AVENA Cerealien GmbH
Mühlenstraße 1C, 19357 Karstädt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Harms seit 1.2.2019 | Prokura |
Frank Plüschke seit 20.7.2016 | Geschäftsführer |
Matthias Walter Alfred Thönebe seit 11.10.2007 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 98.60% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Flechtorfer Mühle Walter Thönebe GmbHEigenbeteiligung | 1.40% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AVENA Cerealien GmbHKarstädtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die AVENA Cerealien GmbH betreibt im brandenburgischen Karstädt ein Unternehmen zur Herstellung von hochwertigen Flockenprodukten aus Getreide sowie der Produktion von Basismüsli. Bereits seit den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts erfolgt an diesem Standort die Getreideflockenproduktion. Sowohl während des zweiten Weltkriegs als auch zu Zeiten der DDR wurde das Unternehmen fortgeführt. Seit 2007 gehört das Unternehmen zur Firmengruppe "Flechtorfer Mühle". Haferflockenprodukte liegen nach wie vor und unverändert positiv im Trend, sie sind ideal für eine zeitgemäße, vor allem gesundheitsbewusste Ernährung. Innovative Rezeptideen erobern den Markt und vereinen das neue Ernährungsbewusstsein mit moderner Küche. So hat das traditionelle Grundnahrungsmittel - vor allem auch als Hauptbestandteil von Früchtemüsli - nun auch die Akzeptanz der jüngeren Generation erreicht und wird heute vielseitiger denn je verwendet. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die weltwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 war noch immer vom Krieg in der Ukraine geprägt. Sowohl Russland als auch die Ukraine gehören weltweit zu den TOP 10 der Weizenproduzenten. Das führte zu gravierenden Veränderungen der Warenströme - insbesondere auch beim Getreide - rund um den Globus. Auf der Nachfrageseite zeigten sich die Konsumenten in Deutschland anhaltend verunsichert und neigten phasenweise - wie auch bereits im Vorjahr festgestellt - zu Hamsterkäufen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ging das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Erheblich gestiegene Preise für Rohstoffe und Energie, sowie der andauernde Krieg in der Ukraine, hatten wiederholt einen massiven Einfluss auf die Inflationsrate in Deutschland, die im Jahr 2023 5,9% (nach 6,9% im Vorjahr) betrug. Der Arbeitsmarkt zeigte sich in Deutschland trotz dieser gravierenden Einflüsse recht robust. Die Arbeitslosenquote in Deutschland lag im Jahr 2023 bei durchschnittlich 5,7 % nach 5,3 % im Vorjahreszeitraum. Geschäftsverlauf Im Jahr 2023 kam für die AVENA Cerealien GmbH - wie auch für alle anderen Hafermühlen in Europa und Übersee - erschwerend hinzu, dass es aufgrund der sehr schlechten Witterung zu überaus schlechten Ernteergebnissen in den Haupterzeugerländern kam. Das betraf insbesondere Kanada, die skandinavischen Länder und auch das Baltikum. Die Weltversorgung hängt jedoch an diesen Regionen, da Hafer auf Grund der klimatischen Bedingungen nur dort produziert wird. Die Sicherstellung der Rohware war demnach das zentrale Thema. Haferprodukte und Müsli sind jedoch weiterhin von den Konsumenten - nicht zuletzt wegen der guten ernährungsphysiologischen Eckdaten - sehr gefragt. Die Nachfrage ist weiter stabil. Durch die Arbeit des gesamten Teams ist es gelungen, sowohl die Rohwareneindeckung als auch die Aufrechterhaltung der Kundenbeziehungen sicherzustellen. In Summe konnte ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden. Die Absatz- und Ertragslage ist weiter stabil. Nach der qualitativ und quantitativ sehr schlechten Ernte des Jahres 2023 herrscht bezüglich der Ernte 2024 große Skepsis und Verunsicherung bei den Haferproduzenten. Die Wintermonate 2023/2024 waren durch sehr hohe Niederschläge gekennzeichnet. Das führte dazu, dass in den üblichen Saatphasen nicht ausreichend Saatgut gedrillt werden konnte. Große Flächen standen/stehen lange unter Wasser. Ob sich das während des Frühjahrs noch ausgleichen lässt, bleibt abzuwarten. Im Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 hat sich die Belegschaftsstärke jahresdurchschnittlich um 2 Arbeitnehmer erhöht. Zum Jahresende wurden 54 gewerbliche Arbeitnehmer und 6 Angestellte beschäftigt. Um auf Auftragsspitzen flexibel reagieren zu können, wird situativ auf Leiharbeitskräfte zurückgegriffen. Lage a) Ertragslage Die Herstellung und der Vertrieb von naturbelassenen Haferflocken in Kleinpackungen und Großgebinden sowie der Verkauf unterschiedlicher Müslimischungen bilden die Ergebnisquellen unseres Unternehmens. Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.372 bzw. 13,2 % erhöht. Die Verarbeitungsmenge ging von 41.860 Tonnen in 2022 auf 37.985 Tonnen in 2023 zurück. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist trotz geringerer Verarbeitungsmengen auf höhere Verkaufspreise zurückzuführen. Der Materialaufwand ist unterproportional zur Umsatzentwicklung um TEUR 1.480 bzw. 8,7 % angestiegen und hat einen Anteil von 63,6 % (Vorjahr: 66,2 %) der Umsatzerlöse. Aufgrund des gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.798 verbesserten Rohergebnisses wurde im Geschäftsjahr 2023 ein um TEUR 1.441 verbessertes Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 3.464 erzielt. Die Personalaufwendungen haben sich bei einer erhöhten Arbeitnehmerzahl tarifbedingt um 11 % erhöht. Die Abschreibungen stiegen infolge vorgenommener Investitionen um 6,9 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 61 bzw. 1,4 % erhöht. Nach Hinzurechnung des positiven Finanzergebnisses in Höhe von TEUR 112 und nach Abzug der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 1,5 und der sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 16 wird im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von TEUR 3.558 ausgewiesen. Im Rahmen des im Jahr 2023 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages, wird der Jahresüberschuss an die Muttergesellschaft abgeführt. Die im Lagebericht des Vorjahrs prognostizierte Ergebnis- und Umsatzentwicklung für 2023 wurde aufgrund der höheren Verkaufspreise, infolge gestiegener Rohstoff- und Energiekosten, übertroffen. b) Finanzlage Die Bilanz der AVENA Cerealien GmbH weist zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 12.933 (Vorjahr: TEUR 11.096) aus. Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 81,0 % im Vorjahr auf 72,3 % zum Ende des Geschäftsjahrs. Dies resultiert aus der Erhöhung der Bilanzsumme infolge der Verschmelzung mit der Gesellschaft Extrustar. Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Zahlungsfrist und unter Ausnutzung von Skonti beglichen. Das Finanzmanagement ist ferner darauf ausgerichtet Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Aufgrund planmäßiger Tilgung der bestehenden Bankkredite verringerte sich der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 1,3 % (Vorjahr: 6,2 %) der Bilanzsumme. Die vorhandenen Kreditlinien sind höher als durchschnittlich in Anspruch genommen. c) Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023 aufgrund von Zugängen für Investitionen in Höhe von TEUR 590 und Buchwertzugängen aus Verschmelzung in Höhe von TEUR 349 bei planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 677 um TEUR 262 erhöht. Das Umlaufvermögen ist infolge der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.845 und des Aufbaus der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 1.083 sowie des Abbaus der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 77 angestiegen. Die Vorräte sind im Vorjahresvergleich um TEUR 1.017 und die liquiden Mittel um TEUR 66 angestiegen. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung und Lenkung des Unternehmens setzen wir verschiedene Instrumente ein. Dazu dient vor allem ein Bündel an Kennzahlen aus den verschiedenen Unternehmensbereichen. Neben der Verarbeitungsmenge, dem Rohertrag und des cash flow haben wir die Umsatzrendite und die Entwicklung der Lagerbestände konstant im Auge. In den Aufbau und die Weiterentwicklung dieser Controlling-Instrumente ist in den letzten Jahren erheblich investiert worden. So können alle Kostenpositionen zeitnah analysiert und zu jedweder Entscheidungsfindung herangezogen werden. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den cash flow aus der Summe aus Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung), Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen. Die Umsatzrendite in Höhe von 12,0 % hat sich im Vergleich zum Vorjahr (7,9 %) erhöht. Der cash flow beträgt TEUR 4.236 und ist damit um TEUR 1.782 höher als im Vorjahr. Unsere wirtschaftliche Lage kann aufgrund der positiven Entwicklung der Kennzahlen, insbesondere aber wegen der vorhandenen bilanziellen Eigenkapitalausstattung insgesamt als gut bezeichnet werden. III. Prognosebericht Die Aussichten für die AVENA Cerealien GmbH sind für die Zukunft gut. Zwar sind im deutschen Markt durch Wettbewerber erhebliche Produktionskapazitäten neu entstanden, doch diese stehen einem nach wie vor stetig wachsenden Bedarf und Absatz gegenüber. Diese starken Nachfragesteigerungen verzeichnet nicht nur der Lebensmitteleinzelhandel, sondern auch im Bäckerhandwerk und in der Brot- und Backwarenindustrie kommen verstärkt Hafer- und Getreideflocken zum Einsatz. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem leichten Rückgang im Umsatz im Vergleich zum Jahr 2023. Das Ergebnis wird nach zwei sehr guten Jahren 2022 und 2023 auf das Niveau des Jahres 2021 deutlich zurückgehen. Neben einem stärkeren Preisdruck, erwarten wir auf Grund der schlechteren Ernte im Jahr 2023 auch einen leicht höheren Materialeinsatz. IV. Chancen- und Risikobericht Risikobericht Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit im Geschäftsfeld Flockenproduktion den verschiedensten Risiken ausgesetzt, die mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Diese können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage betreffen. Kaufmännisch notwendige Risikovorsorgen wurden durch die Bildung von Rückstellungen und Wertberichtigungen in angemessenem Umfang getroffen. Außerdem werden zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum konsequenten Umgang mit Risiken Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt, die - insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Marktentwicklungen - permanent weiterentwickelt werden. Ihr Einsatz soll die rechtzeitige Information der Entscheidungsträger hinsichtlich deren Entwicklung zur Einleitung geeigneter Gegenmaßnahmen weiter verbessern. Innerhalb des Unternehmens sind die jeweiligen Zuständigkeiten festgelegt. Neben dem allgemeinen Geschäftsrisiko ist das Unternehmen zusätzlichen Risiken ausgesetzt. Hinsichtlich möglicher Wettbewerbsrisiken ist darauf hinzuweisen, dass die Entwicklung unserer Geschäftstätigkeit maßgeblich mit der Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden verbunden ist. Die Risiken im Materialeinkauf, die sich aus der zunehmenden Volatilität der Rohstoffmärkte ergeben, wurden - aufgrund der Erfahrungen des Vorjahres - konsequent durch stets an Rohstoffkontrakte gebundene Verkaufsgeschäfte reduziert. Hinsichtlich finanzwirtschaftlicher Risiken ist zu erwähnen, dass die Informationspolitik der Gesellschaft sowie die Gleichbehandlung aller Kreditgeber die Grundlage für deren Vertrauen und die damit verbundene Bereitstellung der Kreditlinien ist. Die Eigenmittelausstattung, die laufenden Cashflows sowie die zur Verfügung stehenden Bankdarlehen sind die Basis für die langfristige Unternehmensfinanzierung. Zur Sicherung des zukünftigen Kapitalbedarfs überprüft das Finanzmanagement regelmäßig auch alternative Finanzierungsmöglichkeiten. Ein wesentlicher Teil des Risikomanagements ist die Weitergabe von Risiken an Dritte. So werden für Schadensfälle und Haftungsrisiken aus den täglichen Geschäften so weit wie möglich Versicherungen abgeschlossen. Ihr Schutz wird regelmäßig überprüft und für die Folgejahre um die Absicherung von Risiken im Energiekostenbereich erweitert. Wenngleich Versicherungen keinen vollständigen Schutz bieten, kann davon ausgegangen werden, dass sich versicherbare Schadensfälle nicht existenzgefährdend auf die Finanz-, Ertrags- und Liquiditätslage unseres Unternehmens auswirken. Chancenbericht Die Aussichten für den wachsenden Zielmarkt der AVENA insbesondere in der Trendwende hin zu ernährungsbewussten Konsumenten werden insgesamt und langfristig als gut beurteilt. Nach dem Markteintritt gelang es in relativ kurzer Zeit im Markt Fuß zu fassen. Und zwar nicht nur mit Getreideflocken, sondern auch mit Müsliprodukten im Basisbereich. Mittlerweile ist die AVENA im Markt voll etabliert. Durch unsere konstant hohe Produktqualität und die Zuverlässigkeit und Konstanz in der Belieferung unserer Kunden haben wir uns eine feste Position und einen guten Namen erarbeitet. Die Erweiterung der Angebotsvielfalt bei höchsten Qualitätsansprüchen wird uns eine weitere Ausdehnung der Marktakzeptanz ermöglichen. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in der weiterhin extremen Marktmacht der Abnehmer im Lebensmitteleinzelhandel, steigenden Rohstoffpreisen und einem stagnierenden Niveau der Absatzpreise. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität innerhalb der Firmengruppe "Flechtorfer Mühle" sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten. Die AVENA Cerealien GmbH verfügt über einen solventen Kundenstamm mit dem eine langjährige Zusammenarbeit besteht. Forderungsausfälle sind daher die Ausnahme, da diese zudem über die Warenkreditversicherung abgesichert sind. Verbindlichkeiten werden entsprechend der vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über Kredite innerhalb der Firmengruppe "Flechtorfer Mühle" sowie über die von der Hausbank gewährte Kreditlinie.
Karstädt, den 16.05.2024 gez. Matthias Thönebe, Geschäftsführer gez. Frank Plüschke, Geschäftsführer gez. Christoph Canibol, Geschäftsführer HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Firma der Gesellschaft lautet AVENA Cerealien GmbH. Sie hat ihren Sitz in Karstädt und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Neuruppin unter der Registernummer HRB 5644 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach dem Gliederungschema des § 266 Abs. 2, 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Erhaltene Investitionszuschüsse führten zur Minderung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Vorräte wurden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei der Berechnung der Herstellungskosten wurden angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Das Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch Bildung angemessener Wertberichtigungen berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen bestehen in Höhe von TEUR 3.570 (Vorjahr: TEUR 2.486) gegenüber der Gesellschafterin. Rechnungsabgrenzungsposten Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 3) ausgewiesen. Eigenkapital Als Kapitalrücklage ist gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB der Betrag von anderen Zuzahlungen, die Gesellschafter in das Eigenkapital geleistet haben, ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Zuführungen in die Kapitalrücklage wurden in Höhe von TEUR 1.837 vorgenommen. Sonstige Rückstellungen Vorsorgen waren insbesondere zu treffen für Personalverpflichtungen (TEUR 88), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 13), Schwerbehindertenausgleichsabgabe (TEUR 2) sowie noch ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 3). Restlaufzeit und Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender Übersicht:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Wartungsverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 66. Aus Rohstoffabnahmeverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 8.822. Haftungsverhältnisse bestehen aus selbstschuldnerischen Bürgschaften: a) gegenüber der HypoVereinsbank, München, mit Höchstbeträgen von insgesamt Euro 5.900.000 zur Kreditsicherung von Verbindlichkeiten des Gesellschafters Flechtorfer Mühle Walter Thönebe GmbH, Lehre-Flechtorf, mit Valuta 31.12.2023 in Höhe von insgesamt Euro 2.246.968. b) gegenüber der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg, Braunschweig, mit Höchstbeträgen von insgesamt Euro 3.000.000 zur Kreditsicherung von Verbindlichkeiten des Gesellschafters Flechtorfer Mühle Walter Thönebe GmbH, Lehre-Flechtorf, mit Valuta 31.12.2023 in Höhe von insgesamt Euro 0. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt, da der Schuldner auf Grundlage der wirtschaftlichen Kennziffern voraussichtlich in der Lage ist, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. V. Sonstige Pflichtangaben Arbeitnehmerzahl Die Zahl der durchschnittlich während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer setzt sich wie folgt zusammen:
Geschäftsführung Als Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren bestellt: - Herr Matthias Thönebe, Lehre-Flechtorf, - Herr Frank Plüschke, Braunschweig, - Herr Christoph Canibol, Wolfenbüttel Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr EUR 8.400. VI. Nachtragsbericht Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens eingetreten.
Karstädt, den 24. April 2024 gez. Matthias Thönebe, Geschäftsführer gez. Frank Plüschke, Geschäftsführer gez. Christoph Canibol, Geschäftsführer Anlage: Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 04.06.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die AVENA Cerealien GmbH, Karstädt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AVENA Cerealien GmbH, Karstädt, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AVENA Cerealien GmbH, Karstädt, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Helmstedt, den 30. Mai 2024 Treuhand
Ostfalen GmbH
gez. Küstermann, Wirtschaftsprüfer |
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