D15X GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Silvio Ekkehard Krüger seit 23.1.2013 | Prokura |
Elmar Potdevin seit 23.1.2013 | Prokura |
Gerald Eugen Dr. Weber seit 2.10.2012 | Geschäftsführer |
Arash Esbati seit 25.7.2012 | Prokura |
Martin Winterstein seit 25.7.2012 | Prokura |
Georg Dr. Speith seit 14.2.2012 | Geschäftsführer |
Jan Siebert seit 21.11.2011 | Geschäftsführer |
Michael Heinz seit 26.8.2011 | Prokura |
Manfred Ernst Dr.-Ing. Berger seit 27.8.2010 | Prokura |
Heiner Robert Friedrich Dr. Lang seit 21.7.2010 | Prokura |
Bernd Hilgarth seit 21.7.2010 | Prokura |
Sebastian Dr. Schöning seit 21.7.2010 | Geschäftsführer |
Berthold Mernberger seit 21.7.2010 | Prokura |
Ralf Merswolken seit 21.7.2010 | Prokura |
Thomas Unseld seit 21.7.2010 | Prokura |
Jürgen Gross seit 19.12.2008 | Prokura |
Henry Goffaux seit 6.9.2006 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAG IAS GmbHGöppingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Lagebericht zum 31. Dezember 2011Gliederung:
1. Geschäft und RahmenbedingungenUnternehmensstruktur Die MAG IAS GmbH ("Unternehmen" oder "Gesellschaft") mit Sitz in Göppingen ist Teil der weltweit agierenden MAG Europe Gruppe. Die MAG Europe Gruppe bietet ihren Kunden individuelle Produktions- und Technologielösungen sowie eigenständige Service- und Softwarelösungen. Bis zum 21. November 2011 war die MAG IAS GmbH als Tochter der MAG Europe GmbH Teil des in Luxemburg ansässigen MAG International Holdings S.à.r.l. Konzerns. Des Weiteren war die MAG IAS GmbH Teil des Konzerns unter einheitlicher Leitung der MAG IAS LLC, Sterling Heights, Michigan, USA, und der MAG International Holdings S.à.r.l., Luxemburg. Als Folge der Ertrags- und Liquiditätssituation im Geschäftsjahr 2011 wurde die MAG Europe GmbH, mit all ihren Tochterunternehmen, aus der weltweiten MAG Unternehmensgruppe in ihrer bisherigen Struktur herausgelöst und in ein Treuhandmodell übertragen. Ziel des Treuhandmodells ist die Suche eines neuen Investors für die MAG Europe Gruppe als Ganzes oder in Teilen. Darin beinhaltet ist auch die MAG IAS GmbH als größte operative Einheit des MAG Europe Konzerns. Die MAG IAS GmbH ist aus mehreren deutschen Traditionsunternehmen hervorgegangen und verfügt über fünf Produktionsstandorte in Deutschland. Seit 2010 sind in der Gesellschaft die operativen Geschäftsbetriebe der folgenden, ehemals rechtlich selbständigen Unternehmen gebündelt:
Die MAG IAS GmbH ist ein Tochterunternehmen der MAG Europe GmbH, Göppingen. Zwischen der MAG Europe GmbH (Muttergesellschaft) und der MAG IAS GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Geschäftstätigkeit Das Portfolio des Unternehmens umfasst neben der Entwicklung, Planung, Konstruktion und Fertigung von Agilen Systemen, Transferstraßen und Bearbeitungszentren auch Werkzeugmaschinen für die Dreh- und Frästechnologie sowie die Verbundwerkstoffverarbeitung. Ergänzt wird die Produktpalette durch ein kundenorientiertes Servicegeschäft, das Umbauten und Montagen beinhaltet. Konjunktur und Branchenentwicklung Die wirtschaftliche Aktivität in Deutschland erreichte im Verlauf des vergangenen Jahres wieder das Niveau vor der Wirtschafts- und Finanzkrise vom Frühjahr 2008. Die Rückkehr auf das Vorkrisenniveau verlief schneller als zunächst erwartet. Insgesamt fiel der Aufschwung damit - auch im internationalen Vergleich - sehr kräftig aus. Das Bruttoinlandsprodukt nahm im Jahr 2011 preisbereinigt um 3,0 % zu, nachdem es im Vorjahr bereits um 3,7 % zugelegt hatte. Die Verschuldung einiger Industriestaaten führte zu Zweifeln an deren Wettbewerbsfähigkeit und rief eine deutliche Verunsicherung der Kapitalmärkte hervor. Als Folge trübten sich die Konjunkturerwartungen der deutschen Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2011 spürbar ein und das Wachstum wurde gebremst. Motor des Wirtschaftswachstums in Deutschland war im Jahr 2011, wie auch schon im Vorjahr, die Binnenwirtschaft. Der Nachfrageeinbruch, den die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie 2009 erfuhr, war bis dahin beispiellos. Er erstreckte sich über alle Technologien, Kundenbranchen und Märkte. Ebenso beispiellos war dann das starke Anziehen der Auftragseingänge im Referenzjahr 2010. Das Gesamtjahr 2010 legte im Auftragseingang um 85 % zu. Im August 2010 schlug sich die Auftragsflut erstmals auch in der Umsatzentwicklung nieder und sorgt hier bis Jahresende für monatlich jeweils zweistellig ansteigende Resultate. Auf das ganze Jahr gesehen ergibt sich somit ein Produktionsminus von 3 % auf EUR 9,9 Mrd. in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie. Der Export übertrifft 2010 mit 1 % Plus moderat den Vorjahreswert und steigt auf EUR 6,1 Mrd. an. In der Verteilung entscheidender Absatzräume nähern sich die dominierenden Wirtschaftsblöcke in großen Schritten an: Hinsichtlich der Anteile am gesamten Ausfuhrvolumen stehen sich Asien und Europa in bislang nicht gekannter Weise mit jeweils 45 % Quote auf Augenhöhe gegenüber. Der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller erreicht im Jahr 2011 dann neue Rekordwerte und legt im Jahresverlauf 2011 um weitere 45 % auf ein Volumen von EUR 16,7 Mrd. zu. Dies übersteigt das bisherige Rekordergebnis 2007. Allerdings ergibt sich im Quartalsmuster der Nachfrage mit zunehmend stärkeren Referenzwerten 2010 eine deutlich abnehmende Entwicklungsdynamik. Für das gesamte Jahr 2011 stehen 33 % Produktionsplus auf EUR 13,1 Mrd. zu Buche. Hinter der Rekordausbringung des Jahres 2008 bleibt die Branche insgesamt um etwa 8 % zurück, wobei aber Hersteller spannender Werkzeugmaschinen bereits den unmittelbaren Anschluss herstellen können. Der Werkzeugmaschinenexport setzt seinen Wachstumskurs im 4. Quartal 2011 fort. Das Jahresergebnis steht für ein Plus von 31 % auf ein Volumen von EUR 7,9 Mrd. und gleicht den Einbruch aus den Vorjahren 2009 und 2010 fast vollständig aus. Treibsätze für das Ausfuhrwachstum 2011 sind mit 57 % Steigerungssatz das Amerikageschäft und die mit 29 % Plus (nach +22 % im Referenzjahr) notierende Dynamik Asiens. Zwar legt auch der europäische Markt um 25 % zu, doch läuft sein Anteil am Gesamtexport von 45 % in 2010 auf aktuell 43 % zurück. Asien hingegen hält seinen Anteil von 41 % konstant. Amerika weitet seine Partizipation von 12 % auf knapp 15 % aus. Für China, als größten Exportmarkt, sind im aktuellen Berichtsjahr 34 % Zuwachs und ein moderat ausgebauter Anteil von 29 % am gesamten Ausfuhrvolumen deutscher Herstellerfirmen zu konstatieren. Die Stellung als zweitgrößter Markt können die USA mit 66 % Plus und einem Anteilsgewinn von 2 Punkten auf 9 % ausbauen. Trotz gegenüber 2010 vergleichsweise schmalem Zuwachs um 11 % steht Russland für die drittstärkste Aufnahmefähigkeit für deutsche Werkzeugmaschinen, noch vor der klassischen europäischen Kundschaft in der Schweiz, Frankreich und Italien. Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie lag im Dezember 2011 mit 67.700 um 6,3 % über dem Jahresendstand 2010. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Branche 65.800 Mitarbeiter, was einem Zuwachs von 2,7 % entspricht. Der Auftragsbestand lag Ende 2011 bei 9,3 Monaten, einem historisch sehr hohen Wert. Im Vergleich zu 2010 sind die Bestände damit deutlich um 2,2 Monate angestiegen. Geschäftsverlauf und zusammenfassende Beurteilung Auftragseingang und Gesamtleistung der MAG IAS GmbH konnten in 2011 gegenüber 2010 deutlich gesteigert werden. Die Ergebnisentwicklung verlief hingegen unbefriedigend. Das erwirtschaftete Ergebnis vor Ausgleich durch die Muttergesellschaft in Höhe von EUR -52,4 Mio. ist nachhaltig durch Nachwirkungen aus den vorangegangenen Krisenjahren und außergewöhnlichen Aufwendungen belastet. Die Ergebnissituation in 2011 ergibt sich danach unter anderem aus der Abwicklung margenschwacher Aufträge aus dem Krisenjahr 2010, aus zu hohen Verwaltungskosten, aus restrukturierungsbedingt gestiegenen Sonderaufwendungen sowie aus Kosten der Finanzierung. Des Weiteren hat sich die Abrechnungsreserve der unfertigen Leistungen erhöht, zum einen durch den Aufbau des Gesamtbestands gegenüber dem Vorjahr, zum anderen durch gegenüber 2010 gestiegenen Projektmargen. Durch die im Laufe des Jahres 2011 eingetretene unbefriedigende Ergebnisentwicklung und dem aufgrund stark gestiegenen Geschäftsvolumens ebenso gestiegenen Finanzierungsund Avalbedarfs kam es im Geschäftsjahr 2011 unterjährig zu einem erheblichen Liquiditätsengpass, der im November 2011 mit Hilfe der Banken durch eine Zwischenfinanzierung überbrückt werden konnte. Im Zuge der aufgetretenen Unternehmenskrise in der zweiten Jahreshälfte 2011 wurde in Abstimmung mit den finanzierenden Banken eine externe Unternehmensberatungsgesellschaft mit der Erstellung eines Sanierungskonzepts beauftragt. Das Sanierungskonzept wird seither durch die Unternehmensberatungsgesellschaft in Umsetzung und Berichterstattung begleitet. Ebenfalls als Reaktion auf die Unternehmenskrise wurden am 2. November 2011 Herr Rolf Rickmeyer als Vorsitzender und Herr Jan Siebert als neuer kaufmännischer Geschäftsführer der MAG IAS GmbH in die Geschäftsführung berufen. Ihre Vorgänger Markus Grob und Ralph Berndt haben die MAG Gruppe verlassen. Weitere Geschäftsführer schieden zum Jahresende 2011 aus. Auf Grund der stark angespannten Liquiditätslage der MAG Europe Gruppe im Herbst 2011 haben sich die bisherigen Gesellschafter im November 2011 dazu entschlossen, die Anteile an der MAG Europe GmbH, zu deren Tochterunternehmen die MAG IAS GmbH gehört, in ein Treuhandmodell zu übertragen. Die Treuhandgesellschaften sind von den bisherigen Anteilseignern beauftragt, die Anteile an der MAG Europe GmbH an einen Investor zu veräußern und die Umsetzung des Sanierungskonzepts zu überwachen und zu begleiten. Dadurch wurde die Voraussetzung für die Einbindung eines neuen Investors geschaffen, um damit eine dauerhafte Sicherung des Unternehmens zu erreichen sowie die Eigenkapitalquote des Werkzeugmaschinenherstellers zu erhöhen. Im Zuge dessen haben die MAG International Industrial Machinery S.à.r.l., Luxemburg, und Herr Moshe I. Meidar ihre Anteile an der MAG Europe GmbH mit dinglicher Wirkung zum 22. November 2011 an die Platin 757. GmbH, Frankfurt am Main, und an die HaidelEstate GmbH, Haidmühle, zur treuhänderischen Verwaltung abgetreten. Zum Geschäftsführer der maßgeblichen Treuhandgesellschaft wurde Herr Alfred Hagebusch, Partner bei Wellensiek Partnergesellschaft, bestellt. Herr Dr.-Ing. E.h. Heinz Dürr, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Dürr AG, unterstützt die Treuhandgesellschaft als Beirat. Ein geordnetes Bieterverfahren wurde inzwischen eingeleitet. Aufgrund der vorhandenen Rahmenbedingungen ist ein Vertragsabschluss mit einem Investor in naher Zukunft für die MAG IAS GmbH notwendig. Insgesamt war der Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2011 nicht zufriedenstellend für die MAG IAS GmbH. Zwar konnte die Gesellschaft auf der Auftragseingangsseite an den hohen Auftragszuwächsen in der Branche in einem sehr guten Umfang partizipieren, allerdings führten diese hohen Auftragsvolumina zu erheblichen Finanzierungsschwierigkeiten. Des Weiteren wurde die Ertragslage der Gesellschaft durch operative Verluste und Restrukturierungsaufwendungen belastet. Es ist nicht gelungen den Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres in ein positives Ergebnis zu münzen. Damit kam es zu einer erheblichen Abweichung zur für das Geschäftsjahr 2011 prognostizierten Ergebnisentwicklung. Unter dem neuen Management wurde Ende 2011 eine Restrukturierung für die MAG Europe Gruppe eingeleitet. Das Restrukturierungsprogramm beinhaltet neben Maßnahmen zur deutlichen Kostensenkung in der Verwaltung auch die Fokussierung auf margenstarke Kernbereiche sowie Optimierungen innerhalb des Produktprogramms. Eine entsprechend dem erheblich gestiegenen Geschäftsvolumen erweiterte Folgefinanzierung wurde mit allen auch bisher beteiligten Finanzinstituten vereinbart. Diese im Wesentlichen aus Avallinien bestehende Finanzierung trat im Januar 2012 in Kraft und orientiert sich an dem sich aus der Mittelfristplanung ergebenden Finanzierungsbedarf. Im Rahmen der Brückenfinanzierung vom November 2011 erhaltene Barkredite wurden vor Jahresende 2011 vollständig getilgt. Mit der Schaffung von fünf Technologie-Kompetenzzentren an den Standorten konnte die MAG IAS GmbH die Integration der Vorläufergesellschaften im Jahr 2011 abschließen. Die Produktion wurde auf fünf Technologie-Kompetenzzentren für die Bereiche Drehen, Fräsen, Verzahntechnik (beim Schwesterunternehmen MAG Modul Verzahntechnik GmbH), Automotive-Systeme und Composites klar zugeordnet. Insbesondere vor dem Hintergrund neuer, energiesparender Motoren und vermindertem CO 2-Ausstoß erwartet MAG weiterhin steigende Investitionen der Automobilindustrie in Lösungen für die Aggregate-Fertigung. Die steigende Nachfrage nach mehr Energieeffizienz für Motoren und Getriebe macht neue Fertigungssysteme notwendig und wird sich in Zukunft positiv auf den Geschäftsverlauf der MAG IAS GmbH auswirken. Mitarbeiter Die MAG IAS GmbH beschäftigte zum 31. Dezember 2011 insgesamt 1.693 Mitarbeiter, davon 102 Auszubildende. Das Unternehmen bildet junge Menschen als Mechatroniker, Industriemechaniker, Industrieelektroniker und zum Industriekaufmann aus. Außerdem besteht mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg eine Kooperation für die Ausbildung zum Bachelor der lngenieurswissenschaften. Die Ausbildungsquote der Gesellschaft beträgt 6,0 %. Die MAG IAS GmbH ist ein tarifgebundenes Unternehmen im Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V. 20,0 % der Gesamtbelegschaft entfällt auf bis zu 30-jährige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer; 39,5 % sind zwischen 30 und 50 Jahren, 32,1 % zwischen 50 und 60 Jahren und 8,4 % sind über 60 Jahre alt. 2. ErtragslageDie Ertragssituation der MAG IAS GmbH war im Geschäftsjahr 2011 ganz wesentlich geprägt durch die Abwicklung von Aufträgen, die zum Zeitpunkt der Vergabe mit dem Ziel der Marktanteilserhöhung und Beschäftigungssicherung bereits mit sehr geringen Margen behaftet waren. Hinzu kamen sowohl intern bedingte wie auch den Rahmenbedingungen geschuldete Probleme bei der Auftragsabwicklung und nicht angemessene Kostenstrukturen. Zudem befand sich ein Großteil der hohen Auftragseingänge von Ende 2010 und Anfang 2011 zum Jahreswechsel 2011/2012 noch in der Produktion, was zu einer deutlichen Bestandserhöhung um TEUR 155.210 (i.Vj. TEUR 2.313) geführt hat. Die MAG IAS GmbH erreichte im Geschäftsjahr 2011 einen Auftragseingang von EUR 642,9 Mio. (i.Vj. EUR 412,6 Mio.). Der sich nach US-GAAP ergebende Auftragsbestand lag am 31. Dezember 2011 bei EUR 451,5 Mio. (i.Vj. EUR 295,5 Mio.) und stellt für das kommende Geschäftsjahr 2012 eine solide Ausgangsbasis dar. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2011 Umsatzerlöse von TEUR 325.350 (i.Vj. TEUR 299.607). Davon entfielen 70,8 % (i.Vj. 82,0 %) auf den Verkauf von Maschinen und 29,2 % (i.Vj. 18,0 %) auf den Bereich Dienstleistungen sowie den Verkauf von Ersatzteilen. Mit 34,4 % (i.Vj. 17,3 %) wurde der größte Teil des Umsatzes mit Kunden im asiatischen Raum gemacht. Innerhalb von Deutschland wurden 32,4 % (i.Vj. 26,3 %) umgesetzt und in den übrigen europäischen Ländern (außer Deutschland) 20,4 % (i.Vj. 26,2 %). Auch im amerikanischen Raum konnte mit 12,2 % (i.Vj. 30,1 %) ein guter Teil am Gesamtumsatz realisiert werden. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) betrug TEUR 480.560 (i.Vj. TEUR 301.920). Die hierauf bezogene Materialeinsatzquote (inklusive Dienstleistungen) war 64,9 % (i.Vj. 50,4 %), was zu einem Rohertrag von TEUR 168.899 führte (i.Vj. TEUR 149.705). Der oben dargestellte Anstieg der Materialeinsatzquote lässt sich zum einen durch die im Laufe des Jahres 2011 angearbeiteten und die abgerechneten verlustbehafteten Projekte erklären, zum anderen durch den hohen Bestand an sich zum 31. Dezember 2011 in Bearbeitung befindlichen Projekten. Diese Projekte sind noch nicht abgeschlossen und daher auch noch nicht umsatz- und ergebniswirksam. Die ohnehin geringen Margen wurden während des Fertigstellungsprozesses der Aufträge durch gestiegene Rohstoff- und Komponentenpreise, resultierend aus der starken Nachfrage durch die Wiederbelebung der Konjunktur, belastet. Die sonstigen betrieblichen Erträge 2011 beliefen sich auf TEUR 19.025 (i.Vj. TEUR 33.625), wobei in Höhe von TEUR 7.604 (i.Vj. TEUR 20.315) periodenfremde Erträge vor allem aus Rückstellungsauflösungen enthalten waren. Die sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten Wechselkursgewinne in Höhe von TEUR 3.838 (i.Vj. TEUR 1.108) und resultieren im Wesentlichen aus der Umrechnung von Forderungen und erhaltenen Anzahlungen in US-Dollar. Der Vorjahreswert enthielt daneben den Gewinn aus dem Verkauf der Anteile an der MAG Switzerland AG an die Muttergesellschaft MAG Europe GmbH (TEUR 5.100). Die Personalaufwandsquote im Berichtsjahr 2011 betrug 25,0 % gegenüber 33,0 % im Vorjahr. Die Gesamtleistung je Mitarbeiter lag 2011 bei TEUR 304 (i.Vj. TEUR 199) und der Personalaufwand je Mitarbeiter bei TEUR 76 (i.Vj. TEUR 66). Die Abschreibungsquote der Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände, bezogen auf die Gesamtleitung, lag für das Berichtsjahr 2011 bei 0,8 %. Diese Kennzahl lag im Vorjahresvergleich bei 1,3 %. Absolut ist der Abschreibungsaufwand im Vergleich zu 2010 nahezu identisch. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 108.895 (i.Vj. TEUR 80.917). Zum Anstieg gegenüber dem Vorjahr führten nicht zuletzt Kosten im Zusammenhang mit der Restrukturierung der MAG IAS GmbH in einer Größenordnung von über EUR 6,4 Mio.. Zudem enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aber auch auftragsbezogene Kosten, welche analog der Gesamtleistung anstiegen (z.B. Reisekosten, Frachtkosten). Außerdem sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Wechselkursverluste in Höhe von TEUR 5.009 (i.Vj. TEUR 1.184) enthalten, welche im Wesentlichen aus der Umrechnung hoher erhaltener Anzahlungen in US-Dollar resultieren. Das negative Finanzergebnis des Geschäftsjahres 2011 in Höhe von TEUR -5.766 (i.Vj. TEUR 1.277) ist im Wesentlichen geprägt durch die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung der Pensions- und Altersteilzeitrückstellung in Höhe von TEUR 4.287 (i.Vj. TEUR 4.394), dem Zinsaufwand aus der begebenen Anleihe (TEUR 3.371; i.Vj. Null) sowie Avalgebühren. Demgegenüber standen im Zusammenhang mit den an verbundene Unternehmen ausgegebenen Darlehen Zinserträge von TEUR 6.230 (i.Vj. TEUR 5.892). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres 2011 beträgt EUR -50,7 Mio. gegenüber EUR 0,2 Mio. im Vorjahr. Vor Verlustübernahme durch die MAG Europe GmbH beläuft sich der Jahresfehlbetrag im Berichtsjahr auf TEUR -52.408. Darin enthalten sind außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.121, die aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zum 1. Januar 2010 resultieren. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Effekt aus der geänderten Bewertung der Pensionsverpflichtungen zu einem Fünfzehntel im Ergebnis 2011 enthalten ist; EUR 14,1 Mio. werden das Ergebnis der nächsten maximal 13 Jahre belasten. Im Vorjahr war im außerordentlichen Ergebnis der Ertrag aus den in 2010 durchgeführten Verschmelzungen in Höhe von TEUR 27.120 enthalten. Das negative Ergebnis 2011 wird aufgrund des vorhandenen Gewinnabführungsvertrages von der MAG Europe GmbH übernommen. Da der Ausgleich des Ergebnisses durch die MAG Europe GmbH in bar derzeit nicht möglich ist, erfolgt dies durch Forderungsabtretungen. Dazu hat die MAG Europe GmbH ihre Darlehensforderung in Höhe von TEUR 39.250 gegen ihre ehemalige Muttergesellschaft - die MAG International Industrial Machinery S.à.r.l., Luxemburg - nebst den bis zum 31. Dezember 2011 aufgelaufenen Zinsen in Höhe von TEUR 2.794 an die MAG IAS GmbH abgetreten. Die Darlehensforderung ist am 15. Dezember 2014 in voller Höhe zur Rückzahlung fällig, wobei mit einer früheren Rückzahlung gerechnet werden dürfte, wenn die Anteile an der MAG Europe GmbH im Rahmen des Treuhandmodells verkauft sein werden. Dadurch werden TEUR 42.044 der Verlustausgleichforderung beglichen. Für den diesen Betrag übersteigenden Teil der Verlustausgleichsforderung tritt die MAG Europe GmbH einen Teil ihrer Darlehensforderung gegen ihre Tochtergesellschaft MAG Real Estate Europe GmbH, Göppingen, an die MAG IAS GmbH ab. Die aus dieser Darlehensforderung resultierende Zinsforderung wird ebenfalls teilweise abgetreten. Die rechtlichen Voraussetzungen für eine Abtretung an Erfüllungs Statt wurden durch eine rechtliche Stellungnahme bestätigt und sind gegeben. Gestützt durch den aktuell stattfindenden Investorenprozess gehen wir davon aus, dass die Darlehensforderung gegen die MAG International Industrial Machinery S.à.r.l. bei Fälligkeit in 2014 aufgrund des bis dahin erfolgten Verkaufs der MAG Europe Gruppe an einen Investor beglichen werden kann und damit die Werthaltigkeit gegeben ist. Die Werthaltigkeit der Forderung gegen die MAG Real Estate Europe GmbH ergibt sich aus dem Wert der von dieser gehaltenen Immobilien. Die finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:
3. FinanzlageDie Ziele des Finanzmanagements der Gesellschaft sind die nachhaltige Sicherstellung der Liquidität sowie die Bereitstellung von ausreichenden Finanzmitteln zur Erreichung der Unternehmensziele. Hierzu besteht eine zentrale Treasury-Abteilung, die die Informationen aus den einzelnen Standorten sammelt, auswertet und entsprechend steuert. Die flüssigen Mittel (Finanzmittelfonds) betragen zum 31. Dezember 2011 TEUR 50.386 und setzten sich wie im Vorjahr aus Guthaben bei Kreditinstituten sowie in geringem Maß aus Kassenbestand und Schecks zusammen. Zum 31. Dezember 2010 betrug die Summe der flüssigen Mittel der Gesellschaft TEUR 33.982, so dass sich im Geschäftsjahr 2011 eine Erhöhung um TEUR 16.404 ergab. Die flüssigen Mittel waren zur Besicherung der in Anspruch genommenen Avalkredite im Wesentlichen an die Banken verpfändet. Um das weitere Wachstum des Unternehmens zu sichern und die Technologiebasis zur Erschließung weiterer Märkte und Regionen weiter auszubauen, hat die MAG IAS GmbH am 4. Februar 2011 an der Börse Stuttgart eine Anleihe mit einem Volumen von EUR 50 Mio. zu einem Zinssatz von 7,5 % und einer Laufzeit über 5 Jahren begeben und damit ihr Finanzierungsinstrumentarium erweitert. Die Anleihe, die bereits nach weniger als drei Tagen überzeichnet war, wird im Segment "Bondm" der Börse Stuttgart gehandelt. Die MAG IAS GmbH hat ihrer Muttergesellschaft, der MAG Europe GmbH, ein Darlehen gewährt, das zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 TEUR 121.500 (zum 31. Dezember 2010: TEUR 120.000) beträgt, wovon TEUR 108.000 mit 5,0 % jährlich verzinst werden und TEUR 13.500 mit 7,75 %. Der höher verzinste Teil wurde der MAG Europe GmbH nach Ausgabe dar Anleihe an der Stuttgarter Börse gewährt und wird daher mit einem Zinssatz verzinst, der über dem der Anleihe liegt. Die MAG Europe GmbH hat die zur Verfügung gestellten Mittel zum Erwerb der französischen Forest-Liné-Gruppe verwendet. Die an die MAG Europe GmbH gegebenen Darlehen sind am 15. Dezember 2014 und am 15. Dezember 2015 fällig. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum 31. Dezember 2011, wie auch im Vorjahr, keine. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 67.388 enthalten die Forderung aus der Verlustübernahme des Geschäftsjahres 2011 in Höhe von TEUR 52.408. Die im Vorjahr bestehende Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung (TEUR 25.243) wurde im Geschäftsjahr 2011 bezahlt. Zum 31. Dezember 2011 finanziert sich die Gesellschaft im Wesentlichen extern aus Rückstellungen (32,9 %), aus Lieferantenverbindlichkeiten (32,7 %), aus der begebenen Anleihe in Höhe von TEUR 50.000 (14,1 %), aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Verbindlichkeiten (7,5 %) sowie aus darüber hinaus intern aus Eigenkapital (12,8 %). In den Jahren 2005,2007 sowie 2009 wurden der Gesellschaft zum Zweck der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage Forderungen mit einem Gesamtbetrag von TEUR 70.330 bedingt erlassen. Inhaber der Forderungen ist die MAG IAS LLC, Sterling Heights, Michigan, USA. Die Forderungserlasse führten in den jeweiligen Geschäftsjahren zu entsprechenden Erträgen; dem steht bei Überschreiten bestimmter Finanzkennzahlen ab dem Geschäftsjahr 2010 die Verpflichtung zur Rückzahlung aus dem Wiederaufleben der Verbindlichkeiten gegenüber. Im Geschäftsjahr 2011 kam es zu keinem Wiederaufleben von Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft rechnet im Jahr 2012 sowie darüber hinaus vor Abschluss der laufenden Sanierung und der im Rahmen des Verkaufsprozesses verfolgten Stärkung des Eigenkapitals nicht mit einem Wiederaufleben der Verbindlichkeiten. Nennenswerte Verbindlichkeiten in Fremdwährungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Infolge der guten Auftragssituation und der tendenziellen Verlängerung der Projektlaufzeiten ist der Finanzbedarf der MAG IAS GmbH im Geschäftsjahr 2011 deutlich gestiegen. Um diesen decken zu können, kam es zu erhöhten Avalinanspruchnahmen. Damit zusammenhängend mussten hohe Barhinterlegungen für die Ausgabe von Bürgschaften geleistet werden. Hierdurch sowie aus der stark negativen Ergebnissituation resultierten finanzielle Engpässe, die das operative Geschäft in Form von Zahlungsstockungen begrenzten. In der Folge kam es im November 2011 zu einer Brückenfinanzierung, in welcher die Avallinien der MAG IAS GmbH bis Ende Januar 2012 auf EUR 198 Mio. aufgestockt und Kontokorrentlinien in Höhe von EUR 24 Mio. gewährt wurden. Letztere konnten bis zum 31. Dezember 2011 vollständig zurückgeführt werden. Durch den im Januar 2012 geschlossenen neuen Poolvertrag konnte die Grundlage einer Finanzierung bis 2014 gelegt werden (vgl. hierzu auch 7. Nachtragsbericht), damit einher gingen gegenüber allen Finanzierern einheitlich geregelte Barhinterlegungen zur Absicherung der Avalinanspruchnahmen. Das Geschäftsjahr 2011 war, wie bereits geschildert, gekennzeichnet durch eine äußerst angespannte Liquiditätslage. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2011 nicht uneingeschränkt in der Lage, ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit zu erfüllen. Auf Basis der vorgenommenen Liquiditätsplanungen gehen wir davon aus, dass unter Zugrundelegung der nachfolgend beschriebenen Brückenfinanzierung bzw. des angestrebten Einstiegs eines neuen Investors in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 eine verbesserte Liquiditätssituation vorliegen wird. Aufgrund der angespannten Liquiditätssituation wurde eine Finanzplanung erstellt. Soll/Ist-Vergleiche finden regelmäßig statt. Danach sind die nächsten 12 Monate insbesondere unter der Prämisse einer im April 2012 von den bestehenden Finanzierungspartnern avisierten Brückenfinanzierung sichergestellt. Zum Tag der Jahresabschlusserstellung gab es hierzu noch keine vertragliche Zusage. Wir gehen jedoch aufgrund der aktuell stattfindenden Gespräche mit den Vertretern des Finanziererpools mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Zustandekommen einer solchen Finanzierung aus. Zusätzlich hierzu hat die Geschäftsleitung anderweitige Maßnahmen zur Verbesserung der Finanzierungssituation eingeleitet. Der der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2011 zugrundeliegende Finanzmittelfonds enthält den Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten; er entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks". Der Finanzmittelfonds enthält in Höhe von TEUR 44.849 Guthaben, die in der Verfügung beschränkt sind. Die Veränderung der flüssigen Mittel im Geschäftsjahr 2011 setzt sich wie folgt zusammen.
Aus der Cashflow Rechnung ergibt sich, dass aus der Anleihenausgabe im Februar 2011 flüssige Mittel in Höhe von EUR 50,0 Mio. eingenommen wurden. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Jahr 2011 EUR -30,6 Mio. (i.Vj. EUR 78,9 Mio.), derjenige aus der Investitionstätigkeit betrug EUR -3,0 Mio. (i.Vj. EUR -84,9 Mio.). EUR 16,4 Mio. erhöhten den Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2011. 4. VermögenslageDie Bilanzsumme der MAG IAS GmbH hat sich zum 31. Dezember 2011 um TEUR 77.375 auf TEUR 354.505 erhöht. Der Anstieg ist zum einen auf den deutlichen Aufbau des um erhaltene Kundenanzahlungen bereinigten Vorratsvermögens (TEUR 23.217) zurückzuführen. Durch die hohen Auftragseingänge seit Ende 2010 befinden sich momentan erheblich mehr Aufträge in Bearbeitung als zum Vorjahresstichtag. Zum anderen sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 34.584 höher als im Vorjahr. Hier enthalten ist die Forderung gegen die Muttergesellschaft aus der Verlustübernahme. Auf der Passivseite führte insbesondere die Begebung der Anleihe in Höhe von TEUR 50.000 zu einem Ansteigen der Bilanzsumme. Durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der MAG Europe GmbH beträgt das Eigenkapital unverändert TEUR 45.500. Durch die erhöhte Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote von 16,4 % zum 31. Dezember 2010 auf 12,8 % zum 31. Dezember 2011 vermindert. Der Betrag des Working Capital (Differenz aus Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten) betrug TEUR 78.662, was einer Quote von 16,4 %, bezogen auf die Gesamtleistung, entspricht. Die Anlagendeckung, Eigenkapital im Verhältnis zum Anlagevermögen inkl. Finanzanlagen, belief sich zum Geschäftsjahresende 2011 auf 34,1 %. Darin enthalten ist das an die MAG Europe GmbH gewährte Darlehen in Höhe von TEUR 121.500. Berücksichtigt man nur das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände, übersteigt das Eigenkapital diese deutlich. Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen verringerte Buchwerte (EUR 10,8 Mio.; i.Vj. EUR 13,0 Mio.), da die Abschreibungen die Neuinvestitionen überstiegen. Durch das angestiegene Geschäftsvolumen in 2011 haben sich sowohl die Forderungen aus Lieferung und Leistung (um EUR 7,6 Mio.) als auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, inklusive der Verbindlichkeiten aus Wechseln (um EUR 63,3 Mio.) signifikant erhöht, was sich entsprechend auf die Kapitalflussrechnung ausgewirkt hat. Die Pensionsrückstellungen stellen sich im Geschäftsjahr 2011 gegenüber dem 31. Dezember 2010 relativ konstant dar (EUR 65,2 Mio.; i.Vj. EUR 65,7 Mio.). Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass von den bestehenden Pensionsverpflichtungen 14,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2011 gemäß den Umstellungsregelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes noch nicht bilanziert sind. Bei den sonstigen Rückstellungen ist in 2011 durch den deutlich erhöhten Geschäftsumfang ein Anstieg zu verzeichnen (EUR 49,4 Mio.; i.Vj. EUR 38,1 Mio.). Das Unternehmen liegt zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses im Plan in Bezug auf die wesentlichen Zielgrößen des Sanierungskonzeptes. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes befindet sich die Gesellschaft in einer angespannten wirtschaftlichen Lage. Für eine weiter positive, planmäßige Entwicklung ist der erfolgreiche Einstieg eines neuen Investors eine grundlegende Prämisse. 5. Forschung und EntwicklungDie MAG IAS GmbH hat im Geschäftsjahr 2011 insgesamt EUR 7,8 Mio. in Forschung und Entwicklung investiert. Die begonnenen Entwicklungsprojekte werden im neuen Geschäftsjahr 2012 weitergeführt. Zum Jahresende 2011 waren im Bereich Forschung und Entwicklung 54 Mitarbeiter beschäftigt. Die aktuellen Entwicklungstrends basieren größtenteils auf den sich ändernden Bedingungen durch Energieknappheit, Emissionsverringerung und allgemeiner technischer Modernisierung. Zu den Trends, die die Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei MAG prägen, gehören die Komplettbearbeitung, Prozesstechnik, Technologieintegration, Bearbeitung schwer zerspanbarer Werkstoffe, Composites und Nachhaltigkeit bzw. Ressourceneffizienz. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei MAG wird zum einen in einem übergeordneten Funktionsbereich geleistet, zum anderen von den Entwicklungs- und Konstruktionsabteilungen, die den Geschäftsbereichen zugeordnet sind. Zusätzlich zu den oben genannten Aufwendungen werden Ingenieursleistungen im Zusammenhang mit Kundenaufträgen erbracht. Diese Auftragskonstruktion ist in den Angebotsabteilungen angesiedelt. Zudem entstehen in enger Zusammenarbeit mit renommierten universitären Instituten innovative Konzepte. Der Innovationsprozess bei MAG ist interdisziplinär und verbindet in einem natürlichen Spannungsfeld aus Markterfordernis, Alleinstellungsmerkmale und ökonomische Effizienz die Bereiche Forschung & Entwicklung, Produktion, Einkauf, Marketing und Vertrieb sowie Service. In verschiedenen Phasen werden Entwicklungsideen und -vorschläge evaluiert, deren Markt- und Technologiepotenzial analysiert und unter Einbeziehung interner und externer Quellen die Erfolgsaussichten eines Produkts über den Lebenszyklus optimiert. Ein Beispiel für eine gelungene Anwendung dieses Prozesses bietet ein neues Produkt aus dem Bereich Flexible Fertigungszentren, welches sehr präzise auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten wurde und noch vor Realisierung des Prototyps bereits eine Bestellung von knapp 20 Maschinen realisieren konnte. Dies war und ist nur möglich durch eine intensive Einbindung der Kunden in die Marktentwicklung und klare Festlegung der Produkteigenschaften. Mit der Gründung des Göppinger Composite Centers im Jahr 2009 hat MAG sein Engagement auf dem zukunftsorientierten Markt der Verbundwerkstoffe gestartet. Aufgrund der im Unternehmen vorhanden lnnovationskraft gelang es bereits früh, unter anderem einen Entwicklungsauftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. zu gewinnen, dessen Ziel die nächste Generation von Fiber Placement und Tapelege-Maschinen ist. Aufgrund hoch innovativer Ansätze gelang es dem Konsortium bereits in einer frühen Projektphase in die Entwicklungs-Roadmap von Airbus aufgenommen zu werden. MAG wird eine Demonstrationsmaschine in Europas modernstem CFK Forschungszentrum in Stade aufbauen. Durch die Verwendung von flexiblen Fertigungszellen lassen sich hieraus ebenfalls Konzepte für die Automobilindustrie ableiten, deren getaktete Prozesse mit den Maschinen aus dem Stand der Technik nicht darzustellen sind. Ein weiteres Beispiel aus dem Bereich Entwicklung sind Projekte zur Energie- und Ressourceneffizienz wie das Projekt MAXIEM, welches mit dem Institut PTW an der Universität Darmstadt und weiteren Industriepartnern durchgeführt wurde. Auf Basis dieser Untersuchungsergebnisse wurde die erste vollelektrische Werkzeugmaschine von MAG entwickelt und auf der EMO 2011 vorgestellt. Es konnten alle fluidischen Systeme durch elektromechanische Aktuatoren kostenneutral substituiert werden. Zugleich wurde hierdurch die Energiebilanz und Produktivität der Maschine verbessert. 6. Niederlassungen, StandorteAufgrund der in 2010 erfolgten Verschmelzungen bzw. der Anwachsung erhöhte sich die Zahl der Standorte der MAG IAS GmbH. Die MAG IAS GmbH ist derzeit an sieben Standorten/Niederlassungen in Deutschland vertreten: Göppingen, Eislingen, Mosbach, Taunusstein-Hahn, Rottenburg am Neckar, Offenburg und Ulm, wobei die ersten fünf Produktionsstandorte sind. 7. NachtragsberichtZur Finanzierung des gestiegenen Geschäftsvolumens und des dadurch verursachten Liquiditätsengpasses sowie zur Beseitigung von Zahlungsstockungen im letzten Quartal 2011 hatten die beteiligten Finanzinstitute im November 2011 die bereits bestehenden Kreditlinien im Rahmen einer Brückenfinanzierung aufgestockt. Eine Komponente dieser Brückenfinanzierung war die Zurverfügungstellung von Barmitteln in Höhe von EUR 24 Mio. Diese konnten bereits vor dem Geschäftsjahresende 2011 wieder zurückgeführt werden. Im Januar 2012 konnten die in 2011 begonnenen Verhandlungen über die Grundlage der Finanzierung bis 2014 mit den beteiligten Finanzinstituten erfolgreich abgeschlossen werden. Auch die neue Finanzierung besteht im Wesentlichen aus der Gewährung von Avallinien. Dadurch ist der sich aus der Mittelfristplanung (bis 2014) ergebende Finanzierungsbedarf unter den Prämissen der avisierten Brückenfinanzierung, der erfolgreichen Umsetzung des Restrukturierungskonzepts und der Investorensuche gedeckt. Für den Aufsichtsrat der MAG IAS GmbH konnten im April 2012 Herr Dr. Eckhard Cordes und Herr Dr. Michael Keppel gewonnen werden. Beide sind auch Aufsichtsratsmitglieder der MAG Europe GmbH und ersetzen die ausgeschiedenen Herren Hagenau und Mayr. Neben der Einbringung eines großen Erfahrungsschatzes und Expertise auf vielen Betätigungsfeldern der MAG IAS GmbH, ist der neu formierte Aufsichtsrat insbesondere ein positives Signal für das Vertrauen in das Unternehmen. Im Rahmen der in 2011 begonnenen Restrukturierung der MAG Gruppe wurde im März 2012 die Investment Bank Goldman Sachs damit beauftragt, die MAG Europe Gruppe, und damit eingeschlossen auch die MAG IAS GmbH, bei der Suche nach geeigneten Investoren für die Gruppe oder einzelner Bereiche zu unterstützen. Derzeit laufen vorbereitende Vendor Due Diligence Prozesse. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, sind der Geschäftsführung nicht bekannt. 8. Chancen- und RisikoberichtDie mit der unternehmerischen Tätigkeit der MAG IAS GmbH verbundenen Risiken werden mit Maßnahmen des Risikomanagements gesteuert. Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil des Planungs- und Berichtssystems der Gesellschaft. Im Rahmen der Planungs- und Berichtssysteme werden verschiedene Analysen und Auswertungen durchgeführt und gegebenenfalls Maßnahmen festgelegt. Die Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf die Finanzinstrumente, insbesondere Forderungen, Verbindlichkeiten und flüssige Mittel, werden dabei ebenfalls erfasst. Die MAG IAS GmbH ist Komplettanbieter von individuellen Fertigungssystemen für die Industriegüterbranche und Hersteller komplexer Systeme für die Automobilindustrie mit üblichen Projektlaufzeiten bis zu achtzehn Monaten. Die typischen Geschäftsrisiken und -chancen dieser Kundenbranchen können auch zukünftig einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MAG IAS GmbH haben; dazu gehören insbesondere Nachfragerückgänge bzw. -schwankungen. Branchen- und unternehmensspezifische Risiken ergeben sich aus der technischen Realisierbarkeit sowie der kosten- und termingerechten Durchführung der Kundenprojekte, die oft zu einem Festpreis vereinbart sind (Kalkulations-, Gewährleistungs- und Haftungsrisiken). Die sich hieraus ergebenden Risiken werden im Rahmen des Risikomanagementsystems erfasst, verfolgt und bewertet. Sofern mit einer tatsächlichen Inanspruchnahme gerechnet wird, werden Rückstellungen gebildet. Aus den Festpreisverträgen resultieren des Weiteren Risiken durch Preissteigerungen am Beschaffungsmarkt. Als Zulieferer der Automobilbranche profitiert die MAG IAS GmbH von der derzeitigen sehr positiven Branchenentwicklung. Grundsätzlich bestehen marktübliche Risiken, die zu einer Eintrübung der aktuellen Branchenkonjunktur führen können und die sich auf den Kundenkreis der MAG auswirken, was zu einem erhöhten Preis- und Wettbewerbsdruck und damit einhergehenden Margenreduzierungen bei künftigen Auftragsvergaben führen könnte. Die MAG IAS GmbH ist ein international agierendes Unternehmen mit weltweitem Kundenkreis, was entsprechende Marktchancen eröffnet sowie die Risikostreuung in Bezug auf die regionalen Kundenmärkte ermöglicht. Wachsenden Anteil am Geschäftsvolumen haben Kunden in der Volksrepublik China, so dass auch das politische Risiko in diesem Zusammenhang verstärktes Augenmerk erfordert. Die weitere positive Entwicklung der MAG IAS GmbH setzt voraus, dass auch künftig eine technologisch führende Rolle in den Geschäftsfeldern der Gesellschaft besetzt werden kann. Hierzu ist neben dem Erkennen zukünftiger Tätigkeitsschwerpunkte auch das Halten und Gewinnen von hervorragenden Mitarbeitern eine wichtige Voraussetzung. Hierfür werden die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um dem Risiko eines abnehmenden Know-Hows zu begegnen. Das Forderungsausfallrisiko wird im Wesentlichen durch eingeforderte Abschlagszahlungen verringert. Risiken aus Kursschwankungen bei Fremdwährungsforderungen werden erforderlichenfalls mittels Absicherung durch Devisentermingeschäfte verringert. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 bestanden Devisentermingeschäfte lediglich in unwesentlichem Umfang. Für die Finanzierung der MAG Europe Gruppe und damit auch der MAG IAS GmbH ist das weitere Engagement der finanzierenden Kreditinstitute unabdingbar. Dies gilt einerseits für die dauerhaft benötigte Finanzierung (Avalkredite), andererseits für die für 2012 von den Finanzierungspartnern bereits avisierte Brückenfinanzierung. Sollte diese nicht eintreten, wären zusätzliche Maßnahmen erforderlich, um eine Bestandsgefährdung zu vermeiden. Die Finanzierung der laufenden Projekte ist im Wesentlichen durch die vertraglich vereinbarten Anzahlungen gesichert. Bestandsgefährdende Risiken bestehen, falls die durch das Restrukturierungskonzept vorgegebenen Maßnahmen in den wesentlichen Bereichen nicht erfolgreich umgesetzt werden können und die zugrundeliegende Unternehmensplanung im Wesentlichen nicht eintreten sollte. Darüber hinaus bestehen bestandsgefährdende Risiken, falls die Investorensuche, auf deren Basis die Kapital- und Finanzmittelausstattung der Unternehmensgruppe dauerhaft gesichert werden soll, nicht erfolgreich abgeschlossen werden kann. Durch eine derzeit laufende steuerliche Außenprüfung für die Jahre 2005-2009 könnten der Gesellschaft aus momentan diskutierten Fragestellungen erhebliche steuerliche Risiken entstehen; die steuerliche Außenprüfung ist noch nicht abgeschlossen. Risiken aus anhängigen Rechtsstreitigkeiten sind - soweit bekannt - durch Rückstellungen berücksichtigt. Zu weiteren Chancen und Risiken insbesondere der beiden nächsten Geschäftsjahre (2012,2013) verweisen wir auf den Prognosebericht (s.u.). 9. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenDas Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren. Ein großer Teil der Forderungen besteht gegen große Automobil- und Automobilzulieferungsunternehmen, so dass die wesentlichen Ausfallrisiken sich auf Großkunden konzentrieren, jedoch als gering eingeschätzt werden. Die Gesellschaft fakturiert ihre Umsätze zum einen in Euro, so dass bei dieses Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kaum Währungsrisiken bestehen. Dasselbe gilt für die Materialbeschaffung in Euro, d.h. für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Da die Gesellschaft einen wesentlichen Teil ihrer Umsatztätigkeit außerhalb Europas tätigt, bestehen wesentliche Forderungen in US-Dollar oder anderer Währung; diesbezüglich bestehen Währungsrisiken. Zur Absicherung von Fremdwährungsgeschäften (Währungsrisiko) aus dem operativen Geschäftsbereich werden fallweise derivative Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) eingesetzt. Der Einsatz ist durch eine interne Richtlinie geregelt, wobei eine strikte Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle gewährleistet ist. Die Geschäfte werden nur mit namhaften Banken abgeschlossen. Die wesentliche zu verzinsende Fremdfinanzierung besteht derzeit in der ausgegebenen Anleihe (EUR 50 Mio.), diesbezüglich besteht kein Zinsrisiko, da es sich um einen Festzins bis zum Laufzeitende handelt. Zum Liquiditätsrisiko verweisen wir auf Punkt B. 10. PrognoseberichtIn ihrem Jahresbericht 2012 prognostiziert die Bundesregierung für das Jahr 2012 zunächst eine temporäre konjunkturelle Schwäche, jedoch keine Rezession, für die deutsche Wirtschaft. Im weiteren Jahresfortschritt wird allerdings davon ausgegangen, dass die deutsche Wirtschaft wieder zu einem höheren Wachstum zurückfindet. Insgesamt wird erwartet, dass das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in 2012 mit 0,7 % etwas kräftiger wächst als das des Euroraumes. Wie bereits in den Vorjahren werden sich die Wachstumskräfte dabei weiter zur Binnennachfrage hin verlagern, was entsprechend bei den Exporten nur zu moderaten Zuwachsraten führen wird. Auf Basis des fortgeführten Wirtschaftswachstums ist auch mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zu rechnen. Nach 85 % Plus im Auftragseingang des Jahres 2010 legt die Nachfrage 2011 um 45 % auf ein Volumen von EUR 16,7 Mrd. zu. Das Rekordergebnis aus 2007 wird dadurch überboten. Primär ist es die Auslandsnachfrage, welche die erwähnte Referenz um fast EUR 2 Mrd. übertrifft. Die Produktion wird 2011 um ein gutes Drittel gegenüber dem Referenzjahr auf über EUR 13 Mrd. gesteigert. Trotzdem bleibt es zu Jahresbeginn 2012 bei einer durchschnittlichen Reichweite der Auftragsbestände von 9 Monaten. Dieser Auftragsüberhang geht zurück auf einen stattlichen Anteil der durch lange Durchlaufzeiten geprägten kundenspezifischen Sondermaschinen sowie des Projektgeschäfts mit Großanwendern am gesamten Auftragsvolumen 2011. Dieser wichtige Einfluss dürfte zu einem neuerlichen Produktionsplus deutscher Werkzeugmaschinenhersteller von etwa 5 % führen. Die Vorhersagen für die weltweite Industrieproduktion und Anlageinvestitionen sind nach oben angepasst worden. Im Halbjahresmuster des Auftragseingangs der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie sind im laufenden Jahr Abstriche während der ersten 6 Monate vorgezeichnet. Hinsichtlich der Produktionsentwicklung gilt nach einem weiteren starken 1. Halbjahr ein moderates zweistelliges Minus als wahrscheinlich. Für die Geschäftsbereiche der MAG IAS GmbH ergeben sich folgende Aussichten: Mittelfristig werden bei den Original Equipment Manufacturers im Bereich Automotive zur Erfüllung der weltweit eingeführten Umweltauflagen weitreichende Investitionen zur Anpassung ihrer Produktpalette notwendig sein. Hieraus ergeben sich neue Impulse für das Projektgeschäft. Zusätzliche Erwartungen bestehen in der Entwicklung der asiatischen Märkte, auf denen die individuelle Motorisierung noch deutliche Zuwachsraten verspricht. Generell bestehen gute Voraussetzungen für Wachstum im Bereich Automotive. Bezogen auf den Technologievertrieb (Industrial Equipment) ergeben sich gute Perspektiven, vor allem in den Industrien Schienenverkehr (hier v.a. in Nordamerika, China, Indien und Russland), Großbauteile u.a. für die Energieindustrie und bei Elektronikartikeln. Die hier erwarteten privaten und öffentlichen Investitionen entfallen zu einem großen Teil auf die Beschaffung von Produktionsanlagen, die das MAG Portfolio abdeckt. Branchenübergreifend besteht in den Zielsegmenten von MAG ein Wettbewerbsvorteil für Anbieter, die technologisch fortgeschrittene Lösungen bieten können. Die MAG IAS GmbH konnte 2011 überdurchschnittliche Steigerungen bei Auftragseingängen (55,8 %) und Gesamtleistung (59,2 %) verzeichnen. Alleine aus dem vergleichsweise hohen Auftragsbestand zum 31. Dezember 2011 ergeben sich für das Jahr 2012 handelsrechtliche Umsatzerlöse in der Größenordnung von EUR 430 Mio.. Hinzu kommen Umsatzerlöse aus dem Ersatzteil- und Dienstleistungsgeschäft sowie aus 2012 akquirierten und vollständig vor Jahresende abgearbeiteten Aufträgen. Als Reaktion auf die zuvor geschilderte unbefriedigende Ergebnissituation des Jahres 2011 wurde unter neuem Management Ende 2011 eine Restrukturierung eingeleitet. Das Restrukturierungsprogramm beinhaltet neben Maßnahmen zur deutlichen Kostensenkung in der Verwaltung auch die Fokussierung auf margenstarke Kernbereiche sowie Optimierungen innerhalb des Produktprogramms. Hieraus werden sich bereits im Jahr 2012 nachhaltige Verbesserungen im operativen Ergebnis ergeben. Im laufenden Geschäftsjahr 2012 wurden die wesentlichen Kennzahlen und Ziele aus dem Restrukturierungsprogramm bisher erreicht. Zudem lässt sich aufgrund des Auftragsbestandes für 2012 eine deutliche Ergebnisverbesserung voraussagen. Aufgrund der laufenden Restrukturierung, bedingt durch die Liquiditätslage erhöhter Kosten für die Finanzierung, sowie einem zum 31. Dezember 2011 verbleibenden Bestand verlustfrei gestellter (und damit margenloser) Aufträge wird für 2012 jedoch nach wie vor ein deutlich negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern erwartet. Der Auftragseingang für die Monate Januar bis April des Geschäftsjahres 2012 betrug TEUR 202.168 (i.Vj. TEUR 222.984). Der sich nach US-GAAP ergebende Auftragsbestand zum 30. April 2012 lag mit TEUR 463.531 um TEUR 68.914 über dem Wert zum 30. April 2011. Dadurch werden die geschilderten Aussichten weiter bestätigt. Das interne Reporting und die Steuerung der MAG IAS GmbH basiert, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der bisherigen Konzernzugehörigkeit, auf den Rechnungslegungsvorschriften nach US-GAAP. Ein wesentlicher Unterschied zur Bilanzierung nach handelsrechtlichen Grundsätzen liegt in der Umsatzerfassung und Margenrealisierung nach Projektfortschritt (Percentage of Completion). Insbesondere für die Planung und Steuerung des Unternehmens birgt dieser Ansatz wesentliche Vorteile, da jederzeit die Leistung des Unternehmens entsprechend dem Fortschritt der Projekte dargestellt werden kann und es nicht zu einer Verzerrung der Ertragslage aufgrund der Fertigstellung von Projekten kommt. Entsprechend wurde auch die Planung für das Jahr 2012 und die darauffolgenden Jahre 2013 bis 2014 unter den fortgeführten Rechnungslegungsvorschriften nach US-GAAP erstellt. Auf Basis dieser Planung, die ein integrierter Bestandteil des Restrukturierungskonzepts ist, wird die MAG IAS GmbH im Jahr 2012 gegenüber dem Jahr 2011 eine deutliche Umsatzsteigerung um ca. 15 % erreichen. Dadurch, sowie durch die im Auftragsbestand zu beobachtenden Margenverbesserungen und durch das Greifen der Restrukturierungsmaßnahmen, erwarten wir eine deutliche Verbesserung der Ertragslage. Insgesamt erwarten wir zwar nach US-GAAP für 2012 ein leicht negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Bereinigt um geplante Restrukturierungs- und außergewöhnliche Aufwendungen rechnen wir jedoch mit einem insgesamt deutlich positiven operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Für das Jahr 2013 werden sich die Umsätze auf einem mit 2012 vergleichbaren Niveau bewegen. Durch positive Effekte aus margenstärkeren neueren Aufträgen wird sich das Ergebnis jedoch weiter verbessern. Hierdurch, sowie durch die geplante Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen und die deutlich reduzierten Restrukturierungskosten gehen wir davon aus, im Jahr 2013 ein insgesamt positives Ergebnis erreichen zu können. Dieser Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der MAG IAS GmbH sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Die Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir nach gründlicher Prüfung auf Basis uns zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung zur Verfügung stehender Informationen getroffen haben. Da sie jedoch auch von Faktoren abhängen, die nicht unserem Einfluss unterliegen, kann die tatsächliche Entwicklung von den Prognosen abweichen.
Göppingen, 25. Mai 2012 MAG IAS GmbH Die Geschäftsführung Rolf Rickmeyer Jan Siebert Dr. Sebastian Schöning Bilanz zum 31. Dezember 2011Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011
Anhang zum 31. Dezember 2011I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Allgemeines Der Jahresabschluss der MAG IAS GmbH, Göppingen ("Gesellschaft"), wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Seit dem 5. Juli 2010 ist die Firma der Gesellschaft MAG IAS GmbH, bis dahin firmierte die Gesellschaft unter MAG Powertrain GmbH. Damit einher ging die Sitzverlegung von Eislingen nach Göppingen. Im Jahr 2010 wurden durch Verschmelzungen bzw. Anwachsung die folgenden ehemaligen Gesellschaften in der MAG IAS GmbH vereint:
Durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der MAG Europe GmbH, Göppingen, wird der zum 31. Dezember 2011 sonst entstehende Jahresfehlbetrag der MAG IAS GmbH durch die Muttergesellschaft ausgeglichen. Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt. Diese Annahme sowie die Bilanzierung und Bewertung im vorliegenden Jahresabschluss stehen unter der Prämisse, dass die durch das Restrukturierungskonzept vorgegebenen Maßnahmen in den wesentlichen Bereichen erfolgreich umgesetzt werden können und die zugrundeliegende Unternehmensplanung im Wesentlichen eintritt, sowie dass die Investorensuche, auf deren Basis die Kapital- und Finanzmittelausstattung der Unternehmensgruppe dauerhaft gesichert werden soll, erfolgreich abgeschlossen werden kann. Desweiteren ist unterstellt, dass das weitere Engagement der finanzierenden Kreditinstitute, einerseits für die dauerhaft benötigte Finanzierung (Avalkredite), andererseits für die für 2012 von den Finanzierungspartnern bereits avisierte Brückenfinanzierung, gegeben ist. Bis zum 21. November 2011 war die MAG IAS GmbH als Tochter der MAG Europe GmbH Teil des in Luxemburg ansässigen MAG International Holdings S.à.r.l. Konzerns. Des weiteren war die MAG IAS GmbH Teil des Konzerns unter einheitlicher Leitung der MAG IAS LLC, Sterling Heights, Michigan, USA, und der MAG International Holdings S.à.r.l., Luxemburg. Als Folge der Ertrags- und Liquiditätssituation im Geschäftsjahr 2011 wurde die MAG Europe GmbH, mit all ihren Tochterunternehmen, aus der weltweiten MAG Unternehmensgruppe in ihrer bisherigen Struktur herausgelöst und in ein Treuhandmodell übertragen. Wir verweisen hierzu auch auf unsere Ausführungen im Lagebericht. Durch das Herauslösen der MAG Europe GmbH aus dem bisherigen Konzernverbund reduzierte sich der Kreis der verbundenen Unternehmen. Aus diesem Grund sind im vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 nur noch die Unternehmen des MAG Europe-Konzerns als verbundene Unternehmen klassifiziert, wohingegen im Vorjahresabschluss sämtliche im zusammengefassten Konzernabschluss der MAG IAS LLC, Sterling Heights, Michigan, USA, und der MAG International Holdings S.à.r.l., Luxemburg, einbezogenen Unternehmen als verbundene Unternehmen definiert waren. Durch diesen Umstand ist die Vergleichbarkeit der Bilanzposten "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" und "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" sowie "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" und "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" mit dem Vorjahr beeinträchtigt. Im vorliegenden Jahresabschluss werden "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" in Höhe von TEUR 7.581 und "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" in Höhe von TEUR 5.591 gegen Unternehmen ausgewiesen, die im Vorjahr noch zu dem Kreis der verbundenen Unternehmen zählten. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Position "Geschäfts- oder Firmenwert" beinhaltet einen Firmenwert, der über eine Nutzungsdauer von 11,5 Jahren abgeschrieben wird. Die Annahme einer betrieblichen Nutzungsdauer von mehr als fünf Jahren für diesen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert ist durch die Stabilität der Branche sowie den langfristigen Lebenszyklus der Produkte dieses erworbenen Produktionsbereichs begründet. Andere entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents ergibt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen linear über Nutzungsdauern von 3 bis 25 Jahren vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 25 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre. Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelungen des § 6 Abs. 2a EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150 und bis zu EUR 1.000 wird pro Jahr ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit einem Fünftel abgeschrieben wird, wobei der Abgang nach Ablauf der fünf Jahre unterstellt wird. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen erfolgt auf Basis der angefallenen Herstellungskosten; die Gewinnrealisierung erfolgt nach Projektabnahme. Projekte mit Verlusterwartung werden zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen bewertet. Die Bilanzierung latenter Steuern findet aufgrund der bestehenden Organschaft mit der MAG Europe GmbH, Göppingen (Organträgerin), keine Anwendung. Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen. In Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurde der aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes entstehende Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellung nur teilweise zugeführt. Die Jubiläumsrückstellungen sowie die Rückstellungen für Altersteilzeit werden nach versicherungsmathematischen Methoden auf Basis eines Zinsfußes von 5,14 % bzw. 3,81 % unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung1. Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 121.500 (i.Vj. TEUR 120.000) gegenüber dem Gesellschafter. Anteilsbesitz Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2011 Anteile von mindestens 20 % an den folgenden Unternehmen:
1) Gesellschaft zum Bilanzstichtag in
Liquidation (Liquidation im April 2012 erfolgt)
Im Geschäftsjahr 2011 hat die Gesellschaft die restlichen Anteile (33,3 %) an der MAG Special Machine Tool (Changchun) Co. Ltd., China erworben. Die MAG IAS GmbH hält nunmehr 100,0 % der Anteile. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weist einen Betrag von TEUR 949 (i.Vj. TEUR 822) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Von den sonstigen Vermögensgegenständen weist ein Betrag von TEUR 1.964 (i.Vj. TEUR 705) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.216 (i.Vj. TEUR 11.297) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 64.172 (i.Vj. TEUR 21.507). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen einen Betrag von TEUR - (i.Vj. TEUR 363) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf und beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 61.232 (i.Vj. TEUR 20.402). Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Die Guthaben bei Kreditinstituten bestehen in Höhe von TEUR 50.269 (i.Vj. TEUR 33.855) bei Kreditinstituten, die am Gesamtfinanzierungskonzept mit den europäischen MAG-Gesellschaften beteiligt sind und sind somit Teil des unter III. erläuterten Haftungsverhältnisses. Von diesem Betrag sind zum 31. Dezember 2011 TEUR 44.849 in der Verfügung beschränkt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewandt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt:
Zum 31. Dezember 2011 ist ein Betrag von TEUR 14.085 aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes noch nicht in den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:
Die MAG IAS GmbH hat am 4. Februar 2011 an der Börse Stuttgart eine Anleihe mit einem Volumen von EUR 50 Mio. zu einem Zinssatz von 7,5 % und einer Laufzeit über 5 Jahren begeben und damit ihr Finanzierungsinstrumentarium erweitert. Die Anleihe wird im Segment "Bondm" der Börse Stuttgart gehandelt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 15.082 (i.Vj. TEUR 16.677) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.642 (i.Vj. TEUR 46.114). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen TEUR 5.799 (i.Vj. TEUR 49.496) gegenüber dem Gesellschafter. 2. Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Abschreibungen Die Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen nach § 253 Abs. 3 HGB in Höhe von TEUR 1.652 (i.Vj. TEUR -). Periodenfremde Erträge/Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 7.604 (i.Vj. TEUR 20.315) Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind. Sie resultieren mit TEUR 6.710 (i.Vj. TEUR 13.668) aus der Auflösung von Rückstellungen sowie mit TEUR 894 (i.Vj. TEUR 1.547) aus sonstigen periodenfremden Erträgen. Im Vorjahr waren darüber hinaus periodenfremde Erträge aus dem Verkauf der Anteile an der MAG Switzerland AG in Höhe von TEUR 5.100 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 512 (i. Vj. TEUR 910) enthalten; sie betreffen diverse kleinere Posten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen wie im Vorjahr tatsächliche Ertragsteuern für vorangegangene Geschäftsjahre. Außerordentliches Ergebnis Die außerordentlichen Erträge des vorangegangenen Geschäftsjahres 2010 beliefen sich auf TEUR 27.120 und resultierten aus den in 2010 durchgeführten Verschmelzungen und der Anwachsung (s.o. Punkt 1.1.). Die außerordentlichen Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und Art. 67 Abs. 1-5 EGHGB betreffen die Anpassung der Rückstellungen für Pensionen (i.Vj. auch Altersteilzeit) an die Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (TEUR 1.121; i.Vj. TEUR 1.343). III. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse im Zusammenhang mit den Finanzierungsvereinbarungen Aus den Finanzierungs- und Sicherheitenverträgen zwischen den europäischen MAG-Gesellschaften und den finanzierenden Kreditinstituten und Versicherungen (Kreditgeber) haften die jeweils beteiligten Gesellschaften gesamtschuldnerisch für den in Anspruch genommenen Kreditrahmen. Zum 31. Dezember 2011 waren insgesamt TEUR 181.353 (i.Vj. TEUR 76.882) des verfügbaren Avalrahmens hauptsächlich durch die MAG IAS GmbH in Anspruch genommen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft entsprechend den genannten Vereinbarungen nachstehende Sicherheiten bestellt:
Das Risiko der Inanspruchnahme aus den vorbezeichneten Haftungsverhältnissen wird als unwahrscheinlich angesehen. Grundlage hierfür ist die Einschätzung der Geschäftsführung, dass die besicherten Avalkredite planmäßig im Rahmen der im Restrukturierungskonzept erwarteten Entwicklung genutzt und zurück geführt werden können. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Im Geschäftsjahr 2009 hatte die Gesellschaft sowie auch die verschmolzenen Gesellschaften mit der verbundenen MAG Real Estate Europe GmbH, Göppingen, Saleand-Lease-back-Geschäfte über die Betriebsgrundstücke zum Zweck der Zentralisierung des Grundstückseigentums innerhalb der deutschen MAG-Gruppe abgeschlossen. Die Verkäufe führten im Geschäftsjahr 2009 zu einem Liquiditätszufluss und Buchgewinnen; dem stehen Auszahlungen für die zukünftige Miete von EUR 4,2 Mio. p.a. gegenüber. In den Jahren 2005,2007 sowie 2009 wurden der Gesellschaft zum Zweck der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage Forderungen mit einem Gesamtbetrag von TEUR 70.330 bedingt erlassen. Die Forderungserlasse führten in den jeweiligen Geschäftsjahren zu entsprechenden Erträgen; dem steht bei Überschreiten bestimmter Finanzkennzahlen die Verpflichtung zur Rückzahlung aus dem Wiederaufleben der Verbindlichkeiten gegenüber. In den Geschäftsjahren 2011 und 2010 kam es zu keinem Wiederaufleben von Verbindlichkeiten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Derivative Finanzinstrumente Im Zusammenhang mit Verkäufen in USD bestehen zum 31. Dezember 2011 währungsbezogene derivative Finanzinstrumente der Art "Devisentermingeschäft" mit einem Nominalvolumen von TUSD 5.300 und einem beizulegenden Zeitwert von TEUR -329. Der beizulegende Zeitwert wurde mit der mark-to-market-Bewertungsmethode unter Verwendung der Marktmittelkurse zum Tagesende ermittelt. Risiken aus den derivativen Finanzinstrumenten sind zum 31. Dezember 2011 mit einem Buchwert von TEUR -329 in dem Bilanzposten sonstige Rückstellungen erfasst. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Die Darstellung der Ertragslage der MAG IAS GmbH des Geschäftsjahres 2011 ist dadurch beeinflusst, dass Aufwendungen, die von der Alleingesellschafterin MAG Europe GmbH für die gesamte Gruppe getragen wurden (ca. EUR 6 Mio. - insbesondere Restrukturierungsaufwendungen) aufgrund nicht eindeutiger Abgrenzbarkeit nicht an die MAG IAS GmbH weiterbelastet wurden. Bei Weiterbelastung wären die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der Tochtergesellschaften, insbesondere der MAG IAS GmbH, entsprechend ihrem Anteil höher und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entsprechend geringer gewesen. Aufgrund der entsprechend höheren Erträge aus Verlustübernahme hätte sich der Jahresüberschuss der MAG IAS GmbH von EUR 0 jedoch nicht verändert. Abschlussprüferhonorar Das von dem Abschlussprüfer Warth & Klein Grant Thornton GmbH & Co. KG, Stuttgart, für das Geschäftsjahr 2011 berechnete Gesamthonorar beträgt für:
Organe der Gesellschaft Geschäftsführung
Aufsichtsrat
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 1.226. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 359. Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 5.860 bilanziert. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 4. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2011 wurden im Durchschnitt 1.577 (i.Vj. 1.515) Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:
Konzernabschluss, Mutterunternehmen Die MAG IAS GmbH, Göppingen, wird in den Konzernabschluss der MAG Europe GmbH, Göppingen, dem obersten Mutterunternehmen des MAG Europe-Konzerns, einbezogen (kleinster und größter Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss der MAG Europe GmbH wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt werden.
Göppingen, 25. Mai 2012 MAG IAS GmbH Die Geschäftsführung Rolf Rickmeyer Jan Siebert Dr. Sebastian Schöning Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MAG IAS GmbH, Göppingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir pflichtgemäß auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt "8. Chancen- und Risikobericht" ausgeführt, dass bestandsgefährdende Risiken bestehen, falls die durch das Restrukturierungskonzept vorgegebenen Maßnahmen in den wesentlichen Bereichen nicht erfolgreich umgesetzt werden können und die zugrundeliegende Unternehmensplanung im Wesentlichen nicht eintreten sollte. Darüber hinaus bestehen bestandsgefährdende Risiken, falls die Investorensuche, auf deren Basis die Kapital- und Finanzmittelausstattung der Unternehmensgruppe dauerhaft gesichert werden soll, nicht erfolgreich abgeschlossen werden kann. Sollte die im Jahr 2012 von den Finanzierungspartnern bereits avisierte Brückenfinanzierung nicht gewährt werden, wären zusätzliche Maßnahmen erforderlich, um eine Bestandsgefährdung zu vermeiden.
Stuttgart, den 25. Mai 2012 Warth
& Klein Grant Thornton GmbH & Co. KG
Hämmerle, Wirtschaftsprüfer Steinbach, Wirtschaftsprüferin Am 19. Juli 2012 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 gebilligt und der Gesellschafterversammlung zur Feststellung vorgelegt. Die Gesellschafterversammlung hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 am 27. Juli 2012 festgestellt. |
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