Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 30581
Vorher
Elite Reisen GmbH
Eingetragen
17.2.1983
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Betrieb eines Omnibusunternehmens und die Tätigkeit eines Reiseveranstalters sowie der Handel mit Ersatzteilen für Omnibusse und Kraftfahrzeuge aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank Schröder
seit 25.4.2022
Prokura
Geschäftsführer
Sebastian Reimers
seit 23.12.2014
Prokura
Anna Maria Mellström
seit 11.3.2011
Prokura
Göran Mellström
seit 19.7.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
70.00%
30.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Schäfer Traffic GmbH
Germany
1.537.200 €
70.00%
Holger Maas
Hamburg
658.800 €
30.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Elite Traffic GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsverlauf

Das Unternehmen betreibt neben den Sparten Linien- und Schulbusverkehr den Anmietverkehr mit Reisebussen.

Der Umsatz für das Geschäftsjahr belief sich auf TEUR 23.803 gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit TEUR 21.088.

Das Ergebnis nach Steuern betrug TEUR +3.348 gegenüber TEUR -2.851 im Vorjahreszeitraum. Das positive Jahresergebnis in Höhe von TEUR 3.279 ist ausschließlich auf einen außergewöhnlichen Ertrag in Höhe von TEUR 5.103 zurückzuführen, der aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten infolge des Darlehensverzichts durch den mittelbaren Mehrheitsgesellschaft resultiert. Ohne Berücksichtigung des außergewöhnlichen Ertrags ergab sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.825 (Vorjahr: TEUR 2.921). Die Vorjahresprognose im Lagebericht ging von einer gegenüber dem Vorjahreszeitraum „deutlichen Reduktion der Verluste“ aus, im besten Fall von einem „nahezu ausgeglichenen Jahresergebnis“. Diese Prognose beruhte im Wesentlichen auf der Annahme, dass Umsatzwachstum aus dem wiedererstarkenden Gelegenheits- und Anmietverkehr, sowie dem Neugeschäft im Linienverkehr einen sichtbaren Effekt auf die Profitabilität haben würde. Der sehr hohe Preisanstieg bei den Dieselkraftstoffkosten in 2022, die tariflichen Entwicklungen sowie die Inflationsausgleichsprämie konnten im Linien-, Gelegenheits- und Schulverkehr jedoch erst mit Verzögerung als Preisanpassung, insbesondere im Schulverkehr teils auch nicht vollumfänglich oder erst nach langwierigen Verhandlungen, an die Auftraggeber weitergegeben werden. Ebenfalls stellte sich die Leistungsaufnahme des Neugeschäfts im Linienverkehr als noch herausfordernder und mit höheren Anlaufkosten verbunden dar, als es aus vergangenen Leistungsaufnahmen zu erwarten war. Im Ergebnis konnte zwar ein turn- around mit einer Ergebnisverbesserung von TEUR 1.096 erreicht werden, jedoch kein „nahezu ausgeglichenes Ergebnis“. Diese Verbesserung ist mit TEUR 575 auf den Gewinn aus einem einmaligen Handelsgeschäft mit Gebrauchtfahrzeugen zurückzuführen. Ebenfalls positiv haben sich mit TEUR 143 Zuschreibungen auf Sachanlagevermögen ausgewirkt.

Branchen- und gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Gesellschaft nutzt allgemein zugängliche Informationen für die Beurteilung der Branchen- und gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die Gefahr einer signifikanten Fehleinschätzung oder zu unspezifischen Betrachtungsweise wird als gering eingestuft, da für die Gesellschaft folgende Parameter gelten:

Die Geschäftsbereiche Linienverkehr und Schüler- und Behindertenbeförderung machen zusammen rund 83 % der Erträge aus (Vorjahr 73 %) und es wird erwartet, dass der Ertragsmix auch in der Zukunft so bleibt. Diese Verkehre haben besondere, stabilisierende Charakteristika für die Gesellschaft.

Die vorgenannten Geschäftsbereiche sind durch längerfristige Verträge mit Laufzeiten zwischen i. d. R. von mindestens 4 und bis zu 10 Jahren geprägt. Relevant für die Ergebnisentwicklung ist daher die Betrachtung auslaufender bestehender Verträge, ggfs. die Berücksichtigung deren Verlängerungen oder neu hinzugewonnener Verträge, welches sich regelmäßig mit erheblichem Vorlauf materialisiert.

Im Linienverkehr agiert die Gesellschaft als Subunternehmer mit festen Vergütungssätzen für erbrachte Leistungen, gemessen in Kilometern, Stunden und/oder der Anzahl eingesetzter Kraftfahrzeuge (nicht fahrgastabhängig). Als Bestandteil der kritischen Infrastruktur wird erwartet, dass in diesem Segment branchenspezifische oder gesamtwirtschaftliche Entwicklungen kurz- oder mittelfristig keinen wesentlichen Einfluss auf die Leistungserbringung und Ergebnisentwicklung haben. Dies hat sich während der Corona-Pandemie bewahrheitet.

Generell gelten Linien- und Schulverkehre als Grundelemente des öffentlichen Nahverkehrs zur Förderung der Nachhaltigkeit, Umsetzung der Mobilitätswende und ermöglichen die schulische Teilhabe benachteiligter Menschen. Dies sind mittel- bis langfristige gesellschaftliche und politische Zielsetzungen mit breitem Konsens, von denen kurz- bis mittelfristig keine Abkehr zu erwarten ist.

Unter diesen Parametern durfte die Gesellschaft branchen- und gesamtwirtschaftlich unabhängig für die beiden größten Geschäftsbereiche konstante bzw. wachsende Umsatzerlöse erwarten, da bereits vor Geschäftsjahresbeginn bekannt war, dass auslaufende Verträge durch neu gewonnene überkompensiert werden können. Bei hoher Inflation, mittleren tariflichen Lohn- und Gehaltssteigerungen in Verbindung mit tariflich vereinbarten Auszahlungen von Inflationsausgleichsprämien im Berichtszeitraum sind die Kostensätze für Betriebsstoffe wieder gesunken und entsprechend auch die vertraglichen Preisgleitfaktoren angepasst worden. Höhere Personalkosten resultieren überwiegend aus der höheren Leistungserbringung, den tariflichen Lohn- und Gehaltsanpassungen, der Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie und dem mit dem Wachstum verbundenen Ausbau der hauseigenen Werkstatt und Verwaltung.

Lage des Unternehmens

Ertragslage

Die Ertragslage in 2023 stellt sich im Kontext der zuvor beschriebenen Geschäftsentwicklung und Entwicklung der Branche wie folgt dar:

Das Unternehmen hat folgende Tätigkeitsbereiche und Verteilung der Erträge:

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Linienverkehr 53 % 45 %
Schulverkehr 32 % 29 %
Ersatzteile 0 % 10 %
Anmietverkehr 12 % 13 %
Sonstiges 3 % 4 %
Insgesamt 100 % 100 %

Die Rohertragsquote stieg auf rund 84 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (rund 73 %) um rund 11 %-Punkte.

Insgesamt sind die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 13 % gestiegen; mit Ausnahme des Ersatzteilhandels, der im Oktober 2022 eingestellt wurde, haben alle Bereiche zum Wachstum beigetragen: Linienverkehr +30 %, Schulverkehr +23 % und Anmietverkehr +14 %.

Die positive Entwicklung der Umsatzerlöse wurde durch eine starke Steigerung der erbrachten Arbeitsleistung der Belegschaft erzielt: die Belegschaft wurde durch Neueinstellungen aufgestockt. Die Personalaufwandsquote steigt von 62 % um 5 %-Punkte auf 67 %. Regelmäßige Abschreibungen auf die laufend zu tätigenden Investitionen in die Modernisierung von Betrieb und Fuhrpark zur Erbringung der Fahrleistung sowie die Zinsen aus deren Finanzierung bilden wesentliche Kostenbestandteile und hatten ebenfalls Anstiege zu verzeichnen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind einmalige Erlöse aus dem Verkauf (TEUR 4.452) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen einmalige Aufwendungen aus dem Ankauf (TEUR 3.877) von Gebrauchtfahrzeugen enthalten. Der Zinsaufwand für die Darlehen innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ist, bedingt durch die Entwicklung am Zinsmarkt, stark gestiegen. So endet das Geschäftsjahr 2023, vor Berücksichtigung der außergewöhnlichen Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.103, mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR -1.825 gegenüber TEUR -2.921 im Vorjahreszeitraum.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 betrug TEUR 22.997 gegenüber TEUR 24.357 zum 31. Dezember 2022. Der Rückgang der Bilanzsumme ist im Wesentlichen bedingt durch die Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten und durch das positive Jahresergebnis infolge der Erträge aus der Ausbuchung von Darlehensverbindlichkeiten (TEUR 5.103), die aus der Maßnahme des mittelbaren Mehrheitsgesellschafters zur Beseitigung der bilanziellen Überschuldung resultieren.

Zum Abschlussstichtag per 31. Dezember 2023 wies das Unternehmen infolge der Vorjahresverluste und des vorläufigen Jahresfehlbetrags in Höhe von TEUR -1.825 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 4.003 (Vorjahr: TEUR 2.178) aus. Auf Grund des zur Beseitigung der bilanziellen Überschuldung der Gesellschaft durch den mittelbaren Mehrheitsgesellschafter rückwirkend zum 31. Dezember 2023 am 24. Juni 2025 vereinbarten Darlehensverzichts in Höhe von TEUR 5.103 konnte das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.278 abgeschlossen werden. Das Eigenkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 1.100.

Bereits zum letzten Bilanzstichtag wurde festgestellt, dass ein Verbrauch des Stammkapitals im Sinne von § 49 GmbHG eingetreten ist. Die Geschäftsführung hatte diesbezüglich die Gesellschafterversammlung einberufen, um die Gesellschafter über den Vorgang und die zu erwartende weitere Entwicklung zu informieren und geeignete Reaktionen zu beraten. Im Ergebnis der Gespräche wurden weitere Gesellschaftermittel zur Stützung der Liquidität in Verbindung mit einer Erweiterung der Rangrücktrittsvereinbarung beschlossen und umgesetzt. Darüber hinaus hat der mittelbare Mehrheitsgesellschafter und im Folgenden auch der direkte Mehrheitsgesellschafter gemeinsam mit der Gesellschaft geeignete Maßnahmen beschlossen und vereinbart, um eine (bilanzielle) Sanierung der Gesellschaft zu erreichen. Im Rahmen der Maßnahmen hat der mittelbare Mehrheitsgesellschafter in Bezug auf die der Gesellschaft gewährten Darlehen samt Zinsansprüchen von insgesamt TEUR 10.217 einen Teildarlehensverzicht in Höhe von TEUR 5.103 erklärt. Im Ergebnis wurde durch die Maßnahme 50,1 % des Eigenkapitals wiederhergestellt.

Durch die operativ anhaltende Verlustsituation sind die traditionellen Kennzahlenanalysen zur Vermögenslage von begrenzter Aussagekraft.

Das Anlagevermögen hat sich durch planmäßige Abschreibungen, die die durchgeführten Investitionen überkompensierten, um TEUR 566 gegenüber dem Vorjahr vermindert.

Weiterhin sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 3.708) gegenüber dem Vergleichszeitpunkt wachstums- und stichtagsbedingt gestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich planmäßig insgesamt um TEUR 2.709 gegenüber dem 31. Dezember 2022 verringert, da die geplanten und getätigten Neuinvestitionen in die Kfz-Flotte die planmäßigen Tilgungen unterschritten. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um TEUR 678. Einerseits führte die Neuaufnahme eines Darlehens in Höhe von TEUR 3.500 bei einem nahestehenden Unternehmen zur Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten. Andererseits wirkte sich der Verzicht auf die Rückzahlung von Darlehens- und Zinsforderungen des mittelbaren Mehrheitsgesellschafters in Höhe von TEUR 5.103 reduzierend aus.

Am Ende des Geschäftsjahres hatte das Unternehmen 257 Fahrzeuge (Vorjahr: 211 Fahrzeuge).

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 352 Mitarbeiter (in Vollzeitäquivalenten) bei der Gesellschaft angestellt (Vorjahr: 301 Mitarbeiter).

Finanzlage

Die Gesellschaft war u. a. aufgrund der weiteren Zufuhr von indirekten Gesellschaftermitteln und die Neukreditaufnahme bei einem nahestehenden Unternehmen zu jedem Zeitpunkt des Geschäftsjahres in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der operative Cashflow belief sich auf rund TEUR 1.000 (Vorjahr: rund TEUR -800). Die Verschuldung wuchs infolge des Finanzbedarfs für die Investitionen und die laufenden Verluste durch Fremdkredite und nachrangige indirekte Gesellschaftermittel. Zur Beseitigung der bilanziellen Überschuldung zum 31. Dezember 2023 hat der mittelbare Mehrheitsgesellschafter auf Teile seiner Darlehensforderungen samt Zinsen von insgesamt TEUR 5.103 verzichtet. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich dabei auf rund TEUR 900 als Saldo insbesondere aus Zuführung von indirekten Gesellschaftermitteln von rund TEUR 400, sonstigen Finanzdarlehen von TEUR 3.500 sowie Tilgungen von TEUR 3.000 (Vorjahr: TEUR 2.800), der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug rund TEUR -1.900 (Vorjahr: rund TEUR -4.600).

Chancen

Chancen ergeben sich für die Elite Traffic GmbH insbesondere aus dem weiteren Ausbau der bestehenden Geschäftsbereiche Linien- und Schulbusverkehr. Im Reise- und Anmietverkehr will die Gesellschaft nach der erfolgreichen Bekämpfung der Corona-Krise weiter wachsen und darüber hinaus mit gutem und gezieltem Marketing punkten, um weitere Kunden hinzuzugewinnen. Mit dem Abschluss der inflationsbezogenen Preisverhandlungen bei gleichzeitigem Rückgang der Dieselkraftstoffkosten erwarten wir, dass die Mehrheit der Verträge wieder profitabel wird.

Die neuen Verträge mit der Hamburger Hochbahn AG mit 13 Linienbussen im Zuge der kurzfristigen Vergabe bieten die Möglichkeit, zusätzliche Aufträge mit dem neuen Geschäftspartner im Bereich des Linienverkehrs zu erhalten. Bei dem größten Auftraggeber konnte ein weiteres Los mit 5 Gelenkbussen gewonnen werden. Die Leistungsaufnahme für alle neu hinzugewonnenen Aufträge konnte am 15. März 2024 abgeschlossen werden und hat zum Umsatzwachstum in 2024 beigetragen.

Die in 2022 im Unternehmen gegründete und im ersten Halbjahr 2022 staatlich anerkannte und zertifizierte Fahrschule und Ausbildungsstätte hat sich stabil entwickelt. Zuletzt wurde ein weiterer Ausbau beschlossen und mit der Rekrutierung eines weiteren Fahrlehrers umgesetzt. Damit wächst das Potential für einen positiven Gewinnbeitrag aus der Erbringung der Dienstleistung.

Risiken

Die wesentlichen Risiken und welche Maßnahmen Elite Traffic ergreift, um die Wahrscheinlichkeit des Eintretens dieser Risiken zu minimieren, sind wie folgt erläutert:

Bilanzielle Risiken/Unternehmensfortführung: Nach dem vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist der Eigenkapitalfehlbetrag durch die Maßnahmen zur bilanziellen Sanierung (Forderungsverzicht des mittelbaren Mehrheitsgesellschafters in Höhe von TEUR 5.103) eliminiert worden. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.100 und wurde zu 50,1 % wiederhergestellt. Durch die laufenden operativen Verluste in den letzten Jahren ist die Liquidität stark beansprucht worden. Als Zeichen des Vertrauens in die Gesellschaft und ihren zukünftigen Erfolg hatte der mittelbare Mehrheitsgesellschafter für seine zu der Aufrechterhaltung der Liquidität bislang gewährten und zukünftig erforderlichen Darlehen eine Finanzierungszusage von bis zu EUR 13,0 Mio, und darüber hinaus bezüglich dieser Darlehen eine Rangrücktrittserklärung abgegeben, soweit auf diese Darlehen nicht ein Teildarlehensverzicht erklärt wurde. Damit müssen diese verbleibenden Darlehen bei einer insolvenztechnischen Überschuldungsprüfung nicht dem Fremdkapital zugerechnet werden, wodurch bei dieser Betrachtung die Aktiva die Schulden zum Bilanzstichtag 2023, im Jahresverlauf 2024 sowie bis zum Aufstellungsdatum des Jahresabschlusses 2023 weiterhin übersteigen. Außerdem wurden aufgrund gutachterlicher Bestätigung nicht unerhebliche Stille Reserven im Grundvermögen der Gesellschaft sowie ebenfalls nicht unerhebliche Stille Reserven in der Fahrzeugflotte im Geschäftsjahr 2024 festgestellt, die jedoch nicht zeitnah eigenkapitalwirksam realisiert werden sollen.

Die Geschäftsführung plant, durch die im Verlauf dieses Berichts, insbesondere im Prognoseteil beschriebenen operativen Maßnahmen und erwarteten Entwicklungen im Jahresverlauf 2025 ein ausgeglichenes Jahresergebnis zu erreichen.

Ob dieses Ziel bis zu dem genannten Zeitpunkt erreicht werden kann, wird auch von der Entwicklung der globalen sowie der inländischen politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen abhängen. Die diesbezüglichen Unsicherheiten sind nach unserer Einschätzung durch die Neuausrichtung des Geschäftsmodells sowie aufgrund der überwiegend erfolgreich abgeschlossenen Preisverhandlungen für das Unternehmen zukünftig aber besser beherrschbar.

Liquiditätsrisiken: Die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes unter den beschriebenen Rahmenbedingungen erfordert die Zufuhr weiterer liquider Mittel. Die Gesellschaft hat eine fortlaufende Liquiditätsplanung eingeführt, in die der Mehrheitsgesellschafter eingebunden ist, um im Bedarfsfall die nötigen Mittel rechtzeitig bereitzustellen. Für den Liquiditätsbedarf -auch den erwarteten budgetierten- hat sich dabei der mittelbare Mehrheitsgesellschafter bis zu einer Gesamthöhe von EUR 13,0 Mio verpflichtet, die zur Aufrechterhaltung der Unternehmenstätigkeit erforderliche Liquiditätsunterstützung auch weiterhin zu gewähren. Zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung waren von dieser Kreditlinie EUR 10,2 Mio in Anspruch genommen. Des Weiteren wurde eine Darlehensrahmenvereinbarung, aktuell bis zur Gesamthöhe von EUR 6,5 Mio mit einem nahestehenden Unternehmen getroffen. Die Inanspruchnahme zum Zeitpunkt der Berichterstattung beläuft sich auf EUR 6,5 Mio.

Marktrisiken/Kalkulationsrisiken: Auch wenn die Nachfrage nach individuellen Reisen und nach Buscharter in der Vergangenheit zugenommen hatte, bergen diese Bereiche Nachfrage- und Wettbewerbsrisiken, wie die gesamte Branche 2020 und 2021 im Zuge der Corona-Krise erfahren musste. Allerdings wird dieser Bereich in unserem Umsatzportfolio mittlerweile von den Segmenten Schul- und Linienverkehr überkompensiert, in denen wie beschrieben insbesondere das Nachfragerisiko durch die Natur dieser Dienste und die vertraglich abgesicherte Erlös- und Kostenstruktur eine verlässliche Basis bilden.

Zinsrisiko: Ein wesentlicher Anteil der Darlehen hat feste Zinsen, ein anderer Teil arbeitet mit festen Zinsaufschlägen auf den 3-Monats-Euribor. Das Zinsniveau wird laufend überwacht. Darauf basierend wird festgelegt, welche Anteile der Darlehensschulden fest und welche variabel verzinslich sein sollten.

Treibstoffkostenrisiko: Ein wesentlicher Anteil der abgeschlossenen Verträge hat Indexklauseln, durch die erhöhte Treibstoffkosten kompensiert werden sollen. Im Berichtszeitraum haben die sinkenden Preise für Betriebsstoffe zu sinkenden Preisindizes geführt.

Die Gesellschaft kann diejenigen Busse, die vom Hauptstandort aus starten, innerbetrieblich betanken und daher so die Kraftstoffpreise niedriger halten. Die Treibstoffkosten werden laufend analysiert und die Preiskalkulation, wenn möglich, danach ausgerichtet.

Unfallrisiken: Sämtliche Gebäude sowie die Fahrzeuge des Unternehmens sind vollversichert. Wir arbeiten langjährig mit einem namenhaften Versicherungsmakler in der Omnibusbranche zusammen, so dass wir in diesem Bereich sehr gut abgesichert sind.

Sollten die dem Budget bzw. der Planung zugrundeliegenden Annahmen, die eine Grundlage für eine Verbesserung der Ergebnisse bilden, nicht oder nicht im erwarteten Zeitrahmen eintreten, ist die Gesellschaft auch zukünftig - ggf. über die bislang zugesagten Finanzierungsmittel hinaus - auf die finanzielle Unterstützung des mittelbaren Gesellschafters angewiesen.

Prognosebericht

Die Umsatzerlöse wurden für das Geschäftsjahr 2024 mit ca. EUR 30,0 Mio deutlich über dem Niveau der Vorjahre geplant. Hintergrund waren ein sehr starkes Wachstum im Linienverkehr durch die Inbetriebnahme (ab Juli 2023 gestaffelt bis März 2024) neu gewonnener Aufträge und das starke Wachstum im Schul- und Gelegenheitsverkehr, nachdem die pandemiebedingten Auswirkungen auf das Geschäft ab dem zweiten Quartal 2022 weitgehend abgeklungen sind. Insgesamt wirkten sich auch die mittelbar kriegsbedingten Effekte umsatzsteigernd aus, da die Dieselpreise und die Anhebung des Mindestlohns über Preisgleitfaktoren an die Auftraggeber weiterberechnet werden durften. Die vorläufigen IST- Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2024 bei ca. EUR 30,3 Mio. Das Geschäftsjahr 2024 wird vorläufig mit einem Jahresfehlbetrag von ca. EUR 1,2 Mio abgeschlossen.

Die Steigerung der Leistungserbringung wurde durch erhebliche Personaleinstellungen realisiert, verbunden mit einem entsprechenden Anwachsen der Personalkosten. Im Geschäftsjahr 2024 ist es durch eine Vielzahl von Maßnahmen gelungen, die Mitarbeiterzahl, gemessen in Vollzeitäquivalenten, um 17 % zu steigern. Um dem weiterhin bestehenden Fahrermangel zu begegnen, wurden darüber hinaus die Aktivitäten der eigenen Fahrschule ausgebaut.

Ebenfalls verbunden mit der Steigerung der Leistungserbringung wuchsen die verkehrsgebundenen sonstigen Kosten wie Kraftstoff-, Reparatur- und sonstige Betriebskosten sowie der Aufwand aus der (temporären) Anmietung von Übergangsfahrzeugen bzw. der Aufwand aus Abschreibungen auf neu angeschaffte Fahrzeuge. Aus der Summe der Maßnahmen und marktseitigen Entwicklung konnte im Geschäftsjahr 2024 insgesamt eine deutliche Reduktion der operativen Verluste erzielt werden. Das Geschäftsjahr 2024 wurde mit einer deutlichen Umsatzsteigerung und mit einem zwar verbesserten aber noch negativen Jahresergebnis abgeschlossen.

Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die Gesellschaft ein weiteres, jedoch im Vergleich zur Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 verlangsamtes Wachstum der Umsatzerlöse auf ca. EUR 32 Mio, welches sich insbesondere vertraglich gesichert aus dem Linienverkehr ergibt, während im Schulverkehr ein vertraglich erkennbarer Rückgang erwartet wird. Für den Gelegenheitsverkehr ist Wachstum geplant, welches sich durch eine verbesserte Erfolgsquote bei der Angebotsabgabe materialisieren soll. Neu aufgenommen wurde der Verkehrsbereich Schienenersatzverkehr (SEV), für welchen explizit Fahrzeuge beschafft wurden. Es wird erwartet, dass die Kosten der Leistungserbringung insgesamt geringer als die Umsatzerlöse steigen, was insbesondere durch eine verbesserte Personalkostenquote erreicht werden soll, welche sich aus dem höheren Anteil an profitableren Neuverträgen in den Umsatzerlösen begründet. In der Folge wird mit einem positiven Betriebsergebnis und einem ausgeglichenen Jahresergebnis gerechnet.

Das Unternehmen wird unverändert an neuen Ausschreibungen teilnehmen. Bei erfolgreicher Vergabe könnten sich die Umsatzerlöse entsprechend weiter erhöhen.

Gründe, die für eine Ergebnisverbesserung sprechen, sind folgende:

Im Linienverkehr konnten über das antizipierte Maß hinaus zusätzliche Aufträge gewonnen werden, welche im Zeitfenster von Juli 2023 bis März 2024 in Betrieb genommen wurden und im Jahr 2024 die Umsätze weiter wachsen ließen. Darüber hinaus laufen weitere Ausschreibungen, an denen die Gesellschaft teilnimmt. Damit wird die Profitabilität im Bestandsgeschäft bei ansonsten unveränderten Rahmenbedingungen steigen.

Der Anmietverkehr konnte erheblich ausgebaut werden, die vorhandene Reisebusflotte kann jetzt wieder angemessene Erträge erwirtschaften. Es fallen lediglich zusätzliche Personal- und Rollkosten an, während die Aufwendungen aus Abschreibungen und sonstige Aufwendungen für diesen Geschäftsbereich als konstant angesehen werden können. Die Marktsituation gewährt zusätzlichen Spielraum für Umsatzwachstum und Preisanpassungen gegenüber den Kunden.

Die Fahrschule und Ausbildungsstätte ist ein eigenes Profit Center, welches nach unseren Erwartungen einen wachsenden positiven Gewinnbeitrag erwirtschaften wird.

Der defizitäre Vertrag im Hamburger Schulverkehr konnte mit Wirkung zum 28. August 2024 nach weiterführenden, aber erfolglosen Verhandlungen zu einer möglichen Preisanpassung, beendet werden. Damit entfällt eine dauerhafte Verlustquelle. Die „Abwicklungskosten“ für diesen Vertrag werden als gering eingeschätzt: ein signifikanter Anteil der Mitarbeiter hat befristete Verträge, ein weiterer signifikanter Anteil mit Besitz der Fahrerlaubnisklasse D wird dringend als Verstärkung im Linien-, Reise- und Gelegenheitsverkehr benötigt. Fahrer im Besitz der Fahrerlaubnisklasse B sollen über die hauseigene Fahrschule weiterqualifiziert werden oder in den sonstigen Schulverkehrsaufträgen eingesetzt werden. Da im Nachgang zur Vertragsbeendigung profitable Folgeaufträge mit dem gleichen Auftraggeber gewonnen werden konnten, entfielen personalbedingte Abwicklungskosten vollständig.

Seit Beginn des vierten Quartals 2023 wird die eigene Werkstatt kaufmännisch unterstützt, Kosten für Ersatzteile und sonstige Aufwendungen kontinuierlich auf den Prüfstand gestellt und die Werkstatt soll nach Zertifizierung für externe Kunden geöffnet werden. Aus dieser Maßnahme werden positive Effekte für die Mittelfristplanung erwartet.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Perspektivisch zielt die Digitalisierungsstrategie der Elite Traffic GmbH darauf ab, die digitalen Prozesse auch auf andere Bereiche der Personenbeförderung (Gelegenheitsverkehr, Linienverkehr, Reiseverkehr) auszuweiten und die damit verbundenen, positiven Effekte über alle Unternehmensprozesse hinweg nutzen zu können.

Auch der digitalen Sicherheit misst die Elite Traffic GmbH einen sehr hohen Stellenwert zu. Alle genutzten Server befinden sich in zertifizierten Rechenzentren innerhalb Deutschlands.

Mit dem Betriebsrat werden aktuell Betriebsvereinbarungen zu den Themen Zeiterfassung und Telematik verhandelt, um die entsprechenden IT-Systeme mit den damit verbundenen Vorteilen in Betrieb nehmen zu dürfen.

Umwelt und Nachhaltigkeit

Bereits im Jahr 2021 hatte sich die Gesellschaft erstmalig um öffentliche Fördermittel für die Beschleunigung des Wechsels hin zur e-Mobilität beworben, damals aber keine Bewilligung erhalten. Die erneute Bewerbung im Jahr 2022 war erfolgreich; im Mai 2023 erfolgte die formelle Zusage, welche einerseits die Herausforderungen der Finanzierungstätigkeit der notwendigen Investitionen auf ein vergleichbares Maß wie bei konventionellen Antriebstechnologien senken würde und andererseits die auf Basis der neuen Antriebstechnologien zukünftig zu kalkulierenden Angebotspreise wettbewerbsfähiger gestalten ließe. Im Jahr 2025 wurden jedoch die zugesagten Fördermittel auf Dritte übertragen, da die Realisierung der Projekte unter zugrunde Legung von regionalen Ausschreibungen anders als geplant sich als unmöglich herausgestellt hat.

Das Unternehmen wurde im März 2024 für die Bereiche Reisebusverkehr, Linienbusverkehr im ÖPNV sowie für die Schüler- und Behindertenbeförderung erfolgreich mit dem offiziellen DEKRA-Siegel „Sichere Personenbeförderung“ rezertifiziert. Hierzu wurden u.a. die Sicherheit und Eignung aller Fahrzeuge hinsichtlich gesetzlicher Vorgaben zur Personenbeförderung, die Eignung des Fahr- und Begleitpersonals, die Sicherstellung fortlaufender Schulungen, die Kundenfreundlichkeit sowie die Zuverlässigkeit aller Unternehmensprozesse nach einem umfangreichen Kriterienkatalog geprüft.

 

Hamburg, im 24. Juni 2025

Göran Mellström, Geschäftsführer

Holger Maas, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.23 Stand am 31.12.22
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.622,00 85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.184.658,96 5.357
2. technische Anlagen und Maschinen 183.181,00 193
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.245.238,00 13.613
18.613.077,96 19.163
18.682.699,96 19.248
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 125.413,62 129
2. Waren 25.000,00 0
150.413,62 129
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.707.922,33 2.551
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
- davon gegen Gesellschafter: € 51.115,95 (Vj. T€ 50) -
51.115,95 50
3. sonstige Vermögensgegenstände 310.789,03 119
4.069.827,31 2.720
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 33.817,41 17
4.254.058,34 2.866
C. Rechnungsabgrenzungsposten 59.793,44 64
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 2.178
22.996.551,74 24.356

Passiva

Stand am 31.12.23 Stand am 31.12.22
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.196.000,00 2.196
II. Kapitalrücklage 35.789,99 36
III. Verlustvortrag -4.410.141,84 -1.489
IV. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 3.278.547,85 -2.921
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 2.178
1.100.196,00 0
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 1.338.339,55 713
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.029.622,11 12.738
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.000,00 142
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.057.136,96 630
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 481.591,27 467
- davon gegenüber Gesellschaftern € 481.591,27 (Vj. T€ 467) -
5. sonstige Verbindlichkeiten 8.987.665,85 9.666
- davon gegenüber mittelbaren Gesellschaftern € 5.114.098,20 (Vj. T€ 9.535) -
- davon aus Steuern: € 258.331,82 (Vj. T€ 113) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 1.464,46 (Vj. T€ 0) -
20.558.016,19 23.643
22.996.551,74 24.356

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2022
T€
1. Umsatzerlöse 23.803.077,64 21.088
2. sonstige betriebliche Erträge 9.978.790,37 537
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: € 213,01 (Vorjahr: T€ 0) -
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -2.773.048,79 -3.003
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.054.279,13 -3.827.327,92 -2.760
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -13.114.717,53 -10.942
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.809.285,98 -15.924.003,51 -2.188
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
-2.679.322,71 -2.552
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -7.317.339,92 -2.682
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: € 1.570,02 (Vorjahr: T€ 1) -
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 596,59 0
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -686.647,38 -349
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15,00 0
10. Ergebnis nach Steuern 3.347.838,16 -2.851
11. sonstige Steuern -69.290,31 -70
12. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 3.278.547,85 -2.921

(Amtsgericht Hamburg HR B 30 581)

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Auf den vorliegenden Jahresabschluss wurden die Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie die ergänzenden Bestimmungen des GmbHG angewandt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Zu den getroffenen Maßnahmen zur Bilanzsanierung (Darlehensverzicht) sowie zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit auf Basis der Finanzplanung zugesagten Zufuhr von weiteren Darlehen des mittelbaren Mehrheitsgesellschafters wird in diesem Zusammenhang auf den Lagebericht verwiesen.

Die Maßnahmen zur Bilanzsanierung (Darlehensverzicht) und die in der Bilanz unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen nachrangigen Verbindlichkeiten gegenüber dem mittelbaren Mehrheitsgesellschafter sowie die zuvor erwähnte Kreditzusage bilden die Basis für die Unternehmensfortführung.

Durch den am 24. Juni 2025 vereinbarten und zum 31. Dezember 2023 rückwirkenden Darlehensverzicht des mittelbaren Mehrheitsgesellschafters in Höhe von TEUR 5.103 konnte das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 3.279 abgeschlossen werden. Dadurch konnte das Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.100 wiederhergestellt und die bilanzielle Überschuldung beseitigt werden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern von ein bis fünf Jahren orientieren sich an den - von der Finanzverwaltung veröffentlichten - AfA-Tabellen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen werden linear entsprechend der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (Geschäftsbauten: 19 bis 50 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen: 1 bis 19 Jahre, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 1 bis 25 Jahre) vorgenommen. Hierbei wurden sowohl die von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen als auch -insbesondere bezogen auf den Fuhrpark-Erfahrungswerte berücksichtigt. Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt.

In den Geschäftsjahren 2020 und 2021, infolge der pandemiebedingt verminderten Auslastung, wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf niedrigere Verkehrswerte der Fahrzeugflotte in Höhe von insgesamt TEUR 523 vorgenommen. Da die Gründe für den niedrigeren Wertansatz zwischenzeitig weggefallen sind, wurden im Geschäftsjahr 2023 Zuschreibungen in Höhe von TEUR 143 vorgenommen.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Bewertung des Bestandes an Ersatzteilen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Ausfallrisiken wurden durch Bildung von Wertberichtigungen berücksichtigt. Gleichartige Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber demselben Geschäftspartner wurden aufgerechnet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert. Auf Fremdwährung lautende Kassenbestände werden zum Devisenkassamittelkurs ausgewiesen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen. Die Passivierung erfolgte zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtszeitraum wird gesondert im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.708, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 51 und die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 311 haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von TEUR 48 um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für noch nicht genommenen Urlaub, Bonuszahlungen, Nachberechnungen gemäß der Spitzabrechnungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten.

4. Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung und die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahresangaben in TEUR):

Verbindlichkeiten davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamtbetrag
EUR EUR EUR EUR
gegenüber Kreditinstituten 3.184.175,79 5.984.194,48 861.251,84 10.029.622,11
31.12.2022 939 4.706 7.093 12.738
aus Lieferungen und Leistungen 1.057.136,96 0,00 0,00 1.057.136,96
31.12.2022 630 0 0 630
gegenüber verbundenen Unternehmen 31.591,27 0,00 450.000,00 481.591,27
31.12.2022 17 0 450 467
Sonstige/ Erhaltene Anzahlungen 375.567,65 0,00 8.614.098,20 8.989.665,85
31.12.2022 273 0 9.535 9.808
Summe 31.12.2023 4.648.471,67 5.984.194,48 9.925.350,04 20.558.016,19
Summe 31.12.2022 1.859 4.706 17.078 23.643

Gestellte Sicherheiten

Zur Besicherung eines Bankdarlehens ist eine Grundschuld in Höhe von TEUR 2.015 eingetragen. Bankdarlehen in Höhe von TEUR 8.304 sind durch Sicherungsübereignung von Fahrzeugen besichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten ein durch eine Grundschuld besichertes und nachrangiges, unbefristetes Darlehen des Geschäftsführers und mittelbaren Mehrheitsgesellschafters in Höhe von TEUR 5.114, sowie ein unbesichertes Investorendarlehen in Höhe von TEUR 3.500.

II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in Höhe von TEUR 9.555 (Vorjahr: TEUR 0) außergewöhnliche Erträge. Diese betreffen in Höhe von TEUR 5.103 Erträge aus der Ausbuchung von erlassenen Darlehensverbindlichkeiten und in Höhe von TEUR 4.452 Erlöse aus dem einmaligen Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen. Darüber hinaus betrifft der Ausweis Erträge aus Anlagenverkäufen in Höhe von TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 422) sowie aus Zuschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 143 (Vorjahr: TEUR 0) sowie andere periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 17).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in Höhe von TEUR 3.877 (Vorjahr: TEUR 0) außergewöhnliche Aufwendungen, die aus dem einmaligen Ankauf von zur Weiterveräußerung vorgesehenen gebrauchten Fahrzeugen resultieren.

D. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 durchschnittlich 440 Mitarbeiter, davon 27 in Verwaltung und Werkstatt (Vorjahr: 372 Mitarbeiter, davon 24 in Verwaltung und Werkstatt).

2. Geschäftsführung

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Göran Mellström, Kaufmann, Kalmar/Schweden und Herr Holger Maas, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Hamburg. Auf die Angabe der Geschäftsführervergütung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Ergebnisverwendungsvorschlag

Den Gesellschaftern wird der Vorschlag unterbreitet, den Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Zu Beseitigung der bilanziellen Überschuldung hat der mittelbare Mehrheitsgesellschafter in Höhe von TEUR 5.103 auf die Rückzahlung seiner Darlehen samt Zinsansprüche verzichtet. Die aus der Ausbuchung der Verbindlichkeiten resultierenden Erträge wurden im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 als Sanierungsmaßnahme ergebniswirksam erfasst und unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Weitere Ereignisse mit Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben. Im Hinblick auf das Aufstellungsdatum wird auf weitere Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

 

Hamburg, den 24. Juni 2025

Göran Mellström

Holger Maas

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.23 Zugänge Abgänge Stand 31.12.23
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 182.192,99 0,00 0,00 182.192,99
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.922.023,59 7.615,04 5.559,48 6.924.079,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 520.065,10 15.650,34 0,00 535.715,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.993.994,38 2.193.263,80 956.345,47 26.230.912,71
32.436.083,07 2.216.529,18 961.904,95 33.690.707,30
32.618.276,06 2.216.529,18 961.904,95 33.872.900,29
Abschreibungen
Stand 01.01.23 Zugänge Abgänge Zuschreibungen Stand 31.12.23
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 97.083,99 15.487,00 0,00 0,00 112.570,99
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.564.771,63 175.936,04 1.287,48 0,00 1.739.420,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 326.745,10 25.789,34 0,00 0,00 352.534,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.381.180,38 2.462.110,33 714.957,00 142.659,00 12.985.674,71
13.272.697,11 2.663.835,71 716.244,48 142.659,00 15.077.629,34
13.369.781,10 2.679.322,71 716.244,48 142.659,00 15.190.200,33
Buchwerte
Stand 31.12.23 Stand 31.12.22
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.622,00 85.109,00
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.184.658,96 5.357.251,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 183.181,00 193.320,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.245.238,00 13.612.814,00
18.613.077,96 19.163.385,96
18.682.699,96 19.248.494,96

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Elite Traffic GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Elite Traffic GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Elite Traffic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 13. August 2025

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Astrid Scharfenberg, Wirtschaftsprüferin

Agnieszka Handschu, Wirtschaftsprüferin

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