Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 170994
Eingetragen
3.12.2007
Branche
Geld- und WertdiensteErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Erbringung von Ein- und Auszahlungsgeschäften als Zahlungsdienst gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 1 ZAG sowie Kauf, Verkauf, Vermietung und Vertrieb von elektronischen Selbstbedienungsterminals, Geldautomaten, Deposit- und Recyclingsystemen, Rechenzentrumstätigkeiten, Entwicklung, Kauf, Vertrieb von Software, sowie Erbringung ergänzender Dienstleitungen der Informationstechnologie. Ferner Betrieb von Kiosken, insbesondere der damit zusammenhängende Handel mit Waren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Linda-Maria Rycl
seit 18.2.2021
Prokura
Marc Stückemann
seit 4.1.2016
Geschäftsführer
Kersten Dr. Trojanus
seit 3.12.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Firma Trojanus GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Firma Trojanus GmbH
Germany
30.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IC Cash Services GmbH

Taufkirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
1. Barreserve 8.105.504,43 6.208.745,24
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 8.071.765,00 6.187.515,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 33.739,43 21.230,24
2. Forderungen an Kreditinstitute 8.371.206,20 13.162.591,14
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 7.185.293,95 12.156.093,14
davon auf Treuhandkonten 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.185.912,25 1.006.498,00
aa) täglich fällig 1.108.691,45 923.426,15
bb) andere Forderungen 77.220,80 83.071,85
3. Forderungen an Kunden 592.599,54 537.288,28
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 497.783,61 460.779,51
b) aus sonstigen Tätigkeiten 94.815,93 76.508,77
4. Forderungen an Institute im Sinne des § 1 Absatz 3 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes 70.696,48 71.886,87
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 70.696,48 71.886,87
9. Immaterielle Anlagewerte 1.143,00 1.302,00
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 960,12 1.116,60
bb) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 960,12 1.116,60
b) aus sonstigen Tätigkeiten 182,88 185,40
bb) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 182,88 185,40
10. Sachanlagen 874.497,34 1.276.071,17
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 865.702,89 1.267.795,87
b) aus sonstigen Tätigkeiten 8.794,45 8.275,30
12. Sonstige Vermögensgegenstände 5.420.596,43 5.866.462,93
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 5.394.809,70 5.855.729,06
b) aus sonstigen Tätigkeiten 25.786,73 10.733,87
13. Rechnungsabgrenzungsposten 96.835,10 124.358,30
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 81.341,48 106.649,93
b) aus sonstigen Tätigkeiten 15.493,62 17.708,37
Summe der Aktiva 23.533.078,52 27.248.705,93

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.500.000,00 7.000.000,00
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 2.500.000,00 7.000.000,00
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2.500.000,00 7.000.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.434.006,26 3.426.014,84
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 4.331.999,50 3.361.049,84
aa) darunter Verbindlichkeiten zur Ausführung von Zahlungsvorgängen 4.331.999,50 3.361.049,84
b) aus sonstigen Tätigkeiten 102.006,76 64.965,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber Instituten im Sinne des § 1 Absatz 3 des Zahlungsdienstaufsichtsgesetzes 53.613,70 64.888,32
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 53.613,70 64.888,32
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.145.799,60 3.366.954,32
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 1.869.809,34 2.939.942,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 275.990,26 427.012,32
6. Rückstellungen 2.872.157,63 3.941.273,08
b) Steuerrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 577.460,40 1.743.308,39
aa) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 485.066,74 1.495.064,78
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 92.393,66 248.243,61
c) andere Rückstellungen 2.294.697,23 2.197.964,69
aa) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 1.927.545,67 1.884.978,94
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 367.151,56 312.985,75
11. Eigenkapital 11.527.501,33 9.449.575,37
a) Eingefordertes Kapital 30.000,00 30.000,00
Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
b) Kapitalrücklage 895.000,00 895.000,00
c) Gewinnrücklagen 953.539,52 953.539,52
dd) andere Gewinnrücklagen 953.539,52 953.539,52
d) Bilanzgewinn 9.648.961,81 7.571.035,85
Summe der Passiva 23.533.078,52 27.248.705,93

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

IC Cash Services GmbH, Taufkirchen bei München

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die IC Cash ist ein Zahlungsinstitut unter Aufsicht der BaFin und bietet im Wesentlichen erlaubnispflichtige Auszahlungsdienste am Geldautomaten und erlaubnis- und nicht erlaubnispflichtige Einzahlungsdienste an Einzahlungssystemen sowie entsprechende Nebendienstleistungen an.

Im Berichtsjahr stieg das Geschäftsvolumen der IC Cash über das Vorjahresniveau an. Das Geschäftsergebnis verringerte sich durch inflationär bedingte Preissteigerungen bei Lieferanten sowie durch deutlich steigende zinsbasierende Kosten. Die im Vorjahresvergleich überproportionale Kostensteigerung konnte die IC Cash zu einem großen Teil durch eine Reduktion der Anzahl unrentabler Geldautomatenstandorte, die Gewinnung von lukrativen Neukundenstandorten sowie einer Kostenkonsolidierung kompensieren.

Die gesamtwirtschaftlichen wie auch branchenbezogenen Rahmenbedingungen 2023 schätzt die IC Cash vor folgendem Hintergrund positiv ein: Das Geschäftsvolumen stieg erneut über das "Vorjahres-Niveau". Dies führte zu einer weiteren Umsatz- & Einnahmesteigerung welche die inflationsgetriebenen Preissteigerungen der Lieferanten, wie auch die gestiegenen zinsbasierten Kosten nicht vollständig kompensieren konnten, jedoch ein solides positives Jahresergebnis ermöglichten. Das Jahr 2023 konnte dazu genutzt werden die Anzahl unser Geldautomatenstandorte weiter zu erhöhen. Die Reduktion der Anzahl unrentabler Geldautomatenstandorte wurde überkompensiert.

Gemäß der Studie vom Dienstleistungsunternehmen VDI/VDE Innovation + Technik und dem Meinungsforschungsinstitut Sinus im Auftrag der Bundesbank, veröffentlicht am 17.02.2024, hat eine repräsentative Befragung im Rahmen dieser Studie ergeben, dass in 15 Jahren zwei Drittel der Menschen genauso häufig mit Bargeld bezahlen möchten wie heute. Vielen Menschen, die selbst kaum Bargeld nutzen, ist dessen Wichtigkeit als Zahlungsmittel für andere Bevölkerungsgruppen bewusst. Die freie Entscheidung zwischen Bargeld und unbaren Zahlungsmitteln in der Zukunft findet in allen gesellschaftlichen Milieus sehr große Zustimmung. Diese gesellschaftliche Einstellung im Zusammenspiel mit dem weiter voranschreitenden Abbau von Bankfilialen und damit einhergehend Geldausgabeautomaten schafft für uns weiterhin Wachstumspotential.

Die IC Cash schätzt die Geschäftsentwicklung im Kalenderjahr 2023 positiv ein.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

- Bereich Auszahlungsgeschäft

Die Anzahl der Geldautomaten in Deutschland konnte im Berichtsjahr um 10% auf 1.453 Geräte ausgebaut werden, das Transaktionsvolumen steigerte sich im Berichtsjahr um 20% und liegt damit über dem Geldautomatenwachstum.

GAA-Geschäft in Deutschland 2017 * 2018 * 2019 * 2020 *
Anzahl der GAA in Deutschland * 58.108 58.644 58.364 56.961
Wachstum p.a. -1,37% 0,92% -0,48% -2,40%
GAA IC Cash 870 999 1.126 1.172
Wachstum p. a. 11% 15% 13% 4%
rechnerischer Marktanteil IC Cash 1,50% 1,70% 1,93% 2,06%
GAA-Geschäft in Deutschland 2021 * 2022 ** 2023 ***
Anzahl der GAA in Deutschland * 55.136 52.645 50.265
Wachstum p.a. -3,20% -4,52 % -4,52 %
GAA IC Cash 1.240 1.291 1.453
Wachstum p. a. 6% 6 % 10 %
rechnerischer Marktanteil IC Cash 2,25% 2,50 % 2,89 %

ZV-Statistik, Deutsche Bundesbank, Stand Juli 2022, * Ohne Zunahme von Mehrfachzählungen 2016ff (Vgl. ZV-Statistik, Deutsche Bundesbank, Stand Juli 2019 vs. Sept.2020) ** Wert für Jahresende geschätzt

- Bereich Einzahlungsgeschäft:

Das Produktangebot der IC Cash wurde im Geschäftsjahr 2015 um das erlaubnispflichtige und nicht erlaubnispflichtige Einzahlgeschäft an Deposit- und Cash Recycler-Lösungen im Backoffice erweitert. Die Anzahl dieser Systeme steigt weiterhin kontinuierlich.

Dieser Geschäftsbereich umfasst die Produkt- und Prozessberatung, die Geräteinstallation, die Sicherstellung des Gerätebetriebs bis hin zur individuellen Cash-Disposition und Wertstellung. Damit bündelt die IC Cash alle Leistungen und bietet diese ihren Kunden aus einer Hand an.

- Allgemein:

Die Geschäftsführung beurteilt die Geschäftsentwicklung sowohl im Ein- als auch im Auszahlungsgeschäft weiterhin als grundsätzlich günstig. Für eine entsprechende Einstufung werden auch nicht-finanzielle Faktoren berücksichtigt. Hierzu zählen neben den regulatorischen Vorgaben auch die Einhaltung von datenschutzrechtlichen Bestimmungen.

Ertragslage

Die Ertrags- und Bilanzberichterstattung folgt den Rechnungslegungsvorschriften für Zahlungsinstitute (RechZahlV).

Die Provisionserträge aus Zahlungsdiensten und sonstigen Tätigkeiten sind mit TEUR 35.256 (VJ: TEUR 28.673) um TEUR 6.583 gestiegen. Die Provisionserträge aus Zahlungsdiensten sind mit TEUR 32.390 (VJ: TEUR 26.035) deutlich angewachsen, die Provisionserträge aus sonstigen Tätigkeiten mit TEUR 2.866 (VJ: TEUR 2.638) verzeichnen hingegen nur einen moderaten Anstieg.

Die Provisionsaufwendungen enthalten im Wesentlichen die Aufwendungen für das Geräte-Leasing, den Hardwareservice, für die Transaktionsgebühren, für den ausgelagerten GAA-Kassenbestand und für die Standortmieten. Aufgrund des deutlichen Zinsanstieges, der allgemeinen Lieferantenpreissteigerungen und des Gerätezuwachs und das damit einhergehende steigende Transaktionsvolumen umfassten die Provisionsaufwendungen aus Zahlungsdiensten TEUR 19.026 (VJ:

TEUR 13.986), ein Anstieg um TEUR 5.040. Die Provisionsaufwendungen aus sonstigen Tätigkeiten stiegen im Gegenzug nur leicht auf TEUR 3.624 (VJ: TEUR 2.322).

Die Mitarbeiterzahl zum Bilanzstichtag erhöhte sich von 2022 auf 2023 um 15,90%. Dies schlägt sich auch in dem leicht steigendem Personalaufwand nieder, der auf TEUR 4.428 (VJ: TEUR 4.018) anstieg.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen auf TEUR 2.838 (VJ: TEUR 2.490).

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen TEUR 3.028 (VJ: TEUR 1.650). Hierunter fällt hauptsächlich die Abwicklung des Sales-and-Lease-Back Geschäftes für Neugeräte im Geldautomatenbereich.

Die Aufwendungen für Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Anlagewerte beliefen sich auf TEUR 922 (VJ: TEUR 899).

Das Ergebnis vor Steuern aus dem operativen Geschäft beträgt TEUR 2.941 (VJ: TEUR 3.832) und weist einen Rückgang von TEUR 891 auf.

Der Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR 2.078 (VJ: TEUR 2.755).

Finanz- und Vermögenslage / Bilanzvergleich

Die Finanz- und Vermögenslage hat sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt verändert:

Die Barreserve in Höhe von TEUR 8.106 resultiert aus den Bargeldbeständen in den Einzahlungssystemen TEUR 8.072 (VJ: TEUR 6.188) und Testgeräten sowie Barkasse TEUR 34 (VJ: TEUR 21).

Die Forderungen an Kreditinstitute belaufen sich auf TEUR 8.371 (VJ: TEUR 13.163). Davon befanden sich TEUR 187 (VJ: TEUR 193) auf als Barsicherheit verpfändeten Konten.

Die Forderungen an Kunden belaufen sich auf TEUR 593 (VJ: TEUR 537) und liegen damit um TEUR 55 über dem Vorjahreswert. Daneben bestehen Forderungen an Zahlungsinstitute in Höhe von TEUR 71 (VJ: TEUR 72).

Die immateriellen Anlagewerte umfassen TEUR 1 (VJ: TEUR 1).

Die Sachanlagen betragen zum Stichtag TEUR 874 (VJ: TEUR 1.276) und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 402 gesenkt. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der jährlichen Abschreibung.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 5.421 (VJ: TEUR 5.866) und beinhalten hauptsächlich den Geldbestand der Leerungen der Einzahlungssystemen bei unseren diversen Werttransportunternehmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen bei TEUR 2.500 (VJ: TEUR 7.000) und bestehen nur gegenüber einer inländischen Bank.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden liegen bei TEUR 4.434 (VJ: TEUR 3.426).

Es wurden im Geschäftsjahr keine Kreditzusagen gewährt. Ferner wurden im Geschäftsjahr keine Derivate erworben oder veräußert. Die Sicherung der Liquidität wird durch eine Cash-Flow-Planung im Rahmen des Finanzmanagements gewährleistet. Das primäre Ziel der Gesellschaft ist es, die laufenden Ausgaben aus dem erwirtschafteten Cash-Flow zu bestreiten und keine Bar- oder Überziehungskredite in Anspruch zu nehmen. Neben den laufenden Ausgaben für Provisionen und Verwaltung werden vor allem einmalige Investitionsausgaben hinsichtlich der verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten geprüft. Das Leasing wird als Finanzierungsform für Anschaffungen des Anlagevermögens im Bereich der Geldautomaten und Einzahlungssysteme genutzt.

Die Rückstellungen sind von TEUR 3.941 auf TEUR 2.872 gesunken. Im Wesentlichen handelt es sich um Rückstellungen für Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 577 (VJ: TEUR 1.743), für Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.239 (VJ: TEUR 1.095), für Personal in Höhe von TEUR 399 (VJ: TEUR 413), für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 357 (VJ: TEUR 342) sowie für Drohverlustrückstellungen in Höhe von TEUR 161 (VJ: TEUR 249).

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 30. Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag beläuft sich auf TEUR 11.528 (VJ: TEUR 9.450). Die Eigenkapitalquote stieg zum 31.12.2023 auf 48,98% (VJ: 34,68%) deutlich an.

Während des gesamten Geschäftsjahres wurden die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalanforderungen jederzeit eingehalten.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist geordnet.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 lag die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter bei 50 (ohne Geschäftsführung) und zum Bilanzstichtag waren 51 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung) beschäftigt.

Der Erfolg von IC Cash beruht auf der Leistungsfähigkeit und dem Engagement unserer Mitarbeiter. Eine zielgerichtete, nachhaltige Ausbildung und Entwicklung unserer Mitarbeiter gewährleistet, dass wir unsere Unternehmensziele erreichen und die Wettbewerbsfähigkeit sichern. Mit sozialer Verantwortung, attraktiven Aufgabenstellungen sowie einer Kultur, die Vielfalt, Führung und Vertrauen fördert, eröffnen wir unseren Mitarbeitern außergewöhnliche Entwicklungschancen.

Prognosebericht

Gemäß der ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 vom 06.03.2024 stagnierte die Wirtschaftsleistung im zurückliegenden Sommerhalbjahr, und im Schlussquartal 2023 ging sie sogar um 0,3% zurück.

Stützend für die Konjunktur war (lediglich) der private Konsum. Die Inflation sinkt seit nunmehr einem Jahr zügig und erreichte im Februar mit 2,5% den niedrigsten Wert seit Juni 2021. Gleichzeitig steigen die Lohneinkommen mit kräftigen Raten.

Die Barkow Consulting geht in einem Beitrag vom 17.12.2023 davon aus das die tatsächliche Anzahl von Geldausgabeautomaten in Deutschland bedingt von etwaigen Doppelzählungen bereits unter die Schwelle von 50.000 gefallen ist. Zugleich hat eine Studie der VDI/VDE Innovation + Technik und des Meinungsforschungsinstitut Sinus im Auftrag der Bundesbank, veröffentlicht am 17.02.2024, auf Basis einer repräsentativen Befragung im Rahmen dieser Studie ergeben, dass in 15 Jahren zwei Drittel der Menschen genauso häufig mit Bargeld bezahlen möchten wie heute.

Vor diesem Hintergrund einer relativ stabilen Bargeldversorgungsnachfrage und einer sinkenden Anzahl an Geldausgabeautomaten wird grundsätzlich auch für die kommenden Jahre ein nachhaltiges Wachstum der IC Cash in den Bereichen Ein- und Auszahlungsgeschäfte erwartet.

Vorbehaltlich der weiteren Entwicklung der Ukraine-Krise erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 einen Gewinn im niedrigen siebstelligen Bereich auf Vorjahresniveau. Der Geschäftsplanung liegt die Annahme zugrunde, dass die Zinsentwicklung ihren Höhepunkt erreicht und sich tendenziell zum Jahresende absenkt. Sollten sich Einschränkungen durch den Ukraine-Konflikt ergeben, kann sich dies negativ auf das zu erwartende Jahresergebnis 2024 auswirken.

Die Prognose für das Jahr 2023 konnte aufgrund der kontinuierlichen Steigerung des Transaktionsvolumens und der damit einhergehenden Kompensation inflationsgetriebener Preissteigerungen der Lieferanten, wie auch der gestiegenen zinsbasierten Kosten übertroffen werden.

Chancen- und Risikobericht

Das Risikomanagement der IC Cash hat zum Ziel, Chancen und Risiken möglichst früh zu erkennen und Maßnahmen zur Begrenzung geschäftlicher Einbußen zu ergreifen, um eine Bestandsgefährdung des Unternehmens zu vermeiden und durch verbesserte unternehmerische Entscheidungen langfristig Werte zu schaffen.

- Risikobericht

Zum Kerngeschäft der IC Cash Services GmbH gehört das Auszahlungsgeschäft an Geldautomaten, sowie das Einzahlungsgeschäft an sog. Deposit- und Cash-Recycling-Systemen.

Im Wettbewerb zu klassischen Banken fehlt das Mittel der Quersubventionierung. Da IC Cash kein Einlagengeschäft betreibt, werden die operativ benötigten Gelder im Auszahlgeschäft von einer Partnerbank bereitgestellt, das für das Einzahlgeschäft benötigte Geld ist IC Cash eigenes Geld, das über Bankkredite refinanziert wird. Die IT-Infrastruktur wird ausgelagert betrieben. Die Geschäftsprozesse werden im eigenen Haus durchgeführt, so dass bei einem Ausfall dieser Prozesse kein externer Dienstleister in Regress genommen werden kann. Die vorstehenden Faktoren sind bekannte Schwächen der IC Cash und des IC Cash Geschäftes.

Die ökonomischen Auswirkungen der aktuell sehr angespannten geopolitischen Lage in Osteuropa ist weiterhin unter Beobachtung, um Maßnahmen bei Bedarf ableiten zu können. Aktuell bestehen diesbezüglich keine negativen Auswirkungen auf das Geschäftsmodell.

- Chancenbericht:

Die IC Cash präsentiert sich Wettbewerbern am Markt gegenüber als unabhängiger, service-orientierter Anbieter mit technischer Kompetenz. Innovative und maßgeschneiderte Full-Service-Lösungen für das Cash-Management zeichnen die IC Cash aus.

Die IC Cash modularisiert ihr Serviceangebot und vereinfacht derart die Einbindung ihrer Services in bestehende wie auch neue Servicelösungen.

Die erfolgten und laufenden Kostensenkungen, sowie Effizienz- und Skalen-Steigerungen positionieren uns positiv innerhalb des aktuellen Marktumfeldes.

Risikomanagementsystem

Im Rahmen eines Geschäftsbetriebes entstehen Risiken, die im Rahmen des Risikomanagementsystems analysiert und bewertet werden. Risiken, soweit sie in angemessenem Verhältnis mit der geschäftlichen Ausrichtung zur Erzielung eines wirtschaftlichen Erfolges stehen, werden von der IC Cash übernommen.

Zur Risikoüberwachung und -steuerung wurde im Unternehmen ein Risikomanagement eingerichtet. In den Verantwortungsbereich des Risikomanagements fällt die Identifikation, Messung, Analyse und Steuerung sämtlicher Risiken, das regelmäßige Risikoreporting an die Geschäftsleitung sowie die Weiterentwicklung des bestehenden Risikomanagementsystems in Anlehnung an die MaRisk.

Die Überwachung der operationellen Risiken erfolgt grundsätzlich durch alle Unternehmensbereiche und wird durch das Risikomanagement zentral gesteuert.

In Anlehnung an die MaRisk AT 4.2 wurde eine nachhaltige Geschäftsstrategie und eine dazu konsistente Risikostrategie festgelegt und im Risikohandbuch beschrieben.

In der jährlich zu überarbeitenden Risikoinventur werden die wesentlichen Risiken der IC Cash, die Wahrscheinlichkeit ihres Entstehens und in den Schadensfolgen im Falle der Realisierung des Risikos erfasst.

Die Berechnung der Risikotragfähigkeit ist weiterer wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements der IC Cash. Sie stellt sicher, dass die IC Cash über ausreichend Risikodeckungspotential zur Abdeckung unvorhergesehener Schadensereignisse verfügt.

Das Notfallkonzept für IT-Systeme wurde verprobt und aktualisiert. Die Verlustdatenbank für bedeutende Schäden wird kontinuierlich gepflegt.

Mit der Risikoanalyse werden für die ausgelagerten Funktionen die Risikofelder den gesellschaftsspezifischen Sicherungsmaßnahmen gegenübergestellt und das für die IC Cash verbleibende Risiko bewertet. In jährlich zu erstellenden Outsourcingberichten werden diese kontinuierlich überwacht.

Die Funktion des Geldwäschebeauftragten wurde von der IC Cash ausgelagert.

Aufbauorganisatorisch ist das Risikomanagement dem Geschäftsführer "Marktfolge" untergeordnet und erfüllt somit die funktionale Trennung zum Marktbereich.

Die Verantwortung für das Risikomanagementsystem liegt bei der Geschäftsleitung der Gesellschaft.

Im Risikomanagementprozess werden in Anlehnung an die MaRisk AT 4.2 die folgenden fünf Risikoarten bewertet:

- Adressenausfallrisiken

- Marktpreisrisiken

- Liquiditätsrisiken

- Operationelle und sonstige Risiken

- Konzentrationsrisiken

Adressenausfallrisiken

Unter Adressausfallrisiken wird das Risiko des Ausfalls einer Forderung erfasst. Das Adressausfallrisiko bedeutet zum einen den Ausfall von Forderungen durch Insolvenz eines Standortbetreibers (Risiko des Ausfalls von Miet- und sonstigen Forderungen) und zum anderen hinsichtlich ausgelagerter Prozesse (Insolvenz externer Dienstleister oder Versicherer kann zu Forderungsausfällen führen und die Suche nach Ersatzdienstleistern nötig machen).

Adressenausfallrisiken sind wesentliche Risiken. In unserer Risikotragfähigkeitsberechnung haben wir den Adressenausfallrisiken TEUR 1,64 als Risikokapital zugeordnet.

Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken resultieren aus der möglichen nachteiligen Änderung der Marktpreise. Marktpreisrisiken stufen wir als "wesentlich" ein.

Dem Marktpreisrisiko ordnen wir das Zinsänderungsrisiko (Erhöhung der Zinsaufwendungen für die Refinanzierung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft), sowie das allgemeine Marktpreisrisiko (z.B. Kostenerhöhungen für Werttransporte) zu. Diesen Risiken wollen wir durch Abschluss langfristiger Verträge und Diversifikation auf mehrere Vertragspartner begegnen.

Neben diesen Risiken erlebt die IC Cash Services GmbH wie auch der gesamte Wettbewerb einen Preisdruck auf die zu erzielenden Margen. Dem wollen wir durch Diversifikation unseres Geschäftsmodells entgegenwirken.

Das aus dem DCC (Dynamic Currency Conversion) Nebengeschäft (i.S.v. § 8 Abs. 2 Nr. 1 ZAG) resultierende wesentliche Währungsrisiko wird durch ein Partnerunternehmen getragen.

Auswirkungen von Untersuchungen des Bundeskartellamtes oder Entscheidungen der Regulierungsbehörden sind ein bekanntes Risiko, aktuell werden aber keine weiteren Entscheidungen erwartet.

Marktpreisrisiken sind bestandsgefährdende Risiken bei unserer Gesellschaft. In unserer Risikotragfähigkeitsberechnung haben wir den Marktpreisrisiken TEUR 36,20 als Risikokapital zugeordnet.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, fälligen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen zu können.

Es besteht ein Liquiditätsrisiko für die Gesellschaft, wenn die Einlagenkreditinstitute, mit denen die Gesellschaft im Bereich Ein- und Auszahlungsgeschäft zusammenarbeitet, insolvent würden. Wir steuern dies durch Zusammenarbeit mit mehreren Instituten. Im Wettbewerb zu klassischen Banken fehlt zudem das Mittel der Quersubventionierung. Da IC Cash Services GmbH kein Einlagengeschäft betreibt, werden die operativ benötigten Gelder im Auszahlgeschäft von einer Partnerbank bereitgestellt. Dies bedeutet, dass die Gesellschaft stets auf die Zusammenarbeit mit einer oder mehreren Partnerbanken angewiesen ist. Zudem könnte das bei Werttransportunternehmen befindliche, noch nicht gutgeschriebene Bargeld, durch Insolvenz des Werttransportunternehmers oder betrügerische Handlungen verloren gehen. Diesem Risiko begegnen wir, soweit möglich, durch Abschluss von Versicherungen.

Liquiditätsrisiken sind bestandsgefährdende Risiken bei unserer Gesellschaft. In unserer Risikotragfähigkeitsberechnung haben wir den Liquiditätsrisiken TEUR 11,13 als Risikokapital zugeordnet.

Operationelle und sonstige Risiken

Operationelle Risiken stellen das größte Risikopotential bei der IC Cash Services GmbH dar und werden daher als "wesentlich" eingestuft.

Die IC Cash unterscheidet bei den operationellen Risiken zwischen Prozessrisiken, Systemrisiken, Rechtsrisiken, strategischen und allgemeinen Geschäftsrisiken.

Prozessrisiken können insbesondere bei Auslagerungen in Form von Abhängigkeit, mangelnder Einflussnahme oder Missverständnissen auftreten. Durch die Erstellung von Risikoanalysen, möglichst klaren und detaillierten Verträge und jährlichen Überwachungsberichten sowie durch die langjährige Zusammenarbeit mit den Auslagerungsunternehmen kann die Gesellschaft das Risiko minimieren.

Systemrisiken sind die IT-Risiken, wie Verfügbarkeit, Datenspeicherung und Datensicherheit des zentralen IT-Systems. IT-Risiken sollen durch den IT-Sicherheitsbeauftragten und das regelmäßig stattfindende IT-Sicherheitsmeeting minimiert werden. Darüber hinaus wird jährlich ein Notfalltest durchgeführt.

Als Rechtsrisiko stuft die Gesellschaft das Risiko des Verlustes der ZAG-Erlaubnis ein. Dies soll durch einen engen Kontakt zu den Aufsichtsbehörden, dem Wirtschaftsprüfer und der Internen Revision vermieden werden.

Strategische Risiken, wie z.B. falsche Geschäftsentscheidungen sollen durch die enge Abstimmung der beiden Geschäftsführer beschränkt werden.

Allgemeine Geschäftsrisiken sind jedem Geschäft immanent. Wesentliche Geschäftsrisiken der Gesellschaft sind sowohl die dem Geldautomatenbetrieb immanenten Risiken der direkten und indirekten Angriffe wie Sprengung, Skimming etc., insbesondere aber auch Risiken wie Wegfall der Büroräume oder eine Pandemie. Durch eine weitreichende Ausstattung mit Tinteneinfärbesystemen und/oder Ex-Gas Tresoren und den Abschluss von Versicherungen wird das Schadensrisiko bei den Geldautomaten gesenkt.

Die operationellen Risiken werden im Wesentlichen durch die Einhaltung geeigneter Maßnahmen begrenzt, im Übrigen werden sie durch die Risikovorsorge abgedeckt. Für die Ermittlung des Risikopotentials wird pauschal ein Betrag von 15% des Dreijahresdurchschnitts bestimmter Posten der Gewinn- und Verlustrechnung verwendet.

In der Risikotragfähigkeitsberechnung wurden den operationellen Risiken TEUR 1.994,52 als Risikokapital zugeordnet.

In Ergänzung zum bestehenden Risikomanagementsystem hat die IC Cash im Jahr 2017 zur Minimierung von Prozessrisiken ein Qualitätsmanagement eingeführt.

Interne Revision

Die Interne Revision, die als prozessunabhängige Instanz im Auftrag der Geschäftsleitung die bestehenden Strukturen und Prozesse überprüft, wurde bei der IC Cash ausgelagert. Sie hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Qualität des Risikomanagementsystems als angemessen umgesetzt befunden.

Die interne Revision bestätigte in ihrem letzten Bericht zur Prüfung des Risikomanagementsystems, dass die IC Cash über ausreichend liquide Mittel und Eigenkapital verfügt und insoweit keine aktuellen Liquiditätsrisiken bestehen. Außerplanmäßige Ereignisse sowie Neuprodukte und -prozesse, welche die Liquidität betreffen bzw. gefährden können, werden unmittelbar in die Planung eingearbeitet und ad hoc dem Geschäftsführer Marktfolge zur Kenntnis vorgelegt.

Die Prüfung der Geldwäsche- und Betrugsprävention und der ausgelagerten Funktionen hat keine Beanstandungen ergeben.

Forschung und Entwicklung

Es gab keine wesentlichen Tätigkeiten der IC Cash in 2023 im Bereich Forschung und Entwicklung.

Zweigniederlassungen

Die IC Cash hat keine Zweigniederlassungen.

Ausblick

Insgesamt sieht die Geschäftsführung die Gesellschaft für die kommenden Zeiten gut gerüstet. Die aktuelle Lage der Gesellschaft (Stand: 08. Mai 2024) wird vor diesem Hintergrund als günstig eingeschätzt. Die künftige Entwicklung der Gesellschaft hängt auch davon ab wie sich die Nachfrage nach Bargeld in diesem Umfeld entwickelt.

 

Taufkirchen, 28. Mai 2024

Geschäftsführung

Dr. Kersten Trojanus

Marc Stückemann

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Zinserträge 229.176,49 33.289,48
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 229.176,49 33.289,48
aa) Kredit- und Geldmarktgeschäften 229.176,49 33.289,48
2. Zinsaufwendungen 257.494,75 226.793,59
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 225.376,29 176.323,70
b) aus sonstigen Tätigkeiten 32.118,46 50.469,89
5. Provisionserträge 35.256.145,36 28.673.298,95
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 32.390.372,22 26.035.003,76
b) aus sonstigen Tätigkeiten 2.865.773,14 2.638.295,19
6. Provisionsaufwendungen 22.649.412,67 16.307.676,68
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 19.025.506,64 13.985.496,30
b) aus sonstigen Tätigkeiten 3.623.906,03 2.322.180,38
7. Sonstige betriebliche Erträge 3.028.011,88 1.649.796,74
b) aus sonstigen Tätigkeiten 3.028.011,88 1.649.796,74
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 7.266.143,96 6.508.433,61
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 6.103.560,92 5.581.645,75
aa) Personalaufwand 3.719.269,35 3.446.025,09
aaa) Löhne und Gehälter 3.219.438,11 2.990.491,83
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 499.831,24 455.533,26
darunter: für Altersversorgung 5.121,85 5.162,64
bb) andere Verwaltungsaufwendungen 2.384.291,57 2.135.620,66
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.162.583,04 926.787,86
aa) Personalaufwand 708.432,26 572.185,04
aaa) Löhne und Gehälter 613.226,31 496.547,37
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 95.205,95 75.637,67
darunter: für Altersversorgung 975,59 857,21
bb) andere Verwaltungsaufwendungen 454.150,78 354.602,82
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 922.311,10 898.890,72
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 862.941,13 872.789,40
b) aus sonstigen Tätigkeiten 59.369,97 26.101,32
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.454.612,59 2.580.666,96
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 2.066.981,63 1.429.032,10
b) aus sonstigen Tätigkeiten 2.387.630,96 1.151.634,86
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 22.057,09 1.703,32
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 18.527,96 1.460,77
b) aus sonstigen Tätigkeiten 3.529,13 242,55
16. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.941.301,57 3.832.220,29
20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 860.394,61 1.075.060,72
21. Sonstige Steuern soweit nicht unter Posten 10 ausgewiesen 2.981,00 2.604,69
28. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.571.035,85 5.316.480,97
b) aus sonstigen Tätigkeiten 7.571.035,85 5.316.480,97
25a. Vorabausschüttung/beschlossene Ausschüttung im laufenden Geschäftsjahr 500.000,00
34. Bilanzgewinn 9.648.961,81 7.571.035,85

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

IC Cash Services GmbH, Taufkirchen

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Taufkirchen (bei München) und wird beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 170994 geführt.

1. Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes und der RechZahlV

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der allgemeinen Vorschriften (§§ 238ff. HGB) und der spezifischen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 340ff. HGB), den Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (Zahlungsinstituts-Rechnungslegungsverordnung "RechZahlV") aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beachtung dieser Vorschriften, insbesondere der §§ 340 Abs. 5 und 340a HGB erstellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Aufgrund der ergänzenden geschäftszweigspezifischen Vorschrift des § 340a HGB hat die Gesellschaft auf ihren Jahresabschluss die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 bis 289a HGB anzuwenden.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Formblattvorschriften für Zahlungsinstitute. Außerdem wurden die §§ 28ff. der RechZahlV für die Erstellung des Anhangs beachtet.

2. Darstellung von Beträgen in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden entsprechend der Gliederung für Zahlungsinstitute Positionen "aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld" sowie "aus sonstigen Tätigkeiten" ausgewiesen. Sofern diese Positionen nicht eindeutig zuordenbar sind, liegen den ausgewiesenen Beträgen "aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld" pauschale Annahmen zur Aufteilung zugrunde. Zur Ermittlung wurden die gesamten Umsätze (Provisionserträge und sonstige betriebliche Erträge) des Geschäftsjahres den Provisionserträgen aus den dem ZAG unterliegenden Geschäften gegenübergestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

Die Barreserve ist zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen an Kreditinstitute, Kunden und Zahlungsinstitute sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert, ggf. unter Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Wertes, bewertet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um die planmäßigen linearen Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Wert bis zu 800,00 EUR wurden in Übereinstimmung mit § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft Zahlungen vor dem Bilanzstichtag und ist mit dem Betrag bewertet, soweit es sich um Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag handelt.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Langfristige Rückstellungen wurden unter Beachtung der RStAbzinsungsV mit ihrem Barwert unter Berücksichtigung von Preissteigerungen angesetzt.

Als Zinssatz wurde laufzeitadäquat der von der Bundesbank veröffentlichte Zinssatz verwendet. Erträge und Aufwendungen aus der Ab- bzw. Aufzinsung von Rückstellungen sowie Erfolge aus der Änderung der Abzinsungssätze werden einheitlich im Finanzergebnis ausgewiesen.

Auf die Bildung eines Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340f HGB wurde verzichtet.

Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB wurden nicht gebildet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährungen bestehen nicht.

1. Forderungen an Kreditinstitute

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 7.185.293,95 12.156.093,14
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.185.912,25 1.006.498,00
8.371.206,20 13.162.591,14

Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig und bilden den Geldbestand der IC Cash Services GmbH auf den eingerichteten Konten bei verschiedenen Kreditinstituten ab.

Forderungen an Kreditinstitute sind in Höhe von TEUR 187 verpfändet.

2. Forderungen an Kunden

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 497.783,61 460.779,51
b) aus sonstigen Tätigkeiten 94.815,93 76.508,77
592.599,54 537.288,28

Die Forderungen an Kunden umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem nicht regulierten Geschäftsteil. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Forderungen gegenüber Kunden aus verkauften Dienstleistungen.

Die Restlaufzeiten der Forderungen an Kunden aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld gliedern sich wie folgt:

unter 3 Monate 3 - 6 Monate 6 - 12 Monate über 12 Monate Total
497.783,61 0,00 0,00 0,00 497.783,61

Die Restlaufzeiten der Forderungen an Kunden aus sonstigen Tätigkeiten gliedern sich wie folgt:

unter 3 Monate 3 - 6 Monate 6 - 12 Monate über 12 Monate Total
94.815,93 0,00 0,00 0,00 94.815,93

Von den Forderungen an Kunden sind zugleich TEUR 43 Forderungen an Kreditinstitute.

Darüber hinaus bestehen Forderungen an Zahlungsinstitute in Höhe von EUR 70.696,48. Die Restlaufzeiten dieser Forderungen belaufen sich auf bis zu drei Monate.

3. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Entwicklungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind im Anlagegitter (vgl. Blatt 10) dargestellt. Die im Anlagegitter ausgewiesenen Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie sonstige Transportmittel werden für die eigene Tätigkeit genutzt.

4. sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen den Bestand an Handelswaren, insbesondere Geldautomaten und Einzahltresore (TEUR 537, VJ: TEUR 1.869), bei Werttransportunternehmern befindliche Bargeldbestände (TEUR 3.871, VJ: TEUR 3.441), Forderungen aus Auszahlungsstaus gegenüber Kreditinstituten (TEUR 591, VJ: TEUR 480), sowie weitere Forderungen gegenüber Kreditinstituten (TEUR 239, VJ: TEUR 0).

5. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 4.331.999,50 3.361.049,84
b) aus sonstigen Tätigkeiten 102.006,76 64.965,00
4.434.006,26 3.426.014,84

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus Zahlungsdiensten stellen im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus dem Bereich des Einzahlungsgeschäftes dar. Die Außenstände sind im Wesentlichen stichtagsbedingt und ergeben sich aus der zeitlichen Lage des Abschlussstichtags.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind zugleich TEUR 1 (VJ: TEUR 1) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

6. sonstige Verbindlichkeiten

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind vor allem Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.540; VJ: TEUR 2.818) sowie Steuerverbindlichkeiten (TEUR 107; VJ: TEUR 129) ausgewiesen. Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestanden in Höhe von TEUR 15 (VJ: TEUR 15).

Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind zugleich TEUR 400 (VJ: TEUR 227) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Daneben bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Zahlungsinstituten in Höhe von EUR 53.613,70.

7. Besicherung von Verbindlichkeiten, Restlaufzeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 0) durch eine unwiderrufliche, unbedingte, unbefristete und selbstschuldnerische Bankbürgschaft besichert.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr (im Vorjahr hatten sämtliche Verbindlichkeiten ebenfalls eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr).

8. Rückstellungen

Die Rückstellungen teilen sich wie folgt auf:

TEUR Vorjahr
TEUR
Steuerrückstellungen:
Gewerbesteuer 475 607
Körperschaftsteuer/ Solidaritätszuschlag 102 1.136
Summe 577 1.743
andere Rückstellungen:
Rückbauverpflichtungen 1.239 1.095
Personalbereich 399 413
ausstehende Rechnungen 357 342
Drohverlustrückstellung 161 249
Jahresabschlussprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung 124 85
Prozesskosten 8 8
Rückvergütungen 0 0
übrige 7 6
Summe 2.295 2.198

9. Kapitalrücklage

Die ausgewiesene Kapitalrücklage in Höhe von EUR 895.000,00 ist eine Kapitalrücklage im Sinne des § 272 (2) Nr. 1 HGB.

10. Gewinnrücklagen

Im Berichtsjahr wurden keine Beträge in die Gewinnrücklagen eingestellt.

11. Bilanzgewinn

Der ausgewiesene Bilanzgewinn (TEUR 9.649) enthält in Höhe von TEUR 7.571 einen Gewinnvortrag sowie in Höhe von TEUR 2.078 den Jahresüberschuss 2023.

12. Aktive latente Steuern

Das Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB zur Bilanzierung aktiver latenter Steuern wurde nicht ausgeübt.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufteilung nach geographischen Märkten (§ 28 Abs. 2 Nr. 1 RechZahlV)

Die Zinserträge und die sonstigen betrieblichen Erträge wurden vollständig im Inland erzielt. Die Provisionserträge wurden im Wesentlichen im Inland erwirtschaftet. In Höhe von TEUR 2.650 (VJ: TEUR 1.973) stammen Provisionserträge aus anderen Ländern der Europäischen Union.

2. sonstige betriebliche Erträge

Im Wesentlichen beinhaltet die Position die Erträge aus dem Automatenverkauf (TEUR 2.367, VJ: TEUR 1.032), aus erbrachten Dienstleistungen (TEUR 18, VJ: TEUR 3), aus Versicherungsentschädigungen (TEUR 154, VJ: TEUR 129), aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 107, VJ: TEUR 140) sowie aus der Ausbuchung von Altverbindlichkeiten (TEUR 136, VJ: TEUR 124).

3. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 sind in dem gesonderten Anlagenspiegel (Blatt 11) dargestellt.

4. sonstige betriebliche Aufwendungen

Diese Position beinhaltet im Wesentlichen den Warenbezug für weiterveräußerte Geräte TEUR 2.367 (VJ: TEUR 1.032), Zusatzausstattungen für die Geräte TEUR 578 (VJ: TEUR 340), Abschreibungen des Umlaufvermögens TEUR 49 (VJ: TEUR 59) sowie die Installations- ,Transport-, Montage- und Rückbaukosten TEUR 1.447 (VJ: TEUR 1.035).

5. Zinserträge, Zinsaufwendungen

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen betragen EUR 32.118,46 (VJ: EUR 50.469,89).

Erläuterungen zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und sonstigen Verträgen bestehen die folgenden finanziellen Verpflichtungen:

Miet-/ Leasingverpflichtungen
TEUR
Sonstige Verpflichtungen
TEUR
Summe
TEUR
Geschäftsjahr 2024 1.661 0 1.661
Geschäftsjahr 2025 - 2028 (gesamt) 3.173 0 3.173

V. Sonstige Angaben

Angaben zu den ausgeführten Zahlungsvorgängen

Im Berichtszeitraum wurden 7.959.563 Zahlungsvorgänge (VJ: 6.635.136) mit einem Volumen von TEUR 1.446.502 (VJ: TEUR 1.205.731) ausgeführt. Davon waren 312.074 (VJ: 280.823) Zahlungsvorgänge aus dem Einzahlungsgeschäft und 7.647.489 (VJ: 6.354.313) Transaktionen aus dem Auszahlungsgeschäft.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter gemäß § 267 Abs. 5 HGB betrug 50 (ohne Geschäftsführung).

Die Einteilung nach Gruppen stellt sich wie folgt dar:

Durchschnitt
Gruppe/ Bereich 2023 2022
Vertrieb 18 17
Betrieb und Installation 6 6
IT 3 3
Cash Management 8 6
sonstige 15 12
gesamt 50 44

Abschlussprüferhonorar

Das im Geschäftsjahr 2023 als Aufwand erfasste Honorar (Nettobeträge ohne Umsatzsteuer) für den Abschlussprüfer verteilt sich wie folgt:

- Abschlussprüfungsleistungen 72

- Steuerberatungsleistungen 3

Mindestbesteuerung

Die Gesellschaft ist nicht von den Mindestbesteuerungsregeln betroffen.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte der Gesellschaft geführt durch

- Herrn Dr. Kersten Trojanus, hauptamtlicher Geschäftsführer,

- Herrn Marc Stückemann, hauptamtlicher Geschäftsführer.

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Von der Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Ereignisse nach dem Stichtag

Aktuell liegen keine Besonderheiten nach dem Stichtag vor. Die ökonomischen Auswirkungen der weiterhin sehr angespannten geopolitischen Lage sind fortwährend unter Beobachtung (insbesondere in Bezug auf die Zinsentwicklung und Werttransporteur-Kosten), um Maßnahmen bei Bedarf ableiten zu können. Derzeit bestehen diesbezüglich keine negativen Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Taufkirchen, 28. Mai 2024

Geschäftsführung

Dr. Kersten Trojanus

Marc Stückemann

Beschlüsse

Der am 27.03.2024 aufgestellte und am 28.05.2024 von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RISE PARTNERS Audit GmbH geprüfte und testierte Jahresabschluss mit einem ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von Euro 9.648.961,81 für das Geschäftsjahr 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung am 31. Mai 2024 festgestellt.

sonstige Berichtsbestandteile

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 (Anlagenspiegel 2023)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Anlagewerte
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.621.861,70 0,00 0,00 1.621.861,70
Geschäfts- oder Firmenwert 843.076,00 0,00 0,00 843.076,00
2.464.937,70 0,00 0,00 2.464.937,70
II. Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 118.283,07 0,00 0,00 118.283,07
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.916.645,48 522.031,55 89.691,75 9.348.985,28
9.034.928,55 522.031,55 89.691,75 9.467.268,35
Anlagevermögen gesamt 11.499.866,25 522.031,55 89.691,75 11.932.206,05
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Anlagewerte
1.620.559,70 159,00 0,00 1.620.718,70
843.076,00 0,00 0,00 843.076,00
2.463.635,70 159,00 0,00 2.463.794,70
II. Sachanlagen
118.283,07 0,00 0,00 118.283,07
7.640.574,31 922.152,10 88.238,47 8.474.487,94
7.758.857,38 922.152,10 88.238,47 8.592.771,01
Anlagevermögen gesamt 10.222.493,08 922.311,10 88.238,47 11.056.565,71
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Anlagewerte
1.143,00 1.302,00
0,00 0,00
1.143,00 1.302,00
II. Sachanlagen
0,00 0,00
874.497,34 1.276.071,17
874.497,34 1.276.071,17
Anlagevermögen gesamt 875.640,34 1.277.373,17

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die IC Cash Services GmbH, Taufkirchen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IC Cash Services GmbH, Taufkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IC Cash Services GmbH, Taufkirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 28. Mai 2024

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