Verwaltung "MS CMC ANDES" GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thijs Schless seit 25.9.2023 | Prokura |
Jörg Kubitza seit 29.4.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Ørsted Wind Power A/S | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 25.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Orsted Germany GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023der Orsted Germany GmbHInhaltsverzeichnis A. Grundlagen des Unternehmens I. Geschäftsmodell des Unternehmens II. Forschung und Entwicklung B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen II. Branchenbezogenes Umfeld III. Geschäftsverlauf und Vermögens- und Finanzlage IV. Finanzielle Leistungsindikatoren V. Arbeitssicherheit C. Chancen- und Risikobericht I. Risikobericht II. Chancenbericht III. Gesamtaussage D. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten E. Bericht über Zweigniederlassungen F. Prognosebericht A. Grundlagen des UnternehmensI. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Orsted Germany GmbH (im Folgenden kurz “OG” oder „Gesellschaft“ genannt) ist als Dienstleistungsunternehmen im Bereich Erzeugung und Verkauf von Energie aus erneuerbaren Energieträgern, einschließlich der Projektierung, der Errichtung und des Betriebs von Erzeugungsanlagen, tätig. Ebenso ist die Gesellschaft alleinige Anteilseignerin der UMBO GmbH, Hamburg, welche sich mit dem Umweltmonitoring des Seegebietes „Nördlich Borkum" beschäftigt. Im Fokus der OG steht vor allem die Ausführung von Planungstätigkeiten für die Errichtung von Offshore Windparks sowie das Management und die Betriebsführung bestehender Windparks. Einzige Auftraggeber hierfür sind ihre Muttergesellschaft, die Ørsted Wind Power A/S (im Folgenden kurz “ØWP” genannt) in Dänemark sowie andere Konzerngesellschaften. Darüber hinaus beteiligt sich die Gesellschaft an der Konzeption und Umsetzung von Power-to-X-Projekten innerhalb der Ørsted-Gruppe sowie mit externen Partnern. Hierzu hielt die Gesellschaft eine Beteiligung von 24% an der H2 Westküste GmbH, Hemmingstedt, einem Joint Venture mit dem Ziel der Errichtung eines Elektrolyseurs zur Produktion von grünem Wasserstoff im Rahmen der Reallabore der Energiewende. Der Anteil an der Gesellschaft wurde am 12. März 2024 veräußert. Die OG hat zudem in 2023 zusammen mit vier anderen internationalen Energieunternehmen das Unternehmen „Into Green Future“ gegründet. Into Green Future bietet Ausbildungen im Bereich erneuerbarer Energien an, um jungen Menschen den Einstieg in eine zukunftsorientierte Branche zu ermöglichen und um dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken. II. Forschung und Entwicklung Die OG unterstützt die ØWP bei der Entwicklung von neuen Gründungsstrukturen und deren Windanlagen, die auf See eingesetzt werden sollen. Ebenso untersucht die OG in Zusammenarbeit mit der ØWP zukünftige logistische Lösungen für den Betrieb und der Instandhaltung von Offshore Windparks. B. WirtschaftsberichtI. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung war in 2023 Jahr schwach. Nach einem preis-, saison- und kalenderbereinigten Rückgang des BIP um 0,3% im Jahresschlussquartal 2023 (2022: +1,8%, 2021: 2,7%) deuten aktuelle Frühindikatoren noch nicht auf eine rasche konjunkturelle Erholung hin. Belastende Faktoren wie die außenwirtschaftliche Nachfrageschwäche, Streiks im öffentlichen Verkehr, hohe Krankenstände bei den Erwerbstätigen sowie geopolitische Spannungen mit Verzögerungen bei Lieferketten können in der Summe dazu führen, dass sich die erwartete konjunkturelle Erholung nochmals verzögert. In 2024 war die wirtschaftliche Entwicklung ebenfalls verhalten. Die wirtschaftlichen Perspektiven bleiben durch geopolitische Unsicherheiten belastet. Eine konjunkturelle Belebung ist erst ab Ende 2025 zu erwarten, wenn wirtschaftspolitische Maßnahmen greifen. Im November 2023 setzte die Produktion im produzierenden Gewerbe ihren abwärts gerichteten Trend fort und sank um 0,7%. Sowohl die Industrie als auch das Baugewerbe verzeichneten Rückgänge (-0,5% bzw. -2,9%), während der Bereich Energie ein deutliches Plus von 3,9% verzeichnete. Obwohl sich in zentralen Bereichen zuletzt eine Stabilisierung bei den Auftragseingängen aus dem Inland abzeichnete, belastet die schwache Auslandsnachfrage, insbesondere aus dem Euroraum, weiterhin. Eine Erholung der Industriekonjunktur erfolgte im weiteren Verlauf des Jahres 2024. In 2025 belasten unter anderem Produktionsumstellungen das Produktionsvolumen, sodass insgesamt eine volatile Entwicklung erwartet wird. Die Inflationsrate belief sich im Dezember 2023 auf 3,7%, während sie im November 2023 noch bei 3,2% gelegen hatte. Maßgeblich hierfür war ein Basiseffekt aufgrund der sog. Dezember-Soforthilfe zum Jahresende 2022. Zu Beginn des Jahres 2025 dürfte die Inflationsentwicklung durch steuerliche und fiskalische Maßnahmen geprägt werden. Im weiteren Verlauf des Jahres dominieren aber weiterhin inflationssenkende Faktoren (sinkende Erzeuger- und Importpreise, straffe Geldpolitik der EZB, angemessene Tarifabschlüsse sowie Normalisierung Gewinnmargen). Die Kerninflationsrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) betrug im Dezember 2023 3,5 %. (2022: 5,1%). Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2024 preisbereinigt um 0,2% gesunken. Es befand sich damit in einer Rezession und schrumpfte zum zweiten Mal in Folge. Für 2025 wird für Deutschland ein moderates Wirtschaftswachstum von etwa 0,2% bis 0,3% erwartet, mit einer leichten Belebung im Vergleich zum Vorjahr. Das globale Wirtschaftswachstum ist in 2023 um 3,5% sowie in 2024 um 3,3% gestiegen. Für 2025 wird ein Anstieg von etwa 3% erwartet. Zollerhöhungen und die damit verbundenen Unsicherheiten können das Wachstum dämpfen, während expansive Haushaltspolitik einen positiven Effekt haben könnte. Die Weltkonjunktur bleibt vorerst schwach und gewinnt nur langsam an Fahrt. Für das Jahr 2025 wurde eine Zunahme der Weltproduktion um 2,8% erreicht, was etwas schwächer ist als im vergangenen Jahr (2024: 3,1%). II. Branchenbezogenes Umfeld Mit Blick auf das EU-Ziel, bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu werden, hat die EU-Kommission am 19. November 2020 die EU-Strategie für erneuerbare Offshore-Energie vorgestellt („Green Deal“). Die Europäische Kommission schlägt darin vor, die Offshore-Windenergiekapazität Europas von derzeit 12 GW bis 2030 auf mindestens 60 GW und bis 2050 auf 300 GW auszubauen. Ergänzt werden soll dies bis 2050 durch 40 GW an Meeresenergie sowie durch erneuerbare Offshore-Energie aus anderen Quellen wie schwimmende Wind- und Solaranlagen. Bis 2050 werden dafür Investitionen von knapp 800 Mrd. Euro erforderlich sein, davon entfallen etwa zwei Drittel auf die Finanzierung der zugehörigen Netzinfrastruktur und ein Drittel auf die Offshore-Stromerzeugung. Am 23. Februar 2025 fand in Deutschland eine vorgezogene Bundestagswahl statt. Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD wurde am 5. Mai 2025 unterzeichnet. Die im WindSeeG normierten Ausbauziele von 30 GW bis zum Jahr 2030, 40 GW bis zum Jahr 2035 und mindestens 70 GW bis zum Jahr 2045 werden im Koalitionsvertrag bekräftigt. Weiterhin sollen hybride Offshore-Netzanschlüsse und eine hybride Anbindung von Windparks an Kabel- und H2-Pipelines gefördert werden. Die gesetzlich festgelegten Ausbauziele werden im Flächenentwicklungsplans (FEP) berücksichtigt welcher die zentrale Grundlage für die Flächenplanung bildet. Am 30. Januar 2025 wurde der FEP 2025 vom BSH bekanntgemacht und veröffentlicht. Der FEP 2025 legt einen Ausbaupfad für Windenergie auf See für 40 GW bis zum Jahr 2034 fest. Die Ausschreibungsmengen für zentral- sowie nicht zentral voruntersuchte Flächen belaufen sich auf jeweils 3,5 GW in den Jahren 2025 und 2026 sowie 1-2 GW p.a. in den Jahren 2027 bis 2029. Bei der Offshore-Wind-Ausschreibung im August 2024 wurden insgesamt drei voruntersuchte Flächen mit einer Gesamtleistung von 5.500 Megawatt ausgeschrieben und bezuschlagt. Im Juni 2025 wurde eine nicht zentral voruntersuchte Fläche mit einer Netzanschlusskapazität von 1 GW bezuschlagt. Die Ausschreibung von zwei zentral voruntersuchten Flächen mit Gebotstermin 1. August 2025 blieb ohne Gebot. In 2023 betrug der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch 59% (2022: 50%), wovon ca. 32% (2022: 25%) auf Windenergie, 12% (2022: 12%) auf Photovoltaik und 15% (2022: 13%) auf Übrige entfallen. Zum Ende des Jahres 2023 speisten 1.566 Offshore-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 8,5 GW (2022: 8,1 GW) Strom in das Netz ein. Im Jahr 2023 wurden 27 Anlagen (2022: 38 Anlagen) mit einer Leistung von 257 MW (2022: 342 MW) in Betrieb genommen. Mit den im Jahr 2023 in Betrieb genommenen Anlagen schreitet die Umsetzung der im Übergangssystem (Ausschreibungsrunden in 2017/2018) bezuschlagten Projekte voran, die im Vorjahr mit dem ersten dieser Projekte begonnen hat. Bis zum Jahresende 2025 wird die vollständige Inbetriebnahme aller Projekte aus dem Übergangssystem erwartet. III. Geschäftsverlauf und Vermögens- und Finanzlage Der Geschäftsverlauf der OG in 2023 wurde im Wesentlichen durch die Tätigkeit als Subunternehmer für die Instandhaltung der Windparks „Borkum Riffgrund I“, „Borkum Riffgrund 2“ sowie „Gode Wind 1“ und „Gode Wind 2“ geprägt. Vermögens- und Finanzlage
Die Gesellschaft weist unverändert eine sehr solide Vermögens- und sichere Finanzlage auf. Das Finanzmanagement orientiert sich an dem seit langen Jahren praktiziertem Instrument des jederzeit aktualisierten Finanzstatuses, mit dessen Hilfe Forderungen und Verbindlichkeiten täglich im Ørsted-Verbund aktualisiert und ausgeglichen werden (konzernweites Cash-Pooling). Die Bilanzsumme ist zum Bilanzstichtag um T€ 15.850 auf T€ 53.631 gestiegen. Im Berichtsjahr betrugen die Investitionen ins Sachanlagevermögen T€ 4.959. Trotz der Investitionen ist die Anlagenintensität gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Prozentpunkte auf 31,6% (Vorjahr 37,5%) gesunken. Das Umlaufvermögen ist stichtagsbedingt um T€ 13.212 auf T€ 36.696 gestiegen. Hierin enthalten sind überwiegend Forderungen gegen verbundene Unternehmen der Ørsted-Gruppe. Bedingt durch den Jahresfehlbetrag hat sich das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um T€ 722 auf T€ 21.938 vermindert. Die Eigenkapitalquote beträgt 40,9% (Vorjahr: 60%). Die Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 15.123 auf T€ 26.290 erhöht. Ursächlich hierfür sind gruppeninterne Weiterbelastungen von Kosten zum Ende des Jahres, die zum Stichtag 31. Dezember 2023 noch nicht ausgeglichen waren. Die Verbindlichkeiten bestehen überwiegend gegenüber verbundenen Unternehmen. Ertragslage
Mit Vertrag vom 16. September 2011 hat die OG ein Service Agreement mit der ØWP abgeschlossen. Dieser beinhaltet die Erbringung von Dienstleistungen durch die Gesellschaft im Bereich Projektplanung, Ingenieurleistungen, Strategie- und Umsetzungsberatung, Entwicklung von „Offshore“-Windanlagen, Beratung rund um deutsche Energie- und Klimapolitik, Umweltfragen sowie Gesundheit und Sicherheit. Die ØWP erstattet der Gesellschaft die Aufwendungen in Höhe von vereinbarten Beraterstundensätzen, welche einen Aufschlag von 10% beinhalten. Die Beraterstundensätze werden von der ØWP in Abstimmung mit der Gesellschaft jährlich angepasst. Der Vertrag ist auf unbestimmte Zeit geschlossen. Weiterhin unterzeichnete die Gesellschaft am 26. Januar 2015 mit der ØWP einen Dienstleistungsvertrag für den Betrieb und für die Instandhaltung von Offshore Windparks in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone. Der Dienstleistungsvertrag ist auf 15 Jahre befristet. Der Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um T€ 24.307 auf T€ 81.207 resultiert überwiegend aus einem gestiegenen Leistungsvolumen gegenüber der ØWP. Neben den Umsatzerlösen von T€ 81.207 konnte die OG sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 1.370 (Vorjahr T€ 2.295) verzeichnen, die sich überwiegend aus konzerninternen Weiterbelastungen zusammensetzen. Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 19,5% (T€ 5.563) erhöht, was in erster Linie auf einen Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl auf 315 (Vorjahr 263) zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. T€ 47.114 setzen sich im Wesentlichen aus konzerninternen Weiterbelastungen und Stundenverrechnungen, externen Dienstleistern, Aufwendungen im Zusammenhang mit der Wartung und Betriebsführung der Windparks sowie Miete und anderen operativen Kostenzusammen. Der Anstieg in Höhe von TEUR 20.051 im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der internen Stundenverrechnungen und Konzernumlagen. In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Wertberichtigungen auf eine Beteiligung in Höhe von TEUR 926 enthalten. Aufgrund von Zinserträgen verbesserte sich das Finanzergebnis um T€ 174 auf T€ 154. Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstigen Steuern in Höhe von T€ 49 (Vorjahr T€ 638), beläuft sich der Jahresfehlbetrag auf T€ 722 (Vorjahr: Jahresüberschuss T€ 1.653). IV. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Unternehmenssteuerung zieht die Gesellschaft die Kennzahlen Personalaufwand pro Mitarbeiter, Umsatz, Jahresergebnis und den Cash-Flow heran. Personalaufwand pro Mitarbeiter Im Berichtsjahr betrug der durchschnittliche Personalaufwand pro Mitarbeiter € 108.238 (Vorjahr € 108.488). Die durchschnittlichen Kosten pro Mitarbeiter sind damit gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben, was der Prognose des Vorjahres entspricht. Umsatz Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 24.307 auf T€ 81.207 gestiegen und entsprechen damit der im Vorjahr formulierten Erwartungshaltung für das Jahr 2023. Ursächlich für den Anstieg ist insbesondere ein gestiegener Leistungsumfang für die vier Windparks sowie die zunehmende Erbringung weiterer Dienstleistungen für andere Konzernunternehmen durch das Personal der Gesellschaft. EBITDA und Jahresergebnis Das operative Ergebnis der Gesellschaft in 2023 entspricht den Erwartungen für das Geschäftsjahr. Im Vergleich zum Vorjahr ist das EBITDA um T€ 2.233 auf T€ 1.368 und das Jahresergebnis um T€ 2.375 auf T€ -722 gesunken, was insbesondere auf einen überproportionalen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen bedingt durch konzerninterne Weiterbelastungen sowie Sondereffekte im Bereich der Abschreibungen zurückzuführen ist. Cash-Flow Der Cash-Flow wird aus dem Cash-Flow der laufenden Geschäftstätigkeit sowie den Cash-Flow aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit gebildet. Im Berichtsjahr wurde ein positiver Cash-Flow in Höhe von T€ 6.562 (Vorjahr T€ 5.821) generiert, der vorrangig aus dem gestiegenen Umsatzvolumen resultiert. Dies entspricht der Erwartung des Vorjahres. Die Investitionen ins Anlagevermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 4.959 (Vorjahr T€ 1.538). Insgesamt kann die wirtschaftliche Lage der OG als gut bezeichnet werden. V. Arbeitssicherheit Arbeitssicherheit hat bei Ørsted eine hohe Priorität. Im Rahmen des Arbeitsschutzmanagement sollen durch die konsistente Anwendung von strengen HSE-Vorschriften (Health, Safety and Environment) und die kontinuierliche Schulung von Personal Unfälle oder sonstige Beeinträchtigungen verhindert werden. Im Rahmen der Arbeitssicherheit sind im Wesentlichen die folgenden Kennzahlen von Bedeutung:
In 2023 wurden die folgenden Werte für die o.g. Kennzahlen ermittelt:
In die Berechnung werden nur die Mitarbeiter der Orsted Germany GmbH an den Standorten Hamburg, Berlin und Norden/Norddeich einbezogen. In die Berechnung der LTIF sind alle LTIs mit mindestens einem Tag Ausfallzeit einberechnet worden. Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben in Deutschland ist ein Unfall erst ab drei Tagen Ausfallzeit meldepflichtig. Generell stellt diese Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Verbesserung dar und liegt weit unterhalb des Branchendurchschnitts. Alle Beobachtungen und Meldungen wurden eingehend analysiert und falls notwendig wurden weitere Maßnahmen eingeleitet. Unter Berücksichtigung des Arbeitsumfeldes (Bürotätigkeiten und Lager) und den dort anfallenden Tätigkeiten, stellen die genannten Kennzahlen ein sehr gutes und positives Ergebnis dar. C. Chancen- und RisikoberichtI. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Sollten sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie Fördermechanismen ändern, könnte dies zu einer Verlangsamung des Ausbaus von Offshore Windparks in der Nordsee führen. Dieses hätte für den bestehenden Betrieb kaum Auswirkungen, würde aber das Wachstum der OG verlangsamen. Wesentliche Umsatz- und Ergebnisrisiken werden daraus voraussichtlich nicht entstehen. Ertragsorientierte Risiken: Da die Gesellschaft einen Betriebs- und Instandhaltungsdienstleistungsvertrag über 15 Jahre sowie einen Dienstleistungsvertrag für Projektplanung, Ingenieurleistungen, Strategie- und Umsetzungsberatung usw. auf unbestimmte Zeit mit der ØWP besitzt, geht die OG davon aus, dass kaum leistungswirtschaftliche Risiken bestehen. Es besteht vielmehr die Chance, dass Ihr Geschäft mittelfristig weiter ausgebaut werden kann. Möglicherweise sind jedoch im Zuge der Geschäftserweiterung und weiterer Organisationsoptimierungen außerordentliche Zusatzkosten in nicht zu beziffernder Höhe damit verbunden. Finanzwirtschaftliche Risiken: Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der Gesellschaft sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die OG finanziert sich im Wesentlichen über konzernintern gewährte Kreditlinien der Ørsted A/S sowie das gruppeninterne Cashpooling. Für den kurzfristigen Bedarfsfall im Tagesgeschäft sind mit Hausbanken zusätzlich Kreditlinien vereinbart. Währungsrisiken sind vom Betrag her unwesentlich und bestehen nur in den Forderungen und Verbindlichkeiten mit dänischen Geschäftspartnern. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend. Angesichts der bestehenden Cashpoolvereinbarung mit der Ørsted A/S sind keine Liquiditätsengpässe zu erwarten. Personalrisiken: Zur Sicherung eines reibungslosen Geschäftsverlaufs ist die Gesellschaft auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen. Hier sieht die Gesellschaft einen weiter stark zunehmenden Fachkräftemangel. Um diesem entgegenzuwirken werden eigene Ausbildungsprogramme sowie andere Personalkonzepte und -Maßnahmen geprüft. Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Risikosituation hat ergeben, dass es keine Anhaltspunkte für Risiken gab oder gibt, die den Fortbestand des Unternehmens im Berichtszeitraum gefährdet haben oder über diesen hinaus gefährden könnten. II. Chancenbericht Die hohen Qualitätsansprüche der OG im Betrieb und der Instandhaltung von Offshore Windparks setzt die Gesellschaft durch interne Prozessablauf- und Qualitätskontrollen um. Der Herausforderung zur Optimierung der Beratungs- sowie Betriebs- und Instandhaltungsprozesse wird die Gesellschaft weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Zudem besteht die Chance, dass witterungsbedingt höhere Erträge aus den Offshore Windparks erzielt werden können. III. Gesamtaussage Die in 2015 erfolgte Geschäftsausweitung in Richtung Betrieb und Instandhaltung von Offshore Windparks konnte im Berichtsjahr beibehalten werden. Wie geplant hat die OG den Betrieb und die Instandhaltung der vier Windparks „Gode Wind 1 und 2“ sowie „Borkum Riffgrund I und 2“ als Subunternehmer der ØWP im Berichtsjahr durchgeführt. Ende 2024 wurde der Bau des Windparks Gode Wind 3 weitestgehend abgeschlossen und im Februar 2025 ging der Windpark vollständig in den kommerziellen Betrieb über. Der Windpark verfügt über eine installierte Kapazität von 253 MW. Die OG hat planmäßig den Betrieb und die Instandhaltung der 23 Windturbinen übernommen. Die Fertigstellung des Windparks Borkum Riffgrund 3 wird für Anfang 2026 erwartet. Auch für diesen Windpark wird die OG den Betrieb und die Instandhaltung übernehmen, was zu einer erneuten Ausweitung des Geschäfts führen wird. D. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über ein solventes und bonitätsstarkes Mutterunternehmen sowie andere im Ørsted-Konzern verbundene Unternehmen als Kunden. Forderungsausfälle gab es in der Vergangenheit nicht. Zudem wird auch in Zukunft weiterhin eine langjährige Zusammenarbeit der Kundenkreise bzw. Konzernunternehmen bestehen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft ausschließlich mittels Eigenmittel sowie über das konzerninterne Cashpooling. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. E. Bericht über ZweigniederlassungenDie Gesellschaft unterhält neben dem originären Firmensitz in Hamburg eine Niederlassung in Norden-Norddeich und eine weitere Niederlassung in Berlin. Die Niederlassung in Norden-Norddeich dient als Betriebs- und Instandhaltungsstandort für in der Nordsee befindliche Windparks des Ørsted-Konzerns. Die Niederlassung in Berlin ist in 2017 zum Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit gegründet worden. F. PrognoseberichtWesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Die OG hat sich zu einer der größten Betriebs- und Instandhaltungsgesellschaften von Windparks in Deutschland entwickelt. Im Bereich der Betriebsführung und Instandhaltung von Offshore Windparks sind die Tätigkeiten als Subunternehmer der ØWP für die Windparks „Gode Wind 1 und 2“, sowie „Borkum Riffgrund I und 2“ ganzjährig durchgeführt worden. Aufgrund des langfristig abgeschlossenen Service Agreements mit der ØWP besitzt die Gesellschaft eine sichere Einnahmequelle. Im Dezember 2021 wurden die finalen Investitionsentscheidungen für den Bau der Windparks Borkum Riffgrund 3 und Gode Wind 3 getroffen und in 2023 erfolgte der Baubeginn. Die Fertigstellung des Windparks Gode Wind 3 erfolgte im Februar 2025. Die Fertigstellung des Windparks Borkum Riffgrund 3 wird für Anfang 2026 erwartet. Aus dem Bau und dem anschließenden Betrieb der Windparks ist kurzfristig mit einem moderaten, mittelfristig mit einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse wie auch der Betriebskosten zu rechnen. Die Ausweitung des Geschäftsbetriebs erfordert zudem den Ausbau der Niederlassung in Norden-Norddeich, weshalb bereits kurzfristig mit weiteren Investitionen in den Standort zu rechnen ist. Zur Durchführung der Aufgaben für die beiden geplanten neuen Windparks ergibt sich kurz- bis mittelfristig zudem die Notwendigkeit, den Personalbestand der Gesellschaft weiter zu erhöhen und auftretenden Belastungsspitzen bei Bedarf durch den Einsatz externen Personals entgegenzuwirken. Zusätzlich zum Offshore Windkraft-Geschäft beteiligte sich die Gesellschaft an dem Förderprojekt „Westküste100“, welches den Bau und Betrieb eines Elektrolyseurs zur Herstellung von Wasserstoff mit einer Kapazität von ca. 30MW im Fokus hatte. Der Anteil an der Gesellschaft wurde im März 2024 veräußert. Im Folgejahr werden in etwa gleichbleibende Umsatzerlöse sowie ein deutlicher Rückgang der Betriebskosten erwartet. Für 2025 erwarten wir ein moderates organisches Wachstum der Umsatzerlöse durch Erbringung weiterer Dienstleistungen, die sich durch die Inbetriebnahme des Windparks Gode Wind 3 ergeben. Bei den Betriebskosten rechnen wir für 2025 ebenfalls mit einem moderaten Anstieg. Bei dem Personalaufwand pro Mitarbeiter erwarten wir in 2024 gleichbleibende Kosten und einen leichten Anstieg in 2025. Das EBITDA wird in 2024 voraussichtlich auf Grund eines überproportionalen Rückgangs der Betriebskosten deutlich höher ausfallen. Für 2025 erwarten wir dann auf Grund eines moderaten Anstiegs der Umsatzerlöse und Betriebskosten ein EBITDA auf dem Niveau von 2024. Für 2024 wird mit einem moderaten Anstieg des Cash-Flows gerechnet. Die Entwicklung des Cash-Flows in 2025 wird der operativen Performance folgen. Insgesamt erwarten wir für 2025 auf Grund geringerer Investitionen in das Sachanlagevermögen im Vergleich zu 2024 einen leichten Anstieg. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2024 ein positives Jahresergebnis von € Mio. 4,0 erwartet, gefolgt von einem gleichbleibenden Jahresergebnis in 2025. Durch eine laufende Überwachung, Anpassung und Verbesserung von Prozessen und Zielvorgaben im Bereich HSE soll das Ziel der vollständigen Vermeidung von Unfällen und sonstigen Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit der Arbeitssicherheit erreicht werden. Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine AngabenDie Orsted Germany GmbH, (im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt) ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB und unter der Nummer HRB 116369 im Handelsregister B des Amtsgerichts Hamburg eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Hamburg. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Sachanlage vermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Es wird entsprechend seiner voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 2 und 25 Jahren. Das Finanzanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten bewertet. Wertberichtigungen auf Finanzanlagen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken angesetzt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem fristgerechten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit Posten des Jahresabschlusses Währungsumrechnungen zugrunde liegen, erfolgt die Umrechnung bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs, bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips. Der übergeordnete Orsted-Konzern fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex und beinhaltet eine Vielzahl von spezifischen Anpassungen. Für 2024 geht die Gesellschaft zur Zeit davon aus, die Erleichterungen gem. CBCR safe harbor in Anspruch nehmen zu können, so dass sich keine Ergänzungssteuern ergeben werden. III. Erläuterungen zur BilanzDie als Anlage beigefügte, gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel) ist Bestandteil des Anhangs. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr eine Beteiligung in Höhe von 25% an der Into Green Future GmbH erworben. Die Beteiligung wird in den Finanzanlagen ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 34.823 (Vorjahr: TEUR 22.603) resultieren aus Lieferungen und Leistungen und betreffen mit TEUR 13.743 (Vorjahr: TEUR 8.746) die Gesellschafterin. Sie setzen sich im Wesentlichen zusammen aus stichtagsbedingten Forderungen im Zusammenhang mit Serviceleistungen für Windparks sowie Forderungen aus dem konzerninternen Cashpooling. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.082 (Vorjahr: TEUR 407) betreffen im Wesentlichen Steuerforderungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Bei der Gesellschaft bestehen zum 31. Dezember 2023 Abweichungen zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz, die sich in der Zukunft abbauen. Bei den Abweichungen handelt es sich um solche im Bereich der Sonstigen Rückstellungen, welche für steuerliche Zwecke niedriger angesetzt werden als handelsrechtlich und zu aktiven latenten Steuern führen würden. Abweichungen, die zu passiven latenten Steuern führen, bestehen nicht. Eine Saldierung wurde dementsprechend nicht vorgenommen. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 30,9% (Vorjahr: 30,9%) zugrunde. Gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird auf den Ausweis von aktiven latenten Steuern verzichtet. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für variable Vergütung, ausstehende Urlaubstage sowie Rückbauverpflichtung gebildet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 22.750 (Vorjahr: TEUR 9.757) beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 13.496 (Vorjahr: TEUR 7.054) und betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten setzen sich überwiegend aus konzerninternen Verrechnungen sowie konzerninternen Darlehensverbindlichkeiten zusammen. Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse sind dem Inland zuzurechnen. Sie resultieren zu TEUR 74.781 (Vorjahr: TEUR 49.592) aus der Erbringung von Dienstleistungen für andere Gesellschaften der Ørsted-Gruppe durch eigenes Personal. Weitere TEUR 6.426 resultieren aus sonstigen O&M-Leistungen im Rahmen des Service Agreements mit der ØWP (Vorjahr: TEUR 7.309). Neben den Umsatzerlösen von T€ 81.207 konnte die OG sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 1.371 (Vorjahr T€ 2.295) verzeichnen, die sich überwiegend aus konzerninternen Weiterbelastungen zusammensetzen. In dem Posten sonstige betriebliche Erträge sind TEUR 207 (Vorjahr: TEUR 101) und in dem Posten sonstige betriebliche Aufwendungen TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 107) aus Währungsumrechnungen enthalten. Der Anteil an der H2 Westküste GmbH wurde am 12. März 2024 veräußert. Zum 31. Dezember 2023 wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 926 auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. V. Sonstige AngabenZum Ende des Geschäftsjahres bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 4.991 im Wesentlichen aus Miet- und Pachtverpflichtungen. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 315 Mitarbeiter beschäftigt, davon 102 als Techniker/Offshore Mitarbeiter und 213 Büroangestellte. Das Abschlussprüferhonorar für das Geschäftsjahr beläuft sich auf TEUR 25 und entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen. Geschäftsführer: Die Geschäftsführer der Gesellschaft sind:
Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Anteilsbesitz
Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Ørsted A/S mit Sitz in Fredericia, Dänemark, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird nach den von der EU übernommenen IFRS aufgestellt und beim dänischen Registergericht in Kopenhagen hinterlegt. Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts für den Teilkonzern der Orsted Germany besteht daher gem. § 291 Abs. 2 HGB nicht. VI. ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.
Hamburg, den 3. Oktober 2025 Jörg Kubitza, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Orsted Germany GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Orsted Germany GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Orsted Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 10. Oktober 2025 PricewaterhouseCoopers GmbH Christian Eden, Wirtschaftsprüfer ppa. Nils Kieseleit, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 29.10.2025 festgestellt. |
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