Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 632023
Eingetragen
30.1.2004
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzLuft- und Raumfahrzeugbau für zivile Zwecke
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Satellitensystemen, sowie deren Komponenten, und der Vertrieb von Satellitenträgersystemen. Die Gesellschaft darf alle Geschäfte eingehen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern. Die Gesellschaft kann andere Unternehmen übernehmen oder sich an anderen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Wolfgang Pitz
seit 5.8.2015
Geschäftsführer
Frank Gilles
seit 3.11.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

NameAnteil
40.00%
27.50%
27.50%

Gesellschafter
Beta

3 von 4 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Bernhard Doll
Immenstaad a.B.
40.00%
Wolfgang Pitz
Salem
27.50%
Frank Gilles
Immenstaad a.B.
27.50%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SpaceTech GmbH

Immenstaad am Bodensee

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT zum 31. Dezember 2023

SpaceTech GmbH, Immenstaad am Bodensee

Gliederung

1. Grundlagen des Unternehmens

2. Wirtschaftsbericht

3. Nachtragsbericht

4. Prognose, Chancen- und Risikobericht

5. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die Firma SpaceTech GmbH ist eine eigenständige Firma mit Sitz in Immenstaad am Bodensee, die sich mit der Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Untersystemen für die Raumfahrt befasst, und zwar insbesondere Solargeneratoren, Strukturen, Mechanismen, sowie laser-optischen Instrumenten. Als Kunden sind namhafte Satellitenhersteller in Europa und USA zu nennen. Zusätzlich werden Forschungs- und Entwicklungsaufträge öffentlicher Auftraggeber durchgeführt. Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft in gemieteten und betriebseigenen Räumlichkeiten in Immenstaad.

1.2. Forschung und Entwicklung

SpaceTech betreibt Forschung und Entwicklung in den Bereichen Strukturkomponenten und Solargeneratoren sowie laser-optischen Komponenten. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden dabei von eigenen Mitarbeitern am Firmensitz in Immenstaad betrieben. Der gesamte Forschungs- und Entwicklungsaufwand beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 in etwa auf Vorjahresniveau.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen (BMWK 13.12.2023). Im 1. Quartal 2023 ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken, im 2. Quartal 2023 unverändert geblieben, im 3. Quartal 2023 um 0,1 % und im 4. Quartal 2023 um 0,3 % gesunken (jeweils im Vergleich zum Vorquartal). Im Gesamtjahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % geringer als im Vorjahr; Deutschland befand sich in einer Rezession (Statista und tagesschau.de 30.1.2024).

Demgegenüber ist nach ersten Schätzungen das reale BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU im Jahr 2023 um 0,5 % gestiegen (Eurostat 30.1.2024). Das weltweite BIP-Wachstum wird für das vergangene Jahr 2023 auf rund 3,1 % geschätzt (statista 31.1.2024).

Die Inflation, die wegen hoher Energiepreise und Lieferschwierigkeiten in vielen Branchen in 2022 sprunghaft gestiegen ist, war in Deutschland auch im Jahr 2023 mit 5,9 % hoch (Destatis 16.1.2024). Die in 2022 und 2023 ergriffenen Zinsmaßnahmen der Zentralbanken sollten die Inflationsraten senken, stellten aber auch ein Konjunkturrisiko dar.

Der US-Dollar ist im Jahr 2023 wieder unter die Parität des Eurokurses zum USD gesunken, nachdem es im Juli 2022 erstmals seit 20 Jahren zu einer Parität des EUR zu USD gekommen war (tagesschau.de 12.7.2022), was die in USD gehandelten Güter wie Energie und Rohstoffe erheblich verteuert hatte.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Raumfahrtbranche ist weiterhin positiv.

Der globale Markt für weltraumgestützte Anwendungen wird von rund 320 Mrd. Euro im Jahr 2021 auf über 1.250 Mrd. Euro bis 2040 wachsen. Den folgenden drei Branchen bieten sich hierbei die größten Potenziale. Mit einem Plus von 771% zeigt sich im Landwirtschaftssektor der stärkste erwartete Nachfrageanstieg nach weltraumgestützten Diensten von 7 Mrd. Euro in 2021 auf 61 Mrd. Euro in 2040. Die Satellitentechnologie ermöglicht intelligente Landwirtschaft, indem sie Echtzeitdaten über Wetter oder Bodenbedingungen liefert, was Ernteerträge steigern und den Ressourcenverbrauch verringern kann. Für den Bereich Konsumgüter, Tourismus und Gesundheit wird eine Erhöhung der Nachfrage um 575% von 117 Mrd. in 2021 auf 791 Mrd. Euro bis 2040 prognostiziert. Treiber sind hierbei beispielsweise die zunehmende Konnektivität von Smartphones oder Wearables sowie die wachsende Nutzung standortbezogener Apps wie Fitnesstracker. In der Automobilindustrie wird sich die Nachfrage von 71 Mrd. Euro (2021) auf 217 Mrd. (2040) Euro verdreifachen - bedingt durch autonomes Fahren und Smart-Mobility-Angebote, die einen kontinuierlichen Datenaustausch zwischen Fahrzeugen und Verkehrsinfrastruktur über satellitengesteuerte Navigation benötigen (presseportal.de, 18.10.2023).

Die Raumfahrt wird somit als zukunftsträchtige für den globalen Datenverkehr wichtige Branche wahrgenommen. Im Bereich der wissenschaftlichen Erdbeobachtung ist die Bedeutung der Messdaten aus der Erdumlaufbahn für die Vorhersage der langfristigen Folgen für das globale Klima unbestritten.

2.2. Geschäftsverlauf und zusammenfassende Beurteilung

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen zum Vorjahr vergleichbaren Umsatz erzielt. Das Ergebnis vor und nach Steuern ist fast identisch wie im Vorjahr. Es wurden im Geschäftsjahr 2023 neben der Fertigung und Auslieferung von einigen Solargeneratoren weiterhin Ingenieuraktivitäten in der Solargeneratorentwicklung und die Vorbereitung der Serienfertigung durchgeführt.

Die laufenden Projekte im Bereich Laseroptik und Solargeneratorentwicklung und -fertigung für staatliche Auftraggeber sind weiterhin erfolgreich.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich die Entwicklung des Unternehmens im Jahr 2023 wie erwartet entwickelt hat, mit einer leichten Verzögerung der Serienfertigung aufgrund noch andauernder Vorbereitungen.

2.3. Lage

2.3.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich das Rohergebnis um TEUR 1.479 von TEUR 16.280 auf TEUR 17.759 erhöht. Prozentual bedeutet dies eine Zunahme um 9,08 %. Der Umsatz gegenüber dem Vorjahr ist um 4,20 % gesunken. Die Gesamtleistung des Unternehmens (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen, und zwar um TEUR 14.796.

Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen, in absoluter Höhe von TEUR 12.473 auf TEUR 24.809. Der Personalaufwand hat sich nochmals erhöht von TEUR 9.715 auf TEUR 11.016. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind von TEUR 1.030 auf TEUR 1.345 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von TEUR 2.116 auf TEUR 2.256 erhöht.

Die Zinserträge sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen von TEUR 1 auf TEUR 247. Die Zinsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr reduziert von TEUR 75 auf TEUR 49. Darüber hinaus ist das Finanzergebnis im Geschäftsjahr 2023 erneut mit einer außerplanmäßigen Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 147 belastet.

Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag sind linear gestiegen von TEUR 934 auf TEUR 936.

Der Auftragsbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter erhöht, aufgrund gewonnener Aufträge für Solargeneratorfertigung, sowie auch Aufträgen im Bereich Photonik.

Die finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:

2023 2022
Rohergebnis 17.759 EUR 16.280 TEUR
EBIT *** 3.137 TEUR 3.414 TEUR
Jahresüberschuss 2.252 TEUR 2.258 TEUR
Rohergebnisrentabilität (nicht bedeutsamst) 12,7% 13,9 %
Eigenkapitalrentabilität (nicht bedeutsamst) 18,8 % 23,2 %
Gesamtkapitalrentabilität (nicht bedeutsamst) 2,6 % 6,4 %

*** In der Berechnung des EBIT sind in 2023 analog zum Vorjahr die Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten.

2.3.2 Finanzlage

Die Ziele des Finanzmanagements der Gesellschaft sind die nachhaltige Sicherstellung der Liquidität sowie die Bereitstellung von ausreichenden Finanzmitteln zur Erreichung der Unternehmensziele.

Die flüssigen Mittel (Guthaben bei Kreditinstituten) betragen zum 31.12.2023 TEUR 36.840 (im Vj. TEUR 11.996), was im Geschäftsjahr 2023 eine Erhöhung um TEUR 24.844 bedeutet.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Bilanzstichtag 31.12.2023 in Höhe von TEUR 4.497 zur langfristigen Finanzierung des in 2016 angeschafften Vorratsgrundstückes, der Baukosten für ein neue Fertigungshalle mit Reinraum, welche im Juli 2022 fertiggestellt wurde, sowie der Anschaffung von Fertigungsmaschinen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhen sich um TEUR 6.952 auf TEUR 8.132 (im Vj. TEUR 1.180). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringern sich um TEUR 252. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 5.838.

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug TEUR 28.111.

Die Gesellschaft war stets in der Lage ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der SpaceTech GmbH ist zum 31.12.2023 um TEUR 50.958 auf TEUR 87.468 angestiegen. Der Anstieg der Aktivseite ist auf die Erhöhung der Sachanlagen inkl. der immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 1.270), der liquiden Mittel (TEUR 24.844) und der Rechnungsabgrenzungen (TEUR 75) bei gleichzeitiger Erhöhung der Vorräte (TEUR 24.055) sowie Erhöhung der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 833) und Minderung der Finanzanlagen (TEUR 120) zurückzuführen. Demgegenüber stehen auf der Passivseite eine Verringerung der Rückstellungen um TEUR 247 und Erhöhung des Eigenkapitals um TEUR 2.252 und der Verbindlichkeiten um TEUR 48.953.

Das Eigenkapital beträgt 11.995 TEUR gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 9.743 TEUR. Zusammenfassend stellt sich die Vermögenslage wie folgt dar:

2023 2022
Eigenkapitalquote 13,7 % 26,7 %
Anlagenintensität 13,5 % 29,3 %
Investitionsdeckung mit Eigenkapital 101,3 % 91,1 %

3. Nachtragsbericht

Es sind der Geschäftsführung keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

4. Prognose, Chancen- und Risikobericht

4.1. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Wie bereits im Vorjahr ist der Ausblick auf die zukünftige konjunkturelle Entwicklung mit großen Unsicherheiten verbunden. Die weiteren Entwicklungen im Ukrainekrieg und die daraus resultierenden Folgen sind schwierig vorherzusagen. Aufgrund der Spannungen in Nahost und den daraus resultierenden Schwierigkeiten im Schiffsverkehr sind bereits jetzt die Auswirkungen auf die Logistik zu spüren, sowohl in Bezug auf Verfügbarkeit von Schiffen als auch Transportkosten und -dauer. Des Weiteren sind die Verfügbarkeit und Preisentwicklung für Energie maßgeblich für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.

Für das Jahr 2024 werden für Deutschland keine nennenswerten Wachstumsimpulse erwartet; so geht die OECD, der IWF und der Sachverständigenrat von einem geringen Wirtschaftswachstum 0,2 % und die Bundesregierung von 0,3 % aus; die Prognose der fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sowie der EU-Kommission geht von nur +0,1 % aus (OECD 2.5.2024, EU-Kommission 15.5.2024, BMWK 24.4.2024, IWF 16.4.2024, Gemeinschaftsdiagnose 27.3.2024, Sachverständigenrat 15.5.2024).

Für die Weltwirtschaft wird (wie in 2023) auch für das Jahr 2024 von nur verhaltenem Wachstum in Höhe von 3,1 % (OECD 2.5.2024), 3,2 % (IWF 16.4.2024) bzw. 3,0 % (BMWK 1.3.2024) ausgegangen. Noch schwächer wird das Wirtschaftswachstum in der EU für das Jahr 2024 mit 1,0 % und für den Euro-Raum mit 0,8 % erwartet (EU-Kommission 15.5.2024, IWF 16.4.2024).

Die Inflation wird im Jahr 2024 in Deutschland anhalten, lt. Einschätzung der EU-Kommission, der Bundesregierung und des Sachverständigenrats mit 2,4 %, ebenso in der EU mit 2,7 % und im Euro-Raum mit 2,5 % (BMWK 24.4.2024, EU-Kommission 15.5.2024, Sachverständigenrat 15.5.2024).

Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland ist unverändert. Der ifo Geschäftsklimaindex verharrte im Mai bei 89,3 Punkten. Die Unternehmen zeigten sich weniger zufrieden mit der aktuellen Geschäftslage. Die Erwartungen hellten sich hingegen auf. Industrie, Handel und Bau erholen sich, während die Dienstleister einen Dämpfer bekommen. Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich schrittweise aus der Krise heraus. Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima zum dritten Mal in Folge verbessert. Die Firmen zeigten sich merklich zufriedener mit den laufenden Geschäften. Auch der Ausblick auf die kommenden Monate war weniger pessimistisch als im Vormonat. Der Auftragsbestand war allerdings weiter rückläufig. Im Dienstleistungssektor erfuhr der Index einen Rückschlag. Dies war auf etwas weniger gute Urteile zur aktuellen Geschäftslage zurückzuführen. Die Erwartungen hingegen verbesserten sich etwas. Die Unternehmen berichteten von zusätzlichen Aufträgen. Im Handel zog der Index merklich an. Die Geschäftserwartungen verbesserten sich deutlich, bleiben aber weiterhin von Skepsis geprägt. Auch die aktuelle Lage zeigte nach oben. Diese Entwicklung war vor allem durch den Großhandel getrieben. Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima erneut verbessert. Die Unternehmer zeigten sich zufriedener mit den laufenden Geschäften. Auch die Erwartungen fielen etwas weniger pessimistisch aus. Auftragsmangel bleibt aber ein zentrales Problem (ifo Institut 27.5.2024).

Entwicklung des Unternehmens

Die Konsolidierung im Jahr 2023, bedingt durch die Inbetriebnahme der neuen Fertigungslinie und vorbereitende Arbeiten der Serienfertigung, wird sich auch zu Anfang des Jahres 2024 fortsetzen. Ab Mitte des Jahres 2024 wird erwartet, dass die Serienfertigung der Solargeneratoren sich auf einem stabilen Niveau befindet.

Aufgrund der Auslieferung einer größeren Stückzahl von Solargeneratoren wird für das Geschäftsjahr 2024 ein leichter Anstieg der Umsatzerlöse erwartet. Damit einhergehend wird sowohl für das Rohergebnis als auch den Jahresüberschuss und das EBIT eine leichte Erhöhung prognostiziert. In den Folgejahren wird eine weitere moderate Steigerung des Ergebnisses erwartet. Die Auftragslage ist stabil.

4.2. Risikobericht

Ein dediziertes Risikomanagementsystem zur kontinuierlichen Analyse und Bewertung von Rohstoff- und Absatzpreisen ist aufgrund des längerfristigen Projektgeschäfts nicht eingerichtet. Die Gesellschaft identifiziert Risiken und Chancen sowohl auf strategischer als auch auf operativer Basis. Es werden regelmäßig interne Projektprüfungen durchgeführt, um den Fortschritt und die Effizienz in der Projektabwicklung zu kontrollieren.

Technologische Risiken bestehen kaum, da Entwicklungen neuer Produkte meist im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsverträgen öffentlicher Auftraggeber durchgeführt werden.

Ein wesentlicher Aspekt der Risikobetrachtung sind Personalrisiken, da qualifiziertes erfahrenes Personal schwer zu finden ist. Die Personalsituation wird durch eine mittel- und langfristige Personalauslastungsplanung überwacht, um frühzeitig Engpässe zu erkennen.

Finanzierungs- oder Liquiditätsrisiken werden aufgrund der Liquiditätsausstattung als gering eingeschätzt.

Die Kunden von Raumfahrtprodukten sind große Satellitenhersteller und staatliche Organisationen. Forderungsausfallrisiken bestehen daher praktisch kaum.

Insgesamt sind der Geschäftsführung keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

4.3. Chancenbericht

Neben den dargestellten Risiken sieht die Geschäftsführung für die nächsten fünf Geschäftsjahre die Chance einer Stabilisierung des Auftragsbestands im laufenden Geschäft mit Satelliten-Solargeneratoren, begründet durch die Anwendung des entwickelten kostengünstigen Herstellverfahrens, das mittlerweile auch bei Satellitenprojekten der Europäischen Raumfahrtagentur ESA eingesetzt wird.

5. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind.

Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren. Die Forderungen bestehen im Wesentlichen gegen große Unternehmen und staatliche Organisationen, sodass die Ausfallrisiken als gering eingeschätzt werden.

Wenn Fremdwährungsrisiken bestehen, werden diese gegebenenfalls durch Devisentermingeschäfte abgesichert.

Aufgrund der finanziellen Ausstattung des Unternehmens wird das Liquiditätsrisiko als gering eingeschätzt.

 

Immenstaad, den 26. Juli 2024

SpaceTech GmbH

gez. Wolfgang Pitz

gez. Frank Gilles

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 11.844.641,53 10.694.728,41
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 41.985,00 32.598,00
II. Sachanlagen 11.767.763,20 10.507.297,08
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.189.147,82 6.251.890,82
2. technische Anlagen und Maschinen 3.462.190,55 3.284.912,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 872.604,00 417.196,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.243.820,83 553.298,26
III. Finanzanlagen 34.893,33 154.833,33
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 34.893,33 154.833,33
B. Umlaufvermögen 75.332.314,16 25.599.384,52
I. Vorräte 32.765.552,14 8.710.782,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.726.271,89 4.892.893,89
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 46.390,41 34.759,31
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.679.881,48 4.858.134,58
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 36.840.490,13 11.995.708,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 291.064,53 215.678,50
Aktiva 87.468.020,22 36.509.791,43

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.995.401,99 9.743.358,09
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Gewinnvortrag 9.543.358,09 7.285.729,44
III. Jahresüberschuss 2.252.043,90 2.257.628,65
B. Rückstellungen 2.851.859,34 3.098.339,80
C. Verbindlichkeiten 72.620.758,89 23.668.093,54
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.496.757,80 5.144.370,68
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 174.449,28 426.020,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 67.949.551,81 18.097.702,86
Passiva 87.468.020,22 36.509.791,43

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 17.759.364,46 16.280.362,40
2. Personalaufwand 11.015.890,67 9.714.974,41
a) Löhne und Gehälter 9.493.586,20 8.368.043,38
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.522.304,47 1.346.931,03
davon für Altersversorgung 45.269,20 44.424,36
3. Abschreibungen 1.344.964,38 1.029.736,50
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.344.964,38 1.029.736,50
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.255.999,34 2.116.016,73
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 257.264,06 471.765,37
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 246.945,99 1.174,65
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 147.416,74 148.278,00
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 147.416,74 148.278,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 49.326,66 74.809,88
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 935.564,62 934.422,74
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 16.564,00
9. Ergebnis nach Steuern 2.257.148,04 2.263.298,79
10. sonstige Steuern 5.104,14 5.670,14
11. Jahresüberschuss 2.252.043,90 2.257.628,65

Anhang ZUM 31. DEZEMBER 2023

DER SPACETECH GMBH, IMMENSTAAD

1. Allgemeine Grundsätze zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der SpaceTech GmbH, Immenstaad, Amtsgericht Ulm HRB Nr. 632023 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes und des GmbH-Gesetzes in EUR erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist entsprechend den Größenklassen des § 267 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

2. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

a) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten, Schulden, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nicht anderes bestimmt ist.

Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert.

Für Aufwendungen zur Gründung des Unternehmens, zur Beschaffung des Eigenkapitals sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, ist kein Aktivposten angesetzt.

Rückstellungen sind nur im Rahmen des § 249 HGB gebildet worden.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden im Rahmen von § 250 HGB gebildet.

b) Bewertungsvorschriften

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzelnen bewertet.

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen auch die tatsächlichen und rechtlichen Gegebenheiten nicht entgegen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres wurden unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Als Nutzungsdauer werden 3 bis 5 Jahre zugrunde gelegt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Nutzungsdauer beträgt bei dem Gebäude 33 Jahre, den Einbauten in fremde Grundstücke 10 bis 20 Jahre, bei den Maschinen und technischen Anlagen 8 bis 10 Jahre und bei den anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre.

Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 werden entsprechend der Regelung des § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Es erfolgte eine Abschreibung aufgrund dauernder Wertminderung.

Das Vorratsvermögen, insbesondere die unfertigen Leistungen wurde auf Basis der angefallenen Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs-, Material- und Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Die Gewinnrealisierung erfolgt i. d. R. bei Rechnungsstellung bzw. nach Erreichen der jeweiligen, in den Verträgen festgelegten und von den Kunden abgenommenen Meilensteine und Teilleistungen. Sofern der erwartete Verlust die angefallenen Herstellungskosten übersteigt, wird in Höhe des übersteigenden Betrags eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.

Flüssige Mittel sind zu Tageswerten bewertet.

Forderungen sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen von 1% (im Vj.1%) Rechnung getragen.

Die Steuerrückstellungen enthalten die noch nicht veranlagten Steuern des Berichts- und des Vorjahres.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Rahmen einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung in notwendigem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgte mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Restlaufzeiten ergeben sich aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

c) Angaben zur Bilanz

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2023 Anteile von mindestens 20% an folgenden Firmen:

CarboSpaceTech GmbH Immenstaad: Anteil am Kapital 66,67 % , Eigenkapital der Gesellschaft 2.748.533,98 €, Ergebnis 2023 382.819,37 €

neonsee GmbH Konstanz, Anteil am Kapital: 60,00 % , Eigenkapital der Gesellschaft: 172.612,69 €, Ergebnis 2022: 2.601,69 € **

( ** Der Jahresabschluss 2023 lag zum Zeitpunkt der Aufstellung noch nicht vor. Hierbei handelt es sich um das Eigenkapital bzw. das Ergebnis 2022)

Von den sonstigen Vermögensgegenständen weist ein Betrag von T€ 103 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 46 (Vj: T€ 35) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

In den Sonstigen Rückstellungen sind folgende Rückstellungen mit nicht unerheblichem und unerheblichem Umfang enthalten:

Rückstellungen mit nicht unerheblichem Umfang:

Urlaubsverpflichtungen 462.037,21 €
Tantiemen Mitarbeiter 1.078.007,13 €
Ausstehende Rechnungen 56.805,00 €
Jahresabschlusserstellung 95.000,00 €
Ausstehende Arbeiten 980.815,00 €
Rückstellung mit unerheblichen Umfang 76.881,00 €

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 174 (Vj: T€ 426).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von T€ 2 (Vj: T€ 0) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter.

SpaceTech GmbH, Immenstaad

Verbindlichkeitenspiegel 2023

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2023 4.496.757,80 € 647.612,88 € 1.784.023,52 € 2.065.121,40 €
2022 5.144.370,68 € 647.612,88 € 2.233.817,52 € 2.262.940,28 €
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
2023 58.817.711,71 € 13.301.506,88 € 45.516.204,83 € - €
2022 16.486.082,78 € 7.381.520,88 € 9.104.561,90 € - €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2023 8.131.678,59 € 8.131.678,59 € - € - €
2022 1.180.366,80 € 1.180.366,80 € - € - €
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
2023 174.449,28 € 174.449,28 € - € - €
2022 426.020,00 € 426.020,00 € - € - €
Sonstige Verbindlichkeiten
2023 1.000.161,51 € 1.000.161,51 € - € - €
2022 431.253,28 € 431.253,28 € - € - €
Summe 2023 72.620.758,89 € 23.255.409,14 € 47.300.228,35 € 2.065.121,40 €
Summe 2022 23.668.093,54 € 10.066.773,84 € 11.338.379,42 € 2.262.940,28 €

Art und Form der Sicherheit

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch folgende Sicherheiten gesichert: Erstrangige Grundschulden, selbstschuldnerische Bürgschaften der drei Gesellschafter-Geschäftsführer sowie durch eine Haftungsfreistellung der Bundesrepublik Deutschland und die Globalabtretung von Forderungen.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte zu Gunsten der Lieferanten.

3. Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von T€ 444 p.a. (Vj.: T€ 372) sind Zahlungsverpflichtungen aus bestehenden Miet-, Leasingverträgen und weiteren langfristigen Verträgen.

Organe der Gesellschaft:

Herr Bernhard Doll, Immenstaad, Geschäftsführer, Executive Director (bis 12. April 2023)

Herr Frank Gilles, Immenstaad, Geschäftsführer, Executive Director

Herr Wolfgang Pitz, Salem, Geschäftsführer, CEO

Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt 114 (Vj.: 105) Mitarbeiter beschäftigt.

Darunter fallen 9 leitende Angestellte und 105 nicht leitende Angstellte.

Zu den Vorgängen von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, verweisen wir auf die Angaben im Lagebericht.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 2.252.043,90 auf neue Rechnung vorzutragen. Hieraus resultiert ein Bilanzgewinn in Höhe von € 11.795.401,99.

 

Immenstaad, den 25. Juli 2024

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Frank Gilles

gez. Wolfgang Pitz

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 01.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SpaceTech GmbH, Immenstaad

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SpaceTech GmbH, Immenstaad, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SpaceTech GmbH, Immenstaad, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 31. Juli 2024

Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Höfer, Wirtschaftsprüfer

Sälzer, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.