Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 80402
Vorher
inocre Umwelttechnik Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftunginocre Umwelttechnik GmbHFRITZMEIER Systems Services GmbH
Eingetragen
12.12.1986
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Entwicklung, Produktion und Vertrieb von technischen Systemen aller Art. Die Gesellschaft kann Beratungsleistungen erbringen und als (Handels-)Vertreter für Dritte tätig sein. Sie ist berechtigt zur Errichtung von Zweigniederlassungen oder Tochtergesellschaften im In- und Ausland, sowie zu Erwerb, Pacht oder Beteiligung in beliebiger Form an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Florian Linnerbauer
seit 30.9.2025
Prokura
Andreas Schmid
seit 13.8.2025
Geschäftsführer
Florian Bauer
seit 21.2.2024
Prokura
Michael Riepel
seit 16.5.2023
Prokura
Klaus Porzelt
seit 1.9.2022
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
101.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FMI GmbH

Aying

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FMI GmbH, Großhelfendorf

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Konzernabschluss der FMI GmbH, Großhelfendorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FMI GmbH, Großhelfendorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse:

entspricht der beigefügte Konzernabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Das Vorratsvermögen der Fritzmeier Engineering S.R.L., Rumänien, konnte durch die Inventuraufnahme nicht bestätigt werden. Die im Rahmen der Inventur aufgenommen tatsächlichen Mengen an Beständen der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 5.025 sowie unfertige Erzeugnisse in Höhe von TEUR 1.119, haben wesentliche Unstimmigkeiten zu den systemseitig geführten Mengen ergeben.

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" und den "Ereignissen nach dem Bilanzstichtag" im Anhang zum Konzernabschluss sowie die Angaben in Abschnitt "Entwicklung des Fritzmeier Konzerns", "Sanierungsplan" und "Risikoberichterstattung" des Lageberichts zum Konzernabschluss, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich der Konzern in einer unbefriedigenden Ergebnissituation befindet und ein Sanierungsgutachten von einem Beratungshaus erstellt wurde, welches die Sanierungsfähigkeit der Gruppe auf der Basis eines von der Gesellschaft erstellten Konzeptes (nach BGH-Rechtsprechung) beurteilt und gutachterlich bestätigt hat. Unter Berücksichtigung der aktuellen Finanzprognose und den der geplanten Maßnahmen zur weiteren Beschaffung von liquiden Mitteln gehen die gesetzlichen Vertreter davon aus, dass der verfügbare Finanzmittelbestand bis zum September 2025 ausreichen wird. Das Gutachten und die gesetzlichen Vertreter weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese Einschätzung auf der aktuellen Prognose beruht und der Erfolg der Maßnahmen mit Unsicherheiten behaftet ist, so dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von diesen Annahmen abweichen können. Wie die Angaben im Konzernanhang und im Konzernlagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen

Mehrjahresvergleich (Anlage 7)

Alternative Leistungskennzahl (EBITDAR) im Lagebericht.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 4. August 2023

Baker Tilly GmbH & Co . KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Düsseldorf

Abel, Wirtschaftsprüfer

Biersack, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz zum 30. Juni 2022

AKTIVA

30.06.2022 30.06.2021
TEUR TEUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.221 1.497
2. geleistete Anzahlungen 319 323
1.540 1.820
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 74.466 75.113
2. technische Anlagen und Maschinen 17.893 17.097
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.751 11.327
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.960 7.535
110.070 111.072
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 243 243
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 4.158 3.874
3. Beteiligungen 168 168
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 1 1
5. sonstige Ausleihungen 1.540 1.538
6.110 5.824
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 48.089 37.233
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 17.631 16.504
3. fertige Erzeugnisse und Waren 4.312 4.366
4. Geleistete Anzahlungen 784 488
5. erhaltene Anzahlungen -104 -298
70.712 58.293
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48.622 38.213
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 297 170
3. sonstige Vermögensgegenstände 68.424 68.440
117.343 106.823
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.880 1.177
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.068 929
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 0 1.185
311.723 287.123

PASSIVA

30.06.2022 30.06.2021
TEUR TEUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25 25
II. Konzernbilanzgewinn 93 83
III. Anteile anderer Gesellschafter 122.710 129.896
122.828 130.004
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.110 6.060
2. Steuerrückstellungen 3.002 5.638
3. sonstige Rückstellungen 16.177 13.106
25.289 24.804
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 104.505 77.488
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 36.634 34.679
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 305 332
4. sonstige Verbindlichkeiten 17.206 14.565
158.650 127.064
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1 0
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 4.955 5.251
311.723 287.123

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 394.989 334.122
2. Erhöhung des Bestands
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.072 4.559
3. andere aktivierte Eigenleistungen 363 351
4. sonstige betriebliche Erträge 9.665 3.092
406.089 342.124
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -201.425 -164.494
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -41.774 -31.614
-243.199 -196.108
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -76.652 -72.255
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -16.090 -14.352
-92.742 -86.607
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -11.242 -11.891
8. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit sie die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -150 -989
9. sonstige betriebliche Aufwendungen -57.592 -47.784
10. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 64 0
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 206 262
12. Erträge (Vj. Aufwendungen) aus assoziierten Unternehmen 283 -11
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.516 -2.686
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.238 -1.158
15. Ergebnis nach Steuern -5.037 -4.848
16. sonstige Steuern -447 -419
17. Jahresfehlbetrag -5.484 -5.267
18. anderen Gesellschaftern zustehender Verlust 5.494 5.281
19. Konzernjahresüberschuss 10 14
20. Gewinnvortrag 83 69
21. Konzernbilanzgewinn 93 83

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021/22

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
1. Periodenergebnis -5.484 -5.267
2. +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 11.242 11.891
3. +/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 189 958
4. +/- sonstige zahlungsunwirsame Aufwendungen / Erträge -244 11
5. -/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -5.756 -46
6. -/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -21.893 -18.693
7. +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 4.570 5.927
8. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 7) -17.376 -5.219
9. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 7.757 310
10. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -11.567 -13.748
11. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 76
12. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -182 -346
13. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 0
14. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1 -191
15. + Erhaltene Dividenden 0
16. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 9 bis 15) -3.993 -13.899
17. + Erhaltene Zuschüsse 83 123
18. - Auszahlungen an Unternehmenseigner -2.328 -7.454
19. + Einzahlung aus der Aufnahme von Krediten 27.000 18.000
20. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -1.269 -1.246
21. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 17 bis 20) 23.486 9.423
22. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 8, 16, 21) 2.117 -9.695
23. +/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 300 457
24. +/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 0
25. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -9.638 -400
26. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 22 bis 24) -7.221 -9.638
27. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
28. Liquide Mittel 4.880 1.177
29. Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten -12.101 -10.815
30. Finanzmittelfonds am Ende der Periode -7.221 -9.638

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021/22

Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklage Konzernbilanzgewinn Währungsdifferenzen
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 01.07.2020 25 0 69 0
Übrige Veränderungen 0 0 0 0
Entnahmen 0 0 0 0
Jahresüberschuss +/Jahresfehlbetrag - 0 0 14 0
Stand 30.06.2021 25 0 83 0
Stand 01.07.2021 25 0 83 0
Übrige Veränderungen
Entnahmen
Jahresüberschuss +/Jahresfehlbetrag - 10
Stand 30.06.2022 25 0 93 0
Eigenkapital Muttergesellschaft Minderheitenkapital Eigenkapital
TEUR TEUR TEUR
Stand 01.07.2020 94 141.893 141.987
Übrige Veränderungen 0 738 738
Entnahmen 0 -7.454 -7.454
Jahresüberschuss +/Jahresfehlbetrag - 14 -5.281 -5.267
Stand 30.06.2021 108 129.896 130.004
Stand 01.07.2021 108 129.896 130.004
Übrige Veränderungen 636 636
Entnahmen -2.328 -2.328
Jahresüberschuss +/Jahresfehlbetrag - 10 -5.494 -5.484
Stand 30.06.2022 118 122.710 122.828

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

Allgemeine Hinweise

Die FMI GmbH, Forststraße 2, 85653 Großhelfendorf, ist unter der HRB Nummer 226521 im Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses wurden einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert erläutert. Die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben wurden ebenfalls in den Anhang übernommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gliederungen sind grundsätzlich unverändert.

Tätigkeitsbereich

Gegenstand der Unternehmensgruppe sind das Verwalten eigenen Vermögens, die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Zulieferteilen für die Kfz-Industrie, Baumaschinen- und Traktorsicherheitskabinen, Werkzeugen und sonstigen Ersatzteilen und von umwelttechnischen Produkten sowie die Verwaltung und Vermietung bzw. Verpachtung von Grundstücken.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die FMI GmbH, Großhelfendorf, mit einem Stammkapital von TEUR 25 sowie die folgenden inländischen und ausländischen Tochterunternehmen, wobei der Kapitalanteil jeweils 0 % beträgt:

In den Konzernabschluss einbezogen werden folgende Unternehmen:

Direkte Beteiligungen

Inland

Georg Fritzmeier GmbH & Co. KG, Großhelfendorf

Fritzmeier Umwelttechnik GmbH & Co. KG, Großhelfendorf

Fritzmeier Immobilien GmbH & Co. KG, Großhelfendorf

Indirekte Beteiligungen

Inland

FRITZMEIER Composite GmbH & Co. KG, Hinrichssegen

FRITZMEIER Composite Holding GmbH, Hinrichssegen

FRITZMEIER Composite Auslandsholding GmbH, Aying

Fritzmeier Kabinen GmbH, Großhelfendorf

FMA GmbH, Großhelfendorf

Biotaurus GmbH (vormals: M1-Sportgeräte GmbH), Großhelfendorf

M1 -Sporttechnik GmbH & Co. KG, Großhelfendorf

FRITZMEIER Composite Verwaltungsgesellschaft mbH, Hinrichssegen

FRITZMEIER Systems GmbH, Großhelfendorf

FRITZMEIER Technologie Holding GmbH, Großhelfendorf

FRITZMEIER Technologie GmbH & Co. KG, Großhelfendorf

FRITZMEIER Technologie Verwaltungsgesellschaft mbH, Großhelfendorf

Fritzmeier Immobilien Verwaltungs GmbH, Großhelfendorf

Fritzmeier Umwelttechnik Verwaltungs GmbH, Großhelfendorf

Fritzmeier Auslandsholding GmbH & Co. KG, Großhelfendorf

Ausland

Fritzmeier Gesellschaft mbH, Wels, Österreich

F Holding GmbH, Wels, Österreich

Fritzmeier s.r.o., Vyskov, Tschechische Republik

Vyskovske Nemovitosti s.r.o., Vyskov, Tschechische Republik

FMB s.r.o., Banovce, Slowakische Republik

Fritzmeier Kompozit Turkey Sanayi Ve Ticaret Limited Sirketi, Istanbul, Türkei

Fritzmeier Engineering s.r.l., Sibiu, Rumänien

Die folgenden Unternehmen werden aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konsolidierungskreis aufgenommen:

M1-Sporttechnik Verwaltungs GmbH, Großhelfendorf

FRM Holding GmbH, Wels, Österreich

FRITZMEIER CAHUL, Cahul, Moldavien

FRIBU Glass S.R.L., Sibiu, Rumänien

Hansolo Auslandsholding GmbH, Großhelfendorf

Hansolo D GmbH, Großhelfendorf

Hansolo E GmbH, Großhelfendorf

Hansolo G GmbH, Großhelfendorf

Hansolo Holding GmbH, Großhelfendorf

Hansolo Immobilien GmbH, Großhelfendorf

Auf das folgende assoziierte Unternehmen wird § 311 Absatz 1, § 312 HGB angewendet:

Eigenkapital
TEUR
Fritzmeier Motherson Cabin Engineering Ltd, New Delhi, Indien 2)
(Kapitalanteil 50%) 7.688

2) Jahresabschluss zum 31.03.2022

Der Unterschiedsbetrag bei der erstmaligen Konsolidierung zwischen Buchwert und anteiligen Eigenkapital beläuft sich auf TEUR 849. Die Abschreibung erfolgt linear über 10 Jahre.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung erfolgt unter der Going-Concern-Prämisse. Sofern die eingeleiteten Maßnahmen (vgl. dazu die Ausführungen im Lagebericht) nachhaltig umgesetzt werden und ihre Wirkung entfalten ist die Fortführung der Geschäftstätigkeit der Gruppe bis mindestens September 2025 gesichert.

Die Abschlüsse des Mutterunternehmens und der inländischen und ausländischen Tochterunternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet; Vermögensgegenstände sind höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt.

Soweit möglich erfolgen Abschreibungen korrespondierend zu den steuerlichen Vorschriften. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Das Finanzanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert, Ausleihungen mit Nennwerten oder mit den niedrigeren Barwerten des Bilanzstichtags angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. In die Herstellungskosten werden die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie die notwendigen Teile der Gemeinkosten einbezogen. Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko, insbesondere dem der Ungängigkeit, wird bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt.

Währungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgt nach der PUC-Methode. Dabei wird ein Rechnungszins von 1,78 % (Vj. 2,09 %), ein Anwartschaftstrend von 1,8 %, (Vj. 1,8 %), ein BBG-Trend von 1,8 % (Vj. 1,8 %) und ein Rententrend von 2,0 % (Vj. 1,0 %) zugrunde gelegt. Der Berechnung liegen die Generationentafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck zugrunde. Der Unterschiedsbetrag aus der Umstellung auf die neue Rechtslage in Höhe von insgesamt TEUR 1.174 wurde gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB nur zu einem Fünfzehntel zugeführt. Die tatsächliche Pensionsverpflichtung beträgt TEUR 6.345 (Vj. TEUR 6.372) und ist damit um TEUR 235 höher als der in der Bilanz ausgewiesene Betrag. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 183 (Vj. TEUR 279).

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Zu erwartende Aufwendungen wurden gemäß § 249 Abs. 1 S. 2 und Abs. 2 HGB berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in ausländischer Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag passiviert.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Zahlungseingänge und Forderungen vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Währungsumrechnung

Die Bilanzposten der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse werden mit Ausnahme des Eigenkapitals (Gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu historischen Kursen umgerechnet wird, zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 308a HGB zum Durchschnittskurs.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB). Dabei wurde der Buchwert der Beteiligung mit dem auf ihn entfallenden Anteil am Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag wurde den Vermögensgegenständen insoweit zugerechnet, als deren beizulegender Wert über dem Buchwert lag.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert.

Das Konzerneigenkapital wird durch Währungseffekte aus der at equity-Konsolidierung mit TEUR 40 (Vj. TEUR 114) erhöht (im Vj. belastet).

Im Geschäftsjahr 2021/22 wurden Zwischengewinne in Höhe von TEUR 116 im Konsolidierungskreis eliminiert.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel gesondert dargestellt. Vom Ansatzwahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurde kein Gebrauch gemacht.

Die F Holding GmbH, Wels, Österreich, hält 50 % der Anteile der Fritzmeier Motherson Cabin Engineering Ltd, New Delhi, Indien. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dieses Unternehmens entsprechen im Wesentlichen den beim Mutterunternehmen und den vollkonsolidierten Tochterunternehmen angewandten einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Die Gesellschaft wird mit der Equity-Methode konsolidiert. Entsprechend dem zum Stichtag in Euro umgerechneten anteiligen Eigenkapital war eine Erhöhung des Beteiligungsansatzes in Höhe von TEUR 284 notwendig.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen sind kurzfristig fällig.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 36.171 (Vj. TEUR 33.396) enthalten. Daneben sind im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche enthalten.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern wurden im Vorjahr für die Eliminierung eines Zwischengewinns aus einer konzerninternen Transaktion angesetzt. Der Berechnung liegt der durchschnittliche gewichtete Konzernsteuersatz in Höhe von 16,3 % zugrunde.

Die passiven latenten Steuern beruhen auf einer Abweichung der handelsrechtlichen Ansätze des Anlagevermögens von den steuerlich angesetzten Werten bei Fritzmeier s.r.o. und bei Vyškovske Nemovitosti s.r.o. Der Berechnung liegt der tschechische Steuersatz in Höhe von 19 % zugrunde.

Daneben wurden passive latente Steuern in Zusammenhang mit der Aufdeckung der stillen Reserven aus der Erstkonsolidierung in Höhe von TEUR 6.375 gebildet. Davon wurden im Berichtsjahr TEUR 338 ergebniswirksam aufgelöst. Der Berechnung liegt der durchschnittliche gewichtete Konzernsteuersatz in Höhe von 16,3 % zugrunde.

Rückstellungen

Die Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Personalrückstellungen (TEUR 15.787; Vj. TEUR 16.403).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind (in TEUR):

Restlaufzeit Gesamt
bis 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahre mehr als 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.120 75.055 4.330 104.505
(Vj.) 12.678 61.074 3.736 77.488
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 36.634 0 0 36.634
(Vj.) 34.679 0 0 34.679
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 305 0 0 305
(Vj.) 332 0 0 332
4. Sonstige Verbindlichkeiten 13.183 23 4.000 17.206
(Vj.) 10.560 5 4.000 14.565
Gesamt: 75.242 75.078 8.330 158.650
(Vj.) 58.249 61.079 7.736 127.064

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 12.403 (Vj. TEUR 13.673) sind durch Buchgrundschulden besichert.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 6.036 (Vj. TEUR 3.297) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 804 (Vj. TEUR 760).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2021/22 2020/21
TEUR TEUR
Miet-, Pacht- und Leasingverträge 19.942 24.230

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2021/22 2020/21
TEUR TEUR
Aufgliederung nach Regionen:
Inland 254.781 257.375
Ausland 140.208 76.747
394.989 334.122
Aufgliederung nach Sparten:
Kabinen 205.496 174.037
Kunststoff 182.546 152.867
Technologie 4.623 5.021
Umwelttechnik 2.059 1.954
Immobilien 0 58
Sonstige 266 185
394.989 334.122

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.030 (Vj. TEUR 1.294) und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 1) enthalten.

Personalaufwand

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 634 (Vj. TEUR 141).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsverlusten in Höhe von TEUR 1.241 (Vj. TEUR 1.636) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 41 (Vj. TEUR 60) enthalten.

Zinsaufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind Beträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 241 (Vj. TEUR 306) enthalten.

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Ertragsteuern wurden in Höhe von TEUR 640 (Vj. TEUR 945), Zinsen wurden in Höhe von TEUR 2.451 (Vj. TEUR 2.263) bezahlt.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der FMI GmbH, Großhelfendorf, wird von Herrn Georg Fritzmeier, Geschäftsführer, Kleinhelfendorf, wahrgenommen.

Geschäftsführerbezüge

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf die Befreiungsvorschriften des HGB verzichtet.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 219.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten (ohne Auszubildende) betrug:

2021/22 2020/21
Angestellte 535 608
Gewerbliche 1.558 1.415
2.093 2.023

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss der FMI GmbH wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Konzernverhältnisse

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/22 werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Offenlegung

Folgende in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen sind von der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB für das Geschäftsjahr 2021/22 gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB befreit:

Georg Fritzmeier GmbH & Co. KG, Großhelfendorf

FRITZMEIER Composite GmbH & Co. KG, Hinrichssegen

Fritzmeier Kabinen GmbH, Großhelfendorf

FRITZMEIER Technologie GmbH & Co. KG, Großhelfendorf

FRITZMEIER Systems GmbH, Großhelfendorf

M1 - Sporttechnik GmbH & Co. KG, Großhelfendorf

Fritzmeier Umwelttechnik GmbH & Co. KG, Großhelfendorf

Fritzmeier Immobilien GmbH & Co. KG, Großhelfendorf

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Um den negativen Ergebnisentwicklungen entgegenzuwirken, wurde in Abstimmung mit den Kreditgebern ein Beratungshaus ausgewählt, das zwischenzeitlich die Sanierungsfähigkeit des Teilkonzerns Georg Fritzmeier GmbH & Co. KG auf der Basis eines von der Gruppe erstellten Konzeptes (nach BGH-Rechtsprechung) beurteilt und gutachterlich bestätigt hat. Nach diesem Konzept soll Fritzmeier in 2025 seine volle Kreditwürdigkeit wiederhergestellt haben. Weitere Details zur Sanierung der Gruppe werden im Lagebericht erläutert.

Im März 2023 wurden die Anteile am Joint-Venture Fritzmeier Motherson Cabin Engineering Ltd. veräußert.

Die FMI Gruppe wurde im Januar 2023 Opfer einer Cyber-Attacke. Dabei wurden die Server des Unternehmens durch eine anonyme externe Angreifer-Gruppe mit einer sogenannten Ransomware infiziert und große Teile der gespeicherten Daten verschlüsselt. In Zusammenarbeit mit externen Beratern konnte der Datenzugriff wieder hergestellt werden und größerer Schaden von der Gesellschaft abgewendet werden.

Durch schnelles und unbürokratisches Handeln aller Beteiligter konnte die Lieferfähigkeit weitgehend erhalten bleiben bzw. schnell wieder wiederhergestellt werden. Trotz allem entstand der Gruppe ein Schaden im einstelligen Mio. EUR-Bereich. Die innerbetrieblichen Lieferbeziehungen des Produktionsnetzwerkes müssen wieder in einen stabilen Zustand überführt werden. Die Gruppe verfügt zwar über eine Cyberversicherung, eine Regulierung des Schadens hat bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses jedoch noch nicht stattgefunden.

 

Großhelfendorf, den 4. August 2023

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021/2022

Anschaffungskosten- und Herstellungskosten
1.7.2021 Währungsdifferenzen Zugänge
TEUR TEUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.102 -11 182
2. geleistete Anzahlungen 323 0 0
7.425 -11 182
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 93.377 281 180
2. technische Anlagen und Maschinen 36.399 173 2.709
3. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 23.474 39 3.379
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.585 -10 5.216
III. Finanzanlagen 160.835 483 11.484
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 243 0 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 3.874 40 244
3. Beteiligungen 168 0 0
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 2 0 0
5. sonstige Ausleihungen 1.538 1 1
5.825 41 245
174.085 513 11.911
Anschaffungskosten- und Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen 30.6.2022
TEUR TEUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 257 405 7.421
2. geleistete Anzahlungen 4 0 319
261 405 7.740
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.187 2.981 88.632
2. technische Anlagen und Maschinen 75 2.722 41.928
3. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 387 331 26.836
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 342 -6.439 6.010
III. Finanzanlagen 8.991 -405 163.406
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 243
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 4.158
3. Beteiligungen 0 0 168
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 2
5. sonstige Ausleihungen 0 0 1.540
0 0 6.111
9.252 0 177.257
Aufgelaufene Abschreibungen
1.7.2021 Währungsdifferenzen Zugänge
TEUR TEUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.605 -6 760
2. geleistete Anzahlungen 0 0 0
5.605 -6 760
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.264 51 2.598
2. technische Anlagen und Maschinen 19.302 107 4.694
3. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 12.147 23 3.190
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 50 0 0
III. Finanzanlagen 49.763 181 10.482
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0
3. Beteiligungen 0 0 0
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 1 0 0
5. sonstige Ausleihungen 0 0 0
1 0 0
55.369 175 11.242
Aufgelaufene Abschreibungen
Abgänge Umbuchungen 30.6.2022
TEUR TEUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 159 0 6.200
2. geleistete Anzahlungen 0 0 0
159 0 6.200
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6747 0 14.166
2. technische Anlagen und Maschinen 68 0 24.035
3. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 275 0 15.085
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 50
III. Finanzanlagen 7.090 0 53.336
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0
3. Beteiligungen 0 0 0
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 1
5. sonstige Ausleihungen 0 0 0
0 0 1
7.249 0 59.537
Buchwerte
30.6.2021 30.6.2020
TEUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.221 1.497
2. geleistete Anzahlungen 319 323
1.540 1.820
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 74.466 75.113
2. technische Anlagen und Maschinen 17.893 17.097
3. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 11.751 11.327
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.960 7.535
III. Finanzanlagen 110.070 111.072
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 243 243
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 4.158 3.874
3. Beteiligungen 168 168
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 1 1
5. sonstige Ausleihungen 1.540 1.538
6.110 5.824
117.720 118.716

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/22

Allgemeines

Die FMI GmbH stellt als Obergesellschaft von Einzelunternehmen der Familiengesellschafter einen Konzernabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/22 auf. Die Geschäftstätigkeit der FMI GmbH erstreckt sich auf das treuhänderische Halten und Verwalten von Vermögen und Beteiligungen der Eigentümerfamilie. Zum Abschlussstichtag fungiert die Gesellschaft als Holdinggesellschaft für fünf Geschäftsbereiche. Dabei handelt es sich um die Bereiche Kabinen, Kunststoff, Technologie, die im Teilkonzern Georg Fritzmeier GmbH & Co. KG gebündelt sind sowie um die Bereiche Umwelt und Immobilien.

Die FMI Gruppe

Die FMI Gruppe ist ein innovativer und namhafter Systemlieferant für die Fahrzeugindustrie mit langjährigen Kundenbeziehungen zu führenden Herstellern wie BMW, , Daimler, Linde, MAN sowie zahlreichen weiteren OEMs. Der Konzern ist in fünf Sparten tätig.

Kabinen

Herstellung von kompletten Fahrerhäusern (inklusive Hydraulik, Elektrik und Sicherheitssystemen) für die Nutzfahrzeugindustrie in den Marktsegmenten Stapler, Material Handling, Baumaschinen und Landtechnik in sechs europäischen Werken und einem Werk in Indien (50 % Joint Venture). Auf dem freien Kabinenmarkt zählt die FMI Gruppe zu den Weltmarktführern.

Kunststoff

Herstellung von faserverstärkten Kunststoffteilen. Auf Basis der Kerntechnologien RTM, SMI, SMC, S-RIM und LFI werden Compositebauteile mit Langfaserverstärkung (Glasfaser-/ Carbonfasern) für Exterieur- und Interieuranwendungen sowie Strukturbauteile für den Fahrzeugbau gefertigt. Innovative Fertigungsverfahren und neueste Werkzeugtechnologie haben die FMI-Gruppe in diesem Segment zu einem führenden Anbieter werden lassen.

Technologie

Herstellung von Spezialwerkzeugen, Prototypen, Cubing-Modellen, Prüflehren, Schweißvorrichtungen und Sondermaschinen für die Automobilindustrie sowie für verbundene Unternehmen.

Umwelt

Als zukunftsorientiertes, innovatives Unternehmen hat die Fritzmeier Umwelttechnik den Brückenschlag von der Präzisionslandwirtschaft bis hin zu biotechnologischen Anwendungen im Business-to-Business- und Endkundenbereich geschafft. Die Fritzmeier Umwelttechnik entwickelt hochgradig innovative Produkte und Verfahren, durch deren Einsatz die Anwender höchsten ökonomischen Nutzen erzielen und dabei gleichzeitig ökologischen Aspekten gerecht werden können.

Immobilien

Die Immobiliensparte verwaltet und vermietet Immobilien aller Art, im Wesentlichen jedoch die Produktionsimmobilien der FMI Gruppe.

Branchenentwicklung

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im Berichtszeitraum weiterhin durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und den Ukraine-Russland-Konflikt geprägt und haben unsere geschäftliche Entwicklung deutlich beeinträchtigt. Anhaltende, regional aufkeimende Corona-Wellen, die zur Abfederung von Corona-Effekten weltweit expansive Geldpolitik zahlreicher Notenbanken sowie infolge von allgemeinen Lieferkettenproblemen steigende Material- und Rohstoffpreise und aufgrund des Ukraine-Krieges - nahezu explodierende Energiepreise haben zu einem nachhaltigen Anstieg der Inflationsraten in den Industrienationen geführt. Entsprechend ist die Expansion der Weltwirtschaft im Frühjahr 2022 zum Stillstand gekommen. Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird aufgrund der vielen Unsicherheiten für 2023 aktuell lediglich ein Anstieg beim Bruttoinlandsprodukt von 0,9 % prognostiziert (Welt gesamt + 2,5 %). [Quelle: ifw Kiel; Kieler Konjunkturbericht Nr. 96 (2023/Q1)].

Die Nachfrage nach schweren Lastkraftwagen in Europa (+EFTA; +UK) erhöhte sich im Berichtszeitraum im Vergleich zur Vorperiode um 1,8 %, liegt aber noch deutlich unter den Werten vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Anhaltende Lieferkettenprobleme und die viele Wochen anhaltende Produktionsunterbrechung eines führenden Herstellers haben einen größeren Anstieg bei den Zulassungszahlen verhindert. Die Entwicklung in einzelnen Märkten verlief teils sehr unterschiedlich. Die größten Zuwächse waren in Polen (+33,6 %) und Italien (+25,9 %) zu verzeichnen. In den mit Abstand größten Märkten Deutschland und Frankreich waren allerdings rückgängige Zahlen von 8,5 % bzw. 6,0 % zu verzeichnen [Quelle: ACEA].

Die weltweite Neuzulassung von Personenkraftwagen hat sich im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 zwar um 0,7 % auf 66,7 Mio. Fahrzeuge erhöht, erreicht allerdings bei Weitem noch nicht das Vor-Corona-Niveau. Für das Gesamtjahr 2023 wird im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum der Zulassungszahlen von 5,7 % erwartet [Quelle: Statista].

Der anhaltende Trend zur Elektromobilität hält vor dem Hintergrund der allgemeinen Klimadebatte und staatlicher Förderprogramme unvermindert an. Der weltweite Absatz von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen (PHEV) hat in 2022 um 55 % gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Der Anteil an den insgesamt zugelassenen Fahrzeugen liegt bei 13,0 %.

Die weltweit hohe Nachfrage bei landwirtschaftlichen Produkten hält weiter an. Die Investitionsbereitschaft in den einzelnen Landtechnikmärkten entwickelt sich jedoch infolge klimaabhängiger Ernteerträge und Marktschwankungen sehr unterschiedlich. Die exportstarken deutschen Landtechnikhersteller (Landmaschinen und Traktoren) konnten im Jahr 2022 beim Produktionsumsatz ein Wachstum von ca. 18 % und einen Umsatz von mehr als EUR 12 Mrd. erzielen [Quellen: VDMA].

Entwicklung der FMI-Gruppe

Die Einflüsse der Corona-Pandemie und die wirtschaftlichen Verwerfungen aufgrund des Ukraine-Krieges führten im vergangenen Geschäftsjahr zu deutlichen Einschränkungen in der wirtschaftlichen Entwicklung innerhalb der FMI-Gruppe. Sich ständig verändernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen verlangten von der gesamten Organisation ein Höchstmaß an Flexibilität und Anpassungsbereitschaft. Diese Verwerfungen führten zu deutlichen negativen Einflüssen im Jahresabschluss der FMI-Gruppe.

Um diesen negativen Entwicklungen entgegenzuwirken, wurde in Abstimmung mit den Kreditgebern ein Beratungshaus ausgewählt, das zwischenzeitlich die Sanierungsfähigkeit des Teilkonzerns Georg Fritzmeier GmbH & Co. KG auf der Basis eines vom Teilkonzern erstellten Konzeptes (nach BGH-Rechtsprechung) beurteilt und gutachterlich bestätigt hat. Nach diesem Konzept soll Fritzmeier in 2025 seine volle Kreditwürdigkeit wiederhergestellt haben. Weitere Details zur Sanierung des Teilkonzerns werden im Abschnitt "Sanierungsplan" erläutert.

Der geplante Gruppenumsatz konnte zwar deutlich übertroffen werden, jedoch konnten die gestiegenen Herstellungskosten nur mit Verzögerung an die Kunden weitergegeben werden. Dies führte zu einem deutlich negativen Betriebsergebnis. Insgesamt beläuft sich der Jahresfehlbetrag im abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 5,5 Mio.

Daneben sind folgende Entwicklungen hervorzuheben:

Die Sparte Kunststoff konnte im Geschäftsjahr 2021/22 ihre Umsatzzahlen erneut deutlich steigern. Mit EUR 182,6 Mio. konnte das Vor-Corona-Niveau sogar übertroffen werden. Allerdings konnten die budgetierten Planzahlen nicht ganz erreicht werden. Aufgrund von Kostensteigerungen bei den Material- und Energiepreisen sowie erheblichen Aufwendungen im Zusammenhang mit zusätzlichen Kapazitätserweiterungen wurden die Ergebnisziele verfehlt.

Der konsequente Ausbau unserer Kerntechnologien und deren stetige Optimierung und Weiterentwicklung in Verbindung mit unserer Kompetenz und Leistungsfähigkeit haben unsere Marktstellung und Reputation bei unseren Kunden weiter gefestigt und sollten zukünftig wieder eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Kunststoff-Sparte ermöglichen.

Die Kabinensparte konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr den Vorjahres-Umsatz deutlich übertreffen und erzielte Umsatzerlöse in Höhe von EUR 205,7 Mio. und liegt damit deutlich über den budgetierten Werten. Aufgrund der gestiegenen Einstandspreise, die nur mit Zeitverzügen in den Abgabepreisen ihren Niederschlag finden, konnten die Ergebnisziele nicht erreicht werden. Die Investitionsoffensive im rumänischen Kabinenwerk in Sibiu wurde fortgesetzt, um die zusätzlichen Auftragseingänge abwickeln zu können.

Die Sparte Technologie konnte in diesem Geschäftsjahr ihre Umsatz- und Ergebnisziele nicht erreichen. Hier spielten Projektabgrenzungseffekte bei der langfristigen Auftragsfertigung wie auch die deutlich erhöhten Energie- und Rohstoffpreise eine wesentliche Rolle.

Durch eine überdurchschnittliche Investitionstätigkeit in den letzten Jahren verfügt das Unternehmen heute über eine moderne Ausstattung in der mechanischen Fertigung und hat durch die hohe Kompetenz in der Herstellung von Cubing-Systemen und Prüfmitteln für die Automobilindustrie eine bedeutende Marktstellung erworben.

Die Umweltsparte hatte aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen ebenfalls einen Verlust in Höhe von EUR 2,7 Mio. zu verzeichnen.

Die Immobiliensparte vermietet aktuell nur an Konzernunternehmen und verzeichnete keine externen Mieterträge.

Sanierungsplan

Vor dem Hintergrund der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Lage und der unbefriedigenden Ergebnissituation im Teilkonzern Georg Fritzmeier GmbH & Co. KG hatte die Geschäftsleitung bereits im letzten Jahr beschlossen, ein externes Beratungsunternehmen damit zu beauftragen, eine Analyse der Geschäftssituation durchzuführen und gemeinsam mit dem Management der Einzelgesellschaften ein Konzept zur Rückgewinnung der operativen Exzellenz zu erarbeiten. Daraus ist ein sogenanntes Resilienz-Konzept entstanden, welches die langfristige Zukunftsfähigkeit des Teilkonzerns gewährleisten soll. Die Ergebnisse der Analyse und die Umsetzungspläne wurden schriftlich fixiert und die sich daraus ergebende Zukunftsfähigkeit des Teilkonzerns gutachterlich (gem. BGH-Rechtsprechung) bestätigt.

In den letzten Monaten konnten bereits wesentliche Finanzierungsbausteine fixiert und mit den Finanzierungspartnern eine gemeinsame Finanzierungsbasis zur Absicherung der Geschäftsentwicklung vereinbart werden. Ein Baustein ist die Veräußerung der Anteile am Joint-Venture Fritzmeier Motherson Cabin Engineering Ltd., die im März 2023 vollzogen wurde.

Daneben wurde in Zusammenarbeit mit einem der Kreditversicherer ein umfangreiches Factoring-Programm auf den Weg gebracht, welches die Liquiditätsbasis der Gruppe verbessert hat.

Unter Berücksichtigung der guten Marktpositionierung sowie des hohen Auftragsbestands wurde die Sanierungsfähigkeit des Teilkonzerns gutachterlich bestätigt. Hierzu werden nun die in der Umsetzungsorganisation verankerten Resilienz-Maßnahmen konsequent vorangetrieben und die Einhaltung der gesetzten Ziele permanent überwacht.

Zusätzlich wurde in Zusammenarbeit mit den kreditgebenden Banken eine Finanzierungs-Vereinbarung geschlossen: Auf dieser Basis ist die Finanzierung des Teilkonzerns bis September 2025 sichergestellt. Während dieser Zeit ist vertraglich vereinbart, dass quartalsweise eine gutachterliche Bestätigung über die Einhaltung des Sanierungsfahrplans abgegeben wird. Weitere Financial Covenants sind nicht vorgesehen.

Sollte die Gruppe die vertraglichen Bestandteile des Sanierungsfahrplans nicht einhalten, tritt eine vertraglich vereinbarte zusätzliche Besicherung in Kraft. Die Risiken einer Nichteinhaltung des Sanierungsplanes schätzt die Geschäftsleitung derzeit als gering ein.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Der Umsatz konnte trotz der nach wie vor schwierigen Marktsituation um 18,2 % gesteigert werden und beträgt rund EUR 395 Mio.

Aufgrund der oben ausgeführten Marktverwerfungen im Beschaffungs- und Energiemarkt konnten die geplanten Ergebnisziele nicht erreicht werden. Gegenläufig zu den operativen Verlusten im Kabinen-, Umwelt und Technologiebereich hat der Sondereffekt aus dem Verkauf eines Grundstücks in Belgien das Ergebnis der FMI- Gruppe positiv beeinflusst.

Die Sparte Kabinen stellt 52 % des Konzernumsatzes dar und erzielte im Geschäftsjahr Umsatzerlöse von EUR 206 Mio., was einen Anstieg von 18 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Spartenergebnis beträgt ca. EUR -3,9 Mio.

Die Sparte Kunststoff mit einem Umsatzanteil von 46 % erzielte Umsatzerlöse von EUR 183 Mio. und liegt ca. 20 % über dem Niveau des Vorjahres. Der überwiegende Teil des Umsatzes wird aus dem Seriengeschäft generiert.

Das Ergebnis dieser Sparte liegt mit EUR 0,1 Mio. insgesamt deutlich unterhalb der Planungen.

Die Sparte Technologie mit einem externen Umsatzanteil von rund 48 % erzielte wieder stabile Außenumsatzerlöse von ca. EUR 5,0 Mio. Die übrigen Umsätze werden vornehmlich intern mit der Herstellung komplexer Werkzeuge für die Kunststoff-Sparte erzielt. Das Ergebnis der Technologie-Sparte beläuft sich insgesamt auf EUR -1,1 Mio. und liegt damit deutlich unterhalb des Planwertes.

Die Sparte Umwelttechnik erzielte externe Umsätze in Höhe von ca. EUR 2,2 Mio. Das entspricht einer leichten Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Die Immobiliensparte erzielte im Geschäftsjahr 2021/22 keine Außenumsätze.

Insgesamt beurteilt die Geschäftsleitung die Lage des Konzerns in einem schwierigen Marktumfeld als nicht zufriedenstellend. Es wurden daher von der Geschäftsleitung Maßnahmen getroffen, um die wirtschaftliche Situation zu stabilisieren und wieder zufriedenstellende Ergebnisgrößen zu erreichen. Auf diese Maßnahmen wird im Abschnitt "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" ausführlich eingegangen.

Finanzlage

Diese vereinfachte Kapitalflussrechnung zeigt die Entwicklung der kurzfristig verfügbaren finanziellen Mittel in Anlehnung an DRS 21:

2021/22 2020/21
TEUR TEUR
Jahresergebnis -5.484 -5.267
Abschreibungen / Zuschreibungen 10.998 11.902
Veränderungen langfristiger Rückstellungen -246 -488
Veränderungen Working Capital -22.644 -11.366
Cash Flow der laufenden Geschäftstätigkeit -17.376 -5.219
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -3.993 -13.776
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 23.486 9.300
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 2.117 -9.695
Wechselkursbedingte/konsolidierungskreisbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds 300 457
Veränderungen des Finanzmittelfonds 2.417 -9.238

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit weist aufgrund des Jahresfehlbetrages und der hohen Mittelbindung im Working Capital einen negativen Betrag aus.

Der Mittelbedarf aufgrund der Investitionstätigkeit wurde durch einen positiven Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gedeckt. Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds um TEUR 2.417 erhöht.

Vermögenslage

Überblick

Das Sachanlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2021/22 von EUR 118,7 Mio. auf EUR 117,7 Mio. leicht verringert. Abgängen in Höhe von EUR 1,9 Mio. und Abschreibungen in Höhe von EUR 10,5 Mio. stehen Neuinvestitionen von EUR 11,5 Mio. im Geschäftsjahr gegenüber. Das immaterielle Anlagevermögen verringerte sich abschreibungsbedingt um EUR 0,3 Mio. Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich geringfügig um EUR 0,3 Mio. auf EUR 6,1 Mio.. Insgesamt hat sich damit das Konzernanlagevermögen um EUR 1,0 Mio. verringert.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Geschäftsjahr um EUR 26,6 Mio. Dieser Anstieg vollzog sich vor allem beim Vorratsvermögen sowie den Lieferantenforderungen. Auf der Passivseite vollzog sich der Anstieg im Wesentlichen im Bereich der Bankverbindlichkeiten sowie der sonstigen Verbindlichkeiten. Der Rückgang des Eigenkapitals ist im Wesentlichen auf den Jahresfehlbetrag zurückzuführen.

Der Saldo aus Einzahlungen und Tilgungen von Krediten beträgt EUR 25,7 Mio. (Kreditaufnahme). Die kurzfristige Nettoverschuldung des Konzerns beträgt EUR 7,2 Mio. (Vj. EUR 9,6 Mio.).

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2021/22 wurden insgesamt EUR 11,9 Mio. investiert. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit waren die Kunststoffsparte (ca. EUR 5,6 Mio.) sowie die Kabinenwerke in Deutschland (EUR 1,0 Mio.), Tschechien (EUR 1,1 Mio.) und Rumänien (EUR 2,4 Mio.). Die Investitionen betrafen schwerpunktmäßig die Kapazitätserweiterung und Modernisierung von Fertigungsanlagen. Aufgrund attraktiver Finanzierungskonditionen wurde insbesondere in der Kunststoffsparte ein großer Teil der Anlagenzuwächse (EUR 2,2 Mio.) geleast und daher nicht im Anlagevermögen ausgewiesen.

Eigenkapital / Bilanzsumme

Das Eigenkapital liegt mit EUR 122,8 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Jahresfehlbetrag und Gutschriften auf den Gesellschafterkonten zurückzuführen. Durch den erhöhten Bilanzsummen-Ausweis ergibt sich rechnerisch eine deutlich verringerte Eigenkapitalquote von 39,4 % (Vj. 45,3 %).

Liquide Mittel, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 104,5 Mio. (Vj. EUR 77,5 Mio.) stehen liquide Mittel von EUR 4,9 Mio. (Vj. EUR 1,2 Mio.) gegenüber. Die Finanzierungsstruktur der Gruppe wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich erweitert. Vor dem Hintergrund der großen Planungsunsicherheiten aufgrund der COVID19-Krise hatte sich die FMI-Gruppe Kreditlinien aus dem KfW-Sonderprogramm 2020 in Höhe von EUR 45 Mio. zusagen lassen. Davon wurden EUR 18 Mio. im Geschäftsjahr 2020/21 ausbezahlt und die restlichen EUR 27 Mio. im abgelaufenen Geschäftsjahr ausbezahlt. Dabei handelt es sich um eine Betriebsmittelkreditlinie mit einer Gesamtlaufzeit von sechs Jahren, welche bei direkter Auszahlung für zwei Jahre tilgungsfrei gestellt wurde.

Die frei verfügbare Liquidität zum Bilanzstichtag betrug ca. EUR 32,5 Mio. (Vj. EUR 61,5 Mio.).

Zusammenfassung zur wirtschaftlichen Lage

Die Entwicklung der FMI-Gruppe war im abgelaufenen Geschäftsjahr von den Nachwirkungen der Corona-Krise und den unmittelbaren Auswirkungen der Ukraine-Krise geprägt. Die Umsatzzahlen konnten zwar deutlich gesteigert werden, allerdings führten die schlagend gewordenen Preissteigerungs- und Beschaffungsmarktrisiken sowie die beschriebenen Sonderabschreibungen zu erheblichen Ergebniseinbußen. Die Geschäftsleitung hat in Abstimmung mit den Bankpartnern unmittelbar Maßnahmen eingeleitet, um die Ertrags- und Liquiditätssituation der Fritzmeier-Gruppe zu verbessern.

Wir verweisen dazu auf die Ausführungen unter dem Punkt "Sanierungsplan".

Personal

Der Personalstand lag im Jahresdurchschnitt bei 2.093 Mitarbeitern (Vj. 2.023) und damit leicht über dem Niveau des Vorjahres.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Umwelt

Wir alle - Unternehmen wie Privatpersonen - sind verantwortlich für unsere Umwelt und legen mit unserem heutigen Handeln fest, in welchem Zustand nachfolgende Generationen die Umwelt vorfinden werden. Ein effizienter Einsatz von Rohstoffen und Energie sowie die Reduktion von Emissionen sind daher auch wesentlicher Bestandteil unserer Umweltstrategie.

Mitarbeiter

Wir verfügen über gut ausgebildete, leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter. Damit dies so bleibt, sehen wir es als moderner und verantwortungsvoller Arbeitgeber als wichtige Aufgabe an, unseren Mitarbeitern neben interessanten und fordernden Aufgaben sowie einem attraktiven Arbeitsumfeld auch eine leistungsgerechte Vergütung und interessante Zusatzleistungen anzubieten.

Darüber hinaus bieten wir unseren Mitarbeitern unterschiedliche Arbeitszeitmodelle wie flexible Arbeitszeiten, Teilzeit und mobiles Arbeiten an.

Eine wichtige Säule einer nachhaltig ausgerichteten Personalpolitik ist unsere Berufsausbildung. Zum aktuellen Stichtag waren insgesamt 35 Auszubildende bei uns beschäftigt, schwerpunktmäßig in Deutschland.

Code of Conduct

Das Management der FMI Gruppe hat einen Code of Conduct verabschiedet, der die Mitarbeiter der FMI Gruppe zur Einhaltung von gesetzlichen Regelungen und ethischen Standards verpflichtet. Darunter fallen insbesondere Arbeitnehmerrechte, Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Compliance Themen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden in der Gruppe vor allem die EBITDA- Kennzahlen gesehen. Die geplanten EBITDA-Zahlen (EUR 18,7 Mio.) konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der oben ausgeführten Effekte nicht erreicht werden. Das EBITDA im Geschäftsjahr 21/22 beträgt EUR 13,1 Mio. Bei Adjustierung der im abgelaufenen Geschäftsjahr vorgenommenen Sonderaufwendungen und Leasingaufwendungen ergibt sich ein EBITDAR-Wert (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation, Amortization and Rent sowie Sondereffekte) in Höhe von EUR 14,9 Mio. (gemäß Definition im Schuldschein-Darlehensvertrag).

Forschung und Entwicklung

Die Kosten der laufenden technologischen Weiterentwicklung in den Sparten Kabinen, Kunststoff und Technologie im Rahmen zahlreicher kontinuierlicher Verbesserungsprojekte werden nicht gesondert erfasst. Allerdings werden erhebliche Aufwendungen für den Ausbau der Carbon-Technik getätigt; die mehrjährige Forschungsarbeit ist nun die Grundlage für die Herstellung modernster Faserverbundkunststoffteile für die Automobilindustrie.

Risikomanagement und Risikomanagementziele

Operative Risiken des Konzerns liegen vor allem im Wettbewerb. Diesen Risiken wird in allen Sparten durch konsequenten Ausbau der Kompetenz als Systemlieferant mit einer leistungsfähigen Entwicklung, innovativen Technologien, hohem Qualitätsstandard und optimierten Logistikprozessen begegnet.

Die finanzwirtschaftlichen Risiken werden durch das Risikomanagement der Gesellschaften weitgehend minimiert. Das Forderungsausfallrisiko wird durch Konzentration auf leistungsfähige Kunden, Bonitätsprüfung bei Neukunden und teilweise bestehende Warenkreditversicherungen begrenzt. Wechselkurseffekte entstehen insbesondere für das Kabinenwerk in der Tschechischen Republik, da die Erträge in EUR anfallen, etwa ein Drittel der Kosten jedoch in CZK abgerechnet wird. Die Risiken aus den überschaubaren Rohmaterialeinkäufen in JPY werden derzeit nicht abgesichert.

Zinsänderungsrisiken bestehen lediglich für kurzfristige Kreditinanspruchnahmen, werden jedoch durch das Management überwacht.

Liquiditätsrisiken einzelner Tochterunternehmen werden durch die rollierende Cash- Planung rechtzeitig erkannt, so dass die Konzernleitung rechtzeitig reagieren kann.

Insgesamt sind adäquate Kontrollmechanismen eingerichtet worden, um eine frühzeitige Erkennung von Risiken zu gewährleisten und angemessen auf etwaige Risiken reagieren zu können.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risikoberichterstattung

Die weltweite wirtschaftliche Erholung hat sich in den letzten Monaten unter dem Eindruck hoher Inflation, stark gestiegener Rohstoff- und Energiekosten, hartnäckiger Lieferengpässe und großer Unsicherheiten stark verlangsamt. Belastende Faktoren und ursächlich hierfür sind vor allem der Ukraine-Krieg, die Nachwirkungen der strikten Null-Covid-Politik in China und ein allgemeiner Rückgang beim privaten Konsum. Zudem haben sich die finanziellen Rahmenbedingungen deutlich verschlechtert, da die Notenbanken ihre Politik zum Teil deutlich gestrafft haben und das Zinsniveau weltweit signifikant angestiegen ist.

Für die FMI-Gruppe ergeben sich hieraus Risiken sowohl im Bereich Absatz als auch auf der Beschaffungsseite. Durch flexible Produktionsstrukturen, Effizienzsteigerungen in den Produktionsprozessen, den Ausbau der strategischen Beschaffung und die konsequente Weitergabe von Kostensteigerungen in den Produktpreisen werden Risiken weitgehend minimiert.

Für das kommende Geschäftsjahr gehen wir jedoch von steigenden Umsätzen und einer deutlichen Ergebnisverbesserung aus.

Ein weiteres Risiko besteht in der Nichteinhaltung von vertraglich vereinbarten Bestandteilen des Sanierungsgutachtens. Dies würde eine vertraglich vereinbarte Erweiterung der Besicherung zur Folge haben. Dieses Risiko schätzt die Geschäftsleitung derzeit als gering ein.

Chancenberichterstattung

Wenngleich sich die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eintrüben, gehen wir für das kommende Geschäftsjahr aufgrund der hohen Auftragsbestände bei unseren Kunden aus dem Bereich der Lastkraftwagen und Landtechnik sowie dem Hochlauf eines volumenstarken Neuauftrages aus dem Bereich Automotive von deutlich steigenden Umsätzen und einem deutlich verbesserten Ergebnis aus.

Das aktuelle Kunden- und Auftragsportfolio aus den Bereichen Nutzfahrzeuge, Automotive und Landtechnik stellt auch in einem gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfeld eine stabile Umsatzbasis dar.

Weitere Wachstumschancen sehen wir vor allem im Bereich Automotive und der Transformation zur Elektromobilität, welche neue Anwendungsmöglichkeiten für Composite-Bauteile eröffnet. Erste volumenstarke Serienaufträge sind im Hochlauf bzw. in der Vorbereitung für den Serienstart.

Im Bereich Lastkraftwagen gehen wir aufgrund des weiter steigenden Güterverkehrsaufkommens davon aus, dass auch bei ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein hoher Bedarf an Ersatzfahrzeugen besteht und somit keine gravierenden Volumenrückgänge zu erwarten sind. Sobald sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder verbessern und entsprechend die weltweite Produktionsleistung ansteigt, sind Volumensteigerungen zu erwarten.

Im Bereich Landtechnik erwarten wir auch in Zukunft eine stabile Nachfrage auf hohem Niveau, da durch den Zuwachs der Weltbevölkerung der Bedarf an Nahrungsmittel weiter ansteigt.

Bei den Rohstoffpreisen scheint mittlerweile der Zenit erreicht und vereinzelt sind bereits wieder sinkende Notierungen zu verzeichnen. Bei den Energiekosten erwarten wir durch die Energiepreisbremse eine Entlastung. Insgesamt muss jedoch mittelfristig weiterhin von einem hohen Preisniveau für Energie ausgegangen werden. Bedingt durch die aktuell hohen Inflationswerte ist in nächster Zeit zudem mit deutlich höheren Lohnabschlüssen zu rechnen. Die Weitergabe der nicht kompensierbaren Kostensteigerungen an unsere Kunden ist unabdingbar, erfolgt teilweise jedoch erst zeitversetzt.

Aktuell geht die Geschäftsleitung davon aus, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2022/23 um mehr als 20 % steigen wird. Bei EBITDA und Jahresergebnis werden planmäßig ebenfalls deutliche Verbesserungen erwartet. Von einer Rückkehr des operativen Jahresergebnisses in die Gewinnzone wird allerdings noch nicht ausgegangen.

 

Großhelfendorf, den 4. August 2023

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