Tinti GmbH & Co. KG

69123 Heidelberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRA 332668
Vorher
Heidelberger Naturfarben GmbH & Co. KG
Eingetragen
19.3.1997

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Heidelberger Naturfarben Verwaltungsgesellschaft mbH
Persönlich haftender Gesellschafter

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tinti GmbH & Co. KG

Heidelberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Tinti GmbH & Co. KG, Heidelberg

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Tinti GmbH & Co. KG gehört zu den führenden Herstellern von Badespaßprodukten. Das Unternehmen ist in zwei Geschäftsbereiche gegliedert: Kosmetik und Spielwaren. Der Kosmetikbereich umfasst die Marken "Tinti" für Kinder und "Treets" für Erwachsene sowie das Handelsmarkengeschäft über beide Zielgruppen, wobei der Produktschwerpunkt jeweils klar auf Trockenkosmetik liegt. Im Spielwarenbereich ist die Marke "Spielstabil" mit Sandspielwaren angesiedelt.

Das Unternehmen produziert das Produktportfolio im eigenen Werk und bei externen Lohnherstellern. Die Produktion erfolgt für "Tinti" und "Treets" nach eigenen Rezepturen, Entwicklungen und Designs sowie für "Spielstabil" auf eigenen Spritzgusswerkzeugen. Die Produktion erfolgt jeweils in enger Abstimmung in allen relevanten Prozessen entlang der Wertschöpfungskette - von der Produktidee, Entwicklung über die termingerechte Produktion bis hin zur Verpackung und Versendung. Zur Stärkung der Produktkompetenz und zur Erweiterung der Kapazitäten wurde zum 31.12.2021 der Produktionsbetrieb der Firma Nature's Choice BV aus Holland übernommen. Sowohl Maschinen, Rohstoffe, Know-How als auch die Markenrechte wurden nach Heidelberg in die Tinti GmbH & Co. KG verlagert und integriert. Im Jahr 2022 wurde damit die Produktion für Trockenkosmetik "Made in Germany" am Stammsitz in Heidelberg etabliert. Die Konfektionierung der Waren in Verkaufseinheiten oder Displays erfolgt weiterhin intern oder durch externe Dienstleister.

Das Unternehmen wurde im Geschäftsjahr 2022 von einem Geschäftsführer geleitet und verfügt über eine flache, funktionale Organisationsstruktur. Ende 2022 beschäftigte das Unternehmen 110 Mitarbeiter am Standort Heidelberg.

Die Kundenbetreuung erfolgt im Spielwarenfachhandel über externe Handelsvertreter. Das zentralseitige Handelsgeschäft von Filialisten wird durch das eigene Key Account Management der Tinti GmbH & Co. KG bedient. Der Absatz des Unternehmens fokussiert sich aktuell auf die D-A-CH Region. Der Umsatz außerhalb von Deutschland betrug im Geschäftsjahr 2022 über alle Marken des Unternehmens circa 30%.

II. Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung für die Produkte wird intern bei der Tinti GmbH & Co. KG betrieben, um als Marktführer entsprechendes Know-How zu generieren. Zudem arbeiten wir mit unseren externen Lohnherstellern eng in der Entwicklung von Produkten zusammen, um später auch eine effiziente Produktion sicherzustellen. Die Entwicklungsabteilung wurde im Zuge der Produktionsintegration auf 3 Mitarbeiter aufgestockt.

III. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Situation und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Markt für Trockenkosmetik hat in den letzten Jahren im Handel an Bedeutung gewonnen. Produkte werden dabei sowohl von Markenherstellern als auch von Handelsunternehmen angeboten. Die Marktentwicklung ist insgesamt als stabil zu bewerten - allerdings mit zunehmendem Wettbewerbsdruck sowohl in der Zielgruppe Kinder als auch bei Erwachsenen.

Der Markt für Sandspielwaren ist stagnierend. Das vielfältige Produktangebot wird hier durch Markenhersteller und preisaggressive Asienware im Bereich Handelsmarken geprägt. Das Marktumfeld ist weiterhin als anspruchsvoll zu bewerten.

2. Geschäftsverlauf

Der Kosmetikbereich hat sich stabil entwickelt, sowohl im Marken als auch im Handelsmarkengeschäft. Gleichzeitig ist allerdings ein erhöhter Wettbewerbsdruck und ein Rückgang der Flächenproduktivität durch die Zunahme von Produktangeboten am POS zu beobachten. Preiserhöhungen auf den Rohstoffmärkten führen ebenfalls zu einem erhöhten Margendruck. Unser Unternehmen hat sich unter diesen Rahmenbedingungen im Jahr 2022 solide und sicher entwickelt.

Im Spielwarenbereich wurde die Marke "Spielstabil" in den letzten Jahren erfolgreich restrukturiert. Im Spielwarenfachhandel verfügt "Spielstabil" nach wie vor über eine solide Marktposition im Premiumbereich. Zudem wurden im Key Account Bereich weitere Vertriebskanäle erschlossen. Die Kunden im Key Account Geschäft wirken sich positiv auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung aus.

Die im Vorjahr getroffene Prognose hinsichtlich der sinkenden Umsätze und EBIT-Margen ist durch die veränderte Geschäftsstruktur eingetroffen. Die Umsätze sind um 2% und die EBIT-Marge um 7%-Punkte rückläufig. Die Prognose hinsichtlich des leicht sinkenden Jahresergebnisses für das Jahr 2022 wurde nicht erzielt. Die Sondereffekte aus der Übernahme des Produktionsbetriebs Nature's Choice BV haben dazu geführt, dass sich das Jahresergebnis um TEuro 1.947 auf TEuro 1.213 deutlich stärker als prognostiziert vermindert hat.

3. Lage

a) Ertragslage

Die Ertragslage des Unternehmens ist geprägt von unserem operativen Geschäft.

Die Marken "Tinti", "Treets" und "Spielstabil" sowie das Handelsmarkengeschäft im Bereich Trockenkosmetik bilden die Ertragsbasis des Unternehmens. Der Umsatz war im Berichtszeitraum stabil bzw. leicht rückläufig (- 2 %). Es wurde ein positives Jahresergebnis nach Steuern in Höhe von TEuro 1.213 erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt das Ergebnis bedingt durch die Integration der Produktion sowie den damit verbundenen Anlaufkosten und strukturellen Veränderungen. Die Wareneinsatzquote hat sich durch den Kunden- und Produktmix sowie durch die Produktionsintegration um 13 %-Punkte bezogen auf die Gesamtleistung verändert und beträgt im Berichtsjahr 57 %.

Der Personalaufwand beträgt TEuro 4.993 und damit 17 % im Verhältnis zur Gesamtleistung, nach 8 % im Vorjahr. Auch hier ergibt sich eine veränderte Quote, da die Produktion am Standort Heidelberg mit dem entsprechenden Personalstamm aufgebaut wurde.

Ergebnisquellen 2022 2021 +/-
T€ T€ T€ %
Betriebsergebnis 1.758 3.863 -2.105 54
Finanzergebnis -280 -185 -95 51
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.478 3.678 -2.200 60
Steuerergebnis -265 -518 253 49
Jahresergebnis 1.213 3.160 -1.947 62

b) Finanzlage/Liquidität

Die Finanzlage ist in 2022 als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen. Das Debitorenmanagement zielt ebenfalls darauf ab, Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr TEuro 1.482 und ist im Vergleich zum Vorjahr positiv. Die Effekte im Cashflow sind insbesondere auf die Integration der Produktion und der damit verbundenen Anlaufphase zurückzuführen. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus Kreditlinien bei Banken sowie Gesellschafterdarlehen werden die notwendigen Investitionen für zukünftiges Wachstum finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient. Der Kauf des Produktionsbetriebes von Nature's Choice BV wurde aus dem operativen Cash Flow und über Bankdarlehen finanziert.

c) Vermögenslage

Die wesentlichen Bilanzposten stellen sich wie folgt dar:

31.12.2022 31.12.2021 +/-
T€ % T€ % T€ %
Langfristig gebundenes Vermögen 1.391 8 1.306 7 85 7
Kurzfristig gebundenes Vermögen 16.631 92 16.911 93 -280 -2
Eigenkapital 2.000 11 2.000 11 0 0
Rückstellungen 1.902 11 2.816 16 -914 -32
Verbindlichkeiten 14.120 78 13.401 73 719 5
Bilanzsumme 18.022 18.217 -195 -1

Die Bilanzsumme beträgt in 2022 TEuro 18.022. Der Anteil des Anlagevermögens beläuft sich auf TEuro 1.391 sowie der Anteil des Umlaufvermögens auf TEuro 16.631.

Das Fremdkapital gliedert sich in lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten. Bei den langfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich um die variablen Kommanditkapitalkonten des Gesellschafters. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind gegenüber Kreditinstituten sowie Lieferanten.

Die grundlegende Struktur der Gesellschaft wird beibehalten. Das kurz- und langfristig gebundene Vermögen sowie die Verbindlichkeiten sollen dabei als Zielrichtung ausgewogen gehalten werden.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Gut ausgebildete und erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine wichtige Voraussetzung für unseren Unternehmenserfolg. Ihre Leistungen, ihre Fähigkeiten und ihr engagierter Einsatz tragen erheblich dazu bei, dass wir führende Positionen in unseren Märkten einnehmen. Auf den relevanten Schlüsseloptionen weisen wir weiterhin eine sehr stabile Betriebszugehörigkeit auf.

Die langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kunden ist eine wichtige Basis für unser Wachstum. Dabei konzentrieren wir uns darauf, unseren Kunden maßgeschneiderte individuelle Lösungen, beste Qualität und zuverlässigen Service zu sichern.

Bedeutend für die Profitabilität von uns ist eine effiziente Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette. Ein zentraler Bestandteil ist das Beschaffungsmanagement und die eigene Produktion am Stammsitz Heidelberg. Mit einer höheren Wertschöpfungstiefe sehen wir Ertrags- und Wachstumspotentiale für die Zukunft.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen des Wareneinsatzes, EBIT sowie die EBIT-Marge heran. Zudem existieren operative Leistungskennzahlen nach Funktionsbereichen. Für diese Leistungsindikatoren werden Prognosen zur voraussichtlichen Entwicklung geplant.

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. Unsere Umsatzentwicklung ist stabil und bietet weitere Wachstumspotentiale.

IV. Zweigniederlassungen

Wir haben im Geschäftsjahr 2022 weder Zweigniederlassungen noch Betriebsstätten betrieben.

V. Prognose, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir weiterhin in Zukunft den Ausbau der Kundenstruktur in Verbindung mit der Erschließung neuer Märkte und neuer Produktgruppen forcieren.

Darüber hinaus wird das Unternehmen den strategischen Fokus mehr auf den Trockenkosmetikbereich legen, was auch der Umsatz- und Ertragsgewichtung entspricht. Neben Kindern steht in Zukunft auch zunehmend die größere Zielgruppe der Erwachsenen im Fokus. Ferner werden wir die eigene Produktion am Standort Heidelberg weiter stärken und aufbauen.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Wir erwarten eine positive Entwicklung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage und werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Für das Jahr 2023 ist von sinkenden Umsätzen und stabilen EBIT-Margen auszugehen bedingt durch strukturelle, länderübergreifende Umsatzbereinigungen und die Anlaufphase in der Produktion. Der Wareneinsatz wird ebenfalls leicht rückläufig sein.

2. Risikobericht

Konditionsforderungen auf Handelsseite stellen ein gewisses Margenrisiko dar. Das Risiko für Margenverluste sehen wir auf Grund der soliden Marktposition eher als gering an. Die Kreditrisiken sind versichert.

Für unser Wachstum benötigen wir leistungsfähige Lieferanten, die dieses Wachstum begleiten können. Wesentliche Auswahlkriterien sind hierbei Innovationskraft, Lieferpünktlichkeit, Qualitätsstandards und Zertifizierungen. Zudem betrachten wir bei den Lieferanten Risikoparameter wie zum Beispiel Rating, Kapazitäten, Planungsflexibilität und Organisationsstruktur. Die weiterhin dynamische Volumenentwicklung von Tinti erfordert, dass wir eng mit unseren Lieferanten an einem entsprechenden Kapazitätsaufbau arbeiten, sowohl intern als auch bei externen Lieferanten. Die Produktion am Stammsitz Heidelberg bietet die strukturellen Voraussetzungen, um weiteres Wachstum zu realisieren. Wir gehen von weitgehend stabilen Lieferketten für 2023/2024 aus.

Wir analysieren unseren Wettbewerb intensiv und analytisch, so dass wir schnell auf neue Marktentwicklungen reagieren können. Wir sind gut positioniert, um uns dem heutigen und zukünftigen Wettbewerb zu stellen.

Wir verfügen über eine leistungsstarke und motivierte Belegschaft - sie ist die Grundlage für unser hohes Know-How im Unternehmen. Aufgrund der vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten, attraktiver Rahmenbedingungen und des Unternehmenssitzes in Mitten der Metropolregion Rhein-Neckar gelingt es uns qualifizierte Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt zu gewinnen.

Produktqualität:

Unser Qualitätsmanagement stellt die Produktqualität über die gesamte Wertschöpfungskette sicher: Von jedem einzelnen Rohstoff bis hin zum Fertigprodukt beim Handel und Endverbraucher. Die eigene Produktion in Heidelberg ist nach dem Standard IFS HPC zertifiziert (Higher Level). Hierzu führen wir auch regelmäßig und systematisch interne und externe Audits und Kontrollen durch. Wir nehmen Reklamationen von Konsumenten oder Handelspartnern sehr ernst. Wir reagieren unverzüglich, um die Zufriedenheit unserer Konsumenten und Handelspartner jederzeit sicherzustellen.

Bestände:

Unsere externen Lager verfügen über entsprechende Brandschutzvorrichtungen. Darüber hinaus versichern wir Elementarschäden, welche auch die entgangenen Gewinne der Tinti GmbH & Co. KG abdecken würden.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten:

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Mit einer laufenden Analyse des Forderungsbestandes begegnen wir insbesondere Bonitätsrisiken bei unseren Großkunden. Darüber hinaus werden Forderungsausfälle, soweit möglich, durch den Einsatz von Kreditversicherungen abgesichert. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über Zahlungsziele der Lieferanten und über eine Kreditlinie. Unsere Darlehen wurden für einen Zeitraum von 6 Monaten zu festen Konditionen abgeschlossen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Die Liquiditätslage ist dem Geschäftsumfang entsprechend angepasst und ausreichend vorhanden. Durch die längeren Zahlungsziele im Handel und Notwendigkeit der Warenvorfinanzierungen im Rahmen des zunehmenden Wachstums wird sich der Liquiditätsbedarf erhöhen. Engpässe sind nicht zu erwarten. Lieferantenverbindlichkeiten werden innerhalb der Skontofristen beglichen.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der fortwährenden Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsplan erstellt, der laufend an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Kreditlinien wurden nicht in voller Höhe in Anspruch genommen. Es sind ausreichend Liquiditätsreserven vorhanden.

3. Chancenbericht

Der Kosmetikmarkt sowie angrenzende Kategorien bieten uns weitere Wachstumsmöglichkeiten im Bereich Kinder und insbesondere bei Erwachsenen. Unser Know-How sowie unsere Innovationskraft und hohe Zuverlässigkeit bietet uns gepaart mit unseren guten Mitarbeitern und einer eigenen Produktion die Möglichkeit, die zukünftigen Umsatzpotentiale zu realisieren. Die Voraussetzungen für dieses Wachstum hinsichtlich Strukturen, Prozessen und IT sowie Personal haben wir geschaffen.

4. Gesamtaussage

Wir beurteilen die Lage der Tinti GmbH & Co. KG aufgrund der derzeitigen konjunkturellen sowie unternehmensindividuellen Situation als stabil. Aufgrund der vorgenannten Chancen und Risiken sehen wir uns für die Zukunft solide aufgestellt.

 

Heidelberg, den 30. November 2023

Die Geschäftsführung der Komplementärin

Michael Mucha

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 1.391.358,24 1.305.482,22
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 753.328,24 841.712,93
1. Geschäfts- oder Firmenwert 658.834,24 728.912,93
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 94.494,00 112.800,00
II. Sachanlagen 635.430,00 461.169,29
1. technische Anlagen und Maschinen 464.967,00 295.022,29
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 170.463,00 166.147,00
III. Finanzanlagen 2.600,00 2.600,00
1. sonstige Finanzanlagen 2.600,00 2.600,00
B. Umlaufvermögen 16.630.467,53 16.680.535,89
I. Vorräte 9.708.300,92 9.682.241,81
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.259.383,13 4.224.626,30
1. sonstige Vermögensgegenstände 3.259.383,13 4.224.626,30
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.662.783,48 2.773.667,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 956,03 231.234,30
Bilanzsumme, Summe Aktiva 18.022.781,80 18.217.252,41

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 2.000.000,00 2.000.000,00
I. Kapitalanteile 1.600.000,00 1.600.000,00
1. Kapitalanteile der Kommanditisten 1.600.000,00 1.600.000,00
II. Rücklagen 400.000,00 400.000,00
B. Rückstellungen 1.902.191,69 2.816.009,83
C. Verbindlichkeiten 14.120.590,11 13.401.242,58
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.000.000,00 4.000.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 10.120.590,11 9.401.242,58
Bilanzsumme, Summe Passiva 18.022.781,80 18.217.252,41

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 12.498.713,97 11.661.739,70
2. Personalaufwand 4.993.187,37 2.481.590,40
a) Löhne und Gehälter 4.174.057,66 2.108.925,27
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 819.129,71 372.665,13
3. Abschreibungen 260.279,13 855.525,40
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 260.279,13 237.943,40
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 617.582,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.487.003,08 4.460.405,05
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 2.600,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 279.690,96 188.235,33
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.478.553,43 3.678.583,52
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 265.076,00 518.104,00
9. sonstige Steuern 734,00 863,22
Jahresüberschuss 1.212.743,43 3.159.616,30

Anhang zum 31. Dezember 2022

Tinti GmbH & Co. KG, Heidelberg

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die Tinti GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Heidelberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRA 332668 eingetragen.

B. ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 2, 266 ff. HGB).

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB, die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

C. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Dabei wird die Nutzungsdauer des jeweiligen immateriellen Vermögengegenstands nach dessen Produktlebenszyklus oder dessen erwarteten Synergieeffekten angesetzt, soweit diese verlässlich geschätzt werden können. Ansonsten wird die Nutzungsdauer gem. § 253 Abs. 3 HGB mit drei Jahren angenommen.

Der im Zuge der Einlage der Gesellschaftsanteile der Martin Fuchs Spielwaren GmbH & Co. KG und der anschließenden Anwachsung entgeltlich erworbene aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird auf die voraussichtliche Nutzungsdauer über einen Zeitraum von zehn Jahren planmäßig abgeschrieben. Zum Ende des Jahres 2021 wurde der Geschäftsbetrieb der Nature's Choice B.V. übernommen. Hieraus resultiert ebenfalls ein Firmenwert, der über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren planmäßig abgeschrieben wird.

Das Sachanlagevermögen ist mit den steuerlich aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen zu vermindern.

Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter werden im Zugangsjahr nach den steuerrechtlichen Vorschriften (Sammelposten) abgeschrieben.

Es werden folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

- Software 3 Jahre
- Hardware 3 Jahre
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

Außerplanmäßige Abschreibungen (§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB) waren nicht erforderlich.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Finanzanlagen werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Außerplanmäßige Abschreibungen (§ 253 Abs. 3 Satz 5, 6 HGB) waren danach nicht erforderlich.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der anteilige Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. Nominalwerten angesetzt. Für alle erkennbaren Risiken werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Der Posten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks ist zum Nennwert bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Gehalts- und Rentenanpassungen wurden mit 1,5 % p.a. eingerechnet. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,78 % p.a. angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen sind unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem hierfür anzuwendenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschä̈ftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträ̈gt EUR 385,00 (§ 253 Abs. 6 HGB).

Sonstige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB gebildet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Umrechnung etwaiger Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten erfolgt mit dem Kurs am Entstehungstag. Änderungen des Wechselkurses werden unter Berücksichtigung des § 256a HGB bewertet.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handels- und steuerrechtlicher Betrachtungsweise (§ 274 HGB). Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechtes.

D. ANGABEN ZUR BILANZ

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

Das vollständig eingezahlte gezeichnete Kommanditkapital beträgt unverändert Euro 1.600.000,00.

In den sonstigen Rückstellungen sind überwiegend Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Gewährleistungen sowie Personalrückstellungen enthalten.

Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr oder Verbindlichkeiten, die durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte besichert sind.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von TEuro 129 Steuern (Vorjahr: TEuro 197) und in Höhe von TEuro 2 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (Vorjahr: TEuro 0).

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von

• TEuro 9.261 gegenüber der Dr. Rainer Wild Holding GmbH & Co. KG (Vorjahr: TEuro 8.324) und

• TEuro 241 gegenüber der Heidelberger Naturfarben Verwaltungsgesellschaft mbH (Vorjahr: TEuro 220).

E. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEuro 6 (Vorjahr: TEuro 8) enthalten.

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEuro 1 (Vorjahr: TEuro 2) enthalten.

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen in voller Höhe verbundene Unternehmen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEuro 5 (Vorjahr: TEuro 4) enthalten.

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen TEuro 243 (Vorjahr: TEuro 172) auf verbundene Unternehmen. Weiterhin sind Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEuro 1 (Vorjahr: TEuro 1) enthalten.

F. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen für Gebäude, KFZ sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt zum Bilanzstichtag TEuro 874 (Vorjahr: TEuro 841).

2. Organe

Die Geschäftsführung oblag der Komplementärgesellschaft Heidelberger Naturfarben Verwaltungsgesellschaft mbH, Heidelberg, zu deren Geschäftsführer

Herr Michael Mucha, Geschäftsführer, bestellt ist.

Auf die Angabe der Gesamtbezü̈ge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr 110 Angestellte.

4. Persönlich haftender Gesellschafter

Persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft ist die Heidelberger Naturfarben Verwaltungsgesellschaft mbH, mit Sitz in Heidelberg und einem gezeichneten Kapital i. H. von DM 50.000,00.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Jahresergebnis wird den Gesellschafterkonten nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrags gutgeschrieben.

 

Heidelberg, 30. November 2023

Die Geschäftsführung

Michael Mucha

sonstige Berichtsbestandteile

Tinti GmbH & Co. KG

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2022
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2022
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDDE
1. Software und Lizenzen 597.010,98 36.115,80 0,00 -274.554,53 358.572,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 872.142,89 0,00 0,00 0,00 872.142,89
1.469.153,87 36.115,80 0,00 -274.554,53 1.230.715,14
SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 354.474,96 231.753,47 0,00 -3.707,80 582.520,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 970.867,89 78.285,88 0,00 -357.952,92 1.407.106,69
1.325.342,85 310.039,35 0,00 -357.952,92 1.989.627,32
FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 2.600,00 0,00 0,00 0,00 2.600,00
2.600,00 0,00 0,00 0,00 2.600,00
2.797.096,72 346.155,15 0,00 -632.507,45 3.222.942,46

Tinti GmbH & Co. KG

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Zuschreibung
31.12.2022
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDDE
1. Software und Lizenzen 484.210,98 54.421,80 -274.554,53 0,00 264.078,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 143.229,96 70.078,69 0,00 0,00 213.308,65
627.440,94 124.500,49 -274.554,53 0,00 477.386,90
SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 59.452,67 61.808,76 -3.707,80 0,00 117.553,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 804.720,89 73.969,88 -357.952,92 0,00 1.236.643,69
804.720,89 135.778,64 -357.952,92 0,00 1.236.643,69
FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.432.161,83 260.279,13 -632.507,45 0,00 1.714.030,59

Tinti GmbH & Co. KG

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

NETTOBUCHWERTE
31.12.2022
31.12.2021
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDDE
1. Software und Lizenzen 94.494,00 112.800,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 658.834,24 728.912,93
753.328,24 841.712,93
SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 464.967,00 295.022,29
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 170.463,00 166.147,00
635.430,00 461.169,29
FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 2.600,00 2.600,00
2.600,00 2.600,00
1.391.358,24 1.305.482,22

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.11.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

1. PRÜFUNGSAUFTRAG

Die Geschäftsführung der

Tinti GmbH & Co. KG, Heidelberg

- im Folgenden kurz: "Tinti" oder "Gesellschaft" genannt - hat uns am 22. Dezember 2022 aufgrund des Beschlusses der Gesellschafterversammlung vom 15. Dezember 2022 den Auftrag erteilt, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 unter Einbeziehung der zugrunde liegenden Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 entsprechend den §§ 316 ff. HGB und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Durchführung von Abschlussprüfungen zu prüfen und über das Ergebnis schriftlich Bericht zu erstatten.

Der Auftrag beruht auf dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 15. Dezember 2022 auf der wir zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 gewählt wurden (§ 318 Abs. 1 Satz 1 HGB).

Der Auftrag wurde von uns mit Auftragsbestätigungsschreiben vom 03. Januar 2023 unter Beifügung der Allgemeinen Auftragsbedingungen angenommen. Die Zweitschrift mit Einverständniserklärung des Auftraggebers erhielten wir am 10. Januar 2023.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB und daher prüfungspflichtig gemäß §§ 316 ff. HGB.

Unsere Prüfung haben wir in den Monaten Juli 2023 bis November 2023 mit Unterbrechungen in den Geschäftsräumen der Gesellschaft in Heidelberg und in unserer Kanzlei durchgeführt.

Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

Über das Ergebnis unserer Prüfung erstatten wir unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten "Grundsätze ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen" (IDW PS 450) den nachfolgenden Bericht, dem wir den geprüften Jahresabschluss (Anlage 1-3) sowie den Lagebericht (Anlage 4) beifügen. Zu dem von uns erteilten Bestätigungsvermerk verweisen wir auf Abschnitt 2.

Auftragsgemäß haben wir die rechtlichen und steuerlichen Verhältnisse der Gesellschaft in Anlage 5 zu diesem Bericht in einer Übersicht zusammengefasst. Weiterhin haben wir eine Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als Anlage 6 beigefügt.

Für die Durchführung des Prüfungsauftrages und für unsere Verantwortlichkeit, auch im Verhältnis zu Dritten, gelten die vereinbarten und diesem Bericht als Anlage beigefügten "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften", herausgegeben vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW), in der Fassung vom 1. Januar 2017.

Unsere Prüfung wurde am 30. November 2023 abgeschlossen.

2. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Tinti GmbH & Co. KG, Heidelberg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Tinti GmbH & Co. KG, Heidelberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tinti GmbH & Co. KG, Heidelberg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

3. GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN

3.1 Lage des Unternehmens

3.1.1 Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

Die Geschäftsführung hat im Lagebericht vom 30. November 2023 die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft beurteilt.

Gemäß § 321 Abs. 1 Satz 2 HGB nehmen wir als Abschlussprüfer mit den anschließenden Ausführungen vorweg zur Beurteilung der Lage des Unternehmens in Jahresabschluss und Lagebericht durch die gesetzlichen Vertreter Stellung. Dabei gehen wir insbesondere auf die Annahme des Fortbestands und die Beurteilung der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft ein, wie sie im Jahresabschluss und im Lagebericht ihren Ausdruck gefunden haben.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse halten wir die Darstellung und Beurteilung der Lage des Unternehmens und seiner voraussichtlichen Entwicklung durch die gesetzlichen Vertreter im Jahresabschluss und im Lagebericht für zutreffend.

3.1.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Folgende Aspekte der Lagebeurteilung sind hervorzuheben:

• Der Kosmetikbereich hat sich stabil entwickelt, sowohl im Marken als auch im Handelsmarkengeschäft. Gleichzeitig ist allerdings ein erhöhter Wettbewerbsdruck und ein Rückgang der Flächenproduktivität durch die Zunahme von Produktangeboten am POS zu beobachten. Preiserhöhungen auf den Rohstoffmärkten führen ebenfalls zu einem erhöhten Margendruck. Unser Unternehmen hat sich unter diesen Rahmenbedingungen im Jahr 2022 solide und sicher entwickelt.

• Die im Vorjahr getroffene Prognose hinsichtlich der sinkenden Umsätze und EBIT-Margen ist durch die veränderte Geschäftsstruktur eingetroffen. Die Umsätze sind um 2% und die EBIT-Marge um 7%-Punkte rückläufig. Die Prognose hinsichtlich des leicht sinkenden Jahresergebnisses für das Jahr 2022 wurde nicht erzielt. Die Sondereffekte aus der Übernahme des Produktionsbetriebs Nature's Choice BV haben dazu geführt, dass sich das Jahresergebnis um TEuro 1.947 auf TEuro 1.213 deutlich stärker als prognostiziert vermindert hat.

• Der Umsatz war im Berichtszeitraum stabil bzw. leicht rückläufig (- 2 %). Es wurde ein positives Jahresergebnis nach Steuern in Höhe von TEuro 1.213 erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt das Ergebnis bedingt durch die Integration der Produktion sowie den damit verbundenen Anlaufkosten und strukturellen Veränderungen. Die Wareneinsatzquote hat sich durch den Kunden- und Produktmix sowie durch die Produktionsintegration um 13 %-Punkte bezogen auf die Gesamtleistung verändert und beträgt im Berichtsjahr 57 %.

• Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr TEuro 1.482 und ist im Vergleich zum Vorjahr positiv. Die Effekte im Cashflow sind insbesondere auf die Integration der Produktion und der damit verbundenen Anlaufphase zurückzuführen.

• Die Bilanzsumme beträgt in 2022 TEuro 18.022. Der Anteil des Anlagevermögens beläuft sich auf TEuro 1.391 sowie der Anteil des Umlaufvermögens auf TEuro 16.631.

• Das Fremdkapital gliedert sich in lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten. Bei den langfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich um die variablen Kommanditkapitalkonten des Gesellschafters. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind gegenüber Kreditinstituten sowie Lieferanten.

3.1.3 Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Der Lagebericht enthält folgende Kernaussagen zur künftigen Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Risiken:

• Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir weiterhin in Zukunft den Ausbau der Kundenstruktur in Verbindung mit der Erschließung neuer Märkte und neuer Produktgruppen forcieren.

• Darüber hinaus wird das Unternehmen den strategischen Fokus mehr auf den Trockenkosmetikbereich legen, was auch der Umsatz- und Ertragsgewichtung entspricht. Neben Kindern steht in Zukunft auch zunehmend die größere Zielgruppe der Erwachsenen im Fokus. Ferner werden wir die eigene Produktion am Standort Heidelberg weiter stärken und aufbauen.

• Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Wir erwarten eine positive Entwicklung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage und werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

• Für das Jahr 2023 ist von sinkenden Umsätzen und stabilen EBIT-Margen auszugehen bedingt durch strukturelle, länderübergreifende Umsatzbereinigungen und die Anlaufphase in der Produktion. Der Wareneinsatz wird ebenfalls leicht rückläufig sein.

Die Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im Lagebericht basiert auf Annahmen, in denen Beurteilungsspielräume vorhanden sind. Wir halten die Einschätzungen der Geschäftsführung für vertretbar.

Nach unseren Feststellungen vermittelt diese Beurteilung der Geschäftsführung - unter Berücksichtigung dieser Unwägbarkeit - insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage, des Fortbestands und der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft. Im Rahmen unserer Prüfung sind uns keine Tatsachen bekannt geworden, die diese Aussage in Frage stellen.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse halten wir die Darstellung und Beurteilung der Lage des Unternehmens und seiner voraussichtlichen Entwicklung durch die gesetzlichen Vertreter im Jahresabschluss und im Lagebericht im Wesentlichen für zutreffend.

4. PRÜFUNGSDURCHFÜHRUNG

4.1 Gegenstand der Prüfung

Es handelt sich bei der Berichtsgesellschaft um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S. des § 267 Abs. 2 HGB, die gemäß §§ 316 ff. HGB der gesetzlichen Prüfungspflicht unterliegt.

Im Rahmen des uns erteilten Auftrags haben wir gemäß § 317 HGB die Buchführung, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 und den Lagebericht 2022 auf die Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften und der sie ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags geprüft.

Den Lagebericht haben wir daraufhin überprüft, ob er mit dem Jahresabschluss und den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht und insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt. Die Prüfung des Lageberichts hat sich auch darauf zu erstrecken, ob die gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung des Lageberichts beachtet worden sind (§ 317 Abs. 2 HGB).

Die maßgebenden Rechnungslegungsgrundsätze für unsere Prüfung des Jahresabschlusses waren die Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB, die Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes sowie die ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags.

4.2 Art und Umfang der Prüfung

Unsere Prüfung haben wir in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen.

Die Prüfung erstreckt sich nicht darauf, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann (§ 317 Abs. 4a HGB).

Unser Prüfungsvorgehen ist risikoorientiert. Wir beurteilen das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Unternehmens, seine Ziele, Strategien und Geschäftsrisiken anhand kritischer Erfolgsfaktoren und entwickeln darauf aufbauend eine Prüfungsstrategie.

Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.

Durch ergänzende Prozessanalysen ermitteln wir den Einfluss dieser Prozesse auf relevante Jahresabschlussposten und schätzen so die Fehlerrisiken in den relevanten Elementen des Jahresabschlusses und ggf. Lageberichts und unser Prüfungsrisiko ein.

Die Erkenntnisse aus der Beurteilung der Prozesse und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems haben wir bei der Auswahl der analytischen Prüfungshandlungen (Plausibilitätsbeurteilungen) und der Einzelfallprüfungen hinsichtlich der Bestandsnachweise, des Ansatzes, des Ausweises und der Bewertung im Jahresabschluss berücksichtigt.

Im unternehmensindividuellen Prüfungsprogramm haben wir die Schwerpunkte unserer Prüfung, Art und Umfang der Prüfungshandlungen sowie den zeitlichen Prüfungsablauf und den Einsatz von Mitarbeitern festgelegt. Hierbei haben wir die Grundsätze der Wesentlichkeit und der Risikoorientierung beachtet und daher unser Prüfungsurteil überwiegend auf der Basis von Stichproben getroffen.

In Anbetracht der überschaubaren Größe des Unternehmens und der Übersichtlichkeit seiner Verfahrensabläufe haben wir im vorliegenden Fall im Wesentlichen Einzelfallprüfungen durchgeführt.

Aus den bei der Prüfungsplanung getroffenen Feststellungen ergaben sich nachfolgende Prüfungsschwerpunkte:

• Bewertung und Vorhandensein des Vorratvermögens;

• Werthaltigkeit der Forderungen;

• Vollständigkeit der Verbindlichkeiten und Rückstellungen;

• periodengerechte Erfassung von Umsatzerlösen, insbesondere bei langfristigen Verträgen;

Weiterhin haben wir u. a. folgende Standardprüfungshandlungen vorgenommen:

• Von der zutreffenden Bilanzierung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich haben wir uns durch Einholung von Saldenbestätigungen in Stichproben überzeugt.

• Bankbestätigungen haben wir von Kreditinstituten eingeholt.

• Ebenso haben wir Rechtsanwaltsbestätigungen über schwebende Rechtsstreitigkeiten erbeten und erhalten.

Analytische Prüfungshandlungen (IDW PS 312) haben wir im Rahmen von Vorjahresvergleichen einzelner Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie bei der Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vorgenommen.

Einzelfallprüfungen haben wir in Stichproben durch bewusste Auswahl durchgeführt (IDW PS 300 n.F. Tz. 11, A50).

Vorhandensein, Vollständigkeit und Beschaffenheit der im Abschluss ausgewiesenen Vorräte wurden sowohl im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe als auch insbesondere bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Stichproben überprüft (IDW PS 301).

Zur Prüfung der Posten des Jahresabschlusses der Gesellschaft haben wir u. a. Handelsregisterauszüge, Liefer- und Leistungsverträge, Darlehensverträge sowie sonstige Geschäftsunterlagen eingesehen.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten wurden durch Saldenlisten sowie entsprechende OP-Listen nachgewiesen.

Der Nachweis der übrigen Vermögens- und Schuldposten erfolgte durch Bücher, Verträge sowie sonstige Unterlagen und Belege, wie Kassenbücher, Bankbestätigungen und Bankauszüge.

Zum Nachweis der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hat die Gesellschaft zum Bilanzstichtag Saldenbestätigungen nach der positiven Methode angefordert. Auswahl, Versand und Rücklauf der Saldenbestätigungen standen unter unserer Kontrolle. Die anzufordernden Saldenbestätigungen haben wir risikoorientiert durch bewusste Auswahl festgelegt. Kriterien der Auswahl waren Höhe der einzelnen Forderung oder Verbindlichkeit, Umfang des Geschäftsverkehrs, Überschreitung des Zahlungsziels, Struktur und Ordnungsmäßigkeit des Kontokorrents.

Wir erhielten von Banken, mit denen die Gesellschaft im Berichtsjahr in Geschäftsverbindung stand, Bestätigungen über die Höhe der Salden und über sonstige für die Abschlussprüfung bedeutsame Sachverhalte.

Weiterhin erhielten wir von den beauftragten Rechtsanwälten Bestätigungen über anhängige Rechtsverfahren und sonstige wesentliche rechtliche Tatbestände.

Externe Bestätigungen haben wir mittels elektronischen Versands unter unserer Kontrolle (Festlegung der einzuholenden Information, Auswahl des Dritten, Ausgestaltung der Bestätigungsanfrage, Versand) eingeholt.

Befragungen des Managements und Mitarbeitern des geprüften Unternehmens erfolgten durch Telefon- und Videokonferenzen und Webmeetings.

Die Geschäftsführung und die von ihr benannten Personen haben uns alle erbetenen Auskünfte und Nachweise gemäß § 320 HGB bereitwillig erbracht, die wir als Abschlussprüfer nach pflichtgemäßem Ermessen zur ordnungsgemäßen Durchführung unserer Prüfung benötigen. Die Geschäftsführung hat uns die berufsübliche Vollständigkeitserklärung zum Jahresabschluss abgegeben, die wir zu unseren Akten genommen haben (IDW PS 303 n.F.).

Unsere Prüfungsergebnisse wurden mit der Geschäftsleitung besprochen.

4.3 Unabhängigkeit

Bei unserer Abschlussprüfung haben wir die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet (§ 321 Abs. 4a HGB).

5. FESTSTELLUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

5.1 Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht die Buchführung den gesetzlichen Vorschriften. Die aus weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen haben zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht geführt.

Als zusammenfassendes Ergebnis unserer Prüfung, die sich auf

• die Ordnungsmäßigkeit der Bestandteile des Abschlusses und deren Ableitung aus der Buchführung,

• die Ordnungsmäßigkeit der im Anhang gemachten Angaben,

• die Beachtung der Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften,

• die Beachtung aller für die Rechnungslegung geltenden gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und aller größenabhängigen, rechtsformgebundenen oder wirtschaftszweigspezifischen Regelungen und

• die Beachtung von Regelungen des Gesellschaftsvertrags, soweit diese den Inhalt der Rechnungslegung betreffen,

erstreckt hat, haben wir den in Abschnitt 2 wiedergegebenen Bestätigungsvermerk erteilt.

Die gesetzlichen Vertreter haben die Berichterstattung über die Organbezüge im Anhang unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB nach unserer pflichtgemäßen Beurteilung der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse berechtigterweise eingeschränkt.

5.1.1 Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

Die Organisation der Buchführung, das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem, der Datenfluss und das Belegwesen ermöglichen die vollständige, richtige, geordnete und auch die zeitgerechte Erfassung und Buchung der Geschäftsvorfälle.

Die Gesellschaft ist gemäß § 239 Abs. 2 HGB verpflichtet, Geschäftsvorfälle zeitnah, d. h. möglichst unmittelbar nach Entstehung des Geschäftsvorfalles zu erfassen. Nach unseren Feststellungen entsprach im Berichtsjahr die Buchführung durchgängig den Anforderungen an die Zeitgerechtheit der Buchführung.

Die aus den weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen führen zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in Buchführung, Jahresabschluss oder Lagebericht. Im Einzelnen waren dies insbesondere Unterlagen zur Kostenrechnung, Betriebsabrechnungen, wesentliche Verträge und Planungsrechnungen (Erfolgs- und Finanzplanung).

Die IT-gestützte Rechnungslegung gewährleistet die Sicherheit der für die Zwecke der Rechnungslegung verarbeiteten Daten und damit eine Verarbeitung entsprechend den GoB gem. § 238 HGB.

Bei der Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems in dem Bereich Materialwirtschaft haben wir keine Schwächen festgestellt, die eine Ausweitung unserer Prüfungshandlungen bzw. Änderung unserer Prüfungsschwerpunkte zur Folge hatten. Nach unserer Auffassung sind die prozessintegrierten und nachgelagerten Kontrollen in den geprüften Bereichen im Einzelnen und in ihrem Zusammenwirken grundsätzlich geeignet, wesentliche Vermögensschädigungen zu verhindern und die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung zu sichern.

Das von der Gesellschaft eingerichtete rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) sieht angemessene Regelungen zur Organisation und Kontrolle der Arbeitsabläufe vor. Die Verfahrensabläufe in der Buchführung haben im Berichtszeitraum keine nennenswerten organisatorischen Änderungen erfahren.

Die Bücher wurden zutreffend mit den Zahlen der Vorjahresbilanz eröffnet und ordnungsgemäß geführt. Die Belegfunktion ist erfüllt.

Die Organisation des Rechnungswesens ist den Verhältnissen der Gesellschaft angemessen.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht die Buchführung den gesetzlichen Vorschriften. Die aus weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen haben zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht geführt.

5.1.2 Jahresabschluss

In dem uns zur Prüfung vorgelegten, nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurden in allen wesentlichen Belangen alle für die Rechnungslegung geltenden gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und aller größenabhängigen, rechtsformgebundenen oder wirtschaftszweigspezifischen Regelungen beachtet.

5.1.3 Lagebericht

Der Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Unsere Prüfung nach § 317 Abs. 2 HGB hat zu dem Ergebnis geführt, dass er mit dem Jahresabschluss und den im Verlauf unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen, in Einklang steht und insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens vermittelt. Die wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung sind zutreffend dargestellt (IDW PS 350, DRS 20).

Die Angaben nach § 289 Abs. 2 HGB sind vollständig und zutreffend.

5.2 Gesamtaussage des Jahresabschlusses

Nach unseren Feststellungen vermittelt der Jahresabschluss - d. h. als Gesamtaussage des Jahresabschlusses, wie sie sich aus dem Zusammenwirken von Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang ergibt - unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft (§ 264 Abs. 2 HGB).

Die Gesellschaft hat im Anhang die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angegeben. Bei unseren nachfolgenden Ausführungen gehen wir daher insbesondere auf die Sachverhalte ein, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie in ihrer Gesamtwirkung im Zusammenhang mit anderen Maßnahmen und Sachverhalten von wesentlicher Bedeutung sind (IDW PS 250 n.F.).

5.2.1 Bewertungsgrundlagen

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie den für die Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden maßgeblichen Faktoren einschließlich etwaiger Auswirkungen von Änderungen an diesen Methoden machen wir folgende Angaben:

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfolgen unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) und sind an den handelsrechtlichen Bestimmungen ausgerichtet. Sie werden grundsätzlich unverändert zum Vorjahr angewendet.

Die Gesellschaft hat die nachfolgend im Einzelnen besprochenen Ansatz-, Bewertungswahlrechte und Ermessensentscheidungen ausgeübt. Die Wahlrechte wurden von den gesetzlichen Vertretern im Rahmen der Aufstellung so ausgeübt, dass sich in Bezug auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses eine möglichst den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergibt, die dem Gläubigerschutzprinzip Rechnung trägt.

Die Zugänge zum Anlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten zugerechnet, Anschaffungspreisminderungen werden abgezogen. Abschreibungen erfolgen planmäßig. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1, Absatz 3 HGB). Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um angeschaffte Software sowie einem Geschäfts- oder Firmenwert. Die Abschreibungen erfolgen in Abhängigkeit vom Zugangszeitpunkt zeitanteilig nach der linearen Methode über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über 10 Jahre abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt drei bis zehn Jahre.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Finanzanlagen werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Außerplanmäßige Abschreibungen (§ 253 Abs. 3 Satz 5, 6 HGB) waren danach nicht erforderlich.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungspreisminderungen (§§ 253 Abs. 1 und 255 Abs. 1 HGB) oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag (§ 253 Abs. 4 HGB).

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der anteilige Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. Nominalwerten angesetzt. Für alle erkennbaren Risiken werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % gebildet.

Der Posten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks ist zum Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet. Bei der Bewertung von Rückstellungen werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§253 Abs. 2 HGB).

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, werden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Auf fremde Währung laufende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gem. § 256a HGB zum Euroreferenzkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

5.2.2 Änderungen in den Bewertungsgrundlagen

Änderungen in den Bewertungsgrundlagen haben sich im Prüfungszeitraum nicht ergeben.

5.2.3 Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen

Berichtspflichtige Tatsachen aus sachverhaltsgestaltenden Maßnahmen mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses lagen nach dem Ergebnis unserer Prüfungshandlungen im Prüfungszeitraum nicht vor.

6. SCHLUSSBEMERKUNG

Den vorstehenden Bericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (PS 450 des Instituts der Wirtschaftsprüfer).

Zu dem von uns mit Datum vom 30. November 2023 erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk verweisen wir auf vorherigen Abschnitt.

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses (und/oder des Lageberichtes) in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

Der Prüfungsbericht wird gem. § 321 Abs. 5 HGB unter Berücksichtigung von § 32 WPO wie folgt unterzeichnet.

 

Mannheim, den 30. November 2023

Treuhand Heidelberg GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Björn von Olnhausen, Wirtschaftsprüfer

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