Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 102066
Vorher
Sastrix GmbH
Eingetragen
22.6.2020
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
die Erbringung von Dienst- und Beratungsleistungen im Bereich Softwarelösungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Sven Lackinger
seit 22.6.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (18)

NameAnteil
M***** A****** D****** S***
0.69%
S******** A*** S******
0.36%
B******* M** G***** A*****
0.36%

Ungelöste Beteiligungen (20)

NameAnteil
Sastrify GmbHEigenbeteiligung
1.02%

Gesellschafter

37 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 37 angezeigt

HV Holtzbrinck Ventures Fund VIII GmbH & Co. geschlossene Investment KG
Germany
9.253 €
15.04%
FirstMark Capital V, L.P.
United States
8.097 €
13.16%
Endeit Fund III Coöperatief U.A.
Netherlands
5.117 €
8.32%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sastrify GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.01.2024

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Januar 2024

der Sastrify GmbH

I. Geschäftstätigkeit und Grundlagen des Unternehmens

Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen Sastrify GmbH (im Folgenden Sastrify), hat ihren Firmensitz in Köln und ist beim Amtsgericht Köln unter HRB 102066 eingetragen. Sastrify vertreibt seine Produkte und Dienstleistungen an Unternehmen. Die von Sastrify entwickelte kommerzielle Software ermöglicht Anwendern einen effizienten Einkauf und ein intuitives Management von Software-as-a-Service (Saas)-Abonnements. Daneben unterstützt Sastrify einen Teil ihrer Kunden operativ beim Einkauf von Softwareanwendungen. Darüber hinaus vertreibt Sastrify die Softwareprodukte ausgewählter Partnerunternehmen, wie zum Beispiel Produkte der Alphabet Inc. und der Microsoft Corporation, direkt über ihren Marktplatz als Software-Reseller. Zu den wichtigsten Absatzmärkten zählen Europa und die USA.

Der Vertrieb der Produkte mittels eigener Verkaufstearns erfolgt in den USA über die 100% Tochtergesellschaft Sastrify Inc., im Rest der Welt über die Sastrify GmbH direkt. Die zweite Tochtergesellschaft, Sastrify Spain S.L., wurde im Jahr 2023 mit dem Zweck gegründet, Mitarbeiter in Spanien anzustellen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft eine Änderung an der Geschäftsjahrestruktur vorgenommen, die im Detail unter Punkt 3. "Geschäftsverlauf" erläutert wird.

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Konjunkturelles Umfeld

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert das Weltwirtschaftswachstum in 2024 mit 3,1% und 3,2% in 2025 gegenüber einem Wachstum im Vorjahr von 2,9%. 1

Für den weltweit wichtigsten Markt in den USA erwartet der IWF ein Wirtschaftswachstum von 2,7% für das Jahr 2024 nach einem Zuwachs von 2,5% im Jahr 2023. Für den Heimmarkt in Deutschland wird für 2024 ein Wirtschaftswachstum von 0,2% (Vorjahr: - 0,3%) erwartet. 2

Branchenspezifisches Umfeld

Der globale Markt für SaaS Anwendungen wächst erheblich. Für den Zeitraum von 2024-2032 wird je nach Quelle eine jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 13,7% bis 18,4% erwartet. 3 4

1 International Monetary Fund (2024): Global recovery is steady but slow and differs by region, [online] https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/04/16/world-economic-outlook-april-2024 [23.07.2024]
2 International Monetary Fund (2024): Global recovery is steady but slow and differs by region, [online] https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/04/16/world-economic-outlook-april-2024 [23.07.2024]
3 Fortune Business Insights (2024): Software as a Service Market Size, [online] https://www.fortunebusinessinsights.com/software-as-a-service-saas-market-102222 [23.07.2024]
4 Skyquest (2024): Software As A Service (Saas) Market Size, [online] https://www.skyquestt.com/report/saas-market#:~:text=Global%20Software%20as%20a %20Service.period%20(2024%2D2031) [23.07.2024]

Der größte Anteil am SaaS-Markt entfällt auf den nordamerikanischen Markt mit 46% des Gesamtumsatzes, gefolgt vom europäischen Markt, mit einem Anteil von 25%. 5

Im Zeitraum bis 2024 wird davon ausgegangen, dass der nordamerikanische Markt weiterhin der größte Markt für SaaS Anwendungen bleibt, die höchste Wachstumsrate aber in der Region APAC (Asien/Pazifik) besteht. Für Europa wird von einem stabilen Wachstum ausgegangen, wobei Deutschland und das Vereinigte Königreich als die am schnellsten wachsenden Märkte innerhalb Europas gelten. 6

Forschung und Entwicklung

Die Software von Sastrify zeichnet sich durch seine intuitive und einfache Bedienung, die integrierten Workflows für das Management und den Einkauf von SaaS Anwendungen mithilfe von OCR Tools und Integrationen in verschiedenste Finanz- sowie Personalmanagementsysteme aus. Durch die stetige Weiterentwicklung der Software stellt Sastrify eine weiterhin hohe Innovationsfähigkeit sicher.

Entwicklungskosten im Rahmen der Softwareentwicklung werden nicht aktiviert. Im Rumpfgeschäftsjahr 2024 waren durchschnittlich 9 Mitarbeiter der Sastrify GmbH im Bereich Softwareentwicklung beschäftigt (per 31. Dezember 2023: 9 Mitarbeiter).

2. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Kennzahlen für die Unternehmenssteuerung sind neben dem Umsatz die Kostenquoten in den Bereichen Personal (35%) und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (80%) jeweils bezogen auf den Umsatz.

Als nichtfinanzieller Leistungsindikator wird insbesondere die Kundenzufriedenheit betrachtet, die durch regelmäßige Kundenumfragen ermittelt wird.

3. Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft hat eine Änderung des Geschäftsjahres vorgenommen. Zukünftige Geschäftsjahre beginnen am 1. Februar und enden am 31. Januar. Bei dem abgelaufenen Geschäftsjahr handelt es sich um ein Rumpfgeschäftsjahr, welches am 1. Januar 2024 begann und am 31. Januar 2024 endete. Aufgrund der Durchführung des Rumpfgeschäftsjahres sind die untenstehenden Kennzahlen nicht direkt mit denen des Vorjahres vergleichbar, da das Vorjahr ein vollständiges Geschäftsjahr darstellt und die aktuellen Kennzahlen lediglich einen einzigen Monat abbilden.

Aus Sicht der Geschäftsführung hat sich das Rumpfgeschäftsjahr in Bezug auf Umsatz- und Ergebnisentwicklung entsprechend der Planungen des Vorjahres entwickelt. Das Rumpfgeschäftsjahr 2024 ist durch einen stetigen Geschäftsverlauf gekennzeichnet, in dem die Entwicklung der Software sowie Festigung der Marktposition weiter vorangetrieben wurde. Die Geschäftsführung bewertet den Geschäftsverlauf insgesamt positiv.

5 Precedence Research (2024): Software As A Service (SaaS) Market Size, Share, and Trends 2024 to 2034 [online] https://www.precedenceresearch.com/software-as-a-service-market [23.07.2024]
6 Straits Research (2024): SaaS Market, [online] https://straitsresearch.com/report/saas-market [01.08.2024]

4. Ertragslage

Die Umsatzerlöse aus dem Vertrieb eigener Softwareprodukte sowie dem Software-Reselling-Geschäft betrugen im Rumpfgeschäftsjahr 2024 auf TEUR 1.083 (Vorjahr: TEUR 12.125). Diese wurden zu 8% im Drittland, zu 33% im EU-Land und zu 59% im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge entstanden in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 65). Diese resultieren aus Erträgen aus Währungskurseffekten.

Der Personalaufwand betrug im Rumpfgeschäftsjahr 2024 TEUR 384 (Vorjahr: TEUR 4.865), was bezogen auf die Umsatzerlöse eine Personalaufwandsquote von 35% (Vorjahr: 40%) ergibt. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug per 31. Januar 2024 55 (Vorjahr: 57).

Der Materialaufwand, der als wesentlichen Posten die in den Fremdleistungen enthaltenen weiterverkauften Softwarelizenzen umfasst, betrug im Rumpfgeschäftsjahr 2024 TEUR 798 (Vorjahr: TEUR 6.687). Daraus ergibt sich eine Materialaufwandsquote von 74% (Vorjahr: 55%). Der Anstieg der Aufwandsquote ist auf stichtagsbedingte Effekte zurückzuführen.

Sonstige betrieblichen Aufwendungen entstanden im Rumpfgeschäftsjahr 2024 insgesamt in Höhe von TEUR 864 (Vorjahr: TEUR 11.219) und ergeben eine Aufwandsquote von 80% (Vorjahr: 93%) im Vergleich zu den Umsatzerlösen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen insbesondere die Kosten der Mitarbeiter, die über Employer-of-Record-Lösungen angestellt sind, in Höhe von TEUR 381 (Vorjahr: TEUR 5.791) sowie die Weiterverrechnung der Aufwendungen der Sastrify Spain SL in Höhe von TEUR 182 (Vorjahr: TEUR 1.075). Der Rückgang der Aufwandsquote ist auf die im Vergleich zum Vorjahr leicht reduzierte Anzahl von Mitarbeitern zurückzuführen, die über Employer-of-Record-Lösungen beschäftigt sind.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen belaufen sich im Rumpfgeschäftsjahr 2024 auf TEUR 0,1 (Vorjahr: TEUR 1,8), davon entfallen TEUR 0,1 (Vorjahr: TEUR 1,8) auf Abschreibungen auf Sachanlagen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Rumpfgeschäftsjahr 2024 auf TEUR -950 (Vorjahr: TEUR -10.581).

5. Finanzlage

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag des 31. Januar 2024 TEUR 20.898 (Vorjahr: TEUR 21.796), was einer Eigenkapitalquote von 78 % (Vorjahr: 80%) entspricht.

Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 20.686 (Vorjahr: TEUR 21.596) und ist überwiegend auf die Finanzierungsrunden in den Vorjahren zurückzuführen. Die Gesellschaft war im Rumpfgeschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Der operative Cashflow ist erwartungsgemäß negativ. Ein Break-even ist für das kommende Geschäftsjahr in keinem betrachteten Szenario geplant. Die Verluste sind Teil der verfolgten Wachstumsstrategie. Trotz des negativen operativen Cashflows reichen die liquiden Mittel, um den Geschäftsbetrieb für weitere Geschäftsjahre zu finanzieren.

Im Rumpfgeschäftsjahr 2024 erfolgten keine Neuinvestitionen in Sachanlagen oder immaterielle Vermögensgegenstände. Das Unternehmen verfolgt bei den Mitarbeitern einen Remote-Only-Ansatz, aufgrund dessen kein Bedarf an nennenswerten Investitionen in Sachanlagen besteht.

Die Aufwendungen des operativen Geschäfts wurden grundsätzlich aus dem Finanzmittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie den vorhandenen liquiden Mitteln finanziert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen keine. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Abschlussstichtag auf TEUR 2.073 (Vorjahr: TEUR 2.076).

6. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag TEUR 26.855 (Vorjahr: TEUR 27.080).

Die Anteile an verbundenen Unternehmen über TEUR 156 (Vorjahr: TEUR 156) bestehen an den Tochterunternehmen Sastrify Inc. und Sastrify Spain SL. Im Rahmen der Finanzanlagen betragen die Ausleihungen an das Tochterunternehmen Sastrify Inc. TEUR 1.879 (Vorjahr: TEUR 1.865) und machen somit 7% der Bilanzsumme aus. Bei den Ausleihungen handelt es sich um ein konzerninternes Darlehen mit Fälligkeit zum 31. Dezember 2028, das der Finanzierung des Tochterunternehmens dient.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen 9% (Vorjahr: 7%) und die sonstigen Vermögensgegenstände 2% (Vorjahr: 1%) der Bilanzsumme. Der Anstieg ist auf den Einfluss des Bilanzstichtages zurückzuführen.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Die Gesellschaft sieht Wachstumschancen insbesondere im europäischen Markt aufgrund des stetig wachsenden Marktes für SaaS und Cloud Anwendungen sowie der gleichzeitig wachsenden Nachfrage nach SaaS-Procurement und SaaS-Management Plattformen.

Darüber hinaus ergeben sich Wachstumschancen durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Kernsoftware sowie der stetigen Erweiterung ihrer Funktionalitäten. In diesem Zusammenhang investiert die Gesellschaft in Forschung und Entwicklung, um innovative Lösungen zu schaffen, die den sich wandelnden Anforderungen der Branche gerecht werden. Dies schließt die Integration von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning in ihre Softwarelösungen ein, um die Effizienz und Effektivität des Produkts zu steigern.

Ebenfalls arbeitet das Unternehmen an der Erschließung weiterer Unternehmenspartnerschaften mit dem Ziel, seine Marktposition als globaler Software Reseller weiter auszubauen.

2. Risiken

Im Rahmen der Geschäftsentwicklung identifiziert die Gesellschaft verschiedene Risiken, die sorgfältig beobachtet und gemanagt werden, um potenzielle negative Auswirkungen zu minimieren.

Konjunkturelle Risiken

Ein Risikofaktor ergibt sich aus der allgemeinen konjunkturellen Lage und dem im Vergleich zu den Vorjahren höheren allgemeinen Zinsniveau, welches den Zugang zu neuem Kapital erschweren könnte. Die Gesellschaft verfolgt jedoch eine vorsichtige Finanzpolitik und strebt eine diversifizierte Finanzierung an, um sich gegen solche Marktschwankungen abzusichern. Insgesamt schätzt die Gesellschaft Risiken durch konjunkturelle Veränderungen als gering gefährdend ein.

Wettbewerbsrisiken

Darüber hinaus besteht ein Risiko durch die wachsende Anzahl an Unternehmen, die ähnliche Geschäftsmodelle verfolgen. Zunehmender Wettbewerbsdruck könnte zu Marktanteilsverlusten und Preiskämpfen führen, was die Margen und die Rentabilität der Gesellschaft beeinträchtigen könnte. Die Gesellschaft strebt eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit mittels kontinuierlicher Innovation sowie einer hohen Produktqualität und Kundenzufriedenheit an. Insgesamt schätzt die Gesellschaft Wettbewerbsrisiken als mäßig gefährdend ein.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das finanzwirtschaftliche Risikomanagement der Sastrify GmbH zielt auf die Absicherung des Geschäfts gegen wesentliche Risiken ab, welche geeignet sind, die Einnahmen und Ausgaben des Unternehmens negativ zu beeinflussen.

Kernbestandteile des finanzwirtschaftlichen Risikomanagements sind das interne Kontrollsystem sowie die laufende und fallbezogene Überwachung wesentlicher Indikatoren im Liquiditätsbereich, wie z.B. der Bestand an liquiden Mitteln sowie die Entwicklung von Forderungen und Verbindlichkeiten.

Das Risiko von Forderungsausfällen wurde für den überwiegenden Teil der Umsätze durch den gezielten Einsatz geeigneter Zahlungswege und Zahlungsdienstleister minimiert.

Währungsrisiken, welche sich aus Software-Abonnements in Fremdwährung (hauptsächlich USD) ergeben, werden laufend überwacht und beurteilt.

Insgesamt schätzt die Gesellschaft potenzielle finanzwirtschaftliche Risiken aufgrund des für die nächsten Geschäftsjahre ausreichenden Bestands an liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag als gering gefährdend ein.

IT-Risiken

Potenziellen IT-Risiken, wie Infrastruktur-Ausfälle, wirkt Sastrify durch mehrfach redundante Infrastruktur entgegen. Eine weitreichende automatische Prüfung des Systemstatus aller Teilsysteme schließt zudem den schleichenden oder unbemerkten Systemausfall aus.

Risiken durch Angriffe Dritter werden durch kontinuierliche, automatisierte Sicherheitsüberprüfungen identifiziert und adressiert. Im Falle eines sicherheitsrelevanten Vorfalls erfolgt eine unverzügliche Benachrichtigung, gefolgt von sofortiger Problemlösung nach Protokoll unserer regelmäßig überprüften Sicherheitsrichtlinien.

Durch routinemäßige Sicherung von kritischen Daten inkl. Konfigurationsdateien und Einstellungen werden Risiken aus theoretisch möglichen fehlerhaften Bedienungen minimiert.

Insgesamt schätzt die Gesellschaft potenzielle IT-Risiken als mäßig gefährdend ein.

3. Zusammenfassende Bewertung

Wachstumschancen ergeben sich insbesondere durch die weitere Festigung der Marktposition in den relevanten Märkten sowie durch die stetige Weiterentwicklung der Software und der Erschließung weiterer Unternehmenspartnerschaften.

Den Risiken aus einem zunehmend intensiven Wettbewerbsumfeld begegnet die Gesellschaft mit gezielten Maßnahmen und Investitionen, insbesondere in den Bereichen Produkt- und Prozessinnovation sowie Marketing und Vertrieb. Risiken, die sich aus der konjunkturellen Lage ergeben, werden kontinuierlich evaluiert und gemanagt.

IV. Prognosebericht

Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2024/25 werden von einer Steigerung der Umsatzerlöse im zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum geprägt. Ein Schwerpunkt im kommenden Geschäftsjahr wird auf der Steigerung der Kosteneffizienz liegen. Durch die Optimierung interner Prozesse, die Nutzung moderner Technologien und die Automatisierung von Routineaufgaben ist geplant, die operativen Kosten zu senken. Vor diesem Hintergrund plant die Gesellschaft, die Kostenquote in den Bereichen Personal und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen um jeweils fünf bis zehn Prozentpunkte zu verringern.

Im Rahmen der Wachstumsstrategie prüft die Gesellschaft kontinuierlich die Möglichkeit von Zukäufen anderer Marktteilnehmer. Derartige strategische Akquisitionen könnten die Marktposition weiter stärken, das Produktportfolio erweitern und zur Neukundengewinnung beitragen.

Darüber hinaus plant die Gesellschaft, weiter in Forschung und Entwicklung zu investieren, um die Produktpalette weiter auszubauen und innovative Lösungen zu entwickeln. Diese Investitionen sind entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und neue Marktchancen zu erschließen.

 

Köln, 9. September 2024

Sven Lackinger, Geschäftsführer

Maximilian Hendrik Messing, Geschäftsführer

AKTIVA

31.01.2024 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.023,00 1.149,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 155.905,20 155.905,20
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.879.430,55 1.864.847,22
2.035.335,75 2.020.752,42
2.036.358,75 2.021.901,42
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.299.636,19 1.999.670,33
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.495,54 38.679,76
3. sonstige Vermögensgegenstände 480.056,63 295.306,81
2.795.188,36 2.333.656,90
II. Guthaben bei Kreditinstituten 20.686.179,90 21.595.718,75
23.481.368,26 23.929.375,65
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.336.774,33 1.128.381,55
26.854.501,34 27.079.658,62

PASSIVA

31.01.2024 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 61.534,00 61.534,00
II. Kapitalrücklage 43.783.266,40 43.783.266,40
III. Verlustvortrag 22.049.247,94 11.772.384,42
IV. Jahresfehlbetrag 897.635,76 10.276.863,52
20.897.916,70 21.795.552,46
B. RÜCKSTELLUNGEN
sonstige Rückstellungen 330.893,66 194.132,29
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,54
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 0,00 (EUR 0,54)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.072.904,74 2.075.530,54
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.072.904,74 (EUR 2.075.530,54)
3. sonstige Verbindlichkeiten 616.332,29 513.614,81
- davon aus Steuern EUR 240.197,82 (EUR 195.799,37)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 421,36 (EUR 202,18)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 616.332,29 (EUR 513.614,81)
2.689.237,03 2.589.145,89
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.936.453,95 2.500.827,98
26.854.501,34 27.079.658,62

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis 31. Januar 2024

2024 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 1.083.719,99 12.125.062,66
2. sonstige betriebliche Erträge 14.317,66 65.104,75
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen (798.424,21) (6.687.260,59)
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (325.159,44) (4.156.197,67)
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (59.290,24) (709.034,01)
(384.449,68) (4.865.231,68)
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (126,00) (1.795,00)
6. sonstige betriebliche Aufwendungen (864.756,85) (11.218.648,71)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 52.083,33 440.302,95
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 (134.397,90)
9. Ergebnis nach Steuern (897.635,76) (10.276.863,52)
10. Jahresfehlbetrag (897.635,76) (10.276.863,52)

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis 31. Januar 2024

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen Sastrify GmbH, Köln, und ist beim Amtsgericht Köln unter HRB 102066 eingetragen.

B. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Grundsätzliche Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss umfasst ein Rumpfgeschäftsjahr und ist daher nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Das Rumpfgeschäftsjahr resultiert aus einer Änderung des Geschäftsjahres, weshalb die Berichtsperiode kürzer ist als die des Vorjahres. Die ausgewiesenen Zahlen spiegeln somit eine verkürzte Berichtsperiode wider und sind nur eingeschränkt vergleichbar mit den Zahlen des vorangegangenen vollständigen Geschäftsjahres.

Der Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Januar 2024 bis zum 31. Januar 2024 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Sie nimmt allerdings die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

C. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN

C.1 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

C.1.1 Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 264, 265-266, 268-277, 284-288 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Bilanzierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert ausgeübt.

C.1.2 Bewertungsmethoden

Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert ausgeübt.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

ANLAGEVERMÖGEN

Sachanlagen

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet und um planmäßige Abschreibungen gemindert.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlusstag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit Gründe für diese Abschreibungen nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

sind mit dem Nennwert angesetzt.

UMLAUFVERMÖGEN

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

sind mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

sind mit ihren Nominalwerten oder Zahlungsbeträgen angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten

sind zum Nennwert bewertet.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

wurden auf der Aktivseite für Ausgaben, die Aufwendungen für einen Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen, und auf der Passivseite für Einnahmen, die Erträge für einen Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen, gebildet.

RÜCKSTELLUNGEN

Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Fremdwährungsposten werden zum Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

D.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der Bilanzposten Sachanlagen und Finanzanlagen im Rumpfgeschäftsjahr ist im separaten Anlagenspiegel dargestellt.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen haben in Höhe von EUR 1.879.430,55 (Vj. EUR 1.864.847,22) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren.

D.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

D.2.1 Restlaufzeiten

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 2.795.188,36 (Vj. EUR 2.333.656,90) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

D.3 Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Beträge aus abgegrenzten Disagien in Höhe von EUR 0,00 (Vj. EUR 21.428,61).

D.4 Eigenkapital

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages.

Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt EUR 61.534,00 (Vj. EUR 61.534,00).

D.5 Rückstellungen

Die Gesellschaft hat für verschiedene Mitarbeiter ein virtuelles Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (virtuelle Anteile) aufgesetzt. Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm ist als Exitbeteiligung ausgestaltet, das einen Bonusanspruch der Mitarbeiter in Abhängigkeit eines definierten Exit-Falls begründet. Die Mitarbeiter müssen sich den vollständigen Anspruch auf ihre jeweiligen virtuellen Anteile über einen festgelegten Zeitraum erdienen.

Eine Verpflichtung der Gesellschaft aus den virtuellen Anteilen ergibt sich nur bei Vorliegen eines Exit-Falls in Abhängigkeit vom jeweiligen Exit-Erlös.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit erachten wir derzeit als gering. Deshalb ist hieraus keine Rückstellung zu bilden.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten:

Stand zum 31.01.2024 Stand zum 31.12.2023
TEUR TEUR
Sonstige Rückstellungen 331,0 194,1
Rückstellung für Personalkosten 96,5 113,0
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 162,7 48,5
Abschluss- und Prüfungskosten 71,8 32,6
Sonstige Rückstellungen gesamt 331,0 194,1

D.6 Verbindlichkeiten

D.6.1 Restlaufzeiten

Die Verbindlichkeiten haben insgesamt in Höhe von EUR 2.689.237,03 (Vj. EUR 2.589.145,89) eine Restlaufzeit von bis zum einem Jahr. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen im Berichtsjahr nicht.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

E.1 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 14.317,66 (Vj. EUR 11.523,48) enthalten.

E.2 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 2.070,51 (Vj. EUR 28.814,98) enthalten.

E.3 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind sonstige Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 14.583,33 (Vj. EUR 114.847,22) enthalten.

F. SONSTIGE ANGABEN

F.1 Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Es bestehen folgende nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte, die für die Finanzlage von Bedeutung sind:

Softwarelizenzverträge

Aus den Softwarelizenzverträgen resultierende zukünftige Zahlungsverpflichtungen sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten.

F.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 91 (Vj. TEUR 105).

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Höhe der Verpflichtung zum 31.01.2024 Höhe der Verpflichtung zum 31.12.2023
TEUR TEUR
mehrjährige Lizenzverträge 90,9 105,0
davon fällig in 2024 90,4 104,5
davon fällig in 2025 0,5 0,5

F.3 Durchschnittliche Zahl der während des Rumpfgeschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Rumpfgeschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 55 (Vj. 57).

nach Gruppen
Management 2
General and Administrative 13
Sales and Marketing 13
Research and Development 13
Operations 14

F.4 Gesellschaftsorgane

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr:

Herr Sven Lackinger (Chief Executive Officer)

Herr Maximilian Hendrik Messing (Chief Technology Officer),

jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB.

F.5 Anteile

Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der Sastrify Spain S.L.U, mit Sitz in Barcelona, Spanien, deren Jahresabschluss zum 31.01.2024 bei einem Jahresüberschuss von EUR 48.288,47 (Vj: EUR 0,00) ein Eigenkapital von EUR 51.288,47 (Vj: EUR 0,00) ausweist.

Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der Sastrify Inc., mit Sitz in New York, Vereinigte Staaten von Amerika, deren Jahresabschluss zum 31.01.2024 einem Jahresfehlbetrag von USD -1.366.910,10 (Vj: USD -484.522,91) ein Eigenkapital von USD -1.701.433,01 (Vj: USD -334.522,91) ausweist.

F.6 Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -897.635,76 zusammen mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR -22.049.247,94 auf neue Rechnung vorzutragen.

G. GOING CONCERN

Die Erstellung des Jahresabschlusses für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Januar 2024 erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Absatz 1 Nr. 2 HGB). Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit keine nachhaltigen Gewinne erzielt. Es handelt sich dabei um planmäßige Verluste, die sich durch den Markteintritt und das Wachstum des jungen Unternehmens ergeben. Der Bestand der Gesellschaft ist daher mittelfristig von Barkapitalerhöhungen und Zuführungen von weiteren liquiden Mitteln von Investoren sowie zudem kurzfristig von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes und der Generierung entsprechender Umsatzerlöse abhängig. Da wir jedoch von der Umsetzung der geplanten Finanzierungsmaßnahmen im Progonosezeitraum bis zum Jahr 2025 ausgehen, haben wir den Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Januar 2024

Sastrify GmbH, Köln

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2024 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.01.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.576,33 5.576,33
Summe Sachanlagen 5.576,33 5.576,33
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 155.905,20 155.905,20
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.864.847,22 14.583,33 1.879.430,55
Summe Finanzanlagen 2.020.752,42 14.583,33 2.035.335,75
Summe Anlagevermögen 2.026.328,75 14.583,33 2.040.912,08
kumulierte Abschreibung 01.01.2024 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.01.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.427,33 126,00 4.553,33
Summe Sachanlagen 4.427,33 126,00 4.553,33
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.427,33 126,00 4.553,33
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert Geschäftsjahr 31.01.2024 Buchwert Vorjahr 31.12.2023
EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.023,00 1.149,00
Summe Sachanlagen 1.023,00 1.149,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 155.905,20 155.905,20
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.879.430,55 1.864.847,22
Summe Finanzanlagen 2.035.335,75 2.020.752,42
Summe Anlagevermögen 2.036.358,75 2.021.901,42

sonstige Berichtsbestandteile

UNTERSCHRIFT GEMÄSS § 245 HGB

Sastrify GmbH,

Köln

Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis 31. Januar 2024

 

Köln, 9. September 2024

gez. Herr Sven Lackinger, Geschäftsführer

gez. Herr Maximilian Hendrik Messing, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss zum 31.01.2024 wurde mit Umlaufbeschluss vom 09. Oktober 2024 bis 1. November 2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Sastrify GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sastrify GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Januar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Januar 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den entspricht deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Januar 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Januar 2024 in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 9. September 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Helge Schäfer, Wirtschaftsprüfer

Maximilian Stocker, Wirtschaftsprüfer

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