Kurgebiet Rheinsberg GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sören Polster seit 7.11.2013 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.31% | |
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Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fleischer-Einkauf Leipzig AGLeipzigJahresabschluss zum 31. Dezember 2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022der Fleischer-Einkauf Leipzig AG, LeipzigI. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses Unternehmensgrundlagen Die Fleischer-Einkauf Leipzig AG (FEL AG) wurde 1888 als genossenschaftlicher Zusammenschluss von Leipziger Fleischern gegründet und hat seitdem die Wirren der Geschichte bis heute überstanden. Die FEL AG bietet unverändert neben Schweinehälften, Teilstücken und Rindfleisch eine Vielzahl von Artikeln für das Fleischgewerbe an. Daneben verwaltet und vermarktet das Unternehmen Immobilien. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Fleischwarenindustrie Die deutsche Fleischwirtschaft steht in einem schwierigen Umfeld. Die Schweinebestände gehen auch wegen der aktuellen Agrarpolitik der Bundesregierung deutlich zurück. Weitere Gründe sind die inflationsbedingt schwache Nachfrage und der Exportstopp wegen der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen in Deutschland. Ebenfalls rückläufig sind die Rinderbestände. Dies bedeutet für die Schlachtbetriebe ein geringeres Aufkommen von Schlachttieren und notwendige Anpassungen. Gleichzeitig steigen in allen Stufen der Vermarktungskette die zunehmenden wirtschaftlichen Belastungen durch die Energiekrise sowie hohe Preise und Löhne. Abgesehen von der aktuellen Kaufzurückhaltung ist der Verzehr von Fleisch seit 2012 rückläufig und liegt im laufenden Jahr bei 51,7 kg/Kopf. Während der Verzehr von Rindfleisch und Geflügelfleisch weitgehend stabil ist, sank der Verzehr von Schweinefleisch seit 2012 um rund zehn Kilogramm auf voraussichtlich 28,5 kg/Kopf. Der Verzehr von Wurst und Schinken liegt bei rund 26 kg/Kopf. Mit großer Sorge sehen Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe die möglichen Folgen der verschiedenen nationalen gesetzlichen Regelungen, die gegenwärtig in Deutschland diskutiert werden. Die geplanten nationalen Alleingänge in der Gesetzgebung der Ampelkoalition erschweren den Zugang zum europäischen Markt, der für die Unternehmen und Beschäftigten der Branche von großer Bedeutung ist. Im Jahr 2022 sank die Fleischerzeugung in Deutschland gegenüber dem Jahr 2021 um 645 t auf 7,557 Mio. t Schlachtgewicht. Damit ist die Fleischerzeugung im sechsten Jahr in Folge rückläufig und mit 7,9 % noch nie so stark seit dem vereinigungsbedingten Bestandsabbau in den 1990er Jahren. Der Rückgang betraf hauptsächlich Schweine- und Rindfleisch. Die gewerblichen Schlachtungen von Schweinen gingen 2022 gegenüber dem Vorjahr weiter und diesmal extrem stark um 9,2 % (- 4,773 Mio. Tiere) auf 47,102 Mio. Stück zurück. Der Rückgang stammte fast ausschließlich aus dem geringeren Aufkommen inländischer Tiere (- 4,848 Mio. auf 50,718 Mio. Tiere). Die Anzahl der Schlachtungen ausländischer Schweine nahm anders als im Vorjahr wieder um 6,5 % auf gut 1,2 Mio. Tiere zu. Gegenüber dem Jahr 2021 nahm die Schweinefleischerzeugung um 9,8 % (485.000 t SG) auf 4,481 Mio. t ab. Die Abwärtsbewegung setzte sich zu Beginn des Jahres 2023 unverändert fort. Die Anzahl von gewerblich geschlachteten Rindern verringerte sich 2022 gegenüber dem Vorjahr um 7,8 % auf 3,0 Mio. Tiere, die zusammen ein Schlachtgewicht von 0,98 Mio. t auf die Waage brachten. Der Rückgang betraf alle Kategorien bis auf die zahlenmäßig wenig relevanten Ochsen. Besonders stark gingen die Kuh- und Färsenschlachtungen mit 10,1 bzw. 9,1 % (minus 112.600 bzw. 52.000 Stück) auf 1,006 Mio. bzw. 0,520 Mio. Tiere zurück. Bei den Bullen betrug der Rückgang 79.000 Stück auf nur noch 1,117 Mio. Tiere. Die dabei erzeugte Rindfleischmenge sank verglichen mit 2021 um 9,1 % auf 476.100 t (- 47.500 t). Nach den schwierigen Jahren der Pandemie und dem damit verbundenen Nachfragerückgang in der Gastronomie konnten die deutschen Wurst- und Schinkenproduzenten ihre Produktion im zurückliegenden Jahr wieder leicht um 1,9 % im Vergleich zum Vorjahr steigern. Die Produktionsmenge der Vor-Corona-Zeit konnte jedoch noch nicht erreicht werden. Insgesamt wurden im zurückliegenden Jahr 2022 1,399 Mio. Tonnen Wurstwaren (ohne Schinken) hergestellt. Grundstücks- und Wohnungswirtschaft Die Umsätze in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft aus Kauf und Verkauf, Vermietung, Vermittlung und Verwaltung von Immobilien lagen von Januar bis Oktober 2022 nominal um 7,0 % und real um 5,3 % über dem entsprechenden Vorjahresresultat. In diesen Ergebnissen zeigen sich noch nicht die Belastungen, mit denen die Baukonjunktur durch Lieferengpässe, Materialknappheit und gestiegene Energiepreise als Folgen der Corona-Pandemie und des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine konfrontiert war. Mit den Baumaterialpreisen zogen auch die Preise für Arbeiten am Bau massiv an. So legten die Preise für den Neubau von Wohngebäuden im Jahresdurchschnitt 2022 um 16,4 % gegenüber dem Vorjahr zu. Diese starken Beeinträchtigungen schlugen deutlich auf den Wohnungsbau durch: Die Baugenehmigungen von Wohnungen waren in den ersten elf Monaten 2022 um fast 6 % niedriger als in der vergleichbaren Vorjahreszeit. Dagegen verharrten die Baugenehmigungen von Nichtwohngebäuden auf dem Vorjahresniveau. Der Mix aus hohen Hypothekenzinsen sowie gestiegenen Material- und Baupreisen belastet die Bau- und Branchenkonjunkturzunehmend. Unter diesen baukonjunkturellen Rahmenbedingungen dürften die nominalen Bauinvestitionen im Wohnungsbau sowie auch im gewerblichen Nichtwohnhochbau im Jahr 2023 nur verhalten um jeweils 3,3 % expandieren. Die hohe Inflation, steigende Hypothekenzinsen sowie massiv erhöhte Baukosten machen Investitionen im Wohnungsbau und deren Finanzierung über Verkauf oder Vermietung immer schwieriger. Die Maklerumsätze werden durch die sich abzeichnende Entspannung bei den Immobilienpreisen und die nachlassende Nachfrage wegen steigender Bauzinsen und Verlusten beim Realeinkommen belastet. Mit der Beruhigung des Bau- und Kaufinteresses auf den Wohnungsmärkten ist für die Grundstücks- und Wohnungswirtschaft im Jahr 2023 nur noch ein leichtes nominales Umsatzwachstum zu erwarten. Quellen: Pressemitteilung VDF/BVWS - Bonn 11.03.2023 und VR Branchen special, Bericht 4.07, "Grundstücks- und Wohnungwesen", März 2023, Herausgeber: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Berlin Auftrags- und Umsatzentwicklung Warenumsätze und Leistungserlöse in den einzelnen Geschäftszweigen:
Der Umsatz im Jahr 2022 erhöhte sich maßgeblich im Bereich Fleisch. Dies entspricht den Erwartungen hinsichtlich der Preisentwicklung. Beschaffung Der Erhöhung der Umsatzerlöse steht ein überproportional gestiegener Materialaufwand gegenüber. Im Segment Fleisch war ein Anstieg beim Materialaufaufwand um 21,9 % zu verzeichnen. Eine wichtige Kennzahl bei uns ist die Auslastung der Lager und Kühlhäuser, welche sich regelmäßig zwischen 90 % und 95 % bewegt. Entwicklung des Geschäftsergebnisses Das Betriebsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 155,3 TEUR bzw. 3,2 % auf 4.663,5 TEUR gesunken. Belastend wirkten sich die gestiegenen Personal- und sonstige Aufwendungen sowie höhere planmäßige Abschreibungen aus. Investitionen In 2022 wurden Investitionen in Höhe von 10.046,1 TEUR getätigt. Die Investitionen in 2022 bezogen sich im Wesentlichen neben der Anschaffung betrieblicher Immobilien mit rd. 5.857,5 TEUR auf Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die Investitionen wurden aus Eigenmitteln finanziert. Es bestehen keine nennenswerten Leasingverpflichtungen. Personal- und Sozialbereich Der Personalbestand wurde im Geschäftsjahr 2022 aufgebaut. Nach durchschnittlich 125 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2021 wurden im Geschäftsjahr 2022 128 Mitarbeiter (jeweils ohne Vorstand) beschäftigt. Der Personalkostenanteil nahm im Vorjahresvergleich entsprechend zu. Für ausgewählte Mitarbeiter besteht eine betriebliche Altersvorsorge in Form einer Direktversicherung. Die Fluktuation im Unternehmen wird als normal eingeschätzt. Umweltbelange Unser Unternehmen leistet einen wesentlichen Beitrag zur Einsparung von Elektroenergie und Kohlendioxid. Insbesondere realisieren wir das durch moderne Kühlanlagen für Fleisch und Wurst, der Vermeidung der Unterauslastung von Lager und Kühlanlagen, der Zusammenarbeit mit regionalen Erzeugern und überwiegend regionalen Fleisch- und Wurstprodukten, der Nutzung von erneuerbaren Energien (Photovoltaikanlagen an den Standorten Leipzig und Döbeln) und einem Elektrofahrzeug. Modernisierungen bzw. Sanierungen an Immobilien erfolgen unter Beachtung der gesetzlichen Regelungen nach dem "Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden". Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr haben sich nicht ereignet. Beurteilung der Entwicklung durch den Vorstand Trotz der allgemeinen schwierigen Wettbewerbssituation, der hohen Inflation, Lieferengpässen, Materialknappheit und gestiegenen Energiepreisen als Folgen der Corona-Pandemie und des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine ist trotzdem ein erfolgreiches Geschäftsjahr zu verzeichnen. Stabilisierend wirkten sich gestiegene Vermietungserlöse aus. II. Darstellung der Lage der Gesellschaft Vermögens- und Finanzlage
1) Sachanlagevermögen einschließlich immaterieller Vermögensgegenstände / Bilanzsumme 2) wirtschaftliches Eigenkapital / Bilanzsumme Die Ausstattung der Gesellschaft mit Eigenkapital wird als ausreichend betrachtet. Durch den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 erhöhte sich das Eigenkapital von 27.635,4 TEUR auf 31.211,2 TEUR. Die Liquidität und damit die Fähigkeit des Unternehmens, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, war stets gewährleistet. Das Anlagevermögen von 30.091,8 TEUR wird mit rd. 104 % Eigenkapital finanziert. Daneben bestehen langfristige Darlehen. Ertragslage
Bei gestiegenen Umsatzerlöse waren überproportionale Steigerungen im Einkaufsbereich zu verzeichnen. Das Rohergebnis hat sich absolut verbessert. Durch gestiegene Personalaufwendungen und gestiegene sonstige Aufwendungen liegt das Betriebsergebnis auf Niveau des Vorjahres. Das neutrale Ergebnis ist wie im Vorjahr durch positive Ergebnisbeiträge aus der Veräußerung von Immobilien sowie sonstigen periodenfremden Erträgen beeinflusst. Der Ertragsteueraufwand hat das Jahresergebnis mit 1.665,5 TEUR (Vorjahr: 1.747,7 TEUR) belastet. Ursprünglich war für das Geschäftsjahr 2022 ein Jahresüberschuss auf Niveau des Jahres 2020 geplant. Insbesondere aufgrund des gestiegenen Rohertrags sowie dem Finanzergebnis weicht das Jahresergebnis von der Prognose im Lagebericht des Vorjahres leicht positiv ab. Die Rentabilität hat sich wie folgt entwickelt:
3) Betriebsergebnis / Gesamtleistung 4) Jahresüberschuss vor Zinsen und Steuern / Bilanzsumme III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht) Es wird verwiesen auf die Ausführungen im Anhang. Die Unternehmen der Fleischwirtschaft sehen sich gegenwärtig enormen Herausforderungen ausgesetzt. Die Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren ist energieintensiv und zur Versorgung der Bevölkerung notwendig. Aufgrund der Inflation besteht jedoch eine enorme Kaufzurückhaltung bei den Verbrauchern. Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 haben wir von unserem Beteiligungsunternehmen sogut Fleisch- und Wurstwaren GmbH Leipziger Land, Großlehna, nicht betriebsnotwendige Immobilien und Produktionsanlagen für insgesamt 3.085 TEUR erworben. Die Produktionsanlagen werden an das Beteiligungsunternehmen vermietet. IV. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht) Risiken mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage resultieren neben dem Anstieg der Marktpreise aus Tierseuchen, welche zu starken Preissteigerungen führen können. Gelingt es unseren Kunden nicht, diese an den Endverbraucher weiter zu geben, werden vermehrt Insolvenzen und Betriebsaufgaben das Ergebnis sein. Von daher besteht das Risiko von Forderungsverlusten und Umsatzverlusten. Chancen sehen wir darüber hinaus weiterhin durch aktuelle und gesetzeskonforme Zertifizierungen sowie durch ein breit aufgestelltes Sortiment sowie der Erweiterung des Geschäftsbetriebes im Immobilienbereich. Dem Vorstand stehen zur Analyse, Kontrolle und Steuerung der Geschäftsprozesse entsprechende Geschäftsführungsinstrumentarien zur Verfügung, die es ermöglichen, die wichtigsten Kennziffern wie Umsatz-, Rohertrags-, Personalkosten- und Sachkostenentwicklung monatlich zeitnah auszuwerten und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat der Vorstand der Gesellschaft ein System eingerichtet, das im Wesentlichen auf folgenden Instrumenten aufbaut:
Risiken aus Zahlungsausfällen sind über eine Versicherung gedeckt. Chancen und Risiken haben sich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Bestandsgefährdungspotenziale bestehen nicht. V. Prognosebericht Eine breite Kundenbasis und ein umfangreiches innovatives Sortiment bleiben Voraussetzung für die weitere erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens. Der Umsatz ist in 2022 preisbedingt gestiegen. Unterproportional dazu stiegen die Materialaufwendungen an, sodass sich das Rohergebnis im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Jahr 2021 wieder verbesserte. Für 2023 rechnen wir preisbedingt mit steigenden Umsätzen. Aufgrund sich abzeichnender Kostensteigerungen in der Tiererzeugung (Tierwohl), Mindestlohn und Energie planen wir mit einem Jahresüberschuss leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Wesentliche Veränderungen im Personalbereich sind nicht geplant. VI. Bestehende Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält eine Niederlassung in Döbeln.
Leipzig, 19.04.2024 Fleischer-Einkauf Leipzig AG Der Vorstand gez. Polster BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
ANHANG FÜR DAS Geschäftsjahr 2022A. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und der Satzung aufgestellt. Die Fleischer-Einkauf Leipzig AG ist groß im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Sie ist mit Sitz in Leipzig registriert beim Amtsgericht in Leipzig und eingetragen unter der Registernummer HRB 29824. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde. Die Abschreibungen des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig auf 15 Jahre verteilt. Grundstücke, Bauten und bewegliche Anlagegegenstände wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Auf Bauten wurden planmäßige lineare Abschreibungen vorgenommen. Bewegliche Anlagegegenstände wurden überwiegend linear, in Einzelfällen auch degressiv abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer orientiert sich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungspreis zwischen 250,01 EUR und 1.000,00 EUR (jeweils vermindert um Vorsteuer) wurden jahrgangsweise in einen Sammelposten eingestellt und werden über 5 Jahre abgeschrieben. Die im Bau befindlichen Anlagen bzw. die geleisteten Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte (Warenbestände und zum Verkauf bestimmte Immobilien) wurden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel bewertet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen abgesetzt. Positionen in Fremdwährung wurden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Sofern die Restlaufzeit mehr als 1 Jahr beträgt, wurden § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB (Anschaffungskostenprinzip) und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB (Realisationsprinzip) beachtet. Wertpapiere sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Kurswert bewertet worden. Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für wesentliche Posten gebildet worden. Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen. Nummerierung Anlagenspiegel: C. D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. BILANZ Angaben zu Unternehmen, soweit es sich um Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB handelt oder ein solcher Anteil von einer Person für Rechnung der Gesellschaft gehalten wird:
1) Mitglieder der Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgane halten weitere Anteile an diesem Unternehmen Von den Forderungen haben eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr:
In den Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen sind 386,1 TEUR (Vorjahr: 512,3 TEUR) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Das Grundkapital der Gesellschaft besteht aus 4.250 vinkulierten Stückaktien, die auf den Namen lauten. Die Gewinnrücklagen haben sich im Geschäftsjahr 2022 und im Vorjahr nicht verändert. In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere enthalten:
Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit:
Von den Verbindlichkeiten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Latente Steuern bestehen nicht. Die anzuwendenden Steuersätze betragen für Körperschaftsteuer (15 %), Solidaritätszuschlag (5,5 %) auf die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer (16,1 %) bei einem Hebesatz von 460. II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
In dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 48.956,67 EUR enthalten. In dem Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von 26.719,79 EUR enthalten. In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende periodenfremde Erträge (+) und Aufwendungen (-) enthalten:
E. Sonstige Angaben Angabe von Vorgängen von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind: Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 haben wir von unserem Beteiligungsunternehmen sogut Fleisch- und Wurstwaren GmbH Leipziger Land, Großlehna, nicht betriebsnotwendige Immobilien und Produktionsanlagen für insgesamt 3.085 TEUR erworben. Die Produktionsanlagen werden an das Beteiligungsunternehmen vermietet. Der Bilanzgewinn soll nach dem Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats in Höhe von 300,0 TEUR als Dividende ausgeschüttet und der verbleibende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen werden. Die Gesellschaft ist als Mutterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 1 HGB in Anwendung von § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB durch erhebliche und andauernde Beschränkungen in der Ausübung ihrer Rechte in Bezug auf ihr einziges Tochterunternehmen von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Auszubildende wurden nicht beschäftigt. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Sören Polster, alleiniger Vorstand, Kaufmann Eine Berichterstattung über die Bezüge des gesetzlichen Vertreters unterbleibt unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB. Mitglieder des Aufsichtsrats Torsten Böhnke, Fleischermeister - Vorsitzender Torsten Hille, Diplom Agrar-Ingenieur Katrin Rechtnitz, Schrift- und Grafikmalerin Für die Tätigkeit im Geschäftsjahr erhielt der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2022 keine Vergütung. Für das Geschäftsjahr berechnetes Gesamthonorar des Abschlussprüfers, aufgeschlüsselt in das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen, andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen und sonstige Leistungen: Für Prüfungsleistungen wurden 16.800,00 EUR vereinbart.
Leipzig, 19.04.2024 Fleischer-Einkauf Leipzig AG Der Vorstand gez. Polster C. Entwicklung des Anlagevermögens
Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022 der Fleischer-Einkauf Leipzig AG, Leipzig Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages - geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstands. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.
Leipzig, 19.04.2024 Fleischer-Einkauf Leipzig AG gez. Böhnke, Vorsitzender des Aufsichtsrats Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Fleischer-Einkauf Leipzig AG, Leipzig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fleischer-Einkauf Leipzig AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fleischer-Einkauf Leipzig AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, 19. April 2024 AWADO
GmbH
gez. Ulrich, Wirtschaftsprüfer gez. Christin, Wirtschaftsprüfer |
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