Schabmüller GmbH
Industriestraße 8, 92334 Berching, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Haag seit 21.10.2015 | Geschäftsführer |
Frederico Gatti seit 14.8.2012 | Geschäftsführer |
Giannino Zanichelli seit 14.8.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Zapi S.p.A. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schabmüller GmbHBerching OT SollngriesbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft Die Schabmüller GmbH (im Folgenden Schabmüller) ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Zapi S.p.A. Gegenstand der Gesellschaft ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Komponenten für Arbeitsfahrzeuge. Die Produktpalette der Gesellschaft umfasst vor allem Wechsel- und Gleichstrommotoren in verschiedenen Ausführungen. 2. Geschäft und Rahmenbedingungen 2.1 Marktentwicklung Gesamtwirtschaftliches Umfeld Trotz höherer BIP-Zuwächse in den USA und China verzeichnete die Weltwirtschaft im Jahr 2023 ein schwächeres Wachstum als im Vorjahr. Der andauernde Russland-Ukraine-Krieg, steigende Zinsen, Rezessionsängste und die jüngste Eskalation im Nahostkonflikt prägten das weltweite Wirtschaftsgeschehen. Insbesondere in der Eurozone führte dies zu einem erheblich geringeren Anstieg der Wirtschaftsleistung im Berichtsjahr. Die Eurozone wies im Berichtsjahr ebenfalls einen BIP-Zuwachs von 0,5 Prozent auf, nachdem das BIP dort im Vorjahr mit 3,4 Prozent spürbar besser war. Die exportorientierte deutsche Wirtschaft schrumpfte um 0,3 Prozent nach einem Zuwachs von 1,8 % im Jahr 2022. Die Konjunktur in Frankreich verzeichnete nach einem Anstieg der Wirtschaftsleistung 2022 um 2,5 Prozent eine Abschwächung auf ein Wachstum von 0,8 Prozent im Berichtsjahr. Ähnlich zu dieser Entwicklung verhielt sich die Wirtschaft Großbritanniens und Italiens. Der BIP-Zuwachs lag 2023 in diesen beiden Ländern bei 0,5 Prozent bzw. 0,7 Prozent (2022: 3,7 Prozent bzw. 4,3 Prozent). Wachstum des Bruttoinlandsprodukts ausgewählter Wirtschaftsregionen (Angaben in % gegenüber Vorjahr)
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Schätzungen Stand Januar 2024 mit aktualisierten Vorjahreszahlen) Branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Weltmarkt für Flurförderfahrzeuge ist für Schabmüller ein wesentlicher Indikator für den Geschäftsverlauf. Der Weltmarkt ist gegenüber dem Vorjahr schwächer. Die Bestellzahlen im Neufahrzeuggeschäft verminderten sich insgesamt um 158 Tsd. Einheiten. Marktvolumen Flurförderfahrzeuge in Tsd. Stck.
Quelle: statista: Marktvolumen für Flurförderfahrzeuge nach Region, Abruf am 15.07.2024 Geschäftsentwicklung der Gesellschaft Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren verfolgt das Unternehmen die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT). Im Geschäftsjahr 2023 konnten wir abermals den Vorjahresumsatz übertreffen. Der Umsatz lag ab Jahresbeginn über Niveau des Vorjahres, so dass am Ende ein Plus von 12,8 Mio. (= 8,0 %) zu verzeichnen war. Damit haben wir die Prognose für das Jahr 2023 erreicht. 2023 wurde mit einem Jahresüberschuss von 10.806 T€ (Vorjahr: 7.813 T€) abgeschlossen. Bei einer reduzierten Materialkostenquote und einer leicht verbesserten Personalaufwandsquote fiel der Überschuss höher als im Vorjahr aus. Das EBIT verbesserte sich zum Vorjahr insbesondere wegen der stark gesunkenen Materialkosten und der niedrigeren Frachtraten um 2,3 % auf 8,4 %. Die Prognose des Vorjahres konnte ab September dennoch übertroffen werden. Die Umsatzprognose aus dem Jahr 2022 für 2023 wurde erreicht. (+1,1 Mio. EUR = 0,70 %). Insgesamt konnten weltweit die Umsätze gesteigert werden. In den USA, Italien, Japan, Großbritannien und Österreich registrierten wir deutlich verbesserte Zahlen, während in Schweden und Belgien der Vorjahresumsatz nicht erreicht werden konnte. Die Beschaffungskosten für die von Schabmüller eingesetzten Rohstoffe haben sich auch im Geschäftsjahr 2023 insgesamt deutlich reduziert. Insbesondere bei Elektrostahl sahen wir eine Preisreduktion. Insgesamt waren in nahezu allen Materialgruppen Preissenkungen zu beobachten. Die Vertriebsaufwendungen lagen aufgrund niedrigerer Frachtraten um 16,6 Prozent unter den Vorjahreszahlen. Die Verwaltungskosten stiegen wegen höherer Rechts- und Beratungsaufwendungen sowie IT-Kosten um 43,3 Prozent an In den direkten Bereichen der Produktion konnte die Lohnquote abermals gesenkt werden. Wie in den vergangenen Jahren arbeiten wir ständig an der Verbesserung der Produktivität. Die veränderte Produktstruktur war der wesentliche Grund für die Reduzierung der Quote. Die Volatilität an den Rohstoffmärkten ist für das Unternehmen durchaus von Bedeutung. Die für Schabmüller wichtigen Rohstoffe sind Stahl und Kupfer. Der Verkaufspreis ist bei einem Großteil der Kunden an dem Kupferpreisindex gekoppelt, so dass die Kupferpreissteigerungen kompensiert werden konnten. Mit einigen Kunden konnte ein gemeinsamer Index definiert werden, der die für Schabmüller wichtige Elektroblechpreissituation besser abbildet als der Index der allgemeinen Stahlpreisentwicklung. Die Geschäftsführung ist unter Berücksichtigung der oben dargestellten Effekte mit dem Verlauf des Geschäftsjahres insgesamt zufrieden. 2.3 Personalwesen/ Mitarbeiter Am 31. Dezember 2023 lag die Mitarbeiterzahl inklusive Leiharbeitnehmern bei insgesamt 480 (Vorjahr: 493). Die Ausbildung junger Menschen in gewerblichen und kaufmännischen Berufen sowie in dualen Studiengängen nimmt in unserem Unternehmen einen hohen Stellenwert ein. Insgesamt waren 27 (Vorjahr: 24) Auszubildende und duale Studenten in den Berufen Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik, Feinwerkmechaniker, Fachkraft für Lagerlogistik sowie Wirtschaftsingenieure und Industriekaufleute bei uns beschäftigt. 2.4 Umweltbelange Alle bekannten gesetzlichen Auflagen in Bezug auf Umweltbelange werden erfüllt. Im Jahre 2002 wurde im Zuge der damaligen Akquisition von Schabmüller durch Sauer-Danfoss von unabhängiger Stelle ein Umwelt-Gutachten erstellt, welches weiter unverändert Bestand hat. Weiterhin konnte Schabmüller im zweiten Quartal 2012 das Audit durch externe Prüfer im Rahmen der ISO 14001 erfolgreich abschließen. Das Audit wurde seither regelmäßig erfolgreich erneuert. Alle Anlagen, die z.B. dem Bundesimmissionsschutzgesetz sowie dem Wasserhaushaltsgesetz unterliegen, werden regelmäßig von Sachverständigen geprüft und geforderte Messungen durchgeführt. Des Weiteren wird die Abfallentsorgung nach den Vorgaben des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes durchgeführt. Der Einsatz von gefährlichen Stoffen wird regelmäßig überprüft und wenn erforderlich durch Ersatzstoffe ersetzt. 2.5 Forschung und Entwicklung Entwicklungsprojekte für leistungsdichtere, flüssigkeitsgekühlte Maschinen in Verbindung mit Kundenprojekten wurden weitergeführt. Diese elektrischen Maschinen (Motoren, Generatoren) finden Anwendung in Land- und Baumaschinen, Bussen, Nutzkraftwagen (LKW) sowie Flurförderfahrzeugen. Der Hauptteil der Arbeiten in der Konstruktion entfällt auf Anpassungskonstruktionen auf dem Gebiet der Asynchronmotoren (ASM) für OEM-Kunden im Bereich der Flurförderzeuge. In diesem Bereich wurden die Arbeiten zur Entwicklung einer Permanentmagnetmaschine (PMSM) für Pumpenantriebe abgeschlossen und ein Serienanlauf begleitet. Die Arbeiten an einer Synchron-Reluktanzmaschine (SRIPM) für Traktionsantriebe wurden fortgesetzt. Insgesamt wurden 2023 rund 3.052 T€ (Vorjahr: 3.532 T€) für Forschung und Entwicklung ausgeben. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 3.1 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 12,8 Mio. EUR (+ 8,0 %) auf 159,6 Mio. EUR erhöht. Das EBIT verbesserte sich um 2,9 Mio. EUR auf 13,3 Mio. EUR. Der Saldo der Zinserträge und -aufwendungen aus dem bestehenden Cashpool i.H.v. 1,4 Mio. EUR trug zum positiven Ergebnis bei. Der Produktumsatz des Geschäftsjahres 2023 verteilt sich zu 2 % (Vorjahr: 3 %) auf Gleichstrommotoren, zu 66 % (Vorjahr: 65 %) auf Drehstrommotoren, zu 18 % auf Synchronmaschinen (Vorjahr 20 %) und zu 13 % (Vorjahr: 12 %) auf Umsätze aus dem Kundendienst und mit Getrieben. Die Umsätze wurden zu 4 % (Vorjahr: 5 %) im Inland und zu 96 % (Vorjahr: 95 %) im Ausland erzielt; der Exportumsatz verteilt sich gemessen am Gesamtumsatz insbesondere auf die Region EMEA mit 58 % (Vorjahr: 61 %), Region NA mit 32 % (Vorjahr: 29 %) und die Region APAC mit 10 % (Vorjahr 9 %).Der Materialaufwand verminderte sich um 6.610 T€ auf 101,3 Mio. EUR. Die Materialeinsatzquote lag bei 65,1 %. Der Anteil der Personalkosten zum Umsatz reduzierte sich auf 17,8 % (Vorjahr: 18,1 %). Absolut beliefen sich die Personalkosten auf 28,5 Mio. EUR. Der Vorjahreswert von 26,5 Mio. EUR konnte wegen der guten Auftragslage und mehrerer Neueinstellungen nicht erreicht werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um rund 0,3 Mio. EUR von 9,5 Mio. EUR auf 9,1 Mio. EUR. Diese Position enthält im Wesentlichen Vertriebsaufwendungen (2.159 T€), Mietaufwendungen (401 T€), Instandhaltungskosten (2.376 T€), Verwaltungsaufwendungen (1.967 T€). Insbesondere die hohen Rechts- und Beratungskosten machten sich in den Verwaltungsaufwendungen bemerkbar. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich auf 3.945 T€ (Vorjahr 2.733 T€). Verlustvorträge sind nicht vorhanden. Die Steuerquote beträgt für das Geschäftsjahr 36,4 % (Vorjahr 27,3 %). Die erhöhte Steuerquote entstand durch Aufwendungen aus Steuerzahlungen aus Vorjahren im Zusammenhang mit einer steuerlichen Betriebsprüfung. Darüber hinaus ermittelte sich für das Geschäftsjahr ein Ertrag aus latente Steuern von 87 T€ (Vj. 158). 3.2 Finanzlage Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 31.680 (Vj. Mittelabfluss T€ 17.049) deckt den Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von T€ 3.126 (Vj. Mittelabfluss T€ 2.491) und aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ 33.312 (Vj. Mittelzufluss T€ 22.287) nicht ab. Der Finanzmittelfonds verringert sich demnach um T€ 4.758 (Vj. Erhöhung um T€ 2.382) und beläuft sich am Ende der Periode auf T€ 3.814 (Vj. T€ 8.572). Die Veränderung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf einen signifikanten Abbau des Vorratsvermögens und auf die geringeren der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Die Veränderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Guthabenposition im Konzern - Cash Pool zurückzuführen. Aufgrund der freien verfügbaren Mittel sind wir auch zukünftig in der Lage, unsere Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. 3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2023 hat sich vor allem durch den Anstieg des Working Capital erhöht. Die Verbindlichkeiten sind zum Stichtag um 124 T€ angewachsen. Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 12.094 T€ auf 111.627 T€ zum 31. Dezember 2023. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen auf 73.592 T€, der Lagerbestand sank um 5.507 T€. Darüber hinaus ist eine Verminderung der liquiden Mittel um 4.757 T€ zu verzeichnen. Der im Jahr 2020 konzernweit eingeführte Cashpool weist ein Guthaben von 40.697 T€ aus, welche unter den Forderungen gegen verbundenes Unternehmen zugeordnet sind. Die Rückstellungen erhöhten sich im Jahr 2023 um 304 T€ auf 8.347 T€. Die höheren Beträge ergaben sich insbesondere aus einem Anstieg der Altersteilzeitrückstellung und der Steuerrückstellungen. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des Jahresüberschusses um 10.806 T€ auf 110.598 T€ per 31. Dezember 2023, sodass die Eigenkapitalquote 87 % (Vorjahr 87 %) beträgt. 3.4 Investitionen Die Investitionen beliefen sich insgesamt auf 3.479 T€. Davon wurden 3.384 T€ in technische Anlagen und Maschinen sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Für 2024 wird ein Investitionsvolumen in Sachanlagen von rund 3,0 - 3,5 Mio. EUR erwartet. Es wird schwerpunktmäßig in die Produktionsanlagen investiert. Die Investitionen 2023 wurden aus dem eigenen Cashflow finanziert. Die Finanzierung der geplanten Investitionen für das Jahr 2024 werden auch aus eigenen Mitteln erfolgen. 4. Chancen- und Risikobericht Schabmüller hat für das Erkennen wesentlicher Risiken ein Kontroll- und Risikomanagementsystem als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Die nachstehend genannten Chancen und Risiken sind zu thematischen Einheiten zusammengefasst und gemäß der Relevanz absteigend gegliedert. Sie haben sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt verschlechtert. Chancen Im Geschäftsjahr 2023 konnte auf Jahresbasis ein Neugeschäft von etwa 11 Mio. EUR akquiriert werden. Die jeweiligen Serienanläufe finden im Verlauf des Jahres 2024 statt. Chancen sehen wir weiterhin in der Nutzung der Potentiale, die sich im Bereich der Landwirtschaft und der Baumaschinen ergeben. Wir erwarten hier weiterhin, dass verstärkt elektrische Maschinen zum Einsatz kommen, um die Wirtschaftlichkeit der Fahrzeuge zu erhöhen und die Anstrengungen zur Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes zu erreichen. Wir erwarten mittelfristig erhebliche Umsatzerhöhungen für diese Branchen. Risiken Preisrisiken Der weitere Anstieg der Materialpreise ist ein Risiko, dass unmittelbar zu verringerten Deckungsbeiträgen führen könnte. Diesem Einfluss begegnen wir durch Preisanpassungen, wobei ein Großteil der notwendigen Anpassungen auch bereits in den Preismodalitäten festgelegt ist. Wir schätzen das Risiko demgemäß in Bezug auf eine mögliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zwar als "hoch" ein, unter Berücksichtigung der getroffenen Maßnahmen und der damit als "mittel" einzuschätzenden Eintrittswahrscheinlichkeit stufen wir dieses Risiko insgesamt als mittel ein. Für 2024 sehen wir zunächst Preissenkungen im Material, die aber im Laufe des Jahres abflachen dürften. Da die Preisgleitklauseln wirksam werden und Preisverhandlungen mit Kunden geplant sind, erwarten wir zeitlich versetzt Auswirkungen auf Deckungsbeiträge bzw. das EBITDA. Die Entwicklung der Einkaufspreise von B- und C-Teilen wurden in Preisverhandlungen teilweise kompensiert. Operative Risiken Ein operatives Risiko besteht weiterhin in der geänderten Produktstruktur von Gleichstrommotoren hin zu Drehstrommotoren und PM Motoren. Drehstrommotoren sind bei gleicher Größe niedriger im Preis und haben derzeit noch geringere Deckungsbeiträge als die Gleichstrommotoren. Um diesem zu begegnen, wird fortgesetzt an Preisqualität und Kostenstruktur gearbeitet. Der Umsatzausfall bei Gleichstrommotoren konnte durch den höheren Abverkauf an Drehstrommotoren und PM Motoren weiterhin gut kompensiert werden. Aufgrund dieser Maßnahmen wird dieses Risiko im Hinblick auf die mögliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zwar als "hoch" klassifiziert, unter Berücksichtigung der getroffenen Maßnahmen sehen wir dieses Risiko insgesamt aber als gering an. Fremdwährungsrisiko Circa 85 % unseres Geschäfts werden in Euro abgewickelt. Die Preise der in US-Dollar fakturierten Geschäfte werden nach einem vertraglich vereinbarten Modus quartalsweise an den jeweiligen Euro-Kurs angepasst, so dass de facto in Euro fakturiert wird. Damit wird dieses Risiko sowohl im Hinblick auf die mögliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, als auch im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering eingestuft. Kreditrisiken Großes Augenmerk und eine kontinuierliche Kontrolle bedarf die Bonitätsüberwachung unserer Kunden und hier insbesondere der italienischen mit überwiegend langen Zahlungszielen. Darüber gewinnt die Überwachung der asiatischen Kunden zunehmend an Bedeutung. Durch entsprechende interne Kreditlimits, sowie eine ständige Überwachung der offenen Salden, wird diesem Risiko Rechnung getragen. In 2023 hatten wir keine Forderungsausfälle zu verzeichnen. Deshalb halten wir an dem Verzicht auf eine Versicherung der Zahlungsausfälle fest, da aus unserer Sicht die Kosten hierfür das reduzierte Risiko eines Zahlungsausfalls nicht rechtfertigen. In Bezug auf die mögliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird das Risiko als "hoch" klassifiziert, unter Berücksichtigung der getroffenen Maßnahmen und der damit als "gering" einzuschätzenden Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir das Risiko insgesamt aber als gering an. Finanzierungsrisiken Das theoretische Finanzierungsrisiko wird als gering angesehen. Sowohl Fremd- als auch Eigenmittel stehen derzeit in ausreichendem Maße zur Verfügung. Hier sehen wir sowohl in Bezug auf eine mögliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, als auch im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit ein nur geringes Risiko für das Unternehmen. Qualitäts- / Produktrisiko Qualitätsprobleme in der Produktion könnten zu Produktausfällen und Gewährleistungsansprüchen führen. Wir begegnen diesem Risiko durch ein ständig weiterentwickeltes Produktionsüberwachungssystem. Daher wird das Qualitäts-/Produktionsrisiko - entsprechend unserer Risikokategorisierung - sowohl in Bezug auf eine mögliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, als auch im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit als "gering" eingestuft. Absatz- und Marktrisiken Bei Stagnation des Material-Handling Marktes im nationalen oder internationalen Markt können Absatzrisiken entstehen. Schabmüller überwacht fortlaufend die aktuellen Entwicklungen, die Auftragslage und die Rohstoffverfügbarkeit. Bei Eintritt eines Umsatzrückgangs können durch die Absenkung der Arbeitszeit, Einführung von Kurzarbeit und restriktivem Kostenmanagement kurzfristige personelle Kapazitätsreduzierungen vorgenommen werden. Dies ist durch vereinbarte flexible Arbeitszeitkonten mit unseren Mitarbeitern möglich. Zu Jahresbeginn haben sich Auftragseingangs- und Umsatzzahlen positiv entwickelt. Wir liegen derzeit jedoch unter den budgetierten und Vorjahresumsätzen. Erste rezessive Tendenzen in den USA und Europa könnten die Umsätze des 2. Halbjahres weiterhin negativ beeinflussen. Aufgrund dieser Maßnahmen wird dieses Risiko im Hinblick auf die mögliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zwar als hoch klassifiziert, unter Berücksichtigung der getroffenen Maßnahmen sehen wir dieses Risiko insgesamt aber als gering bis mittel an. Gesamtbild zur RisikolageWir haben unsere Aktivitäten und Systeme zur Erkennung und Überwachung von geschäftsspezifischen Risiken überprüft und festgestellt, dass diese geeignet sind zur Erkennung und Gegensteuerung von Risiken, die die Entwicklung und den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Diese Einschätzung gilt auch im Hinblick auf die Risiken der Auswirkungen aus dem Ukrainekrieg. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikolage verbessert. 5. Prognosebericht Die konjunkturellen Aussichten für das Jahr 2024 werden im Vergleich zu den Vorjahren pessimistischer gesehen. Das EBIT wird geringfügig niedriger erwartet. Der Umsatz wird das Jahr 2023 spürbar unterschreiten. Die Kosten des Streiks werden das Ergebnis negativ beeinflussen. Außerdem erwarten wir einen positiven Cash-Flow. Die Entwicklung des aktuellen Geschäftsjahres bestätigt diese Prognose. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 wurde mit dem aktuellen Wissensstand zur Entwicklung der Auftragseingänge, der Materialkosten und Lohnsteigerungen getroffen. Der Ukrainekonflikt beeinflusste unsere Geschäftszahlen bislang noch nicht. Wir erwarten aber für das IV. Quartal 2024 und auch für das Folgejahr 2025 rezessive Tendenzen. Wir führen auch im neuen Geschäftsjahr 2024 unseren hohen Einsatz für die Ausbildung junger Menschen fort und bieten weiterhin ein breites Angebot an Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten an. Wir verstärken unsere Bemühungen bei der Gewinnung von neuen Auszubildenden und Studenten. Wir erwarten daher einen Anstieg der Ausbildungsquote im Vergleich zum Vorjahr.
Berching-Sollngriesbach, den 15. Juli 2024 Ralf Haag, Geschäftsführer Giannino Zanichelli, Geschäftsführer Federico Gatti, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss der Schabmüller GmbH wird in Gliederung und Bewertung nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie der Regelungen der Satzung der Gesellschaft aufgestellt. Die Bilanz wurde entsprechend § 266 HGB gegliedert; für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß (gem.) § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Bei der Gesellschaft handelt es sich zum Abschlussstichtag um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Schabmüller GmbH hat ihren Sitz in Berching-Sollngriesbach und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Nürnberg unter HRB 19293 eingetragen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer (5 Jahre) um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert und im Jahr der Anschaffung pro rata temporis abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen werden neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Als Nutzungsdauer werden für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9-33 Jahre, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-14 Jahre und bei technischen Anlagen und Maschinen 3-21 Jahre zu Grunde gelegt. Alle Anlagegüter werden linear und pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich € 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Abnutzbare Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 werden in einen jahrgangsbezogenen Sammelposten eingestellt. Dieser wird über eine Dauer von fünf Jahren gleichmäßig verteilt abgeschrieben. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten (ohne Fremdkapital-Zinsen) sowie der Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit er auf den Zeitraum der Fertigung entfällt und durch sie veranlasst ist, berücksichtigt werden. Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen (Gängigkeits- und Reichweiten-Abschläge) berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nominalbetrag angesetzt. Risiken werden durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kredit- und Zinsrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,00 % des Nettobetrags berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden gem. § 253 Abs. 1 HGB zu Nominalwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern werden seit dem 1. Januar 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 26,7 %. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Rückstellungen Der Ansatz der Pensionsrückstellungen beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten. Hierbei sind folgende Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:
Da die abgeschlossenen Pensionszusagen unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung keine Gehaltsdynamik berücksichtigt. Gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre bewertet worden. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 beträgt zum 31.12.2023 T€ 39. Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz diskontiert. Die Zinskomponente wird in den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen im Finanzergebnis gezeigt. Steuerrückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt. Die Verbindlichkeiten sind jeweils mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungsumrechnung Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt unter Berücksichtigung des Imparitäts-, Realisations- und Anschaffungskostenprinzips zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs der eingeschalteten Geschäftsbanken zum Stichtag 31. Dezember umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam erfasst. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 53.093 handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 12.397) und Forderungen aus dem 2020 begründeten konzernweiten Cashpool in Höhe von T€ 40.265 (Vj. T€ 10.385). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Aktive latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern von T€ 974. Die ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren zum 31.12.2023 aus folgenden temporären Differenzen (in T€):
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt T€ 775 und ist voll einbezahlt. Die Kapitalrücklage ist gegenüber dem Vorjahr unverändert und beträgt T€ 1.572. Der Jahresüberschuss aus dem Vorjahr (T€ 7.813) wird dem Gewinnvortrag zugerechnet, damit ergibt sich ein Gewinnvortrag in Höhe von T€ 97.446. Angaben zur Ausschüttungssperre Aus der Aktivierung latenter Steuern (T€ 974) sowie der Veränderungsbetrag durch die Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre, statt sieben Jahre (T€ 39), resultiert ein gegen Ausschüttung gesperrter Betrag von T€ 1.013, der wie folgt durch frei verfügbare Eigenkapitalanteile gedeckt ist.
Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich aus folgenden Posten zusammen:
Die Rückdeckung der Zeitkontoguthaben aus der Altersteilzeit erfolgt mittels einer Bürgschaft bei der Sparkasse Neumarkt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen insgesamt T€ 1.048 (Vj. T€ 357), davon entfallen auf die Gesellschafter T€ 977 (Vj. T€ 224). Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 einen Gesamtumsatz von T€ 159.564 erzielt, der sich wie folgt aufgliedert:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 41 enthalten in erster Linie Erträge aus der Währungsumrechnung (T€ 643). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 9.139 enthalten im Wesentlichen Vertriebsaufwendungen (T€ 2.159), Mietaufwendungen (T€ 401), Instandhaltungskosten (T€ 2.376) und Verwaltungsaufwendungen (T€ 1.967). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen gegenüber dem Cashpool (T€ 529) und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 76. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beläuft sich auf T€ 3.945. Aufgrund der Inanspruchnahme des Bilanzierungswahlrechts für aktive latente Steuern ist ein Aufwand aus latenten Steuern mit T€ 87 berücksichtigt und i.H.v. T€ 1.013 mit einer Ausschüttungssperre belegt; die künftige Steuerentlastung ist im Wesentlichen auf zeitliche Bilanzierungsunterschiede beim Ansatz des Kundenstamms sowie bei Rückstellungen für Pensionen und sonstige Rückstellungen zurückzuführen. V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von T€ 3.370 (Vj. T€ 1.051) aus Miet- und Leasing- sowie Wartungsverträgen; diese Verträge haben eine Restlaufzeit von einem Vierteljahr bis zu zwölf Jahren. Vergütung der Organe Es wird auf eine Angabe der Vergütung verzichtet, die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. Organe Geschäftsführer: Ralf Haag, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Ottenhofen Giannino Zanichelli, Ingenieur, Gattatico, Italien Federico Gatti, Ingenieur, Casalmaggiore, Italien Mitarbeiter Die Mitarbeiterzahl beläuft sich durchschnittlich auf 304 gewerbliche Arbeitnehmer und 127 Angestellte sowie 51 Zeitarbeitnehmer. Honorar für die Abschlussprüfung Das Honorar für die Abschlussprüfung beläuft sich auf T€ 60. Es wurden keine weiteren Dienstleistungen durch den Abschlussprüfer erbracht. Angaben zum Mutterunternehmen Alleinige Gesellschafterin ist seit 27. Juli 2012 die Zapi S.p.A., Via Parma 59, 42028 Poviglio/Italien. Der Jahresabschluss der Schabmüller GmbH ist in der Konzernbilanz der ZF S.p.A (größter und kleinster Konsolidierungskreis) mit Sitz in Parma einbezogen. Der Konzernabschluss wird im öffentlichen Unternehmensregister in Parma veröffentlicht. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von T€ 10.806 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Nach Auslaufen des Haustarifvertrages ist ein Teil der Belegschaft im April 2024 in Streik getreten. Der Streik führte zu einer Unterbrechung der Produktion von zwei Wochen. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen neuen Haustarifvertrag konnten im Juni 2024 erfolgreich abgeschlossen werden. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 31.12.2030 und sieht Tarifsteigerungen über durchschnittlich jährlich 2 Prozent vor bei stufenweiser Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 37,5 Stunden ab dem Jahr 2030.
Berching-Sollngriesbach, den 15. Juli 2024 Ralf Haag, Geschäftsführer Giannino Zanichelli, Geschäftsführer Federico Gatti, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Schabmüller GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Schabmüller GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schabmüller GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus: - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, 31. März 2025 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Dittus, Wirtschaftsprüferin Scherer, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDie Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 28.02.2025 |
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