walter services Europa Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Barfuß seit 27.3.2026 | Prokura |
Rafael Schmidt seit 27.3.2026 | Prokura |
Tim Brauer seit 20.8.2025 | Prokura |
Wolfgang Salzig seit 20.8.2025 | Prokura |
Volker Russeck seit 20.8.2025 | Prokura |
Susanne Leyrer seit 9.2.2023 | Prokura |
Steven Herbst seit 16.10.2017 | Prokura |
Meinolf Maria Brauer seit 22.2.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
walter services GmbHEttlingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Lagebericht zum 31. Dezember 2015A. Geschäftstätigkeit, wirtschaftliches Umfeld und rechtliche Verhältnisse1. Geschäftstätigkeit: Die walter services GmbH ist als Dienstleistungsunternehmen für Kundenservice und Vertrieb im deutschsprachigen Raum tätig. Die walter services GmbH bedient sich be- züglich der Leistungserbringung ihrer operativen, branchenübergreifenden Kundencenter-Gesellschaften. Darüber hinaus erbringt die Gesellschaft in 2015 als Shared Service Center interne Dienstleistungen für die walter services Gruppe wie Informationstechnologie, Rechnungswesen und Controlling. Die walter serivces GmbH weist bei Umsatzerlösen in Höhe von 52,3 Mio. Euro (Vorjahr: 72,0 Mio. Euro) einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -4,5 Mio. Euro aus (Vorjahr: -7,7 Mio. Euro), welcher im Wesentlichen auf Sondereffekte aus dem Verzicht auf die Rückzahlung von Darlehen von Tochtergesellschaften in Höhe von 4,1 Mio. EUR beruht. 2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Gemäß den Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war die konjunkturelle Lage in Deutschland im Jahr 2015 durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2015 um 1,7 % höher als im Vorjahr. Im vorangegangenen Jahr war das BIP in ähnlicher Größenordnung gewachsen (+ 1,6 %), 2013 lediglich um 0,3 %. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2015 wieder über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,3 % lag. Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts trugen sowohl das Produzierende Gewerbe ohne Baugewerbe als auch die Dienstleistungsbereiche insgesamt zur wirtschaftlichen Belebung im Jahr 2015 bei. Das Produzierende Gewerbe, das ohne das Baugewerbe gut ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung erwirtschaftet, konnte spürbar um 2,2 % zulegen. Daneben entwickelten sich auch die Dienstleistungsbereiche überwiegend positiv. Lediglich die Finanz- und Versicherungsdienstleister lagen 2015 preisbereinigt mit - 1,0 % im Minus. Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen haben sich in 2015 erschwert. Die Call-Center-Branche ist zwar wie die Gesamtwirtschaft weiterhin leicht gewachsen, dennoch hat der Verdrängungswettbewerb wieder spürbar zugenommen. Dieser wurde überwiegend über die Preise ausgetragen. 3. Rechtliche Verhältnisse Gemäß notariellem Kaufvertrag mit Datum vom 25. Juni 2015 (Signing Date) wurde der 1%-ige Anteil der walter services GmbH an der walter services Romania S.R.L. mit Wirkung zum 30. Juni 2015 (Effective Date) an die webhelp-Gruppe veräußert. Das Closing hierzu fand am 13. November 2015 statt. 4. Darstellung der Lage der Gesellschaft Ertragslage Die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen, die die Gesellschaft in ihrer Funktion als Shared Service Center für die Gesellschaften des walter services Konzerns erbringt betragen im Berichtszeitraum 13,4 Mio. EUR (Vorjahr: 13,0 Mio. Euro). Die Umsatzerlöse in Höhe von 38,9 Mio. Euro (Vorjahr: 59,0 Mio. Euro), die die walter services GmbH mit Kunden aus den Branchen Telecommunication, Commerce, Media/Tech, Healthcare und Utility erzielt, reicht die Gesellschaft im Rahmen der konzerninternen Leistungserbringung an ihre operativen Tochterunternehmen weiter. Die Gesellschaft weist in 2014 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -4,5 Mio. EUR (Vorjahr: -7,7 Mio. EUR) aus. Dabei wurden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 2,7 Mio. EUR ausgewiesen, die einen Ertrag aus dem Forderungsverzicht der Mutter-gesellschaft in Höhe von TEuro 1,8 Mio. EUR enthalten. Auf Grund der Entscheidung des Managements hat die Gesellschaft selbst auf die Rückzahlung von Darlehen in Höhe von 4,1 Mio. EUR verzichtet. Das Ergebnis ergibt sich auch aus einem Anstieg der Personalaufwendungen um rund 0,7 Mio. EUR, die auf Kosten im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen basieren. Der Anstieg des Zinsaufwands ist im Zusammenhang mit dem seit Beginn des Berichtszeitraums eingerichteten Cash-Pools bei der Muttergesellschaft zu sehen. Finanzlage Die liquiden Mittel der Gesellschaft betragen am 31. Dezember 2015 1,0 Mio. Euro (31.12.2014: 1,5 Mio. Euro). Eine Kreditlinie gab es nicht. Allerdings nutzt die Gesellschaft zur Optimierung der kurzfristigen Liquiditätssteuerung die Forderungsfinanzierung mittels Factoring. Dem Unternehmen steht hierbei seit dem Anfang April 2016 ein Factoringrahmen in Höhe von 10 Mio. EUR zur Verfügung. Zur Optimierung der konzerninternen Verrechnung hat das Management im Berichtsjahr eine Cash-Pool-Vereinbarung mit allen Gesellschaften der walter services Gruppe unterzeichnet, wobei Cash-Pool-Fiührerin die walter services Holding GmbH ist. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt 19,3 Mio. Euro (31.12.2014: 17,0 Mio. Euro) und hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dies resultiert insbesondere aus konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten. Die kurzfristige Vermögenslage beläuft sich auf 11,4 Mio. Euro (31.12.2014: 9,0 Mio. Euro) und betrifft mit 4,2 Mio. Euro (31.12.2014: 5,2 Mio. Euro) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie mit 1,0 Mio. Euro (26.09.2014: 1,5 Mio. Euro) liquide Mittel. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2015 22,0% (31.12.2014: 45,3%) und hat sich durch den Bilanzverlust verschlechtert. Die Verbindlichkeiten in Höhe von 13,4 Mio. Euro (31.12.2014: 6,7 Mio. Euro) betreffen mit 12,3 Mio. Euro (31.12.2014: 3,2 Mio. Euro) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Cash-Pooling, mit 0,8 Mio. Euro (31.12.2014: 2,7 Mio. Euro) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die erst im Folgejahr beglichen wurden und mit 0,4 Mio. Euro (31.12.2014: 0,6 Mio. Euro) sonstige Verbindlichkeiten. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1,6 Mio. Euro (31.12.2014: 2,6 Mio. Euro) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Abfindungen, für Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten, für ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen für den Personalbereich. Das Ergebnis der Gesellschaft ist im Berichtsjahr im Wesentlichen geprägt durch die wirtschaftliche Entlastung der Tochtergesellschaften durch die von der walter services GmbH gewährten Forderungsverzichtserklärung auf die zum 31. Dezember 2015 bestehenden Darlehensforderungen (rd. 4,1 Mio. Euro). Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2015 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 56 Mitarbeiter (Vorjahr: 44 Mitarbeiter). B. Bericht über Chancen und Risiken und die zukünftige Entwicklung des Unternehmens1. Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung Chancen Kunden / Markt
Management / Personal
Infrastruktur
Finanzen
Risiken Kunden / Markt
Management / Personal
Infrastruktur
Finanzen
Nach aktueller Einschätzung des Managements haben aktuell weder die skizzierten Chancen noch die Risiken eine bedeutende Auswirkung auf die zugrunde gelegte Unternehmensplanung. 2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Grundsätzlich sieht das Management der walter services GmbH die Entwicklung des Unternehmens positiv. Bereits in 2014 und 2015 wurde der Grundstein für eine solide Zukunft der Gesellschaft auf verschiedenen Ebenen gelegt. In 2016 erwartet das Management ein operatives Ergebnis von 1,0 Mio. EUR. Das um eine Mio. EUR schlechtere Ergebnis aus dem Vorjahr gegenüber dem prognostizierten Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus den höher gewährten Forderungsverzichten. Durch die bestehende Umlagesystematik in der walter-Gruppe, welche auf einem cost-plus Ansatz basiert, sowie durch das direkte Durchreichen der Kundenumsätze an die Subunternehmer wird das EBITDA der walter services GmbH in 2016-2017 jeweils ein positives Ergebnis. Kunden
Personal / Management
IT/Standort-Infrastruktur
Ausblick 2017 Die walter services-Gruppe geht mit einer stabilen Kundenbasis in das Geschäftsjahr 2017. Das Hauptaugenmerk liegt in 2017ff. auf einer weiter steigenden Wertbeitragsoptimierung je Agent. Aufgrund der Liquiditätsplanung, die integrierter Bestandteil der gesamten Unternehmensplanung der walter services GmbH ist, gehen wir davon aus, dass die Liquidität der Gesellschaft innerhalb der nächsten 12 Monate gesichert ist. 3. Ereignisse nach dem BilanzstichtagDie im Insolvenzplan beschlossene Herabsetzung des Stammkapitals um T€ 450 auf T€ 50 - vereinfachte Kapitalherabsetzung zur Abdeckung entstandener Verluste - ist mit der Eintragung der Herabsetzung im Handelsregister am 21. Januar 2016 wirksam und entsprechend im Jahresabschluss des entsprechenden Jahres ausgewiesen. Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015I. Allgemeine AngabenDie walter services GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie der Regelungen des Gesellschaftsvertrags der Gesellschaft aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Die walter services GmbH finanziert ihren kurzfristigen Liquiditätsbedarf im Rahmen eines (echten) Factoring-Geschäfts. Die Gesellschaft verkauft einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an ein Factoring-Institut und kann nach Bedarf das so entstandene Kreditvolumen - bis zu einem vertraglich vereinbarten Höchstobligo - in Anspruch nehmen. Daher sind die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um den bis zum Bilanzstichtag fakturierten und veräußerten Forderungsbestand verkürzt. Der nicht ausgeschöpfte Kreditrahmen beziehungsweise der gegenüber dem Factoring-Institut entstandene Kaufpreisanspruch für jede bis zum Bilanzstichtag fakturierte und vom Factoring-Institut angekaufte Forderung abzüglich einer bis zu diesem Zeitpunkt entstandenen Gegenforderung des Factoring-Instituts (Factoring-Gebühren und Zinsen) ist in der Bilanz unter dem Posten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" ausgewiesen. II. Ereignisse von besonderer Bedeutung im Geschäftsjahr 2015Im Geschäftsjahr 2015 hat die walter services Holding GmbH der walter services GmbH diverse Darlehen zur Verfügung gestellt. Zum 31. Dezember 2015 valutierten die Ansprüche der walter services Holding GmbH auf Rückzahlung dieser Darlehen inklusive Zinsen auf insgesamt EUR 1.831.031,13. Um die walter services GmbH wirtschaftlich zu entlasten, wurde zwischen der walter services Holding GmbH und der walter services GmbH die Vereinbarung getroffen, dass die walter services Holding GmbH auf die zum 31.Dezember 2015 bestehende Darlehensforderung mit Wirkung zum 31. Dezember 2015 verzichtet. Darüber hinaus hat die walter services Holding GmbH im Zuge der Abwicklung der Insolvenzverfahren an sie abgetretene Ansprüche in Höhe von T€ 1.010 in die Kapitalrücklage der Gesellschaft eingelegt. Die Ansprüche entstanden aufgrund angemeldeter Forderungen in den Insolvenzverfahren gegenüber den sogenannten Telekomgesellschaften. Dadurch hat sich die Kapitalrücklage der walter services GmbH zum 31. Dezember 2015 auf insgesamt T€ 25.372 (Vorjahr: T€ 24.362) erhöht. Aufgrund der Rahmenvereinbarung zur Konzerninternen Darlehensgewährung vom 2. Juni 2014 hat die walter services GmbH an ihre Tochtergesellschaften mehrere Darlehen gewährt. Zum 31. Dezember 2015 betragen die Darlehen einschließlich aufgelaufener Zinsen insgesamt TEUR 7.195. Zur wirtschaftlichen Entlastung einiger Tochtergesellschaften hat die walter services GmbH mit Forderungsverzichtserklärung vom 01. Dezember 2015 auf einige zum 31. Dezember 2015 bestehenden Darlehensforderungen in Höhe von T€ 4.093 verzichtet. Die Aufwendungen aufgrund der Ausbuchung der Darlehensforderung sind unter dem Posten sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen und setzen sich wie folgt zusammen:
III. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden1. Allgemeine Angaben Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Dies wird durch unsere Unternehmensplanung und ein vorliegendes Gutachten nach dem IDW Standard S 6 belegt. 2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter € 150; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüterwird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 150 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 150 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Erläuterungen zu BilanzpostenAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - setzen sich wie folgt zusammen:
Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder und nicht dauernder Wertminderung wurden bei den Wertansätzen für Anteile an verbundenen Unternehmen gemäß § 253 Abs. 3 HGB in Höhe von T€ 5 vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten entsprechend der Umsetzung des Insolvenzplans der walter services GmbH Forderungen aus dem Treuhandverhältnis gegen den Insolvenzverwalter in Höhe von insgesamt T€ 390 (Vorjahr: T€ 1.057). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 5.192 (Vorjahr: T€ 682) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 50 (Vorjahr: T€ 682) und Finanzverkehr T€ 3.102 (Vorjahr: T€ 0) und in Höhe von T€ 2.040 um geleistete Anzahlungen auf bereits erbrachte Dienstleistungen, die aber noch nicht endabgerechnet sind zum Stichtag. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten:
Eigenkapital
Gemäß Abschnitt "C.V. Gesellschaftsrechtliche Maßnahmen" des Insolvenzplans in der Fassung vom 27. November 2013 wurde beschlossen, das Stammkapital der Gesellschaft von EUR 500.000,00 um EUR 450.000,00 auf EUR 50.000,00 zum Zwecke der Abdeckung der entstandenen Verluste (vereinfachte Kapitalherabsetzung) herabzusetzen. Die Kapitalherabsetzung wird erst mit der Eintragung in das Handelsregister der Gesellschaft wirksam. Diese erfolgte am 21. Januar 2016 im Handelsregister unter HR B-Nr.362258 beim Amtsgericht Mannheim. Um die Liquidität der walter services Gruppe zu verbessern hat die Walter Luxembourg Holdings S.C.A. im Rahmen der Umsetzung des Insolvenzplans gemäß "Vereinbarung zur Einlage von Vorabausschüttungsansprüchen gegen die Telekomgesellschaften in die Kapitalrücklage" vom September 2014 einen Teilanspruch der gegenüber den sogenannten Telekomgesellschaften angemeldeten Forderungen in Höhe von T€ 1.010 an die walter services Holding GmbH abgetreten, welche ihrerseits die abgetretenen Vorabausschüttungsansprüche in die Kapitalrücklage der walter services GmbH eingelegt hat. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 12.259 (Vorjahr: T€ 741) betreffen mit T€ 12.013 (Vorjahr: T€ 937) die Gesellschafterin. Dabei handelt es sich um den in 2015 neu vereinbarten Cashpool mit der walter services Holding GmbH. V. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse aus Dienstleistungen resultieren aus Dienstleistungen, die die Gesellschaft in ihrer Funktion als Shared Service Center für die Gesellschaften der walter-services-Gruppe erbringt. Sie enthalten im Wesentlichen IT-Umlagen in Höhe von T€ 6.410 (Vorjahr: T€ 7.365) und Verwaltungsumlagen in Höhe von T€ 5.003 (Vorjahr: T€ 5.644). Die sonstigen Umsatzerlöse der walter services GmbH beinhalten Leistungen gegenüber den Kunden des walter services Konzerns, wobei sich die Gesellschaft hinsichtlich der operativen Leistungserbringung ihrer Tochterunternehmen bedient. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in der Höhe von T€ 2.760 (Vorjahr: T€ 1.722) enthalten im Wesentlichen weiterbelastete Kosten für EDV-Fremdleistungen in Höhe von T€ 340 (Vorjahr: T€ 565), periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 312 (Vorjahr: T€ 553), Mieterlöse in Höhe von T€ 36 (Vorjahr: T€ 314) sowie Forderungsverzicht durch die walter services Holding GmbH in Höhe von T€ 1.831 (Vorjahr: T€ 0). Die periodenfremden Erträge resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen. Aufwendungen für bezogene Leistungen Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 39.657 (Vorjahr: T€ 60.614) betreffen mit T€ 38.955 (Vorjahr: T€ 58.616) die von den Tochterunternehmen in Rechnung gestellte operative Leistungserbringung, die die Gesellschaft gegenüber den Kunden des walter services Konzerns abrechnet (wir verweisen auf unsere Erläuterungen unter Umsatzerlöse in diesem Abschnitt). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen:
Hinsichtlich der Forderungsverzichte verweisen wir auf unsere Ausführungen in Abschnitt II. Ereignisse von besonderer Bedeutung im Geschäftsjahr 2015. VI. Sonstige AngabenArbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2015 waren durchschnittlich 56 Mitarbeiter beschäftigt: Geschäftsführung Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2015 Herr
Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für Avale der walter services Holding GmbH T€ 135 (31.12.2014: T€ 229) und für Avale der walter services Marburg GmbH T€ 0 (31.12.2014: T€ 2.050). Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird. Für fünf Tochterunternehmen hat die Gesellschaft eine Finanzierungsbestätigung ("harte" Patronatserklärung) abgegeben. Das Risiko ist nicht bezifferbar und das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering angesehen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen entstehen im Wesentlichen aus der Anmietung von Fahrzeugen und Hardware. Die Verpflichtungen aus Mietverträgen entstehen aus der Anmietung von Immobilien und Büroflächen. Es bestehen zum Bilanzstichtag hinsichtlich der Mietverträge Optionen auf Verlängerung der Vertragsverhältnisse. Die Konditionen dieser Verlängerungsoptionen sind teilweise frei verhandelbar oder identisch mit den derzeitig geltenden Konditionen der Verträge. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahe stehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:
Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der walter services Holding GmbH, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe. Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der MBHB Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Vettelschoß einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Insofern nimmt die Gesellschaft die Befreiung zur Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses in Anspruch. Der Konzernabschluss der MBHB Vermögensverwaltungs GmbH ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen. Die Berichtsgesellschaft nimmt die Befreiung von der Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses gemäß § 291 Abs. 2 HGB in Anspruch.
Ettlingen, den 17. Oktober 2016 walter services GmbH Meinolf Brauer Entwicklung das Anlagevermögens zum 31. Dezember 2015
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der walter services GmbH, Ettlingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Karlsruhe, den 17. Oktober 2016 PricewaterhouseCoopers
Dieter Wißfeld, Wirtschaftsprüfer Dr. Martin Nicklis, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde am 21. Oktober 2016 festgestellt. |
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