Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 4607
Vorher
Ipsos Deutschland GmbH Marketing, Medien- und Sozial- ForschungIpsos Deutschland GmbH
Eingetragen
19.8.1947
Branche
Markt- und MeinungsforschungBeteiligungsgesellschaftenErbringung von Dienstleistungen von Psychotherapeutinnen und -therapeuten, klinischen und Gesundheitspsychologinnen und -psychologen, ohne ärztliche Therapien
Gegenstand
Ergänzt, nun Gegenstand des Unternehmens ist die quantitative und qualitative Konzeption, Durchführung, Auswertung und Verwertung sozialpsychologischer, soziologischer und statistischer Untersuchungen im In- und Ausland, insbesondere unter Anwendung der Verfahren der empirischen Sozial- und Kommunikationsforschung, sowie die Beratung auf dem Gebiet des Marketings und der Meinungspflege, ferner alle damit im weitesten Umfang artverwandten Betätigungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jean Laurent Poitou
seit 19.5.2026
Geschäftsführer
Steffen Bott
seit 25.9.2024
Prokura
Edvin Babić
seit 11.3.2024
Prokura
Markus Eberl
seit 11.3.2024
Prokura
Prokura
Christoph Dr. Preuss
seit 10.5.2023
Geschäftsführer
Prokura
Julia Ute Uebelacker
seit 15.3.2022
Prokura
Prokura
Harald Kothau
seit 24.8.2021
Prokura
Ingrid Feinstein
seit 14.2.2019
Prokura
Prokura
Inga Havemann
seit 1.10.2018
Prokura
Tobias Michael
seit 5.9.2017
Prokura
Thomas Allerstorfer
seit 7.4.2015
Prokura
Egbert Finsel
seit 23.10.2003
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ipsos GmbH

Hamburg

Jahresabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.082.247,11 3.016.184,92
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.506.000,00 7.173.270,00
9.588.247,11 10.189.454,92
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 608.513,03 681.768,06
10.196.760,14 10.871.222,98
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 14.580.912,00 12.630.510,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -14.580.912,00 -12.630.510,00
3. Geleistete Anzahlungen 463.743,00 739.918,00
463.743,00 739.918,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.414.452,19 8.682.515,57
- davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 1.608.351,62; (Vj. EUR 1.081.986,33)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 85.868,15 366.694,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 116.192,90 92.120,38
9.616.513,24 9.141.329,95
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.345.349,22 4.044.734,17
17.425.605,46 13.925.982,12
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 195.763,00 276.726,00
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 3.644.260,00 4.419.460,00
31.462.388,60 29.493.391,10

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 562.056,00 562.056,00
II. Kapitalrücklage 9.227.617,71 9.227.617,71
III. Gewinnrücklagen Andere Gewinnrücklagen 255.645,94 255.645,94
IV. Verlustvortrag -3.762.988,32 -7.407.471,55
V. Jahresüberschuss 2.098.567,12 3.644.483,23
8.380.898,45 6.282.331,33
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.309.000,00 1.379.000,00
2. Steuerrückstellungen 303.100,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 7.370.190,00 9.716.200,00
8.982.290,00 11.095.200,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.070.921,00 2.437.145,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.768.447,36 7.258.073,68
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 5.144.499,48 (Vj. EUR 2.476.729,93)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 448.196,00 397.392,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.811.635,79 2.023.249,09
- davon aus Steuern: EUR 1.660.453,29 (Vj. EUR 1.681.904,88)
14.099.200,15 12.115.859,77
31.462.388,60 29.493.391,10

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 83.751.061,76 84.047.883,14
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.950.402,00 -730.092,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 631.544,56 176.453,16
- davon aus Fremdwährungsumrechnung: EUR 71.804,37 (Vj. EUR 115.047.98)
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -37.143.411,62 -38.113.095,44
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -31.885.114,96 -32.708.563,64
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.725.539,24 -5.524.800,03
- davon im Rahmen der Altersversorgung: EUR 408.782,65 (Vj. EUR 421.874,44)
-37.610.654,20 -38.233.363,67
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.424.417,50 -1.436.831,39
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.956.852,75 -6.460.816,08
- davon aus Fremdwahrungsumrechnung: EUR 71.346,38 (Vj. EUR 98.545,88)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.445,33 3.504,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -30.778,00 -25.899,30
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.078.300,00 4.419.460,65
11. Ergebnis nach Steuern 2.101.039,58 3.647.203,07
12. Sonstige Steuern -2.472,46 -2.719,84
13. Jahresüberschuss 2.098.567,12 3.644.483,23

Anhang zum Jahresabschluss per 31. Dezember 2023

I. Allgemeines

Die Ipsos GmbH ("Gesellschaft") hat ihren Sitz in Hamburg und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 4607 eingetragen.

Die Ipsos GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss der Ipsos GmbH wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches und des GmbH- Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die vorliegende Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze des HGB aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung im Rahmen des Jahresabschlusses erfolgt auf der Grundlage einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going concern). Die Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256 HGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften §§ 264 bis 283 HGB vorgenommen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter (bis EUR 800,00) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen wird ein Firmenwert ausgewiesen, der im Jahr 2018 von einem Wettbewerber entgeltlich erworben wurde. Die planmäßige Abschreibung dieses Firmenwerts erfolgt linear über eine erwartete betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren. Die erwartete Nutzungsdauer wurde im Rahmen eines Ertragswertverfahrens ermittelt, welches unter der Annahme einer im Zeitablauf nachlassenden Ertragskraft der erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände ausgeht. Bei der erstmaligen Bewertung des erworbenen Firmenwertes ergab sich eine rechnerische Nutzungsdauer von 14,8 Jahre.

Die erhaltenen Anzahlungen werden von den unfertigen Leistungen offen abgesetzt. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgte zu Herstellungskosten bzw. in Hinblick auf die Beachtung des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung mit dem niedrigeren Wertansatz. Die Herstellungskosten umfassen die nach § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB aktivierungspflichtigen Einzel- und Gemeinkosten. Vertriebskosten werden nicht aktiviert (§ 255 Abs. 2 Satz 4 HGB).

Die geleisteten Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nennwert ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bewertet.

Liquide Mittel werden mit dem Nennwert ausgewiesen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 HGB gebildet.

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz gebildet. Soweit ein Ansatz nach § 274 HGB zulässig ist, werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet.

Die unter den Rückstellungen ausgewiesenen Posten für Pensionen, Jubiläen und Altersteilzeitverpflichtungen werden unter anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen, z.B. Pensionen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode), bewertet. Die Bewertung erfolgte auf Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck. Der für die Bewertung der Pensionsrückstellungen verwendete Bundesbankzinssatz bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31.12.2023 beträgt 1,82%. Der Bewertungszinssatz der Jubiläumsrückstellungen beträgt 1,31%.

Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB wird seit 2016 für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Jahre angewendet. Der Unterschied zwischen den auf Basis des 10-Jahres-Durchschnittszinses und des 7-Jahres-Durchschnittszinses ermittelten Erfüllungsbeträgen unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre und beläuft sich auf EUR 9.684,00.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind in Höhe des voraussichtlichen Bedarfs gebildet und berücksichtigen alle bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Anlagenspiegel

Zur Entwicklung des Sachanlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel, der sich auf der letzten Seite dieses Anhangs befindet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern resultieren aus Pensions- und Jubiläumsrückstellungen in Höhe von TEUR 219, den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 55 sowie aus ungenutzten steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 3.370. Die Bewertung der zeitlichen Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden relevanten Ertragssteuern in Höhe von 32,1%.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten und setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Personalkostenrückstellungen 3.909 5.366
Bonifikationen an Interviewpartner (Punkteverpflichtungen) 571 708
Sonstige ausstehende Rechnungen 2.890 3.642
7.370 9.716

Verbindlichkeiten

Sämtliche übrige Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Der Erlösbereich der Gesellschaft gliedert sich wie folgt:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Marktforschungsprojekte 82.247 82.360
Sonstige Dienstleistungen 1.504 1.688
83.751 84.048

Wie im Vorjahr, wird der überwiegende Teil der Umsatzerlöse auf dem deutschen Markt erwirtschaftet.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen folgende Posten:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Mieten und Nebenkosten 2.261 2.202
Lizenzen 1.768 1.724
Leasing 167 199
Restrukturierungskosten 0 20
Sonstige 2.761 2.316
6.957 6.461

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr TEUR 26) ausgewiesen.

V. Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aufgrund von Miet- und Leasingvereinbarungen. Innerhalb von fünf Jahren sind folgende Beträge zu berücksichtigen:

Büromieten und Fahrzeuge Mio. EUR 4,5
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen im IT-Sektor und sonstiger Betriebs- und Geschäftsausstattung Mio. EUR 0,4
Davon entfallen auf das Jahr 2024:
Büromieten und Fahrzeuge Mio. EUR 1,6
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen im IT-Sektor und sonstiger Betriebs- und Geschäftsausstattung Mio. EUR 0,4
Avalverpflichtungen bestehen zum Abschlussstichtag in Höhe von Mio. EUR 0,8

Abschlussprüferhonorar

Das mit dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 vereinbarte Gesamthonorar beträgt für die Abschlussprüfungsleistungen TEUR 110.

Ausschüttungssperre

Auf Grund der aktivierten latenten Steuern beträgt der nach § 268 Abs. 8 HGB für Ausschüttungen gesperrte Betrag TEUR 3.644.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 533 Angestellte beschäftigt. Diese unterteilen sich wie folgt in zwei Gruppen:

2023 2022
Marktforschung 481 487
Verwaltung 52 58
533 545

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Die Gesellschaft wird durch die Geschäftsführung wie folgt vertreten:

Herr Dr. Christoph Preuß, CEO Germany, Essen

Herr Benjamin Charles Page, Chief Executive Officer, London, Vereinigtes Königreich,

Die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9a) und b) HGB unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB.

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich in diesem Zeitraum auf TEUR 81 (Vorjahr TEUR 80).

Angaben zur Konzernobergesellschaft

Die Gesellschaft ist ein mit der Ipsos S.A., 35, rue du Val de Marne, 75628 Paris, verbundenes Unternehmen und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss kann im Registre de Commerce et des Societes von Paris unter der Nummer RCS B 304 555 634 eingesehen werden.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 zusammen mit dem Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2024 haben sich keine wesentlichen Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfeldes ergeben.

 

Hamburg, 28.03.2024

gez. Dr. Christoph Preuß, Geschäftsführer

gez. Benjamin Charles Page, Geschäftsführer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Zuschreibung Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.312.770,81 702.164,70 -102.981,00 5.911.954,51
2. Geschäfts- oder Firmenwert 15.114.526,93 0,00 0,00 15.114.526,93
20.427.297,74 702.164,70 -102.981,00 21.026.481,44
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.609.039,94 110.694,08 -684,72 2.719.049,30
23.036.337,68 812.858,78 -103.665,72 23.745.530,74
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Zuschreibung Verluste aus Abgängen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.296.585,89 573.198,49 66.272,01 -106.348,99 2.829.707,40
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.941.256,93 667.270,00 0,00 0,00 8.608.526,93
10.237.842,82 1.240.468,49 66.272,01 -106.348,99 11.438.234,33
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.927.271,88 183.949,01 0,00 -684,62 2.110.536,27
12.165.114,70 1.424.417,50 66.272,01 -107.033,61 13.548.770,60
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.082.247,11 3.016.184,92
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.506.000,00 7.173.270,00
9.588.247,11 10.189.454,92
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 608.513,03 681.768,06
10.196.760,14 10.871.222,98

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die Ipsos GmbH ist tätig auf dem Gebiet der umfragebasierten Marktforschung. Gegenstand des Unternehmens ist die quantitative und qualitative Konzeption, Durchführung, Auswertung und Verwertung sozialpsychologischer, soziologischer und statistischer Untersuchungen im In- und Ausland, insbesondere unter Anwendung der Verfahren der empirischen Sozial- und Kommunikationsforschung sowie die Beratung auf dem Gebiet des Marketings und der Meinungspflege, ferner alle damit im weitesten Umfang artverwandten Betätigungen.

Zu den artverwandten Betätigungen zählen in diesem Zusammenhang insbesondere auch Social Listening und Communities, die Messung von Kunden-/Mitarbeiterzufriedenheit, Untersuchungen zur Qualitätswahrnehmung und des Reiseverkehrs, auch als Beratungsleistung zur Vertriebs- und Kundenunterstützung sowie alle Datenerhebungs -, Verarbeitungs- und Auswertungsmethoden inklusive der Entwicklung und Wartung von dem Unternehmensgegenstand dienenden Datenbank- und Softwareanwendungen.

Analyse und Erläuterung von finanziellen Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsführung steuert das Unternehmen über monatlich erhobene Bilanz- und Ertragskennzahlen. So werden Gesamtleistung und Marge hinsichtlich Planerfüllung monatlich überprüft. Die Geschäftsführung konnte im Geschäftsjahr eine Gesamtleistung von TEUR 85.701 erzielen (Vorjahr: TEUR 83.318). Die Gesamtleistung hat sich aufgrund von starken Geschäftsentwicklungen im Innovations und Puplic Affairs Bereich erhöht. Die Gesamtleistung berechnet sich aufgrund der buchhalterischen Auswertungen.

II. Wirtschaftsbericht

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Angesichts der aktuellen geopolitischen Unsicherheiten hat der Welthandel an Schwung verloren. Dennoch fällt das globale Wachstum Ende 2023 moderat aus, auch wenn regionale Unterschiede in der konjunkturellen Entwicklung festzustellen sind. Während die Wirtschaft in den USA und auch in den Schwellenländern schwungvoll expandierte, ist in China die Konjunktur weniger lebhaft verlaufen. Die Wirtschaftsleistung im Vereinigten Königreich und Japan ging erneut zurück. Im Euroraum waren die anfänglichen wirtschaftlichen Aufhellungstendenzen, die sich zum Beginn des Jahre 2023 zeigten, nicht nachhaltig genug, um eine Stagnation zu überwinden. Die Deutsche Bundesbank führt im Monatsbericht März 2024 aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euroraum im Jahr 2023 um 0,4% (Vorjahr 3,4%) zulegte. Für Deutschland wird ein Rückgang von -0,7% (Vorjahr: 1,8% Wachstum) ausgewiesen.

Insgesamt befindet sich die Weltwirtschaft in solider Verfassung, auch wenn die derzeitigen Herausforderungen enorm sind. Der Klimawandel oder auch die zunehmende Digitalisierung macht ein Umdenken in weiten Teilen der Gesellschaft und Politik erforderlich. Zudem erschweren geopolitischen Spannungen den globalen Austausch von Waren und Dienstleistungen.

Der Finanzmarkt hingegen erweist sich als wirkungsvoll und stabil zur Bekämpfung der Inflation. Die Geschäftsbanken in Griechenland, Italien, Portugal und Spanien sind wesentlich robuster als vor der Eurokriese im Jahr 2009. Die Zinserhöhungen der Notenbanken zur Eindämmung der Inflation wirken, weil innerhalb eines Jahres die Inflation im Euroraum von über zehn Prozent auf unter drei Prozent gesunken ist. Gleichzeitig ist trotz der eingetrübten Wachstumsphase der Arbeitsmarkt auf einem hohen Beschäftigungsstand. Mit der zurückgedrängten Inflation und Tarifabschlüssen oberhalb der Preisentwicklung sind Nachfrageimpulse gegeben, die das Wirtschaftswachstum von der Konsumseite unterstützen. Vor diesem Hintergrund besteht im Markt die Erwartung auf eine baldige Senkung der Leitzinsen durch die Notenbanken, sollte die Inflation weiter zurückgedrängt werden. Ein geringeres Zinsniveau macht Investitionen für Unternehmen wieder attraktiver.

Die Entwicklung der Marktforschungsbranche

Die Nachfrage nach Marktforschungsleistungen ist weiterhin gegeben, allerdings in der Tendenz auf dem deutschen Markt seit mehreren Jahren rückläufig. Für das Jahr 2023 weist der Branchenverband erneut einen um insgesamt 4% geschrumpften Gesamtmarkt aus (vgl. Context Umsatzliste 2023 vom 1.3.2024). Dementsprechend ist auf Seite der Anbieter von Marktforschungsdienstleistungen die Lage durch Spezialisierungs- und Konsolidierungstendenzen gekennzeichnet. Ausgehend vom traditionellen Geschäft der studienbasierten Marktforschung gliedert sich der Marktforschungsmarkt seit einiger Zeit einerseits immer weiter auf und ist andererseits von einer tiefgreifenden Restrukturierung bei wesentlichen Mitbewerbern aufgrund von veränderten Eigentümerstrukturen und höheren Ergebniserwartungen geprägt. Makroökonomische und geopolitische Unwägbarkeiten, technischer und gesellschaftlicher Wandel sowie veränderte Umweltbedingungen sind weiterhin die dominierenden Treiber für den Transformations- und Veränderungsprozess in der Wirtschaft und somit auch in der Branche der Marktfortforschung. Weiterhin unverkennbar ist der Trend zu einerseits preissensiblen Leistungen, die über Routinen und Standards immer effizienter, automatisierter, schneller und kostengünstiger realisiert werden, und andererseits zu komplexen strategischen Beratungsprojekten. Neue Techniken im Rahmen von generativer künstlicher Intelligenz werden diese Entwicklungstendenzen weiter beschleunigen.

Die Entwicklung der Gesellschaft

Zum Beginn des Geschäftsjahres 2023 wurde Dr. Christoph Preuß in die Geschäftsleitung der Ipsos GmbH berufen.

Im Verlauf des Geschäftsjahres verlief der Auftragseingang in den ersten drei Quartalen auf Vorjahresniveau. Mit Beginn des vierten Quartals setzte eine spürbare Belegung im Auftragseingang ein, mit der Folge, dass die Gesamtleistung insgesamt rd. 3% über Vorjahr abgeschlossen hat. Begleitet wurde die Auftragsentwicklung mit einer stetigen Ergebnisverbesserung. Zum einen konnten Preisanpassungen am Markt durchgesetzt werden und zum anderen zeigen die eingeleiteten Organisationsmaßnahmen ihre Wirkung, da Kundenprojekte wesentlich effizienter realisiert werden.

Die Geschäftsentwicklung der Ipsos GmbH ist im Jahr 2023 somit zufriedenstellend verlaufen. Die im Vorjahresabschluss aufgestellte Wachstumsprognose wurde erfüllt. Die Erwartungen an die Ertragsprognose sind übererfüllt worden.

Bezogen auf die geographische Verteilung bleibt festzuhalten, dass, analog zum Vorjahr, auch im Geschäftsjahr 2023 der überwiegende Teil des Umsatzes der Ipsos GmbH im deutschen Markt erwirtschaftet wurde.

III. Lage

1. Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft ist besser aufgestellt als im Vergleich zum Vorjahresabschluss und zeigt sich Ende 2023 in einer sehr soliden Verfassung. Im Vergleich zum Ergebnis des Jahres 2022 ist das Ergebnis vor Steuern um TEUR 3.951 auf TEUR 3.179 gestiegen. Begründet ist die Ergebnisverbesserung durch ein Wachstum der Gesamtleistung von 3% bei gleichzeitig unterproportional angestiegenen Gesamtkosten.

Die Ipsos GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 2.099 erwirtschaftet. Dem steht ein Vorjahresergebnis von TEUR 3.644 gegenüber, indem jedoch aus der erstmaligen Aktivierung von aktiven latenten Steuern ein einmaliger Sondereffekt in Höhe von TEUR 4.420 enthalten ist.

2023 2022 +/-
TEUR TEUR TEUR
Gesamtleistung 85.701 83.318 2.383
Vorleistungen -37.143 -38.113 970
sonstige betriebliche Erträge 632 177 455
Personalaufwand -37.611 -38.233 622
Abschreibungen -1.424 -1.437 13
sonstige betriebliche Aufwendungen -6.957 -6.461 -496
Ergebnis vor Steuern 3.179 -772 3.951
Ergebnis nach Steuern 2.099 3.644 -1.545

2. Vermögenslage

Zum 31.12.2023 hat sich die Bilanzsumme der Gesellschaft um TEUR 1.969 auf insgesamt TEUR 31.462 erhöht. Die stichtagsbedingte Zunahme steht im Einklang mit der Ausweitung der Geschäftstätigkeit der Ipsos GmbH.

Wie im Vorjahr, verbleiben unter den Vorräten ausschließlich die an Lieferanten geleisteten Anzahlungen auf Bestellungen, da per Saldo der Bestandswert aller unfertigen Kundenaufträge vollständig durch erhaltene Anzahlungen gedeckt ist.

Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der liquiden Mittel steht im Einklang mit der Geschäftsentwicklung.

3. Finanzlage

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 um den Jahresüberschuss von TEUR 2.099 zugenommen und beträgt per 31.12.2023 TEUR 8.381 (Vorjahr: TEUR 6.282). Die Eigenkapitalquote erhöht sich entsprechend und beträgt 27% (Vorjahr: 21%). Der Fremdkapitalanteil beträgt demnach 73% (Vorjahr: 79%).

Die im Unternehmen festgelegten Finanzierungsmaßnahmen sind darauf ausgerichtet, eine Verbesserung des Working Capitals und der Liquidität der Gesellschaft zu gewährleisten. Aus der Anschaffung eines Geschäfts- und Firmenwertes im Jahr 2018 besteht unter der erwarteten Restnutzungsdauer von 10 Jahren ein kurzfristiger Kapitalbedarf. Dieser kurzfristige Kapitalbedarf ist über den Abschlussstichtag hinaus über Zahlungsvereinbarungen von Projektverträgen gewährleistet. Ferner steht bei Bedarf eine freie Kreditlinie der Hausbank zur Verfügung. Diese Refinanzierungsalternativen sind Teil der aktiven kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanung der Gesellschaft. Es ist sichergestellt, dass grundsätzlich fällige Verbindlichkeiten jederzeit bedient werden können.

Die Finanzstruktur der Ipsos GmbH gliedert sich wie folgt auf und zeigt folgendes Bild:

31.12.2023 31.12.2022 +/-
TEUR TEUR TEUR
Eigenkapital 8.381 6.282 2.099
Eigenkapital in % 27% 21%
Fremdkapital:
Rückstellungen 8.982 11.095 -2.113
Verbindlichkeiten 14.099 12.116 1.983
Summe Fremdkapital 23.081 23.211 -130
Bilanzsumme 31.462 29.493 1.969

Das Fremdkapital ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag nahezu unverändert hoch. Durch den Jahresüberschuss im Jahr 2023 ist das Eigenkapital der Ipsos GmbH angewachsen und somit ursächlich für den stichtagsbedingten Anstieg der Bilanzsumme.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung

Die Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2023 verlief aus Sicht der Geschäftsführung zufriedenstellend, da die Erwartungen aus der Finanzplanung insgesamt eingetroffen sind.

Die Geschäftsführung setzt weiterhin auf neue Akzente in der Organisation des Unternehmens. Im Mittelpunkt der Entwicklungsmaßnahmen stehen unsere Kunden und unsere Mitarbeitenden. Die Ipsos GmbH profitiert hier maßgeblich durch den von der Ipsos Gruppe verfolgten mittelfristigen Wachstumsplan "The Heart of Science and Data". Die Strategie setzt auf die Verbindung der besten Expertise mit der besten Technologie. Vor diesem Hintergrund hat die Weiterentwicklung von bestehenden Services höchste Priorität. Mit weiterentwickelten Methoden in der Datenerhebungstechnologie und zur Datenanalyse schaffen wir neue Angebote, die in hoher Qualität und Sicherheit unseren Kunden schneller aussagekräftige Informationen liefern.

Ipsos Facto, unsere generative Kl-Plattform, die spezielle für Marktforschungszwecke entwickelt wurde, ergänzt diese Strategie. Seit Juni 2023 ist Ipsos Facto für alle unsere Beschäftigten zugänglich und nun auch für unsere Kunden verfügbar! Ipsos Facto wird in Echtzeit mit Ipsos-Daten aktualisiert und basiert auf den besten Kl-Modellen, die auf dem Markt verfügbar sind.

Die Belebung der Geschäftsentwicklung aus dem letzten Quartal 2023 hat nicht nachgelassen. Zum Zeitpunkt der Berichtslegung zeichnet sich ein deutliches Wachstum im Auftragseingang ab. Die Wachstumsrate in der Gewinnung neuer Kundenaufträge liegt zum Ende des ersten Quartals 2024 im unteren zweistelligen Bereich.

5. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB

Die Gesellschafterversammlung hat für die Geschäftsführung der Ipsos GmbH keine Ziele für den Frauenanteil für die Geschäftsführung und die beiden Ebenen unterhalb der Geschäftsführung festgelegt, da sie nicht auf bestehende Arbeitsverhältnisse einwirken möchte. Der Frauenanteil der Geschäftsführung und der beiden Ebenen unterhalb der Geschäftsführung schlüsselt sich wie folgt:

1.

Geschäftsführung: Geschäftsführer Dr. Christoph Preuß - Frauenanteil 0%

2.

Erste Ebene unterhalb der Geschäftsführung: Frauenanteil 36,4 %

3.

Zweite Ebene unterhalb der Geschäftsführung: Frauenanteil: 44 %

Eine Beschlussfassung ist für das kommende Geschäftsjahr 2024 nicht vorgesehen.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr lässt sich vor dem Hintergrund der vielfältigen Unwägbarkeiten und Veränderungen nur schwer abgeben.

Die einzige Gewissheit über 2024 ist Ungewissheit, aber für Ipsos ist Ungewissheit ein Wachstumstreiber: Marken und Regierungen brauchen aktuelle Informationen darüber, was in der Welt passiert. Sie benötigen genaue Informationen darüber, wie Verbraucher und Bürger auf die Veränderungen reagieren, die wir jetzt in der Wirtschaft, in der politischen und sozialen Gesellschaft und in der Umwelt wahrnehmen können. Vor diesem Hintergrund ist die Geschäftsleitung für 2024 zuversichtlich, die Geschäftstätigkeit ausweiten zu können. Auf der Grundlage der Planung ist ein deutliches Umsatzwachstum angestrebt. Vor diesem Hintergrund geht die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 von einer Gesamtleistung von rund TEUR 88.000 aus und erwartet einen entsprechenden Ergebnisanstieg.

2. Risikobericht

Nach den handelsrechtlichen Vorschriften sind wir verpflichtet, auf die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft einzugehen. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse können aber von den im vorliegenden Lagebericht berichteten Annahmen und Schätzungen abweichen.

2.1 Risikomanagement

Als Früherkennungssystem dient ein unternehmensweites internes Kontrollsystem mit Analysen der Angebotslage und -struktur, Auftragslage, Planungsrechnungen, monatlichen Abschlüssen und regelmäßigen Besprechungen des Geschäftsverlaufs auf Board-Meetings und mit dem Management. Es zielt auf eine Früherkennung aller Risiken ab, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, wie auch des Konzerns wesentlich beeinträchtigen könnten.

Die Ipsos GmbH verfügt über ein der Größe der Gesellschaft angepasstes Risikomanagementsystem. In regelmäßigen Besprechungen zwischen der Geschäftsführung und den Bereichsverantwortlichen wird auf der Grundlage des Budgets, Forecasts, und der Ist-Zahlen die Geschäftsentwicklung erörtert und gesteuert. Darüber hinaus erfolgt eine detaillierte Monatsberichtserstattung an die Konzernmutter.

Die zur Unternehmenssteuerung erforderlichen Planungen, Entscheidungen und Maßnahmen werden im Rahmen einer festgelegten Organisation getroffen. Hierbei werden die operativen Entscheidungen vom Management der jeweiligen Forschungsbereiche und der Geschäftsleitung verantwortet. Strategische Entscheidungen werden in Abstimmung mit der Konzernleitung getroffen.

2.2 Risiken

Branchen- und Geschäftsrisiken

Die Ipsos GmbH ist im Rahmen ihres unternehmerischen Handelns im Wesentlichen den normalen Risiken ausgesetzt, die mit dem Charakter studienbasierter Marktforschung verbunden sind.

Für alle aus dem laufenden Geschäft erkannten Risiken ist, soweit die Voraussetzungen für die bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses angemessene Vorsorge getroffen worden.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Risikolage eingetreten. Bestandsgefährdende Risiken für das Unternehmen bestehen nicht.

Liquiditäts-, Preis-, Ausfall- und Konzentrationsrisiken

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Preisänderungsrisiken treten auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten des Unternehmens auf. Diesen Risiken wird mit einem abgestimmten Produktions- und Absatzprogramm begegnet.

Ausfall- und Liquiditätsrisiken bestehen für das Unternehmen im Absatzbereich. Durch weitgehend konsistente Auftragsannahme nur bei signifikanter Rechnungsstellung zu Beginn eines Auftrags minimiert die Gesellschaft bereits das Liquiditätsrisiko auf Projektebene. Durch ein Kundenmanagementsystem, das bereits bei der Angebotserstellung Veränderungen in der potenziellen Kundenstruktur aufzeigt, über Auswertungen zur Auftragsentwicklung und zum Zahlungsverhalten sind Regelungen (wie z.B. dem Billing Preview oder dem Mahnwesen) etabliert, die diesen Risiken entgegenwirken.

Zur Absicherung von Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, wird in erkennbarem Umfang Vorsorge getroffen.

Wesentliche Konzentrationsrisiken können sich im Absatzbereich der Gesellschaft durch die Abhängigkeit von bestimmen Branchen und Kunden ergeben. Durch ein diversifiziertes Angebotsspektrum besteht derzeitig keine wesentliche Branchenabhängigkeit. Gemessen am Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2023 hat der größte Kunde einen Umsatzanteil von rd. 10%. Vor diesem Hintergrund ist von keinen bestandsgefährdenden Abhängigkeitsrisiken auszugehen.

Die Geschäftsführung schätzt das Liquiditäts-, Preis-, Ausfall- und Konzentrationsrisiko als gering ein.

Marktänderungsrisiken

Die Branche der Marktforschung ist im zunehmenden Maße von Veränderungsprozessen gekennzeichnet. Ursprung dieser Veränderung ist der Konsument in seiner zunehmend digitalisierten Lebenswelt. Durch diese Entwicklung ist die Gesellschaft Marktrisiken ausgesetzt.

Die Geschäftsführung schätzt das Marktänderungsrisiko als moderat ein.

Gefahr des Fachkräftemangels

Innovation, Veränderung und Wachstum sind im besonderen Maße von der Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal abhängig. Die demographische Entwicklung im Umfeld des Unternehmens spiegelt sich derzeitig in der Altersstruktur im Personalbereich wider. In den nächsten Jahren wird erfahrenes Personal aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Der Abgang von kritischem Wissen und Know-How birgt die Gefahr, dass Ipsos in der wirtschaftlichen Entwicklung beeinträchtigt sein kann.

Die Besetzung von freien Stellen gestaltet sich in manchen Bereichen zunehmend aufwendiger und langwieriger, um Fachkräfte am Markt zu rekrutieren. Dieser Mangel an qualifiziertem Personal findet sich vor allem im Technologie- und Innovationssektor. Diese Knappheit birgt zwei Risiken. Ein operatives Risiko einerseits im Hinblick auf die Fähigkeit von Ipsos, seinen Kunden Dienstleistungen und Innovationen anzubieten. Andererseits ein finanzielles Risiko, getrieben durch höhere Gehälter aufgrund des harten Wettbewerbs um die richtigen Profile.

Die Geschäftsführung schätzt das Risiko des Fachkräftemangels als mittel ein.

Das Gesamtbild der Risikolage schätzt die Geschäftsführung als moderat ein.

3. Chancen

Die Produkte und Dienstleistungen der Zukunft haben wenig mit den Heutigen zu tun. Ob nun unter dem Einfluss der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz, der Art wie Mobilität neu erlebt wird oder wie sich veränderte Umweltfaktoren auf die Einstellung und auf das Verhalten von Kunden, Konsumenten und Bürgern auswirken, wirft vielfältige Fragen auf. Kenntnisse und Erfahrungen aus der Vergangenheit sind natürlich nützlich, aber sind diese im aktuellen Entscheidungsprozess ausreichend? Viele unserer Kunden haben insbesondere nach den Jahren der Corona-Pandemie und dem darin begründeten, tatsächlichen (oder auch vermuteten) veränderten Kunden- und Konsumentenverhalten das Bedürfnis, eine realistische und aktuelle Sicht auf ihre Branche, ihre Marktpositionierung und ihren Marken zu erhalten. Wir unterstützen unsere Kunden auf ihrem Weg der Nachhaltigkeit und der ESG-Anforderungen.

Das Umfeld schafft so für Ipsos immer neue und stärkere Chancen. Kundenerwartungen und Veränderungen im Marktforschungsmarkt ermöglichen es uns, neue Möglichkeiten unseres Angebots an Lösungen und Methoden weiterzuentwickeln und zu optimieren. Gerade in einer Zeit, in der so viele Strategien hinterfragt werden, alles neu überdacht und bewertet wird, ist Ipsos dank seiner Teams, Ressourcen, geografischen Präsenz und Lösungen gut positioniert, um den Informationsbedarf seiner Kunden zu erfüllen.

V. Sonstige Angaben

Bestehende Zweigniederlassungen

Zum Ende des Jahres 2023 ist die Gesellschaft an den Standorten in Hamburg, Berlin, Frankfurt am Main, München, Nürnberg und Schwarzenbek vertreten. Den Gesellschaftssitz bildet der Standort in Hamburg.

 

Hamburg, 28.03.2024

gez. Dr. Christoph Preuß, Geschäftsführer

gez. Benjamin Charles Page, Geschäftsführer

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gemäß §§ 21 und 22 Entgelttransparenzgesetz

Anlage zum Lagebericht 2023 gemäß §§ 264 und 289 HGB

Entgelttransparenzbericht für die Ipsos GmbH zum Jahresabschluss 2023

Gemäß § 21 EntgTranspG ist die Ipsos GmbH verpflichtet für das Geschäftsjahr 2023 einen Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit zu erstellen.

1. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkung

Die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Bestrebens um Diversität und Inklusion. Entsprechende Definitionen sind daher bereits seit Jahren Teil des vom Ipsos Konzern und dementsprechend auch von der Ipsos GmbH vorgegebenen Verhaltenskodexes. Diese Verankerung in der Kultur von Ipsos manifestiert sich auch darin, dass sich Ipsos seit Jahren dem Rahmen des United Nations Global Compact verschrieben hat. Eines der Ziele ist es dabei konkret mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen aber auch Geschlechtergleichheit zu fördern und jegliche Form der Diskriminierung zu bekämpfen. Um die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Diversität in der Arbeitswelt generell zu fördern, wird allen Kolleginnen und Kollegen gleichermaßen die Möglichkeit gegeben, ihr Berufsleben mit dem Privatleben zu verbinden (Nutzung von Eltern-/Pflegezeiten, Teilzeit- Modelle, flexible Arbeitszeiten und erstmalig seit dem Jahr 2021 auch Mobile-Work unabhängig von der pandemischen Lage). Des Weiteren wurde im Jahr 2022 Ipsos-weit das sogenannte Gender Balance Network ins Leben gerufen um sicherzustellen, dass dem Thema Diversität und Geschlechtergleichheit eine unternehmensweite Bühne und auch Organisation zur Verfügung steht. Mithilfe dieser Maßnahmen aus den Vorjahren erhielt der Themenbereich Gleichstellung von Frauen und Männern innerhalb der Belegschaft aber auch der Geschäftsleitung deutlich mehr Aufmerksamkeit. Diese Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, dass Gleichstellung fest in der Firmenkultur verankert ist und entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden.

2. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer

In der Ipsos GmbH werden Mitarbeiter Gehälter unabhängig des Geschlechts, sexueller Orientierung, Nationalität, Religion, Alter, Familienstatus sowie ethischer Herkunft bezahlt. Die konkreten Gehälter werden von der Geschäftsführung immer anhand der jeweiligen Stelle, Tätigkeitsinhalten, Verantwortungsbereichen und Qualifikations-Anforderungen sowie Leistung festgelegt. Gleiches gilt für Jahresprämien oder sonstige Vergütungsbestandteile.

3. Angaben zu den Beschäftigtenzahlen gemäß § 21 Abs.2 EntgTranspG für das Kalenderjahr 2023:

Kalenderjahr 2023 Gesamt Männer Frauen
Durchschnittliche Gesamtzahl der Beschäftigten * 533 204 329
Vollzeit 362 178 184
Teilzeit 171 26 145

* ohne Praktikanten, Werkstudenten, Auszubildende, Aushilfen

 

Hamburg, 28.03.2024

gez. Dr. Christoph Preuß, Geschäftsführer

gez. Benjamin Charles Page, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ipsos GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ipsos GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ipsos GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile und Anlagen des Lageberichts:

die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Frauenquote)

als Anlage zum Lagebericht beigefügten Aussagen zur "Gleichstellung und Entgeltgleichheit", zur Frauenquote (§ 289f Abs. 4 HGB)

sowie den Entgelttransparenzbericht.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 17. Juni 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Pierre Zapp, Wirtschaftsprüfer

gez. Elisabeth-Mariella Weeger, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 3. Juli 2024 festgestellt.

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