Stammdaten

Register
Amtsgericht Gießen HRB 1776
Vorher
GKW Glaskontor Gießen GmbH
Eingetragen
8.3.1990
Branche
Großhandel mit FlachglasHerstellung, Veredlung und Bearbeitung von sonstigem Glas einschließlich technischen GlaswarenHerstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus Glas
Gegenstand
Die Herstellung, der Vertrieb und/oder die Veredelung von Flachglasprodukten sowie anderer Bau- und Werkstoffe.

Historie

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Management

NameRolle
Achim Volker Haag
seit 2.4.2024
Geschäftsführer
Jürgen Risken
seit 4.1.2016
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Semcoglas Holding GmbH
Germany
50000
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Semcoglas GmbH

Gießen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Lagebericht

A. Darstellung des Geschäftsverlauf

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 zum ersten Mal seit sechs Jahren geschrumpft. Mit minus 5 % war der Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes (BIP) so stark wie nie in der Nachkriegszeit. Der wirtschaftliche Einbruch passierte hauptsächlich bereits im Winterhalbjahr 2008/2009. Im Verlauf des Jahres 2009 erfuhr die Wirtschaftsentwicklung eine leichte Stabilisierung auf niedrigerem Niveau. Im Jahr 2008 war das BIP noch leicht um 1,3 %, in 2007 um 2,5 % und 2006 sogar noch um 3,2 % gestiegen.

Bemerkenswert war der starke Einbruch in den exportabhängigen Wirtschaftsbereichen. Insbesondere das produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe) brach stark ein. Der Außenhandel, in früheren Jahren wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft, bremste 2009 die wirtschaftliche Entwicklung. Der Außenbeitrag, d. h. die Differenz zwischen Exporten und Importen, erfuhr nach einem fast ausgeglichenen Saldo im Jahr 2008 (./. 0,3 %) im Jahr 2009 mit minus 3,4 % einen deutlichen Rückgang.

Nach drei Jahren großer Investitionsdynamik wurde 2009 auch deutlich weniger investiert als noch im Jahr 2008: Die Bruttoinvestitionen (= Ausrüstungsinvestitionen und Bauinvestitionen sowie Vorratsveränderungen) gingen um 12,5 % zurück. Maßgeblich verantwortlich hierfür waren die erstmals seit sieben Jahren rückläufigen Ausrüstungsinvestitionen, die im Jahr 2009 mit minus 20 % regelrecht eingebrochen sind. Die Bauinvestitionen gingen dagegen nur leicht um 0,7 % zurück.

Der inländische Absatz von Fenstern, eine wichtige Einflussgröße für das Geschäft der Semcoglas-Gruppe, ist entgegen der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2009 um 1,8 % auf 11,9 Mio. Fenstereinheiten gestiegen. Der langjährige Abwärtstrend konnte im Inland damit trotz des schwierigen Umfelds gestoppt werden. Hauptwachstumsmarkt war dabei die energetische Modernisierung von Bestandsgebäuden. Neben dem gestiegenen Bewusstsein der Öffentlichkeit für die große Bedeutung von Fenstern und Fassaden mit modernen Verglasungen für die Energieeinsparung haben die Förderprogramme der KfW, die steuerliche Berücksichtigung von Handwerkerleistungen im Privatbereich sowie die als Folge des Konjunkturprogramm II der Bundesregierung gestiegenen Investitionen der öffentlichen Hand für deutliche Impulse gesorgt.

Als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise entwickelte sich hingegen das Geschäft in den Exportmärkten, und hier im Besonderen im Objektgeschäft, spürbar rückläufig.

2. Absatz- und Umsatzentwicklung

Rückläufige Handelsgeschäfte sowie der Preisrückgang bei Isolierglas haben trotz positiver Mengenentwicklung einen um rd. 10 % rückläufigen Umsatz am Standort Gießen verursacht. Rückläufig entwickelte sich der Umsatz auch in den angeschlossenen Niederlassungen Fulda und Bad Camberg.

3. Produktion

Die Ausbringungsmenge des Gießener Isolierglasbetriebes konnte im Berichtszeitraum um 15,5 % auf 116,9 Tqm ausgebaut werden.

4. Investitionen

Nach Durchführung der Standortverlagerung zum Jahreswechsel 2006/2007 beschränkte sich die Investitionstätigkeit der Gesellschaft im Berichtszeitraum auf die Durchführung von Ersatzinvestitionen.

Nachfolgende Übersicht zeigt Investitionen in Sachanlagen im Vorjahresvergleich:

2008 80,1 TEUR
2009 89,7 TEUR

5. Wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Zum 31. Dezember 2009 ist die atypisch stille Gesellschaft zwischen der Semcoglas GmbH, Gießen und den atypisch stillen Gesellschaftern beendet worden.

B. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Vermögenslage

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der Gesellschaft stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

  2008 2009  
  TEUR % TEUR % Veränderung
TEUR
Vermögensstruktur          
Anlagevermögen 722 29,7 623 28,4 -99
Umlaufvermögen 1.710 70,3 1.571 71,6 -139
Gesamtsumme 2.432 100,0 2.194 100,0 -238
Kapitalstruktur          
Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital 53 2,2 241 11,0 188
Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital 2.379 97,8 1.953 89,0 -426
Gesamtsumme 2.432 100,0 2.194 100,0 -238

Die Kapitalbindung wurde im Vorjahresvergleich durch das um Abschreibungen reduzierte Anlagevermögen, ein geringeres Vorratsvermögen sowie die um fast TEUR 95 niedrigeren Forderungen spürbar reduziert.

Durch die Minderung des negativen Eigenkapitals wurde der Bestand an aufgenommenen Fremdmitteln um TEUR 358 abgebaut.

2. Finanzlage

Deckung des Anlagevermögens

Unter Einbeziehung des langfristig zur Verfügung stehenden Kapitals stellt sich im Vergleich zum Vorjahr die Deckung des Anlagevermögens wie folgt dar:

  2008 2009
  TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 722 100,0 623 100,0
Eigenkapital -642 -88,9 -475 -76,3
Überdeckung (+)/ Unterdeckung (-): -1.364 -188,9 -1.098 -176,3
Langfristiges Fremdkapital 695 96,3 716 114,9
Überdeckung (+)/ Unterdeckung (-): -669 -92,6 -382 -61,4

Cash Flow

Der nachstehend ermittelte Cash Flow wird aus dem Jahresergebnis der Gesellschaft abgeleitet. Diesem werden die nicht zahlungswirksamen Abschreibungen der Gesellschaft hinzugerechnet und die nicht zahlungswirksamen Erträge abgezogen.

  2008
TEUR
2009
TEUR
Jahresüberschuss 243 167
Ergebnisbeteiligung der atypisch stillen Gesellschafter 365 250
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 192 192
Cash Flow 800 609

Die im Vorjahresvergleich um ein Drittel geminderte Unterdeckung des Anlagevermögens mit langfristigem Kapital wurde wie in den Vorjahren wieder durch kurzfristige Finanzierungen der Gesellschafterin ausgeglichen. Der Cash Flow hat sich im Vorjahresvergleich durch den niedrigeren Jahresüberschuss um TEUR 191 auf TEUR 609 reduziert.

3. Ertragslage

Die Umsatzrendite vor Steuern stellt sich im Vergleich mit dem Vorjahr wie folgt dar:

    2008 2009
Jahresergebnis vor ertragsabhängigen Steuern und Ergebnisbeteiligung atypisch stiller Gesellschafter TEUR 608 417
Umsatzerlöse TEUR 12.393 11.323
Umsatzrendite % 4,9 3,7

Zur Ermittlung der Umsatzrendite wird das Jahresergebnis ins Verhältnis zu der Gesamtleistung der Gesellschaft, bezogen auf das jeweilige Geschäftsjahr, gesetzt.

In einem schwierigen Umfeld reduzierte sich die Umsatzrendite von 4,9 % im Jahr 2008 auf 3,7 % im Berichtszeitraum.

C. Prognosebericht

Die konjunkturellen Aussichten für die deutsche Wirtschaft haben sich in den letzten Monaten spürbar aufgehellt. Nach dem scharfen Einbruch im Winterhalbjahr 2008/2009 hat im Frühjahr 2009 - unterstützt durch umfangreiche geld- und fiskalpolitische Impulse - ein Erholungsprozess eingesetzt, der in den nächsten beiden Jahren anhalten dürfte. An Bedeutung gewinnen dagegen voraussichtlich Impulse aus dem Außenhandel und aus wieder zunehmender Investitionstätigkeit der Unternehmen sowie steigenden Konsumausgaben. Vor diesem Hintergrund prognostiziert die Deutsche Bundesbank nach dem Rückgang des BIP im Berichtszeitraum um 5 % für 2010 und 2011 wieder Wachstum um 1,6 % und 1,2 %.

Chancen für die Geschäftsentwicklung der Semcoglas-Gruppe erwarten wir aus dem verstärkten Einsatz staatlicher Fördermittel für Investitionen der öffentlichen Hand, die zunehmende Akzeptanz der staatlichen Förderprogramme für Energiesparinvestitionen sowie die stetig steigende Popularität energetischer Modernisierungsmaßnahmen bei den Bauherren. In diesem Zusammenhang erwarten wir einen weiter ansteigenden Anteil von 3-Fach-Gläsern, der unsere Herstellungsbetriebe zwar vor Herausforderungen stellt, grundsätzlich aber die Chance bietet, die Wertschöpfung positiv zu entwickeln.

Ein Schwerpunkt unserer Vertriebsarbeit wird die für das neue Jahr vorbereitete Klimaglas-Offensive sein, in der auf der Grundlage eines bereits in Umsetzung befindlichen Aktionsplans eine deutliche Mengenausweitung in dieser neu entwickelten Produktpalette erreichen werden soll.

Auch für das Jahr 2010 sehen wir in einer unzureichenden Entwicklung unserer Abgabepreise ein Risiko. Zwar hat sich der in der Glasbranche etablierte Energiekostenzuschlag im 2. Halbjahr 2009 wieder etwas stabilisiert. In Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung an den Energiemärkten kann die Belastung unserer Erlöse und Margen auch im neuen Geschäftsjahr anhalten und sich möglicherweise auch wieder nachteilig entwickeln.

Semcoglas Gießen wird sich im Jahr 2010 auf die Weiterentwicklung aller Geschäftsprozesse sowie die Verbesserung von Qualität und Produktivität konzentrieren. Zu diesem Zweck wurden Maßnahmepläne entwickelt und auf den Weg gebracht.

Für das Jahr 2010 erwarten wir angesichts der sich abzeichnenden Erholung der Konjunktur ein wieder über dem Niveau von 2009 liegendes Ergebnis.

Die Aussagen über die zukünftige Entwicklung basieren auf den uns gegenwärtig vorliegenden und bekannten Informationen. Einzelne Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlich eintretenden Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Finanz- und Ertragslage der Semcoglas Holding GmbH von der Prognose abweichen.

D. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

1. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

2. Risikomanagement bei der Verwendung von Finanzierungsinstrumenten

Finanzierungsaufgaben werden in der Semcoglas-Gruppe zentral in der Semcoglas Holding GmbH bearbeitet. Aus diesem Grunde ergeben sich für die Semcoglas GmbH, Gießen keine Handlungsnotwendigkeiten.

Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei Forderungen und aus Lieferungen und Leistungen arbeiten wir mit einer Ausfallversicherung (Rahmenvertrag der Semcoglas Holding GmbH).

3. Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung ist in der Semcoglas-Gruppe zentral organisiert.

4. Zweigniederlassungen

Die Semcoglas GmbH Gießen betreibt an den Standorten Fulda und Bad Camberg Filialbetriebe.

E Berichterstattung zu nichtfinanziellen Leistungsindikatoren

1. Personal

Im Berichtszeitraum beschäftigte die Semcoglas GmbH Gießen an insgesamt drei Standorten durchschnittlich unverändert 101 Mitarbeiter.

Die Personalentwicklung wird in der Semcoglas-Gruppe zentral organisiert. Mitarbeiter der Semcoglas GmbH, Gießen nahmen an verschiedenen Entwicklungsmaßnahmen teil.

2. Umweltaspekte

Umweltrelevante Risiken sind mit den Produktionsprozessen nur in geringfügigem Umfang verbunden. Mit den bestehenden Risiken wird entsprechend den rechtlichen Rahmenbedingungen umgegangen.

 

Gießen, im Januar 2010

Semcoglas GmbH, Gießen

gez. Hermann Schüller, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

  31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
A. Anlagevermögen 622.777,00 721.580,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 47.056,00 60.909,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 3,00 3,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 47.053,00 60.906,00
II. Sachanlagen 575.721,00 660.671,00
1. technische Anlagen und Maschinen 151.106,00 202.344,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 422.146,00 458.327,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.469,00 0,00
B. Umlaufvermögen 1.558.218,00 1.699.848,00
I. Vorräte 597.714,00 647.286,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 954.735,00 1.048.284,00
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.261,00 535,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 942.474,00 1.047.749,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.769,00 4.278,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.012,00 11.000,00
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 475.513,00 642.091,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 2.669.520,00 3.074.519,00

Passiva

   
  31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 25.565,00 25.565,00
II. Verlustvortrag 667.656,00 910.902,00
III. Jahresüberschuss 166.578,00 243.246,00
IV. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 475.513,00 642.091,00
B. Rückstellungen 1.275.128,00 1.322.275,00
C. Verbindlichkeiten 1.394.392,00 1.752.244,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 321,00 307,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 815.733,00 1.346.971,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 578.338,00 404.966,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 2.669.520,00 3.074.519,00

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.1.2009 - 31.12.2009
EUR
1.1.2008 - 31.12.2008
EUR
1. Rohergebnis 5.598.184,00 5.956.589,00
2. Personalaufwand 3.284.644,00 3.296.261,00
a) Löhne und Gehälter 2.652.824,00 2.709.894,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 631.820,00 586.367,00
davon für Altersversorgung 65.507,00 36.895,00
3. Abschreibungen 191.701,00 192.374,00
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 191.701,00 192.374,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.610.933,00 1.740.096,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.517,00 22.076,00
davon aus verbundenen Unternehmen 19.352,00 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 96.359,00 132.893,00
davon an verbundene Unternehmen 96.322,00 0,00
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 442.064,00 617.041,00
8. sonstige Steuern 25.618,00 8.926,00
9. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 249.868,00 364.869,00
10. Jahresüberschuss 166.578,00 243.246,00

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Semcoglas GmbH, Gießen, wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages beachtet. Soweit steuerliche Vorschriften eine entsprechende Bilanzierung im Jahresabschluss vorsehen, folgt die Gesellschaft diesen steuerlichen Vorschriften.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB (i. d. F. des BilMoG).

Von den ihr eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben. Der bei der Übernahme des Unternehmens erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird mit den Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear und degressiv vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 150 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für abnutzbare bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150 bis EUR 1.000 wird ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten (Pool) wird über eine Dauer von fünf Jahren gleichmäßig verteilt gewinnmindernd aufgelöst.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Werten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden ermittelt anhand des letzten Einkaufspreises. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt nach der retrograden Methode aus dem erwarteten Verkaufspreis abzüglich der noch anfallenden Kosten und des Unternehmensgewinns.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 5 % auf den Netto-Forderungssaldo nach Abzug der einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Teilwertmethode) auf der Basis der Rechnungsgrundlagen der "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck und eines Rechnungszinsfußes von 6,0 % ermittelt.

Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Die Bildung (Ermittlung) der pauschalen Gewährleistungsrückstellung erfolgt auf Basis des Umsatzes mittels gewichteter Spartenreklamationsfaktoren der gruppeninternen Qualitätssicherung.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens umgerechnet. Bei Kursänderungen erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtages unter Beachtung des Niederstwertprinzips bei Aktivposten und des Höchstwertprinzips bei Passivposten.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

3. Erläuterungen zum Jahresabschluss

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

3.2 Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt DM 50.000.

3.3 Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 612 innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in branchenüblichem Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von TEUR 764. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 57 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 759 sonstige Verbindlichkeiten.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind TEUR 560 innerhalb eines Jahres fällig.

3.4 Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 25 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 26 enthalten.

4. Sonstige Angaben

4.1 Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden Eventualverbindlichkeiten aus gesamtschuldnerischer Haftung für Betriebsmittelkreditlinien der Semcoglas Holding GmbH und verschiedener Tochterunternehmen von insgesamt TEUR 19.000.

4.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus am Bilanzstichtag bestehenden Leasing- und Mietverträgen:

Art der Verpflichtung 2010
TEUR
2011 - 2014
TEUR
nach 2014
TEUR
Verpflichtungen aus Mietverträgen 196 666 194
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 78 135 0
  274 801 194

4.3 Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat während des Geschäftsjahres 2009 durchschnittlich 95 Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) beschäftigt.

Kaufmännische Angestellte 32
Gewerbliche Mitarbeiter 63

Von den Arbeitnehmern sind sieben in Teilzeit beschäftigt.

4.4 Geschäftsführer

Im Geschäftsjahr 2009 wurden die Geschäfte durch Dipl.-Kaufmann Hermann Schüller, Oldenburg, geführt.

4.5 Angaben zum Mutterunternehmen

Die Semcoglas Holding GmbH, Westerstede, stellt als Mutterunternehmen der Gesellschaft den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 soll im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt werden.

4.6 Überschuldung

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2009 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 476 (Vorjahr: TEUR 642) aus und ist damit bilanziell überschuldet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten ein Darlehen der Gesellschafterin Semcoglas Holding GmbH, Westerstede, von TEUR 351 und übrige Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin von TEUR 413. Die Semcoglas Holding GmbH hat hinsichtlich ihres Darlehens und der übrigen Forderungen bis zur Höhe der Überschuldung eine Rangrücktrittserklärung abgegeben. Im Übrigen ist die Fortführung des Unternehmens nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich. Ein Überschuldungstatbestand i. S. v. § 19 Abs. 2 InsO liegt demnach zum Bilanzstichtag nicht vor.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 167 mit dem Verlustvortrag zu verrechnen.

 

Gießen, 25. Januar 2010

Semcoglas GmbH Gießen

Hermann Schüller, Geschäftsführer

Anlagespiegel

  ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
  01.01.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2009
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE          
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 225.126,00 3.166,00 0,00 0,00 228.292,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 384.503,00 0,00 0,00 0,00 384.503,00
  609.629,00 3.166,00 0,00 0,00 612.795,00
II. SACHANLAGEN          
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.740.627,00 0,00 0,00 21.560,00 1.762.187,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.237.712,00 43.256,00 46.243,00 22.454,00 1.257.179,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 46.483,00 0,00 -44.014,00 2.469,00
  2.978.339,00 89.739,00 46.243,00 0,00 3.021.835,00
  3.587.968,00 92.905,00 46.243,00 0,00 3.634.630,00
  AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
  01.01.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2009
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 164.220,00 17.019,00 0,00 181.239,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 384.500,00 0,00 0,00 384.500,00
  548.720,00 17.019,00 0,00 565.739,00
II. SACHANLAGEN        
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.538.283,00 72.798,00 0,00 1.611.081,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 779.385,00 101.884,00 46.236,00 835.033,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.317.668,00 174.682,00 46.236,00 2.446.114,00
  2.866.388,00 191.701,00 46.236,00 3.011.853,00
  NETTOBUCHWERTE
  2009
EUR
2008
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 47.053,00 60.906,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3,00 3,00
  47.056,00 60.909,00
II. SACHANLAGEN    
1. Technische Anlagen und Maschinen 151.106,00 202.344,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 422.146,00 458.327,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.469,00 0,00
  575.721,00 660.671,00
  622.777,00 721.580,00

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bei der Offenlegung des Jahresabschlusses werden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Semcoglas GmbH, Gießen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Nordhorn, den 11. Februar 2010

GB Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heidkamp, Wirtschaftsprüfer

Feststellung und Ergebnisverwendung

In der Gesellschafterversammlung am 8. März 2010 wurde der Jahrsabschluss 2009 festgestellt und beschlossen den Jahresüberschuss von EUR 166.578,00 mit dem Verlustvortrag zu verrechnen.

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