EDEKA Fruchtkontor Logistik GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mario Slunitschek seit 13.1.2025 | Geschäftsführer |
Christian Siebenbrock seit 13.1.2025 | Prokura |
Sandra Heller seit 23.12.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG (vormals: EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG)HamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KonzernlageberichtGeschäftsmodell des EDEKA ZENTRALE Konzerns Der EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG Konzern (EDEKA ZENTRALE Konzern) ist ein Teil des EDEKA-Verbunds. Die wirtschaftliche Entwicklung der EDEKA ZENTRALE und des EDEKA ZENTRALE Konzerns kann nur im unmittelbaren Zusammenwirken mit der Gesamtheit aller Unternehmen im EDEKA-Verbund betrachtet und nachvollzogen werden. Dabei handelt es sich primär um die rund 3.500 selbstständigen EDEKA-Einzelhandelsunternehmer:innen, die den weit überwiegenden Teil der EDEKA-Märkte betreiben. Sieben regionale EDEKA-Großhandelsbetriebe (nachfolgend Großhandelsbetriebe) versorgen die EDEKA-Einzelhandelsunternehmer:innen mit einem breit gefächerten Sortiment hochwertiger Lebensmittel und unterstützen die Entwicklung von Standorten.
Der EDEKA-Verbund stellt die Förderung des selbstständigen Einzelhandels bei der Existenzsicherung und -gründung sowie seine kontinuierliche Geschäftsentwicklung im Wettbewerbsumfeld in den Mittelpunkt des Organisationsmodells. Der genossenschaftliche Förderauftrag ist somit oberste Leitlinie des Verbunds. Die Koordination der EDEKA-Strategie erfolgt durch die EDEKA ZENTRALE. Sie steuert das nationale Warengeschäft einschließlich der Weiterentwicklung des Eigenmarken-Programms, verbunden mit einem umfangreichen Qualitätssicherungssystem. Ebenso bündelt sie zahlreiche nationale Vertriebs- und Marketingaktivitäten, etwa die erfolgreiche Markenkampagne "Wir <3 Lebensmittel". Aus der EDEKA-Zentrale erfolgen die Impulse zur Realisierung verbundübergreifender Ziele wie beispielsweise dem Schaffen durchgängiger IT-Strukturen, der Entwicklung von Fachmarktkonzepten oder von zeitgemäßen Personalentwicklungs- und Qualifizierungskonzepten für den Einzelhandel. Die EDEKA ZENTRALE betreibt außerdem das Zentralregulierungsgeschäft für die Industrie auf der einen und für die Großhandelsbetriebe, Netto Marken-Discount Stiftung & Co. KG (nachfolgend Netto Marken-Discount oder Netto) sowie weitere Tochtergesellschaften auf der anderen Seite. Mit ihrem Tochterunternehmen Netto Marken-Discount ist der EDEKA ZENTRALE Konzern erfolgreich im deutschen Discountgeschäft aktiv. Weiterhin ist die EDEKA ZENTRALE mehrheitlich an der BUDNI Handels- und Service GmbH & Co. KG (nachfolgend BHSG) beteiligt, die für den Drogeriemarktbetreiber Budnikowsky (nachfolgend Budni) und den EDEKA-Verbund Warenlieferungen sowie drogeriemarktspezifische Dienstleistungen erbringt. Des Weiteren werden im Konzern durch die Unternehmen der Sonnländer-Gruppe (nachfolgend Sonnländer) Fruchtsaftgetränke produziert. Zur Produktion vorgegarter Teiglinge wird mit einem Kooperationspartner ein vollautomatisches Backwerk mit automatisiertem Tiefkühllager betrieben. Das Tochterunternehmen EDEKA Einkaufskontor GmbH (nachfolgend EEK) und ihre Tochtergesellschaften agieren für den EDEKA ZENTRALE Konzern in den Bereichen Fruchtkontor sowie Import und sonstiger Handel. Als einer der größten europäischen Fruchtvermarkter steuert der Bereich Fruchtkontor den weltweiten Einkauf von Obst und Gemüse sowie Blumen und Pflanzen aus rund 85 Ländern mit mehr als 1.000 Produzenten für den EDEKA-Verbund. Zu den Aufgaben des Bereichs Import und sonstiger Handel zählt insbesondere der Import von Konserven, Trockenfrüchten und Spirituosen. Gemeinsam mit dem niederländischen Online-Händler Picnic hat EDEKA im Geschäftsjahr 2020 das Unternehmen Everest B.V. (nachfolgend EVEREST) mit Sitz in Amsterdam gegründet. In 2022 ist das französische Unternehmen Système U (Anteile erworben durch Coopérative U Enseigne, Rungis Cedex/Frankreich) als weiterer Gesellschafter in die EVEREST eingetreten. Ziel und Aufgabe der EVEREST ist die konsequente Fortführung der internationalen Ausrichtung der Beschaffungsaktivitäten, der zentrale Einkauf von Lebensmitteln im Markenbereich, die Durchführung von Verhandlungen mit Lieferanten für die drei Unternehmen sowie die Weiterentwicklung des Eigenmarkengeschäfts. Im Frühjahr 2021 hat die EDEKA ZENTRALE ihre Anteile an dem internationalen Bündnis AgeCore an die verbleibenden Gesellschafter veräußert und gleichzeitig mit fünf weiteren Partnern die Epic Partners SA, Genf / Schweiz, (nachfolgend EPIC) gegründet. Seit 2022 besteht das Bündnis neben der EDEKA ZENTRALE aus sechs weiteren Partnern. Die EPIC ermöglicht es den beteiligten Handelsunternehmen, ihre vertrieblichen Leistungen auf internationaler Ebene zu bündeln. Die Aufgabe von EPIC ist es, ergänzende internationale Dienstleistungen und vertriebliche Aktivitäten für die beteiligten Partner zu verhandeln und vertraglich zu vereinbaren. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2022 war stark geprägt vom Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, einem sehr deutlichen Anstieg der Inflation primär bedingt durch stark gestiegene Energiepreise sowie anhaltende Störungen der weltweiten Lieferketten. In diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld erwies sich die deutsche Wirtschaft als widerstandsfähig und verzeichnete einen Anstieg des (preisbereinigten) Bruttoinlandsproduktes von 1,8 Prozent. Das Wachstum fällt damit um 0,9 Prozent geringer aus als im Vorjahr, liegt aber um 0,6 Prozent höher als im Jahr 2019 vor der Corona-Pandemie. Wichtigste Konjunkturstütze waren die privaten Konsumausgaben, die insbesondere durch die Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im ersten Halbjahr preisbereinigt um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stiegen. Auch verzeichnet die Statistik 589.000 mehr Erwerbstätige als im Vorjahr, insbesondere bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Im Einzelhandel insgesamt verzeichnet das Statistische Bundesamt ein Umsatzwachstum von nominal 8,2 Prozent. Preisbereinigt haben sich die Umsätze in der Branche allerdings um 0,3 Prozent verringert. Im Berichtsjahr ist die Inflationsrate mit 7,9 Prozent auf den höchsten Stand seit über 70 Jahren gestiegen. Für den hohen Anstieg der Inflationsrate waren vor allem die deutlich höheren Preise für Energieprodukte (Anstieg um 34,7 Prozent) und Nahrungsmittel (Anstieg um 13,4 Prozent) ursächlich. Durch die Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen verzeichnete insbesondere die Gastronomie Zuwächse von preisbereinigt gut 47 Prozent, wohingegen der Online-Handel laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) trotz weiterem Umsatzwachstum von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an die Wachstumsdynamik der beiden Vorjahre nicht mehr anknüpfen konnte. Während in den Pandemiejahren der Vollsortimenter und die Drogeriemärkte deutlich bessere Entwicklungen als der Mittelwert verzeichnen konnten, haben 2022 die Discounter nach den Erhebungen der GfK an Marktanteil gewonnen und verzeichnen Umsatzsteigerungen von 7,6 Prozent. Geschäftsverlauf 2022Entwicklung des EDEKA-Verbunds im Überblick
Der EDEKA-Verbund hat seine Position im weiterhin von hoher Wettbewerbsintensität geprägten deutschen Lebensmitteleinzelhandel verteidigt. Mit EUR 66.223 Mio. (Vorjahr EUR 62.721 Mio.) stieg der Gesamtumsatz 2022 um 5,6 Prozent. Die Sparte Lebensmitteleinzelhandel verzeichnete im selben Zeitraum einen Umsatzzuwachs von 4,7 Prozent auf EUR 61.605 Mio. (Vorjahr EUR 58.826 Mio.). Der selbstständige Einzelhandel bildet das Kerngeschäftsfeld des Verbunds und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 Erlöse in Höhe von EUR 36.482 Mio. (Vorjahr EUR 34.673 Mio.) und damit ein Plus von 5,2 Prozent. Die positive Entwicklung im Bereich C+C / Großverbrauchergeschäft ist wesentlich auf die Aufhebung der Corona-Beschränkungen in der Gastronomie sowie in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung zurückzuführen. Die rückläufigen Online-Umsätze sind im Verkauf der Bringmeister Gesellschaften im Mai 2021 begründet. Geschäftsverlauf des EDEKA ZENTRALE Konzerns im Überblick Ertragslage des EDEKA ZENTRALE KonzernsUmsatzentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr
* Im Vorjahr unter den Sonstigen Gesellschaften Der EDEKA ZENTRALE Konzern erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz in Höhe von EUR 47.045,8 Mio. und lag damit um 7,1 Prozent über dem Vorjahreswert (Vorjahr EUR 43.938,5 Mio.). Die Umsatzentwicklung des Jahres 2022 war maßgeblich vom allgemeinen Preisanstieg, der Fortsetzung des organischen Flächenwachstums und dem weiter steigenden Kundenzuspruch insbesondere bei Netto Marken-Discount geprägt. Das Warengeschäft der EDEKA-Zentrale - bezogen auf den Umsatz - legte um EUR 2.680,1 Mio. zu. Hier wirkten sich, neben den inflationsbedingt gestiegenen Lebensmittelpreisen, ein erhöhter Warenbezug seitens der Großhandelsbetriebe, aber auch das gestiegene Verrechnungsvolumen von Netto Marken-Discount aus. Die Gesamtverkaufsfläche im EDEKA-Verbund stieg von 11,9 auf 12,0 Mio. Quadratmeter. Nicht länger zeitgemäße und kleinere Standorte wurden dabei durch größere Einzelhandelsflächen ersetzt und zahlreiche bestehende Märkte wurden erweitert und modernisiert. Das Vertriebsnetz des EDEKA-Verbunds umfasste zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres insgesamt 11.077 Einzelhandelsstandorte (Vorjahr 11.114 Standorte). Auch Netto Marken-Discount konnte seine Umsätze erneut erhöhen. Das bundesweite Vertriebsnetz von Netto Marken-Discount umfasste am 31. Dezember 2022 4.304 Standorte (Vorjahr 4.281). Aufgrund der gestiegenen Anzahl an Standorten sowie des Effekts aus Filialschließungen, denen Neueröffnungen mit deutlich größerer Verkaufsfläche gegenüberstehen, ergibt sich ein Anstieg der Gesamtverkaufsfläche im Berichtszeitraum um 52.890 Quadratmeter auf 3,47 Mio. Quadratmeter (Vorjahr 3,42 Mio. Quadratmeter). Insgesamt konnte Netto Marken-Discount zusammen mit dem Online-Handel der NeS GmbH im Berichtsjahr seine Außenumsätze um EUR 1.112,6 Mio. steigern. Die unter den sonstigen Umsatzerlösen ausgewiesenen Umsätze vor Konsolidierung resultieren im Wesentlichen aus Energieverkäufen sowie IT-Dienstleistungen. Der Rückgang ist auf die gesunkenen Umsatzerlöse aus Energieverkäufen zurückzuführen. Dabei werden die gestiegenen Liefermengen und Gaspreise durch den Wegfall der EEG-Umlage kompensiert. Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr
Das Betriebsergebnis des EDEKA ZENTRALE Konzerns hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt. Es lag mit EUR 468,1 Mio. um EUR 57,1 Mio. über dem Vorjahr. Einfluss auf diese positive Entwicklung hat dabei insbesondere der um EUR 290,2 Mio. auf EUR 5.008,8 Mio. gestiegene Rohertrag. In diesem Bereich wirkten sich insbesondere die erhöhten Umsätze aus dem Warengeschäft der EDEKA-Zentrale sowie der Anstieg bei Netto Marken-Discount aus. Die Veränderung des negativen Saldos aus betrieblichen Aufwendungen und betrieblichen Erträgen ist insbesondere auf gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen sowie auf einen erhöhten Personalaufwand zurückzuführen, welcher wesentlich durch Netto Marken-Discount geprägt wird. Der Anstieg des Personalaufwandes resultiert im Wesentlichen aus dem Personalbedarf infolge der Umsatzsteigerungen sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen bei Netto Marken-Discount. Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen vor allem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Kostenerstattungen sowie periodenfremde Erträge, während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen maßgeblich von den Mietaufwendungen für Einzelhandelsstandorte von Netto Marken-Discount bestimmt werden. Als weitere nennenswerte Posten sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen darüber hinaus Werbeaufwendungen, Kosten des Vertriebes, Energieaufwendungen sowie Aufwendungen für Instandhaltung enthalten. Das Ergebnis aus der Beteiligung an assoziierten Unternehmen wird maßgeblich von den anteiligen Ergebnissen der Großhandelsbetriebe des vorangegangenen Geschäftsjahres bestimmt. Der Steueraufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr - insbesondere aufgrund eines gestiegenen zugrunde liegenden steuerlichen Einkommens - um EUR 27,1 Mio. erhöht. Der Konzern-Jahresüberschuss lag mit EUR 395,7 Mio. deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2021 (EUR 350,9 Mio.) und damit auch über der Prognose für das Geschäftsjahr 2022. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den gestiegenen Rohertrag aus der Netto Marken-Discount sowie auf höhere Erträge aus der Beteiligung an assoziierten Unternehmen zurückzuführen. Letzteres wird maßgeblich von den anteiligen Ergebnissen der Großhandelsbetriebe des vorangegangenen Geschäftsjahres bestimmt, welche durch die gute Geschäftsentwicklung im Jahr 2021 beeinflusst waren. Vermögens- und Finanzlage des EDEKA ZENTRALE Konzerns
Die Bilanzsumme des EDEKA ZENTRALE Konzerns erhöhte sich um EUR 413,6 Mio. auf EUR 9.743,1 Mio. Die Veränderungen in den langfristigen Vermögenswerten resultieren im Wesentlichen aus Zugängen im Finanzanlagevermögen sowie Zugängen in der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Anstieg in der Betriebs- und Geschäftsausstattung ist insbesondere auf neue Ladeneinrichtungen und Investitionen in energieeffiziente Kühltechnik bei Netto Marken-Discount zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich insbesondere die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 126,1 Mio. aus. Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte ist insbesondere auf einen höheren Bestand der Vorräte bei Netto Marken-Discount zurückzuführen. Diese haben sich aufgrund des allgemeinen Preisanstiegs sowie der Fortsetzung des organischen Flächenwachstums erhöht. Der Anstieg der langfristigen Mittel ist überwiegend durch die Entwicklung des Eigenkapitals begründet. Diese ergibt sich durch den deutlich gestiegenen Konzern-Jahresüberschuss sowie die Zuführung zu den Rücklagen im Geschäftsjahr. Gegenläufig wirkte sich der Rückgang der langfristigen Bankverbindlichkeiten aus. Die Veränderung des passiven Unterschiedsbetrages resultiert aus der planmäßigen Auflösung des Postens analog zu den stillen Reserven. Im kurzfristigen Fremdkapital ergibt sich die Erhöhung insbesondere durch die im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit gewachsenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Gegenläufig verringerten sich die übrigen kurzfristigen Fremdmittel im Wesentlichen aus dem Rückgang der Steuerverbindlichkeiten sowie aus einer Kaufpreiszahlung. Liquidität und Kapitalstruktur
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zeigt sich gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Ursächlich hierfür ist insbesondere ein im Vergleich zum Vorjahr höherer Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen als in den Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dem gegenüber steht ein im Vorjahresvergleich deutlich reduzierter Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit. Dies ist im Wesentlichen mit der Zahlung des Kaufpreises aus dem Erwerb der restlichen Anteile an der Netto Marken-Discount im Vorjahr begründet. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit hat sich deutlich verändert und ist im Vorjahr auf die Aufnahme von Gesellschafterdarlehen zurückzuführen. Bei einer erhöhten Bilanzsumme liegt die Eigenkapitalquote des EDEKA ZENTRALE Konzerns nunmehr bei 23,9 Prozent (Vorjahr 23,7 Prozent). Unter Einbeziehung des passiven Unterschiedsbetrages ergibt sich eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 24,0 Prozent (Vorjahr 23,9 Prozent). Den Konzernunternehmen steht über die EDEKA ZENTRALE ein im Dezember 2021 abgeschlossener Konsortialkredit auf revolvierender Basis mit einer Gesamtkreditzusage von EUR 400,0 Mio. zur Verfügung. Der Konsortialkredit hat eine Laufzeit bis Dezember 2024. Abgerufene Kreditbeträge sind nach Verschuldungsgrad variabel basierend auf dem Euribor verzinst. In der Marge schlägt sich auch die Zielerreichung von drei Environment-Social-Governance-Zielen (ESG) nieder. Die über den Konsortialkredit zugesagte Kreditlinie von EUR 400,0 Mio. wurde zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Zur Deckung zusätzlichen Bedarfes, insbesondere aus dem Erwerb der Minderheitenanteile an der Netto MarkenDiscount, wurden im November 2020 Schuldscheindarlehensverträge mit Laufzeiten zwischen drei und zehn Jahren in Höhe von insgesamt EUR 400,0 Mio. abgeschlossen. Die Verzinsung ist überwiegend fix, variable Tranchen basieren auf dem Sechsmonats-Euribor. Das Gesamtvolumen verteilt sich dabei auf mehr als 200 Investoren. Des Weiteren stehen der EDEKA ZENTRALE mittelfristige Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 463 Mio. mit einer marktüblichen, festen Verzinsung zur Verfügung. Zur Sicherstellung kurzfristiger Liquiditätsbedarfe wurden mit verschiedenen Kreditinstituten bilaterale Kreditlinien in etwa der Höhe des Konsortialkreditvertrags vereinbart. Diese Kreditlinien werden, soweit in Anspruch genommen, tagesbasiert variabel verzinst. Zum Stichtag wurden keine bilateralen Kreditlinien (Vorjahr EUR 64,5 Mio.) in Anspruch genommen. Der EDEKA ZENTRALE Konzern war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die mit Banken für Darlehen vereinbarten Covenants wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr eingehalten. Sämtliche finanzierende Banken sind ausnahmslos mit einem Investment-Grade-Rating versehen. Investitionen Im Berichtsjahr investierte der EDEKA ZENTRALE Konzern insgesamt EUR 386,0 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände (exklusiv Geschäfts- oder Firmenwerte) und Sachanlagen. Die Sachinvestitionen betrafen im Wesentlichen den Discount-Bereich. Hier wurde insbesondere der Ausbau und die Modernisierung des Filialbereichs vorangetrieben. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgte aus dem operativen Cashflow sowie durch Inanspruchnahme von Kreditlinien. Im laufenden Geschäftsjahr sind weitere Investitionen in Höhe von rund EUR 434,1 Mio. geplant. Sie betreffen insbesondere die Modernisierungen und Neueröffnungen von Filialen, Logistikeinrichtungen sowie Maßnahmen zu Energieeinsparungen. Die Finanzierung wird im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow erfolgen. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des EDEKA ZENTRALE Konzerns Vor dem Hintergrund eines durch den Ukrainekrieg, die Energiekrise und die hohe Inflation geprägten unsicheren Geschäftsjahres wurde ein zufriedenstellendes Umsatzwachstum erzielt. Das Konzernergebnis übertraf dabei die Erwartungen. Eine solide Liquiditäts- und Finanzierungsbasis sowie die ausgewogene Vermögenslage belegen darüber hinaus die stabile wirtschaftliche Lage des Konzerns. PROGNOSEBERICHTGesamtwirtschaftliche Eckdaten und zu erwartende Marktentwicklungen Nach Auffassung der Bundesregierung wird für 2023 ein Anstieg des preisbereinigten BIP um 0,2 Prozent (Jahreswirtschaftsbericht 2023) erwartet. Im Herbstgutachten des Sachverständigenrates der Bundesregierung wurde noch ein Rückgang von 0,2 Prozent prognostiziert. Ursächlich für die Prognoseverbesserung ist u. a. die Berücksichtigung der staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen, wie zum Beispiel die Strompreisbremse. Als Grundlage für diese Prognose geht die Bundesregierung davon aus, dass auch in 2023 mit deutlich erhöhten, wenn auch im Jahresverlauf rückläufigen Inflationsraten (Anstieg um 6,0 Prozent) zu rechnen sein wird. Die hohen Preissteigerungen und die damit verbundenen realen Einkommens- und Kaufkraftverluste, werden vor allem bei den privaten Konsumausgaben merklich ausfallen. Auch ist infolge des Energiepreisanstiegs von weiteren Kapazitätseinschränkungen insbesondere in der energieintensiven Industrie zu rechnen. Insgesamt wird laut Bundesregierung die Leistung der Weltwirtschaft im Jahr 2023 weiter wachsen. Es ist jedoch von einem deutlich geringeren Wachstum gegenüber dem Vorjahr auszugehen. Die deutschen Exporte mit dem Absatzschwerpunkt in Europa, werden sich dabei etwas besser entwickeln als der Welthandel. Hervorzuheben ist allerdings, dass die Einschätzung der Bundesregierung die derzeit wahrscheinlichste Entwicklung darstellt. Risiken für die weitere Entwicklung ergäben sich aus einem erneut deutlichen Preisanstieg von Gas oder anderen Rohstoffen. Sollten die Zentralbanken stärkere Straffungsmaßnahmen als angenommen durchsetzen, würden sich hieraus ebenfalls negative Folgen für die globale Nachfrage und die Produktionsketten ergeben können. Gegenläufig könnte eine positivere Entwicklung als erwartet eintreten, sofern die weltwirtschaftliche Abschwächung geringer als angenommen ausfällt oder sich die Energiepreise deutlicher als erwartet reduzieren. Die Prognose 2023 der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist daher und aufgrund der bestehenden geopolitischen Rahmenbedingungen mit Unsicherheiten behaftet. Prognosebericht des EDEKA ZENTRALE Konzerns für das Geschäftsjahr 2023 Das Konsumentenverhalten und damit auch die Umsatzentwicklung des Jahres 2022 war neben der auslaufenden Corona-Pandemie und ihren Rahmenbedingungen stark vom Krieg in der Ukraine und der damit verbundenen Energiekrise sowie dem hohen Inflationsniveau beeinflusst. Auch die Umsatzentwicklung im aktuellen Jahr 2023 hängt in hohem Maße von der weiteren Entwicklung der geopolitischen Lage und den politischen Maßnahmen im Hinblick auf die steigenden Energiepreise sowie der Inflation ab. Trotz der gestörten Lieferketten, dem Abflauen des Konsumentenverhaltens aufgrund der Inflation sowie den abnehmenden Reallöhnen wird grundsätzlich von einer preisbedingten Umsatzentwicklung moderat über dem Niveau des Jahres 2022 ausgegangen. Unter diesen Rahmenbedingungen lautet die oberste Zielsetzung für den EDEKA-Verbund, die in den vergangenen Jahren hinzugewonnenen Marktanteile im Wettbewerb zu halten. Die möglichen Entwicklungen im regionalen Einzelhandel und bei Netto Marken-Discount wirken sich entsprechend auch auf das Warengeschäft des EDEKA ZENTRALE Konzerns aus. Für 2023 wird von einem Anstieg des Personalaufwands im Konzern ausgegangen. Ursächlich hierfür werden insbesondere Lohn- und Gehaltsanpassungen sein. Das Konzernergebnis 2023 wird aufgrund erwarteter rückläufiger Beteiligungserträge leicht unter dem Niveau des Berichtsjahres liegen. Investitionen des EDEKA ZENTRALE Konzerns werden überwiegend bei Netto Marken-Discount getätigt. Neben Maßnahmen zur Modernisierung und Erweiterung des bestehenden Filialnetzes sind auch Investitionen in die Logistikstrukturen sowie Maßnahmen zu Energieeinsparungen geplant. Auf Konzernebene wird für 2023 von einem operativen Liquiditätszufluss ausgegangen, der in etwa auf dem Niveau des Berichtsjahres liegen wird. Ziel der Unternehmensleitung ist es, in einem weiterhin dynamischen Wettbewerbsumfeld die positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung der vergangenen Jahre auch künftig fortzusetzen. Für 2023 wird insgesamt von einem zufriedenstellenden Geschäftsverlauf ausgegangen. RISIKO- UND CHANCENBERICHTGeschäftsrisiken und -chancen Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel zählt zu den am härtesten umkämpften Teilmärkten der Volkswirtschaft. Mit seinem Modell des von selbstständigen Kaufleuten geführten Lebensmitteleinzelhandels und einem erfolgreichen Discount-Format ist der EDEKA-Verbund in diesem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld gut aufgestellt. Von den Leistungen der zentralen und regionalen Vorstufen des EDEKA-Verbunds profitiert insbesondere das von selbstständigen Kaufleuten geführte Vollsortimentsgeschäft. Mit ihren individuellen, auf die Kundenbedürfnisse vor Ort zugeschnittenen Markt- und Sortimentskonzepten sind die Kaufleute jederzeit in der Lage, sich flexibel auf die Herausforderungen des Marktes einzustellen. Das Marktumfeld des Lebensmitteleinzelhandels ist geprägt von einer hohen Marktdichte durch Wettbewerber. Angesichts der Verknappung attraktiver neuer Standorte legt der EDEKA-Verbund und insbesondere das Discount-Segment mit Netto den Fokus auch auf die Aufwertung des bestehenden Filialnetzes durch Umbauten, Erweiterungen, Modernisierungen oder Umsetzungen. Bei Investitionen in Modernisierungen, in Einrichtungen und Ladenkonzepte steht nicht nur das neue optische Erscheinungsbild im Rahmen der Corporate Identity im Vordergrund, sondern auch der Einsatz neuer Technologien. So kann durch die Aufwertung der Verkaufsstätten die Produktivität auf bestehender Fläche erhöht werden. Ferner bildet die Modernisierung und Aufwertung der Märkte ein wesentliches Instrument der Kundenbindung im kompetitiven Marktumfeld. Vor dem Hintergrund der Kundenbindung gewinnt die Gestaltung attraktiver Angebote an höherwertigen Lebensmitteln zunehmend an Bedeutung. Regionale Produkte und authentische, auf Menschen mit unterschiedlicher ethnischer Herkunft zugeschnittene Spezialsegmente sowie Bio- und Convenience-Erzeugnisse sind daher in den letzten Jahren verstärkt in das Sortiment integriert worden. Zudem rücken Programme wie die DeutschlandCard und die EDEKA App die Kundenbindung immer weiter in den Fokus. Im EDEKA ZENTRALE Konzern werden Eigenmarken auch in eigenen Produktionsstätten hergestellt. Durch eine Erweiterung der Wertschöpfungskette sollen Effizienz und Unabhängigkeit des Konzerns deutlich gesteigert werden. Den Vorteilen einer verstärkten Vertikalisierung stehen dabei nicht unerhebliche Personal- und Sachkosteninvestitionen gegenüber, die insbesondere bei negativen Marktveränderungen und resultierenden Absatzrückgängen kompensiert werden müssen. Die aktive Mitgliedschaft der EDEKA ZENTRALE in den relevanten Branchenverbänden trägt dazu bei, dass allen regulatorischen Anforderungen, etwa hinsichtlich des Lebensmittelrechts, jederzeit Rechnung getragen wird. Auch im verstärkten Dialog mit politischen Entscheidungsträgern, Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) und weiteren Anspruchsgruppen auf nationaler und europäischer Ebene nimmt die EDEKA ZENTRALE die Interessen der Kaufleute wahr. Im Juni 2022 endete die einjährige Übergangsphase, die mit der Umsetzung der europäischen Richtlinie zur Regelung sogenannter "unlauterer Handelspraktiken" in der Lebensmittel-Lieferkette ("UTP-RL") in deutsches Recht durch das Agrarorganisationen- und Lieferkettengesetz (AgrarOLkG) festgelegt worden war. Die Änderungserfordernisse wurden durch die Unternehmen des EDEKA ZENTRALE Konzerns entsprechend umgesetzt. Operative Risiken und Chancen Der EDEKA ZENTRALE Konzern ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit Veränderungen der Konsumentennachfrage, aber auch des Wettbewerbs in besonderem Maße ausgesetzt. Beide Faktoren haben maßgeblichen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnissituation. Das Einkaufsverhalten der Verbraucher:innen ebenso wie der Wettbewerb werden daher ständig beobachtet und analysiert. Die EDEKA ZENTRALE steuert das nationale Warengeschäft. Durch Wahrnehmung dieser Verantwortung wird für den selbstständigen Einzelhandel eine attraktive Ausgangssituation geschaffen und zugleich seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig gestärkt. Darüber hinaus profitieren die Kaufleute von unterschiedlichen Vergütungs- und Anreizsystemen, beispielsweise Zuschüssen für neu geschaffene Verkaufsflächen. Mit der Eigenproduktion von Fruchtsaftgetränken durch Sonnländer, der Produktion von Wein und Sekt durch die Rheinberg Kellerei GmbH sowie der Herstellung von Backwaren durch einen Kooperationspartner ist eine größere Unabhängigkeit und Flexibilität in diesen Marktsegmenten aufgebaut worden. Neben der größeren Unabhängigkeit vom Marktgeschehen und von Lieferanten ist im Rahmen einer solchen Vertikalisierung auch die Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette möglich. Dem Risiko der Unterauslastung der durch die beschriebene Vertikalisierung geschaffenen Produktionsstandorte wird durch ein dezidiertes Absatz- und Produktionscontrolling entgegengewirkt. Ebenso wie die Entwicklung der internationalen Rohstoffmärkte sowie der Einkaufspreise für Markenartikel, die einer ständigen Beobachtung unterliegt, stellt die Verschärfung der Preisentwicklungen im Wettbewerbsumfeld des Lebensmitteleinzelhandels weiterhin eine große Herausforderung dar. Durch große Sortimentsvielfalt und eine stabile Lieferantenstruktur mit einem hohen Anteil regionaler Produzenten beugt der EDEKA-Verbund potenziellen Risiken vor und gewährleistet eine verlässliche, für den Verbraucher nachvollziehbare Preisgestaltung. Einem veränderten Konsumverhalten, vor allem dem sensitiveren Preis- und Ernährungsbewusstsein, wird durch Schaffung neuer Wachstumssegmente sowie preislich wettbewerbsfähige Sortimente Rechnung getragen. Die stetige Verbesserung der Wertschöpfung auf allen Prozessebenen und insbesondere im Einzelhandel zählt zu den wesentlichen Aufgaben der EDEKA DIGITAL GmbH, Hamburg. Die Nutzung der handelsstufenübergreifenden Warenwirtschaft bietet u. a. verbesserte Möglichkeiten für Berichtswesen, Analysen und somit für die Steuerung des jeweiligen Geschäfts. Zusätzlich trägt dies dazu bei, die Kommunikation und den Austausch zwischen Großhandelsbetrieben und Kaufleuten zu intensivieren. Mittels einer deutlich verbesserten Steuerung des Warengeschäfts sollen der Einkauf optimiert und weitere Vorteile auch für den EDEKA-Einzelhandel erzielt werden. Darüber hinaus schafft die voranschreitende Digitalisierung der Prozesse zusätzliche Effizienz- und Kostenpotenziale. Neue Geschäftsideen und -modelle im E-Business-Umfeld (z. B. digitale Angebotskommunikation) können somit verbessert werden. Die Entwicklung des europäischen Transportmarktes, die wachsenden Mautkosten, der Mangel an LKW-Fahrern und steigende Dieselpreise sind zentrale Themen der Logistik. Die Steigerung der Fahrzeugauslastung vom Rohstofftransport bis zum Einzelhändler ist daher eine zwingende Voraussetzung, um die Aufwands- und Ertragssituation zu kontrollieren. Netto Marken-Discount investiert kontinuierlich in die Optimierung des eigenen Logistiknetzes. Um der Verknappung des verfügbaren Frachtraums in Europa und Deutschland sowie dem Mangel an LKW-Fahrern zu begegnen, werden in den kommenden Jahren die Investitionen für den eigenen Fuhrpark erhöht. Dem Risiko steigender Energiekosten begegnet der EDEKA ZENTRALE Konzern mit einem auf die spezifischen Bedürfnisse des Handels zugeschnittenen Energie- und Dienstleistungsangebot. Die EDEKA Versorgungsgesellschaft mbH (nachfolgend EVG) unterstützt dabei ihre Kunden im EDEKA-Einzel- und -Großhandel. Sie konnte auch im Jahr 2022 im liberalisierten Markt ihre Stellung behaupten und spielt weiterhin eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung. Die von der EVG versorgten Standorte profitieren dabei von der gemeinsam festgelegten Beschaffungsstrategie. Die Energiekosten befinden sich durch den massiven Anstieg in den Beschaffungskosten, trotz staatlicher Zuschüsse, insgesamt auf einem Allzeithoch. Für Risiken, die sich im Immobilienbereich aus Leerstand oder auch Mietunterdeckung ergeben, wurde entsprechende bilanzielle Vorsorge getroffen. Im Rahmen der steigenden Preise durch die Inflation sowie sich ergebenden Risiken aus dem Ausfall von Mietern bzw. dem (partiellen) Ausfall der Miete wird durch eine dezidierte Überwachung der Vermietungserlöse sowie einen engen Austausch mit den jeweiligen Mietern Rechnung getragen. Lieferantenrisiken und -chancen Zusätzlich zu den bereits beschriebenen operativen Risiken ergeben sich Risiken, die das Eigenmarkengeschäft betreffen. Um diesen zu begegnen, sind im Konzern umfangreiche Steuerungsmaßnahmen, Instrumente und Organisationseinheiten etabliert worden, die auch die Risiken aus dem Markengeschäft reduzieren. Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit haben bei EDEKA einen sehr hohen Stellenwert. Dies spiegelt sich zum einen in den umfangreichen Qualitätsvorgaben und qualitätssichernden Maßnahmen im Bereich der Eigenmarken (Food und Nonfood) und zum anderen in den Qualitätshandbüchern der Großhandelsbetriebe für die Groß- und Einzelhandelsstufen wider. Prozesse und Abläufe werden kontinuierlich in Bezug auf Effizienz geprüft, Krisenfälle systematisch aufgearbeitet, um auch in Zukunft ein hohes Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit gewährleisten zu können. Das etablierte Krisenmanagementsystem wird unterstützt durch ein übergreifendes elektronisches Rückrufsystem für die Zentraleinheiten und alle Großhandelsbetriebe. Risiken aus möglichen Versorgungsengpässen, die sich durch den Krieg in der Ukraine verstärkt haben, sind durch das breit angelegte Lieferanten-Portfolio und durch gezielte Planungen der jeweiligen Herkunft bzw. durch die Bestimmung der Herkunftsländer reduziert. In besonders sensiblen Warengruppen wie z. B. Fleisch und Wurst oder Obst und Gemüse engagiert sich der EDEKA-Verbund seit Langem selbst in der Produktion oder setzt auf langjährige, verlässliche Beziehungen zur Landwirtschaft. Das EDEKA-Partnerportal als zentrale Schnittstelle zwischen Lieferanten und EDEKA-Zentrale, den EDEKA-Regionen und Netto Marken-Discount beugt Informationsverlust vor und optimiert die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Durch das Portal wird die Effektivität aufgrund der Aktualität von Kundenstammdaten und insbesondere durch die gemeinsame Nutzung von Kennzahlen sowie Prognosedaten immens gesteigert. Der EDEKA-Verbund ist sich seiner Mitverantwortung für die langfristige Sicherung der Lebensgrundlagen auch im Hinblick auf menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in der Lieferkette bewusst. Diese gewinnen auch in der öffentlichen Wahrnehmung und Bewertung von Produkten und Unternehmensleistungen einen immer größeren Stellenwert. Die Absicherung von menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten ist wichtiger Bestandteil der Risikovorsorge. Ziel ist es, das Vertrauen in die Marken EDEKA und Netto und speziell in die Eigenmarkenprodukte von EDEKA und Netto weiter zu stärken. Auch der WWF sowie die strategische Partnerschaft mit dem WWF berücksichtigen die Thematik verstärkt. Das ab 2023 durch das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz gesetzlich verpflichtende Thema menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in der Lieferkette wird bei EDEKA bereits seit 2019, unter Berücksichtigung bereits vorhandener Wissens- und Kompetenzstrukturen, durch eigene Experten koordiniert. Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen Die Sicherstellung einer jederzeit ausreichenden Liquidität zur Abwicklung der operativen Geschäftsprozesse ist eine wesentliche Aufgabe des Finanzmanagements. Die EDEKA ZENTRALE als zentrale Einkaufseinheit für den EDEKA-Verbund unterliegt im operativen Geschäft Risiken aus Zahlungsstromschwankungen. Diesen wird durch eine der Unternehmensgröße angepasste Liquiditätsplanung und -steuerung im Rahmen des Cash-Managements begegnet. In das Cash-Management und die Bündelung der freien Liquidität werden neben der EDEKA ZENTRALE und deren Tochtergesellschaften auch Gesellschaften des Konzerns der CEV Handelsimmobilien Holding GmbH einbezogen. Dies trägt zur Zinsoptimierung bei. Im Rahmen der mittel- bis langfristigen Finanzplanung wird der künftige Kapitalbedarf ermittelt. Die Bedarfsplanung erfolgt in enger Abstimmung mit den entsprechenden Unternehmensbereichen. Sowohl der Konsortialkredit, welcher 2021 neu abgeschlossen wurde, als auch die bilateralen Kreditvereinbarungen und ein kleiner Anteil der Schuldscheindarlehensverträge unterliegen durch variable Zinsvereinbarungen einem Zinsänderungsrisiko. Eine Überwachung der Bewegungen am Finanzmarkt erfolgt laufend. Aus dem Einkauf vor allem in den Bereichen Nonfood, Import, Wein und Fruchtsäfte ergeben sich in überschaubarem Umfang Fremdwährungsrisiken im Konzern. Hauptsächlich fallen Fremdwährungszahlungen in US-Dollar an. Über Devisensicherungen auf Termin wird das Risiko aus Wechselkursschwankungen und deren Einfluss auf das Ergebnis verringert. Gesichert werden einzelne Geschäfte, somit besteht bei den getätigten Sicherungsgeschäften Deckungsgleichheit wesentlicher Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft. Zum Bilanzstichtag waren Devisentermingeschäfte Bestandteil von Bewertungseinheiten. Grundsätzlich erwirbt oder hält die EDEKA ZENTRALE keine Aktien, Optionen auf Aktien oder andere Eigenkapitalinstrumente, die nicht im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Konzerns stehen. Aus Sicht der EDEKA ZENTRALE sind alle wesentlichen Beteiligungen und Ausleihungen in der operativen Geschäftstätigkeit begründet. Kundenausfallrisiken aus Warengeschäften werden als gering eingeschätzt, da sich die Forderungsstrukturen fast ausschließlich auf den EDEKA-Verbund beziehen. Personalrisiken und -chancen Die aktuelle Wirtschaftslage, aber auch die demografische Entwicklung bewirken eine besondere Herausforderung am Arbeitsmarkt. Hier konnte sich die EDEKA ZENTRALE als sicherer und attraktiver Arbeitgeber deutlich am Markt positionieren. Uns ist es gelungen, Vakanzen mit qualitativ hochwertigen Kandidat:innen zu besetzen. Die aktive Ansprache wird weiterhin eine hohe Bedeutung haben. Der demografische Wandel, aber auch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie beeinflussen die Gesundheit und damit die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter:innen in vielfältiger Weise, damit kommt dem Gesundheitsmanagement eine große Bedeutung zu. Der EDEKA ZENTRALE Konzern bietet seinen Arbeitnehmer:innen daher Angebote zu den Schwerpunktbereichen Bewegung, Ernährung und Umgang mit Stress sowie die Möglichkeit, individuelle Fragen durch Gesundheitsexpert:innen klären zu lassen. Im Rahmen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie konnte nach zwei Jahren Pause 2022 wieder eine Ferienbetreuung in den Sommer- und Herbstferien und ein Notfalltraining am Kind angeboten werden. Eine Anpassung der bestehenden Regelung zum mobilen Arbeiten, flexible Arbeitszeiten und die Nutzung des Eltern-Kind-Zimmers bieten zusätzliche Möglichkeiten, die Vereinbarkeit zu realisieren. Zusätzlich konnte auch 2022 wieder den Mitarbeiter:innen und deren Angehörigen ein umfangreiches Impfangebot unterbreitet werden. Auch 2022 wurden im Rahmen der Geschlechtergleichstellungsagenda Maßnahmen fortgeführt bzw. angepasst. Ziel ist es, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu verbessern und die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen zu forcieren. Informationssicherheit Die bestehenden IT-Systeme in der EDEKA-Zentrale und im EDEKA-Verbund gewährleisten eine Informationssicherheit auf hohen Niveau, welche kontinuierlich qualitativ optimiert wird. Die hohe Einheitlichkeit und Normierung der verbundweit genutzten Daten-, Prozess- und IT-Infrastrukturen tragen zur Risikovermeidung bei. Dabei garantieren die einheitliche IT-Infrastruktur sowie die dazugehörigen Sicherungsverfahren eine sehr gute Verfügbarkeit der Systeme. Zusätzlich werden permanent Maßnahmen unternommen, um die Integrität, die Vertraulichkeit und die Verfügbarkeit geschäftskritischer Daten im notwendigen Umfang zu gewährleisten. Der EDEKA ZENTRALE Konzern zählt nach dem IT-Sicherheitsgesetz (ITSiG) zu einem Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS) auf dem Gebiet des Lebensmittelhandels. Im Jahr 2022 wurde erneut in die Verbesserung des Sicherheitsstandards investiert. Dabei lag der Fokus insbesondere auf der Einführung von weiteren Präventionsmaßnahmen (u. a. Aufbau Security Operations Center, Security Monitoring via Endpoint Detection and Response, Awarenesskampagnen). Fazit Abschließend stellen wir fest, dass bestandsgefährdende Risiken für den Konzern derzeit nicht erkennbar sind.
Hamburg,6. März 2023 EDEKA ZENTRALE Handels Stiftung Der Vorstand Markus Mosa Claas Meineke Martin Scholvin Konzernbilanz ZUM 31. DEZEMBER 2022EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KGAKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernanhang 2022ALLGEMEINE GRUNDSÄTZEDie EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG (nachfolgend EDEKA ZENTRALE) mit Sitz in Hamburg ist im Handelsregister A des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRA 96305 eingetragen. Der Konzernabschluss der EDEKA ZENTRALE ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (nachfolgend HGB) und der für den Konzern geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinie aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gliederung wird um gesetzlich nicht definierte Zwischenergebnisse erweitert, um die Aussagekraft und Klarheit der Gewinn- und Verlustrechnung zu verbessern. Weitere erläuternde Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung enthält der Anhang. Alle Angaben, soweit nicht anders vermerkt, erfolgen EUR Mio.. Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen. KONSOLIDIERUNGSKREIS UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMENIn den Konzernabschluss sind neben der EDEKA ZENTRALE 67 Tochterunternehmen und zehn assoziierte Unternehmen einbezogen. Fünf Tochterunternehmen, die weder einzeln noch gemeinschaftlich bezogen auf die Bilanzsumme oder den Umsatz einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben, werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Rückwirkend zum 1. Januar 2022 ist das Geschäft der EKN Betriebs Stiftung & Co. oHG, Hamburg, auf die SIC Deutschland GmbH, Hamburg, (nachfolgend: SIC) und die Netto Marken-Discount Stiftung & Co. KG, Maxhütte-Haidhof, (nachfolgend: Netto MD) aufgespalten worden. Anschließend wurde die SIC veräußert und wird entsprechend nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogen. Am 8. Juli 2022 hat die EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH, Hamburg, (nachfolgend: EZHG) über eine Call-Option 8 Prozent der Anteile an der Epic Partners SA, Genf/Schweiz, (nachfolgend: EPIC) von einem anderen Gesellschafter erworben. Anschließend hat die EZHG zum 28. September 2022 6,4 Prozent der Anteile an der EPIC an einen fremden Dritten veräußert. Zum gleichen Zeitpunkt ist ein weiterer Gesellschafter mit 6,4 Prozent der Anteile hinzugekommen. Zum 31. Dezember 2022 hält die EZHG hält 61,6 Prozent an der EPIC. Am 16. Dezember 2022 hat die EDEKA ZENTRALE Handel und Produktion GmbH (nachfolgend: EZHP) 100 Prozent an der LUXARLON Real Estate BV, Brüssel/Belgien, (nachfolgend: LUXARLON) erworben. Die Gesellschaft wird somit zum 31. Dezember 2022 erstmalig als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss mit einbezogen. Insgesamt ist die Vergleichbarkeit durch die Veränderung im Konsolidierungskreis mit dem Vorjahr nicht eingeschränkt.
KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEDie Rechnungslegung der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt einheitlich auf den Stichtag 31. Dezember. Grundsätzlich erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen wird. Bis 2009 erworbene Tochterunternehmen wurden zulässigerweise nach der Buchwertmethode (§ 301 HGB a. F.) auf der Grundlage der Wertansätze der Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zum Erwerbs- oder Gründungszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss vorgenommen. Zweckgesellschaften (§ 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB) werden in den Konzern als vollkonsolidierte Gesellschaften einbezogen, wenn die Voraussetzungen hierzu vorliegen. Bei der Kapitalkonsolidierung sich ergebende aktivische oder passivische Unterschiedsbeträge werden den Vermögensgegenständen und Schulden insoweit zugerechnet, als deren Zeitwert vom Buchwert abweicht. Die stillen Reserven werden entsprechend in den folgenden Jahren mit diesen Vermögensgegenständen planmäßig abgeschrieben. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert ausgewiesen. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird gesondert unterhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Bei dem ausgewiesenen passiven Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung handelt es sich um einen Unterschiedsbetrag mit Eigenkapitalcharakter aufgrund der Einlage der Anteile der Gesellschafter der EEK unterhalb des Zeitwerts. Der Hinzuerwerb sowie die Veräußerung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Statuswechsel erfolgt nach DRS 23.171 ff. (Deutscher Rechnungslegungs Standard) als Erwerbs- bzw. Veräußerungsvorgang. Die Aufwendungen sowie Erträge aus der Veräußerung von Anteilen werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die assoziierten Gesellschaften aus dem Bereich der EDEKA-Großhandelsbetriebe (siehe Abschnitt D. der Anteilsliste) werden mit den Konzernabschlüssen des Vorjahres einbezogen. Zeitgleiche Abschlüsse der EDEKA-Großhandelsbetriebe lagen bei Aufstellung des Konzernabschlusses noch nicht vor. Stichtag dieser nach §§ 290 ff. HGB erstellten Abschlüsse ist einheitlich der 31. Dezember. Die Konsolidierung der assoziierten Unternehmen erfolgt nach der Kapitalanteilsmethode zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs. Mit der Einführung des HGB i. d. F. d. BilMoG werden künftige assoziierte Gesellschaften nur noch nach der Buchwertmethode bewertet. Vorgänge von besonderer Bedeutung gem. DRS 26 Tz. 87 haben sich bei den assoziierten Unternehmen nicht ergeben. Die Abschlüsse von Konzern- und Beteiligungsunternehmen werden jeweils in der Landeswährung erstellt, in der sie überwiegend wirtschaftlich tätig sind. Die Umrechnung in die Konzernberichtswährung Euro des bei der Erstkonsolidierung aufgerechneten Eigenkapitals erfolgt zum historischen Stichtagskurs, die Umrechnung der übrigen Bilanzposten zum jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag (Stichtagskurs). In Bezug auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt die Umrechnung zum jeweiligen Jahresdurchschnittskurs. Die aus der Umrechnung resultierende Währungsdifferenz wird erfolgsneutral in das Eigenkapital eingestellt. Die Umrechnungskurse werden der Devisenkursstatistik der Deutschen Bundesbank entnommen. Für die Umrechnung wurden folgende Wechselkurse herangezogen:
Schuldverhältnisse zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden verrechnet. Die Innenumsatzerlöse und die übrigen konzerninternen Erträge sind mit den auf sie entfallenden Aufwendungen saldiert. Sofern sich aus Konsolidierungsmaßnahmen Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten in der Konzernbilanz und ihren steuerlichen Wertansätzen ergeben, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden gemäß § 306 HGB latente Steuern berücksichtigt. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie Bilanzierung und Bewertung erfolgt einheitlich nach den für Kapital- und Personenhandelsgesellschaften im Sinne von § 264a HGB geltenden Vorschriften. Eine Anpassung der Bewertungsmethoden der assoziierten Unternehmen an die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden erfolgt nicht. Grundsätzlich werden Geschäfts- oder Firmenwerte planmäßig über einen Zeitraum von 5 bis 15 Jahren über die Gewinn- und Verlustrechnung abgeschrieben. Als Bemessungsgrundlage für die Abschreibungsdauer dienen zumeist die in den erworbenen Gesellschaften vorhandenen durchschnittlichen - und verlängerbaren - Grundmietlaufzeiten der angemieteten Verkaufsflächen von 12 bzw. 15 Jahren. Dies gilt ebenso für erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte im Einzelabschluss. Firmenwerte, für die keine verlässliche Nutzungsdauer bestimmt werden kann, werden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB planmäßig über zehn Jahre abgeschrieben. Die anderen erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über 3 bis 18 Jahre planmäßig linear abgeschrieben, soweit sich nicht aufgrund der Nutzungsvereinbarung ein abweichender Zeitraum ergibt. Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen bewertet, die sich nach der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer richten. Dabei dienen die von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen als Grundlage für die Ermittlung der Nutzungsdauer. Zu den Herstellungskosten gehören die tatsächlichen Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie Materialeinzel- und -gemeinkosten. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden niedrigere beizulegende Werte angesetzt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Wert zwischen EUR 250 und EUR 1.000 liegt, wird im Jahr des Zugangs ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Dieser Posten ist für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen, die Beteiligungen, Wertpapiere des Anlagevermögens und Ausleihungen zu Anschaffungskosten bzw. Nennwerten bilanziert. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten. Bei den Anteilen an assoziierten Unternehmen wird das anteilige Eigenkapital der Gesellschaften zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung um spätere Ergebnisse, erfolgsneutrale Effekte und Ausschüttungen fortgeschrieben. Die Vorräte umfassen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unfertige und fertige Erzeugnisse/Leistungen und Handelswaren. Sie werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren Marktpreis bewertet. Die Anschaffungskosten der Filialbestände werden dabei retrograd aus den Verkaufspreisen ermittelt. Im Zentrallagerbereich bilden fortgeschriebene Anschaffungskosten die Bewertungsbasis. Für Risiken, die sich aus der Lagerhaltung oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse/Leistungen erfolgt zu den tatsächlichen Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie Materialeinzel- und -gemeinkosten. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf die Mitarbeiter:innen der Produktion entfallen. Bei der Ermittlung aller Kosten wird Normalbeschäftigung unterstellt. Außerdem werden die Abschreibungen für Gegenstände des Anlagevermögens einbezogen, die im Herstellungsprozess eingesetzt werden. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Sofern die Voraussetzungen für die Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber demselben Geschäftspartner vorliegen, wird von dem Wahlrecht zur Aufrechnung Gebrauch gemacht. Erkennbaren Risiken wird durch aktivisch abgesetzte Wertberichtigungen Rechnung getragen. Darüber hinaus werden partiell auch Warenkreditversicherungen abgeschlossen. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert. Der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird planmäßig über einen Zeitraum von neun Jahren über die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst. Als Bemessungsgrundlage für die Nutzungsdauer dient die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände, die im Rahmen der Neubewertung als stille Reserven aufgedeckt wurden. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Sollten sich Zinseffekte aus Änderungen des genutzten Abzinsungssatzes oder einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit ergeben, werden diese im operativen Ergebnis ausgewiesen. Im EDEKA ZENTRALE Konzern wird von der Übergangsregelung des Artikels 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht, wonach bis zum 31. Dezember 2024 jährlich 1/15 des ermittelten Aufstockungsbetrages den Rückstellungen zugewiesen wird. Der Zuführungsbetrag des Berichtsjahres 2022 in Höhe von EUR 1,5 Mio. wurde gesondert innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB erfasst. Vom Wahlrecht des Artikels 28 EGHGB, für sogenannte Altzusagen und mittelbare Pensionszusagen keine Pensionsrückstellung zu bilden, wurde Gebrauch gemacht. Die Pensionsrückstellungen wurden auf folgenden Grundlagen ermittelt:
Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten bzw. den beizulegenden Zeitwerten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Sofern Deckungsvermögen vorliegt, erfolgt eine Verrechnung mit den Pensionsrückstellungen nach § 246 Abs. 2 HGB. Die EDEKA Nonfood-CM GmbH, Hamburg, (nachfolgend NFCM) und die EDEKA DIGITAL GmbH, Hamburg, sind neben anderen Gesellschaften Trägerunternehmen des Marktkauf Gruppen-Unterstützungskasse e.V., Hamburg. Für beide Gesellschaften ergibt sich insgesamt eine Deckungslücke zwischen dem Barwert der künftigen Versorgungsleistungen und dem tatsächlichen Kassenvermögen in Höhe von EUR 7,4 Mio. (Vorjahr EUR 7,4 Mio.). Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank ermittelten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden nicht abgezinst. Rückstellungen für Jubiläen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln RT 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,45 Prozent (Basis: Schätzung zum Dezember 2022). Des Weiteren wird bei der Rückstellungsberechnung eine jährliche Lohn- und Gehaltssteigerung von bis zu 2,5 Prozent zugrunde gelegt. Es wurde eine Fluktuationsquote von 0,0 bzw. 7,5 Prozent berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag haben sich an den Bewertungsparametern keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Unter den sonstigen Rückstellungen erfasste Rückstellungen für drohende Verluste aus Mietverträgen werden auf Basis der vorliegenden Verträge unter Berücksichtigung erwarteter Veränderungen von Laufzeiten und Konditionen bewertet. Mietrückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank ermittelten Zinssatz abgezinst. Rückstellungen für Drohverluste aus schwebenden Geschäften werden auf Basis bestehender Verträge im Vollkostenansatz berechnet und gemäß § 249 Abs. 1 HGB angesetzt. Rückstellungen für Sanierung, Umbauten und Rückbauverpflichtungen werden auf Basis bestehender Verträge und Kostenvoranschläge berechnet und gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank ermittelten, Zinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für steuerliche Verlustvorträge und Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden gemäß § 306 HGB berücksichtigt. Zur Ermittlung der latenten Steuern werden die unternehmensindividuellen Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig sind, zu dem sich die temporären Differenzen erwartungsgemäß abbauen werden. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt saldiert, Posten nach § 306 HGB werden mit denen nach § 274 HGB zusammengefasst. Soweit sich insgesamt eine Steuerentlastung ergibt (Aktivüberhang), wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt, wobei ein aus Konsolidierungsmaßnahmen resultierender Aktivüberhang gemäß § 306 HGB angesetzt wird. Eine sich insgesamt nach Verrechnung ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer in der Bilanz ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird die Veränderung der latenten Steuern unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen. Die Verpflichtungen aus dem Agenturgeschäft, denen Rückgriffsansprüche in gleicher Höhe gegenüberstehen, werden im Anhang unter den Haftungsverhältnissen ausgewiesen, da diese für die EDEKA ZENTRALE aufgrund der vertraglichen Grundlage des Agenturgeschäfts keine Forderungen und Verbindlichkeiten darstellen. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Für Fremdwährungs-Einkaufskontrakte in US-Dollar der Sonnländer Getränke GmbH, Rostock, (nachfolgend: Sonnländer Getränke), albi GmbH, Berghülen, (nachfolgend: albi), EDEKA Einkaufskontor GmbH, Hamburg, (nachfolgend: EEK) und Rheinberg Kellerei GmbH, Bingen, (nachfolgend: Rheinberg Kellerei) wurden Bewertungseinheiten gebildet (Einfrierungsmethode). Der Ertrag aus assoziierten Unternehmen wird entsprechend des DRS 26.79 nach der Nettomethode ausgewiesen. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ1. Anlagevermögen Die detaillierte Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens kann dem folgenden Anlagenspiegel entnommen werden. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ KONZERN-ANLAGENENTWICKLUNG
* Betrifft die Erstkonsolidierung der LUXARLON zum 16. Dezember 2022 2. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten hauptsächlich die Firmenwerte aus der Konsolidierung in Höhe von EUR 759,5 Mio. (Vorjahr EUR 884,3 Mio.). Daneben werden Software, Nutzungs-, Belieferungs- und Sicherungsrechte sowie Firmenwerte aus Einzelabschlüssen ausgewiesen. Auf die Firmenwerte wurden im Jahr 2022 planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 126,1 Mio. (Vorjahr EUR 127,1 Mio.) vorgenommen. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen mit EUR 93,7 Mio. (Vorjahr EUR 74,0 Mio.) die Verrechnungskonten der Kommanditisten der EDEKA ZENTRALE. 4. Latente Steuern Zur Ermittlung der latenten Steuern wurden die individuellen Steuersätze der Konzernunternehmen herangezogen. Dabei fanden ein Körperschaftsteuersatz zuzüglich Solidaritätszuschlag von 15,83 Prozent bis 25,00 Prozent und Gewerbesteuersätze zwischen 14,07 und 16,45 Prozent Anwendung. Passive latente Steuern basieren im Wesentlichen auf temporären Differenzen aus Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Aktive latente Steuern ergeben sich aus steuerlichen Verlustvorträgen sowie überwiegend aus temporären Differenzen aus Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, Pensionsrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen. Aktive latente Steuern wurden mit passiven latenten Steuern verrechnet. Aus der Verrechnung hat sich zum 31. Dezember 2022 ein Aktivüberhang ergeben. Das Aktivierungswahlrecht nach § 274 HGB wurde nicht ausgeübt. Im aktuellen Jahr ergaben sich zum Stichtag saldiert passive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB in Höhe von EUR 0,5 Mio. Der Saldo setzt sich im Wesentlichen aus aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 5,3 Mio. sowie aus passiven latenten Steuern in Höhe von EUR 5,8 Mio. zusammen. Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der LUXARLON in 2022, sowie des Teilkonzerns der EEK in 2021. Die aktiven latenten Steuern hingegen resultieren größtenteils aus Bewertungsdifferenzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz in den Geschäfts- oder Firmenwerten. 5. Eigenkapital Das erwirtschaftete Eigenkapital unterliegt keiner gesetzlichen oder satzungsgemäßen Ausschüttungssperre. Zum 31. Dezember 2022 betrug das Kommanditkapital EUR 1.180,5 Mio. (Vorjahr EUR 1.180,5 Mio.). Weitere Informationen ergeben sich aus dem Konzern-Eigenkapitalspiegel. Dieser wurde für das Geschäftsjahr 2022 nach den Vorschriften des DRS 22 aufgestellt. In den Rücklagen sind anteilige Rücklagen von assoziierten Unternehmen enthalten, die im Falle der Liquidation oder bei Kündigung durch die EZHG allein den anderen Gesellschaftern zustehen. Der Posten "Bilanzgewinn" zeigt im Einzelnen folgende Entwicklung:
6. Passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der Passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung resultiert aus der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns der EEK und beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 13,2 Mio. Unterjährig wurden EUR 1,9 Mio. ergebniswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst. 7. Rückstellungen Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ergab sich durch die Anwendung des Artikels 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB zum 31. Dezember 2022 eine Unterdeckung der bilanzierten Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 2,9 Mio. (Vorjahr EUR 4,4 Mio.). Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 85,7 Mio. (Vorjahr EUR 91,0 Mio.). Diese wurden mit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden zweckexklusive, verpfändete insolvenzgeschützte Vereinbarungen (verpfändete Rückdeckungsversicherung) klassifiziert. Zum 31. Dezember 2022 betrugen die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens EUR 0,4 Mio. Der relevante Erfüllungsbetrag beträgt EUR 89,1 Mio. sowie die verrechneten Aufwendungen und Erträge EUR 1,7 Mio. Ferner ergab sich bei dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgung aufgrund der veränderten Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes von sieben auf zehn Jahre ein Unterschiedsbetrag.
Der Unterschiedsbetrag im Vorjahr belief sich auf EUR 6,5 Mio. 8. Verbindlichkeiten
Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist mit EUR 317,5 Mio. auf die Everest B.V., Amsterdam / Niederlande, aufgrund der angelaufenen Geschäftstätigkeit im Vorjahr und mit EUR 259,2 Mio. auf die EZHG aufgrund eines preisbedingten Anstieges zurückzuführen. Die Veränderung in den Sonstigen Verbindlichkeiten ist maßgeblich bedingt durch den Rückgang der Steuerverbindlichkeiten aus Umsatzsteuern. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen enthalten als wesentliche Posten das Delkredere aus der Zentralregulierung und die nicht in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus dem Agenturgeschäft in Höhe von EUR 143,1 Mio. (Vorjahr EUR 169,1 Mio.). Dem Delkredere aus der Zentralregulierung und den Haftungsrisiken aus den Agenturverbindlichkeiten stehen jedoch Rückgriffsansprüche in gleicher Höhe gegenüber. Die Mietgarantien wurden zur Standortsicherung abgegeben. Zum 31. Dezember 2022 bestehen als Trägerunternehmen mittelbarer Versorgungsverpflichtungen Haftungsverhältnisse in Höhe von EUR 4,1 Mio. Aufgrund der Bonität der Primärverpflichteten wird davon ausgegangen, dass keine Inanspruchnahme aus den genannten Haftungsverhältnissen erfolgt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt EUR 5.557,4 Mio. (Vorjahr EUR 5.115,1 Mio.) resultieren aus langfristigen Miet-, Pacht-, Leasing-, Abnahme- und Dienstleistungsverträgen. Die aus Leasingverträgen entstehenden Aufwendungen setzen sich in zeitlicher Hinsicht wie folgt zusammen:
Die aus Mietverträgen entstehenden Aufwendungen setzen sich in zeitlicher Hinsicht wie folgt zusammen:
Derivative Finanzinstrumente Durch seinen Geschäftsbetrieb ist der EDEKA ZENTRALE Konzern einer Reihe finanzieller Risiken wie Auswirkungen von Veränderungen auf den Devisenmärkten ausgesetzt. Das Risikomanagementsystem des Konzerns ist darauf ausgerichtet, die potenziellen Auswirkungen für die einzelnen Konzerngesellschaften in Abhängigkeit von deren Tragfähigkeit zu begrenzen. Das Risikomanagement für Finanzrisiken wird von einer zentralen Abteilung gemäß den internen Richtlinien in Zusammenarbeit mit dem zentralen Risikomanagement durchgeführt. Verantwortlich für Sicherungen von Geschäften sind die Warenbereiche bzw. die Geschäftsführer der Gesellschaften. Diese prüfen anstehende Transaktionen vor Abschluss hinsichtlich ihres Risikos und möglicher Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und melden den Sicherungsbedarf an die Abteilung Finanzen. Die Abteilung Finanzen schließt in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten geeignete Sicherungsgeschäfte ab. Gesichert werden einzelne Geschäfte (Micro-Hedges). Derivative Finanzkontrakte werden nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen und sind auf die Absicherung des operativen Geschäfts sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen:
Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die Marktwerte ergeben sich aus der Bewertung der offenen Positionen zu Marktpreisen, die den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte stellen dabei die Aufwendungen bzw. Erträge bei einer hypothetischen Glattstellung der Derivatkontrakte zum Bilanzstichtag dar. Für die negativen Marktwerte der Devisentermingeschäfte im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 1,8 Mio. wurden aufgrund der Bildung von Bewertungseinheiten keine Drohverlustrückstellungen gebildet. Die Laufzeit der Sicherungsgeschäfte ergibt sich aus der folgenden Übersicht:
Bewertungseinheiten Entsprechend der gesetzlichen Regelungen können Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Cashflows mit Finanzinstrumenten zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst werden. Zum 31. Dezember 2022 wurden folgende Bewertungseinheiten gebildet: Zur Sicherung des Cashflow-Risikos von bis 2023 geplanten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung wurden Termingeschäfte abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2022 waren Devisentermingeschäfte in Höhe von EUR 83,5 Mio. als Sicherungsinstrumente mit einem negativen Marktwert in Höhe von EUR 1,8 Mio. im Rahmen von Cashflow-Hedges designiert. Bei den getätigten Sicherungsgeschäften besteht Deckungsgleichheit wesentlicher Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft. Zur Überprüfung der Effektivität der Sicherung wird daher die sogenannte "critical terms match"-Methode angewandt. Die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko werden nicht bilanziert. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung9. Umsatzerlöse Die im In- und Ausland erzielten Umsatzerlöse entwickelten sich wie folgt:
Das nicht in den Konzernumsätzen enthaltene Agenturgeschäft der EDEKA ZENTRALE betrug EUR 2.221,7 Mio. (Vorjahr EUR 2.394,4 Mio.). 10. Materialaufwand
Im Geschäftsjahr erfolgte eine Umgliederung aus den Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von EUR 12,1 Mio. in die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren. 11. Sonstige betriebliche Erträge Die periodenfremden Erträge betragen EUR 105,6 Mio. (Vorjahr EUR 59,8 Mio.) und beinhalten hauptsächlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus Buchgewinnen aus Anlagenabgängen des Sachanlagevermögens. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen EUR 8,6 Mio. (Vorjahr EUR 3,5 Mio.). 12. Personalaufwand
Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer:innen (ohne Auszubildende) hat sich wie folgt entwickelt:
13. Abschreibungen Eine genaue Darstellung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen kann dem Konzern-Anlagenspiegel entnommen werden. In den Abschreibungen sind in Höhe von EUR 19,4 Mio. außerplanmäßige Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattungen enthalten. 14. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB (1/15 des ermittelten Aufstockungsbetrages zu den Pensionsrückstellungen) in Höhe von EUR 1,5 Mio. Die periodenfremden Aufwendungen betragen EUR 35,4 Mio. (Vorjahr EUR 30,7 Mio.) und enthalten hauptsächlich Auflösungen von Forderungsabgrenzungen und nachträglichen Vergütungen für Vorjahre sowie Wertberichtigungen auf sonstige Vermögensgegenstände. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen EUR 8,6 Mio. (Vorjahr EUR 1,5 Mio.). 15. Zinsergebnis
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten laufende Steuern und latente Steuern. Die latenten Steuern belaufen sich auf einen Ertrag von EUR 1,2 Mio. (Vorjahr EUR 1,2 Mio.). Ergebnisverwendung
Sonstige ErläuterungenKapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wird für das Berichtsjahr 2022 nach den Vorschriften des DRS 21 erstellt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom Konzern-Jahresüberschuss einschließlich nicht beherrschender Anteile am Gewinn indirekt abgeleitet (indirekte Methode). Im Rahmen der indirekten Ermittlung wird der Konzern-Jahresüberschuss einschließlich nicht beherrschender Anteile am Gewinn um wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge angepasst. Die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten, die im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit stehen, werden um Effekte aus der Konsolidierungskreisänderung, bedeutende zahlungsunwirksame sowie Geschäftsvorfälle von außergewöhnlicher Bedeutung bereinigt. Vor diesem Hintergrund ist es nur bedingt möglich, die Veränderungen der entsprechenden bilanziellen Posten mit den Werten aus dem veröffentlichten Konzernabschluss der EDEKA ZENTRALE abzustimmen. Die korrespondierenden Ein- und Auszahlungen im Zusammenhang mit Aufwendungen und Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung werden gesondert in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen.
Der Cashflow aus der Finanzierungs- und Investitionstätigkeit wird nach der direkten Methode (zahlungsbezogen) ermittelt. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit sind neben den Zahlungsmittelabflüssen aus vorgenommenen Ausschüttungen sowie der Aufnahme und Tilgung von Kreditverbindlichkeiten auch die Veränderungen der übrigen Finanzverbindlichkeiten enthalten. Kurzfristige revolvierende Finanzierungstransaktionen werden innerhalb der Finanzierungstätigkeit saldiert dargestellt. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds umfasst am Bilanzstichtag alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel, d. h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 363,2 Mio. (Vorjahr EUR 263,7 Mio.) mit einer Laufzeit ab Erwerbszeitpunkt von nicht mehr als drei Monaten. Weiterhin sind im Finanzmittelfonds jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, in Höhe von EUR 0,0 Mio. (Vorjahr EUR 64,5 Mio.) einbezogen, sodass sich zum Bilanzstichtag insgesamt ein Finanzmittelfonds von EUR 363,2 Mio. (Vorjahr EUR 199,2 Mio.) ergibt. Die Verbindlichkeiten aus dem Cash-Management werden in Einklang mit DRS 21 nicht in die Berechnung des Finanzmittelfonds einbezogen, da keine generelle Möglichkeit zur gezielten Kreditaufnahme und damit zur Steuerung des Finanzmittelfonds gegeben ist.
Die flüssigen Mittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. Nahestehende Personen und Unternehmen Die Geschäfte des EDEKA ZENTRALE Konzerns mit nahestehenden Personen und Unternehmen betreffen hauptsächlich die Abwicklung des Warengeschäftes mit den EDEKA-Großhandelsbetrieben, die An- und Vermietung von Immobilien sowie die Inanspruchnahme von Finanz- und sonstigen Dienstleistungen.
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Für die erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers sind folgende Honorare (inkl. Auslagenersatz) als Aufwand erfasst worden:
Nachtragsbericht Am 31. Dezember 2022 erfolgte ein Komplementärwechsel bei acht Netto Grundstückverwaltungs-Gesellschaften. Als persönlich haftende Gesellschafterin eingetreten ist die Marktkauf Immobilien und Anlagenverwaltungs GmbH, Hamburg. Die EZHP ist unmittelbar nachfolgend als Komplementärin ausgeschieden. Die Marktkauf Immobilien und Anlagenverwaltungs GmbH ist erst ab dem 1. Januar 2023 zur Geschäftsführung berufen. Weiterhin werden mit Wirkung zum 1. Januar 2023 im Zuge einer Kapitalerhöhung bei der CEV Handelsimmobilien Holding GmbH, Hamburg, zuzüglich eines Sachagios in Form der Einbringung des Kommanditanteils an den Netto Grundstückverwaltungs-Gesellschaften alle Anteile der EDEKA ZENTRALE an den acht Netto Grundstückverwaltungs-Gesellschaften auf die CEV Handelsimmobilien Holding GmbH übertragen. Die Kapitalerhöhung bei der CEV Handelsimmobilen Holding GmbH erfolgt verhältniswahrend. Die acht Netto Grundstückverwaltungs-Gesellschaften werden per 1. Januar 2023 aus dem EDEKA ZENTRALE Konzern entkonsolidiert. Die gesellschaftsrechtliche Umstrukturierung betrifft die folgenden Gesellschaften: Netto Grundbesitzverwaltungs Coswig GmbH & Co. KG, Hamburg Netto Grundbesitzverwaltungs Dettingen GmbH & Co. KG, Hamburg Netto Grundbesitzverwaltungs Guteborn GmbH & Co. KG, Hamburg Netto Grundbesitzverwaltungs Hodenhagen GmbH & Co. KG, Hamburg Netto Grundbesitzverwaltungs Ponholz GmbH & Co. KG, Hamburg Netto Grundbesitzverwaltungs Thiendorf GmbH & Co. KG, Hamburg Netto Grundbesitzverwaltungs Tuningen GmbH & Co. KG, Hamburg Netto Grundbesitzverwaltungs Worms GmbH & Co. KG, Hamburg Mit Anteilskauf- und Übertragungsvertrag vom 20. Dezember 2022 hat die EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG, Köln, mit Übernahmestichtag 1. Januar 2023 alle Anteile an der EDEKA C+C großmarkt GmbH, Hamburg, von der EDEKA ZENTRALE übernommen. Die Gesellschaft wird per 1. Januar 2023 aus dem EDEKA ZENTRALE Konzern entkonsolidiert. Sonstige AngabenOrgane der Gesellschaft
Im Geschäftsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Verwaltungsrats EUR 0,4 Mio. (Vorjahr EUR 0,4 Mio.). Die Auszahlung der Bezüge für den Verwaltungsrat für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 0,4 Mio. erfolgte im Januar 2023. Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhielten keine Vorschüsse. Geschäftsführende Komplementärin der EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG EDEKA ZENTRALE Handels Stiftung - Stiftungskapital EUR 0,3 Mio.
Für frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen wurden Pensionsrückstellungen mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von EUR 5,5 Mio. (Vorjahr EUR 6,0 Mio.) berücksichtigt. Die Angabe der Vorstandsbezüge i. S. v. § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird gem. § 314 Abs. 3 HGB unterlassen, da sich anhand der Angabe die Bezüge eines einzelnen Mitglieds des Vorstands ermitteln lassen würden. Die EDEKA ZENTRALE stellt als Konzernmuttergesellschaft den Konzernabschluss auf. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und dort bekannt gemacht. Sie sind im Internet unter www.bundesanzeiger.de unter dem Stichwort EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG veröffentlicht.
Hamburg,6. März 2023 EDEKA ZENTRALE Handels Stiftung Der Vorstand Markus Mosa Claas Meineke Martin Scholvin Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG, Hamburg PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der EDEKA ZENTRALE Stiftung & Co. KG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES VERWALTUNGSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 14. März 2023 BDO
AG
Schulz, Wirtschaftsprüfer Horn, Wirtschaftsprüfer BilligungDer Konzernabschluss wurde am 17. April 2023 gebilligt. |
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