Garonor Planungs- und Betriebs GmbH Frankfurt (Oder)
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Detlef Wilhelm Hübner seit 16.7.2008 | Geschäftsführer |
Dennis Hübner seit 20.12.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 5 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lion ́s Place GmbHHofheim am TaunusKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Die nachfolgenden Angaben sind integraler Bestandteil des Konzernabschlusses KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Die nachfolgenden Angaben sind integraler Bestandteil des Konzernabschlusses Anhang des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Allgemeine InformationenDie Lion's Place GmbH hat ihren Sitz in Hofheim am Taunus und wurde mit notarieller Urkunde vom 2. November 2004 errichtet. Die Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 74014 erfolgte am 20. Dezember 2004. Der Gesellschaftsvertrag wurde am 2. November 2004 beschlossen und zuletzt am 7. November 2012 geändert. Gegenstand des Unternehmens ist Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwaltung von Beteiligungen und anderen Vermögenswerten, insbesondere von Aktien der Deufol SE in eigenem Namen und auf eigene Rechnung. Die Deufol SE ist ein globaler Premium-Dienstleister im Bereich der Verpackungen und ergänzenden Services. Die Anschrift des eingetragenen Sitzes der Gesellschaft lautet: Johannes-Gutenberg-Straße 3-5, 65719 Hofheim (Deutschland). Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen innerhalb des Konzernabschlusses nicht genau zur angegebenen Summe addieren. Die Geschäftsführung hat den IFRS-Konzernabschluss am 24. Juni 2024 freigegeben, um diesen im Anschluss an die Gesellschafter weiterzuleiten. Grundlagen der RechnungslegungDie Lion's Place stellt ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden ergänzend dazu die Vorschriften des §315e HGB beachtet und angewandt. Es wurden alle am Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden IFRS (IFRS, IAS, IFRIC, SIC) beachtet, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. KonsolidierungMit Datum vom 21. Dezember 2007 haben Herr Detlef W. Hübner, Herr Dennis Hübner, die DeDeMa AG und die Detlef Hübner Stiftung, sämtliche in Ihrem Besitz befindlichen Deufol Aktien in die Lion's Place GmbH im Wege der Sacheinlage eingebracht. Durch die Einbringung hielt die Lion's Place GmbH insgesamt 51,6 % der Anteile an der Deufol SE (nach Einziehung von Deufol Aktien im Geschäftsjahr 2008) und begründet damit aufgrund der Beherrschung einen Unternehmenszusammenschluss zwischen verbundenen Unternehmen. Es wurden insgesamt 23.090.832 Stück Inhaberaktien ohne Nennbetrag der Deufol SE eingebracht. Als Gegenleistung erhielten die Einbringenden Stammeinlagen an der Lion's Place GmbH i.H. von insgesamt EUR 75.000,00. Der den Ausgabebetrag der Stammeinlage (EUR 75.000,00) übersteigende Wert der Einlage wurde den Einbringenden Personen i.H. von EUR 14.048.680,00 als Darlehen vergütet. Darüber hinaus erfolgte eine freiwillige Zuzahlung in die Kapitalrücklage i.H. von EUR 29.988.389,12. Im Geschäftsjahr 2015 wurden weitere 446.534 Aktien erworben, so dass insgesamt 53,8 % der Anteile gehalten wurden. Nach einem weiteren Erwerb von eigenen Aktien durch die Deufol SE in 2016 und einer Veräußerung in 2019 betrug der Anteil zum 31. Dezember 2021 54,6%. Im Geschäftsjahr 2022 wurden weitere 101.817 Aktien erworben, so dass insgesamt 54,8 % der Anteile gehalten wurden. Durch den Einzug von 628.017 Deufol-Aktien ohne Herabsetzung des Grundkapitals im Geschäftsjahr 2023 beträgt der zum 31.Dezember 2023 gehaltene Anteil 55,7 %. Alle Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen oder tatsächlichen Kontrolle der Lion's Place stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen. In den Konzernabschluss werden neben der Lion's Place 20 (Vorjahr 20) inländische und 26 (Vorjahr 26) ausländische Tochtergesellschaften im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen (im Folgenden als "Lion's Place Gruppe" oder " Lion's Place Konzern " oder "Konzern" bezeichnet). Nach IFRS 3.3 (b) sind die Regelungen des IFRS 3 zu Unternehmenszusammenschlüssen nicht auf den Zusammenschluss der Lion's Place GmbH und der Deufol SE anwendbar, da Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung beteiligt sind. Aufgrund der bestehenden Regelungslücke in den IFRS hinsichtlich der Abbildung des Unternehmenszusammenschlusses kann die Lion's Place GmbH die Transaktion unter Bezugnahme des IAS 8.12 nach der Interessenzusammenführungsmethode (pooling-of-interest) abbilden. Erwerbszeitpunkt nach IFRS 3.19 (IFRS 3.8 revised 2008) war der 31. Dezember 2007. Der Erwerb der weiteren Anteile im Geschäftsjahr 2015, 2016 und 2022, die Einziehung von Aktien in 2023 sowie die Veräußerung in 2019 wurden entsprechend der Regelung des IFRS 10.32 auf Grundlage des Entity-Konzeptes (Einheitsgrundsatz) als Eigenkapitaltransaktion zwischen Eigentümern erfasst. Die Differenz zwischen der gezahlten Gegenleistung für die Anteile und dem anteiligen auf die nicht beherrschenden Anteile entfallenen Buchwert werden ergebnisneutral unmittelbar mit den Konzernrücklagen verrechnet. Verliert der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen, so erfolgt eine Ausbuchung der damit verbundenen Vermögenswerte (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert), Schulden, nicht beherrschenden Anteile und sonstigen Eigenkapitalbestandteile. Jeder daraus entstehende Gewinn oder Verlust wird in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Jede zurückbehaltene Beteiligung wird zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Joint Ventures werden gemäß IFRS 11 in Verbindung mit IAS 28 nach der At-Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Weitere wesentliche Beteiligungen werden nach der At-Equity-Methode bilanziert, wenn die Lion's Place Gruppe keinen beherrschenden Anteil hält, aber einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik der Beteiligungsgesellschaft ausüben kann. Dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 % der Fall ("assoziierte Unternehmen"). Im Erwerbszeitpunkt einer nach der At-Equity-Methode bilanzierten Beteiligung wird die Differenz zwischen Anschaffungskosten und anteiligem Eigenkapital zunächst durch bestimmte Anpassungen an die Zeitwerte, den Vermögenswerten und Schulden dieser Beteiligungen zugeordnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert angesetzt und nicht planmäßig abgeschrieben. Sinkt der erzielbare Betrag einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen (der höhere der beiden Beträge aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten) unter den Buchwert, führt dies zu einer entsprechenden Wertminderung. Der Wertminderungsaufwand wird erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Im Teilkonzernabschluss der Deufol SE erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode (so genannte "Purchase Method"). Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am neu bewerteten Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wird, soweit er auf stillen Reserven oder stillen Lasten beruht, den entsprechenden Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens zugerechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert aktiviert. Gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) i. V. m. IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) ist der Firmenwert nicht planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abzuschreiben, sondern stattdessen mindestens einmal jährlich hinsichtlich des Erfordernisses einer Wertminderung zu überprüfen. Nicht beherrschende Anteile stellen den Anteil des Ergebnisses und des Nettovermögens dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Diese werden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung und in der Konzernbilanz separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt vom auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. WährungsumrechnungDer Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung und Darstellungswährung des Lion's Place Konzerns, aufgestellt. Sofern nichts anderes vermerkt ist, sind alle Beträge in Tausend Euro angegeben. Jedes Unternehmen innerhalb des Lion's Place Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zum Bilanzstichtag gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktional en Währung in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode, d. h., die Vermögenswerte und Schulden werden von der funktionalen Währung in die Berichtswährung grundsätzlich mit den EZB-Referenzkursen am Bilanzstichtag, die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgt zu historischen Kursen. Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz werden ergebnisneutral im Eigenkapital innerhalb der Position "Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen. Bei der Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital für diesen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulative Betrag erfolgswirksam aufgelöst. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zum am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Auf Fremdwährung lautende monetäre Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die hieraus resultierenden Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie zur Sicherung einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Diese werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition direkt im Eigenkapital und erst bei Abgang im Periodenergebnis erfasst. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher, nicht in der Europäischen Währungsunion vertretener Währungen haben sich wie folgt entwickelt:
UmsatzrealisierungDer Konzern wendet den Standard IFRS 15 an. Dieser Standard regelt die Höhe und den Zeitpunkt der Umsatzerfassung und sieht ein einheitliches fünfstufiges Erlösrealisierungsmodell vor, dass grundsätzlich auf alle Kundenverträge anzuwenden ist. Ein in den Anwendungsbereich des IFRS 15 fallender Vertrag mit einem Kunden ist bilanziell zu erfassen, wenn die folgenden Kriterien kumulativ erfüllt sind:
Umsatzerlöse werden im Wesentlichen aus Dienstleistungen, Produktlieferungen sowie Mietverträgen erzielt und werden erfolgswirksam, wenn bzw. sobald der Konzern die Verfügungsmacht über Waren oder Dienstleistungen entweder über einen Zeitraum oder zu einem Zeitpunkt an einen Kunden überträgt. Umsatzerlöse aus Produktverkäufen und Dienstleistungsverträgen werden zu dem Zeitpunkt realisiert, zu dem die Verfügungsgewalt auf den Erwerber übergeht. Rechnungen werden zu diesem Zeitpunkt ausgestellt; dabei sehen die Zahlungsbedingungen Zahlungsziele innerhalb des branchenüblichen Rahmens vor. Umsatzerlöse aus Mietverträgen werden linear über einen bestimmten Zeitraum realisiert. Die Erfassung erfolgt in Höhe der Gegenleistung, die das Unternehmen im Austausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Die Erlöse werden nach Abzug von Kaufpreisminderungen wie Skonti, Kundenboni und gewährten Rabatten realisiert. Immaterielle Vermögenswerte und FirmenwerteEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Selbst erstellte Software wird zu Herstellungskosten aktiviert und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Aktivierte Softwarelizenzen sowie Kundenbeziehungen werden planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer oder entsprechend ihrer Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Abschreibungen werden gemäß der Nutzung des Vermögenswerts in den Funktionsbereichen erfasst. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) unter den fortgeführten Anschaffungskosten, so werden die immateriellen Vermögenswerte wertgemindert. Sind die Gründe für die Wertminderung entfallen, so werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Dies gilt nicht für die aktivierten Firmenwerte. Firmenwerte werden in Übereinstimmung mit IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" in Verbindung mit IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" bewertet. Hiernach werden Firmenwerte nicht planmäßig linear abgeschrieben, sondern unterliegen einer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung. Die auf die immateriellen Vermögenswerte angewandten Bilanzierungsgrundsätze stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:
SachanlagenSachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Bei den Abschreibungen werden wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Bei Verkauf oder Verschrottung scheiden die Anlagegegenstände aus dem Anlagevermögen aus; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Für die planmäßigen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Nutzungdauer der Sachanlagen
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, so werden die Sachanlagen wertgemindert. Sind die Gründe für die Wertminderung entfallen, so werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Komplexere Sachanlagen, die aus klar trennbaren Komponenten mit unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden für Zwecke der Abschreibungsermittlung in diese Komponenten aufgeteilt. Die Berechnung der Abschreibungen erfolgt anhand der Nutzungsdauern der einzelnen Komponenten. Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienAls Finanzinvestition gehaltene Immobilien im Sinne des IAS 40 werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich Transaktionskosten bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung bietet IAS 40 das Wahlrecht zur Bewertung zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag. Lion's Place übt dieses Wahlrecht hinsichtlich einer Bewertung nach dem Modell des beizulegenden Zeitwertes aus. Der beizulegende Zeitwert spiegelt die Marktbedingungen am Abschlussstichtag wider. Gewinne oder Verluste aus Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden in der Periode ihrer Entstehung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, einschließlich des entsprechenden Steuereffekts. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt im Rahmen regelmäßiger Bewertungen gemäß IAS 40. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden entweder ausgebucht, wenn sie veräußert werden (d. h. zu dem Zeitpunkt, zu dem der Empfänger die Verfügungsgewalt erlangt), oder dann, wenn sie dauerhaft nicht mehr genutzt werden können und kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen aus ihrem Abgang mehr erwartet wird. Die Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswerts wird in der Periode der Ausbuchung erfolgswirksam erfasst. Die Höhe der im Falle der Ausbuchung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassenden Gegenleistung ergibt sich aus den Regelungen über die Bestimmung des Transaktionspreises in IFRS 15. Immobilien werden nur dann aus dem oder in den Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien übertragen, wenn eine Nutzungsänderung vorliegt. Bei einer Übertragung aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in den Bestand der vom Eigentümer selbst genutzten Immobilien entsprechen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten für Zwecke der Folgebewertung dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Nutzungsänderung. Wird eine bislang selbst genutzte Immobilie dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zugeordnet, so wird diese Immobilie bis zum Zeitpunkt der Nutzungsänderung entsprechend der im Abschnitt "Sachanlagen" dargelegten Methode bilanziert. LeasingverhältnisseSeit dem 1. Januar 2019 gilt für die Bilanzierung von Leasingverhältnissen der Standard IFRS 16, dessen zentrales Ziel die bilanzielle Erfassung aller Leasingverhältnisse ist. Leasingnehmer müssen für alle Leasingverhältnisse grundsätzlich ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit in ihrer Bilanz erfassen. Die Leasingverbindlichkeit wird im Konzern mit dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen bemessen, während das Nutzungsrecht mit dem Betrag der Leasingverbindlichkeit zuzüglich direkter Kosten bewertet wird. Während der Leasinglaufzeit ist das Nutzungsrecht abzuschreiben und die Leasingverbindlichkeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode und Berücksichtigung der Leasingzahlungen fortzuschreiben. Die Abzinsung der Leasingzahlungen hat nach IFRS 16 grundsätzlich mit dem Zinssatz zu erfolgen, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt. Da dieser bei den im Konzern abgeschlossenen Leasingverhältnissen zumeist nicht bestimmbar ist, erfolgt die Abzinsung in der Regel mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz. Anwendungserleichterungen bestehen nach IFRS 16 für kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse. Für kurzfristige Leasingverhältnisse nimmt Lion's Place die Anwendungserleichterungen in Anspruch. Dementsprechend werden für derartige Leasingverhältnisse kein Nutzungsrecht und keine Verbindlichkeit angesetzt. Die diesbezüglichen Leasingzahlungen werden unverändert als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Zeitpunkt der Erstanwendung wurde für bestehende Verträge keine Neubeurteilung vorgenommen, ob diese auf Basis der Kriterien des IFRS 16 ein Leasingverhältnis darstellen oder nicht. Stattdessen wurden Verträge, die bereits unter IAS 17 als Leasingverhältnis eingestuft waren, zum Erstanwendungszeitpunkt auch weiterhin als Leasingverhältnis klassifiziert und als solches behandelt. Joint Ventures und assoziierte UnternehmenDie Beteiligungen an Joint Ventures und an assoziierten Unternehmen werden nach der At-Equity-Methode bewertet. Die Anschaffungskosten von nach der At-Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden jährlich um Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert, soweit diese auf die Lion's Place Gruppe entfallen. Nicht derivative finanzielle VermögenswerteIFRS 9 gibt ein einheitliches Modell zur Einstufung finanzieller Vermögenswerte vor, mit dem finanzielle Vermögenswerte bei erstmaligem Ansatz in drei Kategorien eingestuft werden:
Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte bei der erstmaligen Erfassung hängt von den Eigenschaften der vertraglichen Cashflows der finanziellen Vermögenswerte und vom Geschäftsmodell des Unternehmens zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte ab. Die entsprechende Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte wird von der Unternehmensleitung zum Zeitpunkt des Erwerbs vorgenommen und zu jedem Bilanzstichtag geprüft. Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d. h. an dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Für die Folgebewertung werden finanzielle Vermögenswerte in vier Kategorien klassifiziert:
Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird hauptsächlich dann ausgebucht, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
Der Konzern erfasst bei allen Schuldinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste (ECL). Erwartete Kreditverluste basieren auf der Differenz zwischen den vertraglichen Cashflows, die vertragsgemäß zu zahlen sind, und der Summe der Cashflows, deren Erhalt der Konzern erwartet, abgezinst mit einem Näherungswert des ursprünglichen Effektivzinssatzes. Die erwarteten Cashflows beinhalten die Cashflows aus dem Verkauf der gehaltenen Sicherheiten oder anderer Kreditbesicherungen, die wesentlicher Bestandteil der Vertragsbedingungen sind. Erwartete Kreditverluste werden in zwei Schritten erfasst. Für Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat, wird eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Kreditverluste erfasst, die auf einem Ausfallereignis innerhalb der nächsten zwölf Monate beruhen (12-Monats-ECL). Für Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, hat ein Unternehmen eine Risikovorsorge in Höhe der über die Restlaufzeit erwarteten Kreditverluste zu erfassen, unabhängig davon, wann das Ausfallereignis eintritt (Gesamtlaufzeit-ECL). Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet der Konzern eine vereinfachte Methode zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste an. Daher verfolgt er Änderungen des Kreditrisikos nicht nach, sondern erfasst stattdessen zu jedem Abschlussstichtag eine Risikovorsorge auf der Basis der Gesamtlaufzeit-ECL. Der Konzern hat eine Wertberichtigungsmatrix erstellt, die auf seiner bisherigen Erfahrung mit Kreditverlusten basiert und die um zukunftsbezogene Faktoren, die für die Kreditnehmer und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spezifisch sind, angepasst wurde. Der Wertberichtigungsbedarf wird zu jedem Bilanzstichtag hinsichtlich erwarteter Kreditverluste überprüft und gegebenenfalls angepasst. Die Wertberichtigungsquoten werden anhand der Überfälligkeitsdauern der Forderungen bestimmt. Liegen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen objektive Hinweise dafür vor, dass nicht alle fälligen Beträge gemäß den ursprünglich vereinbarten Rechnungskonditionen eingehen werden (wie z.B. die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners), wird eine Wertminderung unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos vorgenommen. Eine Ausbuchung der Forderungen erfolgt, wenn sie als uneinbringlich eingestuft werden. Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente werden im Konzern grundsätzlich nur zur Sicherung von Zins- und Währungsänderungsrisiken eingesetzt. Derivate, die nicht als Sicherungsinstrumente in ein Hedge Accounting einbezogen sind, werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus diesen finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten werden in diesen Fällen erfolgswirksam erfasst. Sofern die Regeln des Hedge Accountings gemäß IFRS 9 angewendet werden, wird der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Cashflow-Hedge unter Berücksichtigung latenter Steuern direkt im Eigenkapital als Bestandteil der kumulierten erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam erfasst wird. Der beizulegende Zeitwert von Sicherungsderivaten wird vollständig als langfristiger Vermögenswert oder langfristige Verbindlichkeit eingestuft, wenn die Restlaufzeit des gesicherten Grundgeschäfts mehr als 12 Monate beträgt. Er wird als kurzfristiger Vermögenswert bzw. kurzfristige Verbindlichkeit eingestuft, wenn die Restlaufzeit des gesicherten Grundgeschäfts weniger als 12 Monate beträgt. Die Bewertung der Derivate erfolgt nach anerkannten Methoden unter Berücksichtigung aktueller Marktparameter. Die Gesamtposition der Finanzinstrumente wird in der Anhangsangabe (35) erläutert. Absicherung von Cashflows (Cashflow-Hedges)Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z.B. dann, wenn abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden oder wenn ein erwarteter Verkauf durchgeführt wird. Resultiert eine Absicherung im Ansatz eines nicht-finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht-finanziellen Schuld, so werden die im Eigenkapital erfassten Beträge Teil der Anschaffungskosten im Zugangszeitpunkt des nicht-finanziellen Vermögenswerts bzw. der nicht-finanziellen Schuld. Wird mit dem Eintritt der vorgesehenen Transaktion oder der festen Verpflichtung nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder veräußert, beendet oder ausgeübt wird, ohne dass ein Ersatz oder ein Überrollen des Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument erfolgt, verbleiben die bislang im Eigenkapital erfassten Beträge so lange als gesonderter Posten im Eigenkapital, bis die vorgesehene Transaktion oder feste Verpflichtung eingetreten ist. Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation erfasst die Identifizierung des Sicherungsinstruments, des gesicherten Grundgeschäfts, der Art des abgesicherten Risikos und die Art und Weise, wie der Konzern beurteilen wird, ob die Sicherungsbeziehung die Anforderungen an die Wirksamkeit der Absicherung erfüllt (einschließlich seiner Analyse der Ursachen einer Unwirksamkeit der Absicherung und der Art und Weise der Bestimmung der Sicherungsquote). Eine Sicherungsbeziehung erfüllt nur dann die Anforderungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften, wenn alle folgenden Kriterien erfüllt sind:
Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen Kassenbestände, Schecks, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu drei Monate beträgt. VorräteDie Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Ermittlung der Wertansätze liegt grundsätzlich das gewogene Durchschnittsverfahren zugrunde; für bestimmte Vorräte wird die FIFO-Methode angewandt. Die Herstellungskosten umfassen produktionsbezogene Vollkosten, die auf Grundlage der Normalbeschäftigung ermittelt werden. Neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten (wie Material- und Fertigungseinzelkosten) werden auch fixe und variable Material- und Fertigungsgemeinkosten, die durch den Produktionsprozess veranlasst sind, sowie angemessene Abschreibungen auf Fertigungsanlagen mit einbezogen. ErtragsteuernAls Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die erfolgswirksame Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die ausgewiesenen Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, in der sie voraussichtlich bezahlt werden müssen. Für in ihrer Höhe und der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens nach nicht sichere Verpflichtungen gegenüber den jeweiligen nationalen Finanzbehörden wird eine Steuerschuld auf Basis angemessener Schätzungen angesetzt. Latente Steuern werden auf der Grundlage der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ("Liability -Method") gemäß IAS 12 berechnet. Demnach werden Steuerabgrenzungsposten auf sämtliche temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen der Einzelgesellschaften bzw. auf entsprechende Konsolidierungsvorgänge gebildet. Überdies sind latente Steueransprüche für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen zu berücksichtigen. Latente Steueransprüche für Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede sowie für steuerliche Verlustvorträge wurden jedoch nur angesetzt, soweit die Realisierung hinreichend konkretisiert ist. Die Bewertung der latenten Steueransprüche erfolgt unter Anwendung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze. Latente Steueransprüche und -schulden wurden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld beglichen wird, erwartet wird. -Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Latente Steuerschulden werden nicht erfasst im Falle zu versteuernder temporärer Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, sofern ein einklagbares Recht zur Aufrechnung laufender Steuererstattungsansprüche gegen laufende Steuerschulden besteht und diese von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen ("Sonstiges Ergebnis")In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern, wie z. B. Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen, beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, unrealisierte Gewinne bzw. Verluste aus der Marktbewertung von Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten im Rahmen eines Cashflow-Hedges sowie versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen. Die Erfassung erfolgt, soweit zutreffend, unter Berücksichtigung latenter Steuern. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird im Finanzergebnis gezeigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Pensionsrückstellungen ergeben sich aus den Pensionsverpflichtungen abzüglich der Marktwerte des Planvermögens. Bei beitragsorientierten Altersversorgungssystemen (z. B. Direktversicherungen) werden die einzahlungspflichtigen Beiträge unmittelbar als Aufwand verrechnet. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden dafür nicht gebildet, da der Konzern in diesen Fällen neben der Verpflichtung zur Prämienzahlung keiner weiteren Verpflichtung unterliegt. Sonstige RückstellungenSonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Vermögensabflüsse erwarten lässt und zuverlässig ermittelbar ist. Sie stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit dem nach bestmöglicher Schätzung ermittelten Betrag angesetzt werden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit Marktzinssätzen, die dem Risiko und Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen, abgezinst. Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten und sonstige VerbindlichkeitenErstmaliger Ansatz und BewertungFinanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz nach IFRS 9 wie folgt klassifiziert:
FolgebewertungFinanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Hiervon ausgenommen sind finanzielle Verbindlichkeiten, die bei erstmaligem Ansatz der Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet wurden. Differenzen zwischen den historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag sowie Transaktionskosten werden unter entsprechender Anwendung der Effektivzinsmethode berücksichtigt. Sonstige Verbindlichkeiten werden zum Nennwert oder zum Rückzahlungsbetrag bilanziert. Langfristige unverzinsliche sonstige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Barwert bilanziert. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst. AusbuchungEine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die ihr zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell anderen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, so wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst. Saldierung von FinanzinstrumentenFinanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert und der Nettobetrag in der Konzernbilanz ausgewiesen, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Eigene AnteileErwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese zu Anschaffungskosten erfasst und vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf, die Ausgabe oder die Einziehung von eigenen Anteilen werden erfolgsneutral in den Rücklagen erfasst. KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung wird in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des IAS 7 erstellt und zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Dabei wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Darstellung der Zahlungsströme aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung erfolgt nach IFRS 8 ("Geschäftssegmente"). Die Segmentabgrenzung entspricht den Segmentierungen des internen Berichtswesens. Durch die Segmentierung sollen die Ertragskraft sowie die Vermögens- und Finanzlage für die einzelnen Aktivitäten bzw. die verschiedenen Regionen des Konzerns transparent dargestellt werden. FremdkapitalkostenAlle Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfolgswirksam erfasst, in der sie anfallen. Qualifizierte Vermögenswerte, für die eine Einbeziehung von Fremdkapitalkosten in deren Herstellungskosten verpflichtend wäre, bestehen im Konzern nicht. Zuwendungen der öffentlichen HandDer Konzern hat im Zusammenhang mit Investitionsvorhaben Zuwendungen der öffentlichen Hand erhalten. Gemäß IAS 20 besteht ein Wahlrecht, diese Zuwendungen entweder als passiven Rechnungsabgrenzungsposten mit abschreibungsproportionaler Auflösung auszuweisen (Brutto-Methode) oder, wie von Lions Place ausgeübt, sie bei der Feststellung des Buchwerts des Vermögenswerts abzusetzen und mittels eines reduzierten Abschreibungsbetrages über die Nutzungsdauer des Vermögenswerts erfolgswirksam zu erfassen (Netto-Methode). Auch für erfolgsbezogene Zuwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung bietet IAS 20 ein Wahlrecht, diese als sonstige Erträge auszuweisen oder sie von den entsprechenden Aufwendungen abzuziehen. Der Konzern wendet die zweitgenannte Option an. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Ermessensausübung des Managements und Hauptquellen von SchätzungsunsicherheitenDie Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert teilweise die Vornahme von Schätzungen oder das Treffen von Annahmen durch die geschäftsführenden Direktoren, welche die Bilanzierung der Vermögenswerte, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen in der Berichtsperiode beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge bzw. Entwicklungen können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen sind im Folgenden beschrieben: Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfasst in erheblichem Maße Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, den aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle auf Portfoliobasis beruhen. Ansatz und Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgen auf der Basis der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Bilanzstichtag bekannten Umständen. Der tatsächliche Nutzenabfluss kann insofern vom Betrag der sonstigen Rückstellungen abweichen. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf Anhangsangabe (24). Latente Steueransprüche aus Verlustvorträgen werden auf Basis der Einschätzung über die zukünftige Realisierbarkeit der steuerlichen Vorteile bilanziert, d.h., wenn mit ausreichenden steuerlichen Erträgen oder Minderbelastungen zu rechnen ist. Als Betrachtungshorizont werden hierfür die nächsten fünf Jahre zugrunde gelegt. Die tatsächliche steuerliche Ertragssituation in zukünftigen Perioden, und damit die tatsächliche Nutzbarkeit von Verlustvorträgen, kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf Anhangsangabe (07). Wesentliche zukunftsbezogene Schätzungen und Annahmen bestehen im Bereich der Werthaltigkeitstests der Firmenwerte, weil bei der hierbei angewandten Discounted-Cashflow-Methode die zukünftigen Cashflows, ein adäquater Zinssatz sowie zukünftige langfristige Wachstumsraten festzulegen sind. Eine Veränderung dieser Einflussfaktoren kann zu abweichenden Ergebnissen des Impairmenttests führen. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf Anhangsangabe (11). Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfasst zukunftsbezogene Schätzungen hinsichtlich der Entwicklung indexbasierter Mieten im vertraglich vereinbarten Mietzeitraum sowie der am Markt erzielbaren Mieten im Anschluss hieran. Weiterhin sind Annahmen über die Höhe der Bewirtschaftungskosten, die nicht auf den bzw. die Mieter umgelegt werden, sowie über die Veräußerungskosten zu treffen. Darüber hinaus erfordert die zur Bewertung angewandte Discounted-Cashflow-Methode die Anwendung eines adäquaten Zinssatzes. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf die Anhangsangabe (12). Die Bewertung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer erfordert die Verwendung von Schätzungen für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Erwerbszeitpunkt, insbesondere bei den im Zusammenhang mit einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen Vermögenswerten. Des Weiteren ist die erwartete Nutzungsdauer dieser Vermögenswerte zu bestimmen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und der Nutzungsdauer sowie die Werthaltigkeitstests bei Vorliegen von Anzeichen auf eine Wertminderung basieren auf Ermessensentscheidungen des Managements. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf die Anhangsangaben (10) und (11). Weitere Ermessensentscheidungen können hinsichtlich der Festlegung der erforderlichen Parameter für die bilanzielle Erfassung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 bestehen; dies gilt insbesondere für die Bestimmung der für die Abzinsung zu verwendenden Zinssätze. Wir verweisen auf Anhangsangabe (9). Ermessensausübungen und Schätzungen des Managements können sich auf die Bewertung von und Angaben zu Vermögenswerten und Schulden sowie auf die für den Berichtszeitraum ausgewiesenen Einnahmen und Aufwendungen auswirken. Aufgrund der aktuell komplexen weltwirtschaftlichen Situation unterliegen diese Ermessensausübungen und Schätzungen des Managements einer erhöhten Unsicherheit. Die tatsächlichen Beträge können von den Ermessensausübungen und Schätzungen des Managements abweichen. Änderungen dieser Ermessensausübungen und Schätzungen können wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Im Rahmen der Aktualisierung der Ermessensausübungen und Schätzungen des Managements wurden alle verfügbaren Informationen zu den erwarteten wirtschaftlichen Entwicklungen berücksichtigt. Diese Informationen wurden auch in die Analyse der Werthaltigkeit und Einbringlichkeit von Vermögenswerten und Forderungen einbezogen. Wir haben unsere zugrunde liegenden Schätzungen und Annahmen auf Grundlage des vorhandenen Wissens und der besten verfügbaren Informationen erstellt. Wir werden auch weiterhin mögliche künftige Auswirkungen auf die Bewertung einzelner Vermögenswerte und Schulden analysieren. Änderung der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Neue RechnungslegungsvorschriftenErstmals angewandte RechnungslegungsvorschriftenLion's Place hat im aktuellen Geschäftsjahr die nachfolgend dargestellten neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen erstmalig angewandt: Änderungen an IAS 12: Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die aus einer einzigen Transaktion stammenDie aus der Verlautbarung "Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einem einzigen Geschäftsvorfall entstehen" resultierenden Änderungen des IAS 12 sind erstmalig für Berichtsperioden ab dem 1. Januar 2023 anzuwenden. Im Kern stellen die Änderungen klar, dass die Ansatzbefreiung von der Ersterfassung latenter Steuern nicht für Transaktionen gilt, für die im Zugangszeitpunkt gleichzeitig und in gleicher Höhe abzugsfähige und steuerpflichtige temporäre Differenzen entstehen. Dies betrifft bei der Lion's Place Gruppe im Wesentlichen Leasingverhältnisse. Die Neuregelung erfordert keine vollumfangliche retrospektive Anwendung i. S. d. IAS 8, sondern lässt die Berechnung des latenten Steueranspruchs bzw. der latenten Steuerschuld auf den Beginn der frühesten dargestellten Vergleichsperiode zu; die kumulierte Auswirkung der erstmaligen Anwendung der Änderungen ist als Berichtigung des Eröffnungsbilanzwerts der Gewinnrücklagen zu erfassen. Die sich hieraus auf den Konzernabschluss der Lion's Place ergebenden Auswirkungen sind im Folgenden tabellarisch dargestellt: Die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2022 beinhaltet die folgenden Anpassungen:
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022 wurden die folgenden Anpassungen vorgenommen:
Unter Berücksichtigung der Anpassung entwickelte sich die Konzern-Gesamtergebnisrechnung des Geschäftsjahres 2022 wie folgt:
Die Bilanz zum 31. Dezember 2022 beinhaltet die folgenden Anpassungen:
Infolge der beschriebenen Anpassungen kam es zu geringfügigen Auswirkungen auch auf andere Kennzahlen. Von den erläuterten Anpassungen waren alle Segmente betroffen; entsprechend kam es in der Segmentberichterstattung für das Geschäftsjahr 2022 gegenüber den ursprünglich berichteten Werten zu einer Verringerung der ausgewiesenen Steueraufwendungen und einer entsprechenden Erhöhung des Periodenergebnisses sowie der Vermögenswerte. Darüber hinaus wurden im aktuellen Geschäftsjahr die nachfolgend dargestellten neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen erstmalig angewendet, die jedoch keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns hatten: Standard
Erlassene, noch nicht angewandte RechnungslegungsvorschriftenDas IASB hat die im Folgenden dargestellten neuen bzw. geänderten Standards verabschiedet. Da diese Standards jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. noch nicht von der EU übernommen sind, wurden sie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 nicht angewendet. Die neuen Standards bzw. Änderungen von bestehenden Standards sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem jeweiligen Zeitpunkt des Inkrafttretens beginnen. Eine vorzeitige Anwendung erfolgt nicht, auch wenn einzelne Standards dies zulassen. Lion's Place erwartet aus den Änderungen grundsätzlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
*) Das Endorsement-Verfahren der EU ist noch
ausstehend.
KonsolidierungskreisKonsolidierte UnternehmenZum Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen gehören neben der Lion's Place alle wesentlichen Tochterunternehmen und Teilkonzerne, die unter der rechtlichen oder tatsächlichen Kontrolle der Lion's Place stehen.
Folgende Tabelle zeigt die zum 31. Dezember 2023 vollkonsolidierten Unternehmen: Vollkonsolidierte Gesellschaften per 31.12.2023
* bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft
Deufol SE.
Nach der At-Equity-Methode bilanzierte FinanzanlagenFolgende Unternehmen wurden nach der At-Equity-Methode in die Konsolidierung einbezogen: At-Equity-Gesellschaften per 31.12.2023
* bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft
Die Deufol SE hat sich im Berichtsjahr zusammen mit der Menzell Döhle GmbH & Co. KG im Rahmen eines Joint Venture Agreements an der Deufol Döhle Projects GmbH mit Sitz in Hamburg beteiligt. Beide Partner sind an der Gesellschaft, die zum 31. Dezember 2023 noch keine operative Geschäftstätigkeit ausübte und die über ein voll eingezahltes Stammkapital von 100 Tsd. € verfügt, zu jeweils 50% beteiligt und halten jeweils 50% der Stimmrechte. Die Deufol Döhle Projects GmbH wird at Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Ziel der gemeinschaftlichen Gründung ist es, die Leistungen beider Partner zu kombinieren und somit ganzheitliche und digitalisierte Schwerlast- und Projektlogistiklösungen anzubieten. Für den Konzern handelt es sich um eine strategische Beteiligung, mit der sie eine signifikante Erweiterung ihrer Leistungspalette im Bereich der Seefracht schafft. Angaben nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGBAn folgenden Unternehmen besitzt Lion's Place mittelbar über die Deufol SE mindestens den fünften Teil der Anteile: Name und Sitz der Gesellschaften
* Wert zum 31.Dezember 2022 bzw. für das
Geschäftsjahr 2022
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung01 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus der Erbringung von Dienstleistungen und von untergeordneter Bedeutung aus Mieten. In den Umsatzerlösen sind Mieteinnahmen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien i. H. v. 1.163 Tsd. € (Vorjahr 1.051 Tsd. €) enthalten. Zu weiteren Erläuterungen der Umsatzerlöse verweisen wir auf die Segmentberichterstattung Anhangsangabe (36). 02 Sonstige betriebliche ErträgeDie Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Erträge zeigt die folgende Tabelle auf:
Die Deufol SE und weitere Konzerngesellschaften haben sich in einer in der Berichtsperiode abgeschlossenen Vergleichsvereinbarung mit den ehemaligen Vorständen Andreas Bargende und Tammo Fey sowie dem ehemaligen Geschäftsführer Manfred Wagner und weiteren Personen darauf geeinigt, sämtliche zwischen ihnen laufenden Gerichtsverfahren beizulegen. Im Gegenzug sieht die Vergleichsvereinbarung Zahlungen an die Deufol SE in Höhe von insgesamt 11,0 Mio. € sowie die Übertragung von 628.017 Deufol-Aktien zur Einziehung an die Deufol SE vor, für die die Deufol SE kein Entgelt schuldet. Die Zahlung des Vergleichsbetrags in Höhe von insgesamt 11,0 Mio. € erfolgt in mehreren Teilraten, von denen die ersten in Höhe von insgesamt 4,4 Mio. € vereinbarungsgemäß innerhalb der Berichtsperiode geleistet wurden. Die noch ausstehende Restsumme ist vereinbarungsgemäß in drei gleich hohen Teilbeträgen zu je 2,2 Mio. € in den Jahren 2024 bis 2026 zur Zahlung fällig und durch Bankbürgschaften vollumfänglich abgesichert. Die Übertragung der Deufol-Aktien ist ebenfalls wie vereinbart innerhalb des Berichtszeitraums erfolgt; die Bewertung erfolgte zu einem Zugangskurs von 1,42 € je Aktie und somit zu einem Gesamtbetrag in Höhe von 0,9 Mio. €. Die aus dem Vergleich resultierenden Leistungen in Höhe von 11,9 Mio. € (vor Steuern) wurden - unter Berücksichtigung von Abzinsungseffekten aufgrund der zuvor beschriebenen Zahlungsmodalitäten der Barkomponenten in Höhe von 0,2 Mio. € - in der Berichtsperiode ertragswirksam erfasst und entfallen in Höhe von 10,0 Mio. € auf das Segment "Deutschland" und zu 1,7 Mio. € auf das Segment "Holding". 03 MaterialaufwandIn den Materialkosten sind folgende Aufwendungen enthalten:
04 PersonalaufwandIn den Personalkosten sind folgende Aufwendungen enthalten:
Mitarbeiterzahl pro Region:
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl belief sich im Jahr 2023 auf 2.203, davon 678 Angestellte und 1.525 Gewerbliche. In der Holding waren durchschnittlich 88 Mitarbeiter (Vorjahr 83) beschäftigt. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 waren im Konzern 2.226 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 2.094). 05 Sonstige betriebliche AufwendungenNachfolgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen:
Die für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorare des Konzern-Abschlussprüfers betragen im Einzelnen für Abschlussprüfungsleistungen im Berichtsjahr 294 Tsd. € (Vorjahr 322 Tsd. €), für Steuerberatungsleistungen 103 Tsd. € (Vorjahr 109 Tsd. €) und für sonstige Leistungen 40 Tsd. € (Vorjahr 41 Tsd. €). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind direkte betriebliche Aufwendungen i.H.v. 286 Tsd. € (Vorjahr 207 Tsd. €) enthalten, die den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, mit denen während des Geschäftsjahres Mieteinnahmen erzielt wurden, direkt zurechenbar sind. 06 FinanzergebnisDas Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
07 Steuererträge / -aufwendungenDie Ertragsteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf:
Der latente Steueraufwand bzw. -ertrag setzt sich wie folgt zusammen:
Die latenten Steuern auf steuerfreie Rücklagen stehen im Zusammenhang mit einem im Geschäftsjahr 2020 erfolgten Immobilienverkauf in Belgien. Nach belgischem Steuerrecht ist bei Kapitalgesellschaften die Einstellung von Veräußerungsgewinnen des Anlagevermögens in eine steuerfreie Investitionsrücklage möglich, soweit diese zeitnah wieder reinvestiert werden. Per 31. Dezember 2023 wurden latente Steuern für deutsche Gesellschaften mit einem Gesamtsteuersatz von 30,49 % (Vorjahr 29,48 %) berechnet; dabei wurden neben der Körperschaftsteuer von 15 % der Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer und der durchschnittliche Gewerbeertragsteuersatz im Konzern berücksichtigt. Für die latenten Steuern der Auslandsgesellschaften wird jeweils der landesspezifische Steuersatz herangezogen. Nachfolgende Tabelle stellt die Überleitungsrechnung zwischen dem erwarteten Ertragsteueraufwand und dem ausgewiesenen Ertragsteueraufwand des Konzerns unter Verwendung des Ertragsteuersatzes der Lion's Place i.H.v. 30,49 % (Vorjahr 29,48 %) dar:
Die latenten Steueransprüche setzen sich wie folgt zusammen:
Von den latenten Steueransprüchen entfallen 2.858 Tsd. € (Vorjahr 3.160 Tsd. €) auf inländische Konzernunternehmen. Die inländischen steuerlichen Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt vortragbar, die inländischen Ergebnisse unterliegen jedoch der Mindestbesteuerung. Zum 31. Dezember 2023 betrugen die körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge 46,5 Mio. € (Vorjahr 48,8 Mio. €). Die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge deutscher Konzerngesellschaften bestanden i. H. v. 29,3 Mio. € (Vorjahr 32,2 Mio. €). Die steuerlichen Verlustvorträge der ausländischen Tochtergesellschaften betrugen 3,3 Mio. € (Vorjahr 4,5 Mio. €). Diese sind i.H.v. 2,5 Mio. € (Vorjahr 1,9 Mio. €) zeitlich unbegrenzt vortragsfähig. Die temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, für die keine latenten Steuern bilanziert werden, belaufen sich auf insgesamt 41,0 Mio. € (Vorjahr 35,1 Mio. €). Die latenten Steuerschulden setzen sich wie folgt zusammen:
*) Anpassung gemäß IAS 12; zur
Erläuterung siehe Anhangsangabe
08 Gewinn- / Verlustanteil nicht beherrschender AnteileDie nicht beherrschenden Anteile am Konzernjahresergebnis enthalten im Wesentlichen Ergebnisanteile der Gesellschaft Deufol SE, der Deufol Nürnberg Gruppe sowie der Deufol-België-Gruppe. Erläuterungen zur Konzernbilanz09 LeasingverhältnisseDer Lion's Place Konzern bilanziert Leasingverhältnisse nach den Vorgaben des IFRS 16. Die Leasingverbindlichkeit ist mit dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen anzusetzen. Der Barwertermittlung liegen dabei Grenzfremdkapitalzinssätze zugrunde. Die Lion's Place hat als Leasingnehmerin vor allem Verträge über Lager- und Büroimmobilien, Fahrzeuge sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Leasingverträge werden individuell verhandelt und weisen jeweils unterschiedliche Vereinbarungen zu beispielsweise Verlängerungs-, Kündigungs- oder Kaufoptionen auf. Darüber hinaus bestehen in einigen Fällen Preisanpassungsklauseln, die sich an marktüblichen Indizes orientieren. Verträge über die Anmietung von Grundstücken und Gebäuden haben eine durchschnittliche Laufzeit von 10 Jahren (Vorjahr 10 Jahre), die durchschnittliche Restlaufzeit zum Bilanzstichtag beläuft sich auf knapp 3 Jahre (Vorjahr 3 Jahre). Leasingverträge über andere Objekte als Grundstücke und Gebäude haben in der Regel Laufzeiten von durchschnittlich 4 Jahren (Vorjahr 4 Jahre). In den Sachanlagen sind folgende Nutzungsrechte an Leasinggegenständen ausgewiesen:
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Zugänge von Nutzungsrechten an Leasinggegenständen in Höhe von 24.773 Tsd. € (Vorjahr 16.433 Tsd. €) bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen auf Nutzungsrechte an Leasinggegenständen im Geschäftsjahr 2023 entfallen auf folgende Gruppen von Vermögenswerten:
Im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen, bei denen Lion's Place Leasingnehmer ist, wurden im Geschäftsjahr 2023 darüber hinaus die folgenden Beträge in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
Die Zahlungsmittelabflüsse im Zusammenhang mit den Aktivitäten als Leasingnehmer betrugen im Jahr 2023 23.844 Tsd. € (Vorjahr 19.832 Tsd. €). Nicht bilanzierte Verpflichtungen für kurzfristige Leasingverhältnisse, die zum Bilanzstichtag noch nicht begonnen haben, bestanden per 31. Dezember 2023 in untergeordneter Betragshöhe. Gleiches gilt für zum Bilanzstichtag bereits eingegangene Leasingverhältnisse, die nach dem 31. Dezember 2023 beginnen und keine kurzfristigen Leasingverhältnisse darstellen. Die ausstehenden Leasingzahlungen, die unter den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten bilanziert sind, weisen die folgenden Fälligkeiten auf:
Die künftigen (nicht abgezinsten) Mindestzahlungen aus den unkündbaren Miet-, Pacht- und Leasingverträgen betrugen zum 31. Dezember 2023 insgesamt 48.392 Tsd. € (Vorjahr 37.111 Tsd. €), hiervon mit einer Restlaufzeit von einem Jahr 16.359 Tsd. € (Vorjahr 12.033 Tsd. €), mit einer Restlaufzeit zwischen einem Jahr und fünf Jahren 27.066 Tsd. € (Vorjahr 18.720 Tsd. €) und mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 4.967 Tsd. € (Vorjahr 6.358 Tsd. €). 10 SachanlagenHinsichtlich der in den Sachanlagen enthaltenen geleasten Vermögensgegenstände verweisen wir auf den vorhergehenden Abschnitt 9 "Leasingverhältnisse". Im Geschäftsjahr wurden ebenso wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Wertminderungen auf Sachanlagen vorgenommen. 11 Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen die bei der Konsolidierung der erworbenen Beteiligungsgesellschaften angefallenen Firmenwerte und erworbene Kundenbeziehungen. Folgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Firmenwerte nach Segmenten:
Firmenwerte sind gemäß IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit zu überprüfen, indem ein Impairment-Test durchgeführt wird. Dabei wird der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Cash-Generating Unit, CGU) mit dem erzielbaren Betrag (Recoverable Amount) verglichen. Der Recoverable Amount der CGU ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt gemäß der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13, d. h. unter Nutzung von Informationen, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns, auf der die Geschäfts- oder Firmenwerte für interne Managementzwecke überwacht werden, entspricht grundsätzlich der Ebene der Geschäftssegmente im Sinne des IFRS 8. Insofern wird der Geschäfts- oder Firmenwert den Geschäftssegmenten Deutschland, Übriges Europa und USA / Rest der Welt zugeordnet, wobei der dem Segment USA/Rest der Welt zugeordnete Firmenwert vollständig wertberichtigt ist. Im Segment Übriges Europa überwacht das Management den Geschäfts- oder Firmenwert differenziert auf Ebene dreier nach regionalen Gesichtspunkten eingeteilter zahlungsmittelgenerierender Einheiten. Der erzielbare Betrag entspricht dem Nutzungswert (Value in Use) und wurde als Barwert zukünftiger Cashflows ermittelt. Der Ermittlung der Cashflows wurde eine Mehrjahresplanung der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen zugrunde gelegt, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen basiert. Der konkrete Planungszeitraum beträgt jeweils drei Jahre. Die Planungen stellen die Beurteilung des Managements hinsichtlich der zukünftigen Entwicklungen in den relevanten Branchen dar und beruhen auf Erfahrungen aus der Vergangenheit anhand externer und interner Quellen sowie auf Erwartungen über die zukünftige Segment- und Marktentwicklung. Die Diskontierungssätze vor Steuern werden auf Basis von Marktdaten ermittelt und betragen für die einzelnen CGUs der Gruppe zwischen 9,67% und 10,77% (Vorjahr 8,20% und 9,53 %). Zahlungsströme für den drei Jahre übersteigenden Zeitraum wurden unter Zugrundelegung einer konstanten jährlichen Wachstumsrate (Terminal Growth Rate) i. H. v. 2,0% (Vorjahr: 1,0%) extrapoliert. Diese basiert auf der Schätzung des Managements und übersteigt nicht die durchschnittlichen langfristigen Wachstumsraten der Branche und der Region, in der die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind. Für das Segment und die zahlungsmittelgenerierende Einheit "Deutschland", für die ein Diskontierungszinssatz vor Steuern i. H. v. 10,77 % (Vorjahr: 9,53 %) angewandt wurde, hat sich im Rahmen des Impairment-Tests ein Wertberichtigungsbedarf von 8.108 Tsd. € (Vorjahr: 0 Tsd. €) ergeben, der ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen erfasst wurde. Für die übrigen CGUs hat sich im Rahmen des Impairment-Tests kein Wertberichtigungsbedarf ergeben. Der Konzern hat eine Analyse der Sensitivität des Wertminderungstests gegenüber Änderungen der wichtigsten Annahmen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags für jede Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, durchgeführt. Eine Modifikation der Grundannahmen hinsichtlich der Erhöhung des Diskontierungszinssatzes und der langfristigen Wachstumsrate um jeweils 1,0 Prozentpunkte würde für das Segment und die zahlungsmittelgenerierende Einheit "Deutschland" einen weiteren Wertberichtigungsbedarf von 1.827 Tsd. € ergeben. Für die übrigen Segmente und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten würde diese Modifikation keinen Wertberichtigungsbedarf nach sich ziehen. Im Bereich der übrigen immateriellen Vermögenswerte fielen im Berichtsjahr keine außerplanmäßigen Wertminderungen an; im Vorjahr wurde im Segment USA/Rest der Welt eine außerplanmäßige Wertminderung auf eine aktivierte Kundenliste i. H. v. 104 Tsd. € vorgenommen. 12 Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienDer Posten "als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" beinhaltet Bestandsimmobilien, die weder selbst genutzt werden noch zur Veräußerung vorgesehen sind, sondern zur Generierung von Mieteinnahmen und Wertsteigerungen gehalten werden. Bei Immobilien, die in diese Kategorie eingestuft werden, erfolgt die Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert. Veränderungen zum aktuellen Buchwert vor Neubewertung (beizulegender Zeitwert des Vorjahres plus nachträgliche / zusätzliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich nachträglicher Anschaffungspreisminderungen) werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen oder sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Der Bilanzausweis der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien des Konzerns betrifft eine Gewerbeimmobilie im Euroraum. Die im Berichtsjahr vorgenommene Bewertung hatte eine Anpassung des Zeitwertes i.H.v. -0,2 Mio. € (Vorjahr -0,1 Mio. €) zur Folge, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird.
Beim Konzern bestehen keine Beschränkungen hinsichtlich der Veräußerbarkeit von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und keine vertraglichen Verpflichtungen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zu kaufen, zu erstellen oder zu entwickeln. Die Ermittlung des zum 31. Dezember 2023 beizulegenden Zeitwerts der Immobilie wurde eigenständig durch den Konzern vorgenommen. Hierbei wurde die international anerkannte Discounted-Cashflow-Methode angewandt, d.h. die Antizipation der zukünftigen Zahlungsströme, abgezinst auf ihren Barwert zum Bilanzstichtag. Der Zeitwert wurde auf Grundlage wesentlicher nicht beobachtbarer Input-Faktoren (Stufe 3) bestimmt. Zur Ermittlung der Zahlungsströme wurde die gemäß Vertrag mit dem Mieter vereinbarte Miete für den unkündbaren Grundmietzeitraum zugrunde gelegt. Da diese Miete einer indexbasierten jährlichen Anpassung unterliegt, wurde eine aus der Vergangenheitsentwicklung abgeleitete Schätzung der zukünftigen Entwicklung des betreffenden Index unter Berücksichtigung der kurzfristig erwarteten Inflationsraten im Euroraum vorgenommen. Hinsichtlich der im Anschluss an diesen Zeitraum erzielbaren Marktmiete wurde auf ein Bewertungsgutachten eines unabhängigen Immobiliensachverständigen zurückgegriffen. Ebenso wurden diesem Gutachten die von der Summe der Barwerte in Abzug zu bringenden Veräußerungskosten entnommen und um erwartete Kostensteigerungen angepasst. Der zur Ermittlung der Barwerte der Zahlungsströme benötigte Zinssatz von 7,85 % (Vorjahr 7,65 %) wurde aus dem um eine Risikoprämie erhöhten Prime Yield mehrerer im Laufe des Jahres 2023 veröffentlichter Studien des belgischen Immobilienmarktes abgeleitet. Hinsichtlich der Bemessung der nicht auf den Mieter umzulegenden Bewirtschaftungskosten des Objekts wurde die Kostenquote anhand der tatsächlich angefallenen und beim Vermieter verbliebenen Aufwendungen der letzten Geschäftsjahre ermittelt, da diese Daten insofern als repräsentativ auch für zukünftige Jahre eingeschätzt werden. Bei einer Erhöhung (Verminderung) des Diskontierungszinssatzes um 0,25 Prozentpunkte ergibt sich eine Verminderung (Erhöhung) des beizulegenden Zeitwertes von -456 Tsd. € (+486 Tsd. €). Im Vorjahr hätte sich eine entsprechende Verminderung (Erhöhung) des beizulegenden Zeitwerts von -473 Tsd. € (+ 505 Tsd. €) ergeben. 13 Nach der At-Equity-Methode bilanzierte FinanzanlagenZum 31. Dezember 2023 beläuft sich der Buchwert der nach der At-Equity-Methode bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen auf 2.487 Tsd. € (Vorjahr 1.883 Tsd. €). Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der At-Equity-Methode bilanzierten Unternehmen enthält die nachfolgende Tabelle, wobei sich die Angaben auf den Konzernanteil an den assoziierten Unternehmen beziehen:
Die nicht erfassten Gewinne betragen 347 Tsd. € (Vorjahr nicht erfasste Verluste in Höhe von 160 Tsd. €); kumuliert betragen die nicht erfassten Verluste 0 Tsd. € (Vorjahr 347 Tsd. €). Im Berichtsjahr ergaben sich Zugänge aus der Beteiligung an einem At-equity einbezogenen assoziierten Unternehmen i. H. v. 250 Tsd. € (Vorjahr 0 Tsd. €). Ausschüttungen aus At-equity einbezogenen assoziierten Unternehmen wurden i.H.v. 130 Tsd. € (Vorjahr 0 Tsd.) vereinnahmt. 14 Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2023 und 2022
15 Übrige Forderungen und sonstige VermögenswerteDie Zusammensetzung der Position "Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte" zeigt die nachfolgende Tabelle:
Zu der aus einer Vergleichsvereinbarung resultierenden Forderung wird auf die Erläuterungen zur Anhangsangabe (2) verwiesen. 16 VorräteDie Zusammensetzung der Vorräte zeigt folgende Tabelle auf:
17 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich wie folgt dar:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen bestanden zum aktuellen Berichtsstichtag ebenso wie zum Vorjahresstichtag nicht. Zum 31. Dezember 2023 stellt sich die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar:
Die Aufteilung nach Wertberichtigungsquoten stellt sich wie folgt dar:
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen bestehen zum Abschlussstichtag keine Anzeichen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen sollten. Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zeigt folgende Tabelle auf:
18 Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zusammensetzung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zeigt folgende Tabelle:
Verfügungsbeschränkungen liegen bei den als Zahlungsmittel ausgewiesenen Beträgen nicht vor. 19 Gezeichnetes KapitalZum 31. Dezember 2023 beträgt das Gezeichnete Kapital 100.000 € (Vorjahr 100.000 €). 20 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beträgt zum Jahresende 2023 unverändert 65.546 Tsd. €. Die Kapitalrücklage beinhaltet im Wesentlichen das Aufgeld aus der Ausgabe der Deufol-Aktien in die Lion's Place und Ausgabe von Aktien aus Einzahlungen der Gesellschafter im Teikonzern Deufol SE. 21 Nicht beherrschende Anteile am EigenkapitalDie nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital umfassen im Wesentlichen die Anteile fremder Dritter an der Deufol SE (sog. Streubesitz) sowie an den Gesellschaften der Deufol Nürnberg Gruppe und Deufol-België-Gruppe. Die Entwicklung dieser Anteile ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung detailliert dargestellt. 22 FinanzverbindlichkeitenFolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns:
Sachanlagen i.H.v. 43,3 Mio. € (Vorjahr 54,5 Mio. €) und vollkonsolidierte Anteile dienen i. H. v. 5,0 Mio. € (Vorjahr 5,0 Mio. €) der Besicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie sonstigen Finanzverbindlichkeiten. Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDem Konzern stehen kurz- und mittelfristige Kredit- und Avallinien bei verschiedenen Kreditinstituten i. H. v. 49,6 Mio. € zur Verfügung (Vorjahr 38,6 Mio. €), die zum 31. Dezember 2023 i.H.v. 10,8 Mio. € (Vorjahr 17,1 Mio. €) ausgenutzt waren. Die bilanzierten, variabel verzinslichen Darlehen unterliegen marktüblichen Zinsänderungsrisiken. Der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für kurzfristige Kredite betrug im Geschäftsjahr 2023 5,97 % (Vorjahr 3,74 %). Die zu zahlenden Kreditmargen sind teilweise abhängig von der Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen (so genannter Covenants). Nachstehende Tabelle zeigt die wesentlichen kurz-, mittel- und langfristigen Bankverbindlichkeiten des Konzerns auf:
1) 3-Monats-EURIBOR zero-floored + 1,50%
Darüber hinaus bestehen weitere langfristige Bankverbindlichkeiten zur Finanzierung von Sachanlagen, insbesondere Maschinen und technische Anlagen, i.H.v. 0,3 Mio. € (Vorjahr 0,5 Mio. €). Verbindlichkeiten aus FinanzierungsleasingWir verweisen auf die zusammengefassten Ausführungen zu den Leasingverhältnissen. 23 PensionsrückstellungenInnerhalb der Lion's Place Gruppe gibt es sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Versorgungssysteme. Die leistungsorientierten Pensionspläne beinhalten Pensionsverpflichtungen ebenso wie langfristige Abfertigungsansprüche (pensionsähnliche Rückstellungen). Die langfristigen Abfertigungsansprüche sind bei Tochtergesellschaften bzw. Betriebsstätten in Österreich und Italien bilanziert. In Deutschland resultiert der größte Teil aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen. Diese umfassen sowohl solche aus bereits laufenden Pensionen als auch aus Anwartschaften auf künftig zu zahlende Pensionen und sind partiell durch eine Unterstützungskasse abgedeckt, deren Vermögenswerte zum Teil als Planvermögen im Sinne des IAS 19 einzustufen sind. Die Abfertigungsansprüche der Tochtergesellschaften in Österreich und der Betriebsstätte in Italien entsprechen den jeweiligen länderspezifischen Regelungen und Gesetzen. Die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen erfolgt gemäß den Vorschriften des IAS 19. Die bilanzierten Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Höhe der Pensionsverpflichtungen (versicherungsmathematischer Barwert der erdienten Versorgungsansprüche bzw. "Defined Benefit Obligation") wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Hierzu wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:
* Es wird keine Fluktuation unterstellt, da
ausschließlich unverfallbare Anwartschaften bestehen.
Für die in Deutschland bestehenden Pensionsverpflichtungen wurden hinsichtlich der Sterblichkeit die Heubeck-Richttafeln (RT) 2018 G angewandt. Folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Barwerts der Gesamtverpflichtung und der bilanzierten Nettopensionsverpflichtung:
Der Marktwert des Planvermögens, welches sich auf deutsche Pensionsverpflichtungen bezieht, verminderte sich im Berichtsjahr durch versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von 1 Tsd. € und unterjährige Veränderungen des Marktwertes in Höhe von - 11 Tsd. € auf 478 Tsd. € (Vorjahr 488 Tsd. €). Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens zum Bilanzstichtag betraf in Höhe von 138 Tsd. € (Vorjahr 212 Tsd. €) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, in Höhe von 80 Tsd. € (Vorjahr 0 Tsd. €) festverzinsliche Wertpapiere sowie in Höhe von 260 Tsd. € (Vorjahr 276 Tsd. €) Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen in Form kapitalbildender Lebensversicherungen. Die Wertermittlungen des Planvermögens erfolgen ausschließlich auf Basis öffentlich notierter Marktpreise. Die Pensionsaufwendungen des Geschäftsjahres setzen sich wie folgt zusammen:
Der erwartete Pensionsaufwand für 2024 beträgt 74 Tsd. €. Bei den beitragsdefinierten Versorgungsplänen geht der Konzern über die Verpflichtung zur Entrichtung der Beiträge keine weiteren Verpflichtungen ein. Zusätzlich wurden Beiträge an staatliche Rentenversicherungsträger i. H. v. 4.320 Tsd. € geleistet (Vorjahr 3.786 Tsd. €). Im Zusammenhang mit der Schließung des so genannten "Carton Business" in den USA hat die Gesellschaft eine Verpflichtung gegenüber einer Pensionskasse i. H. v. 2.122 Tsd. € (Vorjahr 2.400 Tsd. €) passiviert. Für diese Verpflichtung erfolgen keine Berechnungen gemäß IAS 19, jedoch ist die Verpflichtung über eine Zeit von 20 Jahren zu tilgen, letztmalig im Jahr 2032. Die Pensionszahlungen hängen generell von der Beschäftigungsdauer und / oder der Vergütung der Anspruchsberechtigten im Zeitpunkt des Versorgungsfalls ab. Die Pensionsverpflichtungen ebenso wie die Kapitalanlagen in Planvermögen unterliegen verschiedenen Risiken, die negative Effekte insbesondere auf die Rückstellungen und das Eigenkapital haben können. Hierbei handelt es sich vornehmlich um demografische / biometrische Risiken sowie Zins- und Anlagerisiken. SensitivitätsanalyseEin Anstieg bzw. Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen um 0,25 Prozentpunkte hätte auf die Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2023 folgende Auswirkungen:
Den Sensitivitätsberechnungen liegt die durchschnittliche Laufzeit der zum 31. Dezember 2023 ermittelten Versorgungsverpflichtungen zugrunde; diese gewichtete durchschnittliche Laufzeit beläuft sich für die deutschen Verpflichtungen auf 12,4 Jahre (Vorjahr 12,2 Jahre). Für die in Österreich bestehenden Abfertigungsrückstellungen beträgt die gewichtete durchschnittliche Laufzeit 11,6 Jahre (Vorjahr 11,7 Jahre). Die Berechnungen wurden für die als wesentlich eingestuften versicherungsmathematischen Parameter isoliert vorgenommen, um die Auswirkungen auf den zum 31. Dezember 2023 berechneten Barwert der Pensionsverpflichtungen separat aufzuzeigen. In der Sensitivitätsanalyse sind die Verpflichtungen gegen eine Pensionskasse in den USA nicht enthalten, da diese eingefroren sind und die Veränderungen der versicherungsmathematischen Annahmen deshalb keinen Einfluss auf die Pensionsverpflichtung haben. 24 Sonstige RückstellungenDie Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist in folgender Tabelle dargestellt:
Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten wurden für drohende Inanspruchnahmen aus laufenden Rechtsstreitigkeiten gebildet. Die Rückstellung für Rückbauverpflichtungen bezieht sich auf die im Rahmen der Akquisition der Wallmann-Gruppe zugegangenen Gebäude auf gemieteten Flächen im Hamburger Hafen. Die im Berichtsjahr erfolgte Zuführung in Höhe von 264 Tsd. € resultiert aus der Aufzinsung der Rückstellung (Vorjahr 179 Tsd. €; hinzu kam im Vorjahr eine Zuführung über 752 Tsd. € aus der Anhebung kostenseitiger Berechnungsparameter). Die durch die Lion's Place Gruppe gebildeten Rückstellungen sind kurzfristiger Natur. Im Einzelnen ergibt sich folgende Struktur der erwarteten Fälligkeiten der Abflüsse:
25 Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
26 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 23.009 Tsd. € (Vorjahr 23.237 Tsd. €) haben allesamt eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen i. H. v. 6.106 Tsd. € (Vorjahr 5.651 Tsd.€). Erläuterungen zur Konzern-KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung des Konzerns wird gemäß IAS 7 erstellt. Sie zeigt Herkunft und Verwendung der Geldströme in den Geschäftsjahren 2023 und 2022. Ihr kommt damit eine zentrale Bedeutung für die Beurteilung der Finanzlage des Lion's Place Konzerns zu. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Mittelveränderungen aus betrieblicher Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" und umfasst Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Bankguthaben, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu drei Monate beträgt. Die Zusammensetzung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist in Anhangsangabe (18) erläutert. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind jeweils direkt ermittelt. Demgegenüber wird der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. 27 Cashflow aus der betrieblichen GeschäftstätigkeitAus der betrieblichen Geschäftstätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2023 ein Mittelzufluss von 35,4 Mio. € (Vorjahr 35,0 Mio. €). 28 Akquisitionen und VerkäufeAkquisitionen, Gründungen und Verkäufe von Tochterunternehmen erfolgten im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr nicht. Zur Beteiligung an einem Joint Venture-Unternehmen, an dem die Deufol SE im Berichtsjahr 50 % der Anteile erwarb und das At-equity in den Konzernabschluss einbezogen wird, wurden finanzielle Mittel in Höhe von 0,3 Mio. € aufgewandt, die als Zahlungsmittelabfluss im Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthalten sind. 29 Cashflow aus der InvestitionstätigkeitAus der Investitionstätigkeit resultierte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Mittelabfluss von 5,2 Mio. € (Vorjahr 5,7 Mio. €). Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen 5,8 Mio. €. Aus dem im Geschäftsjahr 2021 erfolgten Verkauf eines Tochterunternehmens flossen dem Konzern 0,4 Mio. € infolge der planmäßigen Begleichung der letzten Kaufpreiskomponente im Berichtsjahr zu. Aus dem Rückgang der Finanzforderungen ergaben sich Mittelabfluss in Höhe von 0,1 Mio. €. Die erhaltenen Zinsen und Dividenden machten 0,5 Mio. € aus. 30 Cashflow aus der FinanzierungstätigkeitAus der Finanzierungstätigkeit resultierte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Mittelabfluss von 32,9 Mio. € (Vorjahr 26,5 Mio. €). Die Zahlungsmittelabflüsse aus der Tilgung von sonstigen Finanzverbindlichkeiten beliefen sich auf 14,1 Mio. €; die gezahlten Zinsen machten 5,9 Mio. € aus. Darüber hinaus verminderten sich die Zahlungsmittel durch Tilgung von Bankverbindlichkeiten i. H. v. 12,1 Mio. €. Im Folgenden wird eine Überleitung der Finanzverbindlichkeiten zum Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 dargestellt:
31 Veränderung der Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDer Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten verminderte sich per saldo um 2,7 Mio. € auf 14,8 Mio. €. Die Netto-Finanzverschuldung, definiert als Finanzverbindlichkeiten abzüglich Finanzforderungen, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten des Konzerns, erhöhte sich um 1,0 Mio. € auf 86,3 Mio. €. Sonstige Angaben32 Haftungsverhältnisse und EventualverbindlichkeitenIm Konzern bestehen Bürgschaften zugunsten Dritter für bilanzierte Verpflichtungen oder für innerhalb des Konzerns gegebene wechselseitige Mietbeitrittsgarantien. Gegenüber assoziierten Unternehmen bestehen wie in Vorjahren keine Bürgschaften. Rechtsstreitigkeiten und Verwaltungsverfahren werden von uns auf Einzelfallbasis geprüft. Wir bewerten die möglichen Ergebnisse solcher Rechtsstreitigkeiten anhand der uns vorliegenden Informationen und in Rücksprache mit unseren Rechtsanwälten und Steuerberatern. Soweit nach unserer Einschätzung eine Verpflichtung wahrscheinlich zu zukünftigen Mittelabflüssen führen wird, passivieren wir den Barwert der erwarteten Mittelabflüsse, soweit diese als verlässlich messbar betrachtet werden. Rechtsstreitigkeiten sowie Steuerangelegenheiten werfen komplexe Fragen auf und sind mit zahlreichen Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten verbunden, u. a. aufgrund des Sachverhaltes, der Umstände jedes einzelnen Falles und der Behörde, die involviert ist. In Ungarn hat die Deufol von 2019 bis 2021 umfangreiche Investitionen im Zusammenhang mit dem Aufbau eines neuen Werkes insbesondere in Grundstücke und Gebäude, technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt. Teile dieser Investitionen wurden auf Basis eines Fördervertrages durch staatliche Zuschüsse gefördert. In der nunmehr von 2022 bis 2027 andauernden Monitoringphase müssen bestimmte Bedingungen auf Jahresbasis bzw. kumuliert am Ende der Monitoringphase erfüllt werden. Werden diese Bedingungen nicht oder nicht vollständig eingehalten, kann der Zuschuss ganz oder in Teilen zurückgefordert werden. Zur Absicherung der Möglichkeit der (teilweisen) Rückzahlung der Förderung hat die Deufol SE eine Garantie gegenüber dem ungarischen Staat abgegeben. 33 EventualforderungenEventualforderungen, die eine wesentliche finanzielle Auswirkung auf die Lion's Place Gruppe haben könnten, bestanden im Berichtsjahr nicht. 34 Angaben zum KapitalmanagementLion's Place verfolgt grundsätzlich das Ziel, die Eigenkapitalbasis nachhaltig zu sichern. Als Zielgröße wird eine Konzerneigenkapitalquote von über 30% angestrebt. Per 31. Dezember 2023 betrug die Eigenkapitalquote des Konzerns 42,2 % (Vorjahr 40,1 %). Die Eigenkapitalquote fungiert hierbei lediglich als passives Steuerungskriterium, während Umsatz und operatives Ergebnis (EBIT) als aktive Steuerungsgrößen herangezogen werden. Innerhalb des Konzerns sind in einigen Fällen Kreditverträge mit der Einhaltung von Finanzkennzahlen verknüpft. Die Entwicklung der relevanten Finanzkennzahlen ist in diesen Fällen fester Bestandteil des Reportings der betroffenen Unternehmen, um frühzeitig Fehlentwicklungen zu erkennen und gegenzusteuern bzw. mit den betroffenen Kreditgebern Verhandlungen aufzunehmen. Sämtliche Finanzkennzahlen wurden im Geschäftsjahr eingehalten. 35 FinanzrisikomanagementDie Lion's Place Gruppe ist im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere Marktrisiken (Währungsrisiko, Zinsrisiko und Warenpreisrisiko), das Ausfallrisiko und das Liquiditätsrisiko. Die Lion's Place Gruppe setzt zur Steuerung dieser Risiken ein konzerneinheitliches Risikomanagementsystem ein. Ziel ist es, eine auf Maßnahmen und somit stetiger Risikominimierung basierende Arbeitsweise zu erreichen. Derivative Finanzinstrumente werden innerhalb der Lion's Place Gruppe ausschließlich zur Risikoreduzierung eingesetzt. WährungsänderungsrisikenUnter Währungsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen schwanken. Insgesamt sind die Risiken aus der Änderung von Wechselkursen für die operative Tätigkeit der Lion's Place Gruppe von untergeordneter Bedeutung. Auswirkungen auf die Vermögenslage des Konzerns ergeben sich im Wesentlichen durch die Umrechnung der in US-Dollar aufgestellten Abschlüsse der amerikanischen Gesellschaften sowie der in Tschechischen Kronen aufgestellten Abschlüsse der tschechischen Gesellschaften in die Berichtswährung Euro. Wäre der Euro gegen den US-Dollar um 10% stärker (schwächer), so wäre das Ergebnis der Gruppe um 84 Tsd. € niedriger (102 Tsd. € höher) und im Vorjahr um 26 Tsd. € niedriger (31 Tsd. € höher). Der Ausgleichsposten im Eigenkapital wäre um 2 Tsd. € niedriger (2 Tsd. € höher), im Vorjahr um 0 Tsd. € niedriger (0 Tsd. € höher). Wäre der Euro gegen die Tschechische Krone um 10% stärker (schwächer), so wäre das Ergebnis der Gruppe um 144 Tsd. € niedriger (176 Tsd. € höher) und im Vorjahr um 93 Tsd. € niedriger (114 Tsd. € höher). Der Ausgleichsposten im Eigenkapital wäre um 4 Tsd. € niedriger (5 Tsd. € höher), im Vorjahr um 24 Tsd. € höher (30 Tsd. € niedriger). Weitere Währungsänderungsrisiken ergeben sich vor allem durch die Einbeziehung der ungarischen Gesellschaften sowie der polnischen Gesellschaft. Derzeit bestehen im Konzern keine Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Währungsrisiken. ZinsänderungsrisikenUnter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Unternehmen können diesem Risiko sowohl durch variabel als auch durch festverzinsliche Finanzinstrumente ausgesetzt sein. In der Lion's Place Gruppe werden sowohl fest- als auch variabel verzinsliche Finanzinstrumente gehalten. Wenn das Zinsniveau zum 31. Dezember 2023 für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten um durchschnittlich 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, so hätte dies eine Auswirkung auf den Zinsaufwand des Konzerns i.H.v. rund 202 Tsd. € (Vorjahr 193 Tsd. €) gehabt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Zinsentwicklungen hat die Lion's Place Gruppe im Vorjahr Zinssicherungsgeschäfte auf mehrere Darlehen mit unterschiedlichen Laufzeiten abgeschlossen, die auf Basis einer festen Zinsmarge zuzüglich eines zero-floored 3-Monats-Euribor als Referenzzinssatz verzinst werden. Jedes Zinssicherungsgeschäft ist hierbei einem Darlehen als Grundgeschäft zugeordnet und weist nahezu identische Konditionen wie das jeweilige Grundgeschäft auf, insbesondere hinsichtlich des Referenzzinssatzes, der Zinsanpassungstermine, der Laufzeiten, der Nennbeträge und der Zahlungstermine. Die Zinssicherungskontrakte sind gemäß IFRS 9 vollumfänglich als Sicherungsinstrumente zur Absicherung von Cashflows (Cashflow-Hedges) aus variablen Zahlungsströmen der betreffenden Darlehen designiert. Zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument besteht jeweils eine wirtschaftliche Beziehung, da die Konditionen der Zinssicherungskontrakte denjenigen der variabel verzinslichen Darlehen in allen wesentlichen Vertragsbedingungen entsprechen. Das zugrunde liegende Risiko der Zinssicherungsgeschäfte ist mit dem der abgesicherten Risikokomponenten identisch. Daher hat der Konzern für die Sicherungsbeziehungen ein Absicherungsverhältnis von 1:1 festgelegt. Die von der Lion's Place Gruppe zum Bilanzstichtag gehaltenen Zinssicherungsgeschäfte betreffen drei Ratentilgungsdarlehen, die unterschiedliche Laufzeiten (endend 2026, 2027 und 2032) aufweisen und die zum Stichtag mit 8,0 Mio. € valutierten. Alle Darlehen werden auf Basis des 3-Monats-Euribor zuzüglich einer festen Zinsmarge zwischen 1,80% und 2,20% verzinst. Die Zinssicherungsgeschäfte, jeweils bestehend aus einem Zinsswap und einer Floor-Komponente, beinhalten einen Festzins (einschließlich Floor-Prämie) in einer Spanne von 1,37% bis 1,80%. Aus den Zinsswaps verpflichtet sich die Lion's Place Gruppe, einen festen Zins an die Bank zu zahlen. Im Gegenzug zahlt die Bank den 3-Monats-Euribor, sofern er positiv ist. Im Falle eines negativen 3-Monats-Euribor hat der Konzern diesen an die Bank zu zahlen; mittels einer Floor-Komponente, um die jeder Zinsswap ergänzt ist, ist in diesen Fällen jedoch auch die Bank verpflichtet, den 3-Monats-Euribor an den Konzern zu zahlen, so dass sich die Zahlungsströme aus dem 3-Monats-Euribor insoweit ausgleichen und Kongruenz mit den Grundgeschäften erreicht wird, die auf Basis eines zero-floored 3-Monats-EURIBOR verzinst werden. Die Auswirkungen der Zinsswaps auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind im Folgenden dargestellt.
Im Rahmen der Bilanzierung von Cashflow-Hedges sind die designierten effektiven Anteile einer Sicherungsbeziehung erfolgsneutral im OCI auszuweisen. Alle darüber hinausgehenden Änderungen des Marktwerts der designierten Komponente werden als Ineffektivität erfolgswirksam erfasst. Sämtliche Cashflow-Hedges wurden im Geschäftsjahr 2023 (wie im Vorjahr) als vollumfänglich effektiv beurteilt. In nachfolgender Tabelle erfolgt eine Überleitung der Rücklage für die Absicherung von Cashflow-Hedges:
WarenpreisrisikoDer Konzern benötigt insbesondere Verpackungsmaterialien, wie z. B. Holz, Folien, Schrauben oder Pappe. Die Einkaufspreise dieser Produkte können je nach Marktsituation schwanken. Nicht immer können die schwankenden Preise an die Kunden direkt weitergegeben werden. Daher besteht ein Warenpreisrisiko, das Einfluss auf die Ergebnis-, Eigenkapital- sowie die Cashflow-Situation haben kann. Zur Minderung der Risiken wurden Rahmenlieferverträge mit verschiedenen Lieferanten abgeschlossen. Darüber hinaus ist in manchen Verträgen eine direkte Weiterbelastung des Materialaufwandes vereinbart, so dass bei diesen Verträgen kein materielles Warenpreisrisiko besteht. Darüber hinaus passen wir die Vorratshaltung zur Abfederung von Preisbewegungen und zur Sicherstellung der Verfügbarkeit unserer Vorräte der Marktlage entsprechend an. Kreditrisiko (Ausfallrisiko)Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Kunden der Lion's Place Gruppe sind nahezu ausschließlich große Industrieunternehmen mit guter oder sehr guter Bonität. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, so dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auf deren Buchwert beschränkt. Zu weiteren Angaben verweisen wir auf Anhangsangabe (17). Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen und sonstigen Forderungen entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. LiquiditätsrisikenUnter Liquiditätsrisiko versteht man das Risiko, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten hat, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, die sich aus seinen Finanzinstrumenten ergeben. Die Finanzierung der Lion's Place Gruppe erfolgt in verschiedenen regionalen Finanzierungskreisen. Zur Finanzierung werden im Wesentlichen syndizierte Kreditfazilitäten sowie bilaterale Bankkredite eingesetzt. Der Liquiditätsstatus der konsolidierten ausländischen Konzerngesellschaften wird durch das lokale Management laufend überwacht und in regelmäßigem Turnus an das Management des Konzerns gemeldet; für die deutschen Gesellschaften erfolgt die tägliche Liquiditätsüberwachung und -steuerung zentral durch die Konzernverwaltung. Nachfolgende Tabelle zeigt alle vertraglich vereinbarten Zahlungen für Zinsen und Tilgungen aus bilanzierten finanziellen Verpflichtungen:
Weitere Angaben zu FinanzinstrumentenDie Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:
Wertansätze der FinanzinstrumenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Deshalb entsprechen zum Abschlussstichtag deren Buchwerte näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden als Barwerte der mit den Forderungen verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung von Marktzinssätzen ermittelt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher stimmen die bilanzierten Werte näherungsweise mit den beizulegenden Zeitwerten überein. Die beizulegenden Zeitwerte von verzinslichen Darlehen sowie Leasingverbindlichkeiten werden als Barwert der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung von Marktzinssätzen -ermittelt. Die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente betreffen derivative Zinssicherungskontrakte, die in ein Hedge Accounting einbezogen sind. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Zinssicherungsgeschäfte erfolgt anhand von Bewertungstechniken basierend auf beobachtbaren Marktdaten zum Bilanzstichtag (Stufe 2) und ergeben sich durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsmittelströme; hierbei dienen Marktzinssätze zur Abzinsung, die über die Restlaufzeit der Instrumente angewendet werden. Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie nach IFRS 7 in Verbindung mit IFRS 13 sind im Folgenden beschrieben: Stufe 1: notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten an aktiven Märkten, Stufe 2: andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt (z. B. Preise) oder indirekt (z. B. abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind, und Stufe 3: Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Die Wertansätze der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien sowie der Fair-Value Hierachiestufen stellen sich wie folgt dar: Wertansatz Bilanz IFRS 9
* Mit Recycling = Posten, die zukünftig
möglicherweise in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden.
Segmentinformationen nach Regionen und Dienstleistungen36 SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung wird gemäß den Regelungen des IFRS 8 (Geschäftssegmente) erstellt. Das primäre Berichtsformat orientiert sich an geografischen Bereichen, die zum Zwecke der Unternehmenssteuerung zusammengefasst wurden. Als für die Beurteilung des Geschäftserfolgs der Segmente verwendetes Segmentergebnis hat das Management das Periodenergebnis vor Ertragsteuern, Finanzerträgen, Finanzaufwendungen, Gewinnanteilen an At-Equity bilanzierten Unternehmen und Wertminderungen auf Firmenwerte (EBITA) festgelegt. Der Konzern verfügt über folgende berichtspflichtige Segmente:
Die Holding umfasst die Konzernverwaltung und beinhaltet neben Konzernleitungsfunktionen Unterstützungsfunktionen wie Key Accounting und Unternehmenskommunikation. Das Betriebsergebnis (EBITA) der Geschäftseinheiten wird vom Management getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen. Die Entwicklung der Segmente wird im Wesentlichen anhand des Betriebsergebnisses bewertet. Da die Lion's Place-Gruppe dezentral organisiert ist, können auch Finanzaufwendungen und -erträge sowie Ertragsteuern den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet werden. Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. 37 Segmentinformationen nach Regionen
* Anpassung nach IAS 12,zur Erläuterung
siehe Anhangsangaben zu erstmals angewandten
Rechnungslegungsvorschriften
Informationen über wichtige KundenDie Lion's Place Gruppe hat zwei große Kunden im Bereich der Verpackung und Logistik, mit denen im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 78,6 Mio. € (Vorjahr 72,6 Mio. €) bzw. 33,7 Mio. € (Vorjahr 35,2 Mio. €) oder rund 26,7 % bzw. 11,5 % des Umsatzes (Vorjahr 26,7 % bzw. 13,0%) der Lion's Place Gruppe erwirtschaftet wurden. Diese Kunden betreffen vorrangig das Segment Deutschland und darüber hinaus auch die Segmente Übriges Europa und USA / Rest der Welt. Weitere Erläuterungen zur SegmentberichterstattungAus dem Abschluss einer Vergleichsvereinbarung konnte die Deufol in 2023 Erträge in Höhe von 11,7 Mio. € erzielen, die zu 10,0 Mio. € auf das Segment Deutschland und zu 1,7 Mio. € auf die Holding entfielen; zur Erläuterung siehe Anhangsangabe (2). Im Berichtsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf Firmenwerte (Goodwill-Impairment; siehe Anhangsangabe (11)) in Höhe von 8.108 Tsd. € vorgenommen, die ausschließlich das Segment Deutschland betraf. Im Bereich der übrigen immateriellen Vermögenswerte wurde im Vorjahr im Segment USA/Rest der Welt eine außerplanmäßige Wertminderung auf eine aktivierte Kundenliste i. H. v. 104 Tsd. € vorgenommen. Der Konzern bewertet eine als Finanzinvestition gehaltene Immobilie zu dem beizulegenden Zeitwert. Hieraus ergab sich ein Abwertungsaufwand i. H. v. 218 Tsd. € (Vorjahr 92 Tsd. €), der im EBIT des Segments Übriges Europa enthalten ist. 38 Informationen über DienstleistungenNachfolgende Tabelle zeigt die Umsatzentwicklung nach Dienstleistungen:
39 Ereignisse nach dem BilanzstichtagWesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die gemäß IAS 10 zu berichten wäre, sind nicht eingetreten. Ergänzende AnhangsangabenAngaben zu den OrganenZum Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum bestellt:
Beziehungen zu nahestehenden PersonenNeben den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen steht die Lions's Place in Ausübung ihrer normalen Geschäftstätigkeit in unmittelbaren oder mittelbaren Beziehungen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Joint Ventures; diese sind in der Liste des Anteilsbesitzes verzeichnet. Die Geschäftsbeziehungen mit diesen Gesellschaften werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Die ARNECKE SIBETH DABELSTEIN Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaftsgesellschaft mbB, Frankfurt am Main, ist aufgrund der Tatsache, dass ein Partner seit dem 30. Juni 2016 Mitglied des Verwaltungsrats der Deufol SE ist, als nahestehendes Unternehmen einzustufen. Im Geschäftsjahr 2023 fielen sonstige betriebliche Erträge i.H.v. 0 Tsd. € (Vorjahr 23 Tsd. €) und Aufwendungen i.H.v. 426 Tsd. € (Vorjahr 577 Tsd. €) an. Zum 31. Dezember 2023 bestanden keine Forderungen gegen die ARNECKE SIBETH DABELSTEIN Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaftsgesellschaft mbB, die Verbindlichkeiten beliefen sich auf 69 Tsd. € (Vorjahr 53 Tsd. €). Die Hofgut Liederbach GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, ist aufgrund der Tatsache, dass die beiden Gesellschafter Mitglieder des Verwaltungsrats der Deufol SE sind, als nahestehendes Unternehmen einzustufen. Im Geschäftsjahr 2023 fielen sonstige betriebliche Erträge i. H. v. 0 Tsd. € (Vorjahr 1 Tsd. €) und Aufwendungen i. H. v. 401 Tsd. € (Vorjahr 401 Tsd. €) an. Zum 31. Dezember 2023 bestanden Forderungen von 356 Tsd. € (Vorjahr 0 Tsd. €) und Verbindlichkeiten von 0 Tsd. € (Vorjahr 45 Tsd. €) gegenüber der Hofgut Liederbach GmbH & Co. KG. Die Rhein-Main-Classics GmbH, Frankfurt am Main, ist aufgrund der Tatsache, dass die Gesellschafter Mitglieder des Verwaltungsrats der Deufol SE sind, als nahestehendes Unternehmen einzustufen. Im Geschäftsjahr 2023 fielen sonstige betriebliche Erträge i. H. v. 0 Tsd. € (Vorjahr 371 Tsd. €) an. Zum 31. Dezember 2023 bestanden wie im Vorjahr keine Aufwendungen oder Forderungen. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 20 Tsd. € (Vorjahr 0 Tsd. €). Die Timmerhell GmbH, Hofheim am Taunus, ist aufgrund der Tatsache, dass die beiden Gesellschafter Mitglieder des Verwaltungsrats der Deufol SE sind, als nahestehendes Unternehmen einzustufen. Im Geschäftsjahr 2023 fielen sonstige betriebliche Erträge i. H. v. 10 Tsd. € (Vorjahr 0 Tsd. €) und Aufwendungen i. H. v. 3 Tsd. € (Vorjahr 301 Tsd. €) an. Zum 31. Dezember 2023 bestanden gegen die Timmerhell GmbH weder Forderungen (Vorjahr 0 Tsd. €) noch Verbindlichkeiten (Vorjahr 14 Tsd. €). Die Corporate Navigator GmbH & Co. KG, Hamburg, ist aufgrund der Tatsache, dass der geschäftsführende Gesellschafter seit dem 26. Juni 2020 Mitglied des Verwaltungsrats der Deufol SE ist, als nahestehendes Unternehmen einzustufen. Im Geschäftsjahr 2023 fielen wie im Vorjahr keine Erträge an. Die Aufwendungen beliefen sich auf 15 Tsd. € (Vorjahr 15 Tsd. €). Zum 31. Dezember 2023 bestanden wie im Vorjahr weder Forderungen noch Verbindlichkeiten gegen die Corporate Navigator GmbH & Co. KG. Gerard van Kesteren, Willerzell / Schweiz, ist als Berater für die Deufol Gruppe tätig und aufgrund der Tatsache, dass er seit dem 29. Juni 2022 Mitglied des Verwaltungsrats der Deufol SE ist, als nahestehende Person einzustufen. Im Geschäftsjahr 2023 fielen ausschließlich Aufwendungen i. H. v. 118 Tsd. € (Vorjahr 55 Tsd. €) an. Zum 31. Dezember 2023 betrugen die Verbindlichkeiten gegen Gerard van Kesteren 17 Tsd. € (Vorjahr 0 Tsd. €). Forderungen bestanden wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag keine. Ebenfalls unter den Transaktionen mit anderen nahestehenden Unternehmen ausgewiesen sind Beziehungen aus Leistungsverkehr mit Herrn Detlef W. Hübner. Diese Transaktionen führten im Geschäftsjahr 2023 zu Erträgen i. H. v. 22 Tsd. € (Vorjahr 0 Tsd. €); Aufwendungen entstanden wie im Vorjahr nicht. Ebenfalls unter den Transaktionen mit anderen nahestehenden Unternehmen ausgewiesen sind Beziehungen aus Leistungsverkehr mit Gesellschaften, an denen Herr Detlef W. Hübner mehrheitlich beteiligt ist. Diese Transaktionen führten im Geschäftsjahr zu Zinsaufwendungen i.H.v. 117 Tsd. € (Vorjahr 116 Tsd. €). Zum 31. Dezember 2023 bestanden gegen diese Gesellschaften und Herrn Detlef W. Hübner Forderungen i. H. v. 0 Tsd. € (Vorjahr 0 Tsd. €). Mit Datum vom 21. Dezember 2007 haben Herr Detlef W. Hübner, Herr Dennis Hübner, die DeDeMa AG und die Detlef Hübner Stiftung, sämtliche in Ihrem Besitz befindlichen Deufol Aktien in die Lion's Place GmbH im Wege der Sacheinlage eingebracht. Als Gegenleistung für die Einbringung erhielten die Einbringenden u.a. verzinste Darlehen i.H. von Tsd. € 14.089 vergütet. Zum 31.12.2023 valutierten diese Darlehen insgesamt i.H. von 11.221 Tsd. € (Vorjahr 11.304 Tsd. €). Die von Herrn Detlef und Dennis Hübner gewährten Darlehen sind in den Verbindlichkeiten gegenüber Organmitgliedem enthalten und valutieren zum 31.12.2023 i.H. von 4.630 Tsd. €. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 30 Tsd. € Zinsen für die Darlehen der Herren Detlef und Dennis Hübner berechnet. Für Einzelheiten wird auf die Erläuterungen unter Punkt "Grundlagen der Rechnungslegung" auf Seite 1 verwiesen. Folgende Tabelle stellt die vom Konzern erbrachten bzw. empfangenen Leistungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen im Geschäftsjahr dar:
Hofheim am Taunus, 24. Juni 2024 Detlef Hübner Dennis Hübner KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG * für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
* Vergleichende Anhangsangaben 19-21
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen des KonzernsOrganisationsstruktur und GeschäftsfelderAufbau der Lion's Place GruppeDie Lion's Place GmbH hält als alleinigen wesentlichen Vermögenswert per 31. Dezember 2023 über 55,7% der Aktien der Deufol SE, so dass sich der wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft aus der Wertentwicklung der Aktien und der Ausschüttungspolitik der Deufol SE sowie deren Chancen und Risiken ergibt. Der Konzernlagebericht ist daher auf die wirtschaftliche Situation der Deufol Gruppe abzustellen. Die Deufol Gruppe ist mit ihren wesentlichen Tochtergesellschaften und Beteiligungen als globaler Premium-Dienstleister im Bereich der Industriedienstleistungen und vor allem in der Verpackung von Industriegütern, der In- und Outbound-Logistik für das produzierende Gewerbe, der Kommissionierung, Transportoptimierung und Lagerung von Gütern sowie angrenzenden Services tätig und bietet damit zusammenhängende digitale Lösungen an. Die Deufol SE ist die Obergesellschaft des Konzerns und hat ihren Sitz in Hofheim am Taunus. Sie hält direkt oder indirekt die Anteile an den wesentlichen Konzerngesellschaften, die das operative Geschäft in den einzelnen Ländern und Regionen betreiben. Insgesamt gehörten am Bilanzstichtag 45 unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen zum Konsolidierungskreis der Deufol SE, von denen 19 Gesellschaften ihren Sitz in Deutschland hatten und 26 Gesellschaften im Ausland domizilierten. Organisation und LeitungDie Deufol SE firmiert in der Rechtsform einer europäischen Gesellschaft (Societas Europaea, SE) unter Nutzung des monistischen Leitungssystems mit dem Verwaltungsrat als einheitlichem Leitungsorgan. Die geschäftsführenden Direktoren führen die Geschäfte der Gesellschaft nach Maßgabe des geltenden Rechts, der Satzung, der Geschäftsordnung für die geschäftsführenden Direktoren und der Weisungen des Verwaltungsrats, indem sie die Grundlinien und Vorgaben umsetzen, die der Verwaltungsrat aufstellt. Als Managementholding verfügt die Deufol SE nicht über eigenes Kundengeschäft, sondern erfüllt neben administrativen Unterstützungsleistungen im Wesentlichen Führungs- und Steuerungsaufgaben. Dazu gehören u. a. die Festlegung und Entwicklung der strategischen Geschäftsfelder, die unternehmensübergreifende Akquisition und Bindung strategischer Kunden und Partner sowie das Management der Geschäftsbeziehung mit diesen, die Besetzung von Führungspositionen und die Steuerung des Kapital- und Liquiditätsflusses innerhalb der Gruppe. Darüber hinaus zeichnet die Deufol SE für die Entwicklung der Marke "Deufol" verantwortlich und entwickelt gruppenweite Standards und Tools sowie insbesondere digitale Lösungen für die Geschäftsabwicklung. Die Geschäftsführer und Standortverantwortlichen leiten und verantworten vor Ort die operativen Geschäftsprozesse unter Berücksichtigung der regionalen Gegebenheiten. Ihre Führung erfolgt im Rahmen von jährlichen Budgetplanungen durch auf die strategische Ausrichtung abgestimmte Zielvereinbarungen sowie durch regelmäßige Kommunikation der Ergebnisse im erweiterten Führungskreis der Deufol Gruppe, vertreten durch das regionale und zentrale Management, als auch durch die Führung der regionalen Führungsgremien. Darüber hinaus legen interne Corporate Governance-Richtlinien Zustimmungsvorbehalte für bestimmte Geschäfte fest, wie z. B. für Investitionsvorhaben, die eine bestimmte finanzielle Größenordnung übersteigen. Als global aufgestellter Premium-Dienstleister im Bereich Verpackungsdienstleistungen und angrenzender Services bietet Deufol ihren weltweit tätigen Kunden ganzheitliche Lösungen, die deren Leistungsangebot unterstützen. Die Deufol erweitert ihr Dienstleistungsportfolio stetig um ergänzende Zusatzservices und selbst entwickelte Softwarelösungen, die den Logistikprozess End-to-End weit über den Verpackungsprozess hinaus abdecken und in ein intelligentes Dienstleistungspaket einbetten. Unsere Leistungen sind in die folgenden vier Servicebereiche untergliedert:
Verpackung und LogistikDer Servicebereich Verpackung und Logistik bildet weiterhin unsere Kernkompetenz ab und fokussiert somit auf alle Verpackungsaktivitäten im Industrie- und Exportgüterbereich. Wir sind mit allen Materialien und Möglichkeiten vertraut, um individuelle Verpackungen für einzigartige Produkte zu konstruieren und nachhaltig zu gestalten. Außerdem bieten wir fachliche Beratung rund um die Logistik an und analysieren und optimieren die Prozesse unserer Kunden, um Einsparungspotenziale bei Zeit, Material und Kosten offenzulegen und realisierbar zu machen. Weiterhin bieten wir Warehousing-Dienstleistungen an und expandieren in den Bereich der Inhouse-Logistik und des Onsite-Materialmanagements unserer Kunden. Auch angrenzende Dienstleistungen, wie die Einlagerung von Gütern und die De- und Remontage von Industrieanlagen, Großmaschinen und Projektaufträgen, ergänzen unser Angebot. Somit stellen wir für unsere Kunden einen Komplettservice rund um den Verpackungs- und Logistikprozess: Planung, Ausführung und Nachverfolgung - individuell abgestimmt, integriert und optimiert. Zunehmend an Relevanz gewinnt zudem unser Angebot an Hub-Lösungen, mit denen wir in wichtigen Hafengebieten, aber auch im Binnenland den Kunden die Konsolidierung der unterschiedlichen Komponenten für die Aufträge aus dem Anlagenbau und dem Projektgeschäft ermöglichen. Gleichzeitig organisieren wir hiermit für den Kunden den Transport seiner Anlagen und Komponenten mit optimierten Abläufen und optimierter Verpackung sowie reduzierten Ladungsträgern besonders ressourcenschonend und nachhaltig. Wir bauen das Hub-Konzept weiter aus und verstärken weiterhin unser Netzwerk im In- und Ausland. Bereits im Jahr 2022 haben wir unser Portfolio um das Angebot von Outbound-Hubs erweitert. Dazu haben wir in einem ersten Schritt einen Standort in Houston (Texas) eröffnet. Mit Outbound-Hubs bieten wir die Lagerung und Konsolidierung von Komponenten in der Zielregion des Endkunden der Anlagen und Projekte an, um so die Abhängigkeiten von den Seefracht-Kapazitäten zu reduzieren und die Flexibilität unserer Kunden zur Belieferung an deren Endkunden zu erhöhen. Das Konzept ermöglicht zudem eine weitere Optimierung des Container-Staus und somit eine Reduktion des benötigten Frachtraums für den Überseetransport und eine Vermeidung kurzfristiger Luftfracht-Notwendigkeiten. Somit tragen wir in großem Umfang dazu bei, die Wertschöpfungsketten unserer Kunden nachhaltiger zu gestalten und die resultierenden CO 2 -Belastungen der Kunden-Projektlogistik deutlich zu reduzieren. Insgesamt werden wir so immer stärker zu einem End-to-End-Supply-Chain-Dienstleister, indem wir unsere Geschäftstätigkeiten über den gesamten Logistikprozess hinweg erweitern. Durch diese strategische Erweiterung unserer Dienstleistungen stellen wir nicht nur unsere Rolle als wesentlicher Partner in der Supply Chain unserer Kunden sicher, sondern heben uns auch deutlich von traditionellen Verpackungsanbietern ab. ProduktionDas langjährige Know-how aus unserem Kerngeschäft nutzen wir im Servicebereich Produktion auch für die Herstellung und den Vertrieb von optimiertem Verpackungsmaterial. Unsere Erfahrung erstreckt sich auf die verschiedensten Verpackungsdesigns, auf Prototypenbau und Montage sowie auf die automatisierte Fertigung von Verpackungen. Neben der Weiterentwicklung individueller Verpackungslösungen beschäftigen wir uns mit der Erarbeitung von Standards für die Verpackung, die zur Reduktion des Materialverbrauchs und somit zur Produktnachhaltigkeit beitragen und einem Kostenanstieg damit entgegenwirken wie auch die Wiederverwendbarkeit von Verpackungsmitteln ermöglichen. Die Einzel- und Serienfertigung wird im Rahmen dieses Servicebereichs sowohl genutzt, um direkt für unsere Kunden im Rahmen der Verpackung bestmögliche Resultate zu erzielen, als auch, um an Dritte verkauft zu werden. Letztlich verfolgen wir damit drei Ziele: den reibungslosen Ablauf aller Prozesse, die Senkung von Stück- und Prozesskosten sowie die ressourcenschonende und nachhaltige Verwendung von Rohstoffen. IT ServicesKomplexe Lieferketten verlangen sorgfältige Planung und durchgängige Überwachung. Wir kennen die Herausforderungen rund um die Supply Chain und entwickeln für unsere Kunden die effizienteste und sicherste Lösung. Dank eigenentwickelter IT-Tools können wir komplexe Kundenprozesse analysieren und Verschwendungen eliminieren. Um den ordnungsgemäßen Zustand verpackter Ware auf dem gesamten Transportweg sicherzustellen, nutzen wir unsere eigene Supply Chain Management Software (D-SCS) in Kombination mit unserer Fotodokumentations-App, welche auf allen gängigen mobilen Endgeräten über die App Stores (Android und iOS) verfügbar ist. Auch im Verpackungsprozess selbst nutzen wir IT-Lösungen wie unser anspruchsvolles CAD-Design für das Verpackungsmaterial, um Material- und Kosteneinsparpotenziale zu realisieren. Über unsere Anwendung D-SCS (Deufol Supply Chain Solution) ermöglichen wir zudem die End-To-End-Abwicklung der Logistikprozesse weit über die Verpackung und den Transport hinaus. Indem wir fortschrittliche IT-Lösungen, maßgeschneiderte Logistikservices und tiefgreifende Branchenkenntnisse integrieren, bieten wir unseren Kunden eine nahtlose Verbindung zwischen Produktion, Verpackung, Lagerung und Transport. Diese ganzheitliche Betrachtung der Lieferkette ermöglicht es Deufol, proaktiv auf Kundenbedürfnisse zu reagieren, Effizienzen zu steigern und die Komplexität in der Logistik zu reduzieren. Real EstateDie räumliche Nähe zu unseren Industriekunden und ihren Produkten entscheidet über unseren Erfolg, denn Verpackungslösungen werden direkt vor Ort benötigt. Der Servicebereich Real Estate bildet die Basis für die optimierte Nutzung unserer Standorte und Immobilien. Durch die Bündelung der komplexen unternehmensspezifischen Real Estate-Aktivitäten gewährleisten wir Kostenvorteile und optimale Auslastung unserer Standorte im Immobilien-Portfolio. Das Vorhalten eigener Immobilien an strategischen Standorten wie Häfen und anderen Logistik-Hubs sowie zentralen Produktionsstandorten sichert langfristig optimierte Logistikwege und die Investitionen in die modernen Produktionsstätten. Darüber hinaus bietet diese Strategie unseren Kunden zusätzliche Mehrwerte wie Flexibilität in der Lieferkette, beschleunigte Markteinführungszeiten und eine Verringerung der Umweltauswirkungen durch verkürzte Transportwege. Diese Vorteile unterstützen nicht nur die operative Effizienz, sondern tragen auch zu einer nachhaltigen, wirtschaftlich erfolgreichen Partnerschaft mit unseren Kunden bei. Standorte des KonzernsGlobal aufgestellt mit Standorten in vierzehn LändernDie Begriffe Standort und Absatzmarkt können im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der Gruppe weitgehend synonym verwendet werden. Als Dienstleister erbringen wir unsere Leistungen überwiegend kunden- bzw. projektspezifisch, sodass die Umsätze in der Regel dort anfallen, wo die Leistung erbracht wird. In Deutschland haben wir zum 31. Dezember 2023 51 Standorte betrieben, an denen insgesamt 66,8 % des Konzernumsatzes erwirtschaftet werden. Im übrigen Europa, in dem rund 26,0 % des Geschäfts getätigt werden, befinden sich 32 operative Betriebsstätten, die sich auf die Länder Belgien, Frankreich, Italien, Österreich, Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn und Polen verteilen. Auch in den Niederlanden können wir über eine Kooperation unsere Services anbieten. In den USA/Rest der Welt, die rund 7,2% zu den Erlösen beitragen, verfügen wir über insgesamt acht Standorte. Unser Geschäft in den USA haben wir bereits im Vorjahr um ein Outbound-Hub in Houston (Texas) ergänzt, welches im Berichtsjahr um weitere Satelliten erweitert wurde, und bieten die Lagerung und Konsolidierung von Komponenten in den USA an, um den amerikanischen Kontinent aus Europa leichter versorgen zu können. Durch die Outbound-Hub-Lösung können die Kunden vor dem Hintergrund der geänderten Rahmenbedingungen im internationalen Frachtverkehr ihre Transporte nach Übersee besser planen und die Waren in den USA zwischenlagern und abhängig von den Bedürfnissen der Endkunden ohne erneuten Seetransport anliefern. Einschließlich des Outbound-Hubs verfügt die Deufol über insgesamt sechs Standorte in den USA. In Asien sind wir als Gruppe in Singapur vertreten und bieten daneben gemeinsam mit einem Joint-Venture-Partner in Yantai in der Volksrepublik China unsere Dienstleistungen an. Darüber hinaus besteht - ebenfalls in China - eine Franchise-Lösung mit Sitz in Suzhou. Die Aufteilung nach Regionen verteilt sich wie folgt:
Regionenorientierte SegmentstrukturDie Führungs- und Berichtsstruktur orientiert sich an folgenden geografischen Bereichen, die zum Zwecke der Steuerung zusammengefasst werden:
WettbewerbssituationUnverändert hohe Kundenbindung bei unterschiedlicher WettbewerbsintensitätDie Gruppe ist mit ihren Dienstleistungen und der Präsenz in verschiedenen Regionen unterschiedlichen Wettbewerbssituationen ausgesetzt. Im Verlauf des Jahres 2023 waren diese durch unterschiedliche Einflussfaktoren gekennzeichnet. Die Bedeutung der Themen der Rohstoffverfügbarkeit und hoher sowie volatiler Rohstoffpreise nahm im Jahr 2023 grundsätzlich weiter ab; insbesondere hinsichtlich des Rohstoffes Holz und verwandter Materialien stagnierten die Preise größtenteils oder entwickelten sich unterjährig rückläufig. Auch die Energiekrise, die mit drastisch ansteigenden Preisen und Sorgen um die Energiesicherheit einherging, verlor im Jahresverlauf an Schärfe. Deutlich steigende Personalkosten - bei gleichzeitigem Fachkräftemangel - und Frachtraten für den Land- und Seetransport blieben jedoch ein gewichtiger Faktor für die Wettbewerbssituation, deren Entwicklung hin zu einer stärkeren Preisorientierung und einer Verfügbarkeit von Personal anhielt. Vor diesem Hintergrund blieb für unsere Kunden insbesondere die Möglichkeit bedeutsam, unterschiedliche Komponenten zu einer optimierten Sendung zwischenlagern und konsolidieren zu lassen. Die starke Marktposition in Deutschland und in Europa sowie die hohe Kundenbindung zeigten sich im Jahr 2023 erneut als klarer Vorteil des Konzerns. Die Größenvorteile konnten genutzt werden, um in dem fragmentierten Markt Kunden zu halten und darüber hinaus neue zu gewinnen. Die stetige Ausweitung der von Deufol angebotenen Produkte und Dienstleistungen, die Ausweitung des Leistungsangebots entlang der Logistikkette und die Abrundung durch integrierte digitale Lösungen hat die Wettbewerbsposition von Deufol weiter gestärkt und in Teilen ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Der Auf- und Ausbau von Hub-Lösungen sowohl in Europa als auch seit 2022 in den USA erhöht die Vorteile für die Kunden weiter und reduziert Schnittstellen und Ressourcenverbrauch. Dies erzielt auch positive Effekte für eine nachhaltige Logistikkette. Die hohe Integration in die Logistikprozesse der Kunden stärkt vorhandene Kundenbindungen weiter und ermöglicht zudem die Gewinnung weiterer Marktanteile in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. Um hier auch zukünftig die Wettbewerbsposition zu stärken, entwickelt Deufol stetig neue, vornehmlich digitale Lösungen für den Markt sowie kundenspezifische Zusatzleistungen. Nicht nur die stetige Überprüfung, Optimierung und Erweiterung unserer Produkt- und Dienstleistungspalette erweist sich als ein Wettbewerbsvorteil, sondern auch die breit gefächerte geografische Präsenz des Konzerns, um unseren global tätigen Kunden an verschiedensten Standorten das vertraute Leistungsportfolio in der bekannten Qualität anbieten zu können. Insofern sehen wir auch die räumliche Expansion als einen wichtigen strategischen Wachstumstreiber zur Gewinnung von Marktanteilen und werden unsere weltweite Präsenz im Geschäftsjahr 2024 weiter ausbauen. Forschung und EntwicklungKeine Forschungsaufwendungen im herkömmlichen SinneBei einem Dienstleister wie der Deufol Gruppe fallen keine Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im herkömmlichen Sinne an. Vielmehr entwickeln wir im Zuge der Vorbereitung neuer Projekte oder durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden ständig neue Produkte, innovative Dienstleistungen und IT-Lösungen zur Steigerung der Prozesseffizienz. Beispielsweise haben wir in den Vorjahren unser Standardpaletten- und Standardkistensystem "Deufol ConPAL/DS-BOX" erfolgreich im Markt eingeführt. Dieses System ermöglicht unseren Kunden mehr Flexibilität und eine schnellere Belieferung. Auch im Jahr 2023 haben wir intensiv an der stetigen Optimierung sowohl unserer IT-Lösungen als auch der Verpackungskonstruktionen gearbeitet. Stärkung der Nachhaltigkeit durch Optimierung des Produkt- und LeistungsangebotsWir nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung ernst und legen großen Wert auf Nachhaltigkeit, wie auch in unserem Leitbild verankert. Die Integration dieser Werte in unser tägliches Handeln ist für uns von zentraler Bedeutung. Im Rahmen unserer "Go Green"-Initiative verbessern wir kontinuierlich unser Produkt- und Dienstleistungsangebot, insbesondere in der Verpackungsentwicklung. Wir erweitern aktiv den Einsatz wiederverwendbarer Verpackungselemente, reduzieren Schädlingsbefall in Holzverpackungen durch innovative Materialmischungen mit geringerem Holzanteil und erkunden kontinuierlich neue Einsatzmöglichkeiten zur Förderung der Kreislaufwirtschaft. Unser Ziel ist es, den Materialeinsatz zu verringern, die Abfallmenge bei der Verpackungsherstellung zu minimieren und eine nachhaltigere Nutzung zu garantieren. Zusätzlich verbessern wir ständig unsere Produktionsmethoden, um effizienter und umweltfreundlicher zu agieren. Mit unserem Hub-Konzept optimieren wir die Vorbereitung und Verpackung von Lieferungen, wodurch die Verwendung von Verpackungs- und Ladungssicherungsmaterialien reduziert wird, was nicht nur die Effizienz steigert, sondern auch die Umweltauswirkungen verringert. WirtschaftsberichtWirtschaftliche Rahmenbedingungen
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Angaben
in Mio. € |
2023 | 2022 |
| Verpackung und Logistik | 275,8 | 253,1 |
| Anteil (%) | 93,8 | 93,2 |
| Produktion | 15,3 | 16,2 |
| Anteil (%) | 5,2 | 6,0 |
| IT Services | 0,3 | 0,1 |
| Anteil (%) | 0,1 | 0,0 |
| Real Estate | 2,3 | 2,1 |
| Anteil (%) | 0,8 | 0,8 |
| Holding | 0,2 | 0,1 |
| Anteil (%) | 0,1 | 0,0 |
| Summe | 294,0 | 271,6 |
Die Relation von Materialaufwand zur Gesamtleistung verzeichnete mit 36,5 % (Vorjahr 39,9 %) eine deutliche Verbesserung. Dabei sank der Anteil der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogenen Waren um 4,0 Prozentpunkte auf 20,7 % (Vorjahr 24,7 %). Ursächlich für diese Entwicklung war vornehmlich die weitere Stabilisierung und Entspannung der marktseitigen Beschaffungspreise für die wesentlichen Rohstoffe der Deufol; daneben trugen die intensiven Bestrebungen der Deufol zu einem möglichst effizienten Ressourceneinsatz Früchte. Der Anteil der bezogenen Leistungen hat sich dagegen geringfügig von 15,2 % im Vorjahr auf 15,8 % erhöht.
Die Personalaufwendungen lagen mit 106,5 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert von 91,8 Mio. €; die auf die Gesamtleistung bezogene Personalaufwandsquote stieg von 33,1 % im Vorjahr um einen Prozentpunkt auf nun 34,1 %. Die absolut gestiegenen Personalkosten sind vor allem auf die gestiegene Geschäftsaktivität sowie die zum Inflationsausgleich vorgenommenen Lohn- und Gehaltsanpassungen zurückzuführen; gleichzeitig erhöhte sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 2.203 (Vorjahr 2.079).
Die Abschreibungen stiegen signifikant von 20,8 Mio. € im Vorjahr auf nun 29,5 Mio.€ im Berichtsjahr an; dies ist im Wesentlichen auf eine außerplanmäßige Abschreibung auf Firmenwerte in Höhe von 8,1 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) zurückzuführen.
Die Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen hat sich ebenfalls deutlich erhöht (+ 4,9 Mio. € auf 46,1 Mio. €); hierzu haben auch erhöhte Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit dem Abschluss und der Umsetzung der Vergleichsvereinbarung beigetragen. Relativ gesehen konnte die Aufwandsquote jedoch mit einem Wert von 14,7 % gegenüber dem Vorjahr konstant gehalten werden.
Trotz diverser kostenseitiger Herausforderungen ist die Kostenquote insgesamt auf 94,7 % (Vorjahr 95,3 %) der Gesamtleistung gesunken; dies korrespondiert mit einer Steigerung der EBIT-Marge von 4,7 % auf 5,3 %.
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Angaben
in Mio. € |
2023 | 2022 |
| Materialaufwand | 114,0 | 110,6 |
| in % der Gesamtleistung | 36,5 | 39,9 |
| Personalaufwand | 106,5 | 91,8 |
| in % der Gesamtleistung | 34,1 | 33,1 |
| Abschreibungen | 29,5 | 20,8 |
| in % der Gesamtleistung | 9,4 | 7,5 |
| Sonst. betriebliche Aufwendungen | 46,1 | 41,2 |
| in % der Gesamtleistung | 14,7 | 14,8 |
| Summe | 296,1 | 264,4 |
| in % der Gesamtleistung | 94,7 | 95,3 |
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Wertminderungen (EBITDA) belief sich auf 46,1 Mio. € nach 33,7 Mio. € im Vorjahr; die EBITDA-Marge betrug 14,7 % (Vorjahr 12,2%). Die Abschreibungen auf Sachanlagen lagen mit 20,3 Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau (19,0 Mio. €). Die Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr dagegen rückläufig auf 1,1 Mio. € (Vorjahr 1,8 Mio. € einschließlich einer außerplanmäßigen Abschreibung auf einen erworbenen Kundenstamm in Höhe von 0,1 Mio. €). Das operative Ergebnis vor Wertminderungen auf Firmenwerte (EBITA) verzeichnete in der Berichtsperiode einen deutlichen Anstieg auf 24,8 Mio. € (Vorjahr 12,9 Mio.€). Die EBITA-Marge betrug 8,0% (Vorjahr 4,7 %). Im Berichtsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Firmenwert des Segments Deutschland i. H. v. 8,1 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) vorgenommen. Somit belief sich das operative Ergebnis (EBIT) auf 16,6 Mio. € (Vorjahr 12,9 Mio. €); entsprechend verzeichnete die EBIT-Marge ebenfalls einen deutlichen Anstieg von 4,7 % im Vorjahr auf nunmehr 5,3 %.
Das negative Finanzergebnis stieg von -3,0 Mio.€ auf - 5,5 Mio. € an. Die Zinserträge erhöhten sich dabei von 0,1 Mio. € auf 0,4 Mio. €. Die Gewinne aus Beteiligungen sowie das übrige Finanzergebnis trugen wie im Vorjahr mit Erträgen i. H. v. 0,5 Mio. € zum Finanzergebnis bei. Die Zinsaufwendungen beliefen sich in Summe auf -6,4 Mio. € nach -3,6 Mio. € im Vorjahr; diese Erhöhung spiegelt vor allem den signifikanten Anstieg des Zinsniveaus am Geld- und Kapitalmarkt wider, der auch Finanzierungen des Working Capital betrifft.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) belief sich im Berichtsjahr auf 11,2 Mio. € (Vorjahr 10,0 Mio.€). Der gesamte Steueraufwand betrug 4,1 Mio. € nach 3,4 Mio. € im Vorjahr. Während der laufende Steueraufwand aus Einkommen- und Ertragsteuern insbesondere aufgrund des deutlichen Anstiegs des EBITA eine Erhöhung auf 3,0 Mio. € (Vorjahr 1,9 Mio. €) verzeichnete, reduzierte sich der Aufwand aus latenten Steuern geringfügig auf 1,2 Mio. € (Vorjahr 1,5 Mio. €). Wie im Vorjahr ist der Aufwand aus latenten Steuern im Wesentlichen auf Effekte im Bereich der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge zurückzuführen, wohingegen sich die übrigen positiven und negativen Effekte aus latenten Steuern annähernd ausgleichen.
Damit ergibt sich ein Periodenergebnis i.H.v. 7,0 Mio. € (Vorjahr 6,6 Mio. €). Auf die nicht beherrschenden Anteile entfiel hierbei ein Betrag von 3,6 Mio. € (Vorjahr 3,5 Mio. €).
Das Gesamtergebnis nach Steuern betrug im abgelaufenen Jahr 6,7 Mio. € (Vorjahr 7,1 Mio. €). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr resultiert vornehmlich aus den direkt mit dem Eigenkapital verrechneten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i. H. v. - 0,5 Mio. €, denen im Vorjahr Erträge von +0,3 Mio. € gegenüberstanden.
| Angaben in % vom Umsatz | 2023 | 2022 |
| EBITDA-Marge | 14,7 | 12,2 |
| EBIT-Marge | 5,3 | 4,7 |
| EBT-Marge | 3,6 | 3,6 |
| Nettoergebnismarge | 2,2 | 2,4 |
Innerhalb der Lion's Place Gruppe existieren mehrere Finanzierungskreise, die weitestgehend unabhängig voneinander agieren. In Europa wurde die zentrale Konsortialfinanzierung im Berichtsjahr neu aufgesetzt und bietet in ihrer Ausgestaltung bis in das Jahr 2028 hinein ausreichende finanzielle Freiräume, um neben dem operationellen Tagesgeschäft auch anfallende strategische Chancen umsetzen zu können. Daneben befinden sich andere Finanzierungskreise in den USA, in Tschechien, in Belgien, in Ungarn und in Österreich, die teils unabhängig sind und teils direkt oder indirekt mit der zentralen Konsortialfinanzierung verzahnt sind.
Dem Konzern stehen Kreditlinien bei verschiedenen Kreditinstituten i. H. v. 49,6 Mio. € (Vorjahr 38,6 Mio. €) zur Verfügung, die zum 31. Dezember 2023 i. H. v. 6,5 Mio. € (Vorjahr 18,6 Mio. €) ausgenutzt waren. Die bilanzierten variabel verzinslichen Darlehen unterliegen marktüblichen Zinsänderungsrisiken. Der durchschnittliche gewichtete Zinssatz für Kredite betrug im Geschäftsjahr 2023 5,97% (Vorjahr 3,74%). Die zu zahlenden Kreditmargen sind teilweise abhängig von der Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen (so genannter Covenants).
Die finanzielle Ausstattung der Gruppe ist nach Einschätzung der Geschäftsführung ausreichend, um Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachzukommen.
Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns betrugen zum Stichtag 101,6 Mio. € (Vorjahr 103,2 Mio. €).
Die Netto-Finanzverbindlichkeiten, definiert als Summe von Finanzverbindlichkeiten minus Finanzforderungen und Zahlungsmittel, stiegen bei rückläufigen Zahlungsmitteln (-2,7 Mio. €) und zwar von 85,3 Mio. € am 31. Dezember 2022 um 1,0 Mio. € auf 86,3 Mio. € zum Ende des Berichtsjahres. Der Saldo aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Sichtguthaben bei Kreditinstituten konnte infolge des positiven operativen Cashflow, insbesondere auch Zahlungsmittelzuflüssen i. H. v. 4,4 Mio. € aus der zuvor erwähnten Vergleichsvereinbarung, deutlich von -40,0 Mio.€ im Vorjahr auf nunmehr -30,6 Mio. € zurückgeführt werden.
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Angaben
in Mio. € |
2023 | 2022 |
| Kreditinstitute | 45,4 | 57,6 |
| davon kurzfristig | 6,4 | 12,8 |
| davon langfristig | 39,0 | 44,8 |
| Finanzierungsleasing | 44,9 | 34,3 |
| Sonstige | 11,2 | 11,3 |
| Summe | 101,5 | 103,2 |
Das Investitionsvolumen (ohne gemäß IFRS 16 bilanzierte Leasing-Sachverhalte) lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 5,8 Mio. € geringfügig unter dem Wert des Vorjahres (6,4 Mio. €).
Bedingt durch eine Umstrukturierung von Immobilienbesitz erfolgt seit 2018 ein Ausweis von Immobilien in der Bilanzposition "Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien". Eine ausschließlich von einem Großkunden für dessen Produktion benutzte Immobilie wurde dabei mit dem aktuellen Zeitwert angesetzt. Der Zeitwert hat sich in der Berichtsperiode im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Mio. € vermindert (im Vorjahr Verminderung des Zeitwertes um 0,1 Mio.€).
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen verringerten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht von 5,5 Mio. € im Vorjahr auf 4,6 Mio. €, wohingegen sich die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte geringfügig von 0,9 Mio. € auf 1,2 Mio. € erhöhten. Die Investitionsquote als Verhältnis von Sachanlageinvestitionen zum Umsatz belief sich auf 1,6 % (Vorjahr 2,0 %).
Der größte Posten der Sachanlageinvestitionen entfiel mit 2,0 Mio. € auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Es folgten mit 1,0 Mio. € Grundstücke und Gebäude sowie mit 0,5 Mio. € technische Anlagen und Maschinen. Die Investitionen in geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau betrugen 1,0 Mio. €.
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Angaben
in Mio. € |
2023 | 2022 |
| Deutschland | 2,3 | 1,7 |
| Übriges Europa | 2,0 | 1,9 |
| USA / Rest der Welt | 0,3 | 1,8 |
| Holding | 1,2 | 1,0 |
| Summe | 5,8 | 6,4 |
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sind gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen (21,4 Mio. € nach 20,8 Mio.€ im Vorjahr). Die Abschreibungen auf Sachanlagen betrugen dabei 20,3 Mio. € nach 19,0 Mio. € im Vorjahr. Davon betrafen 14,5 Mio. € (13,3 Mio. € im Vorjahr) die Abschreibung der geleasten Vermögenswerte (IFRS 16). Die Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte betrugen 1,1 Mio.€ nach 1,8 Mio. € im Vorjahr. Im Berichtsjahr fielen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 8,1 Mio.€ auf den Firmenwert der CGU und des Segments "Deutschland" an (Vorjahr 0,1 Mio. € außerplanmäßige Abschreibung eines im Segment USA / Rest der Welt bestehenden Restbuchwertes für einen erworbenen Kundenstamm).
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Angaben
in Mio. € |
2023 | 2022 |
| Deutschland | 20,9 | 13,1 |
| Übriges Europa | 4,7 | 4,5 |
| USA / Rest der Welt | 2,9 | 2,1 |
| Holding | 1,0 | 1,1 |
| Summe | 29,5 | 20,8 |
Der betriebliche Cashflow betrug in der Berichtsperiode 35,4 Mio. € und lag damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (35,0 Mio. €). Aus dem Abschluss einer Vergleichsvereinbarung resultierten nach Abzug der korrespondierenden Aufwendungen Erträge in Höhe von 10,3 Mio. €, die zu dem erheblich höheren operativen Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) beitrugen, sich im Berichtsjahr jedoch netto nur i. H. v. 3,0 Mio. € als Zahlungsmittelzuflüsse auswirkten.
Im Working Capital konnten die positiven Effekte aus dem Abbau des Vorratsvermögens i.H.v. 1,8 Mio. € (Vorjahr Zunahme um -0,2 Mio. €) die Liquiditätsbelastung aus der Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei gleichzeitigem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von - 1,1 Mio. € (Vorjahr: positiver Effekt von 0,5 Mio. €) überkompensieren.
Aus der Veränderung der übrigen Bilanzposten (ohne Berücksichtigung der zum Stichtag bilanzierten Forderungen aus der Vergleichsvereinbarung) ergab sich eine Minderung des Cashflow i. H. v. - 1,7 Mio. € gegenüber einem positiven Effekt von 2,1 Mio. € im Vorjahr.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf - 5,2 Mio. € (Vorjahr - 5,7 Mio. €). Die in das Anlagevermögen getätigten zahlungswirksamen Investitionen betrugen 5,8 Mio. € (Vorjahr 6,4 Mio. €). Nennenswerte Zuflüsse aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen (Vorjahr 0,2 Mio. €); Zuflüsse aus dem Abgang von Geschäftseinheiten i.H.v. 0,4 Mio. € resultierten ebenso wie der Wert des Vorjahres mit 0,2 Mio. € aus planmäßigen Begleichungen von Kaufpreisraten bzw. -komponenten für eine im Geschäftsjahr 2021 veräußerte Tochtergesellschaft. Für die 50%ige Beteiligung an einer ab dem Berichtsjahr At-Equity in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft fielen Auszahlungen von 0,3 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) an. Die zahlungswirksamen Veränderungen der Finanzforderungen beliefen sich auf -0,1 Mio. €, die Einzahlungen aus erhaltenen Zinsen und Dividenden betrugen 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €).
Der freie Cashflow, der sich aus dem Cashflow der betrieblichen Geschäftstätigkeit und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit zusammensetzt, verzeichnete dementsprechend einen Anstieg auf 30,2 Mio. € (Vorjahr 29,3 Mio. €).
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug - 32,9 Mio. € (Vorjahr -26,5 Mio. €). Dabei wurden Bankverbindlichkeiten um netto 12,1 Mio. € (Vorjahr 9,9 Mio. €) und die sonstigen Finanzverbindlichkeiten zahlungswirksam um netto 14,1 Mio. € (Vorjahr 13,3 Mio. €) getilgt. Wesentliche weitere Mittelabflüsse resultierten aus gezahlten Zinsen i.H.v. 6,0 Mio. € (Vorjahr 3,3 Mio. €).
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gingen um 2,7 Mio. € auf 14,8 Mio. € per 31. Dezember 2023 zurück.
Die Bilanzsumme der Gruppe erhöhte sich 2023 geringfügig um 0,8 % oder 2,1 Mio. € auf 272,0 Mio. €. Auf der Aktivseite stiegen die langfristigen Vermögenswerte im Stichtagsvergleich um 1,9% von 197,5 Mio. € auf 201,3 Mio. €. Das Sachanlagevermögen verzeichnete einen substanziellen Anstieg von 100,6 Mio. € auf 109,2 Mio. €. Der Abschreibungsgrad der Sachanlagen (Verhältnis von kumulierten Abschreibungen zu historischen Anschaffungskosten) nahm im Jahresvergleich um 1,3 Prozentpunkte auf 50,6 % zu, und die Sachanlagenintensität, also das Verhältnis von Sachanlagen zur Bilanzsumme, erhöhte sich von 37,3 % auf 40,1 %. Der Buchwert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien hat sich aufgrund der Anpassung an den aktuellen Fair Value um 0,2 Mio. € vermindert. Auf den Firmenwert wurde im Berichtsjahr eine außerplanmäßige Abschreibung über 8,1 Mio.€ vorgenommen. Die Anteile an assoziierten Unternehmen erhöhten sich auf 2,5 Mio. €. Bei den anderen langfristigen Vermögenswerten haben sich die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um 4,5 Mio. € erhöht; hierin sind zwei aus der im Berichtsjahr geschlossenen Vergleichsvereinbarung resultierende Ratenzahlungen enthalten, die der Deufol SE vereinbarungsgemäß in den Jahren 2025 und 2026 zufließen werden und die zum Bilanzstichtag mit Barwerten von insgesamt 4,2 Mio. € bilanziert waren. Die latenten Steueransprüche haben sich um 1,5 Mio. € reduziert. Ansonsten ergaben sich keine wesentlichen Änderungen.
Die kurzfristigen Vermögenswerte verzeichnen einen Rückgang auf 70,7 Mio. € (Vorjahr 72,4 Mio. €). Die Vorräte sind dabei um 1,9 Mio. € auf 14,7 Mio. € zurückgegangen. Demgegenüber erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geringfügig um 0,8 Mio. € auf 34,4 Mio. €. Die Zahlungsmittel sanken um 2,7 Mio. € auf 14,8 Mio. €. Die übrigen Posten der kurzfristigen Vermögenswerte verzeichneten in Summe einen Anstieg um 2,2 Mio. € auf 6,7 Mio.€.
Das Working Capital als Differenz zwischen kurzfristigem Vermögen und kurzfristigen, nichtzinstragenden Verbindlichkeiten blieb mit 31,8 Mio.€ (Vorjahr: 32,0 Mio. €) annähernd konstant.
Das Eigenkapital des Konzerns lag am Ende des Geschäftsjahres 2023 bei 114,7 Mio.€ (angepasster Vorjahreswert 109,6 Mio.€; siehe Anmerkungen im Anhang); die Eigenkapitalquote stieg auf 42,2 % (Vorjahr 40,6%). Die Erhöhung des Eigenkapitals resultierte aus dem Periodenergebnis (7,0 Mio. €), wohingegen sich rückläufige Effekte im Wesentlichen aus der im Berichtsjahr geleisteten Dividendenzahlung an Minderheiten (-0,6 Mio. €) ergaben. Das sonstige Ergebnis beinhaltet vornehmlich Währungseffekte, ergebnisneutrale Effekte aus Cashflow Hedges sowie aus den Pensionsrückstellungen resultierende versicherungsmathematische Gewinne und hat sich im Berichtsjahr auf -0,3 Mio. € verringert.
Die langfristigen Schulden erhöhten sich marginal um 0,6 Mio. € auf 95,8 Mio. €; dies ist insbesondere auf einen geringfügigen Anstieg der langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 0,5 Mio. € auf 79,0 Mio. € zurückzuführen. Ansonsten ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verzeichneten einen Rückgang um 3,6 Mio. € auf 61,5 Mio. €. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten fielen per saldo um 2,1 Mio. € auf 22,6 Mio. €. Dies resultiert hauptsächlich aus der Rückführung kurzfristiger Darlehen, wohingegen die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten einen wesentlichen Anstieg verzeichneten. Auch die sonstigen Verbindlichkeiten entwickelten sich rückläufig (- 1,2 Mio. € auf 14,3 Mio. €), wohingegen in den übrigen Posten einschließlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen keine wesentlichen Veränderungen zu verzeichnen waren.
Im Jahresdurchschnitt waren 2.203 Mitarbeiter bei der Gruppe tätig. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 124 Personen bzw. 6,0%. Im Inland belief sich die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten auf 1.340 (Anteil 60,8%), während im Ausland 863 Mitarbeiter (Anteil 39,2 %) angestellt waren. In den operativen Standorten in Deutschland waren im Jahresdurchschnitt mit 1.252 Mitarbeitern 68 Personen mehr als im Vorjahr beschäftigt. Im übrigen Europa stieg die durchschnittliche Mitarbeiterzahl um 44 Personen auf 767 Mitarbeiter. In den USA/Rest der Welt war eine Zunahme der Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt um 7 Personen auf 96 zu verzeichnen. Der Personalbestand der Holding ist im Vergleich zum Vorjahr um fünf Personen gestiegen und liegt bei 88 Mitarbeitern. Der Personalaufwand stieg im Berichtszeitraum um 16,1 % auf 106,5 Mio. €; zugleich erhöhte sich die Personalaufwandsquote als Verhältnis von Personalaufwand zur Gesamtleistung um einen Prozentpunkt auf 34,1 % (Vorjahr 33,1 %).
Die Servicequalität wird durch ein besonders ausgeprägtes Expertenwissen und die Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesichert. Während der vergangenen Geschäftsjahre gab es keine erhöhte Mitarbeiterfluktuation.
| 2023 | 2022 | |
| Inland | 1.340 | 1.267 |
| Ausland | 863 | 812 |
| Weiblich | 396 | 383 |
| Männlich | 1.807 | 1.697 |
| Gesamt | 2.203 | 2.079 |
| Stichtag: 31.12. | 2.226 | 2.094 |
Das Management dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz und ihre Flexibilität im Geschäftsjahr 2023.
Mit 196,1 Mio. € liegt der konsolidierte Umsatz in Deutschland im Jahr 2023 über den Erlösen des Vorjahres i.H.v. 184,6 Mio. €. Zwar zeigten sich die Materialpreisaufschläge infolge der Entwicklung an den Beschaffungsmärkten rückläufig, gleichwohl gelang es im Wesentlichen, inflationsbedingte Kostensteigerungen überzuwälzen. Darüber hinaus wirkten sich die Gewinnung von Marktanteilen und die Ausweitung des Geschäfts mit Bestandskunden positiv auf den Umsatz aus.
Das EBIT dieses Segments lag in der Berichtsperiode bei 4,0 Mio. € (Vorjahr 9,1 Mio. €). Hierin enthalten ist ein Ergebnisbeitrag aus dem Abschluss der Vergleichsvereinbarung in Höhe von 3,6 Mio. €. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass die im Berichtsjahr vorgenommene Firmenwertabschreibung über 8,1 Mio. € diesem Segment zugeordnet wurde und sich daher belastend auf die dargestellten Kennzahlen betreffend das EBIT und das EBT ausgewirkt hat. Die EBIT-Marge belief sich auf 1,7 % im Vergleich zum Vorjahr mit 4,3 %.
| Angaben | 2023 | 2022 |
| in Mio. € | ||
| Umsatz | 229,5 | 214,2 |
| Konsolidierter Umsatz | 196,1 | 184,6 |
| EBIT | 4,0 | 9,1 |
| EBIT-Marge (%) | 1,7 | 4,3 |
| EBT | 0,1 | 6,8 |
Im übrigen Europa erzielten wir einen konsolidierten Umsatz von 76,3 Mio. €, der ebenfalls über dem Vorjahr (67,5 Mio. €) lag. Dieser Umsatzanstieg ist darauf zurückzuführen, dass über alle Märkte des Segments hinweg eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit bei Bestandskunden und auch bei Neukunden generiert werden konnte.
Das Segment erzielte im abgelaufenen Jahr ein operatives Ergebnis (EBIT) von 9,3 Mio. € nach 7,7 Mio. € im Vorjahr. Die EBIT-Marge stieg auf 8,1 % im Vergleich zum Vorjahr mit 7,5 %.
|
Angaben
in Mio. € |
2023 | 2022 |
| Umsatz | 114,0 | 102,4 |
| Konsolidierter Umsatz | 76,3 | 67,5 |
| EBIT | 9,3 | 7,7 |
| EBIT-Marge (%) | 8,1 | 7,5 |
| EBT | 8,5 | 7,1 |
Auch im Segment USA / Rest der Welt konnte eine Steigerung der konsolidierten Umsätze von 19,4 Mio. € im Vorjahr auf 21,3 Mio. € im aktuellen Jahr erzielt werden. Zu diesem Anstieg hat insbesondere der in der zweiten Hälfte des Vorjahres neu eröffnete und im Berichtsjahr um Satellitenstandorte ausgeweitete Offsite Hub in Houston/Texas beigetragen, der von unseren Kunden bereits sehr gut angenommen wurde.
Das EBIT dieses Segmentes betrug 1,8 Mio. € (Vorjahr 0,7 Mio.€); die EBIT-Marge stieg entsprechend von 3,3 % auf 8,1 %.
|
Angaben
in Mio. € |
2023 | 2022 |
| Umsatz | 22,2 | 20,1 |
| Konsolidierter Umsatz | 21,3 | 19,4 |
| EBIT | 1,8 | 0,7 |
| EBIT-Marge (%) | 8,1 | 3,3 |
| EBT | 1,3 | 0,4 |
Das EBIT im Segment Holding betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,5 Mio.€ nach -4,4 Mio. € im Vorjahr. Diese Entwicklung ist vornehmlich zurückzuführen auf Erträge im Zusammenhang mit dem Abschluss der Vergleichsvereinbarung, die i. H. v. 6,7 Mio. € bei der Holding anfielen.
Mit unserem Jahresumsatz von 294,0 Mio. € haben wir unser ambitioniertes und im Juni 2023 angepasstes Umsatzziel für das Berichtsjahr voll erfüllt. Der wesentliche Grund für diese positive Entwicklung war die weiterhin stabile Industrieproduktion insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2023, wohingegen sich die geopolitischen Krisen bislang weniger stark auf die Geschäftstätigkeit unserer Kunden und damit auch auf uns auswirkten. So gelang es erneut, das Bestandskundengeschäft auszuweiten und Neukundengeschäft zu generieren; darüber hinaus konnte größtenteils eine Kompensation inflationsbedingter Preisanstiege erzielt werden.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 16,6 Mio. € und lag damit ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau. Bereinigt um die im EBIT enthaltenen Sondereffekte -einerseits den positiven Ergebnisbeitrag aus der im Berichtsjahr abgeschlossenen Vergleichsvereinbarung von rd. 10,3 Mio. € und andererseits die Belastung aus der nicht in der Prognose enthaltenen außerplanmäßigen Firmenwertabschreibung in Höhe von 8,1 Mio. €-ergibt sich ein EBIT von 14,4 Mio. €. Dieser bereinigte Wert liegt am oberen Ende des ursprünglich vorgesehenen Korridors und mittig innerhalb der im Juni 2023 angepassten Bandbreite.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist die wirtschaftliche Lage des Konzerns stabil. Gleichwohl bleiben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwierig, dies insbesondere durch die weltwirtschaftlichen Verwerfungen, die durch den Ukraine-Krieg ausgelöst und den Konflikt im Nahen Osten verschärft wurden. Nachhaltig erhöhte Preisniveaus auf Beschaffungs-, Kapital- und Arbeitsmärkten dämpfen die Investitionsbereitschaft und belasten die konjunkturelle Entwicklung in Europa und vor allem in Deutschland. Dies stellt uns ebenso wie unsere Kunden vor Herausforderungen.
Daher ist es unser Ziel, die Lieferketten unserer Kunden durch innovative Lösungen, die stetige Erweiterung unseres Leistungsportfolios und den Ausbau unserer globalen Präsenz effizienter zu gestalten und sie so bestmöglich dabei zu unterstützen, den vielfältigen Kostensteigerungen zu begegnen.
Im ersten Quartal 2024 zeigen alle Märkte und Regionen eine gute Entwicklung. Zwar ist mit einem Fortdauern der zuvor beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen zu rechnen, zumal sich derzeit ein Anstieg der Rohstoffpreise abzeichnet. Andererseits wurde im Juni 2024 mit ersten Schritten zur Reduktion des Zinsniveaus und damit der Finanzierungskosten begonnen.
Unsere Finanz- und Vermögenslage stellt sich weiterhin als ausgesprochen solide dar.
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Angaben
in Mio. € |
Umsatz | EBIT |
| Ursprüngliche Planung | 270-295 | 10-15 |
| Angepasste Planung | 280-305 | 12-17 |
| Ist-Zahlen | 294,0 | 16,6 |
Die Tochtergesellschaft Deufol SE ist eine Managementholding, deren Tochtergesellschaften im In- und Ausland Industrie-Dienstleistungen mit dem Schwerpunkt Industriegüterverpackung erbringen. Im Rahmen ihrer Holdingaufgaben stellt die Deufol SE u. a. die für das übergreifende Risikomanagement der Gruppe erforderlichen Ressourcen zur Verfügung und überwacht fortlaufend die Umsetzung der Risikopolitik und des Risikomanagements. Unternehmenssteuerung, Corporate Governance und Geschäftsordnung sowie Risikopolitik sind aufeinander abgestimmte Elemente innerhalb des Konzerns.
Um in den Regionen und Servicebereichen bei sich ständig verändernden Voraussetzungen und Erfordernissen erfolgreich zu bleiben und sich bietende Chancen zu nutzen, sind zwangsläufig Risiken einzugehen. Diese werden sorgfältig geprüft und im Rahmen einer Chancen-Risiko-Abwägung beurteilt. Die Unternehmensstrategie ist grundsätzlich darauf ausgerichtet, Geschäfte und die damit verbundenen Risiken in eigenen rechtlichen Einheiten zu konzentrieren, um damit mögliche negative Auswirkungen auf die Gruppe zu begrenzen.
Den fortlaufend identifizierten und überwachten Kernrisiken wird durch das Entwickeln geeigneter Maßnahmen Rechnung getragen. Zu den Kernrisiken zählen vor allem solche, die im Zusammenhang mit der Nutzung von Bestands- und Erfolgspotenzialen des Unternehmens stehen. Beispiele hierfür sind mögliche Kundenverluste aufgrund der Verlagerung von verpackungsnahen Produktionsstandorten oder der nicht ausreichend konsequente Ausbau der Marktführerschaft in den Kerngeschäftsfeldern von Deufol. Randrisiken und Restrisiken werden dann akzeptiert, wenn sie dargestellt und konkretisiert sind. Gewisse Randrisiken werden durch den Abschluss von Versicherungen externalisiert (Naturgewalten, Haftpflichtschäden etc.). Insbesondere wird das bewusste Eingehen von Risiken durch Corporate-Governance-Richtlinien (u. a. Geschäftsordnungen der Deufol SE und der Tochtergesellschaften) und die aktive Ausübung unserer Gesellschafterstellung in den Tochterunternehmen nur unter transparenten und kontrollierten Rahmenbedingungen ermöglicht.
Die geschäftsführenden Direktoren der Deufol SE halten für eine erfolgreiche Risikopolitik ein ausgeprägtes Risikobewusstsein in allen Bereichen für unerlässlich. Die Kenntnis von bestehenden Risiken und die Sensibilisierung für Risikopotenziale sind wichtige Bestandteile der Unternehmensführung und aufgrund der unterschiedlichen Risikofelder und deren individueller Ausprägungen innerhalb der einzelnen Tochtergesellschaften essenziell, um Risikopolitik erfolgreich gestalten zu können.
Grundsätzlich werden alle Tätigkeiten der Tochtergesellschaften von einem integrierten Risikomanagement begleitet. Das Risikomanagement soll zum einen sicherstellen, dass gesetzliche Anforderungen erfüllt werden, und zum anderen zur Unterstützung der wertorientierten Steuerung der Unternehmen und damit des gesamten Konzerns beitragen.
Die Identifikation der Risiken erfolgt durch die Bereichsleiter bzw. Geschäftsführer anhand folgender neun Risikofelder: Strategie / Planung / Unternehmenssteuerung, Markt / Vertrieb / Kunde, Beschaffung / Lieferanten, Leistungserbringung, Finanzen, Person al, IT, Vertrag / Recht und Sonstiges.
Die identifizierten Risiken werden von den Verantwortlichen halbjährlich in so genannten Risk-Maps überprüft und dokumentiert. Mithilfe der darauffolgenden Aggregation auf Konzernebene und des Berichts derselben an die geschäftsführenden Direktoren wird das Ausmaß relevanter Risiken somit immer auf den neuesten Stand gebracht und im Blick behalten.
Innerhalb der Gruppe erfolgt die Risikomessung nach einheitlichen Vorgaben. Die in den Risk-Maps identifizierten Risiken werden hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Schadenshöhe mit Herleitung im Rahmen des Bruttorisikos von den entsprechenden Geschäfts- bzw. Standortleitern der Gesellschaften bewertet. Einzelne Risiken erhalten hierbei Bewertungsziffern und erfordern ab einer bestimmten Schwelle risikoeingrenzende Maßnahmen. Anschließend wird das resultierende Nettorisiko nach Maßnahmenumsetzung bewertet.
Die Eignung und Umsetzung der Maßnahmen wird durch das Risikocontrolling vor Ort gesteuert und überwacht. Darüber hinaus nehmen die geschäftsführenden Direktoren und die Regionalverantwortlichen im Rahmen regelmäßiger Dialoge mit dem Management der einzelnen Tochtergesellschaften, durch unregelmäßige Besuche vor Ort sowie durch intensive Datenanalyse und die Einbeziehung von unabhängigen Experten ihre Risikoüberwachungsfunktionen wahr.
Im Geschäftsjahr 2023 spielte die Corona-Pandemie, welche die letzten Jahre zum Teil deutlich beeinflusste, keine entscheidende Rolle mehr. Das Risiko für krankheitsbedingte Ausfälle von Mitarbeitern oder ganzen Teams normalisierte sich auf das Niveau vor Ausbruch der Pandemie und die daraus resultierenden Einschränkungen im Produktionsprozess waren minimal.
Die Sicherheitslage aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hatte auch im Jahr 2023 Einfluss auf die Geschäftsaktivitäten der Deufol. Zwar gab es keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Konzern, da sie keine Geschäftsbeziehungen in die Ukraine sowie die mit Sanktionen belegten Staaten Russland und Belarus unterhält und dort auch nicht tätig ist. Allerdings waren die Auswirkungen auf die Entwicklung der Weltwirtschaft hinsichtlich der Energieversorgung und der Energiepreise, der Einflüsse auf Lieferketten sowie der allgemeinen Auswirkungen auf die Inflation und damit zusammenhängend auch die Zinsentwicklung unverändert eine Herausforderung. Mittelbare Auswirkungen aufgrund von eventuellen Geschäftsbeziehungen der Kunden und Lieferanten des Konzerns in die Staaten der Kriegsregion haben sich nicht in materiellem Umfang ergeben.
Die andauernde Belastung der Weltmärkte durch die fortbestehende Destabilisierung der Region sowie anhaltende Spannungen zwischen Russland und den Staaten der NATO beziehungsweise der EU belasteten auch im laufenden Geschäftsjahr die wirtschaftspolitische Lage. Die neu hinzugekommene Eskalation des Nahostkonflikts durch die Lage in Gaza verschärft die bestehende weltwirtschaftliche Unsicherheit weiter.
In Zeiten weltweiter Krisen erwachsen für den Konzern weitere wesentliche Risiken in Form steigender Beschaffungskosten für bezogene Rohstoffe und Leistungen, erhöhter Lohnforderungen und eines Anstiegs der Finanzierungskosten, die - sofern sie nur unzureichend durch Anpassungen der Absatzpreise und durch Effizienzsteigerungen aufgefangen werden können - einen substanziellen Einfluss auf die finanzielle Situation des Konzerns haben können. Um diese Risiken zu minimieren, setzt der Konzern auf eine weitere Intensivierung im kontinuierlichen Verbesserungsprozess sowie eine konsequente Umsetzung von Effizienzmaßnahmen und ein aktives Cash-Management. Bereits heute, aber noch stärker in naher Zukunft rücken zielgerichtete Nachhaltigkeitsanstrengungen auch immer mehr in den Fokus.
Der bereits in der Vergangenheit bewährte engmaschige Informationsaustausch auf globaler Management-Ebene, verbunden mit einem aktiven strategischen Lieferantenmanagement und der Implementierung preissensiblerer Anpassungsmechanismen auf der Kundenseite, haben es uns ermöglicht, die bisherigen Auswirkungen der zahlreichen Preisschocks abzufedern und das Geschäftsjahr mit einem guten Ergebnis abzuschließen. Ungeachtet dessen bleibt unser Marktumfeld mit stagnierender Inflation und anhaltender geopolitischer Unsicherheit herausfordernd.
Akquisitions- und Investitionsentscheidungen sind mit komplexen Risiken verbunden. Wesentliche Ursachen hierfür sind der hohe Kapitaleinsatz und die langfristige Kapitalbindung. Solche Entscheidungen können nur auf Grundlage von festgelegten und differenzierten Zuständigkeitsregelungen und Zustimmungserfordernissen erfolgen. Insbesondere die beschriebenen Umfeldrisiken erschweren anhaltend sowohl Akquisitionen als auch Investitionen.
Die Umsatz- und Ertragsentwicklung der Tochtergesellschaften ist teilweise geprägt von den Geschäftsbeziehungen zu einer begrenzten Zahl von größeren Kunden. Das steht dementsprechend für ein relativ hohes Risiko der Abhängigkeit von diesen. Umgekehrt besteht aufgrund des spezialisierten Know-hows sowie der hohen Integration mit den Prozessen der Kunden jedoch ebenfalls nur eine eingeschränkte Substitutionsmöglichkeit, die zudem einen längeren Vorlauf bedingt. Risikomindernd ist weiterhin, dass diese Kunden einerseits verschiedenen Branchen wie dem Anlagenbau, dem Maschinenbau, dem Fahrzeugbau oder der Produktion von medizinischen Erzeugnissen (Health Care) angehören; andererseits werden gleichzeitig für denselben Kunden verschiedene und voneinander unabhängige Leistungen an unterschiedlichen Standorten und für unterschiedliche Werke häufig auf Basis langlaufender Rahmenverträge erbracht. Dementsprechend werden einzelne Risikofaktoren von gegenläufigen oder risikomindernden Aspekten kompensiert.
Insgesamt zielt der Konzern darauf ab, eine langfristige Bindung der Kunden zu erreichen und im Zeitverlauf zu verstärken. Erreicht wird dies - neben der Sicherstellung einer hohen Qualität und stetig verbesserter Standards - unter anderem durch gemeinsame Projekte mit unseren Kunden, beispielsweise zur Prozessverbesserung und Effizienzsteigerung, sowie durch hohe Kundenorientierung und Flexibilität und eine Service-Ausweitung entlang der Supply-Chain im Zeitverlauf. Zur weiteren Stabilisierung der Kundenbasis zählen darüber hinaus auch der stetige Auf- und Ausbau von dauerhaften Geschäftsbeziehungen zu kleineren und mittleren Unternehmen sowie die Abwicklung einzelner Projekte und individueller Dienstleistungen.
Auch aus der Vertragsgestaltung können Risiken entstehen. Dies betrifft zum Beispiel die fehlende Abbildung von quantitativen oder qualitativen Veränderungen. Ungenügende Preisanpassungsklauseln könnten Preisrisiken sowohl aus unerwarteten Beschaffungspreissteigerungen, zum Beispiel bei Rohstoffen wie Holz oder aber bei den Personalaufwendungen, als auch bei starken Rückgängen eines unausgewogenen Indikators einseitig bei Deufol belassen. Regelmäßige Management-Abstimmungen mit den Tochtergesellschaften aus allen Regionen sowie innerhalb der Servicebereiche und servicebereichsübergreifend dienen der Früherkennung von negativen Entwicklungen für das Unternehmen. Umsatzrückgänge oder negative Kostenentwicklungen können frühzeitig identifiziert und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Die stetige und vorausschauende Weiterentwicklung der Preisanpassungsmechanismen in Rahmenverträgen ist gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen der unterschiedlichen Märkte z. B. für Rohstoffe (Holz und Metall), Energie und Personal ein elementarer Bestandteil unseres Risikomanagements. Dies wird flankiert vom stetigen Dialog mit den Kunden, um auf Sondersituationen individuell reagieren zu können.
Der wirtschaftliche Erfolg der Gruppe beruht zu einem maßgeblichen Teil auf den Fähigkeiten, der Qualifikation und der Motivation der Mitarbeiter und des Managements. Aus diesem Grund werden diese permanent geschult, um unseren Qualitäts- und Leistungsansprüchen gegenüber unseren Kunden gerecht zu werden. Eine zunehmende Sensibilisierung unserer Mitarbeiter aller Leistungsebenen in risikorelevanten Bereichen gewährleistet die Umsetzung der unternehmensweiten Risikopolitik. Hierzu zählt ebenso die Nutzung angemessener variabler, leistungsorientierter Gehaltsbestandteile bei unseren Führungskräften.
Durch den Einsatz externer Dienstleister in der Leistungserbringung ist es möglich, Phasen mit erhöhtem oder niedrigerem Leistungsaufkommen auszugleichen, ohne Veränderungen innerhalb des geschulten Personalstammes vornehmen zu müssen.
Unsere Tochtergesellschaften werden von Führungskräften verantwortet, die sich durch die Identifikation mit Deufol auszeichnen und durch unternehmerisches Denken und Handeln geprägt sind. Das Risiko von Know-how-Verlust durch das Ausscheiden von Leistungsträgern wird begrenzt, indem relevantes Know-how strukturiert dokumentiert wird und dezentral auf mehrere Mitarbeiter verteilt ist.
Den Herausforderungen des Fachkräftemangels begegnet der Konzern mit einem proaktiven Personalmanagement und einer breit gefächerten Palette unterschiedlicher Maßnahmen, um ihre Attraktivität als (potenzieller) Arbeitgeber für Mitarbeiter und Bewerber zu unterstreichen. Die gesamte Belegschaft ist der Deufol wichtig. So erfolgte zum Beispiel die Zahlung von Inflationsausgleichsprämien in Zeiten hoher Inflation, um das Personal finanziell zu unterstützen und das Vertrauen in das Unternehmen zu stärken.
Unter IT-Risiken fallen im Allgemeinen Gefahren für das firmeneigene Netzwerk sowie die Verfälschung oder im Extremfall Zerstörung von Daten durch Bedienungs- und/oder Programmierfehler. Die IT-Infrastruktur ist dem Konzernaufbau entsprechend dezentral angelegt. Dies führt dazu, dass Risiken isoliert für die jeweiligen Einheiten mit geringen gruppenübergreifenden Schnittstellen bestehen. Andere Teile der IT-Infrastruktur sind zentralisiert oder ausgelagert. Zur Risikominimierung werden übergreifende und umfangreiche Schutzmaßnahmen wie Virenschutzkonzepte, Firewalls, Notfall- und Recovery-Pläne sowie Backup-Lösungen durch redundante Serverschaltung, die den spezifischen Erfordernissen des Konzerns angepasst sind, angewendet.
Die Zunahme und Professionalisierung von Cyber-Angriffen, die insbesondere auf den Diebstahl oder die Verschlüsselung relevanter Daten gerichtet sind, stellt weltweit für Unternehmen eine große Herausforderung dar. Die Deufol begegnet diesem Risiko durch kontinuierliche Maßnahmen, um die technischen Sicherheitsvorkehrungen jederzeit auf dem neuesten Stand zu halten und proaktiv neue Bedrohungen zu identifizieren und abzuwehren. Neben der Schaffung der technischen Voraussetzungen werden die Mitarbeiter des Konzerns laufend für diese Art von IT-Risiken sensibilisiert und entsprechend geschult.
Innerhalb des Konzerns existieren mehrere Finanzierungskreise. In Europa wurde die zentrale Konsortialfinanzierung im Jahr 2023 neu aufgesetzt. Sie bietet in ihrer Ausgestaltung bis September 2028 ausreichende finanzielle Freiräume, um neben dem operationellen Tagesgeschäft auch anfallende strategische Chancen umsetzen zu können. Daneben befinden sich andere Finanzierungskreise in den USA, in Tschechien, in Belgien, in Ungarn und in Österreich, die teils unabhängig sind und teils direkt oder indirekt mit der zentralen Konsortialfinanzierung verzahnt sind.
Die Kreditverträge sind überwiegend mit der Einhaltung von Finanzkennzahlen, den so genannten Financial Covenants, verknüpft. Grundsätzlich eröffnet eine Verletzung der Financial Covenants den Finanzierern zwar das Recht zur Vertragskündigung, löst aber keine unverzügliche Rückzahlungsverpflichtung aus. Zudem kann es bei einer Verschlechterung der Kennziffern zu einer Erhöhung der vereinbarten Kreditmarge und damit der Finanzierungskosten der Gruppe kommen.
Zinsänderungsrisiken resultieren aktuell ausschließlich aus variablen Zinssätzen der Finanzinstrumente der allgemeinen Konzernfinanzierung. Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu einem maßgeblichen Teil langfristig mittels Festzinsamortisationsdarlehen finanziert. Im Übrigen hat der Konzern Zinssicherungsgeschäfte auf mehrere variabel verzinsliche Darlehen abgeschlossen. Jedem dieser Zinssicherungsgeschäfte ist ein Darlehen als Grundgeschäft zugeordnet und weist nahezu identische Konditionen hinsichtlich Zinssätzen, Zinsanpassungsterminen, Laufzeiten, Nennbeträgen und Zahlungsterminen, wie das Grundgeschäft auf. Des Weiteren wird die Entwicklung auf den Zinsmärkten stetig überwacht; bei Bedarf werden Maßnahmen zur Anpassung der Zinsvereinbarungen initiiert und umgesetzt. Der Konzern hat dazu die Voraussetzungen geschaffen, um kurzfristig auf Änderungen der Zinslandschaft reagieren zu können.
Die Risiken aus volatilen Wechselkursen, die stärkeren Schwankungen unterliegen, entstehen hauptsächlich im Rahmen der Konsolidierung durch die Umrechnung der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften außerhalb des Eurowährungsraums. Im operativen Geschäft spielten Wechselkurseffekte bisher eine eher nachrangige Rolle. Im Einzelabschluss der Deufol SE sind Währungsrisiken nahezu ausschließlich auf Transaktionen mit den Tochtergesellschaften außerhalb des Eurowährungsraums beschränkt. Die Geschäftsabwicklung in Tschechien wird seit einigen Jahren zu einem substanziellen Anteil in Euro abgewickelt, sodass eine gesonderte Währungsabsicherung nicht erforderlich ist. Die Umsätze in Ungarn werden ebenfalls im Wesentlichen in Euro abgewickelt und die funktionale Währung unserer ungarischen Gesellschaften ist der Euro. Diese Vorgehensweise ermöglicht die Minimierung der Wechselkursrisiken gegenüber dem ungarischen Forint. Ungeachtet dessen entstehen sowohl in Tschechien als auch in Ungarn insbesondere Personalaufwendungen und Steuern in der Landeswährung. Das Geschäft in den USA ist im Wesentlichen durch Erträge und Aufwendungen in US-Dollar gekennzeichnet, womit das Währungsrisiko auf das Jahresergebnis beschränkt ist. Derzeit bestehen keine Währungssicherungsgeschäfte.
Weitere Angaben zu finanzwirtschaftlichen Risiken sind im Abschnitt "Finanzrisikomanagement" (Anhang) dargestellt.
Der Konzern hat im Zuge seiner Expansionsstrategie Firmenwerte bilanziert. Die Durchführung so genannter Impairment-Tests gemäß IAS 36 kann wertmindernde Anpassungen der Firmenwerte nach sich ziehen. Auf Basis des 2023 durchgeführten Werthaltigkeitstests wurde ein Wertminderungsbedarf festgestellt und entsprechend erfasst; wir verweisen auf Anhangsangabe (11).
Die rechtlichen Risiken entstehen in der Gruppe aus dem allgemeinen rechtlichen Risiko des Geschäftsverkehres sowie darüber hinausreichenden steuerlichen Aspekten. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden, so dass aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen entstehen können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf unser Geschäft und seine Ergebnisse haben können.
Weitere Angaben zu rechtlichen Risiken sind im Abschnitt "Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten" (Anhang) dargestellt.
Zusammengefasst ist festzustellen, dass der Konzern sich nach wie vor mit Umfeldrisiken konfrontiert sieht, die sich substanziell auf operative oder finanzielle Gesichtspunkte auswirken können. Die durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Auswirkungen auf die Entwicklung der Weltwirtschaft haben sich mit dem Nahost-Konflikt weiter verschärft. Die Eskalation in Gaza stellt eine neue Dimension in der Region dar, deren Ausmaß und Auswirkung auf die Sicherheitslage der ganzen Welt noch nicht absehbar ist.
Entgegen dem gesamtwirtschaftlichen Trend stagnierender oder sogar sinkender Marktpreise bewegen sich die Preise für Holz und Holzwerkstoffe in der Industriegüterverpackung aktuell wieder nach oben. Diesem Risiko begegnet die Deufol weiterhin mit der in der Vergangenheit eingeschlagenen Strategie zur Absicherung der Versorgung und der Preise.
Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs, die unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten ohnehin eine Priorität genießen, wurden - wo immer möglich - beschleunigt. Der geplante Einsatz von Photovoltaik-Anlagen wurde in 2023 begonnen und wird in den Folgejahren weiter umgesetzt.
Vor dem Hintergrund sinkender Inflationsraten im Euroraum erwarten die Finanzmärkte Reduktionen des EZB-Leitzinses. Der Konzern rechnet daher mit einem geringeren Risiko für steigende Zinsen und erwartet eher sinkende Refinanzierungszinsen.
Die Sicherung qualifizierten Personals bleibt schwierig und die Löhne und Gehälter zeigen weiterhin steigende Trends. Daher bleibt ein proaktives Personalmanagement Teil unseres Risikomanagements.
Die Holdingstruktur der Gruppe mit zahlreichen operativen Einheiten, verbunden mit einem vielseitigen Dienstleistungsportfolio, welches sich über verschiedene Branchen und Regionen erstreckt, hat sich unter Risikoaspekten bewährt. Innerhalb der einzelnen Tochtergesellschaften werden die operativen Risiken soweit möglich durch entsprechenden Versicherungsschutz abgedeckt. Das Risikomanagement wird fortlaufend auch dahin gehend weiterentwickelt, Risiken frühzeitig zu erkennen, um entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können.
Die in den vergangenen Jahren erfolgreich etablierten Maßnahmen zur Erhöhung der operativen Schlagkraft und Stärkung der Unternehmenskultur werden konsequent fortgeführt. Neben der verbesserten Vernetzung der Gesellschaftsstandorte untereinander liegt der Fokus gleichermaßen auf der Intensivierung des regionenübergreifenden Informationsaustausches. Hierzu zählt auch die Nutzung der Deufol-internen Hub-Struktur, die es der Gruppe ermöglicht, Kunden entlang der Wertschöpfungskette ganzheitlich End-2-End zu bedienen und gleichzeitig über innovative Deufol-Applikationen transparente Prozesse anzubieten. Diese Verknüpfungen erlauben es Deufol als Konzern, sich von Marktbegleitern in der Export- und Industriegüterverpackung zu differenzieren.
Die Struktur des Konzerns mit der Deufol SE als übergeordneter Managementholding-Obergesellschaft und rund 45 operativen Gesellschaften in den relevanten Märkten wird zur Risikobegrenzung grundsätzlich beibehalten, im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Gruppe jedoch bei Bedarf optimiert. Darüber hinaus bildet die aktuelle Struktur auch die unterschiedlichen Geschäftsfelder der Gruppe ab. Die strategischen Chancen des Konzerns liegen insbesondere auch darin, dass wir die Vorteile unserer Größe als wesentlicher Marktteilnehmer zu unserem Nutzen ausgestalten können. Als global aufgestellter Premium-Dienstleister im Bereich der Verpackungsdienstleistungen und angrenzender Services bieten wir unseren weltweit tätigen Kunden ganzheitliche Lösungen, die deren Geschäftserfolg nachhaltig unterstützen. Wir erweitern unsere Geschäftsbereiche stetig um ergänzende Zusatzservices rund um die Verpackung sowie selbst entwickelte Softwarelösungen, die den Verpackungsprozess in ein intelligentes Dienstleistungspaket einbetten. Um unsere Flexibilität auszubauen, auf Marktentwicklungen und Kundenanforderungen einzugehen und innovative Lösungen voranzutreiben, werden wir auch im Jahr 2024 die Ausrichtung unseres Geschäfts auf vier Servicebereiche weiter vorantreiben:
1. Verpackung und Logistik: Unter Beibehaltung unserer Kernkompetenz in der Industrie- und Exportgüterverpackung bieten wir unseren Kunden einen Komplett-Service rund um individuelle Verpackungslösungen und angrenzende Dienstleistungen, um die Supply Chain unserer Kunden nachhaltig zu verbessern.
2. Produktion: Wir vereinheitlichen, automatisieren und standardisieren die Herstellung und den Vertrieb von Verpackungsmaterialien, wobei wir stets darauf achten, Nachhaltigkeitsprinzipien zu integrieren. Dies umfasst die Verwendung umweltfreundlicher Materialien, die Reduzierung von Abfall und Emissionen sowie die Förderung der Kreislaufwirtschaft, um die Umweltauswirkungen unserer Prozesse zu minimieren und einen langfristigen positiven Einfluss auf unseren Planeten zu gewährleisten.
3. IT Services: Wir unterstützen unsere Kunden mit nützlichen Dienstleistungen und selbst entwickelten Tools entlang ihrer komplexen Lieferketten, um Effizienz zu steigern, Transparenz zu verbessern und die Gesamtbetriebskosten zu senken. Zusätzlich bieten wir maßgeschneiderte Lösungen, die speziell auf die individuellen Bedürfnisse und Herausforderungen unserer Kunden zugeschnitten sind, fördern eine proaktive Problembehebung und unterstützen eine agile Anpassung an Marktveränderungen. Durch unsere Expertise und innovative Technologien ermöglichen wir unseren Kunden, ihre Prozesse zu optimieren, Risiken zu minimieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.
4. Real Estate: Um die ideale Anbindung zum Kunden zu gewährleisten, optimieren wir die Nutzung und Verwaltung unserer globalen Standorte. Darüber hinaus schaffen wir durch strategisch platzierte Einrichtungen und verbesserte Logistiknetzwerke Mehrwerte für unsere Kunden, indem wir Lieferzeiten verkürzen, Transportkosten reduzieren und die Lieferkettensicherheit erhöhen. Durch diese gezielte Ausrichtung bieten wir unseren Kunden nicht nur optimierte logistische Lösungen, sondern auch eine verstärkte Marktpräsenz und Wachstumschancen.
Mit unserer strategischen Ausrichtung zielen wir darauf ab, unseren Kunden nachhaltige, innovative und umfassende Services auf höchstem Qualitätsniveau bereitzustellen. Diese Orientierung erlaubt es uns nicht nur, den kontinuierlich steigenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden, sondern stärkt auch unsere Position in einem sich verändernden Geschäftsumfeld, in dem Kunden zunehmend auf eine kleinere Anzahl von Kerndienstleistern setzen.
Ein Schlüsselaspekt, der uns als Verpackungsdienstleister hervorhebt, ist unsere internationale Präsenz. In Anbetracht der globalen Aufstellung vieler unserer Kunden ist es für uns essenziell, unsere Dienstleistungen weltweit in der gewohnten Qualität anzubieten und weiterzuentwickeln. Diese globale Reichweite ermöglicht es uns, nahtlos auf die Bedürfnisse unserer Kunden einzugehen und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen.
2024 bleibt geprägt von anhaltenden geopolitischen Spannungen. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, die Eskalation im Nahen Osten und die Krise am Roten Meer steigern die Belastungen der Lieferketten. In diesem Umfeld zeigt sich die globale Wirtschaft trotzdem unerwartet resilient. Nach extremen Werten in 2022 und Anfang 2023 fallen die Inflationsraten stetig und in vielen Regionen schneller als erwartet und beständiges, wenn auch langsames weltweites Wachstum treibt die Erholung der Wirtschaft nach schwierigen Jahren voran. Der Internationale Währungsfonds rechnet für 2024 somit mit einem globalen Wachstum von 3,1 % sowie einer Reduktion der Inflation von global durchschnittlich 6,8 % im Jahr 2023 auf 5,8 % 2024 und 4,4 % 2025.
Die wirtschaftliche Erholung in Europa geht unter anderem wegen der räumlichen Nähe zu den geopolitischen Krisenherden im internationalen Vergleich langsamer voran. Die Stagnation des Wachstums, die sich im vierten Quartal 2023 abzeichnete, setzt sich im ersten Quartal 2024 fort. Die aus der Krise am Roten Meer resultierenden Handelshemmnisse verlangsamen kurz- bis mittelfristig den Rückgang der Inflationsraten, steigern Transportkosten und erhöhen Lieferzeiten.
Trotz dieses schwierigen Wirtschaftsumfelds erwartet die Europäische Kommission für das Jahr 2024 in allen Staaten der EU ein, wenn auch geringes, Wirtschaftswachstum von durchschnittlich etwa 0,9 %. Zusätzlich wird zudem mit einer Entspannung der finanziellen Bedingungen gerechnet. Die sinkenden Inflationsraten im Euroraum senken Markterwartungen zur Zinsstrukturkurve. Vor diesem Hintergrund erwarten die Finanzmärkte nach einer bereits in 2023 diskutierten und im Juni 2024 erfolgten ersten Reduktion des EZB-Leitzinses für den Prognosezeitraum bis 2026 eine Reduktion um 200 Basispunkte.
Speziell in Deutschland ist das Geschäftsklima zu Beginn des Jahres 2024 zunächst angespannt. Indikativ sind Exporte weiter rückläufig und Unternehmen in Abnehmerländern zeigen in naher Zukunft keine Hinweise auf eine Kehrtwende dieser Entwicklung. Auch Auftragsbestände aus dem Ausland sinken weiterhin und speziell im ersten Halbjahr 2024 werden Neugeschäfte durch aufgebaute Vorratsbestände als Vorsorge vor Lieferproblemen gedämpft. Mit einer Entspannung dieser Situation wird schließlich im zweiten Halbjahr 2024 gerechnet.
Vor diesem Hintergrund zeichnet sich gegenüber einer negativen Wachstumsrate von - 0,3 % im Jahr 2023 eine nun positive Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes auf etwa 0,5 % im laufenden Jahr 2024 ab. Sinkende Preise in vielen Bereichen, nach den Energiepreisen nun auch im Rohstoff- und im Bausektor, sorgen für eine Stärkung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Auch im Geschäftsjahr 2024 ist mit anhaltenden Unsicherheiten im Marktumfeld der Lion's Place Gruppe zu rechnen. Der Konzern sieht sich mit konjunkturellen Herausforderungen, dem Fachkräftemangel, steigenden Personalkosten und dem weiterhin hohen Zinsniveau konfrontiert. Entgegen dem Trend zu stagnierenden oder sogar sinkenden Marktpreisen bewegen sich zudem die Preise für Holz und Holzwerkstoffe in der Industriegüterverpackung aktuell wieder nach oben.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, kann die Gruppe auf eine Vielzahl von Maßnahmen wie beispielsweise ein Netzwerk strategischer Lieferanten, rollierende Preis- und Mengenvereinbarungen sowie einen gruppenweiten Einkauf zurückgreifen, die sich bereits in Zeiten sehr volatiler Preise als wirkungsvoll gezeigt haben und die inzwischen fest etablierte Prozessbestandteile in der Warenbeschaffung sind.
Des Weiteren wurden im Personalbereich bereits im Jahr 2023 intensive Bestrebungen vorangetrieben, die Arbeitnehmerattraktivität zu erhöhen, um bestehende Mitarbeiter zu halten und neue Bewerber anzusprechen. Diese Maßnahmen werden auch zukünftig weiter fortgeführt und intensiviert. Die Mitarbeiter bleiben als wertvollste Ressource in unserer Wertschöpfungskette im Fokus des Managements.
Nachdem der Konzern im Jahr 2023 in einem komplexen Marktumfeld das Geschäft erneut über die Erwartungen zum Jahresanfang hinaus ausweiten konnte, strebt der Konzern weiter nach einer geografischen Expansion. Zuletzt wurden in Charleston (USA) und Opole (Polen) neue Standorte eröffnet sowie eine Joint Venture-Gesellschaft für die Projektlogistik mit Ausrichtung auf den asiatischen Raum gegründet. Im Zusammenspiel mit den etablierten Binnenlandstandorten und den zunehmenden Angeboten im Rahmen des Hub-Systems, ergänzt durch die stetige Weiterentwicklung innovativer und digitaler Lösungen zur Steigerung der Effizienz und der Nachhaltigkeit in den Wertschöpfungsketten unserer Kunden, ist mit einem stetigen Ausbau des Marktanteils zu rechnen.
Der Konzern sieht sich somit trotz der vielfältigen Herausforderungen für das Jahr 2024 gut aufgestellt und rechnet mit einer weiterhin erfolgreichen Unternehmensentwicklung, insbesondere einem fortgesetzten Umsatz- und Ertragszuwachs. Für das Jahr 2024 wird der Umsatz in einem Korridor von etwa 295 bis 320 Mio. € und ein EBIT aus dem operativen Geschäft zwischen 12 und 18 Mio. € erwartet. Als Folge dieses substanziellen operativen Ergebnisses gehen wir von einem positiven Geschäftsergebnis 2024 aus, das das Niveau des Berichtsjahres erreichen und voraussichtlich übertreffen wird.
Nach erfolgreicher Refinanzierung des bestehenden Konsortialkreditvertrags im Oktober 2023, bei dem der ursprüngliche Kreditrahmen auf insgesamt 55 Mio. € erhöht wurde und die Laufzeit bis September 2028 gesichert wurde, sieht sich der Konzern für die zukünftigen finanziellen Herausforderungen insgesamt gut aufgestellt. Mit der Finanzierung wurde die Basis des zukünftigen organischen Wachstums der Gruppe im Rahmen ihrer ambitionierten digitalen und nachhaltigen End-2-End-Go-To-Market-Strategie geschaffen. Die Finanzierungslaufzeit von 5 Jahren auf unbesicherter Basis bietet nicht nur die für die Zukunft benötigten unternehmerischen Freiräume, sondern auch Sicherheit in Bezug auf das Risiko eines weiter ansteigenden Zinsniveaus. Daneben dient die neue Ausgestaltung des Konsortialkredits der Optimierung und Vereinfachung der Finanzierungsstruktur.
Nach aktueller Erwartung besteht für den operativen Geschäftsbetrieb auch bei konservativer Geschäftsentwicklung keine Notwendigkeit, auf zusätzliche und ungeplante Finanzierungsmaßnahmen zurückzugreifen. Der positive Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres zeigt seine Auswirkungen auch in der Liquidität des Unternehmens. Die derzeitige Finanzausstattung sichert die bestehenden Liquiditätserfordernisse ab.
Die Investitionen in das Anlagevermögen (ohne nach IFRS 16 zu bilanzierende Leasing-Sachverhalte) sind im laufenden Jahr auf einem Niveau von rund 13,5 Mio. € geplant und liegen damit über dem Niveau von 2023 (5,8 Mio. €). Die geplanten Investitionen dienen einerseits nachhaltigen Maßnahmen im Bereich der Energienutzung sowie der Optimierung des Fahrzeug- und Maschinenparks, und unterstützen andererseits das geplante Wachstum.
Der Konzern will in den nächsten Jahren ihr Profil als ganzheitlicher End-2-End-Logistikdienstleister weiter stärken. Im Besonderen sollen der Vertrieb und die Weiterentwicklung unserer innovativen Softwarelösungen im Rahmen der IT-Dienstleistungen vorangetrieben werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf nachhaltigen Lösungsansätzen in Bezug auf Verpackungsmaterialien und Optimierung der Warenströme. Unsere breite Kundenbasis und die langjährigen Geschäftsbeziehungen, das spezielle Know-how und die finanzielle Ausstattung in einem Umfeld starker geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheit erlauben uns nach einem erfolgreichen Jahr 2023, auch für das Geschäftsjahr 2024 weiter zuversichtlich auf die Entwicklung der Gruppe zu blicken.
Hofheim am Taunus, 24. Juni 2024
Detlef Hübner
Dennis Hübner
An die Lion's Place GmbH:
Wir haben den Konzernabschluss der Lion's Place GmbH, Hofheim am Taunus - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethode für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Die Einbeziehung der Buchführung in die Abschlussprüfung nach § 317 Abs. 1 Satz 1 HGB sowie die Prüfung des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 2 HGB stellen zusätzliche gesetzliche Anforderungen dar, die über diejenigen der Internationalen Prüfungsstandards (ISA) hinausgehen. Unsere nach § 317 HGB durchgeführte Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 3 HGB für Kapitalgesellschaften geltenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. |
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vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung Internationaler Prüfungsstandards (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 3 HGB geltenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen BeIangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der Internationalen Standards (ISA) durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Als Teil unserer Prüfung in Übereinstimmung mit ISA üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren uns eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und die für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses, einschließlich der Angaben, sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 3 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
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beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hofheim am Taunus, 19. Juli 2024
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