Curtis 1000 Europe AktiengeselIschaftLiquidiert

56566 Neuwied, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 14105
Eingetragen
3.8.2000
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Wellpapier und -pappe sowie von Verpackungsmitteln aus Papier, Karton und Pappe
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Verpackungsmaterial aller Art aus Tyvek und Papier. Die Gesellschaft darf andere Erzeugnisse gleicher oder ähnlicher Art herstellen, erwerben und vertreiben. Die Gesellschaft kann im In- und Ausland Zweigniederlassungen errichten, andere Unternehmen gründen, erwerben oder sich an ihnen beteiligen sowie Unternehmensverträge abschließen. Der Unternehmensgegenstand von Tochter- und Beteiligungsunternehmen darf auch ein anderer sein als der in vorstehendem Absatz Absatz 1 genannte Unternehmensgegenstand, sofern er nur geeignet erscheint, den Geschäftszweck der Gesellschaft zu fördern. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die geeignet erscheinen, dem Gegenstand des Unternehmens zu dienen. Sie kann zu diesem Zweck auch Unternehmen leiten oder sich auf die Verwaltung der Beteiligung beschränken. Sie kann ihren Betrieb ganz oder teilweise in verbundene Unternehmen ausgliedern.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Curtis 1000 Europe Aktiengesellschaft

Neuwied

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Bilanz zum 31. Dezember 2010

der Curtis 1000 Europe AG

AKTIVA

Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   0,00 57.500,00
II. Sachanlagen      
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   500,00 5.920,00
II. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 200.005,00   2.111.228,16
2. Beteiligungen 1,00   1,00
    200.006,00 2.111.229,16
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00   35.000,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 0,00   70.000,00
    0,00 105.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Euro 17.286,34 (Euro 19.684,88)      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 507.930,96   223.009,04
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 31.896,74   896.756,30
3. sonstige Vermögensgegenstände 751.460,62   834.537,88
    1.291.288,32 1.954.303,22
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   2.719.488,85 217.080,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten   3.671,65 0,00
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   22.575.089,33 20.913.660,68
    26.790.044,15 25.364.693,70

PASSIVA

     
  Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 8.551.202,40   8.551.202,40
II. Kapitalrücklagen 1.529.292,71   1.529.292,71
III. Verlustvortrag -30.994.155,79   -4.365.709,15
IV. Jahresfehlbetrag -1.661.428,65   -26.628.446,64
nicht gedeckter Fehlbetrag 22.575.089,33   20.913.660,68
    0,00 0,00
B. Rückstellungen      
1. sonstige Rückstellungen   4.416.100,00 2.168.922,82
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.430.170,19   15.018.433,62
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 15.430.170,19 (Euro 15.018.433,62)      
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 575.281,12   473.690,40
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 575.281,12 (Euro 473.690,40)      
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.401.699,45   4.669.774,76
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 3.401.699,45 (Euro 4.669.774,76)      
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.966.793,39   3.033.872,10
- davon aus Steuern Euro 355.592,37 (Euro 385.012,34)   22.373.944,15 23.195.770,88
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 47.390,93 (Euro 47.678,91)      
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 2.966.793,39 (Euro 3.033.872,10)      
    26.790.044,15 25.364.693,70

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2010 bis 31.12.2010

Curtis 1000 Europe AG, Sankt Augustin

Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
1. Umsatzerlöse   125.627,83 6.510.448,14
2. Gesamtleistung   125.627,83 6.510.448,14
3. sonstige betriebliche Erträge      
a) ordentliche betriebliche Erträge      
aa) sonstige ordentliche Erträge 3.254,47   44.055,81
b) Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus Zuschreibungen zu Gegenständen des Anlagevermögens 224.213,36   0,00
c) Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung zu Forderungen 4.000,00   4.000,00
d) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 39.585,45   15.064,58
e) sonstige Erträge im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.123.272,63   645.020,83
    1.394.325,91 708.141,22
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 107.886,10   4.763.672,09
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.856,05   852.805,80
    109.742,15 5.616.477,89
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 149.983,36   1.305.320,15
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 15.292,97   130.804,09
    165.276,33 1.436.124,24
6. Abschreibungen      
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   0,00 736.061,40
7. sonstige betriebliche Aufwendungen      
a) ordentliche betriebliche Aufwendungen      
aa) Raumkosten 4.796,00   50.057,41
ab) Versicherungen, Beiträge und Abgaben 6.071,48   77.188,51
ac) Reparaturen und Instandhaltungen 0,00   840,43
ad) Fahrzeugkosten 5.536,52   87.023,18
ae) Werbe- und Reisekosten 580,38   283.965,96
af) Kosten der Warenabgabe 4.128,20   225.233,69
ag) verschiedene betriebliche Kosten 565.920,30   1.408.865,16
b) Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0,00   1.122,00
c) Verluste aus Wertminderungen oder aus dem Abgang von Gegenständen des Umlaufvermögens und Einstellungen in die Wertberichtigung zu Forderungen 358.436,13   3.443.054,74
d) sonstige Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 52.487,11   936,45
    997.956,12 5.578.287,53
8. Erträge aus Beteiligungen   0,00 279.293,49
9. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne   0,00 206.820,00
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   36.694,60 33.158,73
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens   0,00 11.450.363,51
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   1.950.000,00 1.607.119,52
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme   0,00 5.576.866,61
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -1.666.326,26 24.263.439,12
15. außerordentliche Aufwendungen   0,00 -2.365.523,99
16. außerordentliches Ergebnis   0,00 -2.365.523,99
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.694,61   -1.358,47
18. sonstige Steuern -203,00   842,00
    -4.897,61 -516,47
19. Jahresfehlbetrag   1.661.428,65 26.628.446,64

Anhang des Jahresabschlusses 2010

der Curtis 1000 Europe AG

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Dem Jahresabschluss zum 31.12.2010 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie das Aktiengesetz zugrunde.

Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AG.

Der Jahresabschluss wurde erstmals nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff.) in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetztes (BilMoG) vom 25.05.2009 in Verbindung mit dem GmbH Gesetz und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden auf Grund des Wahlrechts des Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht an die durch das BilMoG geänderten Vorschriften angepasst.

Da der Geschäftsbetrieb aufgrund der Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens per 13.10.2009 im Dezember 2009 eingestellt wurde und das Unternehmen seitdem liquidiert wird, konnte nicht mehr von dem "Going-Concern-Prinzip" nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen werden. Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgte daher zu Liquidationswerten.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung abgesetzt, die dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung trägt. Für zweifelhafte Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Sonstige Rückstellungen werden nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet und berücksichtigten alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Bezüglich der Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den als Anlage III/6 beigefügten Anlagespiegel.

Bezüglich der Entwicklung der Finanzanlagen verweisen wir auf die als Anlage III/7 beigefügte Aufstellung.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind insgesamt 17.286,34 € mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr ausgewiesen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

IGH Papierhandels GmbH € 31.893,74
Curtis EI Ltd, England 1,00
Curtis France S.A.R.L. 1,00
Curtis Logistik + Service GmbH 1,00
  € 31.896,74

Die Gesellschaft hat ein Grundkapital von 9.000.000,00 €, welches in 9.000.000 Stückaktien eingeteilt ist.

Durch Beschluss der Hauptversammlung am 26. Juli 2007 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 26. Januar 2009 erworbene eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

Der Vorstand der Berichtsfirma hat am 16. Januar 2009 von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht und die insgesamt von ihr gehaltenen 448.798 eigenen Aktien mit Wirkung zum 22. Januar 2009 eingezogen. Gemessen am bisherigen Grundkapital von 9.000.000 € hielt die Berichtsfirma rund 4,99% ihrer eigenen Aktien. Infolge der Einziehung sämtlicher von ihr gehaltenen eigenen Aktien hat die Berichtsfirma damit die Schwelle von 3% unterschritten. Sie hält seit dem 22. Januar 2009 nun keine eigenen Aktien mehr.

Das Grundkapital beträgt demnach noch 8.8551.202 €.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Verzugszinsen nach Insolvenzeröffnung (1.950.000 €), für die Inhaftungsnahme von Darlehensbürgschaften (1.000.000 €), für Darlehenszinsen (658.000 €), für Arbeitnehmer (250.000 €), für das vorläufige und das eröffnete Insolvenzverfahren (500.000 €), für ausstehende Rechnungen (9.600 €), für Aufsichtsratsvergütungen (30.000 €), für Jahresabschlusskosten (15.000 €) und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten (3.500 €).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

In einer Treuhandvereinbarung wurde geregelt, dass die Berichtsfirma der Commerzbank AG als Treuhänderin folgende Sicherheiten bestellt:

Sicherung des Warenlagers und

Globalzession der Inlandsforderungen.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

Neuwieder Couvertfabrik GmbH € 3.307.552,10
Lucas Baden GmbH 93.348,40
CD-Couvert Druck GmbH 798,95
  € 3.401.699,45

III. Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich nach geographischen Merkmalen wie folgt zusammen:

Erlöse Ausland € 5.736.293,39
Erlöse Inland 774.154,75
  € 6.510.448,14

IV. Sonstige Angaben

Vorstandsmitglied der Berichtsfirma in 2010 war:

Herr Dr.-Ing. Reinhard Knüppel, Kaufmann, Bad Waldsee (Oktober bis Dezember 2009),

Aufsichtsratsmitglieder der Berichtsfirma in 2010 waren:

Herr Dr. Christian R. Supthut, Diplom-Kaufmann, Berlin und

Herr Erich Wendling, Diplom-Kaufmann, Ingenieur (grad), Mainz.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für das Geschäftsjahr 2010 keine Bezüge.

Die Hauptversammlung der Berichtsfirma hat am 3. August 2006 beschlossen, auf die Offenlegung der Vorstandsvergütungen für fünf Jahre, beginnend mit dem Geschäftsjahr 2006, zu verzichten.

Das Unternehmen beschäftigte 2010 durchschnittlich 2 Mitarbeiter.

Durch Beschluss des Amtsgerichts Neuwied wurde am 13.10.2009 das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet. Zum vorläufigen (schwachen) Insolvenzverwalter wurde Herr Rechtsanwalt Jens Fahnster, Kölnstr. 135, 53757 Sankt Augustin, bestellt.

Durch Beschluss des Amtsgerichts Neuwied wurde dann am 01.01.2010 das Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde ebenfalls Herr Rechtsanwalt Jens Fahnster bestellt.

Durch Beschluss des Amtsgerichts Montabaur vom 19.03.2010 wurde die Gesellschaft von der Prüfung der Jahresabschlüsse per Insolvenzeröffnung und für die folgenden Geschäftsjahre bis zur Beendigung des Insolvenzverfahrens von der Verpflichtung befreit, die Jahresabschlüsse durch einen Abschlussprüfer prüfen zu lassen.

 

Sankt Augustin, 21.11.2011

gez. J. Fahnster, Insolvenzverwalter

Anlagespiegel zum 31.12.2010

Anschaffungskosten
01.01.2010
Zugänge
2010
Abgänge
2010
Anschaffungskosten
31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 879.163,12 0,00 879.163,12 0,00
II. Sachanlagen        
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 347.552,96 0,00 327.552,96 20.000,00
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundene Unternehmen 15.139.221,01 0,00 5.461.145,62 9.678.075,39
2. Beteiligungen 127.822,97 0,00 0,00 127.822,97
  15.267.043,98 0,00 5.461.145,62 9.805.898,36
  16.493.760,06 0,00 6.667.861,70 9.825.898,36
Abschreibungen
kumuliert
Abschreibungen
2010
Buchwert
31.12.2010
Buchwert
31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 57.500,00
II. Sachanlagen        
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.500,00 0,00 500,00 5.920,00
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundene Unternehmen 9.478.070,39 0,00 200.005,00 2.111.228,16
2. Beteiligungen 127.821,97 0,00 1,00 1,00
  9.605.892,36 0,00 200.006,00 2.111.229,16
  9.625.392,36 0,00 200.506,00 2.174.649,16

Entwicklung Finanzanlagevermögen 2010

Bezeichnung Beteiligungshöhe Anschaffungs kosten 31.12.2010 Buchwert
01.01.2010 Abgang 31.12.2010
NC Koperty Sp.z.o.o., Polen 100,00% 0,00 1.700.000,00 1.700.000,00 0,00
IGH Papierhandels GmbH, Koblenz 100,00% 2.500.000,00 200.000,00 0,00 200.000,00
Tycon S.A., Luxemburg 100,00%   114.529,38 114.529,38 0,00
Keurtiss 1000 Holding B.V., Niederlande 100,00%   76.693,78 76.693,78 0,00
Curtis 1000 France S.A.R.L., Frankreich 100,00%   20.000,00 20.000,00 0,00
Lucas Baden GmbH, Neuwied 100,00% 271.320,16 1,00 0,00 1,00
Neuwieder Couvertfabrik GmbH, Neuwied 100,00% 2.552.880,36 1,00 0,00 1,00
Curtis 1000 UK Ltd., Großbritanien 100,00% 3.314.451,31 1,00 0,00 1,00
Curtis Logistik+Service GmbH, Reckershausen 100,00% 1.039.422,56 1,00 0,00 1,00
Hermes GmbH & Cie. KG, Düsseldorf 100,00% 1,00 1,00 0,00 1,00
    9.678.075,39 2.111.228,16 1.911.223,16 200.005,00
Curtis Lifafa Ltd., Indien 50,00% 127.822,97 1,00 0,00 1,00
    127.822,97 1,00 0,00 1,00
    9.805.898,36 2.111.229,16 1.911.223,16 200.006,00

Lagebericht des Jahresabschlusses 2010

der Curtis 1000 Europe AG

1. Geschäft- und Rahmenbedingungen

Die Schuldnerin ist die Holding-Gesellschaft der Unternehmensgruppe CURTIS, wie aus dem nachfolgenden Diagramm ersichtlich.

Die grau hinterlegten Beteiligungen konnten im Berichtsjahr 2010 veräußert werden.

2. Geschäftsverlauf

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Schneller als erwartet hat sich die deutsche Wirtschaft von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise erholt. Mit einem preisbereinigten Wachstum in Höhe von 3,6% (Vorjahr -4,7%) konnte der größte Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes seit der Wiedervereinigung erzielt werden.

Das produzierende Gewerbe hatte im Vergleich der Wirtschaftsbereiche mit 10,3% die höchsten Zuwächse zu verzeichnen.

Ebenso wie im Vorjahr hatte der Export einen wesentliche Anteil an der Entwicklung des Wachstums. Nach einem Rückgang von 14,3% in 2009 folgte nun eine Steigerung der Ausfuhren um 14,2%.

2.2 Branchenentwicklung

Die deutsche Papierindustrie hat in 2010 einen Umsatz von 14,4 Mrd. Euro erwirtschaftet und damit 17% mehr als 2009. Insgesamt war die Produktion mit 23,2 Mio. Tonnen Papier, Karton und Pappe 11% höher als im Vorjahr.

An rund 165 Produktionsstandorten beschäftigt die Papierindustrie in Deutschland 41.120 Mitarbeiter, rund 2% weniger als im Vorjahr. Sie erwirtschaftet rund 1% des Umsatzes des gesamten produzierenden Gewerbes in Deutschland.

Die Ertragslage hat sich jedoch nochmals wesentlich verschlechtert. Das Preisniveau stieg im Vorjahresvergleich lediglich um 2%. Trotz weitgehender Vollauslastung der Papiermaschinen konnte die deutsche Papierindustrie keine akzeptable Rendite erwirtschaften, da die Rohstoffkosten explodierten. Im Jahresdurchschnitt sind die Preise für Altpapier um über 80% und die für Zellstoff um fast 70% auf ein Langzeithoch gestiegen.

2.3 Entwicklung der Gesellschaft

Bezüglich der Entwicklung der Gesellschaft verweisen wir auf Punkt 5.

3. Entwicklung der Ertragslage

Die Entwicklung der Ertragslage gibt folgende Aufstellung wieder.

2010 2009
T€ % T€ %
Umsatzerlöse 126 8,3 6.511 90,2
Sonstige betriebliche Erträge 1.394 91,7 708 9,8
Gesamtleistung 1.520 100,0 7.219 100,0
Materialaufwand 110 7,2 5.616 77,8
Rohergebnis 1.410 92,8 1.603 22,2
Personalaufwand 165 10,9 1.436 19,9
Abschreibungen 0 0,0 736 10,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen 998 77,3 5.578 77,3
Betriebsergebnis 247 16,3 -6.147 -85,2
Erträge aus Beteiligungen 0 0,0 279 3,9
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0 0,0 207 2,9
Zinserträge 37 2,4 33 0,5
Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 0,0 -5.577 -77,3
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 0,0 -11.450 -158,6
Zinsaufwendungen -1.950 -128,3 -1.607 -22,3
Finanzergebnis -1.913 -125,9 -18.115 -250,9
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.666 -109,6 -24.262 -336,1
Außerordentliches Ergebnis 0 0,0 -2.366 -32,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5 -0,3 -1 0,0
Sonstige Steuern 0 0,0 1 0,0
Summe Steuern -5 -0,3 0 0,0
Jahresergebnis -1.661 -109,3 -26.628 -368,9

4. Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage zum Bilanzstichtag stellt sich im Vergleich zum 31.12.2009 wie folgt dar:

31.12.2010 31.12.2009
T€ % T€ %
Aktiva        
Anlagevermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0,0 58 0,3
Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 0,0 6 0,0
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 200 0,8 2.111 8,3
Beteiligungen 0 0,0 0 0,0
Summe Anlagevermögen 201 0,8 2.175 8,6
Umlaufvermögen        
Vorräte        
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0 0,0 35 0,1
Fertige Erzeugnisse und Waren 0 0,0 70 0,3
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 508 1,9 223 0,9
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 32 0,1 897 3,5
Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0,0 0 0,0
Sonstige Vermögensgegenstände 751 2,8 834 3,3
Flüssige Mittel 2.719 10,1 217 0,9
Summe Umlaufvermögen 4.010 14,9 2.276 9,0
Rechnungsabgrenzungsposten 4 0,0 0 0,0
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 22.575 84,3 20.914 82,4
  26.790 100,0 25.365 100,0
  31.12.2010 31.12.2009
Passiva T€ % T€ %
Eigenkapital        
Gezeichnetes Kapital 8.551 31,9 8.551 33,7
Kapitalrücklage 1.529 5, 7 1.529 6,0
Verlustvortrag -30.994 -115,7 -4.366 -17,2
Jahresüberschuss -1.661 -6,2 -26.628 -105,0
nicht gedeckter Fehlbetrag 22.575 84,3 20.914 82,5
Summe Eigenkapital 0 0,0 0 0,0
Rückstellungen        
sonstige Rückstellungen 4.416 16,5 2.169 8,6
Summe Rückstellungen 4.416 16,5 2.169 8,6
Verbindlichkeiten        
Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten 15.430 57,6 15.018 59,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 575 2,1 474 1,8
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.402 12, 7 4.670 18,4
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern 356 1,3 385 1,5
Sonstige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 47 0,2 47 0,2
Sonstige Verbindlichkeiten 2.564 9,6 2.602 10,3
Summe Verbindlichkeiten 22.374 83,5 23.196 91,4
  26.790 100,0 25.365 100,0

5. Darstellung der aktuellen Lage und der zukünftigen Entwicklung

Die Berichtsfirma hat am 13.10.2009 bei dem Amtsgericht Neuwied beantragt, über ihr Vermögen das Insolvenzverfahren zu eröffnen.

Das Amtsgericht Neuwied hat über den Antrag zunächst nicht entschieden, sondern Herrn Rechtsanwalt Jens Fahnster, St. Augustin, zum vorläufigen (schwachen) Insolvenzverwalter bestellt.

Auf Anregung des vorläufigen Insolvenzverwalters hat das Amtsgericht Bad Neuenahr-Ahrweiler außerdem mit Beschluss vom 01.01.2010 einen Gläubigerausschuss bestellt.

Mitglieder sind:

Commerzbank AG,

Herr Wilhelm Groteloh für Euler Hermes Kreditversicherung und

Herr Rechtsanwalt Hartmut Ritz.

Nachdem der vorläufige Insolvenzverwalter mit Schreiben vom 23.12.2009 dem Gericht mitgeteilt hatte, dass die Gesellschaft überschuldet und zahlungsunfähig ist und dass eine die Kosten des Verfahrens deckende Masse vorhanden ist, hat das Amtsgericht Neuwied mit Beschluss vom 01.01.2010 das Insolvenzverfahren eröffnet und Herrn Rechtsanwalt Jens Fahnster, St. Augustin, zum Insolvenzverwalter bestellt.

Der Geschäftsbetrieb war im Zeitpunkt der Stellung des Insolvenzantrages noch nicht eingestellt. Er wurde zunächst auch in vollem Umfang aufrechterhalten. Wie bereits berichtet, bestand ein Exklusivvertrag für die Verarbeitung des Rohstoffs Tyvek mit dem Produzenten, der Du-Pont Luxemburg, der Mitte 2009 endete. Über die Exklusivrechte verfügt seitdem eine Konkurrenzfirma mit der unmittelbar nach Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung über die weitere Belieferung verhandelt wurde. Es bestand grundsätzlich Lieferbereitschaft, jedoch konnte bezüglich der Einkaufspreise keine Einigung erzielt werden. Die von der Konkurrenzfirma verlangten Preise lassen für die Berichtsfirma keine ausreichenden Margen mehr zu. In Abstimmung mit dem Vorstand wurde Anfang Dezember 2009 daher der Vertrieb mit der Tyvek-Ware eingestellt. Die operative Tätigkeit wurde somit beendet. Die Berichtsfirma wird seitdem liquidiert.

Die Verwertung des Sachanlagevermögens ist im Wesentlichen abgeschlossen. Nennenswerte Erlöse werden nicht mehr zu erzielen sein.

Im Bereich der Finanzanlagen ist lediglich noch eine verwertbare Beteiligung vorhanden. Hier wird noch über den Kaufpreis verhandelt.

Das Vorratsvermögen ist vollständig verwertet.

Der Forderungseinzug ist noch nicht abgeschlossen. Darüber hinaus gibt es noch diverse Anfechtungsansprüche, die derzeit geprüft werden.

Die bereits erzielten Erlöse und die noch zu erwartenden Erlöse aus den Beteiligungsverkäufen werden ausreichen, eine der Höhe nach noch nicht feststehenden Quote zu zahlen.

Eine Aussage über den Abschluss des Verfahrens ist derzeit noch nicht möglich, da die Abwicklung noch geraume Zeit in Anspruch nehmen wird.

 

St. Augustin, 21.11.2011

gez. Jens Fahnster, Insolvenzverwalter

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