Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 32103
Vorher
Blitz 22-892 GmbH
Eingetragen
16.9.2022
Branche
Erzeugung und erste Bearbeitung von KupferHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Blankstahl
Gegenstand
Die Herstellung und Vermarktung von Stangen, Stäben und Profilen aus Kupfer.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Gerding
seit 3.7.2023
Prokura
Frank Beiderwellen
seit 3.7.2023
Prokura
Christian Böhme
seit 13.4.2023
Prokura
Helge Trautmann
seit 13.4.2023
Prokura
Gernot Wurzler
seit 13.4.2023
Prokura
Prokura
Marco Calamia
seit 13.4.2023
Prokura
Thorsten Wolff
seit 13.4.2023
Prokura
Claudio Pinassi
seit 28.11.2022
Geschäftsführer
Kakha Avaliani
seit 28.11.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
KME Mansfeld GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
KME Mansfeld GmbH
Germany
25.001 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KM Copper Bars GmbH

Hettstedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss der KM Copper Bars GmbH, Hettstedt, (Gesellschaft oder KMCB) wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Hettstedt, Lichtlöcherberg 40, und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Stendal unter HRB 32103 eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Erweiterung des Gliederungsschemas der Gewinn- und Verlustrechnung dient der klaren Darstellung der Auswirkungen des zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 begründeten Organschaftsverhältnisses mit der Gesellschafterin der KME Mansfeld GmbH, Hettstedt.

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschafterin KME Mansfeld GmbH ihren Geschäftsbetrieb der Produktion von Kupferstangen (Copper Bars) per Sacheinlage gegen Gewährung eines neuen Gesellschaftsanteils im Nennwert von EUR 1,00 in die Gesellschaft eingebracht. Das über diesen Betrag hinausgehende eingebrachte Nettovermögen wurde als Erhöhung der Kapitalrücklage erfasst (TEUR 12). Das übernommene Anlagevermögen wurde zu den bisher bei der KME Mansfeld GmbH erfassten Buchwerten übertragen, diese entsprechen schätzungsgemäß dem Zeitwert. Die Erfassung im Anlagenspiegel erfolgte zur Klarheit der Darstellung zu Bruttobuchwerten aus historischen Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen entsprechend der Buchführung der Gesellschafterin. Übertragene Vorräte wurden ebenfalls zu den Anschaffungs-/Herstellungskosten der Gesellschafterin verbucht. Das im Stangenbereich tätige Personal ging durch Betriebsübergang nach § 613a BGB auf die Gesellschaft über. Die hiermit verbundene Erfassung der personalbezogenen Verpflichtungen in den Rückstellungen erfolgte zum Wertansatz entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften nach § 253 Abs. 1 und 2 HGB.

Vergleichbarkeit Vorjahresangaben

Wegen der Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit nach Einbringung des Stangengeschäfts durch die Gesellschafterin im Geschäftsjahr sind die Beträge im Berichtsjahr nicht mit den Vorjahreswerten vergleichbar.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten (im steuerrechtlich erforderlichen Mindestumfang), vermindert um Anschaffungskostenminderungen und Abschreibungen.

Die Abschreibungen erfolgen linear auf der Grundlage der pro-rata-temporis-Regel.

Die Nutzungsdauern betragen für:

Gebäude bis zu 40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 20 Jahre.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten zuzüglich angemessener Teile der Gemeinkosten bewertet. Die Unfertigen und Fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den Einzelkosten angemessene Teile der Gemeinkosten entsprechend der steuerrechtlich zulässigen Herstellungskostenuntergrenze einbezogen werden. Dabei erfolgt eine getrennte Betrachtung für den Metall- und den Bearbeitungswert. Für die Metallbewertung wird grundsätzlich das LIFO-Verbrauchsfolgeverfahren angewendet.

Die im Bestand befindlichen Mengen an Metallen werden durch wertgleiche Absatzpreise zu gesicherten Anschaffungskosten bewertet. Insoweit findet eine Modifikation bzw. Abwandlung des klassischen LIFO-Verbrauchsfolgeverfahrens statt. Hierdurch erfolgt eine der Sicherungsstrategie des Unternehmens entsprechende Abbildung der Metallbestände.

Die sonstigen Metalle werden einzeln bewertet.

Bei der Beachtung des Niederstwertprinzips bilden neben den Anschaffungskosten die Marktpreise zum Bilanzstichtag jedes einzelnen Metalls die Bewertungsobergrenze. In diesem Sinne werden die aktuellen Marktpreise für Metalle an der London Metal Exchange (LME) als Marktpreise herangezogen.

Die Bewertung der übrigen Hilfs- und Betriebsstoffe (mit Ausnahme der Metalle) erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips im Fall sinkender Anschaffungspreise/fehlender Verwertbarkeit.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung abgesetzt, die dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung trägt. Für risikobehaftete Forderungen werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt.

Das Eigenkapital umfasst im Wesentlichen das Gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage. Der Ausweis der Kapitalrücklage ist durch die Einbringung des Geschäftsfeldes Stangen der alleinigen Gesellschafterin, der KME Mansfeld GmbH begründet.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sowie unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, die innerhalb der nächsten drei Monate nach dem Bilanzstichtag nachgeholt werden. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Erhaltenen Anzahlungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet, sofern die Restlaufzeit ein Jahr nicht überschreitet. Fremdwährungsanzahlungen mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten werden zu dem Erfüllungsbetrag passiviert. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet, sofern die Restlaufzeit ein Jahr nicht überschreitet. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, bei denen sich ausgleichende Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, wird die Einfrierungsmethode angewandt.

Im Rahmen der von der Gesellschaft vorgenommenen Geschäfte bestehen grundsätzlich Risiken aus Metallpreisentwicklungen (insbesondere Kupfer). Diesem Risiko wird durch die Gesellschaft mittels Metallpreisfixierungen sämtlicher bestehender Mengen (Ein- und Verkaufsmengen) entgegengewirkt. Die Basis dafür bildet die tägliche Kompensation von physischen Einkaufs- und Verkaufsgeschäften als Natural Hedging. Hiervon abweichende Mengen der täglichen Geschäfte werden unter Einschaltung von Brokern innerhalb der KME-Gruppe als derivative Warentermingeschäfte (Sicherungsgeschäfte) preislich abgesichert. Der Grundsatz besteht in der Kurzfristigkeit dieser Geschäfte, die im Wesentlichen die täglichen Schwankungen ausgleichen sollen. Die Gesellschaft verfügt über keine Bestände an Sicherungsgeschäften, die spekulativen Charakter tragen. Für die Grund- und Sicherungsgeschäfte zur Metallpreisabsicherung werden Bewertungseinheiten gebildet. Die Verwaltung und Abwicklung der vorgenommenen Absicherungen und unmittelbaren Beziehungen zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft werden über eine EDV-gestützte Vertragsbestandsführung für Grund- und Sicherungsgeschäfte erfasst.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen und Umbuchungen des Geschäftsjahres im Bruttoanlagenspiegel dargestellt.

Vorräte

Der vorhandene Metallbestand wird zu tatsächlichen historischen Anschaffungskosten bewertet. Aufgrund der Sicherungsbeziehungen der Gesellschaft werden die historischen Anschaffungskosten zu entsprechenden wertgleichen Absatzpreisen bewertet. Insoweit bestehen keine stillen Reserven.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 110 sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft aus dem mit Wirkung zum 1. April 2023 abgeschlossenen Ordinary Multicurrency Account Agreement mit der KME SRL, Florenz, Italien insgesamt einen Anspruch von TEUR 9.994 aus. Die Verzinsung des Anspruches erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Darüber hinaus bestehen gegen eine Schwesterngesellschaft innerhalb der KME-Gruppe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu marktüblichen Preisen von TEUR 11.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten:

31.12.2023
TEUR
Forderungen gegen Factoringgesellschaft 810
Forderungen gegen Finanzamt 14
Übrige 37
861

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Wartungsgebühren in Höhe von TEUR 18.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 25. Im Zuge des Einbringungsvertrages mit der alleinigen Gesellschafterin, der KME Mansfeld GmbH, Hettstedt vom 1. März 2023 erfolgte eine Erhöhung um EUR 1.

Kapitalrücklage

Im Zuge der Umsetzung des Einbringungsvertrages mit der KME Mansfeld GmbH, Hettstedt erfolgte die Sacheinbringung der Vermögensgegenstände und Schulden von TEUR 11.984.

Verlustvortrag

Der Verlustvortrag der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 1.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen aus dem Personalbereich (TEUR 536), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 155), Rückstellungen für Ein- und Verkauf (TEUR 94), Rückstellungen für Reparaturen und Instandhaltung (TEUR 35) sowie übrige Rückstellungen (TEUR 56).

Angaben zu Altersteilzeitrückstellungen

Die Bewertung der Altersteilzeitrückstellungen basiert auf der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode. Den Berechnungen liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:

31.12.2023 31.12.2022
in % in %
verwendeter Rechnungszins 0,99 0,43
Anwartschaftstrend Mitarbeiter 2,5 % (jährlich) 2,5 % (jährlich)

Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich aus der Bewertung der Altersteilzeitrückstellung eine Erhöhung der bilanziellen Rückstellung. Der Ausweis der Erhöhung erfolgte unter dem Personalaufwand und bezogen auf den Zinsanteil (TEUR 1) im Finanzergebnis. Der sich laut Gutachten zum Bilanzstichtag ergebende Rückstellungswert in Höhe von TEUR 194 wurde passiviert, da die Gesellschaft von einer 100%igen Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ausgeht. Das zum Stichtag zur Absicherung bestehende Deckungsvermögen mit Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 116 ist mit der Altersteilzeitrückstellung saldiert ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

31. Dezember 2023 Restlaufzeit
bis 1 Jahr größer 1 Jahr Gesamt
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5 0 5
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.481 0 1.481
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.655 0 2.655
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.877 0 13.877
Sonstige Verbindlichkeiten 542 0 542
18.560 0 18.560

Die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr in die Finanzierung der Gesellschafterin der KME Mansfeld, der KME SE, Osnabrück, einbezogen worden. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 wurde der Kreditrahmen in Höhe von TEUR 1.906 in Anspruch genommen. Davon sind TEUR 1.906 aus Letter of Credit-Finanzierungen unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Als Sicherheit wurde durch die Gesellschaft das Vorratsvermögen, im Wesentlichen auf dem Firmengelände in Hettstedt lagernd, übertragen. Weiterhin dienen auf dem Firmengelände befindliche Maschinen und Anlagen als Sicherheit.

Die erhaltenen Anzahlungen beinhalten im Wesentlichen erhaltene Kundenanzahlungen von TEUR 1.580, die mit Mehrwertsteuer-Verrechnungen auf Kundenanzahlungen TEUR 99 verrechnet werden.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten an die Gesellschafterin sowie an Schwestergesellschaften innerhalb der KME-Gruppe aus Lieferungen und Leistungen zu marktüblichen Preisen von TEUR 10.346. Die anderen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 3.531 betreffen sonstige Verbindlichkeiten aus dem mit Wirkung zum 1. April 2023 abgeschlossenen Vereinbarungen über Verrechnungskonten mit der KME Mansfeld GmbH. Die Verzinsung erfolgte zu marktüblichen Konditionen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten:

31.12.2023
TEUR
Verbindlichkeiten an Factor 441
Kreditorische Debitoren 50
Verbindlichkeiten aus Steuern 48
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 1
Übrige 2
542

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2023
TEUR %
Stangen/Profile 77.069 83,7
Metallhandel 15.805 17,1
übrige 2 0,0
Erlösberichtigungen (702) (0,8)
92.174 100,0

Sie verteilen sich auf folgende Absatzmärkte:

2023
%
Inland 62,1
Europäische Union (ohne Inland) 28,7
Übriges Ausland 9,2
100,0

Die Gesellschaft konzentrierte sich im Geschäftsjahr ausschließlich auf die Herstellung von Stangen und Profilen aus Kupfer und Kupferlegierungen.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 308 sowie Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung von TEUR 147 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus Konzernumlagen von TEUR 3.820, Aufwendungen aus Instandhaltungen von TEUR 1.932, Aufwendungen für Ausgangsfrachten von TEUR 961, Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung von TEUR 182, Aufwendungen für Beratungsleistungen von TEUR 92, Aufwendungen für Versicherungen von TEUR 84, Aufwendungen für Kreditbeschaffung in Höhe von TEUR 82, Aufwendungen für Provisionen von TEUR 74 und Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen von TEUR 4 enthalten.

Der Posten der GuV - Sonstige Steuern - ist aufgrund einheitlicher Regelungen im KME-Konzern als Bestandteil des Postens - sonstige betriebliche Aufwendungen - mit TEUR 1 ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

a.) Factoring von Kundenforderungen

Die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr in die Finanzierung der Gesellschafterin der KME Mansfeld, der KME SE, Osnabrück, einbezogen worden. Infolgedessen ist ein Factoringvertrag mit Wirkung zum 30. März 2023 abgeschlossen worden. Zum Stichtag sind TEUR 4.136 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgetreten. Die Gesellschaft erwartet aus dem Factoring keine wesentlichen Risiken. Zweck und Vorteile dieses Factoringvertrages liegen neben der direkten Verfügbarkeit liquider Mittel in der Übertragung von Ausfallrisiken an die Factoringgesellschaft.

Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB und die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB stellen sich wie folgt dar:

a) Haftungsverhältnisse

Deckungsvermögen

Zum 31. Dezember 2023 besteht ein Deckungsvermögen für Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von TEUR 116. Die Gesellschaft ist in den bestehenden Sicherungsvertrag der Gesellschafterin, der KME Mansfeld GmbH, integriert.

b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Bestellobligo

Das Bestellobligo am 31. Dezember 2023 für ausstehende Investitionen im Anlagevermögen belief sich auf TEUR 166 und für ausstehende Rohstoffkäufe auf TEUR 3.

c) Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten

Art/Kategorie Nominalbetrag Beizulegender Zeitwert Buchwert (sofern vorhanden) in Bilanzposten (sofern in Bilanz erfasst)
TEUR TEUR TEUR
Warentermingeschäfte
Metall
Einkauf 2.569 2.562
Verkauf 4.053 4.023

Bei den Warentermingeschäften handelt es sich um Terminkontrakte an der LME im Rahmen von Metallpreissicherungsgeschäften. Ziel ist die Sicherung der zum Bilanzstichtag vorhandenen Kupfermenge vor zukünftigen volatilen Kupferpreisentwicklungen. Da es sich bei den zugrundeliegenden Geschäften um geschlossene Positionen handelt, ergab sich keine bilanzielle Berücksichtigung. Die gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme werden sich voraussichtlich im nachfolgenden Geschäftsjahr 2024 ausgleichen. Die Zeitwerte ermitteln sich als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen Handelspreise an der LME am Bilanzstichtag.

d) Bewertungseinheiten

Bewertungseinheiten wurden für den zukünftigen Absatz und die Beschaffung von Kupfer und sonstigen Metallen gebildet.

• Metallpreisrisiko/Portfolio Hedge

Für den zukünftigen Absatz von Metall wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 2.569 und für die zukünftige Beschaffung ein Betrag in Höhe von TEUR 4.053 in die Bewertungseinheit einbezogen. Insgesamt wurde ein Metallpreisrisiko für 190 t mittels Warentermingeschäften an der London Metal Exchange (LME) abgesichert.

Aufgrund der systemseitigen Verwaltung der jeweiligen physischen Bezugs- und Absatzgeschäfte (Grundgeschäfte) wurden für deren planbaren Umfang und deren zeitlichen Anfall Bewertungseinheiten gebildet.

e) sonstige Haftungsverhältnisse für eigenen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten innerhalb der KME-Gruppe

Die KM Copper Bars finanziert sich zum Bilanzstichtag zum einen aus einer der KME-Gruppe zur Verfügung stehenden Working-Capital-Kreditlinie von Mio. EUR 460 (Vorjahr: Mio. EUR 330). Die Working-Capital-Kreditlinie wird durch ein internationales Bankenkonsortium zur Verfügung gestellt. Der Konsortialführer ist die Deutsche Bank AG. Die Kreditlinie hat eine Laufzeit bis November 2025. Die KME SE, die KM Copper Bars und einige weitere Konzerngesellschaften sind Vertragspartner des Kreditvertrags. Im Rahmen dieser Finanzierung haften die beteiligten Gesellschaften gesamtschuldnerisch.

Aufgrund der einheitlichen Konzernfinanzierungsstrategie in der KME-Gruppe und der finanziellen Ausstattung der Gesellschaften wird mit einer Inanspruchnahme der gewährten Garantien und der übrigen Haftungsverhältnisse nicht gerechnet.

Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr 2023 wurden gemäß § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 120 Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) beschäftigt.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (einschließlich der Auszubildenden) gliedert sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt auf:

2023
Gewerbliche Arbeitnehmer 99
Angestellte 21
120
Auszubildende 0
120

Organe der Gesellschaft

a) Mitglieder der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Claudio Pinassi, Rosignano Marittimo (LI), Italien, Geschäftsführer, CEO

Herr Kakha Avaliani, 3PA London, Großbritannien, Geschäftsführer, CCO.

Die Geschäftsführung hat im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

b) Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Gesellschaft verfügt über keinen Aufsichtsrat.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss der KME SE, Osnabrück, einbezogen. Im Konzernanhang der KME SE erfolgt die Angabe zum Honorar des Abschlussprüfers. Daher nimmt die KM Copper Bars GmbH die Befreiungsmöglichkeit des § 285 Nr. 17 HGB in Anspruch.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der KME SE, Osnabrück, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt.

Die KME SE wird in den Konzernabschluss der KME Group S.p.A., Mailand/Italien, einbezogen, welcher den Anforderungen des § 291 Abs. 2 HGB entspricht und als für die KME SE befreiender Konzernabschluss im Unternehmensregister offengelegt wird.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Quattroduedue S.p.A., Mailand, Italien, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird beim Milan Chamber of Commerce hinterlegt.

Die KM Copper Bars GmbH wird in den IFRS-Konzernabschluss der KME Group S.p.A., Mailand/Italien, einbezogen. Der in Englisch übersetzte IFRS-Konzernabschluss der KME Group S.p.A. wird im deutschen Unternehmensregister veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, über die zu berichten wäre.

Ergebnisabführung/Verwendung des Ergebnisses

Das sich im Geschäftsjahr ergebende Jahresergebnis in Höhe von TEUR -2.106 wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag von der KME Mansfeld GmbH, Hettstedt, ausgeglichen. Der Verlustvortrag in Höhe von TEUR 1 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Hettstedt, den 28. März 2024

Claudio Pinassi, Geschäftsführer CEO

Kakha Avaliani, Geschäftsführer CCO

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Sacheinlage KME Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 0,00 0,00 76.879,82 0,00 0,00 76.879,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 76.879,82 0,00 0,00 76.879,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 0,00 13.062.508,73 0,00 0,00 13.062.508,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 49.941.724,77 0,00 0,00 49.941.724,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 37.722,74 6.191.132,36 0,00 0,00 6.228.855,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 128.224,00 0,00 0,00 0,00 128.224,00
0,00 165.946,74 69.195.365,86 0,00 0,00 69.361.312,60
0,00 165.946,74 69.272.245,68 0,00 0,00 69.438.192,42
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Sacheinlage KME Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 0,00 0,00 76.879,82 0,00 0,00 76.879,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 76.879,82 0,00 0,00 76.879,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 67.157,00 11.338.669,27 0,00 0,00 11.405.826,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.253.914,00 43.883.515,77 0,00 0,00 45.137.429,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 200.396,88 4.912.016,22 0,00 0,00 5.112.413,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 1.521.467,88 60.134.201,26 0,00 0,00 61.655.669,14
0,00 1.521.467,88 60.211.081,08 0,00 0,00 61.732.548,96
Buchwert
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.656.682,46 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.804.295,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.116.442,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 128.224,00 0,00
7.705.643,46 0,00
7.705.643,46 0,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Ziele und Strategien

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

2.3 Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

b) Forschung und Entwicklung

c) Qualitätsmanagement

d) Nachhaltigkeit

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

3.2 Risikobericht

3.3 Chancenbericht

Dank der Geschäftsführung

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Das Kerngeschäft der KM Copper Bars GmbH besteht in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Stangen, Stäben und Profilen aus Kupfer.

Die KM Copper Bars GmbH führt das Stangengeschäft der KME Mansfeld GmbH fort und ist ein fundierter Marktteilnehmer für Stangen, Stäbe und Profile aus Kupfer, welche an ca. 200 Kunden in über 30 Ländern geliefert werden. Wir können auf eine langjährige Erfahrung in der Kupferverarbeitung zurückgreifen.

Wir entwickeln maßgeschneiderte Produktlösungen und Servicekonzepte im Segment der Standardprodukte und nach Kundenwünschen. Dabei verfolgen wir ein nachhaltiges Wachstum und eine nachhaltige Wertsteigerung unseres Unternehmens. Unsere Wettbewerbsstärke ziehen wir aus der Produktentwicklung, dem Marketing und der Technologiekompetenz in den Kernbereichen Schmelzen, Legieren, Gießen, Umformen, Oberflächenbehandlung, Konfektionierung sowie aus unserer Service- und Kundenorientierung.

Als Ausgangsmaterial für unsere Produktpalette setzt die KM Copper Bars GmbH hauptsächlich Kupferkathoden, und Kupferschrotte ein. Die Realisierung des Kundengeschäftes der Gesellschaft erfolgt als Vollgeschäft und zu fast 45 % als Beistellgeschäft, d. h. unsere Kunden bleiben Eigentümer des Metalls und die KM Copper Bars GmbH fungiert als Umarbeiter von Rohmaterial zu Stangen, Stäbe und Profile aus Kupfer.

Die Produktion umfasst, nach der Übernahme des Stangengeschäftes von der Muttergesellschaft KME Mansfeld GmbH, Hettstedt zu Beginn des II. Quartals 2023, den operativen Produktionsbereich Stangen. Der Produktionsbereich wird von zentralen Vertriebsfunktionen unterstützt. Von Seiten der Muttergesellschaft werden Dienstleistungen für Instandhaltung, Versorgung sowie Verwaltungsfunktionen erbracht.

1.2 Ziele und Strategien

Ziel der Integration in den KME-Konzern ist es, die Leistungsfähigkeit der Unternehmen durch die Nutzung von Synergien zu stärken. Die zukünftige Strategie wird darauf ausgerichtet sein, jede der relevanten Werke anhand ihrer spezifischen Produktionsstärken zu differenzieren.

Die weiter fortschreitende Kooperation verschiedener Unternehmen der KME-Gruppe bringt nicht nur für den Standort Hettstedt wesentliche Vorteile, sondern auch für den Markt von Kupferhalbzeugen und damit insbesondere für unsere Kunden. Mit fokussierten Werken in einem starken Produktionsverbund, gebündelter Forschungs- und Entwicklungskompetenz sowie weltweiter Präsenz in allen Märkten ist eine starke Unternehmensgruppe entstanden, die eine führende Rolle im internationalen Wettbewerb spielt.

Im Standort in Hettstedt wird sich künftig auf den Walzbereich für industrielle Anwendungen aus Reinkupferqualitäten konzentriert, jedoch wird die KM Copper Bars GmbH durch ihre Möglichkeiten anspruchsvolle Produkte ausschließlich auf Basis von Kundenspezifikationen herzustellen, einen adäquaten Anteil am Erfolg der KME-Gruppe beitragen können.

Die Marktposition wird zusätzlich durch weitere Automatisierungen und Produktivitätssteigerungen gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit bei Standard-Produkten verbessert. Entwicklungsprojekte im Bereich der Prozessoptimierung und Produktentwicklungen gemeinsam mit Kunden im Bereich Forschung und Entwicklung sind ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg.

Aufgrund des demographischen Wandels bildet die Schaffung eines attraktiven Arbeitsumfelds zur Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern eine wesentliche Voraussetzung für die Zielerreichung.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nachdem Deutschland im Jahr 2022 die unmittelbaren ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie weitgehend überwunden hatte, ist es gemäß dem Jahreswirtschaftsbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) für die deutsche Wirtschaft im Laufe des vergangenen Jahres gelungen, Versorgungsengpässe zu vermeiden und auf rückläufige Energiepreise hinzuwirken. Vor dem Hintergrund mittelbarer Folgen der andauernden russischen Aggression gegen die Ukraine, der gestiegenen (Leit-)Zinsen, relativ schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, eines hohen Krankenstands, aber auch zunehmender struktureller Herausforderungen hat die Wirtschaftsleistung in Deutschland im vergangenen Jahr um 0,3 % abgenommen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2024 weiterhin mit einem unterdurchschnittlichen Wachstum der Weltwirtschaft von jahresdurchschnittlich +3,1 %. Erstmals seit Längerem hält der IWF Aufwärts- und Abwärtsrisiken für gleichverteilt. Eine Erholung wird für das Welthandelsvolumen erwartet, von +0,4 % im Jahr 2023 auf +3,3 % im Jahr 2024. Auch wenn dies weiterhin unterhalb des langfristigen Handelswachstums liegt, dürfte die stark in globale Wertschöpfungsketten eingebundene deutsche Wirtschaft hiervon profitieren.

Für das Gesamtjahr 2024 erwartet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 0,7 %. Das BIP-Wachstum im Euro-Raum dürfte in 2024 1,1 % betragen.

Die Bundesregierung erwartet für das Jahr 2024 einen Zuwachs des preisbereinigten BIP um 0,2 %. Der Anstieg der Verbraucherpreise dürfte sich auf 2,8 % verringern.

In ihrer Jahresprojektion teilt die Bundesregierung mit, dass sich zu Beginn des Jahres 2024 die deutsche Volkswirtschaft weiterhin in einem schwierigen Fahrwasser befindet. Die Stimmung in der Wirtschaft, gemessen am ifo Geschäftsklima, dem Einkaufsmanagerindex der Industrie oder dem GfK Konsumklimaindex, liegt zum Jahreswechsel 2023/24 weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Vor allem die wieder steigenden Reallöhne und die robuste Arbeitsmarktentwicklung dürften eine binnenwirtschaftliche Erholung im Jahresverlauf befördern. Dagegen bleibt die Perspektive für den Außenhandel angesichts vielfältiger geopolitischer Krisen und Spannungen sowie der nachwirkenden, wachstumsdämpfenden Effekte der geldpolitischen Straffungen bei wichtigen Handelspartnern verhalten.

Der Jahreswirtschaftsbericht zeigt Maßnahmen der Bundesregierung in zehn spezifischen Handlungsfeldern auf. Dazu gehört die Stärkung der Investitionstätigkeit; hierfür hat die Bundesregierung unter anderem gezielte steuerliche Anreize für private Investitionen im Rahmen des Wachstumschancengesetzes vorgeschlagen. Zur Unterstützung der Innovationsfähigkeit ist die Stärkung der Forschungszulage vorgesehen. Um technologische Souveränität und wirtschaftliche Resilienz zu unterstützen, fördert die Bundesregierung den Aufbau von Wertschöpfung in Schlüsselbereichen wie Batterien und Halbleitern. Gleichzeitig setzt die Bundesregierung zur Diversifizierung von Handels- und Lieferketten auf breitere Handelsbeziehungen. Für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes stellt die Ausweitung des Angebots erneuerbarer Energien eine zentrale Voraussetzung dar.

Die Preisbildung für Kupfer erfolgt vor allem an der London Metal Exchange (LME), die für die Metallindustrie als weltweite Leitbörse gilt und die u. a. sowohl die physische Abwicklung als auch Kurssicherungsgeschäfte ermöglicht. Der in ihrem Handelsgeschäft gebildete Preis hat Richtfunktion und ist sowohl im Einkauf als auch im Verkauf vertragliche Preisbasis.

Zum Jahresbeginn notierte der Kupferpreis bei 8.400 USD/to. Nach einer Abkehr der chinesischen Führung von ihrer strikten Null-Covid-Strategie stieg der Kupferpreis im Januar auf sein Jahreshoch von 9.550 USD/to an, da mit einer kräftigen Konjunkturerholung gerechnet wurde. Da die erwartete Konjunkturerholung in China jedoch ausblieb und es auch weltweit Konjunktursorgen gab, fiel der Kupferpreis in der Folge bis Oktober auf sein Jahrestief bei 7.850 USD/to. Aufgrund einer steigenden Nachfrage vor allem im wichtigsten Abnehmerland China stieg der Kupferpreis zum Jahresende wieder auf 8.475 USD/to und notierte damit nur etwas höher als zu Jahresbeginn.1

1 LME Copper official prices graph

2.2 Geschäftsverlauf

Der für die Produkte der KM Copper Bars GmbH relevante Absatzmarkt ist im Jahresverlauf der allgemeinen Wirtschaftslage gefolgt. Die avisierten Absatzziele wurden verfehlt und beliefen sich auf eine Absatzmenge (nicht finanzieller Leistungsindikator) von 13 Tausend Tonnen leicht unter den Erwartungen.

Der Anteil der Umarbeitung hat sich bezogen auf den Verkauf von Stangen, Stäben und Profilen auf ca. 45 % stabilisiert. Verkäufe im Metallhandel trugen zu nahezu einem Fünftel zu den Umsatzerlösen bei.

Die vorhandenen Aufträge erfüllen die Produktionskapazitäten nicht vollständig und entsprechende Maßnahmen der Kapazitätsanpassungen sind umgesetzt worden.

Wir erwarten eine temporäre Unterauslastung in durchschnittlicher Höhe von 30 %, gehen aber von einer Erholung der Lieferketten im Jahr 2024 aus. Neben den Verringerungen des Marktvolumens in Summe sehen wir uns auch immer mehr Importen zu nicht darstellbaren kaufmännischen Bedingungen gegenüber.

Im Vorjahr wurde noch im Stangenbereich der KME Mansfeld GmbH mit der Fertigung von Zeichnungsprofilen begonnen. Zeichnungsprofile sind anspruchsvolle Produkte die ausschließlich auf Basis von Kundenspezifikationen hergestellt werden und einen deutlich höheren Added Value erzielen. Für 2024 streben wir 1.500 to dieser Profile im Verkauf an.

Ein weiteres Entwicklungsprojekt wurde 2023 erfolgreich umgesetzt und 2024 weiter ausgebaut, es handelt sich um ein spezielles Hohlprofil, welches seinen Einsatz in der Fusionsenergieerzeugung findet.

Deutschland hat sich mit ca. 62 % Anteil an unseren Umsatzerlösen als der wichtigste und größte Markt etabliert. In der Europäischen Union (ohne Deutschland) und außerhalb Europas betrug der Anteil insgesamt 38 % an den Umsatzerlösen.

2.3 Lage

Vergleichbarkeit Vorjahresangaben

Wegen der erstmaligen Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr entfällt die Angabe von Vorjahreswerten.

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse beliefen sich im Jahr 2023 auf Mio. EUR 92,2. Der Materialaufwand ist mit Mio. EUR 77,1 ausgewiesen. Im Ergebnis wird ein Rohergebnis Mio. EUR 13,1. erzielt (Rohergebnis = Umsatzerlöse + Bestandsveränderung + sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf Mio. EUR 0,5, davon betrugen die Erträge aus Währungsumrechnung Mio. EUR 0,1. Des Weiteren werden in den sonstigen Erträgen, periodenfremde Erträge von Mio. EUR 0,3 ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf Mio. EUR 7,9. Hiervon betrugen die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Mio. EUR 0,2.

Ein wichtiger finanzieller Leistungsindikator für die Steuerung der KM Copper Bars GmbH ist die Wertschöpfung FAB (Added Value based on Scorporo). Diese ergibt sich aus dem Umsatz (fakturierter Umsatz abzüglich Aufwendungen für Skonto und Bonus) abzüglich des internen Metallwertes (LME zuzüglich Prämie):

in Mio. EUR 2023
Wertschöpfung (=FAB) 17,5
Ergebnis vor Steuern (=EBT) -2,1

Das Ergebnis vor Steuern liegt bei einem Verlust von Mio. EUR 2,1. Für diese Entwicklung bezogen auf die Erwartungshaltung sind mehrere Faktoren verantwortlich. Das Absinken des Verkaufsvolumens und des damit verbundenen Umsatzes in Verbindung mit einer innerhalb des Jahres sinkenden Preisentwicklung konnte die fehlenden Erlöse nicht kompensieren. Die Wertschöpfung pro Tonne sank innerhalb des Geschäftsjahres und stieg dann zum Jahresende produktmixbedingt an. Ebenfalls haben Kostenanpassungsmaßnahmen geholfen, die Umsatzverluste teilweise zu kompensieren. Die Personalkosten wurden unter anderem auch im Jahr 2023 durch Tariferhöhung und Sonderzahlungen beeinflusst. Der Personalaufwand belief sich auf Mio. EUR 5,6.

Zusammenfassend konnte das EBT im Jahr 2023 die Erwartungen nicht erfüllen. Die Nettowertschöpfung blieb hinter den Erwartungen um 14 % zurück einhergehend mit gestiegenen Produktionskosten um 58 %. Die entgegenstehende Minderung von Servicekosten um 59 % konnte diese Entwicklung nur teilweise kompensieren.

b) Finanzlage

Die KM Copper Bars GmbH verfügt, einbezogen in die Finanzierung der Muttergesellschaft der KME Mansfeld GmbH, über eine darlehensgebundene Finanzierung der Vorräte (Borrowing Base) sowie eine Factoring-Finanzierung, die einen Übergang des Ausfallrisikos der verkauften Forderungen auf den Factor beinhaltet. Die Finanzierungsverträge beinhalten die für ihre Art üblichen Sicherheiten und Regelungen. Die Inanspruchnahme von Letter of Credit zur Einkaufsfinanzierung im Sinne der Verlängerung von Zahlungszielen beläuft sich volumenbedingt auf Mio. EUR 1,9 zum Bilanzstichtag. Insgesamt konnte die Gesellschaft jederzeit ihrem Finanzbedarf gerecht werden.

Neben dem Bestand an liquiden Mitteln steht der Gesellschaft eine Borrowing Base-Finanzierung auf Gruppenebene zur Verfügung. Die für den KME-Konzern insgesamt bestehenden Kreditlinien von Mio. EUR 460 wurden durch KM Copper Bars GmbH zum Bilanzstichtag in Höhe von Mio. EUR 1,9 in Anspruch genommen. Die Gesellschaft kann auf eine Factoring-Linie auf Gruppenebene in Höhe von Mio. EUR 226,5 zurückgreifen, hiervon wurden zum Bilanzstichtag Mio. EUR 4,1 in Anspruch genommen. Die Mittelabflüsse aus der im vorstehenden Abschnitt beschriebenen Minderung der Verbindlichkeiten aus Einkaufsfinanzierung (Letter of Credit) wurden konzernintern insbesondere an die KME SE weitergegeben und resultieren in kurzfristigen Forderungen. Hieraus bestehende Mittel dienen der laufenden Finanzierung der Gesellschaft.

Die Gesellschafterin, die KME Mansfeld GmbH, hat im Zuge der Übertragung des Geschäftsbetriebs der Stangenproduktion Sachanlagevermögen von Mio. EUR 9,1 eingelegt. Der Umfang der Investitionen im Sachanlagevermögen beläuft sich 2023 auf Mio. EUR 0,2. Die durchgeführten Investitionen betrafen dabei sowohl Ersatzinvestitionen als auch Investitionen zur Erhöhung der Fertigungstiefe und der Produktivitätssteigerung.

Das Unternehmen nutzt die Möglichkeiten zur kurz- und langfristigen Finanzierung im Rahmen des zur Verfügung stehenden Finanzierungs-Portfolios. Ein ständiges Monitoring der Liquiditätsposition auf Konzernebene, in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Gesellschaften, stellt eine ausreichende Liquidität sicher. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Liquidität im gesamten Geschäftsjahr 2023 gesichert war und auch für 2024 aufgrund von weiterhin bestehenden Kreditlinien sowie des konzernweiten Cash-Managements keine Liquiditätsprobleme erwartet werden.

c) Vermögenslage

Die Einbringung des Geschäftsbereichs der Produktion von Stangen führte zu Anlagenzugängen aus diesem Sachverhalt in Höhe von Mio. EUR 9,1. Im Geschäftsjahr verringerte sich das Anlagevermögen bezogen auf das eingelegte Sachanlagevermögen um Mio. EUR 1,3. Den im Geschäftsjahr durchgeführten Investitionen von Mio. EUR 0,2 standen Abschreibungen von insgesamt Mio. EUR 1,5 gegenüber.

Die Gesellschafterin, die KME Mansfeld GmbH, hat im Zuge der Übertragung des Geschäftsbetriebs der Stangenproduktion Vorratsvermögen von Mio. EUR 6,4 eingelegt. Im Geschäftsjahr erhöhte sich das Vorratsvermögen bezogen auf die eingelegten Vorräte um Mio. EUR 5,4. Dies ist begründet mit volumenbedingt deutlich erhöhtem Bestand an Rohstoffen und fertigen Erzeugnissen.

Der Bestand der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beläuft sich auf Mio. EUR 11,0. Während in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, bedingt durch die Nutzung der Factoring-Finanzierung, ein Betrag von Mio. EUR 0,1 ausgewiesen ist, belaufen sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf Mio. EUR 10,0. Hier spiegelt sich im Wesentlichen die fortschreitende Einbindung der Gesellschaft in die Wertschöpfungskette der KME-Gruppe wider. Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen einen Betrag von Mio. EUR 0,9 auf, darunter Forderungen aus Factoring stichtagsbedingt Mio. EUR 0,8.

Die Gesellschafterin, die KME Mansfeld GmbH, hat im Zuge der Übertragung des Geschäftsbetriebs der Stangenproduktion eine Kapitalrücklage von Mio. EUR 12,0 eingelegt. Davon abgesehen blieb das Eigenkapital zum Bilanzstichtag unverändert gegenüber dem Vorjahr. Dies ist begründet durch einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft KME Mansfeld GmbH.

Die Gesellschafterin, die KME Mansfeld GmbH, hat im Zuge der Übertragung des Geschäftsbetriebs der Stangenproduktion personenbezogene Rückstellungen von Mio. EUR 0,5 eingelegt.

Im Geschäftsjahr 2023 beliefen sich die gesamten Verbindlichkeiten auf Mio. EUR 18,6. Die Gesellschafterin, die KME Mansfeld GmbH, hat im Zuge der Übertragung des Geschäftsbetriebs der Stangenproduktion Erhaltene Anzahlungen von Mio. EUR 3,0 eingelegt. Im Geschäftsjahr verminderten sich die Erhaltenen Anzahlungen bezogen auf deren Einlage um Mio. EUR 1,5. Dies ist begründet mit stichtagsbedingt geringerem Volumen an Kundenvorauszahlungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von Mio. EUR 13,9 spiegeln im Wesentlichen die fortschreitende Einbindung der Gesellschaft in die Wertschöpfungskette der KME-Gruppe wieder.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass im Wesentlichen bedingt durch die Einlage der Gesellschafterin in die Kapitalrücklage eine Eigenkapitalquote der KM Copper Bars GmbH von 38,2 % ausgewiesen wird. Das Eigenkapital finanziert sowohl das langfristig gebundene Vermögen als auch Teile des Umlaufvermögens.

2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die organisatorisch und personell weiter fortschreitende Integration des Standortes in Hettstedt in die KME-Gruppe war im Geschäftsjahr 2023 einer der Schwerpunkte im HR-Management. Mit der Übertragung der Stangenproduktion von der KME Mansfeld in die KMCB ging auch der Übergang von 124 Arbeitsverhältnissen davon betroffener Mitarbeiter einher. Zum Jahresende waren bei der KM Copper Bars GmbH 121 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Jede einzelne Mitarbeiterin und jeder einzelne Mitarbeiter der KM Copper Bars GmbH trug mit seinen Ideen und seinem persönlichen Engagement zum Erfolg des Unternehmens bei. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr verfolgte Personalstrategie wurde aus der Unternehmensstrategie der Muttergesellschaft, der KME Mansfeld GmbH, und der KM Copper Bars GmbH abgeleitet. Die sich ständig wandelnden und steigenden Anforderungen des globalisierten Marktes erfordern eine daran ausgerichtete Personalarbeit und Personalstruktur. Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine der wertvollsten Ressourcen für das Unternehmen.

Mit der Schaffung attraktiver Berufsperspektiven unterstreichen wir unsere Zielsetzung, junge Fachkräfte zu binden und der ständigen Abwanderung aus der Region entgegenzutreten. Für Studentinnen und Studenten unterschiedlichster Fachrichtungen bieten wir vielfältige Möglichkeiten, praktische Erfahrungen zu sammeln. Auch für die zukünftige Entwicklung offeriert die Gesellschaft engagierten und motivierten Studenten die Chance eines Traineeprogramms, einer Tätigkeit als Werksstudent oder der Anfertigung praxisbezogener Abschlussarbeiten. Die Gewinnung und Bindung von jungen Fach- und Führungskräften ist ein zentraler Faktor der gegenwärtigen und zukünftigen Personalarbeit am KME-Standort Hettstedt.

Die kontinuierliche und bedarfsgerechte Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein weiterer zentraler Bestandteil unserer Personalpolitik. Schwerpunkte der Weiterbildung waren unter anderem Vertriebs- und Qualitätsschulungen, Spezialisierungslehrgänge für Anwendersoftware, Fremdsprachenausbildungen, die Arbeitssicherheit sowie arbeitsplatz-bezogene Maßnahmen. Durch diese Maßnahmen erlangten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neue Kenntnisse und Fähigkeiten für ihre beruflichen Tätigkeiten und erhöhten somit die personengebundenen Wissensbestandteile.

Bei der KM Copper Bars GmbH ist die Chancengleichheit von Frauen und Männern eine Selbstverständlichkeit. Als Produktionsunternehmen der Kupferhalbzeugindustrie bietet die Gesellschaft allerdings eine Vielzahl von Arbeitsplätzen, die branchenbedingt mit hohen körperlichen Anforderungen und Schichtarbeit verbunden sind. Erwartungsgemäß bewerben sich Frauen aufgrund dieser Voraussetzungen eher selten. Die Bezahlung für Männer und Frauen richtet sich nach dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie und ist bei gleicher Einstufung identisch. Das Equal-Pay-Prinzip ist in unserem Unternehmen gelebte Praxis. Ca. 2 % unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind teilzeitbeschäftigt, davon 1 männlicher Mitarbeiter.

Die Ziele des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in unserem Unternehmen sind ausgerichtet auf das physische Wohlbefinden und ein gutes Arbeitsklima am Arbeitsplatz sowie die Vermeidung von arbeitsbedingten Unfällen und berufsbezogenen Erkrankungen. Um diese Ziele zu erreichen, sind permanente Verbesserungen und stetige Anpassungen in Bezug auf Technik, Organisation und Verhalten erforderlich. Neben dem betrieblichen Gesundheitsmanagement wurden Schwerpunkte auf regelmäßige Sicherheitsbegehungen sowie auf Schichtdialoge zum Arbeitsschutz und zur Arbeitssicherheit gelegt. Hierdurch konnten wir die Belegschaft für diese Themen weiter sensibilisieren und die Anzahl der Arbeitsunfälle auf niedrigem Niveau nahezu halten.

b) Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung sind am KME-Standort Hettstedt wesentliche Elemente, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten bzw. Wettbewerbsvorteile auf Basis der Unternehmensstrategie zu erlangen.

Alle Entwicklungsaktivitäten haben das Ziel, die Produkte und deren Eigenschaften im Sinne unserer Kunden weiterzuentwickeln und unsere Fertigungsprozesse unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Ressourcenschonung und Energieeffizienz zu optimieren.

Die in den Produktionsbereichen angesiedelten Entwicklungsprojekte der KME Mansfeld GmbH, darunter auch betreffend der KM Copper Bars GmbH, befassen sich im Wesentlichen mit anwendungsorientierter Forschung und ingenieurtechnischer Entwicklung und konzentrierten sich vordergründig auf Aspekte zur Leistungssteigerung, zur Prozessoptimierung, als auch auf Schwerpunkte zur Technologieentwicklung. Parallel dazu unterstützt die Entwicklungsabteilung auch in beratender Funktion die technologische Weiterentwicklung der unterschiedlichen Fertigungsprozesse, dem bereichsübergreifenden Know-how Transfer, die gezielte Auswahl von Werkstoffen und die Vorbereitung bzw. die verantwortliche Umsetzung von Investitionsvorhaben. Im Berichtsjahr wurden drei Mitarbeiter im Bereich Technologie/Entwicklung beschäftigt. Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich insgesamt auf TEUR 503.

Entwicklungsschwerpunkte im Geschäftsjahr 2023 waren:

Koordinierung und Projektleitung Forschungsprojekt „H4Cu“

Herstellen von Hohlprofilen über die ASCON-Technologie für die automotive Vorserienentwicklung

Koordinierung und Projektleitung Forschungsprojekt „PurCo“ zur Entwicklung von multifunktionalen Filtern für Metallschmelzen mit TU Freiberg

Förderprojekt zur Dekarbonisierung der Kupferhalbzeugherstellung im Rahmen des Kohleausstiegprogramms.

c) Qualitätsmanagement

Es ist Anspruch der KME Mansfeld GmbH und der KM Copper Bars GmbH, die Fertigungsprozesse kontinuierlich zu verbessern, um sowohl die wachsenden Anforderungen des Marktes erfüllen zu können als auch unsere Kostenposition und die unserer Kunden gegenüber den Wettbewerbern zu festigen. Die Gesellschaft bezieht im Wesentlichen Leistungen im Rahmen ihres Qualitätsmanagements von der KME Mansfeld GmbH. Wesentliches Ziel ist, mit speziell auf die einzelnen Produktionsbereiche zugeschnittenen Produktionslenkungs- und Steuerungssystemen die Durchlaufzeiten zu verkürzen und dadurch eine höhere Qualität unserer Prozesse sowie neue Lösungen zu erreichen. Dies ermöglicht eine Verbesserung der Flexibilität und Liefertreue gegenüber unseren Kunden.

Die Qualität unserer Produkte ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg unseres Unternehmens. Die KM Copper Bars GmbH hat diesbezüglich einen umfassenden Qualitätsansatz entwickelt, nicht nur um die Qualität ihrer Produkte und Prozesse zu sichern, sondern auch kontinuierlich zu steigern.

Unser Qualitätsmanagementsystem umfasst alle Geschäftsprozesse von der Anfrage bis zur Auslieferung des fertigen Produkts sowie die Abläufe in Service- und Verwaltungsbereichen. Besonderen Wert legen wir dabei auf die Messbarkeit und Transparenz der Qualität. Der Verbesserung der Kundenzufriedenheit als vorrangiges Qualitätsziel messen wir dabei eine besondere Bedeutung bei. Alle Produkte werden nach weltweiten Standards sowie Spezifikationen entsprechend detaillierter Kundenanforderung gefertigt und geprüft, da sie höchsten Anforderungen genügen und sich nicht selten in Extrembereichen beweisen müssen.

Im Jahr 2023 fand eine Auditierung durch die Zertifizierungsgesellschaft LRQA statt. Die Neuzertifizierung der KM Copper Bars konnte voll umfänglich erfüllt werden. Das Audit wurde bestanden und die Wirksamkeit des QM-Systems bestätigt. Die Konformitätsbescheinigung nach IATF 16949:2016 gilt bis zum 3. Dezember 2024 und das Zertifikat nach ISO 9001:2015 bis zum 26. November 2026. Im Jahr 2024 wird die Zertifizierung der Gesellschaft nach IATF 16949:2016 erfolgen.

d) Nachhaltigkeit

Die Übernahme von Verantwortung in Hinblick auf Menschen und Umwelt ist eines der Leitprinzipien von KME. Arbeits- und Umweltschutz sind neben Qualität und Kundenorientierung als gleichrangige Werte in der Unternehmenspolitik verankert. Die KME-Gruppe verfügt dafür über ein integriertes Managementsystem, das neben dem Umwelt- und Arbeitsschutz auch das Qualitätsmanagement und den effizienten Einsatz von Materialien und Energie umfasst. Zur kontinuierlichen Verbesserung werden Ziele definiert und deren Erreichung durch Präventionsprogramme vorangetrieben und kontrolliert. Neben den bereits genannten Kennzahlen Strom- und Gasverbrauch wurden im Berichtsjahr weitere eher qualitative Zielsetzungen formuliert. Zusätzlich wurden im Rahmen einer Master-Studienarbeit erste produktgruppenspezifische Carbon Footprints in der KM Copper Bars GmbH ermittelt. Diese zu spezifischen Product Carbon Footprints (PCF) weiterzuentwickeln ist ein Schwerpunkt der zukünftigen Tätigkeiten. Das Management ist verantwortlich für die Verbesserung der Arbeitssicherheit, der Gesundheitsvorsorge, des betrieblichen Umweltschutzes und der energiebezogenen Leistung des Unternehmens und wird dabei von allen Mitarbeitern unterstützt. Die gesetzlichen Bestimmungen und behördlichen Auflagen stellen dabei für uns nur Mindestanforderungen dar.

Bei der Gestaltung von Unternehmensprozessen und beim Betreiben unserer technischen Anlagen sind wir bestrebt, Material- und Energieverbräuche stetig zu verringern und durch eine optimale Ressourcennutzung den Einsatz der besten verfügbaren Produktionstechnologien und die Anwendung innerbetrieblicher Recyclingmaßnahmen die umwelt- und energiebezogene Leistung unserer Geschäftstätigkeit nachhaltig zu verbessern und den Schutz unserer Mitarbeiter sicher zu stellen. Ferner nutzen wir Möglichkeiten, um Abfälle zu vermeiden, zu vermindern oder wiederzuverwerten. Durch die regelmäßige Ermittlung und Bewertung betrieblicher Aspekte und Kennzahlen und die Ableitung spezifischer Ziele tragen wir unserer Verantwortung im Umgang mit Risiken und natürlichen Ressourcen Rechnung und stellen die Überprüfung der Wirksamkeit unserer Maßnahmen sicher. Kurz- und mittelfristig wollen wir durch Einbindung von erneuerbaren Energien unseren unternehmensbezogenen Carbon Footprint senken und die KM Copper Bars GmbH unabhängiger von den Preisschwankungen auf den Energiemärkten machen. Zusätzlich erarbeiten wir im Rahmen eines Transformationskonzeptes Maßnahmen und Projekte, um die klimapolitischen Ziele einer klimaneutralen Produktion entsprechend den Vorgaben der KME-Gruppe zu erreichen. Deren Umsetzung bildet einen weiteren Schwerpunkt der kommenden Geschäftsjahre.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die in diesem Kapitel getroffenen Aussagen basieren auf unserer Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung am globalen Kupfermarkt. Die Grundlage unserer Einschätzung bilden dabei Analysen von Wirtschaftsforschungsinstituten, Branchenverbänden sowie eigene Marktanalysen. Der von uns betrachtete Prognosezeitraum beträgt ein Jahr.

Der allgemeine konjunkturelle Ausblick für das kommende Jahr ist durch ein schwieriges Marktumfeld und relativ instabile Rahmenbedingungen gekennzeichnet. Nachdem die Steigerung des Bruttosozialproduktes im Jahr 2023 in Europa im langfristigen Vergleich mittelmäßig ausfiel, sind die Vorzeichen für das Jahr 2024 nur geringfügig besser. Nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes wird die deutsche Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 nur um etwa 1 % wachsen, im Jahr 2023 war sie real um 0,3 % gesunken. Hauptgründe für die allgemeine Lage sind höhere Zinsen als in den Vorjahren, die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und instabile Lieferketten. Dazu kommen im deutschen Markt sowohl spezifische und hausgemachte Probleme der Industriepolitik als auch innenpolitische Unsicherheiten im Zuge des jüngsten Bundesverfassungsgerichtsurteils zum Bundeshaushalt, die sich dämpfend auf die Investitionsneigung der Unternehmen auswirken.

Die deutsche Baubranche befindet sich aktuell in einer schwierigen Situation mit negativer Tendenz. Ungünstige Finanzierungsbedingungen für Bauprojekte bremsen weiterhin die Baukonjunktur. Das Bauvolumen 2023 verringerte sich preisbereinigt um gut 1 % gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende Jahr wird ein Rückgang von real 1,5 % prognostiziert. Eine deutliche Entspannung zeigt sich allerdings bei der Preisentwicklung. Die hohe Dynamik hat sich abgeschwächt, sodass der Preisdruck von der Materialseite entfallen ist. Ursächlich dafür sind die weitgehend aufgelösten Materialengpässe.

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe setzte ihren abwärts gerichteten Trend des letzten Quartals 2023 im neuen Jahr fort. Bei den Auftragseingängen der Industrie aus dem Inland deutete sich in zentralen Bereichen zuletzt eine Stabilisierung an; die schwache Auslandsnachfrage, vor allem aus dem Euroraum, belastet aber weiterhin. Mit einer Erholung der Industriekonjunktur ist erst im weiteren Verlauf des Jahres zu rechnen, wenn es zu einer binnenwirtschaftlichen Belebung und wieder anziehenden Exporten kommt.

In Bezug auf unsere spezifische Marktsituation zeigt sich ein vergleichbares Bild. Unsere Kunden haben den Lagerbestand massiv reduziert und somit ihr Working Capital deutlich entlastet. Die erhöhten Zinsen werden wahrscheinlich noch zu weiteren Mengenanpassungen in den Lägern führen, obwohl dies im Widerspruch zu der benötigen Flexibilität in einem volatilen Markt steht.

Die Margenentwicklung ist im Mittelstand tendenziell rückläufig. Das führt auch dazu, dass bewusst Risiken in der Lieferfähigkeit in Kauf genommen werden. Umso mehr wird nun auf eine optimierte, flexible Lieferkette gesetzt, welche die Schwankungen der Nachfrage ausgleichen.

Die leichte Belebung im Auftragseingang und der Anfragetätigkeit zu Beginn des neuen Jahres ist positiv zu sehen und sollte sich - von einem sehr niedrigen Niveau kommend - in den nächsten Monaten fortsetzen. Einen Boom werden wir im Jahr 2024 jedoch nicht verzeichnen, dafür gibt es aktuell keine Signale. Gerade der aufstrebende Bereich der Elektromobilität leidet derzeitig unter einem Entscheidungsstau der Politik. Infrastrukturprojekte und Neuzulassungen sind deutlich unter den Erwartungen geblieben. Die Bauindustrie leidet unter einem Auftragsmangel und erwartet hier kurzfristig keine Besserung.

Insgesamt erwarten wir im Jahr 2024 eine Auftragslage mit leicht erhöhten Volumina und einem erneut höherwertigen Produktportfolio mit gestärkten Deckungsbeiträgen pro Einheit. Beim EBITDA und Jahresergebnis rechnen wir für 2024 mit einem leicht besseren Ergebnis als im Geschäftsjahr 2023. Allerdings lassen sich nicht alle ergebnisbeeinflussenden Faktoren in ausreichendem Maße prognostizieren. Insbesondere Effekte im Hinblick auf die gesellschaftspolitische Dynamik und daraus erwachsenen Unsicherheiten, zum Beispiel im Hinblick auf das Wachstumschancengesetz, können nicht vollumfassend in unserem Budget berücksichtigt werden.

3.2 Risikobericht

Risiken sind bei der KM Copper Bars GmbH als Ergebnisse unvorteilhafter Ereignisse definiert, die dazu führen können, die Geschäftsentwicklung negativ zu beeinflussen und damit als unerwünschte und ungeplante Ereignisse zu einer Verschlechterung der Geschäftslage führen und sind damit ein integraler Bestandteil der wirtschaftlichen Aktivitäten. Die Risiken sind in einem auf unsere geschäftlichen Aktivitäten abgestimmten Risikomanagementsystem erfasst. Das frühzeitige Erkennen dieser Risiken und die Beobachtung ihrer Entwicklung sind von besonderer Bedeutung.

Das Ziel besteht darin, negative Einflüsse aus dem Eintreten dieser Risiken durch geeignete Gegenmaßnahmen weitestgehend zu begrenzen. Hierzu werden die relevanten Risiken strukturiert erfasst und anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und betriebswirtschaftlichen Bedeutung klassifiziert und bewertet. Bei Bedarf, mindestens aber jährlich erfolgt eine Überprüfung und ggf. Ergänzung und Neubewertung der relevanten Risiken.

Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planungs-, Steuerungs- und Kontrollprozesse und umfasst alle Geschäftsfelder und Bereiche und unterscheidet die Risiken nach deren Bedeutung in den Unternehmenskernprozessen Versorgung und Produktion, Finanzen und Finanzierung, Absatzsituation der Produkte sowie den Risiken in den Unterstützungsprozessen wie Informations- und Kommunikationstechnik, der Betriebssicherheit, dem Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie dem Personalressort.

Die KME-Gruppe hat für die verschiedensten Risiken, die existenzbedrohend sind, Versicherungen abgeschlossen und die KM Copper Bars GmbH weiter integriert.

1) Branchenrisiken

Versorgung und Produktion

Die Versorgung unserer Produktionsanlagen mit Vormaterial und die Verfügbarkeit dieser Anlagen sind für die KM Copper Bars GmbH von größter Bedeutung. Daher werden die Ereignisse, die unsere Produktionsprozesse materiell einschränken, als wesentliche Risiken betrachtet und ihnen wird mit entsprechenden Maßnahmen begegnet.

Die Versorgungssicherheit unseres mengenmäßig wichtigsten Vormaterials Kupferkathoden gewährleisten wir durch Einkaufsverträge mit mehreren Kathodenlieferanten aus unterschiedlichen Ländern. Auf diese Weise ist es uns gelungen, das Risiko von Produktionsbeeinträchtigungen durch mögliche Lieferausfälle bei unseren Kathodenlieferanten auf ein Minimum zu reduzieren.

Einher mit der Versorgungssicherheit geht die Gewährleistung einer hohen Verfügbarkeit unserer Produktionsanlagen. Unterbrechungen im Fertigungsprozess stellen je nach Umfang ein erhebliches wirtschaftliches Risiko für das Unternehmen dar. Die erfolgreiche Umsetzung dieses Zieles und die gleichzeitig hohe Verfügbarkeit der Anlagen erfordern ein gutes Zusammenspiel zwischen Produktion- und Servicebereichen. Zur Abwendung möglicher Störungen des Fertigungsablaufes sind umfangreiche Alarm- und Gefahrenabwehrpläne der KM Copper Bars GmbH vorhanden und unsere Mitarbeiter wurden und werden im Rahmen dieser Pläne durch diesbezügliche Übungen geschult.

Absatz

Es besteht neben dem Versorgungs- und Produktionsrisiko ein Absatzrisiko. Wir beurteilen dieses Risiko als „hoch“. Das Substitutionsrisiko hat sich im vergangenen Jahr zwar nicht weiter verschärft, kann aber weiterhin nicht als erledigt angesehen werden. Hinzu kommen die Risiken aus den handelspolitischen Entwicklungen auf dem Weltmarkt sowie weitere Unsicherheiten, welche sich auch weiterhin aus den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konfliktes ergeben und deren Dauer und Intensität weiterhin nicht absehbar sind.

2) Umfeldrisiken

Energie

Die KM Copper Bars ist historisch bedingt in sämtliche Netzwerke hinsichtlich Versorgung von Medien, insbesondere Energie, der KME Mansfeld GmbH integriert. Die KME Mansfeld GmbH erfüllt damit alle betreffenden Versorgungsfunktionen für die Gesellschaft. Insofern gelten die bei der KME Mansfeld GmbH vorherrschenden Bedingungen sowie darauf basierende Risiken entsprechend.

Durch bestehende bzw. neu abgeschlossene Lieferverträge sichern wir uns gegen zusätzliche Kostenbelastungen und Risiken aufgrund von schwer prognostizierbaren Preisentwicklungen ab. Durch die sich nach wie vor komplex gestaltende Energierechtslage und sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen lassen sich Veränderungen bei Kostentreibern wie der Strom- und Energiesteuer oder den übrigen Netzentgelt-Umlagen nur schwer prognostizieren. Auf Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in der Fassung 2021 (EEG 2021) wird stromkostenintensiven Unternehmen in Deutschland im Rahmen der besonderen Ausgleichregelung eine Begrenzung der EEG-Umlage gewährt. Die Gesellschaft erfüllt auf Basis der geltenden gesetzlichen Regelungen alle Voraussetzungen und hat diese Begrenzung wie in den Vorjahren auch für das Jahr 2023 beantragt und durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt bekommen. Der von der Bundesregierung für Mitte 2022 avisierte vollständige Entfall der EEG-Umlage wird sich über die für die KME Mansfeld GmbH bestehende Teilbegrenzung hinaus tendenziell positiv auf unsere Energiekosten auswirken. Die Wahrscheinlichkeit einer nachträglichen Rückforderung für in den Vorjahren gewährte EEG-Begrenzung halten wir nach aktuellem Stand für unwahrscheinlich. Da eine solche Rückforderung für die Gesellschaft jedoch eine erhebliche Kostenbelastung darstellen würde, bewerten wir dieses Szenario als mittleres Risiko.

Für die von der KM Copper Bars GmbH betriebenen Produktionsanlagen stellt Elektroenergie einen sehr bedeutsamen Einsatzfaktor dar, dessen Beschaffungskosten die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts entscheidend beeinflussen. Wir verfolgen deshalb grundsätzlich das Ziel, in allen Bereichen und über alle Prozesse die Energieeffizienz zu steigern und die Energiekosten zu begrenzen. Um weitere Energieoptimierungspotenziale zu nutzen, wurde das bei der KME Mansfeld GmbH bestehende Energiemanagementsystem weiter ausgebaut und nach der DIN EN ISO 50001:2018 zertifiziert. Auf der Grundlage einer von der Geschäftsführung bestätigten Energiepolitik wurden strategische und operative Ziele benannt, die in konkreten Projekten umgesetzt werden. Unter Nutzung von Energiekennzahlen steht hier der ständige Verbesserungsprozess im Vordergrund.

Die Medien Elektroenergie und Erdgas werden von der KME Mansfeld GmbH bezogen und von dieser Gesellschaft über einen Energiebeschaffungsdienstleister und verschiedene Energieversorger an der Energiehandelsbörse eingekauft. Hier besteht kein gleichzeitiger Absicherungsposten auf der Verkaufsseite.

Durch die langfristige Beschaffung des Gesamtbedarfes Strom für das Jahr 2023 war die KME Mansfeld GmbH und daher auch die KM Copper Bars GmbH gegen die Preissteigerungen am Strommarkt abgesichert, und konnte sogar von den hohen Stromhandelspreisen profitieren. Aufgrund eines geringeren Stromverbrauchs konnten die bereits vertraglich gesicherten Strommengen, welche nicht benötigt wurden, zu höheren Preisen am Markt veräußert und unsere Strombezugskosten verringert werden. Die Anpassungen der staatlich verursachten Netzentgeltumlagen (EEG, KWKG, StromNEV, Offshore-Netzumlage) hatten für die KME Mansfeld GmbH und die KM Copper Bars GmbH kaum Auswirkungen, da weiterhin durch die Inanspruchnahme der gesetzlichen Ausgleichsregelungen (besonders § 64 EEG) die Kosten begrenzt werden konnten. Die aktuell an den internationalen Energiebörsen für die Folgejahre 2024 ff notierten Terminmarktpreise stellen jedoch für uns als energieintensives Unternehmen ein bedeutendes Risiko weiter steigender Energiekosten dar, die wir in unserer zukünftigen Produktkalkulation berücksichtigen. Mit Einführung des nationalen Brennstoff-Emissionshandels (BEHG) und der damit verbundenen CO2 -Abgabe auf fossile Brennstoffe (Benzin, Diesel, Erdgas) im Januar 2021 ist in den nächsten Jahren mit steigenden Kosten für Erdgas zu rechnen, da unser Erdgaslieferant, für den vom BEHG betroffenen Anteil unseres Erdgasbedarfs entsprechende CO2 -Zertifikate erwerben muss. Dies führte für die KME Mansfeld GmbH zu einer erhöhten Kostenbelastung im Jahr 2023. Auch im Jahr 2024 steigt die CO2 -Abgabe nochmals von zuvor 30 EUR/t auf 45 EUR/t. Mit dem Ende der Einführungsphase des BEHG im Jahr 2025 ist mit einem Zertifikatspreis von bis zu 65 EUR/t CO2 zu rechnen. Inwiefern die staatlichen Einnahmen aus dem nationalen Emissionshandel zu einer dauerhaften Senkung der Strompreise führen wird, ist derzeit noch nicht absehbar.

Im Zuge des „New European Green Deal“ der EU-Kommission und der damit verbundenen Verschärfung der europäischen Klimaziele Ende 2020 ist auch in Deutschland mit verstärkten Anstrengungen zur Erreichung der nationalen Klimaziele zu rechnen. Dies wird unmittelbare Auswirkungen auf die derzeitig geltenden Gesetze im Energiebereich haben, da die Reduzierung und Vermeidung von CO2 -Emissionen stärker in den Fokus rücken werden.

Aufgrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen, der schnellstmöglichen Abkehr von fossilen Brennstoffen in Deutschland und der unsicheren Versorgungssituation im Zuge der aktuellen Sanktionspolitik durch den Krieg in der Ukraine, muss die KM Copper Bars GmbH weiter mit schwer kalkulierbaren Energiekosten und unter Umständen auch mit Einschränkungen des Geschäftsbetriebes rechnen. Die Substitution von Erdgas ist für die Gesellschaft hierbei eine der größten Herausforderungen, der sich die Gesellschaft im Rahmen regionaler Projekttätigkeiten aktiv stellt.

3) Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzen und Finanzierung

Metallpreisveränderungen und Währungskursschwankungen stellen ein generelles Risiko beim Metallein- und -verkauf dar. Durch die Absicherung von Termin- und Metallgeschäften wird diesem Risiko bei der KM Copper Bars GmbH entgegengewirkt. Metallüberhänge werden täglich durch Terminkontrakte abgesichert. Gleiches geschieht mit dem Abschluss von Kassa- und Devisentermingeschäften zur Absicherung von Fremdwährungsgeschäften. Sämtliche Sicherungsgeschäfte erfolgen nach festgelegten konzerninternen Regeln, welche ständig den aktuellen Erfordernissen angepasst und ausschließlich mit kompetenten Partnern durchgeführt werden, um das Ausfallrisiko zu reduzieren bzw. erst gar nicht aufkommen zu lassen. Wir schätzen die Auswirkungen dieser Risiken als hoch ein.

Die Finanzierung der KME-Gruppe und damit auch der Gesellschaft hängt von der Einhaltung der laufenden Kreditbedingungen, insbesondere dem Einhalten bestimmter Covenants auf Konzernebene der KME SE ab. Bei einem Verstoß gegen diese Covenants können Kredite fällig gestellt und neu verhandelt werden.

Die Versorgung mit Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres über die KME-Gruppe sichergestellt. Die Gesellschaft verfügt über einen adäquaten Finanzierungsspielraum. Dieser bemisst sich auf Basis der jährlichen Absatz- und Produktionsplanung und der sich daraus unterjährig ergebenden Vorgaben. Ein Abweichen von den Planungsprämissen kann zur Einengung des Liquiditätsspielraumes führen.

Auf der Grundlage unserer Geschäftspolitik werden die in unseren Produkten enthaltenen Metallanteile den Kunden zu im Vorhinein vereinbarten Preisen bzw. zum jeweiligen Marktpreis berechnet. Die im Vorhinein getroffenen Preisvereinbarungen werden auf täglicher Basis grundsätzlich gedeckt. Soweit dieses nicht durch physische Metalleinkäufe möglich ist, werden die offenen Positionen durch entsprechende Terminkontrakte geschlossen.

Ausfälle von ausstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch eine Warenkreditversicherung bzw. andere Sicherungsinstrumente wie beispielsweise Bankgarantien weitestgehend eliminiert.

Kreditrisiken gegenüber Vertragspartnern werden systematisch bei Vertragsabschluss geprüft und laufend überwacht. Darüber hinaus wird das Kreditrisiko durch geeignete Formen der Besicherung vermindert.

Sonstige Risiken

Umweltschutz, Recht und organisatorische Aspekte

Grundsätzlich besteht das Risiko, dass sich umweltrechtliche oder regulatorische Bestimmungen verschärfen und dadurch entsprechende Kosten entstehen oder es zu Einschränkungen bei der Vermarktung von Produkten kommt. Umweltrisiken, die aus der möglichen Nichteinhaltung von Richtwerten resultieren, können ebenso wie Verstöße gegen Auflagen zu rechtlichen Konsequenzen führen.

Bezüglich der Einhaltung der relevanten Gesetze, Auflagen und Verordnungen aus dem Umweltbereich sind von der Geschäftsführung die entsprechenden Maßnahmen erlassen, welche auch eventuellen Störungen entgegenwirken.

Gesunde und motivierte Mitarbeiter sind ein wesentlicher Schlüssel zu einem erfolgreichen Geschäftsbetrieb. Deshalb besitzen Arbeitssicherheit und Gesundheitsvorsorge einen hohen Stellenwert. Damit verbunden ist die notwendige Qualifikation der Mitarbeiter über entsprechende Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung.

Wesentliche Risiken sind identifiziert und quantifiziert und werden so weit wie möglich durch entsprechende Maßnahmen beherrscht. Das Unternehmen besitzt für potenzielle Gefahren über bestehende Unternehmensversicherungen diesbezüglich Versicherungsschutz.

Gerichts-, Schieds- und Schadenersatzforderungen, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben können, sind nicht anhängig bzw. angedroht. Für allgemeine rechtliche Risiken wurden angemessene Rückstellungen gebildet.

Gesamtbewertung der Risikolage: Basierend auf den uns zur Verfügung stehenden Informationen kann kein Risiko aufgeführt werden, das geeignet wäre, den Fortbestand der KM Copper Bars GmbH zu gefährden. Wir sind überzeugt, dass die Gesellschaft mit ihrem Risikomanagementsystem über ein geeignetes System zur Beherrschung der relevanten Risiken verfügt. Im Berichtszeitraum sind keine wesentlichen Risiken eingetreten. Es haben sich keine besonderen strukturellen Veränderungen in den Risiken der KM Copper Bars GmbH ergeben.

3.3 Chancenbericht

Kupfer ist das meistgehandelte und meistgenutzte Industriemetall der Welt und ein weiterer Anstieg der Nachfrage nach Kupfer wird prognostiziert.

Die KME-Gruppe sieht im Kupfermarkt großes Potential aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung und weltweiten Vernetzung, der Elektromobilität und des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Mit der kontinuierlichen Erweiterung des Mobilfunkstandards 5G sind erhebliche infrastrukturelle Ausbauten erforderlich, welche positiven Einfluss auf den Bedarf an Kupferkomponenten haben werden. Hybrid- und Elektrofahrzeuge besitzen einen zwei- bis vierfach so hohen Kupferanteil wie konventionelle Fahrzeuge und auch die nötigen Investitionen in die Lade- und Netzinfrastruktur benötigen mehr Kupfer.

Auch Offshore- und Onshore- sowie Photovoltaikanlagen haben einen bis zu neunmal höheren Kupferanteil im Vergleich zur herkömmlichen Erzeugung. Daraus lassen sich weitere Nachfragezuwächse für die nächsten Jahre ableiten. Der Umsatz der globalen Windenergieindustrie für Ausrüstung wie Generatoren, Verkabelung etc. wird weiterhin wachsen. Dabei ist zu beachten, dass die Erzeugung elektrischer Energie mit Wind und Sonne etwa die dreifache Menge an Kupfer zum Einsatz bringt im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung. Einige der bedeutendsten globalen Trends spielen sich in wichtigen Märkten von KME ab, u.a. die Elektrifizierung der Antriebsstränge in der E-Mobilität. Motorisierung und Automation schreiten voran und die Entwicklung neuer Effizienzstandards führt zu einem Mehrbedarf von Kupfer. Außerdem gewinnt der Bereich Smart Home/Elektrotechnik weiter an Bedeutung.

Die KM Copper Bars GmbH verbessert fortlaufend alle Bereiche in Bezug auf prozessrelevante Unternehmensstrukturen und der damit verbundenen Aufdeckung von Schwachstellen im Produktions- und Verwaltungsablauf. Hierin besteht ein erhebliches Potenzial zur Verbesserung der Produktivität und Effizienz. Die Analyse der Logistikprozesse und deren Optimierung sowie die Realisierung von Synergien im KME-Unternehmensverbund birgt ein beachtliches Kosteneinsparungspotenzial.

Dank der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung dankt auch im Namen des Gesellschafters allen Mitarbeitern und Mitarbeiterrinnen, den Arbeitnehmervertretern für die im Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit und das erbrachte Engagement bei der Bewältigung der Aufgaben sowie unseren Kunden und Lieferanten für die kooperative Zusammenarbeit.

 

Hettstedt, den 28. März 2024

Claudio Pinassi, Geschäftsführer CEO

Kakha Avaliani, Geschäftsführer CCO

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KM Copper Bars GmbH, Hettstedt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KM Copper Bars GmbH, Hettstedt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KM Copper Bars GmbH, Hettstedt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 4. April 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Schwarz, Wirtschaftsprüfer

Victoria Elwerr, Wirtschaftsprüfer

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 92.173.699,51 0,00
2. Erhöhung oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen -2.505.039,02 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 477.443,11 0,00
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 147.430,52
(Vorjahr: EUR 0,00)
90.146.103,60 0,00
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für
bezogene Waren 76.916.311,80 0,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 172.316,84 0,00
77.088.628,64 0,00
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.793.281,46 0,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung 830.304,90 0,00
5.623.586,36 0,00
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 1.521.467,88 0,00
des Anlagevermögens und auf Sachanlagen
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.854.844,40 1.062,35
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 181.920,66
(Vorjahr: EUR 0,00) -1.942.423,68 -1.062,35
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 233.041,95 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 216.932,00
(Vorjahr: EUR 0,00)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00
davon Zinserträge aus der Abzinsung von
Rückstellungen: EUR 1.031,00
(Vorjahr: EUR 0,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 393.057,43 0,00
davon an verbundene Unternehmen: EUR 186.627,99
(Vorjahr: EUR 0,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag(Ertrag) 3.977,07 0,00
11. Ergebnis nach Steuern -2.106.416,23 -1.062,35
12. Erträge aus Verlustübernahme 2.106.416,23 0,00
13. Jahresüberschuss/(Jahresfehlbetrag) 0,00 -1.062,35

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.656.682,46 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.804.295,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.116.442,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 128.224,00 0,00
7.705.643,46 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.264.175,30 0,00
2. Unfertige Erzeugnisse 4.351.205,42 0,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.170.412,49 0,00
11.785.793,21 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 109.668,68 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.005.132,19 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 861.300,06 0,00
10.976.100,93 0,00
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 958.286,70 24.762,65
23.720.180,84 24.762,65
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.903,67 0,00
31.443.727,97 24.762,65
31.443.727,97 24.762,65

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.001,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 11.984.066,74 0,00
III. Verlustvortrag -1.062,35 0,00
IV. Jahresüberschuss 0,00 -1.062,35
12.008.005,39 23.937,65
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 875.940,22 825,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.272,90 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.480.591,81 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.654.579,52 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.876.863,49 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 542.474,64 0,00
davon aus Steuern: EUR 47.822,52
(Vorjahr: EUR 0,00)
18.559.782,36 0,00
31.443.727,97 24.762,65

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