16.463.859,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 899.154,75 205.177,43 0,00 0,00 1.104.332,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.481.413,02 0,00 -656.218,50 0,00 825.194,52
24.314.441,15 4.398.248,19 -656.218,50 159.200,00 27.897.270,84
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 2.500,00 0,00 0,00 0,00 2.500,00
2.500,00 0,00 0,00 0,00 2.500,00
30.310.072,71 4.417.469,51 -656.218,50 159.200,00 33.912.123,72
Entwicklung der Abschreibungen
01.01.2023
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- und Firmenwert 2.353.581,66 371.618,00 0,00 2.725.199,66
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 359.759,90 26.603,32 0,00 386.363,22
2.713.341,56 398.221,32 0,00 3.111.562,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 935.721,23 266.426,24 0,00 1.202.147,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.780.233,34 1.239.013,52 159.200,00 5.860.046,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 606.781,75 105.040,42 0,00 711.822,17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.322.736,32 1.610.480,18 159.200,00 7.774.016,50
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
9.036.077,88 2.008.701,50 159.200,00 10.885.579,38
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- und Firmenwert 2.849.071,00 3.220.689,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 51.719,00 59.101,00
2.900.790,00 3.279.790,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 8.301.736,81 8.504.963,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.603.813,00 7.712.955,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 392.510,01 292.373,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 825.194,52 1.481.413,02
20.123.254,34 17.991.704,83
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 2.500,00 2.500,00
2.500,00 2.500,00
23.026.544,34 21.273.994,83

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CCL Label Marburg GmbH, Marburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CCL Label Marburg GmbH , Marburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CCL Label Marburg GmbH , Marburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können,

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben,

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben,

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann,

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt,

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft,

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Marburg, den 28. Februar 2024

GBZ Revisions und Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Boller, Wirtschaftsprüfer

Dr. Rausch, Wirtschaftsprüfer

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