carexpert KFZ-Sachverständigen GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thorsten Scherff seit 20.12.2024 | Prokura |
Michael Kuhlmann seit 9.6.2023 | Prokura |
Jan Markus Steinbach seit 9.6.2023 | Geschäftsführer |
Patrick Weiser seit 9.6.2023 | Prokura |
Marc Lambauer seit 9.6.2023 | Prokura |
Yvonne Brogsitter seit 9.6.2023 | Prokura |
Jan Hapke seit 9.6.2023 | Prokura |
Matthias Frescha seit 9.6.2023 | Prokura |
Oliver Walz seit 9.6.2023 | Prokura |
Veronika Madkour seit 22.12.2021 | Prokura |
Stephanie Merget seit 5.4.2018 | Prokura |
Gregor Sobotta seit 5.4.2018 | Prokura |
Wolfgang Perleberg seit 24.8.2005 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 4.23% | |
| 2.13% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 91.30% | |
JMS Consulting UG (haftungsbeschränkt) | 2.33% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RYZE Digital GmbHMainzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023RYZE Digital GmbH, MainzI. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die RYZE Digital GmbH (im Folgenden: RYZE Digital), Mainz, vereint die drei Geschäftsbereiche RYZE Corporate, RYZE Business und RYZE Technology. Im Bereich RYZE Corporate bieten wir Lösungen für innovative Unternehmenskommunikation. Damit stärken wir die Reputation unserer Kunden und fördern gute Stakeholderbeziehungen - zu Mitarbeitenden, Kunden, Finanzmarkt und Presse. Im Bereich RYZE Business bieten wir Lösungen für mehr Erfolg von Marketing, Sales und Service. Dabei automatisieren wir die digitalen Prozesse in Marketing, Sales und Service von Unternehmen und unterstützen so deren Effizienz und Wachstum. Im Bereich RYZE Technology bieten wir Lösungen für leistungsfähige Software und Tools. Mit modernen Systemen legen wir die Grundlagen für den Erfolg unserer Kunden und stellen sie mit innovativen Technologien zukunftssicher auf. Die VRM GmbH & Co. KG (im Folgenden: VRM) als Muttergesellschaft der RYZE Digital Holding GmbH, Mainz, die wiederum Muttergesellschaft der RYZE Digital ist, erbringt derzeit keine Leistungen für die RYZE Digital. Umgekehrt erbringt die RYZE Digital für die VRM sowie weitere Gesellschaften des VRM- Konzerns verschiedene Dienstleistungen. Den größten Umsatzanteil machen dabei Entwicklung und Support für die Publishing-Plattformen der VRM aus, auf denen diese ihre diversen News Media-Inhalte publiziert. Hinzu kommen Maßnahmen im Bereich Search Engine Advertising (SEA) und verschiedene Marketingmaßnahmen, wie etwa Employer Branding oder auch der Relaunch der VRM-Website. 2. Organisation und Struktur Die Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der RYZE Digital Holding GmbH. Die RYZE Digital entstand im Jahr 2023 rückwirkend zum 1. Januar 2023 durch Verschmelzung der Electronic Minds GmbH, Mainz, und der VRM Digital Communications GmbH, Mainz, auf die Media Process Management GmbH, Mainz, die anschließend in RYZE Digital GmbH umfirmierte. Ende 2022 übernahm die RYZE Digital Holding GmbH die Coders Unlimited GmbH (im Folgenden: CU), Düsseldorf. Für 2024 ist beabsichtigt, die CU auf die RYZE Digital zu verschmelzen. Im operativen Bereich wird die CU bereits seit Januar 2024 integriert; beide Unternehmen arbeiten in zahlreichen Projekten bereits übergreifend zusammen, die Teams sind übergreifend besetzt. 3. Strategie Derzeit nehmen wir eine Zweiteilung des Kommunikations- und Marketingmarktes wahr, mit einer Aufteilung in eher content-/designgetriebene Agenturen sowie Digitaldienstleister. Wir sind davon überzeugt, dass größerer Kundennutzen und mehr Differenzierung entstehen, wenn wir diese zwei bislang eher getrennten Agenturtypen unter dem gemeinsamen Dach der RYZE miteinander verbinden. Gleichzeitig stellen wir fest, dass die Sphären von Corporate Communications und Marketing/Sales in größeren Unternehmen zunehmend verschmelzen müssen, um in einem fragmentierten Multichannel- Markt erfolgreich zu sein. Demzufolge ist Grundgedanke und Unique Selling Point von RYZE Digital, die Kompetenzen in den Bereichen Content, Technologie und Reichweite mit den beiden Geschäftsfeldern Corporate Communications und Business Solutions zu verbinden und so digitale Kommunikation und Markenerlebnisse ganzheitlich, schlagkräftig und wirkungsvoll zu gestalten. 4. Steuerungssystem Im Rahmen der Unternehmenssteuerung werden finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, mit denen der Erfolg der Unternehmensstrategie messbar ist, regelmäßig ermittelt. Ein wichtiger Bestandteil sind detaillierte Monatsberichte, die die Monatsergebnisse der wichtigen Funktionsbereiche enthalten. In diesen Berichten werden die Ist-Größen den Plan-Größen gegenübergestellt. Dabei festgestellte Abweichungen werden analysiert und - sofern notwendig - geeignete Maßnahmen eingeleitet. Darüber hinaus werden regelmäßig Prognoserechnungen erstellt. In den Jahren 2022 und 2023 haben wir lediglich Umsatz und Ergebnis (EBITDA) auf Monats- und Jahresbasis als Kennzahlen in Vergleich zur Budgetplanung genutzt. Mit der Zusammenlegung der Agenturen, der neuen Organisation und einem übergreifenden ERP-System werden wir in 2024 die folgenden Kennzahlen zur Steuerung einsetzen: • Umsatz RYZE gesamt versus Plan und versus Vorjahr • EBITDA RYZE gesamt versus Plan und versus Vorjahr • Umsatz je Bereich (Unit) • Billable Hours • Billable Hours / Hours insgesamt • Fremdkosten / Bereich (Unit) • DB2 / DB3 des Bereichs (der Unit), d. h. Erlöse abzgl. variablen Kosten abzgl. Fixkosten des Bereichs (DB2) bzw. zusätzlich abzgl. der Gemeinkosten (der Unit) (DB3) • Quote gebuchte Zeiten / Gesamtzeiten Diese Kennzahlen werden monatlich ermittelt und mit den Planzahlen verglichen. Bei wesentlichen Abweichungen werden kurzfristige Maßnahmen durch die Geschäftsführung eingeleitet. Hinzu kommt ein Projektcontrolling-Prozess durch die Account Manager. Die Auswertung der Projektprofitabilität wird vom Account Management monatlich erstellt und geteilt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen waren 2023 wie schon im Vorjahr sehr angespannt. Das Jahr stand nach wie vor unter dem Einfluss des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, dazu kam der neu entbrannte Nahost-Konflikt. Die deutsche Wirtschaft fiel 2023 in eine Rezession. Das BIP in Deutschland verzeichnete nach Angaben des Statistischen Bundesamtes1 einen Rückgang um 0,3 Prozent (Vorjahr: +1,8 Prozent). Wesentliche Belastungsfaktoren waren der seit Längerem schwache Auftragseingang, der sich vermehrt in der Industrieproduktion niedergeschlagen hat. Zudem dämpften gestiegene Finanzierungskosten und das Auslaufen des Umweltbonus für E- Kraftfahrzeuge die Investitionen. Auch der ifo-Geschäftsklimaindex2 für Deutschland war 2023 rückläufig. Nachdem er im Januar 2023 bei 90,1 Punkten gelegen hatte, ging er bis zum Jahresende auf 86,4 Punkte zurück. Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds weiterhin robust. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland trotz der sinkenden Wirtschaftsleistung um durchschnittlich 333.000 Personen bzw. 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an. Mit durchschnittlich 45,9 Mio. Beschäftigten wurde damit sogar ein neues Rekordniveau erreicht. Die Entwicklung der Inflation war auch im Jahr 2023 einer der wesentlichen volkswirtschaftlichen Parameter. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland 2023 bei durchschnittlich 5,9 Prozent (Vorjahr: 6,9 Prozent). Damit blieb die Teuerungsrate auf einem hohen Niveau. Der Werbemarkt konnte sich von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland etwas abkoppeln. Rund 33,8 Mrd. EUR haben deutsche Unternehmen im Jahr 2023 in Werbung investiert. Der deutsche Werbemarkt schloss damit das Jahr mit einem leichten Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab. Zwischenzeitlich hatte das Jahresminus unterjährig bei über 5 Prozent gelegen. Ein sehr starker Dezember mit hohen Werbeausgaben in TV-Spots hat dafür gesorgt, dass die Jahresbilanz noch leicht positiv ausfällt.3 Corporate Communications ist ein bedeutendes Geschäftsfeld der RYZE Digital. Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz investieren jährlich mehr als 9 Mrd. EUR in Content-Marketing und Corporate Publishing.4 Mit den Kunden entwickelt RYZE Digital zunehmend Customer Experience-Strategien, die den differenzierten Informationsbedürfnissen der Stakeholder Rechnung tragen. Wichtig ist dabei eine auf die Stakeholder abgestimmte Content-Experience mit maßgeschneiderten Inhalten über alle Publikationskanäle der Unternehmen hinweg.5 1 http://www.destatis.de 2 http://www.ifo.de 3 https://www.horizont.net/marketing/nachrichten/bilanz‐fuer‐2023‐deutscher‐werbemarkt‐dreht‐dank‐mega‐ dezember‐doch‐noch‐ins‐plus‐217227, Abruf 28.02.2024 4 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/245978/umfrage/investitionen‐corporate‐publishing‐ deutschland‐oesterreich‐schweiz/; Abruf 28.02.2024 2. Geschäftsverlauf Das Jahr 2023 war für die RYZE Digital insbesondere geprägt von Organisationsverschmelzungen und umfangreichen Prozessänderungen, die im Berichtsjahr zu großen Teilen abgeschlossen werden konnten. Überkapazitäten und verbliebene Restrukturierungsmaßnahmen wurden noch im Jahr 2023 abgebildet und weitgehend umgesetzt. In diesem Lagebericht werden die Zahlen für das Geschäftsjahr 2023 berichtet. Aufgrund der Verschmelzung der drei Agenturen im Mai 2023 zur RYZE Digital GmbH wurden die wesentlichen Geschäftszahlen für das Jahr 2022 zum Vergleich konsolidiert. a) Ertragslage Die Umsatzerlöse beliefen sich im Jahr 2023 auf 16,1 Mio. EUR. Aufgrund einer schwachen Entwicklung des Neukundengeschäfts und dem Verlust eines Bestandskunden lag der Umsatz deutlich unter dem Planwert von 19,3 Mio. EUR und dem Vorjahreswert von 17,4 Mio. EUR. Das Neukundengeschäft blieb insbesondere im ersten Halbjahr 2023 hinter den Erwartungen zurück; im zweiten Halbjahr hat sich das Neukundengeschäft deutlich belebt; allerdings war ein Großteil der zu erwartenden Umsätze für das Geschäftsjahr 2023 nicht mehr erfolgswirksam. Der Materialaufwand, der im Wesentlichen Aufwendungen für bezogene Leistungen enthält, belief sich auf 4,2 Mio. EUR. Der Planwert betrug 4,3 Mio. EUR und der Vorjahreswert 4,8 Mio. EUR. Die Unterschreitung des Plan- und des Vorjahreswertes sind in dem geringeren Umsatz begründet. Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2023 8,2 Mio. EUR (Plan 8,5 Mio. EUR) und im Vorjahr 7,6 Mio. EUR. Aufgrund der Umsatzentwicklung in 2023 wurden Planstellen nicht besetzt. Die Erhöhung um 0,6 Mio. EUR gegenüber 2022 ist auf Gehaltserhöhungen und eine höhere Anzahl an Vollzeitäquivalente zurückzuführen. Die Verschmelzung der Agenturen und die Organisationsanpassungen führten zu einer erhöhten Fluktuation. Die Stellen mussten auf einem kompetitiven Markt nachbesetzt werden. Um der höheren Fluktuation entgegenzuwirken, haben wir auch aufgrund des Fachkräftemangels insbesondere im Tech- Bereich eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität unter anderem durch neue Arbeitsverträge mit verbesserten Konditionen, der Aufbau der RYZE Academy für Onboarding sowie die Umsetzung von Teamaktivitäten und einheitlichen Personalgesprächen. Die Unterschreitung des Planwertes ist in dem geringeren Umsatz begründet. 5 https://suxeedo.de/magazine/communications/corporate‐publishing‐trends/, Abruf 28.02.2024 Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Berichtsjahr bei 3,8 Mio. EUR (Plan 3,7 Mio. EUR). Im Vorjahr betrugen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 3,4 Mio. EUR. Die Überschreitung des Planwertes ergibt sich aus Überschreitungen diverser betrieblichen Aufwendungen. Die Überschreitung zu 2022 ist im Wesentlichen auf eine höhere Verrechnung der Leistungen der Holding für Marketing / Sales, HR und Finance / Controlling an die RYZE Digital GmbH zurückzuführen. Insgesamt lagen die Gesamtkosten damit, auch als Reaktion auf den geringeren Umsatz, mit 0,2 Mio. EUR unter dem Planwert von 12,2 Mio. EUR. Das Jahresergebnis (EBITDA) beträgt 0,34 Mio. EUR; der Planwert von 3,0 Mio. EUR wurde deutlich unterschritten. Die Ergebnisunterschreitung ist damit auf die deutliche Unterschreitung des Planumsatzes zurückzuführen. Im Vorjahr hatte die Gesellschaft ein EBITDA von 2,01 Mio. EUR. Die Ergebnisabweichung zum Vorjahr resultiert überwiegend aus den geringeren Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr. Unter Berücksichtigung der oben genannten Entwicklung und Auswirkungen auf die Ertragslage weist die Gesellschaft für das Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von 0,06 Mio. EUR aus. b) Finanzlage Die Zahlungsfähigkeit der RYZE Digital war im Jahr 2023 stets gewährleistet. Die Gesellschaft hatte im Berichtsjahr Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von knapp 26 TEUR. Das Eigenkapital belief sich zum Jahresende auf 3,6 Mio. EUR, die Eigenkapitalquote lag bei 51,6 Prozent. Die Gesellschaft verfügt zum 31.12.2023 über einen Finanzmittelbestand von 1,04 Mio. EUR. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind durch die kurzfristigen Forderungen gedeckt. Die Gesellschaft hat keine langfristigen Fremdfinanzierungsverpflichtungen in Form von Darlehen, allerdings hat die Gesellschafterin RYZE Digital Holding GmbH der Gesellschaft die Ausschüttung des Jahresüberschusses 2022 gestundet. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2023 bei 6,9 Mio. Euro (Vorjahr 7,0 Mio. EUR). Auf der Aktivseite machten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,8 Mio. Euro (Vorjahr 3,1 Mio. EUR) die größte Position aus. Das Eigenkapital setzt sich im Wesentlichen aus der Kapitalrücklage in Höhe von 2,6 Mio. Euro (Vorjahr 0 EUR) und aus dem Gewinnvortrag in Höhe von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr 1,5 Mio. EUR) zusammen. Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2023 beträgt 2.645.081,88 EUR (Vorjahr: 0 EUR). Im Geschäftsjahr erhöht sich die Kapitalrücklage einmal um die Kapitalrücklage der ehemaligen VRM Digital Communications GmbH (1.000.000 EUR), zum anderen um das Eigenkapital der ehemaligen VRM Digital Communications GmbH (243.838,50 EUR) sowie das Eigenkapital der ehemaligen Electronic Minds GmbH (1.401.243,38 EUR). Die Vermögensmehrung aufgrund der Vermögensgegenstände und Schulden, die der Gesellschaft im Rahmen der Verschmelzung zu Buchwerten erfolgsneutral zugehen, stellt sich als sonstige Zuzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB dar. Die sonstigen Rückstellungen beliefen sich auf 0,5 Mio. Euro (Vorjahr 0,4 Mio. EUR) und betrafen im Wesentlichen Urlaubsrückstellungen in Höhe von 0,14 Mio. EUR (Vorjahr 0,11 Mio. EUR), sonstige Rückstellungen über 0,17 Mio. EUR (Vorjahr 0,17 Mio. EUR), Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,07 Mio. EUR) und Rückstellungen für drohende Verluste mit 0,07 Mio. EUR (Vorjahr 0,0 Mio. EUR). Die Gesellschaft hat in 2023 keine wesentlichen Investitionen in das Anlagevermögen getätigt. Die Geschäftsführung sieht den Geschäftsverlauf als nicht befriedigend an und führt dies einerseits auf das schwache Neukundengeschäft vor dem Hintergrund der negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und andererseits auf den Prozess der Post-Merger-Integration der Agenturen Media Process Management GmbH, Electronics Minds GmbH und VRM Digital Communications GmbH zur RYZE Digital GmbH zurück. Eine erfolgreiche Post-Merger-Integration ist Voraussetzung für das in 2024 angestrebte Wachstum. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 229 wurden in voller Höhe als selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Die Gesellschaft hat mit dem Produkt Reporting Hub eine Software entwickelt, die die Komplexität der Erstellung von multichannelfähigen Geschäftsberichten deutlich reduziert. In diesem Zusammenhang wurden in 2023 Eigenleistungen in Höhe von 213 TEUR aktiviert und 15 TEUR auf in der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände abgeschrieben. Weitere Eigenleistungen wurden darüber hinaus nicht aktiviert. III. Risiko- und Chancen-Bericht Die RYZE Digital verfügt über ein Risikomanagementsystem, das fester Bestandteil der Unternehmensführung ist. Ziel des Risikomanagements ist es, mögliche Risiken aus dem operativen Geschäft frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Im Rahmen der Unternehmenssteuerung werden die allgemeinen Markt- und Erlösrisiken im Zuge der Überwachung von Erlösen, Mengen und Kosten in der Planung, in der aktuellen Prognose und im Berichtswesen erfasst und dargestellt, um bei entwicklungsbeeinträchtigenden oder bestandsgefährdenden Entwicklungen frühzeitig geeignete Gegenmaßnahmen treffen zu können. Zur Diagnose und Überwachung der Aktivitäten in allen Geschäfts- und Funktionsbereichen steht monatlich ein kennzahlengestütztes Management-Berichtswesen zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Risikoidentifikation ist die Risikoinventur. Die jährliche Analyse möglicher Risikopotenziale im operativen Geschäft bindet alle verantwortlich handelnden Personen ein; die Ergebnisse der Risikoanalyse werden der Geschäftsleitung unmittelbar mitgeteilt. Risiken aus wesentlichen Investitionen, Projekten und Akquisitionen werden im Vorfeld identifiziert und bewertet und unterliegen im Berichtswesen einer kontinuierlichen Betrachtung. Sicherungsinstrumente werden nicht verwendet. a) Risiken Die nachfolgenden wesentlichen Risiken wurden im Rahmen der Risikoanalyse für die RYZE Digital identifiziert. Maßnahmen zur Steuerung, Reduzierung bzw. Vermeidung dieser Risiken werden fortlaufend durchgeführt. Wir bewerten die identifizierten Risiken nach Gesamtauswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit und ermitteln so eine übergeordnete Risikobewertung. Risiken bestehen zum einen hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Für 2024 wird für Deutschland lediglich ein schwaches Wirtschaftswachstum prognostiziert. Dies führt zu einer zurückhaltenden Planung der Marketing- und Kommunikationsbudgets (potenzieller) Kunden. Diesem mittleren Risiko begegnen wir durch eine Reduzierung der Personalkosten im Hinblick auf die zu erwartende Umsatzentwicklung im Jahr 2024. Geringe Marktrisiken bestehen zum einen hinsichtlich des anhaltenden Konsolidierungstrends im Bereich der Agenturen. Dieser setzt sich durch die digitale Transformation und die damit einhergehende Entwicklung der Agenturen zu digitalen Full-Service-Agenturen weiter fort. Kleine und mittelständische Agenturen kommen dabei zunehmend unter Ergebnisdruck. RYZE Digital verfolgt einen One-Stop- Shop-Ansatz für digitale Kommunikation und Marketing und will so selbst von der Marktkonsolidierung profitieren. Der strategische Ansatz basiert auf zwei Geschäftsfeldern: Corporate Communications (Digitalisierung Reporting) und Business Solutions (salesgetriebene Website-Entwicklung). Darüber hinaus ermöglichen schnelle Technologiesprünge der KI den Ersatz von Agenturleistungen, zum Beispiel im Bereich redaktioneller Leistungen. RYZE Digital wird ihre KI-Kompetenz weiter ausbauen und die KI-Entwicklung im Bereich RYZE Technology für die Erweiterung des eigenen Produkt- und Dienstleistungsportfolios nutzen. In der Risikokategorie Unternehmensstrategie besteht das mittlere Risiko, dass die Etablierung der Marke RYZE mit ihrem umfangreichen Leistungsportfolio nicht ausreichend wahrgenommen wird. Diesem Risiko begegnen wir durch eine Brand-Kampagne, einschließlich einer neuen Corporate Website, die im Februar 2024 gelauncht wurde, der kontinuierlichen Information und Kommunikation mit unseren Kunden sowie einem regelmäßigen Newsletter, der zwei- bis viermal jährlich ab März 2024 an bestehende und potenzielle Kunden versendet wird. Mittlere P r oduktrisiken bestehen zum einen im Bereich Corporate Reporting: Die Automatisierung in der Berichterstellung führt zu einem reduzierten Layout- und Satzgeschäft und damit zu geringeren Umsätzen. Diesem Risiko begegnen wir mit unserer Technologiekompetenz hinsichtlich der Weiterentwicklung des Web Content Management Systems (WebCMS) "Ecoma" zum Reporting Hub für die teilautomatisierte Erstellung von HTML-basierten Geschäftsberichten. Darüber hinaus bauen wir unsere Partnerschaft mit Workiva, einem führenden Anbieter von Disclosure Management Systemen, aus, um RYZE Digital als Partner für die Digitalisierung von traditionellen Reportingprozessen zu etablieren. Zum anderen besteht ein Risiko hinsichtlich des eigenentwickelten WebCMS "Ecoma"; da diese keine Standardsoftware darstellt, sondern ein proprietäres System ist, was insbesondere die Neukundengewinnung erschwert. Deshalb erweitern wir den Technologie-Stack der RYZE Digital auf Standard WebCMS (Typo 3, Drupal bereits im Einsatz). Zudem ist beabsichtigt, ein weiteres Standard WebCMS in unser Technologie-Portfolio aufzunehmen. Mittlere Risiken hinsichtlich der Organisation liegen zum einen im Fachkräftemangel im Bereich Webentwicklung. Dieser könnte zu geringeren Umsätzen führen, wenn Aufträge abgelehnt oder nicht termingerecht durchgeführt werden können. Diesem Risiko begegnen wir, indem wir den Einsatz von freiberuflichen Mitarbeitern verstärken und auch Auszubildende im Bereich Fachinformatik rekrutieren. Die Post-Merger-Integration führt zudem zu einer höheren Mitarbeiterfluktuation. Dabei geht wertvolles Know-how verloren und die Prozesseffizienz in den Projekten leidet darunter. Wir binden deshalb gezielt die Führungskräfte und Mitarbeiter in den Veränderungsprozess ein und untermauern dies durch laufende Kommunikationsmaßnahmen sowie die Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität (beispielsweise durch neue Verträge im Jahr 2023 mit mehr Urlaubstagen, Workation-Möglichkeit etc.). Ein weiteres Organisationsrisiko könnte darin liegen, dass mehrere Enterprise Resource Planning- (ERP-) Systeme (Revolver, Active Agency) für die Projektsteuerung eingesetzt werden. Dies führt zu Ineffizienzen im Projektmanagement und in der Projektabrechnung. Dem wirken wir durch die Einführung einer einheitlichen ERP-Software "teambox" zum 1. Januar 2024 entgegen. Ein Cyberangriff würde zu Einschränkungen in der Erbringung unserer Dienstleistungen und/oder zum Verlust von Kundendaten führen. Hier greifen organisatorische Maßnahmen (device management) und Investitionen in Software (Firewall, Multi-Factor-Authentication) zur Verbesserung der Cyber Security und Erfüllung der Kriterien einer noch abzuschließenden Cyber-Versicherung. Zudem findet im Jahr 2024 der Umzug in ein neues, besser gesichertes Rechenzentrum statt. Das Risiko von steigenden Kosten durch Preisänderungen - insbesondere im Bereich des Materialaufwandes durch den Zukauf von Dienstleistungen - wird als gering angesehen. Etwaige steigende Kosten werden bereits in den Angeboten an die Kunden berücksichtigt. Zudem wird ein effizientes Projektcontrolling zur Vermeidung von Budgetüberschreitungen betrieben. Das Ausfallrisiko hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden wird aufgrund eines aktiven Forderungsmanagements und den Erfahrungen über das Zahlverhalten aus den langjährigen Kundenbeziehungen und dem niedrigen Abschreibungsbedarf an Forderungen in den vergangenen Jahren als gering eingeschätzt. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind aufgrund regelmäßiger Zahlungseingänge nicht zu erwarten. Vor diesem Hintergrund sind bei plangemäßem Geschäftsverlauf in 2024 keine Liquiditätsrisiken zu erwarten. Mit Ausnahme der beschriebenen Risiken erwarten wir darüber hinaus keine weiteren nennenswerten Beeinträchtigungen des Geschäftsvolumens und des Umsatzes sowie der Profitabilität der RYZE Digital aus sonstigen Risiken. In der Summe sind für das Unternehmen keine Risiken bekannt, die alleine oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, auch zukünftig den auftretenden Herausforderungen begegnen und die sich bietenden Chancen nutzen zu können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken eingehen zu müssen. b) Chancen Wir haben insbesondere in den letzten beiden Jahren weitere Konsolidierungsschritte in Richtung 360- Grad-Solution-Provider unternommen. Mitte Dezember 2022 hat sich die RYZE Digital Holding GmbH (damals noch VRM Corporate Solutions GmbH) an der Coders Unlimited GmbH, Düsseldorf, beteiligt, die im Bereich der Marketingtechnologie spezialisiert ist. Der Agenturverbund kommt somit dem Ziel, seinen Kunden ein integriertes Leistungsangebot aus Unternehmenskommunikation, Lösungen für automatisierte digitale Prozesse im Bereich Marketing, Sales und Services sowie innovative Technologien für leistungsfähige Softwarelösungen anbieten zu können, ein großes Stück näher. Künftig können wir uns vorstellen, auch den Bereich Consulting/Strategie zu stärken und als separaten Leistungsbereich stärker zu vermarkten. Großes Potenzial sehen wir auch in der weiteren Digitalisierung von Unternehmensberichten, für die wir ein umfassendes Lösungsportfolio bereitstellen. Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) wird dazu führen, dass mehr Unternehmen europaweit umfangreiche Unternehmensberichte zu ESG-Themen erstellen müssen. Dies stellt eine deutliche Vergrößerung unseres Zielmarktes dar. IV. Prognosebericht Die künftige Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft planen wir auf Basis von Annahmen, die aus heutiger Sicht plausibel und hinreichend wahrscheinlich, gleichwohl im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld mit Unsicherheiten behaftet sind. Die tatsächliche Entwicklung kann daher von den getroffenen Annahmen und den daraus resultierenden Planungen und Trendaussagen abweichen. Die in diesem Kapitel getroffenen Aussagen bezüglich der RYZE Digital basieren auf der von der Geschäftsführung verabschiedeten Planung für das Jahr 2024, die im Herbst/Winter 2023 aufgestellt wurde. Die Grundannahme für die Planung 2024 war, dass sich die Normalisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland fortsetzt, gleichzeitig aber Preiserhöhungen insbesondere bei Rohstoffen und beim Energiebezug einzuplanen sind. Die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland soll sich 2024 im Gegensatz zum Berichtsjahr wieder leicht positiv entwickeln. Das Wachstum des BIP wird von der Europäischen Kommission nach -0,3 % im Berichtsjahr auf 0,3 % im laufenden Jahr geschätzt.6 Die Ausrüstungsinvestitionen sollen 2024 mit 2,7 % weniger stark als im Berichtsjahr (3,8 %) zulegen. Nach einem Rückgang von 2,5 % im Jahr 2023 sollen die staatlichen Investitionen um 1,0 % wachsen. Für 2025 erwartet die Europäische Kommission für Deutschland ein Wachstum des BIP von 1,2 % und damit eine Erhöhung gegenüber 2024. Die Stimmung hinsichtlich des Werbemarktes 2024 ist laut einer Umfrage vom Oktober 2023 der Organisation Werbetreibende im Markenverband (OWM) unter den Mitgliedsunternehmen verhalten.7 Dennoch rechnet die große Mehrheit der befragten Unternehmen mit gleichbleibenden oder steigenden Erträgen. Die größten Risiken werden in der Inflation und den damit verbundenen Auswirkungen auf das Konsumklima gesehen. Für 2024 geht fast die Hälfte der Unternehmen von einer weiteren Reduzierung der Werbebudgets aus. Hinsichtlich der Verteilung folgt der Trend weiterhin dem Nutzungsverhalten in Richtung digitaler Medien. Die im Herbst/Winter 2023 für das Geschäftsjahr 2024 aufgestellte Planung für den Konzern der RYZE Digital Holding, die naturgemäß zum größten Teil auf die RYZE Digital entfällt, beinhaltet folgende Erwartungen: Wir planen mit einem organischen Wachstum von rund 5 Prozent. Der Umsatz soll sich im Jahr 2024 auf rund 16,9 Mio. Euro (2023: Ist-Umsatz 16,1 Mio. EUR) belaufen. Insgesamt werden wir kostenseitig durch eine verschlankte Personalstruktur entlastet. Ein Personalaufbau wird nur bei entsprechender Umsatzentwicklung individuell freigegeben. Bei einem Plan-EBITDA von 2,0 Mio. EUR rechnen wir im Geschäftsjahr 2024 mit einer Marge von 12,1 Prozent
Mainz, den 30. April 2024 6 https://economy‐finance.ec.europa.eu/economic‐surveillance‐eu‐economies/germany/economic‐forecast‐ germany_en?prefLang=de 7 https://www.owm.de/presse/pressemitteilungen/pm‐einzelansicht/owm‐umfrage‐2023‐stimmung‐zur‐ gesamtwirtschaftlichen‐entwicklung‐und‐fuer‐den‐werbemarkt‐2024‐angespannt BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften. Bei der Aufstellung des Anhangs wurden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch genommen. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften des § 266 ff. HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt. 1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
2. Angabe und Begründung der gegenüber dem Vorjahr abweichenden Form der Darstellung Die Form des Jahresabschlusses ist gegenüber dem Vorjahr geändert. Für den Darstellungswechsel sind folgende Gründe anzuführen: Die Gesellschaften Electronic Minds GmbH (EM), Sitz in Darmstadt, Registergericht Darmstadt, Registernummer 7386, VRM Digital Communications GmbH (DC), Sitz in Mainz, Registergericht Mainz, Registernummer 49977, sowie die MPM Media Process Management GmbH, Sitz in Mainz, Registergericht Mainz, Registernummer 7340, wurden zum zivilrechtlichen Umwandlungsstichtag 01. Januar 2023 verschmolzen (Side-Stream-Merger). Übergebende Rechtsträger: Electronic Minds GmbH sowie VRM Digital Communications GmbH. Übernehmender Rechtsträger: Media Process Management GmbH. Es erfolgte anschließend eine Umfirmierung der Media Process Management GmbH in die RYZE Digital GmbH. Die Vermögensübertragung der übertragenen Rechtsträger erfolgte im Ganzen mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung nach §§ 2 Nr. 1, 46 ff. UmwG. Die Arbeitnehmer der EM und DC werden mit Wirksamwerden der Verschmelzung durch Eintragung in das Handelsregister sowohl im Wege der Gesamtrechtsnachfolge als auch im Wege des Betriebsübergangs unter Wahrung der vertraglichen Rechte und damit ohne Nachteile für sie, zu Arbeitnehmern der RYZE Digital GmbH. Die Verschmelzung erfolgte auf Grundlage der Bilanz des festgestellten Jahresabschlusses der EM und der DC zum 31.Dezember 2022, 24:00 Uhr (Schlussbilanz). Die Übertragung des Vermögens erfolgte mit schuldrechtlicher Wirkung zum 01. Januar 2023, 00:00 Uhr (Verschmelzungsstichtag). Von diesem Zeitpunkt an galten die Handlungen der EM und DC jeweils als auf Rechnung der RYZE vorgenommen. Die RYZE Digital Holding GmbH (ehemals VRM Corporate Solutions GmbH) als jeweilige Alleingesellschafterin der übertragenden Rechtsträger, verzichtete auf die Gewährung von Geschäftsanteilen gem. § 54 Abs. 1 S. 3 UmwG. Die Eintragung der Verschmelzung in das Handelsregister Mainz erfolgte am 12.05.2023. 3. Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen Aufgrund der Verschmelzung enthält der Jahresabschluss einzelne Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind. Die Vorjahreszahlen der verschmolzenen Gesellschaften wurden zum Zwecke der Vergleichbarkeit im Folgenden gesondert aufgegliedert.
B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Bei Software wird grundsätzlich eine Nutzungsdauer von 3 Jahren zugrunde gelegt. In einzelnen Fällen wird von einer längeren Nutzungsdauer von 5 und 10 Jahren ausgegangen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung anteilig. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden in Höhe von TEUR 229 mit den Entwicklungskosten als Aktivposten in der Bilanz aktiviert und auf Einzelkostenbasis (Anzahl geleistete Projekt- und Entwicklungsstunden auf Basis Mitarbeitergehälter) bei einer Beschäftigungsquote von 70% zuzüglich angemessener Gemeinkostenzuschläge, auf Basis der betrieblichen Aufwendungen ohne Berücksichtigung der Verkaufskosten und Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwerts, soweit diese für die Herstellung notwendig sind, bewertet. Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Abschreibung erfolgt mit Beginn der Nutzung über die vorgesehene Laufzeit von 8 Jahren. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung anteilig. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Bei Sachanlagevermögen werden Laufzeiten von 1 bis 23 Jahren zugrunde gelegt. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung anteilig.
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungswert von Euro 800,00 werden als Geringwertige Wirtschaftsgüter geführt und im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde zu Anschaffungskosten aktiviert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde von 2021 bis 2022 über 15 Jahre nach kaufmännischer Beurteilung geschätzt. Ab 01.01.2023 muss die Nutzungsdauer aufgrund der nicht verlässlichen Schätzung nach § 253 Abs. 3. S. 4 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3. S. 3 HGB auf 10 Jahre geändert werden. Der Restbuchwert zum 01.01.2023 wurde dabei auf die Restnutzungsdauer von 8 Jahren verteilt.
Unfertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten (Anzahl geleistete Projektstunden auf Basis Mitarbeitergehälter und einer Beschäftigungsquote von 70%, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet, die durch Kalkulation auf Basis der innerbetrieblichen Kostenrechnung der Gesellschaft ermittelt wurden. Dabei wurde beachtet, dass die kalkulierten Herstellungskosten nicht über den tatsächlichen Herstellungskosten liegen. Angemessene Gemeinkostenzuschläge auf Basis der betrieblichen Aufwendungen ohne Berücksichtigung der Verkaufskosten und Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwerts wurden berücksichtigt. Des Weiteren werden bei der Bewertung angemessene Teile der allgemeinen Verwaltung in die Herstellungskosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Für unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen und Waren erfolgt eine verlustfreie Bewertung durch Ansatz mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und den retrograd ermittelten beizulegenden Werten. Die Bewertung aller Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zum Nennwert. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie dem internen Zinsverlust wird durch eine Pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigten Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Zweifelhaften Forderungen wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Es wurde vom Bilanzierungswahlrecht Gebrauch gemacht, aufrechenbare Forderungen und Verbindlichkeiten miteinander zu verrechnen. Der Bestand an liquiden Mitteln (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) wird mit dem Nennwert bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Der Ansatz der sonstigen Aktiva erfolgt zu Nennwerten. Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 2.645.081,88 (Vorjahr: EUR 0). Im Geschäftsjahr erhöht sich die Kapitalrücklage einmal um die Kapitalrücklage der ehemaligen VRM Digital Communications GmbH (EUR 1.000.000), zum anderen um das Eigenkapital der ehemaligen VRM Digital Communications GmbH (EUR 243.838,50) sowie das Eigenkapital der ehemaligen Electronic Minds GmbH (EUR 1.401.243,38). Die Vermögensvermehrung aufgrund der Vermögensgegenstände und Schulden, die der Gesellschaft im Rahmen der Verschmelzung zu Buchwerten erfolgsneutral zugehen, stellt sich als sonstige Zahlung in der Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB dar. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB mit einem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Ertragsteuern werden für sämtliche Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen gebildet. Die latenten Steuern werden auf Basis der für die Gesellschaft geltenden Steuersätze ermittelt. Die latenten Steuern wurden in der Bilanz saldiert ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Euroreferenzkurs am Transaktionstag erfasst. Am Bilanzstichtag ausgewiesene, auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Laufzeiten von einem Jahr oder weniger werden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr nach Abschlussstichtag erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. 2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. C. Angaben zur Bilanz 1. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Summe der Bruttowerte (kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten) und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die Zugänge und Abgänge des Berichtsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (ebenso sind dem Anlagenspiegel die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen). Die Entwicklung des Anlagenvermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.
2. Forschungs- und Entwicklungskosten Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden aktiviert. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr 213.048,06 EUR. Davon entfallen 213.048,06 EUR auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Zusammensetzung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag ist aus nachfolgender Übersicht ersichtlich.
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich gleichzeitig um Forderungen gegen Gesellschafter. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind wesentliche Forderungen gegen das Finanzamt in Höhe von TEUR 1.128 enthalten. 4. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 213.048,06 EUR. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
5. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten. Berufsgenossenschaft Schwerbehindertenabgabe Bonuszahlungen an Kunden Zahlungen aus Statusfeststellungsverfahren alte Gesellschafter (ehem. Electronic Minds). Abfindungen an Mitarbeiter 6. Angabe zu Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich in voller Höhe gleichzeitig um Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen TEUR 276 auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. 7. Latente Steuern Der Saldo der passiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 26.877,16 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) und betrifft
In gleicher Höhe entstanden Aufwendungen für latente Steuern in Höhe von 26.877,16 EUR. Der Steuersatz betrug 33,85%. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um:
Bei den Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um:
E. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Es gibt kein Risiko für die Inanspruchnahme der Bankbürgschaft für die Mietkaution. Die Bankbürgschaft wurde zum 05.01.2024 gelöscht. 2. Nicht Bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasing-Verträgen. Die Mietverträge haben eine Laufzeit bis 31.12.2024. Jährliche Mietaufwendungen fallen in Höhe von 14.265,60 EUR an. Bei den Leasing-Verträgen handelt sich um fünfzehn Kfz-Leasing-Verträge mit einer maximalen Laufzeit bis 30.07.2027. Aus den jährlichen Leasingverträgen wird die Gesellschaft mit 106.220,17 EUR belastet. Aus den Miet- und Leasing-Verträgen bestehen keine Verbindlichkeiten von mehr als fünf Jahren. 3. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
4. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
5. Vergütungen der Geschäftsführer Auf die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird verwiesen. 6. Honorare des Abschlussprüfers Auf die Angabe wird nach § 288 Abs. 2 HGB verzichtet. 7. Konzernzugehörigkeit Die RYZE Digital GmbH wird in den Konzernabschluss der VRM Holding GmbH & Co. KG, Mainz einbezogen, die als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. 8. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten. In der zweiten Hälfte des Wirtschaftsjahres 2024 ist die Verschmelzung der Coders Unlimited GmbH, Sitz in Erkrath, Registergericht Düsseldorf, Registernummer 42358, rückwirkend zum 01.01.2024 in die Gesellschaft, vorgesehen. 9. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Das Ergebnis des Geschäftsjahres soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Der Jahresüberschuss beträgt 62.666,70 EUR. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von 897.923,88 EUR, der zu verwenden ist. Zur Ausschüttung ist ein Betrag von 0,00 EUR vorgesehen. sonstige Berichtsbestandteile10. Unterschrift der Geschäftsführung
Mainz, 30.04.2024 Philipp Mann Peter Neumann an Steinbach Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 28.06.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die RYZE Digital GmbH (vormals: Media Process Management GmbH), Mainz PRÜFUNGSURTEILEWir haben den Jahresabschluss der RYZE Digital GmbH (vormals: Media Process Management GmbH), Mainz - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RYZE Digital GmbH (vormals: Media Process Management GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILEWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. HINWEIS AUF EINEN SONSTIGEN SACHVERHALTDer von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellte Jahresabschluss - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - und Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 wurden nicht durch einen Abschlussprüfer geprüft. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHTDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermö- gensschädigungen) oder Irrtümern ist.Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTSUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mainz, 30. April 2024 BDO
AG
Krause, Wirtschaftsprüfer Höhn, Wirtschaftsprüfer |
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