Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 15986
Eingetragen
14.5.2004
Branche
Herstellung von nichtelektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von HandwerkzeugenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Spezialgeräten für das Gebäudereinigerund Malerhandwerk sowie für den Haushalt

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jochen Wagener
seit 21.1.2026
Prokura
Russell A. Mills
seit 16.9.2025
Prokura
Matthew A. Kruer
seit 1.4.2025
Geschäftsführer
Karl Alexander Schmid
seit 27.12.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Unger Enterprises, LLCUSA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Unger Enterprises, LLC
United States
60.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Unger Germany GmbH

Solingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die Gesellschaft ist einer der Marktführer in der Fensterreinigungsbranche in Europa. Sie hat einen guten Markennamen und einen hohen Qualitäts- und Innovationsruf im professionellen Reinigungsmarkt.

Im Euroraum stieg laut der Statistikbehörde Eurostat im Jahr 2023 das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr. In Deutschland verringerte sich gemäß Statistischem Bundesamt das BIP um 0,3 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage war in Deutschland geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine und den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise sowie der Fachkräftemangel. Die Weltwirtschaft wuchs gemäß OECD im Jahr 2023 um 3,1 %.

Die langen Lieferzeiten vom Vorjahr, bedingt durch Lieferengpässe, Störungen im Frachtverkehr und signifikant erhöhten Bestellvolumen unserer Kunden, konnten im Verlauf des Jahres schnell abgebaut und auf normale Zeiten zurückgeführt werden. Durch die Insolvenzanmeldung einer unserer wichtigsten Spritzguss Lieferanten kam es zu Lieferverzögerungen und Qualitätsproblemen im 3. Quartal 2023, die sich im Jahr 2024 fortsetzen.

In 2023 entwickelten sich die folgenden Punkte:

a)

Frachtkosten

Die Frachtraten im Seetransport und im europäischen Straßengüterverkehr sind nach einer langen Wachstumsphase 2022 in 2023 wieder gesunken. Aufgrund des Rückgangs der Nachfrage hat sich die Verfügbarkeit von Lkw-Fahrern leicht verbessert. Das Problem des Fahrermangels wurde jedoch keineswegs gelöst. Bei den KEP Dienstleistern sind die Raten zum Vorjahr leicht gestiegen. Zusätzlich wurden weitere Peak Season Zuschläge eingeführt und Handlings Pauschalen erhöht.

b)

Logistikkapazitäten

Wie die Frachtraten hat sich die Situation bei den Logistikkapazitäten in 2023 verbessert, jedoch war die Lage auf Grund des Frachtkräftemangels und gestiegener Lohnkosten immer noch angespannt. Die externen und internen Logistikkosten sind dadurch gestiegen.

c)

Material- & Energiekosten

Obwohl die Energiekosten wieder zurückgegangen sind, blieben diese auf einen höheren Niveau, wegen der andauernden Energiekrise, stehen. Unger konnte mit einer Preiserhöhung zu Anfang des Jahres diese Kosten, sowie die durch die Inflation gestiegenen Lohnkosten ausgleichen und den zu erwartenden Gewinn sicherstellen.

Nach einem Rekordumsatzjahr in 2022 haben wir in 2023 unser Umsatzziel nicht erreicht. Ein Grund hierfür waren die bereits gut gefüllten Kundenläger in der ersten Jahreshälfte. Das hohe Bestellaufkommen aus dem Vorjahr verringerte den Reinverkauf unserer Produkte in den Handel. Zusätzlich wurde der Abverkauf aus dem Handel durch die sinkende Konjunktur in der Eurozone und vor allem in Deutschland ausgebremst. Im Laufe des Jahres nahm das Geschäft wieder an Geschwindigkeit zu, was aber nicht ausreichte, um unser Umsatzziel zu erreichen. Die fortführende Teilnahme an Messen, Kundenevents und weitere vertriebliche Maßnahmen und Promotionen halfen uns, das Umsatzergebnis zu stabilisieren. Zeitgleich und mit zunehmender Tendenz wurde auf die Wirksamkeit und Höhe der kommerziellen Ausgaben geachtet, um das Ertragsergebnis sicherzustellen.

Unger Germany GmbH sieht sich im professionellen Fensterreinigungsmarkt mit mehreren bedeutenden Mitbewerbern konfrontiert, die Preisvorteile von 10% bis zu 30% im Markt mit ähnlichen Produkten anbieten. Bedingt durch die traditionelle Käuferschaft und den Qualitäts- und Innovationsvorsprung der Unger Germany GmbH war es möglich, die Position eines Marktführers gegenüber dem Wettbewerb zu halten.

Der Umsatz der Unger Germany GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr um MEUR 3,1 auf MEUR 50,1 verringert. Der Auslandsumsatzanteil beträgt ca. 61,6 % vom Gesamtumsatz.

Die Materialkosten im Verhältnis zum Umsatz sind im Vergleich zum Vorjahr um 6% gesunken.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Rahmen der Unternehmensführung nutzen wir ein kennzahlen- und werteorientiertes Steuerungssystem, um zeitnah und umfassend Informationen über die Entwicklung ausgewählter Indikatoren zu erhalten. Wichtige finanzielle Steuerungsgrößen sind für uns:

Umsatzerlöse

Jahresergebnis

Beim Vergleich der tatsächlichen mit der prognostizierten Entwicklung ist ersichtlich, dass der Umsatz als auch das Jahresergebnis im Vergleich zum Plan nicht erreicht werden konnten.

3. Ertragslage

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 beträgt EUR 4.498.062

Der Umsatz des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr lag mit MEUR 50,1 um MEUR 3,1 unter dem des Vorjahres. Der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 175 verringert. Die Materialaufwendungen als wesentliche Aufwandsposition des Unternehmens sind um 17 % gesunken. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 2% gesunken.

4. Finanzlage

Die Finanzlage ist durch eine Eigenkapitalquote von 66,5% (gegenüber 57,2% im Vorjahr) gekennzeichnet. Die Eigenkapitaldecke des Unternehmens ist damit für die Zukunft ausreichend.

Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen in Euro und in USD.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten unter anderem Rückstellungen für Tantiemen und Kundenboni.

Ziel des Finanzmanagements ist es, die Liquidität der Gesellschaft sicherzustellen. Sie ist für die Zukunft ausreichend, um allen finanziellen Verpflichtungen termingerecht nachzukommen. Tilgungen der bestehenden Darlehen wurden planmäßig vorgenommen.

5. Vermögenslage

Zur Vermögenslage des Unternehmens lässt sich feststellen, dass sich sowohl die Vorräte als auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr verringert haben.

Wie in den Vorjahren wurden Ersatzinvestitionen insbesondere im Bereich der Werkzeuge getätigt. Die Abschreibungen bewegten sich im üblichen Rahmen.

6. Personal

Durchschnittlich waren insgesamt 141 Mitarbeiter beschäftigt, davon 69 in der Produktion und 72 Angestellte in der Verwaltung und im Vertrieb. Das Unternehmen zeichnet sich durch eine sehr geringe Fluktuation in der Produktion und eine geringfügig höhere Fluktuation in der Verwaltung aus.

Es werden sowohl im gewerblichen als auch im Angestelltenbereich laufend Maßnahmen zur Weiterbildung der Mitarbeiter durchgeführt. In der Produktion wurden in nicht unerheblichem Umfang auch Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen beschäftigt, um die Saisonalität abzufangen. Die Personalkosten enthalten kaum mehr tarifliche, dafür umso mehr einzelvertragliche oder auch freiwillige Bestandteile. Wir planen mit einer leichten zukünftigen Erhöhung des Personalbestandes.

Geschäftsführer waren zum Geschäftsjahresende die Herren Jan D. Unger, Weston, CT, USA und Karl Alexander Schmid, Düsseldorf, Deutschland sowie Peter Michael Lupoli III, Milford, USA.

Herr Jan D. Unger ist alleinvertretungsberechtigt und gemäß Handelsregister von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Herr Karl Alexander Schmid sowie Herr Peter Michael Lupoli III sind vertretungsberechtigt gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen.

7. Chancen-/Risikobericht

In den nächsten Jahren geht es immer mehr um das richtige Gleichgewicht um vor allem das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Verkaufskanälen zu treffen. Hierfür sind weitere Investitionen in neue Systeme bereits in der Umsetzungsphase oder geplant, um die Prozesse von Unger zu digitalisieren und transparenter zu machen. Des Weiteren ist der enge Kontakt mit und ein besseres Verständnis für unsere Endanwender ein zentraler Punkt in unserer Strategie, um innovative und sichere Werkzeuge und Produkte zu entwickeln.

Die Einhaltung aller Europäischen Umweltrichtlinien und der bewusste Umgang mit unseren Ressourcen ist fester Bestandteil der Unternehmensstrategie. Dies wird nicht nur von vielen unserer Kunden und Partner gefordert, sondern soll verstärkt auch in unserer eigenen Tätigkeit und Handeln mit eingebunden werden. Hierzu wurden in 2023 bereits die ersten umweltfreundlicheren Produkte eingeführt, dessen Fortführung eine große Gelegenheit für die Marke und das Unternehmen Unger darstellt.

Zudem bereitet sich Unger Germany GmbH auf die Anforderungen der Europäischen CSRD Richtlinie vor. Auch wenn es noch etwas dauert, bis Unger Germany GmbH selber berichten muss, so werden doch immer mehr konkrete Daten von Kunden angefragt, die schon sehr viel früher entsprechende Berichte abgeben müssen.

Derzeit bestehen keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken.

Als wesentliche Risiken für die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens werden insbesondere die nachfolgenden Risiken angesehen:

Personalbeschaffung:

Die deutsche Wirtschaft sieht sich weiterhin einem akuten Mitarbeiter- und Nachwuchsmangel ausgesetzt. Es werden verschiedene Maßnahmen ergriffen (z.B. Vermittlungsprämien für Mitarbeiter, Werben an Ausbildungsstätten, Mitarbeiterveranstaltungen, Dienstfahrräder), um auch in der Zukunft fähiges Personal rekrutieren zu können.

Basierend auf der aktuellen Unternehmenskultur wurde diese genauer definiert, kommuniziert und auch in das Leistungsbewertungssystem des Unternehmens aufgenommen. Auch wurde ein Employer Branding auf der Webpage des Unternehmens etabliert. Ziel ist es, die offene und leistungsorientierte Kultur des Unternehmens weiter zu stärken, die bereits hohe Mitarbeiter-Motivation weiterzuentwickeln und somit Mitarbeiter längerfristig zu binden und zu motivieren. Zudem soll es uns helfen, neue qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Des weiteren werden Ausgleichzahlungen im Rahmen der hohen Inflation begrenzt angeboten, sowie Weiterbildungsmaßnahmen , z.B. fachliche Weiterbildungen, Sprachtraining usw.

Forderungsausfallrisiken:

Generelles Ziel des bei der Unger Germany GmbH angewendeten Risikomanagements ist die Minimierung von negativen finanziellen Auswirkungen bei sämtlichen betrieblichen gegenwärtigen sowie zukünftigen Aktivitäten. Methoden hierzu sind zum Beispiel generelle Vorauskasse bei Neukunden.

Liquiditätsrisiken:

Die Unger Germany GmbH finanziert sich im Wesentlichen durch Eigenmittel sowie durch kurz- und mittelfristige Finanzmittel. Die Linien sind ausreichend bemessen.

Mit Liquiditätsengpässen oder Forderungsausfällen im größeren Umfang sehen wir uns nicht konfrontiert.

Produktionsrisiken

Im technischen Bereich werden laufend Instandhaltungsaufwendungen zur Sicherstellung der Produktionskapazitäten getätigt.

8. Prognosebericht

Wir erwarten im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zu 2023 eine Steigerung des Umsatzes und des Jahresergebnisses im einstelligen Prozentbereich.

 

Solingen, den 15. September 2024

Peter Michael Lupoli III, Geschäftsführer

Jan Unger, Geschäftsführer

Karl Alexander Schmid, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 450.283,55 305.666,71
II. Sachanlagen 6.665.021,42 6.763.051,17
III. Finanzanlagen 73.648,27 73.648,27
7.188.953,24 7.142.366,15
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 6.689.660,30 8.043.639,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.156.977,56 5.620.332,35
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.623.894,13 1.100.425,70
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.373.751,48 870.532,34
18.220.389,34 14.534.503.94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 89.229,07 112.029,03
25.498.571,65 21.788.899,12

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.677,51 30.677,51
II. Kapitalrücklage 1.022.583,76 1.022.583,76
III. Gewinnvortrag 11.411.148,69 6.737.809,65
IV. Jahresüberschuss 4.498.062,17 4.673.339,04
16.962.472,13 12.464.409,96
B. Rückstellungen 3.502.685,17 4.720.267,72
C. Verbindlichkeiten 5.033.414,35 4.604.221,44
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 33.410,84 126.088,17
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.481.554,09 2.504.010,40
25.498.571,65 21.788.899,12

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 28.960.913,19 27.899.952,98
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.343.537,48 8.502.901,43
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.511.546,64 9.855.084,12 1.520.115,48
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 691.810,10 635.265,87
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.721.640,72 10.772.625,38
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 395.920,00
davon aus verbundenen Unternehmen ( 0,00 ) ( 395.920,00 )
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.739,10 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.966,71 4.794,51
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.133.754,03 2.091.351,02
9. Ergebnis nach Steuern 4.553.396,61 4.768.819,29
10. Sonstige Steuern 55.334,44 95.480,25
11. Jahresüberschuss 4.498.062,17 4.673.339,04

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Hinweise

Die Unger Germany GmbH mit Sitz in Solingen ist unter der Registernummer HRB 15986 beim Amtsgericht Wuppertal eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft macht von der Anwendung des in Artikel 92 Abs. 2 E-HGB genannten Wahlrechts zur vorzeitigen Anwendung der neuen Schwellenwerte des § 267 HGB Gebrauch, sodass die Gesellschaft die Merkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschafft erfüllt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 - 10 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über EUR 250,00 und bis EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr abgeschrieben. Sachanlagevermögen mit einem Anschaffungswert unter EUR 250,00 wird direkt aufwandswirksam erfasst.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

2. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderung gegen Gesellschafter, die Unger Enterprise, USA, beträgt TEUR 608.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt DM 60.000 (Euro 30.677,51). Es ist noch nicht auf Euro umgestellt worden.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:

Werte in TEUR 31.12.2023 Vorjahr
Mitarbeiterboni/Tantieme 951 1.536
Kundenboni 776 1.391
Gewährleistung 292 373
Grunderwerbssteuer 292 300
Personalrückstellungen 282 417
Jubiläen 263 282
Sonstige 209 176
3.066 4.475

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit sämtlicher Verbindlichkeiten beträgt, mit Ausnahme des Darlehens zur Finanzierung des im Jahr 2014 erworbenen Grundstücks, wie im Vorjahr weniger als ein Jahr.

Die Laufzeit der Verbindlichkeiten lassen sich der folgenden Tabelle entnehmen:

Werte in TEUR Gesamt < 1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahren
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 33 21 12 0
(Vorjahr) (126) (93) (33) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.132 1.132 0 0
(Vorjahr) (1.740) (1.740) (0) (0)
Verbindlichkeiten ggü. Verbundenen Unternehmen 3.482 3.482 0 0
(Vorjahr) (2.504) (2.504) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 386 386 0 0
(Vorjahr) (234) (234) (0) (0)
Verbindlichkeiten 5.033 5.021 12 0
(Vorjahr) (4.604) (4.571) (33) (0)

Seit dem 3. Mai 2012 ist eine Grundschuld von TEUR 4.600 auf das Grundstück am Piepersberg zugunsten der finanzierenden Bank eingetragen.

Die Verbindlichkeit gegenüber Gesellschafter beträgt TEUR 2.848 (Vorjahr: TEUR 181).

In den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern sowie Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 217 (Vorjahr: TEUR 129).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen folgende Sachverhalte:

Werte in TEUR 2024 2025 2026
aus Rahmenverträgen mit Warenlieferanten 5.310 15 0
aus Leasingverträgen 234 174 122
aus Dienstleistungsverträgen 281 287 287
5.824 476 410

Die Verpflichtungen ergeben sich aus einer größeren Anzahl unterschiedlicher Verträge. Es bestehen diverse KFZ/IT Leasingvereinbarungen. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich über die Gesamtlaufzeit der Verträge auf insgesamt TEUR 6.710 (Vorjahr: TEUR 8.450). Des Weiteren besteht eine monatlich variable Verpflichtung für einen Dienstleistungsvertrag der Unger Enterprises.

3. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Werte in TEUR Umsatzerlöse
DE 19.229
EU 22.782
übriges Europa 4.197
übrige Welt 3.917
50.125

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Geschäftsjahr 2023 periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 187). Diese resultieren im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen aus der Auflösung aus Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 659) enthalten.

Währungsumrechnung

Im Berichtsjahr belaufen sich Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Folge der Anwendung des § 256 a HGB auf TEUR 2 sowie entsprechende Erträge auf TEUR 153. Kursdifferenzaufwand im Materialaufwand belaufen sich auf TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 882).

Personalaufwendungen

Die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 49).

Ertragsteuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen TEUR 2.134 (Vorjahr: TEUR 2.091).

4. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023:

 

Herr Jan D. Unger, Kaufmann, Weston (CT), USA,

 

Herr Stefan Liedtke, Hilden, Deutschland (bis 31. August 2023)

 

Herr Karl Alexander Schmid, Düsseldorf, Deutschland (ab 27.Dezember 2023)

 

Herr Peter Michael Lupoli III, Milford (CT), USA (ab 27.Dezember 2023)

Herr Jan D. Unger ist alleinvertretungsberechtigt und gemäß Handelsregister von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Herr Karl Alexander Schmid sowie Herr Peter Michael Lupoli III sind vertretungsberechtigt gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen.

Auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:

Gewerbliche Arbeitnehmer 69
Angestellte 72
Gesamt 141

Angaben zum Anteilsbesitz

Währung Beteiligung Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
in % in TEUR in TLW in TLW
Unger UK Ltd, Willenhall, Großbritannien GBP ** 100 37 1.130 ** 410 **
Unger France S.A.R.L., Paris, Frankreich EUR 100 37 107 * -6 *

* Tausend Landeswährung, ungeprüfte Abschlüsse
** Der Wechselkurs zum 31. Dezember 2023 betrug 0,86905

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft macht von der Anwendung des in Artikel 92 Abs. 2 E-HGB genannten Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung Gebrauch, sodass nach § 293 Abs. 1 HGB auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses verzichtet wird.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde als 100%-ige Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss der Unger Enterprise LLC, Bridgeport (USA), einbezogen (kleinster und größter Konzernkreis). Der Konzernabschluss ist im Sitz des Mutterunternehmens erhältlich.

Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüferhonorar beträgt TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 35).

Gewinnverwendungsvorschlag

Entwicklung des Bilanzgewinns (EUR)

2023 2022
Bilanzgewinn zu Beginn des Geschäftsjahres 11.411.149 12.337.810
Gewinnausschüttungen ./.0 ./.5.600.000
Jahresüberschuss 4.498.062 4.673.339
Bilanzgewinn 15.909.211 11.411.149

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

 

Solingen, den 15. September 2024

Peter Michael Lupoli III, Geschäftsführer

Jan Unger, Geschäftsführer

Karl Alexander Schmid, Geschäftsführer

Bilanzposten Entwicklung der Anschaffungswerte
Anfangsbestand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Endstand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.137.121,98 140.621,62 0,00 1.277.743,60
2. Geleistete Anzahlungen 29.896,30 146.257,70 0,00 176.154,00
1.167.018,28 286.879,32 0,00 1.453.897,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich de Bauten auf fremden Grundstücken r 6.195.966,11 0,00 0,00 6.195.966,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.420.514,48 28.160,00 1.448.674,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.428.639,83 420.663,19 20.460,00 4.828.843,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 37.267,27 22.401,78 0,00 59.669,05
12.082.387,69 471.224,97 20.460,00 12.533.152,66
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 73.648,27 0,00 0,00 73.648,27
73.648,27 0,00 0,00 73.648,27
13.323.054,24 758.104,29 20.460,00 14.060.698,53
Bilanzposten Entwicklung der Abschreibungen
Anfangsbestand 01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Endstand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 861.351,57 142.262,48 0,00 1.003.614,05
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
861.351,57 142.262,48 0,00 1.003.614,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich de Bauten auf fremden Grundstücken 1.185.012,54 126.334,86 0,00 1.311.347,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.062.413,21 87.729,27 0,00 1.150.142,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.071.910,77 335.483,49 752,90 3.406.641,36
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.319.336,52 549.547,62 752,90 5.868.131,24
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
6.180.688,09 691.810,10 752,90 6.871.745,29
Bilanzposten Restbuchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 274.129,55 275.770,41
2. Geleistete Anzahlungen 176.154,00 29.896,30
450.283,55 305.666,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich de Bauten auf fremden Grundstücken 4.884.618,71 5.010.953,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 298.532,00 358.101,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.422.201,66 1.356.729,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 59.669,05 37.267,27
6.665.021,42 6.763.051,17
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 73.648,27 73.648,27
73.648,27 73.648,27
7.188.953,24 7.142.366,15

Bestätigungsvermerk des UNABHÄNGIGEN Abschlussprüfers

An die Unger Germany GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Unger Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Unger Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

 

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

 

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

 

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

 

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

 

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

 

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

 

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

 

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

 

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Düsseldorf, den 30. September 2024

Nexia GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Grote, Wirtschaftsprüfer

Weyers, Wirtschaftsprüfer

Feststellungs- und Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung vom 30.09.2024 hat beschlossen, den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und den Jahresüberschuss in Höhe von 4.498.062 € vorzutragen.

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