Kuhnhaus Holding GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maximilian Kuhnhaus seit 29.10.2025 | Prokura |
Florian Roland Kuhnhaus seit 29.10.2025 | Prokura |
Roger-Peter Singer seit 7.6.2011 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ROKU-Mechanik GmbHUnterschneidheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023ROKU-Mechanik GmbH, UnterschneidheimI. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft führt die Firma ROKU-Mechanik GmbH und hat ihren Sitz in Unterschneidheim. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Ulm (HRB 510223) eingetragen. Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung für alle Kaufleute, die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften sowie die Regelungen des Gesellschaftervertrages zu Grunde. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Die Bilanz ist in Kontoform, die Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung ist zu jedem Posten der entsprechende Wert des vorhergehenden Geschäftsjahres angegeben. Angaben wegen der Nichtvergleichbarkeit einzelner Positionen des Jahresabschlusses mit denen des Vorjahres sind nicht notwendig. Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Bei der Gesellschaft handelt es sich eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen (§§ 267, 276, 286, 288 HGB) werden grundsätzlich in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft unterliegen der Prüfungspflicht nach § 316 Abs. 1 HGB. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögengegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Bilanzierungsverbote nach § 248 HGB wurden beachtet. Das Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 S. 1 HGB, selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zu aktivieren, wurde nicht ausgeübt. Rückstellungen sind nur im Rahmen des § 249 Abs. 1 HGB gebildet. Die Auflösung der Rückstellungen erfolgte nur soweit der Grund für die Rückstellungen entfallen ist. Rechnungsabgrenzungsposten wurden nur im Rahmen der Bestimmungen des § 250 HGB gebildet. Aktive latente Steuern werden nach §§ 249, 274 HGB saldiert mit passiven latenten Steuern ausgewiesen, sofern sich nach der Saldierung ein Überhang der steuerlichen Verpflichtungen ergibt. Soweit Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB bestehen, sind diese gemäß § 268 Abs. 7 HGB im Anhang zu erläutern. Mit Ausnahme der Sonderregelungen bei Pensionsrückstellungen (§ 246 Abs. 2 S. 2 HGB) und latenten Steuern (§ 274 HGB) sind die Posten der Aktivseite nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen und Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert. Dem Anlagevermögen sind nur Gegenstände zugeordnet, die dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen geeignet und bestimmt sind. Die auf den Jahresabschluss angewendeten Darstellungsgrundsätze sind beibehalten worden. Bei der Abzinsung der Pensionsrückstellung wurde der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der von der deutschen Bundesbank monatlich entsprechend § 253 Abs. 2 S. 4 HGB ermittelt wird, zu Grunde gelegt. Die Ansatzvorschriften wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Bewertungsmethoden Die angewandten Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Bestimmungen. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gründe entgegen. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln bewertet worden. Es ist vorsichtig bewertet worden. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Das Bewertungswahlrecht nach § 240 Abs. 4 HGB wurde nicht ausgeübt. Erträge wurden nur berücksichtigt, soweit diese am Abschlussstichtag realisiert waren. Aufwendungen und Erträge sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss erfasst. Die auf den Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden sind grundsätzlich beibehalten worden. Die einzelnen Posten sind wie folgt bewertet: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Die voraussichtliche Nutzungsdauer bei Software liegt in der Regel bei drei bis fünf Jahren. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Der Abschreibungszeitraum bei abnutzbaren Vermögensgegenständen entspricht der voraussichtliche Nutzungsdauer gemäß § 253 Abs. 3 HGB. Abschreibungen werden grundsätzlich linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Eine leistungsabhängige Abschreibung wurde angewendet, wenn diese den Werteverzehr genauer abbildet. Soweit der aufgrund dauerhafter Wertminderung beizulegende Wert von Vermögensgegenständen unter den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten liegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf diesen Wert durchgeführt. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit den Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten. Für Bestandrisiken werden Abschläge vorgenommen. Die verlustfreie Bewertung ist eingehalten. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen Erzeugnisse werden auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial, den Fertigungslöhnen und den Abschreibungen die aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Verwaltungsgemeinkosten. Sind die unfertigen Erzeugnisse zur Endbearbeitung außer Haus werden diese, entsprechend den fertigen Erzeugnissen, ausgehend vom Verkaufspreis durch Abschlag für die noch anfallenden Kosten und den Gewinn bewertet. Die fertigen Erzeugnisse werden ausgehend vom Verkaufspreis durch Abschlag für die noch anfallenden Vertriebskosten und den Gewinn bewertet. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten. Für am Stichtag erkannte Einzelrisiken wurden Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe gebildet. Darüber hinaus wurde für erkennbare allgemeine Ausfall- und Kreditrisiken eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen. Die Gesellschafterforderungen und -darlehen sind grundsätzlich mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Die Kapitalanteile sind zum Nennbetrag bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode), unter Einbezug des IDW RH FAB 1.021 angewendet. Auf Basis eines faktorbasierten Bewertungsverfahrens (Deckungskapitalverfahren) wurde im Zuge der Anwendung des sogenannten Primats der Passivseite der Anspruch aus der Rückdeckungsversicherung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag der korrespondieren Pensionsrückstellung bewertet. Als Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Es wurde von der Vereinfachungsregelung nach § 253 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht, mit der pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei Annahme einer Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren ermittelt werden kann. In 2023 wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,82% bei der Bewertung zu Grunde gelegt. Gehalts- und Rentenanpassungen wurden mit 0% p.a. berücksichtigt. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 8. Dieser Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB für die Ausschüttung gesperrt. Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Die Verrechnung erfolgte in der Bilanzposition B. "Rückstellungen" auf der Passivseite bzw. im GuV-Posten Nr. 9 "Zinsen und ähnliche Aufwendungen". Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Des Weiteren werden künftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. III. Angaben zu Bilanzposten Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2023BILANZ Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Forderung mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr über TEUR 0 (i. Vj.: TEUR 218) enthalten. Sämtliche weiteren Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In dem Posten Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind antizipative Posten in Höhe von TEUR 0 (i. Vj.: TEUR 39) enthalten. Verbindlichkeiten Die Gliederung der Verbindlichkeiten nach deren Fälligkeit ist in dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel gesondert dargestellt.
Sicherungsrechte bestehen in Form von:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 4.878 (Vorjahr: TEUR 5.670). Die Verbindlichkeiten beinhalten einen Posten in Höhe von 337 T€ (Vorjahr: 0 TEUR), der auch unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen werden könnte. In den Verbindlichkeiten sind antizipative Posten in Höhe von TEUR 130 (i. Vj.: TEUR 194) enthalten. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nur im Rahmen der Gewährleistungsverpflichtungen für die Bearbeitungen und verkauften Produkte. Reklamationen und Warenrücksendungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr berücksichtigt. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre erfolgen die Reklamationen oder Warenrücksendungen unmittelbar nach Erhalt. Für Regressforderungen besteht Versicherungsschutz. Bei einem Kreditinstitut besteht für ein Darlehen der Kuhnhaus Immobilien GmbH & Co. KG ein Schuldbeitritt der ROKU-Mechanik GmbH bei einer Restschuld von 2.068 T€ sowie eine Bürgschaft bei einer Restschuld von 2.848 T€. Bei einem anderen Kreditinstitut besteht ebenso eine Bürgschaft der ROKU-Mechanik GmbH bei einer Restschuld von 4.139 T€. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 8 (i. Vj.: TEUR 9) enthalten. V. Sonstige Angaben Außerbilanzielle Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB) Es werden Maschinen und Fahrzeuge im Rahmen von operativen Leasingverträgen genutzt. Die Nutzung von Leasing erhöht die Liquidität und die Eigenkapitalquote, da keine Vorfinanzierung stattfindet und keine Bilanzierung der schwebenden Geschäfte erfolgt. Die Verpflichtungen aus den Verträgen sind in den nachfolgenden finanziellen Verpflichtungen enthalten. Im Interesse eines besseren Forderungsmanagements und damit einer besseren Kalkulierbarkeit der Zahlungsströme wurde ein Großteil der Kundenforderungen im Rahmen eines echten Factorings an eine Factoring-Gesellschaft verkauft. Für die angekauften Forderungen besteht eine Haftung nur für den Bestand und nicht für die Bonität. Die Dienstleistung und das Risikoentgelt für die Factoringgesellschaft werden durch die Factoringgebühr abgegolten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 21.305 sowie TEUR 7.111 aus Mieten. Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl Während des Geschäftsjahres 2023 waren im Durchschnitt 238,3 Mitarbeiter, davon 37,0 Angestellte und 201,3 Arbeiter angestellt. Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgane Außer dem Geschäftsführer waren im Berichtsjahr keine weiteren Organe bestellt. Im Berichtsjahr wurden die Geschäfte von Herrn Roland Kuhnhaus geführt. Der Geschäftsführer ist uneingeschränkt einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Von der Schutzklausel des § 286 IV wird Gebrauch gemacht. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag von EUR -580.587,63 zusammen mit dem Gewinnvortrag von EUR 1.715.979,49 auf neue Rechnung vorzutragen.
Unterschneidheim, den 30. September 2024 gez. Roland Kuhnhaus, Geschäftsführer Anlagenspiegel (Beilage zum Anhang)ROKU-Mechanik GmbH, Unterschneidheim
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023ROKU-Mechanik GmbH, Unterschneidheim1. Grundlagen des Unternehmens Die Firma ROKU-Mechanik GmbH wurde im Jahr 1991 gegründet und versteht sich durch hohe Innovation und Präzision als Spezialist in der Zerspanungstechnik. Seit der Gründung der Gesellschaft im Jahr 1991 befindet sich das Unternehmen in Unterschneidheim und konnte im Geschäftsjahr 2020 seine Kapazitäten durch die Investition eines neuen Produktionswerkes in Unterschneidheim nahezu verdoppeln. Die Unternehmensphilosophie wird durch den Firmenleitspruch "Technologie, Know-how, Zukunft" sowie Innovation als Unternehmensprinzip geleitet. Hohes Qualitätsbewusstsein in der Zerspanungstechnik hat die ROKU-Mechanik GmbH zu einem sehr gefragten Partner der Zulieferindustrie gemacht. Mit modernsten und bedarfsgerechten Produktionsmitteln ist man auf höchstem technischem Niveau in der Lage, von kleineren über mittlere Losgrößen bis hin zur Großserienfertigung alle Kundenwünsche mit hoher Präzision und optimierten Fertigungsabläufen zu erfüllen. Den Herausforderungen der Zukunft stellt man sich durch stetige Qualifizierung und Weiterbildung. Ein klarer Vorsprung durch flexible Anpassung, Wissen und technische Innovationen sind die entscheidenden Merkmale der ROKU-Mechanik GmbH. Das Lieferspektrum und die Kunden der ROKU-Mechanik GmbH kommen vorwiegend aus den folgenden Branchen:
2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Aufgrund von schneller als ursprünglich erwartet fallenden Inflationsraten, sich stabilisierenden Lieferketten und trotz der Zinserhöhungen der Zentralbanken entwickelte sich die Weltwirtschaft im Berichtsjahr positiv. Gemäß dem World Economic Outlook Update (WEO Update) des Internationalen Währungsfonds (IWF) von Januar 2024 wuchs die Weltwirtschaft im Geschäftsjahr 2023 um 3,1%. Die IWF-Prognose eines Wachstums von 2,9% von Januar 2023 wurde damit leicht übertroffen. Im Euroraum stieg 2023 gemäß der Statistikbehörde Eurostat das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,5% gegenüber dem Vorjahr. Frankreich und Italien wiesen laut IWF-Wachstumsraten von 0,8% bzw. 0,7% aus. Die Volkswirtschaft in Spanien wuchs gemäß IWF um 2,4%. Das Vereinigte Königreich erreichte gemäß IWF ebenfalls ein Wachstum von 0,5% und für Russland schätzte der IWF dagegen einen BIP-Anstieg um 3,0%. In USA erhöhte sich das BIP um 2,5% und in China um 5,2%. 1
1 IWF WEO Januar 2024, Table 1.1. Overview of
the World Economic Outlook Projections., S. 6
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1 % zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus. 2
2 Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.
019 vom 13.01.2023
2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Automobilbranche Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen um 10% verzeichnet und erreichten damit ein Volumen von 75,7 Mio. Fahrzeuge. Damit liegt der Weltmarkt weiterhin um fast 5 Mio. Einheiten unter dem Niveau von 2018. Alle großen Einzelmärkte machten im vergangenen Jahr deutliche Schritte auf ihrem Erholungspfad. Während einige, insbesondere asiatische Märkte sich bereits deutlich über ihren Vor-Corona-Niveaus bewegen, haben insbesondere Europa und USA noch deutliches Aufholpotential. Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend: Der europäische Pkw-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19 Prozent) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Im Monat Dezember wurden mit gut 1,0 Mio. Einheiten 4 Prozent weniger Neufahrzeuge registriert als noch im Vorjahresmonat. Maßgeblich für den Rückgang ist der schwache deutsche Markt, auf dem infolge eines Ende 2022 wirksamen Sondereffektes (Änderungen bei der Förderung von E-Autos) im Elektrosegment im Dezember 2023 insgesamt deutlich weniger Neufahrzeuge zugelassen wurden. Die fünf größten europäischen Einzelmärkte entwickelten sich im Dezember 2023 wie folgt: Frankreich (+15 Prozent), Spanien (+11 Prozent), Vereinigtes Königreich (+10 Prozent), Italien (+6 Prozent), Deutschland (-23 Prozent). 3
3 Pressemitteilung VDA Internationale
Pkw-Märkte im Jahr 2023 mit kräftigem Wachstum
vom 18.01.2024
Der deutsche Pkw-Markt ist 2023 um 7 Prozent gewachsen und erreichte ein Marktvolumen von gut 2,8 Millionen Neuzulassungen. Damit blieb der Markt allerdings um 21 Prozent hinter dem Ergebnis des Jahres 2019 zurück, als in Deutschland 3,6 Mio. Pkw neuzugelassen wurden. Maßgeblich beeinflusst wurde der Jahresverlauf durch den immer weniger bindenden Mangel an Vorprodukten in der Produktion, insbesondere den Halbleitermangel, der die Märkte noch 2022 massiv nach unten verzerrte. Daneben sorgte die reduzierte bzw. gestrichene Förderung für Elektro-Pkw im Rahmen des Umweltbonus für deutliche Verwerfungen im Markt. Einerseits kam es aufgrund der veränderten Förderung zu einem Vorzugseffekt in das Jahr 2022 und damit zu reduzierten Neuzulassungen zum Jahresbeginn 2023. Während die Neuzulassungen von Pkw mit einem Verbrennungsmotor 2023 von der verbesserten Versorgungslage profitierten (Benzin: +13 Prozent, Diesel: +3 Prozent), ging der Absatz von Pkw mit Elektroantrieb zurück (-16 Prozent). Die Marktdynamik von Elektro-Pkw war erstmals überhaupt rückläufig - im Jahr 2023 wurden 700.200 E-Pkw neuzugelassen. 4
4 Pressemitteilung VDA Pkw-Produktion in
Deutschland 2023 vom 04.01.2024
Industriebranche Hohe Bedeutung im Bereich der "Non-Automotiven Branche" hat die konjunkturelle Entwicklung im Maschinenbau. Der Maschinen- und Anlagenbau verzeichnet im Jahr 2023 einen Orderrückgang von real 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Im Inland verbuchten die Unternehmen 2023 ein Orderminus von 11 Prozent, aus dem Ausland kamen 13 Prozent weniger Bestellungen. Dabei betrug das Auftragsminus aus den Euro-Ländern 16 Prozent, die Nicht-Euro-Länder schlugen mit einem Rückgang von 11 Prozent zu Buche. 5
5 Presseinformation VDMA Moderatere
Ordereinbußen zum Jahresabschluss vom 02.02.2024
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet für das Jahr 2023 mit einem realen Produktionsrückgang in Deutschland von 1%. 6
6 VDMA-Bericht: Ausblick und Herausforderungen
für Maschinenbau vom 20.12.2023
2.3 Geschäftsverlauf Umsatz- und Auftragsentwicklung Trotz des herausfordernden konjunkturellen und branchenspezifischen Umfelds konnte die ROKU-Mechanik GmbH im Geschäftsjahr 2023 die Umsatzerlöse auf 59.079 TEUR steigern. Damit lagen die Umsatzerlöse um 13.643 TEUR oder 30,0% über dem Niveau des Vorjahres. Qualitätsprobleme eines Zulieferers bei der Herstellung eines Rohteils in einem Großprojekt verhinderten den in 2023 geplanten Projektstart um etwa 7 Monate und damit die Umsetzung von vorhandenen Aufträgen in Höhe von über 3 Mio. €. Erfreulich zeigt sich nicht nur die Steigerung im Bereich Automotive mit 39,9 Prozent, sondern auch der Zuwachs im "Non-Automotiven Bereich" mit 2,5 Prozent. Beschaffung Die für die ROKU-Mechanik GmbH benötigten Rohstoffe wie Schmiede-, Guss- oder Umformteile werden von qualifizierten Lieferanten bezogen, welche sich durch hohe Qualität und Zuverlässigkeit auszeichnen. Das hohe Preisniveau und die Verfügbarkeiten wichtiger Vormaterialien und zahlreicher Rohstoffe waren im Berichtsjahr für die ROKU-Mechanik GmbH weiterhin eine Herausforderung. Die im Vorjahr zur Sicherung der Versorgung abgeschlossenen Energieverträge führten im Berichtsjahr zu weiteren Kostensteigerungen. Durch den Preisanstieg sowie hauptsächlich durch Produktmixänderungen hat sich die Materialeinsatzquote (ohne bezogene Leistungen) im Geschäftsjahr 2023 von 45,4 Prozent auf 46,1 Prozent erhöht. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 investierte die ROKU-Mechanik GmbH in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 1.320 TEUR (VJ: 602 TEUR). Die größten Investitionen gingen davon in neue automatisierte Fertigungsanlagen. Finanzierungsmaßnahmen Das Unternehmen verfügte für das Geschäftsjahr über eine gesicherte Finanzierung sowie freie kurzfristige Kreditlinien zur Abdeckung kurz- und mittelfristiger Liquiditätsbedarfe. Hierzu wurden von den Finanzierungspartnern zusätzliche Darlehen bereitgestellt. Zudem werden Leasing sowie Factoring zur Unternehmensfinanzierung eingesetzt. Personal- und Sozialbereich Im Geschäftsjahr erhöhte sich die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten von 222,3 auf 238,3. Zusätzlich beschäftigte das Unternehmen durchschnittlich zwei Auszubildende. Zudem wurden temporär durchschnittlich 32 Leiharbeiter (Vorjahr: 29) eingesetzt. Begründet ist dieser Aufbau durch die Umsatzsteigerung und entsprechend höherer Produktionsleistung. Umweltschutz und Nachhaltigkeit Die Themen Umweltschutz, Energiemanagement und eine lebenswerte Umwelt genießen bei der ROKU-Mechanik GmbH eine sehr hohe Priorität. Das Unternehmen erkennt seine Verantwortung in unserer Gesellschaft an und arbeitet an ständigen Verbesserungen. Unterstützt durch das nach ISO 14001 zertifizierte Umweltsystem identifiziert das Unternehmen die wesentlichen Belastungen und Verbraucher, misst permanent die Leistungen, setzt sich ehrgeizige Ziele und erreicht diese durch ein konsequentes Programm. 2.4 Darstellung der Lage der Gesellschaft Im Folgenden wird auf die Entwicklung der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage eingegangen: Ertragslage Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft stellen die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibung (EBITDA) dar. Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr um 30,0 Prozent von 45.436 TEUR auf 59.079 TEUR gesteigert werden. Bereinigt um Bestandsveränderungen von fertigen und unfertigen Erzeugnissen (-659 TEUR) erhöhte sich parallel die Gesamtleistung um 26,3 Prozent auf 58.419 TEUR. Qualitätsprobleme eines Zulieferers im Automotive-Bereich sowie negative Markteinflüsse im Bereich Non-Automotive haben jedoch zu nicht realisierten Umsätzen geführt. Im Berichtszeitraum beträgt das EBITDA 1.295 TEUR mit einer Marge von 2,2 Prozent und ist damit gegenüber Vorjahr (536 TEUR und 1,2 Prozent) gestiegen. Der Rohertrag hat den Vorjahreswert mit 30.334 TEUR um 6.513 TEUR oder 27,3 Prozent übertroffen, wenngleich die prozentuale Rohertragsmarge im Vergleich zum Umsatzwachstum unterproportional gestiegen ist. Hauptgrund hierfür ist der leicht veränderte Produktmix. Der Personalaufwand beträgt 13.249 TEUR (Vorjahr 12.135 TEUR) und konnte bezogen auf die Gesamtleistung prozentual von 26,2 Prozent auf 22,7 Prozent verringert werden. Die Abschreibungen liegen mit 1.066 TEUR auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (1.002 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 2.969 TEUR auf 15.790 TEUR gestiegen, konnten aber prozentual von 27,7 Prozent auf 27,0 Prozent verringert werden. Ursächlich für die Steigerungen war überwiegend ein Anstieg bei den Energiekosten, gefolgt von höheren Instandhaltungs- und Leasingaufwendungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auch Aufwendungen für Projekte enthalten, denen aufgrund der oben dargestellten Umsatzverschiebung keine Umsatzlöse gegenüberstehen. Das Jahresergebnis ist daher entgegen unseren Erwartungen mit einem Jahresfehlbetrag von 581 TEUR negativ. Finanzlage Die Gesellschaft erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen positiven Cashflow (Jahresergebnis + Abschreibungen + Veränderung der Rückstellungen) in Höhe von 668 TEUR und liegt damit über dem Vorjahreswert von -69 TEUR. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten in Sachanlagen von 1.320 TEUR (Vorjahr 602 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus Investitionstätigkeiten in das materielle Sachanlagevermögen. Der Mittelzufluss aus Anlageverkäufen beträgt 214 TEUR. Daraus resultiert ein Cashflow aus Investitionstätigkeiten in Höhe von -1.086 TEUR (Vorjahr -76 TEUR). Der Finanzmittelbestand beträgt zum Ende des Geschäftsjahres -1.908 TEUR (Vorjahr -2.535 TEUR). Die Zahlungsbereitschaft war im Geschäftsjahr stets sichergestellt. Vermögenslage Zum Bilanzstichtag beträgt die Bilanzsumme 17.081 TEUR (Vorjahr 16.342 TEUR). Dem langfristig gebundenen Anlagevermögen von 5.127 TEUR (Vorjahr 4.969 TEUR) steht ein Eigenkapital von 2.035 TEUR (Vorjahr 2.616 TEUR) und weiteres mittel- und langfristiges Fremdkapital von 2.909 TEUR (Vorjahr 2.087 TEUR) gegenüber. Die Vorräte beliefen sich am Bilanzstichtag auf 8.461 TEUR (Vorjahr 8.566 TEUR), was 49,5 Prozent (Vorjahr 52,4 Prozent) der Bilanzsumme entspricht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Rechnungsabgrenzungsposten betrugen 3.418 TEUR (Vorjahr 2.806 TEUR), was 20,0 Prozent (Vorjahr 17,2 Prozent) der Bilanzsumme entspricht. Das Eigenkapital der Gesellschaft in Höhe von 2.035 TEUR (Vorjahr 2.616 TEUR) verminderte sich um den laufenden Jahresfehlbetrag. Die Rückstellungen betreffen insbesondere solche für Pensionen, Urlaubsansprüche, geleistete Überstunden der Mitarbeiter sowie noch zu zahlende Rechnungen. Die Erhöhung um 183 TEUR ist rein stichtagsbedingt. Zum Bilanzstichtag konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund von Tilgungsmaßnahmen um 792 TEUR auf 4.878 TEUR reduziert werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften (Mietkauf) betragen1.054 TEUR (Vorjahr 1.083 TEUR) und sind durch weitere Investitionen nahezu unverändert geblieben. Zudem bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.994 TEUR (Vorjahr 5.545 TEUR), die sich aufgrund des Wachstums des Geschäftsvolumens erhöht haben. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.304 TEUR (Vorjahr 794 TEUR) betreffen insbesondere Lohn- und Gehaltszahlungen sowie Lohn-, Kirchen- und Umsatzsteuer. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Das Geschäftsjahr 2023 kann aus Sicht der ROKU-Mechanik GmbH nicht als zufriedenstellend bezeichnet werden. Die ROKU-Mechanik GmbH hat es zwar im vorangegangenen Geschäftsjahr erfolgreich geschafft, sich in der im Transformationsprozess befindlichen Automobilbranche zu behaupten und wichtige strategische Aufträge im wachsenden Bereich der E-Mobilität gewonnen. Zu erwähnen ist hier ein Großauftrag eines deutschen Automobilherstellers für den elektrischen Antriebsstrang, welcher in allen Elektro-Modellen zum Einsatz kommt und eine Laufzeit von 10 Jahren hat. Man befindet sich hier bereits in der Bemusterungsphase mit einem SOP im März 2025. Zudem konnten im Non-Automotiven Bereich ebenso umfangreiche Aufträge gewonnen werden. Die Umsatzerlöse liegen dadurch auf dem Planansatz und deutlich über Vorjahr. Aufgrund der aufgelaufenen Projektkosten für ein Projekt, dem noch keine ausreichenden Umsatzerlöse gegenüberstanden, konnte das Jahresergebnis nicht positiv gestaltet werden. Vor dem Hintergrund der hohen Auftragsbestände sowie der vorhandenen Kapazitäten und stillen Reserven beurteilt die ROKU-Mechanik GmbH die wirtschaftliche Lage des Unternehmens insgesamt als stabil. 3. Chancen und Risikobericht Bei der ROKU-Mechanik GmbH wird durch die kontinuierliche Beobachtung der Marktgegebenheiten, der Kunden und Lieferanten sowie ein detailliertes Berichtwesen und Controlling dafür gesorgt, dass Risiken frühzeitig erkannt und Chancen am Markt genutzt werden können. Alle Risikofelder werden nachgehalten und überwacht sowie in Sitzungen diskutiert. Es erfolgt eine ständige Anpassung an die sich neu ergebenden Anforderungen und eine damit einhergehende Optimierung hinsichtlich der Effizienz und Angemessenheit. Ein monatliches Planungssystem, indem der tatsächliche Geschäftsverlauf kontrolliert wird, bietet Gewähr für die Verfolgung, Analyse und Begründung von Abweichungen. Risiken Die ROKU-Mechanik GmbH widmet sich vollständig der Herstellung von anspruchsvollen Serienteilen für solche Industrien, die für höchste Ansprüche an Präzision und Wiederholgenauigkeit bei ihren zugelieferten Komponenten stehen. Solche Anforderungen sind insbesondere in der Automobilbranche, im Maschinenbau sowie in Nischen wie der optischen Industrie und der industriellen Messtechnik zu finden. Die Kunden von ROKU-Mechanik GmbH sind daher ganz überwiegend diesen Branchen zuzuordnen. Zu den elementaren Risiken der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens gehört das allgemeine Marktrisiko und die damit verbundene Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen. Dieser Risikosphäre ordnen wir insbesondere unser Absatzrisiko zu. So kann bedingt durch veränderte Rahmenbedingungen auf den internationalen Märkten, aber auch unter zyklischen Schwankungen der Nachfrage nach Automobilen, Maschinen oder optischen Geräten auch die Nachfrage nach unseren Leistungen zurückgehen. In der Folge kann dies zu einer unbefriedigenden Auslastung unserer Kapazitäten führen und die Geschäfts- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen. Diesem Absatzrisiko begegnen wir als Unternehmen durch unser beständiges Streben, eine möglichst breite Streuung unserer Leistungen auf unterschiedliche Branchen, Kunden, Regionen und Endprodukte zu bewirken. Unsere Ausrichtung auf Kunden, die ihre Produkte global vermarkten, besteht fort. Dabei bleibt der vorrangige Schwerpunkt Europa, danach die westliche Welt. Risikobeschränkend im Pkw-Bereich ist zudem ein wachsender Anteil an Produkten für das obere Preissegment, in der Erwartung, dass die Konjunkturabhängigkeit dort erfahrungsgemäß schwächer ausgeprägt ist. Als Zulieferer der Automobilbranche trägt die ROKU-Mechanik GmbH das Risiko, dass zufriedene Kunden mit wiederholten Beauftragungen Abhängigkeiten entstehen lassen können. Die in der Vergangenheit zeitweise starke Bedeutung eines einzelnen Automobilkonzerns für unseren Absatz konnte inzwischen deutlich reduziert werden. Während unsere Betriebsleistung bis 2017 zu zeitweise mehr als 50 Prozent einem bedeutenden Automotive-Konzern zuzurechnen war, ist dieser Anteil inzwischen auf unter 29 Prozent gesunken. Wir streben unverändert an, dass der jeweilige Anteil eines einzelnen Konzernkunden an unserer Wertschöpfung nachhaltig nicht mehr als 25 Prozent unserer gesamten Wertschöpfung beträgt. Ein Teil des Absatzrisikos jedoch wird uns mit dem wirtschaftlichen Schwerpunkt unserer Leistungen erhalten bleiben, der sich in einem Anteil von zuletzt ca. 3⁄4 unserer Erlöse zugunsten der Automobilbranche ausdrückte. Insbesondere die hohe Kompetenz von ROKU-Mechanik GmbH bei Komponenten im Umfeld des Verbrennungsmotors stellt ein solches Risiko der teilweisen Spezialisierung dar. Der anhaltenden öffentlichen Diskussion folgend sehen auch wir, dass der Elektroantrieb einen festen Platz in der Mobilität der Zukunft gefunden hat, zu erwähnen ist hier aber die große Unsicherheit im Bereich der E-Mobilität bezüglich Mengen und SOP. Andererseits wird die Technologie des Verbrennungsmotors uns bis weit in das nächste Jahrzehnt hinein mit einem nennenswerten Anteil der hergestellten Fahrzeuge begleiten. Deshalb wurden bevorzugt solche Aufträge akquiriert, die mit einer langfristigen Beauftragung verbunden waren. Im Ergebnis unserer Bemühungen sind daher feste Aufträge im Haus, welche zum Teil bis 2030 laufen. Aus heutiger Sicht bietet unsere Auftragssituation eine hohe Planungssicherheit bis über das Jahr 2026 hinaus. Die aktuelle Situation während Corona- sowie der Halbleiterkrise hat aber gezeigt, dass die Abrufe der vorhandenen Aufträge auch niedriger ausfallen können. Mit der intensiven Belieferung der Automobilbranche ist die ROKU-Mechanik GmbH auch technologischen Risiken dieser Branche ausgesetzt. Nachdem die Vermarktung von Komponenten der Dieseltechnologie in unserem Auftragsmix bereits deutlich reduziert werden konnte, spielt diese Technologie inzwischen eine deutlich geminderte Rolle. Mit großem Engagement werden wir weiter daran arbeiten, dass die Herstellung von Komponenten für andere Bereiche eines Fahrzeugs an Bedeutung bei ROKU-Mechanik GmbH gewinnt. Kosten für Rohstoffe und ihre Verarbeitung unterliegen natürlichen Änderungen, was zu einer wachsenden Schere zwischen Erlösen und Kosten in der industriellen Produktion führen kann. Unsere Produkte nutzen auch metallische Rohstoffe, die schon ihrer Natur gemäß Marktpreisschwankungen unterliegen. Dies kann auf der Beschaffungsseite mit unerwarteten Mehrkosten belasten. Solchen Risiken begegnet die ROKU-Mechanik GmbH, indem auf der Absatzseite die Preise in Rahmen- und Lieferverträgen über feste Verträge auf Jahre im Voraus festgeschrieben werden. Bezüglich der volatilen Preisentwicklungen einzelner Rohstoffe wird die Erstattung möglicher Mehrkosten überwiegend durch entsprechende Preisanpassungsklauseln mit den Kunden vertraglich abgesichert. Energiekostenrisiken sind teilweise ebenso in Preisanpassungsklauseln mit Kunden vertraglich eingebunden, müssen aber in den meisten Fällen verhandelt und mit Preisanpassungen weitergegeben werden. Für den Hauptkostenbereich Strom wurde der zum Ende 2022 auslaufende Vertrag bis Ende 2025 verlängert. Im Gaskostenbereich besteht eine vertragliche Kostensicherheit bis Ende 2026. Wenn die Herstellung mittlerer und großer Serien auf spezialisierten Einzweckmaschinen und -anlagen erfolgt, die ausschließlich einem Projekt und Auftrag gewidmet sind, können die damit verbundenen Anschaffungen ein Investitionsrisiko darstellen, weil diese spezialisierten Einrichtungen mit dem Ende eines solchen Auftrags wertlos werden können. Die ROKU-Mechanik GmbH investiert regelmäßig in zweckgebundene Produktionsmittel, Anlagen und Automatisierungseinrichtungen. Den beschriebenen Investitionsrisiken begegnen wir sehr konsequent, indem soweit möglich in universell einsetzbare Produktionsmittel investiert wird. Die Spezialisierung beschränkt sich dabei regelmäßig auf die Peripherie der Maschine und zweckgebundene Automatisierungseinrichtungen. Daher wird der Automatisierungsgrad der Produktionsanlagen sehr sorgfältig abgewogen, um eventuell auftretende Verwertungsrisiken zu minimieren. Die Region, in der das Unternehmen ROKU-Mechanik GmbH beheimatet ist, gehört zu den sehr erfolgreichen Regionen des Landes Baden-Württemberg mit niedriger Arbeitslosigkeit. Alle Unternehmen in der Region leiden daher in Zeiten guter Konjunktur unter einem Arbeitskräftemangel, der sowohl Fachkräfte als auch Hilfskräfte umfasst. Trotz eines hohen Automatisierungsgrades unserer Produktionsanlagen verbleibt das Risiko, dass freie Stellen deshalb nicht immer zeitnah und adäquat besetzt werden können. Der Akquisition geeigneter Mitarbeiter kommt somit eine erhebliche Bedeutung zu. Neben der weiterhin für die Zukunftssicherung wichtigen eigenen Ausbildung, nutzen wir konsequent unser Netzwerk an Kontakten, um geeignete Mitarbeiter zu akquirieren. Der finanzielle Bedarf ist laut Unternehmensplanung vollständig durch verfügbare Finanzmittel gedeckt. Forderungsausfälle sind durch die Factoringgesellschaft weitgehend versichert. Die Kontokorrentlinien der Hausbanken stehen in vollem Umfang und unbefristet zur Verfügung. Zur Überbrückung der besonderen Herausforderungen der Corona Pandemie wurden in dem benötigten Umfang ergänzende Sonderkredite bereitgestellt, die langfristig zurückgeführt werden. Die vorhandene Finanzierungsstrategie nutzt auch die Möglichkeit von kurz- bzw. mittelfristigen Kreditlinien mit vereinbarten Tilgungsstrukturen, um kurzfristig reagieren zu können. Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist die ROKU Mechanik GmbH zahlungswirksamen Zinsänderungsrisiken durch Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung sowie durch Neu- und Anschlussfinanzierungen ausgesetzt. In diesem Zusammenhang findet eine laufende Beobachtung der Zinsmärkte durch die Geschäftsleitung statt. Die Beobachtung fließt in die Finanzierungstrategie mit ein. Chancen Das Geschäftsmodell der ROKU-Mechanik GmbH bewährt sich insbesondere in Zeiten des Umbruchs. Angesichts der Grenzen des Wachstums für den Verbrennungsmotor kommt es derzeit auf die Fähigkeit an, den Anteil im Bereich der E-Mobilität sowie der Non-Automotive Erlöse flexibel zu erhöhen. Dieser trägt ebenso zur Sicherung der Zukunftsperspektiven bei, wie die erfolgreiche Positionierung des Unternehmens im Markt der Fahrzeugkomponenten und -teilen, die nicht mit dem Verbrennungsmotor verbunden sind. Wir erwarten unverändert, dass sich das breit angelegte Produktportfolio auch in Zukunft als Chance für das Unternehmen erweisen wird. Die Nutzung unserer Chancen setzt überdies auf die erfolgreiche Professionalisierung unserer Strukturen. Dass wir hier auf einem guten Weg sind, wird immer wieder in Audits unserer Kunden bestätigt, die wir regelmäßig bestehen. Das Unternehmen wird nicht zuletzt auch mit der weiteren Spezialisierung der Produktionsstätten seine Chancen nutzen, sich mit der Optimierung von Prozessen und Strukturen noch konsequenter auf die jeweilige Zielgruppe einzustellen. Insbesondere die breit angelegte Projektvielfalt ist das wichtigste Instrument, mit dem wir die Wachstumschancen unseres Unternehmens sichern können. Dieser Hebel bleibt insbesondere auch angesichts der begonnenen Umwälzungen der Automobilbranche einer unserer wichtigsten Schlüssel zum Erfolg. Dieses Ziel wird von Seiten des Unternehmens engagiert und zielstrebig verfolgt, um ein wachsendes Auftragsportfolio mit einer gesunden Teile- und Anwendungsvielfalt zu sichern und dadurch weiterhin gesunde Wachstumschancen wahrnehmen zu können. Wir erwarten für nahezu alle unsere Kunden in Zukunft eine weitere positive Entwicklung. Zwar wird die deutsche Automobilindustrie mit ihren Zulieferern beträchtliche Herausforderungen zu meistern haben, gleichwohl sehen wir in diesen Zeiten auch ein deutlich wachsendes Maß an Chancen. Unser Know-how in den Kernprozessen erlaubt uns unseren Kunden wettbewerbsfähige Preise bei höchstem Qualitätsstandard anzubieten. Zum anderen nutzen wir engagiert die Chancen, die sich im Non-Automotive Bereich bieten; auch indem wir bei bestehenden Kunden die Zusammenarbeit intensivieren. Insbesondere auch die Entscheidung zur Umwidmung freiwerdender Flächen für die Non-Automotive Produktion am bisherigen Produktionsstandort wird hier neue Potentiale eröffnen, sowie mögliche Risiken einer Abhängigkeit von einer einzelnen Branche weiter zu reduzieren. In Zeiten des Umbruchs qualifizieren uns gerade diese Tugenden - das ausgeprägte Qualitäts- und Kostenbewusstsein sowie innovative Fertigungskonzepte - für neue Aufgabenstellungen unserer Kunden. Der vorsichtige Aufbau neuer Kapazitäten wird indes nichts daran ändern, dass wir unsere Chancen stets in der gesunden Selektion der Aufträge sehen wollen, um die Risikostruktur und das Unternehmensergebnis nachhaltig weiterentwickeln zu können. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ganz überwiegend über Factoring finanziert. Ein weiteres Wachstum wird unsere Liquidität daher nicht belasten. Bewertung der Gesamtrisikolage und Chancen Die Geschäftsführung ist sich den bestehenden Chancen und Risiken für die ROKU-Mechanik GmbH bewusst. Unter Gesamtabwägung der vorstehend beschriebenen Risiko- und Chancenanalyse sieht die Geschäftsführung aus heutiger Sicht keine den Unternehmensfortbestand gefährdenden Tatbestände oder Tatsachen, die die Entwicklung des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen könnten. Ergänzend weist die Geschäftsführung auf die Entwicklung der weltpolitischen Lage als wesentlichen Faktor für die Geschäftsentwicklung im kommenden Geschäftsjahr hin. 4. Prognosebericht 4.1 Gesamtwirtschaftliche Prognose Für das Jahr 2024 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem World Economic Outlook Update (WEO-Update) von Januar 2024 ein Wachstum von 3,1 Prozent. Seine Prognose eines Wachstums auf dem Niveau des Jahres 2023 spiegelt die Erwartung einer weiterhin sinkenden Inflation in einer insgesamt robusten Weltwirtschaft wider. Der IWF sieht die Chancen und Risiken gegenüber dieser Annahme als weitgehend ausbalanciert an. In Europa dürften 2024 gemäß IWF die sinkende Inflation und stabilere Energiepreise zu einer leichten Erholung der Haushaltsnachfrage und steigenden Reallöhnen gegenüber dem Vorjahr führen. Für den Euroraum schätzt der IWF den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2024 auf 0,9%, darin enthalten ist ein BIP-Wachstum Deutschlands von 0,5%. Die Prognose des IWF steht unter der Annahme, dass im Jahr 2024 insgesamt sinkende Rohstoffpreise zu beobachten sein werden. Darüber hinaus werden fallende Zinsen in den großen Volkswirtschaften erwartet. 7
7 IWF WEO Januar 2024, Table 1. Overview of the
World Economic Outlook Projections., S. 6.
Zudem weist der IWF auf zahlreiche Chancen und Risiken hin. Ein schneller Rückgang der Inflation könnte sich ebenso positiv auswirken wie stärkere politische Strukturreformen. Wesentliche Risiken sind aus Sicht des IWF ein erneuter starker Anstieg von Rohstoffpreisen ein Anbetracht der angespannten geopolitischen Lage, Störungen in der weltweiten Lieferkette sowie eine länger als erwartet andauernde Inflation. Ferner könnten eine Verschärfung der Krise u.a. im chinesischen Immobiliensektor sowie Kürzungen der weltweiten öffentlichen Ausgaben zu verringerten Wachstumsraten führen. 4.2 Branchenbezogene Prognose Automobilbranche Vor dem Hintergrund der hohen Dynamik im vergangenen Jahr 2023 fallen die Prognosen für die Absatzmärkte für das laufende Jahr sehr verhalten aus. Nach Angaben des deutschen Branchenverbands VDA (Verband der Automobilindustrie) ist für den globalen Pkw-Markt, gemessen an neu zugelassenen Pkw bzw. Light Vehicles, ein moderater Anstieg, um rund 2,0% auf 77,4 Mio. Fahrzeuge zu erwarten. Damit wäre insgesamt das Niveau des Vorkrisenjahres 2019 von 78,8 Mio. Einheiten fast wieder erreicht. Regional betrachtet bedeutet dies für Europa (ohne Russland) einen Anstieg von rund 4,0% auf 13,3 Mio. PKW, für die USA ein Wachstum von rund 2,0% auf 15,7 Mio. Light Vehicles und für China von rund 1,0% auf 26,1 Mio. Pkw. Den deutschen Markt schätzt der VDA weiter schwach ein und unterstellt einen Rückgang von einem Prozent auf weiterhin 2,8 Mio. neu zugelassene Pkw. Das ist etwa ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Der VDA erwartet für das Jahr 2024 für den Absatz von Elektro-Pkw einen um 9 Prozent niedrigeren Absatz auf 635.000 Einheiten. Während der Absatz von Plug-In-Hybriden (PHEV) um 5 Prozent auf 185.000 Einheiten steigen dürfte, geht der VDA bei den rein batterieelektrischen Pkw (BEV) von einem Rückgang von 14 Prozent auf 451.000 Einheiten aus. 8
8 Pressemitteilung VDA Jahresauftakt 2024 vom
30.01.2024
Industriebranche Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland hat in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres 2024 mit einem realen Minus von 6,8 Prozent die Erwartungen deutlich verfehlt. Der Auftragseingang und auch zahlreiche Geschäftsklimaindikatoren mussten signifikante Rückschläge laut VDMA hinnehmen. Die VDMA-Volkswirte reduzierten deshalb ihre Produktionsprognose für das laufende Jahr von bisher minus 4 auf minus 8 Prozent zum Vorjahr. 9
9 VDMA Produktion im Maschinenbau 2024 deutlich
schwächer als erwartet vom 09.09.2024
4.3 Ausblick Geschäftsentwicklung Die Aussichten für 2024 stehen unter dem Vorbehalt keiner signifikanten Rückschläge durch den russischen Krieg in der Ukraine und generell stabilen geopolitischen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Auch im neuen Geschäftsjahr wird mit neuen Beauftragungen gerechnet, die zu einer weiteren Streuung der Wertschöpfung führen wird. Die Gesellschaft rechnet aufgrund gewonnener Aufträge, dem aktuell vorliegenden Auftragsbestand sowie vorhandenen Neuanläufen mit einem prozentualen Umsatzwachstum von 8 bis 10% gegenüber dem Vorjahr. Basierend auf diesem Umsatzausblick wird eine operative EBITDA-Marge von 4 bis 5% erwartet. Mit unserer gut strukturierten Kundenbasis sehen wir uns weiterhin gut gerüstet für die kommenden Jahre.
Unterschneidheim, den 30. September 2024 gez. Roland Kuhnhaus, Geschäftsführer Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ROKU-Mechanik GmbH, Unterschneidheim Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der ROKU-Mechanik GmbH, Unterschneidheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der ROKU-Mechanik GmbH, Unterschneidheim für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der Geschäftsführung als Aufsichtsorgan für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Die Geschäftsführung als Aufsichtsorgan ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Stuttgart, den 30. September 2024 Axel Mayer, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der ROKU-Mechanik GmbH wurde in der Gesellschafterversammlung vom 19. Dezember 2024 festgestellt. Der vorgeschlagenen Ergebnisverwendung wurde zugestimmt. |
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