CAMPFIRE Aktiengesellschaft
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Hase seit 8.4.2025 | Geschäftsführer |
Benjamin Ney seit 24.9.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RAISA eGStadeJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022A. Zusammengefasster Konzern-Lagebericht und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/22Der nachfolgende Bericht behandelt sowohl den RAISA eG-Konzern als auch die RAISA eG. Betreffen Ausführungen nur den RAISA-Konzernabschluss (KA) oder den Einzelabschluss der RAISA eG (EA) ist dies entsprechend gekennzeichnet. I. Geschäftsverlauf • Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Seit Jahren wirken sich eine Reihe von Krisen negativ auf das globale und nationale Wirtschaftsgeschehen aus.
Alle Krisen haben einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der RAISA-Gruppe. Mit unserem Geschäftsmodell tragen wir zur Bewältigung der Herausforderungen im Nahrungsmittel- und Energiesektor bei. Die während der Pandemie nochmals verstärkte Digitalisierung ist ein wesentliches Element zur Bewältigung der dargestellten Voraussetzungen. Für Politik und Wirtschaft steigt damit die Herausforderung, Antworten auf die steigende Vernetzung aller Lebensbereiche zu finden. Zu einer erheblichen Belastung für alle Unternehmen entwickelt sich die seit Jahren ständig weiter zunehmende Regulatorik. Dazu zählen Eingriffe in das Arbeitsrecht und die Tarifhoheit (Stichwort "Mindestlohn"), das Futtermittelrecht, das Pflanzenschutz- und Düngemittelrecht, das Baurecht und beträchtlich gestiegene Dokumentationspflichten für die genannten und viele andere Geschäftsbereiche. In den für uns wichtigen Branchen ergaben sich folgende Entwicklungen: Der durch die dargestellten Krisen ausgelöste Wegfall von Märkten in Osteuropa und gegebenenfalls in Asien und die Belastung der Lieferketten führten und führen zu einer hohen Volatilität und teilweise drastischen Preissteigerungen an den auch für uns wichtigen Rohstoff- und Agrarmärkten. Das gilt neben den Energiemärkten insbesondere für die Getreide-, Raps-, Soja-, Dünger- und Rindfleisch-Märkte sowie die Märkte für Frachtraum. Die Erzeugerpreise für Getreide stiegen im Frühjahr 2022 stark an und erreichten ein Rekordniveau. Inzwischen hat sich die Preisentwicklung etwas normalisiert. Für die Ackerbaubetriebe führt diese Entwicklung trotz erheblich höherer Betriebsmittelkosten zu einem auskömmlichen Einkommen. Höhere Milch- und Rindfleischpreise helfen auch den Futterbaubetrieben, die extremen Belastungen der Vorjahre auszugleichen. Problematisch ist derzeit noch die Entwicklung im Veredelungssektor. Zwar haben die Erzeugerpreise bereits leicht angezogen. Dem stehen allerdings höhere Kostenbelastungen gegenüber. Insbesondere für Ferkelerzeuger bleibt die derzeitige Situation existenzbedrohend. Durch die internationalen Verwerfungen und die Reduktion der Lieferungen nach Osteuropa und Russland konnten die Kartoffelpreise nicht mit den höheren Getreidepreisen Schritt halten. Die politischen Entscheidungen zur Agrarwende, beispielsweise die neue Dünge-Verordnung, führten und führen zu einer weiteren Verschärfung des Strukturwandels in der Landwirtschaft mit dem Ergebnis einer weiteren Reduzierung der Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe in Deutschland. Seit Jahrzehnten sichern die Bauern mittels moderner Landwirtschaft nicht nur die Ernährung der Bevölkerung, sondern sind auch Vorreiter beim Umwelt- und Naturschutz. Landwirte und Genossenschaften stehen uneingeschränkt zu den Zielen Nachhaltigkeit, Klima- und Bodenschutz. Es bleibt abzuwarten, ob die politisch eingeläutete Zeitenwende auch zu einer höheren Wertschätzung der heimisch erzeugten Lebensmittel und der sie erzeugenden Landwirtinnen und Landwirte führt. Die Digitalisierung hat kaum eine Branche so sehr erfasst wie die Landwirtschaft (Stichwort "Smart Farming"). Dem muss sich auch der vor- und nachgelagerte Bereich stellen. Industrie und Großhandel haben darauf mit Unternehmenstransaktionen und veränderten Vertriebsstrukturen reagiert. Auch als Folge der Probleme mit den internationalen Lieferketten sind die Preise für Frachtraum in den letzten zwei Jahren deutlich angestiegen. Das führt auch zu einer Neubewertung der Speditionsleistungen. Die Forderungen der heimischen Wirtschaft nach einer wettbewerbsfähigen Verkehrsinfrastruktur (Straßen-, Schienen- und Luftverkehr) und einer Verkürzung der langen Planungsverfahren für notwendige Baumaßnahmen bestehen fort. Der stationäre Einzelhandel konnte im Jahr 2021 seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr nicht halten (-0,7% (Quelle HDE)), wobei die einzelnen Branchen sehr unterschiedlich von den Aus- und Nachwirkungen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen betroffen waren. Insgesamt erholt sich der Bereich nur langsam und wird jetzt mit der Kaufzurückhaltung aufgrund gestiegener Preise konfrontiert. Der Online-Handel gewinnt weiter Marktanteile (2021: +19,2%. Quelle HDE) und profitiert damit von veränderten Einkaufsgewohnheiten während der Lockdowns. Die Baukonjunktur verlief bis Juli 2022 auf Hochtouren. Ständig steigende Baukosten und Immobilienpreise sind Ausdruck einer konjunkturellen Überhitzung. Die Belastung der Verbraucher mit hohen Energiekosten und die Erwartung einer Konjunkturkrise führt in der Branche inzwischen zu einem pessimistischeren Blick in die Zukunft. Die einseitige Fokussierung der Politik auf Erneuerbare Energien und inzwischen unsicheren Gasbezug aus Russland haben zu einem drastischen Anstieg der Energiepreise insbesondere in Deutschland geführt. Der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern bleibt aber Ziel der Politik. • Geschäftsmodell und Geschäftsgebiet Als norddeutsche Genossenschaft mit Sitz in der Hansestadt Stade verstehen wir uns als Unternehmen der Landwirtschaft und Nahversorger im ländlichen Raum. Das Geschäft unserer Genossenschaft erstreckt sich auf die vier Geschäftsfelder Agrargeschäft, Energiegeschäft, Einzelhandel und Logistik, die wiederum in zahlreichen Vertriebs- und Support-Abteilungen und -Sparten organisiert sind. Alle Geschäftsfelder sollen gleichmäßig entwickelt werden, müssen allerdings auch einen Beitrag zum Gesamterfolg des Unternehmens leisten. Sämtliche Geschäftsfelder, Abteilungen und Sparten werden ständig im Hinblick darauf geprüft, ob der geplante Erfolg eingetreten ist und das betriebene Geschäft insgesamt noch zum definierten Geschäftsmodell passt. Die RAISA eG hält diverse Beteiligungen an anderen Unternehmen. Diese Beteiligungen dienen ausschließlich dem Förderauftrag des § 1 GenG und sollen unser operatives Geschäft ergänzen und abrunden. Auch in Zukunft werden wir alle Möglichkeiten zur Zusammenarbeit ausloten, wenn kleine und mittlere Unternehmen mit ihren geschäftlichen Aktivitäten zu uns passen. Dabei kommt für uns die gesamte Bandbreite der Zusammenarbeit von einem Joint Venture bis hin zu einer teilweisen oder vollständigen Übernahme in Betracht, wenn die Chancen für uns überwiegen, die Risiken kalkulierbar sind, die Verschuldung nur angemessen steigt und es der Entwicklung unseres Geschäftsmodells dient. • Finanzielle Leistungsindikatoren Als genossenschaftliches Handels- und Dienstleistungsunternehmen sind die Umsatzerlöse, das Rohergebnis, die Personalkostenquote, das Betriebsergebnis, das Finanzergebnis, das Ergebnis vor Steuern, die Umsatzrendite, die Eigenkapitalquote, die Anlagendeckung und die Nettofinanzverschuldung die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren. Geschäftspolitische Zielsetzungen sind:
Da die gesamte Branche und auch die Genossenschaft selbst von zahlreichen wenig beeinflussbaren Faktoren abhängen, gelten diese Zielmarken nur für Geschäftsjahre ohne besondere witterungsbedingte oder sonstige Beeinträchtigungen. Sowohl im abgelaufenen als auch im laufenden Geschäftsjahr ergaben bzw. ergeben sich zahlreiche Besonderheiten, beispielsweise durch die Auswirkungen der russischen Kriegspolitik, die Pandemie und durch Witterungseinflüsse, die das Erreichen der Zielmarken außerordentlich erschwert haben. Im Einzelnen wird auf die Folgeabschnitte verwiesen. • Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die nicht finanziellen Leistungsfaktoren ergeben sich aus unseren genossenschaftlichen Grundwerten, unserem genossenschaftlichen Förderauftrag und den Führungsgrundsätzen von Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung. Im Einzelnen verfolgen wir folgende Ziele:
• Corona-Pandemie Unsere Geschäftsfelder stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der notwendigen Versorgung von Mensch und Tier und gehören damit zu den systemrelevanten Sektoren. Mit Beginn der Pandemie wurde im Unternehmen ein Krisenstab gebildet, der die Auswirkungen der Pandemie auf das Unternehmen, die Kundinnen und Kunden und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter laufend analysiert und entsprechende Maßnahmen ergriffen hat. Dazu zählten vor allem die Aufstellung und Umsetzung eines Hygiene- und Verhaltenskonzepts. Die Aufrechterhaltung der Lieferketten, unter anderem im sensiblen Kartoffelsektor, war ein Schwerpunkt der Überlegungen. Unsere Geschäftsstellen- und Transport-Logistik, aber auch unser Einzelhandel haben während der letzten Jahre unter den erschwerten Bedingungen ihre Aufgaben voll erfüllt und zur Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln einen wichtigen Beitrag geleistet. Die Verwerfungen auf den internationalen Rohstoffmärkten erforderten besondere Wachsamkeit zur Vermeidung von Risiken, aber auch zur Nutzung von Chancen. Insgesamt wurden die Risiken erfolgreich gemanagt. Die Überwachung der Forderungen erfolgt intensiv. Derzeit liegen die pandemiebedingten Forderungsausfälle im überschaubaren Rahmen. • Umsatzentwicklung
• Umsatz insgesamt Der messbare Mengenumsatz lag unter Ausklammerung niedrigerer Mais-Handelsumsätze und der dargestellten Entwicklungen im Veredelungssektor stabil auf Vorjahresniveau. Insbesondere bei Agrarerzeugnissen und im Energiegeschäft waren erhebliche Steigerungen zu verzeichnen. Damit verfügt die RAISA eG in ihren vielfältigen Geschäftsaktivitäten über eine feste Umsatzbasis. Die Wertumsätze erhöhten sich um 38 %. Die Steigerungen waren auf die zusätzlichen geschäftlichen Aktivitäten in den Geschäftsgebieten Holstein und Mecklenburg und die Ausweitung unseres Speditionsgeschäfts, aber auch auf erhebliche Preissteigerungen in fast allen Sparten zurückzuführen. • Risikostrategie 2021/22 Aufgrund der hohen Volatilitäten an den internationalen Rohstoffmärkten stand das Risikomanagement weiterhin - und nochmals verschärft seit Beginn des Ukraine-Krieges - im Mittelpunkt der geschäftspolitischen Überlegungen. Vor diesem Hintergrund wurde die Geschäftsstrategie der Vorjahre fortgeführt, die auf eine enge Bestandsführung, insbesondere von Getreide, Futtermitteln und Düngemitteln, abzielt. • Geschäftsfelder und Geschäftschancen Zu den einzelnen Geschäftsfeldern und -sparten stellen wir sowohl unser eigenes operatives Geschäft als auch die Entwicklung der wesentlichen Beteiligungen im Berichtsjahr dar. A. Geschäftsfeld Agrar I. Allgemein a. Operatives Geschäft Das Geschäftsfeld Agrar umfasst das Bezugs- und Absatzgeschäft mit unseren landwirtschaftlichen Mitgliedern und Kunden. Im Geschäftsjahr ergaben sich folgende wesentliche Veränderungen: Unsere Tochtergesellschaft L. Matzen & Sohn GmbH, Marne, hat ihr operatives Geschäft mit Wirkung zum 1. Juli 2021 auf die RAISA eG übertragen. Das Geschäft in Dithmarschen wird als Matzen & Sohn Zweigniederlassung der RAISA eG fortgeführt. Durch die Tätigkeit der Zweigniederlassungen Matzen & Sohn, Marne, sowie Oeringer Mühle, Oering, hat sich die RAISA eG als Marktpartner in Schleswig-Holstein fest etabliert. Mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs der AS Agroservice Röbel GmbH zum 1. Januar 2022 haben wir unser Geschäftsgebiet nach Mecklenburg-Vorpommern ausgedehnt und damit die Basis für unser Geschäft mit Agrarerzeugnissen (Getreide und Raps) und Betriebsmitteln (Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Saaten) erneut erweitert. Die Gesellschaft wird als Zweigniederlassung der Genossenschaft unter der Firma "AS Agroservice Röbel" weitergeführt. Mit den Neuerwerbungen gehen auch Veränderungen in der Struktur unseres Geschäfts einher. Die Bedeutung des Handels mit Agrarerzeugnissen und Betriebsmitteln hat sich erhöht. b. Beteiligung Wir arbeiten im zweistufigen genossenschaftlichen Verbund mit unserer Hauptgenossenschaft AGRAVIS Raiffeisen AG, Münster, (AGRAVIS) zusammen. Unsere Beteiligung stellt sich wie folgt dar: Wir sind mit 47,6 % an der Nordkartoffel Agrarholding GmbH, Ebstorf, (assoziiert) beteiligt, die ihrerseits eine von vier Gesellschaftern der RHN Raiffeisen Holding Norddeutschland GmbH, Lüchow, ist. Diese hält wiederum mehr als 15 % an der AGRAVIS. Unsere indirekte Beteiligung an der AGRAVIS beträgt damit 1,7 %. Daneben sind wir unmittelbar mit 0,3 % an der AGRAVIS beteiligt. Die wirtschaftliche Lage der AGRAVIS hat sich im Geschäftsjahr 2021 mit Umsätzen von 7,3 Mrd. € und einem Ergebnis vor Steuern von 33,2 Mio. € weiter stabilisiert. Der Vorstand der AGRAVIS hat sich zum Ziel gesetzt, das Geschäft mit den Primärgenossenschaften zu intensivieren. Durch die RHN als einem der größten Aktionäre soll für die Zukunft eine starke genossenschaftliche Verankerung des Konzerns und ein enges Zusammenwirken der wirtschaftlichen Aktivitäten sichergestellt werden. Die RHN arbeitet eng mit zwei anderen genossenschaftlichen Holdings (Anteil der drei Holdings an der AGRAVIS insgesamt über 45 %) und der genossenschaftlichen dänischen DAVA-Gruppe (Anteil an der AGRAVIS 22,5 %) zusammen. Die AGRAVIS ist wiederum mit 25 % an mehreren Joint Ventures mit der DAVA-Gruppe beteiligt. Insbesondere die gemeinsamen Futtermittelaktivitäten sind hoch profitabel. II. Agrarerzeugnisse Unser Handel mit Agrarerzeugnissen (Getreide und Raps) erhöhte sich um 17 % auf 150.000 t. Davon wurden über 128.000 t bereits in der Ernte aufgenommen. Die Abteilung Agrarerzeugnisse konnte durch ein straffes Risikomanagement das Abteilungsergebnis deutlich verbessern. Das zusätzliche Geschäft durch die Standorte in Holstein wirkte sich positiv auf Struktur und Ergebnis der Abteilung aus. III. Futtermittel a. Operatives Geschäft Mit den Investitionen der letzten Jahre in unser Mischfutterwerk und Silolagerkapazitäten ist es uns möglich, dass während der Ernte rund um Apensen aufgenommene Getreide in unserem Werk zu verarbeiten und an unsere Kundschaft als Futtermittel zu veräußern. Damit leistet die RAISA eG einen echten Beitrag zur politisch gewollten Regionalität. Der Rückgang der Mengenumsätze beruht im Wesentlichen auf einer höheren Grundfutterversorgung der Betriebe und einer geringeren Nachfrage nach Schweinefutter. Mit einer Sonderverkaufsaktion für Mischfutter haben wir den Betrieben im Frühjahr 2022 das Angebot gemacht, sich vor unkalkulierbaren Preissteigerungen zu schützen. Von diesem Angebot wurde umfangreich Gebrauch gemacht und verschafft den Betrieben und uns Planungssicherheit bis weit in das Geschäftsjahr 2022/23 hinein. b. Beteiligungen Gemeinsam mit der AGRAVIS Futtermittel GmbH, Münster, einem Tochterunternehmen des AGRAVIS-Konzerns, und der Vilomix International Holding A/S, Mørke (Dänemark), einem Tochterunternehmen des dänischen DAVA-Konzerns, sind wir über die gemeinsame Holding HL Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Hamburg, (assoziiert) Inhaber der Firma HL Hamburger Leistungsfutter GmbH, Hamburg, (HL). Der Anteil der RAISA eG beträgt 20 %. HL produziert neben hochwertigem Milchleistungsfutter (z. B. Mineralfutter) auch Schweinefutter und Geflügelfutter. Wir arbeiten seit Jahren mit HL eng im Futtermittelgeschäft zusammen. Die Jahres- und Betriebsergebnisse waren im Geschäftsjahr 2021 erneut gut. HL hat Tochter- und Beteiligungsunternehmen in Kroatien, Bulgarien und Polen. Das Jahresergebnis 2021 konnte zufriedenstellen. Gemeinsam mit der AGRAVIS Futtermittel GmbH und drei weiteren Primärgenossenschaften sind wir mit einem Anteil von 8 % Gesellschafter der Mischfutter-Produktionsgesellschaft Genossenschafts-Kraftfutterwerk GmbH, Hannover. Betriebs- und Jahresergebnis waren im Geschäftsjahr 2021 positiv. IV. Pflanzenbau a. Operatives Geschäft Der Mengenumsatz bei Düngemitteln (inkl. Wirtschaftsdünger) lag mit 5,6 % oberhalb des Vorjahresniveaus. Als Folge der Entwicklung der Rohstoffpreise sind die Preise für Düngemittel seit Sommer 2021 stark und kontinuierlich auf ein nie dagewesenes Niveau angestiegen. Trotz des schwierigen Umfeldes in der Sparte hielten wir an unserer Geschäftsstrategie fest, unsere Kunden und Mitglieder bedarfsgerecht verlässlich mit Ware zu versorgen. So haben wir uns im Sommer/Herbst 2021 mit Ware eingedeckt und allen Betrieben im Herbst 2021 Vorauskaufangebote unterbreiten können. Von diesen Angeboten wurde umfangreich Gebrauch gemacht. Dadurch sind viele Betriebe dann von den stark steigenden Preisen im Frühjahr 2022 nicht betroffen gewesen. Darüber hinaus war als Folge unseres Risikomanagementsystems eine enge Bestandsführung erforderlich. In Folge des genannten Preisanstiegs erhöhte sich der Umsatz um 87 %. Auch hier wirkten sich die zum Teil neuen Geschäftsaktivitäten in Holstein und Mecklenburg positiv aus. Der Strukturwandel in der Landwirtschaft und die damit verbundene Entwicklung der Betriebe veranlasste uns bereits vor einigen Jahren, die Aktivitäten im Pflanzenbau neu zu strukturieren und zu intensivieren. Die von uns eingerichtete Plattform für den Mais- und Strohhandel und die Erweiterung unseres pflanzenbaulichen Dienstleistungsangebots standen dabei im Mittelpunkt. Das Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln wird sukzessive um Dienstleistungen erweitert. Einen Beitrag dazu leistet unsere Pflanzenschutzspritze. Das Geschäft mit Silofolien und anderen Artikeln zur Silageabdeckung war im Berichtsjahr erfolgreich und ein wesentliches Element unserer Abteilung Pflanzenbau. Die Betreiber von Biogasanlagen werden von uns beraten und betreut. Wir arbeiten dabei eng mit der TerraVis GmbH, einem Tochterunternehmen der AGRAVIS Raiffeisen AG, zusammen. Unsere Geschäftsbereiche erstrecken sich auch auf den Handel mit Substituten und Zusatzstoffen. Die erhöhten Anforderungen an unsere Mitgliedsbetriebe in Bezug auf Stall- und Melkhygiene werden von uns mit Desintec-Produkten, die über die PROFUMA Spezialfutterwerke GmbH & Co. KG vertrieben werden, fachkundig begleitet. b. Beteiligungen Zur Bewältigung der Herausforderungen im Pflanzenbaugeschäft haben wir mit Partnern drei Gesellschaften gegründet, die den landwirtschaftlichen Betrieben helfen sollen, die Herausforderungen von Regulatorik und Digitalisierung zu bewältigen:
V. Saaten a. Operatives Geschäft Im Saatengeschäft bewegten sich die für uns zentralen Umsätze mit Mais-Saatgut auf stabil hohem Niveau. Die witterungsbedingte Normalisierung des Futtersaatengeschäfts wurde durch zusätzliche Umsätze in Holstein überkompensiert und durch Verschiebung in spätere Monate aufgeholt. Auch beim Saatgetreide und Saatraps wirkten sich die höheren Umsätze in Holstein aus. Durch die Übernahme des Standorts Kronprinzenkoog ist die RAISA eG nunmehr auch in der Saatgetreideaufbereitung tätig. b. Beteiligung Mit vier anderen genossenschaftlichen Unternehmen ist die RAISA eG an der Geno-Saaten GmbH, Rätzlingen, einem der größten norddeutschen Saatgetreideproduktions- und -vermarktungsunternehmen, beteiligt. Unser Anteil beträgt 10 %. Zudem hält unser Beteiligungsunternehmen FAVA-TRADING GmbH & Co. KG weitere 10 % der Anteile. Betriebs- und Jahresergebnis 2021/22 waren positiv. VI. Pflanzkartoffeln a. Operatives Geschäft Bei Pflanzkartoffeln konnten Mengen- und Wertumsatz leicht gesteigert werden. Insgesamt wurden über 19.000 t Pflanzkartoffeln abgerechnet. Der russische Krieg gegen die Ukraine führte zu Absatzschwierigkeiten in Osteuropa. Da alternative Vermarktungswege gesucht werden mussten, konnten die Planerlöse nicht voll erreicht werden. Unser "Zuchthof Schloss Agathenburg der RAISA eG", der im Unternehmen als selbständige Sparte nach den branchenüblichen Maßstäben eines modernen Ackerbaubetriebes geführt wird, konnte von höheren Getreide- und Kartoffelpreisen profitieren. b. Beteiligungen In Vertrieb, Züchtung und Forschung arbeiten wir im Pflanzkartoffelsektor als Gesellschafter über gemeinsame Beteiligungen und Unterbeteiligungen eng mit drei anderen Partner- Unternehmen in der EUROPLANT-Gruppe (assoziiert) zusammen. Unser Anteil beträgt 16,7 %. Zu den wirtschaftlichen Verhältnissen dieser Beteiligungsunternehmen nehmen wir wie folgt Stellung:
VII. Foods a. Operatives Geschäft In der Abteilung Foods haben wir alle Aktivitäten gebündelt, die im Ergebnis der menschlichen pflanzlichen Ernährung dienen. Dazu zählen Speise- und Verarbeitungskartoffeln, Leguminosen (insbesondere Ackerbohnen) und Gemüse (insbesondere Kohl). Eine niedrigere deutsche und europäische Kartoffelernte führte zu einem höheren Preisniveau im Speise- und Verarbeitungsbereich. Auch in unserem Speisekartoffelgeschäft wurde die niedrigere Menge durch höhere Wertumsätze überkompensiert. Immerhin wurden über 36.000 t umgesetzt. Insgesamt umfasste der Export direkt oder über Dritte 22.000 t der aufgenommenen Speise- und Verarbeitungskartoffeln. Nach der Übernahme des operativen Bohnengeschäfts von FAVA-TRADING GmbH & Co. KG und der Integration des Kohlgeschäfts der Firma L. Matzen & Sohn GmbH in die Muttergesellschaft konnten in beiden Sparten insgesamt 13.000 t umgesetzt wurden. b. Beteiligungen Nach Veränderungen in der Gesellschafterstruktur sind wir nunmehr auch über die NKG mit vier anderen genossenschaftlichen Unternehmen und einem privaten Kartoffelhändler Gesellschafter der Speise- und Verarbeitungskartoffelvertriebsgesellschaft Helle Niedersachsen Raiffeisen Kartoffel GmbH, Hannover (HNG). Der Anteil der NKG beträgt 51 %, unser direkter Anteil daneben 1,2 %. Trotz der genannten schwierigen Rahmenbedingungen hat die HNG auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut mit einem knapp positiven Jahresergebnis abgeschlossen. Zwischen den Gesellschaftern laufen weiterhin Gespräche über eine Neustrukturierung mit dem Ziel einer stärkeren Integration der Aktivitäten. Mit Verträgen vom 30. Juni 2021 hat sich die RAISA eG mit einem Anteil von 30 % an der Vertriebsgesellschaft für prozessierte Bohnen Roland Beans GmbH, Bremen, beteiligt. Mehrheitsgesellschafter ist Roland Mills United GmbH & Co. KG. Beide Gesellschafter haben ihre Standorte in Bremen und Cadenberge an die Gesellschaft unterverpachtet. Unsere Abteilung Foods ist in das Management der Gesellschaft und des Standorts Cadenberge eng eingebunden. Der Abteilungsleiter Foods ist einer der beiden Geschäftsführer von Roland Beans GmbH. Ab dem Geschäftsjahr 2023 rechnet die Gesellschaft mit einem positiven Betriebsergebnis. VIII. Viehgeschäft a. Operatives Geschäft Im Viehgeschäft wirkten sich unterschiedliche Preistendenzen aus: Während das Großviehgeschäft der RAISA Q GmbH & Co. KG eine annähernd stabile Umsatzbasis aufweist, waren die Umsätze bei RAISA piQs GmbH & Co. KG preis- und mengenbedingt rückläufig und konnten nicht zufriedenstellen. Die Rindviehhalter konnten von deutlich erhöhten Erzeugerpreisen profitieren. Bei den Schweinemastbetrieben und den Ferkelerzeugern waren die Erzeugerpreise im ganzen Geschäftsjahr unzureichend. b. Beteiligungen RAISA Q GmbH & Co. KG und RAISA piQs GmbH & Co. KG sind als vollkonsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Als eine Maßnahme zur Verbesserung der Situation rund um den Veredelungssektor haben wir mit der Viehvermarktungsgemeinschaft Aller-Weser-Hunte eG, Asendorf, einen Kooperationsvertrag zur Bündelung der viehgeschäftlichen Aktivitäten abgeschlossen und uns mit Geschäftsanteilen beteiligt. Im Übrigen werden Geschäftsanteile und Aktien an Unternehmen des Westfleisch-Konzerns gehalten. IX. Digitale Produkte und Dienstleistungen a. Operatives Geschäft Der Prozessoptimierung kommt im Agrargeschäft in Zukunft große Bedeutung zu. Mit der Implementierung der digitalen Agrarhandelsplattform akoro wird den Kunden und Mitgliedern insbesondere ermöglicht, mit der Genossenschaft zu kommunizieren, Geschäfte digital abzuschließen und eigene Belege einzusehen. Die Freischaltung erfolgte zum 4. Oktober 2021. Die digitalen Geschäftsfelder erstrecken sich im Übrigen auf die Bereitstellung der Ackerschlagkartei Acker24, von Wetterstationen und von teilflächenspezifischen Applikationskarten sowie die Entnahme von Bodenproben. b. Beteiligungen Die Digitalisierung verändert auch die Geschäftsprozesse der RAISA-Gruppe. Dazu benötigen wir Partner, die ebenfalls über den nötigen finanziellen Rückhalt und das erforderliche Knowhow zur Umsetzung digitaler Projekte verfügen. Dazu bauen wir mit vier anderen genossenschaftlichen Unternehmen unter der Firma Raiffeisen dig-IT-al GmbH, Stade, eine Gesellschaft zur Entwicklung und/oder zum Erwerb von Software und anderer IT-Projekte auf. Unser Anteil beträgt nunmehr 20 %. Folgende Projekte wurden begonnen:
B. Energiegeschäft I. Operatives Geschäft Die RAISA eG versteht sich als Nahversorger und Vollsortimenter im Energiegeschäft. Die Umsätze lagen im klassischen Energiehandelsgeschäft mit Heizöl, Diesel und Holzpellets mengen- und preisbedingt über den Vorjahreswerten. Mittlerweile verfügen RAISA eG und RAISA On GmbH nach dem Erwerb einer Tankstelle auf der Geschäftsstelle in Röbel/Müritz nunmehr über 33 Tankstationen. Der Betrieb und die Mitarbeitenden der Tankshops an den RAISA-Tankstellen wurde ab 1. Januar 2022 von der RAISA On GmbH übernommen. Die Mengen- und Wertumsätze an den Tankstellen, zehn eigenen, zwei verpachteten und zwei unter unserer Marke auftretenden Tankstellenshops sowie 14 Autowaschhallen entwickelten sich positiv. Uber unser Beteiligungsunternehmen Raiffeisen Energie GmbH & Co. KG erfolgt der Vertrieb von leitungsgebundenen Energien unter den Marken R-Gas und R-Strom. Die Verwerfungen auf den internationalen Gas- und Strommärkten führten auch zu negativen Auswirkungen für unser Beteiligungsunternehmen. Liefersicherheit und -verlässlichkeit standen für unser genossenschaftliches Joint Venture dabei im Vordergrund. Neben den konventionellen und alternativen Energien befassen wir uns intensiv mit dem Thema "Grüner Wasserstoff" als Schlüssel für die Energiewende. Durch die Teilnahme an diversen Innovations- und Strategieworkshops sowie die Wahrnehmung eines Mandats im Fachbeirat "H2.N.O.N Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen" sind wir gut vernetzt. Mittel- bis langfristiges Ziel ist die sukzessive Umstellung des Treibstoffs unseres eigenen Lastenverkehrs auf Wasserstoff und die Versorgung unseres Geschäftsgebietes mit Wasserstoff über unsere bestehenden oder neue Tankstellen. II. Beteiligungen Spätestens seit dem Beginn der sogenannten Energiewende ist klar, dass der Energiemix insgesamt zu komplexeren Strukturen im Energiegeschäft führt. Neben der Stärkung unserer operativen Geschäftseinheit haben wir dieses Geschäftsfeld vertieft und uns auch über Beteiligungen enger mit anderen Partnern vernetzt. Dabei sind fünf Bereiche von größerer Bedeutung hervorzuheben:
C. Einzelhandel I. Operatives Geschäft Durch die laufende Entwicklung der Standorte haben sich die Raiffeisen-Märkte fest als Nahversorger im ländlichen Raum etabliert. Die Nähe zu ihren Kunden erwies sich für die Märkte während der Corona-Pandemie als Wettbewerbsvorteil und führte zu Umsatzsteigerungen. Dieses hohe Niveau der Vorjahres konnte im laufenden Geschäftsjahr gehalten werden. Das breite Sortiment in den Raiffeisen-Märkten hilft, Trends aufzugreifen und Umsatzrückgänge in einzelnen Warenbereichen auszugleichen. Daraus ergibt sich ein stabiles Geschäft, das hilft, Risiken aus Geschäftsfeldern mit wesentlich stärker volatilen Preisen abzumildern. An 5 Standorten erweitert eine Floristik-Abteilung das Angebot der Raiffeisen-Märkte. Die Umsatzentwicklung verlief hier analog zu den Raiffeisen-Märkten. Die Aktivitäten im Baustoffgeschäft wurden in den Vorjahren konsolidiert und beschränken sich in den Raiffeisen-Märkten i.d.R. auf Mitnahmeartikel. Das Angebots- und Auftragsgeschäft wird verstärkt über das Beteiligungsunternehmen team baucenter raisa GmbH & Co. KG abgewickelt. II. Beteiligungen Die RAISA eG und die team SE, ein Tochterunternehmen des dänischen dlg-Konzerns, haben ihre Baustoffhandelsaktivitäten in den Bundesländern Niedersachsen, Bremen und Hamburg im Gemeinschaftsunternehmen team baucenter raisa GmbH & Co. KG, Stade, (assoziiert) gebündelt, das mit noch vier Baucenter-Standorten in Stade, Hemmoor, Bremervörde und Bremen zu den Marktführern im Elbe-Weser-Raum gehört. Unser Anteil beträgt 15 %. Umsatzentwicklung und Ergebnis waren im Geschäftsjahr 2021 positiv. Auch in Zeiten von Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg berichtet die Firma trotz der erheblichen Belastungen weiterhin über positive Umsatz- und Ergebnisentwicklungen. Die RAISA eG hält einen Anteil an der team SE, Süderbrarup, von 0,12 %. Die Beteiligung enthält stille Reserven. Mit Beschluss der Hauptversammlung der team SE vom 29. Juni 2022 wurde die Haupt-Genossenschaft Nord AG, Kiel, an der die RAISA eG ebenfalls einige Aktien hält, in die team SE integriert. Der Online-Vertrieb von Raiffeisenmarktartikeln (B2C) wird über die Website raiffeisenmarkt.de abgewickelt. Dazu haben wir mit der AGRAVIS und anderen Genossenschaften die Firma Raiffeisen Webshop GmbH & Co. KG, Münster, gegründet. Die Entwicklung verläuft plangemäß. Unsere Tochtergesellschaft RAISA On GmbH, Stade, (vollkonsolidiert) betreibt neben den drei Farbentankstellen unserer Gruppe in Bexhövede (Marke "Shell"), Cuxhaven und Hemmoor (Marke "Esso") seit 1. Januar 2022 auch die acht Tankshops der RAISA-Tankstellen. Seit diesem Zeitpunkt ist die RAISA On GmbH vollkonsolidiert. Im Übrigen ist die RAISA On GmbH Gesellschafter der Brennerei Rockstedt GmbH & Co. KG. Die letzten Jahres- und Betriebsergebnisse beider Gesellschaften waren positiv. Das Geschäftsjahr wurde an das des Mutterunternehmens angepasst. Aus diesem Grund wurde der Jahresabschluss für ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 30. Juni 2022 erstellt. D. Logistik I. Operatives Geschäft Der Geschäftsstellenlogistik sind die großen landwirtschaftlichen Geschäftsstellen zugeordnet. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde mit der Integration der Standorte in Röbel und Altenhof begonnen. Durch die Inbetriebnahme des Stückgut-Logistikzentrums in Apensen haben wir die Prozesse für Warenvertrieb, -annahme, -umschlag und -auslieferung verändert und optimiert. Nunmehr liegt der Fokus auf der Anpassung der Prozesse auf den landwirtschaftlichen Geschäftsstellen. Die Transportlogistik umfasst den eigenen Werksverkehr und das Speditionsgeschäft. Im eigenen Werksverkehr werden 53 ziehende Einheiten eingesetzt. Das Speditionsgeschäft wird seit dem 1. Dezember 2020 durch die RAISA DHT GmbH in einer eigenen Einheit geführt, in der 86 weitere eigene ziehende Einheiten und daneben zusätzlich fremde Einheiten disponiert werden. Die RAISA DHT GmbH hat im ersten vollen Geschäftsjahr die angestrebte Umsatzmarke von 20 Mio. € übertroffen. II. Beteiligungen Die für die Zusammenfassung des Speditionsgeschäfts gegründete Tochtergesellschaft RAISA DHT GmbH konnte im Geschäftsjahr 2021/2022 - wie berichtet - die Planumsatzzahlen erreichen und erzielte ein positives Jahresergebnis. Die RAISA DHT ist als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. E. Immobilienverwaltung I. Operatives Geschäft Die Genossenschaft verfügt über umfangreiches eigenes Immobilienvermögen, das auf die betrieblichen Belange ausgerichtet ist oder wird. II. Beteiligungen
• Investitionen und Instandhaltungen Zu Beginn des Geschäftsjahres 2021/22 haben wir einen Investitionsrahmenplan für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2026 aufgestellt. Der Plan wird jährlich angepasst. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 9,1 Mio. € (EA) und 12,3 Mio. € (KA) in das Sachanlagevermögen investiert. Weitere 4,8 Mio. € (KA) bzw. 3,7 Mio. € (EA) wurden für Instandhaltungsmaßnahmen (inklusive interner Aufwendungen) aufgewendet. Investitionen dieser Größenordnung sind nur vor dem Hintergrund einer gut geordneten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage darstellbar. Voraussetzung für die Umsetzung des Plans waren Entscheidungen unserer Generalversammlung, wesentliche Teile der Gewinne den Rücklagen zuzuführen und damit ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sachanlagevermögen und wirtschaftlichem Eigenkapital sicherzustellen. Wesentliches Ziel unserer Investitionen in Sachanlagen ist die Steigerung von Kundenzufriedenheit und Produktivität durch eine Verbesserung der Arbeitsabläufe und eine bessere Nutzung der Kapazitäten. Die bedeutenden Investitionen betrafen folgende Sachverhalte:
• Umlaufvermögen Das gestiegene Geschäftsvolumen sowie die Inflation und insbesondere der Anstieg der Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse und Betriebsmittel führten auch unterjährig zu einer deutlichen Erhöhung des Vorratsbestandes und des Forderungsvolumens. Zum Geschäftsjahresultimo wirkten sich insbesondere höhere Düngemittelbestände aus. • Finanzierung Die Finanzierung der Sachanlageinvestitionen von 12,3 Mio. € (KA) und 9,1 Mio. € (EA) und die Verminderung bei den Finanzanlagen um 0,1 Mio. € (KA) bzw. 0,7 Mio. € (EA) erfolgte durch ordentliche Abschreibungen von 6,0 Mio. € (KA) bzw. 4,5 Mio. € (EA), die vorgesehenen Rücklagenzuführungen von 4,7 Mio. € (KA/EA) und die Erhöhung der Geschäftsguthaben um 0,8 Mio. € und damit überwiegend aus Innenfinanzierung. Die Anlagendeckungsquote beträgt nunmehr 86 % (EA 76 %). Unter Berücksichtigung der voll rückgedeckten Pensionsrückstellungen ergibt sich im KA eine Anlagendeckungsquote von 97 %. Durch das unverändert sehr gute Rating des Unternehmens blieben die Refinanzierungskosten vergleichsweise günstig. Der finanzielle Rückhalt - auch durch vorhandene Kreditlinien - ist groß. Zur Absicherung unseres Investitionsprogramms haben wir unsere Refinanzierung langfristig ausgerichtet. Um in Anbetracht des stark veränderten Preisniveaus allen Zahlungsverpflichtungen aus dem Ankauf von Agrarerzeugnissen nachkommen zu können, wurden die Kreditlinien bei verschiedenen Instituten angepasst. Die Finanzierung der Gesamtinvestitionen des mittelfristigen Investitionsplans soll neben Rücklagenzuführungen und Abschreibungen auch weiterhin durch Veräußerung nicht betriebsnotwendigen Vermögens erfolgen. Für die Finanzierung des Umlaufvermögens standen jederzeit ausreichend Kreditlinien zur Verfügung. • Personal- und Sozialbereich Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat sich durch die Firmenübernahmen erhöht. Die Beschäftigungssicherheit, die Zahlung von Weihnachts- und Urlaubsgeld, eine betriebliche Altersversorgung und eine Krankenzusatzversicherung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Personal- und Erfolgsverantwortung haben zu großer Betriebstreue, hoher Einsatzbereitschaft und Flexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beigetragen. Gerade während der Pandemie hat sich die RAISA-Gruppe als verlässlicher Arbeitgeber erwiesen. Die Ausbildungsquote der RAISA eG ist unverändert hoch. Wir beschäftigten im Geschäftsjahr 2021/22 durchschnittlich 37 Auszubildende für die Berufsbilder Groß- und Außenhandelskaufleute, Einzelhandelskaufleute, Speditionskaufleute, IT-Kaufleute, Kaufleute für Büromanagement und Fachkraft für Lagerlogistik, Müller/-in, Landwirt/-in, Berufskraftfahrer/-in und Florist/-in sowie 13 Jahrespraktikanten und -praktikantinnen, die in berufsbildenden Schulen die Fachhochschulreife erwerben möchten. Mit der Buxtehuder Hochschule 21, der Privaten Hochschule Göttingen Hansecampus Stade, der Berufsakademie Sachsen und der Akademie Deutscher Genossenschaften e.V. bestehen darüber hinaus Kooperationen mit der Zielrichtung eines dualen Studiums, das aus theoretischen und fachpraktischen Elementen besteht, bzw. eines Fernstudiums. Ab dem kommenden Semester werden vier Studentinnen und ein Student auf diese Weise betreut. Nach Abschluss der verschiedenen Ausbildungsgänge erhalten die Auszubildenden grundsätzlich durch die Übernahme in das Angestelltenverhältnis eine berufliche Perspektive. Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen unterstützen im Übrigen die Personalentwicklung. • Produktion Im Mischfutterwerk Apensen wurde im Berichtsjahr wieder qualitativ hochwertiges Mischfutter - sowohl Schweinefutter als auch Rinderfutter - erzeugt. Die Auslastung ist derzeit - wie in der gesamten Futtermittelbranche - nicht voll zufriedenstellend. Die Sicherung des Rohstoffbedarfs erfolgt durch die Aufnahme des in der Region erzeugten Getreides. Der Bezug anderer Komponenten wird durch kontinuierliche Zulieferung auf der Basis langfristiger Kontrakte sichergestellt. Die Rezepturgestaltung erfolgt in ständiger Abstimmung mit unseren Vormischungslieferanten. Ein funktionsfähiges Qualitätsmanagement ist installiert. Die erforderlichen Zertifizierungen liegen vollständig vor. Um ein besseres Monitoring von Vorlieferanten zu ermöglichen, sind wir gemeinsam mit anderen Mischfutterherstellern an der Allianz Futtermittelsicherheit Deutschland eG, Oldenburg, beteiligt. Zur weiteren Verbesserung von Qualität und Quantität wurden und werden laufende Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Zur Abrundung unserer Angebotspalette ist die Genossenschaft an dem assoziierten Unternehmen HL Hamburger Leistungsfutter GmbH (Schwerpunkt Spezialfutter), die über drei Futtermittel-Produktionsstätten im Harburger Hafen verfügt, und an der Produktionsgesellschaft Genossenschafts-Kraftfutterwerk GmbH (Schwerpunkt Mengenmischfutter) mit den Futtermittelwerken in Bremerhaven und Braunschweig beteiligt. • Umweltschutz Die Anlagen und Einrichtungen werden von internen und externen Sachverständigen und den zuständigen Gewerbeaufsichtsämtern regelmäßig geprüft und von unserem geschulten Personal laufend überwacht. Sie entsprechen den hohen Umweltstandards. Gleichwohl ist darauf hinzuweisen, dass aus unserer Sicht eine unverhältnismäßig hohe Regelungsdichte in diesem Bereich oft kostenintensive Investitionsmaßnahmen erforderlich macht. • Beurteilung der Entwicklung durch den Vorstand Die RAISA eG und die gesamte Unternehmensgruppe sind trotz schwieriger Rahmenbedingungen gestärkt aus dem vergangenen Geschäftsjahr hervorgegangen. Eigenkapital und langfristige Finanzierung wurden nochmals verbessert. Die Umsatz- und Ertragsbasis ist breit und diversifiziert. Die Bindung zu Mitgliedern und Kunden ist unverändert eng und vertrauensvoll. Um die Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft rechtzeitig sicherzustellen, wurden die notwendigen strukturellen Anpassungen zur Optimierung der Prozesse und Steigerung der Effizienz fortgesetzt. Unsere Strategie, die Genossenschaft als Unternehmen der Landwirtschaft und Nahversorger des ländlichen Raumes aufzustellen, findet eine breite Resonanz bei Mitgliedern und Kunden. Gleichwohl wird die Genossenschaft durch Politik, Gesellschaft, Mitglieder und Kunden vor zahlreiche Herausforderungen gestellt, an deren Lösungen wir intensiv arbeiten. II. Lage • Vermögens- und Finanzlage Die Strategie des Unternehmens besteht unverändert darin, positive operative Ergebnisse durch Beteiligungserträge und Erträge aus der Veräußerung nicht betriebsnotwendigen Vermögens zu ergänzen und damit auch Spielraum für Investitionen und Zukäufe zu erhalten. Die Kennzahlen zur Vermögenslage weisen stabile und geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aus.
1) Sachanlagen lt. Bilanz / Gesamtkapital lt.
Bilanz
Prozentwerte bezogen auf Bilanzsumme EA/KA
Prozentwerte bezogen auf Bilanzsumme EA/KA Die gute Eigenkapitalquote, der hohe Anlagendeckungsgrad und die positive Struktur des Eigenkapitals sind wichtige Voraussetzungen für die Schaffung des notwendigen finanziellen Rückhalts zur Generierung des erforderlichen zukünftigen Wachstums und der geplanten Investitionen. Auch in Zukunft und insbesondere vor dem Hintergrund des Investitionsplans wird der Eigenkapitalbildung durch Innenfinanzierung zentrale Bedeutung zukommen. Die Umsetzung des Ziels, die Mitgliederbasis über den Bereich der Landwirtschaft hinaus auf einzelne Partner aus dem gesamten vor- und nachgelagerten Bereich der Ernährungswirtschaft auszuweiten, wurde weiter fortgesetzt. Insofern haben sich die Geschäftsguthaben weiter erhöht. Den Mitgliedern soll in Zukunft die Möglichkeit geboten werden, sich auch mit höheren Beträgen als 50 T€ an der Genossenschaft zu beteiligen. Forderungen und Beteiligungen wurden einer kritischen Prüfung unterzogen. Notwendige Einzelwertberichtigungen wurden gebildet. Daneben besteht eine ausreichende handelsrechtliche Pauschalwertberichtigung. Für die Sachanlagen, Beteiligungen, Forderungen und Vorräte bestehen darüber hinaus bei der RAISA eG Pauschalwertberichtigungen, die im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung latente Risiken hinreichend abschirmen. Die Beibehaltungsmöglichkeiten des BilMoG wurden vollständig genutzt. Im Konzernabschluss wurden diese Pauschalwertberichtigungen nicht angesetzt und erhöhen somit das Eigenkapital und die entsprechenden Aktiva. Der Großteil der Rückstellungen betrifft Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Mit einem Gesamtwert von nunmehr 8,4 Mio. € (KA/EA) tragen diese im Wesentlichen rückgedeckten Rückstellungen beträchtlich zur Finanzierung des Unternehmens bei. Die Nettoverschuldung (Bankverbindlichkeiten + Finanzverbindlichkeiten - liquide Mittel) hat sich auf 37,2 Mio. € erhöht (Vorjahr 26,2 Mio. €/KA) bzw. 33,7 Mio. € (Vorjahr 24,0 Mio. €/EA). Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass ein Teil der höheren Vorratsbestände auf Vorauskäufen beruht. Mit der Aufnahme von Finanzkrediten zur Finanzierung der Investitionen haben wir uns auch ein niedriges Zinsniveau für die kommenden Jahre gesichert. Insgesamt ist die Finanzverschuldung als niedrig anzusehen. Der Anteil der Bankschulden an der Bilanzsumme beträgt nur rund 21,4 % (KA) bzw. 23,2 % (EA). Die notwendige unternehmerische Unabhängigkeit ist damit gewährleistet. Die Finanzlage ist unverändert stabil. Der Jahres-Cashflow hat sich im Berichtsjahr positiv verändert und beträgt 11,4 Mio. € (KA). Die Liquidität 3. Grades ist mit 126 % (KA) überdurchschnittlich gut. Gemäß der Kapitalflussrechnung (KA) hat sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit insbesondere durch preislich bedingte höhere Umlauffinanzierung um 7,2 Mio. € auf -2,3 Mio. € deutlich reduziert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigt um 3,5 Mio. € auf 8,9 Mio. € reduzierte Mittelabflüsse. Aus dem Cashflow der Finanzierungstätigkeit ergaben sich um 1,1 Mio. € auf 1,9 Mio. € gestiegene Mittelzuflüsse. Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds um 9,2 Mio. € verringert, was im Hinblick auf bestehende Kreditlinien unproblematisch ist. Die Zahlungsbereitschaft war jederzeit gegeben. Es stehen ausreichende Kreditlinien bei Kreditinstituten zur Verfügung, die im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgenutzt wurden. • Ertragslage
Die Warenroherträge haben sich um 12,9 Mio. € auf 56,6 Mio. € erhöht und liegen damit deutlich über der Prognose. Auch im Einzelabschluss konnten die Warenroherträge gegenüber dem Vorjahresniveau deutlich gesteigert werden. Dabei spielten sechs Faktoren eine wesentliche Rolle:
Die Roherträge im Viehgeschäft konnten den Vorjahreswert nicht erreichen. Während die Erträge bei RAISA Q GmbH & Co. KG zumindest stabil bleiben, wurden Vorjahres- und Planergebnis bei RAISA piQs GmbH & Co. KG verfehlt. Der Anstieg der Dienstleistungserträge beruhte im Wesentlichen auf der Ausweitung des Speditionsgeschäfts der RAISA DHT GmbH. Witterungsbedingt wurden auch deutlich höhere Trocknungserlöse während der Ernte 2021 erzielt. Die Erträge aus der Kartoffelzucht lagen preisbedingt leicht über dem Vorjahreswert. Die ordentlichen Betriebsaufwendungen erhöhten sich um 9,9 Mio. € auf 52,7 Mio. € (KA) bzw. um 3,5 Mio. € auf 36,6 Mio. € (EA). Bei den Personalaufwendungen wirkte sich neben den beschriebenen Firmenübernahmen die tarifliche Steigerung von 1,5 % zum 1. Januar 2022 belastend aus. Die Personalkostenquote beträgt 43 % (KA) bzw. 43 % (EA) und liegt damit insgesamt im Rahmen des Zielkorridors. Bei der Beurteilung ist zu berücksichtigen, dass die gesamten betrieblichen Abläufe durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beeinträchtigt waren und daher hohe Kosten verursachten. Die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat ist insgesamt vertrauensvoll und konstruktiv. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wirkten sich insbesondere die Kfz-Betriebskosten, Mautgebühren und Reparaturen für das erweiterte Speditionsgeschäft aus. Die Instandhaltungsaufwendungen der Unternehmensgruppe erhöhten sich um 1,4 Mio. € auf 4,8 Mio. €. Daneben spielten höhere Aufwendungen für IT und Versicherungen eine wichtige Rolle. Die Abschreibungen stiegen als Folge der durchgeführten Investitionen plangemäß an und betragen inzwischen 6,0 Mio. € (KA) bzw. 4,5 Mio. € (EA). Das operative Betriebsergebnis erhöhte sich damit insgesamt und liegt daher auch deutlich über der Prognose. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Herausforderungen durch den Krieg, die Pandemie, die Firmenübernahmen und die branchenbedingten Aufgabenstellungen muss das Betriebsergebnis als sehr gut angesehen werden. Das Finanzergebnis ist durch einen etwas niedrigeren Zinssaldo und ein zufriedenstellendes Beteiligungsergebnis gekennzeichnet und entspricht der Prognose. Im Hinblick auf die gesetzliche Änderung zur Anpassung des Abzinsungszinssatzes für Pensionsrückstellungen besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von 540 T€ im Einzelabschluss der RAISA eG. Mit den Mitgesellschaftern der wesentlichen Beteiligungen besteht Einvernehmen darüber, dass eine Stärkung der Unternehmen auch durch Gewinnthesaurierungen erfolgen soll, sofern Eigenkapitalbildung und Wachstumsaussichten dies erfordern. Da alle betreffenden Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr erfreuliche Ergebnisse ausgewiesen haben, ist der Wert unserer Beteiligungsunternehmen gestiegen. Das Betriebsergebnis nach Finanzergebnis betrug 7,8 Mio. € (KA) bzw. 7,3 Mio. € (EA) und lag mit einer Umsatzrendite von 1,2 % (KA) am oberen Rand der betriebswirtschaftlichen Erfordernisse. Das betriebsneutrale Ergebnis war insbesondere durch Risikovorsorgemaßnahmen geprägt. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt 7,5 Mio. € (KA) bzw. 6,7 Mio. € (EA) und entspricht den betriebswirtschaftlichen Anforderungen. Nach Abzug der Ertragsteuerbelastung verbleibt ein Jahresergebnis von 5,3 Mio. € (Vorjahr 3,3 Mio. € im KA) bzw. 4,6 Mio. € (Vorjahr 1,9 Mio. € im EA), das als Rücklagendotierung zur Stärkung des Kapitalrückhalts verwendet werden soll. An die Mitglieder der RAISA eG soll daneben eine Dividende in Höhe von 2,75 % gezahlt werden. III. Risikobericht Risikomanagement allgemein Die in den letzten Jahren wesentlich höhere Volatilität an den internationalen Finanz- und Rohstoffmärkten und die anhaltende Verunsicherung an den Kapitalmärkten hat sich während der Pandemie nochmals erhöht. Ein funktionsfähiges Risikomanagementsystem als Instrument der Unternehmensführung wird daher immer wichtiger. Der Vorstand hat ein System zur Früherkennung, Überwachung und Steuerung bestandsgefährdender und sonstiger wesentlicher Risiken der künftigen Entwicklung installiert. Dieses System soll weiter ausgebaut werden. Es besteht eine funktionsfähige Betriebsorganisation, deren wesentliche Inhalte schriftlich fixiert und in einem Organisations-Handbuch zusammengefasst sind. Aufgabenbereiche, Kompetenzen, Vertretungen und gegenseitige Kontrollen innerhalb des Vorstands sind in der Satzung, in den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat und im Geschäftsverteilungsplan hinreichend geregelt. Zur Unterstützung des Vorstands wird das Controlling in der Abteilung Konzern-Rechnungswesen von einer besonderen Stelle aus durchgeführt. Es besteht eine Interne Revision, die dem Vorstand direkt berichtet. Die Geschäftsführung des Vorstandes unterliegt der Überwachung des Aufsichtsrates. Zur Erfüllung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat einzelne Ausschüsse gebildet. In regelmäßig stattfindenden Sitzungen informiert sich der Aufsichtsrat über die Entwicklung des Unternehmens und die Geschäftspolitik. Entscheidungen von großer Tragweite bedürfen nach der Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats. In wöchentlich wiederkehrenden Abteilungsleitersitzungen werden alle wichtigen unternehmerischen Entwicklungen innerhalb der ersten und zweiten Führungsebene kommuniziert. Die gegebenenfalls notwendige unverzügliche Einleitung von Steuerungsmaßnahmen ist dadurch sichergestellt. Die erkennbaren wesentlichen Risiken werden erfasst, potenzielle Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten ermittelt und Steuerungs- und Kontrollinstrumente zur Minimierung der Risiken implementiert. Die wesentlichen Plandaten der einzelnen Unternehmensbereiche werden in Eckwert- und Investitionsplanungen zusammengefasst und laufend aktualisiert. Mit Hilfe monatlicher Zwischenbilanzen, Erfolgsübersichten, Ergebnisvorschaurechnungen und Geschäftsspartenberichten wird die Unternehmensplanung einer laufenden Soll-/Ist-Kontrolle unterzogen und den tatsächlichen Gegebenheiten angepasst. Zur Strukturierung und Limitierung der Risiken wurde ein spezieller monatlicher Risikobericht für den Vorstand eingeführt. Der Risikobericht umfasst fünf Teile:
Im laufenden Geschäftsjahr wird die endgültige Überarbeitung der Risikoberichterstattung mit dem Ziel einer Erfassung der gesamten Unternehmensgruppe und einer Anpassung an den größeren Geschäftsumfang angestrebt. Marktpreisrisiken Die für das Unternehmen wichtigen Märkte werden von der Geschäftsführung und den jeweiligen Abteilungsleitern täglich beobachtet. In den wöchentlichen Abteilungsleitersitzungen sowie den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse werden die Markttendenzen diskutiert. Die Ergebnisse bilden die Grundlage unternehmerischer Entscheidungen. Die wichtigen Entscheidungen im abgelaufenen Geschäftsjahr in den definierten Risikofeldern (Getreide und Futterrohstoffe, Düngemittel, Energie, Kartoffeln) wurden durch eine enge Abstimmung von Vorstand und zuständigen Abteilungsleitern getroffen. Termingeschäfte mit Kunden und Lieferanten werden in handelsüblicher Höhe abgewickelt. Darüber hinaus werden an einzelnen Terminbörsen Geschäfte zur Absicherung von Handelspositionen abgeschlossen. Es erfolgt eine ständige zeitnahe Kontrolle und Bewertung. Risiken sind ausreichend abgeschirmt. Forderungsrisiken / Risiken aus Beteiligungen Die Forderungen an Kunden und Abnehmer werden laufend kritisch überwacht und überprüft. Die Abnehmerforderungen werden in der Regel durch Kreditversicherungen abgeschirmt. Die Kundenforderungen werden zu großen Teilen durch das SEPA-Lastschriftverfahren reguliert. Im Übrigen werden handelsübliche Zahlungsziele gewährt. Bei Überschreitungen dieser Zahlungsziele bestehen klar definierte Prozesse zur Bearbeitung der betreffenden Forderung. Bei problematischen Forderungen wird das innerbetriebliche Mahnverfahren eingesetzt. In Einzelfällen werden Inkassounternehmen sowie externe Rechtsanwaltskanzleien eingeschaltet. Um den erhöhten Anforderungen an die Forderungsüberwachung gerecht zu werden, besteht eine Sparte Debitorenmanagement, die organisatorisch in der Abteilung Recht/Personal angesiedelt ist. Der Vorstand sieht es nicht als geschäftspolitische Zielsetzung des Unternehmens an, Finanzierungsgeschäfte zu betreiben. Diese Geschäfte sind den Kreditinstituten vorbehalten. Wenn es gleichwohl im Rahmen des Warenbezugsgeschäfts zu keiner Regulierung einzelner Forderungen im Rahmen des gesetzten Zahlungsziels kommt, wird ein risikoadäquater Zinssatz erhoben, der sich derzeit noch am Zinssatz der Kreditinstitute für Kreditüberziehungen zuzüglich eines Risikozuschlags orientiert. Bei der Stellung von banküblichen Sicherheiten ist gleichwohl im Einzelfall nach Absprache die Gewährung eines günstigeren Zinssatzes möglich. Im Übrigen hat die Genossenschaft der Tatsache Rechnung zu tragen, dass einzelne Marktbegleiter Handelsgeschäfte mit Kreditvergaben verquicken. In Einzelfällen müssen auch wir daher bei nachgewiesener Bonität Rücksicht auf unsere Wettbewerbsfähigkeit nehmen. Sämtliche Kundenforderungen werden nach vier Risikogruppen klassifiziert. Dabei spielen die wirtschaftlichen Verhältnisse und gegebenenfalls gestellte Sicherheiten der Debitoren eine große Rolle. Die Forderungen mit erhöhtem Wagnis und risikobehaftete Forderungen werden laufend durch die Sparte Debitorenmanagement überwacht. Die Geschäftsführung wird über besondere Vorgänge umgehend informiert. Die Blankoanteile der nicht ganz bedenkenfreien Forderungen (Risikogruppe 2), der Forderungen mit erhöhtem Wagnis (Risikogruppe 3) und der akut risikobehafteten Forderungen (Risikogruppe 4) sind im Einzelabschluss unverändert voll durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen abgeschirmt. Im Rahmen der Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrats besteht ein Prüfungsausschuss, der einmal jährlich eine Gesamtprüfung der Forderungen vornimmt und ansonsten im Bedarfsfall zusammentritt. Bei Forderungen ab einer bestimmten Höhe wird die erforderliche Zustimmung des Prüfungsausschusses eingeholt. Die deutlich erhöhten Betriebsmittelpreise im Frühjahr erforderten deutlich höhere Kreditlinien für die Kunden der Risikogruppe 1 (=einwandfreie Forderungen). Das Management dieses Vorgangs war arbeitsintensiv. Im Ergebnis haben wir festgestellt, dass sich die Risikogruppenstruktur unseres Forderungsportfolios gegenüber dem Vorjahreswert zum 30. Juni 2022 nochmals verbessert hat. Die Beteiligungsunternehmen werden anhand zeitnaher Unterlagen über deren wirtschaftliche Verhältnisse (z. B. Jahresabschlüsse, Zwischenbilanzen) analysiert und durch die Teilnahme an den jeweiligen Gesellschafterversammlungen überwacht. Im Aufsichtsrat besteht ein Kartoffel- und Beteiligungsausschuss, der die Entwicklung der bedeutenden Beteiligungen des Unternehmens mindestens zweimal jährlich prüft. Der Kartoffel- und Beteiligungsausschuss wirkt darüber hinaus bei Investitionsentscheidungen der Beteiligungsunternehmen mit. Betriebsrisiken Für erkannte Risiken besteht - soweit sinnvoll - Versicherungsschutz. Personalrisiken werden durch ein systematisches Auswahlverfahren und fortlaufende interne und externe Qualifizierungsmaßnahmen minimiert. Die Mitarbeiterfluktuation hat auch in der Unternehmensgruppe zugenommen, ist aber weiterhin unterdurchschnittlich. Lieferantenrisiken werden durch intensive Marktbeobachtung, gründliche Prüfung der Lieferungen und in der Regel langjährige Geschäftsbeziehungen eingegrenzt. Produktrisiken haben wir durch die Einführung von Qualitätssicherungssystemen und entsprechenden Auditierungen und Zertifizierungen entgegengewirkt. Rechtliche Risiken werden unter anderem durch unsere Einbindung in den genossenschaftlichen Verbund und die damit verbundene qualifizierte rechtliche und steuerliche Beratung gemanagt. Daneben besteht im Unternehmen eine Abteilung Recht/Personal, die von einem Rechtsanwalt geführt wird. Die Abteilung ist auch für Vertragsangelegenheiten, Prozessführungen und rechtliche Beratungen der einzelnen Unternehmensbereiche und Tochter- und Beteiligungsunternehmen zuständig. Ein Compliance-System mit einer Compliance-Beauftragten wurde implementiert. Ein Compliance-Handbuch wurde eingeführt. Die Compliance-Regeln wurden im Unternehmen kommuniziert. Der Datenschutzbeauftragte wird von einem externen Dienstleister für diesen Bereich gestellt. Zusammenfassung Akute und latente Risiken sind durch Rückstellungen und Wertberichtigungen hinreichend abgeschirmt. Bestandsgefährdende und sonstige wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung sind derzeit und auch für das Folgejahr nicht erkennbar. IV. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) Die geschäftliche Lage des Unternehmens sowie Chancen und Risiken werden im Geschäftsjahr 2022/23 durch folgende Faktoren wesentlich bestimmt:
Diese Einschätzung gilt für alle berechenbaren Szenarien. Sollte es zu weiteren unvorhersehbaren Ereignissen wegen der Pandemie-Folgen oder zu Verwerfungen auf den Finanz- und Rohstoffmärkten kommen, wird die Eckwertplanung laufend angepasst werden. Im Worst Case erübrigt sich jede Prognose. V. Nachhaltigkeitsbericht Als Nachhaltigkeit wird im Rahmen der Taxonomie die Erfüllung von EESG-Kriterien (Economy, Environment, Social, Governance) gewertet. Als Genossenschaft mit einer über hundertjährigen Firmentradition stehen wir für ein nachhaltiges Geschäftsmodell, das Ziele der ökologischen, ökonomischen und sozialen Entwicklung vereint. Das gilt grundsätzlich auch für unsere landwirtschaftlichen Eigentümer, die ihre Familienbetriebe in der Regel bereits über Generationen hinweg nachhaltig führen. Im für uns maßgebenden Genossenschaftsgesetz sind wir als einzige Rechtsform auf einen Unternehmenszweck, nämlich die Förderung des Erwerbs und der Wirtschaft der Mitglieder - und damit eben nicht der Profitmaximierung - festgelegt worden. Mehr als 3.000 Mitglieder bezeugen den Erfolg unserer Genossenschaft in dieser Hinsicht. Über den Nachhaltigkeitscheck, der in Zusammenarbeit mit der VERAVIS GmbH durchgeführt wurde, konnte sich die RAISA eG positionieren und alle nachhaltigen Aktivitäten bewerten. 1. Umwelt Umweltmanagement Im April 2022 wurden die Standorte Stade, Apensen und Fredenbeck als Okoprofit-Betriebe zertifiziert. Dieser Einstieg in ein betriebliches Umweltmanagementsystem stellt eine sinnvolle Ergänzung unserer Zertifizierungen in den Bereichen Qualitäts- und Energiemanagement dar. Begleitet wurde die Auszeichnung durch verschiedene Maßnahmen, beispielsweise die Investition in einen PV-Speicher für unsere Anlage in Fredenbeck, den Bau von E-Ladesäulen in Stade oder die energetisch sinnvolle Sanierung von Bürogebäuden. Insgesamt konnte eine jährliche Einsparung von 746.190 kWh erzielt werden. Der Bestand unserer PV-Anlagen wurde auf 25 Anlagen erweitert, die eine Leistung von 1.900.000 kWh Strom erzeugt haben. Das entspricht ca. 35 % unseres Gesamtverbrauches. Als Saatzucht setzen wir uns für moderne technologische Züchtungsmethoden, beispielsweise die CRISPR/Cas-Methode, ein, die die Pflanzenresistenzen erhöhen und dadurch eine niedrigere Pflanzenschutz- und Düngemittelausbringung auf den Flächen erfordern. Digitalisierung Um Ressourcen einzusparen und Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten, arbeiten die Arbeitskreise Digitalisierung und Prozessmanagement an zahlreichen digitalen Lösungen. Dazu gehört unter anderem die Einführung eines digitalen Schulungs- und Unterweisungstools, das nicht nur Ressourcen bindet, sondern auch für Mitarbeiterschulungen im Bereich der Nachhaltigkeit genutzt werden soll. Digital Farming Um jetzigen und zukünftig noch höheren Anforderungen an Nährstoffeffizienz gerecht zu werden, nutzen wir in Zusammenarbeit mit Landwirten, Lohn- und weiteren Partnerunternehmen Satellitendaten, um mit neuen, innovativen Technologien Saatgut, Dünge- und Pflanzenschutzmittel teilflächenspezifisch und auch einzelpflanzenspezifisch auszubringen. Bei der Anschaffung neuer Pflanzenschutztechnik wird auf Sensoren und teilflächenspezifische Technik gesetzt und somit nicht nur die ökonomischen Anforderungen berücksichtigt, sondern auch sehr stark der ökologische Nutzen fokussiert. Die sukzessive Umstellung auf Flüssigdünger ist ein weiterer wichtiger Baustein zur bedarfsgerechten Nährstoffversorgung. Darauf aufbauend wird über die Beteiligungsunternehmen AGRUM und Agronet gezielt zum Nährstoffeinsatz und der Implementierung und Nutzung von digitalen Dokumentationshilfen Beratung für die Landwirtschaft angeboten. 2. Arbeitnehmer- und Sozialbelange Die RAISA-Gruppe ist tarifvertragsgebunden. Seit Jahrzehnten können unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit jährlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen rechnen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten oberhalb des gesetzlichen Mindestlohnes. Die RAISA eG hat einen Betriebsrat, der sich für die Belange der Beschäftigten einsetzt. Die Beschäftigten werden bei der Bildung ihrer privaten Altersvorsorge unterstützt, in dem wir auf der Grundlage einer Betriebsvereinbarung ab dem ersten Jahr Betriebszugehörigkeit 20 % Arbeitgeberzuschuss und ab dem zehnten Jahr 30 % Arbeitgeberzuschuss gewähren. Über ein digitales Zeiterfassungssystem hält jeder Mitarbeitende seine Arbeitszeiten fest. Überstunden dürfen ausgeglichen werden. Verwaltungstätigkeiten werden in einem Gleitzeitrahmen und nach Möglichkeit teilweise im Mobile Office ausgeübt. Als Ausbildungsbetrieb haben wir 2021/2022 37 Auszubildende beschäftigt. Die Weiterbildung und -entwicklung der Mitarbeitenden wird durch Fortbildungen und Lehrgänge gefördert. Es besteht zudem die Möglichkeit des dualen oder berufsbegleitenden Studiums bei der RAISA eG. Die Kartoffellagerhäuser in Apensen, Fredenbeck und Harsefeld sind FIAS (Freiwillige QS-Inspektion Arbeits- und Sozialbedingungen) zertifiziert. Ein sicheres und risikovorbeugendes Arbeitsumfeld stellen wir durch unser funktionierendes Risikomanagementsystem, eine externe Fachkraft für Arbeitssicherheit und ein stetig weiterentwickeltes Qualitätsmanagementsystem sicher. 3. Achtung der Menschenrechte Die Einführung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes 2023 betrifft die RAISA eG aufgrund der Mitarbeiteranzahl nur indirekt, resultiert aber schon jetzt in der verstärkten Kontrolle durch unsere Geschäftspartner. Kurze Lieferketten und der überwiegend regionale Einkauf sorgen für Transparenz und eine vereinfachte Überwachung aller gesetzlichen Anforderungen. Wir legen Wert darauf, dass für die gleiche Arbeitsleistung alle Beschäftigten auch gleich entlohnt werden. Geschlechterspezifische Unterschiede gibt es nicht. Unser Schwerpunktsektor Landwirtschaft ist durch selbstständige Landwirte geprägt, die in unserem Geschäftsgebiet weit überwiegend männlich sind. Daraus ergibt sich auch die Zusammensetzung des Aufsichtsrates, der aus Inhaberinnen und Inhabern landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetriebe bestehen soll. Auf der letzten Generalversammlung konnten wir ein weibliches Mitglied für den Aufsichtsrat gewinnen. Der Anteil der weiblichen Führungskräfte hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt und liegt aktuell bei 18 %. Diese Entwicklung beruht auf einer ausschließlich auf die Vorqualifikation ausgerichteten Einstellungspolitik. 4. Bekämpfung von Korruption und Bestechung In dem 2016 veröffentlichten Compliance-Handbuch, das für alle Mitarbeiten zugänglich ist und von unserer Abteilungsleiterin Vorstandsstab als Compliance-Beauftragte verwaltet wird, befindet sich auch unsere Anti-Korruptions-Richtlinie. Datenschutz gewähren wir über einen externen Datenschutzbeauftragten. Zusätzlich bereitet die Spartenleitung IT, zusammen mit der Informationssicherheitsbeauftragten, die Zertifizierung nach der VdS 10.000 vor. Dabei handelt es sich um ein Informationssicherheitsmanagementsystem. VI. Forschung und Entwicklung Die RAISA eG arbeitet in der Kartoffelzucht eng mit drei anderen Saatzuchtunternehmen zusammen. Die züchterischen und biotechnologischen Aktivitäten wurden auf die gemeinsame Tochtergesellschaft Böhm-Nordkartoffel Agrarproduktion GmbH & Co. OHG, Hohenmocker, übertragen. Die Kartoffelzucht wird auf mehreren Zuchtstationen und landwirtschaftlichen Betrieben im In- und Ausland betrieben. VII. Zweigniederlassungen Es bestehen Zweigniederlassungen unter den Firmen: Nikolaus Lappe Zweigniederlassung der RAISA eG, 27607 Langen-Debstedt, Oeringer Mühle Zweigniederlassung der RAISA eG, 23845 Oering, Matzen & Sohn Zweigniederlassung der RAISA eG, 25709 Marne, FAVA-TRADING Zweigniederlassung der RAISA eG 21781 Cadenberge AS Agroservice Röbel Zweigniederlassung der RAISA eG, 17207 Röbel.
Stade, 14. November 2022 Axel Lohse, Vorstand Andreas Pape, Vorstand B. Bericht des Aufsichtsratesder RAISA eGIn fünf gemeinsamen Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat sowie acht Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsratsausschüssen sind wir über die Tätigkeit des Vorstandes laufend informiert und insbesondere über die geschäftliche Entwicklung und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens unterrichtet worden. Wir haben in diesen Sitzungen die satzungsgemäß notwendigen Beschlüsse gefasst sowie über erforderliche Maßnahmen und Investitionen beraten und beschlossen. Auch an der Bestandsaufnahme zum Bilanzstichtag haben Mitglieder des Aufsichtsrates mitgewirkt. Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss zum 30. Juni 2022 wurde vom Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Das vorläufige Ergebnis der gesetzlichen Prüfung haben Aufsichtsrat und Vorstand in einer gemeinsamen Sitzung am 3. November 2022 zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstands. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.
Stade, 17. November 2022 Henning Ehlers, Aufsichtsratsvorsitzender Bestandteile zusammengefasster Konzern- und Einzelabschluss 1. Bilanz - Konzern 2. Gewinn- und Verlustrechnung - Konzern 3. Bilanz - Mutterunternehmen 4. Gewinn- und Verlustrechnung - Mutterunternehmen 5. Kapitalflussrechnung - Konzern 6. Eigenkapitalspiegel - Konzern 7. Anhang - zusammengefasst RAISA eG - Konzern1. Bilanz zum 30. Juni 2022Aktivseite
Passivseite
RAISA eG - Konzern2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
RAISA eG - Mutterunternehmen1. Bilanz zum 30. Juni 2022Aktivseite
Passivseite
RAISA eG - Mutterunternehmen2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
RAISA eG - Konzern5. Kapitalflussrechnung (indirekte Methode)
Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung: Der Finanzmittelfonds besteht aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören. 6. Eigenkapitalspiegel
7. Zusammengefasster AnhangA. Allgemeine Angaben Das Mutterunternehmen RAISA eG ist eingetragen im Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Tostedt unter GnR 100 031. Dieser Konzernabschluss und der Jahresabschluss des Mutterunternehmens sind auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches sowie der ergänzenden Vorschriften des Publizitätsgesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnungen folgen dem Gesamtkostenverfahren und entsprechen den Vorgaben der §§ 275 und 312 Abs. 4 Satz 2 HGB. In den Gliederungen der Bilanzen sowie der Gewinn- und Verlustrechnungen ergaben sich keine Veränderungen. Die in den Bilanzen sowie den Gewinn- und Verlustrechnungen angegebenen Vorjahresbeträge sind vergleichbar. Dieses gilt auch für die Übernahme des Geschäftsbetriebs der Oeringer Mühle Rudolf Frahm GmbH & Co. KG ab dem 1. Oktober 2020, der Einbringung des Speditionsgeschäftes in die RAISA DHT GmbH ab dem 1. Dezember 2020 und deren gleichzeitige Übernahme des Geschäftsbetriebes der insolventen DHT-Gruppe sowie der Übernahme des Geschäftsbetriebes der bislang vollkonsolidierten L. Matzen & Sohn GmbH ab dem 1. Juli 2021, deren Verschmelzung auf die bislang nicht einbezogene RAISA On GmbH und deren erstmalige Vollkonsolidierung ab dem 1. Juli 2021. B. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der RAISA eG sind nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung neben der RAISA eG alle Tochterunternehmen gemäß § 290 HGB einbezogen, bei denen es sich nicht um Tochterunternehmen von insgesamt untergeordneter Bedeutung handelt. Für Tochterunternehmen, die sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit betrachtet für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von nachgeordneter Bedeutung sind, wurde in Ausübung der Vorschriften des § 296 Abs. 2 HGB auf die Einbeziehung verzichtet. Die Umsätze dieser Gesellschaften machen sowohl isoliert als auch in Summe weniger als 2 Prozent des Konzernumsatzes aus und die Vermögenswerte entsprechen weniger als 5 Prozent der Konzernbilanzsumme. Mit Verschmelzung der L. Matzen & Sohn GmbH auf die RAISA On GmbH wird letztere erstmals per 01. Juli 2021 voll konsolidiert. Die L. Matzen & Sohn GmbH wurde zum gleichen Zeitpunkt entkonsolidiert. Die Helle Niedersachsen Raiffeisen Kartoffel GmbH wurde wegen Verlust des maßgeblichen Einflusses entkonsolidiert. Soweit von einem in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik eines nicht einbezogenen Unternehmens ausgeübt wird, an dem das einbezogene Unternehmen nach § 271 Abs. 1 HGB beteiligt ist (assoziiertes Unternehmen), wird die Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen grundsätzlich unter einem besonderen Posten in der Bilanz mit entsprechender Bezeichnung ausgewiesen. Soweit bei sonstigen Unternehmen die Assoziierungsvermutung des § 311 Abs. 1 Satz 2 HGB gegeben ist und diese sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit betrachtet für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von nachgeordneter Bedeutung sind, wurde in Ausübung der Vorschriften des § 311 Abs. 2 HGB auf die Einbeziehung verzichtet. Die At Equity-Ansätze dieser Unternehmen machen sowohl isoliert als auch in Summe weniger als 1 Prozent der Konzernbilanzsumme aus. Angaben gemäß § 285 Ziffer 11 HGB bzw. § 313 Abs. 2 Nr. 1, 2 und 4 HGB: Auf die Angaben zu in der nachfolgenden Aufstellung nicht enthaltenen Beteiligungen wird gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB bzw. § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB verzichtet, weil diese für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind.
C. Konsolidierungsgrundsätze Die Abschlüsse der im Konzernabschluss vollkonsolidierten Unternehmen werden grundsätzlich einheitlich entsprechend den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens auf den Stichtag 30. Juni der Muttergesellschaft aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung sowie die Ermittlung der Beteiligungswerte an assoziierten Unternehmen erfolgen auf Basis der Zeitwerte, die den Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten der einzubeziehenden Unternehmen zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen beziehungsweise assoziiertes Unternehmen geworden ist, beizulegen sind (Neubewertungsmethode). Beteiligungen an wesentlichen assoziierten Unternehmen werden At Equity nach der Buchwertmethode bewertet. Eine Anpassung der Jahresabschlüsse an die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden wurde soweit ersichtlich lediglich in Bezug auf latente Steuern vorgenommen. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen vollkonsolidierten Konzerngesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse gemäß § 304 Abs. 1 HGB sind von untergeordneter Bedeutung. Etwaige Unterschiede aus der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden erfolgsneutral behandelt. D. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Aufstellung der Bilanzen sowie der Gewinn- und Verlustrechnungen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Im Einzelabschluss des Mutterunternehmens bestehen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Wertberichtigungen gemäß § 253 Abs. 4 HGB (in der bis zum 28. Mai 2009 gültigen Fassung) wie im Vorjahr in Höhe von 5.390 TEUR, die von den Sachanlagen, Finanzanlagen, Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgesetzt wurden. Zur besseren Darstellung der Vermögens- und Finanzlage wurden diese im Konzernabschluss in voller Höhe gemäß § 308 Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit Artikel 67 Abs. 4 Satz 2 EGHGB unmittelbar in die Ergebnisrücklagen eingestellt. Ferner wurden im Einzelabschluss beibehaltene Aufwandsrückstellungen für unterlassene Instandhaltungen in Höhe von 278 TEUR im Konzernabschluss ergebniswirksam aufgelöst. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die erworbenen Firmenwerte wurden dabei auf den erwarteten Nutzungszeitraum in der Regel von fünf Jahren abgeschrieben. Auf Bauten wurden planmäßige lineare Abschreibungen - teilweise nach fallenden Staffelsätzen - vorgenommen. Bis zum 30. Juni 2010 angeschaffte bewegliche Anlagegegenstände wurden, soweit steuerrechtlich zugelassen, degressiv abgeschrieben. Danach angeschaffte Anlagegegenstände sowie die aus Verschmelzungen übernommenen Anlagegegenstände wurden linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer zur Ermittlung der Abschreibungsbeträge bei den immateriellen Vermögensgegenständen und dem Sachanlagevermögen wird analog der steuerlichen Werte angesetzt, sofern die tatsächliche Nutzungsdauer diesem Ansatz nicht entgegensteht. Die Abschreibung der geringwertigen Wirtschaftsgüter erfolgte entsprechend den steuerlichen Vorgaben. Die Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten / Ausgabebeträgen abzüglich vereinnahmter Tilgungsbeträge bewertet. In Einzelfällen wurden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Anteile an für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlichen assoziierten Unternehmen werden im Konzernabschluss mit dem anteiligen Eigenkapital bilanziert (At Equity-Bewertung). Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, Ausschüttungen und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht beziehungsweise vermindert. Die Vorräte wurden in der Regel mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Ermittlung erfolgte grundsätzlich nach dem Durchschnittsverfahren. In einzelnen Fällen waren Abwertungen auf den niedrigeren Zeitwert erforderlich. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel bewertet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen abgesetzt. Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Latente Steuern gemäß § 274 HGB ergaben sich im Wesentlichen aus abweichenden Bewertungsvorschriften bei entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwerten, der Nutzung von steuerlichen Wahlrechten im Bereich des Sachanlagevermögens, der Fortführung von Aufwandsrückstellungen sowie bei den Rückstellungen für Pensions- und Wiederherstellungsverpflichtungen. Gemäß § 274 HGB wurde in den Einzelabschlüssen der Muttergesellschaft RAISA eG sowie den Tochterunternehmen RAISA Q GmbH & Co. KG und RAISA piQs GmbH & Co. KG auf den Ansatz der mit den passiven verrechneten aktiven latenten Steuern verzichtet. Zur besseren Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde das Wahlrecht im Konzernabschluss nicht ausgeübt. In den Einzelabschlüssen der RAISA DHT GmbH und der RAISA On GmbH werden hingegen aktive latente Steuern ausgewiesen. Latente Steuern gemäß § 308 HGB aus Konsolidierungsmaßnahmen bestehen nicht. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurden die aktuellen Steuersätze in Höhe von 15,00 % für Körperschaftsteuer zuzüglich 5,50 % für Solidaritätszuschlag und 14,18 % für Gewerbesteuer in Ansatz gebracht. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 2.228 TEUR wurden mit den passiven latenten Steuern in Höhe von 1.131 TEUR gemäß § 274 Abs. 1 HGB verrechnet. Die Veränderung der bilanzierten latenten Steuern führte im Geschäftsjahr zu einem Aufwand in Höhe von 5 TEUR, der im Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen wird. Die Geschäftsguthaben werden zum Nennwert bilanziert. Für laufende Pensionen und Pensionsanwartschaften wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Teilwertverfahrens Rückstellungen gebildet. Für die Bestimmung der Sterbe- und Invaliditätswahrscheinlichkeit wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Für den Lohn- und Gehaltstrend sowie den Rententrend wurden jeweils 2,85 % angesetzt. Gemäß § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB wurde als Rechnungszins der von der Deutschen Bundesbank auf Grund der Rückstellungsabzinsungsverordnung für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz von 1,78 % angesetzt. Der Zeitraum für die Durchschnittsermittlung dieses Zinssatzes wurde mit 10 Jahren angesetzt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben. Bei Rückstellungen, die nicht innerhalb eines Jahres fällig sind, wurden die Erfüllungsbeträge aus Erfahrungen der Vergangenheit abgeleitet und entsprechend § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB auf den Gegenwartswert abgezinst. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten sind gebildet worden. RAISA eG - KonzernEntwicklung des Anlagevermögens
In den Zu-/Abgängen sind Ergebnisanteile aus der Fortschreibung der Equity-Wertansätze in Höhe von 90.302,39 EUR (Anteile an verbundenen Unternehmen) und in Höhe von 564.751,99 EUR (Anteile an assoziierten Unternehmen) enthalten. RAISA eG - MutterunternehmenEntwicklung des Anlagevermögens
F. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. BILANZ In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen gegen verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
Die Kapitalrücklage betrifft Geschäftsguthaben ehemaliger Mitglieder, bei denen die Anspruchsberechtigten nicht mehr zu ermitteln sind. Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 540 TEUR. Gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ist der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag für die Ausschüttung gesperrt. Weitere Ausschüttungssperren können dem Konzern-Eigenkapitalspiegel entnommen werden. In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Personalverpflichtungen, Verpflichtungen gegenüber der Berufsgenossenschaft, Wiederherstellungsverpflichtungen, unterlassene Instandhaltungen, drohende Verluste, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Garantieverpflichtungen und andere ungewisse Verbindlichkeiten enthalten. Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
Von den Verbindlichkeiten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB:
Es bestehen keine Verpflichtungen, die die Altersversorgung oder solche gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen betreffen. Aufgrund vorliegender Unterlagen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen der Hauptschuldner ist mit einer Inanspruchnahme der ausgewiesenen Haftungsverhältnisse zurzeit nicht zu rechnen. Angaben zu Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB Zur Steuerung gegenwärtiger und künftiger Preisrisiken aus dem Futtermittel- und Getreidehandel werden Warenterminkontrakte eingesetzt. Diese Instrumente dienen dabei ausschließlich der Sicherung operativer Grundgeschäfte; zusätzliche Risiken entstehen daher nicht. Die Transaktionen werden ausschließlich in marktüblichen Geschäften getätigt und nicht zu spekulativen Zwecken vorgenommen. Diese Sicherungsgeschäfte im Gesamtvolumen von 23,0 Mio. EUR (Mutterunternehmen 23,0 Mio. EUR) werden getrennt nach Artikeln als Bewertungseinheiten zum Bilanzstichtag als schwebende Ein- und Verkaufskontrakte zusammengefasst. Die einander gegenläufigen Wert- und Zahlungsstromänderungen aus den verschiedenen Elementen der Bewertungseinheit gleichen sich grundsätzlich aufgrund der Bezugnahme auf identische Mengenparameter bei der Abwicklung der Geschäfte - die regelmäßig innerhalb des Folgejahres erfolgt - aus. Zur teilweisen Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus der Inanspruchnahme von saisonalen Krediten bestehen Cap-Geschäfte mit einem aktuellen Basisbetrag von 750 TEUR. Der anhand der Barwertmethode ermittelte positive Marktwert zum 30. Juni 2022 beträgt gemäß Mitteilung unseres Geschäftspartners 5.230 EUR. Dieser wurde entsprechnd § 252 HGB nicht aktiviert. II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Der Posten ,Zinsen und ähnliche Aufwendungen' enthält folgende Aufwendungen im Zusammenhang mit der Abzinsung von Rückstellungen (EUR):
In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende betriebsneutrale oder periodenfremde Erträge und Aufwendungen enthalten (EUR):
In den nachfolgend aufgeführten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind Erträge und Aufwendungen aus / an verbundene(n) Unternehmen enthalten (EUR):
G. Sonstige Angaben Der Gewinnverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens lautet wie folgt: Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 4.575.818,71 EUR - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von 73.194,40 EUR - (Bilanzgewinn 4.649.013,11 EUR) wie folgt zu verwenden:
Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind (TEUR):
Die vorgenannten Dauerschuldverhältnisse haben Restlaufzeiten bzw. sind kündbar in einem Zeitraum von bis zu 10 Jahren. Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 39,75 Auszubildende (Mutterunternehmen 36,75) beschäftigt. Mitgliederbewegung
Die Haftsummen haben sich durch Verzicht auf die Haftsumme durch Satzungsänderung gemäß Beschluss der Generalversammlung vom 26. November 2021 im Geschäftsjahr um 919.200,00 EUR vermindert. Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. Hannoversche Straße 149 30627 Hannover Weitere Bestandteile des Konzernabschlusses Für das Konzerngeschäftsjahr 2021/22 wurde eine Konzern-Kapitalflussrechnung erstellt. Die Darstellung erfolgte gemäß dem Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 21 (DRS 21) in Verbindung mit § 342 Abs. 2 HGB. Für das Konzerngeschäftsjahr 2021/22 wurde ein Konzern-Eigenkapitalspiegel erstellt. Die Darstellung erfolgte gemäß dem Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 22 (DRS 22) in Verbindung mit § 342 Abs. 2 HGB. Offenlegung Die RAISA eG ist das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den kleinsten und auch den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist im elektronischen Bundesanzeiger abrufbar. Die Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB wird für die RAISA DHT GmbH und die RAISA On GmbH in Anspruch genommen. Nachtragsbericht Mit Wirkung vom 1. Juli 2022 wurde die Tochtergesellschaft RAISA piQs GmbH & Co. KG auf die Tochtergesellschaft RAISA Q GmbH & Co. KG verschmolzen. Die Eintragungen erfolgten am 5. September 2022. Auswirkungen auf den Einzel- und Konzernabschluss ergeben sich daraus nicht. Mitglieder des Vorstands
Mitglieder des Aufsichtsrats
Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an:
Stade, 14. November 2022 RAISA eG Lohse Pape RAISA - KonzernBestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die RAISA eG, Stade Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der RAISA eG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem zusammengefassten Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der RAISA eG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 14 Abs. 1 PublG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach § 13 PubIG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 14 Abs. 1 PubIG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 8. Dezember 2022 Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. Katharina Begemann, Wirtschaftsprüferin Michael Grimme, Wirtschaftsprüfer RAISA eG - MutterunternehmenBestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die RAISA eG, Stade Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der RAISA eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie den zusammengefassten Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 17. November 2022 Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. Katharina Begemann, Wirtschaftsprüferin Michael Grimme, Wirtschaftsprüfer |
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