LINHARDT Hambrücken GmbH
Weiherer Straße 41, 76707 Hambrücken, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Julia Schröder seit 14.1.2025 | Prokura |
Johannes Walther Heinrich Schick seit 28.5.2019 | Geschäftsführer |
Sabine Schmidt seit 13.12.2013 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Hans Hermann Freiherr von Staff gen. von Reitzenstein+1 | 27.70% |
J***** C******** v** S**** g****** v** R*********** | 10.10% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 39.90% | |
| 22.30% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LINHARDT Hambrücken GmbH (vormals: Linhardt & Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung)HambrückenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023LINHARDT & CO. GMBH, HAMBRÜCKENAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023LINHARDT & CO. GMBH, HAMBRÜCKENI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Linhardt & Co. GmbH hat ihren Sitz in Hambrücken. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 230127 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN A. Aktiva Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden auf der Grundlage der branchenüblichen Nutzungsdauern der Gegenstände in Anlehnung an die Höchstsätze der steuerlichen Abschreibungstabellen vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch notwendige anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Umlaufvermögen Das Vorratsvermögen wird mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des gewogenen Durchschnittswertverfahrens. Die auf der Basis der Zuschlagskalkulation ermittelten unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten, die notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, den Werteverzehr des Anlagevermögens sowie angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Forderungen in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst und am Bilanzstichtag, soweit noch vorhanden, zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Flüssige Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, und sind mit den Nennwerten angesetzt. Im aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ist eine Rückstellung für Zeitwertkonten saldiert mit dem zugehörigen Deckungsvermögen ausgewiesen. B. Passiva Eigenkapital Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Jubiläumsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) angesetzt. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen erfolgte unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,75 p. a., welcher sich aus dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, sowie der Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln. Es wurde eine Fluktuation von 3,0 % zugrunde gelegt. Die Rückstellung für Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen basiert auf einer pauschalen Ermittlung, aufbauend auf einer Durchschnittsbetrachtung der während der vergangenen fünf Jahre angefallenen Aufwendungen für Garantie und Gewährleistungen. Ausgewiesen werden als Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen die voraussichtlichen Aufwendungen (z. B. Raumkosten, technische Ausstattung) im Zusammenhang mit der Aufbewahrungspflicht von Handelsbüchern, Buchungsbelegen, Handelsbriefen etc. Die Ermittlung erfolgte auf Vollkostenbasis mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag. Berücksichtigt werden im Rahmen der Drohverlustrückstellungen für schwebende Geschäfte vorwiegend Verkaufskontrakte, die erst in 2024 zur Auslieferung kommen. Zur Bilanzerstellung waren die Kontrakte aus 2023 produziert. Die Höhe der zu bildenden Rückstellung wurde auf Basis der Herstellungskosten zuzüglich der aktivierbaren Verwaltungsgemeinkosten als Differenz zu den vereinbarten Verkaufspreisen ermittelt. Außerdem wurden Drohverlustrückstellungen für bereits abgeschlossene Einkaufskontrakte für Gas gebildet, bei denen der vereinbarte Preis über dem aktuellen Marktpreis liegt. Für eingegangene Stromkontrakte war aufgrund des aktuellen Marktpreises keine Drohverlustrückstellung für das Folgejahr erforderlich. Die Rückstellung für Zeitwertkonten wird auf der Grundlage einer versicherungsmathematischen Berechnung nach dem Barwert-Verfahren angesetzt. Die Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,74 bzw. 1,75 % p. a., welcher sich aus dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, sowie der Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln. Es wurde eine feststehende Gehalts-/Tariferhöhung von 3,3 % ab 01.10.2024 und ein Gehaltstrend ab 2025 von 2,5 % sowie eine Fluktuationsrate von 3,0 % zugrunde gelegt. Der Barwert der Rückstellung in Höhe von TEUR 1.184 wird mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 1.361 saldiert und ist somit in dem abgelaufenen Geschäftsjahr als aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 177 ausgewiesen. Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 20 werden mit den Erträgen aus dem Aktivwert in Höhe von TEUR 7 saldiert in den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Für das versicherungsmathematische Gutachten, welches die Grundlage für die Altersteilzeitrückstellung bildet, wurde ein Rechnungszins in Höhe von 1,13 % bei einer Restlaufzeit von mindestens einem Jahr, sowie die Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, zugrundegelegt. Es wurde eine feststehende Gehalts-/Tariferhöhung von 3,3 % ab 01.10.2024 und ein Gehaltstrend ab 2025 von 2,5 % angenommen. Der Barwert der Rückstellung in Höhe von TEUR 281 wird mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 158 saldiert ausgewiesen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten in fremder Währung werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. C. Gewinn und Verlustrechnung Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt bei Gefahrübergang, d. h. bei Abnahme der Lieferung durch den Kunden. Aufwendungen und Erträge werden im Zeitpunkt ihres Entstehens erfolgswirksam gebucht. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 6) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Bei zeitlichen Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen werden sich daraus ergebende steuerliche Belastungen gemäß § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB als passive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Die aktiven latenten Steuern beruhen auf unterschiedlichen Bewertungsparametern bei den Personalrückstellungen sowie der Rückstellung für drohende Verluste, passive latente Steuern sind im Geschäftsjahr nicht vorhanden. Sie werden mit den geltenden Gewerbesteuer und Körperschaftsteuersätzen von insgesamt rund 28 % bewertet. Vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB für die Berücksichtigung sich ergebender Steuerentlastungen als aktive latente Steuern wird kein Gebrauch gemacht. Eigenkapital Die Kapitalrücklagen in Höhe von TEUR 15.000 betreffen Zuzahlungen der Gesellschafter in das Eigenkapital. Die Gewinnrücklagen betreffen unverändert mit TEUR 153 satzungsmäßige Rücklagen und mit TEUR 419 andere Gewinnrücklagen. Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag in Höhe von TEUR 4.392 enthalten. Durch den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.256 hat sich der Bilanzverlust auf TEUR 3.136 vermindert. Verbindlichkeiten Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 3.227.571,87 (Vorjahr: EUR 17.376.575,12). Von den Verbindlichkeiten sind insgesamt Mio. EUR 1,9 durch die Sicherungsübereignung von Maschinen gesichert. Von den Verbindlichkeiten haben EUR 6.804.597,58 (Vorjahr: EUR 19.465.926,59) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und EUR 1.112.316,00 (Vorjahr: EUR 1.853.880,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (davon in 2023 mehr als fünf Jahre: EUR 0,00). Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse zugunsten von Unternehmen der LINHARDT-Gruppe: Für Bankverbindlichkeiten der Linhardt GmbH & Co. KG, Viechtach, sowie der Linhardt GmbH, Pausa-Mühltroff, wurde in Höhe von Mio. EUR 4,4 eine gesamtschuldnerische Haftung übernommen. Aufgrund der finanziellen Stabilität der Gesellschaften wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Miet-, Leasing-, Pacht- und Wartungsverträge Die Linhardt & Co. GmbH hat diverse Miet-, Leasing- und Wartungsverträge abgeschlossen, deren Kündigungstermine zwischen 2024 und 2031 liegen. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden, nicht kündbaren Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge wie folgt:
Bestellobligo Die Verpflichtungen aus Bestellobligo betragen im Berichtsjahr TEUR 2.818. IV. SONSTIGE ANGABEN Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 201 Mitarbeiter, davon 157 gewerbliche Arbeitnehmer und 44 Angestellte, beschäftigt. Zusätzlich befanden sich im Berichtsjahr durchschnittlich 15 Personen in Ausbildung. Geschäftsführung Herr Johannes Schick, Dipl. Kfm. (Univ.), Metten Organbezüge Angaben zu Organbezügen werden unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.
Hambrücken, den 12. April 2024 Johannes Schick, Geschäftsführung der Linhardt & Co. GmbH, Hambrücken
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023LINHARDT & CO. GMBH, HAMBRÜCKENA. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Linhardt & Co. GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Kunststofftuben für Kunden der Branchen BEAUTY (Kosmetik), HEALTHCARE (im Besonderen der Pharmazie) und HOME (Nahrungsmittel und andere Industriesparten). 2. Ziele und Strategien Im Jahr 2023 wurde weiter an der Umsetzung der im Jahr 2020 festgelegten vier strategischen Unternehmensziele gearbeitet. Dabei geht es am Standort Hambrücken insbesondere um den weiteren Ausbau des LINHARDT-Kompetenzzentrums für Kunststofftuben mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit (REDUCE - REPLACE - RECYCLE) und High-Definition-Druck, um die Marktführerschaft in der DACH-Region zu festigen. Zu Beginn des Jahres 2024 wurde eine runderneuerte zusätzliche Produktionslinie K1 mit einer neuen kombinierten Sieb- und Digitaldruckanlage der Fa. ISIMAT installiert. Diese Investition ist Teil eines umfangreichen Investitionsprogramms in Höhe von 18,4 Mio. EUR für die Jahre 2023 - 2026. 3. Steuerungssystem Es besteht ein Berichtswesen auf Monatsbasis, welches u. a. eine detaillierte Analyse auf Sortiments-, Kunden- und Artikelebene im Vergleich zum Budget bzw. zum Vorjahr ermöglicht. Auf Basis dieser Monatsberichte finden zeitnah Analysegespräche mit den jeweiligen Verantwortlichen statt. Des Weiteren trifft sich das Management der LINHARDT-Gruppe zu monatlich stattfindenden Führungskreissitzungen. Während dieser Meetings wird regelmäßig eine Chancen und Risikobetrachtung für die jeweilige Sortiments und Auftragsebene durchgeführt. Im Rahmen dieser Analyse werden erforderliche Maßnahmen eingeleitet, um gegebenenfalls geschäftspolitische Risiken abzuwenden. 4. Forschung und Entwicklung Das Jahr 2023 stand F&E-seitig in der LINHARDT-Gruppe unter der Überschrift Nachhaltigkeit, um dort die Position als Vorreiter weiter auszubauen. Dabei standen die drei R = REDUCE (Gewichtsreduzierung durch geringere Wandstärken auf 300 μm) - REPLACE (Einsatz von nachhaltigen Materialien) - RECYCLE (PCR-Anteil bis zu 100 %) für Kunststofftuben im Vordergrund. Die Unterstützung und Umsetzung der vorgenannten Aufgaben sind die vordinglichsten Aufgaben im Team "Nachhaltigkeit & Innovation" unter Führung des Chief Sustainability & Innovation Officers (CSIO), unter dessen Führung zum einen die LINHARDT-Grundsätze verfasst wurden und für das Jahr 2023 erstmalig ein Nachhaltigkeitsreport erstellt wird. Darüber hinaus wurde in die Entwicklung der neuen Top Tube investiert, die mit einem 73 % leichteren PE-Verschluss für minimalen Materialeinsatz und maximale Recyclingfähigkeit bei gleichzeitig einer 70 % geringeren CO 2 -Emission neue Maßstäbe in Bezug auf LINHARDTs Vorreiterstellung in Sachen Nachhaltigkeit setzt. Mit der Top Tube wurde die leichteste und nachhaltigste Kunststofftube der Welt entwickelt, wofür LINHARDT im Frühjahr 2024 auch mit dem WorldStar, der weltbesten Verpackung, ausgezeichnet wurde. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das weltweite Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2023 um insgesamt 2,6 %, wobei China real um 5,2 % und die USA um 2 % gewachsen sind. Die EU27 zeigten insgesamt ein leichtes Plus von 0,5 %, hingegen wies Deutschland als Wachstumsbremser ein BIP-Minus von 0,3 % aus und sich damit gefühlt in der Rezession befindet, während Italien mit einem Plus von 0,7 %, Frankreich mit 0,9 % und Spanien gar mit 2,5 % besser als die EU27 performte. (Quellen: Tagesschau v. 13.12.2023; Haspa Kapitalmarkt v. 19.02.2024). Für das Jahr 2024 wird für die Weltwirtschaft ein Wachstum von 2,4 % prognostiziert, wenngleich davon auszugehen ist, dass die großen Industrienationen in den Jahren 2024 und 2025 langsamer wachsen werden. (Quelle: Weltbank gem. Zeitungsartikel im Handelsblatt v. 09.01.2024). Hinzu kommen schwer kalkulierbare Risiken durch die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, die Entwicklung der Inflation und in der Folge der Zinslandschaft, sowie die wirtschaftliche Verfassung Chinas. Positiv schlagen voraussichtlich die Wachstumsnationen USA und Indien zu Buche. Europa wird eine unterdurchschnittlich positive Entwicklung vorausgesagt. Während das BIP in Deutschland mit einem Plus von zwischen 0,8 % unter den EU27 (+1,0 bis 1,3 %) liegen soll, wird für China (+4,0 %), Frankreich (+1,0 %), Italien (+1,0 %), Spanien (+1,5 %) und die USA (+1,5 %) ein stärkerer Anstieg vermutet. (Quellen: Haspa Kapitalmarkt v. 19.02.2024, ifo Institut v. 19.02.2024). Während die Suche nach und die Einstellung von ausreichend Arbeitskräften zur Sicherstellung einer adäquaten Besetzung aller Produktionslinien die größte Herausforderung darstellte, war die Belieferung von Rohstoffen und Vormaterialien jederzeit gewährleistet. Gemäß den aus dem europäischen bzw. weltweiten Branchenverband etma (European Tube Manufacturers Association) auf Basis des 1. Halbjahres vorliegenden statistischen Daten soll für das Jahr 2023 insgesamt der Markt bei Kunststofftuben europaweit ein Plus von ca. +4,5 % erreichen. LINHARDT konnte demgegenüber ein Wachstum von 11,5 % verzeichnen. 2. Geschäftsverlauf 2.1. Umsatz und Betriebsleistung Im Berichtsjahr wurden 186,3 Mio. Stk. Kunststofftuben (Vorjahr: 180,3 Mio. Stk.) abgesetzt. Mit Kunststofftuben konnte ein Umsatz erzielt werden, der 8 % über Vorjahresniveau liegt. Die Auftragslage lag im Berichtsjahr leicht über dem Vorjahr und erreichte zum Jahresende 2023 eine Kapazitätsauslastung von ca. 20 Wochen. Das gesamte Geschäftsjahr 2023 war geprägt vom Jahresmotto "VERLÄSSLICHKEIT, STABILISIERUNG, FÜHRUNG" (alle Bereichs- und Abteilungsziele wurden diesem übergeordneten Ziel gegenüber in die Pflicht genommen), um trotz anhaltender Personalknappheit den gestiegenen Kundenbedarf an Kunststofftuben erfüllen zu können. Die gestiegene Nachfrage und Absatzsteigerung basierte zum einen auf einer starken Nachfrage nach Private Label Produkte, zum anderen im Zuge der anhaltenden Nachhaltigkeitszielsetzung der Kunststoffbranche nach geringstmöglichen Wandstärken und damit Gewicht bei maximalem Einsatz von Altkunststoffen (PCR). Die Kostensteigerungen aus dem Vorjahr 2022 sowie die inflationsbedingten Tariferhöhungen und Überzahlungen zur Gewinnung von geeignetem Arbeits- und Fachpersonal im Berichtsjahr konnten zur Sicherstellung einer stabilen und verlässlichen Lieferversorgung über Verkaufspreiserhöhungen an die Kunden in zufriedenstellendem Umfang weitergegeben werden. Insgesamt war das Geschäftsjahr 2023 für LINHARDT ein erneut sehr erfolgreiches Jahr, da neben Volumensteigerungen, Sortimentsmixverbesserungen und zum Teil höheren Verkaufspreisen gleichzeitig auf der Kosten- und Fertigungsseite selektiv Produktivitäts- verbesserungen erzielt werden konnten. 2.2. Beschaffung Die Granulatpreise lagen im Berichtsjahr zeitweise unter Vorjahresniveau. Gleiches betraf Verschlüsse. Kostenausreißer nach oben waren PCR-Granulate und der zur Sauerstoffbarriere dienende Kunststoff EVOH. So blieb die Materialaufwandsquote von 40,15 % auf Vorjahresniveau. Die Logistikkosten, wie Frachten (im Zuge der Treibstoffkosten, Fahrermangel und EU-Richtlinien) und Containerbeschaffung, konnten sich gegenüber dem Vorjahr preislich beruhigen und stiegen selektiv an. 2.3. Personal- und Sozialbereich Die Beschäftigtenzahl hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht und belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 224 Mitarbeiter (Vorjahr: 217) inklusive 16 Auszubildende. Es wird weiterhin an der hohen Ausbildungsquote festgehalten, um einem möglichen Facharbeitermangel vorzubeugen. Die Krankheitsquote reduzierte sich auf 5,2 % gegenüber 6,4 % im Vorjahr. 2.4. Umweltschutz und Nachhaltigkeit In der Funktion "Integrierte Managementsysteme" (IMS) wird die Verantwortung zu den Themen Qualitätsmanagement, Managementsysteme, Nachhaltigkeit, Risiko-Management, Energie-Management und Compliance/CSR gebündelt. Für Kunden und andere Partner ist damit eine zentrale Kontaktstelle verfügbar. Der umfassende Nachhaltigkeitsbegriff ist ein wesentlicher Teil unserer Unternehmenspolitik. Ein schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Bereits seit 2016 wurde hierzu ein Team gegründet, welches sich diesen umfassenden Themen widmet. Umgesetzte Projekte sind z.B. Photovoltaik-Anlage, Effizienzverbesserung, Nachverbrennungsanlage sowie die erweiterte Nutzung von Recyclingmaterialien. Zur Unterstützung unserer Bestrebungen sind alle Standorte zertifiziert gemäß Umweltmanagementsystem ISO 14001 sowie Energiemanagementsystem ISO 50001. Des Weiteren sind wir bei den folgenden Plattformen registriert: Sedex (Audit gemäß smeta 2021) und Ecovadis. Diese Registrierung dient uns auch zur Ermittlung von Verbesserungspotentialen hinsichtlich nachhaltigem und ethischem Verhalten. Unser Qualitätsmanagementsystem ist darüber hinaus zertifiziert gemäß ISO 9001 (generelle QM-Systemanforderungen), ISO 15378 (Primärpackmittel für Arzneimittel - Besondere Anforderungen für die Anwendung von ISO 9001 entsprechend der Guten Herstellungspraxis) sowie nach BRCGS for Packaging materials (globaler Standard hinsichtlich Lebensmittelsicherheit). 2.5. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Die Eigentümerfamilie brachte 15 Mio. EUR als Kapitaleinlage in die Gesellschaft ein, um die Altschulden zu kompensieren und somit den Weg für Neuinvestitionen freizumachen. 3. Lage 3.1. Ertragslage Die Umsatzerlöse lagen um 8,7 % über dem Vorjahr bzw. 9,3 % über dem Budget. Die Budgetziele konnten erlösseitig um 3,3 Mio. EUR übertroffen werden. Der budgetierte Rohertrag von 23.090 TEUR wurde um 1.598 TEUR gesteigert. Die Materialaufwandsquote von 40,15 % blieb auf Vorjahresniveau. Die Personalaufwandsquote stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozentpunkte auf 35,4 % an. Der Jahresüberschuss verringerte sich auf 1.256 TEUR (Vorjahr: 1.697 TEUR). Dem Vorjahr lag ein außerordentlicher Ertrag aus Versicherungsentschädigungen zugrunde. 3.2. Finanzlage 3.2.1. Kapitalstruktur Die Kapitalanteile der GmbH Gesellschafter betragen insgesamt unverändert 4,0 Mio. EUR. Wie unter Punkt 2.5. dargelegt, tätigten unsere Gesellschafter eine Einlage in die Kapitalrücklage von insgesamt 15 Mio. EUR. Durch den Jahresüberschuss von 1.256 TEUR und der Kapitalrücklage von 15 Mio. EUR ist das Eigenkapital auf 16.437 TEUR angewachsen. 3.2.2. Investitionen Die Gesamtinvestitionen in das Anlagevermögen lagen im Berichtszeitraum bei 4,8 Mio. EUR und betrafen vor allem Anzahlungen für den Kauf der neuen ISIMIAT kombinierten Sieb- und Digitaldruckanlage (3,3 Mio. EUR) sowie die Aktivierung des Spritzgusswerkzeug Top Tube (0,4 Mio. EUR). 3.2.3. Liquidität Der Finanzmittelfonds in Höhe von -278 TEUR setzt sich zum Bilanzstichtag aus flüssigen Mitteln in Höhe von 1.039 TEUR und Kontokorrent-Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1.317 TEUR zusammen. Insgesamt ergibt sich im Geschäftsjahr eine Veränderung des Finanzmittelfonds in Höhe von 13.933 TEUR. Die Verbindlichkeiten aus Darlehen gegenüber Kreditinstituten verminderten sich durch planmäßige Tilgungen um 1.185 TEUR auf 1.911 TEUR zum 31. Dezember 2023. Die Kontokorrekt-Verbindlichkeiten konnten durch die getätigte Eigenkapitaleinlage der Gesellschafter um 12.964 TEUR abgebaut werden. Es bestehen gegenüber Kreditinstituten nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 28,2 Mio. EUR, die entweder von der Linhardt GmbH & Co. KG, Viechtach, der Linhardt GmbH, Pausa, oder der Linhardt & Co. GmbH, Hambrücken, genutzt werden können. Darüber hinaus hat die Linhardt GmbH & Co. KG, Viechtach, eine Kreditlinie von 6,0 Mio. EUR eingeräumt, die zum 31. Dezember 2023 mit 2,4 Mio. EUR valutiert. Die Finanzierung des Unternehmens ist durch Bankdarlehen sowie die zur Verfügung stehenden Kreditlinien sichergestellt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war aus dem laufenden Geschäftsbetrieb und durch Unterstützung aus den anderen Gesellschaften der LINHARDT-Gruppe jederzeit gegeben. 3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3.306 TEUR auf 26.472 TEUR erhöht. Das Anlagevermögen hat sich investitionsbedingt um 2.800 TEUR erhöht. Im Bereich des Umlaufvermögens haben sich die Vorräte um 553 TEUR vermindert. Die liquiden Mittel haben sich dagegen von 70 TEUR auf 1.039 TEUR erhöht. Die Rückstellungen sind um 452 TEUR gestiegen. Den größten Teil der Rückstellungen stellen die Drohverlust- und Garantierückstellung in Höhe von 465 TEUR dar, sowie Rückstellungen für Personal von 440 TEUR und die Jubiläumsrückstellung von 413 TEUR. Insbesondere war die Passivseite vom Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten geprägt. Diese reduzierten sich deutlich um 14.149 TEUR auf 3.228 TEUR. Gegenläufig entwickelten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einem Anstieg von 712 TEUR. Bedingt durch den Jahresüberschuss von 1.256 TEUR und der Kapitaleinlage von 15 Mio. EUR erhöhte sich das Eigenkapital auf 16.437 TEUR, wodurch sich auch die Eigenkapitalquote von 0,8 % auf 62,1 % deutlich verbesserte. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wichtigsten Größen zur Steuerung des Unternehmens sind der Umsatz und das Jahresergebnis. Darüber hinaus sind auch noch der Rohertrag sowie die Personal- und Betriebsaufwendungen relevant. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden insbesondere bei Maßnahmen zur Personalentwicklung, der Gesundheitsquote und Mitarbeiterschulungen angewandt. 5. Gesamtaussage Nach der im Geschäftsjahr 2022 erfolgreich abgeschlossenen Sanierung der Gesellschaft konnte nun im dritten Jahr hintereinander ein positives operatives Ergebnis erwirtschaftet werden. Die Geschäftsführung ist mit der operativen Geschäftsentwicklung sehr zufrieden. C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 1. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 wurde als Jahresmotto "LEAN HEART" ausgerufen, um zum einen die bestehenden Lean Production Prozesse (Gemba, Six Sigma, 5S) weiter zu professionalisieren und auf die nächste Stufe zu bringen. Zum anderen sollen alle Bereiche der Wertschöpfung sowie Randbereiche von der Entwicklung über Konstruktion bis hin zum Versand einbezogen werden. Jeder Mitarbeiter soll so seinen Platz im Lean Heart Gedanken, Halt und Orientierung zur Zielerreichung für das Jahr 2024 erhalten. Produktionsseitig wird konsequent auf PE-Mono- und Coextrusionstuben aus maximal technisch vertretbarem PCR (Post Consumer Recycled) und den Kapazitätsausbau des HD-6-Farbendrucks auf 70 % ebenso gesetzt wie auf die Internationalisierung unserer Vertriebsaktivitäten, den Geschäftsausbau unserer Key-Account-Kunden und den Ausbau unserer marktführenden Stellung in der DACH-Region. Ebenso wird von einer erfolgreichen Vermarktung der neu entwickelten Top Tube ausgegangen. Insgesamt wird aufgrund steigender Absatzmengen von einem deutlichen Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr ausgegangen. Bedingt durch Steigerungen in den Personalkosten sowie auf der Beschaffungsseite wird ein leicht schwächeres positives Ergebnis vor Steuern erwartet. 2. Risikobericht 2.1. Krieg in der Ukraine und dem Nahen Osten Für LINHARDT ist zum heutigen Zeitpunkt von keinen weiteren unmittelbaren Risiken aus den beiden Kriegen in der Ukraine und dem Nahen Osten im Hinblick auf alle nennenswerten Waren- und Kostengruppen sowie mögliche Lieferengpässe auszugehen. 2.2. Risiken mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit Darunter fallen Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von > 50 % und/oder Auswirkung > 500 TEUR auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, worunter der Währungssektor, Rohstoff- und Energiepreise sowie Debitorenausfallrisiken fallen. Im Energiebereich konnten aufgrund frühzeitiger Tranchenzukäufe die Preissteigerungen bei Strom und Gas begrenzt werden. Die wesentlichen Hauptmärkte der Gesellschaft befinden sich im Euro-Raum. Lieferverträge mit Kunden außerhalb der Eurozone und Europas schließen wir in der Regel in Euro ab. In unseren Märkten hat sich im Jahr 2023 trotz der Kostensituation auf der Beschaffungs- und Personalkostenseite der Wettbewerbs- und Preisdruck weiter fortgesetzt. Die Kostensteigerungen konnten an die Kunden teilweise weitergegeben werden, wobei insbesondere die Rohstoffklausel für Aluminium und Kunststoffgranulate an die Indizes LME respektive KI gekoppelt ist. Dem Ausfallrisiko im Bereich Debitoren wird bei Neukunden durch regelmäßige Auskunftseinholung hinsichtlich ihrer Bonität entgegengewirkt. Eine Auslieferung unserer Produkte erfolgt grundsätzlich, entsprechend unseren allgemeinen Geschäftsbedingungen, unter Eigentumsvorbehalt bis zur vollständigen Bezahlung. Dazu besteht eine Warenkreditversicherung, die größere Forderungsausfälle absichert. Weiter werden Fremdwährungsforderungen, soweit es sinnvoll erscheint, durch Devisentermingeschäfte abgesichert. 2.3. Risiken mit verminderter Eintrittswahrscheinlichkeit Risiken mit verminderter Eintrittswahrscheinlichkeit (< 50 %) und/ oder Auswirkung < 500 TEUR auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage können sich insbesondere aus dem Fachkräftemangel ergeben. Um diesem zu begegnen, wurde die Aus- und Weiterbildungstätigkeit ausgebaut. 2.4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken aller Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. 2.5. Gesamtaussage Es besteht ein internes Kontrollsystem, aufgrund dessen permanente Kontrollen in der Verantwortung der Geschäftsführung vorgenommen werden. Hierdurch wird sichergestellt, dass jede negative Entwicklung auf den Beschaffungs und Absatzmärkten frühzeitig erkannt wird. Es ist eine betriebliche Kosten- und Planungsrechnung installiert, die die Entwicklung der Kosten transparent macht; diese Kosten- und Planungsrechnung wird monatlich abgestimmt und analysiert, und es werden gegebenenfalls notwendige Maßnahmen veranlasst. Die Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft ist geordnet. Die laufenden Zahlungsverpflichtungen werden unter Ausnutzung von Skonto erfüllt. Insgesamt erwarten wir, dass das implementierte Kontrollsystem sowie die im Abschluss getroffenen Maßnahmen keine übermäßig negativen Auswirkungen oder gar eine Bestandsgefährdung aus den erläuterten Risiken auf unsere Gesellschaft zulassen. 3. Chancenbericht Oberste Priorität ist, das erreichte Unternehmensergebnis zu stabilisieren und weiter auszubauen. Dabei wird weiterhin neben einer auf Neukunden und den Ausbau von Bestandskunden fokussierten Vertriebsoffensive, der durchgeführten Kapazitätserweiterung im HD-Druck und ab 2024 zusätzlich Sieb- und Digitaldruck sowie der Nachhaltigkeit gemäß unserem Unternehmensziel Rechnung getragen werden. Ebenso werden die bereits im Herbst 2019 erfolgreich begonnenen Maßnahmen in die Verbesserung der Produktionsleistungskennzahlen wie OEE (Overall Equipment Effectiveness)- Steigerung, Taktzahlerhöhung und Ausschussreduzierung bei gleichzeitig regelmäßiger Instandsetzung und Wartung des Anlagenequipments weiterentwickelt. Darüber hinaus wird ein gezieltes Personalentwicklungsprogramm in Ausbildung und Weiterentwicklung unseres Fach- und Führungspersonals helfen, neben dem Einsatz von personellen Ressourcen aus der Gruppe den Standort weiter in die Gewinnzone zu führen. Alle Aktivitäten haben zur Grundlage, einen vertrauens- und respektvollen Umgang unter- und miteinander zu pflegen, der die Unternehmenskultur langfristig verbessert.
Hambrücken, den 12. April 2024 Johannes Schick, Geschäftsführung der Linhardt & Co. GmbH, Hambrücken BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023LINHARDT & CO. GMBH, HAMBRÜCKENDer Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Linhardt & Co. GmbH, Hambrücken Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Linhardt & Co. GmbH, Hambrücken, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Linhardt & Co. GmbH, Hambrücken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Deggendorf, 12. April 2024 Dr.
Kittl & Partner GmbH
Karl Schröder, Wirtschaftsprüfer Andreas Schwarzhuber, Wirtschaftsprüfer FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSESLINHARDT & CO. GMBH, HAMBRÜCKENDie Gesellschafterversammlung vom 21. Mai 2024 hat die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 beschlossen. |
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