Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 18885
Vorher
DE Transport GmbH
Eingetragen
17.3.2005
Branche
Betrieb von Verkehrswegen für SchienenfahrzeugePersonenbeförderung im EisenbahnverkehrBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Gegenstand
Der Betrieb eines Eisenbahnverkehrsunternehmens (EVU) für den Güterverkehr und die Wahrnehmung aller damit zusammenhängender Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Läzer
seit 24.9.2020
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Captrain Holding, Société par actions simplifiéeFRA
65.00%
35.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.950.000 €
65.00%
Germany
1.050.000 €
35.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dortmunder Eisenbahn GmbH

Dortmund

Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2020

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Dortmunder Eisenbahn GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Dortmunder Eisenbahn GmbH, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dortmunder Eisenbahn GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 7. Mai 2021

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

von Michaelis, Wirtschaftsprüfer

Ottenhus, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

EUR 31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Wertesowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 100.090,00 33.950,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.203.747,00 1.060.002,44
davon Geschäfts-, Betriebs-/ und andere Bauten EUR 1.964.548,00 (Vj. TEUR 979.629,96)
davon Bahnkörper und Bauten des Schienenweges EUR 0,00 (Vj. EUR 80.372,48)
2. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 2.185.795,57 2.429.958,11
3. Maschinen und maschinelle Anlagen 405.078,00 418.191,56
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 495.395,00 595.758,19
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 140.882,27 1.221.350,73
5.430.897,84 5.725.261,03
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 636.216,45 637.434,45
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 63.081,99 479.614,09
3. Geleistete Anzahlungen 85.190,00 38.431,90
784.488,44 1.155.480,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.256.644,36 5.738.624,90
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.256.398,22 3.214.100,93
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 1.747,13
4. Sonstige Vermögensgegenstände 139.641,45 37.164,84
9.652.684,03 8.991.637,80
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 369.844,52 301.590,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 65.019,84 131.053,66
16.403.024,67 16.338.974,19

Passiva

EUR 31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Kapitalrücklage 1.076.465,15 1.076.465,15
III. Gewinnrücklage 257.751,98 257.751,98
4.334.217,13 4.334.217,13
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.974.949,00 7.533.490,00
2. Steuerrückstellungen 39.000,00 39.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.976.885,81 3.086.803,30
10.990.834,81 10.659.293,30
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 250.000,00 65.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 101.949,51 963.595,38
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 423.731,49 20.676,33
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 168.000,00 168.000,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 120.721,67 128.192,05
davon aus Steuern EUR 117.967,34 (Vj. EUR 126.990,47)
1.064.402,67 1.345.463,76
D. Rechnungsabgrenzungsposten 13.570,06 0,00
16.403.024,67 16.338.974,19

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

EUR 2020
EUR
2019
EUR
1. Umsatzerlöse 31.568.767,70 32.107.235,68
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -416.532,10 178.625,07
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 12.193,08
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.431.483,78 1.692.192,34
32.583.719,38 33.990.246,17
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.339.065,28 3.676.092,82
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.980.427,35 11.370.662,93
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.012.221,88 11.452.723,33
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.698.344,58 3.054.033,13
davon für Altersversorgung EUR 461.317,15 (Vj. EUR 799.734,12)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 617.306,04 673.011,40
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.671.306,28 4.695.075,52
33.318.671,41 34.921.599,13
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 392,41 334,17
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 216.737,00 232.298,00
davon aus Aufzinsung EUR 216.737,00 (Vj. EUR 232.298,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 31.277,65 31.277,65
12. Ergebnis nach Steuern -982.574,27 -1.194.594,44
13. Sonstige Steuern 41.333,49 51.359,81
14. Aufwand aus Ergebnisabführung 168.000,00 168.000,00
15. Ertrag aus Verlustausgleich 1.191.907,76 1.413.954,25
16. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Dortmunder Eisenbahn GmbH mit Sitz in Dortmund im Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund unter der Nummer HRB 18885 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Die Bilanz zum 31. Dezember 2020 wurde unter Beachtung des Bilanzformblattes für Verkehrsunternehmen gemäß Verordnung vom 27.02.1968 (BGBl 1968, Seite 193) in der am 17. Juli 2015 geänderten Fassung (BGBl 2015, Seite 1.245) aufgestellt.

Die Dortmunder Eisenbahn GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Es gelten jedoch nach den gesellschaftsvertraglichen Regelungen die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagegegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über Nutzungsdauern von 4 bis 5 Jahren angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind die steuerlich zulässigen Kostenbestandteile einschließlich anteiliger Verwaltungs- und Sozialkosten einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert, welche auch der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer entspricht. Es wird generell die lineare Abschreibungsmethode angewandt.

Für geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als EUR 250,00 und bis EUR 1.000,00 betragen, wurden bis Ende 2018 ein jährlicher Sammelposten im Anlagevermögen gebildet, welcher über eine Nutzungszeit von fünf Jahren abgeschrieben wird. Ab dem 01. Januar 2019 werden Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 sofort aufwandswirksam erfasst.

Für Reserveteile im Anlagevermögen wird unter Beachtung von § 240 (3) HGB i. V. m. § 256 Satz 2 HGB ein Festwert gebildet. Die im dreijährigen Turnus erforderliche Stichtagsinventur wurde im Jahr 2019 planmäßig durchgeführt.

Vorräte werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu den gleitenden durchschnittlichen Anschaffungspreisen angesetzt.

Für Reserveteile im Umlaufvermögen wird unter Beachtung von § 240 (3) HGB i. V. m. § 256 Satz 2 HGB ein Festwert gebildet. Die im dreijährigen Turnus erforderliche Stichtagsinventur wurde im Jahr 2019 planmäßig durchgeführt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 2 % berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und Vorruhestandsverpflichtungen werden ab dem Geschäftsjahr 2010 unter Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens, ab 2018 unter Verwendung der Richttafeln Heubeck 2018 G ermittelt. Zum 31. Dezember 2020 wurden neben angemessenen Fluktuations- und Karrieretrends ein Gehaltstrend von 2,2 % und ein Rententrend von 1,75 % berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Bundesbank gemäß RückAbzinsVO veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Für die Bewertung zum 31. Dezember 2020 wurde mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz von 2,30 % gerechnet.

Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aufgrund der bestehenden ertragssteuerlichen Organschaft mit der Captrain Deutschland GmbH werden bei der Gesellschaft keine latenten Steuern bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beiliegenden Anlagenspiegel. Davon betreffen TEUR 973 (Vorjahr: TEUR 973) den Festwert für Reserveteile.

Vorratsvermögen

Ein Anteil von TEUR 532 (Vorjahr: TEUR 532) der Vorräte ist zum Festwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen in Höhe von TEUR 1.472 (Vorjahr TEUR 2.031) gegen die Gesellschafterin Captrain Deutschland GmbH, Berlin, enthalten. Diese bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 280) und Forderungen aus Verlustausgleich (TEUR 1.192). Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Cashpool-Forderungen in Höhe von TEUR 4.512 (Vorjahr TEUR 1.100) sowie aus Forderungen für Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 272 (Vorjahr TEUR 83).

Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind überwiegend vorausbezahlte Gehälter und Pensionen für das Folgejahr ausgewiesen.

Gezeichnetes Kapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 3.000.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 1.055 und ist ausschüttungs- aber nicht abführungsgesperrt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten:

31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
Jubiläumsrückstellungen 757 814
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 825 834
Andere Rückstellungen aus dem Personalbereich 455 568
Rückstellung für Hauptuntersuchungen an eigenen Lokomotiven 19 19
Rückstellung für Hauptuntersuchungen an angemieteten Lokomotiven 208 240
Rückstellungen für Berufsgenossenschaftsbeiträge 210 170
Rückstellungen für Versicherungsumlagen 118 121
Übrige Rückstellungen 385 321
2.977 3.087

Bei aktuell vier ihrer angemieteten Lokomotiven hat die Dortmunder Eisenbahn GmbH die Verpflichtung, die Kosten des Vermieters für die alle acht Jahre fälligen Hauptuntersuchungen an den Lokomotiven zu übernehmen. Die Dortmunder Eisenbahn GmbH bildet dafür Rückstellungen und führt über den Nutzungszeitraum jährlich anteilige Beträge der Rückstellung zu. Im Jahr 2020 wurden für die Hauptuntersuchung an zwei Lokomotiven TEUR 55 verbraucht.

Die Rückstellungen für Versicherungsumlagen berücksichtigen die Verpflichtungen gegenüber dem Versicherungsverband Deutscher Eisenbahnen (VVDE), bei dem die Dortmunder Eisenbahn GmbH, Dortmund, bis zum 31. Dezember 2004 Mitglied war. Die Dortmunder Eisenbahn GmbH unterliegt weiterhin der Nachhaftung und muss sich deshalb auch künftig an der Abwicklung von Schäden aus der Mitgliedszeit beteiligen.

Die übrigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für strittige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten liegen wie im Vorjahr unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 424 (Vorjahr TEUR 21). Davon resultiert ein Betrag von TEUR 422 (Vorjahr TEUR 20) aus Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Captrain Deutschland GmbH, Berlin.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Dortmunder Hafen AG, Dortmund, aus der Ausgleichszahlung gemäß Gewinnabführungsvertrag in Höhe von TEUR 168 (Vorjahr TEUR 168).

Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2020
TEUR
% 2019
TEUR
%
Frachten und Nebeneinnahmen 24.519 77,7 26.327 82,0
Sonstige Einnahmen 7.049 22,3 5.780 18,0
31.568 100,0 32.107 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Schadensabrechnung (TEUR 712), aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 177), aus Trassenförderungsentgelten (TEUR 335), um Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagen (TEUR 69) sowie aus weiteren periodenfremden Erträgen (TEUR 61). Die periodenfremden Erträge resultieren im Wesentlichen aus Rabattgutschriften (TEUR 36) und anderen kleineren Sachverhalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Aufwendungen für Versicherungsbeiträge (TEUR 493), für EDV-Aufwendungen (TEUR 563), für die Konzernumlage der Captrain Deutschland GmbH (TEUR 953), für Aufwendungen aus Schäden (TEUR 1.048) und für Notariats- und Anwaltskosten, Grundstücksaufwendungen und weitere sonstige Aufwendungen

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten die Steuern auf die Ausgleichszahlung an Gesellschafter in Höhe von TEUR 31. An Aufwand für sonstige Steuern werden für das Geschäftsjahr 2020 TEUR 41 ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2020 2019
Lohnempfänger 139 144
Gehaltsempfänger 68 69
207 213
Auszubildende 18 20
225 233

Geschäftsführung

Herr Marcel de la Haye (Vorsitzender), Düsseldorf

Technischer Geschäftsführer (bis zum 31. März 2020)

Herr Jan Läzer (Vorsitzender), Dortmund

Technischer Geschäftsführer (ab 01. September 2020)

Herr Dr. Roland Kitschler, Dortmund

Kaufmännischer Geschäftsführer

Gesamtbezüge der Geschäftsführung sowie der ehemaligen Mitglieder

Die Geschäftsführer sind nicht bei der Gesellschaft selbst angestellt. Ihre Bezüge werden im Rahmen von Dienstleistungsverträgen in Rechnung gestellt und sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Auf die Angabe der Beträge wird in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge EUR 58.915,32.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2020 auf EUR 1.068.418,00.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von brutto TEUR 11.417. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

TEUR
Erbpachtgrundstück thyssenkrupp Steel Europe AG 5.104
Vertrag über Vorhaltung Werksinfrastruktur 2.813
Dienstleistungsverträge mit dem Gesellschafter Captrain Deutschland GmbH 2.157
Leasingverträge 1.343
11.417

Die Verträge enden zwischen 2021 und 2038.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse zugunsten Dritter.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt TEUR 19. Diese Aufwendungen fallen ausschließlich für Leistungen im Rahmen der Jahresabschlussprüfung an.

Konzernzugehörigkeit

Die Anteile der Gesellschaft werden zu 65 % von der Captrain Deutschland GmbH, Berlin, gehalten.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Société Nationale SNCF SA (SNCF), eingetragen im Handelsregister Paris unter Nr. B.552.049.447, Firmensitz in 2 Place aux Étoiles, 93200 Saint-Denis, konsolidiert (SNCF group ist größter und gleichzeitig kleinster Konsolidierungskreis). Der IFRS-Konzernabschluss der SNCF wurde bis zum Geschäftsjahr 2019 in deutscher Sprache und wird ab 2020 in englischer Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag waren keine besonderen Sachverhalte zu verzeichnen.

Ansprüche aus Gewinnabführungsverträgen

Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages vom 13. November 2006 hat die Dortmunder Eisenbahn GmbH, Dortmund, einen Anspruch auf Ausgleich des entstandenen Verlustes in Höhe von TEUR 1.192 durch die Gesellschafterin Captrain Deutschland GmbH, Berlin. Die Dortmunder Hafen AG, Dortmund, erhält von der Dortmunder Eisenbahn GmbH, Dortmund, eine Ausgleichszahlung in Höhe von TEUR 168.

 

Dortmund, 31. März 2021

Geschäftsführung

gez. Jan Läzer

gez. Dr. Roland Kitschler

Entwicklung des Anlagevermögens 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.1.2020
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 386.089,06 78.522,66 0,00 0,00 464.611,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.690.369,60 95.610,93 1.221.350,73 0,00 5.007.331,26
2. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 47.210,90 0,00 -47.210,90 0,00 0,00
3. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 22.263.587,48 0,00 0,00 126.796,95 22.136.790,53
4. Maschinen und maschinelle Anlagen 2.492.186,14 35.344,85 38.059,87 3.221,14 2.562.369,72
5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.446.254,51 46.429,31 9.151,03 122.798,70 3.379.036,15
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.221.350,73 140.882,27 -1.221.350,73 0,00 140.882,27
33.160.959,36 318.267,36 0,00 252.816,79 33.226.409,93
33.547.048,42 396.790,02 0,00 252.816,79 33.691.021,65
Kumulierte Abschreibungen 1.1.2020
EUR
Zuführungen
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 352.138,23 12.383,49 0,00 0,00 364.521,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.630.367,16 173.217,10 0,00 0,00 2.803.584,26
2. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 47.210,90 0,00 -47.210,90 0,00 0,00
3. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 19.833.629,37 244.162,54 0,00 126.796,95 19.950.994,96
4. Maschinen und maschinelle Anlagen 2.073.994,58 48.458,41 38.059,87 3.221,14 2.157.291,72
5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.850.496,32 139.084,50 9.151,03 115.090,70 2.883.641,15
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
27.435.698,33 604.922,55 0,00 245.108,79 27.795.512,09
27.787.836,56 617.306,04 0,00 245.108,79 28.160.033,81
Buchwerte 31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 100.090,00 33.950,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.203.747,00 1.060.002,44
2. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 0,00 0,00
3. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 2.185.795,57 2.429.958,11
4. Maschinen und maschinelle Anlagen 405.078,00 418.191,56
5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 495.395,00 595.758,19
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 140.882,27 1.221.350,73
5.430.897,84 5.725.261,03
5.530.987,84 5.759.211,86

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Dortmunder Eisenbahn GmbH, Dortmund, ist ein Unternehmen der Captrain-Deutschland-Gruppe. Zum 31. Dezember 2020 hält die Captrain Deutschland GmbH, Berlin, 65 % der Anteile. Die verbleibenden 35 % werden von der Dortmunder Hafen AG, Dortmund gehalten.

Das Kerngeschäft der Dortmunder Eisenbahn GmbH ist das Erbringen von Schienengüterverkehrsleistungen. Zudem betreibt die DE eine eigene Fahrzeugwerkstatt.

Innerhalb des Captrain-Verbundes arbeitet die DE gemäß ihren strategischen Vorgaben als Spezialist im Werksbahngeschäft im Gebiet Rhein-Ruhr, der gleichzeitig auch Verkehrsleistungen im regionalen Bereich erbringt.

Das Geschäft der DE gliedert sich entsprechend in folgende Segmente:

- Verkehre auf Werksbahninfrastruktur: Das Segment umfasst Leistungen in Dortmund und Bochum (jeweils für ThyssenKrupp) sowie in Mülheim a. d. Ruhr (für Unternehmen im dortigen Röhrenwerk).

- Verkehre auf öffentlicher Infrastruktur: Die DE führt Streckenverkehre auf dem Netz der Deutschen Bahn und anderer öffentlicher Gleisinfrastruktur durch, wobei sie dabei zum Teil mit Schwesterunternehmen aus dem Captrain-Verbund kooperiert.

- Werkstattleistungen für Dritte: Die Fahrzeugwerkstatt setzt nicht nur eigene, sondern auch Loks und Waggons Dritter instand.

Die Captrain Deutschland GmbH, Berlin, ist eine Konzerntochter der staatlichen französischen Eisenbahngesellschaft Société Nationale des Chemins de fer Français (SNCF). Der Jahresabschluss der DE wird in den Konzernabschluss der SNCF, Paris, einbezogen.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten. Nach ersten Berechnungen fiel das BIP kalenderbereinigt um 5,3 % niedriger aus als im Vorjahr. (Statistisches Bundesamt vom 29.1.2021)

Gemäß der Pressemeldung des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) vom 3. November 2020 zeichnete sich aufgrund der Corona-Pandemie verkehrsträgerübergreifend für das Jahr 2020 ein hoher Rückgang der Verkehrsleistung in Deutschland ab.

Im Schienengüterverkehr lag zum Ende des dritten Quartals 2020 gemäß vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes die Verkehrsleistung um rund 7,3 % und die Beförderungsmenge um rund 9,0 % unter dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Die Nachfrage nach Schienengüterverkehrsleistungen in Deutschland war 2020 sehr volatil mit teilweise erheblichen monatlichen Schwankungen infolge des Lockdowns. Während die Nachfrage zum Jahresende 2020 gewisse Erholungstendenzen zeigte, zeichnete sich eine nachhaltige Verbesserung der Auftrags-, Ertrags- und Liquiditätssituation nicht ab. Vielmehr wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Studie mit bevorstehenden großen Herausforderungen gerechnet. Die Mehrzahl der Unternehmen verfügte bis zuletzt über freie Kapazitäten, die am Markt kurzfristig zur Verfügung standen und den Marktpreis negativ beeinflusst haben. Auch im Kombinierten Verkehr ging die Nachfrage zurück - hier um rund 3,4 %. (BAG Marktbericht Güterverkehr KW 49 / 2020)

Das Werksbahngeschäft der DE weist eine hohe Abhängigkeit von Kunden aus der Stahlindustrie auf. Die Rohstahlerzeugung in Deutschland ist im Jahr 2020 um 10 % gegenüber dem ohnehin bereits niedrig ausgefallen Vorjahr gesunken (Wirtschaftsvereinigung Stahl vom 22.1.2021). Der Absatz der Unternehmen der Stahlindustrie ist in der Corona-Krise weiter zurückgegangen.

Geschäftsverlauf

Die DE hat im Jahr 2020 rund 13,2 Mio. Tonnen in ihren Verkehren befördert. Gegenüber dem Vorjahr 2019 mit 15,1 Mio. Tonnen ist damit die Beförderungsleistung im Corona-Krisenjahr um 13 % gesunken. Folgende Entwicklungen gab es 2020 in den einzelnen Geschäftssegmenten:

- Im Segment des Werksbahnverkehrs, das gemäß strategischer Ausrichtung das Kerngeschäft der DE bildet, ist der Umsatz von 13,4 Mio. Euro im Jahr 2019 um 4 % auf 12,9 Mio. Euro im Berichtsjahr 2020 gesunken. Insbesondere das 2. und 3. Quartal 2020 fielen sehr schwach aus.

- Bei den Verkehren auf öffentlicher Gleisinfrastruktur fiel der Umsatz im Jahr 2020 um 10 % auf 11,6 Mio. Euro. Dabei konnte der deutliche Rückgang bei den Bestandsverkehren durch einige Neuverkehre gedämpft werden.

- Im Segment Fahrzeuginstandhaltung hat die Werkstatt im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 4,5 Mio. Euro erzielt. Gegenüber dem Vorjahr mit noch 3,1 Mio. Euro wuchs das Geschäft damit um 45 %. Dieser erhebliche Anstieg ist auf eine deutlich verbesserte Auftragslage zurückzuführen. Die Kunden haben vermehrt nicht im Einsatz befindliche Lokomotiven instand halten lassen.

Der gesamte Umsatz der DE sank von 2019 mit 32,1 Mio. Euro um rund 2 % auf 31,6 Mio. Euro. Der Umsatzrückgang durch das gesunkene Beförderungsaufkommen konnte weitgehend durch Zuwächse im Werkstattgeschäft kompensiert werden. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag 2020 bei -0,74 Mio. Euro und ist gegenüber dem Vorjahreswert von -0,93 Mio. Euro um 0,21 Mio. Euro angestiegen.

Mitarbeiter

Zum Stichtag 31. Dezember 2020 beschäftigte die Dortmunder Eisenbahn GmbH 204 eigene Mitarbeiter (zzgl. Geschäftsführung und 17 Auszubildende). Im Vorjahr lag der vergleichbare Wert bei 212 Mitarbeitern.

Die durchschnittliche Belegschaftsstärke ist ebenfalls gesunken. 2020 waren es durchschnittlich 207 Personen (jeweils zzgl. Geschäftsführung und Auszubildende), während es im Vorjahr 2019 im Mittel noch 213 Beschäftigte waren.

Die DE hat unterschiedlichste Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter vor einer Corona-Infektion getroffen. Die Corona-Pandemie hatte 2020 keinen nennenswerten Effekt auf die Krankenquote.

Geschäftslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hat sich im Jahr 2020 wie nachfolgend beschrieben entwickelt.

I. Ertragslage

Die Umsätze der Dortmunder Eisenbahn sind im Jahr 2020 um 0,5 Mio. Euro auf 31,6 Mio. Euro gesunken (-2 %). Der zu Jahresbeginn 2020 prognostizierte Zuwachs konnte damit bedingt durch die Corona-Krise nicht erreicht werden. Im Detail haben sich dabei sowohl die Werksbahnverkehre als auch die Verkehre auf öffentlicher Infrastruktur schwächer entwickelt als erwartet. Das Werkstattgeschäft für Dritte lieferte dagegen deutlich höhere Umsätze als vor zwölf Monaten prognostiziert.

Der Bestand an unfertigen Leistungen (u. a. aus dem Werkstattgeschäft) verringerte sich im Geschäftsjahr deutlich. Die DE weist im Jahr 2020 einen Aufwand aus Bestandsveränderungen von -0,4 Mio. Euro aus, während im Vorjahr noch ein Ertrag von 0,2 Mio. Euro zu verzeichnen war.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen 2020 bei rund 1,4 Mio. Euro. Sie sind gegenüber dem Vorjahr um rund 0,3 Mio. Euro gesunken. Unter anderem waren weniger Sondereffekte aus periodenfremden Sachverhalten und Anlagenverkäufen zu verzeichnen: Den Sondereffekten von 0,3 Mio. Euro im Jahr 2019 stehen im Berichtsjahr Effekte von 0,2 Mio. Euro gegenüber.

Die Materialaufwendungen beliefen sich 2020 auf 14,3 Mio. Euro und sind gegenüber dem Vorjahr um rund 0,7 Mio. Euro gesunken. Dies ist Folge des gesunkenen Dieselkraftstoffaufwandes in den Verkehren.

Der Personalaufwand für Löhne und Gehälter belief sich im Geschäftsjahr auf 11,0 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr mit noch 11,4 Mio. Euro ist der Aufwand um 4 % gesunken. Dies ist im Wesentlichen Folge einer rückläufigen Belegschaftsstärke aber auch der Kurzarbeit im zweiten und dritten Quartal 2020. Eine Tariferhöhung gab es 2020 nicht. Die Aufwendungen für die Altersversorgung entstehen im Wesentlichen durch Veränderungen der Pensionsrückstellungen. Gegenüber dem Vorjahr ist der Aufwand um rund 0,4 Mio. Euro gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich 2020 auf 4,7 Mio. Euro und sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die DE schließt das Geschäftsjahr 2020 mit einem Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und Ertrag (und vor sonstigen Steuern) von -0,98 Mio. Euro ab. Im Vorjahr 2019 wies die DE noch -1,19 Mio. Euro aus. Auch das EBIT (Gesamtergebnis vor Zinsen und Steuern) ist gestiegen. Es stieg von -0,93 Mio. Euro (2019) auf -0,74 Mio. Euro (2020), bleibt aber insgesamt negativ.

Zu Jahresbeginn war ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet worden; die Coronakrise ließ einen entsprechenden Anstieg des EBIT nicht zu. Die bereits im Vorjahr eingeleiteten Maßnahmen zur Erhöhung der Effizienz und Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zeigen aber erste Ergebnisse bei der Ausweitung des Werkstattgeschäftes, so dass der Umsatzeinbruch bei den Verkehren zum Teil kompensiert werden konnte.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages erhält die Dortmunder Hafen AG eine Ausgleichszahlung von 0,17 Mio. Euro. Der Gesamtverlust von 1,19 Mio. Euro wird durch die Captrain Deutschland GmbH ausgeglichen.

II. Vermögens- und Finanzlage

Zum Stichtag 31.12.2020 beläuft sich die Bilanzsumme auf 16,40 Mio. Euro. Der Wert liegt damit nur leicht über dem Vorjahreswert von 16,34 Mio. Euro.

Die Übersicht zeigt die Vermögenslage im Jahresvergleich:

Aktiva
[in Mio. Euro]
31.12.2020 31.12.2019 Veränderung
Anlagevermögen 5,53 5,76 -0,23
Vorräte 0,78 1,16 -0,38
Forderungen/RAP *) 4,02 6,61 -2,59
Ergebnisübernahme durch Gesellschafter 1,19 1,41 -0,22
Liquide Mittel/Bankguthaben/Cashpool-Einlagen 4,88 1,40 +3,48
Summe 16,40 16,34 +0,06

*) ohne Forderungen zur Ergebnisübernahme und ohne Cashpool-Einlagen

Zum 31. Dezember 2020 beträgt der Bilanzwert des Anlagevermögens 5,53 Mio. Euro (Vorjahr: 5,76 Mio. Euro). Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme liegt bei 34 % (Vorjahr: 35 %). Zum Jahresende 2020 besaß die DE 23 Rangier- und Streckenlokomotiven und 81 Güterwaggons. Im Geschäftsjahr wurden 5 Waggons verkauft, die nicht mehr benötigt wurden. Der Bedarf an Eisenbahnwaggons wird überwiegend durch angemietete Wagen gedeckt.

Die DE investierte im Geschäftsjahr einen Betrag von 0,40 Mio. Euro. Der überwiegende Teil ging in die Modernisierung der Werkstattprozesse (Ausrüstung, IT). Die Investitionsquote beträgt 7 %, bezogen auf das Anlagevermögen zu Jahresbeginn (Vorjahr: 29 %). Die Investitionstätigkeit gleicht im Geschäftsjahr 2020 den Wertverlust aus den Abschreibungen in Höhe von 0,62 Mio. Euro nicht aus.

Die Vorräte liegen im Wesentlichen aufgrund des Abbaus von aktivierten unfertigen Leistungen um 0,38 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Der Bestand an Forderungen (ohne die Ansprüche aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin Captrain und ohne Forderungen an den SNCF-Cashpool) ist gegenüber dem Vorjahr um 2,59 Mio. Euro gesunken, da u.a. Kundenforderungen schneller beglichen wurden. Forderungen, bei denen Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, wurden angemessen wertberichtigt.

Der Bestand an liquiden Mitteln, Bankguthaben und Cashpool-Einlagen beläuft sich am Bilanzstichtag auf 4,88 Mio. Euro. Der Bestand an Geldmitteln ist gegenüber dem Vorjahr um 3,48 Mio. Euro angestiegen. Dies ist Folge der geringeren offenen Forderungen und der gedämpften Investitionstätigkeit. Aufgrund der Teilnahme am SNCF-Cashpool war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet.

Die Übersicht zeigt die Kapitalstruktur im Jahresvergleich:

Passiva
[in Mio. Euro]
31.12.2020 31.12.2019 Veränderung
Eigenkapital 4,33 4,33 --
Rückstellungen 10,99 10,66 +0,33
Verbindlichkeiten/RAP *) 0,91 1,18 -0,27
Verbindlichkeiten gem. Ergebnisabführungsvertrag 0,17 0,17 --
Summe 16,40 16,34 +0,06

*) ohne Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträgen

Die Rückstellungen belaufen sich auf 10,99 Mio. Euro (Vorjahr: 10,66 Mio. Euro). Die Pensionsrückstellungen haben daran einen Anteil von 7,97 Mio. Euro (Vorjahr: 7,53 Mio. Euro). Sie sind im Geschäftsjahr um 0,44 Mio. Euro angestiegen. Ein Teil des Anstieges resultiert aus dem Fallen des Rechenzinses von 2,71 % auf 2,30 %.

Weitere Rückstellungen hat die DE für Jubiläumsverpflichtungen, Urlaubsansprüche, Mehrarbeit, Versicherungsbeiträge und andere Sachverhalte gebildet. Der Rückstellungsbedarf in diesem Bereich ist im Vergleich zum Vorjahr leicht um rund 0,11 Mio. Euro angestiegen. Wesentlicher Grund sind ausstehende Rechnungen aus dem operativen Geschäft.

Die Verbindlichkeiten (aus Lieferungen und Leistungen) sind als Folge geringerer Betriebsleistungen gegenüber dem Bilanzstichtag 2019 gesunken.

Zum Bilanzstichtag sind keine Verbindlichkeiten gegenüber dem SNCF-Cashpool zu verzeichnen. Wie auch im Vorjahr sind keine Bankkredite vorhanden.

C. Chancen- und Risikobericht

Mit unseren Geschäftsaktivitäten sind neben Chancen auch Risiken verbunden, die Einfluss auf die Ergebnisentwicklung haben können.

Risiken

Nachdem bereits das Geschäftsjahr 2020 in besonderem Maß durch die Corona-Pandemie geprägt war, bestehen auch 2021 weiterhin große pandemiebedingte Risiken. Weitere Infektionswellen und Lockdown-Maßnahmen sind nicht verlässlich abschätzbar; es bestehen Unsicherheiten über die Wirksamkeit der Impfmaßnahmen. Die DE hat deshalb zum Schutz der Mitarbeiter und zur Sicherung der Geschäfte Maßnahmen ergriffen, deren Wirksamkeit laufend überprüft wird. Zu nennen sind u. a. Kurzarbeit, angepasste Arbeitszeitregelungen, Abbau von Urlaubansprüchen, mobiles Arbeiten von zu Hause, Durchführung von Einsparmaßnahmen bei Sachkosten.

Die DE unterliegt grundsätzlich Risiken aus schwankender Transportnachfrage: Von besonderer Bedeutung für die Entwicklung der DE ist die Transportnachfrage der Stahlindustrie, die zu rund drei Vierteln der Verkehrserlöse beiträgt. Kurzfristig sinkenden Umsätzen kann sich die DE mit einer eisenbahntypischen hohen Fixkostenbelastung aufwandsseitig nur in geringem Umfang anpassen. Die DE hat mit einer Reihe von Kunden deshalb vertragliche Vereinbarungen getroffen, die auf die Verringerung des Auslastungsrisikos zielen. Damit wird die Entwicklung der Umsätze teilweise von den Verkehrsleistungen abgekoppelt.

Die weitere Entwicklung bei unserem Kunden ThyssenKrupp könnte mittelfristig zu Strukturänderungen insbesondere an dem von der DE bedienten Standort Bochum führen und negative Folgen auf das Transportaufkommen haben.

Neben den Risiken aus schwankender Transportnachfrage sind Marktrisiken vorhanden, die aus der hohen intramodalen und intermodalen Wettbewerbsintensität am Güterverkehrsmarkt resultieren. Mögliche Folgen des Marktrisikos reichen von einzelnen Preiszugeständnissen bis zu dem Verlust ganzer Verkehrsverträge. Diesen Marktrisiken wirkt die Gesellschaft durch aktives Kundenmanagement entgegen. Die DE begegnet der Wettbewerbssituation zudem mit einer konsequenten Optimierung von Prozessabläufen und Kostenstrukturen.

Die DE hängt als Eisenbahnverkehrsunternehmen von der Verfügbarkeit und der Zuverlässigkeit der eingesetzten Produktionsmittel, der zugekauften Vorleistungen und der Leistungsqualität von Partnern ab. Zur Umsetzung ihres Qualitätsanspruches setzt die DE ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem ein. Den Betriebs- und Technikrisiken begegnet die DE mit systematischer Fahrzeugwartung durch den Einsatz qualifizierter Mitarbeiter. Die Betriebsabläufe werden ständig in Kooperation mit Captrain-Schwestergesellschaften überprüft.

Zusammenfassend sehen wir keine Bestandsrisiken für die DE; dennoch sind insbesondere bei Entfall einzelner Verträge erhebliche Umsatz- und Ergebnisrückgänge möglich.

Chancen

Die DE ist als Captrain-Unternehmen in einen europaweiten Verbund von Eisenbahnverkehrsunternehmen integriert. Damit bietet sich der DE die Möglichkeit, den Kunden Verkehrsleistungen im Rahmen dieses Netzwerkes anzubieten. Den Fokus unserer Leistungen setzen wir dabei auf den regionalen Bereich. Wir gehen davon aus, dass sich der DE auf dem weiterhin wachsenden Markt von Verkehrsleistungen auch 2021 Chancen bieten, Neuverkehre im Segment "Verkehre auf öffentlicher Infrastruktur" zu gewinnen.

Im Segment der Werksbahnverkehre sehen wir mittelfristig gute Chancen auf Zuwächse, da Industrieunternehmen mit angegliederter Werksbahn sich zunehmend auf das Kerngeschäft konzentrieren und Dienstleistungen, darunter die Werksbahnleistungen, ausgliedern werden.

Das Werkstattgeschäft ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl an kurzfristig akquirierten Aufträgen. Die Einschätzung für 2021 ist deshalb grundsätzlich von Unsicherheit geprägt. Die Marktchancen schätzen wir aufgrund der laufenden Prozessoptimierung und der aktuell regional starken Nachfrage als gut ein.

D. Prognosebericht

Das Beförderungsaufkommen hat sich im letzten Quartal 2020 gegenüber den stark durch die Corona-Krise geprägten zweiten und dritten Quartalen 2020 weitgehend normalisiert. Bedingt durch Nachholeffekte bei den Auto- und Industriekunden und Lagerergänzungen bei Stahl-Service-Centern sind insbesondere bei den Stahlverkehren unsere Leistungen rasch angestiegen. Wir gehen für 2021 von einer Fortsetzung dieses Leistungsniveaus aus, halten aber zeitweilige pandemiebedingte oder saisonale Rückgänge für nicht unwahrscheinlich.

Die Ergebnisentwicklung wird zudem von Maßnahmen zur Beseitigung von strukturellen Problemen profitieren, welche die DE bereits in Vorjahren eingeleitet hat, um nachhaltig positive Ergebnisse zu erwirtschaften. Das umfasst unter anderem die Flexibilisierung des Personaleinsatzes, Prozessoptimierungen und ihre Unterstützung durch geeignete IT, die Erhöhung der Verfügbarkeit der eingesetzten Ressourcen, die Stärkung der Vertriebsaktivitäten und Einsparungen an geeigneter Stelle.

In den Geschäftssegmenten erwarten wir folgende Entwicklungen:

- Bei den Werksbahnverkehren gehen wir im Geschäftsjahr 2021 von einer Zunahme der Leistungen auf das Niveau 2019 aus (+4 %).

- Die Verkehre auf öffentlicher Gleisinfrastruktur sollen 2021 um rund 15 % zunehmen. Wir unterstellen dabei eine Erholung der Bestandsverkehre und nennenswerte Umsatzbeiträge durch Neugeschäft.

- Im Werkstattgeschäft ist die Zielsetzung, das hohe Leistungsniveau des Jahres 2020 auch 2021 beizubehalten. Das Umsatzziel entspricht damit dem Umsatz aus 2020 von 4,5 Mio. Euro.

Auf Grundlage dieser Prognosen zu den Geschäftssegmenten erwarten wir insgesamt für 2021 einen Anstieg des Gesamtumsatzes um 6 % und ein ausgeglichenes Ergebnis (EBIT).

 

Dortmund, 31. März 2021

Die Geschäftsführung

Jan Läzer

Dr. Roland Kitschler

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