Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 5735
Eingetragen
8.7.1992
Branche
Wärme- und KältehandelWassergewinnung mit Fremdbezug zur VerteilungTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
Versorgung anderer mit Energie, Fernwärme, Breitband und Wasser; Abwasserbeseitigung; Erwerb von Grundstücken zum Zwecke der anschließenden Vermarktung, Bau und Betrieb der hierzu erforderlichen Anlagen sowie Vornahme aller damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nadine Rademann
seit 17.9.2025
Prokura
Erik Hartig
seit 17.9.2025
Prokura
Patrick Kühni
seit 27.10.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert75.50% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (7)

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Stadt Meerane
Germany
2.091.000 €
51.00%
Germany
1.004.500 €
24.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stadtwerke Meerane GmbH

Meerane

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens - Geschäftsmodell

Die Stadtwerke Meerane GmbH (SWM) ist ein regionales Energieversorgungsunternehmen und beliefert zuverlässig das Versorgungsgebiet in Meerane mit Elektrizität, Erdgas und Telekommunikationsdienstleistungen. Im Stadtgebiet Meerane werden in zwei Heizhäusern in Verbindung mit eigenen BHKWs Strom und Wärme erzeugt, um Wohnungsunternehmen, öffentliche Einrichtungen, Gewerbe und private Wohnungen mit Fernwärme zu versorgen.

Die Gewährleistung der Versorgungssicherheit, ein kundenorientierter Vertriebsservice, Einsatz von umweltfreundlichen Technologien, Nachhaltigkeit und die Vermeidung des Ausstoßes von klimaschädlichen Gasen sind, sofern dies technisch und betriebswirtschaftlich sinnvoll ist, die Hauptziele der Geschäftstätigkeit der SWM.

Die Gesellschaftsstruktur der SWM mit der Stadt Meerane (51%), der Thüga AG (24,5%) und der envia Mitteldeutsche Energie AG (24,5%) ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen

Das Jahr 2023 war weiterhin geprägt von den multiplen Krisen der Vorjahre und damit einherge henden Entwicklungen. Das gestiegene Preisniveau aufgrund der stagnierend hohen Energiekosten sowie der Verbraucherpreisinflation führt zu einer gesamtwirtschaftlichen Stagnation mit rezessiven Tendenzen, die sich auch in 2024 fortsetzen wird.

Im 1. Quartal 2023 konnte noch ein geringes Wirtschaftswachstum beobachtet werden. Im Jahresverlauf schwächte die Konjunktur deutlich ab. Im 2. und 3. Quartal 2023 wurde ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) verzeichnet. Hauptverantwortlich waren die zögerlichen wirtschaftlichen Aktivitäten in Industrie und privatem Konsum nach dem Krisenjahr 2022. Während die Wirtschaftsleistung das Ausgangsniveau vor der Corona-Krise erreicht hat, hat der starke Anstieg der Energiepreise die Erholung erheblich gebremst und zu Produktionsrückgängen geführt. Im privaten Bereich sorgt die starke Verbraucherpreisinflation für einen starken Rückgang der Kaufkraft. Für 2024 gehen die führenden deutschen Wirtschaftsförderungsinstitute zwischenzeitlich ebenfalls von einem Rückgang des BIP von -0,1% aus (Quelle: Ifo-Institut - Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2024 vom 26. September 2024).

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland ist in 2023 erneut zurückgegangen. Während von 2021 auf 2022 bereits ein Rückgang von -4,7% zu verzeichnen war, hat sich die Situation noch einmal verschärft. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Primärenergieverbrauch in 2023 nochmals um -7,9% zurück und liegt damit mehr als ein Viertel unter dem bisherigen Höchststand von 1990. Zurückzuführen ist dies vordergründig auf die rezessive wirtschaftliche Leistung in Deutschland. Produktionsrückgänge in der Industrie hatten spürbare Auswirkungen auf den Energieverbrauch. Hinzu kommt das stagnierend hohe Energiepreislevel. Die milde Witterung ist analog zum Vorjahr zu betrachten, so dass im Jahresvergleich insoweit kein Einfluss auf den Energieverbrauch zu verzeichnen ist. Ein verbrauchssteigernder Effekt ergibt sich lediglich aus dem migrationsbedingten demografischen Wandel und damit einhergehend einem Gesamtbevölkerungswachstum von mehr als einer Mio. Menschen (Quelle: bdew - Die Energieversorgung 2023: J ahresbericht).

Eine einschlägige Veränderung gab es im Bereich des Primärenergieverbrauchs hinsichtlich der Kernenergie. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war ein Rückgang von -79,2% zu verzeichnen, der auf den Streckenbetrieb der drei letzten deutschen Kernkraftwerke und deren endgültige Stilllegung zum 14. April 2023 zurückzuführen ist. Ein Anstieg ist lediglich bei den Erneuerbaren Energien mit einem Plus von 2,3% Erstmals seit 2002 war Deutschland im vergangenen J ahr wieder Netto-Stromimporteur. Während die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um -24% sanken, stiegen die Importe um 38% an. Es ergibt sich ein Importüberhang von 9,2 Mrd. kWh (Quelle: bdew - Die Energieversorgung 2023: Jahresbericht).

1.2. Energierechtliche Entwicklungen

Das J ahr 2023 war ein J ahr klimatischer Extreme. Dies führte auf politischer Ebene zur Fortführung der Strategie des alternativlosen Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen. Dieser wurde im Dezember 2023 im Abschlussdokument der Weltklimakonferenz erstmals als explizites Ziel ausformuliert. Die Treibhausgasemissionen sanken in 2023 zwar auf den niedrigsten Stand seit 90 Jahren, nur 15% dieser Emissionsminderungen gelten jedoch als langfristig gesichert, da sie auf den Ausbau erneuerbarer Energien, Effizienzsteigerungen sowie den Umstieg auf klimafreundlichere alternative Brennstoffe zurückzuführen sind. Ein deutlich größerer Anteil ist auf die rückläufigen Produktionsprozesse seitens der Industrie zurückzuführen. Positiv hervorzuheben ist dennoch, dass erstmals der Anteil Erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bei über 50% lag.

Zur Sicherung der langfristigen Umstellung auf erneuerbare Energien wurden verschiedene Maßnahmen getroffen: Für den Ausbau von PV-Dachanlagen wurden höhere Vergütungssätze und die Abschaffung der Einkommens- und Umsatzsteuer für Kleinanlagen beschlossen und bürokratische Hürden abgebaut.

Die "Windenergie-an-Land-Strategie" aus dem Mai 2023 legt zentrale Maßnahmen zur Steigerung des Onshore-Wind-Zubaus vor, wie z. B. Regelungen zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren. Auch im Offshore-Bereich wurden auf Grundlage des bereits in 2022 reformierten Gesetzes im vergangenen Jahr erste Ausschreibungen durchgeführt (Quelle: Agora Energiewende (2024): Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2023. Rückblick auf die wesentlichen Entwicklungen sowie Ausblick auf 2024).

Während in 2023 also einige klimapolitische Fortschritte verzeichnet werden konnten, war die Debatte um das Gebäudeenergiegesetz und der damit einhergehende Konflikt zwischen klimapolitischen Zielen und wirtschaftlichen Folgen prägend. Diese hinterließ Zweifel in der Bevölkerung hinsichtlich der Umsetzbarkeit und der sozialen Ausgewogenheit klimapolitischer Maßnahmen. Nach dem Urteil über den Bundeshaushalt durch das Bundesverfassungsgericht steht nun die Frage nach der Finanzierung verschiedener Förderprogramme zentral im Raum. Hier entsteht wiederum ein Konflikt mit den Klimazielen für 2030, hinsichtlich deren Erreichung bereits ein Rückstand festzustellen ist.

Es wird zunehmend offenkundig, dass eine abgestimmte und vernunftbasierte Klima-, Wirtschafts -, Sozial- und Finanzpolitik unabdingbar ist, um wirtschaftliche Schäden und soziale Notlagen zu verhindern, da der geschätzte kumulierte Investitionsbedarf zur Erreichung des Ziels der Klimaneutralität bis 2045 bei fünf Billionen Euro liegt, von denen 90% auf den privaten Sektor fallen werden. Hier gilt es also schon heute Rahmenbedingungen zu schaffen, die für frühzeitige Investitionen in klimaneutrale Kapitalgüter sorgen. Auch außerhalb der deutschen Debatte war Bewegung zu beobachten: auf EU-Ebene wurde die Umsetzung des Fit-for-55-Pakets nahezu abgeschlossen, weltpolitisch war die Weltklimakonferenz COP 28 mit dem internationalen Beschluss zum ,Übergang weg von fossilen Energien" maßgeblich (Quelle: Agora Energiewende (2024): Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2023. Rückblick auf die wesentlichen Entwicklungen sowie Ausblick auf 2024).

Der Anstieg der CO 2 -Preise endete 202 3 auf einem Preisniveau von 76 €/Tonne, wodurch sich die Kosten zur Nutzung von Steinkohle und Erdgas weiter erhöhten. Während Erdgas deutlich teurer war, machte es diesen Preisvorteil im Wirkungsgrad wett, wodurch der CO 2 -Preis die Nutzung fossiler Brennstoffe in Richtung Emissionsminderung lenkte. Darüber hinaus wird durch die staatlichen Einnahmen die Umsetzung öffentlicher Klimaschutzmaßnahmen finanziert (Quelle: Agora Energiewende (2024): Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2023. Rückblick auf die wesentlichen Entwicklungen sowie Ausblick auf 2024).

Im Zusammenhang mit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs wurde die Rolle der Bundesnetzagentur deutlich gestärkt, die u. a. für eine grundlegende Reform der Netzentgelte verantwortlich ist.

Im ersten Schritt wurde Ende 2023 eine Reform der Verteilnetzentgelte angekündigt, um Zusatzbelastungen in Zusammenhang mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien gleichmäßiger zu verteilen (Quelle: Agora Energiewende (2024): Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2023. Rückblick auf die wesentlichen Entwicklungen sowie Ausblick auf 2024).

Durch das Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende, das im Mai 2023 in Kraft getreten ist, wurden Grundlagen für dynamische Stromtarife geschaffen, indem der Smart-Meter- Rollout vorangetrieben wird. Damit sollen Kosteneinsparungen durch zeitliche Verschiebung des Verbrauchs realisiert werden. Ab 2025 gilt die Verpflichtung für Energieversorger, Tarife anzubieten, die sich an kurzfristigen Großhandelspreisen orientieren. Dadurch sollen markt- und netzdienliche Signale eine Überlastung der Verteilnetze verhindern und sukzessive die Stromnachfrage für E-Autos, Wärmepumpen und Heimspeichern flexibilisieren (Quelle: Agora Energiewende (2024): Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2023. Rückblick auf die wesentlichen Entwicklungen sowie Ausblick auf 2024).

1.3. Preisentwicklungen an den Energiehandelsmärkten

Nachdem das J ahr 2022 durch die Energiepreiskrise infolge des Ukraine-Kriegs geprägt war, stabilisierten sich die Erdgaspreise in 2023 mit 41 €/MWh auf einem Niveau, das etwa dem Doppelten des fünfjährigen Mittels von 2017 bis 2021 (22 €/MWh) entspricht. Es war dennoch eine Marktnervosität einhergehend mit einer Preisvolatilität für Endverbraucher zu beobachten. Eine Preissenkung am Erdgasmarkt von 124 €/MWh (Durchschnittpreis 2022) auf Werte von 33 bis 54 €/MWh (2023), führten zu einer Stabilisierung. Die Versorgungslage ist jedoch weiterhin angespannt, da diese Stagnation im Wesentlichen auf planmäßige, jedoch anfällige, Importvolumina sowie die gesunkene Nachfrage aus Industrie, die nicht von Dauer sein sollte, zurückzuführen ist.

Der Großhandelspreis für Strom schwankte in 2023 in Mitteleuropa um 100 €/MWh. Die Strompreise für Bestandskunden bildeten 2023 dennoch überwiegend die Hochpreisphase von 2022 ab und liegen mit durchschnittlich 46 ct/kWh nach wie vor auf einem historischen Hoch. Neukundenpreise zeigten mit 29 ct/kWh eine fallende Tendenz (Quelle: Agora Energiewende (2024): Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2023. Rückblick auf die wesentlichen Entwicklungen sowie Ausblick auf 2024).

Die Bundesregierung sicherte in 2023 durch die Strompreisbremse eine Deckelung des Arbeitspreises von 80% des Jahresverbrauchs auf 40 ct/kWh. Außerdem wurde ein Preisanstieg, der über die gestiegenen Beschaffungspreise hinausging, durch den Wegfall der EEG-Umlage sowie die Übernahme der EEG-Kosten verhindert. Diese Maßnahmen wirkten dämpfend auf das Preisniveau.

2. Geschäftsverlauf

2.1. Allgemeine Angaben

Das Geschäftsjahr 2023 war noch immer geprägt durch die Nachwirkungen der energiewirtschaftlichen Krisen der vergangenen Geschäftsjahre. Sowohl die extremen Preissteigerungen als auch die kurzfristigen Preisschwankungen des Geschäftsjahres 2022 gingen deutlich zurück. Die allgemeine Unsicherheit sowie geopolitische Ereignisse wirkten sich jedoch gleichwohl immer noch sehr sensibel auf den Energiehandel aus.

Die durch den Gesetzgeber vorgegebene zeitlich enge Umsetzung der Preisbremsen hat unsere personellen, technischen und finanziellen Ressourcen stark beansprucht. Der sichere Betrieb und die Versorgung aller Kunden im Netzgebiet der SWM waren dennoch stets sichergestellt.

Als regionaler Energieversorger steht die SWM im engen Kontakt mit der Wirtschaft und ihren Kunden und beauftragt vorzugweise Firmen aus der Region. Dabei versorgt die SWM in Meerane und Umgebung ca. 11.935 Kunden mit Strom und ca. 3.460 Kunden mit Erdgas. Trotz der schwierigen Gesamtsituation unterstützt die Stadtwerke Meerane GmbH Vereine, Institutionen und Veranstaltungen in den Bereichen Sport, Kultur, Bildung und Soziales als zuverlässiger Partner.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durch die SWM-Mitarbeiter eine Vielzahl von unternehmensspezifischen und anspruchsvollen Aufgaben bewältigt. Zu den Schwerpunkten des Geschäftsjahres 2023 gehörten:

Erneuerungs- und Sanierungsarbeiten im Stromnetz

Erneuerungs- und Sanierungsarbeiten im Erdgasnetz

die Erstellung von Hausanschlüssen in den Bereichen Strom, Erdgas und Breitband

Einbau und Wechsel von Zählern und Messgeräten im Erdgas- und Wärmebereich

Umsetzung der gesetzlichen Preisbremsen

Sicherstellung der Energiebeschaffung

Fehlerbereinigung und Stammdatenpflege in zwei Datenbanksystemen.

Bezugnehmend auf die Angaben im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 zur Einführung des neuen ERP-Systems enERP+war auch das Geschäftsjahr 2023 geprägt von hohen zeitlichen und finanziellen Aufwendungen zur Bereinigung der Datenschiefstände herrührend aus der Datenmigration und nicht vollständigen Systemparametrierung.

2.2. Vertrieb Strom und Erdgas

Die gestiegenen Beschaffungspreise für Strom und Erdgas führten im Geschäftsjahr 2023 zu Preissteigerungen, die an die Kunden weitergegeben werden mussten. Um die betroffenen Letztverbraucher von diesen stark gestiegenen Energiepreisen zu entlasten, trat am 24. Dezember 2022 das "Gesetz zur Einführung einer Strompreisbremse (Strompreisbremsengesetz - Strom- PBG)" sowie das "Gesetz zur Einführung von Preisbremsen für leitungsgebundenes Erdgas und Wärme (Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetz - EWPBG)"in Kraft.

Mit großen IT-technischen sowie personellen Anstrengungen wurden die gesetzlichen Anforderungen zur Umsetzung der Preisbremsen umgesetzt. Hierbei sorgten insbesondere der viel zu kurz bemessene zeitliche Umsetzungsrahmen sowie fehlende gesetzliche Regelungen für Sonderfälle für nicht unerhebliche Problemlagen. Die Kommunikation und die Erklärung der Preisbremsen gegenüber den Endkunden stellten die SWM vor Herausforderungen, welche mit Hilfe von digitaler und persönlicher Ansprache sowie durch das große Engagement der Mitarbeiter der SWM bewältigt werden konnten.

Die Absatzpreise für die tariflichen Strom-, Erdgas- und Wärmeprodukte wurden zum 1. Januar 2023 neu kalkuliert. Die sich ergebenden Preissteigerungen wurden an die betroffenen Kunden weitergegeben. Die SWM konnte in 2023 wieder Angebote zur Strom- und Erdgasbelieferung an Kunden ausreichen. Hierdurch wurden Vertragskündigungen weitestgehend kompensiert.

Der Mengenabsatz im Strom gesamt sank im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,2% auf 31.090 MWh. Der Mengenrückgang ist auf ein geändertes Entnahmeverhalten der Letztverbraucher zurückzuführen. Inwieweit der Zubau von Eigenerzeugungsanlagen und der Selbstverbrauch aus diesen Anlagen Einfluss auf diese Entwicklung hat, muss noch analysiert werden.

Der Erdgasabsatz gesamt sank im Geschäftsjahr 2023 ebenfalls - im Wesentlichen witterungsbedingt - von 112.877 MWh auf 103.439 MWh.

2.3. Netzbetrieb Strom, Erdgas und Breitband

Die Absatzmenge gesamt in der Sparte Netzbetrieb Strom sank leicht von 74.060 MWh auf 73.428 MWh. Dieser Rückgang ist begründet in einem geringeren Entnahmeverhalten der Industriekunden im Gewerbegebiet Meerane.

Die Absatzmenge gesamt in der Sparte Netzbetrieb Erdgas sank von 147.052 MWh auf 132.181 MWh, davon aus der Erdgasdurchleitung für Drittlieferanten 46.653 MWh (Vorjahr: 54.532 MWh).

Der Absatz der Wärmesparte sank ebenfalls leicht um 1,6% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 11.114 MWh Wärmeenergie wurde insgesamt an die Letztverbraucher abgesetzt.

Im Bereich Breitband ist ein erfreulicher Anstieg der Kundenbeziehungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 18% zu verzeichnen. Mit Stand 31. Dezember 2023 wurden 1.033 Kunden (Vorjahresstichtag: 848) mit Breitband und weiteren damit in Verbindung stehenden Diensten wie Telefonie und Fernsehen versorgt.

Wesentliche Störungen traten in allen von den Stadtwerken Meerane bedienten Geschäftsbereichen nicht auf.

2.3. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt T€ 1.080 in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen investiert.

Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände konzentrierte sich die Investitionstätigkeit auf die Anschaffung zusätzlicher Module des ERP-Systems ,enERP +". Im Bereich der Sachanlagen erfolgten die wesentlichen Investitionen in den Bereich Stromnetz.

2.4. Geschäftsergebnis und finanzielle Leistungsindikatoren

Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein J ahresüberschuss in Höhe von T€ 2.972 ausgewiesen. Die nachstehende Übersicht stellt die Ergebniskomponenten (Erfolgsspaltung) im Vorjahresvergleich dar:

2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€
Betriebsergebnis 4.034 2.996 1.038
Finanzergebnis 607 381 226
Neutrales Ergebnis -345 380 -725
abzüglich Steuern -1.324 -1.025 -299
Jahresergebnis 2.972 2.732 240

Die nachfolgende Zusammenfassung enthält wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren im Mehrjahresvergleich und vermittelt insoweit einen Überblick über die Entwicklung der Stadtwerke Meerane GmbH:

2023 2022 2021 2020 2019
Jahresergebnis in T€ 2.972 2.732 1.234 1.807 2.277
Betriebsergebnis in T€ 4.034 2.996 1.378 1.984 2.794
Operativer Cash flow in T€ 5.809 4.668 2.668 2.367 3.314
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 20 20 21 21 20
Betriebsergebnis pro Mitarbeiter in T€ 202 150 66 94 140
Cash flow pro Mitarbeiter in T€ 290 233 127 113 166

2.5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die SWM legt großen Wert auf motivierte und zufriedene Mitarbeiter. Zielgerichtete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sind daher ebenso wie Angebote im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements selbstverständlich. Bestimmte Aufgabenfelder, wie Leistungen der technischen Betriebsführung im Bereich Erdgasnetzbetrieb, werden in auf Grundlage von Dienstleistungsverträgen von externen Dienstleistern abgedeckt. Die Stadtwerke Meerane GmbH war in dieser Struktur jederzeit in der Lage, alle anfallenden Aufgaben zu erfüllen.

Darüber hinaus wurde die ökologisch orientierte Geschäftspolitik konsequent weitergeführt. So werden etwa regelmäßig Projekte mit Bezug auf den Ausbau der erneuerbaren Energien geprüft. Das Selbstverständnis der SWM beinhaltet schließlich auch gesellschaftliches Engagement im regionalen Umfeld. Die SWM fördert zielgerichtet Kinder- und Nachwuchsarbeit im Sportbereich, regional ansässige Sportvereine und -veranstaltungen sowie kulturelle Einrichtungen und Veranstaltungen. Nicht zuletzt stellen derartige Maßnahmen auch einen wesentlichen Baustein zur Sicherung bzw. Verbesserung der Kundenbindung dar.

3. Lage der Gesellschaft

3.1. Vermögens- und Finanzlage

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 weist die Bilanz der Stadtwerke Meerane GmbH eine Bilanzsumme von T€ 46.810 auf. Gegenüber dem Vorjahr ist das Gesamtvermögen um T€ 4.115 gestiegen.

Auf der Aktivseite war u. a. ein Anstieg der Forderungen um T€ 1.541 zu verzeichnen. Diese Entwicklung resultiert u. a. aus im Vorjahresvergleich höheren Liefer- und Leistungsforderungen sowie vergleichsweise hohen Umsatzsteuererstattungsansprüchen. Aufgrund der grundsätzlich positiven Geschäftsentwicklung und eines stichtagsbedingten Anstiegs der Rückstellungen und Verbindlichkeiten - u. a. sind das Geschäftsjahr 2022 betreffende Gewinnausschüttungen erst im Geschäftsjahr 2024 abgeflossen - ist außerdem eine Erhöhung der flüssigen Mittel um T€ 3.801 eingetreten. Demgegenüber hat sich das Anlagevermögen um insgesamt T€ 1.185 vermindert, da die Abschreibungen (planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen) und die Buchwertabgänge die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen insoweit überschreiten.

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital aufgrund des im Geschäftsjahr 2023 erzielten Jahres-überschusses unter Berücksichtigung der Gewinnverwendung für das Geschäftsjahr 2022 um T€ 1.673 erhöht. Im Rückstellungsbereich war per Saldo ein Anstieg um T€ 1.149 zu verzeichnen; der im Wesentlichen in Steuerrückstellungen für das Geschäftsjahr 2023 begründet ist.

Aufgrund im Vorjahresvergleich gestiegener Kundenüberzahlungen sowie der unter den Verbindlichkeiten ausgewiesenen Gewinnausschüttungsverpflichtung für das Geschäftsjahr 2022 (vgl. oben) sind die Verbindlichkeiten ebenfalls um insgesamt T€ 1.483 angestiegen.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 37,7% (Vorjahr: 37,4%). Unter anteiliger Einbeziehung (70%) der Sonderposten ergibt sich eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 51,9% (Vorjahr: 53,1%). Die Stadtwerke Meerane GmbH war während des Geschäftsjahres 2023 zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Mittelzufluss aus der laufendenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 4.431 (Vorjahr: T€ 5.249). Der Mittelfluss aus Investitionstätigkeit ist mit T€ - 226 immer noch negativ, hat sich im Vergleich zum Vorjahr (Mittelabfluss von T€ -4.449) infolge der deutlich geringeren Investitionen jedoch positiv entwickelt. Im Bereich der Finanzierungstätigkeit war im Gegensatz zum Vorjahr ein Mittelabfluss in Höhe von T€ -404 zu verzeichnen (Vorjahr: Mittelzufluss von T€ 1.692). Ursächlich hierfür waren u. a. im Vorjahresvergleich deutlich geringere Darlehensaufnahmen bei gleichzeitig höheren Darlehenstilgungen, wobei hier auch Sondertilgungen erfolgten.

Insgesamt erhöhte sich der Bestand an flüssigen Mitteln auf T€ 7.191 zum 31. Dezember 2023.

3.2. Ertragslage

Die SWM schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem J ahresüberschuss von T€ 2.972 (Vorjahr: T€ 2.732) ab. Dieses ergibt sich aus einem Betriebsergebnis von T€ 4.034 (Vorjahr: T€ 2.996), einem Finanzergebnis von T€ 607 (Vorjahr: T€ 381), einem neutralen Ergebnis von T€ -345 (Vorjahr: T€ 380) und Ertragsteuem von T€ -1.324 (Vorjahr: T€ -1.025).

Im Geschäftsjahr 2023 stehen den im Vergleich zum Vorjahr um T€ 9.412 gestiegenen Betriebserträgen von T€ 31.254 (Vorjahr: T€ 21.842) um T€ 8.374 gesunkene Betriebsaufwendungen von T€ 27.220 (Vorjahr: T€ 18.846) gegenüber, was insgesamt zu einem um T€ 1.038 verbesserten Betriebsergebnis von T€ 4.034 geführt hat. Einen wesentlichen Einflussfaktor stellen hierbei im Vorjahresvergleich deutlich gestiegene Bezugspreise dar, die sowohl zu deutlich höheren Materialaufwendungen als auch - aufgrund entsprechend neu kalkulierter Verkaufspreise - zu gestiegenen Umsatzerlösen führten.

Im Hinblick auf das im Vorjahresvergleich deutlich verbesserte Finanzergebnis sind insbesondere die Beteiligungserträge in Höhe von T€ 807 (Vorjahr: T€ 434) hervorzuheben.

Das neutrale Ergebnis ist aufwandsseitig wesentlich durch Forderungsausbuchungen sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Kommanditbeteiligungen beeinflusst (insgesamt T€ 518). Ertragsseitigseitig haben sich insbesondere Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen (T€ 175) ausgewirkt.

Nach Abzug von Ertragsteuern ergibt sich ein im Vorjahresvergleich gestiegener J ahresüberschuss in Höhe von T€ 2.972 (Vorjahr: T€ 2.732).

3.3. Zusammenfassende Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Insgesamt wird die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Stadtwerke Meerane GmbH angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen als positiv eingeschätzt

III. Prognosebericht

Die Rahmenbedingungen für die Abbildung eines geordneten Geschäftsbetriebs gestalten sich nach wie vor herausfordernd.

Regierungsseitig wurden einige Klimaschutzmaßnahmen auf den Weg gebracht. Insgesamt zeigt sich die aktuelle Klimapolitik dennoch konfliktreich. Aufgrund der Konzentration auf anstehende Wahlen und der debattenreichen Verabschiedung der bisherigen Gesetze in diesem Bereich, ist es offensichtlich, dass die dringend benötigte Deregulierung im Rahmen der Gesetzgebung sowie die Schaffung von langfristig tragenden Anreizsystemen zur Erreichung der gesteckten Ziele ausbleibt. Gleichzeitig sind alle Prozessbeteiligten, die Versorgungsunternehmen und die Letztverbraucher, egal ob im Privat- oder im Großkundensegment, weiterhin stark getrieben von staatlichen Regulierungen und immer weiter um sich greifender Bürokratie.

Zum Jahreswechsel 2023/2024 lief die Strompreisbremse aus, die für 2023 den Arbeitspreis von 80% des Jahresverbrauchs auf 40 ct/kWh deckelte. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Preisanstieg, der über die gestiegenen Beschaffungspreise hinausging, durch den Wegfall der EEG- Umlage sowie die Übernahme der EEG-Kosten verhindert. Insgesamt leicht gesunkene Beschaffungspreise im Bereich Strom lassen für 2025 moderat sinkende Preise erwarten. Im Bereich Gas und Wärme ist, bedingt durch gestiegene Umlagen und Netzentgelte, mit nahezu gleichbleibenden Preisen für 2025 zu rechnen. Eine Ausweitung des Konfliktes im Nahen Osten könnte zudem zu kurzfristig steigenden Preisen an den Energiemärkten führen. Auch im Hinblick auf entstehende Kosten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg wird die Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen in diesem J ahr zentrales politisches Thema bleiben.

Aufgrund der Beschaffungsstrategie der SWM verbleiben die Endkundenpreise im Geschäftsjahr 2024 auf hohem Niveau, so dass mit einem weiteren Rückgang der Absatzmengen zu rechnen ist. Um dem Absatzrückgang, insbesondere im Stromsektor entgegen zu wirken, wurde ein Neukundenprodukt aufgesetzt.

Zur weiteren Unterstützung der Dynamik beim Ausbau von Solarenergie und Onshore-Anlagen bleiben Flächenverfügbarkeit, schnellere Genehmigungsverfahren und eine vereinfachte Umsetzung elementar. Die neuen EU-Strommarktregeln sollten den Investitionsrahmen für Erneuerbare Energien sicherstellen. Trotz der Finanzierungshürden ist der Zubau regelbarer klimaschonender Kraftwerke priorisiert voranzutreiben, um ausreichend gesicherte Leistung zum Ende des Jahrzehnts sicherzustellen. Im Rahmen einer dritten Novelle des EnWG soll ein Netzentwicklungsplan erarbeitet werden. Eine zugrundeliegende Systementwicklungsstrategie soll ebenfalls vorgelegt werden (Quelle: Agora Energiewende (2024): Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2023. Rückblick auf die wesentlichen Entwicklungen sowie Ausblick auf 2024).

Es ist festzuhalten, dass die Energiepolitik zunehmend durch die Klimapolitik bedingt sein wird. Beides wird in 2024 geprägt sein von dynamischen Entwicklungen sowohl wirtschaftlich als auch politisch auf nationaler, europäischer und globaler Ebene. Ziel muss es sein, eine klare Linie zu schaffen und Vertrauen wiederherzustellen, welches über die geführten Debatten zur Finanzierbarkeit und zur sozialen Verträglichkeit von klimapolitischen Maßnahmen verloren ging.

In diesem Kontext erachtet es die Geschäftsführung der Stadtwerke Meerane GmbH für zwingend notwendig, dass die politischen Rahmenbedingungen zur Erreichung der definierten Klimaziele auf Ihre realistische Umsetzbarkeit und technische Tragfähigkeit hin geprüft und gegebenenfalls nachjustiert werden müssen, um verloren gegangenes Vertrauen wiederherzustellen und die wirtschaftliche Entwicklung des Industriestandortes Deutschland nicht zu gefährden.

Die Geschäftsführung hat dem Aufsichtsrat im November 2023 den Wirtschaftsplan einschließlich der Investitionsplanung für 2024 zur Genehmigung vorgelegt. In diesem Rahmen wurde dem Aufsichtsgremium auch der Mittelfristplan bis zum Jahr 2028 zur Kenntnis gegeben.

Weitere wesentliche Investitionen und Hauptziele für die SWM werden sein:

Weitere Investitionen Stromnetz im Rahmen der Netzkonzepte

Weitere Investitionen zur Umsetzung von Projekten zur Digitalisierung von Prozessabläufen

Kooperation und intensive Zusammenarbeit mit anderen Versorgungsunternehmen.

Wegen Unsicherheiten in den produzierenden Wirtschaftsbranchen prognostiziert die SWM einen geringeren Absatz im Stromsektor, bedingt durch Energieeffizienzmaßnahmen, Ausbau von PV- Anlagen, Autarkieerweiterungen durch Batteriespeichersysteme und einem rückläufigen Abnahmeverhalten der Kunden. Im Erdgas- und Wärmesektor rechnen wir aufgrund des milden Winters und dem sparsamen Abnahmeverhalten der Kunden ebenso mit einem rückläufigen Absatz.

Die Liquidität des Unternehmens ist aktuell sichergestellt, so dass alle bestehenden finanziellen Verpflichtungen bedient werden können.

Die Stadtwerke Meerane GmbH erwartet für das Geschäftsjahr 2024 einen weiterhin positiven Geschäftsverlauf, wobei die Prognose der Umsatzerlöse und des J ahresergebnisses kaufmännisch vorsichtig erfolgte; beide Größen werden voraussichtlich unter den Werten des Geschäftsjahres 2023 liegen.

Die Prognosen des letztjährigen Lageberichts im Hinblick auf die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind im Wesentlichen eingetreten.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikomanagementsystem

Gemäß den Bestimmungen durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz verfügt die Stadtwerke Meerane GmbH über ein adäquates Risikomanagementsystem. Das im Geschäftsjahr 2023 überarbeitete und an aktuelle Entwicklungen angepasste Risikohandbuch Energiebeschaffung/-vertrieb enthält alle notwendigen Informationen zu den Themen Beschaffungsleitfaden, Produktkatalog, Prozesse, Limitsystem und Reporting. Die Handlungsanweisungen machen es den Mitarbeitern der SWM und den Dienstleistern möglich, die Energiebeschaffung und den Energievertrieb risikobegrenzt und handlungssicher durchzuführen. Die festgelegten Limits sind bewusst niedrig gehalten.

In regelmäßig stattfindenden Risikokomitee-Sitzungen werden insbesondere die Energiebeschaffung, die Energiepreisentwicklung, die Auswirkungen von Gesetzesanpassungen sowie das Forderungsmanagement fachlich diskutiert. Dabei werden insbesondere die monatlichen Absatzmengen an Strom und Erdgas bei lastganggemessenen Kunden sowie die offenen Posten von Tarif- und Großkunden überwacht.

Monatlich wird ein Risikoreport erstellt und an die Geschäftsführung berichtet. Dieser Report wird zusätzlich in den Risikokomitee-Sitzungen aktualisiert. Dabei ist zu beachten, dass nur Mengen außerhalb der kontinuierlichen Beschaffungsform betrachtet werden.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das installierte Risikomanagementsystem zuverlässig Sorge trägt, dass Risiken frühzeitig erkannt, erfasst, bewertet, gesteuert und überwacht werden.

2. Einzelrisiken und Chancen

Die Energiebeschaffung für Strom und Erdgas sowie für die Wärmeerzeugung ist durch Schwankungen für benötigte Energiemengen und durch Preisschwankungen an den Energiemärkten geprägt. Die Risiken und Chancen daraus werden konsequent überwacht.

Im Bereich des Energievertriebs wurde für die abgeschlossenen bzw. erwarteten Absatz- und Beschaffungsgeschäfte für Strom und Erdgas in Übereinstimmung mit IDW RS ÖFA 3 eine Gesamtbetrachtung vorgenommen. Demzufolge wurde für die schwebenden Energiebeschaffungs- und Energieabsatzverträge unterstellt, dass ein begründeter Ausnahmefall im Sinne von § 252 Abs. 2 HGB vorliegt, wodurch der Einzelbewertungsgrundsatz des § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB keine Anwendung findet. Aus den auf Basis von J ahresscheiben für die Jahre 2024 bis 2026 für Strom und Erdgas gebildeten Portfolien ergaben sich aggregiert keine drohenden Verluste.

Weitere Risiken begründen sich in Absatzrückgängen durch nicht beeinflussbare Witterungseinflüsse, durch Energieeffizienzmaßnahmen der Letztverbraucher und durch den demografischen Wandel sowie der weiterhin herrschende Preisdruck durch fremde Händler. Mit Hilfe des neuen ERP-Systems werden Reports und Statistiken aufgebaut, um noch effizienter Kundenwechsel und Mengenverschiebungen bewerten und diese besser steuern zu können.

Den Kreditausfallrisiken wird insbesondere durch das bestehende Mahnwesen begegnet und die Liquiditätsrisiken durch das laufende Finanzmanagement überwacht.

Durch die schnelllebigen Änderungen der Gesetzgebung im Rahmen der Energiewende können Risiken für Umsatz und Gewinn entstehen. Belastungen für die Energiepreise gehen im Regelfall auf politische Entscheidungen zurück und sind dann durch die Unternehmen dem Kunden gegenüber durchzusetzen. Hinzu kommen die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und sonstiger politischer Krisen. Diese Entwicklungen sind durch die Stadtwerke Meerane GmbH nicht beeinflussbar.

Die in den letzten Geschäftsjahren zu verzeichnende Regelungsdichte in der Energiebranche in Verbindung mit erheblichem Zeitdruck und zunehmenden Engpässen bei personellen Kapazitäten - sowohl im Hinblick auf das eigene Unternehmen als auch bei Geschäftspartnern - stellt insbesondere kleinere Versorger auch vor diesem Hintergrund vor erhebliche Herausforderungen.

Dem Wettbewerb am Markt wird weiterhin durch unsere Kundenorientierung und dem Angebot attraktiver Produkte begegnet. Durch den Auf- und Ausbau des neuen Geschäftsfelds "Breitband" besteht zudem die Chance, erhebliche Zusatzumsätze und Verbundeffekte zu realisieren. Potentiale können sich zudem aus einer verstärkten Zusammenarbeit mit anderen Versorgern ergeben.

3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die wesentlichen in der Stadtwerke Meerane GmbH bestehenden Finanzinstrumente stellen Beteiligungen sowie Guthaben bei und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dar. Darüber hinaus bestehen Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen aus Eigenmitteln, Fördermitteln und Lieferantenkrediten. Darüber hinaus kommen Bankkredite zum Einsatz.

Das grundlegende Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Stadtwerke Meerane GmbH ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeder Art. Hinsichtlich des Einsatzes von Finanzinstrumenten verfolgt die Gesellschaft daher eine konservative Risikopolitik. Im Hinblick auf die Beteiligungen nimmt der Geschäftsführer etwa regelmäßig an Sitzungen der Aufsichtsgremien teil. Bestehende Zins- und Tilgungspläne werden vertragsgemäß eingehalten.

Darüber hinaus wird in Abstimmung mit den Gesellschaftern sichergestellt, dass auf der Grundlage mehrjähriger Investitions- und Finanzplanungen ausreichend hohe Eigen- und Fremdmittel zur Verfügung stehen.

Grundlage für eine sachgerechte Liquiditätssteuerung ist das bestehende Liquiditäts- und Kreditmanagement. Insbesondere werden regelmäßig Liquiditätspläne erstellt, die einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermitteln. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen darüber hinaus über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung für die Gruppe der Sondervertragskunden und größeren Netzkunden.

4. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Das eingesetzte Risikomanagementsystem ist auf die systematische und zielorientierte Steuerung der aus der Beschaffung und dem Verkauf von Energie entstehenden Risiken ausgerichtet. Zentrales Element ist die Steuerung der Gesamtrisikoposition unter Berücksichtigung aller betriebswirtschaftlichen Chancen und Risiken. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich Risiken für die künftige Entwicklung der Gesellschaft im Wesentlichen aus dem schwierigen Wettbewerbsumfeld, politischen und regulatorischen Entscheidungen sowie Veränderungen im Marktumfeld, vor allem durch den Klimaschutz und die Energiewende, ergeben. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden kurzfristig könnten.

 

Meerane, den 23. Oktober 2024

Patrick Kühni, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.765.132,40 1.668.516,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 876.646,65 979.481,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.864.019,00 22.928.868,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 319.682,00 311.631,50
4. Anlagen im Bau 132.739,93 1.484,42
23.193.087,58 24.221.465,97
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 8.438.308,61 8.691.656,33
2. Genossenschaftsanteile 500,00 500,00
8.438.808,61 8.692.156,33
33.397.028,59 34.582.138,70
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 869.083,49 911.205,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.268.888,16 3.749.734,35
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.191.405,94 3.390.406,02
13.329.377,59 8.051.345,69
C. Rechnungsabgrenzungsposten 83.724,83 61.471,07
46.810.131,01 42.694.955,46

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.100.000,00 4.100.000,00
II. Kapitalrücklage 4.508.842,41 4.508.842,41
III. Gewinnrücklagen 6.055.465,92 4.623.738,23
IV. Jahresüberschuss 2.972.287,22 2.731.727,69
17.636.595,55 15.964.308,33
B. Sonderposten für empfangene Zuschüsse 9.501.887,99 9.583.510,49
C. Rückstellungen 3.923.148,63 2.774.394,25
D. Verbindlichkeiten 15.575.264,19 14.091.989,91
(davon gegenüber Kreditinstituten: € 7.990.000,00; Vorjahr: € 8.625.000,00)
E. Passive latente Steuern 173.234,65 280.752,48
46.810.131,01 42.694.955,46

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. J anuar bis 31. Dezember 2023

1.1.-31.12.2023 2022
1. Rohergebnis 10.441.690,36 8.431.349,02
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.148.769,57 1.089.640,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 420.796,08 225.607,18
(davon für Altersversorgung: € 170.718,48; Vorjahr: € 10.115,51) 3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.991.063,88 1.867.294,84
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.842.060,60 1.718.069,12
5. Erträge aus Beteiligungen 807.118,32 433.965,20
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 41.731,63 15.384,74
(davon aus der Auf-/Abzinsung: € 605,78; Vorjahr: € 434,16)
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen 250.791,80 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 241.900,92 67.704,57
(davon aus der Auf-/Abzinsung: € 15.831,00; Vorjahr: € 17.381,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.323.760,62 1.021.510,34
(davon aus latenten Steuern: € -107.517,83; Vorjahr: € 27.973,69)
10. Ergebnis nach Steuern 3.071.396,84 2.890.872,41
11. Sonstige Steuern 99.109,62 159.144,72
12. Jahresüberschuss 2.972.287,22 2.731.727,69

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

I. Angaben zum Unternehmen gemäß § 264 Abs. 1a HGB

Die Stadtwerke Meerane GmbH hat ihren Sitz in Meerane. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter HR B 5735 eingetragen.

II. Angaben zu Inhalt und Gliederung des J ahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach handelsrechtlichen Grundsätzen und unter Beachtung der Anforderungen des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt.

Die Stadtwerke Meerane GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Gemäß § 14 des Gesellschaftsvertrages i. V. m. § 96 Abs. 2 Nr. 6 SächsGemO sind der J ahresabschluss und der Lagebericht nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufzustellen.

Branchenspezifisch wurde die Untergliederung der Sachanlagen erweitert. Auf der Passivseite wurde die Gliederung der Bilanz um den Posten "Sonderposten für empfangene Zuschüsse" ergänzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen aus der Übernahme der Strom- und Gasversorgungsanlagen zum 1. Januar 1995 sind zum Sachzeitwert bzw. Übernahmewert bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über die Restnutzungsdauern.

Die Zugänge des Geschäftsjahres 2023 werden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung angemessener Gemeinkosten bewertet.

Bei abnutzbaren Vermögensgegenständen werden lineare Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten bewertet. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.

Die Vorratsbewertung erfolgt zu gleitenden Durchschnittspreisen und unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. In Anwendung von IDW RS 15 erfolgte die Bewertung von im Vorratsvermögen ausgewiesenen CO 2 -Zertifikaten mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen sind erkennbare Risiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sind zum Nominalwert angesetzt.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden geleistete Zahlungen ausgewiesen, die Aufwand für Folgejahre darstellen.

Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt.

Vereinnahmte Investitionszuschüsse im Zusammenhang mit einem Projekt zur Breitbanderschließung in Meerane wurden in einen Sonderposten für empfangene Investitionszuschüsse eingestellt. Die ertragswirksame Auflösung des Sonderpostens erfolgt entsprechend der Abschreibung der bezuschussten Anlagegüter.

Vereinnahmte Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskostenerstattungen wurden in einen Sonderposten für vereinnahmte Ertragszuschüsse eingestellt; sie werden über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst.

Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt auf der Grundlage des § 253 HGB. Danach sind sie mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag anzusetzen. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten und ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abgezinst.

Die Pensionsrückstellungen sind nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik nach der PUC-Methode errechnet. Als biometrische Berechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck verwendet. Der Gehalts- und Rententrend wurde mit 1%angenommen. Bei der Bewertung wurde darüber hinaus ein Zinssatz von 1,82% p. a. zugrunde gelegt.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden mit dem unternehmensindividuellen Gewerbesteuersatz von 13,913% sowie dem Körperschaftsteuersatz (inklusive Solidaritätszuschlag) von 15,825% ermittelt.

C. Angaben zur Bilanz

I. Aktiva

1. Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.509.984,19 356.108,20 0,00 0,00 2.866.092,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 5.186.548,13 0,00 0,00 0,00 5.186.548,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 45.078.957,76 496.026,43 18.464,07 41.208,86 45.552.239,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.206.003,62 77.875,01 0,00 6.464,61 1.277.414,02
4. Anlagen im Bau 1.484,42 149.719,58 -18.464,07 0,00 132.739,93
51.472.993,93 723.621,02 0,00 47.673,47 52.148.941,48
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 8.691.656,33 0,00 0,00 3.970,72 8.687.685,61
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 500,00 0,00 0,00 0,00 500,00
8.692.156,33 0,00 0,00 3.970,72 8.688.185,61
62.675.134,45 1.079.729,22 0,00 51.644,19 63.703.219,48
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 841.467,79 259.492,20 0,00 1.100.959,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 4.207.066,92 102.834,56 0,00 4.309.901,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.150.088,92 1.558.912,61 20.781,13 23.688.220,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 894.372,12 69.824,51 6.464,61 957.732,02
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
27.251.527,96 1.731.571,68 27.245,74 28.955.853,90
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 250.791,80 1.414,80 249.377,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 250.791,80 1.414,80 249.377,00
28.092.995,75 2.241.855,68 28.660,54 30.306.190,89
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.765.132,40 1.668.516,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 876.646,65 979.481,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.864.019,00 22.928.868,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 319.682,00 311.631,50
4. Anlagen im Bau 132.739,93 1.484,42
23.193.087,58 24.221.465,97
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 8.438.308,61 8.691.656,33
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 500,00 500,00
8.438.808,61 8.692.156,33
33.397.028,59 34.582.138,70

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von T€ 26 gegen den Gesellschafter envia Mitteldeutsche Energie AG (Vorjahr: T€ 0).

Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem J ahr bestehen in Höhe von T€ 585 (Vorjahr: T€ 564).

II. Passiva

1. Rückstellungen

Der im Hinblick auf die Pensionsrückstellungen anzugebende Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 7; insoweit besteht eine Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen (T€ 961) enthalten u. a. T€ 564 für Verpflichtungen zur Rückgabe von CO 2 -Zertifikaten, T€ 135 für ergebnisbzw. leistungsbezogene Vergütungen an Mitarbeiter sowie T€ 101 für externe und interne J ahresabschlusskosten.

2. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

insgesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr davon mit einer Restlaufzeit über 5 J ahre
T€ (T€ Vj.) T€ (T€ Vj.) T€ (T€ Vj.) T€ (T€ Vj.)
Verbindlichkeiten gesamt 15.575 (14.092) 8.745 (7.102) 6.830 (6.990) 2.440 (2.800)
davon gegenüber Kreditinstituten 7.990 (8.625) 1.160 (1.635) 6.830 (6.990) 2.440 (2.800)

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 1.308 gegenüber dem Gesellschafter Stadt Meerane (Vorjahr: T€ 36).

3. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz bei nachfolgenden Bilanzposten; sie haben sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:

Bilanzposten 1.1.2023 Zu-/Abgang 31.12.2023
T€ T€ T€
Immaterielle Vermögensgegenstände -51 -17 -34
Technische Anlagen und Maschinen 5 2 3
Beteiligungen -350 -56 -294
Sonstige Vermögensgegenstände 44 0 44
Pensionsrückstellungen 67 -41 108
Sonstige Rückstellungen 4 4 0
-281 -108 -173

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Außergewöhnliche Aufwendungen im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB

Im Geschäftsjahr 2023 sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 251 in Form außerplanmäßiger Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB auf Kommanditbeteiligungen angefallen. Dies betrifft die Kommanditbeteiligung an der DIGImeto GmbH & Co. KG, Dresden (T€ 249), und an der SYNECO GmbH & Co. KG i.L ., München (T€ 2). Das hinsichtlich der SYNECO GmbH & Co. KG i.L., München, laufende Liquidationsverfahren wurde im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossen; die Kommanditbeteiligung wurde ausgebucht.

E. Sonstige Angaben

I. Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse im Zusammenhang mit einem öffentlich geförderten Projekt zum Breitbandausbau im Meerane (Errichtung und Betreibung einer Breitbandinfrastruktur). Aufgrund der planmäßigen Projektumsetzung und des gesicherten Finanzierungsumfelds wird mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet.

II. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus Leasingverträgen im üblichen Rahmen sowie aus Bezugsrahmenverträgen.

III. Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:

Herr J örg Schmeißer (Aufsichtsratsvorsitzender) - Bürgermeister der Stadt Meerane

Frau Christine Janssen (1. stellv. Aufsichtsratsvorsitzende) - kaufmännische Geschäftsführerin der MITNETZ STROM,

Herr Christoph Kahlen (2. stellv. Aufsichtsratsvorsitzender) - Prokurist bei der Thüga AG, München

Herr J ürgen Funk - Technischer Leiter Pflegeheim Funk, Meerane, Stadtrat

Herr Roland Hecht - Rentner, Meerane, Stadtrat

Herr Dr. Winfried Rasbach - Prokurist der Thüga AG, München

Herr Georg Richter, Beteiligungsmanager enviaM,

Herr Jörg Sommer - Bereichsleiter Dipl. Ing. K. Dietzel GmbH, Beerwalde, Stadtrat

Herr Dipl.-Lehrer Wolf-Dieter Stöckl - Rentner, Meerane, Stadtrat

Herr Matthias Ulbricht - Geschäftsführer Möbelhaus Georg Ulbricht GmbH, Meerane, Stadtrat.

Die im Geschäftsjahr 2023 gezahlten Aufsichtsratsvergütungen betrugen T€ 8.

IV. Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 war bestellt:

Herr Dipl.-Ing. (FH) Patrick Kühni, Schönberg.

Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Herr Uwe Nötzold wurde mit Wirkung zum 15. J anuar 2023 als Geschäftsführer abberufen.

V. Personal

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 19 Angestellte im Sinne von § 267 Abs. 5 HGB bei der Stadtwerke Meerane GmbH beschäftigt. Hinzu kommt ein Geschäftsführer.

VI. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von € 2.972.287,22 zunächst vollständig in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Anschließend soll aus den anderen Gewinnrücklagen eine Ausschüttung in Höhe von € 1.600.000,00 an die Gesellschafter erfolgen.

 

Meerane, den 23. Oktober 2024

Patrick Kühni, Geschäftsführer

Tätigkeitsabschlüsse nach § 6b EnWG

I. Angaben zu Form und Darstellung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Stadtwerke Meerane GmbH hat gemäß § 6b des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG) mit dem Jahresabschluss für die Tätigkeitsbereiche Elektrizitäts- und Gasverteilung sowie den Tätigkeitsbereich Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Absatz 2 EnWG (kurz: Ladeinfrastruktur) jeweils eine Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung (Tätigkeitsabschluss) aufzustellen.

Für Ansatz-, Bewertungs- und Ausweismethoden innerhalb der Tätigkeitsabschlüsse wurden die gleichen Grundsätze wie für den Gesamtabschluss angewandt. Die Bilanz wurde - wie im Gesellschaftsvertrag vorgesehen - nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Besonderheiten der Versorgungswirtschaft wurden durch eine tiefere Aufgliederung des Anlagevermögens und den gesonderten Ausweis von Baukostenzuschüssen und Hausanschlusskostenbeiträgen als Sonderposten für Ertragszuschüsse berücksichtigt.

In Übereinstimmung mit der IDW Stellungnahme ,Rechnungslegung nach § 6b und § 28k Energiewirtschaftsgesetz sowie § 3 Abs. 4 Messstellenbetriebsgesetz" (IDW RS EFA 1) wurde das den einzelnen Tätigkeitsbereichen zugeordnete Eigenkapital unter dem Posten ,zugeordnetes Eigenkapital" erfasst.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Die Vermögensgegenstände werden zeitanteilig linear abgeschrieben.

Hinsichtlich sonstiger Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

II. Forderungen und Verbindlichkeiten

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von unter einem Jahr.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

a) Stromverteilung:

insgesamt mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr davon mit einer Restlaufzeit über 5 J ahre
T€ (T€ Vj.) T€ (T€ Vj.) T€ (T€ Vj.) T€ (T€ Vj.)
Verbindlichkeiten gesamt 2.372 (1.464) 2.059 (1.464) 313 (0) 0 (0)
davon gegenüber Kreditinstituten 427 (418) 114 (418) 313 (0) 0 (0)

b) Gasverteilung:

insgesamt mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr davon mit einer Restlaufzeit über 5 J ahre
T€ (T€ Vj.) T€ (T€ Vj.) T€ (T€ Vj.) T€ (T€ Vj.)
Verbindlichkeiten gesamt 789 (238) 706 (238) 83 (0) 0 (0)
davon gegenüber Kreditinstituten 114 (57) 31 (57) 83 (0) 0 (0)

III. Zuordnungsregeln

Die Posteninhalte der Bilanz wurden, soweit dies mit vertretbarem Aufwand möglich war, den Tätigkeitsabschlussposten einzeln zugeordnet.

Sofern eine direkte Zuordnung nicht möglich war, ist die Zuordnung durch Schlüsselung der jeweiligen Konten erfolgt. Dabei kamen Umsatz-, Anlagen-, Ergebnis-, und Personalschlüssel sowie der Schlüssel nach dem Betriebs- bzw. Jahresergebnis der zur Anwendung. Dabei werden die genannten Schlüssel teilweise prozessorientiert ausgebaut, wie kaufmännischer, Netz-, Prozesskosten-, Rechnungswesen-, Vertriebs- sowie Abrechnungsschlüssel. Die Zuordnung der Steuerrückstellungen und der latenten Steuern erfolgte nach dem positiven Ergebnis vor Steuern.

Die Anwendung der vorgenannten Schlüssel erfolgte stetig zum Vorjahr.

Leistungsbeziehungen zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen werden in der Tätigkeits- Gewinn- und Verlustrechnung verrechnet.

 

Meerane, den 23. Oktober 2024

Patrick Kühni, Geschäftsführer

Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 845.150,16 742.978,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 248.421,11 273.041,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.760.722,00 5.748.307,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 156.170,64 162.699,66
4. Anlagen im Bau 72.046,12 1.484,42
6.237.359,87 6.185.532,90
7.082.510,03 6.928.511,69
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 134.989,00 127.971,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.534.089,33 972.835,37
3.669.078,33 1.100.806,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 731,36 37.467,05
10.752.319,72 8.066.785,60

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Zugeordnetes Eigenkapital 4.813.985,21 3.883.760,80
B. Sonderposten für empfangene Zuschüsse 2.637.654,59 2.341.173,59
C. Rückstellungen 928.749,31 860.553,54
D. Verbindlichkeiten 2.371.930,61 981.297,67
(davon gegenüber Kreditinstituten: € 427.431,12; Vorjahr: € 417.525,00)
10.752.319,72 8.066.785,60

Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. J anuar bis 31. Dezember 2023

1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
1. Rohergebnis 2.020.860,55 1.978.577,31
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 711.369,12 637.769,75
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 253.654,47 128.060,61
(davon für Altersversorgung: € 105.475,40; Vorjahr: € 5.883,45)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 512.776,91 556.701,62
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.243.645,71 978.383,72
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16.094,70 4.297,13
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: € 9.675,41; Vorjahr: € 0,00)
6. Ergebnis nach Steuern -716.680,36 -326.635,52
7. Sonstige Steuern 17.315,81 18.536,23
8. J ahresfehlbetrag -733.996,17 -345.171,75

Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.146.587,59 166.569,85 0,00 0,00 1.313.157,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.377.423,48 0,00 0,00 0,00 1.377.423,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.447.750,01 406.011,81 18.464,07 36.950,35 14.835.275,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 677.509,89 22.795,27 0,00 2.847,99 697.457,17
4. Anlagen im Bau 1.484,42 89.025,77 -18.464,07 0,00 72.046,12
16.504.167,80 517.832,85 0,00 39.798,34 16.982.202,31
17.650.755,39 684.402,70 0,00 39.798,34 18.295.359,75
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023 Schlüsselungsdifferenzen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 403.608,80 64.398,48 0,00 468.007,28 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.104.381,66 24.620,71 0,00 1.129.002,37 0,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.699.443,01 394.322,15 19.211,62 9.074.553,54 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 514.810,23 29.435,57 2.847,99 541.397,81 111,28
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
10.318.634,90 448.378,43 22.059,61 10.744.953,72 111,29
10.722.243,70 512.776,91 22.059,61 11.212.961,00 111,29
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 845.150,16 742.978,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 248.421,11 273.041,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.760.722,00 5.748.307,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 156.170,64 162.699,66
4. Anlagen im Bau 72.046,12 1.484,42
6.237.359,87 6.185.532,90
7.082.510,03 6.928.511,69

Tätigkeitsbereich Gasverteilung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 171.280,31 173.061,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 147.688,17 154.395,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.965.663,00 2.191.237,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 40.494,72 39.250,84
4. Anlagen im Bau 56.211,24 0,00
2.210.057,13 2.384.883,43
2.381.337,44 2.557.944,62
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.364,83 4.225,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 83.065,17 136.489,96
87.430,00 140.715,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.421,93 9.900,00
2.473.189,37 2.708.560,41

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Zugeordnetes Eigenkapital 1.012.014,46 1.775.516,78
B. Sonderposten für empfangene Zuschüsse 391.188,39 404.319,39
C. Rückstellungen 280.620,19 290.698,86
D. Verbindlichkeiten 789.366,33 238.025,38
(davon gegenüber Kreditinstituten: € 114.406,13; Vorjahr: € 56.715,00)
2.473.189,37 2.708.560,41

Tätigkeitsbereich Gasverteilung

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. J anuar bis 31. Dezember 2023

1.1.- 31.12.2023 1.1.-31.12.2022
1. Rohergebnis 867.649,44 882.118,13
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 142.071,08 173.128,47
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 50.658,60 34.763,23
(davon für Altersversorgung: € 21.065,02; Vorjahr: € 1.597,12)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 305.251,09 352.174,79
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 432.549,52 362.107,73
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.223,38 583,71
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: € 1.932,32; Vorjahr: € 0,00)
6. Ergebnis nach Steuern -66.104,23 -40.639,80
7. Sonstige Steuern 1.055,49 4.832,78
8. Jahresfehlbetrag -67.159,72 -45.472,58

Tätigkeitsbereich Gasverteilung

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 382.972,24 17.800,35 0,00 0,00 400.772,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 719.327,39 0,00 0,00 0,00 719.327,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.974.650,72 27.649,09 19.951,76 0,00 12.022.251,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 238.922,71 7.240,23 0,00 1.186,71 244.976,23
4. Anlagen im Bau 0,00 56.211,24 0,00 0,00 56.211,24
12.932.900,82 91.100,56 19.951,76 1.186,71 13.042.766,43
13.315.873,06 108.900,91 19.951,76 1.186,71 13.443.539,02
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023 Schlüsselungsdifferenzen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 209.911,05 19.581,23 0,00 0,00 229.492,28 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 564.931,80 6.707,42 0,00 0,00 571.639,22 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.783.413,72 272.966,09 208,76 0,00 10.056.588,57 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 199.671,87 5.996,35 0,00 1.186,71 204.481,51 0,00
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
10.548.017,39 285.669,86 208,76 1.186,71 10.832.709,30 0,00
10.757.928,44 305.251,09 208,76 1.186,71 11.062.201,58 0,00
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 171.280,31 173.061,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 147.688,17 154.395,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.965.663,00 2.191.237,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.494,72 39.250,84
4. Anlagen im Bau 56.211,24 0,00
2.210.057,13 2.384.883,43
2.381.337,44 2.557.944,62

Tätigkeitsbereich Ladeinfrastruktur Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
Technische Anlagen und Maschinen 11.730,00 15.081,00
11.730,00 15.081,00
11.730,00 15.081,00

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Zugeordnetes Eigenkapital 11.730,00 15.081,00
11.730,00 15.081,00

Tätigkeitsbereich Ladeinfrastruktur

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. J anuar bis 31. Dezember 2023

1.1.- 31.12.2023 1.1.- 31.12.2022
1. Rohergebnis 0,00 262,59
2. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.351,00 3.351,22
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen 473,68 483,32
4. Ergebnis nach Steuern -3.824,68 -3.571,95
5. J ahresfehlbetrag -3.824,68 -3.571,95

Tätigkeitsbereich Ladeinfrastruktur

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 21.783,54 0,00 0,00 0,00 21.783,54
21.783,54 0,00 0,00 0,00 21.783,54
21.783,54 0,00 0,00 0,00 21.783,54
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023 Schlüsselungsdifferenzen
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 6.702,54 3.351,00 0,00 10.053,54 0,00
6.702,54 3.351,00 0,00 10.053,54 0,00
6.702,54 3.351,00 0,00 10.053,54 0,00
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 11.730,00 15.081,00
11.730,00 15.081,00
11.730,00 15.081,00

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten J ahresabschluss der Stadtwerke Meerane GmbH, Meerane, wurden größenabhängige gesetzliche Erleichterungen in Anspruch genommen. Zum vollständigen J ahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Stadtwerke Meerane GmbH, Meerane

A. Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Meerane GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Meerane GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte J ahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem J ahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des J ahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des J ahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Femer sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des J ahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümer resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

B. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. J anuar bis 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung sowie Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Abs. 2 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG"weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grunds- ätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Chemnitz, den 24. Oktober 2024

A.V.A.T.I.S.
Revisionsgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Werner, Wirtschaftsprüfer

In der Aufsichtsratssitzung vom 13. November 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt. Die Verwendung des Ergebnisses des Geschäftsjahres 2023 wurde entsprechend des Ergebnisverwendungsvorschlags der Geschäftsführung beschlossen.

Bericht des Aufsichtsrates

Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat während des Geschäftsjahres 2023 regelmäßig über die Entwicklung des Unternehmens sowie über wesentliche Vorgänge schriftlich und mündlich unterrichtet. Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig über den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft informiert. In den Sitzungen hat der Aufsichtsrat die anstehenden Sachfragen eingehend erörtert. Die Überwachung nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag hat der Aufsichtsrat ausgeübt und über grundsätzliche Geschäfte und Vorhaben entsprechende Beschlüsse gefasst.

Im Geschäftsjahr 2023 fanden zwei Aufsichtsratssitzungen statt. Wesentliche Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrates waren die Fertigstellung des Jahresabschlusses 2022, Berichte über das laufende Geschäftsjahr 2023 sowie über die Unternehmensstrategie. Ferner wurden die Neufassung des Risikohandbuches und des Beschaffungsleitfadens, die Anpassung der Preisgleitklausel in der Wärmelieferung, die Beauftragung der Wirtschaftsprüfung für das Geschäftsjahr 2023, Befugnisse der Geschäftsleitung, der Investitionsplan 2023, der Entzug von Prokura, der Wirtschafts-, Investitions- und Finanzplan 2024, die Vertretungsregelung des Geschäftsführers sowie der Abschluss eines Sponsoringvertrages behandelt. Des Weiteren wurde über den Stand der Entwicklung der Abrechnungslösung und über die Beteiligungsgesellschaften informiert.

Darüber hinaus stimmte der Aufsichtsrat per Umlaufbeschluss über die Abberufung des Geschäftsführers Uwe Nötzold, über eine Vereinbarung zur Abrechnung von Energiehandelsgeschäften sowie über die Neuausrichtung der Gasbeschaffung ab.

Die Risiken auf dem Strom-, Gas- und Wärmemarkt wurden von der Geschäftsleitung analysiert, bewertet und dem Aufsichtsrat umfangreich erläutert. Hinsichtlich der Ergebnisentwicklung sind aus heutiger Sicht keine Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind durch die A.V.A.T.I.S. Revisionsgesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Chemnitz, geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Die Prüfberichte sind den Aufsichtsratsmitgliedern ausgehändigt worden. Der Wirtschaftsprüfer war auf der feststellenden Sitzung des Aufsichtsrates zugegen und hat das Ergebnis seiner Prüfung vorgetragen. Der Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu.

Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht geprüft. Er erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen. Dem Vorschlag der Geschäftsführung, vom Jahresüberschuss in Höhe von 2.972.287,22 EUR 1.600.000 Euro an die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Beteiligung am Stammkapital auszuschütten und den Differenzbetrag in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen, schließt er sich an und stimmt dem dazu vorgelegten Beschluss zu.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Jahr 2023 geleistete Arbeit.

 

Meerane, im November 2024

Der Aufsichtsrat

Vorsitzender Bürgermeister, Jörg Schmeißer

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