Reckendrees Bauelemente GmbH
Chromstraße 9, 33415 Verl, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Fabian Großeschallau seit 30.11.2022 | Prokura |
Gregor Biermann seit 30.11.2022 | Geschäftsführer |
Thomas Dipl.-Kaufmann Schröder seit 30.11.2022 | Geschäftsführer |
Ludger Eiling seit 4.1.2013 | Prokura |
Oliver Hans seit 4.1.2013 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
eSkill Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH | 50.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Reckendrees Bauelemente GmbHVerlJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Geschäftstätigkeit der Reckendrees Bauelemente GmbH erstreckt sich auf die Produktion und den Verkauf von Fenstern, Haustüren und Bauelementen aus Kunststoff und Aluminium. Systemgeber für die PVC-Fenster- und Haustüren ist das Unternehmen VEKA, eine der international führenden Marken im Systemgeberbereich für PVC-Fenster und Haustüren. Aluminiumelemente werden aus Profilen des renommierten Systemgebers Heroal hergestellt. Die vertriebliche Geschäftstätigkeit konzentriert sich auf das B2B-Fachhandelsgeschäft und auf den Baustoffhandel. Zielgruppe und vertrieblicher Schwerpunkt sind die entsprechenden Bauelemente-Fachbetriebe und Baustoffhändler im gesamten Bundesgebiet sowie Belgien, Luxemburg und Frankreich. Unser Ziel ist es, unseren Mitarbeitern grundlegende Sicherheit zu bieten, sie zu fordern und zu fördern. Wir bieten einen Arbeitsort, an dem Vertrauen, Fairness und Respekt geschätzt und gelebt werden. 1.2. Forschung und Entwicklung Als reines Produktionsunternehmen betreiben wir Entwicklung nur in dem Sinne, dass wir die Produktion nach den Verarbeitungsrichtlinien der Systemgeber durchführen, zudem Produktverbesserungen und regional notwendige Modifizierungen in Bezug auf Wettereinflüsse, wie Wind und salzhaltige Luft berücksichtigen und somit eine regional notwendige Bauweise und Produktausstattung realisieren. Unser Produktmanagement verfolgt weiterhin die Erweiterung in Tiefe und Breite unseres Produktportfolios. Die Produkte, die von anderweitigen Herstellern für die Produktion der Reckendrees-Kernprodukte in Ergänzung notwendig sind, werden nach den Kriterien Qualität, Beschaffungssicherheit, Preis, vom Produktmanagement getestet und in Absprache mit dem Managementteam und der Produktionsleitung in den Fertigungsprozess eingeführt. Insbesondere durch die stetig steigenden Anforderungen aus den Energieeinsparverordnungen und durch das gestiegene Sicherheitsbedürfnis unserer Kunden werden permanent neue Impulse an uns herangetragen. 2. Wirtschaftsbericht Der wesentliche Treiber für die Nachfrage nach Fenster- und Türprofilen ist gemäß dem Bericht "Der Fenster- und Außentürenmarkt" der Heinze Marktforschung aus April 2024 die Bauwirtschaft bzw. -tätigkeit. In etablierten Märkten mit älterem Baubestand wie Deutschland ist der Renovierungs- und Sanierungsmarkt mit einem Anteil von über 60 % von hoher Bedeutung. Aufgrund der gesamtkonjunkturellen Abkühlung in der Bauwirtschaft, hervorgerufen durch enorme Baukostensteigerungen und deutlich erhöhte Finanzierungskosten ist auch die Gesamtmenge der in Deutschland verbauten Fenstereinheiten seit dem Jahr 2022 rückläufig. Nachdem die Gesamtmenge im Jahr 2022 mit 15,5 Mio. Fenstereinheiten bereits etwa 2% unter der Gesamtmenge des Jahres 2021 gelegen hat, beschleunigte sich der Rückgang im Jahr 2023 deutlich. Im Jahr 2023 lag die Gesamtmenge bei etwa 14,1 Mio. Fenstereinheiten, was einem prozentualen Rückgang von 9% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Fenstermarkt kann gemäß der jeweiligen Bautätigkeit in "Modernisierung" und "Neubau" sowie gemäß der Nutzung in "Wohnbau" und "Nicht-Wohnbau" segmentiert werden. Im Jahr 2023 liegt der Anteil der im Segment "Modernisierung" verbauten Fenstereinheiten mit einer Menge von 9,0 Mio. Fenstereinheiten bei etwa 64%. Gegenüber dem Jahr 2022 entspricht dies einem Rückgang von 0,5 Mio. Fenstereinheiten bzw. 5,3%. Im Bereich "Neubau" reduzierte sich die Gesamtmenge im gleichen Zeitraum um 16,4% von 6,1 Mio. auf 5,1 Mio. Fenstereinheiten. Resultierend kommt der "Modernisierung" im aktuellen Marktumfeld, mit deutlich abgeschwächter Neubautätigkeit, eine weiter wachsende Bedeutung zu. Die Entwicklung der verbauten Fenstereinheiten gemäß der Nutzung zeigt, dass der "Wohnbau" mit 10,1 Mio. im Jahr 2023 verbauten Fenstereinheiten einen Anteil von etwa 72% aufweist. Der Rückgang in Höhe von 1,2 Mio. Fenstereinheiten bzw. 10,6% gegenüber dem Jahr 2022 entspricht somit dem Großteil des Rückgang des Gesamtmarktes im Jahr 2023 (-1,4 Mio. Fenstereinheiten). Im Segment "Nicht-Wohnbau" reduzierte sich das Volumen von 4,2 Mio. auf 4,0 Mio. Fenstereinheiten. Der Fenster- und Türenmarkt lässt sich grundsätzlich in die drei wesentlich verwendeten Materialien Holz/Holz-Aluminium (15%), Metall/Aluminium (26%), und PVC/PVC-Aluminium (59%) unterteilen, wobei im Wohnbau vorrangig PVC-Bauelemente und im Nicht-Wohnbau Metall/Aluminium-Bauele- mente (Anteil jeweils > 60 %) verbaut werden. Für das Folgejahr 2024 wird aufgrund der bereits angeführten schwierigen Rahmenbedingungen ein weiterer Rückgang der Gesamtmenge der in Deutschland verbauten Fenstereinheiten prognostiziert. Die Gesamtmenge soll gemäß den Marktanalysen und -prognosen um weitere 0,9 Mio. auf dann 13,2 Mio. Fenstereinheiten sinken, was einem Rückgang von 6,4% entspricht. Im Bereich "Neubau" wird im Jahr 2024 ein weiterer Rückgang um 14-15% bzw. um 0,7 Mio. Fenstereinheiten prognostiziert. Gegenüber dem Jahr 2022 entspricht diese Prognose bereits einem Rückgang von 28%. Für die Gesamtmenge im Segment "Modernisierung" wird ein moderater Rückgang in Höhe von 1,9% erwartet. Dem Segment der Modernisierung wird somit auch in Zukunft eine deutlich höhere Bedeutung zukommen. Der Anteil am Gesamtmarkt wird bis zum Jahr 2024 auf knapp 67 % ansteigen. Eine klimafreundliche politische Ausrichtung und damit verbundene Vorgaben sowie steigende Energiekosten haben positiven Einfluss aus die Modernisierungsquote im Bestand. Die Wettbewerbsstruktur ist weiterhin sehr fragmentiert und wird geprägt durch kleinere, lokal aktive und inhabergeführte Unternehmen. Darüber hinaus kennzeichnet den Markt nach wie vor eine hohe Überkapazität und zum anderen ein konstanter Importanteil. Insbesondere aus Osteuropa und hier aus dem benachbarten Polen ist in Folge des aktuellen und zukünftig andauernden Marktrückgangs ein verstärkter Wettbewerb durch preisaggressive Fertigfensterhersteller zu erwarten. 3. Geschäftsverlauf Nachdem im Vorjahr die Umsatzerlöse noch aufgrund der Marktlage und der Einführung von Teuerungszuschlägen gestiegen sind, konnte sich die Reckendrees Bauelemente GmbH der allgemeinen Marktentwicklung nicht entziehen und musste durch die schwächelnde Baukonjunktur einen Umsatzrückgang verzeichnen. Um dem entgegenzuwirken wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen. So wurden die Aktivitäten im Bereich Vertrieb / Marketing verstärkt. Durch die im März 2023 durchgeführte und von den Kunden gut angenommene "Partnertour" konnte die Kundenbindung intensiviert werden und unsere Produkt- und Servicevorteile vermittelt werden. Auch personell wurde der Vertrieb durch einen neuen Vertriebsleiter sowie mehrere Junior-Sales verstärkt und neu aufgestellt. Die Materialversorgung im Berichtsjahr kann als stabil bezeichnet werden, die Preisentwicklung stagniert im Wesentlichen auf einem recht hohen Niveau. Um die Kosten der Warenabgabe zu senken, wurde der Fuhrpark um mehrere moderne Lastzüge ergänzt. Auch das Fahrpersonal wurde entsprechend aufgestockt. Daneben erfolgten auch in diesem Jahr wieder Optimierungen im Produktionsprozess, um die Zuverlässigkeit unserer Lieferzusagen zu verbessern. Die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr wird von der Geschäftsleitung unter Berücksichtigung der allgemeinen Marktsituation als zufriedenstellend beurteilt. 3.1. Ertragslage Das Rohergebnis (ohne sonstige betriebliche Erträge) beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 12.809 (Vorjahr: TEUR 12.241). Die Zahl der Betriebsangehörigen ist aufgrund der Auftragslage erneut leicht gestiegen. Zum Stichtag 31.12.2023 lag die Beschäftigtenzahl bei 113 (Vorjahr 107). Die relative Minderung des Personalaufwands gegenüber dem Vorjahr ist auf Einmaleffekte im Vorjahr sowie auf geringere Kosten für Leiharbeit durch eine sinkende Inanspruchnahme von Leiharbeitern zurückzuführen. Zugleich haben sich Steigerungen aufgrund von Lohnanpassungen im Bestandpersonal ergeben. Der Anteil des Personaleinsatzes bezogen auf das Rohergebnis beläuft sich auf 48,3 % (Vorjahr 51,65 %). Das Jahresergebnis vor Steuern beträgt für das Geschäftsjahr TEUR 1.253 und übersteigt damit das Ergebnis des Vorjahres um TEUR 4. Demgegenüber verringert sich der Jahresüberschuss in der Periode vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 gegenüber dem vorhergehenden Geschäftsjahr (Vorjahr: TEUR 890) um TEUR 27 auf TEUR 863. Im Jahresergebnis ist die Abschreibung des Firmenwertes mit TEUR 235 (Vorjahr TEUR 0) enthalten. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen aus gestiegenen Pachtaufwendungen und gestiegenen Werbekosten. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen (finanziellen Leistungsindikatoren) Ergebnis nach Steuern (TEUR 869; Vorjahr TEUR 896), Liquiditätsgrad 1 und Eigenkapitalrendite heran. Die Eigenkapitalrendite beträgt im Geschäftsjahr 34,48 % (Vorjahr 41,58 %). Der Liquiditätsgrad 1 (Verhältnis des Kassenbestandes und Bankguthabens zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr) verminderte sich von 151 % im Vorjahr auf 13 % im laufenden Geschäftsjahr. 3.2. Finanzlage Die Finanzlage 2023 ist weiterhin geprägt durch einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, der hauptsächlich zur Finanzierung von Investitionen in das Sachanlagevermögen, zur Tilgung von Krediten und für Auszahlungen an Gesellschafter verwendet wurde. Der Finanzmittelfonds beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 685 (Vorjahr TEUR 3.511). Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erfolgt insbesondere über die aus der laufenden betrieblichen Tätigkeit erwirtschafteten Cashflows. Durch die insgesamt gute Liquiditätssteuerung konnte die Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres erfolgreich bewältigt werden. Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, Ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und Skontovorteile auszunutzen. Im Geschäftsjahr ergaben sich Zugänge im Anlagevermögen in Höhe von TEUR 2.636, die im Wesentlichen auf den Zugang des Firmenwertes der Reckendrees GmbH & Co. KG, sowie die Maschinenübernahme der Reckendrees GmbH & Co. KG und EDV-Soft- und Hardware, Sonstige Transportmittel, Büroeinrichtungen, Geringwertige Wirtschaftsgüter und andere Betriebs- und Geschäftsausstattung entfallen. Davon sind TEUR 2.386 aufgrund der Anwachsung nicht liquiditätswirksam. Das Eigenkapital umfasst 28,63 % (Vorjahr.: 21,5 %) der Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote ist durch die Steigerung des absoluten Betrags des Eigenkapitals sowie die Verringerung der Bilanzsumme leicht gestiegen. 3.3. Vermögenslage Die Vermögenslage ist bei einer Zunahme des Anlagevermögens geprägt durch eine Zunahme der Forderungen aus Lieferung und Leistung, eine Abnahme sonstigen Vermögensgegenständen und insbesondere durch ein gesunkenes Guthaben bei Kreditinstituten. Der Bestand an Vorräten ist leicht gestiegen. Das Vermögen der Gesellschaft setzt sich überwiegend aus kurzfristig und mittelfristig gebunden Vermögen zusammen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit TEUR 1.063 über dem Vorjahr (TEUR 847). Sie übersteigen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 747. Die Verminderung des Fremdkapitals ergibt sich insbesondere aus den gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 4.072, Vorjahr: TEUR 4.857), den gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung (TEUR 316; Vorjahr TEUR 781) und den gesunkenen Rückstellungen (TEUR 675; Vorjahr TEUR 916). Zudem sind auch die Sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 1.177; Vorjahr TEUR 1.261) leicht gesunken. Im Geschäftsjahr sind Vermögen und Verbindlichkeiten durch eine Verschmelzung der Reckendrees Vermögensverwaltungs GmbH zugegangen. In dessen Folge ergab sich eine Anwachsung des Vermögens und der Verbindlichkeiten der Reckendrees GmbH & Co. KG zu Zeitwerten. Forderungen sind mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten durch Konfusion ohne Ergebnisauswirkung erloschen. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1. Angaben zur voraussichtlichen Entwicklung Die deutsche Bauindustrie erwartet für das Jahr 2024 einen deutlichen Volumenrückgang, der entsprechend auch die Anzahl der zu verbauenden Fenstereinheiten im Jahr 2024 reduzieren wird. In den vorliegenden Prognosen aus April 2024 wird von einem weiteren Rückgang in Höhe von 6,4% auf dann 13,2 Mio. Fenstereinheiten ausgegangen. Diesem allgemeinen und branchenweiten Trend begegnen wir mit einer deutlich aktiveren Vertriebsaktivität mit dem Ziel, die Bestandskunden zu halten und weiterzuentwickeln sowie neue Kunden von den Produkten der Reckendrees Bauelemente GmbH zu überzeugen. Aufgrund des sehr fragmentierten Marktes mit jeweils sehr geringen Marktanteilen pro Marktteilnehmer sind wir davon überzeugt, dass diese Strategie dazu führt, dass Marktanteile hinzugewonnen werden können. Auf Basis dieser allgemeinen Marktlage sowie auf Grundlage unserer eigenen Einschätzungen über die speziellen Gegebenheiten in den für uns relevanten Nischenmärkten, erwarten wir aufgrund des sich verschärfenden Wettbewerbs und resultierenden möglichen Preisnachlässen Umsatzwerte, die leicht unter dem Vorjahresniveau liegen. Auf die sich verändernden Marktbedingungen wurde zu Beginn des aktuellen Geschäftsjahres 2024 frühzeitig mit Anpassungsmaßnahmen reagiert, um die Ertragslage trotz eines möglichen Volumenrückgangs auf dem Vorjahresniveau zu stabilisieren. Bestandsgefährdende Risiken sehen wir aufgrund unserer starken Marktposition sowie der ebenfalls starken Finanzlage nicht. Die im Vorjahr prognostizierte stabile Entwicklung konnte im Verlauf des Geschäftsjahres bestätigt werden. Der Jahresüberschuss reduzierte sich bei leicht rückläufiger Betriebsleistung moderat von TEUR 890 im Vorjahr auf TEUR 863. Der Beginn des Geschäftsjahres 2024 verlief bislang zufriedenstellend. Die Auftragseingänge verlaufen bis zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung auf einem konstanten und stabilen Niveau, welches jedoch gemäß der branchenweiten Konjunktur leicht unter dem des Vorjahres 2023 liegt. Unsicherheit in Bezug auf die künftige Entwicklung bestehen insbesondere in der weiteren Entwicklung in der Bauindustrie, welche zukünftig und weiterhin maßgeblich durch mögliche Förderprogramme der Bundesregierung, den Refinanzierungskosten geplanter Neubau- und Sanierungsinvestitionen und knapper werdenden Kapazitäten beeinflusst wird. Aus diesem Grund fällt für das Geschäftsjahr 2024 eine detaillierte Prognose der Geschäftsentwicklung der Reckendrees Bauelemente GmbH durch die ungewissen und herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwer. Es wird mit einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse gerechnet. Durch die eingeleiteten Maßnahmen sind wir jedoch zuversichtlich, einen Jahresüberschuss in Höhe des Vorjahres 2023 zu erreichen. 4.2. Hinweise zu Risiken künftiger Entwicklungen Die Gesellschaft ist grundsätzlich abhängig von den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere der Entwicklung im Bau- und Wohnbausanierungsbereich. Spezifische Risiken sind derzeit nicht ersichtlich. Die Gesellschaft verfolgt die Strategie einer breiten Zulieferstruktur, um ein Risiko etwaiger Lieferengpässe konsequent zu begegnen. Durch ein effizientes Forderungsmanagementsystem, der konsequenten Überwachung des Forderungsbestands bei der Annahme von Folgeaufträgen, der Einholung von Bonitätsauskünften bei Neukunden sowie der Absicherung von Forderungsausfällen wird dem Risiko der Überalterung von Forderungen und dem Forderungsausfall begegnet. Zur Aufrechterhaltung einer permanenten Zahlungsfähigkeit verfolgt die Gesellschaft die Strategie, ständig einen deutlichen Überschuss der kurzfristigen Forderungen und der liquiden Mittel über die kurz- und mittelfristigen Verbindlichkeiten vorzuhalten. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht ersichtlich. 4.3. Chancen, Erwartungen und Aussichten in die nähere Zukunft Durch die im Geschäftsjahr 2023 und darüber hinaus bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses getroffenen Maßnahmen zur konstanten Verbesserung der Ertragslage sehen wir uns bestens aufgestellt, die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. Trotz der aktuell leicht rückläufigen Auftragseingänge und -bestände blicken wir auch in der kurzfristigen Perspektive positiv in die Zukunft. Der weiterhin immens hohe Bedarf an neuem Wohnraum, die Notwendigkeit der energetischen Sanierung und das seit Sommer 2024 rückläufige Zinsniveau stimmen uns in Bezug auf die weitere Geschäftsentwicklung optimistisch. Durch unsere hochwertigen Produkte sehen wir außerdem die Chance, uns gegenüber Mitbewerbern trotz eines steigenden Wettbewerbs weiter durchzusetzen.
Verl, den 13. November 2024 Gregor Biermann, Geschäftsführer Thomas Schröder, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft mit der Firma "Reckendrees Bauelemente GmbH" hat ihren Sitz in Verl und wird beim Amtsgericht Gütersloh im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer HRB 1736 geführt. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Bei der Aufstellung der Bilanz sowie des Anhangs werden die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB vollständig in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Bei der Offenlegung werden die Erleichterungsvorschriften gemäß § 276 HGB bezüglich der Gewinn- und Verlustrechnung, gemäß § 288 Abs. 2 HGB bezüglich des Anhangs sowie die Erleichterungsvorschriften gemäß § 327 HGB in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss ist nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar, weil im Geschäftsjahr Vermögen und Verbindlichkeiten durch eine Verschmelzung der Reckendrees Vermögensverwaltungs GmbH zugegangen sind und in dessen Folge auch eine Anwachsung des Vermögens und der Verbindlichkeiten der Reckendrees GmbH & Co. KG zu Zeitwerten erfolgt ist. Dabei sind Forderungen mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten durch Konfusion ohne Ergebnisauswirkung erloschen. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der aus der Anwachsung resultierende Firmenwert in Höhe von TEUR 2.111 wird mangels anderweitiger Schätzungsgrundlagen über eine Laufzeit von 10 Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Abschreibungszeitraum entspricht den Nutzungsdauern der Anlagegüter. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden mit dem Rückzahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) offen von dem Posten Vorräte abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nominalwert bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die erst nach dem Bilanzstichtag aufwandswirksam werden. Die Auflösung erfolgt periodengerecht über die entsprechenden Aufwandskonten. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 3. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgend dargestellten Anlagenspiegel.
In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 2.201) enthalten. Die Forderungen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 569 (Vorjahr: TEUR 303). Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt, lautet auf TEUR 250 und ist voll eingezahlt. Der Gewinnvortrag beträgt TEUR 390 (Vorjahr: TEUR 0). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 620 (Vorjahr: 589) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub und Überstunden, Prämien und Tantiemen, Provisionen, Gewährleistung sowie Rechts- und Beratungskosten und Aufbewahrungspflichten. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 4.072 durch Grundpfandrechte auf dem Betriebsgrundstück der Anteilseigner und durch Sicherungsübereignung an Sachanlagen besichert. 4. Sonstige Angaben 4.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus den bestehenden Miet- und Leasingverträgen für Gebäudeflächen, Maschinen und IT-Ausstattung ergeben sich folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Darüber hinaus bestehen langfristige Pachtverträge mit Aufwendungen in Höhe von TEUR 798 p.a. (Vorjahr: TEUR 798 p.a). 4.2. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 113 Arbeitnehmer beschäftigt, von denen 60 dem gewerblichen Bereich zuzuordnen sind. 4.3. Geschäftsführung Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Gregor Biermann, Kaufmann, Niebüll, und Herr Thomas Schröder, Kaufmann, Verl. Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt nach § 286 Absatz 4 HGB.
Verl, den 13. November 2024 Gregor Biermann, Geschäftsführer Thomas Schröder, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.11.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Reckendrees Bauelemente GmbH, Verl: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Reckendrees Bauelemente GmbH, Verl, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reckendrees Bauelemente GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtü mern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahres abschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 13. November 2024 ADKL
AG
Tobias Polka, Wirtschaftsprüfer Tim Blome, Wirtschaftsprüfer |
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