solvadis specialties gmbhLiquidiert

60487 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 76208
Vorher
solvadis chemag gmbh
Eingetragen
19.12.2005
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Brennstoffen, Erzen, Metallen und technischen ChemikalienTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Grundstoffen, lebenden Tieren, textilen Rohstoffen und Halbwaren
Gegenstand
der Handel mit und die Distribution von chemischen und agrarischen Produkten, Mineralien und Energierohstoffen, Spezialitäten sowie die Vornahme aller Geschäfte, die mit der Betätigung auf diesen Gebieten zusammenhängen, die Produktion, Umarbeitung, Veredelung und Aufbereitung von Chemikalien aller Art, die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Vorstehenden.

Finanzübersicht

Historie

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

solvadis specialties gmbh

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022

Bilanz zum 31. März 2022

Aktiva

31.3.2022 31.3.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 297.187,50 44.912,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.022,00 4.834,00
301.209,50 49.746,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 3.073.524,11 3.075.441,14
abzüglich Erhaltene Anzahlungen -111.896,25 2.961.627,86 0,00 3.075.441,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.013.498,65 602.309,62
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 457.983,11 39.889,87
3. Sonstige Vermögensgegenstände 685.009,36 2.156.491,12 890.002,38 1.532.201,87
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.961.231,59 3.282.414,89
11.079.350,57 7.890.057,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.925,50 1.616,90
11.382.485,57 7.941.420,80

Passiva

31.3.2021 31.3.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.965.000,00 1.965.000,00
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 21.424,00 21.424,00
III. Gewinnvortrag 1.421.401,04 1.421.401,04
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
3.407.825,04 3.407.825,04
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 578.326,00 521.315,00
2. Sonstige Rückstellungen 631.174,97 269.938,80
1.209.500,97 791.253,80
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.082.714,95 1.305.202,78
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 670.313,71 111.031,31
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 3.897.581,04 2.260.108,23
4. Sonstige Verbindlichkeiten 114.549,86 65.999,64
- davon aus Steuern EUR 16.982,44 (i. Vj. EUR 13.019,70) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00) -
6.765.159,56 3.742.341,96
11.382.485,57 7.941.420,80

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022

1.4.2021 - 31.3.2022 1.4.2020 - 31.3.2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 25.050.690,50 17.015.415,38
2. Sonstige betriebliche Erträge 9.327,89 52.986,94
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -19.876.751,40 -13.987.843,10
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -876.803,26 -20.753.554,66 -657.995,58 -14.645.838,68
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.179.151,11 -822.513,07
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -195.909,11 -1.375.060,22 -161.690,14 -984.203,21
- davon für Altersversorgung EUR -48.385,44 (i. Vj. EUR -16.981,85) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -45.956,50 -209.669,75
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -914.422,10 -826.282,60
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25,68 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -127.834,47 -124.365,65
- davon an verbundene Unternehmen EUR -70.574,02 (i. Vj. EUR -68.150,91 ) -
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -2.217,78
10. Ergebnis nach Steuern 1.843.216,12 275.824,65
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -1.843.216,12 -275.824,65
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021/2022

Anschaffungskosten
1.4.2021 Zugänge Abgänge 31.3.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 48.096,50 296.490,00 0,00 344.586,50
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.708,60 930,00 0,00 11.638,60
58.805,10 297.420,00 0,00 356.225,10
Kumulierte Abschreibungen
1.4.2021 Abschreibungen des Geschäftsjahres Zuschreibung Abgänge 31.3.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.184,50 44.214,50 0,00 0,00 47.399,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.874,60 1.742,00 0,00 7.616,60
9.059,10 45.956,50 0,00 0,00 55.015,60
Buchwerte
31.3.2022 31.3.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 297.187,50 44.912,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.022,00 4.834,00
301.209,50 49.746,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2021/2022

I. Allgemeine Angaben

Die solvadis specialties gmbh hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Handelsregisternummer HRB 76208 eingetragen.

Die solvadis specialties gmbh ist wie im Vorjahr eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden sie über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen ab dem Zugangsjahr 2010 werden linear vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Nutzungsdauer liegt zwischen fünf bis 13 Jahren. Soweit erforderlich, werden Zuschreibungen vorgenommen.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre Anschaffungskosten EUR 800 nicht übersteigen. Bei Anschaffungskosten unter EUR 250 werden diese sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.

Die Vorräte (Waren) sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h., soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die Gesellschaft verkauft im Rahmen eines echten Factorings Forderungen an einen Dritten. Dabei geht das Delkredererisiko vollständig auf den Käufer über. Die Gesellschaft erzielt daraus neben dem positiven Liquiditätseffekt den Vorteil der Unabhängigkeit von Kundenzahlungszielen. Das Veritätsrisiko in Bezug auf die Forderungen trägt die Gesellschaft.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung werden dabei mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen (Richttafeln Heubeck 2018 G) bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat März 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,81 % p. a. (i. Vj. 2,19 % p. a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden unverändert zum Vorjahr jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % p. a. und Rentensteigerungen von jährlich 1,85 % p. a. (i. Vj. 1,75 %) zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von 1,5 % p. a. unterstellt.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Bei der Rückstellungsbemessung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung oder dem Kurs der zugrunde liegenden Devisensicherung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Wechselkursrisiken werden kurzfristige Währungsforderungen und kurzfristige Währungsverbindlichkeiten aus sämtlichen operativen Transaktionen und aus der Finanzierungstätigkeit, soweit gleiche Währung und Fristigkeit vorliegen, mit Finanzinstrumenten zusammengefasst (Bewertungseinheit). Die verbleibende Spitze je Währung wird mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Vorräte

Bei den Vorräten (Waren) wurden Abschreibungen auf zukünftige niedrigere Marktpreise in Höhe von TEUR 145 (i. Vj. TEUR 342) vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Zum Bilanzstichtag waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.546 (i. Vj. TEUR 2.115) verkauft.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 458 (i. Vj. TEUR 40) resultieren wie im Vorjahr sämtlich aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Forderung gegen die Factoring Gesellschaft aus dem laufenden Verrechnungsverkehr über TEUR 612 (i. Vj. TEUR 646) enthalten.

Eigenkapital

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. März 2022 eine 100%ige Tochtergesellschaft der solvadis deutschland gmbh, Frankfurt am Main.

Das im Handelsregister eingetragene und in bar voll eingezahltes gezeichnetes Kapital beträgt EUR 1.965.000,00 und ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 39 (i. Vj. TEUR 52). Der Unterschiedsbetrag ermittelt sich aus dem Ansatz der Rückstellungen, abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,81 %; i. Vj. 2,19 %), und dem Ansatz der Rückstellungen, abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,35 %; i. Vj. 1,51 %).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 459 (i. Vj. TEUR 156) und ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 163 (i. Vj. TEUR 107).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 670 (i. Vj. TEUR 111) betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 3.898 (i. Vj. TEUR 2.260) betreffen mit TEUR 1.843 (i. Vj. TEUR 276) die Gewinnabführung und in Höhe von TEUR 2.055 (i. Vj. TEUR 1.984) den Finanztransfer.

IV. Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich um Devisentermingeschäfte. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen.

Zur Absicherung von Vermögensgegenständen und Schulden sowie von zukünftigen Einkaufs- und Verkaufsgeschäften in Fremdwährung werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Sofern und soweit die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB gebildet und die Einfrierungsmethode angewandt. Es handelt sich dabei um sogenannte "micro hedges", bei denen jedem Grundgeschäft ein entsprechendes Sicherungsgeschäft zugeordnet wird.

Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit ist die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft (Critical-Term-Match-Methode). Die Wirksamkeit wird pro- und retrospektiv festgestellt. Verlustspitzen werden imparitätisch im Aufwand erfasst.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.

Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte und Devisenswaps mit Kontraktvolumen von TUSD 407 (i. Vj. TUSD 320) und TJPY 493.265 (TJPY 269.346) mit positiven Marktwerten in Höhe von TEUR 4 (i. Vj. positiver Marktwert in Höhe von TEUR 5 bzw. negativem Marktwert von TEUR 109 (i. Vj. negativer Marktwert in Höhe von TEUR 98). Die Berechnung der Marktwerte erfolgt auf Basis des Stichtagskurses, der auf die individuellen Fälligkeitstermine angepasst wird. Die Laufzeit der Devisengeschäfte liegt jeweils unter zwölf Monaten.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Gesellschaft handelt mit chemischen Rohstoffen und Produkten. Die Umsätze wurden in folgenden Regionen erzielt:

1.4.2021 - 31.3.2022 1.4.2020 - 31.3.2021
EUR Mio EUR Mio
Umsatzerlöse nach Regionen
Deutschland 10,4 9,2
Übrige EU-Länder 11,4 5,7
Asien 1,7 1,2
EFTA (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz) 0,5 0,4
Nordamerika 0,4 0,1
Mittel- und Südamerika 0,4 0,3
Naher und Mittlerer Osten 0,3 0,1
25,1 17,0

Sonstige betriebliche Erträge

Die periodenfremden Erträge betragen TEUR 2 (i. Vj. TEUR 48). Davon entfielen im Vorjahr TEUR 47 auf die Auflösung von Rückstellungen.

Materialaufwand

Aufgrund des üblichen Streckengeschäftes werden Frachten in Höhe von TEUR 682 (i. Vj. TEUR 470) sowie sonstige Verkaufskosten in Höhe von TEUR 8 (i. Vj. TEUR 9) im Materialaufwand als bezogene Leistungen ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 12 (i. Vj. TEUR 22).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Betrag der Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 40 (i. Vj. TEUR 41) betrifft die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Berichtsjahr 2021/2022 sind aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag angefallen. Im Vorjahr waren Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus Vorjahren in Höhe von TEUR 2 enthalten.

Die Sonstigen Steuern sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

VI. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden neun (i. Vj. zehn) angestellte und keine gewerblichen Mitarbeiter im Vertrieb beschäftigt.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer der solvadis specialties gmbh sind bestellt:

Dr. Olaf Emmerich, Hildesheim

- Vertrieb -

Hiroyoshi Ishita, Frankfurt am Main (bis 1. April 2022)

- Business Development -

Herr Dr. Emmerich ist hauptberuflich als Geschäftsführer beschäftigt.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde unter Inanspruchnahme des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Bezüge für ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene betrugen TEUR 230 (i. Vj. TEUR 184).

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB zum 31. März 2022 aus Kreditverträgen. Die solvadis specialties gmbh haftet gesamtschuldnerisch für verschiedene Gesellschaften der Solvadis-Gruppe mit einem Gesamtbetrag in Höhe von EUR 70,0 Mio (i. Vj. EUR 55,0 Mio). Für die angeführten Haftungsverhältnisse wurde keine Rückstellung gebildet, da keine Indizien für eine Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung vorliegen. Die Gesellschaften sind in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit aus eigenen Mitteln zu begleichen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 168 (i. Vj. TEUR 219), davon im Geschäftsjahr 2022/2023 in Höhe von TEUR 156. Für den Zeitraum 2023/2024 bis 2026/2027 bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 13.

Die Miet- und Leasingverträge betreffen die Verwaltungsgebäude an den Standorten der Gesellschaft sowie Mieten für Lagerkapazitäten, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sogenannte "Operating-Lease"-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Als außerbilanzielle Geschäfte bestehen zum Bilanzstichtag weiterhin Devisenterminkontrakte, welche die Gesellschaft zur Währungskurssicherung von Einkaufs- und Verkaufstransaktionen abgeschlossen hat. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung der Devisenkontrakte zum Zeitpunkt ihres Abschlusses. Ihr Risiko besteht auch als designiertes Sicherungsgeschäft in ihrem grundsätzlich unbegrenzten Verlustrisiko in Bezug auf eine sogenannte offene Position.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Ergebnisabführungsvertrag

Mit notariell beurkundetem Gesellschafterbeschluss vom 10. Dezember 2019 wurde mit der solvadis deutschland gmbh (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 90556) als Organträger ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Die Gesellschafterversammlung hat dem Ergebnisabführungsvertrag am 10. Dezember 2019 zugestimmt. Die Eintragung erfolgte am 20. März 2020 im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main.

Konzernverhältnisse

Die solvadis specialties gmbh wird in den Konzernabschluss zum 31. März 2022 der solvadis deutschland gmbh einbezogen, die den Konzernabschluss nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften für den kleinsten Kreis von verbundenen Unternehmen aufstellt und im Bundesanzeiger offenlegen wird. Die Sojitz Corporation, Tokio (Japan), stellt für den größten Organkreis einen Konzernabschluss zum 31. März 2022 auf, in den die solvadis specialties gmbh ebenfalls einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss ist auf der Homepage www.sojitz.com der Sojitz Corporation erhältlich.

Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erwarten, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine eingetreten.

Ergebnisabführung

Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages wurde zum 31. März 2022 ein Gewinn in Höhe von TEUR 1.843 (i. Vj. TEUR 276) an den Gesellschafter abgeführt.

 

Frankfurt am Main, 7. Juli 2022

Die Geschäftsführung

Dr. Olaf Emmerich

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022

A. Grundlagen des Unternehmens

Die solvadis specialties gmbh ("solvadis specialties" oder "Gesellschaft") vertreibt in ihren Geschäftsbereichen Advanced Materials, Chemicals und Life Science eine große Palette von chemischen Produkten, Keramikrohstoffen und Rohstoffen für die Kosmetik- und Nahrungs(ergänzungs)mittelindustrie. Sitz und Betriebsstätte der Gesellschaft ist Frankfurt am Main.

Die solvadis specialties gehört zu der international tätigen Solvadis-Gruppe. Sämtliche inländischen und ausländischen Gesellschaften der Solvadis-Gruppe werden direkt von der solvadis deutschland gmbh, Frankfurt am Main, gehalten. Die Gesellschafter der solvadis deutschland gmbh sind die Sojitz Corporation, Tokio/Japan, und die Sojitz Corporation of Europe B.V., Amsterdam/Niederlande (bis zum 31. März 2022: Sojitz Europe plc, London/ Großbritannien). Damit gehört die solvadis specialties gmbh zum weltweit operierenden Sojitz-Konzern.

Die Gesellschaft hat am 10. Dezember 2019 (Geschäftsjahr 2019/2020) als Organgesellschaft mit der solvadis deutschland gmbh mit Sitz in Frankfurt am Main als Organträger einen Unternehmensvertrag in Form eines Ergebnisabführungsvertrages abgeschlossen. Dieser Vertrag wurde mit der Eintragung in das Handelsregister am 20. März 2020 wirksam und gilt rückwirkend ab 1. April 2019 (Beginn des Geschäftsjahres 2019/2020).

Wichtige Kennzahlen, d. h. die bedeutsamsten Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung der solvadis specialties, sind die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT).

B. Wirtschaftsbericht

1. Branchensituation und Geschäftsentwicklung

Der Nettojahresumsatz der Gesellschaft von EUR 25,1 Mio (i. Vj. EUR 17,0 Mio) lag über den anvisierten Planzahlen. Die Gesellschaft hat zudem eine deutliche Steigerung des EBT erzielen können, wodurch das gesetzte Ertragsziel sehr deutlich übertroffen wurde. Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug im Geschäftsjahr 2021/2022 TEUR 1.843 gegenüber TEUR 278 im Geschäftsjahr 2020/2021.

Die Geschäftsentwicklung der solvadis specialties ist vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung der chemischen Industrie in Deutschland, Europa und weltweit zu betrachten.

Laut Konjunkturbericht des VCI war 2021 für die chemisch-pharmazeutische Industrie im Gegensatz zu 2020 ein gutes Jahr, auch wenn im 4. Quartal 2021 eine deutlich abgeschwächte Entwicklung zu verzeichnen war. Die Produktion stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 %. Der Umsatz der Branche legte dank kräftig gestiegener Erzeugerpreise (+9,3 %) lt. Bericht des VCI um rd. 18 % auf EUR 225 Mrd zu (i. Vj. -4 %, EUR 190 Mrd).

Für 2022 rechnete die Chemie- und Pharmaindustrie ursprünglich mit einer positiven Entwicklung. Möglich wäre ein weiterer Anstieg der Produktion um 2 % und des Umsatzes um 5 % auf EUR 231 Mrd gewesen. Allerdings führen die rasanten Anstiege der Strom- und Gaspreise zunehmend zu Problemen. Auch leidet die Industrie weiterhin an Engpässen in der Rohstoffbeschaffung. Momentan können über 70 % der Unternehmen Aufträge nur verzögert abwickeln, 39 % können diese gar nicht erfüllen. Aktuell hinzu kommt der Krieg in der Ukraine, der zusammen mit den Sanktionsmaßnahmen zu wachsender Unsicherheit und steigender Inflation führt. Konsum, Investitionen und Wirtschaftswachstum werden somit gebremst.

Der gestiegene Umsatz im Geschäftsjahr 2021/2022 ist auf eine insgesamt höhere Absatzmenge (+17 % im Vergleich zum Vorjahr) bei gleichzeitig höheren Verkaufspreisen zurückzuführen. Hierbei mussten die Verkaufspreise aufgrund gestiegener Erzeugerpreise für das gesamt Produktportfolio angehoben werden. Dagegen war die Situation, was Absatzmengen betrifft, sehr unterschiedlich. So blieb die Absatzmenge niedrigpreisiger Semi-Commodities wie Kaliumnitrat oder Mineralien etwa gleich, während der Absatz höherwertiger Spezialprodukte wie Katalysatoren und Hochleistungsschmierstoffe weiter anstieg.

Insgesamt konnte die Gesellschaft die Rohertragsmarge (als Differenz zwischen laufenden Umsatzerlösen und Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern.

2. Risikomanagement

Grundsätzlich wird jede unternehmerische Entscheidung unter Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der Unternehmensumwelt getroffen, sodass unternehmerisches Handeln nahezu untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden ist. Vor dem Hintergrund der steigenden Dynamik und Komplexität unserer Unternehmensumwelt kommt einer risikoorientierten Unternehmenssteuerung damit eine immer wichtigere Bedeutung zu, denn ein wirksames Risikomanagement verbessert die Entscheidungsqualität und ist damit ein bedeutender Erfolgsfaktor.

Das Risikomanagementsystem der solvadis specialties ist grundsätzlich geeignet, um unternehmensgefährdende Entwicklungen früh zu erkennen bzw. präventiv im Vorfeld zu vermeiden. Die für die Gesellschaft relevanten Risiken und Risikopotenziale sind hauptsächlich marktbezogen (Mengen-, Preis- und Währungsrisiken).

Das Risikomanagementsystem umfasst im Wesentlichen Methoden zur Risikoerkennung, Risikoanalyse und -bewertung sowie zur Risikoüberwachung und -steuerung. Schwerpunkte liegen insbesondere im Vertragsmanagement (Richtlinien zur Prüfung, Genehmigung und Dokumentation gewerblicher Verträge in Abhängigkeit von ihrer wirtschaftlichen Bedeutung) und im Kreditmanagement (Richtlinien zur Prüfung, Genehmigung und Überwachung von Geschäftspartnerrisiken bzw. Kundenforderungen). Ein monatliches Berichtswesen liefert der Geschäftsführung zeitnah aktuelle Informationen über die gesamte wirtschaftliche Situation des Unternehmens. Neben diesen organisatorischen Maßnahmen kommt der Risikokultur, d. h. Stärkung des Risikobewusstseins der Mitarbeiter im täglichen Geschäft, eine wesentliche Bedeutung zu.

3. Personal

Am Bilanzstichtag 31. März 2022 waren bei solvadis specialties unverändert zehn Mitarbeiter angestellt. Darin sind Mitglieder der Geschäftsführung nicht enthalten.

4. Finanzierung

Die solvadis specialties finanziert sich durch Forderungsverkäufe an ein Factoring-Unternehmen und kann direkt oder über ihr Mutterunternehmen, die solvadis deutschland gmbh, Frankfurt am Main, externe Kreditlinien in Anspruch nehmen. Sie ist gemeinsam mit ihren deutschen Schwestergesellschaften in das Cash-Management der solvadis deutschland gmbh eingebunden. Hieraus ergeben sich zum Bilanzstichtag 31. März 2022 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter von EUR 2,1 Mio (i. Vj. EUR 2,0 Mio) im Zusammenhang mit dem Cash-Management-System. Darüber hinaus besteht eine Verbindlichkeit gegenüber dem Gesellschafter im Zusammenhang mit dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von EUR 1,8 Mio (i. Vj. EUR 0,3 Mio).

Fremdwährungsgeschäfte (in USD und JPY) werden grundsätzlich kursgesichert, wobei Finanzderivate ausschließlich in Form von Devisentermingeschäften abgeschlossen werden.

5. Umwelt und Sicherheit

Für die solvadis specialties ist die Qualitätssicherung der Produkte und Prozesse ein zentrales Thema. Die Gesellschaft arbeitet mit einem zertifizierten Qualitätsmanagement-System entsprechend der DIN EN ISO 9001:2015. Die Produkte erfüllen die hohen Anforderungen nationaler und internationaler Qualitätsnormen.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft im März 2020 gemäß den EU-Verordnungen EG 178/2002, EG 852/2004 sowie EG 183/2005 ein HACCP-Konzept inklusive einer Gefährdungsanalyse und Risikobewertung eingeführt, welches im Juni 2020 erfolgreich HACCP-zertifiziert wurde (Hazard Analysis Critical Control Point).

Im Geschäftsjahr 2022/2023 werden wir zudem GMP+ (Good Manufacturing Practice mit Integration des HACCP-Konzeptes) für Produkte für die Futtermittelindustrie einführen.

Die solvadis specialties arbeitet im Lager- und Transportbereich ausschließlich mit anerkannten und qualifizierten Drittfirmen zusammen. Bei der Auswahl dieser Drittfirmen steht die Sicherheit der einzelnen Prozesse im Vordergrund. Hierdurch leistet die Gesellschaft einen wichtigen Beitrag, Unfälle mit Belastungen für Mensch und Umwelt schon im Vorfeld zu vermeiden.

Die solvadis specialties setzt die REACH-Anforderungen (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) planmäßig und konsequent um. Der erforderliche REACH-Informationsaustausch wurde auch im Geschäftsjahr 2021/2022 über die gesamte Lieferkette beibehalten, der u. a. auch die Erstellung von REACH-konformen Sicherheitsdatenblättern umfasst. Die Gesellschaft wird hierbei durch externe Dienstleister unterstützt.

6. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der solvadis specialties beläuft sich zum 31. März 2022 auf TEUR 11.382 (i. Vj. TEUR 7.941). Damit hat sie sich um TEUR 3.441 oder % 43,3 % deutlich erhöht.

Das Anlagevermögen weist mit TEUR 301 (i. Vj. TEUR 50) einen Anteil von rund 3 % (i. Vj. 1 %) an der Bilanzsumme aus. Es besteht vor allem aus den im Berichtsjahr aktivierten Gebühren für die Registrierung von chemischen Produkten unter der REACH-Verordnung.

Das Umlaufvermögen beträgt TEUR 11.079 (i. Vj. TEUR 7.890), was einem Anteil von rund 97 % (i. Vj. 99 %) an der Bilanzsumme entspricht. Bei im Vergleich zum Vorjahr fast konstanten Warenbeständen (TEUR 2.962; i. Vj. TEUR 3.075) und erhöhten Kundenforderungen (TEUR 1.013; i. Vj. TEUR 602) haben sich die liquiden Mittel auf TEUR 5.961 (i. Vj. TEUR 3.282) erhöht. Die Veränderungen des Umlaufvermögens resultieren wie im Vorjahr vor allem aus den normalen Schwankungen des operativen Geschäfts, und sie beinhalten keine einmaligen oder außerordentlichen Effekte.

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert und beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 3.408 (i. Vj. TEUR 3.408). Der Gewinn des Geschäftsjahres 2021/2022 in Höhe von TEUR 1.843 wurde an den Organträger solvadis deutschland gmbh abgeführt. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital zu Bilanzsumme) zum 31. März 2022 beträgt 29,9 % (i. Vj. 42,9 %) und ist damit um 13%-Punkte gesunken. Der Rückgang resultiert aus der gestiegenen Bilanzsumme, da das Eigenkapital aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags im Vergleich zum Vorjahr unverändert ist.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 578 (i. Vj. TEUR 521) und sind im Vergleich zum Vorjahr um 11 % gestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter haben sich um TEUR 1.637 auf TEUR 3.898 hauptsächlich wegen der darin ausgewiesenen Abführung des Gewinns des Geschäftsjahres 2021/2022 erhöht. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt hauptsächlich über Cash-Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.055 (i. Vj. TEUR 1.984). Die Cash-Pool-Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter) werden zu marktüblichen Konditionen verzinst.

7. Ertragslage

Die solvadis specialties erzielte im Geschäftsjahr 2021/2022 Umsatzerlöse von TEUR 25.051 (i. Vj. TEUR 17.015). Das ist ein Anstieg um TEUR 8.035 oder 47,2 %. Im Geschäftsjahr 2021/2022 ist die Rohertragsmarge (Differenz zwischen Umsatzerlösen und Materialaufwand in Relation zu den Umsatzerlösen) gegenüber dem Vorjahr wieder gestiegen und beträgt 17,2 % (i. Vj. 13,9 %), weil sich die Absatzmenge und die Verkaufspreise stärker als der Materialaufwand erhöht haben.

Die Abschreibungen des Anlagevermögens von insgesamt TEUR 46 (i. Vj. TEUR 210) beinhalten vor allem planmäßige Abschreibungen auf die aktivierten REACH-Registrierungen (i. Vj. im Wesentlichen auf den ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 206).

Der sonstige betriebliche Aufwand setzt sich hauptsächlich zusammen aus Aufwendungen für die Inanspruchnahme administrativer Dienstleistungen von anderen Gesellschaften der Solvadis-Gruppe, Aufwendungen für Mieten, Pachten, Leasing und sonstige Fremdleistungen.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) resultiert aus dem operativen Geschäft sowie in Höhe von TEUR 145 (TEUR 342) aus der Abwertung der Vorräte und beträgt im Geschäftsjahr 2021/2022 TEUR 1.843 (i. Vj. TEUR 278); das Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beträgt TEUR 2.017 (i. Vj. TEUR 612).

Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2021/2022 infolge des Ergebnisabführungsvertrages einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. Jahresüberschuss TEUR 0) aus.

8. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Die Geschäftsentwicklung der solvadis specialties für das Geschäftsjahr 2021/2022 wird von der Geschäftsführung im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts als sehr gut beurteilt.

C. Risiken-, Chancen- und Prognosebericht

1. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die Reihenfolge der im Folgenden aufgeführten Risken spiegelt auch deren Bedeutung für die Gesellschaft wider.

Aufgrund der Geschäftstätigkeit der solvadis specialties ist das Geschäftspartnerrisiko nach wie vor in Bezug auf die betragsmäßige Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit am bedeutsamsten. Die Gesellschaft verfügt zentral über ein internes Kreditlimitkontrollsystem zur weitgehenden Reduzierung des Delkredererisikos. Darüber hinaus werden die Kundenforderungen in großem Umfang kreditversichert.

Die solvadis specialties sieht sich in ihrem derzeitigen Geschäft großen Preisänderungs-, Mengen- , Ausfall- und Liquiditätsrisiken bei ihren Kunden ausgesetzt. Risiken im operativen Geschäft können sich aus Mengen- bzw. Produktverfügbarkeiten der Produzenten und Lieferanten der solvadis specialties ergeben. Speziell sind Rohstoffe aus China steigenden Preisen und Beschränkungen der Exportmengen unterworfen.

Preisänderungsrisiken in der Währungsposition werden durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Hier ist für die solvadis specialties neben dem japanischen Yen hauptsächlich der US-Dollar von Bedeutung. Die Absicherung erfolgt hierbei grundsätzlich über die Spitze der Gesamtposition eines Geschäfts. Je nach Ausgestaltung des Geschäfts werden dabei grundsätzlich einzelne Grundgeschäfte durch einzelne Sicherungsgeschäfte (Mikro-Hedge) abgesichert.

Ausfall- und Liquiditätsrisiken im Finanzierungsbereich begegnet die solvadis specialties, indem sie nur mit deutschen Finanzinstituten erster Bonität zusammenarbeitet. Die verschiedenen Betriebsmittellinien sind durch die solvadis deutschland gmbh besichert und variabel verzinst, sodass die solvadis specialties hier Zinsänderungsrisiken und -chancen ausgesetzt ist.

Zusätzlich wird sich die Gesellschaft den neuen Herausforderungen der Digitalisierung stellen müssen, wobei diese kleineren Risiken einer annähernd transaktionskostenfreien direkten Verbindung von Produzenten und Kunde eher im Bereich von Commodities und nicht so sehr im Bereich der Spezialchemie vorhanden sind. Die solvadis specialties setzt gegenwärtig auf kundenindividuelle Serviceleistungen und logistische Bindungsmodelle, die die Besonderheiten bestimmter Kunden individuell berücksichtigen.

Gegenwärtig sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand der solvadis specialties gefährden könnten.

Die Solvadis-Gruppe ist eine international bekannte Unternehmensgruppe. Im ICIS-Ranking 2022 der Top 100 umsatzstärksten Chemiedistributeure belegt die Solvadis-Gruppe in Europa den 16. (i. Vj. 17.) Platz. Darin spiegelt sich auch die Leistungsfähigkeit der solvadis specialties wider. Langjährige Erfahrung und umfangreiche Kenntnisse der europäischen und weltweiten Chemiemärkte eröffnen vielfältige Geschäftschancen. Insbesondere die Einkaufsmärkte im Fernen Osten und die immer stärker werdende Tendenz zur Konzentration auf kontinentale Warenströme bieten grundsätzlich gute Voraussetzungen für neue Geschäftsmöglichkeiten und damit Wachstumschancen.

Die anhaltende Coronakrise hatte - im Gegensatz zum Vorjahr - eher geringen Einfluss auf das Gesamtgeschäft, auch wenn Rohstoffe punktuell aufgrund eingeschränkter Produktionen knapp waren. Absatzseitig konnte jedoch ein deutlich wiederauflebender Bedarf vermerkt werden.

Die Auswirkungen des derzeitigen Kriegs in der Ukraine sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzusehen. Die solvadis specialties unterhält kein Geschäft, weder kunden- noch lieferantenseitig, mit Russland oder der Ukraine. Auch unsere Lieferanten sind nicht unbedingt auf Rohstoffe aus diesen Ländern angewiesen. Somit treffen uns die Auswirkungen eher indirekt, z. B. durch eine weitere Verknappung der Transportkapazitäten und somit hohen Transportkosten oder einem weiteren Preisanstieg der bezogenen Waren aufgrund hoher Energiekosten für die Hersteller.

Die strategische Ausrichtung der Gesellschaft wird dabei grundsätzlich beibehalten und lediglich an einigen wenigen Stellen nachjustiert.

Die Gesellschaft arbeitet unverändert an kundenspezifischen Lösungen, insbesondere für die Industriebereiche Schmierstoffe, Keramik, Kosmetik-, Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie. Die Entwicklung neuer Märkte für bestehende Produkte spielt dabei eine genauso wichtige Rolle wie das Identifizieren neuer Produkt-Markt-Kombinationen. Der Fokus liegt dabei auf dem Bereich Life Science, der sich durch hohe Nachhaltigkeit auszeichnet und auch personell verstärkt wurde. Aber auch im Bereich der "klassischen" Chemie werden das Sourcing und die Handelsaktivitäten weiter verstärkt, indem in zusätzliche Personalressourcen investiert wird.

Die Gesellschaft profitiert auch weiterhin von positiven Impulsen aus der Sojitz-Gruppe. Unter dem Dach der solvadis deutschland gmbh arbeitet eine spezielle Abteilung zentral und gesellschaftsübergreifend an der Entwicklung von Neugeschäften im Bereich der Spezialitäten. Diese Abteilung ist im Sojitz-Verbund gut vernetzt, um operative Synergien durch neue Geschäftskombinationen zu realisieren.

2. Ausblick

Die Gesellschaft plant unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen der andauernden Coronavirus-Pandemie sowie des Krieges in der Ukraine für das Geschäftsjahr 2022/2023 insgesamt mit leicht sinkenden Geschäftsvolumen und mit leicht rückläufigen Umsatzerlösen im Vergleich zum Vorjahr. Bei leicht steigenden Rohertragsmargen geht die Planung des Geschäftsjahres 2022/2023 von einem leicht niedrigeren Ergebnis vor Ertragsteuern im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/2022 aus.

Im Falle einer nicht vorhersehbaren Änderung der gesamtwirtschaftlichen Parameter oder eines Eintretens von Sondereffekten sowie der ungewissen Auswirkungen der Corona-pandemie und des Ukraine-Kriegs kann grundsätzlich das Risiko nicht ausgeschlossen werden, dass die solvadis specialties ihre Umsatz- und Profitabilitätsziele nicht in jedem Fall voll erreichen kann.

 

Frankfurt am Main, den 7. Juli 2022

Die Geschäftsführung

Dr. Olaf Emmerich

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die solvadis specialties gmbh, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der solvadis specialties gmbh, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der solvadis specialties gmbh für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 6. Oktober 2022

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Zoller, Wirtschaftsprüfer

Horvatinovic, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr der solvadis specialties gmbh zum 31. März 2022

Mit Gesellschafterbeschluss vom 26. Juli 2022 wird der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. März 2022 festgestellt und das ausgewiesene positive Ergebnis nach Steuern vor Ergebnisabführung in Höhe von EUR 1.843.216,12 im Rahmen des mit der Gesellschafterin abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags in voller Höhe an die Gesellschafterin abgeführt. Die Auszahlung ist am 10. August 2022 fällig.

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