KR Invest GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dominik Marks seit 4.8.2025 | Prokura |
Bastian Alexander Krapf seit 19.5.2025 | Geschäftsführer |
Lars Bloch seit 11.2.2022 | Prokura |
Anders Gratte seit 11.2.2022 | Geschäftsführer |
Michael Sargent seit 2.3.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
emagine Group S.A.S. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
emagine GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Die Gesellschaft emagine GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main (kurz: emagine GmbH) ist, ebenso wie die anderen ausländischen Gesellschaften der emagine Consulting A/S, Kopenhagen/Dänemark (kurz: emagine Group), als Rekrutierungspartner auf die personelle Besetzung von anspruchsvollen Technologieprojekten spezialisiert. Technologiekompetenz und Branchenerfahrung werden über ein internationales Expertennetzwerk aus freiberuflichen und angestellten IT-Spezialisten und Ingenieuren gebündelt. Die Auswahl und Bereitstellung der hochqualifizierten Experten erfolgt auf Basis einer fundierten Bedarfsanalyse mit dem Branchenfokus u. a. auf Finanzdienstleister, IT, Retail, Transport, Energie, Automotive und Maschinenbau. Für Unternehmen rekrutiert und vermittelt die Gesellschaft branchenübergreifend schnell und flexibel hoch qualifizierte IT-Fachkräfte und Ingenieure, vom einzelnen Experten bis hin zu kompletten Projektteams. Benötigt ein Kunde Fachkräfte mit Spezialwissen, greift die Gesellschaft auf einen internationalen Expertenpool von freiberuflichen Spezialisten zu. Im Third Party Management übernimmt die Gesellschaft den gesamten Einkaufsprozess für externe IT-Ressourcen für Kunden. Das Unternehmen wird durch die emagine Group gesteuert. Die Strategie der emagine Group zielt auf eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts durch den kontinuierlichen Ausbau von Wettbewerbsvorteilen ab. Die strategische Planung legt fest, wie dieses Ziel in Länderorganisationen erreicht werden soll. Als internes Controlling-Instrument dient das monatliche Reporting aller Länderorganisationen über die Entwicklung der wesentlichen Leistungsindikatoren im Vergleich zu den Vorgaben (Soll-Ist-Vergleich). 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der daraus resultierenden Energieknappheit sowie der geänderten Geldmarktpolitik stand das Jahr 2023 vor allem im Zeichen der kurzfristigen Krisenbewältigung. Aufgrund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung wurde die deutsche Wirtschaft stärker als andere große westliche Volkswirtschaften in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Dennoch ist es auf europäischer und insbesondere auch auf nationaler Ebene in kürzester Zeit gelungen, den Ausfall russischer Energielieferungen zu kompensieren und Energiebedarfe - wo möglich - effizient zu reduzieren. Nie zuvor in der deutschen Nachkriegsgeschichte hat das Land seine Energieversorgung in so kurzer Zeit in solch einem Umfang neu organisieren müssen. Nachdem Deutschland im Jahr 2022 die unmittelbaren ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie weitgehend überwunden hatte, ist es im Laufe des vergangenen Jahres gelungen, Versorgungsengpässe zu vermeiden und auf rückläufige Energiepreise hinzuwirken. Im Jahr 2023 nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3 % ab. Die wirtschaftliche Entwicklung war dabei wie schon im Vorjahr wesentlich bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiveren Geldpolitik. Hinzu kam ein außergewöhnlich hoher Krankenstand, der das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen dämpfte. Alles dies belastete die deutsche Wirtschaft anhaltender als zu Beginn des vergangenen Jahres angenommen und verzögerte die wirtschaftliche Erholung. Die demografische Alterung schwächt das Arbeitsangebot und damit die Wachstumsdynamik Deutschlands. Gleichzeitig führt die Dekarbonisierung zu einem zusätzlichen und die Digitalisierung zu einem veränderten Bedarf an Fachkräften. Für eine gute Standortpolitik gehört es deswegen dazu, noch nicht ausgeschöpfte Erwerbspotenziale in den Blick zu nehmen und die Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Die Bundesregierung setzt dafür auf attraktivere Rahmenbedingungen und Anreize für inländische Erwerbsfähige, eine nachhaltige Aktivierung von Arbeitslosen, verbesserte Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten und Qualifizierungsprofile sowie eine gezielte Förderung qualifizierter Einwanderung. Für das Jahr 2024 geht die Bundesregierung in der Jahresprojektion von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % aus. Die Ausgangslage zum Jahreswechsel stellt sich ungünstiger dar als in der Herbstprojektion angenommen. Das BIP ging im 4. Quartal 2023 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 % zurück, was den Einstieg in das laufende Jahr belastet (statistischer Unterhang). Aktuelle Stimmungsindikatoren deuten noch nicht auf eine spürbare Belebung zu Jahresbeginn 2024 hin. Wachstumsimpulse dürften vor allem vom privaten Verbrauch ausgehen: Die inflationsbedingten Kaufkraftverluste der privaten Haushalte werden schrittweise überwunden und führen in Verbindung mit einer insgesamt robusten Beschäftigungssituation zu einer Belebung des privaten Konsums. Die Ausrüstungsinvestitionen in Maschinen und Anlagen dürften auch vor dem Hintergrund des hohen Investitionsbedarfs im Zuge der Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft trotz relativ hoher Nominalzinsen weiter zulegen, wohingegen die Bauinvestitionen im Jahresdurchschnitt weiter zurückgehen dürften. Quelle: Jahreswirtschaftsbericht des BMWi 2024 Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) rechnet für die deutsche Wirtschaft nach einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts von 0,3 % im Jahr 2023 für die Jahre 2024 und 2025 nur mit geringem Erholungspotenzial. Angesichts des schwierigen Starts in dieses Jahr hinein und des dadurch gedrückten Ausgangsniveaus ist selbst bei moderatem konjunkturellem Aufschwung im restlichen Jahresverlauf für 2024 nur mehr ein Wirtschaftswachstum von im Durchschnitt 0,25 % zu erwarten. Selbst das setzt aber voraus, dass die geopolitischen Konflikte nicht weiter eskalieren. Und auch dann wäre in Anbetracht der strukturellen Probleme in Deutschland für 2025 lediglich mit einer Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts um 1 % zu rechnen. Deutlich verbessert haben sich hingegen die Preisperspektiven. Die Inflation hat sich bereits im Jahresverlauf 2023 erheblich verringert. Und trotz merklich steigender Arbeitskosten, die den weiteren Disinflationsprozess bremsen, wird für die Anstiegsrate des Lebenshaltungskostenindex in diesem und im nächsten Jahr mit 2 3/4 bzw. 2 1/4 % wieder eine Annäherung an die 2 %-Marke erwartet. Diese Prognosen stehen unter der Prämisse, dass sich die geopolitische und damit auch die weltwirtschafte Lage nicht weiter verschlechtern und die Wirtschaftspolitik geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der inländischen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft beschließt. Quelle: HWWI Konjunkturprognose Deutschland, Frühjahr 2024 Die Einstellungsabsichten der Unternehmen bleiben vor dem Hintergrund der weiter eingetrübten Konjunktur gegenüber der Vorumfrage (Herbst 2023) nahezu unverändert zurückhaltend. So wollen 14 % mehr Personal einstellen (zuvor 13 %), während gleichbleibend 22 % von weniger Beschäftigten ausgehen müssen. Der resultierende Saldo liegt mit minus acht Punkten weiter merklich unter dem langjährigen Durchschnitt von null Punkten, ist im Vergleich zum Herbst 2023 aber geringfügig um einen Punkt gestiegen. Verglichen mit der Vorjahresumfrage zeigt sich hingegen eine deutliche Verringerung um zehn Punkte. Dennoch kann die Arbeitsmarktentwicklung trotz schlechter Wirtschaftslage als insgesamt recht stabil betrachtet werden. Der Beschäftigungsaufbau der letzten Jahre verliert zwar an Dynamik, ein deutlicher Abbau ist allerdings noch nicht zu erkennen. Allein in den Unternehmen mit 1.000 und mehr Beschäftigten wollen mehr Unternehmen Personal auf-, statt abbauen und es zeigt sich in dieser Größenklasse verglichen mit der Vorumfrage der deutlichste Anstieg der Einstellungspläne (Saldoanstieg von minus zwei auf einen Punkt). Dort plant jedes vierte Unternehmen mit mehr Personal. Der Fachkräftemangel ist für die Großunternehmen weiterhin das häufigste Geschäftsrisiko - er liegt mit 71 % deutlich höher als in der Gesamtwirtschaft und vor den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (60 %), den Energie- und Rohstoffpreisen (54 %) sowie der Inlandsnachfrage (53 %) in dieser Größenklasse. Sie stellen größenbedingt deutlich häufiger Personal ein als dies in kleinen Betrieben der Fall ist und sind daher sehr viel öfter mit Engpassproblemen konfrontiert. In der Industrie gehen die Beschäftigungsabsichten weiter geringfügig zurück. Der Saldo verringert sich gegenüber der Vorumfrage um einen auf minus 13 Punkte - vor einem Jahr lag er noch bei plus vier Punkten. Mehr als jedes vierte Industrieunternehmen (gleichbleibend 26 %) muss mit einem Personalabbau planen, während 13 % von einem Aufbau ausgehen (14 % in der Vorumfrage). Mit weniger Personal plant insbesondere die Automobilindustrie. So fällt der Saldo im Kraftfahrzeugbau drastisch um 19 auf minus 39 Punkte. Bei den Herstellern von Kfz-Teilen und -Zubehör geht der Saldo sogar um 26 auf minus 46 Punkte zurück. Der Strukturwandel hin zur Elektromobilität, die bezüglich der Produktion weniger personalintensiv ist, sowie der intensive internationale Wettbewerb machen sich in den Beschäftigungsabsichten bemerkbar. Auch bei Vorleistungsgüterproduzenten wie der Metallerzeugung und - Bearbeitung), Glas, Keramik, Steineverarbeitung sowie der Gummi- und Kunststoffindustrie stehen die Zeichen auf Personalreduzierung. Dort schlagen nicht zuletzt die hohen Energiepreise zu Buche. Mit einem zum Teil merklichen Mitarbeiteraufwuchs planen dagegen die Energieversorger sowie die Pharmaindustrie. Eine schwache Inlandsnachfrage, hohe Kosten für Energie, Kapital und Personal, aber auch überbordende Bürokratie dämpfen die Investitionsabsichten der Unternahmen hierzulande. Insgesamt geben mittlerweile ein Drittel (33 % nach zuvor 31 %) an, Investitionen verringern zu wollen, und nur ein knappes Viertel (gleichbleibend 24 %) plant, seine Investitionsabsichten zu erhöhen. Der Saldo der Investitionsabsichten sinkt im Vergleich zum Herbst 2023 erneut um zusätzliche zwei auf minus neun Punkte. Auch im Dienstleistungssektor trübt sich das Investitionsklima weiter ein. Während etwa ein Viertel der Unternehmen mit einer Erhöhung des Investitionsbudgets plant, nimmt der Anteil der Unternehmen, die Investitionen kürzen müssen, auf 29 % zu (nach zuvor 27 %). Der Saldo der Investitionsabsichten sinkt damit leicht um drei auf minus vier Punkte. Der pessimistische Geschäftsausblick in der Industrie wirkt sich auch deutlich negativ auf die Investitionspläne bei Unternehmen im Bereich Leasing/Vermietungsdienstleistungen aus. Bei den Motiven lässt sich im Dienstleistungssektor feststellen, dass insgesamt die Motive Umweltschutz und Kapazitätsausweitung etwas zurückgehen. Dafür nimmt das Motiv der Produktinnovation leicht zu. Besonders deutlich fällt der Schub dabei bei den IT-Dienstleistern aus. Hier steigt die Produktinnovation mit 55 % (zuvor 51 %) auf einen überdurchschnittlichen Wert (Schnitt bei 51 %). Quelle: DIHK-Konjunkturumfrage Jahresbeginn 2024 2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Anbieter von IT Workforce Services mussten 2022 mehr Aufwand betreiben, um das Wachstum der boomenden Vorjahre zu halten. Die Unternehmen sind stark gewachsen. Dieses Wachstum resultiert nicht nur aus steigenden Preisen. Der Anstieg der Beschäftigten ist ein klares Indiz dafür. Zwar setzt sich das Wachstum weiter fort, die Rahmenbedingungen verschlechtern sich aber zunehmend. Geopolitische Konflikte wirken sich negativ auf die deutsche Wirtschaft und damit unter anderem auf die Umsetzung von IT-Projekten in deutschen Unternehmen aus. Gleichzeitig hindern aktuelle gesetzliche Regelungen wie auch der IT- Fachkräftemangel das Wachstum. Vor diesem Hintergrund gestaltete sich das Jahr 2023 herausfordernd. Die aktuelle Stimmung der IT-Personaldienstleister ist dennoch vorsichtig optimistisch: Sie prognostizierten für 2023 zwar ein weiteres zweitstelliges Wachstum, im Vergleich zu den vorherigen Jahren verlor die Entwicklung etwas an Fahrt. Hintergrundgespräche mit Endkunden geben Grund zu Optimismus: Die Unternehmen planen für 2024 überwiegend Budgets für externes IT-Personal zu erhöhen. Quelle: Lünendonk®-Studie 2023 / Der Markt für IT Workforce Services in Deutschland Das durchschnittliche Wachstum der Inlandsumsätze der in Deutschland tätigen IT-Dienstleister lag im Jahr 2022 bei 13,2 % (2021: 13,1 %). Haupttreiber der Nachfrage sind weiterhin die digitale Transformation und die mit ihr verbundenen Herausforderungen und Investitionsfelder. Besonders bei den Themen Cloud Transformation, Data & Analytics, IT-Modernisierung und Softwareentwicklung bestand 2022 eine sehr hohe Nachfrage nach IT-Dienstleistungen. Wie die Jahre 2021 und 2022 gezeigt haben, ist der Markt für IT-Dienstleister in seiner Entwicklung weitestgehend konjunkturunabhängig. Auch mit Blick auf das Jahr 2023 deuteten die Prognosen der befragten führenden IT-Dienstleister darauf hin, dass die Marktentwicklung weiterhin von hohen Investitionen in die IT-Modernisierung, die Digitalisierung und den Umbau der Geschäftsmodelle hin zu digitalen und plattformbasierten Lösungen getragen wird. So lagen die durchschnittlichen Prognosen für das Umsatzwachstum 2023 bei 12,2 %. Für das Jahr 2024 wird - mit dem prognostizierten Anstieg der Konjunktur einhergehend - mit einem mittleren Umsatzplus von 13,5 % gerechnet. Der Mangel an Digital- und IT-Fachleuten bei gleichzeitigem demografischem Wandel und dem seit Corona einsetzenden Digitalisierungsschub ist eines der zentralen Herausforderungen der IT-Branche. Durch die steigenden Digitalisierungsbudgets, mehr Nachfrage nach externen IT-Dienstleistungen und gleichzeitig lange Jahre verfehlter Bildungspolitik in Schulen und Hochschulen geht die Schere zwischen Nachfrage und Angebot immer weiter auseinander. Aus Gesprächen von Lünendonk mit Vertreterinnen und Vertretern führender IT-Dienstleister wird schon seit Jahren deutlich, dass im Recruiting die größte Herausforderung liegt und sich die Schwierigkeiten bei der Gewinnung neuer Fachkräfte bremsend auf das weitere Wachstum auswirken. Der Aufbau von Near- und Offshore-Standorten ist demnach nicht nur für die internationalen IT-Dienstleistungskonzerne Teil des Geschäftsmodells, sondern hat spätestens seit dem Digitalisierungsboom ab dem Corona-Jahr 2020 auch für mittelständische und lokale IT-Dienstleister hohe Priorität. Damit verfolgen immer mehr Dienstleister das Ziel, einerseits den Fachkräftemangel etwas abzufedern und andererseits die steigende Nachfrage nach IT-Dienstleistungen zu unterstützen. Immer mehr IT-Dienstleister eröffnen Standorte vor allem in Nearshore-Ländern - oder bauen bestehende Standorte weiter aus. Quelle: Lünendonk®-Studie 2023 / Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland 2.3 Geschäftsverlauf Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Ausblick Die bereits beschriebenen Einflussfaktoren, wie der russische Angriffskrieg, die daraus resultierende Energiekriese sowie der sich zuspitzende Fachkräftemangel waren, vor allem gegen Ende des Jahres 2023 spürbar. Die emagine GmbH hat es, analog zu den Krisen geprägten Jahren 2020 bis 2022 geschafft, stärkere wirtschaftliche Folgen durch die erschwerten Marktbedingungen durch einen ausgewogenen Servicemix abzufedern. Insbesondere Services in Bereichen der kritischen Infrastruktur (Bankwesen, Energiewirtschaft) waren weitgehend von der Pandemie unbeeinflusst. Der Service-Bereich konnte sich so, nach dem Umsatzeinbruch im Vorjahr wieder erholen. Der Bereich TPM Services, der bereits im Vorjahr ein starkes Umsatzwachstum aufwies, steigerte sich im Berichtsjahr nochmals deutlich. Dieser Bereich trägt jedoch aufgrund seiner vergleichsweise geringeren Umsatzrendite weniger zum Jahresergebnis bei. Soll-Ist-Vergleich für das Geschäftsjahr 2023 Die Planung des Umsatzes und des Ergebnisses vor Steuern für 2023 im Rahmen des Lageberichts 2022 erfolgte bereits nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023, sodass die Prognose zutreffend ist. Der geplante Umsatz für das Geschäftsjahr 2023 von mehr als 78,1 Mio. €, wurde erreicht. Das für das Geschäftsjahr 2023 geplante Ergebnis vor Steuern (kurz: EBT) von ca. 4,6 Mio. € wurde ebenfalls erreicht. Das Ergebnis der Gesellschaft wurde nicht ausschließlich durch das operative Geschäft erzielt, sondern ist durch eine Gewinnausschüttung von 2,0 Mio. € sowie eine Ergebnisabführung von 4,4 Mio. € beeinflusst. Geschäftsverlauf im Überblick Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr 2022 um 12,4 Mio. € auf 78,1 Mio. € (Vorjahr: 65,7 Mio. €). Die Gesellschaft hat den Fokus weiterhin auf technologiegetriebene Wachstumsfelder in ausgewählten Industriebranchen gelegt und die Expertise im Bereich Engineering ausgebaut. Durch diesen Umstand sowie die Ergebnisabführung bzw. Gewinnausschüttung zweier Tochterunternehmen erzielte die emagine GmbH im Geschäftsjahr 2023 ein positives Jahresergebnis von 3,7 Mio. €. 2.4 Umsatzentwicklung Die Gesellschaft hat den Fokus auf die personelle Besetzung von Technologieprojekten mit Experten für IT und Engineering im Kernmarkt Deutschland gelegt. Die emagine GmbH generierte im Wirtschaftsjahr 2023 einen Umsatz von 78,13 Mio. € (Vorjahr: 65,73 Mio. €). Der Umsatz des Jahres 2023 wurde zu 83,25 % (Vorjahr: 88,59 %) in Deutschland erzielt. 2.5 Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber 2022 um 18,88 % erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge zeigen sich ansteigend im Vergleich zum Vorjahr (0,38 Mio. €; Vorjahr: 0,30 Mio. €), was im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultiert. Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022, analog zu den Umsatzerlösen, um 17,89 % erhöht. Der Personalaufwand ist ebenfalls um 12,21 % gestiegen im Vergleich zum Vorjahr. Die Abschreibungen im Wirtschaftsjahr belaufen sich auf 0,09 Mio. € (Vorjahr: 0,06 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen die Kostenblöcke Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen, die mit 4,01 Mio. € über den Werten aus dem Vorjahr (Vorjahr: 3,45 Mio. €) liegen. Durch Beschluss der Hauptversammlung der Alleingesellschafterin emagine Group S.A.S., Courbevoie/Frankreich, vom 25. Mai 2016 besteht zwischen der Gesellschaft und der Alleingesellschafterin ein Beherrschungsvertrag. Mit einem verbundenen Unternehmen besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Die Erträge aufgrund des Gewinnabführungsvertrags belaufen sich auf 4,40 Mio. € (Vorjahr: 4,27 Mio. €). Zudem erfolgte eine Gewinnausschüttung eines weiteren verbundenen Unternehmens in Höhe von 2,00 Mio. € (Vorjahr: 0,50 Mio. €). Der Jahresüberschuss war 3,7 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €). Der Bilanzgewinn der Gesellschaft beläuft sich - nach einer Ausschüttung von 2,0 Mio. € - auf 7,5 Mio. € (Vorjahr: 5,8 Mio. €). Die finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich wie folgt dar:
1) Ergebnis vor Steuern und
Gewinnausschüttung im Verhältnis zum Umsatz
2.6 Finanzlage Die finanziellen Mittel beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf 1,71 Mio. € (Vorjahr: 2,04 Mio. €). Es bestanden keine Bankverbindlichkeiten. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Das Finanzmanagement der emagine Group stellt die permanente Zahlungsfähigkeit aller Gruppengesellschaften sicher. Zusätzlich besteht eine nicht in Anspruch genommene Betriebsmittellinie in Höhe von 1,00 Mio. €, die von der Gesellschaft oder einem verbundenen Unternehmen in Anspruch genommen werden kann. 2.7 Vermögenslage Zum 31. Dezember 2023 betrug das Eigenkapital 8,30 Mio. € (Vorjahr: 6,57 Mio. €). Die Eigenkapitalquote beträgt 35,04 % (Vorjahr: 28,96 %). Das Anlagevermögen der Gesellschaft i. H. v. 1,71 Mio. € (Vorjahr: 1,57 Mio. €) lag bei 7,23 % (Vorjahr: 6,91 %) des gesamten Vermögens und spielt branchenüblich eine untergeordnete Rolle. Das Umlaufvermögen i. H. v. 21,91 Mio. € (Vorjahr: 21,10 Mio. €) ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen, insbesondere beeinflusst durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 17,44 Mio. € (Vorjahr: 16,32 Mio. €). Dieser Anstieg von 6,82 % liegt deutlich unterhalb des Umsatzanstiegs von 18,88%, was für ein verbessertes Forderungsmanagement spricht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum Stichtag 1,94 Mio. € (Vorjahr: 1,97 Mio. €). Die sonstigen Rückstellungen zum 31.12.2023 betrugen 2,04 Mio. € (Vorjahr: 3,66 Mio. €) und zeigen sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert, im Wesentlichen aufgrund des Rückgangs der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von Zulieferern (- 1,53 Mio. €). Gegenläufig dazu erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2,77 Mio. €. Der Anstieg der Zahlungsverpflichtungen an Zulieferer um 11,48 % ist auf höhere bezogene Leistungen (+ 17,89 %) infolge des Umsatzwachstums zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten zum Ende des Geschäftsjahres 2023 betrugen 12,46 Mio. € (Vorjahr: 12,00 Mio. €), wobei 10,95 Mio. € (Vorjahr: 8,17 Mio. €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und 1,34 Mio. € (Vorjahr: 2,89 Mio. €) auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen. 2.8 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage Die emagine GmbH konnte im Wirtschaftsjahr 2023 hinsichtlich der Umsatzerlöse die Erwartungen erfüllen. Der geplante Umsatz von mehr als 78,1 Mio. € wurde mit 78,1 Mio. € erreicht. Mit dem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 4,6 Mio. € wurde das Ziel in Höhe von 4,6 Mio. € erreicht. Das Ergebnis vor Steuern beinhaltet Gewinnabführungen bzw. Gewinnausschüttungen von insgesamt ca. 6,4 Mio. €. Die Planung des Umsatzes und des Ergebnisses vor Steuern für 2023 im Rahmen des Lageberichts 2022 erfolgte bereits nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023, sodass die Prognose zutreffend ist. Kunden Die Zufriedenheit der Kunden ist für den Geschäftserfolg der emagine GmbH von zentraler Bedeutung. Sie ist die Basis für eine zufriedenstellende Partnerschaft und eine langfristige Zusammenarbeit. Entsprechend tauscht sich das Executive Board der emagine Group und die Geschäftsleitung der emagine GmbH regelmäßig mit dem Management der Kundenunternehmen aus, was eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass der Status als strategischer oder bevorzugter Technologiepartner dauerhaft gesichert werden kann. Datenbank mit Fachkräften weltweit Die emagine GmbH verfügt über eine internationale Datenbank mit Fachkräften, die laufend überprüft, angepasst und erweitert wird. Die Gesellschaft agiert als professioneller Staffing- Partner, der erfolgskritische Personalengpässe der Unternehmen durch ideale Projektbesetzung mit IT-Spezialisten, Ingenieuren oder Business-Experten lösen kann. Damit bietet die emagine GmbH Unternehmen die Möglichkeit, die personelle Besetzung ihrer Technologieprojekte schnell und flexibel zu gestalten. 3. Risikobericht Das primäre Ziel der emagine GmbH ist es, nachhaltig profitabel zu wachsen und damit einhergehend den Unternehmenswert stetig zu steigern. Das Risikomanagementsystem trägt wesentlich dazu bei, dieses Ziel zu erreichen. Dieses System dient dazu, potenzielle Ereignisse zu erkennen, die zu einer dauerhaften oder wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens führen können. Mit dem vorhandenen Risikomanagementsystem der emagine Group, das auch für die emagine GmbH zur Anwendung kommt, stellt die Geschäftsleitung die Einhaltung der einschlägigen Rechtsvorschriften sowie ein effektives Management von Risiken sicher. Das Risikomanagementsystem umfasst eine Vielzahl von Steuerungsprozessen und Kontrollmechanismen und bildet ein wesentliches Element des unternehmerischen Entscheidungsprozesses. Es ist daher als elementarer Bestandteil der Geschäftsprozesse implementiert. Die Gesellschaft achtet auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken. Geht das Unternehmen Risiken ein, geschieht dies bewusst, um sich bietende Chancen zu nutzen. Stets gilt: Eventuelle Risiken müssen abschätzbar und gleichzeitig handhabbar sein sowie eine Wertsteigerung für das Unternehmen versprechen. Entsprechend detaillierte Maßnahmen zur Risikoprävention sind die Voraussetzung dafür, die Chancen, die sich aus den Risiken für die Geschäftstätigkeit ergeben, voll auszuschöpfen. Allgemeine Risiken sehen wir einerseits aufgrund genereller konjunktureller und politischer Entwicklungen und andererseits aufgrund marktspezifischer Gegebenheiten (insbesondere Arbeits- und Sozialgesetzgebung). Sollte es der emagine GmbH nicht gelingen, von dem Fachkräftemangel zu profitieren, könnte dies die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen. Eine zurückhaltende Nachfrage würde sich primär auf den Umsatz und in einem etwas geringeren Ausmaß auf das Ergebnis auswirken. Den operativen Risiken wirken wir entgegen und schließen mit externen Dienstleistern (Freelancern) Verträge, die für die vom Kunden gewünschte Dauer des Einsatzes befristet sind. So können wir selbst bei einer rückläufigen Nachfrage schnell und flexibel reagieren. Außerdem bieten wir damit den selbständigen Spezialisten die Möglichkeit auf volle Flexibilität hinsichtlich des Verdienstes und abwechslungsreicher Arbeit. Nach den diversen Krisen der Vorjahre (Corona, Ukraine-Krieg) hat sich der Geschäftsverlauf der emagine GmbH auch im Jahr 2023 weiterhin normalisiert. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Ukraine-Krise sowie das gestiegene Zinsniveau weiterhin negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft haben werden. Die unmittelbaren Auswirkungen auf die Auftragslage der emagine GmbH erscheinen derzeit jedoch gering. Das größte Risiko sehen wir weiterhin in den sehr hohen Energiepreisen, hohen Inflationsraten und dem Fachkräftemangel. All dies könnte sich auch auf unsere Kunden auswirken, da dies die Lohnentwicklung bzw. die Kosten für Freelancer beeinflusst. Aufgrund der unsicheren Entwicklung des Ukraine-Kriegs und der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland ist eine abschließende Risikoeinschätzung derzeit schwierig. Es wird aber erwartet, dass die Auftragslage, nachdem sie sich im Jahr 2023 weiterhin positiv entwickelt hat, auch im Jahr 2024 für Wachstum sorgen wird. Zu weiteren Ausführungen wird auf den Prognosebericht verwiesen. 4. Chancenbericht Das Neukundengeschäft hat sich auch im Jahr 2023 positiv entwickelt. Dieser Trend wird sich auch in 2024 fortschreiben, was sich auch weiterhin in einem ausgewogenen Kundenstamm widerspiegeln wird. Dies führt zu einer Unabhängigkeit von einzelnen Wirtschaftszweigen und trägt maßgeblich zur Risikominimierung bei, welches Geschäftsstrategie ist. Aus der Zusammenarbeit mit der emagine Group ergaben sich positive Effekte in der Neukundengewinnung im Jahr 2023, was sich in 2024 fortsetzen wird. Die Chancen für die emagine GmbH liegen darin, dass trotz der derzeit stagnierenden Gesamtwirtschaft, sich gerade der Markt der IT-Dienstleistungen in den letzten beiden Jahren entgegen dem Trend sehr stabil gezeigt hat. Der andauernde bzw. sich verschärfende Fachkräftemangel wirkt sich ebenfalls positiv auf das Marktumfeld aus, da beispielsweise die Themen Digitalisierung, CyberSecurity und Cloud-Transformation weiterhin im Fokus der Unternehmen stehen. In solchen Marktphasen werden voraussichtlich wieder vermehrt und schnell freiberufliche IT- und Engineering-Experten benötigt. Dadurch bestehen für spezialisierte Personaldienstleister weiterhin gute Wachstumschancen. Alles in allem sehen wir unsere Gesellschaft trotz anhaltendem Ukraine Krieg und der angespannten Lage der deutschen Wirtschaft in einer guten Ausgangslage, um sowohl bei einer stagnierenden Gesamtwirtschaft als auch bei einer positiven Entwicklung der Konjunktur bestehen zu können und die sich ergebenden Chancen eines dynamischen Marktes nutzen zu können. 5. Prognosebericht Als branchenübergreifender Partner für Kunden, der auf IT- und Engineering-Services spezialisiert ist, will die Gesellschaft im Jahr 2024 weiterhin von der hohen Nachfrage nach IT- und Engineering-Services in ihren Zielbranchen profitieren. Mit ihrem Expertenpool im Bereich IT und Engineering sowie ihrer langjährigen branchenübergreifenden Erfahrung ist die emagine GmbH gut aufgestellt, um diese Wachstumspotenziale zu nutzen. Über ihre Tochter emagine Flexwork GmbH, Stuttgart, forciert die Gesellschaft weiterhin die Vermittlung von Fachkräften in Arbeitnehmerüberlassung. Vor diesem Hintergrund ist die Gesellschaft für die weitere Geschäftsentwicklung zuversichtlich. Durch die Zugehörigkeit zur emagine Group besteht die Möglichkeit auf Nearshore- und Offshore-Spezialisten zurückzugreifen. Deutschland hat die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs in der Ukraine, die Energiepreiskrise und die veränderte Geldpolitik bislang gut bewältigt. Für das Jahr 2024 rechnet die Bundesregierung - bei anhaltendem Ukraine-Krieg - mit einer leichten Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 %, nachdem die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 um 0,3 % zurück ging. Die weitere Entwicklung des Ukraine-Kriegs ist nicht mit Sicherheit absehbar. Für die Prognose wurde davon ausgegangen, dass sich die Situation nicht noch weiter verschärft. Ebenfalls wird angenommen, dass sich die Energiemärkte weiterhin entspannen und der Inflationsdruck seitens der Energiepreise nachlässt. Jede weitere Eskalation würde jedoch die Bedingungen gegenüber diesen Annahmen nochmals verschlechtern. Für das Jahr 2024 geht die emagine GmbH weiterhin von einem stabilen Marktumfeld und dementsprechend von einem Umsatzwachstum aus. Unterstützt wird diese Annahme durch die Zusammenarbeit mit der emagine Group, wodurch weiterhin erhebliche Synergien und Vorteile am Markt erwartet werden. Für 2024 erwarten wir einen weiteren Anstieg der Umsatzerlöse auf über 85 Mio. € und ein EBT in der Größenordnung von ca. 5,4 Mio. €. Die tatsächliche Entwicklung kann darüber hinaus ebenso von den im Risikobericht dargestellten Risiken beeinflusst werden.
Frankfurt am Main, 25. Juni 2024 emagine GmbH Geschäftsführung Anders Gratte Marko Glassner Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023B. Rechnungslegungsgrundsätze Der Jahresabschluss der emagine GmbH, Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 44420, kurz: emagine GmbH) wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Für die Anhangangaben wurden die größenabhängigen Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr handelsrechtlich in Anwendung der steuerrechtlichen Regelungen voll abgeschrieben (§ 6 Abs. 2 EStG). Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern wird nicht in Anspruch genommen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktivseite und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf EUR 1.942.364,58 (i. V. EUR 1.970.141,01). Unter den sonstigen Vermögensgegenständen haben Forderungen in Höhe von EUR 100.334,84 (i.V. EUR 100.334,84) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Umsatzsteuerforderungen in Höhe von EUR 491.154,92 (i. V. EUR 531.579,38) entstehen rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag. 3. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf EUR 1.344.763,47 (i. V. EUR 2.893.959,00). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen EUR 0,00 (i.V. EUR 70.330,49) gegenüber Gesellschaftern. II. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Außergewöhnliche Aufwendungen Im Vorjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von EUR 643.050,57 angefallen, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind. Die außergewöhnlichen Aufwendungen betreffen vollumfänglich den Verlust aus der Verschmelzung einer Gesellschaft. 2. Beteiligungsergebnis Die Erträge aufgrund von Gewinnabführungsverträgen sowie die Erträge aus Beteiligungen betreffen, wie im Vorjahr, in vollem Umfang verbundene Unternehmen. 3. Finanzergebnis In dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sind Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 14.960,77 (i. V. EUR 4.822,29), in dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 34.972,71 (i. V. EUR 53.293,60) ausgewiesen. D. Sonstige Angaben 1. Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:
2. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es besteht eine Betriebsmittellinie in Höhe von TEUR 1.000, die an die Gesellschaft sowie ein verbundenes Unternehmen gesamtschuldnerisch ausgereicht wurde. Zur Besicherung der Betriebsmittellinie besteht eine Globalzession an den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der beiden Gesellschaften. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Mithaftung wird als gering eingestuft, da die Kreditlinie zum Bilanzstichtag nicht durch das verbundene Unternehmen in Anspruch genommen wurde und das verbundene Unternehmen dementsprechend keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausweist. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 2.038. Gegenüber einer Beteiligungsgesellschaft besteht ein Gewinnabführungs-/Verlustübernahmevertrag. 4. Organ der Gesellschaft Geschäftsführer sind:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 5. Konzernzugehörigkeit Der Abschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der emagine Consulting A/S, Kopenhagen/Dänemark (kleinster und größter Kreis), zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens sowie beim Unternehmensregister erhältlich. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der emagine Consulting A/S, Kopenhagen/Dänemark, als Mutterunternehmen der emagine GmbH, Frankfurt am Main, hat gemäß § 291 Abs. 2 HGB befreiende Wirkung auf die Verpflichtung der emagine GmbH, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Der befreiende Konzernabschluss des Mutterunternehmens wird nach dänischem Recht aufgestellt. Differenzen zum deutschen Recht ergeben sich im Wesentlichen durch erfolgsneutrale Gliederungsabweichungen. Insbesondere die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt und um weitere Zwischensummen ergänzt. 6. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre. 7. Ergebnisverwendung Mit Gesellschafterbeschluss 15. Dezember 2023 wurde eine Vorabausschüttung in Höhe von EUR 2.000.000,00 beschlossen. Die Geschäftsführung schlägt vor, den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 5.525.444,89 auf neue Rechnung vorzutragen.
Frankfurt am Main, 25. Juni 2024 emagine GmbH Geschäftsführung Anders Gratte Marko Glassner Feststellung des Jahresabschlusses: Der vorliegende Jahresabschluss wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 17. Juli 2024 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens der emagine GmbH, Frankfurt am Main, im Geschäftsjahr 2023
Zum Zwecke der Offenlegung wird der Jahresabschluss im Rahmen der Offenlegungserleichterungen nach § 326 ff. HGB gekürzt wiedergegeben. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der emagine GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der emagine GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 15. Juli 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Markus Heinlein, Wirtschaftsprüfer Daniela Kalkbrenner, Wirtschaftsprüferin |
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