Stammdaten

Register
Amtsgericht Rostock HRB 3609
Vorher
BrinkmannBleimann GmbH
Eingetragen
29.6.1990
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Vertrieb und die Vermietung von Kraftfahrzeugen, vornehmlich der Marke Mercedes-Benz einschließlich aller Serviceund Reparaturarbeiten sowie der Handel mit Ersatzteilen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura
Bernd Fahrenholz
seit 14.7.2017
Prokura
Maik Osterloh
seit 26.1.2012
Geschäftsführer
Knut Brinkmann
seit 21.7.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Brinkmann u. Osterloh GmbH & Co. KG
Germany
1.890.000 €
90.00%
GAD Autoteile-Depot GmbH
Germany
210.000 €
10.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Brinkmann GmbH

Güstrow

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Brinkmann GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist wie im Vorjahr der Vertrieb und die Vermietung von Kraftfahrzeugen, vornehmlich der Marke Mercedes-Benz einschließlich aller Service- und Reparaturarbeiten sowie der Handel mit Ersatzteilen. Der Vertrieb umfasst dabei neben Neuwagen auch Gebrauchtwagen und den Vertrieb von Ersatzteilen. Dazu unterhält das Unternehmen mehrere Standorte in Norddeutschland. Zu den Kunden gehören sowohl Privatkonsumenten als auch Gewerbebetriebe.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (- 1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 %

oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland.

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro. Das waren etwa 14 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2022 (96,9 Milliarden Euro). Vor allem der Bund konnte sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern.

Die Exporte und Importe von Verbrennern stiegen mengenmäßig 2023 im Vergleich zum Vorjahr, allerdings weniger deutlich: In den drei wichtigsten Hubraumklassen für Pkw mit ausschließlich Verbrennungsmotoren wurden insgesamt 1,7 Millionen Autos im Wert von 65,3 Milliarden Euro exportiert, mengenmäßig 13,0 % mehr als im Jahr 2022. Damals exportierte die deutsche Autobranche 1,5 Millionen klassische Verbrenner im Wert von 55,5 Milliarden Euro. Wichtigster Abnehmerstaat für diese Antriebsart waren die Vereinigten Staaten mit einem mengenmäßigen Anteil von 13,4 %, gefolgt vom Vereinigten Königreich (11,2 %) und China (9,9 %). Importseitig wurden 2023 rund 1,1 Millionen solcher Autos im Wert von 28,1 Milliarden Euro eingeführt - und damit 9,8 % mehr als im Jahr 2022. Damals waren es noch 1,0 Millionen Verbrenner im Wert von 23,6 Milliarden Euro.

Die deutsche Automobilindustrie hat im Jahr 2023 deutlich mehr Elektroautos produziert als im Vorjahr. Rund 973.000 E-Autos im Wert von 40,4 Milliarden Euro wurden 2023 hergestellt. Das waren 59,9 % mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2022 waren hierzulande rund 608.000 Autos mit rein elektrischem Antrieb im Wert von 26,6 Milliarden Euro produziert worden.

Der größte Teil der hierzulande hergestellten Autos hat allerdings nach wie vor einen klassischen Verbrennungsmotor: Im Jahr 2023 liefen 2,4 Millionen Verbrenner vom Band - mehr als doppelt so viele wie Elektroautos. Das waren 7,9 % mehr als 2022 (2,3 Millionen Verbrenner).

Im Jahr 2023 wurden rund 3,7 Millionen Fahrzeuge in Deutschland neu zugelassen. Dies entsprach einer Zunahme um +5,5 %. 2.844.609 Personenkraftwagen (Pkw) wiesen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von +7,3 % auf. Knapp die Hälfte aller Pkw (1.379.260/48,5 %) waren mit einem alternativen Antrieb ausgestattet. Batterieelektrische Pkw (BEV) nahmen um +11,4 % zu, Plug-in-Hybride waren mit -51,5 % rückläufig.

Pkw mit einem CO 2 -Ausstoß von 121 bis 160 g CO 2 pro km erreichten einen Anteil von 43,5 % (2022: 38,3 %). Hier wurden 1.237.203 Pkw neu zugelassen. Dies entsprach einem Anstieg von +21,7 %. Der durchschnittliche CO 2 -Ausstoß stieg um +4,9 % auf 114,9 g/km (2022: 109,6 g/km). Fast jeder Dritte neu zugelassene Pkw (30,1 %) war dem Segment der SUVs zuzuordnen. Rund 1,9 Millionen Pkw (67,1 %) wurden gewerblich zugelassen.

Nach einem Rückgang im Jahr 2022 (-14,1 %) stieg die Anzahl der Besitzumschreibungen von Kraftfahrzeugen (Kfz) und Kfz-Anhängern im Jahr 2023 um +5,3 % auf rund 7,4 Millionen. Die Besitzumschreibungen bei den Personenkraftwagen (Pkw) erhöhte sich um +6,9 % auf rund 6,0 Millionen. Im Durchschnitt waren die Pkw dabei 10,2 Jahre alt. Die Lastkraftwagen wiesen mit 8,6 Jahren das niedrigste Durchschnittsalter auf.

61.517 Kfz und Kfz-Anhänger waren Oldtimer mit und ohne Historienkennzeichen. Der größte Anteil mit 88,5 % entfiel davon auf die Pkw.

60,1 % aller Pkw, die im Jahr 2023 die Halterin oder den Halter wechselten, hatten einen Benzinantrieb. Die Anzahl der Plug-in-Hybride (96.873) stieg gegenüber dem Vorjahr um +45,4 %. Die Anzahl der gewerblichen Umschreibungen bewegte sich mit rund 400.000 auf Vorjahresniveau.

Mercedes-Benz Cars verkaufte im Jahr 2023 2.043.800 Einheiten. Die 328.200 verkauften Top-End-Fahrzeuge belegen eine gestiegene Nachfrage nach begehrenswerten Fahrzeugen wie Mercedes-Maybach (+19 %), G-Klasse (+11 %) und Mercedes-AMG (+4 %). Zusätzlich wurden 60.000 Einheiten der V-Klasse und EQV verkauft. Der Gesamtabsatz von Mercedes-Benz Cars erreichte im vierten Quartal trotz eingeschränkter Produktverfügbarkeit 514.000 Einheiten, inklusive eines Anstiegs von 17% bei den Top-End-Fahrzeugen im Vergleich zum Vorquartal.

Der weltweite Absatz von Mercedes-Benz Vans stieg 2023 um 8 % auf 447.800 verkaufte Einheiten und damit auf das bisher beste Verkaufsergebnis aller Zeiten. In den strategisch wichtigen Märkten Europa und Nordamerika stieg der Absatz um 8 % auf 279.400 verkaufte Einheiten bzw. um 13 % auf 86.400 verkaufte Einheiten. Der US-Markt erreichte mit einem Absatzplus von 13% einen Jahresrekord von 75.100 Einheiten und wird damit zweitgrößter Markt für Mercedes-Benz Vans weltweit.

Die meisten Fahrzeuge verkaufte Daimler Truck auch im Jahr 2023 im Segment Trucks Nordamerika. Mit rund 195.000 abgesetzten Einheiten stieg die Zahl hier im Vergleich zum Vorjahr um etwa 4,0 %. Dahinter folgte das Segment Trucks Asien mit rund 161.200 verkauften Fahrzeugen. Bei den Nutzfahrzeugen der Marke Mercedes ging der Absatz um etwa 5,0 % zurück.

Insgesamt setzte Daimler Truck 2023 etwa 526.100 Einheiten ab. Bis zum Dezember 2021 gehörte Daimler Truck zur Daimler AG (heute Mercedes-Benz Group), ist nach der Abspaltung aber eigenständig. In der Mercedes-Benz Group verbleibt die Pkw- Sparte mit den Marken Mercedes und Smart.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Finanzergebnisse im Jahr 2023 konnten sich an das Vorjahresergebnis anlehnen, was unter den Rahmenbedingungen der Lieferengpässe, Energiekosten- und Personalkostensteigerungen ein sehr gutes Ergebnis ist.

Das Geschäftsjahr hielt nach Corona und dem Ukrainekrieg für den Mercedes-Benz Handel die nächste Herausforderung bereit. Alle Mercedes-Benz Händler bekamen neue Handelsverträge und wurden von einem unechten Handelsagenten zu einem echten Handelsagenten. Das bedeutete nicht nur eine Menge EDV-Umstellung und viele Schulungen, sondern auch den Wechsel in eine Festpreisstrategie des Herstellers für jeden Kunden. Jeder Kunde bekommt jetzt innerhalb Deutschlands den identischen Preis für einen Neuwagen Mercedes-Benz PKW und VAN. Die Konditionen werden zentral für jeden Kunden angefragt. Die Fahrzeuge sollen ebenfalls durch den Hersteller zentral disponiert werden. Da hier das EDV-System noch nicht vollständig fertiggestellt wurde, ist die zentrale Disposition der Fahrzeuge auf Anfang 2025 verschoben worden.

Eine Entspannung der Liefersituation für Neufahrzeuge und Teilelieferung gab es nur teilweise. Die Energiekostenentwicklung und Beschaffung ist weiterhin eine große Herausforderung. Der Einkauf der Energieversorgung für die Standorte, wo die Verträge zum Jahresende ausliefen, gestaltet sich alles andere als einfach. Letztendlich konnte durch tägliche Beobachtung des Energiemarktes Verträge für das Jahr 2023 und darüber hinaus geschlossen werden, aber zu deutlich erhöhten Konditionen.

Das Arbeiten im Homeoffice wurde auch nach Corona Auslauf weiter angeboten und aktiv von vielen Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen genutzt. Dieses Thema wird kontinuierlich in allen Abteilungen, wo es möglich ist, ausgebaut.

Die wöchentlichen Microsoft Teams Besprechungen mit allen Geschäftsleitungsmitgliedern und Teamleitern wurde weitergeführt, da hier eine strukturierte Bearbeitung und schnelle Umsetzung aller Themen und Anforderungen effizient stattfindet und keine unnötigen Fahrzeiten in Anspruch genommen werden. Die Software Microsoft Teams nutzen inzwischen alle Abteilungen für Ihre Besprechungen, Informationsaustausch und die Projektarbeit.

Die Sparte "PKW-Neuwagen und Vorführwagen" hat alle Ziele übererfüllt und somit alle Margenbausteine zu 100 % erhalten. Durch die Lieferschwierigkeiten wurden einige Fahrzeuge in das Jahr 2024 verschoben. Die Sparte PKW hat somit das achte Jahr in Folge die 100% Absatzziel erreicht und erheblich zum Betriebsgewinn beigetragen.

Die Sparte "Transporter Neuwagen und Vorführwagen" hat seine Ziele nicht erreicht und liegt mit dem Absatz unter Vorjahr. Hier gab es seit Jahren erstmals eine Rückzahlung von Provisionen an den Hersteller wegen Nichtzielerreichung und somit liegt das Ergebnis der Sparte unter Vorjahr. Die hohen Energiekosten, steigende Zinsen im Finanzierungsbereich und die konjunkturelle Entwicklung sind der Grund für die deutliche Verunsicherung und Nachfragezurückhaltung im Gewerbe- und Handwerksbereich. Viele Kunden verlängern Ihre Finanzierung und übernehmen das bewährte Fahrzeug.

Die Sparte "LKW Neuwagen und Vorführwagen" hat die Absatzziele erreicht. Aufgrund von erheblichen Fahrzeugverschiebungen hat der Hersteller alle Händler auf 100 % Zielerreichung gesetzt. Der gute Auftragsvorlauf aus 2022 und die Neubestellungen im Jahr 2023 haben zu einer Stückzahl von 215 ausgelieferten Fahrzeugen geführt. Die Sparte konnte im Gegensatz zum Vorjahr zum Betriebsgewinn beitragen.

Der Service hat den größten Anteil am Betriebsergebnis und ist somit weiterhin das Rückgrat der Firma. Der gesamte Werkstattbereich hatte durchgehend eine hohe Auslastung und war von krankheitsbedingten Ausfällen und Lieferengpässen im Teilebereich betroffen. Der Fachkräftemangel ist hier am deutlichsten spürbar. Eine Personal Recruiting Strategie im Sozialmediabereich wurde ab April 2023 mit Unterstützung einer Agentur gestartet, welche nach 3 Monaten ihre Früchte getragen hat und einige offene Stellen im Laufe des Jahres besetzt werden konnten. Die Sparte Werkstatt konnte aufgrund der hohen Auslastung und dem Rückgang der Krankentage das gute Vorjahresergebnis noch steigern. Von dieser Steigerung hat ebenfalls der Teile-Zubehörbereich partizipiert und konnte ebenfalls sein Ergebnis steigern.

Der Bereich "Gebrauchtfahrzeuge" weist eine deutliche Ergebnisverschlechterung auf und beendet das Geschäftsjahr mit einem negativen Ergebnis von -6,12 % Operating Profit. Der Trend von fallenden Gebrauchtwagenpreisen setzte sich im Jahr 2023 fort. Es wurde der Bestand nochmals reduziert und eine neue Bestandsobergrenze festgelegt, um das Risiko zu minimieren. Die Jahreswagenplattform vom Hersteller war unattraktiv vom Angebot und der Preisgestaltung und somit musste die Einkaufsabteilung täglich die Suche erweitern und alle Kanäle beobachten, um an geeignete Ware zu gelangen. Der digitale Ausbau der Werbung in den sozialen Medien wurde weiter optimiert und forciert.

Die konsequente Bearbeitung und Vorqualifizierung alle telefonischen und digitalen Leads bleibt ein wichtiger Baustein. Die Sparte ",Online" bekommt in der strategischen und operativen Ausrichtung des Gebrauchtwagengeschäfts für die gesamten Unternehmensgruppe immer mehr Bedeutung. Ein Projekt für die Optimierung und Ausrichtung dieser Abteilung wird mit der gleichen Agentur wie im Recruiting Projekt im Jahr 2024 umgesetzt.

Die Investition in das Personal ist trotz der schwierigen Rahmenbedingungen, wie in der Strategie vorgesehen, weiter vorangetrieben worden. Alle Pflichtlehrgänge sind überwiegend online durchgeführt worden. Eine weitere Mitarbeitergruppe konnte die Lehrgangsreihe "Fit for Leadership" beginnen. 46 neue Auszubildende konnten im Geschäftsjahr begrüßt werden und sind erneut ein wichtiger Baustein in der Personalstrategie. Eine Strategietagung mit der gesamten und erweiterten Geschäftsleitung wurde durchgeführt. In den Kundenzufriedenheitsumfragen konnten wieder gute Ergebnisse erzielt werden. Alle Geschäftsführer und Geschäftsleitungsmitglieder sind durch Leitung der Sparten und Standorte in das operative Tagesgeschäft involviert. 1

Durch die Abwicklung aller Vertriebssparten ausschließlich über die Brinkmann GmbH und durch die Digitalisierung aller Sparten mit einem Softwareprogramm konnten weitere Prozessoptimierungen erreicht werden.

Es wurden alle notwendigen Investitionen zur Instandhaltung des Anlagevermögens durchgeführt. Auch in die permanent notwendige Aktualisierung unserer IT-Systeme haben wir investiert.

Nachfolgende Darstellungen verdeutlichen insbesondere die Absatz- und Umsatzentwicklung innerhalb der Sparten:

1 Nicht prüfungspflichtiger Bestandteil des Lageberichts

Verkauf Neuwagen PKW

Veränderung zum VJ
Ist 2023 Ist 2022 Absolut Prozentual
Anzahl NW 690 638 52 8%
Anzahl VFW 145 160 -15 -9%
Net Revenue NW/VFW in TSD € 57.463 45.072 12391 27%
Intercompany Profit NW/VFW in TSD € 2.199 1.447 752 52%

Verkauf Neuwagen Transporter

Veränderung zum VJ
Ist 2023 Ist 2022 Absolut Prozentual
Anzahl NW 637 780 -143 -18,3%
Anzahl VFW 87 97 -10 -10%
Net Revenue NW/VFW in TSD € 36.497 39.007 -2510 -6%
Intercompany Profit NW/VFW in TSD € 1.207 1.822 -615 -34%

Verkauf Neuwagen LKW

Veränderung zum VJ
Ist 2023 Ist 2022 Absolut Prozentual
Anzahl NW 215 170 45 26%
Anzahl VFW 1 2 -1 -50,0%
Net Revenue NW/VFW in TSD € 22.935 17.220 5715 33%
Intercompany Profit NW/VFW in TSD € 739 238 501 211%

Verkauf Gebrauchtwagen PKW

Veränderung zum VJ
Ist 2023 Ist 2022 Absolut Prozentual
Anzahl 1.538 1.591 -53 -3,3%
Net Revenue in TSD € 41.004 41.069 -65 -0,2%
Intercompany Profit in TSD € -1.325 94 -1.419 1510%

Verkauf Gebrauchtwagen Nutzfahrzeuge

Veränderung zum VJ
Ist 2023 Ist 2022 Absolut Prozentual
Anzahl 449 372 77 20,7%
Net Revenue in TSD € 13.437 10.805 2.632 24%
Intercompany Profit in TSD € 1.444 1.314 130 10%

Service Gesamt

Veränderung zum VJ
Ist 2023 Ist 2022 Absolut Prozentual
Verkaufte AW 1.464.059 1.452.293 11.766 0,8%
Umsatz AW in TSD € 18.357 16.480 1.877 11%
Intercompany Profit in TSD € 3.289 2.998 291 10%
Teileumsatz in TSD € 19.227 18.061 1.166 6%
Intercompany Profit in TSD € 2.899 2.626 273 10%

Vermietung Charterway / VanRental / MB Rent

Veränderung zum VJ
Ist 2023 Ist 2022 Absolut Prozentual
Umsatz in TSD € 2.098 2.245 -147 -7%
Intercompany Profit in TSD € 215 205 10 4,9%

Von den in den Tabellen ausgewiesenen Umsatzerlösen von ca. 211,0 Mio. EUR (Vj. 190,0 Mio. EUR) sind ca. 106,2 Mio. EUR (Vj. ca. 91,9 Mio. EUR) statistische Umsatzerlöse nach Saldierung aus statistischen Vermittlungsleistung und statistischen Kulanzleistungen enthalten.

Die in der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse von 104,8 Mio. EUR betreffen mit ca. 9,4 Mio. EUR den Neuwagenverkauf, ca. 56,6 Mio. EUR den Gebrauchtwagenverkauf, mit ca. 36,7 Mio. EUR die Serviceumsätze aus Arbeitsleistung und Teileverkauf sowie 2,1 Mio. EUR die Vermietungsumsätze.

Verdichtend ist der Geschäftsverlauf durch die Geschäftsführung als sehr zufriedenstellend zu beurteilen.

2.3 Ertragslage

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Umsatzerlöse fast 6,7 Mio. EUR (+ 6,8 %). Das Betriebsergebnis erhöhte sich von auf 5,5 Mio. EUR - bei im Vergleich zu dem Erlösanstieg um 6,5 Mio. EUR (+7,0 %) höherem betrieblichen Aufwand. Der Anstieg des Aufwands ist vor allem auf den höheren Material- und Personalaufwand aber auch auf höhere Abschreibungen, insbesondere der Fahrzeuge, zurückführen. Auch trugen die freiwilligen Zahlungen der Inflationsausgleichsprämien an die Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen sowie der gestiegene Zinsaufwand für den kurzfristigen Kapitalbedarf zur Erhöhung des Aufwands bei. Unter Berücksichtigung des Beteiligungs- und Finanzergebnisses sowie der Ertragsteuern konnten wir nach 3,8 Mio. EUR im Vorjahr ein Jahresergebnis von EUR 3,6 Mio. (- 4,9 %) für das Geschäftsjahr 2023 ausweisen.

Im Vorjahr wurden im Lagebericht leicht sinkende Umsatzerlöse und ein leicht rückläufiges Jahresergebnis prognostiziert. Zwar stieg das Erlösniveau, jedoch sank aufgrund der beschriebenen Entwicklungen das Jahresergebnis. Die Erwartungen traten insoweit ein.

Die einzelnen Sparten haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

PKW Neu- und Vorführwagenverkauf

In diesem Jahr konnte die Sparte seine Fahrzeuglieferungen im Bereich Neuwagen um 8 % steigern. Es wurden auch in diesem Jahr alle Herstellerziele erreicht, wodurch die Bonuszahlungen für das Geschäftsjahr 2023 in voller Höhe vereinnahmt werden konnten. Im Vorführwagenbereich gab es einen Absatzrückgang von 9 %, was sich allerdings in den Umsatzerlösen kaum widerspiegelt, da der durchschnittliche Preis für die abgesetzten Fahrzeuge von 55.900,00 € auf 62.900,00 € gestiegen ist. Der Wareneinsatz für diese Fahrzeuge ist im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 3 % gestiegen, sodass wir hier mit einem negativen ICP das Geschäftsjahr abgeschlossen wurde. Ein Grund hierfür ist der schwierige Absatzmarkt im Bereich EQ (Elektrofahrzeuge), in dem die Fahrzeuge nur mit starken Verlusten vermarktet werden konnten.

PKW Gebrauchtwagenverkauf

Das PKW Gebrauchtwagengeschäft gestaltete sich im Geschäftsjahr 2023 sehr schwierig. Die Absatzzahlen waren leicht rückläufig. Es herrschte nach wie vor eine starke Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Wie schon im Vorjahr war es schwierig, gute Fahrzeuge zu am Markt durchsetzbaren Preisen zu erwerben. Der Wareneinsatz stieg nochmal um 4 % im Vergleich zum Jahr 2022. Bei nahezu gleichgeblieben Gemeinkosten ist dies die Hauptursache für das stark gesunkene Betriebsergebnis.

Transporter Neu- und Vorführwagenverkauf

Die Sparte Transporter Neu- und Vorführwagenverkauf hatte im Jahr 2023 mit starken Absatzproblemen zu kämpfen. Es wurden 153 Fahrzeuge weniger geliefert als im Jahr zuvor. Hier konnten die Herstellerziele nicht erfüllt werden und es wurde keine Leistungsprovision vom Hersteller gezahlt. Insgesamt fehlt uns aus diesen Gründen ein Umsatzvolumen von 1,3 Mio. EUR. Daraus ergibt sich der Rückgang im Net Revenue um 6% sowie der Rückgang des ICP um insgesamt 34%. Auch hier gab es eine starke Kaufzurückhaltung der meist gewerblichen Kunden, da unsere Auftraggeber mit hohen Energiekosten und teilweisen rückläufigem Auftragsvolumen zu kämpfen hatten. Der Wareneinsatz ist auch in diesem Bereich um 2 % gestiegen.

Verkauf Gebrauchtwagen Nutzfahrzeuge

In dieser Sparte werden vorwiegend Gebrauchte Transporter veräußert. Das LKW Gebrauchtwagengeschäft wird nicht aktiv betrieben, da hier das Gebrauchtwagen Nutzfahrzeug Center der AG den Vertrieb der Fahrzeugrückläufe tätigt. Im Geschäftsjahr 2023 konnten wir in diesem Bereich unseren Absatz um fast 21 % steigern. Dies schlug im Net Revenue mit einer Steigerung von 24 % zu Buche. Den ICP konnten wir von 1.314 Mio. EUR auf 1.444 Mio. EUR steigern.

LKW Neu- und Vorführwagenverkauf

Auch in diesem Jahr konnten wir in dieser Sparte einen deutlichen Zuwachs im Bereich Net Revenue verzeichnen. Wir konnten 215 neue LKW an Kunden liefern, dass sind 45 Fahrzeuge mehr als im Vorjahr, was einer Steigerung von 26 % entspricht. Die Herstellerziele wurden auf Grund der großen Lieferschwierigkeiten für alle Händler auf 100% gesetzt und somit wurde die vereinbarte Leistungsprovision vom Hersteller gezahlt. Der ICP konnte von 238 T€ im Jahr 2022 auf 739 T€ gesteigert werden.

Werkstatt

Wie auch in den vergangenen Jahren ist der Werkstattbereich im Verbund mit Teile/Zubehör unsere verlässlichste Säule für unser positives Betriebsergebnis. Mit ca. 12.000 mehr verkauften Arbeitswerten bewegten wir uns leicht über Vorjahresniveau. Die Personalsituation war in den einzelnen Centern auch im letzten Jahr durch hohe Krankenstände angespannt. Durch die AW-Preisanpassung konnte ein Umsatzplus von 11 % generiert werden. Trotz gestiegener Energie- und auch Dienstleistungskosten, konnten wir auch im ICP eine Steigerung von 10 % verzeichnen.

Teile/Zubehör

Der Teile-/Zubehörbereich konnte auch in diesem Jahr sein bereits hohes Umsatzniveau von den Vorjahren nochmal um 6 % steigern. Durch die leicht gesunkenen Wareneinsatzkosten konnten wir im ICP eine Steigerung von 4,9 % im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaften. Die Bonusziele vom Hersteller wurden erreicht. Aus Rentabilitätsgründen haben wir unseren Vertriebskanal über ebay/Amazon zur Mitte des Jahres 2023 eingestellt. Hier fehlt uns ein Umsatzvolumen von ca. 50 T€. Es wurde über das gesamte Geschäftsjahr hinweg eine permanente Inventur durchgeführt.

Vermietung CharterWay / VanRental / MB Rent

In der LKW Vermietung CharterWay gab es einen Umsatzrückgang von 10 %. Im Transporterbereich VanRental haben wir uns auf Vorjahresniveau bewegt. Neu hinzugekommen ist die PKW Vermietung MB Rent. Hiermit sind wir im vierten Quartal gestartet. Insgesamt konnten wir im Vermietgeschäft den ICP um 4,9 % steigern.

2.4 Finanzlage

Die Erstellung eines täglichen Liquiditätsstatus konnte wesentlich dazu beitragen, den eingeräumten Kontokorrentkredit nur vereinzelt in Anspruch nehmen zu müssen. Des Weiteren wurden alle skontierungsfähigen Kreditorenrechnungen innerhalb der Frist bezahlt, um eine optimale Ausschöpfung zu erlangen. Zum Bilanzstichtag waren Fahrzeugbestände von 4,8 Mio. EUR finanziert. Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt in der Lage den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Ermittlung eines vereinfachten "Cash Flows":

Jahreseraebnis
+ Abschreibungen auf AV
Cash Flow (in EUR) = + Abschreibungen auf UV
+ Zuführungen langfristiger Rückstellungen
- Auflösungen langfristiger Rückstellungen
2023 2022
Jahresergebnis EUR 3.642.138,96 3.830.612,85
+ Abschreibungen auf AV EUR 1.482.026,41 1.597.113,04
+ Abschreibungen auf UV EUR 2.031.712,34 1.574.372,78
+ Abschreibungen auf Finanzanlagen EUR 0,00 0,00
+ Zuführungen langfristiger Rückstellungen EUR 0,00 272.440,82
- Auflösungen langfristiger Rückstellungen EUR 4.520,28 272.676,02
Cash Flow EUR 7.151.357,43 7.001.863,47

1 Soweit über die üblichen Abschreibungen hinaus

Liquidität III. Grades

Liquidität III. Grades = Umlaufvermögen / kurzfristige Verbindlichkeiten * 100

31.12.2023 31.12.2022
(EUR) (EUR)
Umlaufvermögen 28.981.451,30 28.194.291,57
- Rückdeckungsversicherung 0,00 0,00
+ Bestand
Vorführwagen 6.283.159,24 8.532.962,95
35.264.610,54 36.727.254,52
kurzfristige Verbindlichkeiten 16.479.538,08 19.587.442,71
= Liquidität III. Grades (%) 213,99% 187,50%

Der von der Daimler AG vorgegebene Richtwert dieser Kennzahl beträgt 90 %. Nach allgemeinen betriebswirtschaftlichen Regeln sollte dieser Wert mindestens 120 % betragen. Beide Sollwerte werden sowohl im Vorjahr als auch im Berichtszeitraum deutlich überschritten.

In die Berechnung dieser Kennzahl wurde der Bestand an Vorführwagen mit einbezogen, da er, wie das Umlaufvermögen, kurzfristig veräußerbar ist.

Bei der Deutschen Bank bestehen zugesagte, aber nicht ausgenutzt Kreditlinien in Höhe von 0,5 Mio. EUR.

2.5 Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 Abweichung
EUR EUR EUR %
AKTIVA
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 56.576 85.826 -29.250 -34,1
II. Sachanlagen 11.859.327 14.198.651 -2.339.324 -16,5
III. Finanzanlagen 1.036.415 1.036.415 0 0,0
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 16.480.410 17.957.585 -1.477.175 -8,2
II. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände 11.129.588 9.808.585 1.321.003 13,5
III. Flüssige Mittel 1.371.454 428.122 943.332 220,3
C. Aktive latente Steuern 10.123 23.007 -12.884 -56,0
41.943.893 43.538.191 -1.594.298 -3,7
31.12.2023 31.12.2022 Abweichung
EUR EUR EUR %
PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.100.000 2.100.000 0 0,0
II. Rücklagen 218.828 218.828 0 0,0
III. Bilanzgewinn 19.719.726 17.860.663 1.859.063 10,4
Eigenkapital gesamt 22.038.554 20.179.491 1.859.063 9,2
B. Rückstellungen 2.618.307 2.757.595 -139.288 -5,1
C. Verbindlichkeiten 17.287.032 20.601.105 -3.314.073 -16,1
41.943.893 43.538.191 -1.594.298 -3,7

Eigenkapitalkoeffizient

EKK Eigenkapitalkoeffizient = Eigenkapital / Fremdkapital (Bilanzsumme ./. Eigenkapital) * 100

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Eigenkapital 22.038.553,50 20.179.490,63
Fremdkapital 19.905.339,17 23.358.700,02
= Eigenkapitalkoeffizient (%) 110,72% 86,39%

Der von der Daimler AG vorgegebene Wert für diese Kennzahl liegt bei 5 % und wird sowohl im Vorjahr als auch im Berichtszeitraum deutlich überschritten.

Gesamtkapitalrentabilität

Gesamtkapitalrendite GKR = Jahresergebnis + Zinsaufwand - Zinsertrag / Gesamtkapital * 100

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Jahresergebnis 3.642.138,96 3.830.612,85
+ Zinsaufwand 335.805,75 159.027,75
Zinsertrag -62.901,51 -43.112,01
3.915.043,20 3.946.528,59
Gesamtkapital 41.943.892,67 43.538.190,65
= GKR (%) 9,33% 9,06%

Der Richtwert für diese Kennzahl wurde von der Daimler AG auf 5 % festgelegt und konnte im Berichtsjahr und im Vorjahr erreicht werden.

Dynamischer

(Schuldentilgungsdauer)

Verschuldungsgrad

Fremdkapital
- monetäres Umlaufvermögen
DVG = Jahresergebnis
+ Abschreibungen
+/- Saldo Zuführung/Auflösung langfr. Rückstellungen
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Fremdkapital 19.905.339,17 23.358.700,02
+ 1/2 Sonderposten mit Rücklageanteil lfd. Jahr 0,00 0,00
- monetäres
Umlaufvermögen -1.371.453,52 -428.121,81
18.533.885,65 22.930.578,21
Jahresergebnis 3.642.138,96 3.830.612,85
+ Abschreibungen Anlagevermögen 1.482.026,41 1.597.113,04
+ Abschreibungen Umlaufvermögen 2.031.712,34 1.574.372,78
+/- Saldo Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 0,00
+/- Saldo Zuführung bzw. Auflösung langfristiger Rückstellungen -4.520,28 -235,20
= CASH FLOW 7.151.357,43 7.001.863,47
(in = DVG Jahren) 2,59 3,27

Die durchschnittliche Schuldentilgungsdauer in Jahren unterschreitet den Richtwert der Daimler AG von 15 Jahren deutlich.

Die Finanz- und Vermögenslage ist verdichtend als sehr zufriedenstellend zu beurteilen.

3. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft unterhält an den nachfolgenden Orten jeweils eine Zweigniederlassung:

 

Stavenhagen (Vertrieb & Service)

 

Parchim (Vertrieb & Service)

 

Waren (Vertrieb & Service)

 

Neubrandenburg (Vertrieb & Service)

 

Geesthacht (Vertrieb & Service)

 

Stralsund (nur Vertrieb)

 

Greifswald (nur Vertrieb)

 

Ribnitz-Damgarten (nur Vertrieb)

Die Zweigniederlassungen bieten ein Produktportfolio von Verkauf, Service PKW, Service Nutzfahrzeuge sowie Teile- und Zubehörvertrieb an. Die bedeutendsten Zweigniederlassungen sind Stavenhagen, Parchim, Waren, Neubrandenburg und Geesthacht.

4. Prognosebericht

Die Folgen der weltweiten Kriege wirken sich kurz- und mittelfristig auf die deutsche Wirtschaft aus. Das Ausmaß dieser Auswirkungen für das Jahr 2024 hängt maßgeblich auch davon ab, wie sich die Rohstoffpreise - und damit die Inflationsrate - die Lieferengpässe bei Rohmaterialien und Vorprodukten sowie die generellen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten entwickeln. Stark gestiegene Energiekosten und eine reduzierte Kaufkraft aufgrund der hohen Inflationsrate sind spürbar, verunsichern Kunden und lassen einen Fahrzeugwechsel hinauszögern.

Wir erwarten derzeit, dass Umsatzerlöse, insbesondere wegen der Kaufzurückhaltung, und Jahresüberschuss der Brinkmann GmbH im Geschäftsjahr 2024 leicht unter dem Vorjahresniveau liegen werden.

Die in den vergangenen Jahren festgelegten Haupthandlungsfelder stehen weiterhin im Fokus und die Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Digitalisierung und Kostendruck sind im ständigen Blick und in der Weiterentwicklung. Weltwirtschaftliche und politische Entwicklungen erfordern eine ständige Anpassung des operativen Geschäftes.

Ein besonderes Augenmerk ist auf die Strom- und Gaspreise zu legen, da diese enorm gestiegen sind. Hier wird ein Konzept der Eigenversorgung angestrebt, um die Kosten kalkulierbar zu halten.

Die Einkaufsabteilung legt alle Einkaufspreise für alle Fahrzeuge zentral fest und sichert somit einen einheitlichen Standard.

Das SparDepot ist weiterhin ein wichtiger Baustein, um die Kunden langfristig zu binden und wird weiter aktiv vermarktet. Bei allen connect-me-fähigen Fahrzeugen wird unsere Firma als Heimatwerkstatt hinterlegt, um zukünftig mit dem Kunden auch über diesen Weg kommunizieren zu können.

Alle Unfallschäden werden über Schadenspartner24 abgewickelt, um hier einen einheitlichen Standard zu erlangen und den Kunden im Schadensfall schnell unterstützen zu können.

Die Weiterentwicklung der Marketingabteilung zur professionellen Werbeagentur ist ein weiterer wichtiger Meilenstein zur Verbesserung der Onlinepräsenz und zur weiteren Kundenbindung für das Angebot über das Fahrzeug hinaus.

Die Digitalisierung wird im Jahr 2024 den nächsten Schritt mit der Einführung eines elektronischen Bots zur Unterstützung bei der Auftragsvorbereitung gehen, um hier Standardaufgaben vom Computer durchführen zu lassen, damit die Servicemitarbeiter und -innen mehr Zeit für den Kunden haben.

Wir streben ein weiteres Wachstum mit den vorhandenen Marken in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein an. Dabei sollen weitere Synergien und Potenziale genutzt werden.

Die im Chancen- und Risikobericht aufgeführten Themenbereiche werden alle durchgehend weiter ausgebaut, wodurch eine stabile betriebswirtschaftliche Entwicklung zu erwarten ist.

5. Chancen- und Risikobericht

Wir sehen Chancen für das Geschäftsjahr 2024 insbesondere in folgenden Bereichen:

1.

Unsere Gebrauchtwagen-Prozesse wollen wir weiter professionalisieren und den freien Zukauf von jungen Gebrauchtwagen aller Marken zu forcieren.

2.

Wir bauen unsere Spardepotstrategie zur Rückgewinnung und Bindung von Werkstattkunden mit Fahrzeugen älter drei Jahre weiter aktiv aus.

3.

Die Personalentwicklung und die Qualifizierungsoffensive der Mitarbeiter werden weiter vorangetrieben.

4.

EDV-Ausbau der IT-Infrastruktur und weitere Umsetzung der Digitalisierung im Autohaus.

5.

Optimierung und Weiterentwicklung der digitalen Verkaufs- und Serviceabwicklung

6.

Ausbau der Digitalisierung in allen Sparten

7.

Anschaffung von neuer Technik für die Marketingabteilung zum weiteren Ausbau einer Werbeagentur

8.

Weiterhin Fokus in der Ausbildung in allen Sparten

Neben den Störungen in den Lieferketten stellen auch Engpässe bei Halbleitern und anderen wichtigen industriellen Vorprodukten Unsicherheiten dar. Auch anhaltend hohe oder sogar weiter steigende Energie- und Rohstoffpreise können Einfluss auf unser Unternehmen haben. Hohe Energiepreise stellen neben anderen Faktoren einen wesentlichen Treiber der zuletzt außergewöhnlich stark gestiegenen Inflationsraten dar. Sollte die Inflation im Jahresverlauf deutlich höher bleiben als momentan erwartet, könnten der Privatkonsum, das Wirtschaftswachstum und die Automobilnachfrage darunter leiden. Zudem könnten sich wichtige Notenbanken durch diese Entwicklung zu übermäßigen Zinserhöhungen gezwungen sehen, was Turbulenzen an den Finanzmärkten, eine geringere Konsumnachfrage, Zurückhaltung bei den Unternehmensinvestitionen und insgesamt eine schwächere wirtschaftliche Entwicklung zur Folge haben könnte.

Die Brinkmann GmbH ist als Unternehmen (Handels- und Dienstleistungsunternehmen) einer Vielzahl von möglichen Risiken ausgesetzt. Um die Risiken rechtzeitig zu erkennen, wurde das Berichtswesen komplett modifiziert. Des Weiteren werden jährliche Innenrevisionen und Auditierungen im Zuge der ISO-Zertifizierung DIN EN ISO 9001:2000 durchgeführt.

Es werden monatlich detaillierte Auswertungen erstellt, in denen ein Soll-Ist-Abgleich für das Gesamtunternehmen und jede Sparte dargestellt ist. Bei Abweichung wird eine Detailanalyse mit Maßnahmenplan in der gesamten Geschäftsleitung erarbeitet und dann umgesetzt.

Die Automobilindustrie unterliegt weltweit einer umfassenden staatlichen Regulierung. Gesetzliche und politische Rahmenbedingungen haben einen nicht unerheblichen Einfluss auf den künftigen Geschäftserfolg der Brinkmann GmbH. Dabei spielen insbesondere Emissions-, Verbrauchs-, Sicherheits- und Zertifizierungsbestimmungen sowie Zollprozeduren für Fahrzeuge und Steuern im Zusammenhang mit dem Verkauf oder Einkauf von Fahrzeugen oder Fahrzeugteilen eine wichtige Rolle. Die Brinkmann GmbH begegnet diesem Risiko mit der Transformation hin zur Elektromobilität und der damit zusammenhängenden Neuausrichtung der Produkte, die vom Mercedes-Benz Konzern entwickelt und vorgegeben werden. Gleichzeitig bietet die staatliche Regulierung auch die Chance, dass Verbraucher vermehrt neue, teure elektrobetriebene Fahrzeuge erwerben.

Aus den weltweiten Kriegen können sich weitreichende Risiken ergeben. Kriege, Krisen und politische Instabilität wirken sich negativ auf die Absatzentwicklung, die Produktionsabläufe sowie die Einkaufs- und Logistikprozesse aus, beispielsweise durch Unterbrechungen in den Lieferketten und der Energiebelieferung oder Engpasssituationen bei Bauteilen sowie Rohstoffen und Vorprodukten. Auch höhere Cyberrisiken können nicht ausgeschlossen werden.

6. Internes Kontrollsystem und Risikomanagement

Die Lieferanten unterliegen einer jährlichen Überprüfung. Diese Überprüfung ist an verschiedene Kriterien (z. B. Qualität, Zuverlässigkeit usw.) gebunden. Die Lieferantenbewertungen befinden sich im Qualitätsmanagementsystem und werden jährlich durch interne und externe Audits überwacht.

Die Gebrauchtwagenbestände werden bei der Herstellerbank von Mercedes-Benz nach Bedarf finanziert. Durch diese flexible Handlungsweise ist sichergestellt, auf aktuelle Marktbedingungen (Zukauf attraktiver Ware) sofort reagieren zu können.

Es wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Im Jahr 2023 waren im Durchschnitt 414 Mitarbeiter beschäftigt, davon 70 Auszubildende. Es erfolgt eine konsequente Aus- und Weiterbildung aller Mitarbeiter. Viele Mitarbeiter erhalten einen steuerfreien Kindergartenzuschuss, wodurch die Bindung an das Unternehmen erhöht wird.

Es bestehen feste Entsorgungsverträge. Die Überprüfung der Prozesse im Umweltschutz wird im Rahmen der Zertifizierung Service mit Stern und DIN EN ISO 9001:2000 durchgeführt.

 

Güstrow, den 21. Juni 2024

Knut Brinkmann, Geschäftsführer

Maik Osterloh, Geschäftsführer

Graf Friedrich von Wengersky, Geschäftsführer

Bernd Blum, Geschäftsführer

BILANZ zum 31.12.2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.576,00 85.826,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.729.918,15 3.917.195,15
2. technische Anlagen und Maschinen 15.551,00 17.308,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.092.914,24 10.264.147,95
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20,944,00 0,00
11.859.327,39 14.198.651,10
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.036.414,98 1.036.414,98
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 16.480.410,06 17.957.585,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.463.087,60 6.964.651,69
- davon gegen Gesellschafter EUR 23.609,22 (Vj: EUR 56.352,30)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.193.976,09 1.142.369,59
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 700.000,00 (Vj: EUR 700.000,00)
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.472.524,03 1.701.563,22
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 6.261,01 (Vj: EUR 7.954,01)
11.129.587,72 27.766.169,76
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.371.453,52 428.121,81
C. Aktive latente Steuern 10.123,00 23.007,00
41.943.892,67 43.538.190,65

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.100.000,00 2.100.000,00
II. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 218.827,70 218.827,70
III. Bilanzgewinn 19.719.725,80 17.860.662,93
davon Gewinnvortrag EUR 17.860.662,93 (Vj: EUR 16.304.264,88)
22.038.553,50 20.179.490,63
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0.00 4.520,28
2. Steuerrückstellungen 110.974,38 193.335,38
3. sonstige Rückstellungen 2.507.332,61 2.559.739,48
2.618.306,99 2.757.595,14
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.833.399,04 4.786.846,69
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 5.025.904,94 (Vj: EUR 3.773.184,52)
davon mit einer Restlaufreit von mehr als einem Jahr EUR 807.494,10 (Vj: EUR 1.013.662,17)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 777.053,29 648.847,74
- davon mit einer Restlaufreit bis zu einem Jahr EUR 777.053,29 (Vj: EUR 648.847,74)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.628.233,32 6.787.993,69
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 3.628.233,32 (Vj: EUR 6.787.993,69)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 218.136,49 367.662,85
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 218.136,49 (Vj: EUR 367.662,85)
5. sonstige Verbindlichkeiten 6.830.210,04 8.009.753,91
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 28.099,46 (Vj: EUR 49.022,84)
- davon aus Steuern EUR 672.186,69 (Vj: EUR 379.067,78) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 3.080,15 (Vj: EUR 6.858,85)
- davon mit einer Restlaufreit bis zu einem Jahr EUR 6.830.210,04 (Vj: EUR 8.009.753,91)
17.287.032,18 20.601.104,88
41.943.892,67 43.538.190,65

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 104.782.447,03 98.093.060,90
2. sonstige betriebliche Erträge 1.928.865,07 2.134.326,48
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 63.846.185,82 59.645.686,33
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.725.088,26 1.895.507,54
65.571.274,08 61.541.193,87
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 16.391.875,81 15.238.005,02
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.920.923,65 3.562.476,66
- davon für Altersversorgung EUR 36.964,04 (Vj: EUR 36.964,04)
20.312.799,46 18.800.481,68
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.482.026,41 1.597.113,04
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 2.031.712,34 1.574.372,78
3.513.738,75 3.171.485,82
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 11.784.778,24 11.319.283,40
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00)
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 69.357,00 188.649,50
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 69.357,00 (Vj: EUR 188.649,50)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 62.901,51 43.112,01
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 42.416,67 (Vj: EUR 18.175,91)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 335.805,75 159.027,75
- davon an verbundene Unternehmen EUR 15.987,50 (Vj: EUR 5.838,89)
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 3,00 (Vj: EUR 5.723,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.615.129,72 1.523.187,41
- davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern EUR 12.884,00 (Vj: EUR 5.855,00)
11. Ergebnis nach Steuern 3.710.044,61 3.944.488,96
12. sonstige Steuern 67.905,65 113.876,11
13. Jahresüberschuss 3.642.138,96 3.830.612,85
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 17.860.662,93 16.304.264,88
15. Ausschüttung 1.783.076,09 2.274.214,80
16. Bilanzgewinn 19.719.725,80 17.860.662,93

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Firma Brinkmann GmbH mit Sitz in Güstrow, eingetragen unter der Registernummer HRB 3609 im Handelsregister des Amtsgerichts Rostock, wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Regelungen waren die Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung, wurde gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1-3 HGB auf.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

2. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und unter Berücksichtigung des tatsächlichen Nutzungsverlaufs linear und degressiv vorgenommen.

Zugänge an Sachanlagen, deren Anschaffungskosten EUR 250,00 aber nicht EUR 800,00 übersteigen, wurden im Jahr der Anschaffung gem. § 252 Abs. 2 HGB (Wesentlichkeit) voll abgeschrieben. Zugänge bis EUR 250,00 werden direkt als Aufwand erfasst.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird daneben durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Der Ansatz der Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfolgte zum Nennwert. Auch die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Aufgrund von Abweichungen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen ergab sich ein aktiver Überhang latenter Steuern, für den nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB ein Aktivposten angesetzt wurde. Der Ansatz erfolgte saldiert mit einem individuell ermittelten Steuersatz in Höhe von 29,50 %. Folgende Sachverhalte führten zur Bildung der aktiven latenten Steuern:

Unterschiedliche Bewertung von sonstigen Rückstellungen sowie von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen.

Bildung eines aktiven Rechnungsabgrenzungspostens in der Steuerbilanz nach § 4e Abs. 3 EStG

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum Vorjahresstichtag erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Die biometrischen Annahmen bildeten die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Die errechnete Verpflichtung wurde mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 10 Jahre abgezinst (1,78 %), der sich für eine Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag zum Ansatz dieser Rückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahr (1,44 %) betrug EUR 29.252,00. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0,00 % und erwartete Rentensteigerungen mit 2,00 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,00 % berücksichtigt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die im Vorjahresabschluss noch bilanzierten Pensionsansprüche und Rückdeckungsansprüche des Anspruchsberechtigten abgegolten.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Der Überhang der aktiven latenten Steuern wird in der Bilanz angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern der Tageswert über dem Erfüllungsbetrag lag, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

3. Bilanzerläuterungen

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus nachfolgendem Anlagengitter hervor:

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
A. Anlagevermögen 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.187.619,39 5.745,60 0,00 0,00 1.193.364,99
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.187.619,39 5.745,60 0,00 0,00 1.193.364,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.537.775,29 8.564,54 0,00 0,00 6.546.339,83
2. technische Anlagen und Maschinen 247.606,99 0,00 0,00 0,00 247.606,99
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.688.121,26 10.452.678,48 -20.944,00 -12.335.288,78 16.784.566,96
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 20.944,00 0,00 20.944,00
25.473.503,54 10.461.243,02 0,00 -12.335.288,78 23.599.457,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.036.414,98 0,00 0,00 0,00 1.036.414,98
1.036.414,98 0,00 0,00 0,00 1.036.414,98
27.697.537,91 10.466.988,62 0,00 -12.335.288,78 25.829.237,75
Kumulierte Abschreibungen
A. Anlagevermögen 01.01.2023 Abschreibungen Ifd. Jahr Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -1.101.793,39 -34.995,60 0,00 0,00 -1.136.788,99
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
-1.101.793,39 -34.995,60 0,00 0,00 -1.136.788,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -2.620.580,14 -195.841,54 0,00 0,00 -2.816.421,68
2. technische Anlagen und Maschinen -230.298,99 -1.757,00 0,00 -232.055,99
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -8.423.973,31 -1.249.432,27 0,00 981.752,86 -8.691.652,72
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
-11.274.852,44 -1.447.030,81 0,00 981.752,86 -11.740.130,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
-12.376.645,83 -1.482.026,41 0,00 981.752,86 -12.876.919,38
Buchw erte
A. Anlagevermögen Zuschreibungen lfd. Jahr 01.01.2023 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 85.826,00 56.576,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
0,00 85.826,00 56.576,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.917.195,15 3.729.918,15
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 17.308,00 15.551,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 10.264.147,95 8.092.914,24
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 20.944,00
0,00 14.198.651,10 11.859.327,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.036.414,98 1.036.414,98
0,00 1.036.414,98 1.036.414,98
0,00 15.320.892,08 12.952.318,37

Angaben zu Beteiligungsverhältnissen

Die Gesellschaft ist an den nachfolgenden Gesellschaften i. S. d. §271 Abs. 1 HGB beteiligt (§ 285 Nr. 11 HGB):

a)

BrinkmannOsterloh GmbH, Güstrow

Die Brinkmann GmbH hält 100 % des EUR 25.564,59 umfassenden Stammkapitals. Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2023 beträgt EUR 1.306.535,89 bei einem Jahresüberschuss von EUR 165.910,47.

b)

CITY-CAR Autovermietung GmbH, Neubrandenburg

Die Brinkmann GmbH hält einen Anteil von 51 % des EUR 100.000,00 umfassenden Stammkapitals. Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2023 beträgt EUR 3.297.815,29 bei einem Jahresfehlbetrag von EUR -208.454,07.

Die Vorräte bestehen im Wesentlichen aus Handelswaren. Die Gesellschaft nahm im Berichtsjahr Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.032 vor, um die Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren Marktpreis anzusetzen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen zu EUR 193.976,09 (Vj. EUR 142.369,59) aus Liefer- und Leistungsbeziehungen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00).

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zum Vorjahresstichtag:

EUR
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 61.355,10
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 127.711,00
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 126.018,00
Verrechnete Aufwendungen 4.895,00
Verrechnete Erträge 5.767,08

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB betrug im Vorjahr 29.252,00 EUR.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für die folgenden ungewissen Verbindlichkeiten gebildet:

in TEUR
Provisionen, Tantieme 1.952,6
Aufbewahrung 244,2
Urlaub 201,2
Jahresabschluss einschließlich Prüfung 45,0
Rechts- u. Beratungskosten 13,7
Risikobudget 7,4
Zinsen 3,7
Sonstiges 39,5
2.507,3

Verbindlichkeitenspiegel

Stand Restlaufzeit
31.12.2023 bis 1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre Besicherung
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.833.399,04 5.025.904,94 807.494,10 0,00 Bankbürgschaft, Eigentumsvorbehalt
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 777.053,29 777.053,29 0,00 0,00 ./.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.628.233,32 3.628.233,32 0,00 0,00 Eigentumsvorbehalt
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 218.136,49 218.136,49 0,00 0,00 ./.
Sonstige Verbindlichkeiten 6.830.210,04 6.830.210,04 0,00 0,00 ./.
17.287.032,18 16.479.538,08 807.494,10 0,00

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte und ähnliche Rechte besichert sind, beträgt im Berichtsjahr EUR 9.461.632,36.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 218.136,49 (Vj. EUR 367.662,85). In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 11.381,21 (Vj. EUR 8.294,80) enthalten.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 104.782.447,03 beinhalten Umsätze aus der Vermittlung von Neuwagen und dem Verkauf von Gebrauchtwagen sowie Serviceumsätze. Von den Umsätzen wurden EUR 2.889.503,00 innerhalb des europäischen Gemeinschaftsgebietes sowie EUR 352.483,00 im Drittland erzielt. Die übrigen Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt.

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Bereiche etwa wie folgt:

%
Verkauf Neuwagen 9,0
Verkauf Gebrauchtwagen 54,0
Serviceumsätze 35,0
Vermietung Charterway 2,0
100,00

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagevermögen (Vorführwagen) in Höhe von EUR 1.418.661,54 sowie sonstige periodenfremde Erträge von EUR 59.087,22. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind auch Versicherungsentschädigungen von EUR 269.006,89 und Investitionszuschüsse von EUR 123.250,00 ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verluste aus Anlagenabgängen von EUR 656,85 sowie sonstige periodenfremde Aufwendungen von EUR 5.542,92.

5. Sonstige Pflichtangaben

Es bestehen die nachfolgenden finanziellen Verpflichtungen:

TEUR
Jährliche Zahlungsverpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 2.731
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1.712

Die Zahlungsverpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus gewerblichen Mietverhältnissen mit gesetzlicher Kündigungsfrist.

Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch nachfolgend aufgeführte Personen:

 

Herr Knut Brinkmann, Automobilkaufmann, Mühl-Rosin

 

Herr Maik Osterloh, Kaufmann, Mühl-Rosin

 

Herr Bernd Blum, Kaufmann, Parchim

 

Herr Friedrich-Wilhelm Graf von Wengersky, Dipl.-Kaufmann, Lippstadt

Die Geschäftsführer Knut Brinkmann, Maik Osterloh und Friedrich-Wilhelm Graf von Wengersky sind einzelvertretungsberechtigt und von den einschränkenden Bestimmungen des § 181 BGB befreit. Der Geschäftsführer Bernd Blum vertritt die Gesellschaft gemeinschaftlich mit einem Geschäftsführer oder Prokuristen.

Die von der Gesellschaft im Berichtsjahr gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführer betrugen TEUR 852.

Vorschüsse und Kredite wurden im Geschäftsjahr 2023 an diesen Personenkreis nicht gezahlt.

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl entwickelte sich wie folgt:

2023 2022
Lohnempfänger 104 106
Angestellte 201 198
305 304
Geringfügig Beschäftigte 39 37
Gesamt 344 341
Auszubildende 70 72
414 413

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Brinkmann u. Osterloh GmbH & Co. KG mit Sitz in Güstrow, deren Konzernabschluss im elektronischen Unternehmensregister unter der Internetadresse http://www.unternehmensregister.de nach erfolgter Offenlegung eingesehen werden kann.

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss Brinkmann u. Osterloh GmbH & Co. KG, Güstrow, einbezogen wird.

Der nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrte Betrag beträgt EUR 10.123,00 und resultiert zu 100 % aus der Aktivierung latenter Steuererstattungsansprüche.

Zum Jahresende bestand kein Wechselobligo. Bürgschaftsverpflichtungen bestanden zugunsten verbundener Unternehmen in Höhe von TEUR 150 sowie zugunsten von Gesellschaftern bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 4.610. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als äußerst gering eingeschätzt, da die Hauptschuldner über ausreichend liquide Mittel verfügen. Des Weiteren bestehen im Berichtsjahr Bürgschaftsverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 3.000 zugunsten eines weiteren Unternehmens.

Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen und wesentlich sind.

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Die Geschäftsführung hat der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, das mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr aufgelaufene Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Güstrow, den 21. Juni 2024

Knut Brinkmann, Geschäftsführer

Maik Osterloh, Geschäftsführer

Bernd Blum, Geschäftsführer

Friedrich-Wilhelm Graf von Wengersky, Geschäftsführer

Sonstige Angaben

Der Jahresabschluss wurde am 2. Juli 2024 festgestellt. Es wurde beschlossen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Brinkmann GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Brinkmann GmbH, Güstrow - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Brinkmann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir nicht in die inhaltliche Prüfung einbezogen.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf die in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten, nicht in die inhaltliche Prüfung einbezogenen Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten Bestandteile des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Nicht in die inhaltliche Prüfung einbezogene Bestandteile des Lageberichts

Die nachfolgend aufgeführten lageberichtsfremden Angaben, die zu den "Sonstigen Informationen" zählen, haben wir nicht inhaltlich geprüft. Lageberichtsfremde Angaben im Lagebericht sind Angaben, die nicht nach §§ 289, 289a HGB bzw. nach §§ 289b bis 289f HGB vorgeschrieben sind:

 

"Die Investition in das Personal ist trotz der schwierigen Rahmenbedingungen, wie in der Strategie vorgesehen, weiter vorangetrieben worden. Alle Pflichtlehrgänge sind überwiegend online durchgeführt worden. Eine weitere Mitarbeitergruppe konnte die Lehrgangsreihe "Fit for Leadership" beginnen. 46 neue Auszubildende konnten im Geschäftsjahr begrüßt werden und sind erneut ein wichtiger Baustein in der Personalstrategie. Eine Strategietagung mit der gesamten und erweiterten Geschäftsleitung wurde durchgeführt. In den Kundenzufriedenheitsumfragen konnten wieder gute Ergebnisse erzielt werden. Alle Geschäftsführer und Geschäftsleitungsmitglieder sind durch Leitung der Sparten und Standorte in das operative Tagesgeschäft involviert (aus dem Abschnitt "2.2 Geschäftsverlauf").

 

Hamburg, 21. Juni 2024

SME Treuhand und Beratung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Wagner, Wirtschaftsprüfer

Dr. Fischbach, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

5 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.