Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 114530
Vorher
Blitz B08-876 GmbH
Eingetragen
21.7.2008
Branche
Hörfunkveranstalter und Verbreitung von AudioinhaltenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtErbringung sonstiger Vermittlungs- und Vermarktungsdienstleistungen für Patente
Gegenstand
Die Erbringung von Dienstleistungen in den Bereichen Vertrieb und Marketing von Multimedia - produkten und -inhalten im Internet sowie jegliche damit verbundenen Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Peter Grandelius
seit 24.10.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Spotify ABSWE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Spotify AB
Sweden
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Spotify GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Spotify GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Spotify GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Spotify GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf den Abschnitt "9. Nachtragsbericht" im Anhang und den Unterschnitt "A. Risikobericht" im Abschnitt "III. Risiko-, Chancen, und Prognosebericht" im Lagebericht. In diesen Abschnitten beschreibt die Geschäftsführung, dass aufgrund der begrenzten Liquidität der Spotify GmbH zum 31. Dezember 2023 und aufgrund unterjähriger Finanzbedarfe die Gesellschaft auf die Bereitstellung finanzieller Mittel im Prognosezeitraum angewiesen sein wird. Daher hat die Spotify AB, Stockholm (Schweden), mit Datum vom 1. August 2024 zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und somit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit eine betraglich unbegrenzte und für den Zeitraum bis zum 31. August 2025 unkündbare Patronatserklärung zugunsten der Spotify GmbH abgegeben. Darin verpflichtet sich die Spotify AB, Stockholm (Schweden), die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass diese in diesem Zeitraum jederzeit zur fristgerechten Erfüllung ihrer fälligen Verpflichtungen in der Lage ist. Ferner ist vereinbart, dass die Spotify AB, Stockholm (Schweden), die vier bestehenden konzerninternen Verrechnungspreisverträge sowie die Cash Pooling- Vereinbarung ebenso mindestens bis zum 31. August 2025 nicht kündigen wird.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 20. August 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klaus Beckers, Wirtschaftsprüfer

Dr. Ingo Röders, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.813.020,70 7.691.983,56
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 64.004,00 1.083.238,58
6.877.024,70 8.775.222,14
B. Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.630.315,14 6.829.018,52
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.522.085,68 11.475.529,61
3. Sonstige Vermögensgegenstände 695.184,61 1.665.564,45
20.847.585,43 19.970.112,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 98.006,90 130.292,16
27.822.617,03 28.875.626,88

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 8.143.221,87 5.606.205,46
III. Jahresüberschuss 2.444.895,46 2.537.016,41
10.613.117,33 8.168.221,87
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.782.168,46 1.202.165,48
2. Sonstige Rückstellungen 8.482.512,02 5.435.783,30
10.264.680,48 6.637.948,78
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.541.019,69 3.379.371,92
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.412.214,89 10.405.962,34
3. Sonstige Verbindlichkeiten 937.538,04 162.200,98
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 860.942,87 (Vj. EUR 159.898,29)
6.890.772,62 13.947.535,24
D. Rechnungsabgrenzungsposten 54.046,60 121.920,99
27.822.617,03 28.875.626,88

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

01.01. - 31.12.2023 01.01. - 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 82.791.160,83 64.719.790,21
2. Sonstige betriebliche Erträge 236.270,90 299.327,99
83.027.431,73 65.019.118,20
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.693.273,36 13.214.271,62
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 43.095.904,31 26.279.905,93
b) Soziale Abgaben 6.789.194,24 3.903.528,19
davon für Altersversorgung EUR 6.789.194,24 (Vj. EUR 3.903.528,19)
5. Abschreibungen auf Sachanlagen 2.167.678,85 1.707.376,78
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 236.271,26 (Vj. EUR 305.011,05) 19.957.455,51 15.904.734,47
77.703.506,27 61.009.816,99
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.879.030,00 1.472.284,80
8. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 2.444.895,46 2.537.016,41

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Spotify GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) (HRB Nr. 114530 B). Seit Juni 2021 hat die Gesellschaft ihre Geschäftsanschrift in Unter den Linden 10, Berlin.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Gliederung und Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den gesetzlichen Vorschriften.

Zum Bilanzstichtag ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2 HGB).

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Hinsichtlich der finanziellen Abhängigkeit der Gesellschaft von der Muttergesellschaft wird auf die Ausführungen im Lagebericht im Unterkapitel "A. Risikobericht" des Abschnitts "III. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht" verwiesen (bestandsgefährdendes Risiko). Die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben für die Erstellung des Jahresabschlusses im Wesentlichen unverändert.

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Sachanlagen werden über die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern abgeschrieben:

Anlageklasse Nutzungsdauer
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 6 Jahre

Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zuzuordnenden Anschaffungsnebenkosten und die nachträglichen Anschaffungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

3. Fremdwährungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs von Reuters am Bilanzstichtag umgerechnet.

Verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs von Reuters am Bilanzstichtag umgerechnet.

4. Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und - entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist im Anlagenspiegel dargestellt. Als Anschaffungskosten werden die historischen Werte ausgewiesen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr mit Ausnahme der Kautionen sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.630 6.829
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.522 11.475
davon gegen Gesellschafter 12.522 11.475
Sonstige Vermögensgegenstände 695 1.666
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 677 680
Summe 20.847 19.970

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen überwiegend aus konzerninternen Forderungen gegen Spotify AB, Stockholm, Schweden, in Höhe von TEUR 12.522 (Vorjahr: TEUR 11.475) basierend auf der konzerninternen Verrechnungspreisstrategie.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Kautionen in Höhe von TEUR 677 (Vorjahr: TEUR 680).

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Vorauszahlungen für die Dienstleistungen fremder Dritter in Höhe von TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 130).

4. Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000.

5. Rückstellungen

Bei den Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 1.782 (Vorjahr: TEUR 1.202) handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für zu erwartende Gewerbe- und Körperschaftsteuernachzahlungen sowie den korrespondierenden Solidaritätszuschlag für das Geschäftsjahr 2023 und vergangene Geschäftsjahre.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 8.483 (Vorjahr: TEUR 5.436) wurden im Wesentlichen für Personalkosten und ausstehende Rechnungen gebildet.

Alle Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und bedürfen daher keiner Abzinsung nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.891 (Vorjahr: TEUR 13.947) sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig und setzen sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeit
Gesamt 31.12.2023 bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre Gesamt 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.541 2.541 3.379
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen 3.412 3.412 10.406
Sonstige Verbindlichkeiten 938 938 162
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 861 861 160
6.891 6.891 13.947

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.412 (Vorjahr: TEUR 10.406) resultieren vor allem aus der kurzfristigen Finanzmitteldisposition gegenüber der Spotify AB, Stockholm, Schweden.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse aus
- Werbeeinnahmen 32.319 39,0 22.703 35,1
- konzerninternen Dienstleistungen 50.472 61,0 42.017 64,9
Summe 82.791 100,0 64.720 100,0
2023 2022
TEUR TEUR
Umsatz nach Märkten
- Werbeeinnahmen
Deutschland 29.859 20.692
Andere Länder 2.460 2.011
32.319 22.703
- konzerninternen Dienstleistungen
Schweden 50.472 42.017
Gesamtsumme 82.791 64.720

2. Sonstige betriebliche Erträge

2023 2022
TEUR TEUR
Fremdwährungsgewinne 236 299
Summe 236 299

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023 2022
TEUR TEUR
Marketingaufwendungen 13.442 8.379
Reisekosten 418 1.003
Mietkosten 2.062 1.818
Beratungskosten 546 363
Telekommunikationskosten 222 159
Fremdwährungsverluste 236 305
Andere 3.031 3.878
Summe 19.957 15.905

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist hauptsächlich auf höhere Marketingaufwendungen und eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl zurückzuführen.

4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2023 2022
TEUR TEUR
Körperschaftsteuer -1.470 -652
Solidaritätszuschlag -81 -36
Gewerbesteuer -1.479 -663
Anpassung in Bezug auf die Vorperiode 151 -121
Ergebnis aus Steuern (+) Ertrag / (-) Aufwand -2.879 -1.472

V. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren im Unternehmen während des Geschäftsjahres beschäftigt:

2023 2022
Arbeitnehmergruppen
Angestellte 293 220
leitende Angestellte 35 29
Summe 328 249

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen. Dabei handelt es sich ausschließlich um Verpflichtungen gegenüber fremden Dritten. Bei den Mietverträgen handelt es sich um sogenannte Operating Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Vermögensgegenstände führen.

Mietverträge
TEUR TEUR
Standort Adresse 2024 2025-2027
Berlin Unter den Linden 10/Charlottenstraße 1.082 2.795
Gesamt 1.082 2.795

Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt.

3. Namen der Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Paul Aaron Vogel, Princeton Junction/ Vereinigte Staaten, Chartered Financial Analyst, Chief Financial Officer von Spotify Technology S.A., Luxemburg (bis 28. März 2024);

Sallie Deysel, New Jersey/ United States, Senior Director von Spotify Inc., New York/ USA (seit 28. März 2024);

Peter Grandelius, London/ United Kingdom, Associate General Counsel, Spotify Ltd, London/ United Kingdom.

4. Vergütungen der Geschäftsführer

Im Geschäftsjahr 2023 erhielt keiner der Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft.

5. Konzernverhältnisse

Die Spotify GmbH wird in den Konzernabschluss der Spotify Technology S.A., Luxemburg/Großherzogtum Luxemburg, einbezogen. Die Spotify Technology S.A. stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konzernkreis auf. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt in Luxemburg. Im Konzernabschluss wurde bezüglich der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden die Standards des IFRS Regelwerks angewendet.

6. Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von TEUR 10.588, der sich aus dem Jahresüberschuss von TEUR 2.445 und dem Gewinnvortrag von EUR 8.143 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare des Abschlussprüfers belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 27) und entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen.

8. Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Gesamtsumme der im Geschäftsjahr 2023 angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten beläuft sich auf TEUR 31.777 Vorjahr: TEUR 16.822). Davon entfallen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

9. Nachtragsbericht

Mit Datum vom 1. August 2024 hat die Spotify AB, Stockholm (Schweden), zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und somit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit eine betraglich unbegrenzte und für den Zeitraum bis zum 31. August 2025 unkündbare Patronatserklärung zugunsten von der Spotify GmbH abgegeben. Hierin verpflichtet sich die Spotify AB, Stockholm (Schweden), die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass diese in diesem Zeitraum jederzeit zur fristgerechten Erfüllung ihrer fälligen Verpflichtungen in der Lage ist. Ferner ist vereinbart, dass die Spotify AB, Stockholm (Schweden), die vier bestehenden konzerninternen Verrechnungspreisverträge sowie die Cash Pooling-Vereinbarung ebenso mindestens bis zum 31. August 2025 nicht kündigen wird.

 

Berlin, 20. August 2024

Die Geschäftsführung

Sallie Deysel, Geschäftsführer

Peter Grandelius, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.142.758,48 0,00 1.288.715,99 0,00 11.431.474,47
2. Geleistete Anzahlungen für Anlagen im Bau 1.083.238,58 269.481,41 -1.288.715,99 0,00 64.004,00
11.225.997,06 269.481,41 0,00 0,00 11.495.478,47
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.450.774,92 2.167.678,85 0,00 4.618.453,77
2. Geleistete Anzahlungen für Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.450.774,92 2.167.678,85 0,00 4.618.453,77
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.813.020,70 7.691.983,56
2. Geleistete Anzahlungen für Anlagen im Bau 64.004,00 1.083.238,58
6.877.024,70 8.775.222,14

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Grundlegende Informationen über das Unternehmen

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Spotify ist der beliebteste Audio-Streaming-Abonnement-Service weltweit. Spotify hat die Art und Weise, wie Menschen auf Musik und Podcasts zugreifen und sie genießen, grundlegend verändert. Heute haben Millionen von Menschen auf der ganzen Welt über Spotify Zugriff auf über 100 Millionen Titel, darunter 5 Millionen Podcast-Titel, wann und wo immer sie wollen. Im Laufe des Jahres 2022 haben wir eine erste Iteration des Hörbuch-Hörerlebnisses in ausgewählten Märkten eingeführt, in denen die Menschen Zugang zu mehr als 350.000 Hörbücher haben. Im Jahr 2023 haben wir ein neues Hörbuch-Erlebnis auf unserem Premium- Service eingeführt, welches im Rahmen eines Abonnements des Premium-Services 15 Stunden Zugriff pro Monat auf mehr als 200.000 Hörbücher bietet und derzeit für berechtigte Premium- Abonnenten in ausgewählten Märkten verfügbar ist. Unsere Mission ist es, das Potenzial der menschlichen Kreativität zu erschließen, indem wir einer Million kreativer Künstler die Möglichkeit geben, von ihrer Kunst zu leben, und Milliarden von Fans die Möglichkeit geben, sich an diesen Künstlern zu erfreuen und sich von ihnen inspirieren zu lassen.

Die Spotify GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Spotify AB, Stockholm, Schweden, und Teil des Spotify-Konzerns. Der Geschäftssitz der Gesellschaft befindet sich Unter den Linden 10, 10117 Berlin, Deutschland. Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft ebenfalls von Büros in Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg. Das Geschäftsmodell des Unternehmens basiert in erster Linie auf der Bereitstellung von vertraglich vereinbarten Supportleistungen im Auftrag der Muttergesellschaft Spotify AB sowie auf der Generierung von Umsatzerlösen durch Werbeeinnahmen.

Die Werbeerlöse werden durch Verträge mit Werbepartnern und Agenturen generiert. Diese platzieren hauptsächlich Display-Werbung sowie Audio- und Videowerbung für Endnutzer der Spotify-Plattform - sowohl als Desktop-, Tablet- und Handy- beziehungsweise App-Lösung.

2. Forschung und Entwicklung

Die Spotify GmbH tätigt keine direkten Investitionen in Forschung und Entwicklung, diese Aktivitäten werden von der Konzernzentrale durchgeführt. Die Spotify GmbH unterstützt die Konzernfunktionen jedoch bei der Erbringung von Auftragsforschungs- und Entwicklungsarbeiten, für die die Spotify GmbH ein Entgelt erhebt.

II. Wirtschaftsbericht

A. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Oberstes Ziel des Unternehmens ist es, das Wachstum fortzusetzen und die erfolgreiche Marktstrategie des Konzerns zur Erweiterung des Werbepotenzials in Deutschland und zur Steigerung der damit verbundenen Werbeerlöse umzusetzen. Es ist wichtig, dass die Spotify GmbH weiterhin auf dem Erfolg aufbaut, welchen der Spotify-Konzern als größter Audio- Abonnement-Dienstleister seiner Art weltweit entwickelt hat.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen: Musikindustriekonjunktur

Im Jahr 2023 verzeichnete die Musikindustrie ein weltweites Umsatzwachstum von 10,2 %, wobei die Umsätze in allen Regionen und bei fast jedem aufgezeichneten Musikformat 1 stiegen. Die Streaming-Umsätze, die 67 % des Gesamtmarktes ausmachten, machten den größten Teil des Umsatzwachstums aus und stiegen gegenüber dem Vorjahr um 10,4 %. Wie im Vorjahr verzeichnete nur der Sektor Downloads und Sonstiges (Nicht-Streaming) einen Umsatzrückgang mit einem Rückgang von 2,6 % gegenüber dem Vorjahr. Ende 2023 gab es weltweit insgesamt 667 Millionen bezahlte Premium-Abonnements für Musik-Streaming- Dienste, ein Anstieg von 13,2 %. Der Musikmarkt in Europa wuchs im Jahr 2023 weiter (8,9 % gegenüber 7,5 % im Jahr 2022) 2 , wobei Deutschland seine Umsätze um 7,0 % steigerte. Deutschland bleibt der zweitgrößte Markt in Europa und der viertgrößte weltweit.

Wir befinden uns derzeit in einer Phase wirtschaftlicher Unsicherheit und können den Zeitpunkt, die Intensität oder die Dauer von Konjunkturabschwüngen nicht vorhersagen. Sofern die allgemeinen makroökonomischen Bedingungen, einschließlich Folgen von Inflation, Zinsänderungen und geopolitischen Konflikten in Europa und dem Nahen Osten, unsicher bleiben oder sich verschlechtern, kann unser Geschäft Schaden nehmen. Insbesondere haben die wirtschaftlichen Bedingungen die Werbeausgaben negativ beeinflusst und können dies auch weiterhin tun. Die Ausgaben der Werbetreibenden werden durch die allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen negativ beeinflusst, dieser Rückgang der Werbeausgaben könnte sich erheblich negativ auf unser Geschäft, unsere Betriebsergebnisse und unsere Finanzlage auswirken.

B. Mitarbeiter

Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 328 Mitarbeiter(Vj: 249), davon sind 35 Mitarbeiter leitende Angestellte (Vj. 29).

1. IFPI Global Music Report 2024. Verfügbar unter: https://ifpi-website-cms.s3.eu-west-2.amazonaws.com/ IFPI_GMR_2024_State_of_the_Industry_db92a1c9c1.pdf
2. IFPI Global Music Report 2023. Verfügbar unter: https://www.musikindustrie.de/fileadmin/bvmi/upload/06_Publikationen/GMR/ Global_Music_Report_2023_State_of_the_Industry.pdf

C. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsmodell unseres Unternehmens basiert in erster Linie auf der Bereitstellung vertraglich vereinbarter Supportleistungen für verbundene Unternehmen sowie auf der Generierung von Umsatzerlösen durch Werbeeinnahmen. Die Gesellschaft erwirtschaftet Umsatzerlöse aus konzerninternen Dienstleistungen in Höhe von TEUR 50.473 (TEUR 42.017). Darüber hinaus generierte sie Umsatzerlöse aus Werbeeinnahmen, diese stiegen im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 42,4 % auf TEUR 32.319 (Vorjahr: TEUR 22.703). Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 5.324 (Vorjahr: TEUR 4.009). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen TEUR 2.879 (Vorjahr: TEUR 1.472). Das ergab sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss von TEUR 2.445 (Vorjahr: TEUR 2.537). Der höhere Jahresüberschuss vor Steuern im Geschäftsjahr 2023 ist auf einen Anstieg der Werbeerlöse sowie einen Anstieg der Erlöse aus konzerninternen Dienstleistungen zurückzuführen. Positiv wirkte sich zudem die Steigerung der Impressionen im Zusammenhang mit Werbeerlösen sowie der Podcast-Erlöse aus.

D. Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind deutlich von TEUR 64.720 in 2022 auf TEUR 82.791 in 2023 gestiegen. Die Zunahme in Höhe von TEUR 18.071 ist im auf den Umsatzanstieg um TEUR 8.456 aus konzerninternen Dienstleistungen zurückzuführen, welcher aus der Verrechnungspreisvereinbarung resultiert. Die für Spotify Premium Nutzer*innen und Nutzer von unentgeltlichen Abos anfallenden Kosten sind für die Vermarktung auf der Ebene der Gesellschaft an die Spotify AB mittels der konzerninternen Kostenumlagen weiterbelastet. Die entsprechenden Erlöse sowie die damit verbundenen Kosten fallen daher auf Ebene der Spotify AB an. Darüber hinaus ist der Anstieg der Umsatzerlöse auf einen Anstieg der Werbeeinnahmen um TEUR 9.616 zurückzuführen.

Die Spotify GmbH erreicht, basierend auf der Spotify-Verrechnungspreisstrategie innerhalb eines konzerninternen Reseller-Agreements, einen Gewinnaufschlag (definiert als Erträge vor Zinsen und Steuern geteilt durch Gesamtbetriebskosten) durch den Weiterverkauf des Zugangs zu den Spotify-Services sowie durch Werbeflächen.

Die damit korrespondierenden bedeutsamen Aufwendungen zur Erzielung der Umsatzerlöse untergliedern sich wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.693 13.214
Personalaufwendungen 49.885 30.184
Marketingkosten (Sonstige betriebliche Aufwendungen) 13.442 8.379
Summe 69.020 51.777

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen verringerte sich um TEUR 7.521 im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 5.693 (Vorjahr: TEUR 13.214). Der Rückgang ist vor allem auf geringere Medienausgaben zurückzuführen. Die Personalaufwendungen stiegen um TEUR 19.701 im Geschäftsjahr 2023 insbesondere aufgrund des Anstiegs der Mitarbeiterzahlen. Die Marketingkosten stiegen um TEUR 5.063 auf TEUR 13.442 (Vorjahr: TEUR 8.379) aufgrund erhöhter Ausgaben für verschiedene Marketingveranstaltungen und erhöhter Agenturgebühren im Zusammenhang mit den von bestimmten Agenturen erbrachten Dienstleistungen für ihre Expertise im Bereich Marketing.

2. Vermögenslage

Vermögensstruktur

Die Vermögenslage nach Fristigkeiten stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR in % TEUR in %
Langfristiges Vermögen 6.877 24,7 8.775 30,4
Kurzfristiges Vermögen 20.848 74,9 19.970 69,2
Rechnungsabgrenzungsposten 98 0,4 130 0,4
Gesamt 27.823 100,0 28.876 100,0

Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 27.823 (Vorjahr: TEUR 28.876).

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.898 bzw. 21,6 % zurückgegangen, da für im Laufe des Jahres 2023 in Betrieb genommenes Anlagevermögen höhere Abschreibungen vorgenommen wurden, insbesondere auf Sanierungsmaßnahmen (Mietereinbauten) im Bürogebäude in Berlin.

Das kurzfristige Vermögen der Gesellschaft beträgt TEUR 20.848 was einer Steigerung von TEUR 878 oder. 4,4 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Anstieg ist gleichermaßen auf eine Steigerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der konzerninternen Forderungen gegen Spotify AB für erbrachte Dienstleistungen zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sind um TEUR 801 auf TEUR 7.630 und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Konzerninterne Forderungen) um TEUR 1.047 auf TEUR 12.522. Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich dagegen um TEUR 970 auf TEUR 695 hauptsächlich bedingt durch einen Rückgang der Umsatzsteuerforderung.

Das Bankguthaben bleibt aufgrund kurzfristiger Finanzmitteldisposition innerhalb des Spotify- Konzerns mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) unverändert.

Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur nach Fristigkeiten stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR in % TEUR in %
Eigenkapital 10.613 38,1 8.168 28,3
Kurzfristiges Fremdkapital 17.156 61,7 20.586 71,3
Rechnungsabgrenzungsposten 54 0,2 122 0,4
Gesamt 27.823 100,0 28.876 100,0

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Jahresüberschusses mit TEUR 2.445 im Jahr 2023 auf TEUR 10.613 erhöht.

Kurzfristige Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der kurzfristigen Verbindlichkeiten beträgt TEUR 6.891 (Vorjahr: 13.948).

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.994 auf TEUR 3.412, hauptsächlich aufgrund der geringeren Inanspruchnahme der Cash-Pool-Fazilität mit Spotify AB was auf zwei Faktoren zurückzuführen ist: gestiegene Werbeeinnahmen und gestiegene Einnahmen von verbundenen Unternehmen im Jahresverlauf sowie die pünktliche Zahlung beider Rechnungsarten. Die Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 sind überwiegend in Euro fällig.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der Fälligkeit von Rechnungen und Zahlungen um TEUR 843 gesunken.

Die kurzfristigen Rückstellungsverpflichtungen betragen insgesamt TEUR 10.265 (Vorjahr: TEUR 6.638). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf die Erhöhung der personalbezogenen Rückstellungen zurückzuführen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamen zur internen Steuerung verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft in 2023 sind die auf Grundlage internationaler Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) ermittelten "Revenue" und "Cost of Revenue".

Der erste Leistungsindikator "Revenue" ermittelt sich als Umsatzerlöse nach IFRS und lässt sich wie folgt auf die handelsrechtlichen Umsatzerlöse überleiten:

2023 2022
TEUR TEUR
"Revenue" nach IFRS 83.826 65.343
Anpassung Konzernumlagen -1.035 -623
Umsatzerlöse nach HGB 82.791 64.720

Der zweite Indikator "Cost of Revenue" wird nach IFRS ermittelt und lässt sich wie folgt aus den handelsrechtlichen Aufwendungen für bezogene Leistungen überleiten:

2023 2022
TEUR TEUR
"Cost of Revenue" nach IFRS 70.088 51.018
Anpassung Aufw. für bez. Leistungen 0 0
Personalaufwand -49.838 -28.677
Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.557 -9.126
Aufwendungen für bezogene Leistungen nach HGB 5.693 13.214

4. Gesamtaussage zur finanziellen Entwicklung und der wirtschaftlichen Lage

Die Spotify GmbH hat ein positives Geschäftsjahr 2023 hinter sich, das der Einschätzung des Managements entspricht oder darüber liegt. Der tatsächliche "Umsatz" ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 um 18 Mio. gestiegen. Der Anstieg ist auf die gestiegenen konzerninternen Dienstleistungen und die gestiegenen Werbeerlöse zurückzuführen. Im Zusammenhang mit den gestiegenen Einnahmen sind die sonstigen Kosten gestiegen, im Wesentlichen der Personalaufwand.

III. Risiko-, Chancen-, und Prognosebericht

A. Risikobericht

Die Risiken und Unsicherheiten, denen die Spotify GmbH ausgesetzt ist, sind typisch für ähnliche Unternehmen im Vertrieb von Online-Werbung, werden aber durch die sich verbessernde Reputation des Spotify-Konzerns in der Branche unterstützt.

Die Geschäftsführung betrachtet die folgenden Punkte als die Hauptrisiken und Unsicherheiten, mit denen der Konzern konfrontiert wird.

Die Fähigkeit der Gruppe, potenzielle Nutzer zu gewinnen, bestehende Nutzer zu halten und unsere Produkte und Dienstleistungen zu monetarisieren

Wettbewerb um Nutzer, Hördauer der Nutzer und Werbetreibende

unsere Abhängigkeit von Schlüsselpersonal und unsere Fähigkeit, hochqualifizierte Mitarbeiter anzuwerben, zu halten und zu motivieren

Unterbrechungen, Verzögerungen oder Ausfälle des Dienstes, die durch Ihr System oder Systeme Dritter verursacht werden.

Abhängigkeit von Drittanbieter-Lizenzen für die meisten Inhalte, die wir streamen

die Auswirkungen wirtschaftlicher, sozialer oder politischer Bedingungen, einschließlich Inflation, Zinsänderungen, geopolitischer Konflikte in Europa und dem Nahen Osten sowie damit verbundener Marktunsicherheit

Finanzielle Abhängigkeit des Unternehmens von der Aufrechterhaltung der konzerninternen Cash-Pooling-Vereinbarung

Wir sind heutzutage mit der Herausforderung konfrontiert, die Hördauer unseres werbeunterstützten Angebots zu verlängern. Davon hängt im Wesentlichen die potenzielle zukünftige Steigerung der Werbeeinnahmen ab. Je mehr werbeunterstützten Content wir unseren Nutzern anbieten, desto mehr Werbeinventar können wir auf verschiedene Weise vermarkten. Es ist möglich, dass uns die Erweiterung der Kundenbasis, des Kontenvolumens oder der Hördauer nicht gelingt, was infolge die Steigerung des werbefinanzierten Umsatzes erschweren kann.

Es besteht ein starker Wettbewerb in Bezug auf Werbeausgaben und wir stehen im Wettbewerb mit Akteuren, die über erhebliche Ressourcen verfügen. Wir müssen für Nutzer attraktiv sein und bleiben, um weiterhin erfolgreich Werbung zu platzieren. Die unter Punkt III.C. Prognosebericht genannten Faktoren betreffen diese Anforderungen und verhelfen somit zu einem langfristigen Erfolg auf dem deutschen Markt.

Wir sind auf Schlüsselmitarbeiter angewiesen, die großartige Produkte und Dienste entwickeln und unsere Geschäfte führen. Wenn wir nicht in der Lage sind für qualifiziertes Personal attraktiv zu sein, es zu halten und einzubinden, könnte dies unsere Fähigkeit beeinträchtigen, erfolgreich zu wachsen. Damit das Unternehmen fortbestehen und sich entwickeln kann, müssen wir hochqualifizierte Mitarbeiter einstellen, halten und weiterbilden. Organisatorische Änderungen können zu einer erhöhten Fluktuation führen. Zusätzlich kann eine erhöhte Fluktuation oder das Unvermögen, qualifizierte Mitarbeiter anzuwerben oder zu halten, einen negativen Effekt auf die finanziellen Leistungsindikatoren (z. B. Revenue) haben. Personalrisiken aus der Fluktuation von Leistungsträgern begegnen wir durch umfangreiche Förderungsmaßnahmen. Darüber hinaus nutzen wir Aktienprämien, um talentierte Mitarbeiter anzuwerben.Der sich aus der fehlenden Mitarbeitermotivation ergebende Schaden könnte sich auf die Geschäftsentwicklung negativ auswirken. Dies stellt ein erhebliches Risiko für Spotify dar.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass diese Risiken effektiv durch einen starken Fokus auf den Wettbewerb, unsere Kostenbasis und unsere Schlüsselmitarbeiter gehandhabt werden können.

Obwohl die Inflationsraten im Laufe des Jahres 2023 von 8,7 % im Januar 2023 auf 3,7 % im Dezember 2023 3 zurückgingen, stellten wir fest, dass ein späterer Anstieg der Inflationsraten erhebliche Auswirkungen auf unser Geschäft haben könnte. Da die Inflation zu einem Rückgang der Kaufkraft der Verbraucher führt, ist mit einer Verringerung ihres verfügbaren Einkommens zu rechnen, was zu einem Rückgang der Zahl der Nutzer führen könnte, die die Dienste von Spotify abonnieren. Da die Inflation außerdem zu einem Anstieg der Betriebskosten für Unternehmen führt, könnte die Spotify GmbH mit höheren Ausgaben für Kosten wie Mitarbeitergehälter und digitale Lizenzgebühren konfrontiert werden. Diese erhöhten Kosten könnten letztendlich zu einer geringeren Rentabilität des Unternehmens führen. Für den Fall, dass die Inflationsraten in Zukunft steigen, ist es daher wahrscheinlich, dass wir unsere Preisstrategie und unser Kostenmanagement als Reaktion auf steigende Inflationsraten sorgfältig überdenken müssen.

Mit Ausnahme des nachfolgend beschriebenen bestandsgefährdenden Risikos, das eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit aufweist, werden die Risiken mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit und einer mittleren Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage klassifiziert.

Die finanzielle Situation der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 führte zu einem Rückgang der Verbindlichkeiten im Vergleich zum vorherigen Bilanzstichtag. Anders als im Geschäftsjahr 2022 konnten die im Geschäftsjahr 2023 entstandenen Cash-Pooling-Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2023 durch laufende Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit gedeckt werden. Die Spotify GmbH wird dennoch aufgrund unterjähriger Finanzbedarfe bei der Finanzierung ihres Geschäftsbetriebs im Prognosezeitraum auf die Bereitstellung finanzieller Mittel aus der Cash-Pooling-Vereinbarung mit der Spotify AB angewiesen sein. Aufgrund dessen ist die Spotify GmbH auf die Fortführung der vier bestehenden konzerninternen Verrechnungspreisvereinbarungen sowie die Fortführung der Cash-Pooling-Vereinbarung mit der Spotify AB, Stockholm (Schweden), auch für die nächsten 12 Monate (bis 31. August 2025) angewiesen, was ein bestandsgefährdendes Risiko für die Gesellschaft darstellt.

Aufgrund der begrenzten Liquidität der Spotify GmbH zum 31. Dezember 2023 und den weiteren Finanzbedarfen der Gesellschaft im Prognosezeitraum hat die Spotify AB, Stockholm (Schweden), daher mit Datum vom 1. August 2024 zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und somit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit eine betraglich unbegrenzte und für den Zeitraum bis zum 31. August 2025 unkündbare Patronatserklärung zugunsten der Spotify GmbH (Gesellschaft) abgegeben. Hierin verpflichtet sich die Spotify AB, Stockholm (Schweden), die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass diese in diesem Zeitraum jederzeit zur fristgerechten Erfüllung ihrer fälligen Verpflichtungen in der Lage ist. Ferner ist vereinbart, dass die Spotify AB, Stockholm (Schweden), die vier bestehenden konzerninternen Verrechnungspreisverträge sowie die Cash Pooling-Vereinbarung ebenso mindestens bis zum 31. August 2025 nicht kündigen wird.

3. Statista. Februar 2024. Inflationsrate in Deutschland von Januar 2023 bis Januar 2024. Verfügbar unter: https://www.statista.com/statistics/262957/ Inflationsrate in Deutschland - Veränderungen des Verbraucherpreisindex (VPI) im Vergleich zum Vorjahresmonat.

B. Chancenbericht

Auf die oben aufgeführten Identifizierungen einzelner Risiken reagieren wir auch mit Lösungen und konzipierten Chancen für unsere Gesellschaft, welche sich insbesondere aus Synergien durch die Einbindung in den Spotify-Konzern ableiten lassen:

Unser werbefinanzierter Dienst hat keine Abonnementgebühren und bietet Benutzern im Allgemeinen einen begrenzten On-Demand-Onlinezugriff auf unseren Musikkatalog und einen unbegrenzten Onlinezugriff auf unseren Podcastkatalog auf ihren Computern, Tablets und kompatiblen Mobilgeräten. Werbefinanzierte Nutzer können in ausgewählten Märkten auch Hörbücher à la carte kaufen. Dieser Dienst dient sowohl als Akquisitionskanal für Premium- Abonnenten als auch als robuste Option für Benutzer, die keine monatliche Abonnementgebühr zahlen können oder wollen, aber dennoch Zugriff auf eine große Vielfalt an hochwertigen Audioinhalten haben möchten.

Wir erzielen Einnahmen aus unserem werbefinanzierten Service durch den Verkauf von Display-, Audio- und Videowerbung, die durch Einblendungen während unseren Musik- und Podcast-Inhalten bereitgestellt werden.

Die Einnahmen aus unserem werbefinanzierten Service hängen in erster Linie von der Anzahl und den Stunden der Interaktion unserer werbefinanzierten Benutzer und Podcast-Hörer sowie von unserer Fähigkeit ab, innovative Werbeprodukte bereitzustellen, die für diese Benutzer relevant sind und die Erträge unserer Werbepartner steigern. Die Einnahmen werden auf der Grundlage der Anzahl der gelieferten Impressionen erfasst.

Unsere Werbestrategie basiert auf der Überzeugung, dass Werbeprodukte, die auf Musik und Podcasts basieren und für werbefinanzierte Benutzer und Podcast-Hörer relevant sind, das Benutzererlebnis verbessern und den Werbetreibenden noch höhere Erträge bringen können. Wir haben in der Vergangenheit neue Werbeprodukte für Musik- und Podcast-Inhalte eingeführt und werden dies auch weiterhin tun. Werbetreibenden zusätzliche Optionen zu bieten, wie beispielsweise den automatisierten Kauf von Werbung, ist ein wichtiger Schritt, um unser Portfolio an Werbeprodukten zu erweitern und so die Werbeeinnahmen zu steigern. Darüber hinaus konzentrieren wir uns weiterhin auf Analyse- und Messtools, um die Wirksamkeit von Werbekampagnen auf unserer Plattform zu bewerten, nachzuweisen und zu verbessern.

Die Werbefinanzierten Umsatzerlöse sind stark vom demografischen Profil unserer Nutzer und durch unsere Fähigkeit, die Zielgruppe der Werbepartner durch gezielte Werbeangebote zu erreichen, beeinflusst. Da ein großer Anteil unseres Nutzer-Auditoriums durchschnittlich im Alter von 18 bis 34 Jahre ist und diese Kategorie für Werbepartner besonders schwierig zu erreichen ist, sehen wir darin eine weitere Chance, unsere Dienstleistung gezielt für unsere Kunden und Geschäftspartner weiter zu entwickeln und gleichzeitig die Effizienz und Skalierbarkeit unserer Werbeplattform zu steigern.

Die Chancen der Gesellschaft liegen in der Fähigkeit, auf Basis von fundierten Marktkenntnissen unverwechselbare Dienstleistungen zu entwickeln und zu verkaufen. Dies ist ein tragfähiger Pfeiler für anhaltendes Wachstum und positive Ergebnisse.

C. Prognosebericht

Der Prognosebericht enthält zukunftsbezogene Angaben. Sie basieren auf Erwartungen und Einschätzungen des Unternehmens und unterliegen folglich Unwägbarkeiten. Diese können dazu führen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung, unter anderem wegen der politischen,gesundheitlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sowohl positiv als auch negativ von den nachfolgend beschriebenen Erwartungen abweicht.

Der Internationale Währungsfonds geht in seiner Prognose davon aus, dass das globale Wachstum in den Jahren 2024 und 2025 4 bei etwa 3,2 % stabil bleiben wird, da die Inflation wieder auf das Zielniveau zurückkehrt. Fast ebenso schnell wie die globale Inflation gestiegen ist, ist sie angesichts der sich lösenden Angebotsprobleme und einer restriktiven Geldpolitik gesunken. Die globale mittlere Gesamtinflation dürfte von 2,8 % Ende 2024 auf 2,4 % Ende 2025 sinken, wobei die Prognosen für 2024 und 2025 nach unten korrigiert wurden. Angesichts der Abnahme der Inflation und des stabilen Wachstums ist die Wahrscheinlichkeit einer harten Landung gesunken, und die Risiken für das globale Wachstum sind weitgehend ausgewogen.

Die europäische Wirtschaft wird in diesem Jahr voraussichtlich wachsen, allerdings ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau, da die Nachwirkungen der straffen Geldpolitik und der Energiekosten der Vergangenheit sowie die geplante Haushaltskonsolidierung die Aktivität belasten. Die wirtschaftliche Lage in Deutschland dürfte dem positiven Trend in Europa in abgeschwächter Form folgen. Die deutsche Wirtschaft dürfte im Jahr 2024 um 0,2 % und im Jahr 2025 um 1,3 % wachsen (im Jahr 2023 lag das Wachstum bei -0,3 %).

Die Markterwartungen für die Musikindustrie für 2024 und darüber hinaus gehen weiterhin von einem gesunden Wachstum mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 7,6 % für den Zeitraum von 2024 bis 2030 5 aus. Allerdings bleibt der Wettbewerb zwischen den Audio- Streaming-Anbietern hart, da sich die Streaming-Branche auf die Monetarisierung und die Entwicklung neuer Produkte und Funktionen konzentriert, um Benutzer zu gewinnen und zu binden.

Wir befinden uns derzeit in einer Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit und können den Zeitpunkt, die Stärke oder die Dauer wirtschaftlicher Abschwünge nicht vorhersagen. In dem Maße, in dem die allgemeinen makroökonomischen Bedingungen unsicher bleiben oder sich verschlechtern, kann dies zu Schäden für unser Geschäft führen. Die Inflation kann sich nachteilig auf unsere Liquidität, unser Geschäft, unsere Betriebsergebnisse und unsere Finanzlage auswirken, indem sie unsere Gesamtkostenstruktur erhöht, insbesondere wenn wir nicht in der Lage sind, die Preise, die wir unseren Kunden berechnen, entsprechend zu erhöhen. Die Inflation in der Wirtschaft hat zu höheren Zinssätzen und Kapitalkosten, höheren Arbeitskosten, Schwankungen der Wechselkurse und anderen ähnlichen Auswirkungen geführt und kann auch weiterhin dazu führen. Aufgrund der Inflation kam es bei uns zu Kostensteigerungen, die sich erheblich und nachteilig auf unser Geschäft, unsere Betriebsergebnisse und unsere Finanzlage auswirken könnten, und dies wird möglicherweise auch in Zukunft der Fall sein. Diese Indikatoren spiegeln sich in unserer Prognose wider.

4 Internationaler Währungsfonds. April 2024. World Economic Outlook: Stetig, aber langsam: Widerstandsfähigkeit inmitten der Divergenz. Verfügbar unter: https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/04/16/world-economic-outlook-april-2024.
5 Goldman Sachs. Mai 2024. Music in the Luft: Fokus auf Monetarisierung, Schwellenmärkte und KI; Aktualisierung der Prognosen für die globale Musikindustrie. Verfügbar unter: https://www.goldmansachs.com/intelligence/pages/gs-research/music-in-the-air-focus-on-monetisation-emerging-markets-and-ai/report.pdf

Wie unter Abschnitt II. D. 4. "Finanzielle Leistungsindikatoren" dargestellt, sind die bedeutsamen zur internen Steuerung verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft das "Revenue" sowie das "Cost of Revenue".

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 einen moderaten Umsatzanstieg im niedrigen zweistelligen Millionenbereich und einen entsprechenden Anstieg der Umsatzkosten im mittleren einstelligen Millionenbereich. Das prognostizierte jährliche Wachstum von 2023 bis 2024 ist in erster Linie auf interne Initiativen und Investitionen zurückzuführen, die in den Vorjahren zur Einstellung von mehr Personal für das Vertriebsunterstützungsteam führten, was auch in den kommenden Jahren die erwarteten Erträge steigern wird. Die Mehrheit dieser Mitarbeiter hat ihren Onboarding-Prozess im Jahr 2023 abgeschlossen und wird voraussichtlich auch 2024 die Verbrauchernachfrage ankurbeln.

Die Ankündigung der Muttergesellschaft aus Dezember 2023, die Belegschaft des Konzerns weltweit um 17 % zu reduzieren, hat auf das Unternehmen keinerlei Einfluss.

IV. Zweigniederlassungen

Neben dem eingetragenen Gesellschaftssitz in Berlin unterhielt die Spotify GmbH im Geschäftsjahr 2023 Niederlassungen in Düsseldorf, Frankfurt am Main und Hamburg. Dies soll die lokale Präsenz in Deutschland erhalten.

 

Berlin, 20. August 2024

Die Geschäftsführung

Sallie Deysel, Geschäftsführer

Peter Grandelius, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wurde am 20. August 2024 festgestellt.

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